Ältere Auktionsberichte:

Vorschau 57. AIX-PHILA-Auktion in Aachen

wm (Aachen) Im Mittelpunkt der 57. AIX-PHILA Auktion in Aachen am 27. und 28. November steht die Versteigerung einer spektakulären Neuentdeckung aus dem Sammelgebiet Deutsches Reich: Von der Germania-Ausgabe 1920 zu zwei Mark existierten bisher mit Wasserzeichen Kreuzblüten lediglich drei gestempelte Exemplare, alle übrigen wurden offensichtlich unerkannt aufgebraucht bis auf dieses erst kürzlich entdeckte postfrische Exemplar. Bei einem Ausruf von moderaten € 20.000 darf man gespannt sein, wohin die Reise geht.

Nicht so spektakulär aber dennoch sehr selten ist die sogenannte Elbinger Postfälschung einer Brustschildausgabe von 1872, welche zum Schaden der Post in Umlauf gebracht wurde. Der Startpreis von € 400 dürfte auch hier schnell Makulatur sein. Ansonsten ist die Deutschland Philatelie wieder sehr stark vertreten, ob es sich dabei um die postfrischen Zeppelinsätze aus der Weimarer Zeit handelt oder um gesuchte postfrische Abarten der Saar wie z.B. Nr. 17 K (Ausruf € 400) oder Nr. 30 I (€ Ausruf 1.000) handelt. Stark vertreten ist die SBZ mit gesuchten Marken wie Nr. 43 Ac oder Nr. 163 BYb, die mit € 400 ins Rennen geschickt wird. Postgeschichtlich sehr interessant dürfte auch ein Beleg sein, der während der CSSR-Krise 1968 im Konzentrierungsraum um Bautzen per Kurier befördert wurde (Ausruf € 120). Aus einem guten Querschnitt der internationalen Philatelie ragt u.a. eine 4 Rappen Zürich (Ausruf € 1.000) sowie die Freimarken-Höchstwerte von Japan aus 1914 postfrisch hervor, welche mit € 1.200 angesetzt sind.

Höhepunkt der Versteigerung sind die mehr als 1.500 Sammlungen, Posten und ganzen Nachlässe, die bei Startpreisen von € 10 bis € 5.000 Philatelisten mit jedem Budget nach Aachen locken dürften: Eine nahezu komplette Sammlung Altdeutschland mit Bayern-Einser, Sachsen-Dreier und sonst allem, was Rang und Namen hat, wird genauso mit € 5.000 ins Rennen geschickt, wie eine komplette Sammlung Deutsches Reich ab 1923 oder eine umfangreiche Sammlung Vorphilatelie von Lombardei und Venetien. Wenigstens € 2.500 soll eine Kollektion Deutsche Kolonien einspielen und je € 2.000 überkomplette Sammlungen von der Bundesrepublik und Westberlin. Stark vertreten sind die europäischen Länder und besonders Übersee, wo z.B. die VR China mit € 2.500 oder Französisch Polynesien mit € 1.000 angesetzt sind. Und selbst Exoten wie Aruba, Tadschikistan oder Tuvalu sind bei AIX-PHILA zu haben.

Internet: www.aixphila.de

Die tanzende Schildkröte von Acre (Schwanke-Auktion, Hamburg 20.-21.November 2015)

wm (Hamburg/wm) Das Auktionshaus Schwanke in Hamburg ist nicht nur für seine stets außergewöhnlichen weltweiten Angebote bekannt, sondern auch für die Geschichten, die Inhaber Hans-Joachim Schwanke dazu erzählen weiß. So auch dieses Mal, wenn Schwanke über eine tanzende Schildkröte von Acre berichtet:

Gehen wir zurück in das Jahr 1899 - Schauplatz ist der tiefste Dschungel Amazoniens. Hier liegt die Provinz ACRE im Dreieck zwischen Peru, Bolivien und Brasilien. Ein Gebiet von rund 165.000 Quadratkilometern und damit immerhin fast halb so groß wie das deutsche Staatsgebiet. "Kautschuk" ist der Rohstoff der Stunde, es ist die Zeit, in der das riesige Opernhaus in Manaus entsteht und die Kautschukbarone sich ihre Zigarren mit 100 Dollar-Noten anzünden.

ACRE möchte sich von Bolivien abtrennen und sucht den politischen Anschluss an Brasilien. Im Jahre 1899 kommt es zu einer Revolution und der Abenteurer Luis Galvez, der selbsternannte "Kaiser von Amazonien", ruft die REPUBLIK ACRE aus. Doch alles ist nur von kurzer Dauer. Nach ein paar Jahren von Revolution und Gegenrevolution kauft schließlich im Jahre 1903 Brasilien das Gebiet für 2 Millionen Pfund von Bolivien. Heute ist ACRE das westlichste Departement Brasiliens. Kautschuk wird noch immer gesammelt.

Zu den hoheitlichen Insignien eines neu entstandenen Staates zählt traditionell die Ausgabe eigener Münzen und Briefmarken, und so nimmt es nicht Wunder, dass auch der neue Herr in der Republik einen Druckauftrag für Briefmarken erteilt. Hintergründe und Details beschreibt Wolfgang Baldus in seinem Werk "The Postage Stamps of the INDEPENDENT STATE OF ACRE". Von diesen Marken sind heute nur noch 5 bis 6 Exemplare bekannt (Wolfgang Baldus listet in seinem o.g. Werk vier Exemplare auf) - sie darf zu den seltensten Briefmarken der Welt gezählt werden. Das bei Schwanke angebotene Stück ist die Nummer 4 im Zensus von Wolfgang Baldus.

Hauptkatalog: Gut 4500 Lose werden in den Tagen vom 20.-21.November 2015 zum Ausruf gelangen. Stark wie immer die "Internationale Philatelie" mit etwa 1400 Positionen. Dabei im EUROPA-Teil sehr schöne klassische Angebote von FRANKREICH, die Auflösung einer spezialisierten Sammlung RUSSLAND, sehr viel SCHWEIZ und dann ca. 300 Lose ÜBERSEE, hierbei hervorragend vertreten das Britische Weltreich, USA und China. Philatelistische Literatur, Banknoten, Münzen und eine sehr attraktive kleine Abteilung "Alte Photographien" sind reich illustriert im Einzellosteil enthalten. DEUTSCHLAND ist mit allen Gebieten gut vertreten, insgesamt umfasst dieser Teil ca. 1400 Positionen.

Über 1700 SAMMLUNGEN und POSTEN werden am 21.November versteigert werden. Neben hochwertig ausgebauten Spezialsammlungen verschiedener Gebiete gelangt eine Vielzahl von interessanten Händlerposten zum Ausruf, darunter ein Händlerlager aus ausländischer Einlieferung (ca. 40 Positionen) mit sehr reizvollem, nicht häufig zu sehendem Material. MÜNZEN und BANKNOTEN ergänzen das Angebot. Der Katalog wird ab dem 17.Oktober 2015 online stehen. Die gedruckte Version wird am 21.Oktober von der Druckerei ausgeliefert.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

Nachbericht zur Schlegel-Auktion vom 5.-6. Oktober

wm (Berlin) Bei der 17. Auktion des Auktionshauses Schlegel vom 5.-6. Oktober kamen erneut Liebhaber verschiedenster philatelistischer Richtungen auf Ihre Kosten. Die Auktion wurde mit vier ausdrucksstarken Sonderteilen eingeleitet: Während sich die Bieter angesichts eines derzeit allgemein breiten Angebotes bei den Luxemburger Erstausgaben zurückhaltend zeigten, griffen sie bei dem kleinen, aber erlesenen Angebot RUSSLAND umso entschlossener zu. Auch die Ästhetik des bayrischen Klassikteils stand hoch im Kurs, achtzig Prozent der Lose fanden neue Besitzer, angeführt vom Typenmischpaar 1 Kreuzer gelb mit dekorativer Entwertung (Los 248) mit einem Ergebnis von 1.360 EUR (inkl. Aufgeld, ohne MwSt.). Abgerundet wurde der Auktionsauftakt durch den postgeschichtlichen Akzent, den das vielseitige Angebot DESINFEKTIONSPOST 1673-1972 setzte. Hier konnte unter anderem Los 368 (855, "K.K.F.POST 11"-K1 auf Feldpostbrief aus ROMAN nach MÜNCHEN) für einen Zuschlag von 2.200 EUR vermittelt werden.

Der folgende Sammlungs- & Nachlassteil zog - fast schon traditionell - ein starkes Publikum an. Bereits zur Vorbesichtigung hatte das geographisch ausgewogene Sammlungsangebot großes Interesse erregt und erfuhr auch im Auktionssaal gute Nachfrage bei angemessenen Steigerungen. Insbesondere ein Nachlass aus Berlin - aufgeteilt in 76 Lose - traf auf lebhaften Zuspruch und erzielte ein Gesamtergebnis von 105.000 EUR. Ein weiteres Los, das weit über seinen Ausruf hinaus schoss, war das einzigartige Essay-Album Türkei (Los 1664). Geschätzt auf 500 Euro, wurde es heiß umkämpft - und realisierte schließlich ein Ergebnis von 3.920 EUR. Positive Akzente setzte erneut das diesmal reichhaltigere Münzangebot, das zu zwei Dritteln verkauft wurde und ausgenommen von den teuren Werten des Kaiserreiches hoch im Kurs stand.

Bei den Einzellosen entfachten insbesondere das Polen- und Russlandangebot heiße Bietergefechte, die in beeindruckende Steigerungen gipfelten. Später bescherte der Bereich ALTDEUTSCHLAND einige Erfolge. Das kleine Angebot überzeugte mit guten Quoten. Maßgeblichen Beitrag hierzu leistete die seltene und schöne Einheit Schleswig Holstein Mi-Nr. 1 (Los 3516) aus bekannter Provenienz, die sich mit einem Ergebnis von 10.700 EUR abhob. Zu den spannendsten Momenten des zweiten Auktionstages gehörte die Versteigerung des unverausgabten Sporthilfesatzes 2001 der Bundesrepublik Deutschland (Los 4832), der weit über die Taxe von 40.000 EUR hinausstieg. Der Hammer für diese absolute Seltenheit fiel erst bei 73.000 EUR.

Internet: http://www.auktionshaus-schlegel.de

Vorschau zur 154. Felzmann Auktion. Philatelie Einzellose und Zeppelinpost: 5. und 6. November 2015

wm (Düsseldorf) Das Auktionshaus Felzmann präsentiert seinen nationalen und internationalen Kunden in der großen Herbstauktion ein überaus reichhaltiges Angebot an Spitzen-Philatelie. Am 5. und 6. November 2015 stehen über 2.600 hochwertige Einzellose aus Deutschland, Europa und Übersee auf dem Programm. Das umfangreiche Flug- und Zeppelinpost-Angebot wird in einem eigenen Sonderteil des Kataloges vorgestellt.

Dieses Mal haben Felzmann-Kunden die Chance, eine echte Alt-Österreich-Rarität zu ersteigern. Ein zinnoberroter Merkur präsentiert sich in außergewöhnlich attraktiver, ursprünglicher Gesamterhaltung. Ungebraucht mit vollem Originalgummi, ringsum weißrandig und mit kräftiger Markenfarbe handelt es sich wahrlich um ein frisches und wirkungsvolles Top-Stück der Welt-Philatelie (Los 5140).

Die Alt-Schweiz zeigt ihre Schönheit in zwei Einzelstücken der berühmten 5 C "Doppelgenf": Die rechte und die linke Hälfte in farbfrischer Kabinetterhaltung und ideal zentrisch, klar und zart aufsitzender, roter Genferrosette (Los 5250 und 5251). Ein weiteres Highlight ist eine 21/2 Rp. Orts-Post mit Kreuzeinfassung, Type 31, zusammen mit einer 5 Rp. Rayon I ohne Kreuzeinfassung in rarer Mischfrankatur auf Komplett-Beleg (Los 5254).

Das Deutsche Reich besticht durch eine 1 M "Gelber Hund" auf 10 Pfg im senkrechten Paar mit gelbem und zusätzlich blauem Aufdruck. Beide Werte rückseitig auf orangeroter offizieller Karte mit vorderseitig zusätzlich einer Normalmarke und 5 Pfg Germania. Eine Zierde für jede große Deutschland- und Zeppelin-Sammlung (Los 5567).

Die Bezirkshandstempel-Aufdrucke der SBZ präsentieren ein besonders breit gefächertes Angebot. Darunter ein Exemplar aus Halle in postfrischer Prachterhaltung, zusammen mit beiden Zwischenblättern, den Heftchendeckeln sowie der zugehörigen Klammer im vollständigen Heftchen-Ensemble (Los 7040). Ein weiteres Top-Stück der SBZ ist ein kompletter postfrischer Bogen 16 Pfg in schwärzlichopalgrün. In dieser seltensten Farbe sicherlich das Highlight jeder SBZ-Sammlung (Los 7127).

Zeppelin-Begeisterte dürfen sich auf ein Zeppelin-Spezial Angebot freuen. Beispielhaft sind Belege der 1. Südamerikafahrt 1933 und der 5. Südamerikafahrt 1935. Ersterer ein seltener Einschreiben-Brief ab Lattaquia 30.03. mit bunter Flugpost MiF nach Recife und Transit Friedrichshafen (Los 4899). Der Zweite ein R-Brief ab Agadez mit bunter MiF in acht Farben und Transit quer durch die Sahara via Tamanrasset nach Paris, Stuttgart und Anschlussflug nach Friedrichshafen (Los 4916).

Eine beeindruckende Einlieferung erreichte das Auktionshaus noch kurz vor Einlieferungsschluss: Ein Sammler brachte zwei große Ordner voller Belege rund um das Thema Olympische Spiele und Zeppelinpost mit Schwerpunkt Olympiafahrt des LZ 129 Hindenburg.

In dieser ausgiebigen und mit Liebe zum Detail geführten Sammlung lassen sich zahlreiche Postkarten, Briefumschläge, Fotos und einiges mehr zur Olympiafahrt der Hindenburg entdecken. Mit dabei ist auch eine Speisekarte von Bord des Luftschiffes, die von einem Passagier während der Olympiafahrt des LZ 129 mit einem Grußtext vorbereitet und u.a. mit Olympia-Marken innen frankiert wurde. Die Karte trägt zwei lilarote Flugstempel und den Bordstempel vom 01.08.36 (Los 7509). Ebenfalls alles andere als gewöhnlich ist eine Postkarte, die von Köln aus mit der Olympiafahrt über Berlin und im Anschluss per Nachbringerflug zum Dampfer "Europa" befördert wurde. Die Karte erreichte schließlich in dieser extrem seltenen Kombination ihren Bestimmungsort New York (Los 7511). Ergänzend findet sich ein "Vorbote" zur Olympiafahrt: Eine offizielle Karte mit dem seltenen SST zum Olympischen Kongress von 1930, in dessen Verlauf Berlin die Ausrichtung der Spiele zuerkannt wurde. Diese dekorative Rohrpost-Luftpostkarte mit Brandenburger Tor und bunten Olympischen Ringen wurde am vorletzten Tag des Kongresses von einem Teilnehmer ab Berlin nach Amsterdam gesandt (Los 7491).

Ein Teil dieser faszinierenden Spezial-Sammlung wird in der 154. Auktion versteigert, weitere Stücke folgen in kommenden Auktionen.

Der Online-Katalog mit allen Losen und Fotos der 154. Auktion ist ab sofort auf www.felzmann.de einsehbar. Die kostenlosen Auktionskataloge können online oder telefonisch bestellt werden: 0211 - 550 440.

Internet: www.felzmann.de

Vorbericht zur 17. SCHLEGEL AUKTION (5.-6. Oktober 2015) in Berlin

wm Das Angebot der 17. Auktion des Auktionshauses Schlegel in Berlin präsentiert sich in gewohnter Spannbreite. Vier Sonderteile LUXEMBURG ERSTAUSGABE 1852, RUSSLAND, BAYERN, DESINFEKTIONSPOST ALLE WELT 1673-1972 sowie der erneut stark vertretene Sammlungsteil bilden die programmatischen Schwerpunkte dieser Auktion.

Ausdrucksstark und herausfordernd bietet sich der erste Sonderteil LUXEMBURG ERSTAUSGABE 1852 (Lose 1-98) dar: Dieser dokumentiert die ERSTE AUSGABE WILHELM III, mit ungebrauchten Spitzenwerten, verschiedenen Briefen, superben Einheiten, Stempeln und Retuschen. Der kleine, aber erlesene Sonderteil RUSSLAND (Lose 101-121) bietet unter den Klassischen Ausgaben 1858-1905 ausgesuchte Seltenheiten je mit neuesten Expertisen. Klassikliebhaber werden zudem im Sonderteil BAYERN (Lose 201-271) aus dem Nachlass eines Sammlers mit Sinn für Ästhetik auf ihre Kosten kommen. Zu den außergewöhnlichen Angeboten dieser Herbstauktion gehört der vielseitige Sonderteil DESINFEKTIONSPOST ALLE WELT 1673-1972: Hier finden sich 178 Lose mit vielen interessanten Bedarfsbriefen, Abstempelungen aus Übersee sowie hauptsächlich Europa. Dokumentiert werden die postalischen sowie administrativen Abwehrmaßnahmen inkl. der sanitären Vorgänge. Vorhanden sind auch seltene Sanitätspässe, Edikte und Verordnungen.

Das geographisch ausgewogene Sammlungsangebot bietet im Spektrum von 60 bis 15 000 Euro eine große Zahl interessanter Objekte, allgemein oder spezialisiert. Unter den angebotenen Objekten hat die Spezialsammlung FRANZÖSISCHE GEBIETE IN DER ANTARKTIS 1948-1989 (Los 1796) exzeptionelle Qualität: Das einmalige Objekt, ohne Entnahmen angeboten, beinhaltet u.a. VORLÄUFER, TERRE ADELIE sowie die Territoriumsausgaben Michel-Nr. 1-251, fast komplett. Vorhanden sind auch seltene Künstlerblocks, Farbfehldrucke, Probedrucke, Briefe sowie viele ungezähnte Parallelausgaben.

Der Sammler Karl Rathjen ist mit der international prämierten Ausstellungssammlung OLYMPISCHE SOMMERSPIELE 1936 (Los 1931) vertreten. Diese außergewöhnlich gut strukturierte Sammlung umfasst viele seltene Briefe, Karten und Briefstücke inkl. vieler Stempelraritäten sowie diverse Unikate, gegliedert in 10 Themenkreise von der Vorbereitung der Spiele bis zur Schlussfeier inkl. der Sonderveranstaltungen, empfehlenswert auch für sporthistorisch Interessierte.

Interessenten stoßen natürlich auch auf ein ausgewähltes Einzellosangebot. Bei diesen besticht der unverausgabte Sporthilfesatz 2001 der Bundesrepublik Deutschland (Los 4832). Erstmalig kommt damit eine postfrische Serie zur Versteigerung. Eine absolute Seltenheit für den Kenner philatelistischer Preziosen. Weitere Informationen siehe: www.auktionshaus-schlegel.de/

Vorbericht zur 55. Hadersbeck-Auktionen vom 28.-30. Oktober 2015

wm Bei der 55. Auktion gelangen ca. 6 000 Lose aller Sammelgebiete zum Ausruf, dabei Alt-China/VR China 70 Lose, darunter schöne Sammlungsteile ab Nr. 1 sowie ein seltenes Ministerbuch. Es folgen 80 Lose Übersee mit interessanten Ausgaben. Weiter geht es mit 370 Losen Europa, anschließend mit 500 Losen Altdeutschland, dabei u.a. auch mit einer Auflösung einer postgeschichtlichen Sammlung Mecklenburg Strelitz (43 Lose!), darunter einer Briefsammlung Ollendorf 1862. Deutsches Reich und Nebengebiete schließt mit 1400 Losen an.

