Auktionsberichte:

VORSCHAU: 217. Pfankuch-Auktion am 2. August 2018 in Braunschweig

(ps/Braunschweig/wm) In der diesjährigen Sommer-Auktion kommen über 2.670 Lose aus zahlreichen Gebieten der Philatelie und Numismatik zum Ausruf. Einen Schwerpunkt bildet wie immer Altdeutschland mit 865 Losen, darunter die Auflösung schöner Sammlungen Braunschweig und Thurn & Taxis. Ebenso stark vertreten das Deutsche Reich und Gebiete (über 500 Lose), mit guten Stücken, geprüften Spezialitäten und hochwertigem Material Besetzung 2.Weltkrieg.

Auch in dieser Auktion ist das Angebot Münzen, Medaillen, Orden und Banknoten mit 190 Losen sowie über 390 meist unberührte Sammlungen, Posten und Nachlässe wieder beachtenswert. Hier hervorzuheben zahlreiche wertvolle Viererblocksammlungen ab dem DR und eine gewaltige Bogensammlung Bundesrepublik + Berlin ab 1954 (Los 2319).

Kontakt: Karl Pfankuch & Co, Peter Sieberath, Hagenbrücke 19, 38100 Braunschweig, Telefon: +49 531 45807, Telefax: +49 531 44779, E-Mail: info@karl-pfankuch.de, www.pfankuch-briefmarken.de

22. Schlegel-Auktion: "Exklusivitäten der Philatelie" fachten die Kauflaune an

wm Andreas Schlegel hatte die Idee, seine Frühjahrsauktion vom 14. bis 16. Mai 2018 mit etwas Besonderem zu beginnen. In einem Sonderkatalog, der auf dem Titel seine Unterschrift als eine Art Gütezeichen trägt, präsentierte er 111 "Exklusivitäten der Philatelie". Gespannt verfolgten die Besucher im voll besetzten Auktionssaal den Abverkauf des hochwertigen Angebotes mit Schwerpunkt auf der Deutschland-Philatelie. Über 90 Prozent der "Exklusivitäten" fanden einen neuen Eigentümer.

Bestände von Künstlern

Den Auftakt bildeten zwei "Solokar­tons" mit den letzten beiden, nicht mehr erschienenen Marken des Dritten Rei­ches, die die Parteiorganisationen NSKK und NSFK zeigen (MiNrn. X/XI). Sie wurden für zusammen 46 000 Euro zu­geschlagen. Los Nr. 2 stellte einen einzigartigen Bestand an Entwürfen des Künstlers Herbert Kern für den Beet­hoven-Block der Bun­desre­publik dar. Es fand für 4400 Euro einen neuen Lieb­ha­ber. 1000 Euro be­willigte ein Bieter für Kerns Entwürfe zum Wider­stands­kämpfer-Block von 1964. Aus dem Oeu­vre des 2009 verstorbenen Grafikers Prof. Gerd Aretz stammten sechs nummerierte Probedrucke des besagten Bund Blocks MiNr. 2, die auf 17 500 Euro steigerten. Aretz gestaltete auch die Dauerserie "Frauen der deutschen Geschichte". Das von ihm geschaffene Porträt der Marlene Dietrich war ur­sprünglich für die 3-DM-Wertstufe vorgesehen. Aretz erhielt davon zwei Pro­bedrucke, für die der Hammer bei 4000 Euro fiel. Bisher nicht bekannt waren Farbproben der Bund MiNrn. 2218 und 2219, die für jeweils 3600 Euro ein neu­es Zuhause fanden. Dar­über hinaus wa­ren eine Reihe von Foto-Essays und Probe­drucken des Deut­schen Reiches und des General­gouver­nements zu haben. Begehrt waren auch zwei Vineta-Provisorien (DR Mi­Nr. A I): eine linke Hälfte auf Briefstück und auf kom­plettem Brief, die für 5600 bzw. 7800 Euro an den Mann gebracht wurden. Spitzen­preise erzielten auch eine "Burg Rheinstein" (DR Mi­Nr. IX) mit 5600 Euro, ein sog. Heydrich-Block mit 11 000 Euro und ein Han­nover-Block mit liegendem Wasserzeichen (Bizo­ne Block MiNr. 1 aY) auf Ersttagsbrief mit 8200 Euro.

Nach dem geglückten Auftakt mit dem "Exklusivitäten-Katalog" kündigt das Auktionshaus Schlegel für den 7. und 8. September 2018 eine Fortsetzung im Schlosshotel Berlin an. Dort wird die Sammlung "Peter Zgonc Deutsches Reich" mit Unikaten, seltenen Stücken und Klas­sikern dieser einmaligen Spitzensamm­lung versteigert.

Erfreulich und ein Beweis für die Be­ständigkeit vielseitiger Qualitätsware wa­ren die Verkaufs- und Steigerungs­quo­ten im Bereich der Sammlungen. Bei den Sammlungsteilen zeigte sich der Auktionssaal wie gewohnt gut gefüllt. Die breite Spanne an hohen Resultaten aus verschiedensten Bereichen verdeutlicht, dass auch das ge­samte Angebot auf positive Resonanz stieß. Nachlässe und Bestände von Sammlern und Händ­lern konnten ihre Ansätze teils vervielfachen.

Im Einzellos-Teil überzeugten ausgewähl­te Spitzenstücke der internationalen und deutschen Philatelie und brach­ten gute Steigerungen. So spielte ein gestempel­ter, ungezähnter Olym­pia-Block 31 000 Euro ein. Auch weitere Einzellose übertrafen die Erwartungen: Los 7908 (Be­setzung Zweiter Welt­krieg/Est­land Lo­kalausgabe Elwa) gipfelte bei 4000 Eu­ro, und ein ungezähntes Luxusrand­stück 40 Pf Posthorn auf Briefstück reüssierte bei 12 500 Euro. Am Ende der Auktion machten auch der reichhaltige 2. Teil der "Roseneck-Sammlung" und der Son­derteil Spe­ra­ti-Fälschungen von sich reden. Die Roseneck-Lose wurden dicht beboten und steigerten ihren Ausruf häufig um die Hälfte. Auch das nicht all­tägliche Angebot der Sperati-Fäl­schun­gen er­fuhr gute Steigerungen (herausragend hier Los 12107).

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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Begehrte Postkarte von der ersten Südpolexpedition

Leipzig Auf der 175. Leipziger Briefmar­kenauktion der Firma Fortagne & Lipfert am 11. und 12. Mai 2018 gefragt waren Ein­zellose aus den Bereichen Zeppelin- und Polarpost, Post- und Eisenbahngeschichte, Heimatphilatelie und Ansichtskarten sowie die Marken und Belege von Sachsen (über 100 Lose ab "Sachsen Dreier"), dem Deut­schen Reich mit Gebieten, Deutschland nach 1945 mit Lokal-, OPD- und SBZ-Aus­gaben, DDR-Besonderheiten mit Plattenfeh­lern, Farben, besseren Wasserzeichen und Druck­vermerken.

Einige herausragende Er­gebnis­se: Eine einfarbige Karte von der 1. Deut­schen Südpolexpedition mit der Un­ters­chrift von Drygalski steigerte von 800 auf 2450 Euro, eine Sachsen MiNr. 1 c brach­te 2150 (1200) Euro, die Sachsen MiNr. 8 auf Zierbrief 1050 (500) Euro, die Sachsen MiNr. 13 b auf Brief nach London 950 (500) Euro, ein Nothilfe-Block auf R-Brief konnte mit 1200 Euro den Ansatz verdoppeln, ein Brief aus dem "Stettiner Zipfel" spielte 630 (320) Euro ein, und China Block MiNr. 8 gestempelt zog von 600 auf 3200 Euro. Be­achtliche Steigerungen verbuchten auch über 900 Sammlungen, Posten und Partien.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Hepburn zum Zweiten

Düsseldorf Die 162. Felzmann-Auktion vom 5. bis 7. Juli 2018 startet mit einem mehr als 1000 Lose umfassenden Ausnah­me-An­ge­bot internationaler Flug- und Zep­pelinpost, das mit der Auflösung der Samm­lung des bedeutenden britischen Philate­listen Ian Nutley und ergänzt durch Lose weiterer leidenschaftlicher Sammler einen ausführlichen Einblick in die internationale Flugpost-Geschichte gibt.

Mit dabei ist eine Besonderheit grönländischer Philatelie, ein Beleg adressiert an Zoltan J. Kegl mit einer Rockwell-Kent-Flugpostmarke von 1932 in besonders guter Erhaltung (Los 3003) und einer von 15 bekannten Balbo-Belegen "Cro­ciera Aerea del Decennale", der von Bengasi über Rom und Amsterdam zurück nach Rom geflogen wurde (Los 3057).

Aus Europa stammen ebenso eindrucksvolle und seltene Stücke wie ein österreichischer 3-Kr-Sechserblock (Los 5277), eine von nur 26 überhaupt bekannten 10 Rp Rayon II mit Kreuzeinfassung (Los 5413) und eine spanische 2 Reales orangerot aus dem Jahre 1851 tadellos gestempelt (Los 5440). Auch bei Altdeutschland stehen ausgesuchte Raritä­ten im Mittelpunkt wie eine "seltene und ursprüngliche 33-Kreuzer-Buntfrankatur" von Baden (Los 5485) oder ein altbekanntes Idealstück eines "Sachsen Dreier" lebhaftrot mit charakteristischem Klischeefehler "Un­tere Einfassungslinien mittig unterbrochen" (Los 5713). Besonderes Highlight des Sam­melgebiets Deutsches Reich ist die 12+3 auf 15+5 Rpf Nothilfe mit dem legendären Auf­druckfehler "Rdf", eines von zwei bekannten postfrischen Exemplaren (Los 5958). Auch bei den Auslandspostämtern und Kolonien gibt es einiges zu entdecken, wie Chinas 40 Pf Germania mit Handstempel­auf­druck und Stempel TIENTSIN 27/1 01 auf kleinem Lu­xus-Briefstück (Los 6074).

Höhepunkt der Einzellose ist die erneute Versteigerung der bekannten Wohlfahrts­mar­ke "Audrey Hepburn", die bereits im Jahr 2006 bei Felzmann versteigert wurde. Die mit Rundstempel BRIEFZENTRUM 12 14.10.03 gestempelte Marke auf Briefausriss ist eines der wenigen tatsächlich gelaufenen Exemplare und aus Fernsehen, Print und Funk über die Grenzen der philatelistischen Szene bekannt (Los 6840).

Die Sammlungen starten traditionell am letzten Auktionstag mit einem "Deutsch­land & Europa-Kracher" in 35 Leuchtturm-Vordruckalben. Übersee beinhaltet eine bestens ausgebaute China-Sammlung von 1949-2000, mit allen Blockausgaben inklusive Schau­spieler-Block "Mei Lan-Fang" und Pfingst­rosen-Block (Los 7448). Der Kolo­ni­albereich ist dieses Mal in der Sommerauk­tion besonders stark vertreten, unter anderem mit einem Posten "China bis Togo".

Internet: www.felzmann.de

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"Sommeranfangsverkauf" beim Auktionshaus Albert Kiel

wm Normalerweise müsste man ja eigentlich vom Schlussverkauf reden, aber das Auktionshaus Albert Kiel in Darmstadt eröffnet den gerade begonnenen Sommer mit einer Fernauktion, bei der bis zum 30. Juni 2018 über 4 000 Lose - meist aus dem Bereich der Philatelie -als "Liquidation bis -30%" angeboten werden. Zahlreiche Farbtafeln geben einen guten Eindruck der Offerten, die durchgehend sehr günstig angesetzt sind. Wenn man Glück hat, bekommt man so Manches mit Untergebot bis zu besagten 30 Prozent.

Parallel erschien eine Festpreis-Liste "Sommer 2018", die 3 000 Lose - darunter auch viele aus dem Münzbereich - beinhaltet. Darin sind ebenfalls neben guten Einzelstücken auch Sammlungen und Wunderkisten vertreten.

Kontakt:AAK Kiel, Tel. 0 61 51/5 50 47, E-Mail: info@kiel-briefmarken.de, www.kiel-briefmarken.de

VORSCHAU: 163. Dr. Reinhard-Fischer-Auktion am 13. Juli 2018 in Bonn

(rf/Bonn) Das umfangreiche Angebot dieser Auktion mit über 12.000 Losen bietet neben einem reichhaltig und wertvoll besetzten Angebot im Bereich der Philatelie auch eine interessante Auswahl von über 1 500 Münzlosen.

Der Auktionskatalog beinhaltet neben zahlreichen gesuchten Standard-Ausgaben aus allen Gebieten der deutschen Philatelie auch eine Vielzahl an Seltenheiten. Das Sammelgebiet Altdeutschland ist gewohnt gut besetzt, unter anderem wird eine tadellos erhaltene ungebrauchte 18 Kr. Wappen ohne Seidenfaden (Nr. 15) von Württemberg ab 1.100 Euro versteigert. Speziell Stempel-Sammler sollten sich die Auktion nicht entgehen lassen; über 1.000 moderat ausgerufene Lose bieten eine Fundgrube auch für den fortgeschrittensten Sammler.

Zudem kommt eine der am meisten unterschätzten Marken des Dritten Reichs zum Ausruf. Von der 6 Pfg-Sondermarke Reichsparteitag von 1935 entstanden mit der irrtümlich aufgebrachten waagerechten Gummiriffelung nur eine Handvoll Bogen. Gerade in postfrischer Erhaltung ist die Marke quasi nie zu finden - das tadellose angebotene Stück mit neuem BPP-Attest bietet demnach eine seltene Gelegenheit zum Erwerb. Von besonderem Interesse ist auch das ungewöhnliche Angebot von Essays für eine Freimarkenausgabe Anfang der 20er-Jahre, die in einem alten Nachlass entdeckt wurden und mit aktuellen BPP-Befunden versehen sind.

Die Kolonialphilatelie - seit jeher Ursprung und Steckenpferd von Reinhard Fischer - begeistert auch in der kommenden Auktion mit interessanten Raritäten. Die seltene Karisimbi-Ausgabe von Deutsch-Südwestafrika startet zum Ausruf von 1.200 Euro. Die Besetzungsausgaben des I. und II. Weltkriegs sowie die Nebengebiete bis 1945 erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit, dem wird Dr. Reinhard Fischer mit einem interessanten Angebot an gesuchten Standardwerten bis hin zu Raritäten gerecht. In tadellos postfrischer Erhaltung kommt die Schlüsselausgabe der Besetzung in Montenegro zur Auktion, der Freimarkensatz Nr. 10/19 (3.000 Euro). Eine der in ungebrauchter Erhaltung seltensten Feldpostmarken ist die Nr. 10BaI/1, Dr. Fischer kann ein nahezu postfrisches Stück in perfekter Erhaltung anbieten. Eine gehaltvolle Sektion Dünkirchen und Festung Lorient runden das umfangreiche Angebot dieser Zeitepoche hervorragend ab. Auch die Nachkriegsphilatelie ist stark besetzt. Ein nur an "privilegierte Persönlichkeiten" abgegebener Sonderdruck des Brückenbau-Blocks Nr. 4S gehört zu den Raritäten der SBZ-Philatelie und wird mit 1.600 Euro ausgerufen.

Für die Sammler nichtdeutscher Gebiete stehen insbesondere Österreich, die Schweiz und Israel mit gesuchten Standardwerten in perfekter Qualität zur Auswahl. Das Highlight des Schweiz-Angebotes bildet eine wohl kaum ein zweites Mal zu findende Zusammendruckkombination aus dem Wilhelm-Tell-Bogen von 1921 mit den beiden hochwertigen Nr. WZ24A und 25A in postfrischer Erhaltung für moderate 1.300 Euro Ansatz.

Das Sammlungsangebot mit fast 1.000 Positionen bietet für jeden Sammler und Geldbeutel die richtige Beschäftigung für lange Sommerwochenenden und Urlaubstage. Zahlreiche kleine und große Nachlässe werden im ursprünglichen Zustand ohne jegliche Entnahmen offeriert. Dazu kommt ein ausgesuchtes Angebot von Ländersammlungen, Briefposten und Spezialsammlungen aus allen Gebieten der Philatelie.

Im numismatischen Bereich umfasst die Auktion mit über 1.500 Losen von der Antike über moderne Prägungen bis zu den Medaillen ein umfangreiches und gehaltvolles Angebot. Eine sehr seltene und gut erhaltene Goldmedaille von Baden zum 300. Geburtstag des Markgrafen von Baden und den Frieden von Rastatt aus dem Jahre 1955 (1.900 ?) stellt das Titelstück der Auktion dar.

170 Sammellose sowie alle Einzellose inkl. deren Atteste kann man im Onlinekatalog von Dr. Fischer besichtigen, diesen und weitere Informationen zur Auktion und zum Auktionshaus erhalten Interessenten auf der neu gestalteten Internetseite www.ReinhardFischerAuktionen.de

VORSCHAU: 162. Felzmann-Auktion in Düsseldorf am 5.-7. Juli 2018

(Düsseldorf) Wenn vom 5. - 7. Juli 2018 im Auktionshaus Felzmann die große Sommerauktion stattfindet, werden neben einer alten bekannten Wohlfahrts-Diva auch zahlreiche weitere philatelistische Besonderheiten aus fast allen Sammelgebieten von Auktionator Ulrich Felzmann unter den Hammer gebracht.

Die Auktion startet mit der Versteigerung eines mehr als tausend Lose umfassenden Ausnahme-Angebotes internationaler Flug- und Zeppelinpost, das mit der Auflösung der Sammlung des bedeutenden britischen Philatelisten Ian Nutley und ergänzt durch Lose weiterer leidenschaftlicher Sammler einen ausführlichen Einblick in die internationale Flugpost-Geschichte gibt. Mit dabei ist eine Besonderheit grönländischer Philatelie, ein Beleg adressiert an Zoltan J. Kegl mit einer Rockwell Kent Flugpostmarke von 1932 in besonders guter Erhaltung (Los 3003) und einer von 15 bekannten Balbo-Belegen "Crociera Aerea del Decennale", der von Bengasi über Rom und Amsterdam zurück nach Rom geflogen wurde (Los 3057).

Aus Europa stammen ebenso eindrucksvolle und seltene Stücke, wie ein österreichischer 3-Kr-Sechserblock, von Österreich-Doyen Dr. Ulrich Ferchenbauer als "taufrisches erlesenes Prachtstück" beschrieben (Los 5277). Aus der Schweiz kommt eine von nur 26 überhaupt bekannten 10 Rp Rayon II mit Kreuzeinfassung, ein ebenso rares wie eindrucksvolles Stück eidgenössischer Philatelie (Los 5413). Ein weiteres seltenes Stück kommt aus Spanien, 2 Reales orangerot aus dem Jahre 1851 tadellos gestempelt (Los 5440).

Auch bei Altdeutschland stehen ausgesuchte Raritäten im Mittelpunkt, wie eine "seltene und ursprüngliche 33-Kreuzer-Buntfrankatur", wie Stegmüller das leuchtend farbfrische Top-Stück des 30 Kr Höchstwertes in Mischfrankatur auf Brief aus Baden beschreibt (Los 5485). Aus Sachsen stammt ein altbekanntes Idealstück einer der bekanntesten Marken Altdeutschlands, eine "Sachsen Dreier" lebhaftrot mit charakteristischem Klischeefehler ,untere Einfassungslinien mittig unterbrochen' (Los 5713). Freunde des deutschen hohen Nordens kommen mit der schleswig-holsteinischen 2 S rosa mit perfektem Randverlauf und unten Teil der Nachbarmarke auf ihre Kosten. In optisch sehr ansprechender Erhaltung ist das Top-Stück auf Brief nicht nur für Liebhaber interessant (Los 5727).

Besonderes Highlight des Sammelgebiets Deutsches Reich ist die 12+3 auf 15+5 Pfg Nothilfe mit dem legendären Aufdruckfehler ,Rdf', postfrisch in einwandfrei vollzähniger Top-Erhaltung. In dieser Qualität eine absolute Rarität, da sie eines von zwei bekannten postfrischen Exemplaren ist (Los 5958).

Auch bei den Auslandspostämtern und Kolonien gibt es einiges zu entdecken, wie Chinas 40 Pfennig Germania mit Handstempelaufdruck TIENTSIN 27/1 01 auf kleinem Luxus-Briefstück (Los 6074). Höhepunkt der Einzellose ist die erneute Versteigerung der bekannten Wohlfahrtsmarke "Audrey Hepburn", die bereits im Jahr 2006 im Hause Felzmann versteigert wurde und nun erneut unter den Hammer kommt. Die mit Rundstempel BRIEFZENTRUM 12 14.10.03 gestempelte Marke auf Briefausriss ist eine der wenigen tatsächlich gelaufenen Exemplare und aufgrund ihrer Rarität aus Fernsehen, Print und Funk über die Grenzen der philatelistischen Szene bekannt (Los 6840).

Die Sammlungen starten traditionell am letzten Auktionstag stark mit einem "Deutschland & Europa-Kracher" in 35 Leuchtturm Vordruckalben, die mit Liebe und Sachverstand zusammengetragen schon bei der Besichtigung für viel Freude sorgen werden (Los 7001). Übersee beinhaltet eine bestens ausgebaute China-Sammlung von 1949-2000, mit allen Blockausgaben inklusive Schauspielblock "Mei Lan-Fang" und Pfingstrosen-Block (Los 7448).

Altdeutschland beginnt mit einer nicht minder gehaltvollen Sammlung von Baden bis Württemberg, mit prominenten "Basis-Spitzen" wie "Bayern Einser" oder "Sachsen-Dreier" (Los 7860).

Der Kolonialbereich ist dieses Mal in der Sommerauktion besonders stark vertreten, unter anderem mit einem individuell zusammengetragenen "China bis Togo"-Posten mit zahlreichen Spitzenstücken aus China, Türkei, Marokko und Kiautschou, um nur einige zu nennen. Eine Sammlung, die ihre Wirkung besonders in der persönlichen Besichtigung entfaltet (Los 8121). Überzeugend auch Los 8122, ebenfalls "China bis Togo", deren wirkungsvollen Stücke in weiten Strecken überkomplett zusammengetragen wurden. Alle relevanten Stücke sind kompetent signiert oder attestiert und verbinden sich zu einer hervorragend besetzten Pracht-Sammlung. Intensives Schlusslicht der Kolonialsammlungen ist eine weitgehend vollständige Sammlung ab Vorläuferausgaben mit Schwerpunkt Ostafrika (Los 8137).

Dies ist nur ein kleiner Einblick in das Angebot der 162. Felzmann-Auktion. Der Online-Katalog mit allen Losen und Fotos ist ab Ende Mai 2018 auf der Website www.felzmann.de abrufbar. Die Philatelie-Auktion findet vom 5. bis 7. Juli in Düsseldorf statt. Die Auktionskataloge können kostenlos telefonisch bestellt werden: 0211 - 550 440.

Felzmann-e@auction zur Briefmarkenmesse in Essen

wm Fast 2.000 Lose bietet das Düsseldorfer Auktionshaus Ulrich Felzmann zu seiner kommenden e@auction an, die am 3. Mai 2018 um 11 Uhr mit den Losen 11.001-12.006 beginnt und am 4. Mai zur gleichen Zeit mit den Losen bis 12.975 fortgeführt wird. Die Lose sind am Stand 43 in der Messehalle zu besichtigen.

Schwerpunkte des Angebotes liegen bei Flug- und Zeppelinpost, aber auch zu Europa, Übersee und besonders Deutschland wird vieles angeboten. Dies zu sammlerfreundlichen Preisen, häufig im zweistelligen Eurobereich, wobei jedes Los in Farbe im erhältlichen Auktionskatalog abgebildet ist.

Attraktives Jubiläums-Angebot

Singen Axel Lenz lädt ein zur großen 100. Jubilä­ums­auktion am 4. und 5. Mai 2018! Das Traditions­haus für Briefmarken und Münzen besteht seit 1958 und führt seit 50 Jahren Versteige­rungen durch, die sich durch ein internationales Angebot mit dem Schwerpunkt auf den deutsch­sprachigen Ge­bie­ten Deutschland, Schweiz, Österreich und Liechtenstein auszeichnet.

Am 4. Mai kommen alle Einzellose mit Brief­marken unter den Hammer, am 5. Mai folgen die Münzen und als Höhepunkt das gro­ße Angebot von Posten, Sammlungen und Nachlässen. Insgesamt sind über 10 000 Positionen zusammengekommen, da­von 2000 Sammlungen und Posten sowie 700 Münzen-Lose.

Hervorzuheben ist die Auflösung einer Mis­sionars-Korrespondenz mit Karten aus Chi­na aus der Zeit 1906-1911 mit seltenen Stem­peln und Versendungsvermerken. Die VR China glänzt mit Spitzenstücken wie ei­nem postfrischen Schauspieler-Block (MiNr. 8).

Zum Schweiz-Angebot gehört eine Zürich 4 mit klarer, roter Rosette und allseits vollran­dig (Attest Kimmel). Viele Briefe mit ganz seltenen Einheiten-Frankaturen wie Öster­reich 9 Kr. von 1850 im waagerechten 5er-Streifen warten auf neue Besitzer.

Highlights im Altdeutschland-Teil sind ein "Sachsen Dreier" in der b-Farbe als Ein­zel­frankatur auf Brief mit Attest, eine Bayern MiNr. 1 Ia auf Brief und Preußen MiNr. 1 im waagerechten 6er-Streifen. Bei Nachkriegs­deutschland fallen bei Bund eine MiNr. 112 im waagerechten 6er-Streifen auf porto­ge­rechtem R-Eil-Brief und ein sogenanntes "Do­hnanyi-Essay" im waagrechten Eck­rand-Paar mit Ersttagsstempel auf Brief - das einzig bekannte Stück - auf.

Der Münzbereich ist mit kompletten Nach­lässen und vielen einzelnen seltenen Stü­cken ausgestattet. Besonders zu beachten ist die Auflösung einiger Sammlungen Deutsch­land, Österreich und Polen ab 1600 bis 1900. Erwähnung verdienen bei Öste­rreich 2 Vereinstaler 1866 Franz Josef, 1-Florin-Gedenkmünze PRIBRAM 9739 und bei Braunschweig-Lüneburg ein "breiter Lö­ser" zu 2 Reichtalern aus 1686 (Dav. 114).

Internet: www.briefmarken.com

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Gesuchte Stücke der Besetzungs- und Abstimmungsgebiete

Aachen Ein qualitativ hochwertiges An­ge­bot aus allen Bereichen der Philatelie prä­sentiert die 62. AIX-PHILA-Briefmarken­auk­tion am 11. und 12. Mai.

Der Schwerpunkt bei den deutschen Mar­ken vor 1945 liegt dabei auf Ausgaben der Besetzungs- und Abstimmungsgebiete in Nordosteuropa während des Ersten Welt­krieges. Ob Allenstein, Marienwerder, Ober­schlesien oder Memel, von all diesen Ge­bieten gibt es eine Fülle von Besonderheiten wie z. B. bei Memel die unverausgabte 80 Pf Germania, die mit 3000 Euro ins Rennen geht, oder ein Satz litauischer Marken mit grünem Aufdruck, der mit 1500 Euro startet. Traditionell stark ver­tre­ten ist das Deut­sche Reich mit Not­hilfeblocks, Zep­pelin­sätzen und Markenheftchen ebenso wie das Saarland mit einer Fülle von Aufdruckbe­sonder­heiten und zwei "Ur­drucksät­zen", die mit je 800 Euro unter den Ham­mer kommen. Na­türlich sind aus Nach­kriegs­deutschland Post­hornsätze, Währungs­blocks und all jene Mar­ken, die beim Sammler besonders be­gehrt sind, reichlich vertreten. Eine Welt­ra­rität präsentiert Finnland mit der Katalog­nummer 46 F, einem Fehldruck, bei dem eine Marke zu 3,50 Rubel auf dem farbigen Bild der 7 Rubel gedruckt wurde. Die Mar­ke, von der weltweit höchstens eine Hand­voll Exemplare existieren dürfte, startet mit 3000 Euro. Ein weiterer Fehl­druck auf einer finnischen Zeppelinmarke, nämlich die Jahreszahl 1830 statt 1930, spekuliert mit wenigstens 600 Euro. Auch Polen wartet mit einer Rarität auf: Eine 40 Pf Germania erhielt durch Bogenumschlag den nötigen Aufdruck nur auf der Rückseite. Dieses Ma­leur soll dem Besitzer der weltweit nur einmal existierenden Marke mindestens 3000 Euro einbringen!

Höhepunkt der zweitägigen Versteigerung wird der Samstag sein, wenn mehr als 1300 Sammlungen, Partien oder sogar ganze Nach­lässe unter den Hammer kommen. Wie schon in der Vergangenheit, dürfte das In­teresse bei Sammlern, Händlern und Anle­gern aus dem In- und Ausland riesengroß sein, stammt doch der größte Teil aus Samm­lerhänden, ist entsprechend moderat ausgerufen und bietet reichlich Chancen auf das ein oder andere Schnäppchen. Ein komplettes Regal Briefmarken startet mit 5000 Euro, ein weiteres mit 3000 Euro, eine Kol­lektion Deutsches Reich mit derselben Sum­me. Etliche Deutschland-Sammlungen vor und nach 1945 kommen mit Schätz­preisen bis zu 2000 Euro zum Ausruf, eine moderne Sammlung Frankreich mit allen "Schika­nen" geht mit 2500 Euro ins Ren­nen, eine fast komplette Kollektion Finnland mit 1500 Euro. Eine Kollektion Österreich mit u. a. zwei Wipa-Blocks eröffnet mit 3000 Euro, Kanada mit 1500 Euro. Das Spitzenstück einer in der Klassik beinahe vollständigen Sammlung Vereinigte Staa­ten, der Kolum­bus­satz, dürfte die veranschlagten 2000 Eu­ro schnell zur Makulatur werden lassen.

Natürlich gibt es auch für Bieter, die kleinere Summen investieren wollen, Möglichkeiten satt und genug, erfolgreich mit zu steigern, werden doch viele Dutzend Briefmarkenpo­sitionen mit "Gebot", sprich 10 Euro, auf die Reise geschickt.

Neben den Briefmarken verdient auch ein hochwertiges Münzangebot Beachtung. Aus einem starken Teil deutscher Kaiserzeit ragt beispielsweise eine Goldmünze zu 10 Taler Hannover von 1838 heraus, die mit 800 Euro ins Rennen geht, oder eine Sil­bermünze zu 2 Mark Reuss (ältere Linie), die mindestens 1000 Euro erzielen soll. Weimar ist ebenso stark vertreten wie die Bundes­republik mit sämtlichen gesuchten Gold- und Silbermünzen von 1951 bis heute. Et­liche Goldmünzen aus Ländern rund um den Globus runden den Einzellos-Teil ab.

Neben gut ausgebauten Sammlungen etlicher Länder und Epochen sollten es auch mehrere hochwertige Anlegerposten mit Goldmünzen nicht schwer haben, neue Be­sitzer zu finden, genauso wenig wie für Münz­experten Sammlungen so populärer Länder wie China und vor allem Russland. Eine Kollektion moderner Palladiumstücke geht hierbei mit 5000 Euro an den Start, eine ähnliche Sammlung - dieses Mal aber mit Münzen aus Platin - mit 2500 Euro. Viel­fältig ist auch das Angebot an Mo­tiv­samm­lungen: Beethoven, Schiffe oder Olym­pi­sche Spiele sind ebenso vertreten wie eine Auswahl Tiermotive des World Wildlife Fund, die mit 3000 Euro unter den Hammer kommt.

Internet: www.aixphila.de

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Außergewöhnliche Preise für Kolonialmarken

Bonn/wm Einmal mehr waren bei der 161. Auktion der Firma Dr. Reinhard Fischer in Bonn am 16. und 17. März 2018 zahlreiche bemerkenswerte Zuschläge zu notieren.

Bereits das ausgewählte Deutsch­land­angebot im Einzel­losbereich setzte Ak­zente. So erzielte ein Nothil­fe-Block des Deut­schen Reichs mit einem auf dieser Ausgabe wohl einmaligem Sonder­stempel "Brief­mar­ken Ausstellung Han­nover" in tadelloser Er­haltung 4500 Euro. Wie für Dr. Fischer üblich, brachten außergewöhnliche Werte der Deutschen Kolonien ebenso außergewöhnliche Preise. Das vielleicht schönste existierende gestempelte Stück des Doppeldrucks des Futschau-Provisoriums mit steilem Aufdruck MiNr. 7 II DD fand für hervorragende 7100 (6000) Euro einen neuen Liebhaber. Die seltene Kiautschou MiNr. 2 auf Karte brachte es auf einen Zuschlag von 3250 Euro.

Das reichhaltige und breite Angebot Zep­pelinpost und Vertragsstaaten mit über 150 Losen wurde viel beachtet. Seltenste Briefe der Italienfahrt und gute Zuleitungspost verbuchten stolze Preise mit teils außerordentlichen Steigerungen. Für eine Zuleitung von Luxemburg zur Italienfahrt 1933 (Sieger 207) und einen Satzbrief der paragua­yischen Post zur 5. Südamerikafahrt (Sie­ger 304) fiel der Hammer erst beim Dreifachen des Schätzpreises!

Eine Blockausgabe der Lokalausgabe Strausberg ist an sich keine Selten­heit, doch auf ge­laufenem Brief sind aufgrund der Größe des Blocks kaum Exemplare bekannt, so dass der Block 3 auf ei­nem ebensolchen die Katalognotierung mit einem Zuschlag von 220 (50) Euro ad Ab­surdum führte. Wiederholt sehr gefragt waren seltene Wasserzeichen-Abarten der DDR, die MiNr. 338 XII und der Thälmann-Block mit Wasserzeichen XII erzielten je 3000 Euro, die MiNr. 512 XI brachte 4200 (3000) Euro.

Das tolle Angebot klassischer Marken der USA wurde rege nachgefragt. Gleich mehrere Telefonbieter lieferten sich hitzige Gefechte, so dass die im Saal anwesenden Sammler und Kommissionäre kaum zum Zug kamen. Eine MiNr. 6 I wurde von 100 auf 360 Euro gesteigert, und ein außergewöhnlich schönes Stück der MiNr. 6 II vervierfachte seinen Ansatz mit einem Zu­schlag von 210 Euro. Seltene Ausgaben von China erzielen nach wie vor hohe Preise; ein postfrischer Fünferstreifen von Maos Thesen MiNr. 1020-1024 wurde für 3200 (2500) Euro verkauft.

Internet: www.reinhardfischerauktionen.de

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Reichhaltiges Allround-Angebot

Leipzig

Rund 3600 Lose aus fast allen Sam­melgebieten verteilen sich auf der 175. Auk­tion der Firma Fortagne & Lipfert am 11. und 12. Mai 2018 wie folgt: Den Auf­takt bilden 200 Lose Zep­pelinpost (1911-1939). Zu den Topstücken gehört der einzig be­kannte Beleg von der Friedrichshafen-Versuchsfahrt des LZ 120 "Bodensee" im Jahr 1919 mit beigesetztem Bordstempel (3800 Euro). Auch ein Abwurfbeutel, der von der Schweiz-Fahrt des LZ 4 am 1. Juli 1908 stammt, dürfte Interesse wecken (2200 Eu­ro).

Aus den Bereichen Polarpost mit frühen Po­larexpeditions-Belegen und Autogra­phen, Schiffs­post, Feldpost und Kriegsge­fan­ge­nen-Post kommen ca. 150 Lose. Be­achtung verdient eine Karte von der Abfahrt der 1. Deutschen Südpolexpedition 1901 (800 Euro). Motive von Bahn­post und Propaganda bis Zen­sur sind mit 100 Losen vertreten. Dazu ge­sellen sich 90 Lose Heimatphilatelie und Postgeschichte.

Es folgen 140 Lose mit tausenden alten An­sichtskarten überwiegend aus Deutschland. Ergänzt wird das Angebot durch 140 Lose mit Material zur Zeitgeschichte, Auto­gra­phen sowie Siegel- und Gebühren­marken.

700 Lose Deutsches Reich mit Gebieten einschließlich Altdeutschland (190 Lose, dar­unter viel Sachsen wie MiNr. 1 c gestempelt für 1200 Euro) bieten eine reichhaltige Pa­lette mit vielen Besonderheiten, Far­ben, Plat­tenfehlern und frühen Ganzsachen so­wie Drittem Reich, Dienstpost, Auslands­postämter/Kolonien, Ab­stim­mungs­gebieten und Besetzten Gebiete (Erster und Zweiter Weltkrieg).

Gut bestückt zeigt sich die Nachkriegszeit mit 380 Losen Deutsch­land nach 1945 mit Lokalausgaben (25) von Apolda bis Straus­berg, OPD- und Kon­trollrats-Ausga­ben (da­bei "Säch­sische Schwär­zungen", besseren Farben, Postmeis­tertrennungen, Plat­ten­fehlern und einem SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben und Belegen. Das Sammel­gebiet DDR bringt 450 Lose, dabei Farben, Plat­tenfehler, geprüfte Was­serzei­chen-Besonderheiten, Druck­ver­merke, Mar­kenhef­t­chen, Belege, Ganzsa­chen und Dienst/ZKD-Post. 70 Lose von Ber­lin/WD/Bund und Fran­zösischer Zone schließen den Deutschland-Teil ab.

Europa und Übersee zeigen ca. 150 Ein­zel­lose, dabei klassische Ausgaben/Werte und Belege. Mit 600 Euro geht ein postfrischer Block MiNr. 8 der VR China ins Rennen.

Den Abschluss bilden 930 Lots/Engros­pos­ten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen der Gebiete Alt­deutschland (mit Bayern, Sachsen und Würt­temberg), Deutsches Reich, SBZ, DDR, Berlin, Bund und Französische Zone/Saar­land sowie Österreich, Schweiz und Ägyp­ten.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Seltenheiten der SBZ/DDR

Dresden Die 177. Versteigerung der Firma Dresdner Briefmarkenauktion am 31. Mai und 1. Juni 2018 beginnt wieder mit einem umfangreichen Münz-Sortiment, das beispielsweise zweimal die deutschen 20-Euro-Goldmünzen Deutscher Wald 2010-2015 in PP im Holzetui (1000 bzw. 1200 Euro) und eine 50-Dollar-Goldbarrenmünze "Nugget" des Australischen Bundes aus 2005 prägefrisch (2500 Euro) enthält.

Bei Europa und Über­see fallen ein postfrischer VADUZ-Block (500 Euro) und zwei WIPA-Blocks postfrisch bzw. gestempelt (je 600 Euro) ins Auge. Seltene Block­aus­gaben weist auch die VR China auf: Mi­Nr. 8 gestempelt und 10 postfrisch (1800 bzw. 1000 Euro).

Im Altdeutschland-Teil lockt ein breitrandiges Briefstück der Bayern MiNr. 1, Platte 1, mit Stempel von Würzburg (1000 Eu­ro). Ein loses Exem­plar dieser Marke startet mit 500 Euro. Auch der "Sachsen Dreier" ist zweimal gestempelt vertreten (1200 bzw. 1500 Euro). Das Deutsche Reich ist ab den Brustschilden bis hin zu den teueren Ausgaben der Wei­marer Republik und des Dritten Reiches gut besetzt. Ein postfrischer Wagner-Satz MiNrn. 499-507 A ist mit 500 Euro taxiert, ein postfrischer Nothilfe-Block mit 1100 Euro. Farb­frisch und mit guter Zähnung zeigen sich gestempelte Exemplare der Deutsche Kolonien Kiautschou MiNr. 27 A und B, die mit 2000 bzw. 1400 Euro ins Rennen gehen.

Nachkriegsdeutschland enthält viele interessante Stücke, zum Beispiel von den Lokalausgaben die Altdöbern MiNr. 3 a im waagerechten gestempelten Paar (1000 Euro). Bei der SBZ gefallen ein postfrischer 4er-Block der sog. "POTSCHTA" (500 Euro) und die MiNr. 97 AXbav postfrisch (1000 Euro). Die MiNr. 330 za YI gestempelt soll mindestens 1000 Euro bringen. Mit 1500 Euro ist die MiNr. 433 mit Druck auf der nicht gestrichenen Rückseite im Eckrand-Viererblock mit DV und amtlicher Entwertung für phil­atelistische Zwecke (Export) angesetzt. Mit Druckvermerk ist sie möglicherweise ein Uni­kat! Weitere seltene Wasserzeichenvari­an­ten sind der Block MiNr. 11 XII postfrisch und die MiNr. 522 YII gestempelt (1600 bzw. 1500 Euro). Bis jetzt nur auf einem Brief bekannt ist die DDR-Dienstmarke ZKD (B) 2 F mit Zusatzfrankatur, die mit 800 Eu­ro ausgerufen wird.

Sehr umfangreich ist erneut die Abteilung mit Sammlungen, Posten und Nachlässen. Vor allem beim Deutschen Reich gibt es ei­ne große Auswahl von Sammlungen in beiden Erhaltungen aus unterschiedlichen Zeit­abständen. Selbstverständlich sind auch die beliebtesten Gebiete Nachkriegsdeutsch­lands mit kompletten Kollektionen im Ange­bot. Außerdem fallen gepflegte Objekte von Dänemark, Lettland, Liechten­stein, Schweiz, Ungarn, Vatikan sowie VR China und USA ins Auge. Für eine enorm umfangreiche Samm­lung Olympische Spie­le 1896 bis 2012 mit Marken, Briefstücken und Belegen sind mindestens 3500 Euro zu bieten.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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183. Rauhut-&-Kruschel-Auktion: Raritäten und Sammlungen sorgen für Rekordergebnis

Zwei temporeiche und aufregende Auktionstage boten sich den Be­su­chern der 183. Versteigerung des Auktionshauses Rauhut & Kruschel am 16. und 17. März 2018 in Mülheim an der Ruhr. Trotz Schnee und winterlicher Temperaturen waren insbesondere am Auktionssamstag der Andrang und das Bieterinteresse im Auktionssaal mehr als beeindruckend und mit einem Gesamtergebnis von 2,5 Millionen Euro (Zuschläge + Aufgelder, ohne MwSt.) durften Harald Rauhut und sein Team sich (erneut) über die erfolgreichste Auktion der Firmengeschichte freuen. Gleichzeitig war es die sechste Großauktion in Folge mit einem neuen Rekordumsatz - ein eindrucksvoller Beweis für das Vertrauen der Kun­den in die Kompetenz des Hauses und die Qualität des Angebots.

"Preußische Puppen" und weitere Seltenheiten

Stellvertretend für die Highlights des Raritätenteils legte bereits der Kata­logtitel den Fokus auf das Sammel­gebiet Preußen, das mit einer exklusiven Auswahl ansehnlicher "Luxus"-Stücke, den viel gerühmten "Puppen", zu überzeugen wusste. Dementspre­chend hoch war das Interesse an zahlreichen dieser Schönheiten. Gleiches galt für das Sammelgebiet Oldenburg, das eine hochwertige Zusammenstel­lung attraktiver Marken, Stempel und Belege offerierte, darunter ein dekoratives Luxus-Streifband (Schleife mit In­halt) mit Einzelfrankatur der 1/3 Gr. (MiNr. 15 a) und klarem K2 "Hohen­kirchen" (Los 167 - Ausruf: 1000 Euro), das für 1700 Euro zugeschlagen wurde, oder ein breitrandiges Luxusstück der 2 Gr. schwarz/rosa (MiNr. 7, ex Caspary) mit Originalgummi (Los 136), das von 500 Euro Ausruf auf 1100 Euro hochgesteigert wurde.

Dem stand das breit gefächerte Angebot der weiteren Gebiete von Altdeutschland bis zur Bundesrepu­blik in Nichts nach. Vom "Sachsen Drei­er" (Los 268 - Ausruf: 2500 Euro/Zuschlag: 3300 Euro) bis zur "Kerstfest-Marke" (Los 398 - Ausruf/Zu­schlag: 2500 Euro) war für jeden etwas dabei. Auch die Liebhaber internationaler Sam­melgebiete von Europa bis Übersee ka­men auf ihre Kosten, bot das Pro­gramm doch ebenfalls diverse reizvolle Einzellose wertvoller Philatelie und Postge­schichte aus aller Welt.

Spannung im Saal: Nachlässe und Posten heiß um­kämpft!

Die Nachlass-Abtei­lung war - wie ei­gentlich immer bei Rauhut & Kruschel - "eine feste Bank": Die 653 Lose erzielten alleine einen Zuschlag von 1,7 Millionen Euro (einschließlich Aufgel­der) bei einem Start­preis von 1,1 Mil­lio­nen Euro und das in nur vier Auktions­stun­den, für deutsche Ver­hältnisse ein re­kordverdächtiges Ergebnis. Ein voll besetzter Auk­tionssaal mit zahlreichen Bie­tern in bester Stimmung, heiße Ge­fech­te um die besten Pos­ten und Samm­lungen: Dem Zuschauer bot sich ein temporeiches Spektakel im Kampf um die begehrten Lose. Einmal mehr mach­te es sich bemerkbar, dass der zügige Verlauf der Auktion und die mitreißende Atmosphäre im Aukt­ions­saal nicht durch Internet-Live-Gebote litten. Den Offerten der Nachlassab­teilung folgte der Verkauf der Lots und Sammlungen. Auch diese überzeugten auf ganzer Linie, ebenso der als "Schatz von Leich­lingen" betitelte Nachlass eines Samm­lers mit über 100 Losen qualitativ hoch­wertiger, substanzstarker Partien, die auf starke Nachfrage trafen.

Das Gesamtergebnis spricht für sich, und Auktionator Harald Rauhut und sein Team dürfen sich erneut zu Recht über eine weitere Bestmarke freuen. Dabei ist das Jahr noch jung, und man darf gespannt auf die folgenden Auk­tionen dieses Jahres blicken.

Alle Ergebnisse der Versteigerung sind online unter www.rauhut-auktion.de einzusehen. Eine gedruckte Ergebnis­liste kann beim Auktionshaus Rauhut & Kruschel angefordert werden.

Internet: www.rauhut-auktion.de

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366. Heinrich-Köhler-Auktion: Herausragende Zuschläge für seltenes Material

Zur Frühjahrsauktion des Traditionshauses Heinrich Köhler erstrahlte vom 19. bis 24. März 2018 in Wiesbaden erneut ein philatelistisches Angebot der Spitzenklasse in vollem Glanz. Die ausgerufenen Lose in den insgesamt sechs Katalogen (davon fünf Sonderkataloge) waren wieder einmal heiß begehrt. Dank der starken Beteiligung von Bietern aus aller Welt wechselten die zahlreichen wertvollen Briefmarken, Belege und Sammlungen nach spannenden Gefechten und oftmals herausragenden Zuschlägen den Besitzer. Einmal mehr bestätigte sich die gute Nachfrage nach seltener, qualitativ hochwertiger Philatelie und Post­geschichte. Insbesondere außergewöhnliche Stücke, z. B. klassische Brie­fe mit seltenen Destinationen, erzielten Spitzenpreise. Erneut hervorzuheben ist die großartige Beteiligung von Online-Live-Bietern an allen Auktionstagen, die gegen die zahlreichen Sammler im Saal, die Kom­mis­sionäre und Telefonbieter sowie gegen die schriftlichen Gebote antraten und dabei häufig den längeren Atem hatten.

Spezialsammlungen sorgen für zahlreiche Höhepunkte

Hervorragend im wahrsten Sinne verlief der Verkauf der Sammlung "Bruns­viga", die eine beeindruckende Zu­sam­menstellung seltener Briefe und Mar­ken des Herzogtums Braunschweig prä­sentierte. Die wunderschönen Fran­katuren, seltenen Destinationen und außergewöhnlichen Verwendungen - darunter zahlreiche extrem rare Stücke - konnten den Gesamtausruf fast verdoppeln! Einen Spitzenpreis erzielte unter anderem ein Ortsbrief mit einer 1/3-Gr.-Marke, Ausgabe 1864, als Ein­zelfrankatur innerhalb Braun­schweigs gelaufen (Los 8113), der von 4000 Eu­ro Ausruf auf einen grandiosen Zu­schlag von 11 000 Euro gesteigert wur­de.

Wie begehrt die außergewöhnlichen Stü­cke der Gebiete Altdeutschlands sind, zeigte auch ein Braunschweig-Beleg aus dem Haupt­katalog mit einer Misch­frankatur der 3 Sgr. von 1852 mit einer 2 Sgr., Ausgabe 1853, auf Einschrei­bebrief nach Rostock (Los 2949 - Ausruf: 1500 Euro), der ebenfalls bei 11 000 Euro zugeschlagen wur­de - eine Steige­rung um mehr als das Sie­ben­fache! Glücklich schätzen dürfte sich auch der neue Besitzer ei­nes Bayern-Briefes, der 1853 aus Nürn­berg nach Batavia (Niederländisch-Indien) verschickt wurde (Los 2683). Das ebenso schöne wie seltene Stück mit Teil­frankatur in Form von zwei 9-Kr.-Mar­ken wurde nach heftigem Bie­ter­gefecht für 19 000 Euro zugeschlagen (Ausruf: 8000 Euro). "Exotische Desti­nationen" liegen immer im Trend, wie zahlreiche weitere Stücke eindrucksvoll belegen konnten: zwei Sach­sen-Cou­verts mit Zu­satzfrankatur aus der Samm­lung Ar­nim Knapp nach Alex­an­drien (Los 9182) bzw. Hongkong (Los 9185) wurden für 5400 Euro und 3400 Euro zugeschlagen, ein Ein­schrei­bebrief aus Würt­temberg in die Walachei mit seltener Mischfrankatur (Los 3155 - Ausruf: 5000 Euro) erreichte 13 000 Euro, und bei einem spektakulären Hannover-Be­leg nach Calcutta (Los 3020 - Aus­ruf: 5000 Eu­ro) fiel der Hammer bei sen­sationellen 14 000 Euro.

Einen bleibenden Eindruck hinterließ auch die Sammlung "Griechische Ge­biete" aus dem Nachlass von Johann Ulrich Schmitt, die ebenfalls ihren Ge­samtausruf verdoppeln konnte. Mit solch großem Interesse hatten im Vor­feld vermutlich nur wenige Sammler gerechnet. Ein schönes Beispiel gibt ein Brief der Ägäischen Inseln aus dem Jahr 1867 aus Chios mit 1-Pia.-Marke aus Ägypten (Los 5640 - Ausruf: 1500 Eu­ro), der einen Zuschlag von 8000 Eu­ro erzielte. Generell fanden die An­gebote der Sonderkataloge wie auch die Spe­zial-Sektionen des Hauptkata­loges, dar­unter hervorragend die Sam­melge­biete Chile und Zeppelinpost, reges In­ter­es­se.

Einmal mehr ein Höhepunkt der Auk­tionswoche waren die Offerten der Samm­lungen, die unter beeindruckender Beteiligung zahlreicher Händler versteigert wurden. Nach einem langen Auktionstag stand im Ergebnis auch hier eine Verdopplung im Ge­samt­zuschlag dem Ausrufpreis gegenüber.

In der Rückschau betrachtet hat sich erneut gezeigt, dass die Käufer großen Wert auf Qualität und Werthaltigkeit legen. Seltene Briefmarken, egal ob postfrisch oder gestempelt, besondere Belege und substanzstarke Sammlun­gen sind stets gefragt. Die mit Span­nung geladene Auktionsatmosphäre trieb die Bieter an und die Preise in die Höhe. Dank der einzigartigen Auswahl wie auch der moderaten Ansatzpreise war das Interesse groß und die Betei­ligung vom Saal in Wiesbaden bis in die Sphären des Internets mit Bietern aus aller Welt großartig.

Alle Ergebnisse der Auktion sind im In­ternet unter www.heinrich-koehler.de zu finden.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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22. Schlegel-Auktion: Entwürfe und Probedrucke aus Grafiker-Beständen

111 Exklusivitäten markieren den Auftakt zum umfangreichen Pro­gramm der 22. Schlegel-Auktion vom 14. bis 16. Mai 2018. Diese Lose stammen aus dem eindrucksvollen Sonderkatalog "Exklusivitäten der Philatelie" (Lose 1-111), der unter anderem aus dem künstlerischen Sek­tor der sogenannten "Vorproduktion" mit einzigartigen Stücken (Ent­würfe, Es­says und Probedrucke) die Grundsteine für die späteren Post­wert­zei­chen präsentiert - ein exklusives Angebot besonderer Philatelie.

Seltene China-Handstempel

Als eine seiner frühen Arbeiten schuf der Wuppertaler Grafiker Gerd Aretz, der unter anderem auch die Dauerserie "Frauen der deutschen Geschichte" entwarf, die 1964 erschienene Block­ausgabe mit den Porträts deutscher Wi­derstandskämpfer. Bevor der sogenannte Widerstandskämpfer-Block sein endgültiges Aussehen erhielt, war die Reihenfolge der Kopfbilder in anderer Form vorgesehen. Von den angefertigten Probedrucken erhielt der Künstler sechs nummerierte Exemplare als Prä­sent. Die eindrucksvollen Unikate werden geschlossen versteigert; der Aus­rufpreis beträgt 12 000 Euro. Der gro­ße Spezialsammler erhält damit die Möglichkeit, diese einmaligen Stücke als Ganzes zu erwerben. Noch zwei weitere Beispiele mögen die Bedeutung der "Exklusivitäten" unterstreichen: Für 40 000 Euro Startpreis ist die letzte, nicht mehr verausgabte Serie des Drit­ten Reiches NSKK/NSFK jeweils auf Vor­la­ge­karton zu haben. Als Los 2 kommt ein einzigartiger Bestand an Entwürfen aus dem Nachlass des Künstlers Kern für den Beethovenblock 1959 zum Ver­kauf. Enthalten sind die Vorlagen mit den Reinzeich­nun­gen der Marken, die für die spätere Blockaus­gabe ge­nommen wurden, dabei auch die Ent­würfe für den Block. Dafür sind mindestens 3000 Euro zu bieten.

Mit dem nächsten, umfangreicheren Teil "Deutsche Aus­lands­postämter und Ko­lo­nien" wird die Ver­stei­gerung der Samm­lung "GRÄFIN ROSE­NECK" fortgesetzt (Lose 10001-11129). Zu den Blickfän­gen gehören ein portogerechter Ein­schreibebrief mit den Tientsin-Hand­stempelaufdrucke MiNr. 9 (senkrechtes Paar) und 12 (4000 Euro) und die amtlich nicht ausgegebene 40-Pf-Marke mit Handstempel­auf­druck, abgestempelt in Tietsin am 7. De­zember 1900 (15 000 Euro). Au­ßer­dem finden sich in einem weiteren Son­derkatalog "Marineschiffspost" (Lose 5001-5125) aus dem 18. und 19. Jahr­hundert sowie Spe­rati-Fälschungen (Lo­se 12001-12285). Vorzustellen braucht man letzteren wohl kaum: Jeder Phil­ate­list kennt den Na­men Jean de Spe­ra­ti. Der gebürtige Ita­liener schuf in rund 50 Jahren mehr als 560 Faksimiles seltener Briefmarken aus aller Welt, die als sog. "Fälschungen der Spitzen­klas­se" in die Geschich­te der Philatelie eingingen. Das hier vorliegende Angebot, dessen Aufteilung den Philatelisten viel Freude bereitet hat, ist nicht alltäglich.

Der Hauptkatalog zeichnet sich durch ein traditionell breit gefächertes Ange­botes besonders hochklassiger Einzel­stücke und interessanter Sammlun­gen aus. Erwähnung verdient bei den Ein­zellosen noch ein Soldaten­brief mit mi­litärischem Formationsstempel per Ex­press von Skalat nach Post Zarzecze aus dem Jahr 1919. Der Brief ist frankiert mit österreichischen Briefmarken zu 1,58 Kronen, die alle mit lokalem Auf­druck "POCZTA POLS­KA/Ad­ler/SKA­LAT" überstempelt sind: 3 Heller (Aufla­ge 2002 Stück), dreimal 5 H. (Auflage 1300), 10 H. (Auflage 402), 15 H. (Auflage 1306), 20 H. (Auflage 2150), 25 H. (Auflage 204), 30 H. (Auflage 279) und 40 H. (Auflage 65 Stück). Der sehr seltene, einwandfreie Bedarfspostbrief geht mit 2700 Euro an den Start.

Auch das Nachlass- und Sammlungs­angebot ist vielfältig und umfasst alle fünf Kontinente. Gute Steigerungen werden von dem großen Bestand zahlreicher Marken und Sammlungen aus dem belgischen Postarchiv erwartet - in meist überdurchschnittlicher Qual­ität und zu einem moderaten Ausruf­preis. Abgerundet wird die Verstei­ge­rung durch eine umfangreiche Offerte im deutschen Nachkriegsbereich.

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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VORSCHAU: 162. Dr. Reinhard Fischer-Auktion am 18./19. Mai 2018 in Bonn

(rf)Das umfangreiche Angebot der kommenden Versteigerung mit über 8 700 Losen bietet neben einem reichhaltig und wertvoll besetzten Angebot im Bereich der Philatelie auch eine interessante Auswahl fast 3 000 Münzlosen. Mit gleich zwei Sonderteilen beweist Dr. Fischer seine außergewöhnliche Marktstellung im Bereich der Deutschen Besetzungen im II. Weltkrieg und der deutschen Lokalausgaben.

Die Sammlung "Bemondsey" II. Weltkrieg besticht durch eine Vielzahl an Spezialitäten. Hier ist das Angebot von Dünkirchen und der Festung Lorient herausragend, darunter Raritäten wie zwei Briefe mit der Lorient Nr. 17 und 18. Von beiden sind kaum mehr als eine Handvoll Belege bekannt (Ausruf 6 000 bzw. 7 000 Euro)

Nicht minder spektakulär ist die Sammlung "Meerane" der Deutschen Lokalausgaben nach 1945. Neben vielen gesuchten Marken wird eine 84 Rpf. der Lokalausgabe Köln auf portogerechtem R-Brief versteigert (2 500 Euro), echte Stücke sind kaum bekannt.

Auch der Hauptkatalog bietet eine Vielzahl interessanter Lose. Gestempelte Seltenheiten Württembergs wie ein perfektes Exemplar der 70 Kr. mit Fächerstempel (2 100 Euro) begeistern die Sammler klassischer Philatelie ebenso wie ein postfrischer Eckrand-4er-Block der 9 Kreuzer Großer Brustschild (Nr. 27a, 7 000 Euro); eine Marke trägt dabei den seltenen Plattenfehler I - das einzig bekannte postfrische Exemplar. Die Kolonialphilatelie ist gewohnt stark mit seltenen Plattenfehlern der 5 M. Reichspost von Marokko in ungebrauchter Erhaltung (Nr. 19I/II mit PF I bzw. II, 1 500 bzw. 1 800 Euro). Diese sind zum Teil Neuentdeckungen, die zur Aufnahme in den Michel-Spezialkatalog führten. Auch im Hauptkatalog finden sich Spezialitäten der Besetzungsausgaben des I. und II. Weltkriegs wie die 20 Fen Freimarke von Zawierce (Nr. 2I). Von dieser wurden lediglich 85 Stück überdruckt, in der Auktion wird das einzig bekannte dieser kleinen Auflage mit doppeltem Aufdruck versteigert (2 000 Euro). Die Nachkriegsphilatelie ist gut besetzt mit Seltenheiten der Bezirkshandstempel und Vorläufer von Berlin mit Ost-Mark-Frankatur sowie einem bisher nicht auf einer Auktion angebotenen Exemplar der zurückgezogenen "Kerstfest"-Marke auf Briefstück (Nr. XX, 1 200 Euro).

Freunde der skandinavischen Philatelie finden ein gutes Angebot Dänemark, Färöer und Grönland. Zahlreiche weitere internationale Lose, darunter ein ebenso schönes wie seltenes Paar der Nr. 2 von Ungarn (1 350 Euro) sowie der Provisorien-Satz vom Vatikan Mi. 39/44 in postfrischer Luxusqualität (1 000 Euro) runden das Angebot hervorragend ab.

Als Höhepunkt steht ein Sammlungsangebot mit fast 1 000 Positionen zur Auswahl, zahlreiche kleine und große Nachlässe werden im ursprünglichen Zustand ohne jegliche Entnahmen offeriert. Der Dritte Teil des "Rheingold"-Bestandes bietet auch in der kommenden Auktion wieder interessante Posten der Deutschen Philatelie zu äußerst günstigen Ansatzpreisen.

Liebhaber der Numismatik sollten die Dr. Fischer Auktion ebenso wenig verpassen. Den Auftakt für ein spektakuläres Angebot macht die Antike, ein Solidus des Julianus II. (Ausruf 5 000 Euro) ist nur ein Highlight der vielen griechischen und römischen Münzen. Unter den zahlreichen altdeutschen Gold- und Silbermünzen befindet sich u.a. eine interessante Serie an preußischen Goldmünzen. Versteigert wird hier z.B. ein seltener Friedrich d'or Friedrich Wilhelm IV. des Jahres 1853 (AKS 64, J. 115, 3 000 Euro). Von den Spitzenstücken des Kaiserreichs sei hier ein 20 Mark-Stück Reuss, Ältere Linie, Heinrich XXII. In f vz, (J. 254, Schätzpreis 20 000 Euro) erwähnt. Dank zahlreicher gehaltvoller Einlieferungen kommen aber auch die Münzen der Weimarer Republik und des 3. Reichs nicht zu kurz. Ein weiterer Höhepunkt der Versteigerung ist ein russisches 10 Rubel-Stück Katharina II. des Jahres 1762 (Bitkin 4 (R1), Taxe 7 000 Euro).

Zahlreiche Sammellose sowie alle Einzellose inkl. deren Atteste kann man im Onlinekatalog von Dr. Fischer unter www.reinhardfischerauktionen.de besichtigen.

Exzellente Marineschiffspost und Sperati-Fälschungen

wm (wm) Es sind zwar nur 125 Lose, die Andreas Schlegel bei seiner 22. Auktion (14.-16. Mai 2018) in Berlin zum Thema Marineschiffspost 18./19. Jahrhundert anbietet, aber die haben es in sich. Denn der überschaubare Bestand präsentiert Briefe der britischen Marien ab 1761, der französischen Marine ab 1733, der US-Marine ab 1841 sowie der Marie anderer Länder wie Niederland, Russland und Spanien. Ein Beleg schöner wie der andere.

Vergleichbares könnte man sicherlich auch über die 285 Lose sagen, mit denen eine Sperati-Fälschungskollektion aufgelöst wird. Eigentlich braucht man diesen Meister der Faksimile-Kunst heute kaum vorzustellen, dennoch wird der Interessent vielleicht die Kurzbiografie über Sperati, geschrieben von Wolfgang Maassen, zu schätzen wissen. Die einzelnen Faksimiles noch mehr, die günstig zu Preisen ab 60 Euro ausgerufen werden. Natürlich gibt es auch zahlreiche Stücke zu Preisen oberhalb von 100 Euro, häufig von Sperati selbst signierte Einzelabzüge seiner "Kunstwerke". Und wer ein Kehrdruckpaar der 1 Kr. schwarz von Bayern 1849 besitzen will, ist mit einem Ausruf von 300 Euro gebeten, diesen Ansatz noch zu erhöhen. Ebenso ungewöhnlich ist das letzte Los, mit dem eines der wenigen bekannten Exemplare (Schlegel spricht von drei) des Manuskriptes "Comment j'ai fabriqué mes timbres d'art" angeboten wird, in dem Sperati seine Produktion näher und erstmalig beschrieb. Das Werk ist bekannt, aber so gut wie nie zu haben, deshalb auch mit 800 Euro Ausruf platziert. Man darf auf die Ergebnisse gespannt sein.

Andreas Schlegel präsentiert "Exklusivitäten der Philatelie"

(wm) Raritätenkataloge der großen internationalen Auktionshäuser kennt man seit Jahren, z.B. von David Feldman, SPINK, Heinrich Köhler, Siegel und anderen. Aber einen "Exklusivitäten"-Katalog gab es wohl noch nie. Exklusiv steht für besondere Pretiosen, die Schlegel am 14. Mai 2018 ausrufen wird. Und der Blick in diesen umfangreichen Katalog mit 111 einzelnen Losen, die jeweils auf je einer Seite in Farbe abgebildet sind, bestätigt diese Bewertung: Es sind zum großen Teil nie zuvor gesehene Kostbarkeiten der Philatelie.

Statt fester Ausrufpreise gibt es nur Schätzpreise, die allerdings durchaus bis 50 000 Euro reichen können (z.B. für die in nur wenigen Exemplaren bekannten "Solo-Kartons" mit den letzten beiden Sondermarken des Dritten Reiches 1945). Eindrucksvoll ist das Ensemble verschiedener Entwürfe des Beethoven- und Wiederstand-Blocks, die der Künstler Herbert Kern gefertigt hat. Wahre Grafikerkunst vom Feinsten - Unikate der besonderen Art. Zum Zuge kam beim Widerstandsblock letztlich der Grafiker Gerd Aretz mit seinen Entwürfen, die sich ebenfalls als Probedrucke in verschiedenen Farben und Ausführungen im Angebot finden. Und so geht es Schlag auf Schlag weiter. Über Vorlagekartons und Essays der Wiener Staatsdruckerei zu diversen Ausgaben des Dritten Reiches bis hin zu Seltenheiten aus aller Welt, die allesamt nur ein Prädikat verdienen: Selten und teuer (wenngleich so manche Schätzpreise derartige Stücke auch im Hunderter-Europreis ansiedeln). Ob es dabei bleibt - das schreibt bereits Wolfgang Jakubek in seinem Vorwort - wird man sehen. Er zitiert den legendären Baron von Scharfenberg mit den Worten: "Jede Kostbarkeit ist den Betrag wert, den der Käufer bereit ist auf den Tisch zu legen." Recht hat er!

VORSCHAU: 22. Schlegel-Auktion in Berlin am 14.-16. Mai 2018

(Berlin/wm) 111 Exklusivitäten sind der Auftakt zum umfangreichen Programm der 22. Schlegel-Auktion vom 14. bis 16. Mai 2018. Diese Lose stammen aus dem eindrucksvollen Sonderkatalog EXKLUSIVITÄTEN DER PHILATELIE (Lose 1-111), der unter anderem aus dem künstlerischen Sektor der sogenannten "Vorproduktion" einzigartige Stücke (Entwürfe, Essays und Probedrucke) die Grundsteine für die späteren Postwertzeichen präsentiert - ein exklusives Angebot besonderer Philatelie.

Mit dem nächsten, umfangreicheren Teil "Deutsche Auslandspostämter und Kolonien" wird die Versteigerung der Sammlung "GRÄFIN ROSENECK" (Lose 10001-11129) fortgesetzt. Außerdem finden sich in einem weiteren Sonderkatalog MARINESCHIFFSPOST (Lose 5001-5125) aus dem 18. & 19. Jahrhundert sowie SPERATI-FÄLSCHUNGEN (12001-12285). Vorzustellen braucht man letzteren wohl kaum: Jeder kennt den Namen Jean de Sperati. Der gebürtige Italiener schuf in rund 50 Jahren mehr als 560 Faksimiles seltener Briefmarken aus aller Welt, die als sog. "Fälschungen der Spitzenklasse" in die Geschichte der Philatelie eingingen. Das hier vorliegende Angebot stellt ein nicht alltägliches Angebot dar, dessen Aufteilung den Philatelisten viel Freude bereitet hat.

Erneut freut sich das bekannte Berliner Auktionshaus, im Hauptkatalog innerhalb seines traditionell breit gefächerten Angebotes besonders hochklassige Einzelstücke und interessante Sammlungen anbieten zu können. Auch das Nachlass- und Sammlungsangebot ist vielfältig und umfasst alle fünf Kontinente. Gute Steigerungen werden von dem großen Bestand zahlreicher Marken und Sammlungen aus dem belgischen Postarchiv erwartet, in meist überdurchschnittlicher Qualität und zu einem moderaten Ausrufpreis. Abgerundet wird die Auktion durch das umfangreiche Angebot im deutschen Nachkriegsbereich.

VORSCHAU: 87. Peter Feuser-Auktion in Stuttgart am 11./12. Mai 2018

(wm) Der Sonderkatalog zur Sammlung Pietz wurde ja bereits vorgestellt. Nun liegt auch der Hauptkatalog des Hauses vor. Wie immer gespickt voll mit postgeschichtlichem Material, speziell des 19. Jahrhunderts. Besonders beachtenswert ist die Auflösung der ehemaligen Sammlung von Ewald Graf ("Die badischen Brieflade- und Retourtaxzettel"), der erste Teil der Postschein-Sammlung von Xaver Zeisberger und die sehr wertvolle Sammlung der Stummen Stempel Württembergs mit seit Jahrzehnten nicht mehr angebotenen Raritäten. Zur letztgenannten Kollektion - sehr geheimnisvoll als "Mystery Kollektion" bezeichnet - sagt der Auktionator, dass die Stempel in außergewöhnlicher Qualität vorhanden sind und es - abgesehen von dieser Sammlung - nur zwei weitere vergleichbar umfangreiche gibt.

Der 266-Seiten starke Farbkatalog ist auf Anfrage erhältlich bei: Peter Feuser, Haußmannstr. 30, 70188 Stuttgart, Tel. 07 11/24 75 24, E-Mail: feuser-auktionen@t-online.de

VORSCHAU: 175. Fortagne/Lipfert-Auktion in Leipzig am 11./12. Mai 2018

(wm) 175 Auktionen - das ist schon eine "Hausnummer" und ein Jubiläum zugleich, denn diese muss ein Auktionshaus erst einmal erreichen. Das Unternehmen war ursprünglich 1960 als "HO-Auktion der Messestadt Leipzig" gegründet worden und hatte bis zur Wende 103 Versteigerungen durchgeführt. 1992 gründete Knut Fortagne die Firma neu und kann nun auf 72 Auktionen unter seiner Regie zurückblicken. Ein Jahr später, 1993, war er Mitglied des Bundesverbandes Deutscher Briefmarkenversteigerer und seit 1997 ist Christine Lipfert mit dabei.

Auch die kommende Auktion bietet über 2 500 Lose speziell aus den Bereichen Zeppelin-, Flug-, Schiffs-, Polar-, Feld- und Kriegsgefangenenpost, viel Thematik und Motive, Heimatphilatelie und Postgeschichte, Ansichtskarten und Literatur, Material zur Zeitgeschichte, aber auch Deutschland (von Altdeutschland bis Bund & Berlin mit nahezu allen Nebengebieten. Traditionelle gut ausgebaute Schwerpunkte sind SBZ und DDR, aber man wird auch ansonsten schnell fündig, zumal die Ausrufpreise sehr moderat angesetzt sind.

Nachfolgend ein detaillierter Überblick: Den Auftakt bilden 200 Lose Zeppelinpost (1911/1939) teils frühe Zeppelinbelege, dabei LZ 17 "Sachsen" (Schweizfahrt) und LZ 120 "Bodensee" (Versuchsfahrt Friedrichshafen Dez.1919) anschließend ca. 70 Flugpost-Lose mit DR- Pionierluftpost, sowie Lose aus der Europa/Übersee-Luftpost.

Aus den Bereichen Polarpost (u. a. frühe Polarexpeditionsbelege/Autogr.), Schiffspost, Feldpost u. Kgf.-Post kommen ca. 150 Lose. Motive von Bahnpost /Eisenbahn, Propaganda bis Zensur sind mit 100 Losen vertreten, sowie 90 Lose Heimatphilatelie und Postgeschichte. Danach folgen 140 Lose mit tausenden alten Ansichtskarten überwiegend aus Deutschland. Dazu ergänzen 140 Lose mit Material zur Zeitgeschichte, Autographen und Siegel- und Gebührenmarken das Angebot.

700 Lose Deutsches Reich mit Gebieten einschl. Altdeutschland (190) bieten ein reichhaltiges Angebot, mit viel Sachsen (100), Besonderheiten, Farben, Plattenfehler und Ganzsachen, sowie Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter /Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete (1. und 2. Weltkrieg). Es folgen 380 Lose Deutschland nach 1945 mit Lokalausgaben (25) von Apolda bis Strausberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben dabei "Sächs. Schwärzungen" von Aue bis Werdau (25), bessere Farben, sowie Potschta (Viererbl./Paar), Postmeistertrennungen, Plattenfehler und SBZ -Teil mit interessanten Ausgaben und Belegen. Das Sammelgebiet DDR hat 450 Lose im Angebot, dabei Farben, Plattenfehler, geprüfte Wz., Besonderheiten, Druckvermerke, Markenheftchen, Belege, Ganzsachen und Dienst/ZKD-Post. 70 Lose von Berlin/WD/Bund und Franz. Zone schließen den Deutschlandteil ab.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 150 Einzellose, dabei klassische Ausgaben, gesuchte Marken (einschließlich VR China) und Belege. Den Abschluss bilden 930 Lots/Engrossposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch Sammlungen dabei: Altdeutschland (mit Bayern, Sachsen, Württemberg) DR, SBZ, DDR, Berlin, WD/ Bund und Franz. Zonen/Saarland sowie Österreich, Schweiz und Ägypten.

Kontakt: Briefmarkenauktion Knut Fortagne & Christine Lipfert, Straße des 18. Oktober 35, 04103 Leipzig, Tel. 03 41/1 21 64 46, E-Mail: firma@briefmarkenauktion-leipzig.de

VORSCHAU: Friebel's 150. Jubiläums-Briefmarken-Auktion in Linnich am 12. Mai 2018

(wm) 150 Versteigerungen: Das ist eines Jubiläums wert. Der Blick zurück führt in das Jahr 1968, als Kurt Friebel mit seinem damals in Aachen ansässigen Auktionshaus im Januar des erwähnten Jahres Gründungsmitglied des Bundes Deutscher Briefmarkenversteigerer wurde. Damals führte er seine Firma bereits seit 1952! Bis 1977 blieb er dabei, gab dann aber am 18. Juni 1977 sein Geschäft auf, das zuerst an Roland Diringer in Krefeld und über diesen dann 1978 an Franz-Josef Stegers ging, der es noch heute betreibt. 40 Jahre ist dies nun her, auch ein rundes Jubiläum. Fast genauso lange ist Stegers Mitglied des Bundesverbandes Deutscher Briefmarkenversteigerer, dem er am 16. Juni 1979 beitrat.

Knapp 17 000 Lose (!) gehören auch dieses Mal zum Angebot. Durchweg preiswert ausgerufen, zumal der Versteigerer auch sehr günstig angesetzte Lose im zweistelligen Bereich führt. Zu Europa und Übersee zählen gut 2.300 Lose, dann aber führen fast 13 000 Lose durch alle deutschen Gebiete. Besonders umfangreich ist das vom Hause traditionell gut gepflegte Preußenangebot, das fast 5.000 Lose allein umfasst. Ein Blick in den Katalog, der reichlich mit Farbtafeln ausgestattet ist, lohnt. Zumal für Heimatsammler und Postgeschichtler.

Kontakt: Fa. Friebel, Franz-Josef Stegers, Altermarkt 6a, Postfach 1241, 52438 Linnich, Tel. 0 24 62/61 24, E-Mail: friebels@freenet.de

Vorschau: 60. Hadersbeck-Auktion am 11.-13. April 2018 in Berlin

wm Ein 300-Seiten-Farbkatalog mit knapp 6.000 Einzel- und Sammellosen erwartet die Interessenten. Übersee ist mit ca. 145 Losen, Europa mit über 500 Angeboten, Altdeutschland bis Deutsches Reich, Kolonien und Besatzungsausgaben mit über 1.000 Losen gut vertreten. Traditionelle Schwerpunkte sind Lokalausgaben, Gemeinschaftsausgaben, Bizone/FZ, BRD, Berlin und natürlich SBZ und DDR. Allein zu diesen Sammelgebieten werden nahezu 1.500 Positionen offeriert. Sondergebiete wie Aerophilatelie, Schiffs- und Bahnpost, KZ-Post, Postkrieg und Polarpost sind weitere interessante Rubriken. Spannend dürften auch die Bietergefechte um die mehr als 1.000 Sammlungen, Lots und Briefeposten werden, zumal diese zu attraktiven Preisansätzen ausgerufen werden. Zu Münzen, Banknoten, Orden und Medaillen gibt es einen zusätzlichen Sonderkatalog.

Kontakt: Hadersbeck-Auktionen GmbH, Erich-Steinfurth-Str. 8, 10243 Berlin, Tel. 0 30 / 29 49 13 90, E-Mail: info@hadersbeck-auktionen.com

Vorschau: "Ein Fest für die Augen!" - 151. Dr. Wilhelm Derichs-Auktion am 21. April 2018 in Köln. Sonderkatalog: "Königreich Preußen - Spezialsammlung Kopfausgaben"

wm Bereits im Dezember 2017 bot der Kölner Auktionator Roland Meiners einen Teil dieser exquisiten Sammlung an, damals noch nicht ahnend, dass es noch einen zweiten Teil in Folge geben würde, der nun mit erneut 300 Einzellosen zum Ausruf kommt. Es handelt sich ausschließlich um hervorragend erhaltene Stücke, die in ihrer Schönheit und Qualität beeindrucken. Selbst den Auktionator, denn Meiners betont in seinem lesenswerten Vorwort, er habe trotz seiner großen 30jährigen Erfahrung - gerade zu seinem Spezialgebiet Preußen - nur selten einmal so viele Stücke in dieser Erhaltung gesehen. Er muss es wissen, was ihn wohl auch zur Empfehlung an seine Kunden verleitet hat, diesen den Aufbau einer nach rein ästhetischen Gesichtspunkten angelegten Sammlung altdeutscher "Kopfausgaben" zu empfehlen.

Alle Lose sind umfangreich und fachlich beeindruckend beschrieben, wobei Meiners es versteht, selbst noch dabei seine ganz persönlichen Akzente zu setzen. Zum Beispiel bei dem Eckrandpaar der 1 Sgr. Sch./rosa, das auf dem Katalogtitel abgebildet ist. "Höchster Luxus", versucht er die Erhaltung noch zu steigern und bemerkt zu den Prüfsignaturen u.a., "daß die Italiener nicht nur beim Essen, in der Mode und bei Accessoires einen exquisiten Geschmack haben, sondern auch in der Klassischen Philatelie. Was Bolaffi mit seiner Signatur ,adelte', mußte schon etwas wirklich Außergewöhnliches sein."

Man wird ihm kaum widersprechen, vielleicht auch nicht seiner Einschätzung des Ausrufpreises, der immerhin bei 1.500 Euro für diese ja an sich billige Marke liegt. Dazu merkt er an, dass es für solche Kleinodien der Klassischen Philatelie keine "Preise" gäbe und er gerne bereit sei, wenn man ihm ein vergleichbares Stück bringe, dann sofort den Ausrufpreis zu zahlen. Man wird sehen, wie es ausgeht.

Empfehlenswert ist der Blick in den Katalog auf jeden Fall. Exzellent gedruckt, bietet er Ausnahmephilatelie vom Feinsten. Kontakt: Dr. Wilhelm Derichs GmbH, Bonner Strr. 501, 50968 Köln (Marienburg), Tel. 02 21 / 2 57 66 02, E-Mail: derichs_gmbh@web.de

Vorschau: 151. Dr. Wilhelm Derichs-Auktion am 21. April 2018 in Köln. Sonderkatalog: Altdeutsche Staaten - die Sammlung Rolf Becker

wm Eines darf als sicher gelten: Diese Sammlung hätte sicherlich jedes Auktionshaus gerne versteigert. Rolf Becker aus Hilden hat sie über die Jahrzehnte angelegt. Mit gute Blick für Seltenes und Schönes. Man kann immer nur staunen, was dann da über die Jahre so zusammenkommt. Von Baden bis Württemberg bzw. Norddeutscher Postbezirk sind es immerhin über 300 Lose, Einzellose, aber auch 15 Sammlungen, deren Qualität beeindrucken. Gewohnt detailliert werden die Lose beschrieben und in bester Brillanz in diesem Hardcover-Katalog mit Schutzumschlag abgebildet.

Originell ist eine kleine Geschichte, die Roland Meiners den Lesern des Kataloge mit auf den Weg zu geben weiß. Denn Rolf Becker war bereits seit der 91. Dr. Derichs-Auktion Kunde des Hauses. Eben diese 91. Auktion im April 1989 war gleichzeitig die erste, die Roland Meiners, nachdem er das Auktionshaus von Dr. Wilhelm Derichs übernommen hatte, meisterte. Zwei Stücke habe Becker damals bei ihm erworben, zwei Stücke, die nun wiederum nach all den Jahren im Katalog abgebildet und enthalten sind. Meiners knüpft daran den Aufruf an all diejenigen, die diesen 1989er-Katalog noch besitzen, ihm diese beiden Stücke zu benennen, dann würde er alle Einsender von richtigen Antworten am 21. Juli zum "Afternoon Tea" auf die Terrasse des "Reid's Palace" in Funchal/Madeira einladen - "freilich bei eigener Anreise". Wer den damaligen Katalog zur eigenen Auktion noch als Original dabei hat, dem würde er sogar freie Logis zur Verfügung stellen.

Das könnte teuer werden und man darf gespannt sein, wie viele Sammler den Weg nach Funchal finden und vielleicht gar noch den früheren Katalog besitzen.

Kontakt: Dr. Wilhelm Derichs GmbH, Bonner Strr. 501, 50968 Köln (Marienburg), Tel. 02 21 / 2 57 66 02, E-Mail: derichs_gmbh@web.de

Vorschau: 151. Dr. Wilhelm Derichs-Auktion am 21. April 2018 in Köln. Sonderkatalog: Sammlung Peter Beutin "Brustschilde" (Teil 2)

wm "Brustschilde" nennen Sammler die ersten Marken des Deutsches Reiches, die ab 1872 erschienen. Bereits 1999, 2009, 2011 und im Frühjahr 2017 konnte das Auktionshaus Dr. Derichs exquisite und hochwertige Kollektionen dieser Marken aus dem Besitz namhafter Sammler anbieten. Dann folgte zur 150. Auktion des Hauses im Dezember 2017 der erste Teil der Auflösung der Sammlung von Peter Beutin, welche die meisten Aspekte dieser bis heute faszinierenden Markenausgaben in einer Vollständigkeit und kaum zu übertreffenden Erhaltung widerspiegelt, wie man dies nur selten trifft.

Nun liegt der Katalog zum zweiten Teil dieser Sammlung vor. Zwar nur 157 Lose, aber neben vielen kleinen, durchaus preiswerten Seltenheiten, finden sich allerdings auch ungewöhnliche Raritäten in dieser Kollektion. Auktionator Roland Meiners bezeichnet sie als "Brücke zwischen der Klassik und der Klassischen Moderne". Seiner Ansicht nach sind gerade die Brustschildausgaben ein "wunderbares Sammelgebiet, um erste Schritte in der Klassischen Philatelie zu machen". Auch zur Geldanlage seien diese Ausgaben gut geeignet, da sie sowohl von Klassiksammlern wie von moderner ausgerichteten Philatelisten nachgefragt sind. Was wohl auch Teil 1 der Beutin-Sammlung bewies, von der nahezu alle der 150 Lose verkauft wurden und dies im Schnitt 20% über den angegebenen Schätzpreisen.

Unter den 157 Losen kann der Interessent nun erneut wählen, was zu seiner Sammlung passt. Die Auswahl dürfte angesichts der Fülle und exzellenten Qualität der Stücke schwer fallen.

Kontakt: Dr. Wilhelm Derichs GmbH, Bonner Strr. 501, 50968 Köln (Marienburg), Tel. 02 21 / 2 57 66 02, E-Mail: derichs_gmbh@web.de

62. Deider-Auktion:
Halbierung von Hamburg und andere Altdeutschland-Raritäten

Jan Billion Im Mittelpunkt der 62. Deider-Auktion am 13. und 14. April 2018 in München steht die Altdeutschland-Philatelie. Neben Bayern setzen hier vor allem die norddeutschen Gebiete mit herausragenden Stücken Glanzlichter. Wie immer gut besetzt ist auch Österreich, aber auch bei anderen europäischen Ländern stößt man auf gesuchte und beliebte "Klassiker".

Prominente Herkunft

Das Auktionshaus Deider ist dafür bekannt, das Sammelgebiet Bayern stets mit einem besonderen Angebot zu pflegen. Auch diesmal ist es wieder hochwertig, was unter anderem dem Nachlass eines bekannten, kürzlich verstorbenen Prüfers und Kommissionärs zu verdanken ist. Einige Beispiele mögen dies belegen: Der "Schwarze Einser" begeistert mit einem Luxusstück der MiNr. 1 I b, teilweise mit Trennlinien, auf komplettem Vertreter-Avis mit vollem Halbkreisstempel "BAYERDIESSEN" und diagonalem Federstrich, das mit 3800 Euro startet. Ein Zwischenstegpaar der 1 Kr. rosa (MiNr. 3 I ZW) mit anhängender linker Marke auf Privatbrief von "354" NOERDLINGEN nach Weißenburg a/Sand, das aus der Boker-Sammlung stammt, geht mit 12 000 Euro ins Rennen. Mit 2800 Euro ist ein Damencouvert mit österreichischem Doppelkreisstempel von "INNSBRUK" nach Augsburg angesetzt. Der Postbeamte in Innsbruck erkannte die Bayern-Frankatur nicht an und erhob 9 Kreuzer Nachtaxe, die bei der Zustellung fällig wurde. Aus derselben Korrespondenz versteigerte Deider 2003 einen Pedant-Brief.

Viele Hochkaräter finden sich auch bei anderen Altdeutschen Staaten. Hamburg lockt mit einer diagonalen Halbierung der 1 1/4 Schilling violett (MiNr. 12 H) auf komplettem Prachtbrief mit vollständigem Inhalt (Kanten etwas gebrochen) nach Altona mit rückseitigem Ankunftsstempel. Das Stück mit prominenter Provenienz (ex Rothschild und Dale) ist mit 25 000 Euro taxiert. Lübeck zeigt eine 2 1/1 Schilling auf Brief und die Ganzsache MiNr. U 5 A nach Manchester (2500 Euro). Für einen der schönsten Briefe mit der 2 Schilling von Schleswig-Holstein werden mindestens 20 000 Euro fällig. Es handelt sich um einen Faltbrief vom Königlich schwedischen und norwegischen Konsulat in Kiel an sein Vizekonsulat in Heiligenhafen, entwertet mit sauber und zentrisch abgeschlagenem Rostnummernstempel "19" von Kiel. Weitere Highlights sind ein waagerechtes Luxuspaar der Oldenburg 3 Gr. zitronengelb, eine Preußen 2 Sgr. tiefdunkelblau auf Luxusbriefhülle, ein Spezial-Angebot von Sachsen sowie die Württemberg 70 Kr. braunlila im waagerechten Luxuspaar mit grünem Fächerstempel.

Das Deutsche Reich mit Nebengebieten enthält u. a. einen Paketbegleitbrief in die USA, Fernsprechscheine zu 25 und 50 Pf, die China-Handstempelaufdrucke MiNrn. 8-12 und 14 auf einem dekorativen Einschreibebrief (8000 Euro), eine Auslandspaketkarte der Deutschen Post in der Türkei 4 PIA auf 80 Pf in Mischfrankatur mit 2 Mk schwärzlichblau, außerdem weiteres interessantes Material von den Kolonialgebieten Karolinen, Kiautschou und Marianen. Bei der deutschen Feldpost wird die Vukovar-Zulassungsmarke mit doppeltem Aufdruck "Inselpost" versteigert und eine Spezialsammlung aus der Endkriegsphase/Umbruch Januar-Mai 1945 in den Fluchtraum Ostmark aufgelöst.

Seltene Levante-Marke

Wie immer vielfältig mit vielen Raritäten und Besonderheiten präsentiert sich Österreich, ein weiterer Schwerpunkt im Hause Deider. In dieser Abteilung werden umfangreiche Spezial-Sammlungen mit vielen interessanten, seltenen und hochwertigen Marken und Briefen, Fahnenstempeln von Wien und den Vororten in Hülle und Fülle detailliert. Herausragende Einzellose sind ein Luxusbrief von Innsbruck nach Bozen mit den MiNrn. 2 X Ia, 1 X Ia und 3 X Ia (5000 Euro), eine portogerechte 49-Kreuzer-Frankatur von "TRIENT" nach St. Louis/Missouri USA mit den MiNrn. 5 X IIb (5), 1 X Ia und 3 X Ib (4800 Euro) sowie ein Ganzsachenumschlag der Österreichischen Post in der Levante mit u. a. der raren MiNr. 1 II ab Alexandrien (6000 Euro). Hervorzuheben ist eine umfangreiche Abteilung Bosnien-Herzegowina mit über 500 Losen, darunter viele Farbproben, Druckproben, Zähnungen und weitere Besonderheiten.

Herausragende Briefe und Einzelstücke finden sich auch bei anderen europäischen Staaten. Die Schweizer Klassik begeistert beispielsweise mit einer "Basler Taube" mit seltenem Plattenfehler I "farblose Haube auf der Taube" auf kleinformatigem Brief (12 000 Euro) und einem waagerechten Paar der sog. "Winterthur" auf Brief aus Zürich (9800 Euro).

In der Sammlungsabteilung warten viele ausgebaute Ländersammlungen aus aller Welt, undurchsuchte Fundgruben und umfangreiche Nachlässe auf neue Besitzer.

Ein feines Angebot an Gold- und Silbermünzen bildet den Abschluss der zweitägigen Versteigerung.

Internet: www.deider.de

© Deutsche Briefmarken-Revue

87. Feuser-Auktion:
400 Jahre bayerische Postgeschichte

Jan Billion Der Stuttgarter Auktionator Peter Feuser versteigert am 11. Mai 2018 die Sammlung "Bayern Postgeschichte" von Friedrich Petz, die der am 25. August 2017 verstorbene Philatelist, Prüfer und Kenner dieses Themas über Jahrzehnte zusammengetragen hat. Das Lebenswerk des passionierten Sammlers wollte Feuser nicht trennen und über mehrere Auktionen anbieten. Stattdessen kommt die Ausnahme-Kollektion an einem Tag unter den Hammer. Ein hochwertiger Sonderkatalog mit weit über 900 Losen gibt einen beeindruckenden Überblick.

Hochkarätige Seltenheiten

Im Vorwort des Sonderkataloges schreibt Peter Feuser über den Sammler Friedrich Pietz und seine Leidenschaft:

"Friedrich Pietz wurde am 8.6.1938 in Bamberg geboren, und bereits in der Nachkriegszeit war sein Interesse für die Philatelie geweckt: Mit amerikanischen Besatzungssoldaten betrieben er und seine Freunde einen lebhaften Tauschhandel mit Marken des Dritten Reiches. Später sammelte er u. a. Alt-Baden, R-Briefe aller Epochen oder etwa die Ausgaben Bedeutende Deutsche/Präsidenten des Deutschen Reiches in allen Facetten.

Der Lebensmittelpunkt seiner Familie wurde Nürnberg. Zu seinem Lieblingsgebiet, der Vorphilatelie von Bayern, kam er durch die Ausstellung 'Der Brief', die 1961 in Nürnberg veranstaltet wurde. Unsere gemeinsamen Lehrmeister waren Hans-Wolfgang Krauß (Coburg) und Werner Münzberg, wesentliche Impulse erhielt er auch von Dr. Hopf (Nürnberg). Im Laufe der Jahrzehnte entstand eine der bedeutendsten Sammlungen der bayerischen Postgeschichte bis 1850. Für dieses Sammelgebiet wurde er auch Prüfer im BPP.

Friedrich Pietz wurde für seine Sammlungen und Publikationen vielfach ausgezeichnet. Über die bayerischen Postorte verfasste er ein beachtliches Handbuch, das er im Loseblattsystem selbst herausgab. Der DASV verlieh ihm u. a. die SAVO-Plakette. Auf Ausstellungen erhielten seine Sammlungen hohe Auszeichnungen. Er war fast 50 Jahre Mitglied im Freundeskreis Altbayern, im Bamberger Briefmarkenverein sogar 60 Jahre. Unserem privaten Kubacher Philatelistenclub von 1982, zu dessen Gründungsmitgliedern auch der Auktionator und Johann Ulrich Schmitt zählten, gehörte er Jahrzehnte an und hatte die Funktion des Schatzmeisters. Bei den postgeschichtlichen Seminaren in St. Pölten war er ständiger Gast und Referent. Noch wenige Wochen vor seinem Tod hielt er dort einen Vortrag über die Postverhältnisse zwischen Bayern und Frankreich und bearbeitete Prüfsendungen. Für alle Fragen hatte er immer ein offenes Ohr und erwies sich als stets hilfsbereit.

Unser Vorphilatelie-Handbuch Feuser/ Münzberg begleitete er über viele Jahre und hatte die Schlussredaktion für Bayern inne. Im Übrigen übernahm er das Lektorat für das gesamte Werk und bewältigte diese Mammutaufgabe mit großem Interesse und noch größerer Energie. Unser Verlag ist Friedrich Pietz zu großem Dank verpflichtet.

Friedrich Pietz starb am 25.8.2017 in Nürnberg im achtzigsten Lebensjahr. Wir beklagen den Verlust eines herausragenden Philatelisten und Postgeschichtlers und den eines liebenswerten Zeitgenossen."

Peter Feuser hat Friedrich Pietz mit dem Sonderkatalog ein philatelistisches Denkmal gesetzt, und jedem postgeschichtlich Interessierten ist er zu empfehlen, zumal er fachlich wertvolle Beschreibungen und Einführungen zu den verschiedenen Zeitphasen der Post in Bayern seit der frühesten Botenpost enthält. Dabei hat Pietz nicht versucht, "komplett" zu werden, sofern das bei einem postgeschichtlichen Ansatz überhaupt möglich ist. Sein Ziel war, alle postgeschichtlichen Aspekte mit qualitativ hochwertigen Stücken zu belegen. Schwerpunkte waren u. a. die Fahrpost und die Feldpost. Seine Liebe galt auch den Postformularen. Seine Sammlung enthält zahllose hochkarätige Seltenheiten und Unikate.

Der komplette Katalog kann im PDF-Format von der Homepage www.feu ser-auktionen.de heruntergeladen werden.

Internet: www.feuser-auktionen.de

© Deutsche Briefmarken-Revue

Seltene Kopfsteher von Übersee

Berlin Auf der 60. Hadersbeck-Auktion vom 11. bis 13. April 2018 gelangen 6000 Lose zum Ausruf, davon ca. 5000 Lose Philatelie und ca. 1000 Lose Numismatik.