Der zweite Auktionstag beginnt mit Lokalausgaben (60 Lose), weiter mit Westlichen Zonen, Bund und Berlin (gesamt ca. 450 Lose), danach SBZ (ca. 400 Lose), DDR (550 Lose!), reichhaltig DDR Dienst und ZKD mit vielen interessanten und seltenen Belegen sowie einer Sammlung sog. "Kleine"-Fälschungen.

Am Donnerstag Nachmittag folgt der reichhaltige numismatische Teil (ca. 400 Lose), dabei sind reichhaltige Posten und Sammlungen sowie etliche gute Einzellose Gold und Silber. Gut bestückt sind auch die Abteilungen Geldscheine, Orden und Medaillen.

Am letzten Versteigerungstag kommen über 1600 Auflösungsposten, Sammlungen und Bestände zum Ausruf. Allein das Gesamtgewicht beträgt hier etliche Tonnen und der Inhalt ist enorm reichhaltig, meist aus Sammlerhand und sehr günstig kalkuliert. Erwähnenswert ist auch der sehr schöne Teil Ansichtskarten mit über 160 Losen, darunter viele Posten und auch Einzelkarten. Besichtigung ist ab 21. Oktober 2015 möglich. Kontakt: Hadersbeck Auktionen Briefmarkenversteigerungen und -handels GmbH, Geschäftsführer: Thomas Wickboldt, Anschrift: Hadersbeck Auktionen, Erich-Steinfurth-Straße 8, 10243 Berlin, Telefon: (030) 29 49 13 90, Telefax: (030) 29 49 13 91, E-Mail: info@hadersbeck-auktionen.com

Internet: hadersbeck-auktionen.com

Heinrich Köhler Herbstauktion 2015: Baltikum-Spitzensammlung setzt Bestmarken - Philatelie weltweit mit großer Nachfrage

wm (hk-Wiesbaden) Es war der unangefochtene Höhepunkt der 361. Heinrich Köhler Auktion vom 22. bis 26. September in Wiesbaden. Nach 12 Stunden Auktion von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends - nur unterbrochen von einer kurzen Mittagspause und zwei noch kürzeren Kaffeepausen - ruhte der Hammer und die etwas mehr als 1 000 Lose der Sammlung "BALTICA - Estland, Lettland und Litauen 1918-1941" von Dr. Hubert Schrödinger waren versteigert. Über ein halbes Jahrhundert hatte Dr. Schrödinger alle großen Raritäten dieser Sammelgebiete zusammengetragen! Dementsprechend groß, um nicht zu sagen riesig, war das Interesse.

Ein "baltischer Tag" mit zahlreichen Höhepunkten

Sichtlich geschafft, aber ebenso glücklich waren die Heinrich Köhler-Auktionatoren Dieter Michelson und Tobias Huylmanns, die den Tag nahezu im Dauereinsatz verbracht hatten. Gleiches galt natürlich für eine Vielzahl der angereisten Kunden, die "live" miterlebten wie der Verkauf der Sammlung mit teils sensationellen Steigerungen um das 3-fache, 5-fache, 8-fache und mehr als das 10-fache (einmal sogar um das 30-fache!) wahrlich ein großes Feuerwerk abbrannte. Mit herausragenden Ergebnissen, deren Auswahl beinahe beliebig fortgesetzt werden könnte, beeindruckten u.a. Los 8992 (Ausruf: 800 Euro - Zuschlag: 4 000 Euro), Los 8188 (Ausruf 250 Euro - Zuschlag: 7 500 Euro), Los 8308 (Ausruf: 2 000 Euro - Zuschlag: 11 000 Euro), Los 8324 (Ausruf: 3 000 Euro - Zuschlag: 13 000 Euro) oder Los 8988 (Ausruf: 300 Euro - Zuschlag 11 000 Euro). Sammler aus Russland, Litauen, Estland, Schweden, Norwegen und Israel waren persönlich angereist. Daneben hatte sich eine große Zahl Internetbieter zugeschaltet und auch Telefonbieter waren während der gesamten Versteigerung aktiv, unter anderem ein Sammler aus Asien, der als langjähriger Kunde der Köhler-Schwestergesellschaft John Bull aus Hong Kong und durch die Teilnahme Köhlers an der Ausstellung in Singapur auf die Versteigerung aufmerksam geworden war.

Spitzenphilatelie weltweit: Spezialsammlungen und Posten mit großer Nachfrage

Zu den weiteren Höhepunkten der Auktionstage gehörte auch die Versteigerung der Sammlung WALDERSEE "Kamerun und Togo", die mit der Titelseite des Sonderkataloges gleichzeitig das Spitzenstück der Sammlung präsentieren konnte. Der seltene Stempel "SSANGA-NGOKO" auf Postkarte wurde von 5 000 Euro auf 8 500 Euro gesteigert und ein Sammler darf sich nun über ein ganz besonderes Stück freuen. Interessant auch der Text der Karte, dessen Absender dem Adressaten Oberleutnat Franz in Berlin schrieb: ".Ich habe heute die Postagentur Sanga-Ngoko eröffnet.".

Der Verkauf der postgeschichtlichen Spezialsammlung "IMPERIAL Collection" (Osmanisches Reich) verlief unter Teilnahme zahlreicher internationaler Kunden, darunter Sammler und Händler, die u.a. aus der Türkei und angrenzenden Ländern eingeflogen waren und für heiße Bietergefechte im Saal sorgten, ebenfalls sehr erfolgreich. Manche Stempel erzielten niemals zuvor erreichte Zuschlagshöhen, so z.B. die Lose 536 (Ausruf: 4 000 Euro - Zuschlag 16 000 Euro) und 564 (Ausruf: 7 000 Euro - Zuschlag 9 500 Euro). Darüber hinaus beeindruckte auch die Sammlung Persien/Iran mit zahlreichen hohen Zuschlägen und außergewöhnlichen Steigerungen, darunter das Los 749 (Ausruf: 5 000 - Zuschlag 12 000). Auch Luxemburg bestach durch ein hochwertiges Angebot loser Marken und Briefe der ersten Ausgaben. Los 299, ein Brief mit einer 8-fach-Frankatur der 10-Centimes-Marke mit dem Abbild König Wilhelm III. (MiNr. 1), erzielte einen Zuschlag von 5 200 Euro (Ausruf: 3 000 Euro).

Eine enorm starke Nachfrage erlebten die Sammlungen und Posten Europäischer Länder und Übersee bei erkennbar steigender Preistendenz. Ein neuer Trend scheint sich im Bereich der Briefe und Postgeschichte der Semi-Klassik um 1900 abzuzeichnen, die besonders gesucht waren und dementsprechend starke Ergebnisse verzeichnen konnten

Alle Zuschläge der Auktion sind jederzeit online unter www.heinrich-koehler.de einzusehen. Weitere Informationen bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de, Internet: www.heinrich-koehler.de

Vorausschau 34. Auktion Peter F. Harlos KG am 21. November 2015

wm (Wunstorf) Postgeschichte weltweit - heißt das Motto der jährlich stattfinden Auktion der Peter F. Harlos KG. Harlos legt seinen 34. Katalog für den 21.11.2015 vor mit 5000 handverlesenen Briefen und Karten aus aller Welt auf über 500 Farbseiten. Schwerpunkt der diesjährigen Auktion ist die Auflösung der Sammlung von Wolfgang Strobel, "Die Aufnahme des Postverkehrs in Deutschland nach 1945".

Wolfgang Strobel, Autor mehrerer Bücher und einer Vielzahl von Artikeln hat sich der Postgeschichte Deutschlands im Jahre 1945 nach der Befreiung verschrieben. Harlos hat dazu einen 150-Seiten starken Sonderkatalog erstellt, der in ca. 80 Kapiteln die deutsche Postgeschichte in allen Facetten abbildet. Einige Kapitelüberschriften zeigen die Vielfalt der Belege: Postverkehr vor dem Waffenstillstand (allein drei Belege aus Aachen, Kurierpost, Reichsbank-Kurierdienst, frühe Post von und nach Berlin, Aufnahme des Postverkehrs in den vier Zonen und später zwischen den Zonen, Postsperren, polnisch verwaltetes Pommern, Stettiner Zipfel (ca. sechs Belege), russisch verwaltetes Ostpreußen mit Königsberg-Post, Stettiner Zipfel (ca. sechs Belege), amerikanische Besetzung der späteren SBZ, Post aus Niederschlesien, Besatzungszonenwechsel, Grenzgängerpost, Grußmitteilungen über das Rote Kreuz, Auslandspostverkehr vor der allgemeinen Aufnahme, Postbeförderung über das jüdische Joint Distribution Committee, Kriegsgefangenenpost, Lokalausgaben mit selten gesehener Bedarfspost, frühe Zensuren.

In seinem zweiten Katalog beginnt Harlos mit der Auflösung der Sammlung "Wolfgang Schubert: "Deutsche Postgeschichte 1939 bis 1945". Ca. 1000 Lose zeigen beanstandete Post im Dritten Reich: Postsperren zu Kriegsbeginn, zensierte Post mit Rückweisungsstempeln, Jüdische Post einschließlich Post aus Ghettos und Lagern, Besetzte Gebiete des 2. Weltkriegs, Unzustellbarkeits-Stempel gegen Kriegsende einschließlich letzter Post. Auch Portostufen-Sammler kommen nicht zu kurz.

Harlos bedient auch alle anderen Sammelgebiete wie Altdeutschland, Kolonien, Besetzte Gebiete des 1. Weltkrieges, Französische Zone bringt eine Vielzahl der dortigen Zensuren, ferner wie immer Europa und Übersee. Ein besonderes Anliegen bei Harlos ist die "social philately". Es finden sich in vielen Kapiteln Briefe, die zeitgeschichtliche Aussagekraft über das rein philatelistische hinaus besitzen: Wer hat wann wohin geschrieben und warum? Auffallend z.B. die vielen Belege, die jüdisches Leben in Deutschland dokumentieren, vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis hin zum Holocaust.

Ein 20seitiges Register erleichtert Heimat- und Motivsammlern das Auffinden gesuchter Belege. Neukunden erhalten den Katalog in Deutschland kostenlos. Eine Besichtigung der Lose auf der Messe in Sindelfingen ist bei Voranmeldung möglich.

Vorschau zur 154. Felzmann-Auktion - Philatelie Einzellose und Zeppelinpost (5.-6. November 2015)

wm An Spannung und Exklusivität stehen die Einzellose den am 16. Oktober 2015 angebotenen Sammlungen in nichts nach. Dieses Mal haben Felzmann-Kunden die Chance, eine echte Alt-Österreich-Rarität zu ersteigern. Ein zinnoberroter Merkur präsentiert sich in außergewöhnlich attraktiver, ursprünglicher Gesamterhaltung. Ungebraucht mit vollem Originalgummi, ringsum weißrandig und mit kräftiger Markenfarbe handelt es sich wahrlich um ein frisches und wirkungsvolles Top-Stück der Welt-Philatelie (Los 5140).

Die Alt-Schweiz präsentiert sich mit zwei Einzelstücken der berühmten 5 C "Doppelgenf". Die rechte und die linke Hälfte in farbfrischer Kabinetterhaltung und ideal zentrisch, klar und zart aufsitzender, roter Genferrosette (Los 5250 und 5251). Ein weiteres Highlight ist eine 2½ Rp. Orts-Post mit Kreuzeinfassung, Type 31, zusammen mit einer 5 Rp. Rayon I ohne Kreuzeinfassung in rarer Mischfrankatur auf Komplett-Beleg (Los 5254).

Das Deutsche Reich besticht durch eine 1 M "Gelber Hund" auf 10 Pfg im senkrechten Paar mit gelbem und zusätzlich blauem Aufdruck. Beide Werte rückseitig auf orangeroter offizieller Karte mit vorderseitig zusätzlich einer Normalmarke und 5 Pfg Germania. Eine Zierde für jede große Deutschland- und Zeppelin-Sammlung.

Die Bezirkshandstempel-Aufdrucke der SBZ präsentieren ein besonders breit gefächertes Angebot. Darunter ein Exemplar aus Halle in postfrischer Prachterhaltung, zusammen mit beiden Zwischenblättern, den Heftchendeckeln sowie der zugehörigen Klammer im vollständigen Heftchen-Ensemble. Ein weiteres Top-Stück der SBZ ist ein kompletter postfrischer Bogen 16 Pfg in schwärzlichopalgrün. In dieser seltensten Farbe sicherlich das Highlight jeder SBZ-Sammlung.

Zeppelin-Begeisterte dürfen sich auf ein Zeppelin-Spezial Angebot freuen. Beispielhaft sind Belege der 1. Südamerikafahrt 1933 und der 5. Südamerikafahrt 1935. Ersterer ein seltener Einschreiben-Brief ab Lattaquia 30.03. mit bunter Flugpost MiF nach Recife und Transit Friedrichshafen (Los 4899). Der Zweite ein R-Brief ab Agadez mit bunter MiF in acht Farben und Transit quer durch die Sahara via Tamanrasset nach Paris, Stuttgart und Anschlussflug nach Friedrichshafen (Los 4916).

Der Online-Katalog mit allen Losen und Fotos der Sammlungsauktion ist ab dem 28. September auf www.felzmann.de abrufbar, der Online-Katalog der 154. Auktion ab dem 09. Oktober 2015. Die kostenlosen Auktionskataloge können online oder telefonisch bestellt werden unter: 0211 - 550 440.

153. Felzmann Auktion:
Große Sammlungsauktion am Freitag, den 16. Oktober 2015

wm (Düsseldorf/rr) Zum Start in sein 40. Geschäftsjahr hat sich das Düsseldorfer Auktionshaus etwas Besonderes ausgedacht: Den Auftakt in den Auktionsherbst macht eine große Philatelie-Sammlungsauktion am Freitag, den 16. Oktober 2015. Ulrich Felzmann präsentiert seinen nationalen und internationalen Kunden ein breit aufgestelltes Angebot an hochwertigen Sammlungen, umfangreichen Briefposten und attraktiven Dublettenpartien. Dazu jede Menge unberührtes Nachlass-Material, welches die Mitarbeiter von Wohnungs- und Haushaltsauflösungen in etlichen LKW-Ladungen abholten.

Liebhaber der chinesischen Philatelie dürfen sich besonders auf eine sehr gepflegte Sammlung der Jahre 1949 bis 1981 freuen. Neben vielen weiteren Highlights ist der begehrte Schauspiel-Block "MeiLan-Fang" sowie die Satzausgabe dieses Blocks zusätzlich als ungezähnte Parallelvariante dabei.

Eine außergewöhnliche Motivsammlung "Schildkröten" hat ein Sammler mit Liebe zum Detail zusammengestellt. In fünfzehn dicken Steckbüchern befinden sich Marken aus den britischen Kolonien, Pazifikstaaten, der Karibik sowie Afrika und Südamerika.

Der Bereich Europa besticht mit einem enormen, postfrischen Investitionsposten aus Österreich, in dem ausschließlich gute, gesuchte Schlüsselausgaben der Jahre 1945 bis 1957 enthalten sind.

Das gesamte Deutsche Reich präsentiert sich in einem unberührten Ausnahme-Objekt von 1872 bis 1945, das ab der Pfennig-Ausgabe sowohl postfrisch als auch gestempelt parallel angelegt wurde. Die hohe Quote an kompetent geprüften Werten und Ausgaben bestätigt die meist überdurchschnittliche Qualität dieser Kollektion.

Eine herrliche, mehrfach Gold prämierte Ausstellungssammlung "Krone und Adler 1889-1900" zeigt neben den allgemeinen Besonderheiten mit Papierdicken, Farbunterschieden, Probe- und Versuchsdrucken und Plattenfehlern auch Fälschungen zum Schaden der Post. Die Höchster-Fälschung und die Dresdner-Fälschung sogar als ungebrauchtes Paar. Ferner Oberränder, Zwischenstege und eine enorme Stempelvielfalt. Zudem bessere Belege mit Auslandsfrankaturen, R-Briefen und Ganzsachen.

Den Bereich Deutschland nach 1945 deckt eine Wiedervereinigungs-Sammlung von 1945 bis 1990 ab. Die größtenteils sowohl postfrisch als auch gestempelt parallel angelegte Qualitäts-Sammlung der Kontrollratsausgaben, Neusaar, SBZ/DDR und Bi-Zone enthält praktisch alle Spitzen in einwandfreier Prachterhaltung. Hervorzuheben sind u.a. ein SAAR Blockpaar mit SST, die SBZ mit POTSCHTA, 80 X, 150-155 X, Block 1-6, DDR überkomplett inklusive Dienst xl, 29-33 VD 1-3, Bi-Zone Band-/Ziffernaufdrucke 52-68 I + II und Bauten weit und eng gezähnt.

Der Online-Katalog mit allen Sammlungslosen und Fotos der 153. Auktion ist auf www.felzmann.de abrufbar. Die Auktion für Einzellose (154. Auktion) findet vom 5.-6. November 2015 statt. Die kostenlosen Auktionskataloge können online oder telefonisch bestellt werden unter: 02 11/55 0 4 40.

Spektakuläre philatelistische Neuentdeckung

wm (Aachen, ho) Seit mehr als 100 Jahren sind Philatelisten auf der Jagd nach einem Exemplar der Germania 2 Mark mit Wasserzeichen Kreuzblüten. Gibt es dieses Wasserzeichen bei dem Wert zu 1 1/4 Mark relativ häufig, so wurden von der 2 Mark bisher erst drei gestempelte Exemplare gefunden. Der Katalogwert von 50.000 Mi€ dokumentiert dabei eindrucksvoll, wie begehrt diese unter der Michel-Nummer 152 Y notierte Briefmarke ist. Postfrisch ist diese im Jahr 1920 verausgabte Marke bis heute überhaupt noch nicht entdeckt worden...bis heute!

Einen wahren Glücksgriff machte nun ein Germania-Spezialsammler aus Nordrhein Westfalen, als er beim Durchstöbern seiner Sammlung auf genau diesen Wert stieß, der viele Jahre unerkannt in seiner Sammlung schlummerte. Mittlerweile wurde dieses Stück als echt und authentisch bestätigt sowie seine Einzigartigkeit attestiert.

Dem Auktionshaus AIX-PHILA in Aachen wird nun die Ehre zuteil, diese Rarität, welche das Titelblatt schmücken wird, anlässlich seiner 57. Auktion im Herbst versteigern zu dürfen, dabei liegt der Startpreis bei zurückhaltenden € 20.000.

Internet: www.aixphila.de

361. Heinrich-Köhler-Auktion: Vielfalt an hochwertiger Philatelie

Nach der erfolgreichen Auktion im Frühjahr und der spektakulären Raritätenauktion zur EUROPHILEX in London im Mai 2015 folgt mit der 361. Auktion des Traditionshauses Heinrich Köhler in Kürze ein weiterer Höhepunkt des Auktionsjahres 2015. Vom 22. bis 26. September 2015 erwartet die Sammler in Wiesbaden erneut ein herausragendes Angebot weltweiter Philatelie und Postgeschichte, das für Begeisterung sorgen dürfte. Neben einer erstaunlich großen Vielfalt an hochwertigen Briefen, Belegen und Sammlungen aus aller Welt im Hauptkatalog präsentieren drei Sonderkataloge echte Ausnahmesammlungen, wie man sie wahrlich nur selten sieht.

Erlesene Philatelie in Sonderkatalogen

Der Sonderkatalog "BALTICA - Estland, Lettland, Litauen 1918-1941" dokumentiert das philatelistische Lebenswerk von Dr. Hubert Schrödinger. Zusammengetragen wurden die Stücke über viele Jahrzehnte - ein Zeitraum, der es Schrödinger erlaubte, praktisch alle Raritäten dieser Gebiete zu erwerben. Es handelt sich heute um eine der bedeutendsten Sammlungen der Baltischen Staaten, die je existiert hat. Besonders reizvoll für Sammler dieses Sammelgebiets ist die Tatsache, dass viele der dort enthaltenen Raritäten seit Jahren nicht am Markt angeboten wurden.

Der Begriff "Simultan-Auktion" bringt Vielen wahrscheinlich noch die Schlagzeilen des letzten Jahres in Erinnerung. Verbunden ist dies untrennbar mit dem großen Erfolg der Versteigerung des 1. Teils der "Sammlung ,Waldersee' - Deutsche Post in China und Kiautschou", die im Frühjahr 2014 in Wiesbaden und Hongkong zeitgleich angeboten wurde. Diese Erfolgsgeschichte findet nun ihre Fortsetzung mit dem Verkauf des 2. Teils der großartigen Kollektion "Waldersee". Von den beiden an der afrikanischen Westküste gelegenen Kolonien Kamerun und Togo dürfen sich die Sammler auch hier auf zahlreiche Raritäten und Ausnahmestücke freuen, die man nicht alle Tage sieht.

Der Sonderkatalog "Gibraltar - Das Archiv der Postverwaltung ab 1993" vereint die Philatelie mit der Welt der Kunst. Denn hier finden sich zahlreiche Künstler-Entwürfe, Essays und Probedrucke - vielfach einzigartige Raritäten der modernen Philatelie, die höchsten Ansprüchen gerecht werden. Das komplette Archiv wird während der Ausstellung Herbst-STAMPEX, die vom 16. bis 19. September 2015 in London stattfindet, am Heinrich Köhler-Stand zu besichtigen sein.

Kleine und große Highlights im Hauptkatalog

Der Hauptkatalog steht den Sonderkatalogen in nichts nach, finden Sammler doch hier wie gewohnt eine große Vielfalt seltener Briefmarken und wertvoller Briefe aus aller Welt. Wie üblich sehr stark besetzt ist der "Deutschland-Teil", von Altdeutschland über das Deutsche Reich mit Kolonien, Besetzungsausgaben und Abstimmungsgebieten bis zu den modernen Sammelgebieten nach 1945. Weitere Schwerpunkte liegen bei Frankreich und Luxemburg ab Klassik (darunter seltene Briefe der ersten Ausgabe!). Nicht zu vergessen die einzigartige "Imperial Collection" Osmanisches Reich mit Abstempelungen und Postgeschichte sowie der 2. Teil der Tony-Zonneveld-Sammlung "Iran/Persien" und vieles mehr.

Außergewöhnlich umfangreich wird die Abteilung mit Nachlässen, Sammlungen, Posten und Brieflots von Deutschland, Europa und Übersee sein. Mit der "Sammlung Jan Frijling" (Teil 1) kommt eine Briefe-Sammlung unter den Hammer, die für großes Aufsehen sorgen wird. Über viele Jahre mit großer Kenntnis und viel Engagement zusammengetragen, ist ein wirklich einmalig umfangreicher Bestand entstanden, der insbesondere für postgeschichtliche Sammler mit Briefen aus aller Welt - vor allem aus der semi-klassischen Zeit - zahlreiche hochinteressante Lose zu bieten hat.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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352. Schwanke-Auktion: Per Dampfer zum 5. Kontinent

Post nach Australien ist eigentlich immer die Krönung einer postgeschichtlichen Sammlung der Altdeutschen Staaten, denn "viel weiter" ging nicht. Die wenigen mit Marken frankierten Belege, die man heute kennt, sind in der Regel registriert. In den "Stammbäumen" solcher Stücke finden sich oftmals Namen berühmter Sammler, von Burrus über Lichtenstein bis John R. Boker. Eine Neuentdeckung hingegen kann das Hamburger Traditionshaus Schwanke auf seiner 352. Versteigerung am 28. und 29. August anbieten.

Frühe Warenprobe mit Fotos

Der Sachsen stammt nämlich aus einer Korrespondenz, die bisher noch nicht bekannt war und die erst kürzlich für den philatelistischen Markt "entdeckt" wurde. Empfänger war ein Hermann Wentzel, der im Auftrag seiner Firma "Suse & Co., Hamburg" in Australien weilte und den der Brief in Melbourne erreichte. Frankiert mit zwei Exemplaren des Höchstwertes zu 10 Neugroschen plus zwei Exemplaren der 2-Neugroschen-Marke, lief der Brief von Dresden über Hamburg und London nach Australien. Der philatelistische Leckerbissen startet mit moderaten 1200 Euro.

Der Zufall will es, dass die Firma Schwanke noch einige weitere Poststücke der Altdeutschen Staaten nach Australien parat hat. Diese sind zwar nicht mit Freimarken frankiert, aber gleichwohl sehr selten. Zwei Lose stellen wir hier vor:

"Photography only" hat der Absender 1866 auf einer Sendung notiert, die in Hamburg vom Thurn & Taxis'schen Postamt abgefertigt wurde und als Drucksache nach Geelong, dem Hafen von Melbourne, befördert wurde. Ein solch früher Bezug auf das neue Medium der "Photographie", die ja noch in den Kinderschuhen steckte, ist sehr bemerkenswert, und als Warenprobe nach Australien dürfte dieser Beleg ein Altdeutschland-Unikat darstellen. Der Beleg ist mit 1500 Euro taxiert.

Bereits 1865 ging ein Brief von Norburg in Schleswig-Holstein nach Adelaide, genauer gesagt nach Port Adelaide in Südaustralien. Post nach Australien, die nicht als Empfangsort "Melbourne" oder "Sydney" hat, ist besonders selten. Fast drei Monate war der Brief unterwegs, wie der vorderseitige Ankunftsstempel vom 13. Mai 1865 dokumentiert. (1000 Euro).

Ein kaum bekanntes Kapitel der Postgeschichte ist Schiffspost auf der Schlei. Von 1865 bis 1873 verkehrte das Dampfschiff "Prinzess Louise" auf dem kleinen Fluss. Von Schleswig bis Kappeln wurden Passagiere und Frachten transportiert; postalische Dokumente dieser Verkehrsverbindung sind registriert. Schwanke kann gleich zwei Belege anbieten: Die kleine Gemeinde Boren bei Arnis bekam im Jahre 1873 eine neue Kirchenglocke mit Zubehör (Klöppel und Gestänge) geliefert, dokumentiert durch den erhalten gebliebenen Frachtbrief aus Leipzig, der zwei Paketaufkleber - zu 1 und 3 Mark - der "Schlei-Dampfschiffe" trägt. Das wohl einmalige Stück ist mit 250 Euro angesetzt. Und ein weiterer Brief aus Schleswig begleitete einen Reisesack an Pastor Jürgen in Kappeln, worin seine Mutter ihm wohl ein paar gute Sachen zuschickte. Der Paketaufkleber zeigt den Schiffsnamen "Prinzess Louise" (200 Euro).

Neben postgeschichtlichen Stücken kommen auch viele interessante Marken unter den Hammer. Zum 100. Geburtstag des aserbaidschanischen Schriftstellers A. Sabir verausgabte die sowjetrussische Postverwaltung 1962 eine Sondermarke, die ein Porträt des Literaten zeigt. Die Inschrift war jedoch fehlerhaft ("AZERBAITSCHAYN POET SABIR" statt "AZERBAITSCHAN POET SABIR"). Die Marke wurde sofort vom Verkauf zurückgezogen und durch eine Ausgabe mit der korrigierten Inschrift ersetzt. Nur 250 Exemplare entgingen der Vernichtung. Ein postfrischer Eckrandviererblock der MiNr. 2625 I geht mit 5000 Euro ins Rennen.

SBZ-Spezial: Sammlung Fürstenhagen

Die SBZ-Sammlung "Fürstenhagen" umfasst ca. 180 Lose und bildet einen besonderen Schwerpunkt des deutschen Nachkriegsangebotes der 352. Schwanke-Auktion. Alle guten Standardwerte sind vorhanden, aber den besonderen Reiz machen die vielen Besonderheiten aus, die natürlich alle mit aktuellen Fotoattesten der zuständigen Prüfexperten versehen sind. Eine Auswahl der offerierten Seltenheiten: MiNr. 7 A a wa x, 30 Pf Eiche auf Papier "wa" mit glatter Gummierung (700 Euro); MiNr. 37 z c, 15 Pf mittelgelbbraun auf Papier z (600 Euro); MiNr. 47 Fb, 15 Pf lebhaftgelbocker mit Postmeistertrennung Klotzsche (900 Euro); MiNr. 45 M Uo, 10 Pf Ziffer mit Postmeisterdurchstich Seiffen mittels Nähmaschine (500 Euro); MiNr. 91 b W, 12 Pf lebhaftrosa auf Zigarettenpapier (750 Euro); MiNr. 99 A X a r, 30 Pf olivgrau auf Papier r (600 Euro); MiNr. 129 X w U, 6 Pf Ziffer als ungezähntes Eckrandpaar (500 Euro); MiNr. 192 c P OR ndgz, 30 Pf lebhaftbräunlichkarmin mit nicht durchgezähntem Plattenoberrand (750 Euro); MiNr. 228 UL, Tag der Briefmarke links ungezähnt (300 Euro).

Die Auktion umfasst exakt 4085 Lose. Ein bedeutendes Angebot an Nachlässen, Sammlungen, Händlerposten etc. stellen die etwa 1400 Positionen dar, die am zweiten Versteigerungstag zum Ausruf kommen.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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Gutes Allround-Angebot

Leipzig Die Firma Fortagne & Lipfert kann auf ihrer 167. Briefmarkenauktion am 18. und 19. September 2015 rund 4000 Lose aus fast allen Sammelgebieten anbieten.

Den Auftakt bilden 270 Lose Zeppelinpost aus dem Zeitraum 1912 bis 1939, dabei Fahrten von LZ 11 "Viktoria Luise", LZ 13 "Hansa", LZ 17 "Sachsen", LZ 120 "Bodensee" sowie LZ 127. Auch interessante Zuleitungspost aus Europa und Übersee ist vertreten, beispielsweise aus Österreich zur Chicagofahrt 1933 (2350 Euro). Daran schließen sich Flugpost Deutsches Reich mit Pionierluftpost 1912-1914, u.a. "Rhein-Main-Flugpost", und von Europa/Übersee an. Raketenflug-, Schleuderflug- und Ballonpost ergänzen das Programm.

Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost und Kriegsgefangenenpost kommen ca. 110 Lose unter den Hammer, mit Motiven von Bahnpost, Kosmos, Propaganda, Sport bis Zensur und Heimatphilatelie/Postgeschichte 230 Lose.

Über 300 Positionen mit alten Ansichtskarten aus Deutschland, philatelistischer Literatur, Sammelbilderalben, Notgeld, Material zur Zeitgeschichte und ca. 50 alte Lithografien aus SAXONIA (von Altenburg bis Zwickau) erweitern die Angebotspalette.

880 Lose Deutsches Reich mit Altdeutschland (160 Lose) bilden einen Schwerpunkt der Versteigerung. Es befinden sich darunter Brustschilde, Krone/Adler und Germania-Ausgaben mit vielen Besonderheiten, Farben, Plattenfehlern (teils Belege bzw. Briefstücke) und Privatganzsachen sowie Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete Erster und Zweiter Weltkrieg.

Es folgen 330 Lose Deutschland nach 1945 mit einigen Lokalausgaben von Cottbus bis Unna, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler) sowie einem SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben und Belegen (z.B. Brückenbau-Block als Vorzugsdruck für 2500 Euro Ausruf). Das Sammelgebiet DDR weist 390 Positionen auf, dabei viele gesuchte Ausgaben, Farben, Plattenfehler, geprüfte Wasserzeichen-Besonderheiten, Druckvermerke, Briefe/Karten, Ganzsachen und Dienst/ZKD.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 300 Einzellose mit klassischen Marken und Belegen von Andorra bis Zypern und Algerien über VR China, USA bis Philippinen.

Den Abschluss markieren rund 1000 Lots und Engrosposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen (u.a. von Altdeutschland, Sachsen, Deutsches Reich, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungs- und Besetzungsausgaben Erster und Zweiter Weltkrieg, OPD und SBZ, DDR, Berlin/Bund sowie Dänemark, Großbritannien, Liechtenstein, Österreich, Russland/UdSSR sowie von Übersee Indien, Mexiko und USA).

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Altdeutschland im Blickpunkt

Bamberg Wenn in Bamberg zur Sem-Auktion eingeladen wird, freuen sich vor allem die Sammler Altdeutschlands sowie Käufer hochwertiger Posten und Sammlungen aus Privatbesitz. Die 36. Versteigerung findet am 24. Oktober 2015 statt.

Diesmal sind über 1700 Lose am Start, die Versteigerung beginnt traditionell mit Posten und Sammlungen. Auch diesmal wurden dem Versteigerer zahlreiche Kollektionen anvertraut, die teils unverändert blieben. So werden mehrere Ausstellungssammlungen von Bayern Liebhaber finden. Eine sehr beachtliche dieser Kollektionen enthält die Quadratausgaben bis MiNr. 13, in der z.B. die MiNr. 2 I mit rotem Gummi von Altötting enthalten ist. Der Fortsetzungsband der ungezähnten Wappenausgabe ist nicht minder inhaltsschwer. Es folgen weitere kleine und "große" Sammlungen auch mit MiNr. 1, mehrere Heimatsammlungen (u.a. eine umfangreiche "Schweinfurt"-Spezialsammlung oder mehrere Niederbayerns), danach weitere anderer Altdeutscher Staaten.

Zu den Highlights gehört eine hochkarätige Sammlung der Deutschen Kolonien und Auslandspostämter, in der u.a. mehrere Werte der "China-Handstempel"-Ausgabe enthalten sind. Auch die anderen Spitzenwerte sind weitgehend vollständig vertreten, für die neue Atteste der BPP-Prüfer vorliegen. Vom selben Sammler zusammengetragen wurde eine Sammlung Besetzte Gebiete Erster Weltkrieg und Abstimmungsgebiete, in der sich u.a. Libau vollständig zeigt. Danzig, Memel und Saar sind ebenfalls bestens präsent, die deutschen Nachkriegsgebiete ebenso.

Der Einzellosteil startet mit 600 Losen Bayerns, wobei diesmal besonders die Spezialsammlung "Schellenberg", eine über Jahrzehnte aufgebaute Kollektion der bayerischen Bahnposten, für Aufmerksamkeit sorgen wird. Eine traumhafte Einzelfrankatur der MiNr. 7 mit "406" Bahnpost entzückt, eine Farbfrankatur mit der MiNr. 13 a nach Finnland ebenso. Bahnpoststempel sind mit praktisch allen Raritäten vertreten, dabei der rare Halbkreisstempel der Pfalz allein auf zwei Markenbriefen oder der seltene Einkreisstempel der Ostbahn auf Marke und Brief. Einzelne Teile der Sammlung wurden nicht aufgeteilt und sind in 18 Losen separat im Angebot.

Mit rund 800 Losen "Thurn und Taxis" wird die Auflösung der "Rennsteig"-Sammlung fortgesetzt. Der 2. Teil bringt hochkarätige Frankaturen (u.a. MiNr. 19 im 4er-Block auf Brief - Unikat), weitere Frankatur-Seltenheiten, Mischfrankaturen mit Marken von Baden, Bayern, Preußen, NDP, Frankreich, Großbritannien etc., einen umfangreichen Teil der Nummernstempel lose und auf Brief mit den Raritäten bis Nummer "424", eine Detaillierung des Teils "Postablagen" auf Briefen oder Nachverwendungen.

Beim Deutschen Reich finden sich einige Brustschild-Seltenheiten, Besetzte Gebiete Zweiter Weltkrieg oder Inselpost sind ebenfalls vertreten. Vorhanden sind auch Nachkriegsgebiete mit Saar-Hochwasser-Blockpaar gestempelt oder SBZ-Blocks teils auf Briefen - ein insgesamt reichhaltiges Angebot für spezialisierte Deutschland-Sammler.

Internet: www.peter-sem.de

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Komplettbogen von SBZ-Ausgaben

Dessau-Roßlau Die 41. Hettinger-Auktion am 10. September 2015 enthält rund 3700 Lose, wobei der Schwerpunkt mit ca. 2500 Positionen auf den deutschen Sammelgebieten liegt. 80 Lose bestehen aus 100-Euro-Goldmünzen mit Komplettsets aller Prägestätten. Ansonsten dominiert die Philatelie.

Bei Altdeutschland ragen ein Probedruck der Bayern MiNr. 104 im postfrischen oberen, rechten Eckrand-9er-Block und die Preußen MiNr. U 23 A als seltene Ortsverwendung Berlin heraus (350 bzw. 450 Euro).

Das Deutsche Reich bietet eine Drei-Farben-Frankatur der Brustschilde auf Paketkarte Medebach-Burbach (700 Euro), aber auch 50 Lose Frankaturen aus Olympia-Blocks und etwa 300 Lose mit Zusammendrucken, die sich vielfach auf Briefen befinden [z.B. Germania W 1.1 im senkrechten Paar als portogerechte Mehrfachfrankatur (340 Euro)]. Interessante Zusammendrucke gibt es auch von den Nothilfeausgaben 1929 und 1931, u.a. MiNr. KZ 14 auf portogerechter Zeppelinkarte zur Südamerika-Fahrt (540 Euro). Erwähnung verdienen auch 80 Lose mit Propagandakarten. Bei den Deutschen Auslandspostämtern und Kolonien fallen ein Karolinen-Provisorium MiNr. 7 Pv auf Briefstück (Auflage nur 500 Stück, 900 Euro) und die Kiautschou-Lagerpostmarken Bando 2 und 5 Sn ungebraucht (o.G.) ins Auge. Danzig lockt mit dem sehr seltenen Block MiNr. 1 b mit Tagesstempel (150 Euro). Bei den Besetzungsausgaben sind hervorzuheben: Russland/Ljady MiNr. 2 b auf Briefstück und Frankreich/Cholet-Schwärzungen auf kleinem Briefelot (300 bzw. 600 Euro). Bisher unbekannte Marken der Lokalausgabe Tabors Marocains in postfrischer Erhaltung starten mit 500 Euro.

Bei den deutschen Lokalausgaben ab 1945 ist die Finsterwalde MiNr. 5 a V im Komplettbogen mit der seltenen scharfen Versuchszähnung enthalten (1000 Euro). Zu den Highlights der SBZ gehören die MiNrn. 29-36 x im kompletten postfrischen Bogensatz (3500 Euro), die MiNr. 48 D II im postfrischen Komplettbogen (1500 Euro) und die MiNr. 52 cuy auf Briefstück (1500 Euro). Die Bezirkshandstempelaufdrucke sind mit 80 Losen vertreten. Die DDR wartet mit einer größeren Anzahl Druckvermerken und Druckereizeichen früher Ausgaben auf, auch in kompletten Bogen. An Besonderheiten finden sich bei Berlin die MiNrn. 59 X und 860 U jeweils postfrisch (1200 bzw. 400Euro), bei Bund Block MiNr. 41 U und Folienblatt MiNr. 32 U jeweils postfrisch (700 bzw. 600 Euro).

Im Europa-Teil stößt man u.a. auf die Italien MiNr. 445 (Geschwaderflug Rom-Chicago) auf Brief (500 Euro) sowie bei Übersee auf die China-Ausgaben MiNrn. 648-655 B und Block MiNr. 8 jeweils postfrisch (je 3000 Euro).

Internet: www.hettinger-auktionen.de

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Seltener China-FDC

Frankfurt/Main Das Auktionshaus BBA-Therese Weiser Nachf. veranstaltet am 26. September 2015 mit der insgesamt 714. Versteigerung die erste nach der Sommer-Pause.