Auffallend sind einige Kehrdrucke bzw. Kopfsteher von überseeischen Gebieten, beispielsweise die Portomarke P14 von Guadeloupe mit kopfstehendem Aufdruck im ungebrauchten Paar (500 Euro). Dazu gehört auch die Überdruckmarke Nr. 28 von Tahiti im postfrischen Fünferstreifen, der aus teils kopfstehenden Aufdrucken besteht (500 Euro). Von Russland sind seltene Prestige-Markenheftchen in postfrischer Erhaltung im Angebot, z. B. MH 6 und MH 11 für jeweils 330 Euro und MH 13 für 400 Euro Ausruf.

Beim Deutschen Reich sollte eine bisher nicht bekannte Verwendung der Abart MiNr. 233 DD KW (Doppeldruck der blauen Farbe) auf Brief beachtet werden. Der Startpreis beträgt 2000 Euro. Die China-Handstempel MiNrn. 12 und 14, jeweils gestempelt, gehen mit 700 bzw. 1100 Euro ins Rennen.

Herausragende Stücke im SBZ-Teil sind die MiNrn. 31 yc postfrisch (3500 Euro), 48 al (4) auf Brief (900 Euro), Block 2 X gestempelt (900 Euro) und 204 wbz VII auf Brief (1800 Euro). Bei der DDR ist die komplette Fünfjahrplan-Serie MiNrn. 405-422 mit Druckvermerken zu haben (postfrisch, 1000 Euro).

Im Sammlungs-Teil finden sich u. a. eine komplette Altdeutschland-Generalsammlung (10 000 Euro), eine Württemberg-Spezialsammlung in zehn Alben mit vielen Belegen (4000 Euro), eine überkomplette Kollektion Deutsches Reich 1872-1945 meist gestempelt (5500 Euro), eine meist vollständige Sammlung der Deutschen Auslandspostämter und Kolonien meist gestempelt (9000 Euro), eine komplette Danzig-Sammlung mit Innendienst (1500 Euro), und auch Memel hat ein komplettes Objekt für 1000 Euro. Daneben kommen zahlreiche Altsammlungen, auch von Europa, unter den Hammer.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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Bietergefechte um Topstücke

Düsseldorf Nicht nur die Narzissen - auch die Ergebnisse schossen bei der 161. Frühlingsauktion des Auktionshauses Felzmann vom 8. bis 10. März 2018 in die Höhe.

Bei traumhaftem Frühlingswetter kamen neben dem Flugpost-Sonderkatalog "Per Ardua Ad Astra" auch zahlreiche Raritäten aus fast allen philatelistischen Sammelrichtungen unter den Hammer. Gleich zu Beginn legte eine 3 Ct Caribou Neufundlands zum ersten transatlantischen Postflug mit einem Zuschlag von 21 000 Euro die Messlatte hoch (Los 3002), aber auch die anderen Lose des Sonderkataloges konnten sich sehen lassen. Ob VOLO DI RITORNO postfrisch in perfekter Erhaltung (Los 3025, Zuschlag: 13 000 Euro) oder ein Apollo-12-Mondbrief (Los 3757, Zuschlag: 6000 Euro), am Ende des Tages waren fast alle Lose des Sonderkataloges zu Traumpreisen unter den Hammer gekommen.

Anschließend sorgte wieder einmal China für internationale Bietergefechte (Los 4158, Zuschlag: 17 000 Euro). Bei Europa wechselte eines der Top-Stücke der österreichischen Philatelie, der Rosa Merkur in Type Ib, für 12 500 Euro den Besitzer (Los 4460). Auch Altdeutschland war wieder einmal stark vertreten. Dort sorgte besonders Bayerns 1 Kreuzer gelb im senkrechten Eckrand-Dreierstreifen für glänzende Augen bei den Bietern (Los 4657, Zuschlag 3400 Euro). Ein extrem seltener Ortsbrief mit zwei 2 Kreuzer Brustschild und Stempel MAINZ 24.3.72 begeisterte im Sammelgebiet Deutsches Reich und bekam nach einem mitreißenden Bieterduell zwischen einem Saalbieter und einem Bieter am Telefon schließlich für 5600 Euro den Zuschlag (Los 4884). Ein besonders spannendes Stück Postgeschichte gab es bei den Nebengebieten zu ersteigern. Ein Auslands-Wertbrief-Trauerumschlag aus Oberschlesien, der auf Grund seines politischen Statements von der Postbehörde nicht angenommen und retourniert wurde, wechselte schließlich für 1200 Euro den Besitzer (Los 5349). Freunde der bundesrepublikanischen Briefmarken kamen mit einem postfrischen Posthorn-Satz im Viererblock (Los 6080, Zuschlag 6400 Euro) sowie einem Verkehrsausstellungsblock auf handgeschöpftem Büttenpapier (Los 6090, Zuschlag: 5000 Euro) auf ihre Kosten.

Auch die Versteigerung der Nachlässe und Sammlungen sorgte für ein volles Haus. Wie auch bei den Einzellosen war China hier besonders gefragt, und so wurde eine zu allermeist postfrische Sammlung inklusive Schauspielblock nach einem Wettstreit zwischen zwei Telefonbietern und einem Onlinebieter für 48 000 Euro zugeschlagen (Los 6959). Aber auch deutsche Sammlungen waren heiß begehrt, wie eine gut ausgebaute Sammlung des Deutschen Reiches zeigte (Los 7534, Zuschlag: 20 000 Euro).

Internet: www.felzmann.de

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Rückblick: 161. Auktion Dr. Reinhard Fischer mit außergewöhnlichen Zuschlägen!

(Bonn/wm) Einmal mehr waren bei dieser Versteigerung in Bonn am 16. und 17. März 2018 zahlreiche bemerkenswerte Zuschläge zu notieren.

Bereits das ausgewählte Deutschlandangebot im Einzellosbereich setzte Akzente. So erzielte ein Nothilfe-Block des Deutschen Reichs mit einem auf dieser Ausgabe wohl einmaligem Sonderstempel "Briefmarken Ausstellung Hannover" in tadelloser Erhaltung 4.500 Euro. Wie für Dr. Fischer üblich, erzielten außergewöhnliche Werte der Deutschen Kolonien ebenso außergewöhnliche Preise. Das vielleicht schönste existierende gestempelte Stück des Doppeldrucks des Futschau-Provisoriums mit steilem Aufdruck Mi. 7IIDD fand für hervorragende 7.100 Euro (Ausruf 6.000.-) einen neuen Liebhaber. Die seltene Kiautschou Mi. 2 auf Karte brachte es auf einen Zuschlag von 3.250.- Euro.

Das reichhaltige und breite Angebot Zeppelinpost und Vertragsstaaten mit über 150 Losen wurde viel beachtet. Seltenste Briefe der Italienfahrt und gute Zuleitungspost erzielten stolze Preise mit teils außerordentlichen Steigerungen. Für eine Zuleitung von Luxemburg zur Italienfahrt 1933 (Sieger 207) und einen Satzbrief der paraguayischen Post zur 5. Südamerikafahrt (Si. 304) fiel der Hammer erst beim Dreifachen des Schätzpreises!

Eine Blockausgabe der Lokalausgabe Strausberg ist an sich keine Seltenheit, doch auf gelaufenem Brief sind aufgrund der Größe des Blocks kaum Exemplare bekannt, sodass der Bl. 3 auf einem ebensolchen die Katalognotierung mit einem Zuschlag von 220 Euro (Ausruf 50 Euro) ad Absurdum führte. Wiederholt sehr gefragt waren seltene Wasserzeichen-Abarten der DDR, die Mi. 338XII und der Thälmann-Block mit Wasserzeichen XII erzielten je 3.000 Euro, die 512XI brachte 4.200 Euro (Ausruf 3.000 Euro).

Das tolle Angebot klassischer Marken der USA wurde rege nachgefragt, gleich mehrere Telefonbieter boten sich hitzige Gefechte, sodass die im Saal anwesenden Sammler und Kommissionäre kaum zum Zug kamen. Eine Mi. 6I wurde von 100 Euro auf 360.- Euro gesteigert und ein außergewöhnlich schönes Stück der 6II vervierfachte seinen Ansatz mit einem Zuschlag von 210 Euro. Seltene Ausgaben von China erzielen nach wie vor hohe Preise; ein postfrischer Fünferstreifen Maos' Thesen Mi. 1020/24 wurde für 3.200 Euro (Ausruf 2.500 Euro) verkauft.

Internet: reinhardfischerauktionen.de

Vorschau: 62. AIXPHILA-Briefmarkenauktion am 11. und 12. Mai 2018 in Aachen

(Aachen/wm) Das namhafte Aachener Auktionshaus wartet im Mai wieder mit einem qualitativ hochwertigen Angebot aus allen Bereichen der Philatelie auf.

Der Schwerpunkt bei den deutschen Marken vor 1945 liegt dabei auf Ausgaben der Besetzungs- und Abstimmungsgebiete in Nordosteuropa während des Ersten Weltkrieges. Ob Allenstein, Marienwerder, Oberschlesien oder Memel: von all diesen Gebieten gibt es eine Fülle von Besonderheiten wie z.B. Memel die unverausgabte 80 Pf Germania, welche mit 3.000 Euro ins Rennen geht, oder ein Satz litauischer Marken mit grünem Aufdruck, der mit 1.500 Euro startet. Traditionell stark vertreten ist das Deutsche Reich mit Nothilfeblöcken, Zeppelinsätzen und Markenheftchen ebenso wie das Saarland mit einer Fülle von Aufdruckbesonderheiten und 2 "Urdrucksätzen", die mit je 800 Euro unter den Hammer kommen. Natürlich sind aus Nachkriegsdeutschland Posthornsätze, Währungsblöcke und alle die Marken, welche beim Sammler besonders begehrt sind reichlich vertreten.

Eine Weltrarität präsentiert Finnland mit der Katalognummer 46 F, einem Fehldruck, bei dem eine Marke zu 3,50 Rubel auf dem farbigen Bild der 7 Rubel-Marke gedruckt wurde; die Marke, von der weltweit höchstens eine Handvoll Exemplare existieren dürfte, startet mit 3.000 Euro. Ein weiterer Fehldruck auf einer finnischen Zeppelinmarke, nämlich die Jahreszahl 1830 statt 1930, spekuliert mit wenigstens 600 Euro. Auch Polen wartet mit einer Rarität auf: Eine 40-Pf-Germania erhielt durch Bogenumschlag den nötigen Aufdruck nur auf der Rückseite. Dieses Malheur soll dem Besitzer der weltweit nur einmal existierenden Marke mindestens 3.000 Euro einbringen!

Höhepunkt der Veranstaltung wird dann der Samstag sein, wenn mehr als 1.300 Sammlungen, Partien oder sogar ganze Nachlässe unter den Hammer kommen. Wie schon in der Vergangenheit dürfte das Interesse bei Sammlern, Händlern und Anlegern aus dem In- und Ausland riesengroß sein, stammt doch der größte Teil aus Sammlerhänden, ist entsprechend moderat ausgerufen und bietet reichlich Chancen auf das ein oder andere Schnäppchen. Ein komplettes Regal Briefmarken startet mit 5.000 Euro, ein weiteres mit 3.000 Euro, eine Kollektion Deutsches Reich mit derselben Summe. Etliche Deutschlandsammlungen vor und nach 1945 kommen mit Schätzpreisen bis zu 2.000 Euro unter den Hammer, eine moderne Sammlung Frankreich mit allen "Schikanen" geht mit 2.500 Euro ins Rennen, eine fast komplette Kollektion Finnland mit 1.500 Euro; eine Sammlung Österreich mit u.a. 2 Wipablöcken eröffnet mit 3.000 Euro, Kanada mit 1.500 Euro. Das Spitzenstück einer in der Klassik beinahe vollständigen Sammlung Vereinigte Staaten, der Kolumbussatz, dürfte die veranschlagten 2.000 Euro schnell zur Makulatur werden lassen.

Natürlich gibt es auch für Bieter, die kleinere Summen investieren wollen, Möglichkeiten satt und genug, erfolgreich mit zu steigern, werden doch viele Dutzend Briefmarkenpositionen mit "Gebot", sprich 10 Euro, auf die Reise geschickt.

Kontakt: Aix-Phila Briefmarken GmbH, Lothringerstr. 13, 52062 Aachen, Tel. 02 41/ 33 99 5

Internet: www.aixphila.de

Vorschau: 62. AIXPHILA-Münzauktion am 11. Mai 2018 in Aachen

(Aachen/wm) Ein hochwertiges Münzangebot in mehr als 400 Positionen präsentiert die 62. AIX-PHILA Auktion. Aus einem starken Teil deutscher Kaiserzeit ragt beispielsweise eine Goldmünze zu 10 Taler Hannover von 1838 heraus, welche mit 800 Euro ins Rennen geht oder eine Silbermünze zu 2 Mark Reuss (ältere Linie), die mindestens 1.000 Euro erzielen soll. Weimar ist ebenso stark vertreten wie die Bundesrepublik mit sämtlichen gesuchten Gold- und Silbermünzen von 1951 bis heute. Etliche Goldmünzen aus Ländern rund um den Globus runden den Einzellos-Teil ab.

Neben gut ausgebauten Sammlungen etlicher Länder und Epochen sollten es auch mehrere hochwertige Anlegerposten mit Goldmünzen nicht schwer haben, neue Besitzer zu finden, genauso wenig wie für Münzexperten Sammlungen so populärer Länder wie China und vor allem Russland. Eine Kollektion moderner Palladiumstücke geht hierbei mit 5.000 Euro an den Start, eine ähnliche Sammlung - dieses Mal aber mit Münzen aus Platin - mit 2.500 Euro. Vielfältig auch das Angebot an Motivsammlungen: Beethoven, Schiffe oder Olympische Spiele sind ebenso vertreten wie eine Auswahl Tiermotive des World Wildlife Fund, die mit 3.000 Euro unter den Hammer kommt.

Natürlich kommen auch Sammler mit kleinerem Budget auf ihre Kosten, gibt es doch etliche Positionen mit Startpreisen unter 100 Euro; ausgerufen werden sogar einige Positionen mit 10 Euro!

Kontakt: Aix-Phila Briefmarken GmbH, Lothringerstr. 13, 52062 Aachen, Tel. 02 41/ 33 99 5

Internet: www.aixphila.de

131. Auktion des Württembergischen Auktionshauses Stuttgart am 27./28. März 2018

wm Der vorliegende Auktionskatalog hat Gewicht: Knapp 600 Seiten Kunstdruckpapier bringen mehr als ein Kilo auf die Waage. Weit "gewichtiger" ist allerdings der Inhalt. Fast 10 000 (!) Lose mit Schwerpunkten bei Altdeutschland (knapp 3 000 Lose), Deutsches Reich und Zeppelinpost (über 1 000 Lose), ähnlich viele von den deutschen Gebieten und Nachkriegsdeutschland und noch weit mehr an Sammlungslosen und Posten. Hervorzuheben ist weiterhin eine Spezialauktion Deutsche Kolonien und Auslandspostämter, bei der alleine über 2 200 Lose ausgerufen werden.

Betrachtet man die einzelnen Positionen ist man erstaunt, welche Fülle, aber auch welche hervorragenden Qualitätsstücke in allen Preisklassen angeboten werden. Von kleineren zweistelligen bis fünfstelligen Preisansätzen ist alles vorhanden, ein Stück schöner als das nächste. Wie gewohnt, sorgfältig beschrieben und vieles in Farbe abgebildet.

Weitere Informationen finden sich auf www.briefmarkenauktion.de, wo alle Lose, auch mit Attesten, abgebildet sind.

56. Darmstädter Briefmarkenauktion am 7. April 2018

wm Das Auktionshaus Kiel in Darmstadt feiert in diesem Jahr sein 20jähriges Bestehen und legt nun nach längerer Vorbereitungsphase gleich zwei Kataloge vor. Den Hauptkatalog mit fast 12 000 (!) Losen, unter denen die große Zahl an komplett belassenen Einlieferungen und Nachlässen (dabei 200 solcher Münz- und Briefmarkennachlässe) hervorstechen. Man findet weitere sehr günstig angesetzte Sammlungen, die gegen Gebot oder zu Ausrufpreisen bis zu 10 000 Euro ersteigert werden können. Dass die Startpreise bei dem Auktionshaus bekannt günstig angesetzt werden, belegt die vom Haus angegebene Verkaufsquote von fast 95 Prozent!

Dieses Mal ist auch ein umfangreicher Österreich-Teil mit vielen Raritäten vertreten. Aus einer riesigen Deutschland-Generalsammlung kommen Top-Raritäten zu Danzig, Bes. WK I, Dt. Reich, Dr. Kolonien etc. zum Ausruf und mit weit über 1 000 Positionen wird das größte Angebot in der Geschichte dieser Firma an Münzen, Schmuck, Kunst und mehr offeriert.

Wem das alles noch nicht reicht, dem sei der Spezialkatalog des Hauses zum Thema "Zeppelin- und Luftpost" empfohlen, der weitere 2 000 Angebote enthält.

Kontaktdaten: AAK Phila GmbH, Auktionshaus Albert Kiel, Pfüngstädter Str. 35, 64297 Darmstadt, Tel. 0 61 51/5 50 47, E-Mail: info@kiel-briefmarken.de, www.kiel-briefmarken.de

Deutsche Weihnachtskugeln - seltener als die Blaue Mauritius?
Heinrich Köhler Wiesbaden versteigert einmalige deutsche Briefmarke

(Wiesbaden) Wegen orthographischer Fehler wurde die Ausgabe "Weihnachtskugeln" von der Deutschen Post im November 2016 zurückgezogen. Eine korrigierte Fassung wurde danach ausgegeben, doch von den zurückgezogenen Marken tauchten im letzten Jahr u.a. ein kompletter postfrischer 10er-Bogen und ein 9er-Bogen auf. Zusätzlich ein Paar dieser Ausgabe. Die Marken wurden auf einer bedruckten Trägerfolie hergestellt.

Warum ist jetzt nun die Marke, die vom Auktionshaus Heinrich Köhler, Wiesbaden bei der 366. Auktion am 23. März 2018 als Los Nr. 2478 versteigert wird, so besonders und einzigartig?

Diese Marke wurde als eine von ganz wenigen Marken auf einer unbedruckten weißen Trägerfolie produziert. Diese Produktionsart ist normalerweise für einzelne selbstklebende Marken für Briefmarkensammler vorgesehen. Oder - wie in diesem Fall - als Mustervorlage für eine ganz geringe Zahl von bevorzugten Empfängern. Aufgrund der Fehler auf der Marke wurden alle ausgelieferten Mustermarken zurückgerufen und zurückgeschickt - fast alle.

Laut Attest des renommierten Briefmarkenexperten Hans-Dieter Schlegel ist dieses Exemplar der einzig bekannte Fehldruck ohne bedruckte rückseitige Trägerfolie. Zusätzlich weist die Marke auf der Vorderseite einen leicht verwischten Aufdruck "MUSTER" auf. Experte Schlegel bescheinigt die Echtheit der Marke und deren einwandfreie Qualität.

Die Welt der Philatelie schaut gespannt nach Wiesbaden. Gibt es eventuell einen neuen "Weltrekord-Preis" für eine Briefmarke der Bundesrepublik Deutschland? Bisher hält die unverausgabte "Audrey Hepburn"-Marke mit über 150.000 Euro diesen Rekord.

Die in Wiesbaden angebotene Mustermarke ist in dieser Zusammenstellung ein UNIKAT und daher wesentlich seltener als die legendäre Blaue Mauritius, die über ein Dutzend Mal bekannt ist!

Nachbericht zur 161. Felzmann-Auktion vom 8. - 10. März 2018 in Düsseldorf

(Düsseldorf/gm) Nicht nur die Narzissen - auch die Ergebnisse schossen bei der 161. Frühlingsauktion des Auktionshauses Felzmann in die Höhe. Bei traumhaftem Frühlingswetter kamen neben dem Flugpost-Sonderkatalog "Per Ardua Ad Astra" auch zahlreiche Raritäten aus fast allen philatelistischen Sammelrichtungen unter den Hammer.

Gleich zu Beginn legte eine 3 Ct Caribou Neufundlands zum ersten transatlantischen Postflug mit einem Zuschlag von 21.000 Euro die Messlatte hoch, aber auch die anderen Lose des Sonderkatalogs ließen sich sehen (Los 3002). Ob VOLO DI RITORNO postfrisch in perfekter Erhaltung (Los 3025, Zuschlag: 13.000 Euro) oder ein Apollo 12 Mondbrief (Los 3757, Zuschlag: 6.000 Euro), am Ende des Tages waren fast alle Lose des Sonderkataloges zu Traumpreisen unter den Hammer gekommen.

Anschließend sorgte wieder einmal China für internationale Bietergefechte (Los 4158, Zuschlag: 17.000 Euro). Bei Europa wechselte eines der Top-Stücke der österreichischen Philatelie, der Rosa Merkur in Type Ib für 12.500 Euro den Besitzer (Los 4460). Auch das Gebiet Altdeutschland war erneut stark vertreten. Dort sorgte besonders Bayerns 1 Kreuzer gelb im senkrechten Eckrand-Dreierstreifen für glänzende Augen bei den Bietern (Los 4657, Zuschlag 3.400 Euro). Ein extrem seltener Ortsbrief mit zwei 2-Kreuzer-Brustschild und Stempel MAINZ 24.3.72 begeisterte im Sammelgebiet Deutsches Reich und kam nach einem mitreißenden Bieterduell zwischen einem Saalbieter und einem Bieter am Telefon schließlich für 5.600 Euro unter den Hammer (Los 4884). Ein besonders spannendes Stück Postgeschichte gab bei den Nebengebieten zu ersteigern. Ein Auslands-Wertbrief-Trauerumschlag aus Oberschlesien, der auf Grund seines politischen Statements von der Postbehörde nicht aufgenommen und retourniert wurde, wechselte schließlich für 1.200 Euro den Besitzer (Los 5349). Freunde der bundesrepublikanischen Briefmarken kamen mit einem postfrischen Posthorn-Satz im Viererblock (Los 6080, Zuschlag 6.400 Euro) sowie einem Verkehrsausstellungsblock auf handgeschöpftem Büttenpapier (Los 6090, Zuschlag: 5.000 Euro) auf ihre Kosten.

Auch die Versteigerung der Nachlässe und Sammlungen sorgte für ein volles Haus. Wie auch bei den Einzellosen war China hier besonders gefragt und so kam eine zu allermeist postfrische Sammlung inklusive Schauspielblock nach einem Wettstreit zwischen zwei Telefonbietern und einem Onlinebieter für 48.000 Euro unter den Hammer (Los 6959). Aber auch deutsche Sammlungen waren heiß begehrt, wie eine gut ausgebaute Sammlung des Deutschen Reiches zeigte (Los 7534, Zuschlag: 20.000 Euro).

Alle Ergebnisse der Auktion sind auf www.felzmann.de in der Ergebnisliste einsehbar. Unverkaufte Lose der 161. Auktion können ab sofort bis zum 8.4.2018 mit einem Nachlass von 10 Prozent - mit Ausnahme limitierter Lose - im Nachverkauf erstanden werden.

Vorschau: 216. Karl Pfankuch & Co-Auktion in Braunschweig am 5. April 2018

(ps/wm) In der diesjährigen Frühjahrs-Auktion werden über 3 530 Lose aus zahlreichen Gebieten der Philatelie und Numismatik präsentiert. Einen Schwerpunkt bildet wie immer Altdeutschland mit 930 Losen, darunter wieder Spezialitäten und selten angebotene Stücke. Des Weiteren im Angebot sind über 560 Lose Deutsches Reich mit guten Stücken und geprüften Spezialitäten sowie ein reichhaltiges Angebot Deutscher Kolonien und Auslandspostämter mit über 230 Einzel- und Sammellosen. Als Highlight mit dabei sind viele selten angebotene Stücke und Raritäten wie z.B. Kiautschou Nr. 26 B ** (Los 2175, Ausruf 20.000.- €), eine Marke, die bei Durchsicht eines alten Sammlernachlasses entdeckt wurde und bisher nur in wenigen Stücken bekannt ist.

Ebenso gut vertreten sind Deutsche Nebengebiete, wie Memel, Danzig und Saar, Deutsche Besetzung II. Weltkrieg inkl. Feldpostmarken, SBZ u.a. mit hochwertigem Material.

Auch in dieser Auktion sind Münzen, Medaillen, Orden und Banknoten mit über 370 Losen präsent, unter anderem wird eine schönen Sammlung Silbertaler aufgelöst. Über 390 meist unberührte Sammlungen, Posten und Nachlässe runden das Angebot ab.

Weitere nützliche Informationen rund um unsere Auktion finden Interessenten auf der Homepage www.pfankuch-briefmarken.de

Vorschau: 60. Hadersbeck-Auktion am 11.-13. April 2018 in Berlin

wm Bei der 60. Auktion des bekannten Berliner Hauses kommen dieses Mal 6 000 Lose zum Ausruf: 5 000 aus dem Philatelie- und 1 000 aus dem Numsimatikbereich. 900 Offerten beinhalten allein Posten und Sammlungen im Ausrufwert von insgesamt ca. 150 000 Euro. Das Angebot im Philateliesegment ist gewohnt breit gestreut. So ist z.B. Guadeloupe mit der Portomarke P 14 im ungebrauchten Kehrdruckpaar vertreten (Ausruf: 500 Euro), Tahiti mit einem Überdruck Nr. 28 postfrischen Fünferstreifen mit teilweisem Kehrdruck bzw. kopfstehenden Aufdruck (500 Euro) und bei Russland findet man die seltenen Prestige-MH 6, 11 und 13, jeweils postfrisch und zu Ansätzen von 330 bis 400 Euro.

Sachsen glänzt mit einer Nr. 2IIa im komplett postfrischen Schalter-(Zehner-)Bogen (2000 Euro), Schleswig-Holstein mit einer gestempelten 2a (1 700 Euro) und beim Deutschen Reich hebt sich MiNr. 233 DD (6 M. Alters- und Kinderhilfe) ab, die hier aber als Doppeldruck und dies gar noch auf Brief vorliegt. Eine solche Verwendung war bisher offenbar nicht belegt und der Ansatz von 2 000 Euro trägt dem Rechnung. SBZ ist traditionell bei Hadersbeck mit allen Spezialtäten vertreten, andere Gebiete ebenso.

Wenn es dann etwas mehr sein darf, ist zu empfehlen, die Altdeutschland-Generalsammlung (Ausruf 10 000 Euro) zu beachten oder eine Württemberg Spezialsammlung in zehn Alben und mit vielen Belegen (4 000 Euro). Deutsches Reich 1872/1945, meist gestempelt und überkomplett, startet bei 5 500 Euro und nahezu komplett ist eine Kollektion Auslands-Postämter und Kolonien, meist gestempelt, für einen Startpreis von 9 000 Euro. Natürlich gibt es auch hier werthaltige Kollektionen zahlloser Gebiete, besonders auch sehr reichhaltige Altsammlungen von Europa. Ein Blick in den Katalog oder eine Recherche bei www.philasearch.com können also lohnen.

Kontakt: Auktionshaus Hadersbeck . Erich-Steinfurth-Straße 8 . 10243 Berlin . E-Mail: info@hadersbeck-auktionen.com . Telefon: +49 30 29491390 . Telefax: +49 30 29491391

Vorschau zur 131. Internationale Briefmarken-Auktion des Württembergischen Auktionshauses in Stuttgart

wm WAP lautet das Kürzel des Württembergischen Auktionshauses für Postwertzeichen in Stuttgart, das längst zum Markenzeichen geworden ist, seit das Unternehmen in seiner Ursprungsform 1986 von Joachim Erhardt gegründet wurde. Die nächste Auktion steht am 27. und 28. März 2018 an. 9 600 Lose der internationalen Philatelie kommen zum Ausruf und sind im Internet unter www.briefmarkenauktion.de bereits einzusehen. Traditionell liegt der Schwerpunkt des Hauptkataloges auf Deutschland (8166 Lose) mit allen Gebieten, aber auch Österreich ist mit knapp 500 Losen und die Schweiz mit 216 Losen gut besetzt. Zu Europa und dessen einzelnen Ländern gehen 736 Lose an den Start, Übersee ist mit 143 Angeboten vertreten. Großes Interesse dürften allerdings wieder die knapp 1 000 Sammlungen und Posten finden, die traditionell gut gefragt sind.

WAP ist seit langem eine erste Adresse für Deutsche Kolonien und Auslandspostämter. Diese Gebiete werden in einem zweiten Sonderkatalog am 28. März 2018 offeriert. Mehr als 2 000 Lose von China bis Togo, Schiffs- und Seepost erwarten Interessenten, darunter viele außergewöhnliche Stücke aus den Sammlungen von Dr. Helmut Schmidt, Dr. Wilhelm Goldmann und Peter Wenzel.

366. Heinrich-Köhler-Auktion: Philatelie und Postgeschichte quer durch alle Gebiete

Vom 19. bis 24. März 2018 läutet das Traditionshaus Heinrich Köhler mit seiner 366. Versteigerung den philatelistischen Frühling 2018 ein. Eine erneut herausragende Bandbreite erlesener Philatelie und Postgeschichte von Deutschland über Europa bis Übersee erwartet die Sammler zur diesjährigen Frühjahrsauktion. Fünf beeindruckende Sonderkataloge sowie ein Hauptkatalog mit einigen attraktiven Sonderteilen präsentieren wieder einmal eine einmalige Auswahl wertvoller Briefmarken, seltener Belege und hochwertiger Sammlungen - zahlreiche Spitzenstücke inklusive!

Vom Balkan bis zu den Färöer-Inseln

Drei hervorragende Sammlungen europäischer Gebiete werden eigens in edlen Sonderkatalogen dokumentiert. Der Weg führt zunächst nach Süden, wo mit der Auflösung der Kollektion "Griechische Gebiete" des verstorbenen Prüfers, Agenten, Händlers und Sammlers Ullrich Schmitt ein erster Höhepunkt ansteht. Mit Spannung erwartet, dürfen sich die Sammler auf 600 attraktive Lose freuen, die die komplette Bandbreite dieser spannenden Gebiete in einmaliger Weise abdecken. "Eine Auktion solcher Größe und Bedeutung für diese Gebiete hat es noch nicht gegeben", sagt Alexandre Galinos, der bekannte Experte des AIEP. Die Sammlung "Dr. Matteo Lucibello - Baltische Staaten und Postgeschichte" umfasst stolze 1200 Lose und hat für Kenner der facettenreichen Philatelie und Postgeschichte des Baltikums nahezu alles zu bieten, was das Sammlerherz begehrt. Mit einer weiteren Ausnahmekollektion reisen wir in den Norden Europas: die Sammlung "Färöer Inseln Postgeschichte 1751-1948" von Geoffrey Noer widmet sich der hochinteressanten Geschichte dieser Inselgruppe im Nordatlantik und wurde bereits im vergangenen Jahr in einer hochwertigen Edition Spéciale dokumentiert. 250 attraktive Lose umfasst die einzigartige Zusammenstellung seltener Belege und historischer Zeugnisse der anspruchsvollen Postgeschichte der Färöer-Inseln - eine einmalige Gelegenheit für alle Liebhaber der nordischen Philatelie und postgeschichtlich interessierte Sammler.

Ein starker Auftritt in der bevorstehenden Auktion ist den altdeutschen Sammelgebieten Braunschweig und Sachsen vorherbestimmt, die mit jeweils eigenen Sonderkatalogen zwei bedeutende Kollektionen dokumentieren. Die Sammlung "Brunsviga" präsentiert eine beeindruckende Zusammenstellung seltener Briefe und Marken des Herzogtums Braunschweig mit wunderschönen Frankaturen, seltenen Destinationen und außergewöhnlichen Verwendungen. Inklusive zahlreicher Stücke, die zu den absoluten Raritäten dieses Gebietes gehören! Gleiches gilt für die einzigartige Sammlung "Königreich Sachsen - Die Franko-Couverts" des bekannten Sachsen- Spezialisten Arnim Knapp, die im vergangenen Jahr mit einem Edition-d'Or- Band auch zu literarischen Ehren gekommen ist. Hier reihen sich Raritäten an Spitzenstücke und belegen auf einzigartige Weise diesen anspruchsvollen Bereich der Sachsen-Philatelie. Die hochprämierte Ausstellungssammlung stellt zugleich die größte jemals zusammengetragene Sammlung sächsischer Ganzsachen dar und berücksichtigt sämtliche Aspekte der Entwicklung resp. der Herstellung der Ganzsachen über die Verausgabung bis hin zu den verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten.

Weitere Spezialsammlungen

Neben einem beeindruckend umfangreichen Angebot werthaltiger Einzellose sowie reizvoller Lots und Sammlungen von Deutschland bis Übersee hat die Frühjahrsauktion ebenfalls erneut diverse hochinteressante Sonderteile im Programm. Die Bayern-Liebhaber dürfen sich auf den Verkauf des zweiten Teils der Sammlung "Pegnitz" freuen, Hannover-Raritäten stammen aus einem "Dachbodenfund", die Kollektion "Dieter Kamradt" präsentiert seltene und seltenste "Germania Markwerte", und eine Spezial-Sammlung Zeppelin wird definitiv zahlreiche Sammlerherzen höher schlagen lassen. Im Europa-Teil kommt eine Spezialsammlung CEPT zum Ausruf, und im Bereich Übersee, genauer gesagt Südamerika, besticht ein Sonderteil "Chile" mit der "Sammlung Martyn Cusworth", um nur einige Beispiele zu nennen. Zu guter Letzt kommen mit der Auflösung eines weltumspannenden Vorlagebuches der englischen Druckerei Waterlow aus dem Jahre 1895 noch nie gesehene Proof-Raritäten aus Thailand, China, Indien, Südamerika und anderen Ländern unter den Hammer.

Die enorme Vielseitigkeit des Angebots trägt der Tatsache Rechnung, dass die Nachfrage nach hochwertiger Philatelie und Postgeschichte aus aller Welt quer durch alle Sammelgebiete ungebrochen hoch ist.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Sonderkatalog für Flugpost

Düsseldorf 4600 philatelistische Top-Lose kommen in der Auktionswoche vom 8. bis 10. März beim Auktionshaus Ulrich Felzmann unter den Hammer.

Den glanzvollen Startschuss gibt eine Flugpost-Spezialauktion "Per Ardua ad Astra", die in drei Kapiteln einen ausführlichen Überblick über die aerophilatelistische Postgeschichte, von ihren Anfängen mit Ballon Monté über Pionierleistungen der Zeppelin- und Luftpost bis hin zu moderner Spitzentechnik der Raketenpost inklusive Astrophilatelie, gibt. Teil des Sonderkatalogs ist außerdem eine feine Auswahl an Zeppelin-Memorabilien wie der von Graf Zeppelin eigenhändig unterschriebenen Dankeskarte an den Ballonfahrer Spelterini (Los 3169).

Auch der erdengebundene Nachrichtenaustausch bietet zahlreiche Highlights. Aus dem hochwertigen Angebot überraschen europäische Raritäten wie der Rosa Merkur in Type Ib in überdurchschnittlicher Ausnahmequalität (Los 4460) oder Lombardei Venetiens einzigartige Vierfarben-Buntfrankatur (Los 4505).

Aus der Altdeutschland-Philatelie stammt Lübecks Ausnahme-Exemplar eines Zwei-Ein-Halb-S-Fehldrucks mit ideal aufsitzendem Ortsstempel LUEBECK BAHNHOF 20/1. Das Deutsche Reich startet mit einer 3 Kreuzer Brustschild in karmin postfrisch (Los 4885) sowie einer 9-Kreuzer-Ausgabe in lilabraun in vorzüglicher postfrischer Erhaltung (Los 4901). Hinzu kommt die Chicagofahrt aus dem Dritten Reich in unsignierter Luxus-Erhaltung mit Fotoattest Schlegel ("einwandfrei" - Los 5086), wie im Übrigen alle hochwertigen Stücke im Hause Felzmann grundsätzlich kompetent attestiert angeboten werden. Eine Kuban-Zulassungsmarke für Feldpostpäckchen in Type III erfreut das Sammlerherz unter der Feldpost des Zweiten Weltkrieges (Los 5804).

Die deutsche Nachkriegs-Philatelie schließlich beinhaltet mit dem Katalog-Titelstück als absolutes Highlight der 161. Felzmann-Auktion die legendäre Gscheidle-Postkarte, das erste überhaupt bekannt gewordene komplette Poststück, frankiert mit einer 60-Pf-Briefmarke anlässlich der Olympischen Spiele 1980. Mit einem sogenannten Verkehrsausstellungsblock auf handgeschöpftem, ungummiertem Büttenpapier anlässlich der Verkehrsausstellung 1953 wird im kompletten Geschenkheft ein weiteres Spitzenstück offeriert (Los 6090).

Internet: www.felzmann.de

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Beachtliche Ergebnisse

wm Die 174. Leipziger Briefmarkenauktion - sie fand am 12 und 13. Januar statt - ist nunmehr einschließlich des Nachverkaufs abgeschlossen. Das Resultat kann sich sehen lassen: Die 3800 Lose, davon über 800 Sammlungen und Lots, wurden überwiegend verkauft und dies nicht selten mit beachtlichen Steigerungen.

Nur ein Beispiel von vielen boten einige wenige Lose der Polarpost, unter denen z. B. ein Telegramm an den Leiter der 1. Deutschen Südpolarexpedition (Los 455) von 1500 Euro Ausruf auf 4100 Euro schnellte. Eine für 900 Euro ausgerufene Altdeutschland-Sammlung (Los 2975) stieg auf 2500 Euro, eine Karibik-Kollektion (Los 3703) von 400 auf 1800 Euro, und eine Großbritannien-Sammlung ab 1840 (Los 3556) kam auf einen Zuschlag von 4400 Euro (bei 3000 Euro Ausruf).

Gesamtbild durchgehend: Der Markt und die Nachfrage, zumal nach Außergewöhnlichem, sind stabil und nicht selten überraschen Zuschläge selbst Insider. Besonders gefragt waren auch Einzellose aus den Bereichen Zeppelinpost, Postgeschichte, Heimatphilatelie und Ansichtskarten. Aber auch Marken und Belege von Sachsen, Deutsches Reich, Besetzte Gebiete während der Weltkriege, Deutschland nach 1945 mit Lokal-, OPD- und SBZ-Ausgaben. DDR-Besonderheiten mit Plattenfehlern, Farben, bessere Wasserzeichen und Druckvermerke nicht zu vergessen.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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183. Rauhut & Kruschel Auktion am 16./17. März 2018

Am 16. und 17. März 2018 lädt das Auktionshaus Rauhut & Kruschel zu seiner 183. Auktion nach Mülheim a.d. Ruhr. Die Sammler und Händler erwartet ein gewaltiges Angebot von mehr als 10 000 Positionen, darunter zahlreiche wertvolle Einzellose sowie attraktive Posten und Sammlungen von Deutschland bis Übersee. Hochspannung und eine einzigartige Atmosphäre im Auktionssaal verheißt erneut das Angebot der Nachlassabteilung, welches am Auktionssamstag (17. März 2018) zum Ausruf kommen wird. Hierbei handelt es sich nicht nur um das hochwertigste, sondern auch zugleich größte Angebot der Firmengeschichte von Rauhut & Kruschel. Man darf gespannt sein, welche Positionen letztlich die größten Steigerungen verbuchen. Angesichts der moderat angesetzten Start- und Schätzpreise ist mit intensiven Bietergefechten und der ein oder anderen Überraschung zu rechnen.

"Luxus" aus Preußen, Rares aus Oldenburg und vieles mehr...

Der gewohnt reichhaltige Einzellos-Teil bietet erneut vor allem für die Liebhaber der Sammelgebiete Altdeutschlands diverse Highlights. Hervorzuheben ist sicherlich die "Preußen-Abteilung", welche u.a. im Raritäten-/Sonderteil mit einer großen Anzahl ansehnlicher "Luxus"-Stücke nachhaltig beeindruckt. Hier finden sich diverse ausgesuchte Exemplare - größtenteils von einem Sammler stammend -, die höchsten Qualitätsansprüchen genügen und im wahrsten Sinne der philatelistischen Definition von "Luxus" entsprechen. So bietet sich hier eine einmalige Gelegenheit, die eigene Preußen-Sammlung mit einigen herausragenden Stücken zu bereichern.

Einen großen Auftritt hat auch das Sammelgebiet Oldenburg, das mit 70 ausgewählten Einzellosen dem Liebhaber eine erlesene Zusammenstellung hochwertiger Marken, Stempel und Belege präsentiert. Insbesondere die Marke zu 2 Groschen schwarz/rosa (MiNr. 7) besticht in allen Erhaltungen, darunter lose postfrisch (Los 136), als tadellos gestempeltes Briefstück (Los 140), auf Brief (Los 137, 138, 139) oder als einzigartiges ungebrauchtes Paar (Los 141) mit bekannter Provenienz.

Zahlreiche weitere Lose der anschließenden Gebiete Altdeutschlands von Baden bis Württemberg über Deutsches Reich (inkl. Gebiete) bis hin zu Bund/Berlin und DDR erwartet die Sammler. Auch die Philatelie und Postgeschichte Europas und der Sammelgebiete aus Übersee ist mit kleinen und großen Besonderheiten vertreten. Beispielhaft genannt seien das Sammelgebiet USA, das mit u.a. 70 dekorativen patriotischen Belegen ("Patriotic Covers") ins Auge fällt, oder Peru mit diversen schönen Marken, Briefen und Stempeln der Klassik, die zum Ausruf kommen werden.

Nachlässe, Posten und der "Schatz von Leichlingen"

Die Offerten der unberührten Sammlungen und Nachlässen umfassen insgesamt 652 Lose. Diese bieten wie üblich reichlich Gelegenheit für den günstigen Erwerb durch Sammler, Händler und philatelistische Schatzsucher. 440 Einlieferer haben zu diesem bemerkenswertem Angebot beigetragen, das mit einem günstig angesetzten Startpreis von 1,1 Mio. Euro (davon 340 000 Euro im Angebotsbereich Münzen) an den Start geht und unter anderem die Auflösungsbestände von gleich drei (!) Ladengeschäften beinhaltet. Zwischen den sonstigen Nachlässen, Sammlungen und Posten findet sich zudem noch ein herausragender Sonderteil, der - benannt nach dem früheren Wohnort des Sammlers - schlicht als "Der Schatz von Leichlingen" betitelt wird und über 100 Lose qualitativ hochwertige Partien, ausschließlich mit besserer Ware beinhaltet. Auch hier darf mit großem Interesse gerechnet werden, sind solche substanzstarken Posten in ausgesuchter Qualität doch gerade in dieser Hülle und Fülle recht selten und heiß begehrt.

Die Kataloge zur Auktion sind ab sofort erhältlich sowie online unter www.rauhut-auktion.de und über Philasearch (www.philasearch.com) verfügbar. Katalogbestellungen und weiterführende Informationen bei: Rauhut & Kruschel Briefmarkenauktionshaus GmbH, Harald Rauhut, Werdener Weg 144, 45470 Mülheim a.d. Ruhr, Tel. +49 (0)208 33098, E-Mail: info@rauhut-auktion.de, Internet: www.rauhut-auktion.de

Peter Feuser versteigert am 11. Mai 2018 die bekannte Friedrich-Pietz-Sammlung

wm Der Stuttgarter Auktionator Peter Feuser gab unlängst die Versteigerung der Sammlung "Bayern Postgeschichte" bekannt, die der am 25. August 2017 verstorbene Philatelist, Prüfer und Kenner dieses Themas über Jahrzehnte zusammengetragen hat. Der Auktionskatalog ist bereits jetzt auf https://www.feuser-auktionen.de/ herunterzuladen. Zur Person und zum Wirken von Friedrich Pietz hält Feuser fest:

"Friedrich Pietz wurde am 8.6.1938 in Bamberg geboren und bereits in der Nachkriegszeit war sein Interesse für die Philatelie geweckt: mit amerikanischen Besatzungssoldaten betrieben er und seine Freunde einen lebhaften Tauschhandel mit Marken des Dritten Reiches. Später sammelte er u. a. Alt-Baden, R-Briefe aller Epochen oder etwa die Ausgaben Bedeutende Deutsche/Präsidenten des Deutschen Reiches in allen Facetten.

Der Lebensmittelpunkt seiner Familie wurde Nürnberg. Zu seinem Lieblingsgebiet, der Vorphilatelie von Bayern, kam er durch die Ausstellung "Der Brief", die 1961 in Nürnberg veranstaltet wurde. Unsere gemeinsamen Lehrmeister waren Hans-Wolfgang Krauß (Coburg) und Werner Münzberg, wesentliche Impulse erhielt er auch von Dr. Hopf (Nürnberg). Im Laufe der Jahrzehnte entstand eine der bedeutendsten Sammlungen der bayerischen Postgeschichte bis 1850. Für dieses Sammelgebiet wurde er auch Prüfer im BPP.

Friedrich Pietz wurde für seine Sammlungen und Publikationen vielfach ausgezeichnet. Über die bayerischen Postorte verfasste er ein beachtliches Handbuch, das er im Loseblattsystem selbst herausgab. Der DASV verlieh ihm u.a. die SAVO-Plakette. Auf Ausstellungen erhielten seine Sammlungen hohe Auszeichnungen. Er war fast 50 Jahre Mitglied im Freundeskreis Altbayern, im Bamberger Briefmarkenverein sogar 60 Jahre. Unserem privaten Kubacher Philatelistenclub von 1982, zu dessen Gründungsmitgliedern auch der Auktionator und Johann Ulrich Schmitt zählten, gehörte er Jahrzehnte an und hatte die Funktion des Schatzmeisters. Bei den postgeschichtlichen Seminaren in St. Pölten war er ständiger Gast und Referent. Noch wenige Wochen vor seinem Tod hielt er dort einen Vortrag über die Postverhältnisse zwischen Bayern und Frankreich und bearbeitete Prüfsendungen. Für alle Fragen hatte er immer ein offenes Ohr und erwies sich als stets hilfsbereit.

Unser Vorphilatelie-Handbuch Feuser/Münzberg begleitete er über viele Jahre und hatte die Schlussredaktion für Bayern inne. Im Übrigen übernahm er das Lektorat für das gesamte Werk und bewältigte diese Mammutaufgabe mit großem Interesse und noch größerer Energie. Unser Verlag ist Friedrich Pietz zu großem Dank verpflichtet.

Friedrich Pietz starb am 25.8.2017 in Nürnberg im achtzigsten Lebensjahr. Wir beklagen den Verlust eines herausragenden Philatelisten und Postgeschichtlers und den eines liebenswerten Zeitgenossen."

Jedem postgeschichtlich interessierten Sammler ist dieser Katalog zu empfehlen, zumal er fachlich wertvolle Beschreibungen und Einführungen zu den verschiedenen Zeitphasen der Post in Bayern seit der frühesten Botenpost enthält.

Per Ardua ad Astra - Durch Strebsamkeit zu den Sternen!

wm Dieses Royal Air Force-Motto ziert einen besonderen Auktionskatalog des Düsseldorfer Hauses Ulrich Felzmann, denn dort kommt am 8. März 2018 ein ganz besonderes Angebot zum Ausruf, das der Versteigerer als "Postgeschichte in himmlischen Sphären" beschreibt. Das Bestreben, hoch hinaus bis zu den Sternen zu gelangen und dabei keine Mühen zu scheuen, beflügelt seit jeher die Menschheit in ihrem Fortschritt. Im Auktionshaus Felzmann haben Belege im Sinne dieses Entdeckergeistes eine lange Tradition.

In drei Kapiteln bietet "Per Ardua Ad Astra - Durch Strebsamkeit zu den Sternen" ein ausführliches Bild der aerophilatelistischen Postgeschichte, von ihren Anfängen mit Ballon Monte über Pionierleistungen der Zeppelin- und Luftpost bis hin zu moderner Spitzentechnik der Raketenpost, inklusive der Astrophilatelie, dem finalen Griff nach den Sternen.

Neben teils einzigartigen Belegen finden sich in der "Per Ardua Ad Astra"-Sonderkollektion auch herausragende einzelne Marken, die der Sammelleidenschaft eines italienischen Industriellen und seinem Bestreben nach einer möglichst umfassenden Darstellung zu verdanken sind. Frühe Belege der Ballonfahrt erzählen von vergangenen Zeiten, so auch die Belege und Marken der Zeppelinpost, die teils aus exotischen Winkeln der Welt - alleine zur Freude an der technischen Neuerung "Zeppelin" und für den Transport mit den eleganten Luftschiffen - versendet wurden. Eine kleine aber feine Auswahl an Zeppelin-Memorabilien, wie eine vom Grafen Zeppelin komplett selbst geschriebene Karte mit Unterschrift, rundet das Angebot ab.

Viele der einzigartigen Ereignisse, die der Menschheit die Sterne einen Schritt näherbrachten, werden durch Kuverts und Artefakte dokumentiert - oftmals offiziell durch die Raumfahrtagenturen herausgegeben. Manchmal offenbaren aber auch private Dokumente der Kosmonauten und Astronauten einen intimen Blick in ihre Gedankenwelt. Von den ersten Schritten der Pionier-Raketenpost über die Weltraumprogramme der beiden Kontrahenten des Kalten Krieges bis hin zu einer gemeinsamen friedlichen Nutzung des Weltraumes zeugen zahlreiche Belege sowie Marken von der Faszination, die der Beförderung von Briefen auf zunächst unkonventionellen Wegen global entgegengebracht wird.

Das Auktionshaus lädt ein, mit ihm nach den Sternen zu greifen und die Faszination dieser "beflügelten Postgeschichte" zu entdecken. Interessenten finden den Katalog auf www.felzmann.de

Ein besonderer Abschiedsumschlag

wm "Abschiedsausgaben" kennen Sammler, z.B. die letzten Markenausgaben von Bayern und Württemberg, mit denen sich diese beiden vormals selbstständigen Staaten 1920 von der eigenen Posthoheit verabschiedeten. Aber einen "Abschiedsumschlag" in heutiger Zeit? Auf diese Idee philateliegeschichtlicher Dokumentation kam das Potsdamer Philatelistische Büro, das nach 28 Jahren der Durchführung von Auktionen (1990-2018) sich von seinen Kunden mit einem ganz speziellen Umschlag verabschiedete.

Das Besondere ist nicht nur der eigens dafür beantragte Sonderstempel, der mit Datum vom 26. Januar 2018 den Tag der letzten und 57. Auktion festhielt, sondern auch die Marke Individuell, die die Eckdaten, aber auch das Spitzenstück der Auktion - ein Paar eines federstrichentwerteten "Sachsen-Dreiers" - festhält. Dieses Paar (Los 832) erzielte übrigens bei einem Ausruf von 5 000 Euro glatt das Doppelte, wie der im Brief enthaltene "Erfolgsbericht" ausweist. Sammler und alle Kunden dieses Hauses, das nun seine Auktionen eingestellt hat, werden solch kreative Ideen vermissen.

Ein bunter Strauß philatelistischer Kostbarkeiten bei der Heinrich Köhler Frühjahrsauktion vom 19. bis 24. März 2018 (1)

(Wiesbaden) Vom 19. bis 24. März 2018 läutet das Traditionshaus Heinrich Köhler mit seiner 366. Versteigerung den philatelistischen Frühling 2018 ein. Eine erneut herausragende Bandbreite erlesener Philatelie und Postgeschichte von Deutschland über Europa bis Übersee erwartet die Sammler zur diesjährigen Frühjahrsauktion. Fünf beeindruckende Sonderkataloge sowie ein Hauptkatalog mit einigen attraktiven Sonderteilen präsentieren wieder einmal eine einmalige Auswahl wertvoller Briefmarken, seltener Belege und hochwertiger Sammlungen - zahlreiche Spitzenstücke inklusive!

Außergewöhnliche Philatelie und Postgeschichte vom Balkan bis zu den Färöer Inseln

Drei hervorragende Sammlungen europäischer Gebiete werden eigens in edlen Sonderkatalogen dokumentiert. Der Weg führt zunächst nach Süden, wo mit der Auflösung der Kollektion "Griechische Gebiete" des verstorbenen Prüfers, Agenten, Händlers und Sammlers Ullrich Schmitt ein erster Höhepunkt ansteht. Mit Spannung erwartet, dürfen sich die Sammler auf 600 attraktive Lose freuen, welche im Rahmen der Auktion zum Ausruf kommen werden und die komplette Bandbreite dieser spannenden Gebiete in einmaliger Weise abdecken. "Eine Auktion solcher Größe und Bedeutung für diese Gebiete hat es noch nicht gegeben", sagt Alexandre Galinos, der bekannte Experte des AIEP. Die Sammlung "Dr. Matteo Lucibello - Baltische Staaten und Postgeschichte" umfasst stolze 1 200 Lose und hat für Kenner der facettenreichen Philatelie und Postgeschichte des Baltikums nahezu alles zu bieten, was das Sammlerherz begehrt. Mit einer weiteren Ausnahmekollektion reisen wir in den Norden Europas: die Sammlung "Färöer Inseln Postgeschichte 1751-1948"von Geoffrey Noer widmet sich der hochinteressanten Geschichte dieser Inselgruppe im Nordatlantik und wurde bereits im vergangenen Jahr in einer hochwertigen EDITION SPÉCIALE dokumentiert. 250 attraktive Lose umfasst die einzigartige Zusammenstellung seltener Belege und historischer Zeugnisse der anspruchsvollen Postgeschichte der Färöer Inseln - eine einmalige Gelegenheit für alle Liebhaber der nordischen Philatelie und postgeschichtlich interessierte Sammler.

Das komplette Angebot der 366. Heinrich Köhler Auktion ist ab dem 15. Februar 2018 mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern unter www.heinrich-koehler.de im Online-Katalog (auch als PDF-Blätterkatalog) verfügbar. Hier finden Interessenten auch alles rund um das Thema "Online-Live-Bieten" und das bewährte Online-Auktion-Biet-System von Heinrich Köhler.

Katalogbestellungen sowie weitere Informationen zur Auktion und allen Losen bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden
Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de

Internet: www.heinrich-koehler.de

Ein bunter Strauß philatelistischer Kostbarkeiten bei der Heinrich Köhler Frühjahrsauktion vom 19. bis 24. März 2018 (2)

(Wiesbaden) Die Sonderkataloge "Herzogtum Braunschweig" und "Königreich Sachsen - Die Franko-Couverts"

Ein starker Auftritt in der bevorstehenden Auktion ist den altdeutschen Sammelgebieten Braunschweig und Sachsen vorherbestimmt, welche mit jeweils eigenen Sonderkatalogen zwei bedeutende Kollektionen dokumentieren. Die Sammlung "Brunsviga" präsentiert eine beeindruckende Zusammenstellung seltener Briefe und Marken des Herzogtums Braunschweig mit wunderschönen Frankaturen, seltenen Destinationen und außergewöhnlichen Verwendungen. Inklusive zahlreicher Stücke, welche zu den absoluten Raritäten dieses Gebietes gehören!

Gleiches gilt für die einzigartige Sammlung "Königreich Sachsen - Die Franko-Couverts" des bekannten Sachsen-Spezialisten Arnim Knapp, welche im vergangenen Jahr mit einem EDITION D'OR-Band auch zu literarischen Ehren gekommen ist. Hier reihen sich Raritäten an Spitzenstücke und dokumentieren auf einzigartige Weise diesen anspruchsvollen Bereich der Sachsen-Philatelie. Die hochprämierte Ausstellungssammlung stellt zugleich die größte jemals zusammengetragene Sammlung sächsischer Ganzsachen dar und berücksichtigt sämtliche Aspekte der Entwicklung resp. der Herstellung der Ganzsachen über die Verausgabung bis hin zu den verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten.

Das komplette Angebot der 366. Heinrich Köhler Auktion ist ab dem 15. Februar 2018 mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern unter www.heinrich-koehler.de im Online-Katalog (auch als PDF-Blätterkatalog) verfügbar. Hier finden Interessenten auch alles rund um das Thema "Online-Live-Bieten" und das bewährte Online-Auktion-Biet-System von Heinrich Köhler.

Katalogbestellungen sowie weitere Informationen zur Auktion und allen Losen bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden
Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de

Internet: www.heinrich-koehler.de

Ein bunter Strauß philatelistischer Kostbarkeiten bei der Heinrich Köhler Frühjahrsauktion vom 19. bis 24. März 2018 (3)

(Wiesbaden) Spitzenphilatelie und weitere Spezialsammlungen im Hauptkatalog

Neben einem beeindruckend umfangreichen Angebot werthaltiger Einzellose sowie reizvoller Lots und Sammlungen von Deutschland bis Übersee, hat die Frühjahrsauktion ebenfalls erneut diverse hochinteressante Sonderteile im Programm. Die Bayern-Liebhaber dürfen sich auf den Verkauf des zweiten Teils der Sammlung "Pegnitz" freuen, Hannover Raritäten aus einem "Dachbodenfund", die Kollektion "Dieter Kamradt" präsentiert seltene und seltenste "Germania Markwerte" und eine Spezial-Sammlung Zeppelin wird definitiv zahlreiche Sammlerherzen höher schlagen lassen. Im Europa-Teil kommt eine Spezialsammlung CEPT zum Ausruf und im Bereich Übersee, genauer gesagt Südamerika, besticht ein Sonderteil "Chile" mit der "Sammlung Martyn Cusworth", um nur einige Beispiele zu nennen. Zu guter Letzt kommt mit der Auflösung eines weltumspannenden Vorlagebuches der englischen Druckerei Waterlow aus dem Jahre 1895 noch nie gesehene Proof-Raritäten aus Thailand, China, Indien, Südamerika und anderen Ländern unter den Hammer.

Die enorme Vielseitigkeit des Angebots trägt der Tatsache Rechnung, dass die Nachfrage nach hochwertiger Philatelie und Postgeschichte aus aller Welt quer durch alle Sammelgebiete ungebrochen hoch ist. Dies spiegelt einmal mehr das herausragende Programm der diesjährigen Frühjahrsauktion.

Das komplette Angebot der 366. Heinrich Köhler Auktion ist ab dem 15. Februar 2018 mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern unter www.heinrich-koehler.de im Online-Katalog (auch als PDF-Blätterkatalog) verfügbar. Hier finden Interessenten auch alles rund um das Thema "Online-Live-Bieten" und das bewährte Online-Auktion-Biet-System von Heinrich Köhler.

Katalogbestellungen sowie weitere Informationen zur Auktion und allen Losen bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden
Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de

Internet: www.heinrich-koehler.de

Vorschau: 97. Gert Müller-Auktion am 16.-17. Februar 2018 in Ettlingen (Einzellose)

wm In der ersten Auktion dieses Jahres kann das bekannte Ettlinger Auktionshaus erneut ein reichhaltiges Angebot Einzellose anbieten. Hierbei Übersee und Europa mit zahlreichen außergewöhnlichen Raritäten inklusive seltener klassischer Briefmarken sowie außergewöhnliche Briefe. Dabei ist ein sehr schöner Teil Skandinavien, Schweiz inklusive Spitzenstücken der Kantonal-Ausgaben, dabei zwei Exemplare der Doppelgenf, sowie mehrere Basler Tauben. Auch Raritäten der Schweizer Ämter sind im Angebot.

Der Deutschlandteil ist wie gewohnt herausragend besetzt. Dabei ein starker Teil Altdeutschland mit mehreren Schwarzen Einsern, Ersttagbriefe von Preußen und Sachsen, seltenste Briefmarken der norddeutschen Staaten sowie eine Mischfrankatur Preußen und Sachsen. Das Deutsche Reich beinhaltet ein vielseitiges Angebot inklusive postfrischer Seltenheiten ab den "Brustschilden", zwei Vineta-Provisorien auf Streifbändern sowie mehrere Nothilfeblocks. Deutsche Besetzungsausgaben und das Sudetenland sind sehr reichhaltig vertreten mit zahlreichen außergewöhnlichen Raritäten. Im Nachkriegsteil kommen unter anderem zahlreiche Seltenheiten der SBZ zum Angebot, sowie Spitzenstücke der Französischen Zone inklusive seltensten Probedrucken und Ministerblocks. Auch die Ausgaben von Bund und Berlin sind mit vielen Spezialitäten, Viererblocks und Abarten vertreten.

"Die Nachfrage nach wirklich seltenen Briefmarken, Briefen und Abarten ist", so Versteigerer Holger Thull wörtlich, "in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Zahlreiche Sammler und Anleger nutzen die Gelegenheit Spitzenstücke zu erwerben. So haben sich die Preise in den USA für wirkliche Raritäten seit den achtziger Jahren oft verzehnfacht." Kunden hätten also jetzt noch die Gelegenheit, deutsche und europäische Spitzenwerte zu moderaten Preisen zu erwerben.

Kontakt: Gert Müller GmbH & Co. KG, Carl-Zeiss-Str. 2, 76275 Ettlingen, Tel. 0 72 43/561 740, E-Mail: info@gert-mueller-auktion.de, www.gert-mueller-auktion.de

Vorschau: 97. Gert Müller-Auktion am 16.-17. Februar 2018 in Ettlingen (Sammlungen)

wm (wm) In einem zweiten Katalog bietet Versteigerer Holger Thull ein ebenfalls sehr reichhaltiges Angebot von Sammlungen, Partien und Nachlässe an. Der voluminöse Katalog verzeichnet mehr als 4 000 Positionen, von denen zahlreiche auszugsweise auf 542 Farbtafeln abgebildet werden.

Zu den Offerten zählt der außergewöhnliche "Hohenstein-Bestand", welcher hochwertige postfrische Ausgaben des Deutschen Reiches beinhaltet, oft in Viererblocks und Einheiten inklusive zahlreicher Zeppelinserien. Im weiteren Verlauf der Auktion gelangen zahlreiche interessante Nachlässe zur Aufteilung. Dabei umfangreiche Bestände, die teils mehrere Regale umfassen, gehaltvolle Länder- und Spezialsammlungen, schöne Kollektionen Deutschland, China, Schweiz sowie verschiedene europäische Länder und Übersee. Auch herausragende Kollektionen der SBZ gelangen zum Angebot, dabei auch sehr schöne Spezialsammlungen der SBZ-Handstempel. Außerdem wird der erste Teil einer herausragenden Spezialsammlung "Französische Zone, Allgemeine Ausgabe" offeriert mit nahezu allen bekannten Druckdaten, meist in vollständigen Bogen.

Das Münzangebot ist gut besetzt, dabei gehaltvolle Kollektionen und Partien Gold-und Silbermünzen. Auch sehr schöne Schmuckstücke aus verschiedenen Nachlässen werden ausgerufen.

Kontakt: Gert Müller GmbH & Co. KG, Carl-Zeiss-Str. 2, 76275 Ettlingen, Tel. 0 72 43/561 740, E-Mail: info@gert-mueller-auktion.de, www.gert-mueller-auktion.de

Vorausschau: 57. Auktion des Potsdamer Phil. Büros am 26./27. Januar 2018

wm Zum 1., 2. . und zum 57. - damit aber auch zum letzten Mal werden Karlfried Krauss und Dr. Michael Jasch, die Geschäftsführer des bekannten Hauses in Potsdam, eine Auktion durchführen. Sie verabschieden sich nach 28 Jahren im Auktionsgeschäft, in dem sie Maßstäbe gesetzt haben, gerade auf dem Gebiet der Postgeschichte. Dazu passt auch dieser fast 400 Seiten starke Farbkatalog mit knapp 3 000 Losen, mit dem das Auktionshaus sein größtes Angebot der letzten Dekade präsentiert, sowohl was den Gesamtausruf als auch die Posten und Sammlungen betrifft.

Die Versteigerung beginnt mit einem schönen Transitpost-Anteil, gefolgt von ausgesuchten Briefen und Autographen, der Klassischen Feldpost (und später der Thüringer Fürsten aus der Sammlung Heinrich Sanders). Bei Altdeutschland sind die außergewöhnlich schönen Briefstücke zu nennen, die unter der "Preußischen Püppchen-Parade" angeboten werden. Sachsen zeigt neben vielen seltenen Stempeln ein in dieser Fülle einmaliges Angebot von Fremdabstempelungen auf anderen altdeutschen Staaten. Für den Stempelsammler der SBZ gibt es ein wohl ebenfalls ungewöhnliches Angebot von Poststempeln teils kleinster Orte in Thüringen. Ebenfalls einmalig dürfte das äußerst reichhaltige Angebot an Ersttags- und Letzttagsbelegen- des NDP und des Deutschen Reiches bis 1875 sein. Eine seit 100 Jahren in Familienbesitz befindliche Sammlung ab den Anfangsausgaben Chinas (u.a. auch mit -Deutscher Post in China) sind ebenfalls der Beachtung wert. Der Sammler lebte um die vorige Jahrhundertwende über 20 Jahre als Zivilist in China, wo er alle ihm zugänglichen Marken aufbewahrte.

1990-2018: Mit 57 Auktionen begeisterte das Potsdamer Philatelistische Büro seine Kunden mit einem spezialisierten postgeschichtlichen Angebot, mit "Philatelie vom Feinsten". Man wird es vermissen, ebenso die Kompetenz, die Qualität, die Breite und Fülle der Offerten, aber auch die Kreativität, die sich bei dem Haus bereits in jedem Auktionskatalog von Beginn an widerspiegelte. In Erinnerung bleiben wird sicherlich der Sonderstempel, der am 26. Januar 2018 in Potsdam den denkwürdigen "Abschied" im Bild festhält.

Erfolgreiche Veuskens-Auktion im ZDF beispielhaft dokumentiert

(wm) Aus einem Zufallskontakt des Hildesheimer Auktionators Klaus Veuskens mit einem NDR-Redakteur, der seine Sammlung zu verkaufen suchte, entstand eine Geschichte mit Fortsetzungen, die Wellen schlug: Zuerst folgte ein 10-Minuten-Live-Interview im Radio, das enorme Hörerresonanz brachte, so dass der Sender sogar zum Thema Briefmarken einen Thementag in Hannover durchführte. Der erneute Erfolg und die nennenswerte Hörerbeteiligung sprachen sich herum und Wochen später rief das ZDF bei Veuskens an, ob man ihn nicht einmal hautnah an drei Tagen bei der Arbeit begleiten könne. Veuskens zögerte nicht lange und ließ das Kamerateam hinter die Kulissen schauen und ihn begleiten: Bei Einlieferern und Transporten, aber auch bei seiner erst jüngst stattgefundenen 100. Jubiläumsauktion. Das ZDF-Team hielt dies alles fest und es war am 23. Dezember 2017 in der Sendung "Länderspiegel" zu sehen. Der Film ist gut gemacht und man erhält Einblicke in den Auktionsalltag und die Arbeit eines Auktionators, die man nun noch in der Mediathek unter https://www.zdf.de/politik/laenderspiegel/unterwegs-mit-dem-briefmarken-auktionator-100.html anschauen kann.

Vorschau: 174. Fortagne/Lipfert-Auktion 12.-13.1.2018 in Leipzig

wm 3.800 Lose erwarten Interessenten bei der kommenden Auktion des bekannten Leipziger Hauses, wovon gut 1 800 Lots und Sammlungen vorbehalten sind. Das Angebot ist breit gefächert und zeigt deutliche Schwerpunkte. Zum Beispiel bei den über 300 Losen Zeppelinpost, unter denen auch ein Niederlande-Brief der Lakehurst-Katastrophe von 1937 mit 6 800 Euro zum Ausruf gelangt. Gut besetzt sind ebenfalls Flug-, Ballon und Feldpost, um nur einige weitere Beispiele zu nennen. Thematiksammler werden bei den zahlreichen Rubriken fündig, ebenso Deutschlandsammler, die speziell zu SBZ/DDR ein breit gestreutes Angebot finden. Im Unterschied zu anderen Versteigerungen findet man in den Katalogen dieses Hauses auch vieles, was Philatelisten heute als "social philately" bezeichnen, was also weit über die Briefmarken an sich hinausreicht. Kontakt: Knut Fortagne & Christine Lipfert, Straße des 18. Oktober 35, 04103 Leipzig, Tel. 03 41/221 64 46, E-Mail: firma@briefmarkenauktion-leipzig.de

Vorschau: 48. Hettinger-Briefmarken- und Münzen-Auktion am 18.1.2018 in Dessau

wm Das numismatische Angebot ist mit knapp 70 Losen zwar recht überschaubar, das philatelistische mit fast 5 000 dafür umso reichhaltiger. In dem umfangreichen Farbkatalog, in dem die Abbildungen den Beschreibungen der Lose direkt zugeordnet sind, ist bereits bei den 300 Altdeutschland-Losen so manches ungewöhnliche Stück zu finden. Erst recht geht es bei den deutschen Sammelgebieten vor 1945 (ca. 2000 Lose) und danach (ca. 1 300 Lose) zur Sache. Zahlreiche kleine und größere Spezialitäten lassen sich aufspüren, dies nicht nur zu den gängigen, sondern auch zu den seltener angebotenen "Nebengebieten", auf die man nicht alle Tage stößt. Selbst zahlreiche Europäische und Überseegebieten sind präsent. Darunter fällt ein ungewöhnlich gutes Angebot von Trinidad und Tobago mit über 50 Losen auf. Mit über 1 000 Losen sind Lots, Posten und Sammlungen einmal mehr einen Blick wert. Kontakt: Hettinger Auktionen, Inh. Heiko König, Südstr. 123, 06849 Dessau-Roßlau, Tel. 03 40 87 01 90 90, E-Mail: info@hettinger-auktionen.de, www.hettinger-auktionen.de

160. Dr. Reinhard Fischer Auktion in Bonn am 13. Januar 2018

(bonn/rf) Ein umfangreiches Auktionsangebot von über 11.000 Losen bietet die kommende Dr. Reinhard Fischer Auktion in Bonn am 13. Januar 2013. Neben einem ausgewählten Angebot von ca. 900 Losen Numismatik und Varia liegt der deutliche Schwerpunkt im Bereich Philatelie mit etwa 10.500 Losen!

Speziell die deutschen Gebieten sind sehr gut besetzt und bieten praktisch in allen Zeitspannen Standardware und Besonderheiten. Sehr gut besetzt ist das Deutsche Reich mit zahlreichen Seltenheiten wie u. a. MiNr 64IIB in ungebrauchter Erhaltung - eine in nur wenigen Exemplaren bekannte Frühauflage der 2 Mark Reichspost. Die Marke wurde als Vorlagestück für Beamte und Presse erstellt und in etwas abweichender Farbe und Zähnung ausgeführt, um ggf. auftauchende Fälschungen, die nach diesem Muster entstanden wären, zu überführen (Ausruf 2.000 Euro). Die nicht weniger seltene Inflationsseltenheit MiNr. 244c ist mit einem gestempeltem Ausnahmeexemplar vertreten (Ausruf 1.000 Euro), ein postfrischer Nothilfeblock mit Fotoattest A. Schlegel BPP "Die Qualität ist einwandfrei" wird zum Startpreis von 1.800 Euro offeriert. Umfangreich sind auch die Gebiete Dienstmarken, Markenheftchen und Zusammendrucke sowie Zeppelinpost besetzt.

Die deutschen Auslandspostämter und Kolonien bringen postfrische Ausgaben, seltene Stempel und Briefverwendungen, dabei diverse britische und französische Besetzungsausgaben der deutschen Kolonien wie u. a. Kamerun Markwerte in postfrischer Ausnahmequalität mit aktuellem Fotoattest Scheller (Paris).

Auch die anderen Deutschen Gebiete sind stark im Angebot, dabei Danzig mit fast allen Standardausgaben inkl. seltenem großen Innendienst in ungebrauchter Erhaltung (1.300 Euro) oder aber die extrem seltene MiNr. 124Z in ungebrauchter Erhaltung (Ausruf 1.200 Euro).

Die Gebiete Memel und Saar bieten neben zahlreichen Hauptnummern etliche Abarten und Typen - vielfach mit neuen Prüfungen, dabei u. a. Saar MiNr. 128/34 in postfrisch (Ausruf 350 Euro) als auch gestempelter Erhaltung (Ausruf 1 800 Euro).

Die Ausgaben der deutschen Besetzung im II. Weltkrieg sind hervorragend besetzt, so gibt es Stücke mit Kleinstauflagen aus dem Gebiet Sudetenland - wie u. a. Reichenberg Mi.-Nr. 111/12 gestempelt (Ausruf 1 000 Euro) oder aber Maffersdorf 120/21 gestempelt (Ausruf 1.000 Euro). Weiterhin gibt es einen ungezähnten Eisbärblock in postfrischer Erhaltung (Ausruf 1 100 Euro) sowie zahlreiche Feldpost-Zensurbelege mit den auf Briefen so seltenen Vignetten der Französischen Legion - die Vignetten hatten keine Frankaturgültigkeit - wurden aber von den Käufern gerne zur Frankatur und Symphatieerklärung gegenüber der Legion - verklebt. Ausruf der Belege zwischen 600 und 1 000 Euro - postgeschichtlich und zeithistorisch sind diese Stücke sehr bedeutsam. Einen Schwerpunkt setzen die Gebiete Dünkirchen und Festung Lorient mit zahlreichen Hauptnummern und Abarten wie "doppelter Aufdruck", "Kopf stehender Aufdruck", "anhängende Leerfelder", "Druckdaten" etc. - alle Lose dieser Gebiete sind aktuell geprüft vom Verbandsprüfer Lothar Herbst VP. Sehr stark besetzt ist das Gebiet Serbien mit zahlreichen Ganzsachen, Briefen, Abarten und Besonderheiten - hier gibt es zahlreiche Stücke die kaum einmal angeboten werden. Bei den Feldpostausgaben fallen eine ungebrauchte sowie gestempelte Tunis-Päckchenmarke auf b-Papier zu Preisen von 600 bzw. 750 Euro ins Auge. Ebenso im Angebot ist eine gestempelte U-Boot-Hela Zulassungsmarke zu 650 Euro.

Deutschland nach 1945 ist reichhaltig besetzt und bietet neben gesuchtem Standardwerten der Anfangsjahre auch zahlreiche Abarten und Besonderheiten, ungezähntee Werten etc. Die Ausgaben der SBZ glänzen mit Seltenheiten wie MiNr. 4Bc postfrisch (Ausruf 1.800 Euro) - nur in wenigen Exemplaren bekannt, 22cU postfrisch (Ausruf 1.400 Euro), einem umfangreichem Angebot der MiNr. 43C in postfrischer Erhaltung (insgesamt 50 Werte!), Bl. 1ta gestempelt in Luxuserhaltung (Ausruf 1.200 Euro) und abschließend und für dieses Gebiet ein weiteres Highlight zahlreiche seltene Handstempel-Aufdruckwerte.

Die DDR glänzt mit seltenen Wasserzeichenvarianten und Plattenfehlern, ebenso die Gebiete Westberlin und Bundesrepublik mit gesuchten Standardwerten und Besonderheiten wie Zusammendrucken, Markenheftchen etc. Das umfangreiche Sammlungsangebot - durchgehend aus Privathand stammend - bringt zahlreiche Länder- und Spezialsammlungen sowie Nachlässe und Fundgruben zum Aufruf. Neben gepflegten Österreichsammlungen gibt es Kollektionen Deutsches Reich oder z.B. auch gepflegte Schweiz-Sammlungen.

Das umfangreiche Auktionsangebot können Interessenten im neu gestalteten Onlinekatalog unter www.ReinhardFischerAuktionen.de begutachten, ebenso können sie dort dank der sehr leistungsfähigen Suchmaschine das gesamte Angebot durchsuchen. Es sind Fotos aller Einzellose und Atteste sowie etlicher Sammlungen abgebildet.

Ein Blick auf die 182. Rauhut & Kruschel Auktion am 18. Januar 2018 in Mülheim a.d. Ruhr

(Mülheim) Bereits am 18. Januar 2018 fällt der Startschuss für das neue Auktionsjahr bei Rauhut & Kruschel. Das Unternehmen aus Mülheim a.d. Ruhr präsentiert zu seiner 182. Auktion erneut eine große Bandbreite spannender Philatelie und Postgeschichte, darunter zahlreiche hochwertige Einzellose sowie eine Vielzahl interessanter Lots und attraktiver Sammlungen. Insgesamt erwartet die Sammler ein Einzellosteil mit weit mehr als 5 300 Losen sowie Sammlungen und Posten mit einem Umfang von über 3 200 Angeboten - ein verheißungsvoller Auftakt für das Jahr 2018!

Von selten bis unbekannt...

Gewohnt facettenreich bietet das Programm für jeden Sammler etwas, wobei neben wertvollen Marken und Briefen, seltenen Stempeln auch zahlreiche Besonderheiten herausstechen. Der Fokus liegt hier unter anderem auf den (alt-) deutschen Sammelgebieten, die erneut mit vielen kleinen wie auch größeren Highlights beeindrucken, wie z.B. einem seltenen Laufzettel Bayerns, Los 393, frankiert mit einer 7 Kr. MiNr. 25Yb (Ausruf: 1 800 Euro). Laufzettel sind allgemein selten, erst recht mit dieser Frankatur. Hinzu kommt noch, dass dieses einzigartige Stück an eine Feldpost-Adresse gelaufen ist - bisher erstes bekanntes Stück seiner Art (Attest Brettl)!

Eine Stempelseltenheit ersten Ranges wird im Markenteil Deutsches Reich offeriert: eine Brustschild-Marke zu 1 Gr. Rosa auf frischem Brief mit höchst seltenem blauviolettem Fraktur-L1 "Geisenheim" (Los 2992). Keine Handvoll Belege und nur wenige lose Marken sind mit diesem Stempel bekannt. Das Titelstück des neuen Kataloges geht mit einem Ausrufpreis von 2 500 Euro an den Start. Ein weiteres Titelstück (Katalogrückseite) ist der KZ-Block von Storkow, der in einer unbekannten Variante als postfrisches Kehrdruckpaar aus einem gezähnten und einem ungezähnten Block vorliegt (Los 3842). Die ungezähnte Variante ist im MICHEL bereits ohne Preisnotierung, als Kehrdruckpaar ist diese bis dato unbekannt!

Spannende Philatelie: Einzellose, Sammlungen und Posten von Deutschland bis Übersee

Neben den herausragenden Einzelstücken präsentiert die Auktion insgesamt eine eindrucksvolle Vielfalt gefragter Einzelstücke nahezu aller deutschen Sammelgebiete von der Vorphilatelie bis zur Moderne. Gleiches gilt für das Angebot internationaler Philatelie, das von Europa bis Übersee knapp 1 000 attraktive Lose umfasst. Der "Sammlungsteil" knüpft mit weit mehr als 3 000 spannenden Posten und Sammlungen von Altdeutschland bis Alle Welt nahtlos daran an und bietet zahlreiche gute Gelegenheiten für Sammler und Händler. Auch hier halten die "Gelben Seiten" (im Auktionskatalog) für jeden etwas bereit und man darf dank der gewohnt guten Nachfrage mit einer spannenden Atmosphäre und ebensolchen Bietergefechten im Auktionssaal rechnen.

Der Katalog zur Auktion ist ab sofort erhältlich sowie online unter www.rauhut-auktion.de und über Philasearch (www.philasearch.com) verfügbar. Katalogbestellungen und weiterführende Informationen bei: Rauhut & Kruschel Briefmarkenauktionshaus GmbH, Harald Rauhut, Werdener Weg 144, 45470 Mühlheim a.d. Ruhr, Tel. +49 (0)208 33098, E-Mail: info@rauhut-auktion.de, Internet: www.rauhut-auktion.de

Von "Name Sales", kleinen Raritäten und großen Höhepunkten - ein Blick auf die Dr. Derichs Jubiläumsauktion am 1. und 2. Dezember 2017 in Köln

(Köln) Mit einem erlesenen Angebot hochwertiger Philatelie und Postgeschichte, das bereits im Vorfeld mit vier reizvollen Sonderkatalogen und einem beeindruckenden Hauptkatalog für Aufsehen gesorgt hatte, lud das Auktionshaus Dr. Derichs am 1. und 2. Dezember 2017 zur Jubiläumsversteigerung nach Köln. An beiden aufregenden Auktionstagen bot das Auktionshaus Spitzenphilatelie und spannende Bietergefechte.

Klingende Namen und glanzvolle Philatelie
Zweifelsohne einer der Höhepunkte der 150. Dr. Derichs Auktion war die Vesteigerung der Sammlung "MONPLAISIR" - "das beste Angebot des Großherzogtums Baden in unserer 60-jährigen Firmengeschichte", wie es Roland Meiners kurz und bündig auf den Punkt brachte. Über 250 ausgesuchte "Schönheiten" begeisterten die Liebhaber, darunter eine 1 Kr. silbergrau, MiNr. 13b (Los 602), die spektakulär auf 11 600 Euro gesteigert wurde. Ein Brief mit der silbergrauen MiNr. 17b zu 1 Kr. in Mischfrankatur (Los 637) brachte es auf beachtliche 5 000 Euro und eine waagerechte Halbierung der 12 Kr. Landpost, MiNr. 3xH (Los 715) wurde bei 9 500 Euro zugeschlagen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Ein zweifelsohne wohlbekannter Name, wenn es um prominente "Name Sales" der letzten Jahre geht, ist mit der Sammlung und (dem Sammler) "Knieper" verbunden, der gleichbedeutend für hochwertige Philatelie der Deutschen Kolonien und Auslandspostämter steht. Nun fand auch dieses Kapitel, welches seit Ende 2014 die Sammler begleitet hat, mit der sechsten "Knieper-Auktion" - jede davon dokumentiert in einem edlen Sonderkatalog mit Festeinband - einen sehr erfiolgreichen Abschluss.

Ein verheißungsvoller Auftakt zu einem weiteren bedeutenden "Name Sale" wurde mit dem Verkauf der Kollektion "Peter Beutin - "Brustschilde" (Teil 1)" gemacht. Im nächsten Jahr folgt der zweite Teil der Auflösung dieser Ausnahmesammlung. Den Spitzenzuschlag sicherte sich der einzigartige ungezähnte Dreierstreifen der 1/3 Groschen "Kleiner Schild", MiNr. 2aU (Los 821), der für 67 500 Euro einen neuen Besitzer fand. Eine seltene Währungsmischfrankatur auf Auslands-Wertbrief der 5 Gr. Ockerbraun mit 2 Mk. Violettpurpur (Los 904) wurde bei 7 400 Euro zugeschlagen.

Weitere Informationen zur Auktion und allen Losen bei: Dr. Wilhelm Derichs GmbH, Bonner Straße 501, 50968 Köln (Marienburg), Tel. 0221-2576602, Fax 0221-2576745, E-Mail: derichs_gmbh@web.de

*Alle Zuschläge ohne Aufgelder u. MwSt.

Rückschau: 61. AIX-PHILA Auktion am 1. und 2. Dezember in Aachen

(ho/Aachen) Wieder einmal mehr bestätigte AIX-PHILA seinen Ruf als echte "Volksauktion". Obwohl zeitgleich andere Auktionen in der Nähe stattfanden, war der Auktionssaal am Samstag gerammelt voll, als Sammlungen, Posten und Nachlässe unter den Hammer kamen. Und es waren nicht die Millionäre und Milliardäre leiblich anwesend, von denen zurzeit in der philatelistischen Presse so gerne die Rede ist, sondern Sammler aus nah und fern - vor allem aus den BENELUX-Ländern, Frankreich und Großbritannien. Und natürlich gab es auch richtige "Sahneteile" wie eine alte Sachsensammlung, welche dem Auktionshaus aus den USA eingeliefert worden und in zwei Teilen mit zusammen 12.000 Euro ausgerufen worden war: 31 000 Euro lautete nach heftigem Bieterkampf das Ergebnis! Oder eine Spezialsammlung israelische Interimspost 1948, die nach einem Startpreis von 1.000 Euro für sagenhafte 14.000 Euro an eine Telefonbieterin aus Haifa zugeschlagen wurde.

Letztlich war es aber die "normale" Philatelie, welche vom "normalen" Sammler mit oft großer Begeisterung gesteigert wurde, ob es nun eine Partie Deutsches Reich war, die von 200 auf 1.150 Euro hochschnellte oder eine alte Schwaneberger-Schwarte von 10 auf 640 Euro oder eine Motivsammlung Micky Mouse, über deren Zuschlag sich der Sammler besonders freute: Aber auch hier musste der sich bei einem Ausruf von 10 Euro mit harter Konkurrenz auseinandersetzen, ehe er den Zuschlag mit 41 Euro erhielt. Alles in allem addierte sich das Gesamtergebnis bei ca. 2.900 verkauften Losen (80 %) auf eine durchschnittliche Steigerungsrate von sage und schreibe 170 % des Schätzpreises. und das wohlgemerkt einschließlich so "beliebter" Gebiete wie Nachkriegsdeutschland und ähnlichem.

Ergänzend seien hier noch einige bemerkenswerte Resultate für Einzellose aufgeführt: Los 1208 Postkarte Moiseküll Ausruf 2.000 € - Zuschlag 2.800 €, Los 2021 Italien Geschwaderflug Ausruf 800 € - Zuschlag 1.500 €, Los 2059 Litauen kpl. Bogen mit Nr. 20/26 Ausruf 100 € - Zuschlag 1.300 €, Los 2139 Polen Nr. 1 auf Brief aus KALISZ Ausruf 300 € - Zuschlag 3.000 €, Los 2152 Lokalausgabe Brwinow Ausruf 800 € - Zuschlag 1.300 €, Los 2159 Brief aus St. Petersburg Ausruf 50 € - Zuschlag 410 €.

Zusätzlich einige Ergebnisse aus dem Sammlungsteil: Nachlass Deutschland ab 1919 Ausruf 8.000 € - Zuschlag 18.000 €, Sammlung 2. Weltkrieg Ausruf 2.000 € - Zuschlag 4.600 €, Zusammenstellung Großbritannien Ausruf 500 € - Zuschlag 2.000 €, Sammlung Luxemburg Ausruf 1.500 € - Zuschlag 4.800 €, Kollektion Belgisch Kongo Ausruf 1.000 € - Zuschlag 2.200 €, Spezialsammlung Feldpost Israel Ausruf 250 € - Zuschlag 3.100 €!

Internet: www.aixphila.de

Seltenheiten der deutschen Besetzungsausgaben

Aachen Mit einem gewohnt starken Teil Deutsches Reich beginnt die 61. AIX-PHILA-Briefmarkenauktion am Freitag, dem 1. Dezember.

Eine 2 Kreuzer Kleiner Brustschild postfrisch startet mit 1200 Euro. Es folgt die übliche gehobene Standardware mit mehrfach Polar- bzw. Chicagofahrt sowie Block 1 bis 3. Nach etlichen Zeppelinbriefen kommt Oberschlesien mit kompletten Bogen, Memel mit u. a. MiNrn. 206/29 postfrisch (Ausruf 500 Euro) sowie Danzig mit kleinem Innendienst zeitgerecht gestempelt sowie großem Innendienst ungebraucht (Startpreis je 500 Euro). Spektakuläre Ausgaben der Besetzung Zweiter Weltkrieg schließen sich an: Insel Brac MiNr. I/VI startet mit 400 Euro, ein 4er-Block Elwa (MiNr. 16) mit 800 Euro und Pernau MiNr. 5/10 I mit 600 Euro. Kaum bekannt sind echt gelaufene Briefe aus Moiseküll (Estland); eine Antwortkarte mit u. a. der sehr raren MiNr. 5 frankiert geht mit 2000 Euro ins Rennen, ebenso wie eine Serie aus Montenegro mit der MiNr. 19.

Von Nachkriegsdeutschland ist mit mehreren Posthornsätzen und Währungsblocks alles dabei, was Rang und Namen hat. Polens Nummer 1 kommt gleich mehrfach unter den Hammer. Dabei dürfte ein Brief aus Kalisz den Startpreis von 500 Euro ebenso deutlich übertreffen wie die in nur vier Stücken existierende Aufdruckmarke aus Brwinow zu 10 Zloty, die mit 800 Euro angesetzt ist.

Dass schließlich Marken und Blocks der VR China - dem Trend folgend - wohl wieder raketenartig in die Höhe schießen werden, ist eigentlich schon ausgemacht.

Annähernd 1500 Sammlungen, Posten und Nachlässe werden am Samstag versteigert. Neben ganzen Regalen- bzw. -fächern ab 10 bis 2500 Euro ragt eine spektakuläre Spezialsammlung Königreich Sachsen in zwei Teilen heraus. Die Kollektion ungestempelter Marken mit etlichen Probedrucken startet ebenso mit 6000 Euro wie der zweite Teil mit ge-brauchten Marken (u. a. dreimal MiNr. 1), Nummernstempeln und Briefen. Belgien bietet eine fast komplette Sammlung alt und neu (2000 Euro), China eine modernere Kollektion mit u. a. dem "Roten Affen" (3000 Euro). Auch andere Gebiete wie Deutschland, Liechtenstein oder Skandinavien sind reichlich vertreten. Eine postgeschichtlich enorm interessante Sammlung von Briefen der israelischen Postämter 1948 mit etlichen extrem seltenen Einschreibebelegen dürfte großes Interesse hervorrufen - und das nicht nur wegen des niedrigen Startpreises von 1000 Euro, der wohl schnell Makulatur wird.

Wie schon bei den vergangenen Auktionen erwarten die Veranstalter eine große internationale Saalbeteiligung, verbunden mit spektakulären Steigerungsraten.

Internet: www.aixphila.de

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Deutsches Reich mit guter Nachfrage

Berlin Auf eine positive 59. Versteigerung vom 25. bis 27. Oktober 2017 blickt das Auktionshaus Hadersbeck zurück. Bereits vor Beginn des Nachverkaufs war eine Quote von über 50 Prozent verkaufter Lose erreicht.

Das Interesse war im Allgemeinen sehr hoch, jedoch sind Teilbereiche wie Berlin und Bundesrepublik sowie modernere Philatelie verschiedenster Länder kaum noch gefragt. Neben den immer verkäuflichen asiatischen Gebieten zeigten besonders das Deutsche Reich einschließlich Kolonien und Nebengebieten sowie Besonderheiten und Abarten der DDR sehr gute Verkaufsergebnisse. Der Sonderkatalog Münzen/Medaillen/Orden hatte eine Verkaufsquote von 90 Prozent!

Eine sehr schöne Mischfrankatur aus Frankreich 1852 nach Dresden zog von 3000 auf 6200 Euro. Bei Bayern kletterte die gestempelte Portomarke MiNr. 2 Y von 450 auf 1100 Euro und eine postfrische MiNr. 13 a von 850 auf 1150 Euro. Sachsens MiNr. 12 a im kompletten postfrischen Schalterbogen wurde für 1100 (1000) Euro mitgenommen. Der Wagner-Satz des Dritten Reiches auf Ersttagsbrief kletterte von 800 auf 1400 Euro. Komplette postfrische Bogen der Deutsch-Ostafrika MiNrn. 19/20 erzielten 1550 (500) Euro. Die SBZ MiNr. 31 yc postfrisch wurde 4100 (4000) Euro zugeschlagen. Jeweils 2000 Euro brachten die DDR MiNr. 488 YI postfrisch und 538 YI im postfrischen Paar mit Druckvermerk.

Schöne Steigerungen gab es auch bei den Münzen, beispielsweise 1550 (800) Euro für einen Golddukaten aus Sachsen 1711 und 1600 (1000) Euro für einen österreichischen Golddukaten aus 1750.

Am dritten Versteigerungstag kamen etliche Tonnen Sammlungen und Posten unter den Hammer, die oft ein Mehrfaches des Ausrufes erzielten. Gefragt waren u. a. Mecklenburg-Vorpommern/Ausstellungssammlung Postgeschichte für 15 000 (5000) Euro und, eine DDR-Spezialsammlung Freimarken Sozialistischer Aufbau mit 3800 (1500) Euro.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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Numismatik im Blickpunkt

Frankfurt/Main Das Auktionshaus BBA-Therese Weiser Nachf. veranstaltet am 2. Dezember 2017 seine traditionelle Weihnachts-Auktion.

Neben vielen schönen Nachlass-Objekten aus den Bereichen der Philatelie und Numismatik kommt auch ein schöner Schmuckteil zum Ausruf.

Im Bereich der Numismatik finden sich etliche Highlights. Stellvertretend erwähnt seien ein Goldgulden - Bolko II von Schlesien-Schweidnitz 1326-1368 (sitzender St. Johannes, rückseitig Lilie, Ausruf 1200 Euro), eine 1-Mark-Kursmünze Deutsches Reich 1891 D (1000 Euro) und als Topstück eine 5 RM 100. Todestag Goethes Deutsches Reich 1932 F (PP, 4000 Euro).

Internet: www.Auktionshaus-Weiser.de

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Vorschau: 181. Rauhut & Kruschel-Auktion am 9. Dezember 2017 in Mülheim a.d. Ruhr

wm Traditionell beschließt der Mülheimer Auktionator Harald Rauhut das philatelistische Jahr mit einer letzten Versteigerung. In diesem Jahr wartet er mit gut 8 000 Losen auf. Neben 4 000 Einzellosen, deren Schwerpunkt erneut wieder bei den Gebieten Altdeutschlands zu finden sind, gibt es aber auch einen besonders interessanten Liquidationsteil von Rücklosen der Sammlungen und Posten. Bei diesen knapp 1 000 Losen handelt es sich um unverkaufte Lose der vergangenen Rauhut & Kruschel-Auktionen, deren Ausrufpreise auf Wunsch der Einlieferer deutlich (häufig ein Viertel bis zu einem Drittel!) reduziert wurde. Bei diesen Losen werden sogar zusätzlich noch Untergebote von bis zu 20% zugelassen, so dass man das Glück haben kann, Lose de facto vom fast dem halben Preis wie ursprünglich angeboten, zu erhalten. Schnäppchen sind also möglich. Sicherlich auch im neuen zusätzlichen Teil der Posten und Sammlungen, der immerhin auch fast 3 000 Angebote umfasst.
Kontakt: Rauhut & Kruschel Auktionshaus, Werdener Weg 44, 45470 Mülheim an der Ruhr, Tel. 02 08/3 30 98/390 725, E-Mail: harald.rauhut@rauhut-auktion.de

Hauptkatalog der 150. Dr. Derichs-Auktion am 1./2. Dezember 2017 in Köln

(mm) Bereits die beiden ersten Lose zum Auftakt der Jubiläumsversteigerung ("60 Jahre Dr. Derichs-Auktionen") sind ein Paukenschlag: Zu Beginn wird mit Los Nr. 1 eine seit Jahrzehnten unberührte Helgoland-Sammlung von Dr. med. Wilhelm Eigler (1892-1985) angeboten, die dieser nach dem Ersten Weltkrieg begonnen hatte. Über 200 Marken, Briefstücke und Einheiten sowie 36 Briefe, Karten und Ganzsachen warten auf einen Erwerber und sind zu 25 000 Euro angesetzt. Kaum weniger, nämlich 20 000 Euro, beträgt der Ausrufpreis für die Sammlung "Österreich I. Ausgabe" von Dieter Hartig, dem früheren Präsidenten des Bundes Deutscher Philatelisten, die 26 Marken, Einheiten und Briefstücke, aber auch 95 Briefe enthält. Schönes Material aus prominenter Provenienz. Es folgen Nachlässe und noch einmal Sammlungen in größerer Zahl (rund 200), die ähnlich wie die nachfolgenden Einzellose der Länder weltweit oder aus allen Gebieten Deutschlands eines gemeinsam haben: Es handelt sich stets um ausgesuchte, häufig seltene und rare Ware in überwiegend sehr guter Erhaltung, vielfach aktuell geprüft und attestiert. Schrott- und Sammellose minderer Qualität sucht man vergebens. Bei über 1 000 Angeboten hat man auch hier die Qual der Wahl, zumal viele Lose sehr preisgünstig angesetzt sind und höhere Zuschlagpreise erwarten lassen.