Neben vielen schönen Nachlass-Sammlungen kommen einige Spitzenstücke der Philatelie zum Ausruf, darunter auch einige begehrte Stücke der Volksrepublik China. Besonders hervorzuheben ist die Sonderausgabe der VR-China zum "Jahr des Affen 1980" (MiNr. 1594) mit dem seltenen roten Ersttagsstempel auf Drucksachen-Luftpostbrief nach Deutschland gelaufen. Rückseitig verklebt wurden als Zusatzfrankatur die MiNrn. 743 (ein weiteres Affenmotiv) und die MiNr. 1330. Der FDC mit dem roten Sonderstempel ist selten und gelaufen eine China-Rarität. Der Ausruf beträgt 800 Euro.

Internet: www.Auktionshaus-Weiser.de

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Großartiges Angebot von Alexanderstadt

Bonn

Über 15 000 Lose werden während der 145. Auktion am 4. und 5. September vom Bonner Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer angeboten. 8000 davon befinden sich im gedruckten Auktionskatalog und etwa 7000 im Online-Katalog, der somit einen deutlichen Mehrwert hat.

Im Bereich Altdeutschland gibt es durch die Auflösung mehrerer Sammlungen interessante Offerten beim Norddeutschen Postbezirk, Preußen, Hannover sowie Thurn und Taxis. Ebenso reichhaltig ist das Angebot an Sachsen-Nummernstempeln mit vielen ausgesuchten Stücken. Unter den Ausgaben des Deutschen Reiches sind gesuchte Brustschilde, gefragte Standardausgaben und zahlreiche Besonderheiten wie u.a. MiNrn. 12 und 13 je mit Orts-Stempelentwertung und in einwandfreier Erhaltung zu finden. Aber auch andere seltene Stücke wie MiNrn. 81 Bb, 112 b, 315 b und die sehr seltene Dienstmarke MiNr. 83 b sind in gestempelter Erhaltung mit Fotoattesten der jeweils zuständigen Prüfer vorhanden. Ergänzt wird die Palette durch interessante Zusammendrucke, Markenheftchenblätter und Zeppelinbelege

Die Ausgaben der Deutschen Auslandspostämter und Kolonien begeistern mit interessanten postfrischen Ausgaben, Plattenfehlern, Stempeln und zahlreichen Belegen. Auch Zwischenstegpaare sowie Einheiten kommen zum Aufruf.

Einen Schwerpunkt setzt die Auflösung der hochkarätigen Oberschlesien-Sammlung von Prof. Urban (Krefeld). Er war langjähriger Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Oberschlesien und für diese zeitweilig auch als Prüfer tätig. Er trug in jahrzehntelanger Sammlertätigkeit eine reichhaltige Kollektion zusammen, die nun in etwa 300 Einzellosen aufgelöst wird. Mit dabei sind zahlreiche Seltenheiten wie ungezähnte Werte, MiNr. 10 F auf portogerechtem Brief, Zwischenstegpaare sowie ein umfangreiches Angebot der Oppelner Notausgabe mit zahlreichen Seltenheiten in ungebrauchter Erhaltung. Viele Stücke wurden durch den Experten Gunnar Gruber attestiert, teilweise handelt es sich um Seltenheiten, die nur in kleiner Stückzahl am Markt vorhanden sind oder aber Unikate darstellen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Versteigerung ist ein umfangreiches Angebot Deutsche Besetzung Zweiter Weltkrieg. Neben dem berühmten "Panjewagen" vom Generalgouvernement mit neuem Attest Pfeiffer "echt und einwandfrei" fallen interessante und wertvolle Stücke von Alexanderstadt ins Auge. Seltene Werte wie die MiNrn. 2 II, 12 YK, 12 X, 16 K und andere werden in postfrischer Ausnahmeerhaltung mit neuen Attesten Zirath angeboten. Von der seltenen MiNr. 16 mit kopfstehendem Aufdruck sind nur zwei Exemplare bekannt - das andere befindet sich in festen Händen, und gegebenenfalls wird man hier die einmalige Gelegenheit haben, dieses Spitzenstück zu erwerben. Auch die anderen Marken sind nur in kleinen, einstelligen Stückzahlen bekannt. In dieser Konzentration gab es in den letzten Jahren kein gleichwertiges Angebot der Ausgaben "Alexanderstadt" am deutschen Auktionsmarkt.

Weitere interessante Stücke der deutschen und internationalen Philatelie ergänzen das hervorragende Angebot, dabei im internationalen Bereich u. a. interessante Offerten bei Österreich, Schweiz mit vielen klassischen Ausgaben sowie ein umfangreicher Teil USA mit zahlreichen gesuchten Ausgaben.

Deutschland nach 1945 bietet gesuchte Standardwerte, Farben, Abarten, Plattenfehler und Besonderheiten in Hülle und Fülle. Viele Stücke sind mit aktuellen Attesten der jeweiligen Prüfer ausgestattet.

Einen weiteren Höhepunkt bildet die Sammlungsauktion, hier vor allem die Auflösung der großen Sammlung von Klaus Zwanziger. Das umfangreiche Objekt mit einem Ausruf von ca. 150 000 Euro wird in länderweise aufgelösten Sammlungen angeboten. Zwanziger hatte diese Kollektion "mit Gesich"", wie der Auktionator in seinem Katalog schreibt, in über sechs Jahrzehnten langer Sammlertätigkeit aufgebaut. Auch die Auflösung vier weiterer großer Sammlungen sowie geschlossener Nachlässe dürfte auf großes Interesse bei vielen Sammlern und Händlern stoßen.

Alle Informationen über das Angebot der 145. Auktion erhalten Sie im Internet unter www.ReinhardFischerAuktionen.de. Dort steht Ihnen neben einem Online-Katalog mit ausgefeilter Suchfunktion ebenso ein PDF mit den nur im Internet präsentierten Losen zur Verfügung. Weiterhin haben Sie die Möglichkeit, über 450 Sammlungslose am eigenen Computer zu besichtigen. Neben allen Einzellosen bildet das Auktions-haus Dr. Reinhard Fischer auch alle Atteste ab.

Internet: www.ReinhardFischerAuktionen.de

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125. Auktion des Württembergischen Auktionshaus am 11./12. September 2015

wm Joachim Erhardt hat es mit der Zahl "5". Nicht deshalb, weil er 1955 geboren wurde, seit 1975 Berufsphilatelist ist, bis 1985 dreizehn Spezialauktionen mit Peter Feuser in Stuttgart durchführte, bevor er dann in Eigenregie weiter arbeitete. 1995 fusionierte er seine beiden Firmen, was bei seiner 55. Auktion des WAP (Württembergischen Auktionshaus) sichtbar wurde. Und vom 11.-12. September 2015 findet nun seine 125. Auktion statt.

Das Resultat seiner vierzigjährigen Karriere als Kenner und Experte - nicht nur auf dem gebiet der Deutschen Auslandspostämter und Kolonien - können Interessenten mit vier Katalogen besichtigen, die zu dieser 125. Auktion erscheinen. Weitere Teile der legendären Dr. Helmut-Schmidt-Sammlungen werden offeriert, aber auch andere Kollektionen, die insgesamt in drei Sonderkatalogen beschrieben sind. "Tradition verpflichtet", ist man angesichts dieser geballten Kompetenz geneigt, zu sagen. Sicherlich hätte sich Erhardts Urgroßvater - dieser besaß schon Ende des 19. Jahrhunderts eine Generalsammlung weltweiter Briefmarken in 20 Bänden - gefreut, den Karriereerfolg seines Urenkels mitzuerleben.

Kontakt: Württembergisches Auktionshaus GmbH, Relenbergstr. 78, 70174 Stuttgart, Tel. 07 11/22 85 05, Fax 07 11/2 28 50 80, info@briefmarkenauktion.de

Internet: briefmarkenauktion.de

40 Jahre Götz-Auktionen

wm Wer Anfang September auf 365 Versteigerungen zurückblicken kann, kann getrost sagen, dass er etwas richtig gemacht hat, was Einlieferer wie Käufer seit Jahrzehnten zu schätzen wissen. Dies ist bei dem Oberkircher Auktionator Jürgen Götz (geb. 1947) der Fall, dessen Auktionen in Deutschland zu den größten und erfolgreichsten zählen. Bereits 1997 verbuchte er einen Umsatz von 26 Millionen DM, vier Jahre vorher hatte er bereits seine 175. Auktion durchgeführt. Spezialisiert auf Sammlungen und Großlots war eine Erweiterung des Hauses angesagt, so dass er im Herbst 1994 einen modernen eigenen Neubau mit ca. 1 000 qm Nutzfläche bezog. Sohn Olaf ist seit Beginn der 1990er-Jahre mit im Geschäft und so können beide zur 365. Versteigerung einmal mehr über 6 000 Einzellose und ca. 2 500 Sammlungen anbieten. Kontakt: Jürgen Götz e.K., Steinhof 12, 77704 Oberkirch, Tel. 0 78 02/9 34 40, E-Mail: info@goetz-auktion.de

Internet: www.goetz-auktion.de

e@uction vom 26.-27. August 2015 bei Felzmann (Philatelie)

wm (rr/Ddf.) Die e@uction im August hält etwa 1 000 Briefmarken und Belege aus allen Kontinenten bereit. Mit dabei sind Marken aus deutschen Sammelgebieten wie Altdeutschland, Deutsches Reich oder DDR, aber auch ein großes Angebot an Überseelosen mit China oder Mauritius.

Besonders interessant wird der Auftakt zur Auflösung der "Vinxtbach"-Sammlung: "Die Zeit des II. Weltkrieges und seine Auswirkungen". In dieser e@uction werden daraus unter anderem acht Marken des Besetzungsgebiets Zante (Los 10592), eine Tunis Feldpostpäckchen-Marke (Los 10599), eine 6 Pfg Marke der Kontrollratsausgaben in schwarzviolettgrau (Los 10616) und eine 80 Pfg Briefmarke mit Bezirkshandstempel (Los 10743) angeboten. Weitere Lose dieser Sammlung folgen in der 153. und 154. Auktion.

Wie gewohnt spricht die Felzmann e@uction ein breites Publikum an. Anfängersammlungen oder kleinere Geschenke können hier mit Losen ab 20 Euro Ausruf bestückt werden. Ebenso finden sich einzelne Highlights, bei denen Sammler im richtigen Moment zuschlagen und eventuell einen günstigen Kauf machen können.

Dabei sein lohnt sich! Interessierte Sammler müssen sich nur einmalig registrieren und während der Auktion einloggen. Schon kann jeder mit einem Klick sein Wunschlos ersteigern. Alle Lose stehen ab sofort im Online-Katalog auf www.felzmann.de zur Ansicht zur Verfügung. Die Philatelie Auktion wird am Mittwoch, den 26. August 2015 stattfinden. Der Gesamtausruf liegt im Bereich Philatelie bei 53.840 Euro.

Vorausschau auf die 361. Heinrich-Köhler-Auktion (22.-26. September 2015, Wiesbaden)

wm (hk-pr/Wiesbaden) Nach der erfolgreichen Auktion im Frühjahr und der spektakulären Raritätenauktion zur EUROPHILEX in London im Mai 2015 folgt mit der 361. Auktion des Traditionshauses Heinrich Köhler in Kürze ein weiterer Höhepunkt des Auktionsjahres 2015. Vom 22. bis 26. September 2015 erwartet die Sammler erneut ein herausragendes Angebot weltweiter Philatelie und Postgeschichte, das für Begeisterung sorgen wird. Neben einer erstaunlich großen Vielfalt an hochwertigen Briefen, Belegen und Sammlungen aus aller Welt im Hauptkatalog präsentieren drei Sonderkataloge echte Ausnahmesammlungen, wie man sie wahrlich nur selten sieht.

Der Sonderkatalog "BALTICA - Estland, Lettland, Litauen 1918-1941" dokumentiert das philatelistische Lebenswerk von Dr. Hubert Schrödinger. Zusammengetragen wurden die Stücke über viele Jahrzehnte - ein Zeitraum, der es Schrödinger erlaubte, praktisch alle Raritäten dieser Gebiete zu erwerben. Es handelt sich heute um eine der bedeutendsten Sammlungen der Baltischen Staaten, die je existiert hat. Besonders reizvoll für Sammler dieses Sammelgebiets ist die Tatsache, dass viele der dort enthaltenen Raritäten seit Jahren nicht am Markt angeboten wurden.

Die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte - die Sammlung "Waldersee" (Teil 2): Der Begriff "Simultan-Auktion" bringt Vielen wahrscheinlich noch die Schlagzeilen des letzten Jahres in Erinnerung. Verbunden ist dies untrennbar mit dem großen Erfolg der Auktion des 1. Teils der "Sammlung ,Waldersee' - Deutsche Post in China und Kiautschou", die im Frühjahr 2014 in Wiesbaden und Hong Kong zeitgleich versteigert wurde. Diese Erfolgsgeschichte findet nun ihre Fortsetzung mit dem Verkauf des zweiten Teils der großartigen Kollektion "Waldersee". Mit den beiden an der afrikanischen Westküste gelegenen Kolonien Kamerun und Togo erwartet die Sammler auch hier zahlreiche Raritäten und Ausnahmestücke, die man nicht alle Tage sieht.

Künstlerisch wertvoll - philatelistisch herausragend: Das Archiv der Postverwaltung Gibraltars ab 1993: Der Sonderkatalog "Gibraltar - Das Archiv der Postverwaltung ab 1993" vereint die Philatelie mit der Welt der Kunst. Denn hier finden sich zahlreiche Künstler-Entwürfe, Essays und Probedrucke - vielfach einzigartige Raritäten der modernen Philatelie, die höchsten Ansprüchen gerecht werden. Das komplette Archiv wird während der Ausstellung Herbst-STAMPEX, die vom 16. bis 19. September 2015 in London stattfinden wird, am Heinrich Köhler-Stand zu besichtigen sein.

Kleine und große Highlights von Altdeutschland bis "Alle Welt": Der Hauptkatalog steht den Sonderkatalogen in nichts nach, finden Sammler doch hier wie gewohnt eine große Vielfalt seltener Briefmarken und wertvolle Briefe aus aller Welt. Wie üblich sehr stark besetzt ist der "Deutschland-Teil", von Altdeutschland über das Deutsche Reich mit Kolonien, Besetzungsausgaben und Abstimmungsgebieten bis zu den modernen Sammelgebieten nach 1945. Weitere Schwerpunkte liegen bei Frankreich und Luxemburg (darunter seltene Briefe der ersten Ausgabe!) ab Klassik. Nicht zu vergessen die einzigartige "Imperial Collection" Osmanisches Reich mit Abstempelungen und Postgeschichte sowie der zweite Teil der "Tony Zonneveld Sammlung Iran/Persien" und vieles mehr.

Außergewöhnlich umfangreich wird in der Auktion das Angebot von Nachlässen, Sammlungen, Posten und Brieflots von Deutschland, Europa und Übersee sein. Mit der "Sammlung Jan Frijling" (Teil 1) kommt eine Briefe-Sammlung zum Ausruf, die für großes Aufsehen sorgen wird. Über viele Jahre mit großer Kenntnis und viel Engagement zusammengetragen, ist ein wirklich einmalig umfangreicher Bestand entstanden, der insbesondere für postgeschichtliche Sammler mit Briefen aus aller Welt - vor allem aus der semi-klassischen Zeit - zahlreiche hochinteressante Lose zu bieten hat.

Die Kataloge zur Auktion erscheinen am 14. August 2015. Eine Online-Version mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern der Einzellose und Sammlungen finden Interessenten bereits ab dem 12. August 2015 im Internet unter www.heinrich-koehler.de. Weitere Informationen zur Auktion und allen Losen bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de

Internet: www.heinrich-koehler.de

Vorschau zur 145. Dr. Reinhard Fischer Auktion am 4./5. September 1015

wm (rf-PR/Bonn) Über 15.000 Auktionslose werden während der 145. Auktion vom Bonner Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer angeboten. Davon 8 000 im gedruckten Auktionskatalog und etwa 7 000 im Online-Katalog, welcher somit einen deutlichen Mehrwert hat.

Im Bereich Altdeutschland gibt es durch die Auflösung mehrerer Sammlungen interessante Offerten beim Norddeutschen Postbezirk, Preußen, Hannover sowie Thurn & Taxis. Ebenso reichhaltig ist das Stempel-Angebot Sachsen-Nummernstempel mit vielen ausgesuchten Stücken. Unter den Ausgaben des Deutschen Reiches gibt es gesuchte Brustschilde, gefragte Standardausgaben und zahlreiche Besonderheiten wie u. a. Mi.-Nr. 12 und 13 je mit Orts-Stempelentwertung und in einwandfreier Erhaltung. Aber auch andere seltene Stücke wie Mi.-Nr. 81Bb, 112b, 315b und die sehr seltene Dienstmarke Mi.-Nr. 83b sind in gestempelter Erhaltung mit Fotoattesten der jeweils zuständigen Prüfer im Angebot. Ergänzt wird das Angebot durch interessante Zusammendrucke, Markenheftchenblätter und Zeppelinbelege. Unter den Ausgaben der Deutschen Auslandspostämter und Kolonien gibt es interessante postfrische Ausgaben, Plattenfehler, Stempel und zahlreiche Belege. Auch Zwischenstegpaare sowie Einheiten kommen zum Aufruf.

Einen Schwerpunkt der Auktion setzt die Auflösung der hochkarätigen Oberschlesien-Sammlung von Professor Urban (Krefeld). Professor Urban war langjähriger Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Oberschlesien und für diese zeitweilig auch als Prüfer tätig. Er trug in jahrzehntelanger Sammlertätigkeit eine reichhaltige Sammlung zusammen, die nun in etwa 300 Einzellosen aufgelöst wird, dabei zahlreiche Seltenheiten wie ungezähnte Werte, Mi.-Nr. 10F und auf portogerechtem Brief, Zwischenstegpaare sowie ein umfangreiches Angebot der Oppelner Notausgabe mit zahlreichen Seltenheiten in ungebrauchter Erhaltung. Viele Stücke wurden durch den Experten Gunnar Gruber attestiert, teilweise handelt es sich um Seltenheiten, die nur in kleiner Stückzahl am Markt vorhanden sind oder aber Unikate darstellen.

Einen weiteren Schwerpunkt der Auktion bietet ein umfangreiches Angebot Deutsche Besetzung II. Weltkrieg. Neben dem berühmten "Panjewagen" vom Generalgouvernement mit neuem Attest Pfeiffer: "echt und einwandfrei" fällt ein interessantes und wertvolles Angebot Alexanderstadt ins Auge. Seltene Werte wie Mi.-Nr. 2II, 12YK, 12X, 16K und andere werden in postfrischer Ausnahmeerhaltung mit neuen Attesten Zirath angeboten. Von der seltenen Mi.-Nr. 16 mit kopfstehendem Aufdruck sind nur zwei Stücke bekannt, das andere befindet sich in festen Händen und gegebenenfalls wird man hier die einmalige Gelegenheit haben dieses Spitzenstück zu erwerben. Auch die anderen Stücke sind nur in kleinen einstelligen Stückzahlen bekannt, in dieser Konzentration gab es in den letzten Jahren kein gleichwertiges Angebot der Ausgaben "Alexanderstadt" dieser Art am deutschen Auktionsmarkt.

Auch andere interessante Stücke der deutschen und internationalen Philatelie ergänzen das hervorragende Angebot, dabei im internationalen Bereich u. a. interessante Offerten bei Österreich, Schweiz - mit vielen klassischen Ausgaben sowie ein umfangreiches Angebot USA mit zahlreichen gesuchten Ausgaben.

Das Angebot Deutschland nach 1945 bietet gesuchte Standardwerte, Farben, Abarten, Plattenfehler und Besonderheiten in Hülle und Fülle. Viele Stücke werden mit aktuellen Attesten der jeweiligen Prüfer angeboten.

Einen weiteren Höhepunkt bildet die Sammlungsauktion, hier vor allem die Auflösung der großen Sammlung von Klaus Zwanziger. Das umfangreiche Objekt mit einem Ausruf von ca. 150.000 Euro wird in länderweise aufgelösten Sammlungen angeboten. Herr Zwanziger hatte diese Sammlung "mit Gesicht" - wie der Auktionator in seinem Katalog schreibt - aufgebaut und dies in über sechs Jahrzehnte langer Sammlertätigkeit. Auch die Auflösung vier weiterer großer Sammlungen sowie geschlossener Nachlässe wird für viele Sammler und Händler von großem Interesse sein.

Alle Informationen über das Angebot der 145. Auktion erhält man im Internet unter www.ReinhardFischerAuktionen.de, dort steht neben einem Online-Katalog mit ausgefeilter Suchfunktion ebenso eine PDF-Datei mit den nur im Internet präsentierten Losen zur Verfügung. Weiterhin hat man die Möglichkeit, über 450 Sammlungslose am eigenen Computer zu besichtigen. Neben allen Einzellosen bildet das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer auch alle Atteste ab.

Internet: www.ReinhardFischerAuktionen.de

Vorschau auf die 167. Briefmarkenauktion der Fa. Fortagne & Lipfert in Leipzig (18.-19. September 2015)

wm (kf-PR/Leipzig) 4.000 Lose sind dieses Mal im Angebot. Den Auftakt bilden 270 Lose Zeppelinpost (1912/1939), dabei Fahrten von LZ 11 "Viktoria Luise", LZ 13 "Hansa", LZ 17 "Sachsen", LZ 120 "Bodensee" sowie LZ 127 u.a. mit interessanter Zuleitungspost aus Europa/Übersee. Daran anschließend Flugpost Deutsches Reich mit Pionierluftpost 1912/14, dabei "RheinMain-Flugpost" und Europa/Übersee, die Raketenflug-, Schleuderflug-und Ballonpost ergänzen das Angebot.

Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost u. Kgf.-Post kommen ca. 110 Lose und 230 Lose mit Motiven von Bahnpost, Kosmos, Propaganda, Sport bis Zensur und Heimatpbilatelie/Postgescbichte unter den Hammer. Über 300 Lose mit alten Ansichtskarten aus Deutschland, philatelistischer Literatur, Sammelbilderalben, Notgeld, Material zur Zeitgeschichte und ca. 50 alte Lithografien aus SAXONIA (von Altenburg bis Zwickau) erweitern die Angebotspalette.

880 Lose Deutsches Reich mit AD ( 160), dabei Brustschilde, Krone/ Adler und Germania-Ausgaben mit vielen Besonderheiten, Farben, Plattenfehler (teils Belege /Bfs.) und Privatganzsachen, sowie Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete (1. und 2. Weltkrieg) bieten ein reichhaltiges Angebot. Es folgen 330 Lose Deutschland nach 1945 mit einigen Lokalausgaben von Cottbus bis Unna, OPD-und Kontrollrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler) und SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben und Belegen.

Das Sammetgebiet DDR hat 390 Lose im Angebot, dabei viele gesuchte Ausgaben, Farben, Plattenfehler, geprüfte Wz.-Besonderheiten, Druckvermerke, Briefe/Karten, Ganzsachen und Dienst/ZKD. Der Europa-und Übersee-Teil beinhaltet ca. 300 Einzellose, dabei klassische Ausgaben/Werte und Belege von Andorra bis Zypern und Algerien über VR China, USA bis Philippinen. Den Abschluss bilden rund 1000 Lots/Engrossposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen, dabei: AD, Sachsen, DR, Auslands-PÄ/Kolonien, Abst.-u. Bes. Geb.l./2.WK, OPD und SBZ, DDR, Berlin!Bund sowie Dänemark, Großbritannien, Liechtenstein, Österreich, Russland/UdSSR und Indien, Mexiko, USA.

Kontakt: Knut Fortagne & Christine Lipfert Briefmarkenauktion in Leipzig, Str. des 18. Oktober Nr.35, Telefon: 03 41/2 21 64 46, E-Mail: firma@briefmarkenauktion-leipzig.de

Internet: www. briefmarkenauktion-leipzig.de

85. Gert-Müller-Auktion:
Viele wertvolle Einzellose und Sammlungen

In drei Katalogen wird das umfangreiche und gehaltvolle Angebot der 85. internationalen Gert-Müller-Auktion präsentiert, die am 28. und 29. August 2015 stattfindet. Ein Sonderkatalog "Bundesrepublik Spezial" beinhaltet zahlreiche seltene Abarten, Briefe und Spezialitäten, die überwiegend aus dem großartigen Bestand von Gerd Bennewirtz stammen. Dabei sind auch ungezähnte Probedrucke der Marienkirche 1951 mit verkehrtem Wasserzeichen. Außerdem gelangen seltene Ersttagsbriefe der Anfangsjahre inklusive Posthorn und Heuss zum Ausruf.

Zahlreiche Seltenheiten von Altdeutschland

Im Einzellosteil werden zahlreiche kleine und große Raritäten der weltweiten Philatelie offeriert. Dazu gehört ein wertvoller Teil Altdeutschland mit zahlreichen Seltenheiten einschließlich mehreren Schwarzen Einsern, Sachsen-Dreiern, Lübeck-Fehldruck, 70 Kreuzer Württemberg mehrfach und vieles mehr. Außerdem gelangt der seltenste Stempel von Hamburg - "Wandsbecker Chaussee" - auf Brief zur Versteigerung. Mit diesem Stempel sind insgesamt nur vier Briefe bekannt. Das Deutsche Reich und die Deutschen Kolonien zeigen sich wiederum gewohnt reichhaltig besetzt mit zahlreichen Spit-zenstücken wie dem Vineta-Provisorium auf Streifband vom Ersttag, der unverausgabten Burg Rheinstein, einem Olympia-Block 1936 ungezähnt usw. Die Deutschen Kolonien bieten eine Vielzahl von seltenen Briefmarken und Briefen, dabei auch Deutsche Post in China mit allen offiziell verausgabten Handstempelaufdrucken inklusive der seltenen 50 Pfennig. Auch Nachkriegsdeutschland ist stark besetzt mit vielen seltenen Ausgaben und Abarten, dabei ein interessanter Teil Französische Zone, Bizone mit zahlreichen Band- und Netzaufdrucken, SBZ mit vielen Spitzenstücken, Neusaar mit seltensten Abarten der Hochwasserblocks etc.

Ein weiterer Katalog ist ausschließlich den Sammlungen, Partien und Nachlässen gewidmet. Insgesamt kommen hier über 3500 Positionen unter den Hammer. Zu den Blickfängen gehört ein besonders wertvoller Bestand Volksrepublik China, der seinen moderaten Startpreis von 20.000 Euro sicher deutlich überschreiten wird. Außerdem gelangt ein wertvoller Nachlass aus Bonn gebietsweise zur Versteigerung. Er enthält großartige Kollektionen von Deutschland, u.a. einen herausragenden Teil Deutsche Besetzung Zweiter Weltkrieg, Deutsche Kolonien und Deutsches Reich, sowie auch von Italien/Vatikan, Schweiz, Liechtenstein und Österreich. Hier sind viele teure Ausgaben vorhanden, und die Ausrufpreise wurden sehr günstig festgesetzt. Außerdem stehen beeindruckende Objekte der Propagandafälschungen des Zweiten Weltkrieges und der DDR zu Startpreisen von 50.000 bzw. 10.000 Euro zum Verkauf. Der erste Teil eines enorm umfangreichen Händlerbestandes, der insgesamt acht volle Transporter umfasst, wird in mehrere hundert Losen aufgeteilt. Auch eine besonders schöne Sammlung Altdeutschland, die von einem norddeutschen Sammler zusammengetragen wurde, wird gebietsweise detailliert. Erwähnenswert ist außerdem eine umfangreiche Spezialsammlung der Deutschen Stadtpost, die ein französischer Sammler aufgebaut hat und die nun nach den verschiedenen Orten aufgeteilt auf neue Liebhaber wartet. Des Weiteren ist eine umfangreiche Kollektion alter deutscher Vignetten eines englischen Sammlers hervorzuheben, die insgesamt über 20.000 Exemplare umfasst. Sie wird nach verschiedenen Orten und Themengebieten offeriert.

Wie gewohnt, ist auch ein sehr interessantes und gehaltvolles Angebot Münzen und Geldscheine, vornehmlich in Form von Sammlungen und Partien, im Programm, das sich durch günstige Startpreise von bis zu 20.000 Euro auszeichnet.

Die drei Auktionskataloge können kostenlos beim Auktionshaus angefordert werden - solange der Vorrat reicht.

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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152. Felzmann-Auktion: Spitzen-Zuschläge trotz sommerlicher Hitze

An den wärmsten Tagen des Jahres ging es auch im Auktionssaal von Ulrich Felzmann heiß her. Das reichhaltige Angebot hochkarätiger Philatelie und fast 40 Grad Außentemperatur brachten viele Bieter ins Schwitzen. Abkühlung lieferten die vom Auktionator gesponserten Eis-Pausen. Insgesamt übertraf die Versteigerung alle Erwartungen, denn nicht nur bei den Sammlungen des Forschers und Prüfers Dr. Rommerskirchen konnten Top-Zuschläge erzielt werden.

Sammler-Leidenschaft wurde gut bezahlt

Die Auktion startete wie gewohnt mit Zeppelin- und Flugpostlosen. Hier überzeugte gleich das erste Los. Eine Postkarte der ersten deutschen Expeditions-Flugpost nach Grönland von Ernst Udet aus dem Jahr 1932 wechselte für 3600 (2000) Euro den Besitzer. Bei den Zeppelin-Losen sorgten vor allem Original-Fotografien aus dem Nachlass des Feldwebels Willy Pieper für Aufsehen. Viele Zeppelin-Liebhaber wollten bei diesen fünf Losen in den Genuss von seltenen, vielleicht sogar noch nie gesehenen Zeppelin-Motiven kommen und steigerten die Lose insgesamt bis auf knapp 1900 Euro hoch.

Auch China-Enthusiasten kamen wieder auf ihre Kosten. Die acht Werte der "Schauspielkunst", hier ungezähnt, sowie ein Fünferstreifen mit Maos Direktiven gaben Anlass zu einem Schlagabtausch zwischen Saal- und Onlinebietern. In beiden Fällen konnten sich die Bieter vor Ort durchsetzen und erhielten für 4300 (2000) Euro bzw. 3200 (1200) Euro den Zuschlag. Spannend wurde es auch bei der legendären Mauritius "Post Paid", earliest impression. Das farbfrische Stück, das einst sogar die Sammlung von Graf Philipp la Renotière von Ferrary schmückte, erzeugte bereits im Vorfeld reges Interesse beim nationalen und internationalen Publikum. Letztendlich ging die Rarität für 29.000 (25.000) Euro plus Aufgeld nach Australien.

Aber nicht nur Marken aus Übersee standen auf der Liste der Interessenten. Der britische 5-Pfund-Höchstwert in orange konnte seinen Schätzpreis mehr als verdoppeln und wurde für 3200 (1500) Euro versteigert. Eine österreichische 30 H Kaiser Karl I auf dickem Papier erzielte 2500 (1500) Euro. Bei der Altschweiz-Rarität "Doppelgenf" fiel erst bei 8250 (5000) Euro der Hammer.

Weit über dem Ausruf landete auch eine Schleswig-Holstein 1 Schilling in dunkelblau mit klar aufsitzendem Rostrundstempel Nr. 19, die 3200 (1800) Euro einspielte. Bei den Besetzungsausgaben des Ersten Weltkriegs konnte ein Briefstück der Notausgabe Dorpa? überzeugen. Die seltene 20 Pfennig auf 10 Kopeken Marke in guter "b"-Farbe wurde für 2300 (1200) Euro zugeschlagen. Den Schätzpreis verdoppeln konnte ein Kuvert von 1941 aus dem besetzten Russland. Die Marke 15 K Infanterist mit rotem Pleskau-Gummihandstempel fand¨ für 2400 Euro einen neuen Besitzer. Aufmerksamkeit erweckten auch vier Feldpostbriefe des DAK von 1942, die mit 850 (100) Euro einliefen. Selbst Nachkriegsdeutschland wurde streckenweise stark gefragt. Die 70 Pf des beliebten Posthornsatzes mit Bogenecke und Formnummer 3 war einem schriftlichen Bieter 800 (300) Euro wert. Für DDR-Nostalgiker sorgte besonders ein Paar 1 DM Pieck-Marken für Entzückung. Das rechts ungezähnte, rechte Randstück im waagerechten Paar sicherte sich ein Saalbieter für 900 (250) Euro.

Bei der Sammlungsauktion lieferten sich die Bieter vor Ort, am Telefon und am heimischen PC besonders intensive Gefechte. Begehrt war eine fünf Umzugskisten füllende Sammlung verschiedenster Gebiete, darunter Niederlande ab Klassik, Deutsches Reich mit Nebengebieten, Behrens-Heftchen u.v.m. Dieses Objekt erhielt ein Bieter vor Ort für 6200 Euro. Eine Alle-Welt-Sammlung mit Hauptwerten besonders im Bereich der europäischen Marken- und Blockausgaben der 1930er bis 1950er Jahre lief für 3400 Euro. Keine Kompromisse machte ein Saalbieter bei einem reichhaltigen Objekt mit etlichen hochwertigen Ausgaben aus aller Welt. Ihm war die für 3500 Euro ausgerufene Sammlung 14 500 Euro wert. Ein Bestand aus mehreren hundert Belegen erzielte mit 3000 Euro die zehnfache Taxe, bei einer postfrischen China-Sammlung von 1970 bis 1985 war bei einem Startgebot von 2500 Euro erst bei 8200 Euro Schluss.

Der fast bis auf den letzten Stuhl besetzte Saal hielt den Atem an, als die begehrten Sammlungen des ehemaligen Prüfers Dr. Rommerskirchen aufgerufen wurden. Die mit größter Leidenschaft geführten Sammlungen "Albanien", "Kroatien" und "Russland" brachten nach langen Bietergefechten Spitzenpreise. "Albanien" konnte seinen Schätzpreis mit 59.000 Euro mehr als verdoppeln, genauso wie "Russland" mit 44.000 Euro. Den höchsten Zuschlag der Auktion erhielt die Kollektion "Kroatien". Ein Liebhaber aus Übersee sicherte sich dieses Ausnahmeobjekt für 72.000 Euro. Ein großer Erfolg war auch die Auflösung des Sammlungsbestands "Soester Börde". Hier wurden fast alle 48 Sammlungen für insgesamt 38 850 Euro zugeschlagen. Eine spezialisierte Kollektion Markenheftchen aus Großbritannien mit vielen Farbvarianten, Deckelzudrucken und reichlich Pfund-Nominale landete bei 7600 (1500) Euro. Interessiert zeigten sich die Bieter auch an Inflationsbogen des Deutschen Reiches. Die ca. 800, meist sehr gut erhaltenen postfrischen Bogen gingen für 6300 (2500) Euro an einen neuen Besitzer.

Internet: www.felzmann.de

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Gefragte Deutschland-Lose

Dessau-Rosslau Auf der 40. Hettinger-Auktion am 7. Juli gab es eine Reihe bemerkenswerter Ergebnisse. So steigerte ein sog. Sanftenberg-Nachdruck des Vineta-Provisoriums von 700 auf 1200 Euro. Für 2600 (2500) Euro konnte ein Nothilfe-Block des Deutschen Reiches in Mischfrankatur auf portogerechtem Orts-Einschreibebrief zugeschlagen werden. Die MiNr. VII Nationales Indien im postfrischen 10er-Eckrandblock wechselte für 1050 (800) Euro den Besitzer. Ein seltener Gebühr-bezahlt-Brief aus dem Stettiner Zipfel, Wilhelmsdorf in Pommern vom 13. Februar 1946, zog von 1500 auf 2150 Euro. Eine SBZ-Seltenheit, ein kleiner Weihnachtsblock im postfrischen Originalbogen in den Typen I, II und IV, ging für 2150 (1500) Euro in neue Hände. Die im MICHEL nur in postfrischer Erhaltung gelistete DDR MiNr. 834 X kletterte als gestempeltes Exemplar von 750 auf 936 Euro.

Internet: www.hettinger-auktionen.de

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Neues BDB-Journal:
Deutlicher Mehrwert für Auktionsinteressierte

Jan Billion Zur Internationalen Briefmarken-Börse in Sindelfingen im Herbst 2012 legte der Bundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer (BDB) erstmals ein Journal vor, in dem sich seine Mitgliedsfirmen einem breiten Publikum präsentierten. Schon letztes Jahr zeichnete sich ab, dass aufgrund der regen Nachfrage eine Neuauflage erforderlich wurde. Die neue Konzeption wollte mehr als nur Auktionatorenporträts, sie sollte Nutzen stiften und allen, die sich für den Kauf oder Verkauf auf Versteigerungen entscheiden, Informationen, Tipps und Ratschläge an die Hand geben. Das ist in eindrucksvoller Weise gelungen!

Praktische Tipps und Ratschläge

An die 1. Auflage des BDB-Journals, das mit Angabe der Jahreszahlen 2012/2013 ohnehin nur eine von vornherein begrenzte "Haltbarkeit" hatte, erinnert nur noch der Titel, auf dem ein während einer Auktion aufgenommenes Foto von Top-Briefmarken umrankt wird, die von BDB-Mitgliedsfirmen versteigert worden sind. Der Inhalt, der von dem renommierten Fachjournalisten Wolfgang Maassen und seinem Phil* Creativ-Verlag verfasst und gestaltet wurde, ist von 80 auf 120 Seiten wesentlich ausgeweitet worden. In seinem Vorwort unterstreicht Harald Rauhut, Präsident des BDB, die Bedeutung des deutschen Briefmarken-Auktionsmarktes, der der einzige auf der Welt ist, in dem sich die Firmen in einem Verband zusammengeschlossen haben. 35 Mitglieder zählt der BDB aktuell, davon 33, die auf eine mindestens 20 Jahre lange Geschäftstätigkeit zurückblicken können. Etliche Firmen sind sogar 30, 40 oder noch mehr Jahre im Familienbesitz. Auf den folgenden drei Seiten wird die frühe Entwicklung der Briefmarkenauktionen skizziert, deren erste im Mai 1870 in New York durchgeführt wurde. Ein kleiner Rückblick zeigt das "Auktionsfieber in Deutschland", die Entstehung der deutschen Auktionshäuser, von denen etliche noch heute am Markt aktiv sind. Sein eigenes Journal nutzt der BDB verständlicherweise auch, um die Geschichte des weltweit einmaligen Verbandes von der Gründung bis zur Gegenwart darzustellen. Abgedruckt sind auch die Verhaltensregeln, an die die Mitgliedsfirmen gebunden sind.

Grundsätzliches über das Einliefern und Kaufen erfährt man in dem Kapitel "Auktionen - Zentrale Drehscheiben des Philatelie-Handels", gefolgt von Ratschlägen für Erben. Die wichtigsten Tipps für Einlieferer sind in einem Kasten in Kurzform übersichtlich zusammengefasst. Ins Detail geht es mit kommentierten, ausführlichen Tipps - 15 für Einlieferer und zehn für Käufer -, aus denen auch erfahrene Sammler noch Honig saugen können. Dass der Zuschlag auf einer Versteigerung nicht gleich dem Endpreis ist, weil noch Provision und andere Aufgelder hinzukommen, dürfte den meisten bewusst sein. In einem Kapitel werden die beiden Grundformen des Auktionatorenstatus' - Kommissionär oder Agent - mit Beispielrechnungen erläutert. Auch im digitalen Zeitalter kommt Auktionskataloge, zumal wenn sie ansprechend gestaltet und informativ ausgestattet sind, eine große Bedeutung zu. In dem Kapitel "Von schlicht bis Luxus: Auktions kataloge früher und heute" werden die Veränderungen im Laufe der Jahre geschildert. Einer Internetpräsenz können sich weder der Verband, der schon Ende 1998 eine Homepage unter www.bdb.net einrichtete, noch die einzelnen Mitgliedsfirmen entziehen, so dass ein Überblick über die einzelnen Webseiten und eine kurze Beschreibung der Inhalte angebracht sind. Hilfreich ist auch ein kleines BegriffsLexikon, das die Fachbegriffe rund um eine Briefmarken-Versteigerung erläutert.