Katalogbestellungen und weitere Informationen zur Auktion und allen Losen bei: Dr. Wilhelm Derichs GmbH, Bonner Straße 501, 50968 Köln (Marienburg), Tel. 0221-2576602, Fax 0221-2576745, E-Mail: derichs_gmbh@web.de

Vorschau: 175. Loth-Auktion 24.-25. November 2017 in Mainz

wm Rund 8 000 Lose bietet das Traditionsunternehmen in seiner kommenden Auktion, wobei die Vielfalt der Angebote von Übersee bis zum Schwerpunkt Deutschland reicht. Eine genauere Durchsicht des Kataloges empfiehlt sich vor allem für Interessenten an den Nachkriegs-Sammelgebieten der SBZ und der Bizone, denn hierzu offeriert das Auktionshaus die Auflösung eines immensen Bestandes mit allen Spezialitäten und Seltenheiten, die man sich beispielweise für die beliebten AM-Postausgaben vorstellen kann. Bogenweise mit allen Typen werden diese einzeln oder in Lots angeboten. Offenbar wird hier ein großes Händlerlager detailliert, denn unter "Sammlungen" finden sich Großlose mit bis zu 7 000 kompletten Bogen (AM-Post, deutscher Druck, MiNr. 16-35) für 60 000 Euro Ausruf, aber auch z.B. ein Bestand von über 270 000 Marken dieser Ausgabe in 15 Kartons (Ausruf: 5 000 Euro). Hinzu kommen zahllose Belegposten der verschiedenen AM-Post-Ausgaben, aber auch der Posthörnchen-Aufdrucke von 1948.

Kontakt: Auktionshaus Loth GmbH, Friedrich-Koenig-Str. 21, 55129 Mainz, Tel. 0 61 31/23 20 29, E-Mail: info@lothauktionen.de, www.lothauktionen.de

Vorschau: 61. AIX-PHILA-Auktion am 1. und 2. Dezember 2017 in Aachen

wm Rund 3.780 Lose, davon mehr als 400 zur Numismatik, werden auch dieses Mal in einem vorzüglich gemachten Farbkatalog präsentiert. Wie gewohnt zu äußerst günstig angesetzten Ausrufpreisen, die häufig nur 10-20 Prozent der Katalogpreise, selbst bei ausgefallenen Stücken betragen. Von Untergeboten kann man erfahrungsgemäß absehen, denn man hat kaum eine Chance. Das bekannte Aachener Auktionshaus ist für seine enorm hohen Verkaufsquoten bekannt, deren Ausrufpreise immer noch viel Luft nach oben lassen. Schwerpunkte liegen dieses Mal bei Deutschem Reich bis zur Gegenwart. Viele besondere Einzelstücke, Einheiten und gute Belege erwarten den Interessenten. Spezialitäten wie Probedrucke oder Propagandafälschungen eingeschlossen. So bietet die Versteigerung eine gute Gelegenheit, vorhandene eigene Bestände zu komplettieren - und sei es z.B. mit einem gestempelten 28er-Block der 80 Pf. Heuss (MiNr. 192), der für 400 Euro ausgerufen wird. Wer mehr haben will, dem sei die umfangreiche Abteilung der Nachlässe, Sammlungen und Lots an Herz gelegt, bei der dieses Mal mit zwei Losen (2539/2540) das Angebot einer alten außergewöhnlichen Sachsensammlung (Ausruf jeweils 6.000 Euro) hervorsticht.

Kontakt: AIX-Phila Briefmarken GmbH, Lothringerstr. 13, 52062 Aachen, Tel. 02 41/33 995, E-Mail: info@aixphila.de. Im Online-Katalog auf www.aixphila.de finden sich auch mehr als 9000 Abbildungen zu den Losen.

Vorschau: 176. Dresdner Briefmarken-Auktion 15.-16. November 2017

wm Neben einem guten Sortiment kleiner und großer "Raritäten" bei Münzen, Ansichtskarten und weltweiter Philatelie, fallen dieses Mal drei Schwerpunkte besonders ins Auge.

Als erstes sei ein kleines, aber durchaus gehaltvolles Angebot von Belegen der Flug- und Zeppelinpost erwähnt. Fast gleichzeitig mit dem Erscheinen des lange erwarteten Michel-Kataloges "Zeppelin- und Flugpostpost-Spezial", finden sich in über einhundert Losen zahlreiche Seltenheiten und Stücke, die nicht häufig angeboten werden.

Zudem wird der Nachlass von Dr. Klaus Naumburg aufgelöst. Dr. Naumburg pflegte einen Sammelstil, wie er, schaut man sich heute auf Ausstellungen um, anscheinend nicht mehr in Mode ist: Bei ihm stand die klassische Briefmarke im Fokus: postfrisch und gestempelt. In diesem Stil versuchte er eine umfassende Deutschland-Sammlung, mit Altdeutschland beginnend und mit den Deutschen Gebieten nach 1945 abschließend, spezialisiert nach Typen und Farben zusammenzutragen.

Als drittes sei das vielleicht beste Angebot der Firmengeschichte des Dresdner Auktionshauses zu "DDR-Dienst" und vor allem "Zentraler Kurierdienst" erwähnt. Es speist sich nicht nur, aber vor allem aus der Auflösung der Sammlung des vor zwei Jahren verstorbenen Philatelisten Jörg Laborenz. Laborenz, vielen bekannt als Autor des hervorragenden Handbuches über die ZKD-Absenderfreistempel, pflegte seit Jahrzehnten dieses spezielle und postgeschichtlich hoch interessante Sammelgebiet. Sein vorzeitiger Tod hinterließ eine Lücke, sein Lebenswerk, eine der besten Sammlungen der ZKD-Marken Nr. 10 bis 15, blieb erhalten und wird nun bei dieser Auktion auf Wunsch der Erben geschlossen angeboten. Ansonsten finden sich in über zweihundert Losen zahlreiche, zu moderaten Startpreisen ausgerufene Raritäten, die möglicherweise auf Jahre nicht mehr zu sehen sein werden.

Kontakt: Dresdner Briefmarken-Auktion, Oschatzer Str. 32, 01127 Dresden, Tel. 03 51/8 48 93 67, E-Mail: info@dresdner-briefmarkenauktion.de. Alle Lose werden auch im Rahmen einer Liva-Auktion bei www.philasearch.com (>Auktionen > Live-Auktionen) angeboten.

Vorschau zur Peter Feuser-Auktion vom 18. November 2017

wm (wm) Bereits der Katalogtitel fällt auf: Heinrich von Stephan im fürstlichen Ornat begrüßt den Leser, den in diesem Auktionskatalog mehr als 2 500 ausgewählte und exquisite Lose erwarten. Der Schwerpunkt liegt dieses Mal bei Altdeutschland (rund 2 000 Lose), aber auch Deutsches Reich und Europa, besonders Frankreich, sind gut vertreten. Beachtenswert sind die Sammlungen und "Diverses", aber die "Knüller" finden sich bei den Einzellosen. Beispiel für solch ein Top-Los ist ein sehr seltener Sechserblock der 70 kr. braunlila von Württemberg (MiNr. 42a) mit blauem Fächerstempel Stuttgart, der für 28 000 Euro ausgerufen wird. Beim Deutschen Reich glänzt ein ungezähntes Exemplar der 1 Gr.-Brustschildmarke in allseits breitrandiger Erhaltung (MiNr. 4U), von der bis heute nur vier lose Exemplare und ein Brief bekannt sind. Mit 18 000 Euro geht diese Rarität ins Rennen. Abgesehen von solchen Highlights finden sich zahllose kleine und größere "Schmuckstücke" zu Ausrufpreisen ab 40 Euro. Kontakt: Peter Feuser, Haußmannstr. 30, 70188 Stuttgart, Tel. 07 11/24 75 24, E-Mail: feuser-auktionen@t-online.de. Alle Lose sind auch bei www.Philasearch.com einzusehen.

365. Heinrich-Köhler-Auktion: Berauschende Zuschläge

Eine wahre Höchstleistung ist dem Auktionshaus Heinrich Köhler mit der diesjährigen Herbstauktion geglückt, die mit den im Vorfeld als "philatelistische Symphonien2 angekündigten neun Auktionskatalogen eine unvergleichliche Auswahl herausragender Philatelie und Postgeschichte vom 25. bis 30. September zum Ausruf brachte. Verteilt auf sechs Auktionstage fanden die zahlreichen Spitzenlose reißenden Absatz und stießen nahezu ohne Ausnahme auf eine kaum noch zu übertreffende Nachfrage aus Sammler- und Händlerkreisen. Dies war erneut insbesondere der weltweiten Kundschaft geschuldet, die sich live über das Internet in das Auktionsgeschehen einschaltete und über das System zum Online-Live-Bieten maßgeblich zum hervorragenden Gesamterfolg der Auktion beitrug.

Hoch hinaus: "Ballon Monté" und weitere Highlights

Erwartungsgemäß bot insbesondere die Kollektion "Ballon Monté2 aus der Sammlung "Erivan" einige spannende Bietergefechte und - der Seltenheit der angebotenen Belege entsprechend - beeindruckende Zuschläge. Die spektakulären Auslandsfrankaturen der französischen Ballonpost aus dem umzingelten Paris nach Übersee erreichten "höchste Sphären", wie z. B. ein Brief nach Hongkong mit dem Ballon "Ville de Paris2, der mit 36 000 Euro zugeschlagen wurde (Los 9906, Ausruf 10 000 Euro) oder ein Brief nach Osaka/Japan, der bis 24 000 Euro gesteigert wurde (Los 9850, Ausruf 10 000 Euro). Für zwei seltene Briefe nach Russland bzw. Tunis fiel der Hammer jeweils erst bei sagenhaften 17 000 Euro (Lose 9822 und 9869, Ausruf je 5000 Euro).

Ebenfalls in beeindruckende Höhen wurden zahlreiche weitere Lose der in den edlen Sonderkatalogen präsentierten (Spezial-) Sammlungen gesteigert. Bei den Gebieten Altdeutschlands übertraf unter anderem die Sammlung "Bayern Kreuzerausgaben" (Die Sammlung "Pegnitz") die Erwartungen. Beispielhaft genannt seien eine 1-Kreuzer-Frankatur auf Drucksache aus Altötting, die ihren Startpreis von 5000 Euro verdreifachte (Los 9006), und ein rarer Brief mit einer Mischfrankatur der 3 Kr. und 6 Kr. aus dem Jahr 1850 aus Kleinheubach mit Fremdentwertung "Prag" (Los 9035, Ausruf 5000 Euro), der auf unglaubliche 27 000 Euro gesteigert wurde. Die Sammlung "Buddenbrook" (Lübeck) glänzte ebenso mit tollen Zuschlägen, beispielsweise mit einem Brief aus dem Jahr 1859 mit einer Mischfrankatur der ½ Sch. und 2 Sch. von Lübeck nach Güstrow, bei dem der Hammer bei 13 000 Euro fiel (Los 9611, Ausruf 8000 Euro). Dem standen die weiteren Spezialsammlungen wie auch die Angebote des Hauptkataloges mit wertvollen Einzellosen, Lots und Posten aus aller Welt in nichts nach. Ein Erfolg auf ganzer Linie war ebenso der Verkauf der Kollektion "Deutschland ab 1849 - Sammlung Dr. Ludwig Trippen", die in einem Sonderkatalog und einem speziellen Zusatzkatalog mit Losen "gegen Gebot" als reine Fernauktion präsentiert wurde.

Im internationalen Bereich sorgte die zweite Simultanauktion der Sammlungen "Schweden - Postgeschichte und Nachporto" des Ehepaars Bertil und Kerstin Larsson für Furore. Die zeitgleich in Stockholm und Wiesbaden stattfindende Versteigerung brachte beeindruckende Zuschläge, wie beispielsweise ein Brief mit dem Drei-Kronen-Stempel des Auslandspostamtes in Lübeck (Los 6603) zeigte, der nach einem Startpreis von 5000 Euro für starke 9500 Euro zugeschlagen wurde. Für einen Brief aus der Vorphilatelie-Zeit mehr als beeindruckend! Internationale Parallelauktionen sind inzwischen bei Köhler immer ein Highlight und führen zu großer lokaler Nachfrage.

Überragend war darüber hinaus auch der Verkauf der Sammlungen, Posten und Nachlässe. Eine riesige Nachfrage und "ein Andrang, als gebe es morgen keine Briefmarken mehr", brachte es Heinrich-Köhler-Geschäftsführer Dieter Michelson nach der Auktion auf den Punkt.

Erfolgsfaktor Internet

Auffällig war erneut, wie stark zahlreiche Gebiete an Bieter dank Internet regelrecht "ausverkauft" wurden. Der Saal konnte in vielen Situationen nur verblüfft zuschauen, wie die Kunden aus aller Welt über das Internet "das Rennen machten". Die überwältigende Präsenz und aktive Teilnahme der Internet-Bieter belegt erneut, wie bedeutend der Einsatz modernster Technik auch bei klassischen Auktionen ist. Für Kunden, die bequem von zu Hause aus an einer Auktion teilnehmen können, und vielmehr noch für Einlieferer, die so eine weitaus größere Reichweite für den Verkauf ihrer philatelistischen Schätze erreichen, wird dies auch in Zukunft ein entscheidender Faktor sein.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Spezialangebot DDR-ZKD

Dresden Die 176. Dresdner Briefmarken-Auktion, die am 15. und 16. November durchgeführt wird, umfasst rund 4400 Lose. Gut ein Viertel davon entfällt auf die starke Abteilung mit Sammlungen, Nachlässen und Partien.

Bei der Flug- und Zeppelinpost fällt der Nachlass des Kapitäns Wilhelm Dörr ins Auge. Er besteht aus 120 Original-Fahrtberichten des LZ 17 "Sachsen", ergänzt durch 120 Lastenverteilungsbogen sowie 83 Barographenkurven. Sie stammen alle aus dem Zeitraum vom 13. Februar bis 7. August 1914, je handschriftlich ausgefüllt und vom Luftschiff-Führer unterschrieben. Die meisten Fahrtberichte betreffen Leipzig und Fahrten von dort über Sachsen. Enthalten sind eine Fülle von Details zu Fahrten, zum Luftschiff bzw. zu Personen. Die möglicherweise einmalige Zusammenstellung von musealem Charakter startet mit 16.500 Euro.

Der Altdeutschland-Teil zeigt eine gestempelte Bayern MiNr. 1 I a für 900 Euro Ausruf, einen Brief mit einem waagerechten Paar der Oldenburg MiNr. 11 a für ebenfalls 900 Euro und eine gestempelte, leicht reparierte Sachsen MiNr. 1 a für 1200 Euro. Bei den beliebten Inflationsausgaben des Deutschen Reiches finden sich u. a. gestempelte Exemplare der MiNrn. 325 APb (1500 Euro), der 331 a (900 Euro) und der 336 AWb (500 Euro). Die Dienstmarke MiNr. D 97 Y in gestempelter Erhaltung geht mit 800 Euro an den Start. Die Deutschen Gebiete profitieren von der Auflösung einer Generalsammlung. Nur 70 Stück sind von der MiNr. 13 DD/K der Deutschen Besetzung Estland/Elwa bekannt. Es echtes und einwandfreies Exemplar ungebraucht ohne Gummi wird mit 600 Euro ausgerufen. Gleich zweimal vertreten ist der Volkshilfe-Satz der Saar 1928 gestempelt bzw. auf Briefstück (je 1200 Euro). Aus dem Bund-Angebot ragt das nicht gestanzte Folienblatt der MiNr. 2747 hervor (800 Euro).

Mit kanpp 1200 Losen breit vertreten sind die Sammelgebiete SBZ und DDR. Bei der SBZ seien beispielhaft genannt: MiNr. 49 A DDII im postfrischen Originalbogen (2800 Euro), MiNr. 51 ctx DD postfrisch (500 Euro) und ein Briefstück mit der MiNr. 232 Uo, die gestempelt bisher nicht bekannt war (500 Euro). Ein DDR-Unikat ist ein waagerechtes Randpaar der MiNr. 339 xb XI mit Zusatzfrankatur auf portogerechtem Eilboten-R-Brief (900 Euro). Weitere Highlights sind eine gestempelte MiNr. 310 YII (nur zwei bekannt, 1500 Euro), ein postfrischer Block MiNr. 11 XII (1800 Euro) und die Neuentdeckung MiNr. 479 XI postfrisch (1200 Euro). Die selten angebotene Telegramm-Ganzsache MiNr. T 1 ist mit 700 Euro angesetzt. Zur Auflösung kommt eine der besten Spezialsammlungen DDR-ZKD, die Sammlung Jörg Laborenz, mit vielen postgeschichtlich bedeutsamen Belegen. Bis heute ist nur ein Beleg von der 10 Pf in der Fehlfarbe Grünschwarz [MiNr. ZKD (B) 2 F] bekannt. Es handelt sich um eine portogerechte Drucksache der 2. Gewichtsstufe (Klappe unverschlossen), die mit 1000 Euro ins Rennen geht.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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Deutschsprachige Gebiete als Schwerpunkt

Singen Die 99. Lenz-Auktion am 3. und 4. November 2017 wartet mit über 10 400 Losen auf. Unter den Einzellosen, die am Freitag (3. November) versteigert werden, sind 200 Positionen Übersee und ca. 2700 Positionen Europa (hier die Hauptgebiete deutschsprachige Länder wie Liechtenstein mit 200 Losen, Österreich und Schweiz mit jeweils 1000 Losen am stärksten vertreten).

Es folgt Deutschland von Altdeutschland bis zur Moderne mit über 5200 Einzellosen. Alle Lose sind detailliert beschrieben. Das breitgefächerte Angebot beinhaltet auch Spitzen von Marken/Blocks und Belegen aus allen Bereichen. Besonders hervorzuheben ist die große Offerte von Briefen und Stempeln, besonders geeignet für Heimat- und Spezialsammler, dazu Flugpost- und Zeppelin-Belege aus aller Welt.

Einige Highlights bei den Einzellosen seien beispielhaft vorgestellt. Bei China finden sich Ganzsachen aus der Korrespondenz eines Missionars, teils auch aus der Schweiz nach China, und gesuchte Ausgaben wie z. B. "Die 5 Direktiven Maos" (MiNrn. 1020-24, 1200 Euro). Ein Großbritannien-Brief von Warwick nach London zeigt eine sehr seltene Mischfrankatur zwischen den MiNrn. 1 und 3 (3200 Euro). Liechtenstein enthält u. a. den Vaduz-Block postfrisch und gestempelt. Österreich umfasst nicht nur einige 100 Lose Vorphilatelie sowie Stempel auf Briefen und Marken, sondern auch einen sog. "Rosa Merkur" in hellrosa (Type Ib, MiNr. 8 a, 4000 Euro). Natürlich findet sich auch der WIPA-Block (800 Euro). Die Schweiz lockt beispielsweise mit drei Auslandsbriefen mit der MiNr. 36 (1 Fr. Goldfarbe, 500-600 Euro) und dem Pro-Juventute-Vorläufer MiNr. III auf Karte (1500 Euro). Deutschland begeistert mit vielen Spitzenstücken, dabei auch solch kleine Randgebiete, die sich im Süden Deutschlands am Bodensee und nahe der Schweiz mit einer Rubrik "Bodenseeschiffspost" in der Auktion wiederfinden. Erwähnung verdient eine Brustschild-Frankaturen mit den MiNrn. 11, 23 a und 27 a auf Brief von Jestetten nach Buenos Aires (2000 Euro).

Am Samstag (4. November) werden über 1800 Sammlungen und Posten versteigert. Wie immer kommen in diesem Bereich enorm viele Objekte aus privater Hand bzw. aus Nachlässen direkt und teils unberührt mit in der Regel günstigen Ausrufen unter den Hammer. Darunter sind Ländersammlungen aus aller Welt und viele weitere Kollektionen von hochwertig bis zu vielen kleinen Lots mit Ausrufen ab "Gebot" (ab 10 Euro) sowie ganze Nachlässe.

Auch unter den ca. 500 Positionen aus dem Münzen- und Medaillenbereich finden sich wieder viele kleine und hochwertige Einzelstücke und Sammlungen ab dem Altertum (Sammlung der Grafschaft Montfort aus 1571-1763) bis in die Neuzeit aus aller Welt. Große Vielfalt weisen die deutschen Gebiete ab Altdeutschland über Kaiserreich und Weimar auf. Hinzu kommen auch hier Lots und Posten in Alben und Kartons aus Nachlässen, die für Sammler wie Anleger gleichermaßen interessant sind. Bei den Geldscheinen ist besonders ein Euro-Banknoten-Starterpack aus 2001 hervorzuheben (1000 Euro).

Internet: www.briefmarken.com

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Auftakt einer Auktions-Serie "Altdeutschland"

Einer der Blickfänge auf der Jubiläumsversteigerung des Berliner Auktionshauses Schlegel - vor zehn Jahren startete man ins Auktionsgeschäft - ist das sog. "Altona-Paar" der MiNr. 2 von Schleswig-Holstein, das allseitig einen tadellosen Randverlauf aufweist und deutlich den zentrisch aufgesetzten Roststempel "3" des Postamtes Altona zeigt. Das altbekannte Briefstück präsentiert sich in einer hervorragenden Qualität. Nur noch sieben weitere Paare dieser Marke sind registriert - dieses Stück zählt zu den großen Raritäten der Altdeutschland-Philatelie. Im November 1908 wurde es aus der umfangreichen Sammlung von G. Koch auf der Auktion von Gilbert und H. Köhler in Paris versteigert und im Mai 1927 wiederum von Bela Sekula in Luzern verauktioniert und in späteren Jahren durch deutsche Auktionshäuser realisiert. Das "Altona-Paar" stammt aus der in einem Sonderkatalog präsentierten "Sammlung Gräfin Roseneck - Altdeutschland" als Auftakt einer ganzen Auktionsserie. Dabei handelt es handelt sich um eine Generalsammlung Deutschland von der Klassik bis zur Moderne.

Eine ebenfalls dekorative Altdeutschland-Seltenheit ist eine Einzelfrankatur der Oldenburg MiNr. 9 auf Faltbrief mit zweizeiliger blauer Rahmenstempelentwertung "VECHTA 28/12" (1861) nach Goldenstedt im Zustellbezirk Vechta. Es handelt sich um eine Fehlfrankatur, denn portogerechte Einzelfrankaturen dieser Marke waren nicht möglich. Ein einfacher Brief kostete ab 1. Januar 1861 ½ Groschen. Es ist lediglich ein weiteres Ganzstück bekannt. Dieser Beleg wurde rund 50 Jahre sicher in einem Tresor verwahrt und erst jetzt wiederentdeckt!

Beachtung verdient auch eine Polen MiNr. 1 auf Brief aus Sokolow (11. März) nach Warschau (23. März) mit Ringnummernstempel "70" in der sehr seltenen roten Farbe. Interessant ist hier die Provenienz, nämlich ex Mikulski. Es darf darüber spekuliert werden, ob in den kommenden Schlegel-Auktionen weitere Stücke dieser Provenienz auftauchen.

Die 21. Schlegel-Auktion findet vom 20. bis 22. November 2017 statt und ist gegenüber der ursprünglichen Ansetzung um einen Tag verlängert worden.

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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Vorbericht zur 61. AIX-PHILA Briefmarkenauktion am 1. und 2. Dezember in Aachen

wm/ho Mit einem gewohnt starken Teil Deutsches Reich beginnt die 61. AIX-PHILA Briefmarkenauktion in Aachen am Freitag, den 1. Dezember.

Eine 2 Kreuzer kleines Brustschild postfrisch startet mit 1.200 €, es folgt die übliche gehobene Standardware mit mehrfach Polar- bzw. Chicagofahrt sowie Block 1 bis 3. Nach etlichen Zeppelinbriefen folgt Oberschlesien mit kompletten Bögen, Memel mit u.a. Nr. 206/29 postfrisch (Ausruf 500 €) sowie Danzig mit kleinem Innendienst zeitgerecht gestempelt sowie großem Innendienst ungebraucht (Startpreis je 500 €). Spektakuläre Ausgaben Besetzung 2. Weltkrieg folgen: Insel Brac Nr. I/VI startet mit 400 €, ein Viererblock ELWA (Nr. 16) mit 800 € sowie Pernau Nr. 5/10 I mit 600 €.

Kaum bekannt sind echt gelaufene Briefe aus Moiseküll (Estland); ein solcher mit u.a. der sehr raren Nr. 5 frankiert beginnt mit 2.000 € ebenso wie eine Serie aus Montenegro mit der Nr. 19. Von Nachkriegsdeutschland ist mit mehreren Posthornsätzen und Währungsblöcken alles am Start, was Rang und Namen hat.

Polens Nummer 1 kommt gleich mehrfach unter den Hammer, dabei dürfte ein Brief aus Kalisz den Startpreis von 500 € ebenso deutlich übertreffen wie die in nur 4 Stücken existierende Aufdruckmarke aus Brwinow zu 10 Zloty, welche mit 800 € ins Rennen geht.

Dass schließlich Marken und Blöcke der VR China -dem Trend folgend - wohl wieder raketengleich in die Höhe schießen, ist eigentlich schon ausgemacht.

Nahezu 1.500 Sammlungen, Posten und Nachlässe werden dann am Samstag versteigert. Neben ganzen Regalen- bzw. -fächern ab 10 bis 2.500 € ragt eine spektakuläre Spezialsammlung Königreich Sachsen in zwei Teilen heraus. Die Kollektion ungestempelter Marken mit etlichen Probedrucken startet ebenso mit 6.000 € wie der zweite Teil mit gebrauchten Marken (u.a. 3x Nr. 1), Nummernstempeln und Briefen. Belgien bietet eine fast komplette Sammlung alt + neu (Ausruf 2.000 €), China eine modernere Kollektion mit u.a. dem "roten Affen" (Ausruf 3.000 €); auch andere Gebiete wie Deutschland, Liechtenstein oder Skandinavien sind reichlich vertreten. Eine postgeschichtlich enorm interessante Sammlung von Briefen der israelischen Postämter 1948 mit etlichen extrem seltenen Einschreibebelegen dürfte großes Interesse hervorrufen.und das nicht nur wegen des niedrigen Startpreises von 1.000 €, der wohl schnell Makulatur wird.

Wie schon bei den vergangenen Auktionen erwarten die Veranstalter eine große internationale Saalbeteiligung verbunden mit spektakulären Steigerungsraten.

Internet: www.aixphila.de

Vorbericht zur 160. Felzmann Auktion (7.-11. November 2017) - Philatelie

wm (aw/Düsseldorf/wm) Unter den zahlreichen Highlights in dem hochwertigen Angebot an Einzelstücken und begehrten Sammlungen internationaler und deutscher Philatelie befinden sich drei besondere Raritäten der Altdeutschland-Philatelie aus Lübeck, Sachsen und Hamburg. Das Prachtstück aus Lübeck ist als Ersttagsbrief sehr selten und außergewöhnlich - es soll sich hierbei, so das Auktionshaus, um den einzig bekannten FDC dieser Marke (Los 4516) handeln. Und der Sachsen Dreier zeigt den am seltensten vorkommenden orangeroten Farbton dieser Ausgabe (Los 4545). Die Hamburg-Rarität 9 S gelb im waagerechten Luxus-Paar mit Vierstrichstempel HAMBURG PAID MÄRZ 8 1859 ist besonders mit dieser frühen Abstempelung eine große Altdeutschland-Seltenheit (Los 4486).

Von der Klassik zur Moderne! Ein vollständiges Folienblatt der 70 C "Kerstfest" und "Jul", mit 10 Marken der vom Verkauf zurückgezogenen Marke, die bis auf wenige Ausnahmen vernichtet wurde, kommt bei Felzmann auch wieder unter den Hammer (Los 5628).

Aus der ostafrikanischen Sonderkollektion "Horn of Africa" stammt ein komplettes Set ¼ to 16 G., First Empire Definitives aus Äthiopien, mit einzigartiger und seltener Frankatur (Los 3931). Die internationale Philatelie bietet zudem ein außergewöhnlich schönes Luxusstück aus Großbritannien, eine £ 5 orange auf weißem Papier an (Los 4142). Eine große Rarität europäischer Nachkriegs-Philatelie stammt aus Österreich, der Blumen-Kleinbogen ungezähnt und komplett postfrisch in tadelloser Top-Erhaltung. Bei der ungezähnten Variante handelt es sich sicherlich um das seltenste Stück der gesamten II. Republik (Los 4320). Auch mit von der Partie sind seltene Belege des Vatikan, so komplett 6 Werte in postfrischen Luxus-Viererblocks (Los 4434).

Das Sammelgebiet Weltraumpost glänzt mit einem Mondbrief, den die berühmte Apollo 13 einmal um den Mond beförderte, die dann aber auf Grund eines Triebwerkschadens die Landung auf dem Mond nicht bestreiten konnte (Los 5647). Gewohnt stark sind wieder Luftpost- und Zeppelinbelege vertreten, unter anderem mit einer ungewöhnlichen Kombination der 2. Südamerikafahrt mit Abwurf Barcelona und der Italienfahrt 1933 mit allen Stempeln (Los 3307). Freunde der Zeppelin-Thematik dürfen sich zudem über 40 und 80 K Graf Zeppelin ungezähnt im gestempelten Kabinett-Satz mit dem Ersttagstempel MOSKAU 10.9.30 freuen (Los 4391).

Aus dem Sammelgebiet Deutsches Reich sticht besonders eine 50 Pfg graugrün in fehlerfreier, postfrischer Erhaltung hervor (Los 4670). Sudetenland-Sammler kommen bei einer kompletten 5 Kc Flugpost in der seltenen, bislang mangels Angebot nicht differenzierten Urmarken-Farbe Hellrötlichbraun auf ihre Kosten (Los 5081).

Dies ist nur ein kleiner Einblick in das hochwertige Philatelie-Angebot der 160. Felzmann-Auktion. Der Online-Katalog mit allen Losen und Fotos ist auf der Website www.felzmann.de abrufbar. Die Münzauktion findet im Vorfeld am 7. & 8. November in Düsseldorf statt. Die kostenlosen Auktionskataloge können telefonisch bestellt werden: 0211 - 550 440.

61. Deider-Auktion am 20./21. Oktober 2017 in München

wm Bereits das Titelfoto des vorliegenden Kataloges lässt einen träumen: die 9 Kreuzer bläulichgrün von Bayern im Viererstreifen mit breitem waagerechten Zwischensteg auf Briefstück aus dem sog. Vorkriegs-Rothschild-Schatz! Zu diesem zählten eine Reihe von Raritäten und Unikaten, die bei der bekannten Rothschild-Auktion im Oktober 1939 nicht zum Ausruf kamen, sondern von den Eigentümern zuerst zurückgehalten und erst später privat verkauft wurden. U.a. an John R. Boker, der auch dieses bemerkenswerte Stück erwarb, das dann erst 1986 bei der 3. Boker-Auktion wieder angeboten wurde. Es fand damals übrigens zu einem Zuschlag von 160 000 Mark einen neuen Besitzer und wird nun für 25 000 Euro erneut ausgerufen. Dabei dürfte es sicherlich nicht bleiben.

Traditionell stark ist das Deider-Angebot bei Bayern und Altdeutschland, aber auch bei Österreich und der Schweiz, Gebiete, zu denen viele Raritäten und Schönheiten der Philatelie enthalten sind. Manches in höheren Preissphären, aber auch vieles zu günstigen und niedrigeren Ansätzen. Selbst zu allen anderen Gebieten, bis hin zur Neuzeit, von Europa bis Übersee enthält der vorliegende Kataloge ein Menge an Losen, die Beachtung verdient haben, zumal die Sammellose. Kontakt: Auktionshaus Deider, Nordendstrae 56, 80801 München, Tel. 0 89/27 22 555, E-Mail: deider@ngi.de, www.deider.de

54. Klaus Schwartze-Auktion am 30. September 2017 in Düsseldorf

wm Knapp 3 000 Lose, eine breite Palette deutscher und internationaler Philatelie, erwarten den Interessenten bei der nächsten Versteigerung des Düsseldorfer Auktionshauses. Viel geschätzt, gerade von Sammler, sind die preiswert angesetzten Lose, die auch dem sog. kleinen Sammler Möglichkeiten bieten. Dieses Mal sticht besonders die Auflösung einer umfangreichen Großbritannien-Sammlung ins Auge, die über viele Jahre zusammengetragen wurde und nun in zahlreichen Einzelpositionen zum Ausruf kommt. Einen ersten Vorgeschmack bietet bereits der Katalogtitel. Kontakt: Klaus Schwartze, 40215 Düsseldorf, Herzogstr. 40, Tel. 02 11/37 05 06, E-Mail: schwartze-briefmarken@web.de, www.schwartze-briefmarken.de

Philatelistische Highlights und eine neue Bestmarke bei der 179. Rauhut & Kruschel Auktion am 1./2. September 2017

wm (Mülheim) Als weiterer Meilenstein geht die zurückliegende 179. Auktion des Hauses Rauhut & Kruschel in die Firmengeschichte ein. Zum zweiten Mal in diesem Jahr (!) wurde eine neue Bestmarke gesetzt und mit einem Gesamtumsatz von 2.225.000 Euro (inkl. Aufgelder, ohne Mwst.) sogar das Ergebnis der 175. Auktion aus dem Februar übertroffen. Und dies nicht ohne Grund, bot das erste Septemberwochenende doch schließlich alles, was eine hochklassige Auktion ausmacht: ein eindrucksvolles Angebot gesuchter Philatelie & Postgeschichte, von Einzellosen (zahlreiche Raritäten inklusive) über attraktive Lots und Sammlungen bis hin zu einer herausragenden Nachlassabteilung, und nicht zu vergessen die Beteiligung der Sammler und Händler vor Ort, die erneut für Spannung und eine einzigartige Atmosphäre im Auktionssaal sorgten.

Spezialsammlungen und Spitzenstücke. von Grenzrayon bis Posthorn, von Altdeutschland bis Inflation

Dem gewohnt umfangreichen und breit gefächerten Angebot an Einzellosen ab Vorphila/Altdeutschland über alle deutschen Sammelgebiete bis hin zu Europa und Übersee stand erneut ein ansehnlicher "Raritätenteil" gegenüber. Dieser präsentierte zahlreiche begehrte Spitzenlose, darunter die beiden Titelstücke des Kataloges aus Oldenburg, welche ihren Ausruf beide nahezu verdoppeln konnten. Die 1/3 Gr. schw./olivgrün als Einzelfrankatur auf Drucksache (Los 170 - Ausruf: 10.000 Euro) steigerte auf großartige 19.000 Euro. Das Paar der 1/4 Gr. orange auf Kabinettbriefstück (Los 173 - Ausruf: 4.000 Euro) erzielte einen beachtlichen Zuschlag von 8.000 Euro.

Große Nachfrage konnte auch die Spezialsammlung "Die Schweizer Grenzrayons" des BPP-Prüfers Renè Simmermacher verzeichnen, die mit einer starken Verkaufsquote und großem Bieterinteresse für Aufsehen sorgte. Beispielhaft genannt sei Los 719 (Ausruf: 1.000 Euro), ein Brief aus dem badischen Engen nach Schaffhausen in der Schweiz und zurück, der eine badische 3-Kreuzer-Briefmarke mit einer Schweizer Strubel-Marke vereint und seinen Ausrufpreis bei einem Zuschlag von 1.950 Euro fast verdoppeln konnte. Starke Ergebnisse erzielte auch die Ausstellungssammlung "Posthorn", welche ebenfalls als Sonderteil angeboten wurde und diverse außergewöhnliche Stücke bereithielt. Nennenswert ist sicherlich das Ergebnis für Los 599, eine 90 Pfg. Posthorn aus der linken oberen Bogenecke mit Plattennummer "3" in postfrischer Erhaltung. Nach Ausruf bei 800 Euro wurde das tadellose Stück bei beeindruckenden 2.300 Euro zugeschlagen. Die Versteigerung des zweiten Teils der Sammlung "Holthaus" ("Deutsches Reich Inflation 1919-1923") wusste ebenfalls mit einer Vielzahl schöner Stücke zu überzeugen. Den Spitzenzuschlag sicherte sich Los 5223, die größte bekannte Einheit der 800 T. a. 500 Mk. (25er-Block) als MeF auf Brief vom 3. November 1923, mit einem Ergebnis von 11.500 Euro.

Nachlässe, Sammlungen und Posten und sorgten für Spannung im Auktionssaal

Auch der mit Spannung erwartete Auktions-Samstag ließ kaum Wünsche übrig. Den zahlreichen bereits im Vorfeld eingegangenen Geboten auf das attraktive Angebot der Nachlassabteilung stand eine ebenso große Beteiligung der Bieter vor Ort gegenüber. Die Sammler und Händler sorgten mit teils heftigen Bietergefechten für eine Spitzenstimmung und viele Lose übertrafen die Erwartungen bei weitem. Ein Gesamtergebnis von 1,47 Mio. Euro allein für diese 561 Lose ist wahrlich mehr als beeindruckend - und dies innerhalb von nur vier Auktionsstunden! Angenehm wird von vielen der persönlichen Besucher die "echte Auktionsatmosphäre" wahrgenommen, bei der nicht durch eine parallele Internet-Teilnahme viel Zeit und Auktionsstimmung verloren geht.

Wie groß die Nachfrage war, konnte man dem voll besetzten Auktionssaal auf den ersten Blick ansehen. Nicht wenige Bieter mussten das "Treiben" stehend verfolgen. Die glücklichen Gesichter der anwesenden Höchstbietenden, Sammler wie Händler, spiegelten die Begeisterung. Der großartigen Nachfrage und dem Zuspruch entsprach letztlich auch das Gesamtergebnis und das Team von Harald Rauhut darf sich zurecht über eine neue Bestmarke freuen.

Nachverkauf und Ergebnisse

Alle Ergebnisse der Versteigerung sind online unter www.rauhut-auktion.de einzusehen. Eine gedruckte Ergebnisliste kann beim Auktionshaus Rauhut & Kruschel angefordert werden. Interessenten haben noch für kurze Zeit die Möglichkeit, unverkaufte Lose im Nachverkauf zu erwerben.

Die 180. Rauhut & Kruschel Auktion findet am Samstag, dem 14. Oktober 2017 statt. Weitere Informationen bei: Rauhut & Kruschel Briefmarkenauktionshaus GmbH, Harald Rauhut, Werdener Weg 144, 45470 Mühlheim a.d. Ruhr, Tel. +49 (0)208 33098, E-Mail: info@rauhut-auktion.de, Internet: www.rauhut-auktion.de

Über 5.000 Lose bei der Hettinger-Auktion in Dessau am 21. September 2017

wm Ein ungewohnt reichhaltiges und umfangreiches Angebot vermag Heiko König mit seiner nächsten Versteigerung den Interessenten näher zu bringen. Es reicht von Altdeutschland bis zur Bundesrepublik, von Europa bis Übersee, wobei aber deutliche Schwerpunkte zu verzeichnen sind. Mit knapp 300 Losen ist Altdeutschland bereits gut besetzt, aber für das Deutsche Reich, seine Gebiete und Epochen, findet man allein bis 1945 ca. 1 700 Lose. Darunter zahllose kleine und größere Seltenheiten. Wie häufig bei Hettinger-Auktionen ist ebenfalls ein starker Teil mit MH, ZD und Heftchenblättern vertreten. Eine Beachtung ist zu empfehlen. Dies gilt auch für den Teil nach 1945, der mit knapp 1 500 Losen besonders der Nachkriegszeit mit all seinen Spezialitäten der SBZ, DDR, BRD etc. so manches bringt, was man nicht täglich sieht. Ein paar hundert Lose Europa und nahezu ebenso viele aus Übersee (dort fällt die Auflösung einer Trinidad-Sammlung mit frühen Ausgaben auf), bereichern die Palette. Bei über 1 000 weiteren Losen von Sammlungen, Posten, Nachlässen sollte man - vorherige Besichtigung ist stets zu empfehlen! - immer etwas finden. Zumal viele Lose - dies gilt generell - recht preisgünstig schon im zweistelligen Euro-Bereich beginnen.

Kontakt: Hettinger Auktionen, Südstr. 123, 06849 Dessau-Roßlau, Tel. 03 40 / 87 01 90 90, E-Mail: info@hettinger-auktionen.de, www.hettinger-auktionen.de

Die Sammlung Peter Wenzel: "Frankaturen Deutsch-Südwestafrika"

wm Diese bemerkenswerte Kollektion kommt am 16. September 2017 bei der 130. Versteigerung des Württembergischen Auktionshauses in Stuttgart unter den Hammer. Der namhafte Kenner der Deutschen Kolonien, Dr. Hansjürgen Kiepe, schrieb ein Geleitwort zu dem broschierten 112 Seiten starken Farbkatalog, in dem 269 Lose zu finden sind. Kiepe stellt heraus, dass es sich dabei nur um Brieflose handelt, allerdings um portogerecht frankierte Bedarfsbriefe und -karten. Die üblichen bekannten Händler- und sonstigen Adressen sucht man vergebens. Die Briefe decken zuweilen die ganze Palette der Portomöglichkeiten ab: EF, MeF, MiF und dies zuweilen für mehrere Versendungsarten, selbst für "schwierige" wie Drucksachen, Bücherzettel oder gar Zeitungsüberweisungen. Bei hohen Wertstufen der Markwerte der Schiffsausgaben sind es dann die Wertbriefe, die alles andere als häufig sind. Wie ausgefallen manche Einzelstücke sind belegen eine 23 Pf-Frankatur für eine eingeschriebene Drucksache oder eine 35 Pf.-Frankatur für eine Nachnahme-Inlandskarte. Man sollte sich also inspirieren lassen!

Kontakt: Württembergisches Auktionshaus Joachim Erhardt GmbH, Rellenbergstr. 78, 70174 Stuttgart, Tel. 07 11/22 85 05, E-Mail: info@briefmarkenauktion.de, www.briefmarkenauktion.de

365. Heinrich-Köhler-Auktion: Philatelistische Symphonien

Nicht nur für Liebhaber der klassischen Musik ist die Neun eine verheißungsvolle Zahl. Diesem Vorbild eifert die bevorstehende 365. Heinrich-Köhler-Auktion, die vom 25. bis 30. September 2017 in Wiesbaden stattfinden wird, in philatelistischem Sinne nach. Denn getreu der neun Symphonien präsentiert Deutschlands ältestes Briefmarken-Auktionshaus sein reichhaltiges Angebot in neun Katalogen. Die vielfältige Auswahl hochwertiger Briefmarken, seltener Belege und spannender Sammlungen sorgte bereits im Vorfeld für Wirbel. Sammler weltweit erwarten mit Spannung die letzte September-Woche, die wieder einmal Großes verspricht.

Ballon Monté - Die Sammlung "Erivan"

Einer der absoluten Höhepunkte wird die Versteigerung der Kollektion "Ballon Monté" aus der Sammlung "Erivan" am Samstag, dem 30. September 2017, sein. Raritäten ersten Ranges, Briefe mit sagenhaften Frankaturen, Belege mit exotischen Destinationen nach Übersee und vieles mehr aus dieser post- und zeitgeschichtlich so spannenden Epoche erwartet die Philatelisten aus aller Welt. Entsprechend hoch ist das internationale Interesse, und man darf gespannt sein, in welche Höhen bzw. Sphären sich die Zuschläge für die seltenen Ballonpost-Pretiosen emporheben. Passend zum Thema bietet ein Spezialteil "Deutsch-Französischer Krieg - Die Sammlung Philip Mackey" im Hauptkatalog zahlreiche weitere kleine und große Seltenheiten, darunter auch viele zusätzliche Ballon-Monté-Belege, die das Sammlerherz höher schlagen lassen.

Deutschland ab 1849 - Die Sammlung Dr. Ludwig Trippen

Das Team von Heinrich Köhler ist stolz, mit der Sammlung "Deutschland ab 1849" das philatelistische Lebenswerk des verstorbenen Sammlers Dr. Ludwig Trippen anbieten zu dürfen. Diese über viele Jahrzehnte zusammengetragene Ausnahmesammlung enthält unzählige Seltenheiten und ausgewählte Stücke der deutschen Philatelie, die in der kommenden Auktion als Einzellose angeboten werden. Der Sonderkatalog wird von einem speziellen Zusatzkatalog für die kleineren Schätze begleitet, um dem Wunsch der Familie Trippen zu entsprechen, die Marken des verstorbenen Sammlers aller Wertigkeiten komplett anzubieten. Letztgenanntes Angebot wird als reine Fernauktion mit mehr als 600 Losen durchgeführt.

Sonderkataloge und Sammlungen der Spitzenklasse

Die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte verspricht die Versteigerung der Sammlung "Schweden - Postgeschichte und Nachporto" (Teil 2) von Kersti & Berti I. Larsson. Dem herausragenden Auftakt zur Frühjahrsauktion von Heinrich Köhler folgt nun eine weitere europäische Simultan-Auktion in Wiesbaden und Stockholm, im Rahmen derer die Lose des exquisiten Sonderkataloges angeboten werden. Weitere Sonderkataloge sind die fantastischen Sammlungen "Bayern Kreuzerausgaben" (Sammlung "Pegnitz"), "Hansestadt Lübeck - Marken und Postgeschichte 1815-1867" (Sammlung "Buddenbrooks"), "Markenheftchen und Zusammendrucke des Deutschen Reiches" (Sammlung van de Weyer) und "Sudetenland" (Sammlung "ALGOVIUS") gewidmet. Eine enorme Bandbreite höchst interessanter Einzellose, Lots und Sammlungen von (Alt)Deutschland über Europa bis Übersee präsentiert auch der Hauptkatalog. Dieser umfasst sogar noch weitere Sonderteile, unter anderem "Die Landpost in Schleswig-Holstein und Lauenburg" (Sammlung Dr. Frank-Michael Wiegand) und den zweiten Teil der Kollektion "Osmanisches Reich" (Sammlung Dr. Esmer). Bei solch einer Vielfalt herausragender Philatelie und Postgeschichte wird ein jeder Sammler ein oder mehrere Schätzchen für die eigene Sammlung finden!

Das komplette Angebot der 365. Heinrich-Köhler-Auktion ist mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern unter www.heinrich-koehler.de im Online-Katalog (auch als PDF) verfügbar. Hier finden Interessenten auch alles rund um das "Online-Live-Bieten" und das bewährte Online-Biet-System von Köhler.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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179. Rauhut-&-Kruschel-Auktion: Hochwertige Besonderheiten der Posthornserie

Auf Generationen von Bund-Sammlern übt die Posthornserie einen besonderen Reiz aus. Davon zeugt auch eine Sammlung, die in einem Sonderteil mit 100 Losen im Rahmen der 179. Rauhut-&-Kruschel-Auktion am 1. und 2. September 2017 präsentiert wird. Hierbei handelt es sich um die Auflösung einer bedeutenden Ausstellungssammlung, die fast ausschließlich hochwertige Besonderheiten der Posthornserie umfasst, darunter Probedrucke, seltene Zusammendrucke, diverse postfrische Einheiten (z.T. mit Bogenrändern), rare Abarten, gesuchte Wasserzeichen, Bogenecken mit Plattennummern und vieles mehr.

Außergewöhnliche Angebote

Beispielhaft genannt seien die Lose 509 und 510, die Markenheftchenbogen 1 und 2, jeweils in postfrischer Erhaltung, mit einem Michel-Katalogwert von je 5000 Euro, die für jeweils 1400 Euro ausgerufen werden. Der Posthornwert zu 80 Pf auf seltenem Vor-Ersttagsbrief aus Bielefeld (Los 587) wird für 600 Euro Startpreis angeboten. Los 597 präsentiert die Posthornmarke zu 90 Pf im Dreierstreifen als seltene portogerechte Mehrfach-Frankatur auf Luftpost-Brief von Hannover nach Argentinien (Ausruf: 600 Euro).

Der bekannte Philatelist und Verbandsprüfer René Simmermacher hat in den letzten Jahrzehnten eine höchst anspruchsvolle Sammlung zusammengetragen, die auf eindrucksvolle Weise die verschiedenen Grenzrayons der Schweiz sowie deren angrenzender Nachbarländer dokumentiert, zwischen denen für einige Gebiete Sondervereinbarungen über ein ermäßigtes Briefporto im grenznahen Postverkehr bestanden. Rund 215 Lose mit postgeschichtlich hochinteressanten und teils einzigartigen Belegen aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Italien und Frankreich umfasst das Angebot. Zwei Unikate finden sich im "Baden-Teil" der Sammlung: Los 719, ein attraktiver, doppelt gelaufener Brief aus Engen nach Schaffhausen (und zurück) aus dem Jahr 1859 kombiniert eine badische 3 Kr. schw./blau mit einer Schweizer Strubel 10 Rp. (Ausruf: 1000 Euro). Mit Los 778 kommt ein Nachnahme-Streifband aus dem Jahr 1870, frankiert mit 1 Kr. grün und 3 Kr. rosa, zum Angebot, als Grenzrayon-Nachnahme-Drucksache eine Rarität ersten Ranges (Ausruf: 1200 Euro). Ebenso selten bzw. einzigartig ist ein Brief aus dem Deutschen Reich von Grenzach nach Basel aus dem Jahr 1934, frankiert mit einem Nothilfe-Block mit Zusatzfrankatur 1 und 6 Pf auf portogerechtem Grenzrayon-Einschreibebrief (Los 823). Portogerechte Briefe mit dem Nothilfe-Block sind selten (MICHEL "-,-"), als Grenzrayon-Brief Unikat (Ausruf: 2000 Euro).

Bereits der Verkauf des ersten Teils der Holthaus-Sammlung "Deutsches Reich Inflation 1919-1923" im Rahmen der 177. Rauhut-&-Kruschel-Auktion hat für viel Aufsehen gesorgt. Der dokumentarische Briefteil ist nach einzelnen Tagesdaten aufgebaut und zeigt die Entwicklung der Portostufen auf beeindruckende Art und Weise anhand ausgewählter Belege. Der zweite Schwerpunkt sind die Aufdruck-Ausgaben, die sogenannten OPD-Drucke, die sich besonders über die Oberränder darstellen lassen. Dem Sammler ist es gelungen, bis auf weniger als fünf Rand-Varianten alle Oberränder der Inflations-Zeit zu belegen. Nun kommt der zweite Teil dieser eindrucksvollen Kollektion, die über Jahrzehnte zusammengetragen wurde, zum Ausruf. Erneut mit einer großen Zahl an herausragenden Einzelstücken, folgen nun auch kleinere Sammlungen der einzelnen Ausgaben sowie spezialisierte Teile, die bei den Sammellosen angeboten werden. Das Spitzenstück ist zweifelsohne ein Unterrand-25er-Block der 800 T. a. 500 Mk. als Mehrfachfrankatur auf Brief vom 3.11.23 (restliches Porto mittels vorderseitigem "Gebühr bezahlt"-Stempel bar abgegolten). Es handelt sich um die größte bekannte gebrauchte Einheit dieser Marke, mit Ortsstempel ein Unikat (Los 5223 - Ausruf: 12 500 Euro).

Der "Raritätenteil" bietet für Jeden etwas, wobei vor allem die Sammler der altdeutschen Sammelgebiete hier auf ihre Kosten kommen werden. Ein starker Teil "Braunschweig" mit zahlreichen Marken und Belegen offeriert Raritäten ersten Ranges, darunter eine unbekannte Wasserzeichenabart der 3 Sgr. schw./rosa (MiNr. 8aY) auf Brief (Los 85 - Ausruf: 2000 Euro). Der Auktionssamstag (2. September) verspricht eines der umfangreichsten und interessantesten Nachlass-Angebot der Firmengeschichte.

Internet: www.rauhut-auktion.de

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Gutes Allround-Angebot

Leipzig Die 173. Briefmarkenauktion in Leipzig am 15. und 16. September 2017 bringt 3900 Lose aus fast allen Sammelgebieten.

Den Auftakt machen 415 Lose Zeppelinpost (1911-1939), teils frühe Zeppelinbelege und seltene Zuleitungen von Danzig und Saargebiet.

Daran schließen sich ca. 120 Flugpost- Lose mit DR-Pionierluftpost sowie Lose aus der Europa/Übersee-Luftpost an. Aus den Bereichen Polarpost, Schiffspost, Feldpost und Kriegsgefangenen-Post kommen ca. 150 Lose unter den Hammer. Motive von Bahnpost (30), Propaganda, Tiere bis Zensur sind mit insgesamt 150 Positionen vertreten. Hinzu kommen 100 Lose Heimatphilatelie und Postgeschichte

Danach folgen 140 Lose mit tausenden alten Ansichtskarten überwiegend aus Deutschland. 150 Lose mit Material zur Zeitgeschichte, Autographen sowie Siegel- und Gebührenmarken ergänzen das Angebot.

570 Lose Deutsches Reich mit Gebieten einschließlich Altdeutschland (100) bieten ein reichhaltiges Angebot, in dem sich zahlreiche Besonderheiten, Farben, Plattenfehler und Ganzsachen, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete Erster und Zweiter Weltkrieg finden.

Weiter geht es mit 300 Losen Deutschland nach 1945 mit Lokalausgaben (40) von Apolda bis Strausberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben [dabei "Sächsische Schwärzungen" (20)], besseren Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehlern und einem SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben und Belegen.

Das Sammelgebiet DDR wartet mit 420 Losen auf, darunter Farben, Plattenfehler, geprüfte Wasserzeichen-Besonderheiten, Druckvermerke, Markenheftchen, Belege, Ganzsachen und Dienst/ZKD-Post.

60 Lose von Berlin/Westdeutschland/Bund und Französische Zone schließen den Deutschland-Teil ab.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 260 Einzellose mit klassischen Ausgaben, gesuchten Marken und Belegen.

Den Abschluss bilden 850 Lots/Engrosposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch Sammlungen u. a. vom Deutschen Reich, von der SBZ, DDR, Berlin und Bund sowie Belgien, CSSR, Frankreich, Grönland, Schweiz, Ungarn und Ozeanien.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Vorausschau zur 158. Dr. R. Fischer-Auktion am 15./16. September 2017 in Bonn

wm (Bonn) Dieses Mal wartet der bekannte Auktionator aus Bonn gleich mit zwei umfangreichen Katalogen auf, in denen über 11 000 Lose offeriert werden. Der Teil "Briefmarken" enthält die Sammlung "Thüringer Wald": Über 650 Lose mit größten Raritäten Bezirkshandstempel, weiterhin die Sammlung "Ernst-Ludwig Fischer": Deutsche Kolonien in Vollendung mit seltensten Stempeln, Briefen, Raritäten, GRI/Französische Besetzung und ein tolles Angebot Lokalausgaben, dazu die Sammlung "Postamtsrat Friedrich Schneider": Ostsachsen mit spektakulären Abarten, auch Engros und schließlich Sudetenland: Eine große Spezialsammlung und eine spektakuläre Spezialsammlung Bizone Viererblocks.

Im Hauptkatalog finden Interessenten u.a.

Weiterhin wartet ein hervorragendes Sammlungsangebot mit fast 1 000 Positionen auf neue Besitzer. Es gibt u.a. ein umfangreiches Angebot Nachlässe, zahlreiche unberührte Ländersammlungen und die Sammellose aus dem Sonderkatalog.

Für die Freunde der Numismatik gibt es einen Sonderkatalog "Numismatik" mit fast 3 000 Losen und über 750 000 ? Ausruf, dabei ein großes Angebot Antike, Taler, Kaiserreich, Anlagemünzen.

Insgesamt über 525 Sammlungen kann man komplett im Internet "besichtigen" - Fotos sämtlicher Albumseiten geben einen sehr guten Eindruck der Sammlungen.

Die Kataloge finden sich unter www.reinhardfischerauktionen.de.

Vorbericht zur 173. Fortagne/Lipfert-Auktion in Leipzig am 15./16. September 2017

(Leipzig/wm) 3 900 Lose aus fast allen Sammelgebieten sind dieses Mal im Angebot. Den Auftakt bilden 415 Lose Zeppelinpost (1911/1939) teils frühe Zeppelinbelege und seltene Zuleitungen von Danzig und Saargebiet, daran anschließend ca. 120 Flugpost-Lose mit DR- Pionierluftpost, sowie Lose aus der Europa/Übersee-Luftpost.

Aus den Bereichen Polarpost, Schiffspost, Feldpost und Kriegsgefangenen-Post kommen ca. 150 Lose. Motive von Bahnpost (30) Propaganda, Tiere bis Zensur sind mit 150 Losen vertreten, sowie 100 Lose Heimatphilatelie und Postgeschichte.

Es folgen 140 Lose mit tausenden alter Ansichtskarten, überwiegend aus Deutschland. Dazu ergänzen 150 Lose mit Material zur Zeitgeschichte, Autographen und Siegel- und Gebührenmarken das Angebot. 570 Lose Deutsches Reich mit Gebieten einschl. Altdeutschland (100) bieten ein reichhaltiges Spektrum, mit Besonderheiten, Farben, Plattenfehler und Ganzsachen, sowie Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter /Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete (1. und 2. Weltkrieg).

Es schließen sich 300 Lose Deutschland nach 1945 mit Lokalausgaben (40) von Apolda bis Strausberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei "Sächs. Schwärzungen"(20), bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler und SBZ -Teil mit interessanten Ausgaben und Belegen an. Das Sammelgebiet DDR umfasst 420 Lose, dabei Farben, Plattenfehler, geprüfte Wz., Besonderheiten, Druckvermerke, Markenheftchen, Belege, Ganzsachen und Dienst/ZKD-Post. Und mit weiteren 60 Losen zu Berlin/WD/Bund und Franz. Zone schließt der Deutschlandteil ab.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 260 Einzellose, dabei klassische Ausgaben, gesuchte Marken und Belege. Den Abschluss bilden 850 Lots/Engrossposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch Sammlungen dabei: DR, SBZ, DDR und Berlin, Bund sowie Belgien, CSSR, Frankreich, Grönland, Schweiz, Ungarn und Ozeanien.

Kontakt: Knut Fortagne & Christine Lipfert Briefmarkenauktion in Leipzig , Str. des 18. Oktober Nr.35, 04103 Leipzig Telefon: 03 41/2 21 64 46 Fax: 03 41/9 93 97 84, E-Mail: firma@briefmarkenauktion-leipzig.de, www.briefmarkenauktion-leipzig.de

95. Gert-Müller-Auktion: Marktfrische Frankaturen aus einer Baden-Sammlung

Die 95. Internationale Gert-Müller-Auktion am 18. und 19. August 2017 begeistert zum einen mit hochwertigen Einzellosen, die aus aufgelösten Kollektionen verschiedener Gebiete einschließlich der Baden-Sammlung von Hermann Gogröf stammen. Eine gehaltvolle Abteilung mit Sammlungen, Partien und ganzen Nachlässe sowie ein kompaktes Münz-Angebot ergänzen die zweitägige Veranstaltung.

Rare Besetzungsausgaben

Ein Blickfang ist der wertvolle Nachlass von Hermann Gogröf, der aufgeteilt wird. Seiner eindrucksvollen Baden-Sammlung ist ein Sonderkatalog gewidmet. Fast alle enthaltenen Frankaturen dieser Kollektion waren noch nie am Auktionsmarkt zu sehen. Dazu gehört auch die größte bekannte Mehrfachfrankatur der 6 Kreuzer geschnitten (MiNr. 3 b) in Form eines Einzelstückes und eines senkrechten Sechserstreifens vom Oberrand, der gleichzeitig die größte bekannte Einheit darstellt (Ausruf: 30 000 Euro). Weitere seltenste Frankaturen aus dieser Sammlung einschließlich zwei 30-Kreuzer-Briefen kommen ebenfalls unter den Hammer.

Ein weiterer Sonderkatalog beinhaltet eine reichhaltige Kollektion Deutsche Besetzung Zweiter Weltkrieg Dünkirchen mit vielen raren Marken, die teilweise eine Auflage von lediglich 80 bis 100 Stück haben, sowie Briefen, einzigartigen Einheiten und dergleichen.

Auch die Sammlung DDR-Dienstmarken von Dr. Drescher mit seltenen bedarfsgebrauchten Marken und Briefen wird aufgelöst. Mit kaum einmal erhältlichen Raritäten ist ein außergewöhnliches Angebot Einzellose Kriegspostfälschungen des Zweiten Weltkrieges bestückt.

Hochwertige Sammlungen

Der Sammlungs-Teil bietet über 3000 gehaltvolle Kollektionen, Partien und ganze Nachlässe. Darin gelangt zum Beispiel eine seit langer Zeit unberührte Kollektion europäischer Länder ab der Klassik aus Rheinland-Pfalz zu sehr moderaten Startpreisen zur Auflösung, die zahlreiche teure Ausgaben wie zum Beispiel Schwarzer Einser, Sachsen Dreier, Württemberg 70 Kreuzer, Schweiz Basler Taube und Großbritannien Pfundwerte beinhaltet. Auch viele gute Objekte von Deutschland sind im Angebot, dabei eine hochwertige Briefe-Sammlung der Deutschen Kolonien (Ausruf: 9000 Euro), eine reichhaltige Spezialsammlung Deutsche Feldpost Zweiter Weltkrieg (Ausruf: 18 000 Euro), eine großartige Stempelsammlung Deutsch-Südwestafrika mit Raritäten wie zum Beispiel "Gründorn" und "Bergland" (Ausruf: 8000 Euro) sowie eine hochwertige Qualitätssammlung Bayern mit Marken und Briefen inklusive zwei Schwarzen Einsern (Ausruf: 6000 Euro). Aus zwei Händlerlagern kommen umfangreiche Bestände in hunderten Kartons zu Startpreisen ab 100 Euro zum Verkauf.

Für die Freunde der Numismatik gelangt ein kompaktes, aber sehr hochwertiges Angebot Silber- und Goldmünzen zum Ausruf - fast ausschließlich in Form von Partien, dabei über 700 Goldmünzen. Hier finden sich mehrere Bestände zu Startpreisen zwischen 10 000 und 30 000 Euro.

Die kostenlosen Auktionskataloge können jetzt beim Auktionshaus angefordert werden.

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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Einmaliges Angebot Zonen-Ausgaben 1945-1949

Mainz Aufgeteilt in 1800 Positionen wird auf der 174. Loth-Auktion am 4. und 5. August 2017 der erste Teil eines bemerkenswerten Händlerbestandes der deutschen Zonenausgaben von 1945 bis 1949 in einem Sonderteil angeboten.

Neben einer großen Zahl von besseren Ausgaben sind auch viele Besonderheiten wie un- oder teilgezähnte Marken, Zusammendrucke, Hausauftragsnummern, Druckerzeichen, Druckdaten, Bogennummern, Abarten, Plattenfehler oder komplette Bogen enthalten. Bei der ebenfalls eingeschlossenen Bogensammlung der AM-Post handelt es sich wohl um den weltweit umfangreichsten, noch existierenden Bestand - es sind praktisch alle Spitzenwerte mit vielen Farben, Zähnungsvarianten und Typen vorhanden. Das in dieser Form sicherlich einmalige Material wird teils einzeln, teils aber auch in kleineren bis größeren Händlerlots offeriert, wobei die Ausrufpreise generell sehr moderat gestaltet sind.

Beachtung verdient außerdem eine schöne Altdeutschland-Abteilung mit u.a. etlichen Bayern Einsern in teils exzeptioneller Erhaltung (u.a. MiNr. 1 I mit doppelten Trennungslinien) und einem ungebrauchten Sachsen-Dreier. Im Übersee-Teil warten einige seltene Mauritius-Marken mit u.a. den MiNrn. 3 und 4 in verschiedenen Ausführungen auf neue Besitzer.

Möglicherweise ein Unikat ist ein Vineta-Provisorium des Deutschen Reiches auf Drucksachenschleife mit der dazu gehörenden postamtlichen "Ersatz-Drucksachenschleife". Die Original-Drucksachenschleife wurde vom Zustellpostamt in Berlin zur Klärung der Frankatur zurückbehalten und dem Empfänger mit einer vom Marine-Postbureau neu ausgefertigten Schleife ausgeliefert. "Die zusammengehörenden Schleifen sind eine extrem seltene philatelistische Rarirät 1. Ranges", schreibt Alt-Meister Hans Bothe in seinem Attest vom 15. Januar 1981. "Es handelt sich bei den zusammengehörenden Schleifen um Exemplare in allerfeinster und fehlerfreier Erhaltung. Diese Bedarfsstücke stellen für eine Sammlung Deutsches Reich die absolute 'Krönung' dar." Diese Kombination startet mit 15 000 Euro.

Ein Blick lohnt sich auch auf das Münz-Angebot: über 400 Lose mit etlichen Goldstücken, dabei auch eine schöne Partie Kaiserreich, Kolonien und Weimar mit u.a. vier Stück 5 Reichsmark Goethe (1932 "D", "E", "F" und "G", Jäger-Nummer 351, Ausrufe zwischen 1500 und 2000 Euro). Bei der Bundesrepublik Deutschland finden sich das äußerst seltene 2-Pfennig-Stück von 1967 "G" magnetisch (im kompletten Kursmünzensatz zu 1200 Euro) und die ersten 5-DM-Gedenkmünzen komplett in Polierter Platte (3000 Euro).

Internet: www.lothauktionen.de

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Neun "philatelistische Symphonien" zur Heinrich Köhler-Herbstauktion (25.-30. September 2017)

wm (Wiesbaden/hk) Nicht nur für Liebhaber der klassischen Musik ist die Neun eine verheißungsvolle Zahl, die nicht selten mit absoluten Höhepunkten künstlerischen Schaffens und der Vollendung zahlreicher Meisterwerke ("Beethovens 9.") in Verbindung gebracht wird. Diesem Vorbild eifert die bevorstehende 365. Heinrich Köhler Auktion, die vom 25. bis 30. September 2017 in Wiesbaden stattfinden wird, in philatelistischem Sinne nach. Denn getreu der neun Symphonien präsentiert Deutschlands ältestes Briefmarken-Auktionshaus sein ebenso exquisites wie reichhaltiges Angebot in Sage und Schreibe neun Katalogen, davon sieben Sonderkataloge! Schon jetzt ein weiterer Meilenstein der Firmengeschichte, sorgte die vielfältige Auswahl hochwertiger Briefmarken, seltener Belege und spannender Sammlungen doch bereits im Vorfeld für Wirbel. Die ursprünglich auf fünf Auktionstage angesetzte Versteigerung musste sogar um einen Tag, Montag, den 25. September 2017, erweitert werden. Sammler weltweit erwarten mit Spannung die letzte September-Woche, die wieder einmal Großes verspricht.

Ballon Monté - Die Sammlung ,Erivan'

Einer der absoluten Höhepunkte der Herbstauktion wird die Versteigerung der Kollektion "Ballon Monté" aus der Sammlung ,Erivan' am Samstag, 30. September 2017, sein. Raritäten ersten Ranges, Briefe mit sagenhaften Frankaturen, Belege mit exotischen Destinationen nach Übersee und vieles mehr aus dieser post- und zeitgeschichtlich so spannenden Epoche erwartet die Philatelisten aus aller Welt. Entsprechend hoch ist das internationale Interesse und man darf gespannt sein, in welche Höhen bzw. Sphären sich die Zuschläge für die seltenen Ballonpost-Pretiosen emporheben. Passend zum Thema bietet ein Spezialteil "Deutsch-Französischer Krieg - Die Sammlung Philip Mackey" im Hauptkatalog zahlreiche weitere kleine und große Seltenheiten, darunter auch viele zusätzliche Ballon-Monté-Belege, die das Sammlerherz höher schlagen lassen.

"Deutschland ab 1849 - die Sammlung Dr. Ludwig Trippen"

Das Team von Heinrich Köhler ist stolz, mit der Sammlung "Deutschland ab 1849" das philatelistische Lebenswerk des verstorbenen Sammlers Dr. Ludwig Trippen anbieten zu dürfen. Diese über viele Jahrzehnte zusammengetragene Ausnahmesammlung enthält unzählige Seltenheiten und ausgewählte Stücke der deutschen Philatelie, die in der kommenden Auktion als Einzellose angeboten werden. Der Sonderkatalog wird von einem speziellen Zusatzkatalog für die kleineren Schätze begleitet, um dem Wunsch der Familie Trippen zu entsprechen, die Marken des verstorbenen Sammlers aller Wertigkeiten komplett anzubieten. Letztgenanntes Angebot wird als reine Fernauktion mit mehr als 600 Losen durchgeführt. Die Gebotsabgabe ist schriftlich bis zum 29. September 2017 möglich.

Sonderkataloge und Sammlungen der Spitzenklasse

Die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte verspricht die Versteigerung der Sammlung "Schweden - Postgeschichte und Nachporto" (Teil 2) von Kersti & Berti I. Larsson. Dem herausragenden Auftakt zur Frühjahrsauktion von Heinrich Köhler folgt nun eine weitere europäische Simultan-Auktion in Wiesbaden und Stockholm, im Rahmen derer die Lose des exquisiten Sonderkataloges angeboten werden. Weitere Sonderkataloge sind die fantastischen Sammlungen "Bayern Kreuzerausgaben" (Die Sammlung "Pegnitz"), "Hansestadt Lübeck - Marken und Postgeschichte 1815-1867" (Die Sammlung "Buddenbrooks"), "Markenheftchen und Zusammendrucke des Deutschen Reiches" (Die Sammlung van de Weyer) und "Sudetenland" (Die Sammlung "ALGOVIUS") gewidmet. Eine enorme Bandbreite höchst interessanter Einzellose, Lots und Sammlungen von (Alt)Deutschland über Europa bis Übersee präsentiert auch der Hauptkatalog. Dieser umfasst sogar noch weitere Sonderteile, unter anderem "Die Landpost in Schleswig-Holstein und Lauenburg" (Die Sammlung Dr. Frank-Michael Wiegand) und den zweiten Teil der Kollektion "Osmanisches Reich" (Die Sammlung Dr. Esmer). Bei solch einer Vielfalt herausragender Philatelie und Postgeschichte wird ein jeder Sammler ein oder mehrere Schätzchen für die eigene Sammlung finden!

Das komplette Angebot der 365. Heinrich Köhler Auktion ist ab 20. August mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern unter www.heinrich-koehler.de im Online-Katalog (auch als PDF) verfügbar. Hier finden Interessenten auch alles rund um das Thema "Online-Live-Bieten" und das bewährte Online-Biet-System von Heinrich Köhler.

Katalogbestellungen sowie weitere Informationen zur Auktion und allen Losen bei:

Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de Internet: www.heinrich-koehler.de

Raritäten und Ausnahmesammlungen: Ein Blick auf die 179. Rauhut & Kruschel Auktion am 1./2. September 2017

wm (Mülheim) Zur 179. Versteigerung des Hauses Rauhut & Kruschel am 1. und 2. September 2017 in Mülheim a.d. Ruhr präsentiert Auktionator Harald Rauhut erneut ein umfangreiches philatelistisches Spitzenprogramm mit zahlreichen Höhepunkten. Neben einem herausragenden "Raritäten-/Sonderteil" mit diversen Spitzenlosen werden gleich drei Ausnahmesammlungen offeriert, darunter eine prämierte Ausstellungssammlung "Posthorn" als Sonderteil sowie eine Sammlung "Die Schweizer Grenzrayons" des bekannten Philatelisten und Verbandsprüfers René Simmermacher. Ein besonderes Augenmerk wird ferner auch auf der Versteigerung des zweiten Teils der "Holthaus"-Sammlung - "Deutsches Reich Inflation 1919-1923" liegen, der von Infla-Sammlern mit großer Spannung erwartet wird. Darüber hinaus wird ein gewohnt umfangreiches und breit gefächertes Angebot mit speziellem Blick auf die deutschen Sammelgebiete ab Vorphila/Altdeutschland, Deutsches Reich (inkl. Gebiete) und Nachkriegsdeutschland bis hin zu einer ansehnlichen Auswahl interessanter Briefe und Marken aus Europa und Übersee präsentiert. Ebenso stark besetzt sind die "Nachlassabteilung" sowie der Bereich Lots und Sammlungen inklusive der Auflösung eines Berliner Händlerlagers, deren Verkauf am Auktionssamstag (2. September 2017) das Programm abrundet.

Gesuchte Spitzenstücke und Besonderheiten

Der "Raritätenteil" bietet für Jeden etwas, wobei vor allem die Sammler der altdeutschen Sammelgebiete hier auf ihre Kosten kommen werden. Getreu dem Motto "schön und selten" besticht unter anderem ein Baden-Brief mit einer 18 Kreuzer-Marke in dunkelgrün als seltene Einzelfrankatur auf kleinem Damencouvert nach Schottland (Los 14 - Ausruf: 1 800 Euro). Gleiches gilt für einen nachtaxierten "Schwarzen Einser" auf übergewichtigem Ortsbrief aus Augsburg (Los 24 - Ausruf: 5 500 Euro). Ein seltenes Duo dokumentiert den bayerischen Währungsübergang Kreuzer-Pfennig mit einem Letzttagsbeleg der Kreuzerzeit und einem Ersttagsbrief der Pfennigzeit (Los 48 - Ausruf: 1 800 Euro).

Ein starker Teil "Braunschweig" mit zahlreichen Marken und Belegen offeriert Raritäten ersten Ranges, darunter eine unbekannte Wasserzeichenabart der 3 Sgr. schw./rosa (Michel-Nr. 8aY) auf Brief (Los 85 - Ausruf: 2 000 Euro). Zwei Titelstücke des aktuellen Kataloges kommen ebenfalls aus Braunschweig: Eine 1/3 Gr. schw./olivgrün als Einzelfrankatur auf Drucksache in farbfrischer und völlig ursprünglicher Erhaltung (Los 170 - Ausruf: 10 000 Euro) und ein breit geschnittenes Paar der 1/4 Gr. orange auf Kabinettbriefstück (Los 173 - Ausruf: 4 000 Euro). Ein umfangreicher Teil "Preussen" mit einer großen Bandbreite an Marken und Stempeln beeindruckt ebenso wie eine Sammlung der Thurn & Taxis Nummernstempel, die viele Seltenheiten beinhaltet (Los 314 - Ausruf: 5 000 Euro).

Nicht unerwähnt bleiben soll auch eine der ganz großen Raritäten der Bundesrepublik, der Verkehrsausstellungsblock 1953 in der seltenen Variante "ohne grauen Wellenaufdruck" und rückseitig ohne Druckvermerk (Los 392 - Ausruf: 12 000 Euro).

Nachlässe, Sammlungen, Posten - und ein altes Berliner Händlerlager

Spannende Bietergefechte und eine große Beteiligung vor Ort verspricht erneut der Auktions-Samstag (2. September 2017), der mit 562 Losen eines der umfangreichsten und interessantesten Nachlass-Angebot der Firmengeschichte von Rauhut & Kruschel bereithält. Gleiches gilt für die zahlreichen Sammlungen und Posten, die mit mehr als 3 300 Losen (!) zu Buche schlagen und eine beeindruckende Vielfalt der diversen philatelistischen Sammelgebiete präsentieren. Eine Gelegenheit, die sich heutzutage nur äußerst selten bietet, ist die Auflösung eines alten Berliner Händlerlagers. Die kompletten Bestände der Briefmarken, Briefe und Ansichtskarten eines Berliner Ladengeschäftes, das seit 1932 bis heute in Familienbesitz ist, kommen in 211 Losen zum Ausruf. Diese haben es sprichwörtlich "in sich", denn es wurde stets viel Wert auf Besonderheiten gelegt und viele (Brief-)Posten, auch Sammlungseinkäufe, wurden nur vorsortiert und nicht komplett aufgebarbeitet. Eine echte Fundgrube für Sammler und Händler und die wahrscheinlich einmalige Chance, einen Teil dieser urigen, in 85 Jahren gewachsenen Bestände zu erwerben.

Das vollständige Angebot der Auktion finden Interessenten in Kürze online unter www.rauhut-auktion.de und über Philasearch (www.philasearch.com).

Katalogbestellungen und weiterführende Informationen bei: Rauhut & Kruschel Briefmarkenauktionshaus GmbH, Harald Rauhut, Werdener Weg 144, 45470 Mühlheim a.d. Ruhr, Tel. +49 (0)208 33098, E-Mail: info@rauhut-auktion.de, Internet: www.rauhut-auktion.de

95. Gert Müller-Auktion am 18./19. August 2017

wm Neben den beiden Sonderkatalogen Dünkirchen und Baden wartet Auktionshausinhaber Holger Thull auch mit zwei Hauptkatalogen auf. Über 4 000 Einzellose und gut 2 700 Sammlungen, dazu noch knapp 200 Münzlose warten auf Käufer, deren Kaufentscheidung durch die sorgfältige Beschreibung und zahlreichen Farbabbildungen werthaltiger Lose sicherlich erleichtert wird. Bei den Einzellosen fällt das weltweite Spektrum, Übersee - besonders Südamerika - ist ebenso reichlich vertreten wie Europa. Natürlich glänzt Deutschland mit zahllosen Raritäten. Wie überhaupt sich das Ettlinger Traditionshaus von zahlreichen seiner Wettbewerber deutlich durch Angebote in höheren Preisgrößen abhebt. Ausrufpreise in zweistelliger Größe finden sich kaum, in drei- und vierstelliger Größenordnung dafür häufig. Dem entspricht aber die Seltenheit der einzelnen Objekte, die man eben auch nicht alle Tage irgendwo im Angebot sieht. Kontakt: Tel. 0 72 43/561 740, E-Mail: info@gert-mueller-auktion.de, www.gert-mueller-auktion.de

375. Götz-Auktion am 29.-31. August 2017 in Oberkirch

wm Mehr als vier Wochen vor Auktionsbeginn lagen bereits die beiden Hauptkataloge gedruckt bei Interessenten und Kunden vor, was eher ungewöhnlich ist. So haben aber alle reichlich Zeit, die über 3 500 Einzellose und die über 3 000 Sammlungsangebote näher zu studieren. Gerade für Sammlungen und Nachlässe ist Götz seit Jahrzehnten eine erste Adresse. Für viele Sammler war eine bei Götz preiswert erworbene Kollektion der Anfang zu einem neuen Sammelgebiet, in das man einsteigen wollte. Kulante Preisansätze machten dies möglich und an dieser Firmenphilosophie hat sich auch bis zu dieser 375. Auktion nichts geändert. Dabei bedient das Auktionshaus alle Preissegmente, vom zwei- bis fünfstelligen Bereich. So kann jeder nach seiner Façon, besser gesagt nach seinen finanziellen Möglichkeiten, glücklich werden. Ein Blick in den Katalog dürfte dies beweisen. Kontakt: Auktionshaus Jürgen Götz, Tel. 0 78 02/9 34 40, www.goetz-auktion.de

214. Pfankuch-Auktion in Braunschweig am 2. August 2017

wm Knapp 3 500 Lose aus allen Bereichen der Philatelie, besonders mit Schwerpunkt der deutschen Gebiete ab Altdeutschland, offeriert die kommende Versteigerung. Mit enthalten sind einige hundert Lose Münzen, Sammlungen und Posten. Interessenten finden in dem über 200 Seiten starken Katalog der Auktion alle besseren Lose auf Farbtafeln präsentiert, werden aber sicherlich auch die vielfach sehr günstig und kleinpreisig angesetzten Lose nicht übersehen. Das bekannte Auktionshaus bietet damit jedem Sammler etwas, häufig schon mit kleineren zweistelligen Preisen. Kontakt: Karl Pfankuch & Co., Peter Sieberath, Hagenbrücke 19, 38100 Braunschweig, Tel. 05 31/4 58 07, E-Mail: info@karl-pfankuch.de, www.karl-pfankuch.de

174.-Loth-Auktion in Mainz vom 4.-5. August 2017

wm Bereits das Titelbild des Kataloges ist eine eindeutige Programmansage. Denn der 400-Seiten-Katalog offeriert weltweite Philatelie, neben guter Mittelware auch Spitzenstücke und Raritäten. Aus Deutschland ist z.B. der Bereich der Brustschild-Ausgaben hervorragend präsentiert, Mauritius glänzt mit Luxusstücken, Altdeutschland u.a. mit guten Frankaturen und wunderschönen "Bayern-Einsern". Gut besetzt ist die Nachkriegszeit, besonders mit Bizonen-Ausgaben, was man in dieser Reichhaltigkeit der Spezialisierung nur selten findet. Sammlungen, Dubletten, Posten und Wunderkisten, die zu hunderten angeboten werden, lassen Überraschungen noch offen, Literatur- und Münzensammler kommen ebenfalls dank eines guten Angebotes auf ihre Kosten. Ein näherer Blick in den Katalog lohnt. Kontakt: Auktionshaus Loth GmbH, Friedrich-Koenig-Str. 21, 55129 Mainz, Tel. 0 61 31/23 20 29, E-Mail: info@lothauktionen.de, www.lothauktionen.de

69. Briefmarkenauktion von Jennes & Klüttermann in Köln am 5. August 2017

wm (wm) 410 Seiten in einem A4-großen Katalog: Man ahnt, dass einen da viel erwartet. Gemäß der Zählung der Losnummern sind es fast 10 000 Lose, die die Welt der Philatelie breit abdecken. Übersee und Europa sind jeweils gemäß Alphabet sortiert und bieten bereits eine nennenswerte Zahl interessanter Marken und Belege. Erst recht Deutschland. Altdeutschland glänzt mit über 1 200 Losen, Deutsches Reich & Kolonien mit nahezu 3 000 und die Gebiete der Nachkriegszeit sind mit über 2 000 Positionen auch nennenswert. Hinzu kommen die zahlreichen Sondergebiete, von Thematik bis Flugpost. Aber auch der Sammlungs- und Nachlassteil ist mit fast 800 Losen gut besetzt. Kontakt:Wolfgang Jennes und Peter Klüttermann, Clarenbachstr. 182, 50931 Köln, Tel. 02 21/9 405 320, E-Mail: info@jennes-und-kluettermann.de, www.jennes-und-kluettermann.de

Nachbericht zur 159. Felzmann-Auktion - Philatelie

wm (Düsseldorf/aw) Bei der großen Sommerauktion vom Auktionshaus Felzmann ging es heiß her. Nicht nur die hohen Temperaturen sorgten für Hitze, auch die Telefon- und Internetleitungen liefen heiß und sorgten für heftige Bietergefechte, was die durchweg hohen Zuschläge widerspiegeln.

Die Versteigerung von Flug- und Zeppelinpost machte traditionell den Startschuss mit zwei außergewöhnlichen und sehr seltenen Zuleitungspost-Belegen: Eine Karte der Islandfahrt 1931 ab Portugal wurde für 3.600 € zugeschlagen (Los 3594). Und ein französisch-äquatorialafrikanischer R-Brief der 1. Südamerikafahrt 1935 wurde für 2.900 € verkauft (Los 3618).

Um einiges höher hinaus ging - nicht nur physikalisch - die Weltraumpost, bei deren Versteigerung die Zuschlagspreise explodierten: Ein geflogener APOLLO 13 Brief Nr. 36 von 50 mit Unterschriften aller drei Astronauten James Lovell, Fred Haise und John Swigert wurde sage und schreibe mit 33.200 € zugeschlagen (Los 5738). Ein weiteres Spitzenstück der Astro-Philatelie, der geflogene APOLLO 14 Mondlandebrief Nr. 5 von 55 illustrierten, tatsächlich auf den Mond beförderten Belegen mit Unterschrift des Mondlandefähren-Piloten Edgar Mitchell erzielte 23.000 € (Los 5739).

Bei der internationalen Philatelie stand Asien wieder einmal hoch im Kurs: Die beiden ungefalteten Fünferstreifen Maos Thesen I, aus der Volksrepublik China, komplett postfrisch in einwandfreier Prachterhaltung erhielten den Zuschlag bei 1.600 € (Los 4104). Eine aus Malaysia gelaufene Ganzsachenkarte Thailands wurde durch Bieter am Telefon, im Internet sowie im Saal auf 24.000 € in die Höhe getrieben (Los 4188). Auch die Europa-Philatelie konnte sich sehen lassen: Ein vollständiger Faltbrief mit zweitem Athener Druck in herrlich farbfrischer Vierfarben-Kombination aus den letzten Tagen des 144 L-Portos erzielte 1.100 € (Los 4235). Der gezähnte Einzelabzug 3 S "Der Kuss" von Gustav Klimt, im Blockformat samt handschriftlichem Genehmigungsvermerk des seinerzeitigen Generaldirektors der Österreichischen Postverwaltung, Dr. Benno Schaginger, wurde für 3.000 € zugeschlagen (Los 4398).

Auch altdeutsche Klassik ließ Sammlerherzen höherschlagen: In ihrer überaus attraktiven Luxuserhaltung bestach die 1/3 Sgr auf weiß als Einzelfrankatur auf tarifgemäß frankiertem Streifband BRAUNSCHWEIG 26 FEBR. 1861 mit zentrischem Nummernstempel "8" und erzielte 1.900 € (Los 4535). Die ungebraucht nur in wenigen Exemplaren registrierte Marke aus Württemberg, 6 Kr grün mit Plattenfehler "Einbuchtung in der linken Randlinie" mit guter Wappenprägung fand für stolze 3.200 € einen neuen Liebhaber (Los 4627).

Weiter ging es mit Top-Zuschlägen beim Deutschen Reich: Insgesamt vier verschiedenfarbige Farbproben der 54 Pfg zum Jahrestag der Machtergreifung, zusammen auf Kartonausschnitt mit Linien- statt Kammzähnung erzielten 4.200 € (Los 4914). Ebenso beeindruckend wie selten ist aus der Landespost in Belgien die 6 F 25 C auf 5 Mk im vollständigen 20er-Bogen mit allen Bogenrändern auf großformatigem Sammler-Kuvert STEMBERT 27 X 17, und dementsprechend ist auch der hervorragende Zuschlag von 4.000 € (Los 5059). Sicherlich das schönste der ohnehin nur ein Dutzend überhaupt bekannten gestempelten Exemplare der Saargebiets-Rarität 2 Mk Sarre/Ludwig schwarzpurpurviolett aus einem der wenigen überdruckten Friedensdruck-Bogen auf einmalig attraktivem Luxus-Briefstück erzielte 3.200 € (Los 5125).

Das gesamte Sudetenland-Angebot stand wieder einmal sehr hoch im Kurs: z.B. für eine 1.20 Kr Bild-Ganzsachenkarte mit dem Unikat der 50 H Dvorak, je im Paar 10 H Staatswappen und 50 H Pilsen, beide mit senkrechtem Aufdruck fiel der Hammer bei 12.000 € (Los 5293).

Bei den Kriegs- und Propagandafälschungen des 2. Weltkriegs ragte die britische Fälschung für außerhalb Deutschlands, die 50 C Hitler/Mussolini für Italien im kompletten 20er-Bogen in Luxuserhaltung für den Zuschlag von 7.000 € hervor (Los 5429).

Von der spektakulären Rarität, DDR-Blockausgabe Olympische Sommerspiele 1984 in Los Angeles, die bedingt durch den Boykott der Ostblockstaaten nicht zum Verkauf gelangte, sind bislang nur eine Hand voll postfrischer Exemplare bekannt, was den hohen Zuschlag von 13.750 € begründet (Los 5564).

Nach dem Medientrubel um diese zuletzt zurückgezogene Marke der Deutschen Bundespost zur Briefmarken-Messe in Essen war erneut ein schönes Exemplar im Angebot: Dieses Anfang des Jahres bedarfsmäßig verwendete Spitzenstück der 70 C "Kerstfest"-Marke der seltenen, vom Verkauf zurückgezogenen und bis auf wenige Exemplare vernichteten Auflage auf Briefstück mit voll aufsitzendem Stempel "BRIEFZENTRUM 21 18.1.17" wechselte für 1.500 € den Besitzer (Los 5702).

Die große Sammlungsauktion startete durchweg erfolgreich mit 60 Positionen "Glück Auf!"-Bestand, der Hinterlassenschaft eines hochrangigen Bergbau-Mitarbeiters, welcher über 50 Jahre Briefmarken sammelte. Der Gesamtausruf von 27.350 € konnte mehr als vervierfacht werden und endete in einem Gesamtzuschlag von 112.870 €. Werfen Sie einen Blick auf die zahlreichen hohen Top-Zuschläge für Spezial-Sammlungen.

Alle Ergebnisse der Auktion sind auf www.felzmann.de in der Ergebnisliste einsehbar. Unverkaufte Lose der 159. Auktion können noch bis zum 6. August 2017 mit einem Nachlass von 10 Prozent - mit

Vorbericht zur 214. Karl Pfankuch-Auktion am 2. August 2017 in Braunschweig

wm In der diesjährigen Sommer-Auktion werden über 3.400 Lose aus zahlreichen Gebieten der Philatelie und Numismatik präsentiert. Einen Schwerpunkt bildet wie immer Altdeutschland mit 1084 Losen, mit zahlreichen Spezialitäten und selten angebotenen Stücken. Aber auch das moderne Deutschland kann unter anderem mit einem hervorragenden Angebotsteil Markenheftchen, Zusammendruck- und Markenheftchenbögen aufwarten.

Des Weiteren im Angebot sind über 350 Lose Deutsches Reich mit guten Stücken und geprüften Spezialitäten, Europa mit interessantem Abschnitt Russland sowie Übersee, u.a. mit teuren China Blöcken. Auch in dieser Auktion ist das Angebot Münzen, Medaillen, Orden und Banknoten mit über 260 Losen stark vertreten. Hervorzuheben die Auflösung einer hochwertige Sammlung Braunschweig. Erwähnenswert sind auch 380 Lose unberührte Sammlungen, Posten und Nachlässe.

Weitere nützliche Informationen rund um die Auktion finden Interessenten auf der Homepage www.pfankuch-briefmarken.de. Kontakt: Karl Pfankuch & Co, Inh. Peter Sieberath, Postfach 3749, Hagenbrücke 19, 38027 Braunschweig, Telefon: 05 31 / 4 58 07

157. Auktion Dr. Reinhard Fischer-Auktion am 14. Juli 2017 in Bonn

wm (Bonn) Traditionell findet am zweiten Juli Wochenende - in diesem Fall am Freitag, dem 14 Juli 2017 - die Sommer-Auktion des Bonner Auktionshauses Dr. Reinhard Fischer statt, inzwischen schon die 157. Auktion.

Ein umfangreiches Angebot mit über 8.000 Losen bietet für jeden engagierten Philatelisten zahlreiche interessante Stücke. Sei es ein Bayern Einser in tadelloser Erhaltung (Ausruf 1.500 Euro) oder aber die seltene Freimarke MiNr. 148 mit doppeltem Aufdruck "Freistaat Bayern" als postfrisches Luxusstück (Ausruf 700 Euro). Auch die anderen altdeutschen Staaten bieten Seltenheiten, u. a. Bergedorf MiNr. 3 mit seltener Entwertung "KIRCHWERDER" (Ausruf 900 Euro), Preußens MiNr. 19b in tadelloser postfrischer Erhaltung (Ausruf 280 Euro). Eine einwandfreie MiNr. 3 von Schleswig-Holstein startet mit 220 Euro. Ebenso interessant: Seltenheiten Württembergischer Freimarken mit u. a. MiNr.34 in gestempelter Erhaltung (Ausruf 200 Euro).

Unter den Ausgaben des Deutschen Reiches finden sich zahlreiche Standards, gesuchte Abarten und Plattenfehler, u. a. Brustschilde 18 Kreuzer großer Schild (Ausruf 450 Euro), MiNr. 69b postfrisch (280 Euro), die seltene Germania 20 Pfg Marke in c-Farbe (MiNr. 72) mit einem Ausruf von 200 Euro, ein postfrischer Satz der Ausgabe "Wagner" startet mit 800 Euro Ausruf, der seltene Nothilfe-Block startet in einwandfreier postfrischer Erhaltung mit 2.000 Euro. Ein umfangreiches Angebot Markenheftchen und Zusammendrucke mit vielen Seltenheiten sowie eine reizvolle Offerte Zeppelinbelege schließen die Sektion Deutsches Reich eindrucksvoll ab.

Das umfangreiche Angebot der Deutschen Auslandspostämter und Kolonien bringt zahlreiche Seltenheiten und Besonderheiten, dabei viele interessante Stücke vor allem im Bereich der Vorläufer-Ausgaben sowie eine hochwertige Strecke von Losen im Bereich Deutsch-Neu-Guinea mit kaum einmal angebotenen Stücken. Dabei unter anderem die seltene MiNr. 23IIBII in ungebrauchter Erhaltung (Ausruf 250 Euro).

Die Deutschen Nebengebiete präsentieren zahlreiche Untertypen, Farben, Plattenfehler und Besonderheiten - sehr umfangreich die Gebiete Danzig, Memel und Saargebiet sowie Saarland. Die Lose der Deutschen Besetzung im 2. Weltkrieg beinhalten zahlreiche Standards und gesuchte Ausgaben - u. a. einen ungezähnten Eisbärblock in postfrischer Erhaltung (Ausruf 1.500 Euro), wiederum ein umfangreiches Angebot der Deutschen Besetzungsausgaben in Frankreich - Dünkirchen und Festung Lorient mit zahlreichen Raritäten, Seltenheiten und einigen Unikaten - dabei u. a. Dünkirchen Sondermarken MiNr. 35II ungebraucht (Ausruf 900 Euro), MiNr. 43II ungebraucht (Ausruf 900 Euro) - Auflage je nur 80-100 Stück. Unter den Ausgaben der Festung Lorient sind neben postfrischen und gestempelten Hauptnummern zahlreiche Besonderheiten wie "Abart doppelter Aufdruck", Abart "Kopf stehender Aufdruck" sowie Leerfelder, Zwischenstegpaare und Druckdaten im Angebot - u. a. MiNr. 2KZW (nur in drei Exemplaren bekannt - tadellos postfrisch, Ausruf 1.500), MiNr. 5DD postfrisch (Ausruf 1.200 - Auflage nur wenige Stücke), MiNr. 6K postfrisch (Ausruf 700 Euro - Auflage nur wenige Stücke). Ebenso umfangreich sind die Gebiete Serbien mit zahlreichen Belegen und Abarten sowie Propagandafälschungen II. Weltkrieg vertreten, dabei z. B. seltene Mi.-Nr. 50 Propagandafälschung "Zwei Völker ein Krieg" (Ausruf 750 Euro).