Nach gut 40 informativen Seiten nutzen alle Mitgliedsfirmen des BDB die Möglichkeit, ihr Haus und ihre Leistungen auf einer Doppelseite darzustellen. Gegenüber der 1. Auflage haben eine ganze Reihe von Häusern die Chance ergriffen, sich in neuem Gewand zu präsentieren, wobei vielfach Wert darauf gelegt wird, mit dem Layout aus Anzeigen oder Auktionskatalogen den Wiedererkennungswert zu erhöhen. Dass man aus einer starken Marktposition heraus seinen Blick auch auf Einlieferer und Käufer aus dem Ausland richtet, ist ein logischer Schritt, der mit einer englischsprachigen Version des neuen BDB-Journals unterstrichen wird. Sie kam erstmals auf der internationalen Ausstellung EUROPHILEX Mitte Mai in London zum Einsatz, während die deutsche Version eine Woche früher auf der Essener Briefmarken-Messe Premiere feierte.

Alle Interessenten erhalten ein Exemplar (wenn nicht anders gewünscht, in deutscher Ausführung) unter info@bdb.net oder der BDB-Geschäftsstelle, MaxPlanck-Str. 10, 31135 Hildesheim

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Seltenheiten vieler Gebiete

Düsseldorf Hochwertige Einzelstücke und begehrte Sammlungen werden im Düsseldorfer Auktionshaus vom 30. Juni bis 4. Juli 2015 vor einem internationalen Publikum versteigert. Auktionator Ulrich Felzmann wird ein prominent besetztes und breit aufgestelltes Angebot präsentieren.

Unter den vielen Highlights sind die seit zwei Jahrzehnten unberührten Bestände des geschätzten Prüfers Dr. Rommerskirchen mit den Spitzen-Sammlungen Albanien, Kroatien und Russland.

Bei den Einzelstücken ragt die Mauritius 2 d "POST PAID" earliest impression besonders heraus (Los 4132). Die Versteigerung bietet eine der seltenen Gelegenheiten, diese Rarität zu erwerben. Die Marke im farbfrischen Indigo zierte schon die Sammlung von Philipp von Ferrary, dem wohl berühmtesten Philatelisten aller Zeiten, der einst sogar sechs Stück der ersten Mauritius "POST OFFICE" besaß. Als Schmuckstück einer jeden China-Sammlung steht der Schauspielblock "Mei Lan-Fang" postfrisch und in voller Originalgröße zur Disposition (Los 4049).

Eine der größten Seltenheiten der Deutschen Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg ist mit der Marke Alexanderstadt 1 Rubel auf 10 Kupeken im Programm (Los 5332); die Auflage betrug insgesamt nur 15 Stück. Aus der Prüfsammlung Rommerskirchen stammt der Rotes-Kreuz-Block von Pleskau ohne Wasserzeichen mit zusätzlichem Rotem Kreuz über dem braunen (Los 4471). Zwei klar aufsitzende Genfer Rosetten zieren die 5 und 5 C "Doppelgen" auf gelbgrün (Los 4304), während im Bereich Altdeutschland die 5 Ngr. bräunlichrot im Viererblock zu erwähnen ist (Los 4472). Diese klebt auf einem Reko-Übersee-Brief in die USA, der zu den besonders attraktiven Sachsen-Raritäten zählt. Eine wunderschöne Vierfarben-Frankatur von Norwegen nach Holland ist mit 4 Sk blau, 2 Sk gelb, 3 Sk grauviolett und 8 Sk hellrosa im Streifen frankiert (Los 4223).

Zeppelin-Sammler dürfen sich auf einen erstmalig angebotenen Beleg der Unglücksfahrt Hindenburg freuen, eine Karte aus der bekannten Korrespondenz Thasler mit typischen Brandspuren, aber auch gut erhaltener bunter Frankatur (Los 3341).

Aus der Forschungssammlung von Dr. Bunse aus Stuttgart sind zahlreiche Inflationsbogen im Angebot. Freuen können sich Sammler auch auf einen großen Bestand vom Rande der Soester Börde: Vollgepackte Bände von Europa, Afrika, Australien, Amerika und Asien sowie Preußen-Belegen, Berlin und vieles mehr umfasst eine international besetzte Sammlung, die ein Sammler mit der Begeisterung für Blocks über Jahrzehnte aufbaute (Lose ab 6185).

Dem Philatelie-Angebot vorgeschaltet ist eine Münzauktion am 30. Juni und 1. Juli.

Internet: www.felzmann.de

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Begehrter Vineta-Kopfsteher

Aachen Bereits die Versteigerung der mehr als 300 Münzpositionen ließ es erahnen: Sammler aus der ganzen Welt waren nach Aachen geströmt mit großer Kauflaune im Gepäck. So wurde zum Beispiel eine Anlegerpartie Deutschland von 7500 auf 9900 Euro hochgesteigert, eine Sammlung Russland, die mit 1200 Euro veranschlagt worden war, ging mit 4400 Euro zurück in ihr Mutterland.

Das berühmte Vineta-Provisorium im Paar mit kopfstehendem Aufdruck stand im Mittelpunkt der Briefmarkenauktion: Bei 15.000 Euro ging es los, der Zuschlag erfolgte dann nach heißem Bieterkampf bei 34.000 Euro.

Zu einem weiteren Höhepunkt entwickelte sich die Versteigerung von mehr als 200 Marken und Briefen aus der österreichischen K.u.K.-Zeit, an der sich aus unserem Nachbarland alles beteiligte, was in der Philatelie Rang und Namen hat. So war es letztlich kein Wunder, dass die Preise explodierten bis hin zu einem Vielfachen des Ausrufs: Ein eigentlich unscheinbares Pärchen der 9 Kreuzer mit Tintenentwertung BONCZESD katapultierte sich von 50 auf 1050 Euro, ein Brief aus TRIEST mit einer Vierfarbenfrankatur von 200 auf 3400 Euro. Noch verrückter ging es bei den Sammlungen dieses Gebietes zu: Eine Kollektion der ersten österreichischen Freimarken schloss nach heftigem Bieterkampf bei 29.000 (2000) Euro, eine Zusammenstellung von Druckproben kletterte von 100 auf 4400 Euro, und auch alle anderen Sammlungen dieser Art wurden ähnlich hochgesteigert.

Natürlich kamen die Marken anderer Sammelgebiete ebenfalls nicht zu kurz. Ein Nachlass Deutschland erzielte 6700 (2000) Euro, eine Sammlung Deutsches Reich landete nach einem Ausruf von 5000 Euro bei 13.000 Euro, eine Kollektion von 2500 Propagandakarten aus der NS-Zeit kam auf 17.000 (5000) Euro. Besonders die Exoten waren heiß umkämpft. Eine Zusammenstellung von Marken der Volksrepublik China mit Seltenheiten aus der Zeit der Kulturrevolution konnte den Startpreis von 8000 Euro mit einem Zuschlag von 35.000 Euro mehr als vervierfachen, ein weiterer Posten erzielte sogar mehr als das Zehnfache (Ausruf 3000 Euro, Zuschlag 32.000 Euro). Zum Schluss gelang sogar einer Motivsammlung "Tiere" der Sprung von 2000 auf 4600 Euro.

Natürlich kamen wie immer die Sammler mit kleinerem Budget ebenfalls auf ihre Kosten, selbst wenn auch sie kämpfen mussten, um eine Marke oder Sammlung von 10 auf 70 Euro oder mehr zu steigern. Letztlich verdoppelte sich der Gesamtausruf aller verkauften Positionen auf einen Gesamtumsatz von mehr als 1 Million Euro und bewies deutlich, dass Briefmarken und Münzen als Sammel- und Anlageobjekte keineswegs "out" sind.

Internet: www.aixphila.de

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Stark differenzierte Offerte

Bonn Am 18. Juli 2015 findet im Bonner Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer die 144. Versteigerung mit einem Angebot von über 8000 Losen aus Philatelie und Numismatik statt. Das umfangreiche und stark differenzierte Sortiment bietet zahlreiche Besonderheiten, gesuchte Standards und interessante Posten und Partien. Einige Highlights der Auktion sind:

Bergedorf MiNr. 3 mit seltener Entwertung durch Einkreisstempel "KIRCHWERDER" in blau, die Seltenheit wird durch ein Fotoattest von Dr. Mozek bestätigt, der Ausruf beträgt 900 Euro;

Braunschweig bietet einen seltenen Dreierstreifen der MiNr. 11 a in tadelloser Erhaltung, die einwandfreie Qualität wird durch ein Fotoattest Lange BPP bestätigt, Ausruf 600 Euro;

Deutsches Reich mit gestempeltem Hitler-Provisorium (MiNr. 331 a) in tadelloser Erhaltung, die Seltenheit wird durch ein Fotoattest von Peschl sowie einem weiteren Attest von Dr. Oechsner bestätigt, Ausruf 1000 Euro;

Deutsche Post in China bietet Seltenheiten wie MiNrn. PVacd, PVaa/e, PVab oder aber die seltenen MiNr. VIIl und VIIn in ungebrauchter Erhaltung, die letzten beiden Werte zu je 700 Euro;

Deutsche Besetzung Zweiter Weltkrieg Frankreich/Festung Lorient: ausgewähltes Angebot mit postfrischen Seltenheiten wie MiNrn. 1 L, 2 L, 3, 5, 6, 7, 8 und 11 je mit neuem Fotoattest Lothar Herbst VP "Die Erhaltung ist einwandfrei.";

Propagandaausgaben Zweiter Weltkrieg - seltene MiNr. 22 Hindenburg als britische Propagandafälschung, Ausruf 900 Euro;

Spremberg MiNr. 15 B in postfrischer Erhaltung, Lokalausgaben-Rarität mit kleiner zweistelliger Auflage, neues Fotoattest Kunz, Ausruf 750 Euro;

Volksrepublik China: interessantes Einzellos- und sehr umfangreiches Angebot Engros-Lose mit Bogenteilen und Blocks in guter Sortierung und zweistelligen Stückzahlen, insgesamt fast 25.000 Euro Ausruf.

Insgesamt sind alle deutschen Sammelgebiete gut vertreten. Weiterhin gibt es ebenso interessante Offerten Europa mit Schweiz, Liechtenstein, Österreich und anderen Gebieten. Auch auf die Überseeausgaben lohnt ein Blick. Der Einzellos-Teil umfasst Stücke mit einem Ausruf von Gebot bis 6000 Euro.

Der umfangreiche Sammlungs-Teil bietet vom kleinen Briefposten im Umschlag bis hin zu Nachlässen in mehreren Kartons etliche Positionen und somit für fast jeden Sammler etwas.

Rund 1000 Lose Numismatik von der Antike bis zu modernen Anlagemünzen runden das hervorragende Angebot der 144. Auktion ab.

Internet: www.ReinhardFischerAuktionen.de

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Gut bebotene Spezialteile

Dresden Erfolgreich verlief die 171. Dresdner Briefmarken-Auktion am 3. und 4. Juni 2015. Ein zeitweise überfüllter Auktionssaal mit teils heftigen Bietergefechten zwischen Saal- und internationalen Telefonbietern und mehrfachem spontanen Beifall nach überraschend hohen Zuschlägen waren Garant für eine Gesamtverkaufsquote von rund 70 Prozent.

Eine sehr gute Quote von 97 Prozent wies dabei der vorangestellte Münz-Teil auf. Eine chinesische 200-Yuan-Silbermünze von 1999 "12 Jahre chinesische Neujahrsmünzen" steigerte von 400 auf sagenhafte 5000 Euro.

Gefragt waren internationale Spitzenstücke der Philatelie. So kletterte ein ungebrauchtes, farbfrisches Exemplar der "Penny Black" von der Platte 5 von 1000 auf 2600 Euro. Eine stark reparierte "Basler Taube" mit rotem Rosettenstempel spielte immerhin noch 1450 (800) Euro ein. Im Fokus standen einmal mehr die Ausgaben der Volksrepublik China. Der postfrische Satz MiNrn. 648-655 B wurde für 3400 (2500) Euro zugeschlagen, der Block MiNr. 8 postfrisch für 7600 (6000) Euro. Der Satz "Maos Gedichte" von 1967 in postfrischer Erhaltung sprang von 1000 auf 2712 Euro. Ein unscheinbarer Brief aus Labuan mit Aufdruckmarke MiNr. 57, 1901 nach Lingen an der Ems gelaufen, war einem Bieter 280 (30) Euro wert.
Auf großes Interesse stieß eine Spezialsammlung Sudetenland, aufgeteilt in 43 Lose, die alle mit kräftigen Steigerungen zugeschlagen werden konnten. Mit 2400 (200) Euro landete die MiNr. A 51 ungebraucht beim zwölffachen Ausruf. Die MiNr. 107 mit rechts anhängendem Zierfeld brachte 1250 (350) Euro.

Dass auch modernes deutsches Material zu guten Preisen seine Abnehmer findet, bewiesen 820 (650) Euro für einen Bedarfsbrief mit der Berlin MiNr. 534 I PF II, die sich darauf in einem Zusammendruck befindet. Es soll nur fünf Briefe mit dieser Abart geben. Ein Topstück der SBZ ist die MiNr. 149 Xa gestempelt, die für 2000 (1000) Euro ein neues Zuhause fand. Eine portogerechte Mehrfachfrankatur (MeF 2) der Wasserzeichenvariante DDR MiNr. 553 XII wurde für 500 (150) Euro mitgenommen. Die Auflösung einer Spezialsammlung DDR-Dienstmarken in 215 Lose, darunter auch sehr viele Belege, gestaltete sich ebenfalls erfolgreich. 83 Prozent der Lose wurden verkauft, der Gesamtzuschlag betrug 155 Prozent des Gesamtausrufes. 1150 (50) Euro bot ein Interessent für einen 80er-Bogenteil der MiNr. D 28 x XII NU, bei dem aufgrund einer totalen Verzähnung zwölf Werte ungezähnt blieben. Von 150 auf 520 Euro steigerte ein senkrechtes Paar der MiNr. D 41 yA auf Einschreiben-Eilboten-Brief.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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Hochwertige Philatelie gefragt

Bonn Die 143. Auktion vom Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer verbuchte zahlreiche hohe Zuschläge. Hochwertige Philatelie war gefragt wie schon lange nicht mehr.

So schloss u. a. ein Kabinettstück der ersten deutschen Briefmarke (Bayern MiNr. 1 Ia) mit einem Zuschlag von 2200 Euro. Ein Luxusstück der Sachsen MiNr. 1 b in der seltenen kirschroten Farbe konnte einem neuen Besitzer für 8500 (8000) Euro zugeschlagen werden. Einer der seltensten Nummernstempel von Sachsen, nämlich Nummer "217" - Leipzig Berliner Bahnhof, konnte auf Markenbrief mit nicht perfekt erhaltener Marke für 2500 Euro versteigert werden.

Auch unter den Ausgaben des Deutschen Reiches gab es etliche hervorragende Zuschläge, u.a. DR MiNr. 78 Ab in postfrisch, die für 750 Euro verkauft wurde. Das Highlight unter den Ausgaben des Deutschen Reiches, ein Vineta-Provisorium auf Karte, konnte trotz kleinen Eckzahnfehlers für 7000 (6000) Euro verkauft werden. Ebenso gefragt waren postfrische Ausgaben, Typen und Abarten. So erbrachte die Sondermarke "Daimler" mit Plattenfehler "Anlasserkurbel" einen Zuschlag von 290 (220) Euro.

Stets ein umfangreiches Angebot mit zahlreichen Seltenheiten findet man bei Dr. Fischer unter den Deutschen Auslandspostämtern und Kolonien. Gewohnt stark war die Nachfrage nach seltenen Stücken. So erzielte ein Satz Türkei MiNrn. 6-10 in postfrischen Zwischenstegpaaren 950 Euro. Unter den Ausgaben Karolinen gab es das seltene Ponape-Provisorium auf Karte mit kleinen Fehlern, das von 1900 auf 2100 Euro kletterte. Unter den Ausgaben der Marshall-Inseln fanden sich seltene Halbierungen auf Karte, u.a. Mi.-Nr. 3I H, die für 7600 Euro den Besitzer wechselte.

Der seltene Dienstmarkensatz Schleswigs wurde in tadelloser postfrischer Erhaltung bei einem Ausruf von 1400 Euro erst bei 2700 Euro zugeschlagen. Auch die gesuchten Sätze Danzigs, u.a. postfrischer Kleiner Innendienst (Zuschlag 900 Euro) oder aber ungebrauchter Großer Innendienst (Zuschlag 1450 Euro), wurden erfolgreich an den Mann gebracht. Unter den Ausgaben der Deutschen Besetzung Zweiter Weltkrieg fielen etliche erstaunliche Zuschläge auf. Weiterhin stark gefragt sind im übrigen die seltenen Ausgaben der Kriegsjahre 1939-1945. So erzielte ein ungezähnter Eisbärblock einen Zuschlag von 1150 (1000) Euro. Die Ausgaben "Festung Lorient" konnten fast alle abgesetzt werden, eine postfrische MiNr. 8 mit einer Auflage von nur 150 Marken erlöste dabei 800 Euro.

Auch deutsche Ausgaben nach 1945 waren gefragt. Seltene Lokalausgaben verbuchten gute Steigerungen und sehr hohe Zuschläge. Unter anderem schraubte sich ein Bedarfsstück der Demmin MiNr. 6 in gestempelter Erhaltung von 200 auf 400 Euro. Eine Löbau MiNr. 24 B ging für 900 (800) Euro in neue Hände. Bei den Ausgaben der Bizone schloss ein Hannover-Messeblock in der b-Farbe mit 1000 Euro. Bund-Abarten waren sehr begehrt, so brachten Drucke auf der Gummiseite zwischen 200 und 250 Euro.

Besonders bei den Ausgaben Europa und Übersee gab es beachtenswerte Resultate. An dieser Stelle erwähnt sei die USA MiNr. 1 in gestempelter Erhaltung, die von 500 auf 800 Euro sprang. Auch Blockausgaben der Volksrepublik China konnten erfolgreich abgesetzt werden, u.a. "Wissenschaftliches Studium der Jugend" (Block MiNr. 19), der von 800 auf 1050 Euro davonzog.

Ein umfangreiches Sammlungsangebot, vorwiegend aus Privathand stammend, war der Höhepunkt der Auktion. Zahlreiche Sammlungen liefen deutlich über dem Schätzwert ein.

Insgesamt wurden an beiden Auktionstagen knapp 1 Million Euro umgesetzt.