Spezialisiert besetzt ist das Angebot Deutschland nach 1945 mit zahlreichen Plattenfehlern, gesuchten Standardausgaben und seltenen Abarten, Briefverwendungen, Wasserzeichenvarianten, etc. Dabei u. a. SBZ mit gesuchten Blockausgaben, Bundesrepublik Deutschland mit etlichen Abarten - verzähnte Bogen, ungezähnte Werte etc.

Europa und Übersee bieten eine feine Auswahl gesuchter Werte, dabei interessante Objekte der Gebiete, Schweiz, Österreich und Liechtenstein - hier u. a. MiNr. 211/13U postfrisch (Ausruf 1.200 Euro). Sehr umfangreich mit Abarten und Besonderheiten sind die Gebiete Kroatien und Jugoslawien vertreten.

Im Bereich Sammlungen werden fast 800 Lose - überwiegend aus Privathand stammend - angeboten, dabei interessante Länder- und Spezialsammlungen, Briefposten, Nachlässe und Fundgruben.

Das numismatische Angebot bietet über 600 Lose mit Gold- und Silberprägungen, dabei zahlreiche Sammlermünzen mit Seltenheiten vom Deutschen Kaiserreich, Antike sowie modernen Prägungen in Gold (kleine Auflagen).

Neben dem Printkatalog präsentiert das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer das umfangreiche Angebot in einem eigenen Onlinekatalog auf der Website www.ReinhardFischerAuktionen.de - dort finden Interessenten auch weitere Informationen zu den Losen, Besichtigungszeiten und der Versteigerungsfolge.

Kampf um jedes Los

Aachen Tolle Ergebnisse bei einer hohen Verkaufsquote - von 3701 Losen wurden auf Anhieb 3069 verkauft - brachte die 60. Aix-Phila-Briefmarken- und Münzauktion am letzten Mai-Wochenende in Aachen. Spitzenwerte des Deutschen Reiches erzielten zuverlässig beachtliche Preise wie z.B. Nothilfeblock mit 2000 Euro, Chicagofahrt mit 1400 Euro oder die sehr seltene 2 RM Lilienthal in waagerechter Riffelung mit 1850 Euro.

Besonders heiß begehrt waren Marken und Briefe deutscher Gebiete vor 1945: So schoss eine ungebrauchte Esperanto-Ganzsache aus Danzig von 100 Euro Startpreis auf 580 Euro oder ein Wertbrief aus dem Generalgouvernement auf 360 Euro. Ein Brief aus Piotrkow nach Warschau mit der ersten polnischen Marke katapultierte sich von den angesetzten 400 Euro auf sagenhafte 3200 Euro. Auch Marken und Blocks der VR China vervielfachten häufig ihre Startpreise.

Volles Haus bei Aix-Phila in Aachen (Foto: Wilhelm van Loo)
Volles Haus bei Aix-Phila in Aachen (Foto: Wilhelm van Loo)

So richtig los ging es allerdings am 2. Auktionstag bei den Sammlungen, Posten und Nachlässen. Ein Nachlass in Form eines ganzen Regals wurde bei einem Startpreis von 2000 Euro nach heftigem Bieterkampf mit 7000 Euro zugeschlagen - zum selben Preis übrigens wie eine Kollektion Altdeutschland. Eine Partie von 1700 Ersttagsbriefen Deutsches Reich erzielte die geforderten 20 000 Euro, eine Danzig-Sammlung mit vielen seltenen Stempeln brachte 4200 (2000) Euro. Den Vogel ab schoss eine Sammlung Sudetenland, die mit 10 500 Euro den Startpreis mehr als verzehnfachte!

Im vollbesetzten Auktionssaal ging es bei den Posten aus Europa und Übersee genauso weiter. Auffällig viele Teilnehmer aus dem benachbarten Ausland kämpften mit heimischen Sammlern, Händlern und Kommissionären um nahezu jede Position. Dabei erlösten Belgien 5000 (2000) Euro und Großbritannien 3000 (800) Euro. Kollektionen afrikanischer Länder vervielfachten in der Regel ihre Startpreise, ehe eine Partie VR China mit 27 000 Euro nach 10 000 Euro Startpreis den Tagesrekord aufstellte. Natürlich kamen auch die Sammler mit kleinerem Budget wiederum auf ihre Kosten, gab es doch diverse Angebote mit Startpreisen ab 10 Euro, die allerdings nicht minder umkämpft waren.

Internet: www.aixphila.de

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Sammlungen und Nachlässe besonders begehrt

Ettlingen Mit einem Gesamtergebnis von bislang über 2,2 Millionen Euro (Zuschlag zuzüglich Aufgeld, ohne Nachverkauf) konnte die 94. internationale Gert-Müller-Auktion, die am 19. und 20. Mai 2017 stattfand, erfolgreich abgeschlossen werden.

Zahlreiche herausragende Spitzenergebnisse kennzeichneten den Verlauf dieser außergewöhnlichen Versteigerung. So konnten über 400 Lose im vier- und fünfstelligen Preissegment verkauft werden, hiervon alleine 21 Positionen mit Zuschlagspreisen von 10.000 bis 40.000 Euro. Insbesondere gehaltvolle Kollektionen, reichhaltige Nachlässe, Spezialsammlungen und Briefposten waren begehrt und erreichten teils ein Mehrfaches der Schätzpreise.

Das bislang größte Angebot der Firmengeschichte im numismatischen Bereich wurde fast restlos abgesetzt und führte zu einem Gesamtergebnis von über 770.000 Euro (Zuschlagspreis zuzüglich Aufgeld). Zahlreiche kaufkräftige Bieter, insbesondere aus verschiedenen europäischen Ländern und Übersee, sorgten für ein sehr hohes Preisniveau.

Aber auch die Inlandsnachfrage ist aufgrund der aktuellen Zinssituation stark gestiegen. So erbrachte eine Einlieferung aus Mannheim einen Zuschlagspreis von 68.300 Euro (Lose 1-1S, Ausruf: 19.300 Euro), eine Kollektion Volksrepublik China erzielte 40.000 Euro (Los 2, Ausruf: 20.000 Euro). Eine umfangreiche Einlieferung aus Bayern erlöste enorme 92.000 Euro (Lose 3-4Q, Ausruf: 41.300 Euro), eine Einlieferung aus Düsseldorf 35.500 Euro (Lose 6-6L, Ausruf: 16.600 Euro). Eine Kollektion SBZ/Thüringen ging für 21.000 Euro (Los 35R, Ausruf: 12.000 Euro), eine Einlieferung aus Berlin für 25.200 Euro (Lose 3280-3290, Ausruf: 10.500 Euro). Eine weitere Kollektion Volksrepublik China wurde für 26.000 Euro zugeschlagen (Los 3299, Ausruf: 20.000 Euro), eine Sammlung Tiermotive für 18.000 Euro.

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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Bisher höchster Preis für eine einzelne DDR-Briefmarke!

Dresden Die 175. Dresdner Briefmarken-Auktion am 17. und 18. Mai 2017 kann als erfolgreich bezeichnet werden. Rund 60 % der insgesamt 5596 Lose wurden verkauft, Sammlungen wiesen mit 70 % eine noch höhere Verkaufsquote auf.

Der Sonderkatalog mit der DDR-Dienstmarken-Sammlung von Dr. Hans-Karl Penning brachte es sogar auf eine verkaufte Loszahl von 81 %. Ein Teil der Lose konnte erstmals live im Internet mitbeboten werden, was 55 Kunden nutzten. Sehr hohe Verkaufsqouten im Einzellos-Bereich verbuchten Münzen, Ansichtskarten, Altdeutschland, Deutsche Auslandspostämter und Kolonien sowie DDR.

Im Europa-Teil überzeugte die Nordingermanland MiNr. 11 als Bedarfs-Einzelfrankatur mit 410 (100) Euro. Bei Übersee zog die chinesische Ganzsachenkarte MiNr. P 13 als Suchdienstkarte mit entsprechendem Zudruck und russischer Zensur aus TIENTSIN 28.7.16 via Bahnpost Peking-Moukoek und Manchouli nach Chemnitz von 120 auf 540 Euro.

Highlight in der Flugpost-Abteilung war ein Apollo-15-Mondbrief, der von 5000 auf 7600 Euro kletterte. 5000 bzw. 5600 Euro bei jeweils 5000 Euro Startpreis brachten Spezialsammlungen in je zwei Alben zur Katapultpost der Dampfer "Europa" und "Bremen". Ein zur Italienfahrt des LZ 127 im Jahre 1933 bei der Post in Italienisch-Tripolitanien aufgelieferter Brief mit komplettem Satz der Zeppelin-Sondermarken wurde für 1050 (950) Euro mitgenommen.

Mit 350 (80) Euro seinen Ansatz mehr als vervierfachen konnte ein postfrischer Eckrand-4er-Block der MiNr. VII des Deutschen Reiches. Eine Einzelfrankatur des Neuguinea-Vorläufers MiNr. V42c auf Nachsendebrief stieg von 1000 auf 2200 Euro. Für 1150 (700) Euro wurde die Marianen MiNr. 5 I auf Briefstück zugeschlagen.

Zur Taxe von 3000 Euro wechselten die SBZ Westsachsen MiNrn. 116 EX, 117 aEX, 118/ 19 EX, Gaschwitz 5 bis 12 Pf komplett gestempelt, den Besitzer. Die 3 Mark "Taube" mit Handstempel Bezirk 3 Berlin-Wilhelmsruh auf überfrankiertem Orts-R-Brief klettere von 550 auf 800 Euro. Bemerkenswerte 500 (60) Euro brachte die DDR MiNr. 242 I im waagerechten Paar aus rechter oberer Bogenecke. Ein gestempeltes Exemplar der Wasserzeichenvariante DDR MiNr. 453 YI war einem Liebhaber 1450 (1400) Euro wert.

Gespannt war man auf den Verkauf der DDR-Dienstmarken-Sammlung. Den bisher höchsten Zuschlag, den jemals eine einzelne DDR-Briefmarke brachte, erzielte Los 6049 mit 5200 (5000) Euro. Es handelte sich um ein postfrisches Exemplar der MiNr. D 14 YI. 3100 (3000) Euro erlöste die MiNr. D 32yII XII im postfrischen Viererstreifen aus der linken unteren Bogenecke mit komplettem Druckvermerk. Für zwei Exemplare der MiNr. D 40 mit Zusatzfrankatur als portorichtige Mischfrankatur auf Eilboten-R-Brief fiel der Hammer bei 3700 (3000) Euro. 440 (100) Euro war einem Bieter eine portogerechte Eilboten-Drucksache mit der MiNr. D 17 in Mischfrankatur mit zwei Exemplaren der MiNr. 405 wert. Es handelt sich um eine Verwendungsform-Rarität ersten Ranges, dazu noch als Mischfrankatur mit dem 84-Pf-Wert und Werten der Dauerserie, die vermutlich nicht wieder beschaffbar ist.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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Gute Nachfrage für Polarpost

wm 3900 Lose, darunter ca. 900 Sammlungen und Lots, standen am 12. und 13. Mai bei der Firma Fortagne & Lipfert in Leipzig zum Verkauf. Diese wurden mit überwiegend beachtlichen Steigerungen an Bieter gebracht. Besonders reges Interesse fanden Lose im Polarpostbereich, denn dort wurde eine Sammlung mit Stücken aufgelöst, die man nicht alle Tage sieht. Bereits das Titelbild (eine Expeditionskarte der 1. Deutschen Südpolarexpedition 1901 von Teilnehmer Emil Kuhnert) war dafür ein guter Beleg. Maßvoll bei 700 Euro angesetzt, schoss sie auf 3600 Euro. Gefragt waren auch Einzellose aus den Bereichen deutsche Zeppelinpost, Postgeschichte, Heimatphilatelie sowie Marken und Belege von Bayern, Sachsen, Württemberg und Deutsches Reich. Wie immer im Fokus standen die Nachkriegsausgaben und DDR-Besonderheiten mit Plattenfehlern, Farben, besseren Wasserzeichen und Druckvermerken.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Felzmann zum 159.: Mit allerlei Unikaten und Raritäten

wm Es ist doch bemerkenswert, dass fast 170 Jahre nach Aufgabe eines Briefes dieser erst in heutiger Zeit als Ersttagsbrief (!) der 1 Sgr. von Cöln nach Crefeld identifiziert werden kann. So nachzulesen in einem prächtig gestalteten Auktionskatalog des Düsseldorfer Auktionshauses Ulrich Felzmann, das vom 6.-8. Juli 2017 seine 159. Versteigerung durchführt. Prüferin Maria Brettl attestiert dem Brief: "Sehr seltenes Dokument preussischer Postgeschichte. Als Ersttagsbrief eine Rarität". Mit 7 500 Euro Ausruf sind Interessenten dabei, wohl auch mit der Erkenntnis, es gibt immer noch Neues zu entdecken. Das dürfte auch wohl für die über 7 000 weiteren Angebotslose gelten, die die Faszination der Briefmarken widerspiegeln.

Dem Team des rührigen Auktionators von Düsseldorf kann man - neben der Vielfalt des weltweiten Angebotes - eines kaum absprechen: Einen klugen Sinn für Design und Gestaltung. Der knapp 500 Seiten starke Katalog überzeugt mit seiner Aufteilung, der direkten Zuordnung von Farbabbildungen zur Beschreibung, den farbigen Randstreifen, die für die großen Angebotsgruppen unterschiedlich ausfallen sowie den Farbbalken für die Zwischengruppen. Abbildungen fallen bei bedeutenden Stücken entsprechend groß aus, so dass man als Bieter einen guten Eindruck erhält. Das kostet zwar alles Platz, verschafft dem Interessenten aber einen Mehrnutzen. Kataloganforderung bei: Tel. 02 11/550 440, E-Mail: info@felzmann.de oder www.felzmann.de

Herbert Geier-Auktion am 27. Mai 2017:
Zahllose Angebote zum günstigen Preis

wm Den aktuellen Auktionskatalog für die kommende Auktion in Bad Staffelstein kann man unter www.geier-auktionen.de abrufen. Auf der Homepage finden Interessenten nahezu alle Einzellose abgebildet, so dass mehrere tausend Scans von Marken, Belegen (vielfach Vorder- und Rückseite) und Auszüge aus diversen Sammlungslosen, sowie auch ggf. die Atteste bzw. Befunde, zur Verfügung stehen. Wie gewohnt findet sich wieder ein umfangreiches Angebot quer durch die Philatelie von Übersee über Europa, den versch. deutschen Gebieten bis zu den Heimat- und Motivlosen, Literatur und Sammlungen. Selbst ausgefallene Gebiete wie die Werbe- und Fiskalphilatelie oder auch Privatpostanstalten finden beim Auktionshaus Geier Beachtung.

Gerade Sammler mit kleinem Geldbeutel, Spezial- und Stempelsammler, Heimat- und Motivsammler finden jede Menge Lose gegen Gebot bzw. für ein paar Euro (alleine fast 3.000 Gebotslose, 2.400 Lose bis 10 Euro sowie ca. fast 2 000 Lose bis 20 Euro). Die ideale Möglichkeit zur Ergänzung der Sammlung.

Sensationeller Zuschlag bei der Internetauktion vom Auktionshaus Felzmann

(aw/wm) Ein Erfolg auf ganzer Linie war die letzte e@uction des Auktionshaus Felzmann, die im Internet und live auf der Briefmarkenmesse in Essen stattfand. An beiden Tagen tummelten sich die Besucher nicht nur auf der Internetseite des Unternehmens, sondern auch an Stand Nr. 45 in Essen. Denn eine Marke hatte es so manch einem besonders angetan: Die neueste "Unverausgabte" Sondermarke der Deutschen Post mit den Fehldrucken "Kerstfest" und "Jul" zum Weihnachtsfest 2016. Sogar das WDR-Fernsehen hatte sich angekündigt, um ein Interview mit Auktionator Ulrich Felzmann zu drehen. Dieser kennt sich bestens mit unverausgabten Briefmarken der Deutschen Post aus, hatte er doch einige der ebenfalls zurückgezogenen berühmten Audrey Hepburn-Marken in seinem Auktionshaus versteigert. Ulrich Felzmann ahnte schon, dass diese neue "Unverausgabte" hohe Wellen schlagen würde, aber mit solch einem Rummel und diesem Zuschlag hatte selbst er nicht gerechnet.

In der e@uction, dem etwas kleineren Pendant zur internationalen Saalauktion, befinden sich neben preisgünstigeren Briefmarken und Münzen auch immer wieder echte Raritäten, wie eben dieses Mal eine gestempelte "Kerstfest"-Marke (Los 12320) sowie ein komplettes Folienblatt mit zehn nassklebenden Marken dieses Fehldrucks (Los 12319). Bieter aus dem In- und Ausland, wie u.a. den USA und Australien, rangen um dieses einzigartige Folienblatt. Ein Kommissionär hatte gleich zwei Telefonbieter parallel am Ohr. Der Zuschlag von 1.500 € für die gestempelte Einzelmarke auf Briefstück wurde bei weitem noch von dem postfrischen Folienblatt getoppt: Für den sensationellen Zuschlag von 27.500 € wurde das Spitzenstück versteigert.

56. Auktion des Potsdamer Philatelistischen Büros am 3. Juni 2017

wm Titel und Inhalt des vorliegenden Auktionskataloges fallen bereits aus dem üblichen Rahmen, die rund 2 000 Lose noch mehr. Schwerpunkt ist die internationale Postgeschichte, was man bereits zu Beginn des Kataloges dem Titel "Transite und grenzüberschreitende Post" absehen kann. Exzellente Briefe in guter Erhaltung, interessante Frankaturen und Destinationen und so manches mehr - jeweils fachkundig beschrieben und zu "vernünftigen" Preisen angesetzt, wie die Auktionshaus-Inhaber Karlfried Kraus und Dr. Michael Jasch selbst formulieren. Neben Feldpost sind auch die deutschen Gebiete gut repräsentiert, darunter die SBZ z.B. mit dem 4. Teil der "Jade"-Sammlung, die eine unglaubliche Stempelfülle kleinster Postanstalten mit teils seltensten Abschlägen enthält. Ausland findet sich ebenso, natürlich auch Sammlungen und Lots - dieses Mal mit vielen Briefen von Übersee vor 1945. Zum Kataloginhalt und Angebot passt der repräsentative historische "Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte am Neuen Markt in Potsdam, wo die Auktion stattfinden wird. Kontakt: www.potsdamer-phila-buero.de bzw. auktion@potsdamer-phila-buero.de

Deutschland-Philatelie mit hervorragenden Spitzenwerten

Aachen Im Vordergrund der 60. AIX-PHILA-Auktion am 26. und 27. Mai in Aachen steht eindeutig die Deutschland-Philatelie mit zahlreichen Spitzenwerten in hervorragender Erhaltung.

Ein fast postfrisches Randstück des schwarzen Bayern-Einsers startet mit 400 Euro, ein Brief mit zwei Stück der bayerischen Portomarke MiNr. 1 mit 200 Euro. Beim Deutschen Reich ist fast alles vertreten, was Rang und Namen hat, beispielsweise ein Zeppelinsatz "Chicagofahrt" mit 1000 Euro, ein Nothilfeblock mit 1300 Euro oder die 2 RM Lilienthal mit waagerechter Riffelung für 1400 Euro. Alle Stücke sind postfrisch und mit Fotoattest "einwandfrei". Bei den Zusammendrucken ragt neben etlichen seltenen Markenheftchen eine Kombination MiNrn. S 65+66 heraus (Ausruf 800 Euro). Danzig trägt nicht nur das Titelstück bei, die MiNr. 101 X Top-gestempelt zum Startpreis von 1000 Euro, sondern weitere Seltenheiten und Belege. Nicht alltäglich dürften auch Lokal-Postkarten aus Tschenstochau während des Ersten Weltkrieges sein; mehrere davon sind bei Schätzpreisen bis 200 Euro mit von der Partie. Diverse Abarten und vor allem Bedarfsbelege gibt es vom Generalgouvernement, darunter einen großformatigen "Bahnhofsbrief", der mit 400 Euro ins Rennen geschickt wird.

Nachkriegsdeutschland hält die bekannten Highlights bereit wie z.B. diverse Berliner Währungsblocks (darunter ein Exemplar mit verschobener Marke zu 20 Pf, Ausruf 200 Euro) oder mehrere attestierte Posthornsätze.

Bei den ausländischen Sammelgebieten verdient Belgien mit allen guten Sätzen wie Rotes Kreuz, Stahlhelm, Orval und Mercier eine besondere Erwähnung, genauso wie Polen mit einem Brief der ersten Marke aus PIOTRKOW (Ausruf 400 Euro) oder die VR China mit zwei Pfingstrosen-Blocks ungestempelt und gestempelt zu 800 bzw. 500 Euro.

Fast 1800 Sammlungen, Posten und Nachlässe zum größten Teil aus Privathand bilden am 2. Tag den traditionellen Höhepunkt der Versteigerung. Hier ragt eine tolle Sammlung Drittes Reich mit mehr als 1700 Belegen, vielfach Ersttagsbriefen, heraus, wobei der Startpreis von 20 000 Euro eher moderat sein dürfte. Sehr gut bestückte Kollektionen Altdeutschland, Deutsches Reich, Gebiete, Zweiter Weltkrieg mit Sudetenland und Danzig (mit einer großen Briefe-Sammlung, Ausruf 1000 Euro) folgen bei Startpreisen von 10 bis 5000 Euro. Natürlich ist auch Nachkriegsdeutschland mit etlichen sauberen Komplettsammlungen mit von der Partie. Europa - Schwerpunkte sind Belgien, Luxemburg und die Schweiz - bietet diverse gut bestückte Sammlungen, ebenso Übersee mit fast allen afrikanischen Ländern oder auch einer Kollektion VR China aus der Zeit der Kulturrevolution, die mit 2500 Euro unter den Hammer kommt. Motive jeder Art ab 10 Euro runden das beste Sammlungsangebot seit Jahren bei AIX-PHILA ab.

Internet: www.aixphila.de

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Reichhaltiges Allround-Angebot

Leipzig Rund 3900 Lose aus fast allen Sammelgebieten verteilen sich auf die 172. Auktion der Firma Fortagne & Lipfert wie folgt: Den Auftakt bilden 360 Lose Zeppelinpost (1911-1939), davon Deutsches Reich 140, Europa 140 und Übersee 60 mit teils frühen Zeppelinbelegen und interessanten Zuleitungen. Topstück ist eine eingeschriebene Warenprobe zur 7. Südamerika-Fahrt 1934 mit rückseitig verklebtem Nothilfe-Block für 4800 Euro. Daran schließen sich ca. 170 Flugpost-Lose mit DR-Pionierluftpost und Luftpost-Lose aus Europa und Übersee an.

Aus den Bereichen Polarpost (von klassischen Belegen bis hin zu einer Schlittenhunde-Ansichtskarten-Kollektion), Schiffspost, Feldpost und Kriegsgefangenen-Post kommen ca. 120 Lose. Motive von Bahnpost (50) über Kosmos (mit Saljut-Bordpost), Propaganda, Tiere (Hunde) bis Zensur sind mit 140 Losen vertreten. Dazu gesellen sich 170 Lose Heimatphilatelie und Postgeschichte.

Es folgen 230 Lose mit über 6000 alten Ansichtskarten überwiegend aus Deutschland. Eränzt wird das Angebot durch 100 Lose mit Material zur Zeitgeschichte, Autographen sowie Siegel- und Gebührenmarken. Ins Auge fällt ein von Napoleon Bonaparte im Versailler Schloss geschriebener und mit seinem Namenssignum versehener Briefbogen (1350 Euro).

820 Lose Deutsches Reich mit Gebieten einschließlich Altdeutschland (120 Lose) bieten eine reichhaltige Palette, mit dabei Brustschilde, Krone/Adler und Germania-Ausgaben mit vielen Besonderheiten, Farben, Plattenfehler und frühe Ganzsachen (60 Lose) sowie Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete (Erster und Zweiter Weltkrieg).

Gut bestückt zeigt sich die Nachkriegszeit mit 340 Losen Deutschland nach 1945 mit Lokalausgaben (40) von Cottbus bis Storkow, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei "Sächsische Schwärzungen" (35), besseren Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehlern und einem SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben, Ganzsachen (u.a. P31 II) und Belegen.

Das Sammelgebiet DDR bringt 400 Lose, dabei Farben, Plattenfehler, geprüfte Wasserzeichen-Besonderheiten, Druckvermerke, Markenheftchen, Belege, Ganzsachen (45) und Dienst/ ZKD-Post. 110 Lose von Berlin/WD/Bund und Franz. Zone schließen den Deutschland-Teil ab.

Europa und Übersee zeigen ca. 150 Einzellose, dabei klassische Ausgaben/Werte und Belege. Mit 1500 Euro geht ein mit Sonderstempel entwerteter Block MiNr. 8 der VR China ins Rennen.

Den Abschluss bilden 800 Lots/Engrosposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen der Gebiete Sachsen (Nummernstempel-Sammlung), Württemberg, Deutsches Reich, SBZ, DDR einschließlich Zusammendrucke und ZKD, Berlin, Bund sowie Belgien, CSSR, Finnland, Grönland, Schweiz, Brasilien, VR China und USA.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Gute Steigerungen bei Einzel- und Sammlungs-Losen

Berlin Die 20. Schlegel-Auktion am 3. und 4. April 2017 bestätigte mit starken Ergebnissen die Qualität und Bandbreite der halbjährlichen philatelistischen Angebote.

Das Auktionshaus Schlegel befriedigte das offensichtliche Marktinteresse mit einem erneut starken und ausgewählten Sammlungsangebot, was durch sehr gute Steigerungen und Zuschlagsraten bestätigt wurde. Der Sammlungsreigen kam spätestens mit einer umfangreichen Bayern-Sammlung 1849/1919 in gestempelter Erhaltung (Los 134) gehörig in Schwung, die für 13 000 Euro einen neuen Besitzer fand. Eine umfangreiche Sammlung aller Gebiete der Deutschen Auslandspostämter und Kolonien 1887/1919 (Los 462) erzielte mit 11 500 Euro eine weitere Höchstmarke. Im Bereich China konnte sich erneut - sowohl im Sammlungs- als auch im Einzellosbereich - die Bilanz sehen lassen, angeführt von zwei Sammlungen VR China (Lose 1614 und 1615), die mit je 7200 Euro ihren Ausruf deutlich übertrafen. Alle Augen richteten sich zudem auf eine umfangreiche Motivsammlung Raumfahrt/Weltraum (Los 1871) inklusive eines Mondbriefes der Apollo-15-Mission. Diese kletterte auf einen Zuschlag von 14.800 Euro.

Bei den Einzellosen zeigte sich erneut, dass auf Raritäten weiterhin Verlass ist. Starke Bietergefechte entbrannten im Bereich Militärluftfahrt (Spitzenlos 5479, eine Fotokarte mit Unterschrift und eigenhändigem Gruß von Manfred von Richthofen, Zuschlag 1500 Euro) sowie bei den Autographen (Lose 7778-7794). Philatelie aus dem deutschen Nachkriegszeitraum brillierte mit hohen Zuschlägen, u.a. zwei Theaterblocks (Lose 6682 und 6682 A, Zuschlag je 17.500 Euro), 1 M. Bandaufdruck als Einzelfrankatur auf überfrankiertem R-Ortsbrief für 14.000 Euro sowie ein Ortsbrief 1932 mit Aufdruckfehler "Rdf" auf Nothilfe-Marke (Los 4692 für 11.000 Euro). Zum Abschluss gab es pure Freude bei einem enthusiastischen Sammler, der einen Original-Markenheftchen-Automaten der Deutschen Post erstehen konnte, der gleiche Automat, aus dem jener Sammler als Kind teure Markenheftchen "Brandenburger Tor" zog.

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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Gutes Angebot deutscher Sammelgebiete

Dessau-Rosslau Mit etwas über 4600 Losen geht die 46. Hettinger-Auktion am 16. Mai 2017 an den Start. Sie zeichnet sich durch einen guten Anteil Altdeutschland (ca. 300 Lose) und einen starken Brustschild-Teil (ca. 60 Lose) aus. Gut besetzt sind auch Luft- und Zeppelinpost (ca. 120 Lose), Propagandakarten (ca. 140), Hamburger Straßenbahnpost (ca. 50), deutsche Nebengebiete (ca. 350 Lose), Lokalausgaben nach 1945 (ca. 130), SBZ (ca. 550) und DDR (ca. 500). 19 Lose mit Goldmünzen 20 Mark des Deutschen Reiches und Euromünzen sowie ein gehaltvoller Sammlungs-Teil mit ca. 800 Positionen runden die Versteigerung ab.

Einige interessante Einzellose seien beispielhaft genannt. So finden sich beim Deutschen Reich eine 10 Groschen Innendienst auf Paketbegleitbrief mit vollem Poststempel ohne Federzug (1200 Euro), eine 18 Kreuzer Großer Brustschild gestempelt mit Plattenfehler II (650 Euro) und eine 5 Mark Reichspost als Paar der Type II gestempelt, davon eine Marke mit Plattenfehler (900 Euro). Eine portofreie Dienstsache von Fredersdorf mit selbstgestaltetem Not-R- Zettel soll mindestens 250 Euro bringen. Bei der SBZ fallen ein postfrisches Kinderhilfe-Paar 6 Pf von Mecklenburg in der Fehlfarbe Rosa (1500 Euro), eine Thüringen 5-Pf-Freimarke in seltenem "z1"-Papier postfrisch (900 Euro), eine seltene portogerechte Einzelfrankatur der Kontrollrat 40 Pf auf Nachfrage-Einschreiben aus Ostsachsen (800 Euro) und eine 15-Pf-Freimarke der Provinz Sachsen in seltener "b"-Farbe mit Wasserzeichen "X" auf (800 Euro). Die DDR begeistert u.a. mit einem kompletten Satz "Köpfe II" in postfrischen 50er-Bogenteilen (2500 Euro), dem Thälmann-Block in der Erstauflage (700 Euro) und 5 Jahrplan Urdruck postfrisch (800 Euro).

Internet: www.hettinger-auktionen.de

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177. Rauhut-&-Kruschel-Auktion: Einzigartige Sammlung der Inflationsausgaben

Mit der 177. Auktion des Hauses Rauhut & Kruschel fällt der Startschuss für den Verkauf einer wahrlich außergewöhnlichen Infla-Sammlung, die in zwei Teilen am 20. Mai sowie im Rahmen der Auktion am 1./2. September 2017 in Mülheim a.d. Ruhr ausgerufen wird. Seit der Versteigerung der legendären "Peschl-Sammlung" dürften Sammler kein vergleichbares Angebot dieses Sammelgebietes mehr gesehen haben! Auktionator und Firmeninhaber Harald Rauhut ist stolz, mit dieser Sammlung nicht nur das Lebenswerk eines begeisterten Philatelisten, sondern auch eine Ausnahmesammlung mit besonderem Anspruch und zahlreichen wertvollen Unikaten präsentieren zu dürfen.

Von selten bis einzigartig: Jeder Tag ein Höhepunkt

Das ebenso komplexe wie faszinierende Sammelgebiet der Inflationsausgaben bietet den Spezialisten ein weites Feld. Die zahlreichen Ausgaben, Aufdrucke, Portostufen, Erst- und Letzttage und vieles mehr laden dazu ein, die vielfältigen Möglichkeiten zu nutzen und nach eigenen Vorstellungen eine Kollektion aufzubauen. Dies ist bei der vorliegenden Sammlung von Marken und Briefen in einem beeindruckenden Umfang mit Fokus auf den seltenen und wertvollen Stücken bis hin zu Unikaten dieses Sammelgebiets in herausragender Weise umgesetzt worden.

Nahezu unglaublich ist die Tatsache, dass der Sammler den Anspruch hatte, jeden Tag (!) mit einem besonderen Beleg zu dokumentieren und die diversen Ausgaben so zu einer einzigartigen Sammlung zusammenzustellen. Dadurch beinhaltet bereits der erste Teil der vorliegenden Kollektion in einem kaum vorstellbaren Umfang von knapp 500 Losen seltene und seltenste Marken und Briefe, diverse kleine und große Höhepunkte, die nicht nur den Infla-Sammler nachhaltig beeindrucken dürften.

Ein Blick in den Auktionskatalog lohnt sich!

Ein echtes Highlight ist das Titellos des Auktionskataloges (Los 138 - Ausruf: 6000 Euro), ein Brief mit portogerechter Mehrfrankatur der MiNr. 209 Y auf Brief vom 17. August 1923. Bereits als Mischfrankatur ist die 50-Mk.-Marke mit dem seltenen Vierpass-Wasserzeichen höchst selten. In Verwendung als Mehrfachfrankatur gehört diese Ausgabe zu den großen Infla-Raritäten (im MicheL-Katalog ohne Bewertung!), und der vorliegende Brief mit gleich 20 Exemplaren ist ein Unikat. Die lose gestempelten Marken werten schon mit 22 000 Euro. Zwei seltene portogerechte Einzelfrankaturen der MiNr. 67 zu 3 Mark locken mit den Losen 465 und 466 (Ausruf je 1000 Euro). Die Einzelfrankatur war nur in seltenen Verwendungsformen - hier auf Drucksache der 2. Gewichtsstufe aus Berlin bzw. auf Ortspostkarte aus München - für einen Zeitraum von ca. sechs Wochen möglich, und es sind nur sehr wenige Einzelfrankaturen dieser Marke bekannt. Zwei weitere, höchst seltene Marken bzw. Farben finden sich bei den Losen 144 und 146. Die Einzelfrankaturen der MiNrn. 216 b (2 Mk. Flugpost, dunkellilarot/mittelgrau) auf dekorativem Drucksachen-Couvert und 217 a (3 Mk. Flugpost, graublau/dunkelgrau) auf Postkarte starten mit jeweils 1200 Euro. Und dies sind nur einige wenige Beispiele.

Zahlreiche weitere attraktive Lose erwarten die Sammler - und nicht nur solche der Infla-Ausgaben, denn auch die weiteren deutschen Sammelgebiete beeindrucken mit einem hochwertigen Angebot von der Vorphilatelie über Altdeutschland und Deutsches Reich bis hin zu den modernen Sammelgebieten. Von Einzellosen über kleinere Lots und Posten ist für für jeden Geschmack etwas dabei.

Das vollständige Angebot der Auktion finden Interessenten online unter www.rauhut-auktion.de und über Philasearch (www.philasearch.com).

Internet: www.rauhut-auktion.de

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364. Heinrich-Köhler-Auktion:
Frühjahrsauktion setzte Maßstäbe an drei Standorten!

Mit der 364. Auktion vom 20. bis 25. März 2017 hat das Traditionshaus Heinrich Köhler aus Wiesbaden einmal mehr die eigene Firmengeschichte um zahlreiche Bestmarken und unvergessliche Höhepunkte bereichert, die auch in der philatelistischen Szene noch lange in Erinnerung bleiben werden. Das sagenhafte Angebot der sieben Sonderkataloge sowie des Hauptkatalogs stieß auf eine herausragende Nachfrage, und am Ende waren es mehr als 6,5 Millionen Euro, die kauflustige Sammler und Händler bei der Auktion in Wiesbaden und den parallel dazu stattgefundenen Simultan-Auktionen in Stockholm und Hongkong ausgaben.

Blick hinter die Kulissen

Ebenso beeindruckend wie das Gesamtergebnis waren die mit der Auktion verbundenen "Details" - von der Auktionsvorbereitung bis zum Zuschlag -, die Geschäftsführer Dieter Michelson am 25. März 2017 während eines Festabends mit knapp 100 geladenen Gästen präsentierte.

Das Angebot der insgesamt acht Auktionskataloge umfasste Einlieferungen aus vier Kontinenten (Europa, Asien, Australien, Nordamerika). Zuvor waren 16 Auslandsreisen erforderlich, um das umfangreiche Material zu beschaffen, wobei die Einlieferer aus 19 Ländern kamen. Neun Mitarbeiter waren für die Bearbeitung und Katalog-Erstellung am Werk.

Bei der Auktion lieferten sich fünf Kommissionäre, die 312 Bieter repräsentierten, an sechs Auktionstagen heiße Bietergefechte. 120 Telefonbieter kämpften u.a. gegen 192 Saal-, 462 Online-, 579 Web- und 610 schriftliche Bieter.

Eine Gesamtbeteiligung von 2266 Bietern aus der ganzen Welt, die eines oder mehrere der 6417 Einzel- und Sammellose erwerben wollten, spricht wahrlich für sich. Bei einem Gesamtausruf von 3 864 410 Euro wurde ein Zuschlag 5 429 917 Euro erzielt, was einer Quote von hervorragenden 141 Prozent entspricht. Die Zuschläge für die verkauften Lose übertrafen die Startpreise insgesamt um durchschnittlich 96 Prozent. Die Verkäufe gingen zu ca. 2,6 Millionen Euro an deutsche, zu 1,65 Millionen an europäische und zu 1,17 Millionen an Übersee-Bieter. Etwa ein Viertel der Lose und des Umsatzes wurde an Online-Live-Bieter zugeschlagen - ein neuer Höchstwert! Dieser Trend zeichnet sich von Auktion zu Auktion deutlich stärker ab, was auch im bewährten Firmensystem zum "Online-Live-Bieten" begründet liegt, das Heinrich Köhler und die verbundenen Auktionsfirmen im Global Philatelic Network nutzen.

Spitzenergebnisse dank guter Vernetzung

Dass das Auktionshaus Heinrich Köhler weltweit Maßstäbe zu setzen vermag, haben in den letzten beiden Jahren bereits die erfolgreichen Auktionen an Standorten wie New York und London sowie Simultan-Auktionen mit John Bull in Hongkong eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die 364. Auktion setzte in diesem Kontext noch einen drauf, wurde hier doch bei gleich zwei Simultan-Auktionen an drei Standorten (Stockholm, Hongkong und Wiesbaden) zeitgleich versteigert. "Innereuropäisch-transpazifisch" boten die Sammlungen "Schweden" und "Post nach Fernost" Höhepunkte in Hülle und Fülle, und die Beteiligung der Sammler vor Ort in Wiesbaden, Stockholm und Hongkong war herausragend, wie die Zuschläge belegen. Ein Kurier-Brief aus dem Jahr 1591 vom schwedischen König Johan III an die englische Königin Elizabeth I (Los 6121) wurde von 4000 Euro Ausruf auf sagenhafte 20 000 Euro gesteigert. Ein Brief ab Welford (Großbritannien) nach Macau via Marseille und Bombay mit seltenem Handstempel "CARE OF MESSRS. WAGHORN & Co./LONDON.ALEXANDRIA" (Los 8060) erzielte einen sensationellen Zuschlag von 58 000 Euro (Ausruf: 10 000 Euro), um nur zwei Spitzenzuschläge zu nennen.

Mit dem Los 5087 wurde sogar eine historische Bestmarke geschaffen. Nach einem Ausruf von 15 000 Euro steigerte der Brief mit "TULCA 90"-Siegelstempel nach Istanbul auf 34 000 Euro, was das bis heute höchste Auktionsergebnis für türkische Postgeschichte in Rumänien darstellt! Aus der Sammlung "Post nach Fernost" sei noch ein Brief ab Lindau nach Manila (Philippinen) herausgegriffen (Los 8185), der nach einem Ausruf von 4000 Euro und spannender Bieterschlacht bei großartigen 25 000 zugeschlagen wurde.

Der erwähnte Festabend hielt für die anwesenden Gäste noch einen weiteren Höhepunkt bereit, der in Form einer Vorschau auf die Herbst-Auktion vom 26. bis 30. September 2017 daher kam. Diese wird neben den zweiten Teilen der Sammlungen Larsson (Schweden) und Esmer (Osmanisches Reich) unter anderem die einzigartige Sammlung "Markenheftchen des Deutschen Reiches" von Rudi van de Weyer sowie eine bedeutende Saarland-Sammlung offerieren. Mit Staunen und großer Vorfreude wurde außerdem die Ankündigung des Verkaufs einer Kollektion "BALLON MONTÉ" aus der Sammlung von Erivan Haub aufgenommen, die den Auftakt für zukünftige Versteigerungen aus dem Besitz von Deutschlands bedeutendsten Sammler markieren wird!

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Vorbericht zur 156. Dr. Reinhard Fischer-Auktion, Bonn, 26.-27. Mai 2017

wm (Bonn) Traditionell im Mai veranstaltet das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer in Bonn eine viel beachtete Auktion für Philatelie und Numismatik. Das umfangreiche Angebot mit über 8.000 Losen bietet zahlreiche Raritäten und Besonderheiten. Sehr umfangreich und auch für Fernbieter nachvollziehbar sind die ausführlichen Beschreibungen im Auktionskatalog.

Am Auktionsfreitag wartet ein wertvolles Angebot Münzen, Medaillen und Militaria mit zahlreichen Gold- und Silberprägungen in fast 1500 Losen im Gesamtwert von über 350.000 Euro auf. Neben Einzellosen werden auch zahlreiche Partien und Lots angeboten. Dabei u. a. ein großes Angebot Kaiserreich-Gold, DDR mit vielen Raritäten oder ein riesiges Angebot Goldmünzen Europa und alle Welt.

Aus dem umfangreichen Angebot Briefmarken am Auktionssamstag sticht vor allem Altdeutschland hervor, zahlreiche Seltenheiten wie Bayern Nr. 1 (1.200 € bzw. 1.600 €), Lübeck mit gestempelten Ausnahmestücken Mi.-Nr. 2 (Ausruf 750 €) und 4 (Ausruf 350 €) sowie Hamburg mit Mi.-Nr. 18 in gestempelter Top-Erhaltung (Ausruf 800), bei Oldenburg fallen die seltene Mi.-Nr. 1 und 8 je als Einzelfrankatur auf Brief auf (Ausruf 500 bzw. 750 €) oder aber ein literaturbekannter Sachsendreier (Ausruf 2.000 €). Ergänzt wird das umfangreiche Angebot altdeutscher Philatelie um zahlreiche Stempellose, sowie etliche Lose im Sammlungsteil.

Nicht weniger hochkarätig besetzt ist der Bereich des Deutschen Reiches von 1872-1945, dabei u. a. Mi.-Nr. 11 in postfrischer Erhaltung (Ausruf 1.100 €), seltene Plattenfehler, Abarten und Besonderheiten ergänzen das umfangreiche Angebot. Unter den gesuchten Standard-Ausgaben finden sich Sätze wie "Holztaube" ** (Ausruf 350 €), Iposta-Block als postfrisches Top-Stück (Ausruf 550 €) sowie ein postfrischer Satz "Chicacofahrt" (Ausruf 1.500.-). Ebenso sind einige hundert Lose der beliebten Markenheftchen und Zusammendrucke aus diesem Zeitraum im Angebot. Auch die Zeppelinbriefe dieser Epoche sind in reichhaltiger Auswahl mit vielen interessanten Stücken im Angebot.

Weiterhin sind die sogenannten Nebengebiete inklusive den Ausgaben der Deutschen Auslandspostämter und Kolonien, Danzig, Memel und Saargebiet mit zahlreichen gesuchten Standard-Ausgaben und Besonderheiten im Angebot - dabei unter anderem Danzig mit einigen interessanten portogerechten Bedarfsbelegen, ein ungebrauchter Satz "Großer Innendienst" (Ausruf 1.200 €) oder Saargebiet mit Volkshilfe Satz Mi.-Nr. 128/34 inkl. Höchstwert "Braune Madonna" gestempelt in tadelloser Erhaltung (2.000.-).

Das Angebot Deutsche Besetzung II. Weltkrieg und Feldpostmarken ist sehr umfangreich und hochwertig besetzt, dabei u. a. Montenegro 10/19 ** (Ausruf 3.000 €) - Auflage nur 1.000 Sätze, Pleskau ** Blockausgaben etc., Litauen präsentiert neben der Landesausgabe Mi.-Nr. 10/18 ** (Ausruf 800.- €) auch zahlreiche Lokalausgaben inkl. Aledschen Mi.-Nr. 10 in tadelloser postfrischer Qualität (Ausruf 2.500.- €). Die Gebiete Dünkirchen und Festung Lorient - in der aktuellen Michel Deutschland Spezial 47. Auflage 2017 komplett überarbeitet - sind mit zahlreichen Besonderheiten und Seltenheiten im Angebot, dabei Eckrandstücke mit Druckdatum, Zwischenstegpaare, Druckdaten, Doppeldrucke, Paare "mit und ohne Aufdruck" um nur einige Highlights zu nennen. Alle Lose der Deutschen Besetzungsgebiete in Frankreich während des II. Weltkrieges sind aktuell attestiert vom Experten Lothar Herbst VP.

Das kenntnisreich zusammengestellte Angebot Deutschland nach 1945 bietet in großer Reichhaltigkeit und Tiefe praktisch für jeden Sammler dieser Epoche etwas, ob Abarten, Plattenfehler, Farbvarianten oder Besonderheiten - ebenso gesuchte Standard-Ausgaben sowie etliche Sammlungen und Posten im umfangreichen Sammlungsteil. Dabei u. a. Berlin Schwarzaufdrucksatz 1/20 als einheitlicher Oberrandsatz (Ausruf 500 €). Sehr umfangreich ist das Gebiet der Notopfermarken mit über 60 Losen vertreten, dabei seltene Zähnungen, Verwendungen etc. Angeboten wird unter anderem die seltene Mi.-Nr. 1BY gestempelt (Ausruf 100.- €), eine postfrische 1WDD (Doppeldruck) (Ausruf 120 €) oder aber die extrem seltene 1X gestempelt (Ausruf 400 €), weiterhin diverse Zähnungen, Verzähnungen, geklebte Papierbahn um nur einige Besonderheiten zu nennen.

In der Sektion "Europa" bildet ein Angebot Österreich mit vielen Besonderheiten und Seltenheiten einen Schwerpunkt, dabei ungezähnte Werte, seltene Typen und Besonderheiten, Unverausgabte "Gemeindetag 1974" (Ausruf 320 €), ebenso interessant besetzt sind Frankreich und die Schweiz, weiterhin Liechtenstein.

Die Ausgaben der Überseestaaten sind mit einer interessanten Offerte Volksrepublik China im Angebot, dabei u. a. Schauspielkunst-Block ** (Ausruf 6.250 €), Jugendblock 1979 ** (Ausruf 800 €). Der umfangreiche Sammlungsteil mit über 1.000 Positionen - überwiegend aus Privathand stammend bietet zahlreiche interessante Länder- und Generalsammlungen, Nachlässe, Briefposten, Wunderkisten etc.

Das umfangreiche Angebot können Interessenten online auf www.ReinhardFischerAuktionen.de studieren, ebenso kann man sich dort über die Besichtigungsmöglichkeiten im Auktionshaus informieren und Informationen über die Versteigerungsfolge einholen.

177. Harald Rauhut-Auktion in Mülheim/Ruhr am 20. Mai 2017

wm Bei dieser Auktion gelangt der erste von zwei Teilen der "Holthaus"-Sammlung Deutsche Inflation zum Ausruf. Diese Kollektion ist in zweierlei Hinsicht etwas Besonderes: Zum einen ist der Briefteil nach den einzelnen Tagesdaten aufgebaut und zeigt so sehr anschaulich die Entwicklung der Portostufen bis hin zur Vierfach-Aufwertung und den "Dezember-Briefe" 1923, die in großer Vielfalt - als Einzellose und in kleinen Sammlungen - vorhanden sind. Zum zweiten bilden die regionalen, kurzfristig vorgenommenen Aufdruck-Ausgaben, die sog. OPD-Drucke, einen Schwerpunkt, die sich besonders über die Oberränder darstellen lassen. Dem Sammler war es gelungen, bis auf weniger als fünf Rand-Varianten alle Oberränder der Inflationszeit zu dokumentieren. Dazu hatte es Jahrzehnte gebraucht, denn bereits 1970 begann der Sammler diese Kollektion zusammenzutragen, die heute wohl das Prädikat "einmalig" für sich beanspruchen darf. Natürlich bietet diese Versteigerung - wie bei Rauhut üblich - noch viel mehr: aus allen Gebieten Altdeutschlands, dem deutschen Reich, Europa und Übersee. Auch hier lohnt der Blick, zumal in dem umfangreichen Sammlungsteil. Kontakt: harald.rauhutrauhut-auktion.de, www.rauhut-auktion.de

94. Gert Müller-Auktion in Ettlingen 19.-20. Mai 2017

wm Mit gleich zwei umfangreichen Auktionskatalogen wartet dieses Mal Holger Thull auf interessierte Käufer. Besonders interessant für finanzkräftige Kunden dürfte der erste Katalog mit seinen rund 1 000 Einzellosen sein. Darunter zahlreiche Raritäten aus Übersee inkl. Seltenheiten aus China sowie ein reichhaltiger Europa-Teil mit zahlreichen Spitzenstücken aus der Klassikzeit. Besonders gehaltvoll ist allerdings der Deutschlandteil: Altdeutschland mit mehreren Schwarzen Einsern, aber auch mit seltenen Briefen und Marken der anderen Gebiete. Eben solches findet man auch beim Deutschen Reich ab der Brustschildausgabe. Besonders erwähnenswert hier ist ein hervorragendes Angebot der Propagandafälschungen Zweiter Weltkrieg, Deutsche Feldpost, Danzig sowie ein schöner Teil Nachkriegsdeutschland mit Auflösung einer Spezialsammlung von Abarten und Markenheftchen der BRD. Ein Blick lohnt sich also, ebenso in den zweiten Katalog mit seinen Sammlungen, denn es muss ja nicht gleich das legendäre Parahyba-Provisorium sein, bei dem man ab 28 000 Euro mitsteigern kann. Kontakt: info@gert-mueller-auktion.de, www.gert-mueller-auktion.de

DDR-Dienstmarken-Spezialitäten bei der 175. Dresdner Briefmarken-Auktion

wm Das bekannte Dresdner Briefmarken-Auktionshaus versteigert während der 175. Auktion am 17.-18. Mai 2017 die DDR-Dienstmarken-Sammlung des früheren BPP-Präsidenten und Prüfers Dr. Hans-Karl Penning. Bereits dessen Name lässt aufhorchen, denn Pennings Sammlungen waren stets für das Außergewöhnliche an Seltenheit und Qualität, aber auch für Ausgefallenes bekannt. Dies bestätigen die rund 250 Lose, die in einem Sonderkatalog vorgestellt und zu - so Auktionator Henry Biebaß - niedrig angesetzten Preisen ausgerufen werden, eindrucksvoll. Dass es neben den zahlreichen Belegen in zweistelliger Euro-Größenordnung aber auch einzelne Raritäten gibt, beweist allein Los 6115, ein Brief frankiert mit 2x 50 Pf. in Zeichnung 4 und Zusatzfrankatur als portogerechte Mischfrankatur auf Eilboten-R-Brief, gestempelt in Berlin am 21. April 1960. Von dieser Marke sind bis heute nur neun Ganzstücke bekannt, und nur dieses eine, bei dem sich gleich zwei dieser Marken befinden. Das Auktionshaus schreibt: "Absolute Deutschland-Rarität und möglicherweise der wertvollste Brief der DDR-Philatelie!" (Ausruf 3.000 Euro).

Sonder- und Hauptkatalog sind erhältlich bei: Dresdner Briefmarken-Auktion, Oschatzer Str. 32, 01127 Dresden, Tel. 03 51/8 48 93 67, Fax 03 51/8 48 87 88, E-Mail: info@dresdner-briefmarkenauktion.de. Alle Lose können auch auf www.philasearch.com eingesehen und beboten werden.

Und es gibt sie doch! Bei Ulrich Felzmann's 14. e@uction am 12. Mai 2017

aw/wm Seit Wochen und Monaten ist sie in aller Munde: Die neueste "Unverausgabte" der Deutschen Post, die es eigentlich nicht geben dürfte, da die komplette Auflage laut offizieller Verlautbarung vernichtet worden sein soll. Aber Totgesagte leben bekanntlich länger und so gibt es sie doch!

Aufgrund fehlerhafter Inschriften, wie z.B. "Kerstfest" statt "kerstfeest", wurde die 70-Cent-Briefmarke "Weihnachtskugel" wenige Tage vor dem geplanten Erstausgabetag (2.11.2016) vom Verkauf zurückgezogen. Auf Anfrage der Fachpresse (Deutsche Briefmarken-Revue, 4.2017) erklärte Erwin Nier von der Pressestelle Süd der Deutschen Post München: "Nach unseren Unterlagen wurden alle Briefmarken dieses Fehldrucks noch vor einer möglichen Auslieferung an die Filialen vernichtet".

Dem widerspricht die Aussage eines Einlieferers des Düsseldorfer Auktionshauses Ulrich Felzmann, dass das postfrische Folienblatt Mi.-Nr. I am Postschalter in Hamburg-Harburg erworben wurde. Nachdem ein erstes gebrauchtes Exemplar bei ebay auftauchte und verkauft wurde, bietet das Auktionshaus Felzmann im Rahmen seiner kommenden Online-Auktion zur Messe Essen am 12. Mai 2017 neben einem weiteren gestempelten Exemplar gleich ein ganzes Folienblatt mit 10 (!) postfrischen Exemplaren an, laut Fotoattest H.-D. Schlegel BPP "... einwandfrei".

Die bedarfsmäßig verwendete Einzelmarke (Michel-Nr. XX) auf Briefstück startet mit 900 Euro, das vollständige Folienblatt mit 5 000 Euro Ausruf (Michel-Nr. I). Erste Vergleiche mit weiteren Unverausgabten wie "Roter Adenauer", "Pausbäckchen", "Gscheidle-Irrtum" oder gar "Audrey Hepburn" bieten breiten finanziellen Spielraum und lassen eine spannende Versteigerung erwarten!

Internet: www.felzmann.de

60. AIX-PHILA Auktion am 26. und 27. Mai in Aachen

wm (ho) Im Vordergrund der 60. AIX-PHILA Auktion am 26. und 27. Mai in Aachen steht eindeutig die Deutschland-Philatelie mit zahlreichen Spitzenwerten in hervorragender Erhaltung.

Ein fast postfrisches Randstück des schwarzen Bayern-Einsers startet mit 400 €, ein Brief mit zwei Stück der bayer. Portomarke Nr. 1 mit 200 €. Beim Deutschen Reich ist fast alles vertreten, was Rang und Namen hat, wie z.B. ein Zeppelinsatz "Chicagofahrt" mit 1.000 €, ein Nothilfeblock mit 1.300 €, oder die 2 RM Lilienthal, waag. Riffelung, mit 1.400 € alle postfrisch und mit Fotoattest "einwandfrei". Bei den Zusammendrucken ragt neben etlichen seltenen Markenheftchen eine Kombination S 65+66 heraus (Ausruf 800 €). Danzig trägt nicht nur das Titelstück, die Nr. 101 X TOP-gestempelt, Startpreis 1.000 €, sondern weitere Seltenheiten und Belege bei. Nicht alltäglich dürften auch Lokal-Postkarten aus Tschenstochau während des 1. Weltkrieges sein, mehrere davon sind bei Schätzpreisen bis 200 € mit von der Partie. Diverse Abarten und vor allem Bedarfsbelege gibt es vom Generalgouvernement, darunter einen großformatigen "Bahnhofsbrief", der mit 400 € ins Rennen geschickt wird.

Nachkriegsdeutschland hält die bekannten Highlights bereit wie z.B. diverse Berliner Währungsblocks - darunter ein Exemplar mit verschobener Marke zu 20 Pf (Ausruf 200 €)- oder mehrere attestierte Posthornsätze.

Bei den ausländischen Sammelgebieten verdient Belgien mit allen guten Sätzen wie Rotes Kreuz, Stahlhelm, Orval und Mercier eine besondere Erwähnung, genauso wie Polen mit einem Brief der ersten Marke aus PIOTRKOW (Ausruf 400 €) oder die VR China mit 2 Pfingstrosenblöcken ungestempelt und gestempelt zu 800 bzw. 500 €.

Fast 1.800 Sammlungen, Posten und Nachlässe zum größten Teil aus Privathand bilden dann am zweiten Tag den traditionellen Höhepunkt der Versteigerung. Hier ragt eine tolle Sammlung III. Reich mit mehr als 1.700 Belegen, vielfach Ersttagssbriefen, heraus, wobei der Startpreis von 20.000 € eher moderat sein dürfte. Sehr gut bestückte Kollektionen Altdeutschland, Deutsches Reich, Gebiete, WK II mit Sudetenland und Danzig (mit einer großen Briefesammlung, Ausruf 1.000 €) folgen bei Startpreisen von 10 bis 5.000 €. Natürlich ist auch Nachkriegsdeutschland mit etlichen sauberen Komplettsammlungen mit von der Partie. Europa -Schwerpunkt Belgien, Luxemburg, Schweiz- bietet diverse gut bestückte Sammlungen, ebenso Übersee mit fast allen afrikanischen Ländern oder auch einer Kollektion VR China aus der Zeit der Kulturrevolution, welche mit 2.500 € unter den Hammer kommt. Motive jeder Art ab 10 € runden das beste Sammlungsangebot seit Jahren bei AIX-PHILA ab.

Internet: www.aixphila.de

Beste Stimmung bei der 20. Schlegel-Auktion in Berlin

wm (Berlin) Das Auktionshaus Schlegel befriedigte das derzeit offensichtliche Marktinteresse mit einem erneut starken und ausgewählten Sammlungsangebot, was durch sehr gute Steigerungen und Zuschlagsraten bei der am 3./4. April in Berlin stattgefundenen 20. Versteigerung des Hauses bestätigt wurde. Der Sammlungsreigen kam spätestens mit einer umfangreichen Bayern-Sammlung 1849/1919, gestempelt (Los 134) gehörig in Schwung, die für 13.000 EUR einen neuen Besitzer fand. Eine umfangreiche Sammlung aller Gebiete DEUTSCHE KOLONIEN & AUSLANDSPOSTÄMTER 1887/1919 (Los 462) erzielte mit 11.500 EUR eine weitere Höchstmarke. Im Bereich China konnte sich erneut - sowohl im Sammlungs- als auch im Einzellosbereich - die Bilanz sehen lassen, angeführt von zwei Sammlungen CHINA VR (Lose 1614 und 1615), die mit je 7.200 EUR ihren Ausruf deutlich übertrafen. Alle Augen richteten sich zudem auf eine umfangreiche Motivsammlung Raumfahrt/Weltraum (Los 1871) inklusive eines Mondbriefes der Apollo 15-Mission. Diese kletterte auf einen Zuschlag von 14.800 EUR.

Bei den Einzellosen zeigte sich ebenfalls, dass auf Raritäten weiterhin Verlass ist. Starke Bietergefechte entfachen sich im Bereich Militärluftfahrt (Spitzenlos 5479 eine Fotokarte mit Unterschrift und eigenhändigen Gruß von Manfred von Richthofen, Zuschlag 1.500 EUR) sowie bei den Autographen (Lose 7778-7794). Philatelie aus dem deutschen Nachkriegszeitraum brillierte mit hohen Zuschlägen, u.a. zwei Theaterblöcke (Los 6682 und 6682A, Zuschlag je 17.500 EUR), 1 M. Bandaufdruck als Einzelfrankatur auf überfrankiertem R-Ortsbrief für 14.000 EUR sowie ein Ortsbrief 1932, Nothilfe mit Aufdruckfehler Rdf (Los 4692 für 11.000 EUR). Zum Abschluss gab es pure Freude bei einem enthusiastischen Sammler, der einen Original-Markenheftchen-Automat der Deutschen Post erstehen konnte, der gleiche Automat, aus dem jener Sammler als Kind teure Markenheftchen "Brandenburger Tor" zog.

Vorausschau: 172. Fortagne & Lipfert-Briefmarkenauktion in Leipzig (12.-13. Mai 2017)

(Leipzig/wm) Rund 3 900 Lose aus fast allen Sammelgebieten verteilen sich bei der kommenden Versteigerung des Leipziger Hauses wie folgt: Den Auftakt bilden 360 Lose Zeppelinpost (1911/1939) davon DR (140) Europa (140) Übersee (60), teils frühe Zeppelinbelege und interessante Zuleitungen, daran anschließend ca. 170 Flugpost-Lose mit DR-Pionierluftpost, sowie Lose aus der Europa/Übersee-Luftpost.

Aus den Bereichen Polarpost (von klass. Belegen bis Schlittenhunde-Ansichtskarten-Sig.), Schiffspost, Feldpost u. Kgf.-Post kommen ca. 120 Lose. Motive von Bahnpost (50) über Kosmos (mit Saljut-Bordpost), Propaganda, Tiere (Hunde) bis Zensur sind mit 140 Losen vertreten, sowie 170 Lose Heimatphilatelie und Postgeschichte.

Es folgen 230 Lose mit über 6 000 alten Ansichtskarten überwiegend aus Deutschland. Dazu ergänzen 100 Lose mit Material zur Zeitgeschichte, Autographen und Siegel- und Gebührenmarken das Angebot. 820 Lose Deutsches Reich mit Gebieten einschl. Altdeutschland (120) bieten ein reichhaltiges Angebot, dabei Brustschilde, Krone/Adler und Germania-Ausgaben mit vielen Besonderheiten, Farben, Plattenfehler und frühe Ganzsachen (60), sowie Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete (1. und 2. Weltkrieg).

Gut besetzt ist auch die Nachkriegszeit: Mit 340 Losen Deutschland nach 1945 mit Lokalausgaben (40) von Cottbus bis Storkow, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei "Sächs. Schwärzungen" (35), bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler) und SBZ -Teil mit interessanten Ausgaben, Ganzsachen (u.a. P31 II) und Belegen.

Das Sammelgebiet DDR hat 400 Lose im Angebot, dabei Farben, Plattenfehler, geprüfte Wz.-Besonderheiten, Druckvermerke, Markenheftchen, Belege, Ganzsachen (45) und Dienst/ZKD-Post. 110 Lose von Berlin/WD/Bund und Franz. Zone schließen den Deutschlandteil ab.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 150 Einzellose, dabei klassische Ausgaben/Werte und Belege.

Den Abschluss bilden 800 Lots/Engrossposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen dabei: Sachsen (Nummernstempel-S1g.), Württemberg, DR, SBZ, DDR einschließlich Zusammendrucke und ZKD, Berlin, Bund sowie Belgien, CSSR, Finnland, Grönland, Schweiz, und Brasilien, VR China, USA.

Interessenten fordern den Auktionskatalog an bei: Knut Fortagne & Christine Lipfert Briefmarkenauktion in Leipzig, Str. des 18. Oktober Nr. 35, 04103 Leipzig, Tel. 0 34/22 16 446, Fax 03 41/99 39 784, E-Mail: firma@briefmarkenauktion-leipzig.de, www.briefmarkenauktion-leipzig.de

175. Rauhut-&-Kruschel-Auktion: "Rekord-Start" in das Auktionsjahr 2017!

Die erste Rauhut-&-Kruschel-Auktion des Jahres 2017 lockte bereits im Vorfeld mit einem Spitzenprogramm und knapp 11 000 Losen von Altdeutschland bis Übersee, die Sammlerherzen höher schlagen ließen. Dementsprechend groß war das Bieterinteresse an der einzigartigen Auswahl attraktiver Einzellose - darunter ein umfangreicher Raritäten-/Sonderteil - sowie den angebotenen Lots, Sammlungen und Nachlässen, die am 17. und 18. Februar 2017 in Mülheim a. d. Ruhr ausgerufen wurden. Insbesondere der Samstag (18. Februar) bot höchstspannende Bietergefechte unter Beteiligung zahlreicher Sammler, Händler und Kommissionäre vor Ort, die es sich nicht nehmen ließen, der Auktion persönlich beizuwohnen und am Geschehen live teilzunehmen. Dank einer herausragenden Verkaufsquote schlossen die beiden Versteigerungstage mit einem Gesamtergebnis von rund 2 150 000 Euro (inkl. Aufgelder, ohne MwSt.) - die bisher erfolgreichste Auktion der Firmengeschichte von Rauhut & Kruschel und ein mehr als gelungener Auftakt in das Jahr 2017!

Philatelistische "Juwelen" und gesuchte Einzellose

Rekordverdächtig war bereits das Angebot der Einzellose mit einer beeindruckend großen Auswahl wertvoller Marken und Briefe, gesuchter Stempel und zahlreicher Besonderheiten mit Schwerpunkt Altdeutschland sowie weiteren reizvollen Stücken der deutschen Sammelgebiete von der Vorphilatelie bis zur Moderne. Der Raritätenteil präsentierte verschiedenste Spitzenstücke, die zu begeistern wussten, darunter die beiden einzigen bekannten Teilfranko-Briefe aus Barbados nach Preußen (Los 1/Zuschlag: 2500 Euro), ein wunderschönes Paar der 3 Pf Hannover (MiNr. 20, Los 276/Zuschlag: 1650 Euro), ein 3er-Streifen der ½ Schilling aus Helgoland (MiNr. 6 g) auf Brief (Los 293/Zu-schlag: 1500 Euro) oder ein rarer Ganzsachenausschnitt 1 Sgr. rosa aus Mecklenburg-Strelitz auf Brief (Los 368/Zuschlag: 2800 Euro), um nur einige Beispiele zu nennen.

Einen besonders starken Auftritt hatten die "Bremen-Lose", darunter zahlreiche attraktive und wertvolle Briefe, die beachtliche Steigerungen und Zuschläge erzielten. Ein prachtvoller Brief aus Vegesack nach Bremen mit Einzelfrankatur der 2 Gr. gelborange (MiNr. 5 a) steigerte auf 3200 Euro (Los 147), ein tadelloser Beleg mit Einzelfrankatur der 2 Gr. rotorange (MiNr. 10 b) wurde für 1700 Euro zugeschlagen (Los 168), und ein Paar der 10 Gr. schwarz (MiNr. 14) auf Transatlantikbrief nach New York erzielte 2200 Euro (Los 178).

Bemerkenswert auch die Steigerung einer Preußen 1 Sgr. karmin (MiNr. 16) als Teilfranko auf Streifband von Berlin nach Portugal (Los 490). Das einzigartige Stück wurde nach einem Ausruf von 150 Euro um mehr als das Vierfache gesteigert und bei sensationellen 660 Euro zugeschlagen. Ebenso selten - und begehrt - war eine Briefvorderseite mit nachverwendetem Thurn und Taxis K1 "Cassel Bahnhof" und vollständiger 14 ¼-Sgr.-Frankatur von Preußen nach Buenos Aires/Argentinien, die um mehr als das Dreifache auf 1250 Euro gesteigert wurde (Los 562). Eines der Titelstücke des Kataloges, eine einzigartige Thurn-&-Taxis-Fünffarbenfrankatur auf Ganzsache als Paketbegleitbrief ab Rudolstadt nach Essen (Los 575), erzielte beachtliche 5200 Euro, wobei sich immerhin fünf schriftliche Bieter um das Los bemühten. Einen der Spitzenzuschläge bei den Einzellosen des Deutschen Reiches sicherte sich ein "Vineta"-Provisorium auf Drucksache in besonders schöner Erhaltung, bei dem der Hammer bei 8800 Euro fiel (Los 675).

Dass es gerne auch etwas "moderner" sein durfte, bewiesen die Steigerungen und Zuschläge bei den Losen der Bauten-Serie, darunter eine 20-Pf-Marke im ungebrauchten Paar mit handschriftlich in die Platte geritzter HAN (Los 714/Zuschlag: 740 Euro) oder eine seltene gestempelte Einzelmarke der 40 Pf grauviolett, Type 1 a, in E-Zähnung (Los 719/Zuschlag: 2100 Euro).

Traditionell ist der Andrang am Auktionssamstag groß, wenn es um die die Nachlassabteilung und den Ausruf der Sammlungen und Posten geht. Und so wurden die Gäste auch bei der 175. Rauhut-&-Kruschel-Auktion nicht enttäuscht: Den in großer Anzahl anwesenden Interessenten stand eines der umfangreichsten Angebote der Firmengeschichte mit zahlreichen attraktiven Losen gegenüber. Und so ging es heiß her mit spannenden Bietergefechten und Zuschlägen im Minutentakt, angefangen von den Münz- und Briefmarkennachlässen "gegen Gebot" bis zu den Sammlungen und Posten von Altdeutschland bis Alle Welt. Bei bester Stimmung im Auktionssaal und einem beeindruckenden Tempo wurden die 581 Lose der "Nachlass"-Abteilung mit einem Umsatz von 1,4 Millionen Euro (inkl. Aufgelder, ohne MwSt.) innerhalb von nur vier Stunden versteigert. Ein Ergebnis, das wahrlich für sich spricht. Am Ende des Tages durften sich Harald Rauhut und sein Team über einen verheißungsvollen Start in das Auktionsjahr 2017 und einen neue "Bestmarke" freuen.

Internet: www.rauhut-auktion.de

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60. Deider-Auktion: Finder hielt "Gscheidle-Marke" 30 Jahre versteckt

Ein riesiger Presserummel begleitete im August 1983 die Versteigerung der ersten "Gscheidle-Marke" (Bund MiNr. XIII): Neben allen Fernsehprogrammen berichteten 240 (!) Zeitungen und Zeitschriften über die unverausgabte Sporthilfe-Marke, die für sensationelle 46 000 DM einen neuen Besitzer fand. Spätestens nach dem Auftauchen eines senkrechten 3er-Streifen Mitte der 1990er Jahre - der bis heute einzigen Einheit - glaubte man, dass es keine weiteren Neuentdeckungen mehr geben würde. Die 60. Deider-Auktion am 28. und 29. April belehrt uns nun eines besseren.

Schwerpunkt Bayern

Denn zum Startpreis von 15 000 Euro wird ein bisher nicht registriertes Exemplar der "Gscheidle-Marke" mit gut lesbarem Tagesstempel "8000 BPA München" vom 8. November 1982 ausgerufen. Sowohl vom Ort als auch vom Datum her passt diese Marke in die Chronologie der bekannten Stücke, die zu einem Gutteil 1982/83 in München in den Postkasten geworfen worden waren. Der Sammler, der das Stück nun abgibt, war sich der Seltenheit durchaus bewusst. Er fand die "Gscheidle-Marke" schon in den 1980er Jahren in der Kiloware, hielt seinen Fund aber geheim.

Mit weiteren Raritäten kann Deider vor allem in der Klassik und Semi-Klassik aufwarten. Stets sehr umfassend und anspruchsvoll ist das Bayern-Angebot. Diesmal sind es über 1000 Einzellose mit vielen Raritäten, guten Frankaturen und vielfältigsten Abstempelungen. Zu den Blickfängen gehört eine schräg halbierte 6 Kreuzer blau als 3-Kreuzer-Porto auf vollständigem Faltbrief von "211" HOF B.E. nach Zwickau/Sachsen, der ohne Nachtaxierung zugestellt wurde. Dies dürfte die einzige Halbierung in das Postvereins-Ausland sein. Da in dem oberfränkischen Raum Hof/ Münchberg akuter Mangel an Marken herrschte, wurde diese Notmaßnahme erforderlich. Erwähnung verdient auch ein waagerechtes Zwischenstegpaar der 3 Kreuzer blau der Platte 5 (1800 Euro). Der berühmte "Sachsen Dreier" darf ebenfalls nicht fehlen: Während für ein gestempeltes, breitrandiges Luxusstück der MiNr. 1 a mit Zwischenlinien im sächsischen System mindestens 3000 Euro verlangt werden, beginnt eines der schönsten Stücke der MiNr. 1 b auf kompletter Drucksache mit 15 000 Euro.

Das Deutsche Reich lockt mit einer Blockausgabe zu den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin mit spiegelverkehrtem Wasserzeichen (Block MiNr. 5 Y) und Sonderstempel "KIEL XI. Olympiade Segeln 1.8.1936". Es sind nur zwei gestempelte Olympia-Blocks mit spiegelverkehrtem Wasserzeichen bekannt, wobei dieser der qualitativ schönste und hochwertigste ist. Der Ausruf beträgt 25 000 Euro. Mit 6000 Euro geht ein waagerechtes Paar der Flugpostmarke 15 Pf '"Adler" von 1927 im markanten Doppeldruck (MiNr. A 379 DD) ins Rennen. Es stammt aus einem Markenheftchen, unten in typischer Zähnung zusammenhängend mit drei Stück 10 Pf und einem Einzelstück (aus Heftchenblatt 48) auf dekorativem Päckchen-Ausschnitt mit Stempel "BRAUNSCHWEIG 21.1.3". Ebenfalls im Angebot sind Vineta-Provisorium und "Burg Rheinstein".

Wie immer vielfältig mit vielen Raritäten und Besonderheiten zeigt sich Österreich, ein weiterer Schwerpunkt im Hause Deider. Aufgelöst werden große Österreich-Spezialsammlungen der Ausgaben 1850-1854 und 1867 und die Kollektion "Dr. Zoppelli" Tirol und Italien.

Viele Hochkaräter finden sich auch unter Europa und Übersee. Hervorzuheben ist eine Spezialabteilung Schweiz mit diversen Cantonal-Ausgaben wie Doppelgenf oder Basler Taube und einer diagonalen Halbierung der 10 Rp Kanton Glarus auf weißem Faltbrief an Egidius Trümpy in Glarus (18 000 Euro).

Ursprünglich und rahmensprengend präsentieren sich die Sammlungen, Posten und Nachlässe, die mit vielen hochwertigen Ländersammlungen aus aller Welt, undurchsuchten Fundgruben und umfangreichen Nachlässen bestückt sind.

Ein feines Angebot Gold- und Silbermünzen bildet den Abschluss der zweitägigen Veranstaltung.

Internet: www.deider.de

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Deutschsprachige Gebiete als Schwerpunkt

Singen Die 98. Lenz-Auktion am 21. und 22. April 2017 wartet mit über 10 700 Losen auf. Unter den Einzellosen, die am Freitag (21. April) versteigert werden, sind 150 Positionen Übersee und ca. 2800 Positionen Europa (hier die Hauptgebiete deutschsprachige Länder wie Liechtenstein mit 160 Losen, Österreich mit 1000 und Schweiz mit 1100 Losen am stärksten vertreten).

Es folgt Deutschland von Altdeutschland bis zur Moderne mit über 5700 Einzellosen. Alle Lose sind detailliert beschrieben. Das breitgefächerte Angebot beinhaltet auch Spitzen von Marken/Blocks und Belegen aus allen Bereichen. Besonders hervorzuheben ist die große Offerte von Briefen und Stempeln, besonders geeignet für Heimat- und Spezialsammler, dazu Flugpost- und Zeppelin-Belege aus aller Welt.

Einige Highlights bei den Einzellosen seien beispielhaft vorgestellt: Japan Block MiNr. 1 mit den vier Flugpostwerten in seltener postfrischer Erhaltung (600 Euro), Großbritannien-Brief mit sehr seltener Mischfrankatur MiNrn. 1 und 3 von Warwick nach London (3600 Euro), Liechtenstein 1. Ausgabe MiNr. 1-3 y postfrisch komplett (Attest Marxer, 900 Euro), Vaduz-Block postfrisch und gestempelt, einige 100 Lose Österreich Vorphila und Stempel auf Briefen und Marken, darunter sogenannter "Rosa Merkur" (MiNr. 8 a) in hellrosa Type Ib (neues Attest Ferchenbauer, 4000 Euro) und die seltene 2 Schillinge Graugrün von 1934 im 4er-Block mit Zusatzfrankatur auf eingeschriebenem Luftpostbrief von Innsbruck nach Brasilien (500 Euro). Schweiz lockt mit der MiNr. 4 gestempelt (sog. "Winterthur", 950 Euro) und zweimal Pro-Juventute-Vorläufer MiNr. I-III im 4er-Block ungebraucht/postfrisch (750 Euro). Deutschland zeigt viele Spitzenstücke.

Am Samstag (22. April) werden über 1600 Sammlungen und Posten versteigert. Wie immer kommen in diesem Bereich enorm viele Objekte aus privater Hand bzw. aus Nachlässen direkt und teils unberührt mit in der Regel günstigen Ausrufen unter den Hammer. Darunter sind Ländersammlungen aus aller Welt (z.B. Sammlung Israel bis auf wenige Werte komplett postfrisch mit Tabs in fünf Alben ab MiNr. 1, 1000 Euro) und viele weitere Kollektionen von hochwertig bis zu vielen kleinen Lots mit Ausrufen ab "Gebot" (ab 10 Euro) sowie ganze Nachlässe. Erwähnung verdient die Auflösung einer großen Heimatsammlung aus dem Bodenseegebiet mit Schwerpunkten Friedrichshafen (17 Ringbinder), Tettnang (13 Ringbinder), Langenargen, Meckenbeuren und Kressbronn, die in dieser Form kaum mehr zusammenzutragen sein dürfte.

Auch unter den ca. 500 Positionen aus dem Münzen- und Medaillenbereich finden sich wieder viele kleine und hochwertige Einzelstücke und Sammlungen ab dem Altertum (Sammlung der Grafschaft Montfort aus 1571-1763) bis in die Neuzeit aus aller Welt. Große Vielfalt weisen die deutschen Gebiete ab Altdeutschland über Kaiserreich und Weimar auf. Hinzu kommen auch hier Lots und Posten in Alben und Kartons aus Nachlässen, die für Sammler wie Anleger gleichermaßen interessant sind.

Internet: www.briefmarken.com

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Auflösung interessanter Spezialsammlungen

Dresden Im Mittelpunkt der 175. Dresdner Briefmarken-Auktion am 17. und 18. Mai 2017 steht u.a. die Detaillierung von Spezialsammlungen "Deutsche Kolonien" und "SBZ-Handstempel: Bezirke 3 und 27" in mehreren hundert Losen mit vielen Seltenheiten. Des Weiteren wird eine Spezialsammlung Katapultpost-Dampfer "Bremen" und "Europa" in zwei Lose aufgeteilt, jeweils zum Ausruf von 5000 Euro. In einem Sonderkatalog wird die DDR-Dienstmarken-Sammlung von Dr. Hans-Karl Penning präsentiert.

Die Auktion startet mit einer umfangreichen Abteilung Münzen, Banknoten, Orden und Ehrenzeichen. Auch zahlreiche Aktien und Ansichtskarten finden sich im Angebot. Ein Blickfang bei der Zeppelinpost ist ein seltener Brief mit dem kompletten Satz der Zeppelin-Sondermarken 1933 sowie Zusatzfrankatur und entsprechenden Stempeln der tripolitanischen Post zur Italien-Fahrt des LZ 127 im Jahre 1933 (950 Euro).

Im Europa-Teil bietet Frankreich eine gestempelte 40 C. mit retuschierter 40 (breite 4) vom Feld 146 (MiNr. 5 R) für 500 Euro. Liechtenstein weist einen postfrischen Vaduz-Block auf (500 Euro), Österreich einen WIPA-Block 1933 postfrisch mit Originalumschlag (800 Euro). Beachtung verdient eine Probe der Österreich MiNr. 968, 20 S. ungezähnter Probedruck in Schwarz auf gestrichenem Kartonpapier ohne Gummi wie hergestellt. Diese Probedruckvariante ist bisher nicht katalogisiert. Laut Aussage des Prüfers Soecknick BPP ist dies der erste Probedruck, der ihm in dieser Form vorgelegen hat. Die hervorragende Qualität des Druckes könnte darauf schließen lassen, dass es sich hierbei um eine Art Vorabzug zur Beurteilung der Druckqualität handeln könnte (200 Euro). Tschechoslowakei lockt mit einem Briefstück mit den MiNrn. III a und IV (500 Euro).

Unter Übersee finden sich etliche Ausgaben der VR China, beispielsweise Block MiNr. 9 ohne Gummi wie verausgabt (1000 Euro). Für Anleger ist ein Los mit je 1000 Stück der Philippinen-Blocks MiNrn. 9 a und 9 b jeweils mit Sonderstempeln interessant (600 Euro).

Bei Altdeutschland hervorzuheben sind ein senkrechter 3er-Streifen der Braunschweig MiNr. 4 auf portogerechtem Brief (300 Euro), eine Einzelfrankatur der Oldenburg MiNr. 13 (400 Euro), ein ungebrauchter 3er-Streifen der Preußen MiNr. 11 a (500 Euro) und eine gestempelte Schleswig-Holstein MiNr. 1 a (500 Euro). Sehr breit sind die Brustschildausgaben des Deutschen Reiches vertreten, u.a. mit einem Paketbegleitbrief von Eckernförde in die USA mit den MiNrn. 5 (2) und 12 (2) sowie NDP MiNr. 26 (2) für 500 Euro. Eine Einzelfrankatur der MiNr. 24 auf Ortsbrief geht mit 800 Euro ins Rennen. Zu den besseren Stücken im Infla-Teil gehört die MiNr. 319 AWb mit echtem Stempel von Wismar (450 Euro). Für einen in Friedrichshafen gestempelten Nothilfe-Block sind mindestens 3500 Euro zu bieten. Der Neuguinea-Vorläufer MiNr. V 42 c als Einzelfrankatur auf Nachsendebrief ist mit 1000 Euro taxiert. Auf diesen Ausruf kommt auch die 3 d. auf R-Zettel "Stephansort" der britischen Besetzung von Neuguinea, von der bisher nur 24 Stück registriert sind. Das Ponape-Provisorium MiNr. 7 Pv auf Ansichtskarte startet mit 1200 Euro. Auch die Nebengebiete enthalten etliche gesuchte Marken und Belege.

Sehr stark besetzt sind die deutschen Lokalausgaben ab 1945. Zu den Topstücken bei der SBZ zählen die MiNr. 22 c postfrisch (540 Euro), die MiNr. 31 ya im waagerechten 6er-Block aus der rechten oberen Bogenecke, dabei zweite Marke mit spektakulärem Druckausfall (440 Euro), die Seiffen MiNrn. 46 L und 47 aL (2) auf portorichtig frankiertem Scherwenke-R-Brief ab Lommatzsch Land (700 Euro), der Block MiNr. 4 S mit Vollgummierung (1600 Euro) und der Satz Gaschwitz MiNrn. 116 EX,117 a EX und 118/19 EX gestempelt (3000 Euro). Zu den Raritäten bei den Bezirksstempelaufdrucken gehören die MiNr. IIdII postfrisch von Heidersdorf/Neuhausen und die MiNr. InII aus Muskau ebenfalls postfrisch (1600 bzw. 3500 Euro). Stark spezialisiert zeigt sich auch die DDR, wo sich zum Beispiel die Wasserzeichenvariante MiNr. 453 YI gestempelt für 1400 Euro findet.

Eine gehaltvolle Abteilung mit Sammlungen, Posten und Nachlässen markiert das Ende der zweitägigen Versteigerung.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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6,5 Millionen Euro fürs Hobby ausgegeben!

wm 6.515.900 Euro gaben kauflustige Händler und Sammler bei der 364. Heinrich-Köhler-Auktion vom 20.-25. März 2016 in Wiesbaden aus. Diese Zahl gab Geschäftsführer Dieter Michelson am Abend des 25. März während eines Festabends der Firma bekannt und die knapp 100 Gäste folgten aufmerksam seiner Rede, die er mit noch weit mehr interessanten Zahlen zu würzen verstand.

Vor der Auktion hatte es zwei Sonderbesichtigungen in London und Stockholm gegeben, die Auktion selbst fand an drei Standorten (Stockholm, Hong Kong und Wiesbaden) zeitgleich statt. Einlieferungen kamen aus vier Kontinenten (Europa, Asien, Australien, Nordamerika), fünf Kommissionäre, die 312 Bieter repräsentierten, lieferten sich an sechs Auktionstagen heiße Bietergefechte. Es gab sieben Sonderkataloge, dazu den Hauptkatalog, die neun Mitarbeiter erarbeitet hatten. Zuvor waren 16 Auslandsreisen erforderlich, um das umfangreiche Angebot zu beschaffen, wobei die Einlieferer aus 19 Ländern kamen. 120 Telefonbieter kämpften u.a. gegen 192 Saal-, 462 Online-, 579 Web- und 610 schriftliche Bieter; - insgesamt waren 2.266 Bieter aus der ganzen Welt beteiligt, die sich um 6.417 Einzel- und Sammellose bewarben. 10.775 Interessenten besichtigten den Online-Katalog und schauten sich 35 048 Fotos zum gesamten Material an, dessen Gesamtgewicht mit 20,48 Tonnen verzeichnet ist.

Der Gesamtausruf des angebotenen Materials betrug 3.864.410 Euro und dafür wurden 5.429.917 Euro erzielt, was einer Quote von 141 (!) Prozent entspricht, wobei die Zuschläge für die verkauften Lose die Startpreise insgesamt um 96 Prozent überschritten. Die Verkäufe gingen zu ca. 2.6 Millionen Euro an deutsche, zu 1,65 Mio. an europäische und zu 1,17 Mio. an Übersee-Bieter. Etwa ein Viertel der Lose und des Umsatzes wurde an Online-Live-Bieter zugeschlagen. "Dies ist ein neuer Höchstwert", resümierte ein zufriedener Dieter Michelson, "ich glaube, wir können insgesamt von einer gelungenen internationalen Auktion in Wiesbaden sprechen."

Michelson verstand es allerdings auch, den anwesenden Gästen den Mund mit Blick auf die kommende 365. Auktion im September 2017 wässrig zu machen: Neben den zweiten Teilen der Sammlungen Larsson (Schweden) und Esmer (Osmanisches Reich) kommt die bekannte Sammlung "Markenheftchen des Deutschen Reichs" von Rudi van de Weyer sowie eine bedeutende Saarland-Sammlung zum Angebot. Und - dies ließ dann endgültig alle Gäste noch aufmerksamer zuhören: "BALLON MONTÉ - Die Sammlung Erivan. Als Einstieg in zukünftige Versteigerungen von Sammlungen aus dem Besitz von Deutschlands bedeutendsten Sammler." - Dies war Michelsons Signal, das nicht nur für eine zuversichtliche Zukunft zu werten ist, sondern vielleicht auch als Beginn einer neuen legendären Auktionsserie, mit der die einmaligen Sammlungen von Erivan Haub in den kommenden Jahren neue Besitzer finden werden. Man darf gespannt sein, wie das Haus Heinrich Köhler, das bereits mit den unvergessenen Boker-Auktionen in den Jahren 1985-2000 dies auch literarisch umzusetzen verstand, es dieses Mal angehen wird.

Hans-Joachim Schwoon:
Die Briefsammlungen im Königreich Hannover

wm Wenn Harald Rauhut mit seinem Unternehmen Rauhut & Kruschel als Verlag antritt, dann darf man getrost eine philatelistische Delikatesse erwarten, die zum Format des bekannten Mülheimer Auktionshauses passt. Mit dieser Erwartung wird man bei dem jüngst erschienenen knapp 350 Seiten starken großformatigen Hardcoverbuch nicht enttäuscht. Denn der Autor Hans-Joachim Schwoon bietet mit seinem Thema "Hannoversche Briefsammlungen" - solche wurden vom Königreich Hannover 1853 in Gemeinden eingerichtet, die zwischen zwei Postanstalten lagen - Einblicke in ein postgeschichtlich schwieriges, deshalb umso reizvolleres Gebiet, das bislang in dieser Gründlichkeit noch nicht bearbeitet wurde. Schwierig ist der Stoff allein deshalb, weil einerseits die gesetzlichen Vorschriften mühevoll in Archiven als Primärquellen zu erschließen waren, andererseits eine Belegdokumentation der häufig seltenen und seltensten Belege schon an sich höchste Anforderungen an den Forscher stellen.

Dabei kam dem Autor Schwoon das Glück zur Hilfe, nämlich die im Februar vom Auktionshaus Rauhut & Kruschel versteigerte Dr. Blahak-Sammlung solcher Briefsammlungsbelege, die er zuvor auswerten konnte. Zusätzliche Forschungsunterlagen von Dr. Blahak ermöglichten neue Durchblicke, so dass Schwoon sich in der Lage sah, daraus ein umfassendes nach Regionen strukturiertes Bild zu schaffen. Zwar hätte eine alphabetische Bearbeitung für den Leser den Vorteil des schnellen Auffindens des gesuchten Ortes gehabt. Der Autor bevorzugte aber die regionale Zuordnung, die er bestens auch mit Kartenskizzen dem Betrachter näher bringt, um damit auch die jeweils dort typischen postalischen Gegebenheiten in einen verbindenden Kontext stellen zu können. Einen Index der Orte in alphabetischer Folge findet man zusätzlich am Schluss des Buches.

Den Leser erwartet eine gut verständlich geschriebene Übersicht zur Entwicklung der Postversorgung in Hannover, zu den gesetzlichen Grundlagen der Briefsammlung und eine Erörterung von deren Belegen aus philatelistischer Sicht. Knapp 1 000 Belege konnte er identifizieren, die meisten mit handschriftlichem Orts-Aufgabevermerk, teils mit Frankaturen, in seltenen Fällen sogar mit deren Halbierungen. Auf gut 250 Seiten stellt er dann die Briefsammlungen gegliedert nach Landdrosteien vor, also von Aurich, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Osnabrück und Stade. Dank zahlreicher Karten, Tabellen, Belegabbildungen etc. bleiben eigentliche keine Fragen offen. So fällt Hartmut Flöters, des Vorsitzenden der ArGe Hannover und Braunschweig Resümee auch eindeutig aus: "Hans-Joachim Schwoon hat mit Akribie und Leidenschaft ein Standardwerk geschaffen, das jedem Hannover-Sammler großen Nutzen bringt." - Dem ist nichts hinzuzufügen, vielleicht noch der Verweis auf die ansprechende generelle Ausführung des Werkes.

348 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Tabellen und Karten, in Farbe, Hardcover, VP: 99 Euro (portofrei). Bezug: Ausschließlich über Rauhut & Kruschel, Werdener Weg 44, 45470 Mülheim an der Ruhr, Tel. 02 08/3 30 98, Fax 02 08/38 35 52, E-Mail: harald.rauhut@rauhut-auktion.de

Kontakt: Briefmarkenarbeitsgemeinschaft Hannover und Braunschweig, Hartmut Flöter, Helle 14, 59494 Soest, Tel. 0 29 21/333 32, E-Mail: hardy1941@web.de

"Grüße aus dem All" bei der 158. Felzmann-Auktion in Düsseldorf vom 9.-11. März 2017

wm Die Frühjahrsauktion des Auktionshauses Felzmann stand unter einem besonders guten Stern: Es wurde eine Vielzahl bedeutender, teils einzigartiger Belege und Artefakte der Astro-Philatelie von renommierten Sammlern präsentiert. Neben APOLLO-Briefen, die tatsächlich auf dem Mond waren, und einer Sammlung mit über 200 astrophilatelistischen Belegen zum Leben im Weltall waren weitere zahlreiche Originale insbesondere der russischen Raumfahrt im Angebot. Auf die Apollo-Briefe hatten es die Interessenten besonders abgesehen. Aus vielen Teilen der Erde beteiligten sich Kunden via Internet und Telefon, um ihr Glück zu versuchen, einen der raren Belege für die eigene Sammlung zu ersteigern. Bei Los 6238 handelte es sich um Mondlandebrief No. 54 von 55 illustrierten, tatsächlich auf den Mond beförderten Belegen der APOLLO 14-Mission, mit vollständigem Namenszug des Mondlandefähren-Piloten Edgar Mitchell. Für 24.000 Euro sicherte sich ein Liebhaber den seltenen Beleg. Noch begehrter war allerdings Los 6240, ein Mondlandebrief der APOLLO 16-Mission. Während dreier Ausstiege der Astronauten befand sich der Beleg tatsächlich im Vakuum der Mondoberfläche, mit vollständigem Namenszug des Mondlandefähren-Piloten Charlie Duke bestätigt. Für 45.000 Euro wechselte dieses Spitzenstück der Astro-Philatelie den Besitzer. Los 6251 hingegen präsentierte mit rund 210 kosmischen Belegen sowjetischer und russischer Missionen die faszinierende Kollektion "Leben im Weltall" aus der Hand des international renommierten Spezialisten Walter Hopferwieser. Die enorme Vielfalt dieser Sammlung überzeugte einen Liebhaber, der die Sammlung für 90.500 Euro erwarb.

Neben Flug- und Zeppelinpost sowie facettenreicher "irdischer" und klassischer Philatelie begeisterte ein kleiner, aber feiner Teil aus dem Nachlass des erst kürzlich verstorbenen BPP-Verbandsprüfers Hans-Hermann Paetow. Praktisch alle Lose wurden mit teils erheblichen Steigerungen abgesetzt, darunter ein Theresienstadt-Souvenirblock in grün sowie dessen Probedruck in schwarz (Lose 5665 und 5666), die jeweils mit 8.000 Euro zugeschlagen wurden.

Weitere Top-Zuschläge der Auktion, darunter die Äthiopien-Philatelie mit der "WAIZERO Collection", Übersee, Europa, Altdeutschland und Deutsches Reich sowie Deutschland ab 1945 finden Sie im Internet unter www.felzmann.de/top-zuschlaege.

Rückblick auf die 158. Felzmann Auktion, Teil Numismatik (7.-8. März 2017)

wm Die Frühjahrs-Auktion bei Felzmann erzielte im Bereich Numismatik herausragende Ergebnisse. Insbesondere das breit gefächerte Angebot an deutschen Prägungen überzeugte die internationalen Bieter. Aber auch reizvolle Münzen aus Übersee sorgten für Top-Zuschläge.

Traditionell begann die Auktion mit den antiken Münzen. Eine in dieser Erhaltung seltene Hemidrachme aus Lesbos, Mytilene aus dem 4.-3. Jhdt. v.u.Z. erhielt den Zuschlag bei 720 € (Los 27). Und ein echtes Schmuckstück war ein goldener Armreif aus der Zeit von ca. 50 v.Chr. bis 450 n.Chr. Diese vermutlich römische Kostbarkeit mit Kerbverzierungen und einem Durchmesser von ca. 65mm wurde für 2.200 € zugeschlagen (Los 74).

Eine äußerst attraktive und sehr seltene, preußische Preismedaille für die Wissenschaft von Friedrich Wilhelm IV. (1840-1861) wechselte für 5.200 Euro den Besitzer (Los 231). Die höchste Steigerung der Auktion beanspruchte jedoch eine Panda-Münze aus China für sich: eine 1 Yuan Münze des sehr seltenen Jahrgangs 1985 machte das Rennen und wurde auf 16.000 Euro gesteigert (Los 1143). Eine silberne 12 oz Panda-Münze 100 Yuan 1994 in PP-Erhaltung erzielte 2.200 € (Los 1159).