Internet: www.ReinhardFischerAuktionen.de

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"Es waren über 70 schöne Philatelistenjahre ."

wm Mit diesem Zitat leitet der Hamburger Auktionator Hans-Joachim Schwanke seinen umfangreichen Katalog zur 351. Auktion ("Die Sammlung Jürgen Meinert: Deutsche Postgeschichte") ein, die am 26. Juni versteigert wird. Die Geschichte des Sammlers Meiners ist stellvertretend für das typische Sammlerbestreben, selbst mit begrenztem Budget über die Jahrzehnte eine werthaltige und inhaltsreiche Kollektion zusammenzutragen. Es ist eine postgeschichtliche Sammlung, also in der Regel Poststücke, die den Postweg durchlaufen haben, bei denen man aber sieht, dass der Besitzer hohe Kenntnis und ein gutes Auge für das Besondere hatte. 1500 Lose kamen so zusammen, die in meist kleineren und mittleren Preislagen ausgerufen werden. Vierstellige Ausrufe sind seltener, fünfstellige sucht man vergebens. Dennoch findet der Interessent quer durch das Sammelgebiet Deutschland - also von den altdeutschen Staaten über das Deutsche Reich bis hin zu nahezu allen moderneren Gebieten Deutschlands - Material in Hülle und Fülle, das Aufmerksamkeit verdient und - wie Auktionatoren es gerne formulieren - noch Entwicklungspotential hat. Dies dürfte ebenso für den zweiten Teil der Versteigerung am 27. Juni gelten, bei dem dann wie gewohnt die Sammlungen, Posten und Philatelistische Literatur zum Ausruf kommen. Kontakt: Schwanke Auktionshaus, Tel. 0 40 / 33 71 47, E-Mail: auktion@schwanke-auktionen.de

166. Fortagne & Lipfert-Auktion erfolgreich beendet

wm Eine Woche vor Pfingsten fand diese Auktion in Leipzig vor knapp einem Monat statt. Es standen dabei über 3 800 Lose zum Verkauf, dabei fast 800 Sammlungen und Lots, die überwiegend mit beachtlichen Steigerungen verkauft wurden. Besonders gefragt waren auch Einzellose der Bereiche Zeppelin/Flugpost, Historische Wertpapiere, Postgeschichte mit Sachsen/Deutsches Reich, alte Ansichtskarten, DSWA-Belege, Deutschland nach 1945 mit OPD-(SBZ- und DDR-Besonderheiten.

Vorbericht zur 144. Dr.-Reinhard-Fischer-Auktion am 18. Juli 2015 in Bonn

(Bonn/wm) Auch dieses Mal bietet die anstehende Versteigerung mit über 8000 Losen aus Philatelie und Numismatik ein umfangreiches und stark differenziertes Angebot, dazu zahlreiche Besonderheiten, gesuchte Standards und interessante Posten und Partien.

Einige Highlights im Telegrammstil: Bergedorf Mi.-Nr. 3 mit seltener Entwertung durch Einkreisstempel KIRCHWERDER in blau (Fotoattest von Herrn Dr. Mozek, Ausruf: 900 Euro). Braunschweig bietet einen seltenen Dreierstreifen der Mi.-Nr. 11a in tadelloser Erhaltung, die einwandfreie Qualität wird durch ein Fotoattest Lange BPP bestätigt, Ausruf 600 Euro. Deutsches Reich ist u. a. mit gestempeltem Hitler-Provisorium (Mi.-Nr. 331a) in tadelloser Erhaltung vertreten (Fotoatteste Peschl und Dr. Oechsner, Ausruf 1.000 Euro). Deutsche Post in China bietet Seltenheiten wie Mi.-Nr. PVacd, PVaa/e, PVab oder aber seltene Mi.-Nr. VIIl und VIIn in ungebrauchter Erhaltung, die letzten beiden Werte zu je 700 Euro

Deutsche Besetzung II. Weltkrieg - Frankreich - Festung Lorient: Ausgewähltes Angebot mit postfrischen Seltenheiten wie Mi.-Nr. 1L, 2L. 3, 5, 6, 7, 8, 11 je mit neuem Fotoattest Lothar Herbst VP "Die Erhaltung ist einwandfrei". Propagandaausgaben II. Weltkrieg - seltene Mi.-Nr. 22 Hindenburg als britische Propagandafälschung, Ausruf 900 Euro. Spremberg Mi.-Nr. 15B in postfrischer Erhaltung, Lokalausgaben-Rarität mit kleiner zweistelliger Auflage, neues Fotoattest Kunz, Ausruf 750 Euro

Volksrepublik China: interessantes Einzellosangebot und sehr umfangreiches Angebot Engros-Lose mit Bogenteilen und Blocks in guter Sortierung und zweistelligen Stückzahlen, insgesamt fast 25.000 Euro Ausruf.

Insgesamt stark differenziertes Angebot aller deutscher Sammelgebiete, weiterhin ebenso interessante Offerten Europa mit Schweiz, Liechtenstein, Österreich und anderen Gebieten. Auch Überseeausgaben mit interessantem Angebot. Das umfangreiche Sammlungsangebot bietet vom kleinen Briefposten im Umschlag bis hin zu Nachlässen in mehreren Kartons etliche Positionen und somit für fast jeden Sammler etwas. Ca. 1000 Lose Numismatik von der Antike bis zu modernen Anlagemünzen runden das Angebot der 144. Auktion ab. Info/Kontakt: www.ReinhardFischerAuktionen.de

Auktionshaus Dr. Derichs mit einem "Dreierpack"!

wm Roland Meiners, Inhaber des Kölner Auktionshauses Dr. Derichs mit weiterem Sitz in Berlin, verblüfft die Branche einmal mehr mit einem ungewöhnlichen "Dreierpack". Denn in drei umfangreichen Katalogen präsentiert er ein umfangreiches Angebot der 144. Versteigerung, die in Köln am 26. und 27. Juni 2015 stattfinden wird. Dabei ist Teil 6 der "Professor-Franz-Sammlung Altdeutsche Staaten / Deutsche Auslandspostämter und Kolonien", der erneut in einem luxuriös gestalteten Hardcoverband in Farbe auf knapp 200 Seiten angeboten wird. Mit diesem Teil ist der Verkauf dieser Ausnahmesammlung beendet. Meiners plant nur noch einen "Nachschlag" besonderer Art: ein Supplement-Heft aller sechs Auktionen, das er dann mit einem in Handarbeit gestalteten Schuber für die komplette Katalogreihe nach der Auktion fertigen und ausliefern wird. Wie bisher ist das Material breit gestreut, ausführlich und kompetent beschrieben und die Reihe wird damit zu einem wertvollen Nachschlagewerk.

Der zweite Hardcoverkatalog offeriert Teil 2 der Sammlung Knieper "Deutsche Kolonien und Auslandspostämter". Hier wurde das Angebot mit dreihundert Losen auf gut 100 Seiten etwas reduziert, es enthält dieses Mal keine Sammel-, sondern nur besondere Einzellose. Weit umfangreicher als bei den vorhergehenden Auktionen fällt dafür der Hauptkatalog aus, in dem einerseits Teil 10 des Heinz-Hepner-Nachlasses hervorsticht, andererseits das - nach Aussage des Hauses - beste Einzellosangebot, das seit Jahren von Derichs angeboten werden kann. Gleich mehrere Spezialsammlungen, z. B. Altdeutschlands, sind enthalten und wer fast 100 komplette postfrische Sätze der "Wagner-Festspiele" auf einmal sehen will, hat hier die seltene Gelegenheit. Meiners äußert sich selbstbewusst, dass "der Hepner-Nachlass viele Rekorde gebrochen hat, die wahrscheinlich mindestens so lange halten werden, bis Miroslav Klose als Rekordtorschütze der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft abgelöst werden wird". Das klingt spannend - und ist einen Blick wert. Kontakt: Dr. Wilhelm Derichs GmbH, Tel. 02 21/2 57 66 02, E-Mail: derichs_gmbh@web.de

152. Felzmann Auktion: Große Internationale Auktion vom 30. Juni bis 4. Juli 2015

wm (Düsseldorf) Hochwertige Einzelstücke und begehrte Sammlungen werden im Düsseldorfer Auktionshaus vom 30.6. - 4.7.2015 vor einem internationalen Publikum versteigert. Auktionator Ulrich Felzmann wird ein prominent besetztes und breit aufgestelltes Angebot präsentieren. Unter den vielen Highlights sind die seit zwei Jahrzehnten unberührten Bestände des geschätzten Prüfers Dr. Rommerskirchen mit den Spitzen-Sammlungen Albanien, Kroatien und Russland.

Bei den Einzelstücken ragt die Mauritius 2 d "POST PAID" earliest impression besonders heraus (Los 4132). Die Auktion bietet eine der seltenen Gelegenheiten, diese Rarität zu erwerben. Die Marke im farbfrischen Indigo zierte schon die Sammlung von Philipp von Ferrary, dem wohl berühmtesten Philatelisten aller Zeiten, der einst sogar sechs Stück der ersten Mauritius "POST OFFICE" besaß. Als Schmuckstück einer jeden China-Sammlung steht der Schauspielblock "Mei Lan-Fang" postfrisch und in voller Originalgröße auf dem Programm (Los 4049).

Eine der größten Seltenheiten der Deutschen Besetzungsausgaben II. Weltkrieg ist mit der Marke Alexanderstadt 1 Rubel auf 10 Kupeken im Programm (Los 5332), die Auflage dieser Exemplare betrug insgesamt nur 15 Stück. Aus der Prüfsammlung Rommerskirchen stammt der Rotes Kreuz Block von Pleskau ohne Wasserzeichen mit zusätzlichem Rotem Kreuz über dem braunen (Los 4471). Zwei klar aufsitzende Genferrosetten zieren die 5 und 5 C "Doppelgenf" auf gelbgrün (Los 4304), während im Bereich Altdeutschland die 5 Ngr. bräunlichrot im Viererblock zu erwähnen ist (Los 4472). Diese sitzt auf einem Reko-Übersee-Brief in die USA auf, der zu den besonders attraktiven Sachsen-Raritäten zählt. Eine wunderschöne Vierfarben-Frankatur von Norwegen nach Holland ist mit 4 Sk blau, 2 Sk gelb, 3 Sk grauviolett und 8 Sk hellrosa im Streifen beklebt (Los 4223).

Zeppelin-Sammler dürfen sich auf einen erstmalig angebotenen Beleg der Unglücksfahrt Hindenburg freuen, eine Karte aus der bekannten Korrespondenz Thasler mit typischen Brandspuren, aber auch gut erhaltener bunter Frankatur (Los 3341).

Aus der Forschungssammlung von Herrn Dr. Bunse aus Stuttgart sind zahlreiche Inflationsbogen im Angebot. Freuen können sich Sammler auch auf einen großen Bestand vom Rande der Soester Börde. Vollgepackte Bände von Europa, Afrika, Australien, Amerika und Asien sowie Preußen-Belegen, Berlin und vielen mehr umfasst eine international besetzte Sammlung, die ein Sammler mit der Begeisterung für Blocks über Jahrzehnte aufbaute (Lose ab 6185).

Der Online-Katalog mit allen Losen und Fotos der 152. Auktion ist auf www.felzmann.de abrufbar. Die Münzauktion findet vom 30.6. - 1.7. 2015 statt. Die kostenlosen Auktionskataloge können online oder telefonisch bestellt werden unter: 0211 - 550 440.

Sammlungen und Nachlässe waren gefragt

Berlin Das Auktionshaus Schlegel zeigte sich angetan angesichts beachtlicher Steigerungen auf seiner vergangenen 16. Versteigerung. An zwei Auktionstagen erfreute ein facettenreiches Angebot die beteiligten Philatelisten. Besonders die Sammlungen, Nachlässe und Posten zogen zahlreiche Blicke und Gebote auf sich.

Den Anfang machten die beiden Sonder teile: Während der Sonderteil "Montevideo" - bestehend aus einer gehaltvollen Alle-Welt-Sammlung in 108 Losen - gute Nachfrage bei moderaten Steigerungen er fuhr, griffen die Bieter beim Sonderteil "Portugal" selektiv, aber entschlossen zu. So kletterte Los 214 (100 R. lila Königin MARIA II, waagerechter Dreierstreifen) auf einen Zuschlag von 2400 Euro, Los 228 (1855, 50 R. gelbgrün, spektakuläre Einheit von 20 Marken) erzielte ein Ergebnis von 4160 Euro (inklusive Aufgeld, ohne Mehrwertsteuer).

Bei den zahlreichen Sammlungen und Posten wurde es interessant: Schon im Bereich der Nachlässe und Deutschland/EuropaSammlungen zeigte sich, dass Qualität und maßvolle Schätzungen von den Bietern honoriert werden. Zu nennen sind hier beispielhaft Los 800 (Deutsche Kolonien, Ausruf 6000 Euro) mit einem Ergebnis von 9750 Euro, Los 684 (Deutsches Reich, Ausruf 4400 Euro) mit 6420 Euro sowie Los 1258 (Ausruf 4500 Euro) mit 8330 Euro. Für eine Überraschung sorgte - trotz bereits hoher Erwartungen angesichts großer Besichtigerzahlen - der umfangreiche Bestand Russland/Sowjetunion. So wurde Los 1475 (Ausruf 5000 Euro) zum Schauplatz eines Bietergefechts zwischen zwei Händlern: 46.400 Euro standen schlussendlich zu Buche für den äußerst gehaltvollen Lagerbestand Sowjetunion. Auch zahlreiche andere Lose dieses Bereiches überstiegen ihre Schätzungen um ein Vielfaches.

Bei den Einzellosen waren breitgefächertes Interesse und Preissteigerungen erneut so gut wie garantiert, zuverlässig erzielten seltene Werte wieder gute Ergebnisse. Vorzüglich schnitt der oben abgebildete RBrief (Los 2741) aus Schweden, die sogenannte VÄRNAMO-Ausgabe, nach Linköping mit 55 Ö. hellblau und 80 Ö. schwarz ab: Für 6660 Euro wechselte er den Besitzer. Ebenfalls enorm gefragt, sprang eine Deutsche Post Türkei/20 PA auf 10 Pf in der äußerst seltenen Farbe Dunkelrosarot von 1000 Euro auf ein Ergebnis von 7140 Euro. Einen schönen Akzent setzten die Gebiete Frankreich/Französische Kolonien, belegt durch das Ergebnis von 2500 Euro für ein Briefteil mit dem Französisch-Kongo-Aufdruckprovisorium "Valeur 5" (Los 1893).

Internet: www.auktionshausschlegel.de

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Neuentdeckung bringt guten Preis

Berlin Im Blickpunkt auf der 54. Hadersbeck-Auktion vom 15. bis 17. April 2015 stand ein nach 95 Jahren entdeckter Germania-Zusammendruck mit dem Aufdruck der Oppelner Notausgabe. Die auf einem kleinen Briefstück klebende gebrauchte Einheit stieg von 3000 auf 4000 Euro und bedeutete damit den höchsten Zuschlag im Einzellos-Teil. Eine große Steigerung verbuchten die Indien MiNrn. 72-74 in ungebrauchter Erhaltung. Mit 80 Euro angesetzt, fiel der Hammer erst bei 1400 Euro. Begehrt waren auch ein Saar Urdrucksatz MiNrn. 226-238 I postfrisch mit 1200 (900) Euro, eine Karte mit der Lokalausgabe Finsterwalde von 1923 (siehe Abbildung rechts) mit 880 (200) Euro und die Postmeistertrennung Kriebitzsch auf den SBZ MiNrn. 116-119 jeweils auf Brief -stück mit 720 (380) Euro. Eine gestempelte MiNr. 168 mit Handstempel aus dem Bezirk 38 stieg von 180 auf 450 Euro. Werte der DDR-Dauerserie "Köpfe II" waren ebenfalls begehrt. Für 620 (400) Euro wurde eine MiNr. 341 vbxII als gestempelte Bogenecke zugeschlagen. Das Sondermarkenheftchen MiNr. SMHD 1f lief für 1200 (660) Euro. Außerhalb der Philatelie sorgte ein DDR Orden "Hervorragender Wissenschaftler des Volkes" in Gold aus 1962 für Aufsehen, der für 2700 (1000) Euro den Besitzer wechselte. Etliche Bieterkämpfe gab es am 3. Versteigerungstag, an dem die Sammlungen und Posten auf dem Programm standen.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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Außergewöhnliche deutsche Postgeschichte

Hamburg Der traditionellen Sammlungsauktion am 27. Juni hat das Hamburger Haus Schwanke am Tag davor die Versteigerung der Sammlung "Jürgen Meinert -Deutsche Postgeschichte" vorangestellt. Es ist eine Sammlung, die, in 70 Jahren zusammengetragen, in Bezug auf ihre postgeschichtliche Tiefe und die Vielzahl der enthaltenen einmaligen Stücke wirklich außergewöhnlich ist.

Das zeigt sich schon bei den altdeutschen Staaten. Hamburg gehört dort mit einer umfangreichen Stempel- und Heimatbelege-Abteilung zu den am stärksten besetzten Gebieten. Ein völlig verrückter Beleg ist eine Orts-Einschreibekarte aus dem Jahre 1873, frankiert mit der Stadtpostmarke des Norddeutschen Postbezirks und mit Brustschildmarken zur Ergänzung des Einschreibeportos auffrankiert. Es geht um eine Wohnungskündigung, und deshalb wählte der Vermieter den registrierten Versand. Solche Kombinationsfrankaturen sind allergrößte Seltenheiten. Nur ganz wenige Stücke sind bekannt, dieses Exemplar gelangt zum ersten Mal auf den Markt (3000 Euro). Ein nächstes Highlight kommt aus Hannover. Es handelt sich dabei um ein "moderiertes Porto" von Harburg ins damals dänische Altona. Moderierte Portosätze sind von Hannover bekannt; dies ist der erste Beleg, der die Strecke Harburg-Altona belegt und der ins Ausland geht - ein wundervoller Brief, zudem mit der sehr guten Frankatur aus zwei Exemplaren der MiNr. 6 (1500 Euro).

Beim Deutschen Reich ist alles vorhanden, was an seltenen Marken und auch Frankaturen dazugehört, von den Brustschilden über klassische Sonderstempel des Kaiserreiches, Inflationsseltenheiten, teuren Frankaturen der Weimarer Zeit und aus dem "ausendjährigen Reich". Ins Auge fällt ein "kleines" Los - eine Paketkarte aus dem Oktober des Jahres 1944, als es schon massive Einschränkungen im Postverkehr und für manche Güter besondere Zulassungsbestimmungen gab. Sie trägt zwei Zulassungsmarken für jeweils 5 kg "Obst und Gemüse", die ein Landwirt aus dem Breisgau verkleben musste, damit sein Paket befördert wurde (120 Euro).

Die Nebengebiete sind in der Meinert Sammlung besonders stark vertreten, beispielsweise das Saargebiet mit einigen Unikaten, die auch eine avancierte Ausstellungssammlung noch um ein paar Punkte anheben können. Erwähnt sei eine Ganzsachenkarte (es ist die MiNr. P 2) mit doppeltem Aufdruck. Das gab es bisher noch nicht, und das wird auch erst in der nächsten Aus -gabe des MICHEL-Ganzsachenkataloges no -tiert werden (400 Euro).

"Post aus dem Stettiner Zipfel" - ein Kapitel deutsch-polnischer Geschichte aus den Jahren 1945/1946. Gleich sechs Belege kann die Sammlung Jürgen Meinert davon vorweisen. Abschließend sei ein eher bescheidenes Stück in Text und Bild vorgestellt: eine 6-Pf-Marke Kontrollrat/Ziffer, gedruckt auf einer gerissenen und postamtlich mit rotem Transparentpapier geflickten Papierbahn, ganz bedarfsmäßig gebraucht auf einer Drucksache. Das sehr seltene Stück mit Fotoattest Schlegel startet mit 100 Euro.

Die Sammlung wird in ca. 1500 Positionen angeboten. Auf Grund der schieren Menge des Materials gelangt der größte Teil in Sammlungen oder kleineren und größeren Posten zum Angebot. Viele günstige Gelegenheiten erwarten Sammler und Händler.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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Rückblick auf die 56. AIX-PHILA Auktion

wm (Aachen) Bereits die Versteigerung der mehr als 300 Münzpositionen ließ es erahnen: Sammler aus der ganzen Welt waren nach Aachen geströmt mit großer Kauflaune im Gepäck. So wurde zum Beispiel eine Anlegerpartie Deutschland von 7.500 € auf 9.900 € hochgesteigert, eine Sammlung Russland, die mit 1.200 € veranschlagt worden war, ging mit 4.400 € zurück in ihr Mutterland.