Sehr gefragt waren Denare und Pennies der Alberich-Sammlung aus deutschen und europäischen Prägestätten des Mittelalters. Ein dänischer Denar von Magnus dem Guten (1042-1047) erhielt den Zuschlag bei 2.100 Euro (Los 543). Ein Sterling-Denar Ottos IV. (1198-1218) aus der königlichen Münzstätte Dortmund wurde für 900 Euro verkauft (Los 483) und ein weiteres Stück aus der Herzoglich Oberlothringischen Münzstätte Andernach für 540 Euro (Los 480). Ein britischer Penny von Harold I. (1035-1040) erzielte 1.300 Euro (Los 554) und ein weiterer britischer Penny des Cnut (1016-1035) 760 Euro (Los 552). Bei den jüngeren europäischen Münzen sind aus dem Königreich Ungarn ein Dukat Leopold I. (1657-1705) von 1684 für 1.250 Euro (Los 693) und eine portugiesische 6400 Reis-Münze von 1812 mit Abbild des Prinzregenten Joao (1799-1816) für 1.100 Euro verkauft worden (891).

Aus Russland fielen drei Lots besonders auf: Eine fünf PP-Münzen umfassende Moskau-Serie "Schützt unsere Welt" von 1993, 1. Ausgabe "Braunbär" mit einem Zuschlag von 3.100 € (Los 945), zudem 1 Rubel von 1834, St. Petersburg, Nikolaus I. (1825-1855) für 1.100 € (Los 908) und ein sehr selten angebotenes Set mit 8 x 1 Rubel Gedenkmünzen der Bank for foreign Trade of the USSR mit PP Stücken ex 1965-1982 für 1.050 € (Los 934). Aus Übersee stechen vor allem folgende Lose ins Auge: Eine australische 200 $-Münze Elizabeth II. seit 1952, The Australien Nugget mit rotem Riesenkänguruh (2000) (Los 1616, Zuschlag 2.900 €), ein amerikanisches, in dieser Erhaltung seltenes Prachtexemplar 20 $ (1884) San Francisco (Los 1308, Zuschlag 1.600 €) sowie 100 Pesos Republik Chile (1973) (Los 1170, Zuschlag 1.100 €). Für ein Set von fünf äthiopischen Münzen des Haile Selassie I. (1930-1936/1941-1974) von 1966 anlässlich des 50. Regierungsjubiläums des Negus und seines 75. Geburtstages, welches 10-20-50-100-200 Birr umfasste, fiel der Hammer bei 4.800 € (Los 1067). Eine Proof Serie der Gold-Libertad Ausgaben von 2013 wurde für 2.800 € verkauft (Los 1253).

Alle Ergebnisse der Auktion sind auf www.felzmann.de in der Ergebnisliste einsehbar. Unverkaufte Lose der 158. Auktion können noch bis zum 9. April 2017 mit einem Nachlass von 10 Prozent - mit Ausnahme limitierter Lose - im Nachverkauf erstanden werden.

Harmers Baby-Sale-Kataloge erzielten einen Rekordpreis!

wm Charles Freeland hatte es besser gewusst und genau dies hatte er den Berichterstatter auch wissen lassen. Denn der namhafte Literatursammler kannte die Seltenheit eines Literaturloses der Heinrich Köhler-Spezialauktion für Literatur, die am 21. März 2017 in Wiesbaden durchgeführt wurde. Dort waren 200 Kataloge der Fa. Harmers, London, aus den Jahren 1942-1946 für 200 Euro im Angebot, - also für nur ein Euro je Katalog im Kleinstformat DIN A6. Freeland sollte Recht behalten: Der Zuschlag wurde erst bei unglaublichen 7 500 Euro erzielt, so dass dem Käufer jeder Katalog im Schnitt - Aufpreis einberechnet - wohl mehr als 45 Euro wert war. Ähnlich verrückte Preise erzielten frühe Briefmarken-Kataloge aus den 1860er-Jahren (Moens, Potiquet, Dürr'sches Handbuch), die ebenfalls vierstellige Zuschläge erreichten. Zwei Luxusausführungen von Mirabauds/Reuterskiöld-Luxuswerk über die ersten Schweizer Briefmarken gingen mit 1000 bzw. 800 Euro Zuschlag auch gut weg. Unerwartete 4 800 Euro brachte ein Fälschungsalbum von Fournier (Ausruf 1 500 Euro). Vergleichbare Knüller waren Großlots mit Auktionskatalogen, die es in dieser Fülle und Umfang bei deutschen Auktionen wohl noch nie zuvor gegeben hatte: 60 von 78 möglichen Katalogen der legendären Burrus-Sammlung wurden von 800 auf 1 800 Euro hochgetrieben, drei Sets der Ferrari-Auktionen aus den 1920er-Jahren erzielten "standesgemäß" je zwischen 800 bis 900 Euro und ein Los mit 80 italienischen Auktionskatalogen schoss bei einem Startpreis von geringen 60 Euro auf unglaubliche 1 400 Euro hoch. Komplette "Runs" der Robson Lowe-Kataloge brachten bis zu 1 800 Euro, wohingegen Caspary- und Hind-Katalog-Zusammenstellungen, die schon einmal häufiger anzutreffen sind, deutlich weniger gefragt waren. Insgesamt gingen die Lose mit enormer Vielfalt häufig auch älterer Auktionskataloge prächtig, zumal die, die hierzulande nur selten erhältlich sind. Selbst Zeitschriften, die aufgrund ihres benötigten Platzumfanges zuweilen geringere Nachfrage finden, konnte das Wiesbadener Auktionshaus bestens verkaufen. So zum Beispiel einen nahezu kompletten Bestand des "Collector's Club Philatelist" ab 1922, der von 400 auf 1 200 Euro gesteigert wurde. Ein vergleichbares Los des noch umfangreicheren "London Philatelist" ab 1892 brachte es allerdings nur auf 1 000 Euro, was sicherlich auch der digitalen Fassung geschuldet ist, die man heute billig erwerben kann. Alles in allem war dies eine herausragende philatelistische Literaturauktion, die mit einem Erstverkauf von circa 80% mit überwiegend deutlichen Steigerungen der Ausrufpreise in die Geschichte eingehen wird. Im Nachverkauf dürfte sich diese Quote sicherlich noch deutlich erhöhen.

Marke edel: Die Sammlung Monplaisir und mehr

wm In diesen Tagen trafen die beiden neuen Auktionskataloge des Kölner Traditionshauses Dr. Wilhelm Derichs bei ihren Empfängern ein. Der erste Blick auf den dunkelgrün gehaltenen Hardcoverkatalog der "Monplasir"-Sammlung lässt bereits ahnen, was selbst ein zweiter in den Inhalt bestätigt: Bayern-Philatelie vom Feinsten. Knapp 300 Lose in jeweils drei- oder vierstelliger Größenordnung offerieren vor allem eines: Ausgesuchte Qualität! Schwarze Einser mit Farbprobe, Probedruck sowie exzellent geschnittenen Einzelstücken, lose und auf Brief, dazu eines schönes Paar und ein Dreierstreifen, jeweils bildschön entwertet - das ist nur der Anfang, wobei das Angebot insgesamt nur die MiNr. 1-36 umfasst, aber für nahezu jede Marke in ähnlicher Vielfalt vertreten ist.

Der sog. Hauptkatalog zählt 951 Lose aus allen deutschen Sammelgebieten. Hier verdient der Sonderteil "Auslandsbriefe der Brustschild-Ausgaben. Die Sammlung Klaus Bartl" besondere Beachtung, die allein 150 Lose zählt.

Interessenten können die Kataloge bei der Dr. Wilhelm Derichs GmbH in 50968 Köln, Bonner Str. 501, Tel. 02 21/2 57 66 02 bzw. per E-Mail an derichs_gmbh@web.de anfordern. Die Auktion findet am Samstag, den 22. April 2017 ab 10 Uhr im "Lindner Hotel City Plaza Köln", Magnusstraße 20 statt.

Bekannte Namen, unvergessene Sammlungen

wm Häufig findet man in den reichlich von zahlreichen namhaften Auktionshäusern angebotenen Sammlungen komplett belassene Kollektionen früherer Philatelisten, die es in sich haben. So manch einer hat diese auf Ausstellungen gesehen und bewundert, heute sind sie zu haben. Und dies nicht selten zu sehr günstigen Preisen. Beispiele lieferte die vor kurzem beendete 158. Felzmann-Auktion in Düsseldorf. Mit der Los-Nummer 7240 stand eine postgeschichtliche Heimatsammlung "Düsseldorf" zum Verkauf, die wie folgt beschrieben war:

"Ab früher Recepissen aus den Jahren 1593 und 1643, Vorphilabriefen ab 1636, handschriftlichen Ortsaufgaben, Armee-Briefen aus Napoleonischer Zeit, adligen und farbigen Stempeln, Preußens einzigem Manöverstempel ,P.E.D.VII.A.C. 27 8' (1842), gefolgt von frankierter Post aus Preußischer und früher Reichspostzeit inklusive aller drei Stadtpost-Unternehmen ,Courier', ,Kraus' und ,Hansa', verschiedener Sonderstempel, Schiffs- und Luftpost, etc. Auf über 70 Blatt wird der Reiz früher Postgeschichte spürbar, einiges zusätzliches Material beinhaltet noch Kriegsgefangenenpost, Notmaßnahmen 1945 wie Registrierkassenfreimachungen, Literatur und Dokumente. In dieser Form sicherlich einzigartige Darstellung früher Düsseldorf Postgeschichte mit zahlreichen Raritäten."

Diese Kollektion war die frühere Sammlung von Emil W. Mewes, dem ehemaligen Vizepräsidenten des BDPh. Angesetzt für 2 000 Euro fand sie für 3 800 Euro einen Liebhaber, dem sie inkl. Aufgeld ca. 4 500 Euro wert war. Noch weit höher ging eine Sammlung "Theresienstadt" weg. Diese Ausstellungssammlung war das Lebenswerk des ehemaligen BPP-Verbandsprüfers Hans-Hermann Paetows, der am 30. November 2016 in Bremen verstorben war. Während die Mewes-Sammlung offenbar noch viele Jahre irgendwo schlummerte, bis sie nun versteigert wurde, kam die Sammlung von Paetow vergleichsweise zügig zum Verkauf. Angesetzt auf 15 000 Euro erzielte sie einen Zuschlag von 20 000 Euro.

Dies sind keine Ausnahmen, wie die kommende 58. Hadersbeck-Auktion in Berlin beweist. Denn dort kommt Ende März 2017 mit Los 4081 die Spezialsammlung des früheren INFLA-Prüfers Albert Burneleit "Aufbau der deutschen Überdruck-Provisorien ab August 1923" (diese wurde als ,Schausammlung' bereits bei der BEPOSTA 1935 gezeigt) zum Angebot. Nach über 80 Jahren ist die Kollektion noch im ursprünglichen Zustand, nämlich auf 38 Kartonblättern der Größe 50 x 70 cm aufgezogen. Es handelt sich wahrlich um ein museales Exponat, das bei Inflationssammlern sicherlich Interesse finden wird, zumal der Ansatz von 3.000 Euro keine unüberwindbare Hürde darstellt.

58. Hadersbeck-Auktion in Berlin mit breitem Sortiment

wm Zur nächsten Versteigerung vom 29. bis 31. März 2017 offeriert das bekannte Berliner Auktionshaus über 5.700 Lose verschiedenster Sammelgebiete, darunter auch fast 500 Lose Münzen, Medaillen, Orden etc. sowie viele komplett belassene Nachlässe. Neben Einzelstücken - wie z.B. einem Helgoland-Vorphilabrief mit Lithografie und seltenem Hamburger Schiffspostbrief-Rundstempel - gelangen 90 Lose Mecklenburg-Schwerin mit interessanten Stempeln zum Ausruf. Zu Sachsen wird eine Sammlung Probedrucke aufgelöst, DDR glänzt mit einer großen postfrischen Spezialsammlung Druckvermerke, bei ZKD gibt es die Laufkontrollzettel nahezu komplett in bedarfsgestempelter Erhaltung usw. Einzelne Markenseltenheiten quer durch alle Gebiete sind ebenso vertreten und im Sammlungsteil sind komplette (!) Sammlungen Altdeutschland und Deutsches Reich, ebenso SBZ und viele andere präsent. Dies zu günstigen Startpreisen. Kontakt: Hadersbeck Auktionen Briefmarkenversteigerungen und -handels GmbH, Geschäftsführer: Thomas Wickboldt, Anschrift: Hadersbeck Auktionen, Erich-Steinfurth-Straße 8, 10243 Berlin, Telefon: (030) 29 49 13 90, Telefax: (030) 29 49 13 91, E-Mail: info@hadersbeck-auktionen.com, www.hadersbeck-auktionen.com

Über 11 000 Lose bei der 155. Dr. Reinhard-Fischer-Auktion in Bonn

wm Am 17. und 18. März bedarf Versteigerer Dr. Reinhard Fischer bester Muskelkraft, denn bis zu 11.000 Mal muss er seinen Hammer schwingen und - sofern alles beboten wird - Zuschläge an Meistbietende erteilen. Die Auktionslose sind bereits online einsehbar (siehe: www.reinhardfischerauktionen.de), Kunden haben die umfangreichen Kataloge bereits erhalten.

Der Sonderkatalog Numismatik bietet dieses Mal am 17. März neben antiken und modernen europäischen bzw. überseeischen Münzen, vor allem deutsche Taler und Doppeltaler, sowie 2-, 3- und 5 Mark-Stücke aus dem Kaiserreich. Insgesamt kommen 2 168 Lose mit über 780.000 EUR zum Ausruf.

Im Bereich Briefmarken geht es ebenso werthaltig her. Altdeutschland bietet ein interessantes Angebot mit u. a. mehreren Schwarzen Einsern, Sachsen Nr. 1a Luxusstück mit Entwertung "Leipzig", Sachsen Nr. 1c auf Streifband in vorzüglicher Luxuserhaltung - je Fotoattest Rismondo BPP: "echt und einwandfrei", aber auch seltene Werte anderer Gebiete wie Württemberg 70 Kreuzer, Thurn und Taxis hohe Kreuzer und Silbergroschen-Werte etc., dabei auch vielfach Briefverwendungen und Stempellose. Deutsches Reich und Deutsche Kolonien / Auslandspostämter sind gewohnt hochwertig mit Spezialitäten und Seltenheiten präsent, gleiches gilt für Besetzung I. Weltkrieg/ Abstimmungsgebiete / Danzig / Memel / Saar / II. Weltkrieg/Feldpost: Ein wertvolles Angebot mit vielen Standardausgaben und ausgesuchten Stücken lässt so manchen guten Fund zu. Bei Deutschland nach 1945 dominieren zahlreiche Besonderheiten, Abarten, Farben und Plattenfehlern.

Ein vielfältiges Sammlungsangebot vom Briefposten im Umschlag bis hin zu mehrbändigen Länder- und Spezialsammlungen in einem oder mehreren Kartons werden für zahlreiche deutsche, europäische und einige Überseeischer Sammelgebiete angeboten. Insgesamt allein über 1.000 Lose. 360 Sammlungen kann man davon komplett im Internet besichtigen.

Besonders erwähnenswert sind die Sonderkataloge zu den Sammlungen "Der Traum von Linz", "Reval", "Belgrad - die Markensammlung" und "Walter Dykierek".

Der Sammler der Sammlung "Reval" mit den Gebieten Grodno, Libau, Memel und Deutsches Besetzung II. Weltkrieg legte zum Beispiel Wert auf perfekte Erhaltung und optische Makellosigkeit - eine einwandfreie Marke genügte also nicht. Dabei größte Raritäten wie Memel Grünaufdruck mit deutschem Stempel "RUSS" oder aber Südukraine Mi.-Nr. 1/7 auf Bedarfsbriefen sowie Estland Elwa mit waagerechtem Zusammendruck der "Pavillion"-Ausgabe Mi. 28 und 32 sind einige Highlights dieser Sammlung.

Die Sammlung "Belgrad - die Markensammlung" stammt vom gleichen Einlieferer, wie die in vorherigen Auktionen schon durch das Auktionshaus versteigerte Briefe-Sammlung Serbien II. Weltkrieg und bringt alle Seltenheiten dieses Gebietes zum Ausruf, selbst dann, wenn es sich laut Fotoattest um Unikate handelt!

Unkonventionell aber mit dem Blick auf Besonderheiten - das war das Motto des Sammlers der Sammlung "Traum von Linz", die schon in zwei Generationen geführte Sammlung wurde von ihm weiter ausgebaut und spezialisiert und so entstanden über 250 Bände "Internationale Philatelie" mit Schwerpunkten bei den deutschsprachigen Ländern und vor allem Österreich - in dieser Auktion wird nur Teil I dieser spektakulären Sammlung versteigert.

Walter Dykierek: Schwerpunkt ist die umfangreiche und in extremem Vollständigkeitsgrad "infla-echt gestempelter Werte" zusammengetragene Sammlung Danzig 1920 - 1939. Das Angebot sollten Danzig-Sammler aufmerksam prüfen und sich nicht entgehen lassen.

Internet: www.reinhardfischerauktionen.de

364. Heinrich-Köhler-Auktion:
Erlesene Philatelie in acht Katalogen

Die letzte März-Woche steht auch im Jahr 2017 wieder voll und ganz im Zeichen der Heinrich-Köhler-Frühjahrsauktion, die vom 20. bis 25. März in Wiesbaden stattfinden wird. Mit höchster Spannung erwarten die Sammler das sagenhafte Angebot weltweiter Philatelie und Postgeschichte, mit dem sich das Traditionshaus geradezu selbst übertrifft. Gleich sieben Sonderkataloge, dazu ein Hauptkatalog mit zahlreichen Sonderteilen, präsentieren die ebenso vielfältige wie erlesene Auswahl an hochwertigen Briefmarken, seltenen Belegen und spannenden Sammlungen.

Post nach Fernost

Bereits im vergangenen Jahr angekündigt, fiebern zahlreiche Sammler auf die Versteigerung der Sammlung "Post nach Fernost" hin, die auf eindrucksvolle Weise die Routen und Laufzeiten dokumentiert, die Briefe aus der Zeit vor der UPU auf ihrem Weg in den fernen Osten nahmen. Eine hochinteressante Kollektion, die den Betrachter mit nimmt auf eine (philatelistische) Reise von den Anfängen des Briefverkehrs nach Fernost ab der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Über verschiedenste Schiffsrouten und Landwege von Europa über Amerika und Afrika bis nach Asien, mit der Eisenbahn, per Pferd, Kamel und auch zu Fuß gelangte die Post an ihr Ziel. Neben den verschiedenen Stationen und Beförde rungs weisen werden natürlich auch die zu entrichtenden Entgelte und Portostufen mit dieser Ausnahmesammlung dokumentiert, deren Versteigerung Postgeschichtler aus aller Welt mit Spannung erwarten. Das herausragende Angebot umfasst ca. 200 Briefe, die am 25. März 2017 zeitgleich in Wiesbaden und Hongkong in einer Simultan-Auktion mit dem Auktionshaus John Bull versteigert werden.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Versteigerung der Sammlungen "Schweden Postgeschichte & Nachporto" des bekannten Ehepaars Kersti und Bertil I. Larsson FRPSL aus Schweden. In der Philatelie-Welt als leidenschaftliche Posthistoriker bekannt, hat das Ehepaar durch jahrelange Forschungen und ein beeindruckendes Wissen, vor allem im Bereich der Postgebühren innerhalb, von und nach Schweden, die besten Sammlungen der frühen schwedischen Postgeschichte und Nachporto zusammengestellt. Zahl reiche wertvolle Stücke höchster Seltenheit, wahre Juwelen der SchwedenPhilatelie und -Postgeschichte, finden sich in den Sammlungen der Larssons, wie der dazugehörige Sonderkatalog eindrucksvoll unter Beweis stellt. Am 21. März 2017 wird das Angebot - ebenfalls in einer Simultan-Auktion in Wiesbaden und zeitgleich in Stockholm - dem interessierten Publikum offeriert.

Nach dem großen Erfolg der ersten beiden Teile der Sammlung "Bayern 1849-1875" von Hilmar Kraus dürfen sich die Bayern-Liebhaber auf weitere ausgewählte "Schmankerl" dieses beliebten Sammelgebietes freuen. Der in einem weiteren Sonderkatalog präsentierte dritte Teil dieser großartigen Sammlung umfasst zahlreiche weitere Stücke, die Kraus stets mit dem Auge für das Besondere zusammengetragen hat, darunter wunderschöne Marken und Belege, Einheiten und Blockstücke auf Briefen, seltene Stempel, interessante Frankaturen, seltene Destinationen und vieles mehr. Bei diesem 3. Teil kommen insbesondere die Heimatsammler zum Zuge.

Kollektionen und Sonder -kataloge zum Staunen

Auch das "restliche" Angebot hat es sprichwörtlich in sich. Herausragend sind sicherlich die ebenfalls in Sonderkatalogen dokumentierten Spezialsammlungen "Sudetenland - Sammlung Dr. Hugo Hörr" und "Deutsches Reich Markenheftchen und Zusammendrucke 1900-1941 - Sammlung Gerhard Korn". Gleiches gilt für die Sammlung "Osmanisches Reich" (Teil 1) von Dr. Esmer sowie das Angebot Preußen und Berliner Postgeschichte sowie die Sammlung "Allgäu - Private Stadtpost 1886- 1900". Schweden-Sammler dürfen sich neben der erwähnten Sammlung aus dem Hause Larsson übrigens auch auf einen Spezialteil "Schweden Überdruckausgabe 1889 - Die Sammlung Sjörgen" freuen.

Einzellose und Sammlungen Alle Welt in Hülle und Fülle versprechen die Sammlungen "Norris" sowie der sog. "Bodenseeschatz". Letzterer sorgte bereits im Vorfeld für Furore, denn einen derartigen Bestand an 50, 60 und 70 Jahre alter Kiloware - und dies in ungeöffnetem Zustand - sieht man wirklich nicht alle Tage. Der undurchsuchte Nachlass der Firma Hörr (früher COSMOPHIL) mit Kiloware aus aller Welt verspricht echte Schätze ans Licht zu bringen.

Über das außerordentliche Literaturangebot dieser Auktion wird an anderer Stelle in dieser Ausgabe berichtet.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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155. Auktion Dr. Reinhard Fischer:
Top-Angebote aus aufgelösten Sammlungen

Am 17. und 18. März veranstaltet das Bonner Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer seine 155. Versteigerung. Insgesamt kommen über 10.000 Lose mit einem Ausruf von gut 3 Millionen Euro zum Verkauf. Interessierte Sammler und Händler erwartet nach Aussage des Auktionshauses eines der besten Angebote der Saison. In einem der bekannt aufwendigen Sonderkataloge werden die Sammlungen Walter Dykierek sowie "Traum von Linz", "Reval" und "Belgrad - die Markensammlung" präsentiert.

Raritäten der deutschen Besetzungsausgaben

Dykierek sammelte Deutschland general, aber entwickelte besonderen Ehrgeiz beim Sammelgebiet Danzig, wo er praktisch alle Werte Infla-geprüft zusammentragen konnte. Es werden zahlreiche Raritäten versteigert, die das Bonner Auktionshaus noch nie anbieten konnte - und das will etwas heißen bei einer Firma, die schon zahlreiche hochkarätige Danzig-Sammlungen versteigern durfte. Der Sammler verfügte übrigens testamentarisch, dass die Sammlung bei Dr. Reinhard Fischer versteigert werden soll.

"Der Traum von Linz": Unter diesem Pseudonym kommt die Kollektion eines österreichischen Hochschullehrers unter den Hammer. Er baute in gut 60 Jahren die von Vater und Großvater geerbte Sammlung aus: Das Ergebnis sind 250 Alben Deutschland, Österreich und Europa mit zahlreichen Raritäten und sogar Unikaten. Alles durfte äußerst günstig angesetzt werden, und der größte Teil des erwarteten Erlöses von mehr als 300.000 Euro soll wohltätigen Zwecken gespendet werden.

"Reval": Nur zwei Alben, aber was für ein Inhalt! Gesammelt wurde das Memelgebiet, Libau und Deutsche Besetzung im Zweiten Weltkrieg in äußerst geschmackvoller Erhaltung. Der Sammler legte Wert auf beste Qualität und schönste Stempel - und das auf häufig größten Raritäten wie z.B. Südukraine MiNrn. 1/7 komplett auf Briefen oder Elwa MiNr. 28 und 33 im Zusammendruck (Unikat, 10 000 Euro).

"Belgrad - die Markensammlung": In vorangegangenen Auktionen durfte Dr. Reinhard Fischer schon die vermutlich umfangreichste Sammlung Briefe der deutschen Besetzung in Serbien versteigern. Jetzt wurde dem Auktionshaus auch die Markensammlung - sowohl postfrisch als auch gestempelt - zur Versteigerung anvertraut. Die Kollektion ist natürlich in den Hauptnummern komplett - auch mit den zum Teil extrem seltenen gestempelten Ausgaben. Bei den postfrischen Marken finden sich aber auch praktisch alle Abarten - auch dann, wenn das Attest sagt: "einziges bekanntes Stück". So wird z.B. das einzige bekannte Stück der MiNr. 107 F postfrisch (ohne Aufdruck!) versteigert (2500 Euro) oder Block MiNr. 3 mit Kammzähnung rechts (statt Linien zähnung, optisch spektakulär, nur zwei Exemplare bekannt, 2000 Euro), genauso wie die unverausgabten MiNrn. I/IVB und 75 P U (1400 Euro) oder die Portomarke MiNr. 2 b postfrisch (2000 Euro). Eine seltene Gelegenheit, Weltra ritäten noch für vierstellige Zuschlagspreise zu erwerben.

Auch der Hauptkatalog wartet mit einem tollen Angebot auf. Altdeutschland zeigt z.B. zwei "Schwarze Einser", Sachsens MiNr. 1 a als Luxusstück (3500 Euro) oder die MiNr. 1 c Luxus sogar auf Streifband (15.000 Euro). Die Deutschen Kolonien begeistern beispielsweise mit Karolinen MiNr. 5 I postfrisch, Karolinen MiNr. 10 H und Kiautschou MiNr. 27 B auf Briefstück. Das Deutsche Reich ist sehr stark besetzt. Bei den deutschen Nachkriegs aus gaben findet man u.a. "Brot für die Welt" postfrisch (4000 Euro) und einen Bogen der Bund MiNr. 1223 G (Druck auf Gummiseite, 7500 Euro bei einem MICHEL-Ansatz von 50 000 Euro). Umfangreich bestückt ist auch wieder VR China, u.a. mit "Jahr des Affen" postfrisch (1100 Euro).

Die große Sammlungsofferte mit weit über 1000 Positionen enthält zahlreiche Länder-, Spezialsammlungen sowie Briefposten, Fundgruben und große Nachlässe. Dabei sind z.B. 14 Nachlässe mit Ausrufpreisen zwischen 1000 und 6000 Euro, tolle Sammlungen SBZ und Deutsches Reich sowie die beieindruckenden "Restsammlungen" ex Walter Dykierek und "Traum von Linz".

Sollten Sie das Angebot nicht im PrintKatalog studieren wollen, steht auf der Homepage www.ReinhardFischerAuktionen.de ein ausgefeilter Online-Katalog zur Verfügung. Hier sind neben allen Einzellosen - auch solchen, die im Printkatalog nicht abgebildet sind - auch alle vorliegenden Fotobefunde und Fotoatteste illustriert. Weiterhin sind über 400 Sammlungen komplett fotografiert und können so am heimischen Schreibtisch begutachtet werden. Außerdem finden Sie auf der Homepage Informationen zum Veranstaltungsort und der Versteigerungsfolge.

Internet: www.ReinhardFischerAuktionen.de

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Heinrich Köhler präsentiert eine Literaturauktion "vom Feinsten"

Wiesbaden Am 2. November 2012 führte die Traditionsfirma Heinrich Köhler in Mainz zur IPHLA eine weltweit beachtete Spezialauktion für Literaturfreunde durch. Im Rahmen der Auktionswoche vom 21. bis 25. März 2017 folgt eine zweite Versteigerung dieser Art, die sogar ein noch breiteres An gebotsspektrum bringt. Dank der Einlieferungen vier namhafter Literatursammler, darunter solch große Namen wie Erivan Haub und insbesondere Charles Freeland, wurde ein einmaliges Angebot möglich.

Bibliophile finden Briefmarken-Kataloge von Alfred Potiquet, Paris 1862, aber auch den ersten deutschen Katalog der Dürr'schenBuchhandlung (2. Auflage 1863), mehrere Kataloge von Moens (1864), Bellars & Davie (1864), Zschiesches Katalog von 1872 so -wie eine große Anzahl weiterer aus dem 19. Jahrhundert, die heute allesamt als selten gelten.

Apropos J.-B. Moens: Seine legendäre Monografien-Reihe der 1880er Jahre ist mehr als vollständig, teils mit mehreren Exemplaren vertreten! Ebenso die frühen Handbücher der Philatelic Society London, von Stanley Gibbons etc., mehrere Ausgaben der Originaledition von E. D. Bacon zur Bibliothek von Lord Craw ford und Victor Suppantschitschs Bibliografie von 1892.

Wer mehr auf Fälschungen steht, hat die Gelegenheit, eines der wenigen noch komplett erhaltenen Original-Fournier-Alben von 1928 mit allen Facsimiles, teils in Bogenteilen und Einheiten, zu erwerben. Die bekannten BPA-Dokumentationswerke zu den Fälschungen von Sperati sind vorhanden, natürlich auch die Luxuswerke von Mirabaud/de Reuterskiöld, Sir John Wilson und von Walter Clarke Bellows.

Postgeschichtler dürften an drei Folianten mit allen Preußischen Postverordnungen aus der Zeit von 1687/1803 (!) ihre helle Freude haben, ebenso an einem umfassenden Angebot zum Deutsch-Französischen Krieg mit all seinen Aspekten zur Ballon-,Militär-, Feld- und Luftpost. Selbstverständlich sind von Deutschland, Europa und Übersee (!) nahezu alle Standardwerke und Monografien des 19./20. Jahrhunderts vertreten.

Bei den philatelistischen Zeitschriften findet man z.B. nahezu komplette "Runs" des "London Philatelist" (1892-ca. 2015) und des "Collectors Club Philatelist" (ab 1922). Wohl erstmals in Deutschland wird ein gigantischer Bestand internationaler Auktionskataloge aufgelöst, der nicht nur zahllose "name sales" und "special sales" enthält, sondern auch Großlots mit häufig nahezu vollständigen Runs mit bis zu 1000 und mehr Katalogen.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Aufteilung hochwertiger Sammlungen

Mainz Zu den Besonderheiten der 173. Loth-Auktion am 17. und 18. März 2017 gehört die Auflösung einer seit vielen Jahrzehnten ruhenden Spezialsammlung Württemberg, die in 150 Lose detailliert wurde. Sie zeichnet sich durch sehr gut erhaltene Einzelmarken (z.B. viermal 70 Kreuzer) aus, aber auch durch tolle Briefe und Lots mit Stempeln. In dieser Konzentration und Qualität findet sich ein solches Angebot nicht häufig!

Ebenfalls hervorzuheben ist die Detaillierung einer umfangreichen CommonwealthSammlung mit vielen seltenen Ausgaben in der gesuchten postfrischen Qualität. Angeboten werden die Ausgaben u.a. nach Ländern.

Der Einzellos-Teil zeigt Standardausgaben und viele Seltenheiten von Deutschland, Europa und Übersee. Ein umfangreicher Sammlungs-Teil enthält viele hochwertige, gehaltvolle und unberührte Objekte. Beachtung verdient auch die Münz-Abteilung mit sehr vielen Münzen aus Polen und Kilo-Silbermünzen.

Internet: www.lothauktionen.de

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Seltene Zeppelin-Auflieferung zog ab

Dessau-Rosslau Ein insgesamt gutes Ergebnis brachte die 45. Hettinger-Auktion am 12. Januar 2017. Wie gewohnt gut nachgefragt waren Goldmünzen und Porpagandakarten. Vor allem die Nachlässe und Auflösungsposten überzeugten mit einer überdurchschnittlichen Verkaufsquote.

Einige bemerkenswerte Ergebnisse: Mit 280 Euro den Ansatz mehr als verdreifachen konnte die Bayern-Ganzsache MiNr. P 3 II mit hinzufrankierter MiNr. 32 a als wertstufengleiche Mischfrankatur. Von 500 auf 1100 Euro steigerte ein auf den Ägäischen Inseln aufgelieferter Zeppelinbrief zur Italien-Fahrt 1933. Mit 180 Euro beim dreifachen Ausruf landete ein ungebrauchter Propagandavordruck aus Kurland. Zur Taxe von 10.000 Euro wurde die seltene Papiervariante SBZ MiNr. 97 AX ar U in postfrischer Erhaltung mitgenommen. Eine gelaufene 12-Pf-Ganzsache mit Bezirkshandstempel von Wittstock und zusätzlichem Maschinenaufdruck kletterte von 1000 auf 1400 Euro. Ein gestempelter Engels-Block der DDR mit extrem seltenen Wasserzeichen YI (Block MiNr. 13 YI) wurde zur Taxe von 1800 Euro zugeschlagen. Eben falls selten ist das Wasserzeichen XI bei der DDR MiNr. 545. Ein gestempeltes Exemplar spielte den Ausruf von 1000 Euro ein.

Internet: www.hettinger-auktionen.de

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Seltener Mondbrief

Berlin Die 20. Schlegel-Auktion am 3. und 4. April 2017 versammelt erneut Spitzenstücke der Philatelie und ein reichhaltiges Angebot aus fast allen Sammelgebieten.

Auffallend ist wiederum der starke Sammlungsteil mit hochwertigen Angeboten im Bereich Bayern, Preußen-Nummernstempel, VR China, Weltraum sowie Deutsche Kolonien und Auslandspostämter. Erwähnenswert ist außerdem eine umfangreiche Motivsammlung Raumfahrt/Weltraum mit zahlreichen seltenen Weltraumpostbriefen. Höhepunkt ist ein Apollo-15-Mondbrief, der auf Wunsch des Einlieferers ebenso wie alle anderen seltenen Stücke in der Sammlung verbleibt. Der Literaturteil der Auktion beinhaltet einen beachtenswerten Anteil deutsche Kolonial-Literatur mit Schwerpunkt Kamerun mit gesuchten Ausgaben und unverzichtbaren Standardwerken.

Im Einzellosteil hervorzuheben sind interessante Belege und Dokumentationen der frühen Luftschiffe, dabei auch Photographien und Literatur aus dem Bestand eines bekannten Sammlers, die sowohl für Luftschifffahrt-Experten als auch Berlin-Historiker gleichermaßen interessant seien sollten. Schöne Selektionen präsentieren sich dem geneigten Sammler weiterhin im Bereich Finnland, Island sowie Kap der Guten Hoffnung. Seltene Wasserzeichenvarianten DDR sowie z.B. eine Bizone 1 Mark Taube Posthörnchenbandaufdruck auf Brief (nur zwei Briefe und ein Einzelstück sind bekannt) ragen aus dem gewohnt facettenreichen und erlesenen Teil mit dem Deutschland-Material heraus.

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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Beachtliche Steigerungen

wm Vom 13. bis 14. Januar 2017 fand die 171. Leipziger Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert statt. Über 4000 Lose, darunter 900 Sammlungen und Lots, standen zum Verkauf und wurden überwiegend mit beachtlichen Steigerungen abgesetzt. Gefragt waren auch viele Einzellose aus den Bereichen deutsche Zeppelinpost, Postgeschichte, Heimatphilatelie sowie Marken und Belege von Bayern, Sachsen, NDP und DR, Besetzte Gebiete, Deutschland nach 1945 mit AM-Post, Lokal-, OPD- und SBZAusgaben, DDR-Besonderheiten mit Plattenfehlern, Farben, bessere Wasserzeichen und Druckvermerke. Steigerungen der Ausrufe bis zum sechsfachen und mehr waren keine Ausnahme.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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175. Rauhut & Kruschel Auktion am 17./18. Februar 2017: "Rekord-Start" in das Auktionsjahr 2017!

wm (Mülheim) Die erste Rauhut & Kruschel-Auktion des Jahres 2017 lockte bereits im Vorfeld mit einem Spitzenprogramm und knapp 11.000 Losen von Altdeutschland bis Übersee, die Sammlerherzen höher schlagen ließen. Dementsprechend groß war das Bieterinteresse an der einzigartigen Auswahl attraktiver Einzellose - darunter ein umfangreicher Raritäten-/Sonderteil - sowie den angebotenen Lots, Sammlungen und Nachlässen, die am 17. und 18. Februar 2017 in Mülheim a. d. Ruhr ausgerufen wurden. Insbesondere der Samstag (18. Februar) bot höchstspannende Bietergefechte unter Beteiligung zahlreicher Sammler, Händler und Kommissionäre vor Ort, die es sich nicht nehmen ließen, der Auktion persönlich beizuwohnen und am Geschehen live teilzunehmen. Dank einer herausragenden Verkaufsquote schlossen die beiden Versteigerungstage mit einem Gesamtergebnis von rund 2.150.000 Euro (inkl. Aufgelder, ohne Mwst.) - die bisher erfolgreichste Auktion der Firmengeschichte von Rauhut & Kruschel und ein mehr als gelungener Auftakt in das Jahr 2017!

Beeindruckende Vielfalt: Philatelistische "Juwelen" und gesuchte Einzellose

Rekordverdächtig war bereits das Angebot der Einzellose mit einer beeindruckend großen Auswahl wertvoller Marken und Briefe, gesuchter Stempel und zahlreicher Besonderheiten mit Schwerpunkt Altdeutschland sowie weiteren reizvollen Stücken der deutschen Sammelgebiete von der Vorphilatelie bis zur Moderne. Der Raritätenteil präsentierte verschiedenste Spitzenstücke, die zu begeistern wussten, darunter die beiden einzigen bekannten Teilfranko-Briefe aus Barbados nach Preußen (Los 1/Zuschlag: 2.500 Euro), ein wunderschönes Paar der 3 Pf. Hannover, Mi.-Nr. 20 (Los 276/Zuschlag: 1.650 Euro), ein Dreierstreifen der½Schilling aus Helgoland, Mi.-Nr. 6g, auf Brief (Los 293/Zuschlag: 1.500 Euro) oder ein rarer Ganzsachenausschnitt 1 Sgr. rosa aus Mecklenburg-Strelitz auf Brief (Los 368/Zuschlag: 2.800 Euro), um nur einige Beispiele zu nennen.

Einen besonders starken Auftritt hatten die "Bremen-Lose", darunter zahlreiche attraktive und wertvolle Briefe, die beachtliche Steigerungen und Zuschläge erzielten. Ein prachtvoller Brief aus Vegesack nach Bremen mit Einzelfrankatur der 2 Gr. gelborange, Mi.-Nr. 5a, steigerte auf 3. 200 Euro (Los 147), ein tadelloser Beleg mit Einzelfrankatur der 2 Gr. rotorange, Mi.-Nr. 10b, wurde für 1.700 Euro zugeschlagen (Los 168) und ein Paar der 10 Gr. schwarz, Mi.-Nr. 14, auf Transatlantikbrief nach New York erzielte 2.200 Euro (Los 178).

Bemerkenswert auch die Steigerung einer Preußen 1 Sgr. karmin, Mi.-Nr. 16, als Teilfranko auf Streifband von Berlin nach Portugal (Los 490). Das einzigartige Stück wurde nach einem Ausruf von 150 Euro um mehr als das Vierfache gesteigert und bei sensationellen 660 Euro zugeschlagen. Ebenso selten - und begehrt - war eine Briefvorderseite mit nachverwendetem Thurn und Taxis K1 "Cassel Bahnhof" und vollständiger 14 ¼-Sgr.-Frankatur von Preussen nach Buenos Aires, Argentinien, die um mehr als das Dreifache auf 1.250 Euro gesteigert wurde (Los 562). Eines der Titelstücke des Kataloges, eine einzigartige Thurn & Taxis-Fünffarbenfrankatur auf Ganzsache als Paketbegleitbrief ab Rudolstadt nach Essen (Los 575), erzielte beachtliche 5.200 Euro, wobei sich immerhin fünf schriftliche Bieter um das Los bemühten. Einen der Spitzenzuschläge bei den Einzellosen des Deutschen Reiches sicherte sich ein "Vineta"-Provisorium auf Drucksache in besonders schöner Erhaltung, bei dem der Hammer bei 8.800 Euro fiel (Los 675).

Dass es gerne auch etwas "moderner" sein darf, bewiesen die Steigerungen und Zuschläge bei den Losen der Bauten-Serie, darunter eine 20 Pf.-Marke im ungebrauchten Paar mit handschriftlich in die Platte geritzter HAN (Los 714/Zuschlag: 740 Euro) oder eine seltene gestempelte Einzelmarke der 40 Pf. grauviolett, Type 1a, in E-Zähnung (Los 719/Zuschlag: 2.100 Euro).

"Schlag auf Schlag" - Nachlässe, Posten und Sammlungen mit großer Nachfrage

Traditionell ist der Andrang am Auktionssamstag groß, wenn es um die die Nachlassabteilung und den Ausruf der Sammlungen und Posten geht. Und so wurden die Gäste auch bei der 175. Rauhut & Kruschel-Auktion nicht enttäuscht: Den in großer Anzahl anwesenden Interessenten stand eines der umfangreichsten Angebote der Firmengeschichte mit zahlreichen attraktiven Losen gegenüber. Und so ging es heiß her mit spannenden Bietergefechten und Zuschlägen im Minutentakt, angefangen von den Münz- und Briefmarkennachlässen "gegen Gebot" bis zu den Sammlungen und Posten von Altdeutschland bis Alle Welt. Bei bester Stimmung im Auktionssaal und einem beeindruckenden Tempo wurden die 581 Lose der "Nachlass"-Abteilung mit einem Umsatz von 1,4 Mio. Euro (inkl. Aufgelder, ohne Mwst.) innerhalb von nur vier Stunden versteigert. Ein Ergebnis, das wahrlich für sich spricht. Am Ende des Tages durften sich Harald Rauhut und sein Team über einen verheißungsvollen Start in das Auktionsjahr 2017 und einen neue "Bestmarke" freuen.

Ergebnisse und Nachverkauf

Alle Ergebnisse der Auktion können direkt beim Auktionshaus Rauhut & Kruschel angefordert werden und sind online unter www.rauhut-auktion.de einzusehen. Interessenten haben ab sofort die Möglichkeit, unverkaufte Lose im Nachverkauf zu erwerben. Die nächste Rauhut & Kruschel Auktion findet am Samstag, dem 1. April 2017 statt. Weitere Informationen bei: Rauhut & Kruschel Briefmarkenauktionshaus GmbH, Harald Rauhut, Werdener Weg 144, 45470 Mühlheim a.d. Ruhr, Tel. +49 (0)208 33098, E-Mail: info@rauhut-auktion.de, Internet: www.rauhut-auktion.de

Vorbericht zur 158. Felzmann-Auktion - Philatelie 9.-11. März 2017

wm (aw/Düsseldorf) Die Frühjahrsauktion im Auktionshaus Felzmann lockt im März mit spannenden Spezialthemen wie Weltraumpost und Äthiopien Philatelie neben dem üblichen hochwertigen Angebot an Einzelstücken und begehrten Sammlungen internationaler und deutscher Philatelie. Unter den zahlreichen Highlights befinden sich ein "Blaue Mauritius"-Liebhaberbeleg der zweiten Serie "Post Paid" sowie ein einmaliges Qualitätsstück der seltenen Braunroten aus Sachsen.

Ein einmaliges Dokument mit musealem Charakter der frühen Zeppelin-Geschichte wird im Rahmen der Zeppelin-Flugpost-Auktion am 9. März angeboten. Es handelt sich um einen Ordner mit Fahrtberichten sämtlicher Fahrten des Luftschiffes LZ 11 "Viktoria Luise" vom 19.8.1913 bis 29.10.1913, welches in dem Zeitraum in Oos und in Frankfurt stationiert war. Dokumentiert wird die 317. bis zur 375. Fahrt jeweils mit Fahrtbericht und detaillierten Angaben z.B. zum mitgeführten Öl und Benzin, Wasser-Ballast, Streckenführung, Anzahl der Passagiere, Anzahl und Namen der Besatzung, Wetterbedingungen und weiteren interessanten allgemeinen und technischen Details, und zu fast jeder Fahrt ist eine Barographenkurve vorhanden. Dieses absolute Spitzenobjekt für Forscher und Sammler wird mit 13.500 Euro ausgerufen (Los 3074).

Im Anschluss an die Zeppelin-Flugpostauktion wird die Waizero-Sammlung versteigert, der das Auktionshaus einen Sonderkatalog gewidmet hat. Die Sammlung wird detailliert in 378 Losen angeboten und spiegelt die Postgeschichte des ostafrikanischen Landes Äthiopien wider. Sie zeichnet sich durch seltene Auslandsverwendungen mit entsprechenden Frankaturkombinationen der Pre-UPU- Zeit und durch Essays verschiedener Postperioden mit entsprechenden Unikaten aus. Auch die UPU-Zeit ab 1908 wird durch viele interessante Ausgaben inklusive sehr seltener Handstempel-Aufdrucke für Präsentationszwecke sowie anhand von Flug- und Zeppelinbelegen dargestellt. Hervorzuheben ist eine ebenso reichhaltige wie umfangreiche 13 Alben umfassende Pracht-Sammlung UPU-Zeit 1909-1996 (Los 4364, Ausruf: 5.000 Euro), die u.a. seltene Überdruckausgaben wie Diredaua-Provisorien 1911, Provisorien 1921-1928 mit seltenen Varianten, Einheiten und Frankaturen, Freimarken sowie OBELISK 1943, weiterhin spezialisiert Eisenbahn, UNO, Befreiung, Dahlak-Expedition 1961, Rotes Kreuz, von Entwerfern eigenhändig signierte Stücke, FDCs etc. beinhaltet.

Im Sammelgebiet Übersee sticht ein altbekannter, vielfach signierter Liebhaberbeleg mit blauer Mauritius, post paid, 2 d blau von stark abgenutzter Platte, farbfrisch und ringsum gleichmäßig breitrandig mit klar und übergehend aufsitzendem Stempel "9" sowie daneben "Poudre d'Or 1857 DE 13" auf naturbelassener Faltbriefhülle nach Port Louis hervor. Diese Rarität, die bereits die Sammlungen Burrus und Kanai schmückte, wird mit 7.500 Euro in die Auktion starten.

In herrlicher Liebhaberqualität präsentiert sich die norwegische Markenausgabe 3 Sk. Oscar grau im Viererblock mit zwei klar und vollständig aufsitzenden K1 CHRISTIANIA 6/10 1860, oben minimal wellig und fast alle Marken tadellos gezähnt. Das schöne Stück wird als Los 4737 mit 3.000 Euro ausgerufen.

Ein Spitzenstück der Oldenburg-Philatelie (Los 5021) und Zierde einer jeden ambitionierten Sammlung ist die Markenausgabe 1/3 Gr. blaugrün mit links ca. 5 mm breitem Bogenrand (!) sowie ideal zentrisch, klar und gerade aufsitzendem K2 OLDENBURG 27 9 auf portogerecht frankierter Drucksachenschleife nach Strückhausen bei Ovelgönne. Dieser ausgesprochen seltene Beleg mit dem Bogenrand und einem idealen Stempelabschlag startet mit 5.000 Euro. Ein weiteres Luxusstück im Sammelgebiet Altdeutschland ist die Sachsen-Markenausgabe 3 Pfg lebhaftbräunlichrot, Platte III, Type 19, hervorragend farbintensiv, ringsum voll- bis breitrandig in besonders sattem Druck (!) mit klarem Teil-K2 LEIPZIG. Das in derart intensiver Farbe wohl einmalige Qualitätsstück der seltenen Braunroten (Los 5049) wird mit 9.000 Euro ausgerufen.

Am Freitag, den 10. März folgt der zweite Teil der deutschen Einzellose, darunter Top-Lose wie der Theresienstadt Rot-Kreuz-Souvenir-Block in grün mit 4 ungezähnten Zulassungsmarken auf ungummiertem Papier, ungebraucht in voller Originalgröße 170 x 130 mm mit Laufnummer "096". Das tadellos erhaltene Prachtstück (Los 5665) in der Rubrik Böhmen und Mähren startet mit 3.000 Euro. Als Sudetenland-Unikat wird der Bratislavablock mit ebenfalls überdrucktem Zierfeld ungebraucht in vollformatiger Prachterhaltung für 7.500 Euro angeboten (Los 5685). Ein Topstück der Bizone ist Los 6164, 1-5 Mk Taube mit Netzaufdruck in gestempelter Top-Erhaltung, jeder Wert zentrisch entwertet mit SST STUTTGARTER JUGENDAUSSTELLUNG BAD CANNSTATT MESSETURM 25.8.48 (Ausruf: 4.000 Euro).

Zum krönenden Abschluss der Philatelie-Einzellose präsentiert das Auktionshaus Felzmann das Spezialgebiet "Weltraumpost". Gleich zwei herausragende Weltraumpost-Sammlungen werden hier versteigert. Eine von Walter Hopferwieser persönlich zusammengetragene Sammlung umfasst über 200 oftmals einmalige Belege und wird auf Wunsch des Einlieferers geschlossen mit 100.000 Euro angeboten (Los 6251). Die zweite Sammlung von Mario Villa konzentriert sich ebenfalls auf die russische Raumfahrt, beinhaltet aber auch zahlreiche unwiederbringliche Artefakte, und wird in der Versteigerung detailliert angeboten.

Alle weiteren Lose und Informationen zur 158. Felzmann-Auktion (7.-11.3.2017) finden Interessenten in den aktuellen Auktionskatalogen und im Internet unter: www.felzmann.de. Der Online-Katalog mit allen Losen und Fotos ist ab dem 13. Februar 2017 auf der Homepage abrufbar. Die Numismatik-Auktion findet vor der Briefmarkenauktion am 7. und 8. März in Düsseldorf statt. Die kostenlosen Auktionskataloge können telefonisch bestellt werden unter: 0211 / 550 440.

Felzmann-Spezialauktion "Weltraumpost" am 10. März 2017

(aw/Düsseldorf) In der Frühjahrsauktion (7.-11. März 2017) hat das Auktionshaus Felzmann ein ganz besonderes Thema im Angebot: Weltraumpost. Am 10. März 2017 werden gleich zwei herausragende Weltraumpost-Sammlungen versteigert. Eine von Walter Hopferwieser persönlich zusammengetragene Sammlung umfasst über 200 oftmals einmalige Belege und wird auf Wunsch des Einlieferers geschlossen mit 100.000 Euro angeboten. Die zweite Sammlung von Mario Villa konzentriert sich ebenfalls auf die russische Raumfahrt, beinhaltet aber auch zahlreiche unwiederbringliche Artefakte, und wird in der Versteigerung detailliert angeboten.

In dieser Spezialauktion geht es um ferne Galaxien, unendliche Weiten und faszinierende technologische Errungenschaften. Aber allem voran geht es um Menschen, die das Abenteuer und die Gefahren der bemannten Raumfahrt im Namen aller auf sich nahmen, um Wissenschaft und Fortschritt voranzutreiben. Dem Auktionshaus Felzmann ist es gelungen, eine faszinierende Bandbreite an philatelistischen Belegen und Artefakten dieser "Post aus dem All" zusammenzutragen. Zu einem Teil offiziell von den Raumfahrtagenturen ausgegebene Belege, zum anderen Teil Dokumente privaten Charakters, die intime Einblicke in die Gefühlswelt der Raumfahrer und deren Herausforderungen gewähren.

Herausragend ist ein Mondlandebrief der U.S. amerikanischen Mondmission APOLLO 16 aus dem Jahr 1972 (Los 6240). Es handelt sich um No. 14 von 25 illustrierten, tatsächlich auf den Mond beförderten Astronautenbelegen, die sich während dreier Ausstiege der Astronauten sogar im Vakuum der Mondoberfläche befanden. Der einmalige Beleg mit vollständigem Namenszug und handschriftlicher Notiz des Mondlandefähren-Piloten Charlie Duke wird für 50.000 Euro angeboten. Ein weiteres Spitzenstück lunarer Astro-Philatelie (Los 6238) ist der ein Jahr jüngere Mondlandebrief (USA 1971) No. 54 von 55 illustrierten, tatsächlich auf den Mond beförderten Belegen. Dieser stammt aus der Mondmission APOLLO 14 und ist mit vollständigem Namenszug des Mondlandefähren-Piloten Edgar Mitchell, allen Stempeln sowie zugehöriger, notariell beglaubigter Bestätigungskarte versehen und wird mit 18.000 Euro ausgerufen.

Faszinierend und einmalig in ihrer Zusammenstellung ist eine Sammlung (Los 6251) von über 200 astrophilatelistischen Belegen von 1972 bis 2016 zum "Leben im Weltall - VISION / REALISATION / KOMMUNIKATION" sowjetischer und russischer Missionen ab Sojus 12, gefolgt von Saljut-3/Sojus 15 und den weiteren Raumstationen Saljut 4-7, deren Entwicklungen und teilweise nur kurze Lebenszeiten reichhaltig dokumentiert werden. Chronologisch folgen die verschiedenen MIR-Etappen und die internationale Zusammenarbeit in der ISS - jedes Stück war im Weltraum! Eine einzigartige Sammlung, über die neben vollständigen Abbildungen im Online-Katalog, auch eine detaillierte Aufstellung zur Verfügung steht.

Ein Top-Beleg der russischen Raumfahrt (Los 6275) ist ein zweiseitiger, handgeschriebener Brief Erde-Weltall von Georgi Timofejewitsch Beregowoi, dem Leiter des Kosmonautentrainingszentrums, samt Umschlag an Anatoli Beresowoj, den Kommandanten der Raumstation SALJUT 7 / SOJUS T-7, mit dessen Bestätigung "This is one of fifty-nine letters that I has received on board of the orbital station Salyut-7" datiert am 20. August 1982. Der blaue Stationsstempel befindet sich sowohl auf dem Kuvert als auch auf dem Briefinhalt, zudem schmücken den Beleg die Tagesstempel Baikonur 13.5.82 (Starttag Sojus T-5) und 10.12.82 (Landetag Sojus T-7) sowie die eigenhändigen Signaturen von Anatoli Beresowoj und von Valentin Lebedew. Der Ausruf für dieses Unikat liegt bei 30.000 Euro.

Zu den frühest bekannten Belege, die in den freien Weltraum mitgenommen wurden, gehört ein EVA-Ausstiegsbeleg (Extra Vehicular Activity), den die Kosmonauten der Raumstation MIR / SOJUS TM-19 Juri Malentschenko und Talgat Mussabajew anlässlich ihres Reparaturausstieges mit in den freien Weltraum nahmen. Es handelt sich um No. 2 von insgesamt zehn Exemplaren dieses Datums mit Stationsstempel, rotem Rundstempel mit dem Wappen Kasachstans und Bordpoststempel 09.09.94. Der Ausstiegsbeleg ist von beiden Kosmonauten sowie Waleri Poljakows unterschrieben und eine zugehörige Bestätigung ist eigenhändig von J.I. Malentschenko und T.A. Mussabajew mit dessen violettem Stempel signiert. Die Rarität wird als Los 6295 mit 1 500 Euro angeboten.

Ein einzigartiges Spitzenstück der gesamten Weltraum-Philatelie ist der in dieser Form einzig bekannte Rundreise-Brief Weltraum-Erde-Weltraum-Erde (Los 6296), noch dazu zwischen zwei verschiedenen Raumstationen, mit Inhalt und "irdischem" R-Zettel. Der Brief von Waleri Tokarew wurde an den befreundeten Kommandeur der MIR, Victor Afanassjew mit ISS-Bordstempel, am 6. Juni 1999 zur Erde befördert, dann am 15. Juni 1999 per US-Einschreiben von Nassau via Jamaica nach Russland mit allen Stempeln weitergeleitet. Sodann wurde der Beleg am 16. Juli 1999 per Progress M42 wieder in den Weltraum geschossen, mit MIR Bordstempel und nach über einem Monat erneutem Aufenthalt im All kam er am 28. August 1999 an Bord der Sojus TM-29 endgültig wieder zurück zur Erde. Ein absolutes Ausnahmestück der Weltraumpost, das für 50.000 Euro unter den Hammer kommt.

Alle weiteren Lose und Informationen zur 158. Felzmann-Auktion (7.-11.3.2017) finden Interessenten im aktuellen Auktionskatalog und im Internet unter: www.felzmann.de. Das Auktionshaus Felzmann hat der Thematik "Weltraumpost" eine eigene Online-Rubrik gewidmet, die man unter www.felzmann.de/weltraumpost einsehen kann.

Vorbericht zur 155. Dr. Reinhard Fischer Auktion in Bonn

(wm/rf) Am 17. und 18. März veranstaltet das Bonner Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer seine 155. Versteigerung. Insgesamt über 10 000 Lose mit einem Ausruf von gut drei Millionen Euro kommen zum Aufruf. Interessierte Sammler und Händler erwartet eines der besten Angebote der Saison.

In einem der bekannt aufwändigen Sonderkataloge des Bonner Auktionshauses werden die Sammlungen Walter Dykierek, "Traum von Linz", "Reval" und "Belgrad - die Markensammlung" präsentiert. Walter Dykierek, Jahrgang 1928, Diplom-Ingenieur bei Siemens, sammelte Deutschland allgemein, entwickelte aber besonderen Ehrgeiz beim Sammelgebiet Danzig, wo er praktisch alle Werte Infla-geprüft zusammentragen konnte. Es werden zahlreiche Raritäten versteigert, die das Bonner Auktionshaus noch nie anbieten konnte - und das will etwas heißen bei einem Auktionshaus, das schon zahlreiche hochkarätige Danzig-Sammlungen versteigern durfte.

"Der Traum von Linz": Unter diesem Pseudonym kommt die Sammlung eines österreichischen Hochschullehrers zur Versteigerung. Er baute in gut 60 Jahren die von Vater und Großvater geerbte Sammlung aus - das Ergebnis sind 250 Alben Deutschland, Österreich und Europa mit zahlreichen Raritäten und sogar Unikaten. Alles durfte äußerst günstig angesetzt werden und der größte Teil des erwarteten Erlöses von mehr als 300 000 Euro soll wohltätigen Zwecken gespendet werden.

"Reval": Nur zwei Alben, aber was für ein Inhalt! Gesammelt wurde das Memelgebiet, Libau und Deutsche Besetzung im Zweiten Weltkrieg in äußerst geschmackvoller Qualität. Der Sammler legte Wert auf beste Qualität und schönste Stempel - und das auf häufig größten Raritäten wie z.B. Südukraine 1/7 kpl. auf Briefen oder Elwa 28 und 33 im Zusammendruck - Unikat! (Ausruf 10 000 Euro)

"Belgrad - die Markensammlung": In vorangegangenen Auktionen durfte das Auktionshaus Reinhard Fischer schon die vermutlich umfangreichste Sammlung Briefe der deutschen Besetzung in Serbien versteigern. Jetzt wurde dem Auktionshaus auch die Markensammlung - sowohl postfrisch als auch gestempelt - zur Versteigerung anvertraut. Die Sammlung ist natürlich in den Hauptnummern komplett - auch mit den z.T. extrem seltenen gestempelten Ausgaben. Bei den postfrischen Ausgaben finden sich aber auch praktisch alle Abarten - auch dann, wenn das Attest sagt "einziges bekanntes Stück". So wird z.B. das einzige bekannte Stück der 107F ** (ohne Aufdruck !) versteigert (Ausruf 2 500 Euro) oder Bl.3 mit Kammzähnung rechts (statt Linienzähnung, optisch spektakulär, nur 2 Stück bekannt, Ausruf 2 000 Euro), genauso wie die unverausgabten I/IVB, 75PU (1 400 Euro) oder die Portomarke 2b ** (2 000 Euro). Eine seltene Gelegenheit, Weltraritäten noch für vierstellige Zuschlagpreise zu erwerben !

Auch der Hauptkatalog bietet ein beachtenswertes Angebot. Altdeutschland z.B. mit zwei schwarzen Einsern oder Sachsen 1a als Luxusstück (Ausruf 3 500 Euro) oder 1c Luxus sogar auf Streifband (Ausruf 15 000 Euro). Deutsche Kolonien z.B. mit Karolinen 5I **, Karolinen 10H oder Kiautschou 27B auf Briefstück. Deutsches Reich ist sehr stark besetzt, bei den Nachkriegsausgaben findet man u.a. "Brot für die Welt" postfrisch (Ausruf 4 000 Euro) oder einen Bogen der 1223G (Druck auf Gummiseite) für den Ausruf von 7 500 Euro, bei Michel mit 50 000 Euro notiert. Im Angebot auch wieder VR China umfangreich, u.a. "Jahr des Affen" postfrisch (Ausruf 1 100 Euro).

Das umfangreiche Sammlungsangebot mit weit 1 000 Positionen bringt zahlreiche Länder-, Spezialsammlungen sowie Briefposten, Fundgrube und große Nachlässe zum Angebot, dabei z.B. 14 Nachlässe mit Ausrufpreisen zwischen 1 000 und 6 000 Euro, tolle Sammlungen SBZ und Deutsches Reich sowie die beieindruckenden "Restsammlungen" ex Walter Dykierek und "Traum von Linz".

Das Auktionshaus stellt auf seiner Homepage www.ReinhardFischerAuktionen.de einen ausgefeilten Online-Katalog zur Verfügung. Hier sind neben allen Einzellosen - auch solcher, die im Printkatalog nicht abgebildet sind - auch alle vorliegenden Fotobefunde und Fotoatteste abgebildet. Weiterhin sind über 400 Sammlungen komplett fotografiert und können so am heimischen Schreibtisch begutachtet werden. Außerdem finden Interessenten auf der Homepage Informationen zum Veranstaltungsort und der Versteigerungsfolge.

Beachtliche Steigerungen bei der 171. Leipziger Briefmarkenauktion

wm Vom 13. bis 14. Januar 2017 fand diese Auktion der Firma Fortagne & Lipfert statt. Über 4 000 Lose, darunter 900 Sammlungen und Lots, standen zu Verkauf und wurden überwiegend mit beachtlichen Steigerungen verkauft. Gefragt waren auch viele Einzellose aus den Bereichen deutsche Zeppelinpost, Postgeschichte, Heimatphilatelie, sowie Marken und Belege von Bayern, Sachsen, NDP und DR, Besetzte Gebiete, Deutschland nach 1945 mit AM-Post, Lokal-, OPD- und SBZ-Ausgaben, DDR-Besonderheiten mit Plattenfehlern, Farben, bessere Wasserzeichen und Druckvermerke. Steigerungen der Ausrufe bis zum sechsfachen und mehr waren keine Ausnahme.

Vorschau zur 158. Felzmann Auktion (7.-11.3.2017) Äthiopien Sammlung - The Waizero Collection

(Düsseldorf/aw) Eine wahre Grande Dame ostafrikanischer Philatelie bietet das Auktionshaus Felzmann in der kommenden Frühjahrsauktion (7.-11. März 2017) an. Sammler aus aller Welt können auf die Sammlung Waizero gespannt sein. Der Name der Sammlung - WAIZERO - lässt Kenner schon erahnen, welche philatelistischen Glanzstücke es in dieser einmaligen Kollektion zu entdecken gibt. Denn "Waizero" war zu Zeiten des Abessinischen Kaiserreichs in Äthiopien ein Titel für eine noble Dame des kaiserlichen Hofes, den der Herrscher nur zu bestimmten Anlässen an würdige Damen verlieh. Äthiopien konnte sich als Nation während des gesamten 19. Jahrhunderts bis 1936 kolonialen Eroberungen widersetzen und trat erst spät, nämlich 1908, dem Weltpostverein, auch Union Postal Universal (UPU) genannt, bei. Die Waizero-Sammlung wurde über Jahrzehnte von einem versierten Sammler zusammengetragen und spiegelt die posthistorische Geschichte des ostafrikanischen Landes wider. Sie zeichnet sich durch seltene Auslandsverwendungen mit entsprechenden Frankaturkombinationen der Pre-UPU- Zeit und durch Essays verschiedener Postperioden mit entsprechenden Unikaten aus. Auch die UPU-Zeit ab 1908 wird durch viele interessante Ausgaben inklusive sehr seltener Handstempel-Aufdrucke für Präsentationszwecke sowie Flug- und Zeppelinbelege dargestellt.

Das Düsseldorfer Auktionshaus Felzmann hat der Sammlung, die am 9. März versteigert wird, einen Spezial-Katalog gewidmet, der unter www.felzmann.de/epaper-und-downloads.aspx bereits einsehbar ist und per Tel. 02 11 / 550 440 bestellt werden kann. Bereits ein paar Tage zuvor, am 7. März, werden 20 hervorragende äthiopische Münzen aus der Zeit von 1889 bis 1970 bei Felzmann angeboten. Die Highlights der Sammlung und weitere Informationen finden sich auch unter www.felzmann.de/sammlung-waizero.aspx

93. Gert-Müller-Auktion:
Einmaliger Dienstbrief mit der ersten Briefmarke der Welt!

Die 93. internationale Gert-Müller-Auktion, die am 17. und 18. Februar 2017 durchgeführt wird, bringt ein sehr umfangreiches Angebot von über 4000 Einzellosen sowie mehr als 3500 Sammlungen, Partien und Nachlässen. Im Einzellos-Teil stehen zahlreiche Seltenheiten der weltweiten Philatelie bis hin zu großen Raritäten zum Verkauf.

Spitzenauswahl bei Deutschland

Die schöne Abteilung von Großbritannien enthält den einzig bekannten gedruckten Dienstbrief vom War Office, der mit der ersten Briefmarke der Welt, einer "Penny Black", frankiert wurde. Der auf dem Katalogtitel abgebildete Beleg ist mit Fotoattesten von Alberto Diena und Karl Albert Louis versehen und startet mit einem Schätzpreis von 25 000 Euro. Von Italien kommt ein spektakulärer klassischer Farbfehldruck, die ½ Tornese 1861 in Schwarz statt Grün, zum Ausruf. Die nur in sehr wenigen Exemplaren bekannte Abart, die zu den ganz großen europäischen Raritäten zählt, geht mit 15 000 Euro ins Rennen. Zahlreiche weitere Seltenheiten von Europa und Übersee, oft im vier- und fünfstelligen Preissegment, werden offeriert.

Auch die deutschen Einzellose sind traditionell hervorragend besetzt, dabei ein sehr schöner Teil Altdeutschland mit mehreren Schwarzen Einsern u.a. auf Briefen, Sachsen-Dreiern, dem berühmten Lübeck-Fehldruck gestempelt in perfekter Erhaltung mit neuem Fotoattest Mehlmann BPP (8000 Euro) und vielen weiteren seltenen Briefmarken und Briefen der verschiedenen Gebiete. Das Deutsche Reich ist ebenfalls bestens bestückt. Hier finden sich die seltene 50 Pf Krone/Adler (MiNr. 50 ab) in perfekter postfrischer Erhaltung mit Fotoattest Jäschke-Lantelme BPP (10 000 Euro), zwei Vineta-Provisorien auf Streifbändern, ein Nothilfeblock in perfekter Erhaltung mit Ostrosa-Sonderstempel und zahlreiche weitere Spitzenstücke. Die Deutschen Kolonien beinhalten ebenfalls viele seltene Markenausgaben, Briefe und Abstempelungen. Kamerun lockt mit einem wundervollen Einschreibe-Vorläuferbrief nach St. Petersburg gelaufen und einer sehr seltenen Halbierung der 10 Pf auf Streifband. Deutsch-Ostafrika zeigt u.a. die Stempel-Seltenheit von Kisaki auf Karte. Auch Nachkriegsdeutschland ist sehr reichhaltig mit zahlreichen kleinen und großen Seltenheiten, teils aus den Beständen von Gerd Bennewirtz, ausgestattet.

Der Sammlungsbereich ist wie gewohnt sehr umfangreich und hochwertig. Er umfasst zahlreiche gehaltvolle Länder- und Spezialsammlungen der verschiedensten Gebiete, umfangreiche Großposten in bis zu sieben Regalen bzw. 33 Umzugskartons sowie ganze Nachlässe. Dazu gehören schöne Spezialsammlungen der Alt- und Neusaarzeit, eine umfangreiche Briefsammlung Baden mit Seltenheiten (8000 Euro), eine besonders gehaltvolle Sammlung Deutsche Lokalausgaben (12 000 Euro), viele Kollektionen Deutsches Reich, Nachkriegsdeutschland sowie europäische Länder und Übersee.

In einem gesonderten Liquidationskatalog kommen Sammlungen unter den Hammer, die auf Wunsch der Einlieferer möglichst vollständig verkauft werden sollen. Hier sind ausnahmsweise stärkere Untergebote möglich, obwohl die Startpreise oft schon sehr günstig angesetzt sind.

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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175. Rauhut-&-Kruschel-Auktion:
Altdeutschland für Liebhaber

Mit insgesamt 10 000 Losen und einem Gesamtausruf von 3 Millionen Euro wartet die 175. Versteigerung der Firma Rauhut & Kruschel am 17. und 18. Februar 2017 in Mülheim an der Ruhr auf. Durch die Auflösung zweier Sammlungen besticht sie durch ein starkes Altdeutschland-Angebot. Beide Objekte ergänzen sich durch unterschiedliche Schwerpunkte ideal, so dass nahezu jedes Teilgebiet gut und hochwertig besetzt ist. Die Sammler dürfen sich auf marktfrisches Material freuen, das über Jahrzehnte zusammengetragen wurde.

Seltenes Oldenburg-Paar

Vier Spitzenstücke, die auf der Vorder- und Rückseite des Katalogumschlages abgebildet sind, sollen im Folgenden etwas ausführlicher besprochen werden.

In einer ursprünglichen, absolut fehlerfreien Kabinetterhaltung zeigt sich ein Vordruckbrief aus dem Jahre 1872 von Helgoland an den Zeitschriftenverleger Werninck in London, der mit einem waagerechten Paar der MiNr. 3 sowie Einzelexemplaren der MiNrn. 6 e und 7 a frankiert ist. Auktionator Harald Rauhut weist in seiner Beschreibung darauf hin, dass ihm die Portorate von 5 ½ Schillingen - 3 ½ Schillinge Briefgebühr plus 2 Schillinge Seezuschlag - nur in dieser Frankatur bekannt ist. Der Beleg, der zu den schönsten aus der Schilling-Zeit zählt, hat mit König Faruk von Ägypten und "Romanow" edle Provenienzen und startet mit 9000 Euro. Gar nicht so häufig sieht man von Helgoland die amtlichen Berliner Neudrucke MiNrn. 19-20 ND, die nur in kleiner Stückzahl in den Verkehr gelangten. Rauhut kann einen Satz der 1 und 5 Mark in ungebrauchter Erhaltung ausrufen (700 Euro).

Ein Hingucker ist ein senkrechtes Paar der Oldenburg MiNr. 9 auf kleinem Nahbereichs-Briefchen mit zweizeiligem Rahmenstempel von Friesoythe. Das Paar ist zwar repariert, was aber damit zusammenhängt, dass durch Klischeeverschiebungen eine fehlerfreie Trennung kaum möglich war. Paare der Oldenburg MiNr. 9 werden sehr selten angeboten. Bei insgesamt nur elf registrierten Briefen mit Paaren - neun waagerechten und zwei senkrechten - ist das auch keine Wunder. Es handelt sich also um eines der beiden senkrechten Paare auf Brief, der dementsprechend mit 7000 Euro angesetzt ist.

Ein Liebhaberstück ist ein breitrandiges und farbfrisches Exemplar der Schleswig-Holstein MiNr. 2 b mit klarem, zentrischem Roststempel "12" von Hamburg - die "mit größter Wahrscheinlichkeit schönste existierende Einzelmarke", wie das Attest Möller ausdrücklich bestätigt. Die dekorative Marke ist "ex Romanow" und geht mit 10 000 Euro ins Rennen.

Ein Unikat ist eine Fünf-Farben-Kombination mit den Kreuzer-Höchstwerten von Thurn und Taxis, die Weihnachten 1866 als Paketbegleitbrief von Rudolstadt nach Essen lief. Auf einer 9-Kreuzer-Ganzsache kleben die MiNrn. 51/52 in Mischfrankatur mit den MiNrn. 24/25, was die portogerechte 58-Kreuzer-Frankatur für ein Paket bis 9 Pfund Gewicht und 40 bis 44 Meilen Entfernung ergibt. Mindestens 4500 Euro müssen für diesen Beleg geboten werden.

Wer den mehrere Hundert Lose umfassenden, wie immer sehr ansprechend präsentierten Sonderteil zu Beginn des Kataloges durchsieht, wird noch eine ganze Reihe interessanter Stücke entdecken. Ergänzt wird das Altdeutschland-Angebot u.a. durch Auflösung von Sammlungen bayerischer Mühlradstempel und preußischer Nummernstempel.

Auch die deutsche Semi-Klassik ist gut besetzt und lockt mit etlichen Seltenheiten. Neben hübschen Brustschild-Frankaturen verdienen zwei Vineta-Provisorien Beachtung, einmal die linke Hälfte auf Drucksachen-Streifband aus der bekannten Korrespondenz "Dr. zur Vieth" (6000 Euro) und ein Pendent auf Briefstück (5000 Euro). Zu den Infla-Raritäten gehören eine gestempelte MiNr. 278 Y und die MiNr. 315 b auf Briefstück (2000 bzw. 3200 Euro). Nachkriegsdeutschland begeistert mit seltenen Zähnungs- und Wasserzeichenvarianten der Bautenserie. Im Europa-Teil fällt schönes Material von Finnland, Großbritannien und der Schweiz ins Auge.

Internet: www.rauhut-auktion.de

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Das Auktionshaus Heinrich Köhler präsentiert eine Literaturauktion "vom Feinsten" (21.-25. März 2017)

wm (Wiesbaden) Am 2. November 2012 führte Heinrich Köhler in Mainz zur IPHLA eine weltweit beachtete Spezialauktion für Literaturfreunde durch. Ende März 2017 folgt eine zweite Versteigerung dieser Art, die sogar ein noch breiteres Angebotsspektrum offeriert. Dank der Einlieferungen vier namhafter Literatursammler, darunter solch große Namen wie Erivan Haub und insbesondere Charles Freeland, wurde ein einmaliges Angebot möglich.

Bibliophile finden Briefmarken-Kataloge von Alfred Potiquet, Paris 1862, aber auch den ersten deutschen Katalog der Dürr'schen-Buchhandlung (2. Aufl. 1863), mehrere Kataloge von Moens (1864), Bellars & Davie (1864), Zschiesches Katalog von 1872 sowie eine große Anzahl weiterer aus dem 19. Jh., die heute allesamt als selten gelten.

Apropos J.-B. Moens: Seine legendäre Monografien-Reihe der 1880er-Jahre ist mehr als vollständig, teils mit mehreren Exemplaren vertreten! Ebenso die frühen Handbücher der Philatelic Society London, von Stanley Gibbons etc., mehrere Ausgaben der Originaledition von E. D. Bacon zur Bibliothek von Lord Crawford und Victor Suppantschitschs Bibliografie von 1892.

Wer mehr auf Fälschungen steht, hat die Gelegenheit, eines der wenigen noch komplett erhaltenen Original-Fournier-Alben von 1928 mit allen Facsimiles, teils in Bogenteilen und Einheiten, zu erwerben. Die bekannten BPA-Dokumentationswerke zu den Fälschungen von Sperati sind vorhanden, natürlich auch die Luxuswerke von Mirabaud/de Reuterskiöld, Sir John Wilson und von Walter Clarke Bellows.

Postgeschichtler dürften an drei Folianten mit allen Preußischen Postverordnungen aus der Zeit von 1687/1803 (!) ihre helle Freude haben, ebenso an einem umfassenden Angebot zum Deutsch-Französischen Krieg mit all seinen Aspekten zur Ballon-, Militär-, Feld- und Luftpost. Selbstverständlich sind von Deutschland, Europa und Übersee (!) nahezu alle Standardwerke und Monografien des 19./20. Jh. vertreten.

Bei den philatelistischen Zeitschriften findet man z.B. nahezu komplette "Runs" des "London Philatelist" (1892-ca. 2015) und des "Collectors Club Philatelist" (ab 1922). Wohl erstmals in Deutschland wird ein gigantischer Bestand internationaler Auktionskataloge aufgelöst, der nicht nur zahllose "name sales" und "special sales"enthält, sondern auch Großlots mit häufig nahezu vollständigen Runs mit bis zu 1 000 und mehr Katalogen.

Das komplette Angebot der Heinrich Köhler Literatur-Auktion ist ab 15. Februar 2017 mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern unter www.heinrich-koehler.de im Online-Katalog (auch als PDF) verfügbar.

Katalogbestellungen sowie weitere Informationen zur Auktion und allen Losen bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de, Internet: www.heinrich-koehler.de

Facettenreiche Philatelie und Postgeschichte bei Rauhut & Kruschel am 17./18. Februar 2017

wm (Mühlheim) Am 17. und 18. Februar startet das Auktionshaus Rauhut & Kruschel mit seiner 175. Auktion in das neue Jahr 2017. Die Firma aus Mühlheim a.d. Ruhr präsentiert ein gewaltiges Spitzenangebot mit fast 11 000 Losen, darunter zahlreiche Glanzstücke der deutschen Sammelgebiete mit hochwertigen Einzellosen, spannenden Lots, Posten und Nachlässen von Deutschland bis Übersee. Trotz des enormen Pensums - auch für das Jahr 2017 stehen gleich sieben (!) Auktionen im Terminkalender - haben Auktionator Harald Rauhut und sein Team erneut ein großartiges Angebot hochwertiger Philatelie und Postgeschichte mit vielen kleinen und größeren Höhepunkten zusammengestellt.

Altdeutschland: "Titelstücke" und weitere Highlights

Traditionell überaus stark besetzt sind die altdeutschen Sammelgebiete mit wertvollen Marken und Briefen, seltenen Stempeln und zahlreichen Besonderheiten. Gleich die Titelseite des Auktionskataloges zeigt eine Rarität ersten Ranges, die 2 Schilling in dunkelrosarot (MiNr. 2b) von Schleswig Holstein als vorzügliches Luxusexemplar mit einmalig klarem Roststempel "12" von Hamburg. Das Liebhaberstück, Los 541 der 175. Auktion, gilt als die "mit größter Wahrscheinlichkeit schönste existierende Einzelmarke der Michel-Nr. 2" (Zitat: Attest Möller). Ebenfalls auf der Titelseite zu sehen ist eine einzigartige Thurn & Taxis-Fünffarbenfrankatur auf Ganzsache als Paketbegleitbrief ab Rudolstadt nach Essen (Los 575). Als frankierter Paketbegleitbrief ohnehin sehr selten, vereint der Beleg die beiden Kreuzer-Höchstwerte zu 15 und 30 Kreuzer auf Beleg - ein Unikat und ein wahres Liebhaberstück!

Die Katalogrückseite steht dem in Nichts nach! Der den Kennern sicherlich nicht unbekannte Helgoland-Brief nach London (Los 291), freigemacht mit der seltenen Mischfrankatur von MiNr. 3, 6e und 7a zu einer Portorate von 5 ½ Schilling, gilt als eines der Spitzenstücke dieses Sammelgebiets (ex König Faruk von Ägypten und "Romanow"). Vergleichbares ließe sich auch über Los 384 - ebenfalls auf der Rückseite des Kataloges zu sehen - sagen. Der Oldenburg-Brief mit einem senkrechten Paar der MiNr. 9 aus Friesoythe kennt "kaum" Vergleiche. Nur ein weiterer Beleg mit einem senkrechten Paar ist bekannt (Michel: 40.000 Euro).

Sozusagen "in Gänze" hervorzuheben ist das Bremen-Angebot dieser Versteigerung. Selten trifft man eine solch große Anzahl an Briefen, Briefstücken, Einzelmarken und ungebrauchten Einheiten dieses Sammelgebietes bei einer Auktion an. Die Bremen-Liebhaber dürfen sich unter anderem auf eine prachtvolle Einzelfrankatur der MiNr. 5a auf Brief aus Vegesack nach Bremen (Los 147) oder eine Mehrfachfrankatur der MiNr. 14 auf Übersee-Brief nach New York freuen, um nur zwei Beispiele zu nennen. Die "Nordlichter" werden ferner auch das Sammelgebiet Bergedorf, deren Auswahl unter anderem einen seltenen Halbbogen der MiNr. 3 (Los 89) sowie einen kompletten Bogen der Nr. 5 (Los 102) umfasst, mit Spannung erwarten. Zahlreiche weitere Spitzenlose mit einer beeindruckenden Vielfalt erwartet auch die Sammler der anschließenden Gebiete Altdeutschlands von Baden bis Württemberg, egal ob Marke, Brief oder Stempel gesucht sind. Gleiches gilt für das große Angebot an Losen Deutsches Reich über die deutschen Gebiete bis hin zu Bund/Berlin und DDR. In jedem Fall gilt: ein Blick in den Auktionskatalog lohnt sich!

Nachlässe und Posten: ein Angebot der Spitzenklasse

Insgesamt 581 Lose umfasst allein die "Nachlass-Abteilung" der bevorstehenden Auktion - eines der umfangreichsten Angebote der Firmengeschichte von Rauhut & Kruschel. Die am Samstag den 18. Februar 2017 gegen Gebot ausgerufenen Lose sind traditionell heiß begehrt und man darf so manche Bieterschlacht erwarten. Ebenfalls herausragend sind die weiteren Posten und Sammlungen von Altdeutschland bis Alle Welt, die am selben Tag ausgerufen werden. Auch hier ist mit großem Andrang und starkem Bieterinteresse zu rechnen, angesichts der zahlreichen, günstig angesetzten Lots und Sammlungen.

Die Kataloge zur Auktion sind ab sofort erhältlich sowie online unter www.rauhut-auktion.de und über Philasearch (www.philasearch.com) verfügbar. Katalogbestellungen und weiterführende Informationen bei: Rauhut & Kruschel Briefmarkenauktionshaus GmbH, Harald Rauhut, Werdener Weg 144, 45470 Mühlheim a.d. Ruhr, Tel. +49 (0)208 33098, E-Mail: info@rauhut-auktion.de, Internet: www.rauhut-auktion.de

Dr. Derichs Köln mit neuer Adresse

rm/wm Das Auktionshaus Dr. Derichs in Köln wurde 1957 gegründet und feiert in diesem Jahr sein 60jähriges Firmenjubiläum. Pünktlich zu diesem Anlass hat das Traditionshaus in Köln neue Räume bezogen:

    Dr. Wilhelm Derichs GmbH
    Bonner Straße 501
    50968 Köln (Marienburg)
Die Anschrift der Berliner Niederlassung des Hauses bleibt unverändert, ebenso wie die Telekommunikations-Anschlüsse des Kölner Stammhauses.

Roland Meiners, der alleingeschäftsführende Gesellschafter des Hauses, hatte in den letzten Jahren immer wieder einmal nach einem Ersatz für die heute nicht mehr zeitgemäßen Räume in der Kölner Innenstadt gesucht und wollte mit dem Auktionshaus in den Kölner Stadtteil "Marienburg", der ca. fünf Kilometer vom Dom entfernt liegt. Dabei wurde eine ganze Reihe von Objekten besichtigt, über die zum Teil auch ernsthaft überlegt wurde. Keines dieser Objekte war jedoch "ideal", bis jetzt in der Nachbarschaft von Meiners' Privathaus ein Neubau entstand, in dem das Auktionshaus das knapp 200 qm große Penthouse bezieht, von dessen Terasse aus man einen wunderbaren Blick über die Marienburger Gärten bis in die Baumwipfel des Südparks hat. Anders als in der Innenstadt stehen auch ausreichend Parkplätze in der nahen Umgebung zur Verfügung. Alben können entweder vor der Haustüre oder in der Tiefgarage des Hauses be- und entladen werden, von wo aus man ebenerdig zum Aufzug gelangt, der direkt in das Penthouse fährt, ohne dass man auch nur eine Stufe überwinden muss.

Für die Vorbesichtigungen der bekannten Kölner Auktionen bietet der neue Firmensitz ideale Lichtverhältnisse für alle Sammler und Händler und der größte Raum der Etage bietet sich an, um hier Auktionen durchzuführen, wobei Meiners diese zunächst weiter an der angestammten Hoteladresse machen möchte und einen Shuttle-Dienst zwischen Hotel und Büro anbieten wird.

Die 149. Auktion findet am 22. April 2017 statt. Neben dem Hauptkatalog wird es dafür auch den Sonderkatalog "Königreich Bayern - die Sammlung 'Monplaisir'" geben. Vier weitere Objekte für sog. "Name Sales" liegen dem Auktionshaus vor und über das weitere Auktionsprogramm für 2017 wird zum gegebenen Zeitpunkt berichtet werden.

Original-Kiloware - nach 60, 70 und mehr Jahren?

wm Viele ältere Sammler erinnern sich heute noch gerne an die Kiloware, die die Deutsche Bundespost in den 1950er-Jahren verkaufte. Schatzsucher fanden damals seltenere Marken und Einheiten, zuweilen solche mit Plattenfehlern und anderen Abarten. Solche Angebote sind heute Geschichte, längst vorbei und von vielen vergessen. Eher eine kleine Sensation ist es dann, wenn ein vielleicht vergleichbarer Fundus einmal wieder - weitgehend unberührt - aus einem umfangreichen Nachlass auf den Markt kommt. Zwar nicht von der Deutschen Bundespost, sondern von einem Unternehmen, das bereits in den 1930er-Jahren für Kiloware weltbekannt wurde.

Die Rede ist von der Firma COSMOPHIL und deren Besitzer, Dr. rer. pol. J. Hugo Hörr. Eigentlich hatte der um 1900 geborene aus Litzelstetten-Mainau am Bodensee stammende spätere Jurist nach seinem Volkswirtschaftsstudium Wirtschaftsprüfer werden wollen. Dies wurde er zunächst auch, entschied sich aber 1931 für eine andere Karriere, nämlich die des Berufsphilatelisten. Entscheidend dürfte seine Liebe zur Philatelie gewesen sein. Bereits an der Oberrealschule hatte er einen Tauschzirkel gegründet, wenige Jahre später spezialisierte er sich als Sammler auf die Hermesköpfe Griechenlands, aber auch auf die Ausgaben der Hochinflation und der Türkei. 1941 gab er unter Mitwirkung von Dr. Emil Dub die erste Auflage seines Buches "Die Postwertzeichen des Sudetenlandes" heraus, ein Standardwerk, das 1963 in der vielen bekannten zweiten Auflage erschien.

Da war Hörr bereits eine Legende. Denn mit seinem Kilowarenhaus COSMOPHIL (später hieß es Haus Hörr am See) war es ihm gelungen, Kiloware in den 1930er-Jahren und in den Jahren der Nachkriegszeit hoffähig zu machen. Er stand mit Lieferanten in hundert und mehr Ländern in Verbindung, die ihm regelmäßig Original-Kiloware per Paket zuschickten, Marken auf Briefstücken, die sie irgendwo und bei irgendwem ergattert hatten. Nicht nur die damals gängigen Frankaturen; es konnte auch so manch ältere Stück dabei sein. Das machte diese Kiloware zum "Original", das für andere Händler nachzuahmen, wegen des Aufwandes fast unmöglich war. Hörr - und nach seinem Tod am 27. September 1965 - sein ihm nachfolgender Sohn sammelten und bevorrateten das schier unüberblickbare Material in der Firma in Konstanz. Vieles wurde geordnet und länderweise in Kisten sortiert, aber so manches blieb auch in den Originalpaketen, - bis heute nicht geöffnet und tiefergehend erschlossen.

In dritter Generation nutzte Gernot Hörr mit seinem Verlag Dr. J. Hugo Hörr Nachf. den Riesenfundus vorwiegend für Kalender mit echten Briefmarken, außerdem zu philatelistischen Visitenkarten, in die eine solche eingelegt war. Verständlich, dass dabei das Riesenlager nur vergleichsweise wenig abnahm und deshalb heute noch viel erhalten blieb. Eben dieses Lager kommt vom 21.-25. März 2017 - nach vielen Jahrzehnten des "Schlummerschlafes" - beim Wiesbadener Auktionshaus Heinrich Köhler wieder auf den Markt, aufgeteilt in hunderte Lots, in denen forschende und suchende Philatelisten als Schatzsucher fündig werden können. Original-Kiloware gibt es also noch. Aber nur im Ausnahmefall!

Heiße Bieterkämpfe bei vielen Losen

Aachen Tolle Ergebnisse bei oftmals spektakulären Steigerungen sind von der 59. AIX-PHILA Auktion am 25. und 26. November 2016 zu vermelden. Ob Einzelmarken, Briefe oder Sammlungen, kaum ein Los blieb unverkauft.

Über 80% der 3424 Lose konnten auf Anhieb an den Mann gebracht werden. Der Gesamtschätzpreis von 425 810 Euro wurde mit einem Gesamtzuschlag von 711 176 Euro vor Nachverkauf deutlich übertroffen.

Eine bedarfsmäßig gebrauchte Wasserzei-chenbesonderheit aus dem Deutschen Reich (MiNr. 425 X) verdoppelte den Ausruf von 400 Euro, die rare MiNr. 538 y erzielte 1500 Euro, zwei ungebrauchte Esperanto-karten aus Danzig, die bei einem Katalogwert von 500 Euro mit 100 Euro ins Rennen geschickt worden waren, landeten bei jeweils 410 Euro. Die Zeppelinvignette DNG MiNr. II von 1913 im Viererblock kam auf 4800 Euro, ein R-Brief aus SCHREITLAUGKEN (Memel) verzehnfachte den Ausruf von 30 Euro! Eine französische Ceres 1 Fr. "Vermillon" mit kleinen Beanstandungen steigerte von 800 auf 2400 Euro, ein Brief aus dem litauischen Telsiai mit Gebührenzettel sprang von 200 auf 900 Euro sowie eine polnische MiNr. 1 auf Brief von KIBARTY an die Gräfin Zamoyska in Warschau von 400 auf 1300 Euro.

Sammlungen und Nachlässe waren durchweg heiß begehrt: Eine Kollektion Altdeutschland schoss von 4000 auf 12 700 Euro, eine Ausstellungssammlung Französische Zone auf 4200 (2000) Euro.

Entgegen dem allgemeinen Trend wurden die reichlich angebotenen Sammlungen und Posten Bundesrepublik, Berlin und DDR fast restlos mit teils beachtlichen Steigerungsraten zugeschlagen. Ein große Zahl ausländischer Teilnehmer unter den rund 270 anwesenden Bietern sorgte im vollbesetzten Auktionssaal für heiße Kämpfe bei der internationalen Philatelie: Ganzsachen aus Luxemburg erzielten 1300 (500) Euro, eine Sammlung Niederlande 3600 (1500) Euro, und bei einem Album der britischen Commonwealth-Regierungszeit Georg VI fiel der Hammer erst bei 6000 (2000) Euro! Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass die Nachlässe und Wunderkartons samt und sonders zugeschlagen wurden und auch hier jeder Teilnehmer zum Zuge kam - egal ob er 30 oder 3000 Euro investierte.

Internet: www.aixphila.de

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Besonderheiten aus vielen Gebieten

Dessau-Rosslau Die 45. Hettinger-Auktion am 12. Januar 2017 startet mit 13 Losen Goldmünzen/Medaillen, dabei ein sehr seltener Medaillensatz zur Lutherehrung aus der DDR.

Bayern zeigt einen ungebrauchten 4er-Block der 18 Kreuzer und die vier Luit-pold-Markwerte ungezähnt. Beim Deutschen Reich fallen ein guter Teil Rhein-Main Flugpost mit u.a. E.El.P-Briefstück und ein starkes Angebot Zusammendrucke auf, dabei viele bessere Zusammendrucke mit Germania-Reklamen (z.B. Lose 824/832 fünf bzw. sechs Zusammendrucke mit HAN und Randleisten auf Beleg). Bei der Zeppelinpost finden sich seltene Zuleitungen von Rhodos zur Italienfahrt oder aus Bulgarien. Die Deutschen Auslandspostämter und Kolonien warten mit ca. 100 Positionen - mit gutem Anteil Vorläufer - auf, die deutschen Nebengebiete mit rund 300 Losen. Hier lohnt ein Blick auf die Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg mit Schwerpunkt Russland (Pleskau-Probeaufdruck sowie seltene Belege und Briefstücke Sarny) und Zara.

Bei den Lokalausgaben (ca. 200 Lose) sticht Fredersdorf heraus. Der große SBZ-Teil enthält Besonderheiten wie Mecklenburg Abschied 4 Pf. in seltener Farbe "c" (Abbildung, seit 2010 nur zweimal versteigert), die Postmeistertrennung Görzke in seltener "c"-Farbe und die thüringische 12-Pf-Freimarke auf "r"-Papier (nur drei Exemplare bekannt). Eine Reihe von Wasserzeichenvarianten hat die DDR vorzuweisen, zum Beispiel 20 Pf Köpfe II mit seltenem Wasserzeichen "YI" im gestempelten 4er-Block oder 25 Pf Urlauberschiffe mit seitenverkehrtem Wasserzeichen.

Auch europäische und überseeische Gebiete sind gut besetzt. Zu den Raritäten der altitalienischen Staaten zählen die Modena 80 C (MiNr. 11) und Parma 5 C (MiNr. 12 a), jeweils mit aktuellem Fotoattest.

Eine gute Abteilung mit hochwertigen Sammlungen, u.a. mit einer Westsachsen-Bogen-Kollektion, bildet den Abschluss.

Internet: www.hettinger-auktionen.de

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Schwerpunkt Deutschland

Leipzig Auf der 171. Briefmarkenauktion in Leipzig am 13. und 14. Januar 2017 kommen über 4000 Lose aus fast allen Sammelgebieten unter den Hammer.

Den Auftakt bilden 480 Lose Zeppelinpost (1912/1939), davon 220 aus dem Deutschen Reich, 190 aus Europa und 70 aus Übersee mit teils frühen Zeppelinbelegen und interessanten Zuleitungen. Daran anschließend ergänzen 75 Flugpost-Lose mit DR-Pionierluftpost sowie Lose aus Europa/ Übersee das Angebot.

Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost und Kriegsgefangenen-Post kommen ca. 120 Positionen und 150 mit Motiven von Bahnpost, Propaganda, Sport bis Zensur sowie Heimatphilatelie/Postgeschichte (160 Lose) zum Verkauf. Über 140 Lose mit über 3800 alten Ansichtskarten überwiegend aus Deutschland sowie Material zur Zeitgeschichte mit Siegelmarken, Heimatphilatelie und 30 Lose historische Wertpapiere (Aktien, Banknoten, Notgeld) vervollständigen die Angebotspalette.

770 Lose Deutsches Reich mit Gebieten einschließlich Altdeutschland (150) zeigen ein reichhaltiges Angebot, dabei Brustschilde, Krone/Adler und Germania-Ausgaben mit vielen Besonderheiten, Farben, Plattenfehlern und Ganzsachen sowie Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete (Erster und Zweiter Weltkrieg).

Es folgen 360 Lose Deutschland nach 1945 mit Lokalausgaben (30) von Bad Saarow bis Strausberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler, viel Attestware) und SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben, Ganzsachen und Belegen (auch im Lot-Bereich gut vertreten). Einige bessere Stücke AM-Post/Westdeutschland warten auf neue Besitzer. Das Sammelgebiet DDR bringt 380 Lose, dabei viele gesuchte Ausgaben, Farben, Plattenfehler, geprüfte Wasserzeichen-Besonderheiten, Druckvermerke, Markenheftchen, Belege, Ganzsachen und Dienst/ ZKD-Post.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhalten ca. 230 Einzellose, dabei klassische Ausgaben/Werte und Belege.

Den Abschluss bilden über 850 Lots/Engrosposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen. Vertreten sind u.a. Sachsen (Nummernstempel-Kollektion), Deutsches Reich, Kolonien, Memel, DDR mit Dienst/ZKD, Berlin/Bund sowie Frankreich, Italien, Lettland, Österreich, Schweiz, UdSSR, VR China und Philippinen.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Gute Steigerungen für Material ab 1945

Dresden

Mit einem guten Ergebnis endete die 174. Dresdner Briefmarken-Auktion am 23. und 24. November 2016. Rund 70% aller Lose konnten verkauft werden. In der Sammlungs-Abteilung lag die Verkaufsquote mit 83% sogar noch höher.

Mit 103% wurde der Gesamtausruf knapp übertroffen. Stark umkämpft waren vor allem die Bereiche Münzen, Ansichtskarten, Übersee, China. Altdeutschland, Lokalausgaben und DDR.

Mit 2600 (1500) Euro setzte eine ungebrauchte Frankreich MiNr. 8 im waagerechten Paar mit Originalgummi ein erstes Ausrufezeichen. Von 60 auf 2500 Euro schoss ein in Shanghai 1896 aufgegebener Einschreibebrief mit den Hongkong MiNrn. 36 und 44.

1650 (1000) Euro wurden für eine gestempelte Bayern MiNr. 1 geboten. Eine Braunschweig MiNr. 1 ungebraucht ohne Gummi steigerte von 80 auf 1350 Euro. Die Feldpost-Marke MiNr. 7 mit kopfstehendem Aufdruck auf Brief war einem Bieter 3800 (3500) Euro wert.

Ein Schwerpunkt waren die deutschen Lokalausgaben ab 1945. Die Birkenfeld MiNrn. 1-13 I postfrisch zogen von 500 auf 1000 Euro, die Frankenberg MiNr. 1 F postfrisch im waagerechten Paar mit und ohne Aufdruck von 250 auf 860 Euro. Für 3200 (1000) Euro wurde der unten abgebildete Großbogen von Storkow Block MiNr. 2 zugeschlagen. Von 1200 auf 1550 Euro kletterten die Spremberg MiNrn. 15 und 16 B jeweils geschnitten auf Briefstück.

Für 1900 (500) Euro wechselte das bislang einzig bekannte Exemplar einer 30 Pf Ziffer mit Bezirkshandstempel Saßnitz den Besitzer. 1600 (400) Euro brachte die 84 Pf Ziffer aus derselben Stadt. Zur Taxe von 2700 bzw. 2850 Euro wurden die DDR MiNrn. 332 vaYI gestempelt und Block MiNr. 12 F III (siehe DBR 11/16, S. 58) mitgenommen. Eine portogerechte Mehrfachfrankatur der DDR MiNr. 1367 A, 14 Exemplare vorder- und rückseitig auf Paketkarte, sprang von 20 auf 310 Euro. Begehrt war auch ein Lot mit allen vier ZKD-Ausgaben (C) MiNrn. 1-60 auf 182 Briefstücken und neun Briefen, das für 3500 (3000) Euro in neue Hände ging.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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4.000 Lose bei der Fortagne/Lipfert-Auktion in Leipzig (13.-14.1.2017)

wm Zum Jahresbeginn wartet das bekannte Leipziger Auktionshaus mit seiner 171. Versteigerung auf, die zu fast allen Sammelgebieten wieder vieles zu bieten hat. Den Auftakt bilden 480 Lose Zeppelinpost (1912/1939), davon DR (220), Europa (190), Übersee (70), teils frühe Zeppelinbelege und interessante Zuleitungen. Anschließend ergänzen 75 Flugpost-Lose mit DR-Pionierluftpost sowie Lose aus Europa/Übersee das Angebot.

Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost u. Kgf.-Post kommen ca. 120 Lose und 150 Lose mit Motiven von Bahnpost, Propaganda, Sport bis Zensur und Heimatphilatelie/Postgeschichte (160 Lose) unter den Hammer. Über 140 Lose mit über 3 800 alten Ansichtskarten überwiegend aus Deutschland sowie Material zur Zeitgeschichte mit Siegelmarken, Heimatphilatelie und 30 Lose Historische Wertpapiere (Aktien, Banknoten, Notgeld) ergänzen die Angebotspalette.

770 Lose sind für Deutsches Reich mit Gebieten einschl. Altdeutschland (150) zu zählen, dabei Brustschilde, Krone/Adler und Germania-Ausgaben mit vielen Besonderheiten, Farben, Plattenfehler und Ganzsachen, sowie Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete (1. und 2. Weltkrieg). Es folgen 360 Lose Deutschland nach 1945 mit Lokalausgaben (30) von Bad Saarow bis Strausberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler, viel Attestware und SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben, Ganzsachen und Belegen (auch im Lot-Bereich gut vertreten). Einige bessere Stücke AM-Post/WD warten auf neue Besitzer. Das Sammelgebiet DDR hat 380 Lose im Angebot, dabei viele gesuchte Ausgaben, Farben, Plattenfehler, geprüfte Wz.-Besonderheiten, Druckvermerke, Markenheftchen, Belege, Ganzsachen und Dienst/ZKD-Post.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 230 Einzellose, dabei klassische Ausgaben/Werte und Belege. Den Abschluss bilden über 850 Lots/Engrosposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen dabei: Sachsen (Nummernstempel-S1g.), DR, Kolonien, Memel, DDR mit Dienst/ZKD, Berlin/Bund sowie Frankreich, Italien, Lettland, Österreich, Schweiz, UdSSR und VR China, Philippinen.

Tolle Ergebnisse bei oftmals spektakulären Steigerungen auf der 59. AIX-PHILA Auktion in Aachen!

wm (Aachen/ho) Ob Einzelmarken, Briefe oder Sammlungen, kaum ein Los blieb unverkauft. Eine bedarfsmäßig gebrauchte Wasserzeichenbesonderheit aus dem Deutschen Reich (Mi.-Nr. 425 X) verdoppelte den Ausruf von 400 €, die rare Nr. 538 y erzielte 1.500 €, zwei ungebrauchte Esperantokarten aus Danzig, die bei einem Katalogwert von 500 € mit 100 € ins Rennen geschickt worden waren, landeten bei jeweils 410 €. Die Zeppelinvignette DNG Nr. II von 1913 im Viererblock kam auf 4.800 €, ein R.-Brief aus SCHREITLAUGKEN (Memel) verzehnfachte den Ausruf von 30 €! Eine französische Ceres 1 Fr. "Vermillon" mit kleinen Beanstandungen steigerte sich von 800 auf 2.400 €, ein Brief aus dem litauischen Telsiai mit Gebührenzettel von 200 auf 900 € sowie eine polnische Nr. 1 auf Brief von KIBARTY an die Gräfin Zamoyska in Warschau von 400 € auf 1.300 €.

Sammlungen und Nachlässe waren durchweg heiß begehrt: Eine Kollektion Altdeutschland schoss von 4.000 € auf 12.700 €, eine Ausstellungssammlung französische Zone auf 4.200 € (Ausruf 2.000 €). Entgegen dem allgemeinen Trend wurden die reichlich angebotenen Sammlungen und Posten Bundesrepublik, Berlin und DDR fast restlos mit teils beachtlichen Steigerungsraten zugeschlagen. Ein große Zahl ausländischer Teilnehmer sorgte im vollbesetzten Auktionssaal für heiße Bieterkämpfe bei der internationalen Philatelie: Ganzsachen aus Luxemburg erzielten 1.300 € (Ausruf 500 €), eine Sammlung Niederlande 3.600 € (Ausruf 1.500 €) und bei einem Album engl. Commonwealth Regierungszeit Georg VI. - Ausruf 2.000 € - fiel der Hammer erst bei 6.000 €! Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass die Nachlässe und Wunderkartons samt und sonders zugeschlagen wurden und auch hier jeder Teilnehmer zum Zuge kam -egal ob er 30 oder 3.000 € investierte.

Internet: www.aixphila.de

Nachlese zur 157. Felzmann-Auktion (10.-12. November 2016)

wm (Düsseldorf/aw) Das hochkarätig besetzte Angebot der Herbstauktion lockte zahlreiche Teilnehmer in den Auktionssaal, ans Telefon und an den heimischen PC. So übertrafen die Zuschläge ein ums andere Mal die Erwartungen von Einlieferern und Experten.

Einen gelungenen Start legte die Auktion gleich mit der Versteigerung begehrter Stücke aus der Ausstellungssammlung "Deutsche Aerophilatelie 1888 - 1938" von Graham Cosh hin. Bei einigen herausragenden Stücken griffen die Auktionsteilnehmer entschlossen zu und ließen die Ausrufpreise schnell in Vergessenheit geraten. Besonders Los 3049 hatte es den Bietern angetan, eine Abwurfkarte des LZ 8 "Deutschland" zur Rundfahrt ab und bis Düsseldorf von 1911. Ein glücklicher Saalbieter sicherte sich das Prachtstück für 3.200 Euro (Ausruf 2.000 Euro). Auch Los 3116 weckte Begehrlichkeiten, eine Fotokarte des Luftschiffs "Bodensee" zur Sonderfahrt nach Stockholm. Nach ausgerufenen 1.000 Euro kam der Zuschlag erst bei 2.100 Euro. Eine Karte mit einmaliger Kombination des "Graf Zeppelin" und eines Ganzmetallflugzeugs zur Südamerikafahrt 1932 brachte es auf 2.800 Euro (Los 3123, Ausruf 1.200 Euro).

Wenig Zeit zum Durchatmen gab es bis zum nächsten Highlight der Auktion. Der Teil Europa und Übersee wartete mit der seltensten Briefmarke Österreichs auf, einer 12 Kr. in blau mit abgeschlagenem "Franco" Versuchstempel. Für 95.000 Euro wechselte das erhabene Prachtstück seinen Besitzer (Los 4102, Ausruf 100.000 Euro). Weiter ging es mit zwei modernen Österreich-Raritäten, die ebenfalls viel Aufmerksamkeit auf sich zogen. Dabei handelt es sich um zwei zurückgezogene Ausgaben anlässlich des 70. Geburtstags des Dalai-Lama, die auf Druck Chinas nicht veröffentlicht wurde. Der Zuschlag für diesen postfrischen Kleinbogen lag bei 5.800 Euro (Los 4139, Ausruf 4.000 Euro), ein weiterer, sogenannter "Blumen"-Kleinbogen erbrachte 5.400 Euro (Los 4140, Ausruf 4.000 Euro).

Gleich das Zehnfache des Startpreises erzielte eine schweizerische Marke. Die 15 Rp Rayon III mit seltenem Stempel "DE BULLE" war einem Kommissionärsbieter glatte 2.000 Euro wert (Los 4176, Ausruf 200 Euro).

Der Bereich Altdeutschland hatte mit einem senkrechten Dreierstreifen des berühmten "schwarzen Einser" einen echten Klassiker zu bieten. Der Zuschlag lag bei 14.000 Euro. (Los 4220, Ausruf: 12.000 Euro)

Besonders starke Ergebnisse lieferten aber die Marken aus dem Gebiet des ehemaligen Sudetenlandes. Darunter auch drei Lose aus Reichenberg-Maffersdorf. Einmal Los 5230, ein Masaryk Trauerblock in seltener Auflage, der einen Zuschlag von 4.000 Euro erzielte, dann ein Satz Legionärsmarken, der von 4.000 Euro auf 15.000 Euro gesteigert wurde (Los 5233) und zudem eine komplette Garnitur Masaryks Geburtstag, die für 7.500 Euro einen neuen Besitzer fand (Los 5242, Ausruf 3.000 Euro). Noch höher gingen die Gebote bei einer seltenen 25 L Marke aus Zara, die für 17.000 Euro versteigert wurde (Los 5419).

Aus dem Bereich der SBZ stach besonders ein Messeblock Sonderdruck im Großformat und steigendem Wasserzeichen heraus. 70 Jahre nach Verausgabung erstmalig angeboten, erzielte die Spitzenrarität 19.000 Euro (Los 5646, Ausruf 15.000 Euro).

Die herausragende Qualität eines angebotenen Posthornsatzes beeindruckte die Sammler des philatelistischen Nachkriegsdeutschlands und gipfelte in einem Endpreis von 3.800 Euro (Los 5810, Ausruf 2.000 Euro). Im Bereich thematischer Philatelie erwachte die Kauflaune der Sammler insbesondere bei einem Mondphasen-Brief der 15. Apollo-Mission von 1971 mit eigenhändigen Unterschriften der Besatzung. Die ausgerufenen 2.800 Euro konnte die Seltenheit mit 6.200 Euro Zuschlag mehr als verdoppeln. Alle Ergebnisse der Auktion sind auf www.felzmann.de in der Ergebnisliste einsehbar. Unverkaufte Lose der 157. Auktion können noch bis zum 9. Dezember 2016 mit einem Nachlass von 10 Prozent - mit Ausnahme limitierter Lose - im Nachverkauf erstanden werden.

Qualitativ hochwertiges Angebot aller Gebiete

Aachen Ein qualitativ hochwertiges Angebot aus allen Bereichen der Philatelie bietet die 59. AIX-PHILA-Briefmarkenauktion am 25. und 26. November in Aachen.

Vom Deutschen Reich z.B. kommen alle guten Blocks und Zeppelinsätze teils mehrfach unter den Hammer. Die rare MiNr. 24 großes Brustschild auf Brief wird mit 1500 Euro ins Rennen geschickt. Der Fehldruck "Huna" statt "Hund" im Paar mit Normalmarke postfrisch startet mit 2500 Euro, und die gesuchte Flugpostmarke MiNr. 538 y mit waagerechter Riffelung soll wenigstens 1300 Euro bringen. Deutsche Gebiete wie Besetzungsausgaben Erster und Zweiter Weltkrieg, Danzig, Memel oder Oberschlesien sind mit etlichen Besonderheiten und Briefen vertreten; eine seltene MiNr. 1 Ie aus Kiautschou beginnt mit 1500 Euro. Bei der deutschen Nachkriegsphilatelie ist praktisch alles vertreten, was in Sammlerkreisen Rang und Namen hat, beispielsweise Posthornsätze, gestempelte Währungsblocks usw.

Die Schwerpunkte bei Europa liegen auf Frankreich mit u.a. MiNr. 6 Ceres 1 Fr vermillon (800 Euro) und Napoleon 1 Fr (500 Euro) sowie Luxemburg mit zahlreichen Besonderheiten wie Probedrucken u.ä. Die erste Marke Polens auf Briefen aus Warschau bzw. Kibarty soll wenigstens je 400 Euro einspielen, eine postfrische MiNr. 99 der Niederlande 300 Euro.

Den Höhepunkt der Auktion bilden traditionell mehr als 1400 Sammlungen, Partien und ganze Nachlässe, die zu Startpreisen von 10 bis 2000 Euro unter den Hammer kommen. Dabei ist von Heimatpost über Briefepartien bis hin zu gut ausgebauten Länder- und Motivsammlungen alles vertreten, was das Sammlerherz begehrt, dazu natürlich auch jede Menge Wühlkisten sowie ganze Regale voll mit Briefmarken.

Münzen von der Antike bis hin in die Eurozeit stehen ebenfalls auf dem Programm: Ein Sesterz aus der Zeit Neros startet mit 200 Euro, ein Denar mit der Abbildung Caesars mit 150 Euro. Eine Rarität aus der deutschen Kaiserzeit wie ein Fünfmarkstück aus Sachsen-Coburg-Gotha (Jäger Nr. 146) soll wenigsten 1500 Euro einspielen, eine ähnliche Münze aus Waldeck-Pyrmont 2000 Euro (Jäger Nr. 171). Eine Münze aus Deutsch-Neuguinea mit der Abbildung eines Paradiesvogels (Jäger Nr. 707) beginnt bei 1500 Euro, ein Fünfmarkstück Goethe aus der Weimarer Zeit bei 2000 Euro.

Wertvolle Sammlungen und Anlegerpartien bestimmen den 2. Teil der Münzauktion. Hierbei ragt vor allem eine Kollektion mit mehr als 50 Goldmünzen und -medaillen aus Luxemburg heraus, deren Startpreis bei 8000 Euro liegt. Eine tolle Sammlung Geldscheine ebenfalls aus dem Großherzogtum wird wohl kaum zum Ausruf von 1500 Euro zu haben sein ebenso wenig wie diverse Motivgebiete aus Österreich, die mit 1000 bis 2500 Euro angesetzt sind.

Internet: www.aixphila.de

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Seltenheiten der deutschen Lokalausgaben ab 1945

Dresden Die 174. Dresdner Briefmarken-Auktion am 23. und 24. November 2016 begeistert mit einem starken Angebot der deutschen Lokalausgaben ab 1945.

Nur sieben Belege sind von der Brackwede MiNr. 1 mit handschriftlichem Vermerk bekannt. Im Angebot ist ein Bedarfs-Einschreibebrief nach Homburg (Saar) vom 6. April 1946 mit Ankunftsstempel (1000 Euro). Mit 400 Euro startet ein Bedarfsbrief nach Leipzig mit der Hitlerkopf-Schwärzung von Braunsbedra MiNr. 7. Eine absolute Seltenheit ist der Gebührenzettel MiNr. 2 von Husum, hier vorliegend auf Packpapier mit Stempel vom 13. Mai 1946. Der Poststempel wurde allerdings vor dem Aufkleben des Gebührenzettels angebracht, so dass er nicht auf das Packpapier übergeht (500 Euro). Nur wenige gestempelte Exemplare sind von dem Handstempelaufdruck Meißen MiNr. B 1 auf Hitlerkopf-Ausgabe bekannt. Die Dresdner Briefmarken-Auktion kann eine 6 Pf auf nachträglich beschrifteter Karte für 1000 Euro anbieten. Für einen 3er-Streifen des Gebührenzettels MiNr. Vb von Spremberg mit MiNr. III auf portogerechtem Bedarfs-Einschreibebrief müssen mindestens 800 Euro geboten werden. Wahrscheinlich ein Unikat ist ein Großbogen von Storkow auf grünlichem Papier mit je viermal Block MiNrn. 2 B X und 2 C Y postfrisch (1000 Euro).

Nach einer größeren Offerte Münzen und Banknoten sowie Ansichtskarten fallen einige Seltenheiten von Europa ins Auge, beispielsweise Frankreich MiNr. 8 im ungebrauchten waagerechten Paar mit Originalgummi (1500 Euro) oder bei Polen alle zehn nicht ausgegebenen Werte des Generalgouvernements mit Handstempelaufdruck während des Warschauer Aufstandes 1944 postfrisch (400 Euro). China bietet Block MiNr. 8 zweimal gestempelt (2000 bzw. 2500 Euro).

Mit gleich vier Exemplaren ist der "Schwarze Einser" von Bayern vertreten (ab 300 Euro). Der "Sachsen Dreier" steht dem mit drei Exemplaren kaum nach (ab 600 Euro). Thurn und Taxis weist einige seltene große Einheiten auf, z.B. die MiNr. 10 aII im 7er-Streifen mit Nummernstempel "134" und einen 4er-Block der MiNr. 27 mit Nummernstempel "51" (1500 bzw. 2000 Euro). Eine Drei-Farben-Frankatur der 4. Ausgabe von Württemberg mit u.a. zwei Exemplaren der 18 Kreuzer blau soll mindestens 2100 Euro bringen. Hingucker beim Deutschen Reich sind die MiNr. 81 Bb gestempelt und eine MeF 8 der MiNr. 245 auf portogerechter Karte (900 bzw. 400 Euro). Mit 1600 Euro startet ein Lot mit den MiNrn. 24-25 B und 26-27 A gestempelt von Kiautschou. 3500 Euro werden für die Feldpostmarken-Abart MiNr. 7 AK auf Brief gefordert. Danzigs Großer Innendienst ist postfrisch (ein Wert nachgummiert) und jeweils auf Prachtbriefstück für 1200 bzw. 2000 Euro zu haben.

Gewohnt reichhaltig präsentiert sich die SBZ mit u.a. der Seiffen MiNr. 47 aL im senkrechten 3er-Streifen auf leicht überfrankiertem Einschreibebrief (800 Euro), dem Block MiNr. 2 SI postfrisch (2950 Euro), einer postfrischen 5 Mark "Taube" vom linken Rand mit Bezirkshandstempel "14/(Heidersdorf) Neuhausen" (1800 Euro), einer 25 Pf "Ziffer" postfrisch mit Bezirkshandstempel "14/Muskau" (3900 Euro) und einer 24 Pf mit Bezirkshandstempel "14/Torno" auf portogerechtem Brief (800 Euro). Auch die DDR wartet mit etlichen Besonderheiten auf. Mit jeweils 2850 Euro gehen die postfrischen Blocks MiNrn. 12 FI und 12 F III ins Rennen. Gestempelt bisher nicht katalogisiert ist der Zusammendruck MiNr. WZd 162 F, der mit 700 Euro ausgerufen wird. Eine absolute Deutschland-Rarität, weil bis jetzt nur einmal bekannt, ist die Dienstmarke MiNr. D 14xYI postfrisch (10 000 Euro). Diese Marke, deren Existenz bisher angezweifelt wurde, wurde in einer Sammlung durch Zufall entdeckt.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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Bietergefechte um Raritäten

Zweimal im Jahr locken die Versteigerungen des Berliner Auktionshauses Schlegel Käufer aus der ganzen Welt an. Auch die jüngste Auktion spornte viele Bieter an und brachte sensationelle Zuschläge. Besonders die Einzellose im Bereich Deutschland waren heiß begehrt und eröffneten mit Höchstpreisen den zweiten Auktionstag.

Angeführt wurde die Spitzenparade von Los 4269, dem postfrischen Olympia-Block von 1936 aus dem Deutschen Reich mit verkehrt stehendem Wasserzeichen. Dieses spektakuläre Unikat - angesetzt mit 40.000 Euro - übertraf die hochgesteckten Erwartungen mit einem Ergebnis von 107.000 Euro. Im Bereich Deutsche Kolonien spielte die Kiautschou MiNr. 26 B postfrisch (Los 4794), die erstmalig in dieser Erhaltung auf einer Auktion angeboten wurde, hervorragende 78.500 Euro ein. Ein extrem seltener Memel-Fehldruck in postfrischer Luxusqualität (Los 4932) übertraf den Schätzpreis und endete bei 26.000 Euro. Abgerundet wurde das Ganze durch eine "Basler Taube" (Los 3381) auf vollständigem Lokal-Faltbrief mit großem, rotem Zweikreisstempel, die für 22.000 Euro zugeschlagen wurde.

Für Aufmerksamkeit sorgten schon traditionell die Sammlungen mit Steigerungen allerorten. Besonders Brasilien und China (mit überraschend hohen Steigerungsraten) fanden großen Anklang. Auch die Zuschläge des Sonderkataloges konnten sich sehen lassen: Mit einem Gesamtergebnis von weit über 100.000 Euro wurde das Lebenswerk des Sammlers Rainer Ihlenburg auch von den Bietern entsprechend gewürdigt. Dieses außerordentliche Angebot glänzte durch hervorragende Zuschläge sowohl bei kompletten Sammlungsteilen als auch bei zahlreichen Einzellosen.

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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Schwerpunkt auf den deutschsprachigen Gebieten

Singen Seit nunmehr 47 Jahren veranstaltet die Firma Lenz Auktionen ganz im Süden Deutschlands. Auch bei der 97. Versteigerung am 4. und 5. November 2016 stehen neben Deutschland (besonders Baden, Bayern und Französische Zone) die deutschsprachigen Länder Schweiz, Österreich und Liechtenstein im Blickpunkt.

Bei diesen Gebieten liegen die Stärken in der Detaillierung für den Spezialsammler ab der Vorphilatelie, verschiedenen Stempelverwendungen, Portostufen und vieles mehr - gespickt mit seltenen Raritäten im Briefteil wie auch bei den Marken. Diese sehr aufwendige Detaillierung in den Hauptgebieten kommt spezialisierten und Heimatsammlern entgegen, die über die Suchmaschine auf der Web-Seite das Angebot ganz gezielt nach Gebieten/Orten etc. durchsuchen können. Insgesamt kommen über 11 500 Positionen unter den Hammer, davon ca. 8800 Einzellose, 2100 Sammlungen und Posten/Lots sowie über 500 Münzenpositionen.

Im Übersee-Teil ist China mit allen Blocks ab MiNr. 1 bis 23 mit den Spitzen Schauspielkunstblock (7500 Euro) und "Affe" mit Unterrand (1000 Euro). Bei Europa fällt Italien mit vielen guten Ausgaben bei Ausrufen bis 500 Euro auf. Die Länder Liechtenstein, Österreich und Schweiz warten jeweils mit einem breiten Angebot ab Vorphila auf, darunter diverse Abstempelungen, ein gut sortierter Markenteil ab Alt bis in die Moderne, dabei auch viele Briefe mit Frankaturen und Verwendungen.

Liechtenstein bringt u.a. den Vaduz-Block auf Brief (600 Euro). Österreich begeistert mit einem Brief mit einer Vier-Farben-Mischfrankatur aus 1873 mit den MiNrn. 36 und 39-40 von Wien nach Paris auf (600 Euro). Die Schweiz lockt mir einer "Zürich" MiNr. 2 I auf Briefstück (500 Euro), vielen Rayon- und Strubel-Ausgaben sehr spezialisiert und einigen schönen Buntfrankaturen nach England (z.B. Drei-Farben-Frankatur mit den MiNrn. 24, 25 und 35 aus 1862, 900 Euro). Die seltene MiNr. 73 III postfrisch mit Attest Rellstab ist mit 400 Euro angesetzt. Von der Klassik bis zur Moderne ist das Gebiet mit guten Marken und Stempeln besetzt, die Blocks sind in allen Erhaltungen vorhanden.

Altdeutschland beginnt mit Baden Vorphila und der MiNr. 1 b als 3er-Streifen mit Bogenrand auf Briefstück (250 Euro). Bei Bayern fällt ein schöner Stempelteil auf, bei Schleswig Holstein eine Halbierung der MiNr. 7 auf Briefstück mit Attest Rellstab (600 Euro). Württemberg zeigt zweimal die 18 Kr. MiNr. 20 y gestempelt (Atteste Thoma/Irtenkauf). Ein Blickfang ist ein Brief mit einem glasklaren Hufeisenstempel von Strasburg (500 Euro). Das Deutsche Reich ist mit allein über 1100 Einzelpositionen ist sehr stark vertreten, dabei MiNr. 66 II auf Brief (400 Euro), Flugpost Nr. VI auf Karte (echt und fehlerfrei laut Attest Jäschke, 500 Euro), Holztaube MiNrn. 344-50 im waagrechten Paar postfrisch (500 Euro) und Nothilfeblocks postfrisch und gestempelt mit Attesten (1000 bzw. 2300 Euro). Hervorzuheben ist ein schöner Teil Zusammendrucke und Markenheften. Die Saar bietet u.a. die MiNr. 264 auf FDC (500 Euro). Über 200 Zeppelin-Belege mit Ausrufen bis 1500 Euro verdienen außerdem Erwähnung.

Deutschland ab 1945 bringt ein breites Angebot, dabei viele Spitzenstücken in den über 1800 Losen aus Lokalausgaben, Alliierte Besetzung, SBZ, DDR, Berlin, Französische Zone, Bizone und Bund. Bei der SBZ finden sich ein postfrischer Viererblock der "POTSCHTA" (600 Euro) und ein Nähmaschinendurchstich der MiNrn. 116-119 gestempelt mit Attest Ströh (2000 Euro). Berlin enthält den Währungsgeschädigten-Block zweimal auf Brief und die seltene MiNr. 58 X ungebraucht mit Attest Schlegel (1000 Euro). Die Französische Zone wartet mit Konstanz II zweimal gestempelt und einmal auf Brief sowie dem Württemberg-Block MiNr. 1 I auf Brief mit Befund Schlegel (500 Euro) auf. Bund zeigt sich mit vielen guten Anfangsausgaben - teils auch auf Brief. Bei der Posthorn-Marken finden sich nicht nur einige komplette Serien, sondern auch die 80 Pf ungezähnt in postfrischer Erhaltung mit Attest Schlegel (700 Euro).

Am 2. Versteigerungstag machen die Münzen den Auftakt. Hier kommen Einzelstücke von alt bis neu sowie Gold und Silber unter den Hammer, ebenfalls ganze Sammlungen und Nachlässe. Nicht nur Sammler, sondern auch Anleger dürften hier fündig werden. China beinhaltet ein gutes Angebot Panda-Münzen, die 50 Yuan, 5 Unzen Silber, Volleyballspielerinnen von 1988 in PP (170 Euro) und die Serie Olympisches Komitee für China 1980 1-300 Yuan in Messing, Silber und Gold. Das Altdeutschland-Angebot startet im Bereich Baden und Preußen ab 1745. Kaiserreich und Weimar sind gut bestückt. Bei der Bundesrepublik Deutschland finden sich 50 Pf Bank Deutscher Länder (100 Euro) und 5-DM-Kurs- und Sondermünzen wie Germanisches Museum mehrfach (200-270 Euro) bis hin zu den neuen 20-Euro-Goldmünzen.

Am Nachmittag kommen über 2100 Sammlungen und Posten und teils unberührte Nachlasse zum Ausruf: von Übersee-Sammlungen, Wühlkisten, Motivposten bis hin zu Sammlungen und Posten Europa und Deutschland in jeder Größenordnung und Ausrufen ab "Gebot" bis in den hohen vierstelligen Bereich.

Internet: www.briefmarken.com

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363. Heinrich-Köhler-Auktion: Beste Verkaufsquote seit Jahrzehnten!

Sommerliche Temperaturen begleiteten die Woche der Heinrich-Köhler-Herbstauktion vom 21. bis 24. September 2016 in Wiesbaden. Doch nicht nur in Celsius gemessen glänzte der in Philateliekreisen gerne zitierte "heiße Herbst" mit Spitzenwerten. Das anhaltende "philatelistische Hoch" schlug sich wie auch in den zurückliegenden Versteigerungen in einer beeindruckenden Nachfrage quer durch alle Sammelgebiete nieder. Die Beteiligung der Bieter - vom Saal bis zum Internet - ließ kaum Wünsche übrig, und so stand nach vier Tagen Auktion mit zahlreichen spannenden Bietergefechten und beeindruckenden Steigerungen unterm Strich ein großartiges Gesamtergebnis mit der besten Verkaufsquote bei einer internationalen Heinrich-Köhler-Auktion seit Jahrzehnten!

Gesuchte Raritäten von Europa bis Übersee

Bereits im Vorfeld sorgte die Vielfalt des Angebots weltweiter Philatelie und Postgeschichte im Hauptkatalog für Aufsehen. Kleine und große Raritäten von Europa bis Übersee erwarteten die Sammler, die mit Begeisterung an der Versteigerung teilnahmen, um das ein oder andere Stück für ihre Sammlung zu gewinnen. So fand zum Beispiel ein ungebrauchtes "Basler Täubchen" (Los 24), eines der schönsten Stücke dieser legendären Marke, für 9500 (3000) Euro eine neue Heimat. Ein gestempelter Farbfehldruck "blau statt braun" der Schweizer 5-Rappen-Strubel-Marke von 1854 (Los 28) wechselte für beachtliche 12.000 (4000) Euro den Besitzer. Aus der "Sammlung Larsson", einer Spezialsammlung der Marken der unabhängigen Republik Irland, wurde eine ungebrauchte Versuchs-Rollenmarke von 1935 (Los 477) für sagenhafte 10.000 (4000) Euro zugeschlagen.

Das Sammelgebiet Großbritannien hatte mit der ersten Dienstmarke der Welt, der unverausgabten Penny Black VR 1d, ein weiteres Highlight zu bieten (Los 814). Das hervorragend erhaltene Stück wurde bei 8000 Euro zugeschlagen. Beispielhaft genannt sei an dieser Stelle auch eine wunderschöne gestempelte British-Guiana 4-Cent-Marke von 1856 (Los 825), die für 9.000 Euro eine neue Sammlung bereichern wird.

Die deutschen Sammelgebiete vereinten wie gewohnt zahlreiche hochwertige und außergewöhnliche Lose, die nachhaltig beeindrucken konnten. Zu den Höhepunkten gehörte sicherlich Bayerns Schwarzer Einser auf Drucksache mit Fingerhutstempel "WUNSIEDEL" (Los 2211). Bei einem Ausruf von 3000 Euro wurde die Drucksache fast um das Siebenfache gesteigert und bei sensationellen 20.000 Euro zugeschlagen. Eine prächtige Vier-Farben-Mischfrankatur von Sachsen nach Indien (Los 2305) sieht man auch nicht alle Tage. Hier fiel der Hammer bei starken 14.000 (5000) Euro.

Ausnahmesammlungen von Finnland und Bayern

Auch die in den Sonderkatalogen präsentierten Spezialsammlungen "Finnland - Wappenausgabe 1860 bis 1866" und "Bayern 1849-1875 - Die Sammlung Hilmar Kraus (II)" konnten nahtlos an die starken Ergebnisse anknüpfen. Die Finnland-Spezialsammlung bewies mit zahllosen prächtigen Stücken ihre große Klasse, darunter ein 5 penni Kehrdruck-Paar im 3er-Streifen mit Einzelmarke auf Briefstück (Los 8047), das für 13.000 Euro zugeschlagen wurde. Der berühmte "Fehldruck auf beiden Seiten" 20 penni mit 40 penni blau auf der Rückseite in gebrauchter Erhaltung (Los 8105) wechselte bei einem Zuschlag von 8000 Euro den Besitzer. Bei einem Brief aus Abo mit einem Paar sowie zwei Einzelmarken der 1 Mark (Los 8130) fiel der Hammer bei fantastischen 12.000 Euro.

Wie erwartet war die Nachfrage beim Verkauf des zweiten Teils der Sammlung Hilmar Kraus groß, um nicht zu sagen riesig. Bereits die im Vorfeld eingetroffenen schriftlichen Gebote bewiesen das enorme Interesse der Sammler. Als Beispiel mag Los 9265 dienen, ein Brief mit der 9-Kreuzer-Marke lebhaftgrün von 1854 als waagerechter 3er-Streifen und waagerechtes Paar mit 3 Kreuzer blau nach Großbritannien an Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, Gemahl der britischen Königin Victoria. Das Stück wurde 2009 bei Heinrich Köhler im Rahmen der legendären Fritz-Kirchner-Versteigerungen für 3300 Euro verkauft und nun - nur sieben Jahre später - waren bei einem moderat angesetzten Ausruf von 2500 Euro noch mindestens vier Bieter am Telefon und im Internet bereit, mehr als das Doppelte des damaligen Zuschlages zu bieten. Das Rennen machte dennoch ein Saalbieter, der sich gegen besagte Konkurrenz mit einem Höchstgebot von 9000 Euro durchsetzte und dieses einzigartige Stück nun sein Eigen nennen darf.

Diesem Höhepunkt stehen zahllose weitere zur Seite, darunter auch das Titelstück des Sonderkatalogs, eine einmalige Mischfrankatur 18 Kreuzer orangerot und 12 Kreuzer violett auf traumhaft schönem Brief nach Frankreich (Los 9257), das bei einem Ausruf von 10.000 Euro für 22.000 Euro zugeschlagen wurde. Ein Brief mit dem Schwarzen Einser im Paar plus Einzelmarke als 3-Kreuzer-Frankatur aus Wallerstein (Los 9019) startete bei 8.000 Euro und sicherte sich mit 26.000 Euro den Spitzenzuschlag. Weiterhin erwähnenswert auch zwei höchst dekorative Auslandsbriefe nach Indien bzw. Finnland: Der Brief nach Bombay (Los 9303) zeigt eine seltene Mischfrankatur der 3 Kreuzer blau mit 9 Kreuzer gelbgrün im 3er-Streifen (Zuschlag: 12.000 Euro). Die nicht minder rare wertstufengleiche Mischfrankatur der 9 Kreuzer gelbgrün mit 9 Kreuzer braun und weiterer Zusatzfrankatur auf Brief nach Helsingfors (Los 9245) wurde bei 10.000 Euro zugeschlagen. Alle genannten Zuschläge sind übrigens ohne Aufgeld.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Vorschau: 59. AIX-PHILA Briefmarkenauktion am 25. und 26. November in Aachen

wm (Aachen) Vom Deutschen Reich gelangen bei dieser Versteigerung alle guten Blöcke und Zeppelinsätze teils mehrfach unter den Hammer. Die rare Mi.-Nr. 24 großes Brustschild auf Brief wird mit 1.500 Euro ins Rennen geschickt. Der Fehldruck "Huna" statt "Hund" im Paar mit Normalmarke postfrisch startet mit 2.500 Euro und die gesuchte Flugpostmarke Nr. 538 y mit waagerechter Riffelung soll wenigstens 1.300 Euro bringen. Deutsche Gebiete wie Besetzung 1. und 2. Weltkrieg, Danzig, Memel oder Oberschlesien sind mit etlichen Besonderheiten und Briefen vertreten, eine seltene Nr. 1 Ie aus Kiautschou beginnt mit 1.500 Euro

Bei der deutschen Nachkriegsphilatelie ist praktisch alles vertreten, was in Sammlerkreisen Rang und Namen hat, wie z.B. Posthornsätze, gestempelte Währungsblöcke usw., die Schwerpunkte bei Europa liegen auf Frankreich mit u.a. Nr. 6 Ceres 1 Fr vermillon (Ausruf 800 Euro) und Napoleon 1 Fr (Ausruf 500 Euro) sowie Luxemburg mit zahlreichen Besonderheiten wie Probedrucken u.ä.

Die erste Marke Polens auf Briefen aus Warschau bzw. Kibarty soll wenigstens je 400 Euro einspielen, eine postfrische Nr. 99 der Niederlande 300 Euro.

Den Höhepunkt der Auktion bilden traditionell mehr als 1.400 Sammlungen, Partien und ganze Nachlässe, welche zu Startpreisen von 10 bis 2.000 Euro unter den Hammer kommen. Dabei ist von Heimatpost über Briefepartien bis hin zu gut ausgebauten Länder- und Motivsammlungen alles vertreten, was das Sammlerherz begehrt, dazu natürlich auch jede Menge Wühlkisten sowie ganze Regale voll mit Briefmarken.

Münzen von der Antike bis hin in die Eurozeit stehen ebenfalls auf dem Programm der 59. AIX-PHILA Versteigerung am 25. November in Aachen: Ein Sesterz aus der Zeit Neros startet mit 200 Euro, ein Denar mit der Abbildung Caesars mit 150 Euro. Eine Rarität aus der deutschen Kaiserzeit wie ein Fünfmarkstück aus Sachsen-Coburg-Gotha (Jäger Nr. 146) soll wenigsten 1.500 Euro einspielen, eine ähnliche Münze aus Waldeck-Pyrmont 2.000 Euro (Jäger Nr. 171). Eine Münze aus Deutsch-Neuguinea mit der Abbildung eines Paradiesvogels (Jäger Nr. 707) beginnt bei 1.500 Euro, ein Fünfmarkstück Goethe aus der Weimarer Zeit bei 2.000 Euro.

Wertvolle Sammlungen und Anlegerpartien bestimmen den 2. Teil der Münzauktion. Hierbei ragt vor allem eine Kollektion mit mehr als 50 Goldmünzen und -medaillen aus Luxemburg heraus, deren Startpreis bei 8.000 Euro liegt. Eine tolle Sammlung Geldscheine ebenfalls aus dem Großherzogtum wird wohl kaum zum Ausruf von 1.500 Euro zu haben sein ebenso wenig wie diverse Motivgebiete aus Österreich, welche mit 1.000 bis 2.500 Euro an den Start gehen. Weitere Info/Katalog: siehe www.aixphila.de

Vorschau: 157. Felzmann-Auktion - Philatelie - am 10.-12. November 2016

wm (Düsseldorf/aw) Hochwertige Einzelstücke und begehrte Sammlungen werden im Düsseldorfer Auktionshaus vom 10.-12.11.2016 vor einem internationalen Publikum versteigert. Auktionator Ulrich Felzmann wird ein prominent besetztes und breit aufgestelltes Angebot präsentieren. Unter den zahlreichen Highlights befinden sich die seltenste Briefmarke Österreichs sowie eine bislang noch nicht katalogisierte Berliner Neu-Entdeckung.

Die Flug- und Zeppelinpost-Auktion steht dieses Mal ganz im Zeichen der vielfach prämierten Ausstellungssammlung "Deutsche Aerophilatelie 1888-1938" von Graham Cosh. Unmöglich, alle Glanzstücke dieser erstklassigen Sammlung en détail vorzustellen. Eines der Highlights ist aber sicherlich Los 3163, ein deutscher Zuleitungsbrief zum Balbo Geschwaderflug von 1933, mit Zeppelin- und Flugpostmarken frankiert. Das seltene Stück, von dem lediglich 20 Belege registriert wurden, ist ab 5.000 Euro zu ersteigern.

Das Gebiet Europa und Übersee wird in dieser Auktion von prächtigen Marken aus Österreich dominiert. Allen voran steht die seltenste Briefmarke Österreichs, eine 12 Kr. blau mit vollständig abgeschlagenem "Franco" Versuchsstempel. Zudem noch ein Stück, das einst die größten und bedeutendsten Sammlungen ihrer Zeit zierte, u.a. bis 1947 die des legendären Baron Alfons de Rothschild, Wien. Eine einmalige Gelegenheit, sich die größte Rarität der gesamten Österreich-Philatelie zu sichern, deren wenige weitere Exemplare sich unerreichbar in Stiftungs- und Museums-Sammlungen befinden. Der Ausrufpreis für diese außergewöhnliche Rarität liegt bei 100.000 Euro (Los 4102).

Nicht ganz so rar, aber mindestens so attraktiv, präsentiert sich ein österreichischer Blumen-Kleinbogen, der, obwohl unverausgabt, dennoch in den philatelistischen Umlauf geriet. Bei 4.000 Euro liegt hier der Startpreis (Los 4140).

Zahlreiche Spitzen bietet der Bereich Altdeutschland. Repräsentativ sei hier ein bemerkenswertes Exemplar der legendären Baden Landpostporto 12 Kr. genannt. Das überdurchschnittlich dekorative Stück dieser Altdeutschland-Rarität wird für 12.000 Euro ausgerufen (Los 4200).

Das Deutsche Reich präsentiert sich ebenfalls gewohnt reichhaltig und besticht mit einer 10 Pfg Reichsadler im waagerechten Kehrdruckpaar. Von dieser Ausgabe sind nur sehr wenige Tête-bêche-Paare bekannt, der Ausruf liegt bei 15.000 Euro (Los 4780).

Das Sudentenland sowie die Besetzungsgebiete WK II sind gespickt mit Raritäten. Darunter Legionärsmarken von 1919 aus Reichenberg mit vier vollständigen Sonderstempeln, zum Ausrufpreis von 4.000 Euro zu ersteigern (Los 5233). Die Besetzungsausgaben Zaras halten mit einer 10 L Flugpostmarke mit markantem Plattenfehler sogar ein Unikat bereit. Mit 10.000 Euro ist dieses Stück taxiert (Los 5425). Auch der Bereich Feldpost WK II ist außerordentlich gut bestückt. Beispielhaft steht ein Brief mit Marke Kreta durchstochen mit FP-Normstempel "d" und dem bis dato frühesten bekannten Verwendungsdatum 4.11.1944. Bei 5.000 Euro startet dieses seltene Stück mit einmaligem Dokumentationscharakter (Los 5454).

Die SBZ hält zahlreiche, teils museale Raritäten für Liebhaber dieses Gebietes bereit. Zu nennen sind insbesondere Essays zur Ausgabe Opfer des Faschismus von 1945 mit 36 verschiedenen Entwürfen, teils handgezeichnet vom Gestalter der Marken. Bei diesen Originalentwürfen, inklusive der gesuchten Bleistiftzeichnungen, handelt es sich um eine Zierde für jede SBZ-Sammlung. Für 7.000 Euro ist diese einmalige Garnitur zu ersteigern (Los 5581). Herausragend ist auch Los 5646, ein Messeblock Sonderdruck mit steigendem Wasserzeichen, der 70 Jahre nach Verausgabung erstmalig angeboten wird. Das Startgebot liegt bei 15.000 Euro.

Los 5698 dürfte bei DDR-Sammlern für Entzückung sorgen. Es handelt sich um eine 10 Pfg Volkssolidarität in schwarzblaugrün als ungezähnter Probedruck. Der Ausrufpreis beträgt 5.000 Euro.

Eine Neuentdeckung wird im Bereich Berlin präsentiert: 10 und 30 Pfg Philharmonie je mit fehlerhaftem Wasserzeichen "fehlender Ring". Ist der 10 Pfg Wert mit dieser markanten Abart bereits seit einiger Zeit in wenigen Exemplaren bekannt und hin und wieder auf Auktionen zu finden, handelt es sich bei dem 30 Pfg Wert um eine bislang noch nicht katalogisierte Neu-Entdeckung. Dieses bis dato Unikat ist ab 10.000 Euro zu ersteigern.

Dies ist nur ein kleiner Einblick in das Angebot der 157. Felzmann-Auktion. Der Online-Katalog mit allen Losen und Fotos ist ab dem 14. Oktober 2016 auf der Homepage www.felzmann.de abrufbar. Die Münzauktion findet vor der Briefmarkenauktion am 8. und 9. November in Düsseldorf statt. Die kostenlosen Auktionskataloge können telefonisch bestellt werden unter: 0211 / 550 440.

19. Schlegel-Auktion in Berlin: Bietergefechte um Raritäten

wm (Berlin/ls) Zweimal im Jahr locken die Auktionen des Berliner Auktionshauses Schlegel Käufer aus der ganzen Welt an. Auch die jüngste Auktion des Berliner Auktionshauses Schlegel vermeldete reges Bieten und brachte sensationelle Zuschläge. Besonders die Einzellose im Bereich Deutschland waren heiß begehrt und eröffneten mit Höchstpreisen den zweiten Auktionstag.

Angeführt wurde die Ergebnisliste von Los 4269, dem postfrischen OLYMPIABLOCK von 1936 aus dem Deutschen Reich mit verkehrt stehendem Wasserzeichen. Dieses spektakuläre Unikat - angesetzt mit 40.000 EUR - übertraf die hochgesteckten Erwartungen mit einem Ergebnis von 107.000 EUR. Im Bereich Deutsche Kolonien spielte KIAUTSCHOU, Michel-Nr. 26B** (Los 4794), die erstmalig postfrisch in einer Auktion angeboten wurde, hervorragende 78.500 EUR ein. Ein extrem seltener Memel-Fehldruck in postfrischer Luxusqualität (Los 4932) übertraf den Schätzpreis und endete bei 26.000 EUR. Abgerundet wurde das ganze durch eine BASLER TAUBE (Los 3381) auf vollständigem Lokal-Faltbrief mit großem roten Zweikreisstempel, die für 22.000 EUR zugeschlagen wurde.

Für Aufmerksamkeit sorgten traditionell die Sammlungen mit Steigerungen allerorten. Besonders Brasilien und China (mit überraschend hohen Steigerungsraten) fanden großen Anklang. Auch die Zuschläge unseres Sonderkataloges konnten sich sehen lassen: Mit einem Gesamtergebnis von weit über 100.000 EUR wurde das Lebenswerk des Sammlers Rainer Ihlenburg auch von den Bietern entsprechend gewürdigt. Dieses außerordentliche Angebot glänzte durch hervorragende Zuschläge sowohl bei kompletten Sammlungsteilen als auch bei zahlreichen Einzellosen.

Auktionshaus Peter F. Harlos bietet Postgeschichte weltweit

wm Der neue Auktionskatalog Nr. 36 für die Auktion am 19. November in Wunstorf liegt vor und ist auch auf der Webseite der Firma unter www.harlos-auktion.de einzusehen. Dort sind auch alle 6 000 Lose abgebildet, teils auch mit ihren Rückseiten. Auf der Internetseite von www.philasearch.com kann man ebenfalls den Auktionskatalog recherchieren. Wie immer ist das Angebot breit: Bedarfsbriefe aus aller Welt mit Schwerpunkten Deutsches Reich, Zensuren, Militärpost, Österreich, Polen, Kolonien, China, Britisch Commonwealth.

Pink-Magenta und Luxus der außerirdischen Art

wm Auffallen ist angesagt, mag sich Roland Meiners, der Kölner Auktionator und Inhaber des Auktionshauses Dr. Wilhelm Derichs gedacht haben, als er die Farbauswahl für seinen Hardcover-Luxuskatalog "Altdeutsche Staaten - Gem Quality Stamps" festlegte. Der Katalog zur 147. Auktion am 22. Oktober 2016 sticht ins Auge, aber bei weitem nicht allein wegen seines Umschlages. Denn das, was da im ersten Katalogteil geboten wird, hat der Autor nur selten so geballt und konzentriert in einem Katalog gesehen. John R. Boker wäre neidisch geworden - und hätte fleißig mitgeboten!

Dabei sind es "nur" 212 Lose. Aber was für welche! Klassische Marken. Nein, "Riesenexemplare" ihres Genres, wie man sie kaum kennt. Jedes Stück ein absolutes Luxusstück, häufig mit Teilen der Nachbarmarken, zentrisch sauber entwertet und bestens erhalten. Wenn man also künftig Abbildungen für die bei Auktionatoren vergleichsweise nicht so häufig vorkommende Qualitätsstufe "Luxus" benötigt, wird man hier fündig. Jedes Exemplar ist eine Augenweide, sicherlich auch für die Sammlungen von Philatelisten, die bei Ausstellungen zeigen wollen, was wirklich unübertrefflich ist. US-Amerikaner würden hier "grading"-Qualitätsstufen einführen, die ein Vielfaches bisheriger Katalogpreise notieren. Meiners hält seine Ansätze vergleichsweise moderat, was allerdings auch viel Luft nach oben lässt.

Vorbericht zur 57. Hadersbeck-Auktion

wm "Von Altitalien bis Altentreptow" lautet das Motto der 57. Hadersbeck-Auktion, die vom 26. bis 28. Oktober in Berlin stattfindet. Insgesamt kommen rund 6.400 Lose zum Ausruf, die die ganze Bandbreite der Philatelie spiegeln, aber auch einen interessanten Teil Numismatik enthalten. Der Überseeteil ist gewohnt gut besetzt, dieses Mal allein mit 60 Losen China. Bei Altdeutschland erfolgt die Auflösung einer Spezialsammlung Ganzsachen/frankierte Briefe in ca. 90 Losen, Deutsches Reich bietet einen ansprechenden Brustschild-Teil. Daneben kommen fast 300 Lose Münzen, Medaillen, Orden etc. zum Ausruf, am letzten Versteigerungstag auch über 2.000 Sammlungen, Posten und Partien. Weitere Informationen und Katalog sind beim Auktionshaus Hadersbeck, Erich-Steinfurth-Straße 8, 10243 Berlin, Deutschland, Telefon: +49 30 29 49 13 90, E-Mail: info@hadersbeck-auktionen.com erhältlich.

Internet: hadersbeck-auktionen.com

"Heißer Herbst" bei der Heinrich Köhler September-Auktion 2016 in Wiesbaden

wm (Wiesbaden) Sommerliche Temperaturen begleiteten die Woche der Heinrich Köhler-Herbstauktion vom 21. bis 24. September 2016 in Wiesbaden. Doch nicht nur in Celsius gemessen glänzte der in Philateliekreisen gerne zitierte "heiße Herbst" mit Spitzenwerten. Das anhaltende "philatelistische Hoch" schlug sich wie auch in den zurückliegenden Versteigerungen in einer beeindruckenden Nachfrage quer durch alle Sammelgebiete nieder. Die Beteiligung der Bieter - vom Saal bis zum Internet - ließ kaum Wünsche übrig und so stand nach vier Tagen Auktion mit zahlreichen spannenden Bietergefechten und beeindruckenden Steigerungen unterm Strich ein großartiges Gesamtergebnis mit der besten Verkaufsquote bei einer internationalen Heinrich Köhler Auktion seit Jahrzehnten!

Gesuchte Raritäten von Europa bis Übersee

Bereits im Vorfeld sorgte die Vielfalt des Angebots weltweiter Philatelie und Postgeschichte im Hauptkatalog für Aufsehen. Kleine und große Raritäten von Europa bis Übersee erwarteten die Sammler, die mit Begeisterung an der Versteigerung teilnahmen, um das ein oder andere Stück für ihre Sammlung zu gewinnen. So fand zum Beispiel ein ungebrauchtes "Basler Täubchen" (Los 24), eines der schönsten Stücke dieser legendären Marke, für 9 500 Euro eine neue Heimat (Ausruf: 3.000 Euro). Ein gestempelter Farbfehldruck "blau statt braun" der Schweizer 5 Rappen-Strubel-Marke von 1854 (Los 28) wechselte für beachtliche 12.000 Euro den Besitzer (Ausruf: 4.000 Euro). Aus der "Sammlung Larsson", einer Spezialsammlung der Marken der unabhängigen Republik Irland, wurde eine ungebrauchte Versuchs-Rollenmarke von 1935 (Los 477) für sagenhafte 10.000 Euro zugeschlagen (Ausruf: 4.000 Euro).

Das Sammelgebiet Großbritannien hatte mit der ersten Dienstmarke der Welt, der unverausgabten Penny Black VR 1d, ein weiteres Highlight zu bieten (Los 814). Das hervorragend erhaltene Stück wurde bei 8.000 Euro zugeschlagen. Beispielhaft genannt sei an dieser Stelle auch eine wunderschöne gestempelte British-Guiana 4-Cent-Marke von 1856 (Los 825), die für 9.000 Euro eine neue Sammlung bereichern wird.

Die deutschen Sammelgebiete vereinten wie gewohnt zahlreiche hochwertige und außergewöhnliche Lose, die nachhaltig beeindrucken konnten. Zu den Höhepunkten gehörte sicherlich Bayerns Schwarzer Einser auf Drucksache mit Fingerhutstempel "WUNSIEDEL" (Los 2211). Bei einem Ausruf von 3.000 Euro wurde die Drucksache fast um das sieben-fache gesteigert und bei sensationellen 20.000 Euro zugeschlagen. Eine prächtige Vierfarben-Mischfrankatur von Sachsen nach Indien (Los 2305) sieht man auch nicht alle Tage. Hier fiel der Hammer bei starken 14.000 Euro (Ausruf: 5.000 Euro).

Finnland und Bayern: Zwei Ausnahmesammlungen unter dem Hammer

Auch die in den Sonderkatalogen präsentierten Spezialsammlungen "Finnland - Wappenausgabe 1860 bis 1866" und "Bayern 1849-1875 - Die Sammlung Hilmar Kraus (II)" konnten nahtlos an die starken Ergebnisse anknüpfen. Die Finnland-Spezialsammlung bewies mit zahllosen prächtigen Stücken seine große Klasse, darunter ein 5 penni Kehrdruck-Paar im 3er-Streifen mit Einzelmarke auf Briefstück (Los 8047), das für 13.000 Euro zugeschlagen wurde. Der berühmte "Fehldruck auf beiden Seiten" 20 penni mit 40 penni blau auf der Rückseite in gebrauchter Erhaltung (Los 8105) wechselte bei einem Zuschlag von 8.000 Euro den Besitzer. Bei einem Brief aus Abo mit einem Paar sowie zwei Einzelmarken der 1 Mark (Los 8130) fiel der Hammer bei fantastischen 12.000 Euro.

Wie erwartet, war die Nachfrage beim Verkauf des zweiten Teils der Sammlung Hilmar Kraus groß - um nicht zu sagen riesig. Bereits die im Vorfeld eingetroffenen schriftlichen Gebote bewiesen das enorme Interesse der Sammler. Als Beispiel mag Los 9265 dienen, ein Brief mit der 9 Kreuzer-Marke lebhaftgrün von 1854 als waagerechter 3er-Streifen und waagerechtes Paar mit 3 Kreuzer blau nach Großbritannien an Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, Gemahl der britischen Königin Victoria. Das Stück wurde 2009 bei Heinrich Köhler im Rahmen der legendären Fritz Kirchner-Versteigerungen für 3 300 Euro verkauft und nun - nur sieben Jahre später - bei einem moderat angesetzten Ausruf von 2 500 Euro waren noch mindestens vier Bieter am Telefon und im Internet bereit, mehr als das Doppelte des damaligen Zuschlags zu bieten. Das Rennen machte dennoch ein Saalbieter, der sich gegen besagte Konkurrenz mit einem Höchstgebot von 9.000 Euro durchsetzte und dieses einzigartige Stück nun sein Eigen nennen darf.

Diesem Höhepunkt stehen zahllose weitere zur Seite, darunter auch das Titelstück des Sonderkatalogs, eine einmalige Mischfrankatur 18 Kreuzer orangerot und 12 Kreuzer violett auf traumhaft schönem Brief nach Frankreich (Los 9257), das bei einem Ausruf von 10.000 Euro für 22.000 Euro zugeschlagen wurde. Ein Brief mit dem Schwarzen Einser im Paar plus Einzelmarke als 3 Kreuzer-Frankatur aus Wallerstein (Los 9019) startete bei 8.000 Euro und sicherte sich mit 26.000 Euro den Spitzenzuschlag. Weiterhin erwähnenswert auch zwei höchst dekorative Auslandsbriefe nach Indien bzw. Finnland. Der Brief nach Bombay (Los 9303) zeigt eine seltene Mischfrankatur der 3 Kreuzer blau mit 9 Kreuzer gelbgrün im Dreierstreifen (Zuschlag: 12.000 Euro). Die nicht minder rare wertstufengleiche Mischfrankatur der 9 Kreuzer gelbgrün mit 9 Kreuzer braun und weiterer Zusatzfrankatur auf Brief nach Helsingfors (Los 9245) wurde bei 10.000 Euro zugeschlagen.

Nachverkauf und alle Ergebnisse im Internet

Alle Zuschläge der Auktion sind als Ergebnislisten sowie im Online-Katalog unter www.heinrich-koehler.de einzusehen. Noch bis zum 7. Oktober 2016 besteht zudem die Möglichkeit, unverkaufte Lose im Nachverkauf zu erwerben.

Weitere Informationen zur Auktion und allen Losen unter www.heinrich-koehler.de oder bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de

* alle Zuschläge ohne Aufgeld

Spitzenpreise für Nachlässe und Sammlungen

Ettlingen Ein großes internationales Publikum war anlässlich der 90. internationalen Auktion für Briefmarken und Münzen des badischen Traditionshauses Gert Müller besonders motiviert und kauflustig.

Außergewöhnlich viele Gebote aus dem Ausland erreichten die Firma anlässlich dieser Versteigerung. Der Frankenau-Nachlass Flugpost, der weltweit beworben wurde, erzielte einen enormen Zuschlagpreis von 76 600 Euro (Lose 1-1P, Ausruf 24 600 Euro). Die Sammlungen Europa eines mittlerweile 98-jährigen Sammlers erzielten großartige 79 760 Euro (Lose 2-21, 3, Ausruf 25 700 Euro). Hierbei erbrachte alleine eine Kollektion Deutsche Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg einen Zuschlag von 14.000 Euro (Los 2, Ausruf 5000 Euro). Eine Sammlung Volksrepublik China kostete beeindruckende 18.000 Euro (Los 5, Ausruf 3000 Euro). Ein umfangreicher Restbestand in 14 Regalen erzielte 17.000 Euro (Los 6D, Ausruf 2000 Euro). Eine weitere Kollektion Volksrepublik China kam auf 21.000 Euro (Los 8, Ausruf 3000 Euro). Viele weitere hohe Zuschläge kennzeichneten die Auktion, wobei oft ein Mehrfaches der angesetzten Schätzpreise erzielt wurde - bis hin zum 19-fachen Startpreis. Viele zufriedene Einlieferer konnten den Verkauf ihrer Sammlungen im vollbesetzten Auktionssaal selbst mitverfolgen.

Der umfangreiche Münzteil wurde nahezu restlos verkauft mit oft erheblichen Steigerungen. Ein Bestand Münzen inklusive Goldmünzen erlöste 46.000 Euro (Los 200, Ausruf 35.000 Euro), ein weiterer Bestand Münzen erbrachte 37.500 Euro (Los 201, Ausruf 30.000 Euro). Ein umfangreicher Bestand Münzen und Medaillen lief für 14.500 Euro (Los 204, Ausruf 5000 Euro). Ein Bestand moderner Münzen ging für enorme 32.000 Euro (Los 3215, Ausruf 25.000 Euro) in neue Hände, und ein weiterer Münzposten aus Rheinland-Pfalz kostete 14.500 Euro (Los 3224, Ausruf 10.000 Euro).

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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Bayerisches Frankatur-Unikat!

München Zu den Blickfängen der 59. Deider-Auktion am 21. und 22. Oktober 2016 gehört ein Bischofsbrief mit zwei als Paar geklebten Exemplaren der Bayern MiNr. 6 mit dem Mühlradstempel "515" von Teisendorf nach München.

Es handelt sich um ein enorm seltenes Unikat in der 4. Gewichtsstufe und 2. Entfernungszone. Der Brief, der vor Jahrzehnten eines der Lieblingsstücke von Rudi Oppenheimer/London war, ist mit einem Fotoattest Brettl versehen und startet mit 5000 Euro. Auch das restliche Bayern-Angebot kann sich sehen lassen: Über 1300 Einzellose enthalten weitere Raritäten, gute Frankaturen, seltene Destinationen und vielfältigste Abstempelungen aus Spezial-Sammlungen. Die in der letzten Versteigerung begonnene Auflösung der Heimat-Sammlung "Augsburg" wird fortgesetzt. Auch die anderen altdeutschen Gebiete begeistern mit schönen Luxusstücken und Briefen, ebenso das Deutsche Reich. Hier finden sich u.a. gute Brustschild-Briefe oder die "Burg Rheinstein". Ein Liebhaberstück ist ein portogerechter Einschreibebrief aus Gera mit fünf Werten der Nothilfemarke von 1932 12+3 Rpf auf 15+5 Rpf, wovon eine den seltenen Aufdruckfehler "Rdf" statt "Rpf" aufweist (Deutsches Reich MiNr. 464 F). Laut Fotoattest Schlegel ist nur ein weiterer Brief mit dieser Abart bekannt. Der Brief geht mit 6000 Euro ins Rennen. Das Angebot des Deutschen Reiches wird mit gesuchten Besetzungsausgaben sowie Feldpost mit guten Inselpost-Briefen ergänzt.

Zu den Schwerpunkten bei Deider gehört traditionell die österreichische Philatelie, die wert- und reichhaltig mit klassischen Ausgaben und Abstempelungen, herausragenden Einzellosen "Destinationen", sehr guten Frankaturen sowie Lombardei, Levante und Bosnien aus mehreren Spezial-Sammlungen bestückt ist. Erwähnung verdienen eine MiNr. 3 X III auf Damen-Zierbrief mit vorder- und rückseitigen Blumen-Ranken und Ovalstempel "PRESSBURG" nach Wien (1800 Euro) und eine äußerst dekorative Dreifarben-Frankatur aus den MiNrn. 13 II, 14 II und 15 II auf vorgedrucktem Briefumschlag von "ESSEGG" nach Pest (1500 Euro). Auch andere europäische Gebiete und Übersee sind mit vielen Hochkarätern der klassischen Ausgaben, auch auf Brief, besetzt.

Die Sammlungs-Abteilung präsentiert sich ursprünglich und rahmensprengend mit vielen hochwertigen Ländersammlungen aus aller Welt, undurchsuchten Fundgruben und umfangreichen Nachlässen.

Ein feines Angebot Gold- und Silbermünzen bildet den Abschluss der zweitägigen Veranstaltung.

Internet: www.deider.de

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Die schönsten Münzen hat der Herbst

wm (Düsseldorf) Eine enorme numismatische Vielfalt bietet die kommende 157. Herbstauktion des Auktionshauses Felzmann am 8.-9. November 2016 in Düsseldorf. Über 2 500 Positionen an seltenen Münzen, Geldscheinen, Medaillen, Orden und unberührten Sammlungsaufgaben erwarten die Teilnehmer an beiden Auktionstagen. Unter den zahlreichen Kostbarkeiten befinden sich diesmal ein echtes Schwergewicht deutscher Numismatik sowie eine rare Begräbnismünze aus Fernost.

Den Anfang der Auktion machen Münzen aus der Antike, wobei ein AR Miliarense aus der Kaiserzeit des Theodosius II. beispielhaft für viele weitere Glanzstücke aus dieser Zeit steht. Vorderseitig ist die drapierte Büste des Herrschers mit Perldiadem zu sehen, rückseitig steht der Kaiser mit dem Kopf nach links gewandt, einen Globus in der Linken haltend. Der Ausrufpreis für dieses schöne Stück liegt bei 1.000 Euro.

Das Gebiet Deutschland bis 1799 wird in dieser Auktion von einer prächtigen Münze aus Hannover dominiert. Angeboten wird ein Vierfach-Löser zu Ehren des Regierungsantritts von Herzog Ernst August und dessen Huldigung in Hannover. Mit dem vierfachen Gewicht eines Talers handelt es sich wahrlich um ein Schwergewicht der Numismatik. Aber nicht nur die materielle Wertigkeit macht dieses Pfundsstück so überaus interessant, vielmehr ist es die symbolträchtige Gestaltung. Auf der Vorderseite zeigt der Löser den Herzog mit Allongeperücke und auf der Rückseite steht illustriert mit einem aussagekräftigen Emblem das Motto von Ernst August I. geschrieben: "VARIIS IN MOTIBUS EADEM" - "In verschiedenen Gemütsbewegungen der Gleiche". Das Startgebot für dieses äußerst seltene Prachtstück liegt bei 10.000 Euro.

Der Bereich der Weimarer Republik ist in dieser Auktion besonders gut bestückt. So finden sich zahlreiche Münzen in außergewöhnlich guter Erhaltung. Etwa 50 Reichspfennig von 1924 in vz+, ein 3 RM-Stück von 1931 in PP oder ein 5 RM-Stück von 1932 in st. Die Gebote starten bei 2.000 Euro bzw. 1.000 Euro und 2.200 Euro.

Ein 2 DM Stück der Bundesrepublik aus dem Jahr 1951 ist ab 500 Euro zu erwerben. Die vorliegende PP Erhaltung wurde nur 33-mal geprägt.

Auch das Angebot internationaler Münzen enthält zahlreiche spannende Ausgaben. Eines der Highlights ist eine goldene Begräbnismünze aus der nördlichen Sòng Dynastie des Kaiserreichs China. Diese, im Stil des Tàizong (990 - 994) gefertigte, überaus seltene Münze, ist mit 15.000 Euro taxiert. Besonders reizvoll ist auch eine 1 Omani Rial Münze des Sultanats Oman von 1996. Auf den 26. Jahrestag der Regentschaft von Quabus bin Sa'id wurden nur 645 Exemplare geprägt. Der Ausruf liegt bei 1 300 Euro.

Repräsentativ für das umfangreiche Angebot an Geldscheinen ist ein 50 DM-Schein der Bank deutscher Länder von 1948 zu nennen, der nur in sehr geringer Zahl ausgegeben wurde. In dieser guten Erhaltung liegt der Startpreis bei 2.000 Euro. Ein 1.000 Francs Schein der parlamentarischen Monarchie Luxemburgs ist ab 800 Euro zu ersteigern.

Dies ist nur ein kleiner Einblick in das Angebot der 157. Felzmann-Auktion. Der Online- Katalog mit allen Losen und Fotos ist ab dem 11. Oktober 2016 auf der Homepage www.felzmann.de abrufbar. Die Briefmarkenauktion findet im Anschluss an die Münzauktion vom 10. bis 12. November in Düsseldorf statt. Die kostenlosen Auktionskataloge können telefonisch bestellt werden: 02 11 / 550 440.

363. Heinrich-Köhler-Auktion: Internationale Spitzenphilatelie mit zahlreichen Höhepunkten

Die diesjährige Herbst-Auktion des Traditionshauses Heinrich Köhler steht ganz im Zeichen der Internationalen Philatelie. Vom 21. bis 24. September 2016 erwartet die Sammler und Händler aus aller Welt erneut eine unglaubliche Vielfalt seltener und wertvoller Einzellose und Sammlungen von Deutschland über Europa bis Übersee. Erstmals in der Firmengeschichte kommen mehr internationale Lose als "deutsche" Lose zum Ausruf.

Hochwertige Philatelie Altdeutschlands

"Die Nachfrage nach hochwertiger Philatelie und Postgeschichte aus aller Welt ist quer durch alle Sammelgebiete extrem hoch", so Köhler-Geschäftsführer Dieter Michelson. "Diesem Trend trägt die enorme Vielfalt unseres internationalen Spitzenangebots Rechnung. Wir freuen uns natürlich, unseren Kunden darüber hinaus ein gewohnt stark besetztes Angebot der deutschen Sammelgebiete in dieser Auktion zu präsentieren."

Bereits der Auftakt ist reich an Höhepunkten! Den Anfang machen zwei große Schweiz-Raritäten, die am ersten Versteigerungstag, dem 21. September, unter den Hammer kommen: ein "Basler Täubchen" in ungebrauchter Erhaltung mit Originalgummi - eines der schönsten Stücke dieser legendären Marke - sowie eine "Münchener Druckprobe" der blauen 5-Rappen Strubel-Marke. Ebenfalls an diesem Tag kommt ein Spezial- angebot Estland mit Essays, Probedrucken, unverausgabten Marken u.v.m. zum Ausruf. Darüber hinaus wird eine Spezialsammlung "Finnland - Wappenausgabe 1860 bis 1866" einschließlich sechs (!) Briefen mit der 1-Mark-orange-Zungenmarke versteigert, die sicherlich zahlreiche Interessenten auf den Plan rufen dürfte.

Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum der Erstürmung des irischen General Post Office gelangt mit der "Sammlung Larsson" eine Spezialkollektion der Aufdruckmarken ab 1922 - den ersten Marken der unabhängigen Republik Irland - auf den Markt. Das Sammelgebiet Großbritannien und Commonwealth ist insgesamt mit vielen hochwertigen und außergewöhnlichen Losen vertreten, darunter Mauritius mit einer der frühesten Verwendung der FOUR PENCE grün von 1858 auf Brief nach Bordeaux. Südamerika beeindruckt mit den international ausgestellten Spezialsammlungen Dr. Oschmann "SCADTA" und "Ecuador", die ebenfalls viele Prachtstücke für die interessierten Sammler bereithalten.

Altdeutschland glänzt mit dem 2. Teil der Sammlung Hilmar Kraus "Bayern 1849-1875", die erneut in einem Sonderkatalog präsentiert wird. Als eines der Spitzenlose wird unter anderem ein Brief mit einer Mehrfachfrankatur der 1 Kr. tiefschwarz im waagerechten Paar plus Einzelmarke angeboten. Daneben werden zwei spektakuläre Auslandsbriefe nach Frankreich bzw. Indien für Begeisterung unter den Bayern-Liebhabern sorgen. Ein imponierender Teil "Sachsen" inklusive einer Vier-Farben-Frankatur der König-Johann-Ausgabe nach Peshawar/Indien sticht ebenfalls heraus. Darüber hinaus erwartet die Sammler eine große Vielfalt wertvoller Briefmarken und Briefe mit zahlreichen weiteren kleinen und großen Höhepunkten!

Starke Sammlungen und besondere Liebhaberstücke

Das Angebot hochwertiger Sammlungen auf höchstem Niveau bietet die ideale Gelegenheit, einen Grundstock für eine neue Sammlung zu erwerben. Interessenten finden in der kommenden Heinrich-Köhler-Auktion verschiedenste attraktive Kollektionen aus aller Welt ab der Klassik. Viele Sammlungen werden nach und nach im Online-Katalog unter www.heinrich-koehler.de mit zusätzlichen Bildern zu besichtigen sein!

Ein außergewöhnliches Angebot für philatelistische Memorabilien-Sammler oder all jene, die einem Philatelisten ein Geschenk machen möchten, findet sich in über 170 klassischen "Briefmarkendosen", die ebenso dekorativ wie selten sind und das Herz eines jeden Liebhabers höher schlagen lassen. Gleiches gilt für diverse klassische Accessoires für Philatelisten, die zum Ausruf kommen - eine kleine Sensation, wurde doch bislang noch nie in Deutschland ein vergleichbares Angebot bei einer Auktion gesehen!

Das komplette Angebot der 363. Heinrich-Köhler-Auktion ist ab sofort mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern unter www.heinrich-koehler.de im Online-Katalog (auch als PDF) verfügbar.

Internet: www.heinrich-koehler.de

© Deutsche Briefmarken-Revue

Weiter auf Einkaufstour:
Auktionshaus Stade übernimmt Handelshaus Spevacek

In der Philatelie- und Ansichtskartenszene ist Jörg Spevacek aus dem niederbayerischen Vilshofen kein Unbekannter. Seit mehr als 30 Jahren zählte sein Geschäft zum festen Bestandteil von vielen Messen und Ausstellungen. Zum Unternehmen gehörte auch ein über Jahre erfolgreicher Versandhandel, der im Zeitalter der modernen Kommunikation natürlich auch in einen Onlinehandel umgewandelt wurde. Unter www.an sichtskartenversand.de haben die Sammlerinnen und Sammler ihre oft lange gesuchten Stücke gefunden.

Potential der Ansichtskarten erkannt

Nun wechselte dieses bekannte Handelshaus in jüngere Hände. Daniel Stade aus Grenzach-Wyhlen, der zuletzt auch das Traditionshaus Hartmut Raith übernommen hatte und erfolgreich ein Auktionshaus für historische Ansichtskarten und Philatelie betreibt, hat die Firma kürzlich gekauft. Seit Juni führt Stade die Firma weiter und ist jetzt in der Lage, ein noch größeres und interessanteres Angebot zu präsentieren. Gerade im Teilbereich der Ansichtskarten aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten wird er eine deutlich größere Palette bereitstellen können.

Wir hatten die Gelegenheit, mit Jörg Spevacek ein Gespräch zu führen. Dabei haben wir erfahren, dass er schon in den 1970er Jahren - inspiriert durch den Vater - zum Briefmarkensammler wurde. Zunächst baute er eine Heimatsammlung "Bad Hersfeld" auf; in diesem Zusammenhang entdeckte er auch die Ansichtskarten, die er wunderbar in eine solche Sammlung einbauen konnte. Zu dieser Zeit war dies noch eher ungewöhnlich, und so betrachtete er die Ansichtskarten eher als schmückendes Beiwerk zu seiner Stempelsammlung.

Ende der 1970er Jahre absolvierte Spevacek eine Ausbildung als Einzelhandelskaufmann (Philatelie) bei der damals sehr bekannten Firma "Briefmarken Krüger" in München, bei der er später zum Abteilungsleiter aufstieg. Ganz in der Nähe befand sich das bekannte Fachgeschäft "Philatelie und Ansichtskarten Hiller". Dort lernte er die Ansichtskartenlegende Karl Stehle kennen, mit dem er einige Jahre erfolgreich zusammenarbeitete. 1986 wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit - sein Weg war erfolgreich und sein eigenes Unternehmen wurde im Prinzip zu seinem Lebenswerk.

Nach seinen eigenen Hobbys gefragt, antwortet Spevacek, dass er sich für frühe Ansichtskarten weltweit interessiere. Neben dem Sammeln gehören aber auch Reisen, gutes Essen sowie besondere Weine zu seinen Liebhabereien.

Veränderungen im Sammelverhalten hat er in den vergangenen 30 Jahren deutlich wahrgenommen. Früher zählten Generalsammler zu seinen Kunden die u.U. ganze Landkreise sammelten. Heute sind es eher kleine abgegrenzte Gebiete. Zudem hätten sich die Bezugsquellen völlig verändert. Früher wurden von den Sammlern Ansichtskartenbörsen und Großtauschtage der Briefmarkenvereine besucht - heute sind es überwiegend die verschiedenen Handelsplattformen im Internet.

Neueinsteigern rät Spevacek, sich zunächst einen preisgünstigen Grundstock in Form eines Postens zu kaufen, wenn sie sich für ein bestimmtes Sammelgebiet entschieden haben. Seltene und entsprechend teurere Karten könnten nach und nach die Sammlung ergänzen. Dem eigenen Geschmack seien keine Grenzen gesetzt, da eine solche Sammlung nie vollständig sein könne und man nicht nach Katalognummern sammeln müsse.

Wir fragten ihn auch, ob es in seiner langjährigen Tätigkeit besonders schöne Erinnerungen oder Erlebnisse gegeben hat. Dies sei für ihn besonders der Entschluss gewesen, nicht nur an Ansichtskartenbörsen in Deutschland, sondern auch an Messen im Ausland (so z.B. in London, Paris, Verona, Wien, Brüssel, Genua, Utrecht und Prag) teilzunehmen. Daraus hätten sich viele Kontakte und Freundschaften entwickelt, die über Jahre hielten und teilweise noch bestehen.

Abschließend wollten wir noch erfahren, warum beim Verkauf die Wahl auf Daniel Stade fiel. Es war die langjährige Bekanntschaft zur Familie Stade; man kannte sich schon, als Stade noch gemeinsam mit seinem Vater Tauschtage und Börsen besuchte. Spevacek schätzt an ihm seine Seriosität, sein nettes und positives Auftreten sowie nicht zuletzt seinen Optimismus und den Mut, auch neue Wege zu gehen. Bevor es zu einem Verkauf der Firma kam, bestanden schon langjährige geschäftliche Beziehungen - immer zu beiderseitigen vollsten Zufriedenheit.

Von der "Bildfläche" wird Jörg Spevacek aber sicher nicht verschwinden. Wir werden ihn als Besucher und Sammler auf einer der vielen Messen und Börsen wiedersehen. Nur die Seiten haben sich geändert: Er wird nun vor dem Stand stehen und kann sich ganz entspannt seinem Hobby widmen.

© Deutsche Briefmarken-Revue

Abwechslungsreiche Angebots-Palette

Leipzig 3800 Lose aus fast allen Sammelgebieten bringt die 170. Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert in Leipzig am 9. und 10. September 2016. Den Auftakt bilden 390 Lose Zeppelinpost (1912- 1939), davon Deutsches Reich (130), Europa (120) und Übersee (80), teils frühe Zeppelinbelege und interessante Zuleitungen. Daran anschließend ergänzen 110 Flugpost-Lose Deutsches Reich mit Pionierluftpost 1911/12 und "Rhein-Main-Flugpost" sowie Lose aus Europa/Übersee das "luftige" Angebot.

Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost und Kriegsgefangenen-Post kommen ca. 115 Positionen und 170 Lose mit Motiven von Bahnpost, Propaganda, Sport bis Zensur sowie Heimatphilatelie/Postgeschichte (110 Lose) unter den Hammer.

Über 140 Lose mit über 3000 alten Ansichtskarten - überwiegend aus Deutschland sowie Material zur Zeitgeschichte und 30 Lose historischer Wertpapiere (Aktien, Banknoten, Notgeld) - ergänzen die Angebotspalette.

720 Lose Deutsches Reich mit Gebieten einschließlich Altdeutschland (170) bieten eine reichhaltige Palette, dabei Brustschilde, Krone/Adler und Germania-Ausgaben mit vielen Besonderheiten, Farben, Plattenfehlern und Ganzsachen sowie Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/ Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete Erster und Zweiter Weltkrieg.

Es folgen 260 Lose Deutschland nach 1945 mit einigen Lokalausgaben von Altdöbern bis Wittenberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler) und ein SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben, Ganzsachen und Belegen. Das Sammelgebiet DDR hat 420 Lose im Gepäck, dabei viele gesuchte Ausgaben, Farben, Plattenfehler, geprüfte Wasserzeichen-Besonderheiten, Druckvermerke, Briefe/Karten, Ganzsachen und Dienstmarken/ZKD.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 160 Einzellose, dabei klassische Ausgaben/Werte und Belege, u. a. Frankreich (sechs Lose Ballonbriefe 1870/71). Den Abschluss markieren über 950 Lots/Engrosposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen von u.a. Altdeutschland, Sachsen (Nummernstempel-Sammlung), Deutsches Reich, Deutschland nach 1945 mit Saarland, SBZ mit Lokalausgaben, DDR, Berlin/Bund sowie Italien, Malta, Slowakei, UdSSR und Burundi, Israel, Neuseeland.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Neuentdeckte DDR-Abart

Dessau-Roßlau Zu den Highlights der 44. Hettinger-Auktion am 1. September 2016 gehört die Auflösung eines Ladengeschäftes mit größeren Posten Briefmarken und Münzen sowie Zubehör, ein guter Anteil SBZ und DDR, eine schöne Abteilung mit Zusammendrucken und Markenheftchen des Deutschen Reiches, ein interessantes Angebot Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg, ein guter Teil Feldpost und Inselpost und eine schöne Zensurpostsammlung.

Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe interessanter Einzellose, die Beachtung verdienen:

Internet: www.hettinger-auktionen.de

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Ganzsachen und Briefe aus allen Epochen Deutschlands

Berlin Auf der 19. Auktion des Berliner Auktionshauses Schlegel am 30 September und 1. Oktober 2016 kommen innerhalb des gewohnt facettenreichen Angebotes erneut hochkarätige Einzelstücke und interessante Sammlungen unter den Hammer.

So folgt dem überaus erfolgreichen Verkauf der Dr.-Niesel-Sammlung in der letzten Versteigerung die nächste Attraktion: Die Rainer-Ihlenburg-Sammlung mit Ganzsachen und Briefen aus allen Epochen der deutschen Philatelie, die in einem Sonderkatalog präsentiert wird. Zwei weitere Sonderteile erwarten den geneigten Sammler im Hauptkatalog: Der Abschnitt "Europäische Transite" dokumentiert grenzüberschreitende Post verschiedener Länder mit dem Schwerpunkt Vorphilatelie. Weiterhin umfasst der Sonderteil "Internationale Schiffspost" die verschiedenen Aspekte der deutschen Schiffspost sowie die der Anrainerstaaten des Ostseeraumes mit diversen Losen für den Kenner der maritimen Postgeschichte.

Das insgesamt sehr reizvolle Angebot dieser Auktion deckt den Bereich von der Klassik bis hin zur Philatelie der Gegenwart facettenreich ab. Gute Steigerungen erhofft man sich auch von der außergewöhnlichen Offerte SBZ mit seltenen Marken, Blocks und Belegen.

Wie die letzten Auktionen zeigten, standen vor allem ausgewählte und seltene Stücke hoch im Kurs. Auch diesmal gibt es einige ausgesprochene Seltenheiten. Dazu gehört der Olympia-Block von 1936 des Deutschen Reiches mit verkehrt stehendem Wasserzeichen, ein Unikat des internationalen Sport-/Thematikbereichs in postfrischer Erhaltung. Eine Bereicherung für jede Sammlung, aber insbesondere für Kollektionen Deutsches Reich/ Olympia. Auch von der 40-Pf-Flugpostmarke in Blassgrün (Deutsches Reich MiNr. 112 b) in Mischfrankatur auf einem Luftpostbrief von Berlin nach Leipzig sind nur wenige Belege bekannt. Im Bereich der Deutschen Kolonien stechen mit der Türkei MiNr. VI/I und der Kiautschou MiNr. 26 B (Unikat), beide in postfrischer Erhaltung, zwei weitere Raritäten hervor. Das Gebiet Altdeutschland glänzt mit einem Sachsen-Dreier auf Chemnitzer Stadtpostbrief mit einem sehr seltenen Rautengitterstempel. Abgerundet wird das Ganze durch eine 2½ Rp. "Basler Taube" auf vollständigem Lokal-Faltbrief mit großem roten Zweikreisstempel "BASEL 6 NOV 1849 NACHMITTAG'", ein farbfrisches Exemplar mit ungewöhnlich schönem Reliefdruck.

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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Internationale Spitzenphilatelie vom Feinsten bei der 363. Heinrich-Köhler-Auktion vom 21. bis 24. September 2016 in Wiesbaden

wm (Wiesbaden) Die diesjährige Herbst-Auktion des Traditionshauses Heinrich Köhler steht ganz im Zeichen der Internationalen Philatelie. Vom 21. bis 24. September 2016 erwartet die Sammler und Händler aus aller Welt erneut eine unglaubliche Vielfalt seltener und wertvoller Einzellose und Sammlungen von Deutschland über Europa bis Übersee. Erstmals in der Firmengeschichte kommen mehr internationale Lose als "deutsche" Lose zum Ausruf.

"Die Nachfrage nach hochwertiger Philatelie und Postgeschichte aus aller Welt ist quer durch alle Sammelgebiete extrem hoch", so Heinrich Köhler Geschäftsführer Dieter Michelson. "Diesem Trend trägt die enorme Vielfalt unseres internationalen Spitzenangebots Rechnung. Wir freuen uns natürlich, unseren Kunden darüber hinaus ein gewohnt stark besetztes Angebot der deutschen Sammelgebiete in dieser Auktion zu präsentieren."

Internationale Spitzenphilatelie mit zahlreichen Höhepunkten

Bereits der Auftakt ist reich an Höhepunkten! Den Anfang machen zwei große Schweiz-Raritäten, die am ersten Versteigerungstag, dem 21. September, zur Versteigerung kommen: ein "Basler Täubchen" in ungebrauchter Erhaltung mit Originalgummi - eines der schönsten Stücke dieser legendären Marke - sowie eine "Münchener Druckprobe" der blauen 5-Rappen Strubel-Marke. Ebenfalls an diesem Tag kommt ein Spezialangebot Estland mit Essays, Probedrucken, nicht herausgabten Marken u.v.m. zum Ausruf. Darüber hinaus wird eine Spezialsammlung "Finnland - Wappenausgabe 1860 bis 1866" inklusive sechs (!) Briefen mit der 1-Mark-orange-Zungenmarke versteigert, die sicherlich zahlreiche Interessenten auf den Plan rufen wird.

Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum der Erstürmung des irischen General Post Office kommt mit der "Sammlung Larsson" eine Spezialsammlung der Aufdruckmarken ab 1922 - den ersten Marken der unabhängigen Republik Irland - unter den Hammer. Das Sammelgebiet Großbritannien und Commonwealth ist insgesamt mit vielen hochwertigen und außergewöhnlichen Losen vertreten, darunter Mauritius mit einer der frühesten Verwendung der FOUR PENCE grün von 1858 auf Brief nach Bordeaux. Südamerika beeindruckt mit den international ausgestellten Spezialsammlungen Dr. Oschmann SCADTA und Ecuador, die ebenfalls viele Prachtstücke für die interessierten Sammler bereithalten.

Hochwertige Philatelie Altdeutschlands

Altdeutschland glänzt mit dem zweiten Teil der Sammlung Hilmar Kraus "Bayern 1849-1875", die erneut in einem Sonderkatalog dokumentiert wird. Als eines der Spitzenlose wird unter anderem ein Brief mit Mehrfachfrankatur der 1 Kr. tiefschwarz im waagerechten Paar plus Einzelmarke angeboten. Daneben werden zwei spektakuläre Auslandsbriefe nach Frankreich bzw. Indien für Begeisterung unter den Bayern-Liebhabern sorgen. Ein imponierender Teil "Sachsen" inklusive einer 4-Farben-Frankatur der König-Johann-Ausgabe nach Peshawar/Indien sticht ebenfalls heraus. Darüber hinaus erwartet die Sammler eine große Vielfalt wertvoller Briefmarken und Briefe mit zahlreichen weiteren kleinen und großen Höhepunkten!

Starke Sammlungen, philatelistische Memorabilien und besondere Liebhaberstücke

Das Angebot hochwertiger Sammlungen auf höchstem Niveau bietet die ideale Gelegenheit, einen Grundstock für eine neue Sammlung zu erwerben. Interessenten finden in der kommenden Heinrich Köhler Auktion verschiedenste attraktive Kollektionen aus aller Welt ab der Klassik. Viele Sammlungen werden nach und nach im Online-Katalog unter www.heinrich-koehler.de mit zusätzlichen Bildern zu besichtigen sein!

Ein außergewöhnliches Angebot für philatelistische Memorabilien-Sammler oder all jene, die einem Philatelisten ein Geschenk machen möchten, findet sich in über 170 klassischen "Briefmarkendosen", die ebenso dekorativ wie selten sind und das Herz eines jeden Liebhabers höher schlagen lassen. Gleiches gilt für diverse klassische Accessoires für Philatelisten, die zum Ausruf kommen - eine kleine Sensation, wurde doch bislang noch nie in Deutschland ein vergleichbares Angebot bei einer Auktion gesehen!

Das komplette Angebot der 363. Heinrich Köhler Auktion ist ab sofort mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern unter www.heinrich-koehler.de im Online-Katalog (auch als PDF) verfügbar.

Katalogbestellungen sowie weitere Informationen zur Auktion und allen Losen bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de, Internet: www.heinrich-koehler.de

Flug & Zeppelinpost-Spezialauktion am 10. November 2016

wm (wm) Das Düsseldorfer Auktionshaus Ulrich Felzmann vermag einmal mehr mit einer besonderen Spezialauktion zur Aerophilatelie aufwarten. Angeboten wird dieses Mal die Sammlung von Graham Cosh, die sich durch eine Fülle von Raritäten der Pionier- und Zeppelinpost auszeichnet. Selbst der Lakehurst Absturz von 1937 ist mit Belegmaterial dokumentiert.

Graham Cosh hat seine Forschungssammlung über mehr als 30 Jahre aufgebaut und diese immer wieder auf nationalen und internationalen Ausstellung gezeigt. Sie erhielt mehrfach die Prämierung Gold und Groß-Gold. Abgerundet wird das Angebot durch eine exquisite Sammlung sog. Zeppelin-Memorabilien.

Vorschau: 170. Briefmarkenauktion von Fortagne & Lipfert in Leipzig am 9./10. September 2016

(f-l/wm) 3 800 Lose aus fast allen Sammelgebieten bietet die bekannte Leipziger Firma dieses Mal an. Den Auftakt bilden 390 Lose Zeppelinpost (1912/1939), davon DR (130) Europa (120) Übersee (80), teils frühe Zeppelinbelege und interessante Zuleitungen. Daran anschließend ergänzen 110 Flugpost-Lose Deutsches Reich mit Pionierluftpost 1911/12 und "Rhein-Main-Flugpost" und Lose aus Europa/Übersee das "luftige" Angebot.

Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost und Kgf.-Post kommen ca. 115 Lose und 170 Lose mit Motiven von Bahnpost, Propaganda, Sport bis Zensur und Heimatphilatelie/Postgeschichte (110 Lose) unter den Hammer.

Über 140 Lose mit über 3 000 alten Ansichtskarten - überwiegend aus Deutschland sowie Material zur Zeitgeschichte und 30 Lose historischer Wertpapiere (Aktien, Banknoten, Notgeld) - ergänzen die Angebotspalette.

720 Lose Deutsches Reich mit Gebieten einschl. Altdeutschland (170) bieten ein reichhaltiges Angebot, dabei Brustschilde, Krone/Adler und Germania-Ausgaben mit vielen Besonderheiten, Farben, Plattenfehler und Ganzsachen, sowie Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete (1. und 2. Weltkrieg).

Es folgen 260 Lose Deutschland nach 1945 mit einigen Lokalausgaben von Altdöbern bis Wittenberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler) und SBZ Teil mit interessanten Ausgaben, Ganzsachen und Belege. Das Sammelgebiet DDR hat 420 Lose im Angebot, dabei viele gesuchte Ausgaben, Farben, Plattenfehler, geprüfte Wz.-Besonderheiten, Druckvermerke, Briefe/Karten, Ganzsachen und Dienst/ZKD.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 160 Einzellose, dabei klassische Ausgaben/Werte und Belege, u. a. Frankreich (sechs Lose Ballonbriefe 1870/71). Den Abschluss bilden über 950 Lots/Engrossposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen dabei: AD, Sachsen (Nummernstempel-S1g.), DR, Deutschland nach 1945 mit Saarland, SBZ mit Lokalausgaben, DDR, Berlin/Bund sowie Italien, Malta, Slowakei, UdSSR und Burundi, Israel, Neuseeland.

Rückblick zur 156. Felzmann-Auktion vom 30. Juni-2. Juli 2016: Top-Zuschläge für Sammlungen und Einzelstücke

(aw) Die Jubiläumsauktion zum 40. Firmenjubiläum von Auktionator Ulrich Felzmann ließ bereits im Vorfeld hohe Gebote erwarten. So konnte das Auktionshaus zahlreiche hochkarätige Top-Stücke der Philatelie seinen treuen Sammlern und Händlern bereits im Printkatalog und im Internet präsentieren und schmackhaft machen. An drei spannenden Tagen im hauseigenen Auktionssaal in Düsseldorf zeigte sich wieder einmal, dass seltene Qualitätsstücke immer gefragt sind und sehr hohe Preise erzielen können.

Asiatische Briefmarken standen wieder einmal hoch im Kurs: Eine große Seltenheit der Japan-Philatelie (Los 4038), die Hochzeitsausgabe zur Vermählung des Kronprinzen Hirohito, komplett vier Werte in ungebrauchter Prachterhaltung, erzielte 14.000 Euro. Es handelt sich hierbei um einen der ganz wenigen geretteten Sätze, die vor dem verheerenden Kanto-Erdbeben am 1. September 1923 bereits verschickt waren und anschließend an hohe Hochzeitsgäste verteilt wurden. Und eine Sammlung China - VR, 1949-2007 mit allen Blocks in drei Schaubek Vordruckalben wurde auf 28.000 Euro hoch gesteigert (Los 6896).

Außerordentlich stark war das Sammelgebiet Altdeutschland vertreten und glänzte nicht nur mit traumhaft schönen Belegen, sondern auch mit hohen Zuschlägen für Klassik. Immer überaus begehrenswert: Die kirschrote "Sachsen Dreier" (Los 4777), ein sehr schönes Stück dieser seltenen Nuance in einwandfreier Erhaltung, wurde für 11.500 Euro zugeschlagen. Für einen sehr attraktiven Oldenburg-Beleg (Los 4686) mit der 3 Sgr. auf hellgelb im äußerst seltenen, senkrechten Kabinett-Dreierstreifen, auf einer ursprünglich erhaltenen Auslands-Briefvorderseite fiel der Hammer bei 10.000 Euro. Unter den Top-Zuschlägen finden sich auch einzigartige Belege aus Baden (Los 4450, Zuschlag 5 200 Euro), aus Bayern (Los 4470, Zuschlag 5 400 Euro) und Braunschweig (Los 4586, Zuschlag 6 400 Euro), die ihren Ausruf um ein Vielfaches erhöhen konnten. Auch bei den Sammlungen weckte eine herrliche alte Partie mit über 45 Preußen-Briefen sehr großes Interesse und wurde schließlich für 15.000 Euro verkauft (Los 7233). Eine Altdeutschland-Luxus-Sammlung BADEN bis WÜRTTEMBERG 1849-1875 in drei urigen KA-BE-Alben erzielte 12.000 Euro (Los 7198).

Aber auch die nachfolgenden Angebote des Deutschen Reiches erzielten in der Spitze beachtliche Ergebnisse, darunter eine Infla-Rarität, 5 Mrd auf 2 Mio. Mk dunkelpurpur im gestempelten Viererblock in tadelloser Top-Qualität, sie wurde für 23 000 Euro versteigert (Los 4995). Eine Sammlung BOGEN GERMANIA 1900-1922 mit insgesamt ca. 135 kompletten postfrischen Bogen ab Reichspost bis zur letzten Ausgabe 11/4 Mk mit Wz 2 erhielt den Zuschlag erst bei 14 000 Euro (Los 7276). Die Kolonialausgaben erzielten für die Halbierung einer 10 Pfg Krone/Adler "Jaluit-Ausgabe" auf eingeschriebener Ansichtskarte aus der kurzen, anerkannten Verwendungszeit, 17 000 Euro (Los 5318). Adäquat verlief bis dato auch der aus Sicht des Hauses Felzmann nicht minder erfreuliche Nachverkauf bei der Auktion nicht direkt zugeschlagener Lose. Hier konnten einige schnelle Käufer selbst Raritäten zum "Schnäppchenpreis" erstehen (obligatorisch sind bei Felzmann Gebote 10 % unter Ausruf möglich): Ein glücklicher Sammler konnte sich ein Unikat der Deutschen Post in China, 5 Pfg Handstempelaufdruck in abweichender Stellung von links oben nach rechts unten, für nur 13 500 Euro sichern (Los 5203). Teuer aber dennoch günstig gab es eine andere Rarität: Zara, 50 L schwärzlichgrauviolett in postfrischer Top-Erhaltung für 16.200 Euro (Los 5634). Und auch die 12 Gr. Panjewagen dunkelgrün, postfrisch in unsignierter Luxuserhaltung, ging noch für 8.500 Euro über den Tisch (Los 5476).

Alle Ergebnisse der Auktion sind auf www.felzmann.de in der Ergebnisliste einsehbar.

Vorschau: 151. Dr. Reinhard Fischer-Auktion Bonn, 16. Juli 2016

wm (Bonn/rf) Der Katalog zu der 151. Auktion am 16. Juli 2016 ist online. Für sämtliche Einzellose (7707 Stück) stehen Bilder in drei Größen und in sehr hoher Qualität im Netz, weiterhin werden sämtliche (1 100) Atteste und Befunde abgebildet. Zum Aufruf kommen über 8.500 Lose siehe: hwww.reinhardfischerauktionen.de

Altdeutschland: ca. 900 Lose mit u. a. Bayern 1Ia gestempelt (1.600.-), 148DD ** (700), Braunschweig 11B gestempeltes Kabinettstück (850.-), Hannover mit Luxusstück Nr. 19b (600.-) sowie Schleswig-Holstein mit tadelloser Nr. 1a in gestempelter Erhaltung (3.500.-). Weiterhin vielfach Stempellose und zahlreiche Briefe, ebenso Abarten und Plattenfehler.

Deutsches Reich: umfangreiches stark spezialisiertes Angebot mit vielen Farben, Typen, Abarten, Plattenfehlern und Besonderheiten, dabei u. a. Nr. 32D ** (1.000), 38b ungebraucht (500.-), Nr. 66II - 5 Mark Reichspost postfrisch (600.-), Nr. 118c als gestempeltes Kabinettstück (500.-), Nothilfe-Block postfrisch mit Fotoattest Schlegel BPP "einwandfrei" (2.000.-), abgerundet wird das umfangreiche Angebot mit einer großen Auswahl Markenheftchen, Zusammendrucken und Zeppelinbelege.

Deutsche Kolonien / Auslandspostämter: großes Angebot mit u. a. China 50 Pfg Handstempel gestempelt (3.500.-), Marokko Nr. VII postfrisch (1.000.-), Türkei Nr. 3b ungebraucht (750.-), 9a postfrisch (1000.-), Deutsch-Neuguinea 23IIBII postfrisch (1.000.-) oder aber Togo Britische Besetzung Nr. 4II PF F in gestempelter Erhaltung (2.000.-), weiterhin zahlreiche postfrische Werte und großes Stempelangebot.

Besetzung I. Weltkrieg/ Abstimmungsgebiete/Danzig/Memel/Saar: umfangreiches Angebot mit vielen Farben, Typen, Plattenfehlern und Besonderheiten, dabei u. a. Danzig Portomarken - sehr seltenes Essay mit 10 Marken in Einheit mit blauem Aufdruck auf dem oberen sowie schwarzem Aufdruck auf den unteren Marken (vermutlich Unikat) mit neuem Fotoattest Soecknick BPP (5.000.-) Deutsche Besetzung II. Weltkrieg/Feldpost: interessantes Angebot mit u. a. MH Dänische Legion ** (2.200.-), Pernau 5/10I ** (1.200.-), ungezähntem postfrischen Eisbärblock (1.500.-), Dünkirchen mit Frei- und Sondermarken (Auflage teils nur 80 - 100 Stück) mit neuen Attesten Herbst VP, Lorient mit zahlreichen Besonderheiten wie kopfstehende Aufdrucke, Doppelaufdrucke, gestempelte Werte etc., Litauen mit postfrischer Landesausgabe Nr. 10/18 (1.000.-), Zara mit seltenem Probeaufdruck Nr. I in postfrischer Erhaltung (2.000.-), weiterhin Feldpostmarken mit Belegen sowie ein umfangreiches Angebot Kriegspropagandafälschungen.

Deutschland nach 1945: stark differenziertes Angebot mit über 1.200 Losen, dabei gesuchte Standard-Ausgaben, Plattenfehler, Abarten und Briefe, u. a. Auflösung einer Spezialsammlung Allierte Besetzung mit 916b ** (3.500), 941IEZ ** (500), 953F ** (600.-) um nur einige Raritäten zu nennen. Unter den Ausgaben der SBZ präsentieren sich Seltenheiten wie Nr. 54b ** (600.-), 80XaI ** (500.-), 135XwaU gestempelt (850.-). Bundesrepublik Deutschland mit zahlreichen Verzähnungen, aber selbstverständlich auch postfrischem Posthornsatz (600.-).

Europa: ausgewähltes Angebot mit Schwerpunkten Liechtenstein mit u. a. Vaduz Block ** (800), weiterhin umfangreiches Angebot Schweiz.

Übersee: interessante Offerte "Volksrepublik China" mit zahlreichen hochwertigen Ausgaben und gesuchten Blockausgaben, dabei u. a. Schauspielkunst-Block (Bl. 8) postfrisch und 8 F. Jahr des Affen (MiNr. 1594) postfrisch.

Außerdem: ein vielfältiges Sammlungsangebot, ca. 500 Lose mit Nachlässen, Fundgruben, Briefposten, Spezial- und Ländersammlungen, dabei u. a. Briefposten Feldpost 1 Weltkrieg (500.-), diverse Altdeutschland-Generalsammlungen (1.500 - 3.000.-). Liquidation: 555 Lose bei denen der Zuschlag 30 % unter Schätzwert erfolgen kann, sofern niemand anderes mehr bietet.

Numismatik: ca. 900 Lose mit Prägungen aus über 2.500 Jahren Münzgeschichte, dabei viele Gold- und Silbermünzen, auch Anlagemünzen.

Internet: www.reinhardfischerauktionen.de

Tolle Steigerungen für viele Sammelgebiete

Aachen Mit einer Verkaufsquote von 83 % bei durchschnittlich 165 % der Schätzpreise bewegte sich die 58. AIX-PHILA Auktion am 20. und 21. Mai in der guten Tradition ihrer Vorgängerversteigerungen.

Besonders ausgefallene und qualitativ überdurchschnittliche Marken und Briefe standen im Fokus der wiederum reichlich anwesenden Bieterschar: So landete der Reichspostsatz DR MiNrn. 63-66 postfrisch nach einem Ausruf von 900 Euro bei 1800 Euro, die Germania 20 Pfennig (MiNr. 87 II b) bei 1000 Euro oder eine Serie Polarfahrt bei 1300 Euro. Bedarfsbelege aus Oberschlesien vervielfachten zumeist ihre Startpreise. Die Berliner Schwarzaufdrucke mit Luftbrückenstempel kamen auf 920 Euro, und ein österreichischer WIPA-Block wurde mit 1250 Euro zugeschlagen. Polens Nummer 1 auf Brief aus Mlewa, mit 250 Euro ins Rennen geschickt, schoss nach heftigem Bieterkampf hoch auf unglaubliche 3700 Euro!

Ein gut gefüllter Auktionssaal erlebte am 2. Versteigerungstag ein Feuerwerk an Steigerungen: Eine Sammlung Deutsches Reich kletterte von 4000 auf 6500 Euro, eine Kollektion Deutsche Kolonien von 2000 auf 5700 Euro und eine Zusammenstellung mit Marken aus dem Zweiten Weltkrieg von 2000 auf 5200 Euro. Bezirkshandstempelaufdrucke der SBZ verfünffachten ihren Startpreis von 500 Euro, Zusammendruckbogen der DDR stiegen von 1000 auf 3500 Euro, eine Sammlung Österreich von 2000 auf 4400 Euro. Ähnliche Steigerungsraten verzeichneten auch Sammlungen exotischer Gebiete: zwei alte Schwarten Übersee wurden mit 3300 (1000) Euro zugeschlagen, eine 30-bändige Blocksammlung mit 3700 Euro. Dass eine Kollektion Volksrepublik China den Startpreis von 15 000 Euro schnell zur Makulatur werden ließ und mit 40 000 Euro zugeschlagen wurde, war eigentlich erwartet worden. Dass aber eine kleine Partie Briefe aus Übersee von 100 Euro auf sage und schreibe 3800 Euro hochkatapultiert wurde, wohl eher nicht! Natürlich kamen auch die vielen Sammler, die zwei- und dreistellige Beträge investieren wollten, wiederum voll auf ihre Kosten, gab es doch auch dieses Mal wieder reichlich Briefmarken, die gegen "Gebot" ins Rennen geschickt wurden.

Internet: www.aixphila.de

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Besonderheiten gesucht

Dessau-Rosslau Ein insgesamt gutes Ergebnis mit über 1500 verkauften Losen lieferte die 43. Hettinger-Auktion am 20. Mai 2016. Der Trend zu Besonderheiten hält weiter an. Einige bemerkenswerte Ergebnisse seien im Folgenden aufgeführt:

Bayern 18 Kreuzer als Einzelfrankatur auf Brief 1500 (1200) Euro, DR MiNr. 826 als Einzelfrankatur auf Zahlkarte 155 (100) Euro, DR ZD MiNr. RL 10 HAN 460 (200) Euro (auch andere Zusammendrucke brachten gute Ergebnisse), Liegnitz Zeppelinmarke 1400 (1000) Euro, Propagandakarte Wallonien 650 (200) Euro, Besetzungsausgabe Serbien MiNrn. 58/61 FDC 250 (40) Euro, Kontrollrat MiNr. 922 F 200 (150) Euro, Thüringen-Block Kleinbogen 1400 (1000) Euro, Bezirkshandstempel "Schlotheim" 400 (180) Euro, DDR Messe 1952 mit besserem Wasserzeichen 1890 (1000) Euro, DDR Block MiNr. 12 F II 160 (Gebot) Euro und Bundestag Bogensatz 1600 (1300) Euro.

Gute Steigerungen bis zu 100 % gab es für Lagerpost Sudetenland sowie weitere Sudetenlandausgaben, bei der Flämischen Legion und weiteren Privatausgaben während des Zweiten Weltkrieges.

Internet: www.hettinger-auktionen.de

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Oberschlesische Stempel-Seltenheit zog ab

Dresden 62 % aller 4406 Lose konnten auf der 173. Dresdner Briefmarken-Auktion am 1. und 2. Juni 2016 auf Anhieb (d.h. ohne Nachverkauf) abgesetzt werden. In einzelnen Bereichen lag die Quote sogar noch deutlich höher, etwa bei den Sammlungen (74 %/103 % Zuschlagssumme vom Gesamtausruf), Ansichtskarten (82 %/147 %), Russland/UdSSR (93 %/119 %) oder China (100 %/189 %). Aber auch Gebiete wie Übersee, Altdeutschland, Besetzungsausgaben und DDR sowie Münzen lieferten gute Ergebnisse.

Eine wunderschöne, ausstellungsmäßig aufgezogene Heimatsammlung von Königsberg mit 170 Belegen stieg von 1500 auf 2200 Euro. Für 440 (220) Euro wurde die Sowjetunion MiNr. 527 X zugeschlagen, für 3900 (2500) Euro der China-Block Schauspielkunst von 1962 mit Ersttagssonderstempel. Trotz Bugspuren wurde die China MiNr. 1594 gestempelt für 400 (50) Euro mitgenommen. Bei Altdeutschland setzten eine Bayern MiNr. 1 I a gestempelt mit 1600 (1000) Euro und eine Sachsen MiNr. 1 a gestempelt mit 2250 (1800) Euro Akzente. Die MiNr. 13 des Deutschen Reiches im senkrechten, getrennten Paar auf kleinem Briefstück mit nicht der Vorschrift entsprechendem Stempel "BRESLAU OBERSCHL. BAHNF. 24.5.72" konnte mit 1550 (800) Euro den Ansatz fast verdoppeln. 420 (250) Euro brachte die selten angebotene Dienstmarke DR MiNr. D 117 gestempelt.

Auch Nachkriegsdeutschland machte mit bemerkenswerten Resultaten auf sich aufmerksam. Für 460 (220) Euro wurde die SBZ MiNr. 179 V mit Handstempel von Burgstädt auf kleinem Briefstück zugeschlagen. Eine gestempelte MiNr. 170 X von Schwarzenberg-Neuwelt mit großer violetter 12 in gestempelter Erhaltung fand für 1050 (700) Euro einen neuen Liebhaber. 1550 (1000) Euro wurden für ein Spezialistenlot Karl-Marx-Blockpaar der DDR von 1953 mit allen erdenklichen Wasserzeichen-Abarten geboten. Ein vermutlich einmaliges postfrisches Paar aus der linken unteren Bogenecke der DDR MiNr. D 32 yl XI erzielte 5500 (5000) Euro. Zur Taxe von 10 000 Euro lief eine Sammlung postfrischer ZKD-Seltenheiten.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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Vorbericht zur 156. Felzmann-Auktion (28.6.-2.7.2016): Eine Jubiläumsauktion mit Raritäten

wm (Düsseldorf) Während das Auktionshaus Felzmann in den letzten 40 Jahren stets größer und international bekannter wurde, reifte die Briefmarkensammlung eines Blechschild-Fabrikanten aus Wuppertal-Barmen unerkannt im Schrank. Deren Auflösung bestreitet einen Großteil des besonders spannenden Altdeutschland-Angebotes. Die wohl schönste und mit Abstand farbintensivste Frankatur der lebhaftroten Sachsen Dreier-Marke (Los 4774, Ausruf: 30.000 Euro) sowie die gelbe Bayern 1 Kr. der späteren Druckperiode mit 22 mm breitem Zwischensteg (Los 4484, Ausruf: 24.000 Euro) seien hier nur stellvertretend genannt. Nicht ganz so klassisch, jedoch mindestens so begehrenswert präsentieren sich die Deutschen Auslands-Postämter und Kolonien, unter anderem mit der China-Spitzenrarität 30 Pfg mit kopfstehendem Handstempelaufdruck (Los 5207, Ausruf: 20.000 Euro). Das Sudetenland glänzt mit zahlreichen Spitzenstücken und Unikaten, wie dem sehr seltenen kompletten 3-Werte-Satz 50 H - 2 Kc Kinderhilfe auf Briefteil aus Reichenberg-Maffensdorf (Los 5542, Ausruf: 3.000 Euro). Liebhaber der Klassik und ausgefallener Weltraritäten werden mit Japans "Erdbeben-Ausgabe" (Los 4038, Ausruf: 6.000 Euro), einer der legendären "Mauritius"-Marken (Los 4052, Ausruf: 15.000 Euro) oder im besonders breit gefächerten Österreich-Angebot fündig, hierunter eine blaue 9 Kr. mit ganzem, unten anhängendem Andreaskreuz in phantastischer Optik (Los 4237, Ausruf: 1.500 Euro).

Am Auktionssamstag (2. Juli 2016) kommen insgesamt 1.125 Sammlungen, Konvolute und Händlerposten unter den Hammer. Eine unübertreffliche, mit ebenso großer Sachkenntnis wie Liebe aufgebaute, weitgehend spezialisierte Top-Sammlung LUXEMBURG WAPPENAUSGABEN 1865-1880 mit ungebrauchten Einzelstücken und Einheiten bis hin zu teils postfrischen Bogenteilen, immer wieder angereichert mit Belegen inklusive z.B. 37½ C., lässt das Sammlerherz höherschlagen (Los 7056, Ausruf: 20.000 Euro). Durch ihre enorme Reichhaltigkeit besticht eine ausstellungsmäßig aufgezogene Spezialsammlung INSELPOST 1942-1945. Anfangs finden sich einige Inselpost-Vorläufer, Leitvermerke, seltene Einheiten und Funkmitteilungs-Postkarten. Der sehr gehaltvolle Markenteil präsentiert sich u.a. mit einer postfrischen Nr. 6 (Vukovar), sowie Rhodos 8 A und 9 auf Brief. Neben diversen Spitzenstücken stechen dem Philatelisten die insgesamt 47-mal vorhandenen Agram (Nr. 10) ins Auge (Los 7404, Ausruf: 10.000 Euro). Nachdem der erste Teil des jahrzehntelang unberührten MARKEN BELO AACHEN-Bestandes im März 2015 überaus erfolgreich versteigert wurde, bietet das Auktionshaus Felzmann nun 30 weitere grob portionierte Positionen an. Dabei handelt es sich um altgewachsene Lagerware, wie sie heutzutage kaum noch in unberührtem Zustand zu finden ist. Die persönliche Besichtigung und Kalkulation für jeden ernsthaften Interessenten ist unumgänglich (Lose 6696 - 6725). Der Printkatalog kann unter Tel. 0211-550 440 kostenlos angefordert werden. Alle Lose sind im Online-Katalog unter: www.felzmann.de zu finden.

58. AIX-PHILA Auktion in Aachen mit Superquote

wm (Aachen) Mit einer Verkaufsquote von 83 % bei durchschnittlich 165 % der Schätzpreise bewegte sich die 58. AIX-PHILA Auktion in der guten Tradition ihrer Vorgängerversteigerungen.

Besonders ausgefallene und qualitativ überdurchschnittliche Marken und Briefe standen im Fokus der wiederum reichlich anwesenden Bieterschar: So landete der Reichspostsatz DR Nr. 63/66 postfrisch nach einem Ausruf von 900 € bei 1.800 €, die Germania 20 Pfennig (Mi.-Nr. 87 IIb) bei 1.000 € oder eine Serie Polarfahrt bei 1.300 €. Bedarfsbelege aus Oberschlesien vervielfachten zumeist ihre Startpreise, die Berliner Schwarzaufdrucke mit Luftbrückenstempel kamen auf 920 € und ein Österreichischer Wipablock wurde mit 1.250 € zugeschlagen. Polens Nummer 1 auf Brief aus Mlewa - mit 250 € ins Rennen geschickt - schoss nach heftigem Bieterkampf hoch auf unglaubliche 3.700 €!

Ein gut gefüllter Auktionssaal erlebte am 2. Versteigerungstag ein Feuerwerk an Steigerungen: Eine Sammlung Deutsches Reich kletterte von 4.000 € auf 6.500 €, eine Kollektion Deutsche Kolonien von 2.000 € auf 5.700 € und eine Zusammenstellung mit Marken aus dem 2. Weltkrieg von 2.000 € auf 5.200 €. Bezirkshandstempelaufdrucke der SBZ verfünffachten ihren Startpreis von 500 €, Zusammendruckbögen der DDR stiegen von 1.000 € auf 3.500 €, eine Sammlung Österreich von 2.000 € auf 4.400 €. Ähnliche Steigerungsraten verzeichneten auch Sammlungen exotischer Gebiete: Zwei alte Schwarten Übersee wurden mit 3.300 € zugeschlagen (Ausruf 1.000 €), eine 30-bändige Blocksammlung mit 3.700 €. Dass eine Sammlung Volksrepublik China den Startpreis von 15.000 € schnell zur Makulatur werden ließ und mit 40.000 € zugeschlagen wurde, war eigentlich erwartet worden, dass aber eine kleine Partie Briefe aus Übersee von 100 € auf sage und schreibe 3.800 € hochkatapultiert wurde, wohl eher nicht! Natürlich kamen auch die vielen Sammler, die 2- und 3-stellige Beträge investieren wollten wiederum voll auf Ihre Kosten, gab es doch auch dieses Mal wieder reichlich Briefmarken, die gegen "Gebot" ins Rennen geschickt wurden.

Internet: www.aixphila.de

Rückblick zur 169. Fortagne/Lipfert-Auktion in Leipzig

wm 4.000 Lose, davon über 800 Sammlungen und Lots wurden bei der Auktion des bekannten Leipziger Hauses vom 13.-14. Mai 2016 angeboten - und wurden überwiegend mit beachtlichen Steigerungen verkauft. Besonders gefragt waren gesuchte Einzellose der Bereiche deutsche Zeppelinpost, Postgeschichte, Heimatphilatelie, alte deutsche Ansichtskarten, historische Wertpapiere/Notgeld, Sachsen und DR mit privatganzsachen, Bes. Gebiete 2. WK, Deutschland nach 1945 mit Lokal-, OPD- und SBZ-Ausgaben sowie DDR-Besonderheiten mit Plattenfehlern, Farben, besseren Wasserzeichen und Druckvermerke. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite www.briefmarkenauktion-leipzig.de, wo dann ab Mitte Juni auch bereits die Auktionsvorschau für die 170. Auktion vom 9.-10. September einzusehen ist.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

Irland im Fokus

Wiesbaden Das Jahr 1916 gilt als Wendepunkt in der Geschichte Irlands. Mit dem Eintritt der Engländer in den Ersten Weltkrieg witterten einige Iren ihre Chance, sich von der britischen Besatzung zu befreien. Doch in Irland gab es zwei Lager: die gewaltbereiten Republikaner auf der einen Seite, die passiveren Nationalisten, die erst kürzlich auf politischem Weg die Home Rule erreicht hatten, auf der anderen.

Ein Teil der Republikaner und viele kleinere Gruppen nahmen am Ostermontag, dem 24. April 1916, gewaltsam verschiedene Gebäude in Dublin ein und proklamierten die unabhängige irische Republik. Das Zentrum der Aufständischen wurde das General Post Office. Das geschichtsträchtige Gebäude ist heute noch Hauptsitz der irischen Postverwaltung und damit die weltweit älteste noch in ursprünglicher Verwendung existierende Posthauptverwaltung. Der Aufstand dauerte fünf Tage an und forderte mehrere hundert Opfer auf Seiten der Republikaner, der Briten sowie der irischen Bevölkerung. Am 29. April 1916 kapitulierten die Aufständischen. Die Rebellen wurden von ihren Landsleuten zum Teil wegen ihrer aussichtslosen Vorgehensweise ausgelacht. Die Drahtzieher der Rebellion, u.a. Thomas Clarke, Patrick Pearse und Thomas MacDonagh, wurden festgenommen und erschossen. Erst mit Bekanntwerden dieser Exekutionen schwenkte die Sympathie der irischen Bevölkerung auf die Seite der Republikaner über. Damit gilt der Osteraufstand als größter Meilenstein der Endphase der irischen Bemühungen nach Unabhängigkeit, die 1922 endlich größtenteils erreicht wurde.

Das Auktionshaus Heinrich Köhler trägt dem Jubiläum Rechnung und präsentiert auf der 363. Versteigerung vom 20. bis 24. September 2016 ein exklusives Angebot der ersten irischen Briefmarken nach der Unabhängigkeit. Mit dabei sind postfrische Marken in verschiedenen Einheiten in bester Qualität. Insbesondere die britischen Marken mit dem Abbild von König George V mit Überdruck des jungen Freistaates sind in allen Varianten zu haben.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Spitzenpreise für seltene Deutschland-Marken

Berlin Das Auktionhaus Schlegel blickt hochzufrieden auf seine 18. Auktion am 11. und 12. April zurück. Das reichhaltige philatelistische Angebot lockte ein internationales Publikum an, und die teils hervorragenden Ergebnisse konnten Zuversicht in anhaltendes Käuferinteresse vermitteln. Für den Höhepunkt sorgte die fast siebenstündige Versteigerung der außergewöhnlichen Sammlung Dr. Niesel.

Der Auftakt am ersten Auktionstag bewies, dass das Auktionshaus Schlegel für die Auflösung vielseitiger und außergewöhnlicher Sammlungen geschätzt wird: Die Nachlässe wurden nahezu komplett umgesetzt, und auch im Bereich der Sammlungen wurden gute Verkaufsquoten und Steigerungen eingespielt. Nennenswert ist u.a. eine Ausstellungssammlung Polen (Los 2666) mit einem Zuschlag von 6900 Euro, was die traditionell hohen Zuschläge bei polnischer Philatelie im Hause unterstreicht.

Bei den Einzellosen von Europa und Übersee punktete zum wiederholten Male der Bereich Russland, angeführt von der Russischen Post in der Levante mit hohen Zuschlägen für Los 4045 (3100 Euro), Los 4054 (2500 Euro) sowie 4057 (2500 Euro). Auch der Bereich Japan bestach mit hervorragenden Quoten und hohen Steigerungen.

Der zweite Auktionstag wurde durch den Münzteil eingeläutet, fast schon wie gewohnt erfuhr selbiger eine starke Nachfrage. Insbesondere chinesische Münzen überzeugten. In die Höhe ging es dann bei den Einzellosen Deutschland. Ein hochkarätiges Angebot mit vielen seltenen Einzelstücken war wohl die richtige Voraussetzung für den Erfolg: Spannend wurde es, als das einzig bekannte Exemplar der Danzig MiNr. 68 aY (liegendes Wasserzeichen - Los 5940) zum Ausruf kam. Diese vor 30 Jahren durch einen Sammler entdeckte Marke erzielte schließlich 21 000 Euro. Atemberaubende Spitzen wurden noch mit zwei anderen Losen erreicht: Ein seltenes postfrisches Vineta-Provisorium vom Oberrand wechselte für 40 000 Euro den Besitzer. Die 3 M. Kaiserdenkmal ohne Wasserzeichen, mit Zähnung A und in der äußerst seltenen Farbe Violettschwarz, war einem Sammler 47 000 Euro wert.

Den krönenden Abschluss bildete der Verkauf des Sonderteils Dr. Niesel. Schon während der Vorbesichtigung der Lose deutete sich das starke Interesse von Sammlern und Berufsphilatelisten an, zahlreiche neue Kunden aus dem In- und Ausland konnten mithin gewonnen werden. Die inhaltlich wie stilistisch außergewöhnliche Sammlung mit über 80 000 Bedarfsbelegen spornte den Saal und unzählige Telefonbieter an. Fast sieben Stunden und bis in die Nacht dauerte dieser letzte Teil der Versteigerung an. Zum teuersten Stück dieser Sammlung wurde eine japanische Ganzsache von Tientsin 15.1.1897 nach Aachen (Los 8979). Hier konkurrierten zwei internationale Telefonbieter sowie ein Sammler im Saal. Erst bei 8200 Euro fiel der Hammer. Insgesamt wurden 80 Prozent des Niesel-Sonderteils veräußert.

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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150. Auktion Dr. Reinhard Fischer: Exquisite Sammlungen

Ein Doppeljubiläum kann Dr. Reinhard Fischer im Wonnemonat Mai feiern: die 150. Versteigerung am 27. und 28. Mai und sein 25-jähriges Jubiläum als Auktionator. Die Auflösung hochkarätiger Sammlungen zieht sich wie ein roter Faden durch die Firmengeschichte. Die Jubiläumsauktion macht da keine Ausnahme: In einem Sonderkatalog werden drei hochwertige und spezialisierte Sammlungen dem Publikum präsentiert.

Münzschatz versteigert

Mit 20 Jahren, zu Beginn seines VWL-Studiums, stieg Dr. Reinhard Fischer ins Briefmarkengeschäft ein. Leser der Fachzeitschriften lernten sein Unternehmen zunächst als Versandhaus kennen, das mit einem sehr umfangreichen Angebot anspruchsvoller Philatelie aufwartete. 1991 führte er seine 1. Auktion durch, und das Angebot mit 2300 Losen traf den Nerv des Publikums. 1998, die Auktionen waren längst zum Wachtumsfaktor der Firma geworden, begründete er mit der Versteigerung der "Mannstaedt"-Sammlung den Ruf als eines der führenden Häuser für Besetzungsausgaben des Zweiten Weltkriegs. Weitere Sammlungsauflösungen, zum Beispiel die "Mayflower"-Kollektionen, schrieben die Erfolgsgeschichte fort. Mit dem Umzug in die ehemalige Berliner Landesvertretung in der Bonner Joachimstraße 7 standen nun auch repräsentative und größere Räumlichkeiten zur Verfügung. Bei der 112. Auktion im Mai 2010 konnte erstmals die Millionengrenze bei einer einzelnen Versteigerung überschritten werden. Für Schlagzeilen vor einigen Jahren sorgte der "Schatz von Beuel". Bei Ausschachtungsarbeiten im Jahr 1958 wurde in Limperich ein Münzenschatz mit insgesamt 75 Münzen gefunden, die wohl 1619 versteckt worden waren. Der Schatz enthielt Münzen aus einer Prägezeit von mehr als 100 Jahren und aus zahllosen verschiedenen Ländern, vom Osmanischen Reich bis Großbritannien. 32 Münzen aus diesem Schatz kamen in der 134. Auktion am 16. November 2013 zur Versteigerung und brachten 50 080 Euro plus Aufgeld.

Besetzungsausgaben wieder ein Schwerpunkt

Zur Jubiläumsauktion wird neben dem Haupt- noch ein aufwändiger Sonderkatalog aufgelegt. Enthalten sind drei Sammlungen, die dem Auktionshaus anlässlich des Jubiläums zum Verkauf anvertraut wurden:

"Alsterdorf" ist eine sehr stark spezialisierte Sammlung Deutschland von 1872 bis 1948 mit über 2 Millionen Euro Katalogwert. Dabei sind u.a. der "Große Innendienst" von Danzig postfrisch, Deutsches Reich MiNr. 56 b postfrisch und Saar MiNr. 7 cIII gestempelt, um nur einige der Highlights zu nennen.

"Eifelperle" enthält Material des Deutschen Reiches und Gebiete sowie der Besetzungen im Zweiten Weltkrieg in Vollendung mit einem Katalogwert von über 1 Million Euro. Darunter finden sich zahlreiche Seltenheiten wie beispielsweise Deutsches Reich MiNr. 37 a im ungebrauchten 4er-Block, MiNr. 56 c postfrisch, Vineta-Provisorium ungebraucht (3000 Euro, Abbildung), Besetzungen Zweiter Weltkrieg mit Montenegro 19I/19 postfrisch im Paar (Unikat), Zara MiNr. 16 III, Pleskau mit seltenen Probedrucken und Blockausgaben sowie Feldpost mit großen Raritäten wie MiNr. 12 II ungebraucht, ausgestattet mit einem Fotoattest Petry BPP.

"Deutsche Besetzung Dünkirchen und Festung Lorient". Dahinter verbirgt sich eine der größten Spezialsammlungen dieser Gebiete, alles mit neuesten Attesten Lothar Herbst VP. Enthalten sind zahlreiche portogerechte Frankaturen, seltene Freimarken und Sondermarken mit Aufdruck in Type II. Die Sondermarken sind bis auf drei Werte vollständig! Die Auflagen dieser seltenen Stücke liegen oft unter 100 Exemplaren pro Katalognummer. Dabei sind auch Raritäten wie kopfstehende Aufdrucke, Leerfelder, Bogenecken etc.

Der Hauptkatalog bietet ein ausgewähltes Angebot deutscher und internationaler Philatelie. Hervorzuheben sind die Auflösung einer Qualitätssammlung Markenausgaben "Altdeutsche Staaten Baden - Württemberg" in über 300 Einzellosen sowie ein reichhaltiges Angebot Deutsche Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg mit zahlreichen aktuell attestierten Besonderheiten und gesuchten Standard-Ausgaben. Dazu zählt u.a. der 2. Teil der Serbien-Sammlung "Belgrad" mit über 500 marktfrischen Losen Bedarfsbriefe. Im Bereich Übersee sind interessante Lose Volksrepublik China mit gesuchten Blockausgaben zu erwähnen.

Das umfangreiche Sammlungsangebot zeigt gehaltvolle Kollektionen und ursprüngliche Nachlässe. Zu den Blickfängen gehört der "Friesdorf"-Nachlass mit Ausnahmesammlungen deutscher Sammelgebiete mit Ausruf je "Gebot", dabei u.a. herausragende Kollektionen Deutsches Reich, Deutsche Kolonien, Saar, Danzig, Memel oder Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg. Weiterhin verdienen interessante Ländersammlungen Deutsches Reich, eine Sammlung Deutschland nach 1945 (dabei alles nötige geprüft, ca. 140 000 Euro Michel), Österreich sowie eine umfangreiche Sektion mit Luxemburg Beachtung.

In einem eigenen Katalog kommen Münzen mit einem Ausruf von mehr als 600.000 Euro unter den Hammer.

Internet: www.reinhardfischerauktionen.de

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Große DDR-Dienstmarken-Rarität auf Brief

Dresden Die 173. Dresdner Briefmarkenauktion am 1. und 2. Juni startet mit einem größeren Angebot Münzen, Medaillen und Banknoten, das auch zahlreiche Stücke aus Europa und Übersee enthält.

Eine umfangreiche Rubrik Ansichtskarten (Topographie und Motive) schließt sich an. Zu den Blickfängen im Luftpost-Teil zählt ein Brief zur Polarfahrt 1931, sowjetische Post ab Leningrad bis Eisbrecher Malygin, mit den seltenen gezähnten Zeppelinmar-ken (300 Euro). Eine moderne Rarität ist ein Monaco-Block-FDC vom 3. Dezember 2015 mit Fürstenblock und Polarexpedition, der portogerecht als R-Brief nach Deutschland lief. Der Fürstenblock durfte nur auf Bedarfspost gestempelt werden (Auflage 2800 Stück), hatte keine Frankaturgültigkeit. Zusammen mit einer offiziellen Ausgabemappe zur Monacophil 2015 sind dafür mindestens 200 Euro zu bieten. Auffallend sind frühe Ausgaben Russlands auf etlichen Briefen. Im Übersee-Teil locken Ausgaben der VR China, z.B. der Satz MiNrn. 100-105 ohne Gummi wie verausgabt (1600 Euro) oder Block MiNr. 8 mit Ersttags-Sonderstempel (2500 Euro).

Im Altdeutschland-Teil ist Bayern u.a. mit tadellosen gestempelten MiNrn. 1 Ia und 1 IIa vertreten (1000 bzw. 1400 Euro). Ein Stück nicht nur für die Ausstellungssammlung ist eine MiNr. 2 a des Deutschen Reiches mit Ersttagsstempel aus Dresden (400 Euro). Überhaupt sind die ersten Ausgaben des deutschen Kaiserreiches mit losen Marken und Belegen reichlich besetzt. Gut bestückt sind auch die Inflationsausgaben, wobei man beispielsweise auf eine gestempelte MiNr. 307, echt und einwandfrei, für 380 Euro stößt. Beachtet werden sollten zudem die Dienstmarken-Abteilung und die Nebengebiete.

Zu den Schwerpunkten bei Nachkriegsdeutschland gehören die SBZ und die DDR. Zu den Topstücken der SBZ zählt die MiNr. 47 aL Seiffen im senkrechten 3er-Streifen auf leicht überfrankiertem R-Brief (1000 Euro), die MiNr. 79 Yb im waagerechten Paar auf Briefstück (750 Euro) und die MiNr. 98 AY y im gestempelten 4er-Block (700 Euro). Fündig werden dürfte man auch bei den Bezrikshandstempelaufdrucken. Das breite DDR-Angebot zeigt viele Varianten, Bogenrandsignaturen, Abarten und andere Besonderheiten. Die MiNr. 439 aIIg XI ist beispielsweise postfrisch (550 Euro), im senkrechten Paar auf Briefstück (500 Euro) und als portogerechte Einzelfrankatur (800 Euro) zu haben. Ein Beleg für die DDR-Ausstellungssammlung sind die MiNrn. 548-550 auf zurückgezogenem amtlichen Ersttagsbriefumschlag (500 Euro). Eine der größten Raritäten der DDR-Philatelie ist die ZKD(B) MiNr. 26 Y zweimal auf Brief. Die Gesamtauflage dieses Wertstreifens betrug 94 Stück, davon sind lediglich drei postfrische, 16 nachgestempelte sowie vier bedarfsverwendete Exemplare bekannt geworden. Somit befindet sich die Hälfte des verfügbaren Gesamtbestandes an bedarfsgestempelten Wertstreifen auf diesem Brief, der deshalb auch mit 4000 Euro startet. Die Verwaltungspost B Zentraler Kurierdienst ist darüber hinaus mit weiteren gesuchten Stücken ausgestattet.

Zu den etwas über 3100 Einzelosen kommen noch knapp 800 Positionen mit Sammlungen, Nachlässen und Partien, die durchweg günstig angesetzt sind.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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Sammlungen und Nachlässe für jedermann

Aachen Mit qualitativ hochwertiger Standardware aus Deutschland eröffnet die 58. AIX-PHILA-Auktion am 20. und 21. Mai in Aachen.

Dabei kommen u.a. alle Zeppelinsätze postfrisch mit Attesten zu je 800 bis 1000 Euro unter den Hammer. Highlight bei den Ausgaben vor 1945 dürfte eine Marke aus Oberschlesien zu 75 Pf sein, die einen kopfstehenden Aufdruck trägt und mit 2500 Euro ins Rennen geschickt wird (Abbildung unten). Der seltene Weihnachtsblock MiNr. 2 v aus der Sowjetischen Besatzungszone startet mit 1000 Euro, ein gestempelter Währungsblock mit 600 Euro und der begehrte Posthornsatz der Bundesrepublik zweimal mit 500 bzw. 600 Euro sowie als Viererblocksatz mit 1500 Euro. Aus einem starken Europa-Angebot ragt ein österreichischer WIPA-Block mit einem Startpreis von 800 Euro heraus. Auf großes Interesse dürften zahlreiche Blockausgaben der VR China stoßen, angefangen bei den Pfingstrosen (700 Euro) bis zum Jahr des Kindes (500 Euro).

Den traditionellen Höhepunkt wird dann sicherlich der Samstag mit der Versteigerung von mehr als 1500 Sammlungen, Posten und ganzen Nachlässen liefern. Bei 10 Euro bis 15 000 Euro Ausruf ist für garantiert jeden Sammler ein Schnäppchen zu machen. Kollektionen des Deutschen Reiches zum Beispiel beginnen mit 4000 oder 3500 Euro, bei den Kolonien kann man bei 2000 Euro einsteigen, bei der Deutschen Lokalpost nach 1945 mit 1500 Euro, und für eine komplette Sammlung Bundesrepublik wird man wenigstens 1000 Euro hinblättern müssen. Im Europa-Teil wird eine Spezialsammlung französischer Automatenmarken mit 4000 Euro ins Rennen geschickt, eine Kollektion Österreich mit 2000 Euro und eine weitere aus Russland mit 1500 Euro. Zwei alte Alben mit Marken aus Übersee erwarten wenigstens 1000 Euro, und bei einer nahezu kompletten Sammlung der VR China dürfte der Startpreis von 15 000 Euro schnell Makulatur sein. Ganze Regale und Nachlässe sind teilweise schon ab 10 Euro zu haben, was nicht zuletzt wieder eine große Zahl in- und ausländischer Sammler nach Aachen locken dürfte.

Internet: www.aixphila.de

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Preußen-Spezial bei Rauhut & Kruschel

Preußen, das mit Abstand größte altdeutsche Sammelgebiet, ist aufgrund seiner Breite und der Spezialisierungs-Möglichkeiten sehr anspruchsvoll. Proben, Farben, Einheiten, Plattenfehler, Frankaturen, die Integration ehemals selbstständiger Gebiete wie Hannover, Schleswig-Holstein und Thurn & Taxis sowie Orts- und Nummernstempel in großer Vielfalt bieten dem Philatelisten ein großes Betätigungsfeld.

Auf seiner 170. Versteigerung am 21. Mai kann Harald Rauhut den 1. Teil einer Preußen-Sammlung anbieten, die alle vorgenannten Bereiche abdeckt und somit einen wunderbaren Querschnitt durch das Sammelgebiet darstellt. Ausgestattet mit großen Kenntnissen und im Gedankenaustausch mit vielen Mitgliedern der gleichnamigen Arbeitsgemeinschaft, hat der Sammler viele gute Stücke privat erwerben können, so zum Beispiel größere Teile der Sammlung Stautz. Fast alle Stücke sind mindestens von zwei verschiedenen Experten kompetent signiert oder attestiert worden. Rauhut konnte übrigens vom selben Sammler schon vor 20 Jharen einen ersten, kleineren Teil dieser Kollektion versteigern.

Die 192 Positionen des 1. Teils starten mit Vorphilatelie und Ortsstempeln, gefolgt von den Markenausgaben. Ein erster Blickfang ist eine gestempelte MiNr. 1, rechts mit breitem Bogenrand mit fast vollständiger Platten-Inschrift "Platte No. 8". Rauhut hat fünf gebrauchte lose Exemplare der MiNr. 1 mit dieser Plattennummern registriert, die jedoch teilweise fehlerhaft sind. Der Startpreis beträgt 1800 Euro. Es ist bei weitem nicht die einzige Marke mit Bogenrand. Dazu gesellen sich zahlreiche Abarten und andere Besonderheiten oder Einheiten.

Ein herausragender Brief soll ebenfalls stellvertretend für die vielen anderen Belege vorgestellt werden. Es handelt sich um einen Auslandsbrief, aufgegeben am 6. April 1865 in Elberfeld, nach Palermo/Italien. Er ist mit allen Marken der Wappen-Ausgabe (MiNrn. 14 a bis 19 a, teils mehrfach) frankiert. Als weitere Besonderheit liegt hier die früheste bekannte Verwendung einer MiNr. 19 vor. Diese Preußen-Rarität geht mit 2000 Euro ins Rennen.

Alle Preußen-Einzellose können ohne Voranmeldung am Stand der Firma Rauhut & Kruschel (Stand Nr. 4) auf der 26. Internationalen Briefmarken-Messe Essen vom 12. bis 14. Mai 2016 besichtigt werden. Der 2. Teil der Preußen-Kollektion kommt auf der 172. Versteigerung am 26. und 27. August 2016 unter den Hammer.

Internet: www.rauhut-auktion.de

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Großes Zeppelin-Angebot

Leipzig Am Pfingstwochenende 13. und 14. Mai 2016 wartet die 169. Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert mit einem umfassenden Angebot von über 4000 Losen auf.

Den Auftakt bilden 470 Lose Zeppelinpost aus dem Zeitraum 1911 bis 1939, darunter interessanten Zuleitungen wie die rechts abgebildete. 220 Positionen davon entfallen auf das Deutsche Reich, 100 auf Europa und 150 auf Übersee. Viele Flugpost-Lose, u.a. Deutsches Reich mit Pionierluftpost 1912-1914 sowie Europa und Übersee, aber auch Raketenflug-, Schleuderflug- und Ballonpost ergänzen das Angebot.

Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost und Kriegsgefangenenpost kommen ca. 115 Lose unter den Hammer. 125 Positionen mit Motiven von Bahnpost, Propaganda, Sport bis Zensur sowie Heinmatphilatelie und Postgeschichte (130 Lose) schließen sich an. Des weiteren Ansichtskarten, Material zur Zeitgeschichte und historische Wertpapiere.

830 Lose Deutsches Reich einschließlich Gebieten und Altdeutschland bringen eine breite Palette, dabei die frühen Dauerserien mit vielen Besonderheiten, Farben, Plattenfehlern und Ganzsachen. Auch die späteren Abschnitte und Kolonien/Nebengebiete sind gut besetzt.

Deutschland nach 1945 startet mit Lokalausgaben (u.a. Bünde-Brief mit Gebührenzettel MiNr. 2), OPD- und Kontrollsrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen und Plattenfehler) und einem SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben und Belegen. Mit 440 Losen stark besetzt ist DDR, wo sich gesuchte Ausgaben, Abarten und andere Besonderheiten, Belege und Dienstmarken/ZKD entdecken lassen.

Europa und Übersee beinhalten in 220 Losen klassische Ausgaben und Belege, beispielsweise Frankreich mit acht Ballonpost-Briefen.

Den Abschluss bilden über 800 Sammlungen und Posten.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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362. Heinrich-Köhler-Auktion: Rekordbeteiligung dank Spitzenphilatelie

Einen mehr als gelungenen Einstand in das Auktionsjahr 2016 konnte das Traditionshaus Heinrich Köhler nach seiner erfolgreichen Frühjahrsauktion, die vom 15. bis 19. März 2016 in Wiesbaden stattfand, vermelden. Dem Spitzenangebot weltweiter Philatelie und Postgeschichte stand eine ebenso starke Nachfrage gegenüber, die von Altdeutschland bis Übersee bei allen Gebieten spürbar war und zu herausragenden Ergebnissen führte. Einen Rekordzuwachs gab es bei der Beteiligung der Online-Bieter zu verzeichnen: Im Vergleich zur vorangegangenen Auktion schalteten sich nochmal rund 50% mehr Nutzer über die Möglichkeit des Systems zum "Online-Live-Bieten" ins Auktionsgeschehen ein! Die begeisterten Sammler sorgten für teils spektakuläre Bietergefechte mit beeindruckenden Steigerungen bei zahlreichen Losen.

Altdeutschland-Spezial: die Sammlungen "Kraus" und "Sanders"

Für diverse kleine und große Höhepunkte sorgten die Versteigerungen der Sammlungen "Bayern 1849 bis 1875" (Teil 1) von Hilmar Kraus und "Altdeutsche Staaten, Auslandspostämter und Kolonien" von Heinrich Sanders. Die im Vorfeld in zwei Sonderkatalogen präsentierten Ausnahme-Kollektionen riefen zahlreiche Liebhaber der altdeutschen Sammelgebiete auf den Plan, die es sich nicht nehmen ließen, ihrer Begeisterung in Form von Geboten Ausdruck zu verleihen.

So erzielte Los 8242, ein wunderschöner Einschreibe-Brief mit acht (!) 9-Kreuzer-Marken der Quadratausgabe in lebhaftgrün, der zugleich Titelstück des Sonderkataloges der Sammlung Hilmar Kraus war, einen Zuschlag von 12 000 (5000) Euro. Der legendäre Schwarze Einser lockte im waagerechten Paar auf selbst gefertigtem Streifband (Los 3978). Der Beleg wurde bei sage und schreibe 20 000 (8000) Euro zugeschlagen. Los 7227, ein Bremen-Brief der Sammlung Heinrich Sanders, wechselte für 13 000 (10 000) Euro in die Hände eines glücklichen Sammlers. Das Liebhaberstück ex Boker und Salm schmückt eine dekorative Buntfrankatur der 2-Grote-Marke gelborange (MiNr. 5 a) zusammen mit einer 5-Grote-Marke in mattgraubraun (MiNr. 7 A) ab Bremen nach Kiel. Los 7014, ein Briefstück mit der Landpostmarke Badens zu 12 Kreuzern in allerfeinster Erhaltung, fand für 16 000 (8000) Euro einen neuen Besitzer. Bei diesen Beispiele handelt es sich nur um einige herausragende Ergebnisse.

Philatelie aus aller Welt mit großer Nachfrage

Auch das Angebot weltweiter Philatelie und Postgeschichte im Hauptkatalog wusste die Sammler zu überzeugen. Egal ob Einzelmarken, Belege oder Sammlungen, größere Posten oder Nachlässe - die starke Beteiligung und die daraus resultierenden Zuschlagsergebnisse sprachen eine eindeutige Sprache!

Für Aufsehen sorgte unter anderem die international mit Gold prämierte Kollektion "Vasco Da Gama" mit Schiffspost aus aller Welt vom 18. bis 20. Jahrhundert inklusive zwei Briefen mit der berühmten "Lady McLeod"-Briefmarke von Trinidad. Die beiden Briefe wurden zusammen für insgesamt 33 000 Euro zugeschlagen! Eine gewaltige Steigerung konnte Los 470 verzeichnen. Die sog. Krakauer Ausgabe Polens von 1919 zu 10 Kronen (MiNr. 47 a) in einwandfreier postfrischer Erhaltung wurde bei einem Ausruf von 2000 Euro um das Sechsfache auf 12 000 Euro gesteigert.

Viele Einlieferer werden mit den Gesamterlösen bis zum Fünfzehnfachen des Startpreises glücklich sein. Alle Zuschläge der Auktion (die in diesem Artikel genannten sind Hammerpreise, d.h. ohne Aufgeld) sind online unter www.heinrich-koehler.de einzusehen.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Postgeschichte weltweit bei Peter F. Harlos in Wunstorf

wm Der neue Auktionskatalog Nr. 35 für den 23. April 2016 wurde Ende März in den Postversand gegeben. Seitdem steht er auch auf der homepage www.harlos-auktion.de zur Verfügung. Dort sind alle 4.800 Lose abgebildet, teils auch mit Ihren Rückseiten. Auf den Seiten von philasearch ist der Katalog ebenfalls einzusehen.

Harlos bietet Tausende von Bedarfsbriefen aus aller Welt an mit Schwerpunkten Deutsches Reich, Zensuren, Militärpost, Österreich, Polen, Kolonien, China, British Commonwealth. Kontakt: Peter F. Harlos KG, Geschäftsführer Peter Harlos, Maxstr. 20, D-31515 Wunstorf, info@harlos-auktion.de

Vorschau: 58. AIX-PHILA-Auktion am 20.-21. Mai 2016 in Aachen

wm (Aachen) Mit qualitativ hochwertiger Standardware aus Deutschland eröffnet die 58. AIX-PHILA Auktion am 20. und 21. Mai in Aachen. Dabei kommen u.a. alle Zeppelinsätze postfrisch mit Attesten zu je 800 bis 1.000 Euro unter den Hammer. Highlight bei den Ausgaben vor 1945 dürfte eine Marke aus Oberschlesien zu 75 Pf. sein, die einen kopfstehenden Aufdruck trägt und mit 2.500 Euro ins Rennen geschickt wird. Der seltenen Weihnachtsblock 2v aus der sowjetischen Besatzungszone startet mit 1.000 Euro, ein gestempelter Währungsblock mit 600 Euro und der begehrte Posthornsatz der Bundesrepublik 2x mit 500 bzw. 600 Euro sowie als Viererblocksatz mit 1.500 Euro. Aus einem starken Europaangebot ragt ein österreichischer WIPA-Block mit einem Startpreis von 800 Euro heraus. Auf großes Interesse dürften zahlreiche Blockausgaben der VR China stoßen angefangen bei den Pfingstrosen (700 Euro) bis zum Jahr des Kindes (500 Euro).

Den traditionellen Höhepunkt wird dann sicherlich der Samstag mit der Versteigerung von mehr als 1.500 Sammlungen, Posten und ganzen Nachlässen liefern. Bei 10 Euro bis 15.000 Euro Startpreis ist dann für garantiert jeden Sammler ein Schnäppchen zu machen. Kollektionen des Deutschen Reiches zum Beispiel beginnen mit 4.000 oder 3.500 Euro, bei den Kolonien kann man bei 2.000 Euro einsteigen, bei der Deutschen Lokalpost nach 1945 mit 1.500 Euro, und für eine komplette Sammlung Bundesrepublik wird man wenigstens 1.000 Euro hinblättern müssen. Im Europateil wird eine Spezialsammlung französischer Automatenmarken mit 4.000 Euro ins Rennen geschickt, eine Kollektion Österreich mit 2.000 Euro und eine weitere aus Russland mit 1.500 Euro. 2 alte Alben mit Marken aus Übersee erwarten wenigstens 1.000 Euro und bei einer nahezu kompletten Sammlung der VR China dürfte der Startpreis von 15.000 Euro schnell Makulatur sein. Ganze Regale und Nachlässe sind teilweise schon ab 10 Euro zu haben, was nicht zuletzt wieder eine große Zahl in- und ausländischer Sammler nach Aachen locken dürfte.

Internet: www.aixphila.de

18. Schlegel-Auktion: Einmalige Deutschland-Raritäten

Das Auktionshaus Schlegel bietet auch in seiner 18. Versteigerung am 11. und 12. April 2016 eine beachtliche philatelistische Auswahl aus allen Sammelgebieten. Liebhaber verschiedenster Sparten werden auf ihre Kosten kommen: Vom klassischen Marken bis hin zur Moderne, vom umfangreichen Sammlungsteil bis hin zu ausgewählten Einzellosen wird viel geboten.

Erfolgreiche jahrelange Suche

Die Auktion wird - schon fast traditionell - von drei Sonderteilen eingeleitet. "Die Altdeutschland/Baden-Sammlung Roberto Hoffmann" (Lose 1-230) aus dem Nachlass des weltweit geachteten argentinischen Philatelisten präsentiert sich unberührt mit u.a. Nummernstempeln, Uhrrad-Stempeln, späten Postorten sowie Postablagen. Im Bereich der Deutschen Kolonien reüssiert der Sonderteil "Kamerun" (Lose 301-783) mit einem umfangreichen Angebot mit Vorläufern, Postagenturen, Stempeln von A-Z, Zensurpost, Interniertenpost, Besetzung, diversen Dokumenten/Autographen sowie zahlreichen Ansichtskarten dieses interessanten Kolonialgebietes. Der vielseitige Posten "Deutsche Feldpost 1700-1945" (Lose 1001-1382) umfasst diverse Aspekte postalischer und posthistorischer Behandlung von Briefen/Poststücken und spiegelt verschiedene militärische Auseinandersetzungen mit dem Schwerpunkt beim Deutsch-Französischer Krieg 1870/71 wider.

Bei den Einzellosen sticht unter anderem hervor: das einzig bekannte Exemplar der Danzig MiNr. 68 aY. Anfang der 1990er Jahre machte sich ein deutscher Sammler in den USA auf die Suche nach der 1 Mark mit Wasserzeichen 2Y, waren doch schon seit über 50 Jahren alle anderen Marken dieser Ausgabe mit liegendem Wasserzeichen bekannt. Nach jahrelanger Sucharbeit fand er schließlich das nun zur Auktion vorliegende Exemplar, sandte es zum seinerzeit zuständigen BPP-Prüfer Karl Kniep, der ein entsprechendes Attest ausstellte. Die einmalige Danzig-Rarität startet mit 15 000 Euro.

Weiterhin beachtenswert ist die 30 Pf Ottomotor von 1952 im ungezähnten Bogen zu 100 Marken mit Originalgummierung. Erwähnenswert ist außerdem Los 4750, eine sehr seltene Einheit der Schleswig-Holstein MiNr. 2 im Paar gestempelt sowie ein postfrisches Vineta-Provisorium (Los 4969).

Außerdem gelang es, ein breites Angebot Bizone und Band-/ Netzaufdrucke mit vielen Abarten (Lose 6326- 6628) zu akquirieren, dessen Erlöse dem Berliner Zoo zugutekommen. Zudem wartet Schlegel abermals mit einem starken Abschnitt Russland/Sowjetunion sowohl bei den Sammlungen als auch bei den Einzellosen auf.

Das Beste kommt zum Schluss - in diesem Fall die "Sammlung Dr. Niesel" (Lose 8001-9117). Diese inhaltlich wie stilistisch außergewöhnliche Sammlung mit über 80 000 Bedarfsbelegen wird detailliert in über 1000 mehrheitlichen Sammellosen in dem zweiten Sonderkatalog offeriert. Die Kollektion mit den Schwerpunkten Feld- & Kriegsgefangenenpost Erster und Zweiter Weltkrieg, Europa und Übersee dürfte sowohl für Sammler als auch für Händler gleichermaßen interessant sein.

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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355. Schwanke-Auktion: Die verschwundene Elizabeth

"Album de Grand Luxe" - 105 Einzeldrucke der Gemeinschaftsausgaben des französischen Weltreichs "Du Tchad au Rhin" und "Victoire", auf hochwertigem Bütten gedruckt und als Luxusausgabe im Halbledereinband gebunden. Eine bibliophile Rarität, die im Jahre 1946 vom Institut de Gravure (Paris) in einer Auflage von nur 30 Exemplaren produziert wurde, ist ein Highlight der 355. Schwanke-Auktion, die am 22. und 23. April in Hamburg stattfindet.

Buch-Raritäten und seltene Postgeschichte

Diese Luxusedition wurde damals nur an hochgestellte Persönlichkeiten verschenkt. Etliche Stücke wurden in den vergangenen 70 Jahren "zerlegt" und die Einzeldrucke dann stückweise verkauft. Es dürften heute nur noch ganz wenige komplette Alben existieren. Eine weitere bibliophile Rarität ist ein Kartenatlas, der insbesondere die Schlachtfelder des Siebenjährigen Krieges (1756- 1763) darstellt. Er erschien 1807 in Paris als "Atlas du traité de grandes opérations militaires ... Carte Générale pour l'Intelligence de la Guerre de Sept- Ans". Ein interessierter Postgeschichtler kann darin z.B. Truppenbewegungen und Aufmarschpläne der Schlachten um Breslau, Leuthen, Cunersdorf oder Rosbach verfolgen. Verfasser war Baron Antoine-Henri Jomini, ein einflussreicher Militärtheoretiker, der unter Marschall Ney und später unter Napoléon Bonaparte als Brigadegeneral diente. Daneben stehen in der Literaturabteilung gut 300 weitere Positionen (Allgemeine Werke, Monographien, Handbücher und Kataloge, Periodika und Auktionskataloge) zur Disposition.

"The Disappearing Queen" von Singapur ist im Übersee-Angebot sicherlich eines der verrücktesten Stücke. Ein Bogenteil von zehn Stück des Dauerserienwertes zu 30 Cents, bei dem das Bild der jungen Königin Elizabeth II langsam verschwindet. Sehr eindrucksvoll - die Fachliteratur nennt nur einen Bogen, der dieses Kuriosum zeigt. 1903, 30. Juni: "This is the first set of postmarked stamps posted at Aitutaki", dies vermerkte der Absender eines Briefes nach Rarotonga, frankiert mit der ersten Markenausgabe des Landes, auf der Vorderseite. Für heutige Südseereisende sind die Cook-Inseln fast schon im "All inclusive"-Programm enthalten. Vor über 100 Jahren, als dieser Brief versandt wurde, war Aitutaki für die meisten noch "Terra incognita".

Und "Terra incognita" war es auch, als die Sowjetunion im Jahre 1961 den ersten bemannten Weltraumflug wagte. Aus diesem Anlass erschien eine 6-Kopeken-Marke mit der Abbildung des Sputniks. Als einzelne Marke ist diese MiNr. 2474 auch heute noch Massenware. Die damals mit Zierfeldern gedruckten Kleinbogen sind jedoch von großer Seltenheit und werden im Michel nur ohne Preis, in den russischen Standardkatalogen mit Notierungen jenseits der 20 000 Euro gelistet. Schwanke kann einen solchen Kleinbogen jetzt ausrufen.

Von Hamburg-Harburg nach Südamerika - eine erst kürzlich entdeckte Geschäftskorrespondenz aus den Jahren 1860-1875 kommt im Deutschland-Teil unter den Hammer. Der Mitinhaber der Firma "Blech Dampfmühlenfabrik" war in dieser Zeit für seine Firma in Valparaiso und Santiago de Chile unterwegs und aus der an ihn gerichteten Firmenkorrespondenz sind einige wenige Poststücke erhalten geblieben. Der wertvollste Brief zeigt eine Mischfrankatur aus Brustschildmarken und der "50 Pfennige" (MiNr. 36). Diese hohe Wertstufe wurde vornehmlich auf Paketkarten verwendet. Bei dieser Markenkombination darf man sicherlich von einem "Liebhaberstück" sprechen. Da es hier um Destinationen geht: Wie wäre es 1867 "von Altona nach Hongkong"? Viele von derartigen Belegen dürfte es kaum geben. Der Empfänger war ein Seemann auf der Hamburger Bark "Hans", und er wird sich gefreut haben, seine Grüße aus der Heimat in Hongkong entgegennehmen zu dürfen.

Preußen-Sammler dürfen sich auf ein Postinsinuationsdokument an das Amtsgericht Anklam freuen. Eigentlich wäre es portofrei gewesen, doch es kam aber aus St. Petersburg zurück (wo ein Kaufmann zum Gerichtstermin geladen wurde), und der russische Markenanteil musste in Freimarken entrichtet werden. In jedem Fall eine postgeschichtliche Delikatesse. Ein Traumstück für Thurn-&-Taxis-Sammler bzw. Liebhaber klassischer Philatelie ist ein Brief von Frankfurt nach Dünkirchen, der mit einem Ganzsachenausschnitt zu 9 Kreuzer frankiert wurde, auf dem noch eine 3-Kreuzer-Marke aufgeklebt wurde.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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Gert-Müller-Auktion meldet großen Erfolg

wm Die 87. Auktion des Traditionshauses in Ettlingen, die am 19./20. Februar 2016 stattfand, konnte - so Inhaber Holger Thull - mit "großem Erfolg und zahlreichen außergewöhnlichen Zuschlagspreisen" abgeschlossen werden.

Verantwortlich sei ein großes internationales Publikum gewesen, dessen hohe Gebote viele Spitzenpreise gebracht hätte. So erreichte eine Kollektion Deutsche Kolonien bei Ausruf von 70 000 Euro letztendlich 103 000 Euro (inkl. Aufgeld), eine Sammlung Zeppelinpost 20 000 (12 000) Euro und eine Sammlung China bei einem Ansatz von 10 000 Euro immerhin stolze 25 000 Euro. Münzen und Geldscheine wurden nahezu restlos verkauft und dies mit teils enormen Steigerungen, die nicht selten ein Mehrfaches des Ausrufpreises waren. Es wurden mehrere hundert Zuschläge im vier- und fünfstelligen Bereich erzielt.

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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58. Deider-Auktion: Viele Hochkaräter der Klassik!

München Ein umfassendes Angebot bringt die 58. Deider-Auktion am 15. und 16. April.

Traditionell gut besetzt ist Bayern mit über 960 Einzellosen, darunter viele Raritäten, gute Frankaturen und vielfäl-tigste Abstempelungen. Blickfang und Topstück zugleich ist ein waagerechtes Luxuspaar der 1 Kreuzer gelb mit 22 mm breitem Zwischensteg und links anhängender Marke vom oberen Bogenrand, abgestempelt mit dem Mühlradstempel "508" von Straubing (Foto oben rechts). Die Tatsache, dass nur noch ein weiteres Zwischenstegpaar bekannt ist, unterstreicht die Seltenheit. Der Startpreis beträgt 14 000 Euro. Beachtet werden sollte auch eine 1 Kreuzer gelb in enorm seltenem Klischeetypzwitter mit den drei runden und einer stumpfen Ecke in besonders tiefer Farbe auf kompletter Luxus-Drucksache von Augsburg nach Bamberg (800 Euro). Erwähnenswert sind außerdem eine Heimat-Sammlung "Augsburg" und eine Sammlung Probedrucke und Essays, die mit raren Vorlagekartons glänzt. Dazu gehören ein Vorlagekarton mit je drei kleinen und großen ungezähnten 10-Pf-Werten in grün, rot und blau der Siegesausgabe von 1916 (1200 Euro), ein Vorlagekarton mit einem im Auftrag der bayerischen Regierung von Oswald Kresse gezeichneten und in Holz geschnittenen 5-Pf-Probedruck in schwarz (200 Euro), ein Vorlagekarton aus 1914 mit sieben unverausgabten Ludwig-Werten in verschiedenen Farben und Wertstufen mit halbkreisförmigem Aufdruck "Dienstmarke" (nur noch ein weiteres Mal im Postmuseum bekannt, 1200 Euro) und ein Vorlagekarton aus 1916 mit dem 15-Pf-Wert in vier kleinen und vier großen Formaten, jeweils in braun, grün, rot und blau von Otto Hupp (1200 Euro).

Die restlichen altdeutschen Gebiete und das Deutsche Reich locken mit schönen Luxusstücken und Briefen vieler Staaten, u.a. Hannover-Essays und Vineta-Provisorium. Bei den Nebengebieten finden sich gesuchte Besetzungsausgaben, u.a. Farbproben Generalgouvernement, bessere Werte von Montenegro und Zara, Feldpost mit guten Inselpost-Ausgaben und eine MiNr. 1 Ia der Deutschen Post China im postfrischen Paar.

Eine Spezialabteilung Belgien mit vielen frühen Ausgaben, Russland u.a. Lewanewskij-Brief und klassische Ausgaben vieler Länder (auch auf Brief) suchen bei Europa und Übersee neue Liebhaber. Wie immer wert- und reichhaltig ist Österreich mit klassischen Ausgaben und Abstempelungen. Zu den herausragenden Einzellosen dieses Gebietes zählen eine 5 Kreuzer rot (MiNr. 37 II) auf komplettem Telegramm-Formular aus Bubenz in Böhmen nach Gartenau bei Salzburg (1200 Euro) und eine 2 Piaster auf 20 Kreuzer grau zusammen mit waagerechtem Paar der 5 Piaster auf 50 Kreuzer braunlila auf Luxus-Leinen-R.-Brief in der 11. Gewichtsstufe von "SMIRNE 23/11. 89" nach Braunschweig (1500 Euro). Des Weiteren kommt eine Spezial-Sammlung Levante und Bosnien zur Auflösung.

Die Abteilung mit Sammlungen, Posten und Nachlässen präsentiert sich ursprünglich und rahmensprengend mit vielen hochwertigen Ländersammlungen aus aller Welt, undurchsuchten Fundgruben und umfangreichen Nachlässen. Ein feines Angebot Gold- und Silbermünzen rundet die Palette ab.

Internet: www.deider.de

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Handgezeichnete Bauhaus-Ansichtskarte übertraf alle Erwartungen

wm Am 12./13. Februar versteigerte das Auktionshaus Stade in Grenzach-Wyhlen eine "Künstler-Postkarte", die der fachkundige Auktionator mit 1000 Euro angesetzt hatte und die dann auf - manche würden sagen - schwindelerregende 7500 Euro Zuschlag stieg, den Käufer also letztlich rund 9000 Euro kostete. Bereits das ist außergewöhnlich und überstieg die Erwartungen von Daniel Stade, der - wie er später zugab - zwar mit um drei- bis viertausend Euro gerechnet hätte, aber von dem Zuschlag ebenfalls überrascht war.

Was war der Grund, mag sich der Sammler fragen, was sind die Hintergründe dieses interessanten Loses? Es hat eine recht außergewöhnliche Geschichte. Die Karte fand vor rund 20 Jahren ein normaler Briefmarkensammler in einer Rundsendung. Sie sollte damals 30 DM, also circa 15 Euro, kosten und gefiel dem Sammler aufgrund der außergewöhnlichen modernen Zeichnung so gut, dass er sie - eigentlich als Geschenk gedacht - kaufte. Sie verschwand dann in einer Kiste, wurde vergessen, bis eben zwei Jahrzehnte später der Sohn des Sammlers diese sah und meinte, man müsste sie einmal einem Fachmann vorlegen. Immerhin sei es ein handgezeichnetes Original, das vielleicht "künstlerischen" Ursprungs sein könnte. So kam der Kontakt zu dem Auktionator Daniel Stade zustande, der die Karte sah und sich sofort bereit erklärte, diese in seine kommende Auktion aufzunehmen, allerdings noch keine Angabe machen wollte, zu welchem Ausrufpreis. Dafür seien noch Recherchen erforderlich. Stade fand heraus, dass der auf der Rückseite dieser einmaligen "Ansichtskarte" grüßende Künstler - man liest nur dessen Vorname "Werner" - vermutlich Werner Graeff aus der Bauhaus-Schule in Weimar war, der hier zum Drachenfest 1921 seine einmalig kunstvolle Handschrift hinterließ.

Stade setzte die Karte daraufhin mit 1000 Euro an, was dem Einlieferer bereits "mutig" erschien. Ob die Karte zu diesem Preis denn überhaupt verkauft würde, wagte er zu zweifeln. Der Einlieferer gab aber auch freimütig zu, dass er eben keine Ahnung habe, schöne Kunst - was immer man darunter verstehen möge - ihm einfach nur gefalle. Der Kenner, zumal Daniel Stade, aber wusste, welches Potential solch eine Karte hat, was mit dem Begriff "seltene Ansichtskarte" in der Losbeschreibung stark untertrieben ist, denn diese Karte ist einmalig, ein Unikat, wie Sammler solche Stücke bezeichnen.

Daniel Stade, er ist mit seinem Unternehmen übrigens auch Mitglied des APHV, zeigte sich hoch erfreut, der Einlieferer ebenfalls, denn dieser hatte mit dem Ergebnis bei weitem nicht gerechnet. Ein kleiner Kistenfund entwickelt sich zum Highlight! Aus 30 DM wurden 7500 Euro (abzgüglich Einlieferergebühr). Dennoch ein schöner "Batzen", der nun fein zwischen Vater und Sohn geteilt wird. Was wiederum zeigt: Mit Kenntnis und etwas Glück sind auch heute noch Schatzfunde möglich. Dabei muss es eben nicht immer Picasso sein!

Internet: www.stade-auktionen.de

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Spitzenphilatelie und Rekordbeteiligung bei der Heinrich Köhler

Frühjahrsauktion 2016 in Wiesbaden

(hk/Wiesbaden) Einen mehr als gelungenen Einstand in das Auktionsjahr 2016 konnte das Traditionshaus Heinrich Köhler nach seiner erfolgreichen Frühjahrsauktion, die vom 15. bis 19. März 2016 in Wiesbaden stattfand, vermelden. Dem Spitzenangebot weltweiter Philatelie und Postgeschichte stand eine ebenso starke Nachfrage gegenüber, die von Altdeutschland bis Übersee bei allen Gebieten spürbar war und zu herausragenden Ergebnissen führte.

Einen Rekordzuwachs gab es bei der Beteiligung der Online-Bieter zu verzeichnen: Im Vergleich zur vorangegangenen Auktion schalteten sich nochmal rund 50% mehr Nutzer über die Möglichkeit des Systems zum "Online-Live-Bieten" ins Auktionsgeschehen ein! Die begeisterten Sammler sorgten für teils spektakuläre Bietergefechte mit beeindruckenden Steigerungen bei zahlreichen Losen.

Altdeutschland-Spezial: die Sammlungen "Kraus" und "Sanders"

Für diverse kleine und große Höhepunkte sorgten die Versteigerungen der Sammlungen "Bayern 1849 bis 1875" (Teil 1) von Hilmar Kraus und "Altdeutsche Staaten, Auslandspostämter und Kolonien" von Heinrich Sanders. Die im Vorfeld in zwei Sonderkatalogen präsentierten Ausnahme-Kollektionen riefen zahlreiche Liebhaber der altdeutschen Sammelgebiete auf den Plan, die es sich nicht nehmen ließen, ihrer Begeisterung in Form von Geboten Ausdruck zu verleihen.

So erzielte Los 8242, ein wunderschöner Einschreibe-Brief mit acht (!) 9-Kreuzer-Marken der Quadratausgabe in lebhaft-grün, der zugleich Titelstück des Sonderkataloges der Sammlung Hilmar Kraus war, einen Zuschlag von 12 000 Euro (Ausruf: 5 000 Euro). Der legendäre Schwarze Einser lockte im waagerechten Paar auf selbst gefertigtem Streifband (Los 3978). Der Beleg wurde bei sage und schreibe 20 000 Euro zugeschlagen (Ausruf: 8 000 Euro). Los 7227, ein Bremen-Brief der Sammlung Heinrich Sanders, wechselte für 13 000 Euro (Ausruf: 10 000 Euro) in die Hände eines glücklichen Sammlers. Das Liebhaberstück ex Boker und Salm schmückt eine dekorative Buntfrankatur der 2 Grote-Marke gelborange (MiNr. 5a) zusammen mit einer 5 Grote- Marke in mattgraubraun (MiNr. 7A) ab Bremen nach Kiel. Los 7014, ein Briefstück mit der Landpostmarke Badens zu 12 Kreuzern in allerfeinster Erhaltung, fand für 16 000 Euro (Ausruf 8 000 Euro) einen neuen Besitzer. Diese Beispiele nur, um einige herausragende Ergebnisse zu nennen.

Philatelie aus aller Welt mit großer Nachfrage

Auch das Angebot weltweiter Philatelie und Postgeschichte im Hauptkatalog wusste die Sammler zu überzeugen. Egal ob Einzelmarken, Belege oder Sammlungen, größere Posten oder Nachlässe -die starke Beteiligung mit dementsprechenden Zuschlagsergebnissen sprachen eine eindeutige Sprache!

Für Aufsehen sorgte unter anderem die international mit Gold prämierte Kollektion "Vasco Da Gama" mit Schiffspost aus aller Welt vom 18. bis 20. Jahrhundert inklusive zwei Briefen mit der berühmten "Lady McLeod"-Briefmarke von Trinidad. Die beiden Briefe wurden zusammen für insgesamt 33 000 Euro zugeschlagen! Eine gewaltige Steigerung konnte Los 470 verzeichnen. Die sog. Krakauer Ausgabe Polens von 1919 zu 10 Kronen (MiNr. 47a) in einwandfreier postfrischer Erhaltung wurde bei einem Ausruf von 2 000 Euro um das 6-fache auf 12 000 Euro gesteigert.

Viele Einlieferer werden mit den Gesamterlösen ihrer eingelieferten Bestände glücklich sein. Einige brachten es bis auf das 15-fache des Startpreises.

Nachverkauf und alle Ergebnisse im Internet

Alle Zuschläge der Auktion sind online unter www.heinrich-koehler.de einzusehen. Noch bis zum 1. April 2016 besteht zudem die Möglichkeit, unverkaufte Lose im Nachverkauf zu erwerben.

New York, New York!

Mit der bevorstehenden Weltausstellung in New York, der World Stamp Show NY 2016, bietet das philatelistische Jahr ein attraktives Reiseziel, das in Kürze Sammler aus aller Welt vereinen wird. Als offizieller Auktionator der Ausstellung wird Heinrich Köhler gemeinsam mit seinen Partnerunternehmen des Global Philatelic Network am 3. Juni 2016 eine Raritätenauktion der Extraklasse durchführen, die mit ebenso außergewöhnlichen wie wertvollen Seltenheiten aus Philatelie und Postgeschichte für Furore sorgen wird. Sammler weltweit erwarten bereits mit Vorfreude den offiziellen Auktionskatalog, der voraussichtlich ab Mitte April erhältlich sein wird.

Aktuelle Informationen unter www.heinrich-koehler.de oder bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de, Internet

* alle Zuschläge ohne Aufgeld

4 500 Lose bei der 355. Auktion von Schwanke, Hamburg, am 22.-23. April 2016

wm (hs/wm) Insgesamt 4 500 Lose mit einem Schätzwert von rund 1,2 Mio. Euro kommen in den beiden Apriltagen zum Ausruf, davon allein gut 1 800 Lose Sammlungen, Posten, Münzen und Banknoten. Der Katalog wird ab dem 19.März online sein, der gedruckte Katalog wird am 22. März 2016 von der Druckerei versandt.

Dieses Mal gibt es wieder viel Literatur, eine Reihe von Raritäten und stark nachgefragte Titel, die mit insgesamt 350 Positionen (Allgemeine Werke, Monographien, Handbücher und Kataloge, Periodika und Auktionskataloge) angeboten werden. Dieses Angebot wird auch als kleines Sonderheft für Freunde und Liebhaber philatelistischer Literatur zu haben sein.

Natürlich steht aber generell Philatelie im Vordergrund. So werden eine reihe von Sammlungen aufgelöst, die man nicht alle tage sieht. Ein Beispiel: Albanien und seine Postgeschichte - das heißt in diesem Falle die Abstempelungen der österreichischen Levantepost in Albanien aus den Jahren 1854 bis 1918 und die Dokumentation der italienischen Präsenz von 1901-1922 - das ist das Thema einer Ausstellungssammlung, die Schwanke geschlossen anbietet. Mit über 350 Belegen werden die Postorte und die Postwege eindrucksvoll dokumentiert. Viele in der Sammlung enthaltenen Stücke haben Unikatcharakter und wurden auf Auktionen einzeln erworben. Dazu hat der Vorbesitzer viele Hintergrundinformationen zusammengetragen und dargestellt, und es gibt auch heute noch viele ungeklärte Fragen. Ein für Postgeschichtler ungemein reizvolles Projekt, zu dem diese Sammlung eine ideale Basis bietet. (Schätzpreis 7000 Euro).

Italiens "Soziale Republik" bestand, als Vasallenstaat des deutschen Naziregimes, nur ganz kurze Zeit, von 1943-1945. Für Philatelisten dennoch ein hervorragendes Betätigungsfeld, gab es doch in dieser Zeit viele Notmaßnahmen und Provisorien. Dazu zählt auch die Verwendung von Paketmarken, die als normale Freimarken verwendet wurden. Die Paketmarken mit dem Aufdruck REPUBLICA SOCIALE sind gebraucht sehr selten zu finden. Das von Schwanke angebotene Poststück, eine Ansichtskarte, die von "Desenzano" nach "Salo", also am Ufer des Gardasees entlang, lief, trägt zwei Exemplare der Wertstufe zu 5 centisimi in Kombination mit einem 10 centisimi-Wert ohne Überdruck, aus der Zeit des Königreiches. Derartige Kombinationen sind größte Raritäten, dem renommierten Prüfer Enzo Diena sind nur vier derartiger Belege bekannt. (Schätzpreis 2200 Euro)

Ein unbekannter Fehldruck? Ein Probedruck? Schweden verausgabte im Jahre 1981 eine Freimarke mit dem Motiv "Tag und Nacht". Die Wertstufe war 1.65 Kronen, und dies war das normale Porto für einen Brief. Dies ist zwar die gleiche Marke, jedoch die Wertangabe ist eindeutig "1.75" (Kr). Nach vorliegenden Information soll es sich um das bisher einzig aufgefundene Exemplar handeln - nach der 3 Skilling banco in gelb also erneut ein schwedisches Weltwunder? Im Vergleich zur goldgelben 3 Skilling ist der Schätzpreis von Euro 2000 dagegen ziemlich bodenständig.

CHINA wartet erneut mit einem umfangreichen Angebot auf. Sowohl die Ausgaben des Kaiserreiches als auch der Volksrepublik sind gut vertreten. Besonders beliebt in China sind rote Briefmarken, davon zeugt nicht nur der "Rote Affe" aus dem Jahre 1982, sondern schon in früher Zeit die "Red Revenues" aus dem Jahre 1897. Eine Reihe dieser beliebten Marken ist im Angebot, darunter auch der Wert zu "1 Dollar" in feinster gebrauchter Erhaltung. Schätzpreis 500 Euro.

Indien, 1854. Die ½ Anna-Marke mit dem Kopfbild der jungen Königin Victoria erschien in blauer Farbe. Nicht verausgabt wurde diese Marke in zinnoberrot, der Farbe des 1-Anna-Wertes. Von der vorbereiteten ½-Anna-Marke in rot war jedoch schon ein größerer Bestand nach Bombay versandt worden und dort wurden auch einige wenige Exemplare mit dem "B/1"-Stempel von Bombay (versuchsweise) entwertet. Eine solche "trial cancellation" ist zum Schätzpreis 500 Euro angesetzt.

Von Hamburg-Harburg nach Südamerika - eine erst kürzlich entdeckte Geschäftskorrespondenz aus den Jahren 1860-1875 kommt im Deutschland-Teil zum Angebot. Der Mitinhaber der Firma "Blech Dampfmühlenfabrik" war in dieser Zeit für seine Firma in Valparaiso und Santiago de Chile unterwegs und aus der an ihn gerichteten Firmenkorrespondenz sind einige wenige Poststücke erhalten geblieben. Der wertvollste Brief zeigt eine Mischfrankatur aus Brustschildmarken und der "50 Pfennige" (Michel Nummer 36). Diese hohe Wertstufe wurde vornehmlich auf Paketkarten verwendet. In der hier gezeigten Markenkombination darf man sicherlich von einem "Liebhaberstück" sprechen. (Schätzpreis 3000 Euro)

Dies waren nur einige Beispiele aus dem einmal mehr sehr interessanten und ungewöhnlichen Angebot des Hauses. 4 500 Lose erwarten also die Interessenten und dabei dürfte so mancher Manches finden!

Frühlingsgefühle bei Felzmann: Top-Zuschläge für Sammlungen und Einzelstücke

wm (Düsseldorf/rr) Die große Frühjahrs-Auktion des Traditionshauses Felzmann fand an drei spannenden Tagen vom 2.-4. März 2016 im hauseigenen Auktionssaal in Düsseldorf statt. Dem Publikum wurde ein umfassendes Angebot aus allen philatelistischen Sammelgebieten geboten. Durch die anhaltend starke Nachfrage nach chinesischen Briefmarken war das Interesse an Sammlungen und Einzelstücken aus dem Reich der Mitte besonders groß. Aber auch philatelistische Kostbarkeiten aus deutschen Gebieten standen bei den Käufern hoch im Kurs.

Aus der Heimatstadt des Auktionshauses stammte eines der beliebtesten Lose des Bereichs Flug- und Zeppelinpost. Die attraktive Ansichtskarte des Zeppelins LZ 8 "Deutschland" zum Blumentag in Düsseldorf am 7.5.1911 erzielte einen Zuschlag von 2.500 Euro (Los 3157, Ausruf 2.000 Euro).

Große Gebotssteigerung gab es dann wie erwartet im Bereich Europa und Übersee. Hier stand einmal mehr China im Fokus, dessen Briefmarken in den letzten Jahren immer stärkere Nachfrage erfuhren. Ein Pfingstrosenblock samt Pfingstrosen-Satz steigerte sich von angesetzten 800 Euro auf 1.500 Euro (Los 4006). Der beliebte "Rote Affe" erreichte sogar fast das Dreifache seines Ausrufpreises. Ob Liebhaber oder Spekulant - für 1.400 Euro erhielt ein Internetbieter den Zuschlag (Los 4016). Überzeugen konnte auch eine österreichische 4-Kr-Marke mit kopfstehendem Mittelstück auf Brief. Das seltene Glanzstück österreichischer Philatelie ging für 17.000 Euro zurück ins Land an der Donau (Los 4290).

Erfreuliche Ergebnisse lieferte auch der gut besetzte Sektor Altdeutschland. Neben einer Vielzahl reizvoller Lose stachen besonders Markenausgaben aus Lübeck und Schleswig-Holstein hervor. Allen voran ein blauer 1-S-Dreierstreifen mit besonders deutlich erkennbarer Wappenprägung, der für 17.000 Euro zugeschlagen wurde (Los 4494) sowie eine dunkelrosarote 2 S auf kleinem Luxusbriefstück für 9.500 Euro (Los 4495). Für eine ½ S lila und eine 1 S orange in phantastisch frischer Luxuserhaltung lag das Höchstgebot bei 5.200 Euro (Los 4464). Den Top-Zuschlag der Philatelie-Einzellose beanspruchte unangefochten die 5 Mk Germania "Kriegsdruck" mit kopfstehendem Mittelstück für sich. Glatte 50.000 Euro brachte die legendäre Deutschland-Rarität. Beachtlich war auch die Steigerung einer 1 PIA auf 20 Pfg Krone/Adler der Deutschen Post in der Türkei. Von 2.800 Euro kletterten die Gebote hoch bis auf 4.200 Euro.

Im mit Spannung erwarteten Sammlungsteil sorgten vor allem zwei eindrucksvolle China-Sammlungen für Aufsehen. Die erste war eine außerordentlich gut besetzte Sammlung des Kaiserreichs aus den Jahren 1878-1949, zeitgenössisch ab der Jahrhundertwende vor Ort zusammengetragen und mit etlichen Spitzen gespickt (Los 6315). Die zweite eine Kollektion Shanghai Local-Post von 1865-1897, einzigartig besetzt mit zahlreichen Raritäten und von Anfang an spezialisiert aufgebaut (Los 6318). Zum Zeitpunkt des Ausrufs waren im gut gefüllten Auktionssaal zusätzlich internationale Telefonbieter aus Großbritannien, den USA, Hongkong und natürlich China zugeschaltet. Die moderat taxierten Startpreise von jeweils 10.000 Euro waren in diesem Fall nur Formalität. Binnen Sekunden ließen beide Sammlungen die Ausrufpreise hinter sich und gipfelten in beiden Fällen in echten Bieterschlachten. Saal-, Online- und Telefonbieter feuerten gleichermaßen Gebote ab. Bei der Sammlung des Kaiserreichs bewies schlussendlich ein Saalbieter das längste Durchhaltevermögen und sicherte sich diese für 34.000 Euro Zuschlag. Noch höher gingen die Gebote bei der Shanghai Local-Post. Letzten Endes fiel der Hammer des Auktionators hier bei stattlichen 84.000 Euro.

Alle Ergebnisse der Auktion sind auf www.felzmann.de in der Ergebnisliste einsehbar. Unverkaufte Lose der 155. Auktion können ab sofort mit einem Nachlass von 10 Prozent - mit Ausnahme limitierter Lose - im Nachverkauf erstanden werden. Die Besichtigung von unverkauften Losen ist ausschließlich am Nachverkaufstag, dem 18. März 2016 im Düsseldorfer Auktionshaus möglich. Der Nachverkauf endet am 1. April 2016.

Vorschau auf die 18. Schlegel-Auktion, Berlin, 11.-12. April 2016

wm (Berlin/ls) Das Auktionshaus Schlegel bietet auch in seiner 18. Auktion am 11. und 12. April 2016 eine beachtliche philatelistische Auswahl aus allen Sammelgebieten. Philatelie-Liebhaber verschiedenster Sparten dürften auf ihre Kosten kommen: vom klassischen Marken bis hin zur Moderne, von unserem umfangreichen Sammlungsteil bis hin zu ausgewählten Einzellosen wird viel geboten.

Die Auktion wird - schon fast traditionell - von drei Sonderteilen eingeleitet. DIE ALTDEUTSCHLAND/BADEN-SAMMLUNG ROBERTO HOFFMANN (Lose 1-230) aus dem Nachlass des weltweit geachteten argentinischen Philatelisten präsentiert sich unberührt mit u.a. Nummernstempeln, Uhrrad-Stempeln, späten Postorten sowie Postablagen. Im Bereich der Deutschen Kolonien reüssiert der Sonderteil KAMERUN (Lose 301-783) mit einem umfangreichen Angebot mit Vorläufern, Postagenturen, Stempeln von A-Z, Zensurpost, Interniertenpost, Besetzung, diversen Dokumenten/Autographen sowie zahlreichen Ansichtskarten dieses interessanten Kolonialgebietes. Der vielseitige Posten DEUTSCHE FELDPOST 1700-1945 (Lose 1001-1382) umfasst die diversen Aspekte postalischer und posthistorischer Behandlung von Briefen/Poststücken und spiegelt verschiedene militärische Auseinandersetzungen mit dem Schwerpunkt Deutsch-Französischer Krieg 1870/71 wider.

Bei den Einzellosen stechen unter anderem hervor: Das einzig bekannte Exemplar der DANZIG Mi. 68 aY (liegendes Wasserzeichen - Los 5940). Diese vor 30 Jahren durch einen Sammler entdeckte Marke wird für einen Preis von 15.000 ? ausgerufen. Weiterhin beachtenswert ist die 30 Pfennig 1952, sogenannter Ottomotor als ungezähnten Bogen zu 100 Marken mit Originalgummierung (Los 7430) an. Erwähnenswert außerdem Los 4750, eine sehr seltene Einheit Schleswig Holstein Nr. 2 im Paar gestempelt sowie ein postfrisches Vineta-Provisorium (Los 4969).

Bei dieser Auktion gelang es zudem, ein breites Angebot Bizone und Bund-/Netzaufdrucke mit vielen Abarten (Lose 6326-6628) zu akquirieren, dessen Erlöse dem Berliner Zoo zugutekommen. Zudem wartet SCHLEGEL abermals mit einem starken Abschnitt RUSSLAND/SOWJETUNION sowohl bei den Sammlungen als auch bei den Einzellosen auf.

Das Beste kommt zum Schluss... wie in diesem Fall die SAMMLUNG DR. NIESEL (Lose 8001-9117): Diese inhaltlich wie stilistisch außergewöhnliche Sammlung mit über 80.000 Bedarfsbelegen wird detailliert in über 1.000 mehrheitlichen Sammellosen in dem zweiten Sonderkatalog offeriert. Die Sammlung mit den Schwerpunkten Feld- & Kriegsgefangenenpost I. und II. Weltkrieg, Europa und Übersee dürfte sowohl für Sammler als auch für Händler gleichermaßen interessant sein.

Gert Müller-Auktion meldet großen Erfolg

wm Die 87. Auktion des Traditionshauses in Ettlingen, die am 19./20. Februar 2016 stattfand, konnte - so Inhaber Holger Thull - mit "großem Erfolg und zahlreichen außergewöhnlichen Zuschlagspreisen" abgeschlossen werden. Verantwortlich sei ein großes internationales Publikum gewesen, dessen hohe Gebote viele Spitzenpreise gebracht hätte. So erreichte eine Kollektion Deutsche Kolonien bei Ausruf von 70 000 Euro letztendlich 103.000 Euro (inkl. Aufgeld), eine Sammlung Zeppelinpost 20.000 Euro (Ausruf: 12.000 Euro) und eine Sammlung China bei einem Ansatz von 10.000 Euro immerhin stolze 25.000 Euro. Münzen und Geldscheine wurden nahezu restlos verkauft, und dies mit teils enormen Steigerungen, die nicht selten ein Mehrfaches des Ausrufpreises waren. Es wurden mehrere hundert Zuschläge im vier- und fünfstelligen Bereich erzielt.

362. Heinrich-Köhler-Auktion: Philatelie und Postgeschichte "vom Feinsten"

Die Frühjahrsversteigerung vom 15. bis 19. März 2016 in Wiesbaden verheißt einen spektakulären Start in das Heinrich-Köhler-Auktionsjahr 2016. Sammler aus aller Welt erwarten mit Spannung die Versteigerung des weltweiten Angebotes, das mit einem gewichtigen Hauptkatalog und zwei Sonderkatalogen mit Schwerpunkt auf den altdeutschen Sammelgebieten erneut eine herausragende Auswahl feinster Philatelie und Postgeschichte präsentiert.

Bayern und Altdeutschland im Fokus

Insbesondere die Bayern-Sammler fiebern schon der Auktion entgegen, denn mit dem ersten Teil der Kollektion "Bayern 1849 bis 1875 - Die Sammlung Hilmar Kraus" kommt eine ebenso einzigartige wie wertvolle Sammlung unter den Hammer. Die Titelseite des Sonderkataloges schmückt ein Brief von Augsburg nach Lyon von 1853, frankiert mit acht (!) 9-Kreuzer-Marken der Quadratausgabe in lebhaft-grün - eine echte Augenweide! Das Prädikat "Erste Klasse" verdienen zahlreiche Lo-se dieser Ausnahmesammlung, die mit weiteren Auslandsdestinationen, aber auch einer stattlichen Anzahl "Schwarzer Einser" sowie einem großartigen Bereich Nummernstempel beeindruckt.

Einen weiteren, nicht minder spektakulären Teil der Auktion bildet die Auflösung der Kollektionen "Altdeutsche Staaten, Auslandspostämter und Kolonien" von Heinrich Sanders. Der Sonderkatalog umfasst nahezu 900 Einzellose, darunter hochwertige Marken, seltene Stempel und zahlreiche fantastische Belege. Schwerpunkte dieser Sammlungen sind die Gebiete Braunschweig, Bremen, Hannover und Oldenburg. Heinrich Sanders hat über Jahrzehnte die Marken und Stempel, aber insbesondere die Belege der ihm am Herzen liegenden norddeutschen Gebiete zusammengetragen. Kenntnisreich hat er die gesammelten Stücke - stets in Verbindung zur Geschichte der Region - recherchiert und auf individuell gestalteten Albumblättern aufgezogen, wodurch eine einzigartige Sammlung entstanden ist. Die Versteigerung dieser Sammlung wird den kompletten Freitag (18. März) in Anspruch nehmen!

Das ganze Spektrum der Philatelie im Hauptkatalog

Ein herausragendes Angebot weltweiter Philatelie und Postgeschichte mit einer großen Vielfalt an wertvollen Marken, Belegen und Sammlungen präsentiert auch der Hauptkatalog. Höhepunkte der Auktionswoche werden sicherlich die Versteigerungen der Heimatsammlung Stettin von Klaus Eitner mit exquisiten Stücken der deutschen und internationalen Schiffspost sowie die Auflösung einer Spezialkollektion Germaniamarken von 1920 von Dieter Kamradt sein. Ein Spezialangebot Markenheftchen Bayern bis Bundesrepublik bietet ausschließlich hochwertige Markenheftchen in bester Qualität. Dabei ist ein erstes Danziger Markenheftchen von 1925, welches in dieser hervorragenden Erhaltung erstmals seit Jahrzehnten angeboten wird.

Thematik-Sammler dürfen sich auf die Sammlung "Die Luft über den Olympiastadien" von Charly Biernat freuen, die themenbezogene Flugpostbelege ab 1912 präsentiert. Die international mit Gold prämierte Kollektion "Vasco Da Gama" beeindruckt mit Schiffspost aus aller Welt vom 18. bis 20. Jahrhundert inklusive zwei Briefen mit der bekannten "Lady McLeod"-Briefmarke von Trinidad. Fortsetzung finden auch die Sammlungen Luxemburg Klassik (Teil II), die Tony-Zonneveld-Sammlung Iran/Persien (letzter Teil) sowie die Jan-Frijling-Sammlung mit Briefen der Klassik und Semi-Klassik aus aller Welt.

Alle Einzellose und Sammlungen mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern sind unter www.heinrich-koehler.de im Online-Katalog (auch als PDF) verfügbar.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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DDR-Spezialitäten gesucht

Leipzig Mitte Januar fand die 168. Leipziger Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert statt. Es standen über 3800 Lose zum Verkauf, davon fast 900 Sammlungen und Lots, die überwiegend mit beachtlichen Steigerungen verkauft wurden.

Besonders gefragt waren auch Einzellose der Bereiche deutsche Zeppelinpost, Postgeschichte, Heimatphilatelie, alte deutsche Ansichtskarten, historische Wertpapiere und Notgeld, Sachsen und Deutsches Reich mit Privatganzsachen, Besetzte Gebiete Zweiter Weltkrieg, Deutschland nach 1945 mit Lokal-, OPD- und SBZ-Ausgaben sowie DDR-Besonderheiten mit Plattenfehlern, Farben, besseren Wasserzeichen und Druckvermerken. Von 160 auf 410 Euro sprang eine Einzelfrankatur der 1 Mark "Zeppelin" mit Bordpoststempel vom 9. März 1936 von einer Probefahrt (Sieger 0344I). Eine Ganzsachenkarte mit Flugpostmarke MiNr. V mit Stempel "Darmstadt 23.6.12" wechselte zur Taxe von 1200 Euro den Besitzer. Einen kräftigen Sprung von 50 auf 360 Euro machte ein Lot mit fünf Belegen aus Deutsch-Südwestafrika. Für 1050 (1000) Euro wurde eine DDR MiNr. 329 vb YI, die in gestempelter Erhaltung bisher im MICHEL-Deutschland-Spezial nicht aufgeführt wird, zugeschlagen. 820 (700) Euro bot ein Käufer für eine DDR MiNr. 439 aIIg XI auf Briefstück.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Stade-Auktion: Handgezeichnete Bauhaus-Ansichtskarte übertraf alle Erwartungen

wm Am 12./13. Februar versteigerte das Auktionshaus STADE in Grenzach-Wyhlen eine "Künstler-Postkarte", die der fachkundige Auktionator mit 1.000 Euro angesetzt hatte und die dann auf - manche würden sagen - schwindelerregende 7.500 Euro Zuschlag stieg, den Käufer also letztlich rund 9.000 Euro kostete. Bereits das ist außergewöhnlich und überstieg die Erwartungen von Daniel Stade, der - wie er später zugab - zwar mit um drei- bis viertausend Euro gerechnet hätte, aber von dem Zuschlag ebenfalls überrascht war.

Was war der Grund, mag sich der Sammler fragen, was sind die Hintergründe dieses interessanten Loses? Es hat eine recht außergewöhnliche Geschichte. Die Karte fand vor rund 20 Jahren ein normaler Briefmarkensammler in einer Rundsendung. Sie sollte damals 30 Mark, also circa 15 Euro, kosten und gefiel dem Sammler aufgrund der außergewöhnlichen modernen Zeichnung so gut, dass er sie - eigentlich als Geschenk gedacht - kaufte. Sie verschwand dann in einer Kiste, wurde vergessen, bis eben zwei Jahrzehnte später der Sohn des Sammlers diese sah und meinte, man müsste sie einmal einem Fachmann vorlegen. Immerhin sei es ein handgezeichnetes Original, das vielleicht "künstlerischen" Ursprungs sein könnte. So kam der Kontakt zu dem Auktionator Daniel Stade zustande, der die Karte sah und sich sofort bereit erklärte, diese in seine kommende Auktion aufzunehmen, allerdings noch keine Angabe machen wollte, zu welchem Ausrufpreis. Dafür seien noch Recherchen erforderlich. Stade fand heraus, dass der auf der Rückseite dieser einmaligen "Ansichtskarte" grüßende Künstler - man liest nur dessen Vorname "Werner" - vermutlich Werner Graeff aus der Bauhaus-Schule in Weimar war, der hier zum Drachenfest 1921 seine einmalig kunstvolle Handschrift hinterließ.

Stade setzte die Karte daraufhin mit 1.000 Euro an, was dem Einlieferer bereits "mutig" erschien. Ob die Karte zu diesem Preis denn überhaupt verkauft würde, wagte er zu zweifeln. Der Einlieferer gab aber auch freimütig zu, dass er eben keine Ahnung habe, schöne Kunst - was immer man darunter verstehen möge - ihm einfach nur gefalle. Der Kenner, zumal Daniel Stade, aber wusste, welches Potential solch eine Karte hat, was mit dem Begriff "seltene Ansichtskarte" in der Losbeschreibung stark untertrieben ist, denn diese Karte ist einmalig, ein Unikat, wie Sammler solche Stücke bezeichnen.

Daniel Stade, er ist mit seinem Unternehmen übrigens auch Mitglied des APHV, zeigte sich hoch erfreut, der Einlieferer ebenfalls, denn dieser hatte mit dem Ergebnis bei weitem nicht gerechnet. Ein kleiner Kistenfund entwickelt sich zum Highlight! Aus 30 DM wurden 7.500 Euro (abzgl. Einlieferergebühr). Dennoch ein schöner "Batzen", der nun fein zwischen Vater und Sohn geteilt wird. Was wiederum zeigt: Mit Kenntnis und etwas Glück sind auch heute noch Schatzfunde möglich. Dabei muss es eben nicht immer Picasso sein!

Rauhut-Literaturpreis geht in die nächste Runde!

wm Im vergangenen Jahr war die Beteiligung von Arbeitsgemeinschaften des BDPh, die sich mit ihren Rundbriefen und Forschungsberichten um den mit insgesamt 2 500 Euro dotierten und seit 2011 vergebenen Literaturpreis beworben hatten, mehr als beachtlich. Das große Interesse dürfte nicht nur darauf zurückzuführen sein, dass erstmals zehn Platzierungen genannt wurden, sondern vielmehr darauf, dass man sich mit seinen Literaturobjekten jährlich bei dem Preis bewerben kann. Damit bieten sich auch Chancen auf eine wiederholte Auszeichnung.

Mit dem "Rauhut-Literatur-Preis" werden jährlich bis zu zwei Arbeitsgemeinschaften im BDPh e.V. geehrt, deren regelmäßig erscheinenden Rundbriefe/Forschungsberichte sich im vorhergehenden Jahr durch besonders hochwertige Gestaltung und inhaltliche Ausprägung hervorgetan und qualifiziert haben. Die Ehrung ist speziell für besondere Beiträge zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte, für eigenständige intellektuelle und forschungsbasierte Gehalte der Arbeiten vorgesehen, wobei aber auch die optische Präsentation, Typografie, Druck und Layout eine mitentscheidende Bedeutung haben. Die auszuzeichnenden Arbeitsgemeinschaften erhalten eine Urkunde, verbunden mit einem Geldpreis in Höhe von 1 500 Euro für den Erstplatzierten bzw. von 1 000 Euro für den Zweitplatzierten.

Die Preise werden wie gewohnt auch 2016 bei der Internationalen Briefmarkenbörse im Oktober in Sindelfingen während einer kleinen Feier vergeben. Neu ist, dass der Preisstifter, Harald Rauhut, ab diesem Jahr selbst die Organisation in die Hand nimmt, tatkräftig unterstützt von den bereits bisher bewährten Juroren Heinrich Mimberg und Rainer von Scharpen.

Arbeitsgemeinschaften, die an diesem Wettbewerb teilnehmen wollen, müssen bis zum 15. Mai 2016 den letzten Jahrgang ihrer Rundbriefe/Forschungsberichte bei Harald Rauhut, Fa. Rauhut & Kruschel, Werdener Weg 44, 45470 Mülheim an der Ruhr einreichen.

Vorschau: 155. Felzmann Auktion 2. bis 4. März 2016

wm (rr) Hochwertige Einzelstücke und begehrte Sammlungen werden im Düsseldorfer Auktionshaus vom 2.-4. März 2016 vor einem internationalen Publikum versteigert. Unter den zahlreichen Highlights befinden sich auch einige legendäre "Kopfsteher".

Mit dem 5 Mk Kriegsdruck aus dem Deutschen Reich mit kopfstehendem Mittelstück versteigert das Traditionshaus in seiner Frühjahrsauktion eine wahre Deutschland-Rarität (Los 4575). Es handelt sich um das Pendant zum legendären, im Jahre 2006 durch Felzmann versteigerten Colonel-Green-Brief, der mit einer Marke aus dem in Stralsund verkauften Bogen freigemacht war. Das nun angebotene Stück stammt ganz offensichtlich aus dem zweiten, in Hamburg verkauften Bogen. Der Startpreis für dieses Spitzenstück liegt bei 50.000 Euro.

Nicht minder hochkarätig besetzt präsentiert sich der Bereich der internationalen Philatelie. Unter anderem ist eine besonders attraktive 1 Fr in lebhaft-vermillon auf Luxus-Briefstück im Programm (Los 4140). Die Marke überzeugt mit ausgesprochen kräftiger Farbe und ist ringsum breit- bis überrandig mit klar und zentrisch aufsitzender Gitterraute. Die Frankreich-Rarität startet bei 12.500 Euro. Faszination für österreichische Philatelie geht von fünf angebotenen "kopfstehenden Parlamenten" aus. Eines der Top-Stücke, 4 Kr auf Orts-R-Brief WIEN 10.V.21 an prominente Adresse "Rudolf Friedl" liegt in einwandfreier, unbehandelter Erhaltung vor (Los 4290). Ab 15.000 Euro können Gebote für diese legendäre Seltenheit abgegeben werden.

Der Bereich Altdeutschland wartet u.a. mit der seltensten Marke Württembergs auf. Es handelt sich um eine ungebrauchte 6 Kr grün mit Plattenfehler "Einbuchtung in der linken Randlinie" (Los 4506). 150 Jahre nach Erstaufgabe wird diese seltene Neuentdeckung erstmalig in einer Auktion angeboten. Ausgerufen wird diese rare Marke für 5.000 Euro.

Das Deutsche Reich besticht durch ein 8 Pfg Stück Nothilfe "Aachen" (Los 4736). Durch Bogenumschlag rechts ungezähnt mit Bogenrand handelt es sich wohl um ein seit Jahrzehnten nicht mehr angebotenes Unikat. Der Startpreis für dieses einmalige Exemplar liegt bei 8.000 Euro.

Ein museales Exponat erwartet Zeppelin-Begeisterte bei einem großformatigen Fotoalbum aus dem Nachlass des Bordfunkers Willy Speck (Los 3129). Dokumentiert werden anhand von weit über 240 Fotos die Jahre des Luftschiffbaus ab 1900 bis zur Übergabe des LZ-126 - ZR III in Lakehurst an die USA 1924. Dabei sind viele selten gesehene Aufnahmen und Motive, Baudetails, Katastrophen, frühe Luftaufnahmen, Fotos der Mannschaft, technische Details und vieles mehr. Ab 6.000 Euro werden Gebote für dieses einmalige Objekt entgegengenommen.

Exotik versprechen im nicht minder gut ausgestatteten Sammlungsteil u.a. China-Sammlungen aus dem Besitz einer lippischen Unternehmerfamilie, sowohl Kaiserreich (Los 6315) als auch Shanghai Local-Post (Los 6318) sind mit jeweils 10.000 Euro bewusst zurückhaltend getaxt.

Der Online-Katalog mit allen Losen und Fotos der 155. Auktion ist seit dem 5. Februar auf www.felzmann.de abrufbar. Die Münzauktion findet vom 1.-2.3. 2016 statt. Die kostenlosen Auktionskataloge können online oder telefonisch bestellt werden unter: 02 11/550 440.

354. Schwanke-Auktion: Seltenheiten der norddeutschen Klassik

Zu den Blickfängen der nächsten Schwanke-Auktion am 5. und 6. Februar gehört die "Sammlung Martina", deren Inhalt in einem Sonderkatalog nachgelesen werden kann. Zusammengetragen hat sie ein italienischer Gentleman über Jahrzehnte in großen Einsteckbüchern, die Flugpostmarken oder die Blockausgaben separat und damit dem System vieler ausländischer Kataloge folgend. Es gibt kaum ein Land, das man vermissen wird. Auch kleine "philatelistische Zwerge" sind oftmals in bemerkenswert ergiebiger Weise präsent.

Neuentdeckung von Modena

Im Hauptkatalog stark vertreten ist die Klassik der norddeutschen Staaten. Erwähnenswert sind 120 Lose Hamburg, darunter die Auflösung einer Sammlung des "Bergischen Postamtes" (1807-1808) in rund 30 Positionen. Viele der kaum einmal angebotenen Transitstempel sind vertreten. Außerdem verdienen einige sehr schöne Markenbriefe Aufmerksamkeit, beispielsweise die auf Brief seltene "preußischblaue" 3 Schilling (MiNr. 15 b) in Mischfrankatur mit der MiNr. 16 nach London (500 Euro). Hübsche Frankaturen und eine nette Stempelabteilung sind bei Hannover (70 Lose) hervorzuheben. Sehr ungewöhnlich ist eine schwedische Antwortganzsache aus dem Jahre 1885, die von HELIGOLAND nach Stockholm zurücklief (2500 Euro) Lübeck lockt mit einen kompletten Bogen der MiNr. 3 in taufrischer Erhaltung (2000 Euro).

Ein Blick lohnt auch auf die Deutschen Kolonien, wo sehr schönes Briefmaterial insbesondere von Deutsch-Ostafrika und Deutsch-Südwest zu finden ist. Nur fünf Exemplare sind von der 10 Pf Togo ohne Wasserzeichen mit dem Aufdruck von Sansane-Mangu bekannt (MiNr. 18 F, 8000 Euro). Ins Auge fällt ein ungewöhnliches Angebot von 15 Losen der Oppelner Notausgabe von Oberschlesien. Sämtliche Stücke sind vom deutschen Verbandsprüfer Gruber und vom französischen Spezialprüfer Scheller geprüft, eine zusätzliche Sicherheit, da dieses Gebiet auch sehr viel in Frankreich gesammelt wird.

Den rund 1100 Positionen deutscher Philatelie folgen ca. 1200 Einzellose von Europa und Übersee. Die Ägäischen Inseln mit 30 Positionen und Albanien mit ca. 50 Losen stehen am Anfang der fast genau 800 Europa-Lose. Bei beiden Gebieten gibt es seltene Sätze und Aufdruckvarianten, die teils nur ganz geringe Auflagen haben. Frankreich ist mit fast 100 Positionen ebenso gut besetzt wie Italien. Hier kann Schwanke eine neu entdeckte Drei-Farben-Frankatur aus den MiNrn. 7, 9 und 10 von Modena anbieten. Die Marken der "Provisorischen Regierung" sind bereits lose gesucht, auf Briefen auf Grund ihrer kurzen Verwendungsmöglichkeit Seltenheiten (3000 Euro). Die Titelseite ziert eine Fünf-Farben-Frankatur der Österreichischen Levante. Dieser Brief lief von Smyrna nach Genua, die Postwertzeichen wurden bemerkenswerter Weise am Unterrand des Briefes platziert. Im österreichischen Ferchenbauer-Spezialkatalog wertet eine solche Frankatur mit wenigstens 25 000 Euro. Der Startpreis von 7500 Euro lässt also noch genügend Luft nach oben. Polen (ca. 50 Lose) bringt schöne Stücke der MiNr. 1, gute Aufdruckwerte aus 1921, "Groszy"-Aufdrucke nach 1945 sowie auch Ausgaben der Exilregierung und des polnischen Korps. "In perfekter Erhaltung" bescheinigt das Fotoattest von Fritz Heimbüchler einer gestempelten 108-Parale-Marke, die mit 7000 Euro an den Start geht.

Aus der Robert J. Cooley-Sammlung stammt ein Doppeldruck der MiNr. 18 der Kaiman-Inseln in ungebrauchter Erhaltung. Nur eine Handvoll Exemplare dieser seltenen Abart sind bekannt geworden. Im Stanley-Gibbons-Katalog mit 11 000 Pfund notiert, geht das angebotene Stück mit 8000 Euro ins Rennen. Klassische Ausgaben von Venezuela sind insbesondere auf Briefen sehr selten. Mit 900 Euro wird ein aus Liverpool kommender Brief ausgerufen, der bei der Ankunft in La Guayra im Jahre 1864 für den Weitertransport nach Caracas mit einer ½-Real-Marke (MiNr. 9 b) frankiert wurde.

Die philatelistische Literatur ist bei Schwanke wie immer sehr präsent (280 Lose).

Neben der bereits eingangs erwähnten "Sammlung Martina" kommen am zweiten Auktionstag etwa 1600 Positionen unter den Hammer. Substantielle Ländersammlungen gehören genauso dazu wie Nachlass- und Anlageposten im vier- bis fünfstelligen Ausrufbereich.

Bildbeschreibung: Ungewöhnlich: in Helgoland aufgegebene schwedische Antwortpostkarte nach Stockholm (2500 Euro).

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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Bemerkenswerte Zuschläge für Postgeschichte 1945

Wunstorf Einige bemerkenswerte Zuschläge brachte die 34. Harlos-Auktion am 21. November 2015, in deren Mittelpunkt die Auflösung der Sammlung von Wolfgang Strobel zur die Postgeschichte Deutschlands 1945 stand.

Der Stettiner Zipfel erzielte wie immer hohe Zuschläge. Den Spitzenpreis gab es für Heidebrink mit 2600 Euro.

Zwei Briefe der "Regierung Dönitz" in Schleswig-Holstein 1945 wurden mit 1050 bzw. 1250 Euro zugeschlagen.

Zwei Briefe aus der Besetzung Aachens aus der Zeit Anfang 1945 konnten jeweils für 3300 (1500) Euro abgesetzt werden.

Durchweg gut verkauft wurden Belege aus der Französischen Zone und der Sowjetischen Besatzungszone. Die Buchenwaldkarte auf dem Katalogtitel brachte 2700 Euro und damit 100 Euro weniger als der Ausruf.

Den Spitzenpreis der Auktion verbuchte jedoch eine Ganzsache aus Johore aus 1886 nach Deutschland, die mit 26 000 Euro nach Asien ging.

Internet: www.harlos-auktion.de

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Neue "Name Sale" bei Dr. Derichs

Köln/WM Seit Jahren ist das bekannte Auktionshaus in Köln für seine "Name sales" bekannt, also für Auktionen, bei denen exquisite Kollektionen namhafter Philatelisten angeboten und zuvor in einem Sonderkatalog dokumentiert werden.

Nun gab Roland Meiners, geschäftsführender Alleingesellschafter von Dr.-Derichs-Auktionen (Köln/ Berlin), die Versteigerung der Sammlung "Ernst Heemann - Preußen" am Kölner Stammsitz des 1957 gegründeten Auktionshauses bekannt, die diese bisherige Tradition der "Name Sales"-Versteigerungen in besonderer Weise fortführen wird.

Die Sammlung umfasst ausschließlich die Kopfausgaben des Königreiches mit Schwerpunkt auf den Ganzsachen und den als Freimarken verwendeten Ganzsachenausschnitten. Detailliert wird das Objekt in etwa 300 Einzellose, davon alleine 80 mit den so beliebten "Oktogonen", von denen ein Umschlag auch philateliegeschichtlich von großem Interesse ist: ein postalisch echt verwendeter Neudruck-Umschlag des 7-Silbergroschen-Oktogones an den französischen Philatelisten "Berger-Levrault", der portorichtig als Doppelbrief in der preußischen Rheinprovinz aufgeliefert wurde und den Postweg ordnungsgemäß durchlief.

Ernst Heemann, Jahrgang 1948, ist als Vermögensverwalter in seiner westfälischen Heimat Gronau-Epe ansässig und betreut vermögende Kunden und Familien bundesweit sowie im europäischen Ausland mit der entsprechenden Zulassung der BaFin. Bestandteil der Firmenstrategie ist auch das Asset Management mit einem eigenen Fonds.

Roland Meiners erklärte auf Befragen hierzu: "Nachdem ich im April 1989, da war ich erst 21 Jahre alt, meine erste Auktion nach Übernahme des Auktionshauses von Dr. Derichs machte, lernte ich Ernst Heemann schon im darauffolgenden Jahr kennen, also vor 26 Jahren. Sehr bald entwickelte sich ein von gegenseitigem Vertrauen geprägtes Verhältnis, und so versteigerte ich früher schon diverse andere Sammlungen aus seinem Besitz, wie etwa seine bedeutende Schweiz-Flugpostsammlung oder seine erste Preußen-Sammlung. Ähnlich wie Kurt Metzer begann er später eine zweite Preußen-Sammlung, die zu versteigern ich nun die Ehre habe. Über diese drei Jahrzehnte war mir persönlich nicht nur der philatelistische Austausch mit Ernst Heemann wichtig. Gerade in der Zeit, als ich ein noch junger Unternehmer war, waren für mich die Gespräche von Unternehmer zu Unternehmer sehr wertvoll, und Ernst Heemann konnte mir manches Mal mit seiner nahezu 20 Jahre größeren Lebenserfahrung einen Rat geben, von dem ich profitieren konnte und der mich vor Schaden bewahrte."

Die beeindruckende Reihe von "Name Sales" - wie etwa die Professor-Franz- oder Knieper-Auktionsserien - findet also mit der Sammlung Heemann eine Fortsetzung im Jahr 2016. Der Auktionstermin ist im Frühjahr und wird noch bekanntgegeben. Aufgelegt wird für die Sammlung ein Sonderkatalog mit Leinen-Festeinband und Schutzumschlag in ähnlicher Aufmachung wie die bekannten anderen Werke aus gleichem Hause. Der Sonderkatalog kann schon jetzt beim Auktionshaus bestellt werden und wird kostenlos an alle Interessenten verschickt.

Internet: www.auktionshaus-derichs.de

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China-Spezialauktion zum Jahresauftakt

Frankfurt/Main Das Auktionshaus BBA-Therese Weiser Nachf. veranstaltet am 6. Februar 2016 mit der 717. Sitzung die erste Versteigerung im Neuen Jahr. Neben vielen schönen Nachlass-Objekten aus den Bereichen Philatelie, Numismatik und Antikes wird es eine Sonderauktion "China" geben.

Die Auktion startet mit der Auflösung einer Infla-Briefe-Sammlung der Republik China, nach Aufgabetagen und Portostufen sortiert. Die Ausrufpreise in diesem Bereich haben nur "symbolischen Charakter". Dabei ist eine sehr hohe Inflations-Frankatur über 4 050 000 Dollar auf Luftpostbrief von Shanghai nach Deutschland, vorderseitig frankiert mit MiNrn. 805, 814 (Paar mit Randinschrift) und 867. Der Startpreis beträgt 100 Euro. Es folgt die Volksrepublik mit allen guten Blocks, u.a. der Block "Schauspielkunst" von 1962 (Block MiNr. 8) in postfrischer Prachterhaltung. Mindestens 6000 Euro sind dafür zu bieten.

Die Numismatik beginnt mit einem Cash- Münzen-Posten aus dem Nachlass eines Archäologen. Die Losbeschreibung lautet: "Antike Chinesische Münzen, ein ca. 100 Jahre altes chinesisches Lackkästchen, voll mit Cash-Münzen aus allen Epochen, dabei auch einige wertvolle große Stücke, Spatengeld, Messergeld, etc., in dem Lackschränkchen sind 3,5 kg Münzen enthalten, unsortiert, aber nahezu alle mit bestimmbaren Prägungen, ein Nachlass-Objekt, wie es selten angeboten wird." Das Lot geht mit 700 Euro ins Rennen.

Gespannt sein darf man auf das Ergebnis eines sehr seltenen Goldmünzsatzes der Volksrepublik. Einzeln angeboten werden die Münzen der 1. Ausgabe "Archäologische Funde der Bronzezeit" in Gold mit den Nennwerten von 200 bis 800 Yuan. Der Satz hatte mit 1000 Exemplaren eine sehr kleine Auflage. Alle Münzen sind einzeln verkapselt in der Original-Schatulle aus China-Lack mit Zertifikat (8000 Euro).

Das absolute Highlight der Versteigerung ist aber ein Porzellan-Objekt aus der frühen Qing-Zeit: "Fächer-Porzellan-Deckelschale, Qing-Dynastie, Shun Zhi (1644-1661), schönes Dekor mit einem Vogel, Blumen und Ornamenten, Kaiserliches Siegel auf dem Boden, top-erhalten, selten, ca. 1650 (45). Shun zhì (geboren 15. März 1638; gestorben 5. Februar 1661, Kaiser seit 30. Oktober 1644) war der Sohn des mandschurischen Fürsten Huang Taiji (Abahai) und wurde nach der Eroberung Chinas durch die Mandschu im Alter von sechs Jahren zum ersten Kaiser der neu begründeten Qing-Dynastie." Das Objekt wird mit 1500 Euro ausgerufen.

Ab diesem Jahren finden die Weiser-Auktionen übrigens in neuen Räumlichkeiten statt: DGB-Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77, 60329 Frankfurt. Die neue Lokalität ist größer, schöner und bietet außerdem zahlreiche kostenlose Parkplätze.

Bildbeschreibung: Mit 100 Euro bei Weiser ausgerufen: hohe chinesische Inflationsfrankatur nach Deutschland.

Internet: www.Auktionshaus-Weiser.de

© Deutsche Briefmarken-Revue

Philatelie und Postgeschichte "vom Feinsten" bei der Heinrich Köhler Frühjahrsauktion vom 15. bis 19. März 2016

wm (Wiesbaden) Die 362. Auktion vom 15. bis 19. März 2016 in Wiesbaden verheißt einen spektakulären Start in das Heinrich Köhler Auktionsjahr 2016. Sammler aus aller Welt erwarten mit Spannung die Versteigerungen des weltweiten Angebots, das mit einem gewichtigen Hauptkatalog und zwei Sonderkatalogen mit Schwerpunkt auf den altdeutschen Sammelgebieten erneut eine herausragende Auswahl feinster Philatelie und Postgeschichte präsentiert.

Bayern und Altdeutschland im Fokus

Insbesondere die Bayern-Sammler fiebern schon der Auktion entgegen, denn mit dem ersten Teil der Kollektion "Bayern 1849 bis 1875 - Die Sammlung Hilmar Kraus" kommt eine ebenso einzigartige wie wertvolle Sammlung unter den Hammer. Die Titelseite des Sonderkataloges schmückt ein Brief von Augsburg nach Lyon von 1853, frankiert mit acht (!) 9-Kreuzer-Marken der Quadratausgabe in lebhaft-grün - eine echte Augenweide! Das Prädikat "Erste Klasse" verdienen zahlreiche Lose dieser Ausnahmesammlung, die mit weiteren Auslandsdestinationen, aber auch einer stattlichen Anzahl "Schwarzer Einser" sowie einem großartigen Bereich Nummernstempel beeindruckt.

Ein weiterer, nicht minder spektakulärer Teil der Auktion bildet die Auflösung der Sammlungen "Altdeutsche Staaten, Auslandspostämter und Kolonien" von Heinrich Sanders. Der Sonderkatalog umfasst nahezu 900 Einzellose, darunter hochwertige Marken, seltene Stempel und zahlreiche fantastische Belege. Schwerpunkte dieser Sammlungen sind die Gebiete Braunschweig, Bremen, Hannover und Oldenburg. Heinrich Sanders hat über Jahrzehnte die Marken, Stempel aber insbesondere die Belege der ihm am Herzen liegenden norddeutschen Gebiete zusammengetragen. Kenntnisreich hat er die gesammelten Stücke - stets in Verbindung zur Geschichte der Region - recherchiert und auf individuell gestalteten Albumblättern aufgezogen, wodurch eine einzigartige Sammlung entstanden ist. Die Versteigerung dieser Sammlung wird den kompletten Freitag (18. März) in Anspruch nehmen!

Das ganze Spektrum der Philatelie im Hauptkatalog

Ein herausragendes Angebot weltweiter Philatelie und Postgeschichte mit einer großen Vielfalt an wertvollen Marken, Belegen und Sammlungen präsentiert auch der Hauptkatalog. Höhepunkte der Auktionswoche werden sicherlich die Versteigerungen der Heimatsammlung Stettin von Klaus Eitner mit exquisiten Stücken der deutschen und internationalen Schiffspost sowie die Auflösung einer Spezialkollektion Germaniamarken von 1920 von Dieter Kamradt sein. Ein Spezialangebot Markenheftchen Bayern bis Bundesrepublik bietet ausschließlich hochwertige Markenheftchen in bester Qualität. Dabei ist ein erstes Danziger Markenheftchen von 1925, welches in dieser hervorragenden Erhaltung erstmals seit Jahrzehnten angeboten wird.

Thematik-Sammler dürfen sich auf die Sammlung "Die Luft über den Olympiastadien" von Charly Biernat freuen, welche themenbezogene Flugpostbelege ab 1912 präsentiert. Die international mit Gold prämierte Kollektion "Vasco Da Gama" beeindruckt mit Schiffspost aus aller Welt vom 18. bis 20. Jahrhundert inklusive zwei Briefen mit der bekannten "Lady McLeod"-Briefmarke von Trinidad. Fortsetzung finden auch die Sammlungen Luxemburg Klassik (Teil II), die Tony-Zonneveld-Sammlung Iran/Persien (letzter Teil) sowie die Jan Frijling-Sammlung mit Briefen der Klassik und Semi-Klassik aus Aller Welt.

Ab dem 13. Februar 2016 werden alle Einzellose und Sammlungen mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern unter www.heinrich-koehler.de im Online-Katalog (auch als PDF) verfügbar sein. Der Katalogversand erfolgt nur wenige Tage später.

Katalogbestellungen sowie weitere Informationen zur Auktion und allen Losen bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de, Internet: www.heinrich-koehler.de

Erfolgreiche Fortagne & Lipfert-Auktion in Leipzig

wm (kf) Vom 15. Bis 16. Januar 2016 fand die 168. Leipziger Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert statt. S standen 3 800 Lose zum Verkauf, davon 900 Sammlungen und Lots, die überwiegend mit beachtlichen Steigerungen verkauft wurden.

Besonders gefragt waren auch Einzellose der Bereiche deutsche Zeppelinpost, Postgeschichte, Heimatphilatelie, alte deutsche Ansichtskarten, historische Wertpapiere/Notgeld, Sachsen und Deutsches Reich mit Privatganzsachen, bes. Gebiete 2. WK, Deutschland nach 1945 mit Lokal-, OPD- und SBZ-Ausgaben sowie DDR-Besonderheiten mit Plattenfehlern, Farben, bessere Wasserzeichen und Druckvermerke.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

Daniel Stade übernimmt Raith-Auktionen

wm Seit über drei Jahrzehnten hatte sich das Auktionshaus von Hartmut Raith, 1983 im hessischen Langgöns gegründet, für Postkartensammler und Philatelisten aus aller Welt zu einer verlässlichen Institution etabliert. 33 Jahre und 66 Auktionen lang konnte man dort ungezählte Schätze finden oder auch zur Versteigerung feilbieten. In diesen erfolgreichen Jahren fanden unzählig schöne und wertvolle Ansichtskarten, Vorläufer, Lithos, aber auch Philatelie, Ganzsachen, Bücher, Orden und weitere Memorabilien über das Auktionshaus ihren Weg in die weite Welt. Die letzte Auktion fand am 7. November 2015 statt.

Nach einer so langen und erfolgreichen Zeit beabsichtigte Raith sich etwas zurückzuziehen, fand in Daniel Stade einen würdigen Nachfolger, der selbst bereits seit zehn Jahren nach Übernahme des Auktionshauses von Walter Dienger sich einen Namen in der Branche gemacht hatte. Stades Auktionen hatten sich in den letzten Jahren zu einer der renommiertesten Adressen für Sammler alter Ansichtskarten weltweit etabliert. Zum Jahresbeginn übergab nun Hartmut Raith sein Traditionshaus an seinen Nachfolger. Er selbst bleibt dem Unternehmen aber auch weiterhin bei der Bearbeitung von Einlieferungen verbunden. Ab 2016 wird es statt bisher drei künftig vier Stade-Auktionen geben, was allein schon für die Präsenz des Hauses im Markt spricht. Jeweils 20 000 Lose bei einer Verkaufsquote von rund 90 Prozent signalisieren die Stärke des Unternehmens. Weitere Info: www.stade-auktionen.de

50.000 Euro für eine deutsche Briefmarke!

wm (Aachen) Titelstück der 57. AIX-PHILA Auktion am vergangenen Wochenende war eine neuentdeckte Marke aus dem Deutschen Reich, ein 2-Mark-Wert der Ausgabe "Germania" von 1921. 20 000 Euro war der Ausruf, die Mitbewerber aus dem Saal waren schnell aus dem Rennen, bis sich schließlich telefonisch ein österreichischer Sammler mit einem Anleger aus den USA um das begehrte Stück stritten. Der Hammer fiel dann zugunsten des amerikanischen Bieters bei unglaublichen 50.000 Euro, mit Aufgeld locker der Gegenwert einer Oberklassenlimousine.

Genauso begehrt war auch das übrige Angebot von Briefmarken und Münzen, ganz gleich ob der Startpreis bei 10 oder 1 000 Euro lag: Eine Goldmünze aus 1905 mit dem Wappen von Hamburg kletterte von € 1.000 auf € 1.500, eine moderne Anlegerpartie Euromünzen wurde mit € 5.000 zugeschlagen, ein Vorlagekarton zur Kontrollratsausgabe 1946 mit € 1.500 oder japanische Freimarken von 1914 mit € 1.550.

Den traditionellen Höhepunkt bildeten dann die mehr als 1.500 Sammlungen und Partien, die am Samstag im gut besuchten Auktionssaal fast vollständig versteigert wurden. € 11.400 erzielte eine Kollektion Altdeutschland (Ausruf € 4.000), € 5.600 eine Kollektion Frankreich und sogar € 14.500 eine Zusammenstellung VR China. Teils noch spektakulärer waren die Steigerungen im unteren Preissegment: So schoss eine Steckkartenpartie mit Marken aus Deutschland und Europa von 10 auf € 1.400 oder eine Zusammenstellung Alt-Russland von € 150 auf € 1.550. Auch Sammler mit kleinerem Budget kamen natürlich auf ihre Kosten, gab es doch auch reichlich Zuschläge zwischen € 10 und € 100.

Internet: www.aixphila.de

Lebhafte Nachfrage nach Sammlungen aller Art

Düsseldorf Die Sammlungs-Auktion bei Felzmann am 16. Oktober war ein voller Erfolg. Die über 1100 Sammlungen, Nachlässe und Briefposten entfachten bereits bei der Besichtigung ein starkes Interesse bei Händlern und Sammlern. Dies spiegelte sich dann auch in einer regen Beteiligung am Auktionstag wider. Insbesondere unberührtes Material und gepflegte Sammlungsaufgaben sorgten bei Bietern im Saal, am Telefon und per Internet immer wieder für intensive Bietergefechte.

Auf lebhaften Zuspruch traf gleich zu Anfang die Versteigerung einer großartigen Ausstellungssammlung zur Thematik Sport mit Schwerpunkt "Turnvater Jahn". Das Ausnahmeobjekt in sieben Bänden, das vornehmlich Ansichtskarten ab dem späten 19. Jahrhundert enthielt, konnte mit 6000 Euro Zuschlag seinen Ausrufpreis verdreifachen (Los 250). Einen phantastischen, über lange Zeit vollkommen unberührten Bestand an Ganzsachen aus aller Welt sicherte sich ein Kommissionärskunde für 7600 Euro, womit er sich gegen zahlreiche schriftliche Vorgebote durchsetze (Ausruf 1500 Euro, Los 283).

Bei Los 332 kamen Liebhaber der chinesischen Philatelie voll auf ihre Kosten. Die mit sämtlichen Spitzen bestückte Kollektion wurde von einer Vielzahl an Interessenten vorbesichtigt, was bei der Versteigerung zu einem intensiven Bietergefecht führte. Erst bei 34 000 Euro fiel der Hammer des Auktionators (Ausruf 20 000 Euro).

Im Bereich Europa überzeugte eine urige Alt-Sammlung und erzielte 3400 Euro (Ausruf 1000 Euro, Los 392), ein Sammlungsbestand mit Schwerpunkt Frankreich brachte 4200 Euro (Ausruf 1500 Euro, Los 448).

Im mit Spannung erwarteten Teil Altdeutschland und des Deutschen Reiches setzten gleich mehrere Objekte positive Akzente. Begehrlichkeit weckte vor allem eine uralte Deutschland-Sammlung, die viele Etappen der deutschen Postgeschichte abbildete. Die Schätzung von 3000 Euro wurde mit einem Zuschlag von 6000 Euro verdoppelt (Los 653). Hinzu kam ein umfangreicher Briefposten mit Belegen aus Altdeutschland, dem Deutschen Reich, Nebengebieten und Zonen. Dieser enorme Fundus überzeugte einen Sammler, der für 4400 Euro den Zuschlag erhielt (Ausruf 1500 Euro, Los 674). Eine umfassende Pracht-Sammlung Deutsches Reich sicherte sich ein Bieter für 10 000 Euro (Los 724). Noch höher gingen die Gebote bei einer hochkarätig besetzten Qualitätssammlung, ebenfalls aus dem Gebiet des Deutschen Reiches.

Die angesetzten 8000 Euro ließ das Los binnen Sekunden hinter sich und wurde nach ausgiebigem Bietergefecht fu¨r einen Spitzenpreis von 13 000 Euro verkauft (Los 728). Eine Highlight-Sammlung der deutschen Kolonialgebiete sorgte ebenfalls für Spannung im Auktionssaal. Das über 40 Jahre unberührt gelagerte Objekt startete bei 3000 Euro und ging zu guter Letzt für 8500 Euro an einen beharrlichen Saalbieter (Los 853).
Erfreuliche Ergebnisse lieferten auch Sammlungen aus Nachkriegsdeutschland. Besonders begehrt war eine Kollektion mit über 1000 Briefen, die ihren Ausrufpreis von 800 Euro mehr als verdreifachte (Los 971). Los 986 überzeugte mit einer gehaltvollen Sammlung hochwertiger Lokalausgaben. Das Objekt wurde fu¨r 2000 Euro ausgerufen und fand für 5200 Euro einen neuen Besitzer. Die Bereiche der SBZ inklusive Bezirkshandstempeln und anschließender DDR knüpften an die durchweg guten Ergebnisse an. Besonders die Lose 1126 und 1127 brachten die Sammler in Kauflaune: zum einen eine umfassende, hochgradig spezialisierte Materialsammlung sämtlicher OPDen sowie der Allgemeinen Ausgaben, zum anderen eine SBZ-Luxussammlung der Jahre 1945-49 mit Ausstellungscharakter. Beide Objekte lagen bei Zuschlag weit über ihrem Ausruf. Los 1126 erzielte 8500 (5000) Euro, Los 1127 ging für 15 000 (8000) Euro in neue Hände. Eine sechsbändige, sehr gepflegte Nachlass-Sammlung Bezirkshandstempel brachte mit 10 000 Euro mehr als das Dreifache ihres Startpreises (Los 1136). Eine weitere Sammlung mit Bezirkshandstempeln wurde für 7400 Euro verkauft (Los 1137, Ausruf 3000 Euro). Gegen Ende der Auktion stand noch eine reichhaltige DDR-Kollektion in drei selbst gestalteten Alben auf der Liste vieler Interessenten. Mit 600 Euro angesetzt, wurde das urige Objekt erst bei 3400 Euro zugeschlagen (Los 1148).

Internet: www.felzmann.de

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Frankatur-Seltenheit von Hannover!

Eine Art Königsdisziplin bei den Mischfrankaturen sind wertstufengleiche Mischfrankaturen, d.h. die gleiche Wertstufe zweier verschiedener Ausgaben wurde zusammen verklebt.

Harald Rauhut kann auf seiner 167. Versteigerung am 12. Dezember eine solche wertstufengleiche Mischfrankatur von zwei 1-Groschen-Marken rosa von Hannover auf Faltbrief vom 7. März 1864 nach Halberstadt ausrufen. Wertstufengleiche Mischfrankaturen sind bei Hannover äußerst selten. Eine Kombination zwischen der MiNr. 1 und MiNr. 2, zwischen deren Ausgabe 18 Monate lagen, erzielte kürzlich auf einer Auktion in den USA umgerechnet fast 25 000 Euro (bei 84 Euro Michel lose!). Bei den auf dem abgebildeten Brief verklebten MiNrn. 14 und 23 liegen sogar fünf Jahre zwischen den Ausgaben (inzwischen hatte die Hannoversche Postverwaltung die Trennung mittels Durchstich eingeführt). Eine solche Mischfrankatur ist extrem ungewöhnlich! Hervorzuheben ist außerdem das Verwendungsdatum der MiNr. 23: Krötzsch spricht von einem Erscheinen "Anfang Juli", bei Kohl ist immerhin der 14. März 1864 als Ersttag genannt.

BPP-Verbandsprüfer Florian Berger merkt in seinem Attest an: "Die Marken weisen kleinere Mängel auf (die Frankatur wurde zur Kontrolle gelöst und wieder aufgeklebt). Es handelt sich um die früheste mir bekannte Verwendung der durchstochenen 1 Gr.-Marke."

Der Faltbrief ziert den Titel der 167. Rauhut-&-Kruschel-Auktion und startet mit moderaten 1000 Euro.

Internet: www.rauhut-auktion.de

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SBZ-Bezirkshandstempel besonders begehrt

Düsseldorf Die durchweg guten Ergebnisse der 154. Felzmann-Auktion am 5. und 6. November geben Anlass zur Freude bei Käufern und Einlieferern. Das Auktionshaus bewies einmal mehr, dass es für hochwertige Briefmarken die passenden Kunden findet.

Den Auftakt der Auktion machte ein umfangreiches Angebot an Zeppelin- und Flugpost mit annähernd 1000 Losen. Besonders angetan hatte es den Bietern eine Weinkarte von Bord des LZ 129 "Hindenburg". Diese seltene Version des Kurgarten-Hotels wurde mit 150 Euro ausgerufen und für 1200 Euro zugeschlagen (Los 4099). Ebenso interessiert zeigte sich das Publikum an einer Postkarte aus Liegnitz von 1913, befördert mit dem Zeppelin LZ 17 "Sachsen". Das einwandfrei erhaltene Stück ging für 1600 Euro an einen schriftlichen Bieter (Los 4192, Ausruf 1200 Euro). Ein Brief zur Olympiafahrt 1936 stach mit einer sechsfachen Steigerung des Startgebots im Bereich Thematik besonders heraus (Los 7520, Ausruf 250 Euro, Zuschlag 1500 Euro). Viele weitere Lose dieser Rubrik konnten ihren Schätzpreis um ein Vielfaches steigern.

Den höchsten Zuschlag der Auktion beanspruchte der zinnoberrote Merkur für sich. Für 40 000 Euro plus Aufgeld sicherte sich ein Liebhaber im Saal die wunderbar erhaltene Alt-Österreich-Rarität (Los 5140, Ausruf 38 000 Euro).

Stark nachgefragt wurden auch seltene Markenausgaben aus Altdeutschland. Allen voran eine echt gestempelte ½-Schilling-Marke aus Bergedorf in schwarz auf dunkelblau. Mit 2500 Euro ausgerufen, lag das letzte Gebot eines Saalbieters bei 4400 Euro (Los 5358). Den Schätzwert mehr als verdoppeln konnte eine schöne 10-GroschenMarke aus Hannover, die mit ihrem ideal zentrisch platzierten Stempel großes Interesse weckte. Ungeachtet des Katalogwertes in Höhe von "nur" 1100 Euro erfolgte der Zuschlag des Auktionators erst bei 2500 Euro (Los 5396, Ausruf 1200 Euro). Spitzenergebnisse lieferten auch zwei legendäre "Sachsen Dreier". Los 5427 mit einem der Klassiker auf attraktivem Luxus-Briefstuck brachte 7500 (6500) Euro. Los 5428, ein besonders farbtiefes Exemplar in braunrot mit farbigem Stempel, erzielte sogar 9000 (8000) Euro.
Interessiert zeigte sich die internationale Bieterschaft auch an einer faszinierend vielfältigen Sammlung von Belegen aus der Zeit der Hochinflation. Vor allem eine Einschreiben-Ruckschein-Karte nach New York, frankiert mit 88 Milliarden Mark, hatte es den Sammlern angetan und wurde von 180 Euro auf 1300 Euro gesteigert (Los 5849).

Für mehr als das Vierfache des Ausrufpreises wurde eine Fotoessay-Serie zur Internationalen Automobil-Ausstellung Berlin 1939 zugeschlagen. Die amtliche Vorlage für spätere Ausgaben der Marken ging für 2700 Euro an einen neuen Besitzer (Los 5967).

Wenig später stand eines der beliebtesten Sammelgebiete des Deutschen Reiches auf dem Programm: die Deutschen Auslandspostämter und Kolonien. Die Kauflaune der Sammler erwachte insbesondere bei Los 6039, einer 30 Pf "Handstempelaufdruck" der Deutschen Post in China auf außergewöhnlich schönem Briefstück mit einem Startpreis von 2400 Euro. Nach zahlreichen Steigerungen konnte sich ein Saalbieter mit einem Gebot von 4600 Euro gegen Kontrahenten aus dem Internet durchsetzen. Ebenso entschlossen ging ein Bieter bei einer 2 ½ $-Marke aus Kiautschou vor. Für 3200 Euro erhielt er den Zuschlag für das wundervoll gestempelte Stück (Los 6104).

Im Bereich der Deutschen Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg sorgte unter anderem die Abart einer Marke aus Serbien fur Aufsehen. Es handelte sich um eine 1,50 D-Marke mit Netzüberdruck, jedoch ohne Landesnamen, da dieser im Blinddruck ausgeführt wurde. Die ausgerufenen 800 Euro konnte die Seltenheit mit 2000 Euro Zuschlag mehr als verdoppeln (Los 6581).

Den Höhepunkt im Bereich deutsche Nachkriegsphilatelie bildeten die stark nachgefragten Bezirkshandstempelaufdrucke der SBZ. Es waren Handstempel aus Bezirk 3 und 29, die bei Liebhabern dieses Sammelgebietes besonderen Anklang fanden. Dies schlug sich folglich in deutlichen Gebotssteigerungen nieder. Bei Los 7013, einem Bezirkshandstempel aus Berlin-Hohenschönhausen auf 5 Mk, lag das letzte Gebot bei 1400 Euro (Ausruf 500 Euro). Noch höher gingen die Gebote für einen Stempel aus Dessau 1 auf 60 Pf. Ein Kommissionärskunde erhielt für 3400 Euro den Zuschlag (Los 7069, Ausruf 1000 Euro).

Die DDR hielt ebenfalls einige Raritäten bereit. Hervorzuheben ist eine 5-Pf-Marke DDR MiNr. 640 Uu aus der Bogenecke, unten ungezähnt mit klar aufsitzender Entwertung Karl-Marx-Stadt. Bei 2700 Euro fiel der Hammer des Auktionators nach intensivem Wettstreit zweier Telefonbieter (Los 7267, Ausruf 500 Euro).

Großer Beliebtheit erfreuten sich auch Seltenheiten aus der Bautenserie der Bizone. Eine postfrische 60 Pf Type I erzielte 1400 Euro (Los 7390, Ausruf 300 Euro), eine gestempelte 40-Pf-Marke sogar 1600 Euro (Los 7386, Ausruf 250).

Internet: www.felzmann.de

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Mecklenburg-Strelitz wurde komplett abgesetzt

Berlin Schon im Vorfeld der 55. Hadersbeck-Auktion vom 28. bis 30. Oktober zeigten die Kunden reges Interesse bei der Besichtigung bzw. durch schriftliche Gebote. An den drei Auktionstagen war der Auktionssaal gut gefüllt, auch die anwesenden Kommissionäre hatten lange Bieterlisten. Die Verkaufsquote lag nach der Versteigerung bei ca. 60 % und dürfte sich durch den Nachverkauf noch weiter steigern.

Auf großes Interesse stieß eine Spezialsammlung Mecklenburg-Strelitz, die in 44 Positionen aufgeteilt worden war. Alle fanden neue Besitzer, und der Gesamtzuschlag erreichte schließlich 18 085 (11 350) Euro. Gut beboten war auch eine Bergedorf MiNr. 5 auf Briefstück, die von 1000 auf 1800 Euro kletterte. Eine "Sachsen Dreier" mit kleinen Mängeln wurde immerhin noch für 1280 (850) Euro mitgenommen. Mit leichten Steigerungen verkaufte sich das Deutsche Reich. Erwähnt seien 2050 (2000) Euro für eine MiNr. 6 postfrisch, 1100 (1000) Euro für eine postfrische MiNr. 97 AIa und 720 (700) Euro für eine ebenfalls postfrische MiNr. IV. Etwas mehr zog ein postfrischer Block MiNr. 2 mit 1950 (1600) Euro ab. Auch Nachkriegsdeutschland konnte bemerkenswerte Resultate verbuchen.

Die Münzabteilung mit ca. 400 Losen wurde fast vollständig verkauft.

Am dritten Versteigerungstag mit Posten/ Sammlungen/Auflösungsposten fanden wieder viele Bietergefechte statt.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

© Deutsche Briefmarken-Revue

e@uction am 9. Dezember 2015 bei Felzmann (Philatelie) 20.11.2015

wm (Düsseldorf) Für die e@uction im Dezember steht einmal mehr ein spannendes philatelistisches Programm für jeden Geldbeutel bereit. Zu finden sind über 1000 kleine, feine Lose, gespickt mit etlichen hochkarätigen Stücken. Darunter sind viele gesuchte deutsche Ausgaben aus Altdeutschland, dem Deutschen Reich und den Deutschen Kolonien. Hervorzuheben ist ein Sachsen Dreier mit K2 Leipzig (Los 10247), eine zeitgerecht gestempelte Inflationsausgabe 8 Tsd auf 30 Pfg (Los 10339), eine 1 RM "Burg Rheinstein" (Los 10400) oder eine ungebrauchte 50 Pfg Handstempelaufdruck der Deutschen Post in China (Los 10449). Auch Danzig, die SBZ und die Bundesrepublik sind bestens vertreten. Mit dabei sind eine 2 Mk "Großer Innendienst" zeitgerecht entwertet auf Pracht-Briefstück (Los 10489), Markenausgaben aus Sachsen und Thüringen (Lose 10753, 10765, 10778 und 10789), sowie ein postfrischer Posthornsatz (Los 10069). Zudem kommen Raritäten aus Europa und Übersee unter den virtuellen Hammer. Beispielhaft ein postfrischer Kinderblock aus China (Los 10069) oder ein postfrischer WIPA-Block aus Österreich (Los 10132).

Alle Lose stehen ab dem 27. November im Online-Katalog auf www.felzmann.de zur Ansicht zur Verfügung.

Ein erfolgreicher Abschluss des Auktionsherbstes bei Felzmann

wm (Düsseldorf) Die durchweg guten Ergebnisse der 154. Felzmann-Auktion (5.-6. November 2015) gaben Anlass zur Freude bei Käufern und Einlieferern. Den Auftakt der Auktion machte ein umfangreiches Angebot an Zeppelin- und Flugpost mit annähernd 1 000 Losen. Besonders angetan hatte es den Bietern eine Weinkarte von Bord des LZ 129 "Hindenburg". Diese seltene Version des Kurgarten-Hotels wurde bei 150 Euro ausgerufen und für 1.200 Euro zugeschlagen (Los 4099). Ebenso interessiert zeigte sich das Publikum an einer Postkarte aus Liegnitz von 1913, befördert mit dem Zeppelin LZ 17 "Sachsen". Das einwandfrei erhaltene Stück ging für 1.600 Euro an einen schriftlichen Bieter (Los 4192, Ausruf 1.200 Euro). Ein Brief zur Olympiafahrt 1936 stach mit einer sechsfachen Steigerung des Startgebots im Bereich Thematik besonders heraus. (Los 7520, Ausruf 250 Euro, Zuschlag 1.500 Euro). Viele weitere Lose dieser Rubrik konnten ihren Schätzpreis um ein Vielfaches steigern.

Den höchsten Zuschlag der Auktion beanspruchte der zinnoberrote Merkur für sich. Für 40.000 Euro plus Aufgeld sicherte sich ein Liebhaber im Saal die wunderbar erhaltene Alt-Österreich-Rarität (Los 5140, Ausruf 38.000 Euro). Stark nachgefragt wurden auch seltene Markenausgaben aus Altdeutschland. Allen voran eine echt gestempelte ½ Schilling Marke aus Bergedorf in schwarz auf dunkelblau. Bei 2.500 Euro ausgerufen lag das letzte Gebot eines Saalbieters bei 4.400 Euro (Los 5358). Den Schätzwert mehr als verdoppeln konnte eine schöne 10 Groschen-Marke aus Hannover, die mit ihrem ideal zentrisch platzierten Stempel großes Interesse weckte. Ungeachtet des Katalogwertes in Höhe von "nur" Euro 1.100 erfolgte der Zuschlag des Auktionators erst bei 2.500 Euro (Los 5396, Ausruf 1.200 Euro). Spitzenergebnisse lieferten auch zwei legendäre "Sachsen Dreier". Los 5427 mit einem der Klassiker auf attraktivem Luxus-Briefstück brachte 7.500 Euro (Ausruf 6.500 Euro). Los 5428, ein besonders farbtiefes Exemplar in braunrot mit farbigem Stempel erzielte sogar 9.000 Euro (Ausruf 8.000 Euro).

Interessiert zeigte sich die internationale Bieterschaft auch an einer faszinierend vielfältigen Sammlung an Belegen aus der Zeit der Hochinflation. Vor allem eine Einschreiben-Rückschein-Karte nach New York, frankiert mit 88 Milliarden Mark, hatte es den Sammlern angetan und wurde von 180 Euro auf 1.300 Euro gesteigert (Los 5849).

Für mehr als das Vierfache des Ausrufpreises wurde eine Fotoessay-Serie zur Internationalen Automobil-Ausstellung Berlin 1939 zugeschlagen. Die amtliche Vorlage für spätere Ausgaben der Marken ging für 2.700 Euro an einen neuen Besitzer (Los 5967).

Wenig später stand eines der beliebtesten Sammelgebiete des Deutschen Reiches auf dem Programm: Die Deutschen Auslandspostämter und Kolonien. Die Kauflaune der Sammler erwachte insbesondere bei Los 6039, einer 30 Pfg "Handstempelaufdruck" der deutschen Post in China auf außergewöhnlich schönem Briefstück mit einem Startpreis von 2.400 Euro. Nach zahlreichen Steigerungen konnte sich ein Saalbieter mit einem Gebot von 4.600 Euro gegen Kontrahenten aus dem Internet durchsetzen. Ebenso entschlossen ging ein Bieter bei einer 2 ½ $-Marke aus Kiautschou vor. Für 3.200 Euro erhielt er den Zuschlag für das wundervoll gestempelte Stück (Los 6104).

Im Bereich der Deutschen Besetzungsgebiete II. Weltkrieg sorgte unter anderem die Abart einer Marke aus Serbien für Aufsehen. Es handelte sich um eine 1,50 D Marke mit Netzüberdruck, jedoch ohne Landesnamen, da dieser im Blinddruck ausgeführt wurde. Die ausgerufenen 800 Euro konnte die Seltenheit mit 2.000 Euro Zuschlag mehr als verdoppeln (Los 6581).

Den Höhepunkt im Bereich deutsche Nachkriegsphilatelie bildeten die stark nachgefragten Bezirkshandstempelaufdrucke der SBZ. Es waren Handstempel aus Bezirk 3 und 29, die bei Liebhabern dieses Sammelgebietes besonderen Anklang fanden. Dies schlug sich folglich in deutlichen Gebotssteigerungen nieder. Bei Los 7013, einem Bezirkshandstempel aus Berlin-Hohenschönhausen auf 5 Mk, lag das letzte Gebot bei 1.400 Euro (Ausruf 500 Euro). Noch höher gingen die Gebote für einen Stempel aus Dessau 1 auf 60 Pfg. Ein Kommissionärskunde erhielt für 3.400 Euro den Zuschlag (Los 7069, Ausruf 1.000 Euro). Die DDR hielt ebenfalls einige Raritäten bereit. Hervorzuheben ist eine 5 Pfg-Marke aus der Bogenecke auf den großen Preis der DDR, unten ungezähnt mit klar aufsitzender Entwertung Karl-Marx-Stadt. Bei 2.700 Euro fiel der Hammer des Auktionators nach intensivem Wettstreit zweier Telefonbieter (Los 7267, Ausruf 500 Euro). Großer Beliebtheit erfreuten sich auch Seltenheiten aus der Bautenserie der Bizone. Eine postfrische 60 Pfg Type I erzielte 1.400 Euro (Los 7390, Ausruf 300 Euro), eine gestempelte 40 Pfg-Marke sogar 1.600 Euro (Los 7386, Ausruf 250).

Alle Ergebnisse der Auktion sind auf www.felzmann.de in der Ergebnisliste einsehbar.

© Deutsche Briefmarken-Revue

Vorbericht zur 146. Dr. Reinhard Fischer-Auktion

wm (Bonn, rf-PR) Am 13./14. lädt das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer zur 146. Versteigerung nach Bonn an den Rhein ein. Ein umfangreiches Angebot von über 10.700 Losen in zwei Luxuskatalogen wird offeriert.

Am Auktionsfreitag haben Numismatiker und Anleger die Auswahl aus ca. 2.500 Losen, dabei zahlreiche Anlagemünzen, seltene Goldsets Russlands, China mit ausgesuchten Stücken sowie die Auflösung der Sammlung <> eines Kölner Numismatikers.

Das umfangreiche Angebot der weltweiten Philatelie wird am Auktionssamstag versteigert und bietet zahlreichen Seltenheiten, Raritäten und gesuchte Standards.

Angefangen bei einem Qualitätsstück der ersten deutschen Briefmarke, dem Bayern Einser (1.600) lockt das umfangreiche Angebot Altdeutschland mit etlichen Briefen, Stempellosen, Abarten, dabei u. a. 30 Kreuzer Baden gestempelt, 70 Kreuzer Württemberg ungebraucht und gestempelt. Der Norddeutsche Postbezirk bietet zahlreiche interessante Belege in außergewöhnlich guter Erhaltung, dabei seltene Frankaturen!

Unter den Ausgaben des Deutschen Reiches 1872 - 1945 fallen zahlreiche gesuchte Standards, Briefe sowie Besonderheiten auf, so z. B. die seltenen Hitler-Werte 801 und 802 in B-Zähnung in gestempelter Ausnahme-Erhaltung. Auch gesuchte Wasserzeichen-Varianten der Nothilfe-Ausgaben der 1920/1930er Jahre sind sowohl im Angebot wie eine reichhaltige Auswahl Markenheftchen, Zusammendrucke und Heftchenblätter. Abgerundet wird das ganze durch eine schöne Auswahl gesuchter Zeppelin-Belege.

Das umfangreiche Angebot der deutschen Auslandspostämter und Kolonien glänzt mit zahlreichen gesuchte Standard-Ausgaben, Vorläuferausgaben, Stempellosen, Typen und Besonderheiten. Dabei u. a. China Mi.-Nr. 7II sog. Futschau-Provisorium in postfrischer und gestempelter Erhaltung. Ebenso die seltene Mi.-Nr. 27I von China in ungebrauchter Kabinetterhaltung. Unter den Ausgaben Marokkos finden sich die wegen Umrechnungsschwierigkeiten unverausgaben Werte in Pfennigwährung, weiterhin Mi.-Nr. 10II/15II amtlich nicht verausgabt mit fettem Aufdruck postfrisch. Unter den Ausgaben der Dt. Kolonien fallen Plattenfehler und etliche Typen ins Auge, Deutsch-Südwest-Afrika bietet eine große Seltenheit: ein Zwischenstegpaar der 25 Pfg Krone/Adler in b-Farbe in tadellos postfrischer Luxuserhaltung. Schon eine Einzelmarke ist in dieser Qualität selten, als Zwischenstegpaar ist es eine kleine Rarität.

Unter den Ausgaben der sog. "Deutschen Gebiete 1914 - 1935" fallen bei Danzig etliche Probedrucke und bessere Typen auf, Memel bietet den Satz 206/29 in gestempelter Luxuserhaltung. Ebenso angeboten wird ein gestempelter Grün-Aufdruck. Auch unter den Ausgaben des Saargebiets gibt es zahlreiche hochwertige Stücke wie Aufdruckfehler, kopfstehende Aufdrucke, gesuchte Standard-Ausgaben wie u. a. gestempelte Werte aus dem Urdrucksatz mit neuen Attesten Geigle BPP.

Neben der Auflösung der hochwertigen Sammlung "Kanalinseln - Guernsey und Jersey" von Dr. Rommerskirchen in etwa 250 Losen bieten die Ausgaben der deutschen Besetzung im 2. Weltkrieg zahlreiche gesuchte Standard-Ausgaben, bessere Werte Dünkirchen und Festung Lorient mit aktuellen Prüfungen Lothar Herbst VP. Die Feldpostausgaben bieten zahlreiche Seltenheiten wie u. a. Kurland-Schnellbrief mit aktuellem Attest Guido Gabisch BPP.

Im Bereich Deutschland nach 1945 finden sich zahlreiche Raritäten, u. a. Deutsche Lokalausgaben, SBZ mit vielen Typen und Besonderheiten, ebenso die Ausgaben der DDR. Das Angebot der Westzonen bietet zahlreiche Highlights, z.B. Bizone I/IX Type I + II gestempelt mit aktuellen Schlegel-Attest, weiterhin u. a. alle gesuchten Standard-Ausgaben Bundesrepublik Deutschland und Berlin, Bund Mi.-Nr. 137YU **, Plattenfehler und Besonderheiten.

Unter den Ausgaben Europas fallen interessante Offerten von Frankreich, Schweiz, Österreich und Liechtenstein ins Auge, aber auch interessante Stücke von Jugoslawien und Kroatien kommen zum Aufruf.

Den Höhepunkt bildet ein umfangreiches Sammlungsangebot mit über 1.800 aus Privathand stammenden Losen, angefangen beim kleinen Briefposten im Umschlag bis hin zur mehrere Bände umfassenden Spezialsammlung im großen Karton. Aber auch etliche Fundgruben und Nachlässe ohne Detaillierung werden angeboten. 470 Sammellose sind auf der Homepage vollständig abgebildet.

Über das umfangreiche Auktionsangebot, die Besichtigungszeiten und weitere Fotos, auch der im Katalog nicht bebilderten Lose kann man sich online auf der Internetseite www.ReinhardFischerAuktionen.de informieren. Die optimierte Suche im Online-Katalog ist für die "Online"-Besichtigung eine gute Hilfe.

Internet: www.ReinhardFischerAuktionen.de

361. Heinrich-Köhler-Auktion: Baltikum-Spitzensammlung setzt Bestmarken

Es war der unangefochtene Höhepunkt der Köhler-Herbstauktion vom 22. bis 26. September in Wiesbaden: Nach zwölf Stunden Versteigerung von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends - nur unterbrochen von einer kurzen Mittagspause und zwei noch kürzeren Kaffeepausen - ruhte der Hammer und die etwas mehr als 1000 Lose der Sammlung "BALTICA - Estland, Lettland und Litauen 1918-1941" von Dr. Hubert Schrödinger waren verkauft. Über ein halbes Jahrhundert hatte der Sammler alle großen Raritäten dieser Gebiete zusammengetragen. Dementsprechend groß, um nicht zu sagen riesig, war das Interesse.

Spezialsammlungen und Posten mit großer Nachfrage

Sichtlich geschafft, aber ebenso glücklich waren die Auktionatoren Dieter Michelson und Tobias Huylmanns, die den Tag nahezu im Dauereinsatz verbracht hatten. Gleiches galt natürlich für eine Vielzahl der angereisten Kunden, die "live" miterlebten, wie der Verkauf der Sammlung mit teils sensationellen Steigerungen um das Dreifache, Fünffache, Achtfache und mehr als das Zehnfache (einmal sogar um das Dreißigfache!) wahrlich ein großes Feuerwerk abbrannte. Mit herausragenden Ergebnissen, deren Auswahl beinahe beliebig fortgesetzt werden könnte, beeindruckten u.a. Los 8992 (Ausruf: 800 Euro, Zuschlag: 4000 Euro), Los 8188 (250/7500 Euro), Los 8308 (2000/11 000 Euro), Los 8324 (3000/ 13 000 Euro) oder Los 8988 (300/11 000 Euro). Sammler aus Russland, Litauen, Estland, Schweden, Norwegen und Israel waren persönlich angereist. Daneben hatte sich eine große Zahl Internetbieter zugeschaltet, und auch Telefonbieter waren während der gesamten Versteigerung aktiv - u.a. ein Sammler aus Asien, der als langjähriger Kunde der Köhler-Schwestergesellschaft John Bull aus Hongkong und durch die Teilnahme Köhlers an der Ausstellung in Singapur auf die Versteigerung aufmerksam geworden war.

Zu den weiteren Höhepunkten der Auktionstage gehörte auch die Versteigerung der Waldersee-Sammlung "Kamerun und Togo", die mit der Titelseite des Sonderkataloges gleichzeitig das Spitzenstück der Kollektion präsentieren konnte. Der seltene Stempel "SSANGA-NGOKO" auf Postkarte wurde von 5000 auf 8 500 Euro gesteigert, und ein Sammler darf sich nun über ein ganz besonderes Stück freuen. Interessant ist auch der Text der Karte, dessen Absender dem Adressaten Oberleutnant Franz in Berlin schrieb: "... Ich habe heute die Postagentur Sanga-Ngoko eröffnet ...".

Der Verkauf der postgeschichtlichen Spezialsammlung "IMPERIAL Collection" (Osmanisches Reich) verlief unter Teilnahme zahlreicher internationaler Kunden, darunter Sammler und Händler, die u.a. aus der Türkei und angrenzenden Ländern eingeflogen waren und für heiße Bietergefechte im Saal sorgten, ebenfalls sehr erfolgreich. Manche Stempel erzielten niemals zuvor erreichte Zuschlagshöhen, so z.B. die Lose 536 (4000/16 000 Euro) und 564 (7000/ 9500 Euro). Darüber hinaus beeindruckte auch die Sammlung Persien/ Iran mit zahlreichen hohen Zuschlägen und außergewöhnlichen Steigerungen, darunter das Los 749, das von 5000 auf 12 000 Euro sprang. Auch Luxemburg bestach durch ein hochwertiges Angebot loser Marken und Briefe der ersten Ausgaben. Los 299, ein Brief mit einer Achtfach-Frankatur der 10-Centimes-Marke mit dem Abbild König Wilhelm III (MiNr. 1), erzielte einen Zuschlag von 5200 (3000) Euro.

Eine enorm starke Nachfrage erlebten die Sammlungen und Posten europäischer Länder und von Übersee bei erkennbar steigender Preistendenz. Ein neuer Trend scheint sich im Bereich der Briefe und Postgeschichte der Semi-Klassik um 1900 abzuzeichnen, die besonders gesucht waren und dementsprechend starke Ergebnisse verzeichnen konnten.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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353. Schwanke-Auktion: Die tanzende Schildkröte von Acre

Zu den Höhepunkten der letzten Versteigerung des Jahres beim Hamburger Traditionshaus Schwanke gehören die "Schwanke Specials", kleine und große Lose, meist "marktfrisch" und stets zu attraktiven Startpreisen. Am 20. und 21. November kommen darüber hinaus rund 4500 weitere Lose unter den Hammer, bei denen die internationale Philatelie mit 1400 Positionen stark vertreten ist. Ähnlich umfangreich präsentieren sich die deutschen Sammelgebiete. Über 1700 Sammlungen, Posten und Partien bilden den Abschluss. Von hochwertigen Spezialsammlungen bis hin zu Händlerposten ist alles dabei.

Ein Musterbogen kam durch

1899 im tiefsten Dschungel Amazoniens: Hier liegt die Provinz Acre im Dreieck zwischen Peru, Bolivien und Brasilien. Ein Gebiet von rund 165 000 Quadratkilometern und damit immerhin fast halb so groß wie das deutsche Staatsgebiet. Kautschuk ist der Rohstoff der Stunde, es ist die Zeit, in der das riesige Opernhaus in Manaus entsteht und die Kautschukbarone sich ihre Zigarren mit 100-Dollar-Noten anzünden. Acre möchte sich von Bolivien abtrennen und sucht den politischen Anschluss an Brasilien. Im Jahre 1899 kommt es zu einer Revolution, und der Abenteurer Luis Galvez, der selbsternannte "Kaiser von Amazonien", ruft die Republik Acre aus. Doch alles ist nur von kurzer Dauer. Nach ein paar Jahren Revolution und Gegenrevolution kauft schließlich im Jahre 1903 Brasilien das Gebiet für 2 Millionen Pfund von Bolivien. Heute ist Acre das westlichste Departement Brasiliens. Kautschuk wird noch immer gesammelt.

Zu den hoheitlichen Insignien eines neu entstandenen Staates zählt traditionell die Ausgabe eigener Münzen und Briefmarken, und so nimmt es nicht Wunder, dass auch der neue Herr in der Republik einen Druckauftrag für Briefmarken erteilt. Hintergründe und Details beschreibt Wolfgang Baldus in seinem Werk "The Postage Stamps of the INDEPENDENT STATE OF ACRE". Um das Ergebnis gleich vorwegzunehmen: Die für Acre bestimmte Briefmarkenlieferung wird von einem brasilianischen Kanonenboot abgefangen und verbrannt. Nur ein einziger Bogen des Wertes zu 300 Reis war - sozusagen als Musterbogen - auf anderem Weg von der Druckerei in Buenos Aires in das Revolutionsgebiet gelangt. Von diesen Marken sind heute nur noch fünf bis sechs Exemplare bekannt (Wolfgang Baldus listet in seinem o.g. Werk vier Exemplare auf). Sie darf zu den seltensten Briefmarken der Welt gezählt werden. Im Mittelpunkt des Bildes sehen wir einen Gummibaum, links davon eine kleine Hütte, wie sie vielleicht von einem Gummisammler bewohnt wurde, und rechts vom Baum tanzt fröhlich eine kleine Schildkröte. Dieses Motiv bezieht sich auf eine Fabel aus der Welt der indigenen Bevölkerung. In der Legende gelingt es einer kleinen Schildkröte, durch eine schlaue List ihrem sicheren Tod zu entgehen - und wird damit zu einem Symbol, wie sich jemand durch seine eigene Klugheit und Geistesgegenwart aus einer sehr prekären Lage befreien kann.

Sucht man nach Auktionsergebnissen dieser Marke, findet man zwei Resultate aus 1985 (Feldman, Genf, Zuschlag 7500 Franken) und aus 1994 (Christies, New York, 5000 US Dollar). Das von Schwanke im Rahmen der "Specials" angebotene Stück ist die Nummer 4 im Zensus von Wolfgang Baldus, das vermutlich erstmalig in Deutschland unter den Hammer kommt. Die Marke besitzt noch ihre Originalgummierung, die durch Kristallisierung einige Craquelées ausgebildet hat (zwei der anderen bekannten Stücke weisen keine Gummierung auf). Sie ist vollzähnig und fehlerfrei und, wie alle bekannten Exemplare, etwas nach links dezentriert. Eine einmalige Gelegenheit, etwas wirklich Ausgefallenes zu erwerben!

Schwerpunkt Skandinavien

"Phantom-Briefmarken" oder "Marken, dies es nie in Michel-Katalog geschafft haben" sind eine besondere Abteilung der 2015er-Specials von Schwanke. Dazu gehört auch ein Beleg von Clipperton Island, einer unbewohnten Insel mitten im Pazifik, auf der vor rund 120 Jahren der Guano-Abbau begann. Ob die Handvoll Arbeiter aber wirklich Briefmarken brauchten, darüber lässt sich trefflich debattieren.

Zu den vielen großartigen Altdeutschland-Stücken gehört eine "Pilger-Karte" von Helgoland, die als historisches Schlüsselstück der UPU-Philatelie gilt. Im Juni 1879 veranlasste der Helgoländer Postmeister Pilger, eine geringe Menge Helgoländer Postkarten mit einem amtlichen Text zu bedrucken, der UPU-Belange zum Inhalt hatte, und an Postkunden zu verschicken. Ungezähnte Blockausgaben vom Deutschen Reich fehlen ebenso wenig wie kaum einmal gesehene Abarten der Französischen Zone oder der Hochwasser-Blockausgabe des Saarlandes.

Von Russland steht der einzig existierende postfrische Satz der Flugpostserie von 1923 zum Verkauf. Skandinavien wird in den Specials dieses Mal groß geschrieben. Eine Finnland MiNr. 1 auf Luxusbrief sucht ebenso einen neuen Liebhaber wie eine feine Dänemark MiNr. 2 auf Brief, Buntfrankaturen der Erstausgaben Norwegens oder Schwedens oder ein finnischer Zeppelin-Fehldruck postfrisch.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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154. Felzmann-Auktion: Beeindruckende Einzellose und Zeppelinbelege

Das Auktionshaus Felzmann präsentiert seinen nationalen und internationalen Kunden in der großen Herbstauktion ein überaus reichhaltiges Angebot an Spitzen-Philatelie. Am 5. und 6. November 2015 stehen über 2600 hochwertige Einzellose aus Deutschland, Europa und Übersee auf dem Programm. Das umfangreiche Flug- und Zeppelinpost-Angebot wird in einem eigenen Sonderteil des Kataloges vorgestellt. Dieses Mal haben Felzmann-Kunden die Chance, eine echte Alt-Österreich-Rarität zu ersteigern: Der zinnoberrote Merkur besticht durch eine außergewöhnlich attraktive, ursprüngliche Gesamterhaltung. Ungebraucht mit vollem Originalgummi, ringsum weißrandig und mit kräftiger Markenfarbe handelt es sich wahrlich um ein frisches und wirkungsvolles Top-Stück der Welt-Philatelie (Los 5140).

Detaillierung einer Olympia- und Zeppelin-Sammlung

Die Alt-Schweiz zeigt ihre Schönheit in zwei Einzelstücken der berühmten 5 C "Doppelgenf": die rechte und die linke Hälfte in farbfrischer Kabinetterhaltung und ideal zentrisch, klar und zart aufsitzender, roter Genferrosette (Los 5250 und 5251). Ein weiteres Highlight ist eine 2½ Rp. Orts-Post mit Kreuzeinfassung, Type 31, zusammen mit einer 5 Rp. Rayon I ohne Kreuzeinfassung in rarer Mischfrankatur auf Komplett-Beleg (Los 5254).

Das Deutsche Reich glänzt mit einer 1 M "Gelber Hund" auf 10 Pf im senkrechten Paar mit gelbem und zusätzlich blauem Aufdruck. Beide Werte befinden sich rückseitig auf orangeroter offizieller Karte mit vorderseitig zusätzlich einer Normalmarke und 5 Pf Germania. Eine Zierde für jede große Deutschland- und Zeppelin-Sammlung (Los 5567).

Die Bezirkshandstempel-Aufdrucke der SBZ präsentieren ein besonders breit gefächertes Angebot. Darunter ist ein Exemplar aus Halle in postfrischer Prachterhaltung, zusammen mit beiden Zwischenblättern, den Heftchendeckeln sowie der zugehörigen Klammer im vollständigen Heftchen-Ensemble (Los 7040). Ein weiteres Top-Stück der SBZ ist ein kompletter postfrischer Bogen der 16 Pf in schwärzlichopalgrün. In dieser seltensten Farbe sicherlich das Highlight jeder SBZ-Sammlung (Los 7127).

Zeppelin-Begeisterte dürfen sich auf ein Zeppelin-Spezial-Angebot freuen. Beispielhaft sind Belege der 1. Südamerikafahrt 1933 und der 5. Südamerikafahrt 1935. Ersterer ist ein seltener Einschreibebrief ab Lattaquia 30.03. mit bunter Flugpost-Mischfrankatur nach Recife und Transit Friedrichshafen (Los 4899). Bei dem zweiten handelt es sich um einen R-Brief ab Agadez mit bunter Mischfrankatur in acht Farben und Transit quer durch die Sahara via Tamanrasset nach Paris, Stuttgart und Anschlussflug nach Friedrichshafen (Los 4916).

Eine beeindruckende Einlieferung erreichte das Auktionshaus noch kurz vor Einlieferungsschluss: Ein Sammler brachte zwei große Ordner voller Belege rund um das Thema Olympische Spiele und Zeppelinpost mit Schwerpunkt Olympiafahrt des LZ 129 Hindenburg. In dieser ausgiebigen und mit Liebe zum Detail geführten Sammlung lassen sich zahlreiche Postkarten, Briefumschläge, Fotos und einiges mehr zur Olympiafahrt der Hindenburg entdecken. Mit dabei ist auch eine Speisekarte von Bord des Luftschiffes, die von einem Passagier während der Olympiafahrt des LZ 129 mit einem Grußtext vorbereitet und u.a. mit Olympia-Marken innen frankiert wurde. Die Karte trägt zwei lilarote Flugstempel und den Bordstempel vom 01.08.36 (Los 7509). Ebenfalls alles andere als gewöhnlich ist eine Postkarte, die von Köln aus mit der Olympiafahrt über Berlin und im Anschluss per Nachbringerflug zum Dampfer "Europa" befördert wurde. Die Karte erreichte schließlich in dieser extrem seltenen Kombination ihren Bestimmungsort New York (Los 7511). Ergänzend findet sich ein "Vorbote" zur Olympiafahrt: eine offizielle Karte mit dem seltenen Sonderstempel zum Olympischen Kongress von 1930, in dessen Verlauf Berlin die Ausrichtung der Spiele zuerkannt wurde. Diese dekorative Rohrpost-Luftpostkarte mit Brandenburger Tor und bunten Olympischen Ringen wurde am vorletzten Tag des Kongresses von einem Teilnehmer ab Berlin nach Amsterdam gesandt (Los 7491). Ein Teil dieser faszinierenden Spezial-Sammlung wird in der 154. Auktion versteigert, weitere Stücke folgen in kommenden Auktionen.

Internet: www.felzmann.de

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Sammlungen für jeden Geldbeutel

Aachen Im Mittelpunkt der 57. AIX-PHILA-Auktion in Aachen am 27. und 28. November steht die Versteigerung einer spektakulären Neuentdeckung aus dem Sammelgebiet Deutsches Reich: Von der Germania-Ausgabe 1920 zu 2 Mark existierten bisher mit Wasserzeichen Kreuzblüten lediglich drei gestempelte Exemplare, alle übrigen wurden offensichtlich unerkannt aufgebraucht bis auf dieses erst kürzlich entdeckte postfrische Exemplar (siehe DBR 10/15, Kasten Seite 56). Bei einem Ausruf von moderaten 20 000 Euro darf man gespannt sein, wohin die Reise geht.

Nicht so spektakulär, aber dennoch sehr selten ist die sogenannte Elbinger Postfälschung einer Brustschildausgabe von 1872, die zum Schaden der Post in Umlauf gebracht wurde. Der Startpreis von 400 Euro dürfte auch hier schnell Makulatur sein. Ansonsten ist die Deutschland-Philatelie wieder sehr stark vertreten, ob es sich dabei um die postfrischen Zeppelinsätze aus der Weimarer Zeit handelt oder um gesuchte postfrische Abarten der Saar wie z.B. MiNr. 17 K (Ausruf 400 Euro) oder MiNr. 30 I (1000 Euro) handelt. Stark vertreten ist die SBZ mit gesuchten Marken wie MiNr. 43 Ac oder MiNr. 163 BYb, die mit 400 Euro ins Rennen geschickt wird. Postgeschichtlich sehr interessant dürfte auch ein Beleg sein, der während der CSSR-Krise 1968 im Konzentrierungsraum um Bautzen per Kurier befördert wurde (120 Euro). Aus einem guten Querschnitt der internationalen Philatelie ragen u.a. eine 4 Rappen Zürich (1000 Euro) sowie die Freimarken-Höchstwerte von Japan aus 1914 postfrisch heraus, die mit 1200 Euro angesetzt sind.

Höhepunkt der Versteigerung sind die mehr als 1500 Sammlungen, Posten und ganzen Nachlässe, die bei Startpreisen von 10 bis 5000 Euro Philatelisten mit jedem Budget nach Aachen locken dürften. Eine nahezu komplette Sammlung Altdeutschland mit Bayern Einser, Sachsen Dreier und sonst allem, was Rang und Namen hat, geht genauso mit 5000 Euro an den Start wie eine komplette Sammlung Deutsches Reich ab 1923 oder ein umfangreiches Objekt Vorphilatelie von Lombardei und Venetien. Wenigstens 2500 Euro soll eine Kollektion Deutsche Kolonien einspielen und je 2000 Euro überkomplette Sammlungen von der Bundesrepublik und Westberlin. Breit vertreten sind die europäischen Länder und besonders Übersee, wo z.B. Objekte der VR China mit 2500 Euro oder von Französisch Polynesien mit 1000 Euro angesetzt sind. Und selbst Exoten wie Aruba, Tadschikistan oder Tuvalu sind bei AIX-PHILA zu haben.

Internet: www.aixphila.de

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Schwerpunkt auf den deutschsprachigen Gebieten

Singen Im Angebot der 95. Lenz-Auktion am 6. und 7. November sind ca. 10 000 Lose, davon rund 6900 Einzellose Briefmarken, 2300 Lots, Sammlungen, Posten und Nachlässe Briefmarken sowie etwa 700 Lose und Posten Münzen mit Gold und Silber.

Durch den Standort ganz im Süden Deutschlands sind die Hauptgebiete neben Deutschland (besonders Baden, Bayern und Französische Zone) die deutschsprachigen Länder Schweiz, Österreich und Liechtenstein. Bei diesen Gebieten liegen die Stärken in der Detaillierung für den Spezialsammler ab der Vorphilatelie, verschiedenen Stempelverwendungen, Portostufen und vieles mehr - gespickt mit seltenen Raritäten im Briefteil wie auch bei den Marken. Diese sehr aufwendige Detaillierung in den Hauptgebieten kommt spezialisierten und Heimatsammlern entgegen, die über die Suchmaschine auf der Web-Seite das Angebot ganz gezielt nach Gebieten/Orten etc. durchsuchen können.

Die 95. Versteigerung zeichnet sich durch ein besonders starkes Angebot in der Französischen Zone (460 Positionen) mit allen Ausgaben als auch auf Briefen in vielen Varianten, Verwendungen etc. aus einschließlich Blockausgaben, Zensuren und vieles mehr. Des Weiteren präsentieren sich auch die Gebiete Alliierte Besetzung und Bizone für den Spezialisten mit allein über 320 Positionen. Der Bereich Luftpost/Flugpost ist breit vertreten (bei den jeweiligen Ländern mit einigen 100 Losen), beginnend bei Brasilien bis ins Deutsche Reich mit Zeppelin-, Katapultpost- und Raketenpost-Ausgaben sowie Sammlungen mit ca. 200 Positionen.

China lockt mit Marken ab 1967 (Maos Thesen in zwei tadellosen 5er-Streifen postfrisch komplett) und Blockausgaben. Liechtenstein umfasst ca. 200 Positionen (dabei dreimal Vaduz-Block) mit Sammlungen. Österreich präsentiert sich ab der Vorphilatelie mit Stempeln, Briefen und Marken. Hinzu kommen Sammlungen. In den über 1150 Positionen fallen eine starke Offerte Krone Adler, Renner geschnitten Einzelmarken und Kleinbogen sowie Feldpost Rumänien MiNrn. I-XIII komplett postfrisch (Ausruf 1600 Euro) auf. Die Schweiz beginnt ebenfalls ab der Vorphilatelie und bringt über 1000 Lose. Enthalten sind auch hier viele Besonderheiten wie eine Neuenburg 5 C. MiNr.3 auf Brief, 2 ½ Rp. Ortspost gestempelt und auf Brief, Strubel-Ausgaben in allen Erhaltungen, einige Großfrankaturen mit hohen Wertstufen bis zu 20er-Blocks auf Belegen aus 1880-1900, Flugpostbriefe, allein zehn NABA-Blocks in verschiedenen Erhaltungen und Verwendungen, zehn Ständeblocks von 1940 oder 13 Flugpostmarken (halbamtlich) auf Karten und Briefen.

Die Palette der Deutschland-Philatelie reicht ab Baden bis zum Deutschen Reich mit Gebieten, Kolonien und Besetzungen (2200 Einzellosen). Mit dabei sind sechs Nothilfe-Blocks und ein "Anecho"-Brief mit Halbierung von Togo (2200 Euro). Als regionale Besonderheit werden einige Lose mit Bodenseeschiffspost als Einzelstücke oder bei Ansichtskarten ausgerufen.

Bei den 2300 Sammlungen und Posten sind viele unberührte Nachlässe und Ländersammlungen zu günstigen Ausrufen.

Das Münz-Angebot reicht von der Antike bis in die Neuzeit. Zu den Schwerpunkten gehören Österreich, Schweiz und vor allem Deutschland ab Altdeutschland, Kaiserreich, Weimar, DDR und Bundesrepublik. Zu haben sind viele Gold- und Silber-Stücke, die Eurozeit mit Monaco (2 Euro Grace Kelly), San Marino und Vatikan mit Kurssätzen und Sondermünzen.

Internet: www.briefmarken.com

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Neu entdeckte Wz-Variante der DDR

Berlin (wm) Bei der 55. Hadersbeck-Auktion vom 28. bis 30. Oktober gelangen ca. 6000 Lose aller Sammelgebiete zum Ausruf, dabei Alt-China/VR China 70 Lose, darunter schöne Sammlungsteile ab MiNr. 1 sowie ein seltenes Ministerbuch.

Es folgen 80 Lose Übersee mit interessanten Ausgaben. Weiter geht es mit 370 Losen Europa, anschließend mit 500 Losen Altdeutschland, dabei u.a. auch mit einer Auflösung einer postgeschichtlichen Sammlung Mecklenburg Strelitz (43 Lose!), darunter einer Briefsammlung Ollendorf 1862. Deutsches Reich und Nebengebiete schließt mit 1400 Losen an.

Der zweite Auktionstag beginnt mit Lokalausgaben (60 Lose), weiter mit westlichen Zonen, Bund und Berlin (gesamt ca. 450 Lose), danach SBZ (ca. 400 Lose), DDR (550 Lose!), reichhaltig DDR Dienst und ZKD mit vielen interessanten und seltenen Belegen sowie einer Sammlung sog. "Kleine"-Fälschungen.

Am Donnerstag Nachmittag folgt der reichhaltige numismatische Teil (ca. 400 Lose), dabei sind reichhaltige Posten und Sammlungen sowie etliche gute Einzellose Gold und Silber. Gut bestückt sind auch die Abteilungen Geldscheine, Orden und Medaillen.

Am letzten Versteigerungstag kommen über 1600 Auflösungsposten, Sammlungen und Bestände zum Ausruf. Allein das Gesamtgewicht beträgt hier etliche Tonnen, und der Inhalt ist enorm reichhaltig, meist aus Sammlerhand und sehr günstig kalkuliert. Erwähnenswert ist auch der sehr schöne Teil Ansichtskarten mit über 160 Losen, darunter viele Posten und auch Einzelkarten.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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Unikat von Maffersdorf

Dresden Deutlich über 3000 Lose bringt die 172. Dresdner Briefmarken-Auktion am 25. und 26. November.

Nach einem abwechslungsreichen Teil mit Münzen und Banknoten startet die Philatelie mit Ansichtskarten, Luftpost und den ausländiuschen Sammelgebieten. Hier verdient die VR China Beachtung, die mit seltenen Ausgaben hervorsticht. Hervorzuheben sind die MiNrn. 30 ohne Gummi wie verausgabt (220 Euro), 100-105 in gleicher Erhaltung (1500 Euro), Block 8 gestempelt (2000 Euro), 966-976 postfrisch (1200 Euro) und die Militärpostmarke MiNr. 2 ohne Gummi wie verausgabt (1000 Euro).

Sehr umfangreich zeigen sich die Markenheftchen, Markenheftchenbogen und Zusammendrucke des Deutschen Reiches, insgesamt über 130 Positionen, was die Bedeutung dieses Angebotes unterstreicht. Ausgefallen ist sicher ein Los mit den kompletten Markenheftchenbogen MiNrn. 1-9 postfrisch, wobei die Bogen nicht gefaltet und nicht angetrennt sind, dafür aber gerollt und mit 600 Euro günstig angesetzt. Die attraktiven und gut erhaltenen Zusammendrucke beginnen nicht selten mit 20 oder 30 Euro.

Ein Unikat und Liebhaberstück findet sich unter den Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg. Es handelt sich um einen portogerechten Einschreibebrief von Maffersdorf nach Freiberg mit Block MiNr. 3 (Masaryk mit Kind) und Zusatzfrankatur. Es sollen nur 20 Blocks u¨berstempelt worden sein, auf befördertem Beleg hat bislang kein weiteres Exemplar vorgelegen. Der Startpreis beträgt 1600 Euro.

Traditionell gut zeigt sich die SBZ mit einer Reihe von Seltenheiten. Zu den herausragenden Stücken zählen die MiNrn. 98 AYy im gestempelten 4er-Block (800 Euro), der Bru¨ckenbau-Zusammendruck SZd 2by in gestempelter Erhaltung (ebenfalls 800 Euro) und der Brückenbau-Satz 1946 komplett als gestempelter Sonderdruck, dabei die 16 Pf mit Plattenfehler IV (112/14 S, 115 aS - 600 Euro).

Auch die DDR ist hervorragend besetzt, was einige Wasserzeichenvarianten unterstreichen: MiNr. 482 YII postfrisch (650 Euro), MiNr. 487 A YI postfrisch (500 Euro) und Block MiNr. 13 YI mit Ersttagsstempel (1300 Euro). Bisher überhaupt nicht katalogisiert und nur in dem einen, auf der Dresdner Briefmarken-Auktion ausgerufenen gestempelten Exemplar bekannt ist die MiNr. 516 mit Wasserzeichen YI. In seinem Attest schreibt VP-Prüfer Mayer: "zeitgerechte Entwertung, Ort muß durch weitere Forschung ermittelt werden, einwandfrei". Der Ausruf liegt bei 550 Euro. Als Abschluss des DDR-Teils wird die größte existierende Sammlung der ZKD-Ausgabe MiNrn. 16-31 aufgelöst. Viele der postfrischen Marken sind nur in ganz wenigen Exemplaren registriert oder sogar Unikate wie die MiNrn. 19 I H (400 Euro), 19 II K (500 Euro) oder 30 II L (350 Euro). Eine derartige Fülle Dienstmarken-Seltenheiten dürfte so schnell nicht wieder offeriert werden.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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Vorschau 57. AIX-PHILA-Auktion in Aachen

wm (Aachen) Im Mittelpunkt der 57. AIX-PHILA Auktion in Aachen am 27. und 28. November steht die Versteigerung einer spektakulären Neuentdeckung aus dem Sammelgebiet Deutsches Reich: Von der Germania-Ausgabe 1920 zu zwei Mark existierten bisher mit Wasserzeichen Kreuzblüten lediglich drei gestempelte Exemplare, alle übrigen wurden offensichtlich unerkannt aufgebraucht bis auf dieses erst kürzlich entdeckte postfrische Exemplar. Bei einem Ausruf von moderaten € 20.000 darf man gespannt sein, wohin die Reise geht.

Nicht so spektakulär aber dennoch sehr selten ist die sogenannte Elbinger Postfälschung einer Brustschildausgabe von 1872, welche zum Schaden der Post in Umlauf gebracht wurde. Der Startpreis von € 400 dürfte auch hier schnell Makulatur sein. Ansonsten ist die Deutschland Philatelie wieder sehr stark vertreten, ob es sich dabei um die postfrischen Zeppelinsätze aus der Weimarer Zeit handelt oder um gesuchte postfrische Abarten der Saar wie z.B. Nr. 17 K (Ausruf € 400) oder Nr. 30 I (€ Ausruf 1.000) handelt. Stark vertreten ist die SBZ mit gesuchten Marken wie Nr. 43 Ac oder Nr. 163 BYb, die mit € 400 ins Rennen geschickt wird. Postgeschichtlich sehr interessant dürfte auch ein Beleg sein, der während der CSSR-Krise 1968 im Konzentrierungsraum um Bautzen per Kurier befördert wurde (Ausruf € 120). Aus einem guten Querschnitt der internationalen Philatelie ragt u.a. eine 4 Rappen Zürich (Ausruf € 1.000) sowie die Freimarken-Höchstwerte von Japan aus 1914 postfrisch hervor, welche mit € 1.200 angesetzt sind.

Höhepunkt der Versteigerung sind die mehr als 1.500 Sammlungen, Posten und ganzen Nachlässe, die bei Startpreisen von € 10 bis € 5.000 Philatelisten mit jedem Budget nach Aachen locken dürften: Eine nahezu komplette Sammlung Altdeutschland mit Bayern-Einser, Sachsen-Dreier und sonst allem, was Rang und Namen hat, wird genauso mit € 5.000 ins Rennen geschickt, wie eine komplette Sammlung Deutsches Reich ab 1923 oder eine umfangreiche Sammlung Vorphilatelie von Lombardei und Venetien. Wenigstens € 2.500 soll eine Kollektion Deutsche Kolonien einspielen und je € 2.000 überkomplette Sammlungen von der Bundesrepublik und Westberlin. Stark vertreten sind die europäischen Länder und besonders Übersee, wo z.B. die VR China mit € 2.500 oder Französisch Polynesien mit € 1.000 angesetzt sind. Und selbst Exoten wie Aruba, Tadschikistan oder Tuvalu sind bei AIX-PHILA zu haben.

Internet: www.aixphila.de

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