Das berühmte VINETA-Provisorium im Paar mit kopfstehendem Aufdruck stand im Mittelpunkt der Briefmarkenauktion: Bei 15.000 € ging es los, der Zuschlag erfolgte dann nach heißem Bieterkampf bei 34.000 €; zu einem weiteren Höhepunkt entwickelte sich dann die Versteigerung von mehr als 200 Marken und Briefe aus der österreichischen K.u.K.-Zeit, an der sich aus unserem Nachbarland alles beteiligte, was in der Philatelie Rang und Namen hat. So war es letztlich kein Wunder, dass die Preise explodierten bis hin zu einem Vielfachen des Ausrufs: ein eigentlich unscheinbares Pärchen der 9 Kreuzer mit Tintenentwertung BONCZESD katapultierte sich von 50 € auf 1.050 €, ein Brief aus TRIEST mit einer Vierfarbenfrankatur von 200 € auf 3.400 €; noch verrückter ging es bei den Sammlungen dieses Gebietes zu: Eine Kollektion der ersten österreichischen Freimarken schloss nach heftigem Bieterkampf bei 29.000 € (Ausruf 2.000 €), eine Zusammenstellung von Druckproben wurde von 100 € auf 4.400 € katapultiert und auch alle anderen Sammlungen dieser Art wurden ähnlich hochgesteigert, Felix Austria!

Marken anderer Sammelgebiete kamen ebenfalls nicht zu kurz: Ein Nachlass Deutschland erzielte 6.700 € (Startpreis 2.000 €), eine Sammlung Deutsches Reich landete nach einem Ausruf von 5.000 € bei 13.000 €, eine Kollektion von 2.500 Propagandakarten aus der NS-Zeit kam auf 17.000 € (Ausruf 5.000 €). Besonders die Exoten waren heißumkämpft: Eine Zusammenstellung von Marken der Volksrepublik China mit Seltenheiten aus der Zeit der Kulturrevolution konnte den Startpreis von 8.000 € mit einem Zuschlag von 35.000 € mehr als vervierfachen, ein weiterer Posten erzielte sogar mehr als das Zehnfache (Ausruf 3.000 € - Zuschlag 32.000 €). Zum Schluss gelang sogar einer Motivsammlung "Tiere" der Sprung von 2.000 € auf 4.600 €.

Natürlich kamen wie immer die Sammler mit kleinerem Budget ebenfalls auf ihre Kosten, selbst wenn auch sie kämpfen mussten, um eine Marke oder Sammlung von 10 auf 70 € oder mehr zu steigern.

Letztlich verdoppelte sich der Gesamtausruf aller verkauften Positionen auf einen Gesamtumsatz von mehr als 1 Million EURO und bewies deutlich, dass Briefmarken und Münzen als Sammel- und Anlageobjekte keineswegs "out" sind. Dies belegen auch einige weitere Zahlen: Nahezu 300 Bieter waren als Saalbieter präsent, von 3 488 Losen wurden 2.890 (83 Prozent) verkauft, was als Spitzenwert in der Branche gelten kann.

Internet: www.aixphila.de

56. Aix-Phila-Auktion: Einmaliger Vineta-Kopfsteher

Ein qualitativ hervorragendes Angebot an deutscher und internationaler Philatelie erwartet die Interessenten auf der 56. AIX-PHILA-Auktion in Aachen am 15. und 16. Mai. Im Mittelpunkt steht ein einmaliges Paar des berühmten Vineta-Provisoriums, bei dem die linke Marke einen kopfstehenden Aufdruck zeigt. Es ist nicht das einzige außergewöhnliche Stück der zweitägigen Veranstaltung. Viel Spannung versprechen auch die 1200 Sammlungslose, da die Objekte durchweg günstig angesetzt und Bieterkämpfe damit vorprogrammiert sind.

Fehlende Wertstufe

Der Kreuzer "Vineta" lag 1901 während des deutschen Nationalfeiertages, dem Geburtstag von Kaiser Wilhelm II (27. Januar), im Hafen von New Orleans. Die starke deutsche Kolonie in der Stadt veranstaltete aus diesem Anlass Feste, an denen viele Besatzungsmitglieder teilnahmen und die in der lokalen Presse großen Widerhall fanden. Als die Berichte erschienen, war die "Vineta" bereits wieder auf Fahrt. Freunde sandten die Zeitungen nach, die das Schiff in Port of Spain (Trinidad) erreichten. Um sie nach Deutschland weiterzusenden, waren 3-Pf-Marken für Streifband-Drucksachen erforderlich, die aber nicht an Bord vorrätig waren. Mit Genehmigung des Schiffskommandanten nahm der Oberhoboist O. Sanftenberg drei Bogen der niedrigsten vorhandenen Wertstufe zu 5 Pf und stempelte jeweils die rechte und linke Hälfte der Marken mit einem Handstempel "3 PF". Anschließend teilte er die Bogen in senkrechte 10er-Reihen und trennte diese von unten nach oben mit einer Schere in zwei Hälften, wobei der Schnitt am oberen Bogenrand endete. Ab 13. April 1901 wurden die Halbierungen erstmals an die Besatzung ausgegeben.

Nur bei einem der 600 Vineta-Provisorien (Deutsches Reich MiNr. A I) wurde der Handstempel versehentlich kopfstehend angebracht. Es handelt sich um die linke Marke eines waagerechtes Paares aus der linken oberen Bogenecke. Die rechte Marke zeigt den Aufdruck in der "normalen" Stellung. Entwertet wurde die Einheit, die durch den Bogenoberrand zusammengehalten wird, mit dem Kreisstempel "KAIS. DEUTSCHE MARINESCHIFFSPOST No. 1" vom 2. Mai 1901. Das mehrfach geprüfte, literaturbekannte Stück ist laut Fotoattest Jakubek ein Unikat und befindet sich in "vorzüglichem Zustand". Es ist mit zurückhaltenden 15.000 Euro angesetzt.

Blickfang Österreich Klassik

Neben dem einmaligen Vineta-Provisorium finden sich im starken Deutschlandangebot auch ein LONGIJ-Provisorium auf Brief aus der Deutschen Kolonie Kamerun (MiNr. 10 H), das mit 2000 Euro startet. Den selben Ausruf hat eine Halbierung der 10 Pf Marschall-Inseln (MiNr. 9 H). Ins Auge fällt außerdem ein Kartenausschnitt von den Karolinen aus PONAPE mit 5 auf 3 Pf. (MiNr. 7 Pv), der mit 1500 Euro angesetzt ist. Seltene Stücke der deutschen Feldpost im Zweiten Weltkrieg wie ein Kurland-Schnellbrief (400 Euro) oder eine Ostpreußen-Feldpostkarte (Nr. 2 e) sind ebenso von der Partie wieder Urdrucksatz der Saar in Paaren bzw. Dreierstreifen mit Druckdaten (2500 Euro). Das übrige Deutschland ist mit praktisch allem von Rang und Namen vertreten, wobei die große Zahl an attestierten Marken und Blocks auffällt.

Einen weiteren Höhepunkt stellt die Auflösung einer Sammlung "Österreich-Klassik" in mehr als 250 Einzellose dar, die meist in Top-Erhaltung sind. Ein Dreierstreifen der MiNr. 2 auf Brief aus Tyrnau geht mit 400 Euro ins Rennen, eine halbierte 10-Kr.-Freimarke (MiNr. 14 II H) mit 300 Euro und eine attraktive Buntfrankatur mit vier verschiedenen Marken aus 1863 mit 200 Euro. Dazu kommt eine Fülle an oft farbigen Stempeln vieler kleiner Orte aus dem K.u.K.-Gebiet, die häufig mit "Gebot" an den Start gehen. Ein philatelistisches Ausstellungsstück aus Polen, ein Brief mit Aufdruckprovisorien (viermal MiNr. 135 und dreimal MiNr. 136), wird auf 2000 Euro taxiert: China stellt Blocks und seltene Ausgaben der Kulturrevolution. Die USA steuert seltene Druckproben oder einen kompletten Kolumbussatz bei.

Mehr als 1000 Sammlungen, Partien und komplette Nachlässe stehen auf dem Programm des 2. Auktionstages. Dabei dürften sich die Startpreise einer überkompletten Sammlung Deutsches Reich mit Raritäten wie der MiNr. 96 W oder 97 M oder einer 2500 Karten starken Kollektion "Propaganda" von je 5000 Euro als Makulatur erweisen. Bei Österreich glänzen mehrere Spezialsammlungen der einzelnen Freimarkenausgaben vor 1923 mit diversen Seltenheiten, Druckproben und Briefen (Startpreise zwischen 300 und 2000 Euro). Eine weitgehend vollständige Kollektion VR China aus 1960-1980 mit dem gesuchten Schauspielblock beginnt mit 8000 Euro, eine Motivsammlung "Sport" mit 1000 Euro und eine wunderschöne Sammlung "Tiere" in 45 Steckbüchern mit 2000 Euro.

Natürlich gibt es auch wieder Hunderte von Sammlungen, Kisten und sogar ganze Regale, die gegen "Gebot" ausgerufen werden

Internet: www.aixphila.de

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359. Heinrich-Köhler-Auktion: Große Nachfrage durch Online-Bieter

Man darf spekulieren, ob es an dem anhaltend niedrigen Zinsniveau, investitions-freudigen Anlegern oder eben einfach der Begeisterung der Sammler gelegen hat. Vielleicht war es auch ein kleiner, aber feiner TV-Bericht über das Traditionshaus Heinrich Köhler aus Wiesbaden, ausgestrahlt am Abend des ersten Auktionstages im Hessischen Rundfunk HR 3, der die Freude an der Philatelie - und im speziellen Briefmarkenauktionen - perfekt zum Ausdruck brachte. Tatsache ist: Die große Nachfrage nach wertvollen Briefmarken, seltenen Belegen und hochwertigen Sammlungen bei der 359. Heinrich-Köhler-Auktion vom 24. bis 28. März 2015 war unübersehbar - spannende Bietergefechte und Spitzenzuschläge inklusive!

Thurn und Taxis trumpft groß auf

Das vorgegebene Motto der "Philatelistischen Weltreise" schien insbesondere bei der Versteigerung der Sammlung "Thurn- und Taxis - Auslandsdestinationen" von Dr. Leo Wojnke die Bieter geradezu zu beflügeln. Je weiter gereist, je exotischer die Destination, desto höher war das Interesse der Sammler, wie verschiedenste Stücke eindrucksvoll belegen. Ein Brief nach Tasmanien stieg von 5000 Euro Ausruf auf 14.000 Euro, ein Brief nach Brasilien wurde von 4000 auf 9000 Euro und ein Brief nach Mauritius gar von 2000 auf 12.000 Euro gesteigert. Für einen kompletten Faltbrief über Belgien, Frankreich und die Overland-Mail nach Singapur fiel der Hammer erst bei sagenhaften 23.000 (4000) Euro.

Neben der bemerkenswerten Anzahl an Bietern, die sich am Auktionstag im Saal schon fast "drängelten", war es vor allem die große Nachfrage der Online-Bieter, die erneut das Geschehen prägte. "Insbesondere die außergewöhnlich große Beteiligung über das Internet von Sammlern aus dem nichteuropäischen Ausland war beachtlich. Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet", resümierte Geschäftsführer Dieter Michelson nach der Auktion. "Diese große Beteiligung im Internet folgt dem Trend der letzten Jahre und ist der immer größeren Zuverlässigkeit unseres selbst erstellten Programms geschuldet. Es haben sich bei dieser Auktion etwa 50 Prozent mehr Bieter für das Online-Live-Bieten registriert als noch vor einem Jahr. Außerdem erfreut sich unser 'Autogebot-Modul' immer größerer Beliebtheit. Hierbei werden vor der Auktion vom Bieter Höchstgebote hinterlegt, die für den Auktionator am Versteigerertisch nicht sichtbar sind und erst einsetzen, wenn das Bietergefecht startet."

Philatelistische Reiseziele, die begeistern

Eine bemerkenswerte Beteiligung ließ sich auch bei den zahlreichen weiteren philatelistischen "Reisezielen" beobachten, die mit außergewöhnlichen Steigerungen und Top-Zuschlägen für Aufsehen sorgten. Darunter China mit der MiNr. 31 auf Brief nach Canton (Ausruf 1500 Euro/Zuschlag 5000 Euro), Persien mit der unverausgabten Serie Omar Khayyam 1923 (400/4000 Euro), Samoa mit einer Barfreimachung und späterer Nachfrankatur in Deutschland (5000/9500 Euro) oder ein ungezähnter, postfrischer Viererblock der Lettland MiNr. 111 B mit Plattenfehler (250/10.000 Euro!), um nur einige wenige zu nennen.

Hervorzuheben ist auch das Titelstück der Sammlung Hardtwald "Zeppelinmarken 'Alle Welt' und Zuleitungspost Luxemburg", ein ungezähnter, postfrischer Viererblock Luftschiffbau 15 K. blauschwarz (StTdr.). Ausgerufen mit 8000 Euro, kletterte diese Rarität auf 18.000 Euro. Den Spitzenzuschlag der Auktion sicherte sich schließlich das ungezähnte Olympia-Blockpaar des Deutsches Reiches von 1936 je mit zentrischem, sauberem Ersttagsstempel "OLYMPIA-STADION 1.8.1936" bzw. "OLYMPISCHES DORF 1.8.1936. Mit einem Ausruf von 15.000 Euro gestartet, wurde das Los einem Bieter bei unglaublichen 38.000 Euro zugeschlagen.

Alle weiteren Zuschläge der Auktion sind jederzeit online unter www.heinrich-koehler.de einzusehen.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Gutes Allround-Angebot

Leipzig Die 166. Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert am 15. und 16. Mai 2015 bringt über 3800 Lose aus fast allen Sammelgebieten.

Den Auftakt machen 290 Lose Zeppelinpost aus dem Zeitraum 1912 bis 1939, dabei Fahrten mit interessanter Zuleitungspost für LZ 127 aus Europa/Übersee einschließlich Flugpost Deutsches Reich mit Pionierluftpost 1912 bis 1914 sowie Europa/Übersee und Raketenflug-, Schleuderflug- und Ballonpost. Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost und Kriegsgefangenenpost sind ca. 120 Lose im Angebot, dazu 200 Positionen mit Motiven von Bahnpost, Kosmos, Propaganda, Sport bis Zensur und Heimatphilatelie/Postgeschichte. Es folgen ca. 170 Lose mit alten Ansichtskarten deutscher Gebiete und rund 120 Lose mit philatelistischer Literatur, Autographen, Notgeld, Material zur Zeitgeschichte und alter Privatpost.

170 Lose Altdeutschland und 930 Lose Deutsches Reich ab Brustschilde enthalten auch Besonderheiten, Farben, Plattenfehler sowie Privatganzsachen und Anlasskarten mit klassischen Sonderstempeln, Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete beider Weltkriege. Es folgen 430 Lose Deutschland nach 1945 mit einigen Lokalausgaben von Apolda bis Wittenberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler) und einem SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben und Belegen. Das Sammelgebiet DDR hat 390 Lose im Angebot, dabei viele bessere Ausgaben, Farben, Plattenfehler, Wasserzeichen-Besonderheiten, Zusammendrucke, Briefe/Karten, Ganzsachen und Dienst/ZKD.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 240 Einzellose, dabei klassische Ausgaben, gesuchte Werte und Belege von Albanien bis Zypern und Ägypten über VR China und USA bis Vietnam.

Den Abschluss bilden rund 800 Lots und Engrosposten aller Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen des Deutschen Reiches, Auslands-Postämter und Kolonien, Saargebiet, Saarland, OPD und SBZ, DDR, Berlin/Bund sowie Frankreich, Österreich, Schweiz, Russland und UdSSR.

Internet: www.briefmarken auktion-leipzig.de

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Rekordsumme für Besetzungsausgabe

Düsseldorf Das Auktionshaus Ulrich Felzmann erzielte bei seiner Frühjahrsauktion vom 12. bis 14. März einen der höchsten jemals gezahlten Auktionszuschläge für ein Einzelstück der Besetzungsausgaben des Zweiten Weltkriegs.

Der letzte noch erhaltene ungezähnte Viererblock der Gorochow-Marken wurde für die Rekordsumme von 70.000 Euro versteigert (siehe auch DBR 3/15, Seiten 46-47). Das war nicht der einzige Zuschlag, der das internationale Publikum im Saal, an den Telefonen und live im Internet zum Staunen brachte.

Mit Spannung erwarteten die Besucher im gut gefüllten Saal am Auktionssamstag den Start der Versteigerung des unberührten Bestandes "MARKEN BELO AACHEN". Die 34 Lose übertrafen die Erwartungen des Auktionators. Der Gesamtzuschlag lag insgesamt 60 Prozent über der Schätzung. Bei einem Ausruf von 51 800 Euro wurde eine Zuschlagssumme von 82 400 Euro erreicht. Einen Posten Drittes Reich 1933-1945 steigerten mehrere Bieter von 3000 auf 8500 Euro. Ein Schwaneberger-Album mit Marken bis ca. 1940 erzielte 3700 (1500) Euro. Im Anschluss sorgte die Sammlungsauktion für weitere bemerkenswerte Zuschläge. Eine Zeppelinpost-Sammlung wurde für 45.000 Euro versteigert, die preisgekrönte Ausstellungssammlung "Oberschlesien" von Prof. Dr. Urban brachte 41.000 (25.000) Euro. Die Erben des versierten Sammlers waren vor Ort, um die Versteigerung dieses Lebenswerkes hautnah mitzuerleben.

Die Briefmarkenauktion startete schon am ersten Tag mit Spitzenergebnissen und einem erfolgreichen Zeppelin-Spezial-Angebot. Die über 1000 Lose stammten vorrangig aus der Auflösung einer Sammlung "Österreich" und der Nachlass-Sammlung "Walther", hinzu kamen Spitzenbelege aus Italien. Ein seltener Brief der Polarfahrt 1931 ab Wien kletterte von 800 auf 3200 Euro. Ein Einschreiben-Brief der Italienfahrt 1933 und der 2. Südamerikafahrt 1933 erzielte 4200 (2500) Euro.

Für weitere Highlights sorgten die Gebiete der Deutschen Kolonien. Spannende Gefechte zwischen Saal- und Online-Bietern führten zu enormen Preissteigerungen. Mit den Kiautschou-Markenausgaben im senkrechten Paar wurde eine der größten Raritäten der gesamten deutschen Kolonialphilatelie angeboten. Das Spitzenstück erzielte 41.000 Euro (30.000) Euro. Einzelne Lose erreichten den fünf- bis zehnfachen Wert des Schätzpreises. Ein Prachtsatz Britische Besetzung Deutsch-Neuguineas erhielt bei 11.000 (5000) Euro den Zuschlag. Ein Einzelstück derselben Ausgabe mit doppeltem Aufdruck auf einem besonders schönen Briefstück trieb die Gebote von 750 Euro bis auf 8500 Euro hoch. Für 13.000 (3000) Euro sicherte sich ein Bieter eine seltene Marke der Marshall-Inseln.

Weitere gute Ergebnisse gab es im Bereich China. Hier erhielt der Schauspielblock "Mei Lan-Fang" für 9000 (8000) Euro den Zuschlag. Canadas Kopfsteher "St. Lawrence Seeweg" wurde für 4800 (3500) Euro verkauft. Ein ungezähnter Probedruck aus Lettland der 1 R Drachentöter brachte 1200 (750) Euro. Schöne Ergebnisse waren auch bei Altdeutschland zu verzeichnen. Ein Hannover-Brief aus "ZEVEN" mit einem Viererstreifen der MiNr. 2 wurde von 1300 auf 2100 Euro hochgesteigert. Eine Besonderheit aus der Inflationszeit stellt ein Oberrand-Viererblock "800 Tausend auf 500 Mk" dar, der in gestempelter Luxuserhaltung für 3500 (3000) Euro an einen neuen Besitzer ging. Bei den Feldpostmarken wurde die Kuban-Päckchenmarke Type I für 2200 (1500) Euro zugeschlagen. Ein postfrischer Fehldruck des Olympiablocks München 1972 fand für 1800 (1000) Euro ein neues Zuhause.

Internet: www.felzmann.de

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56. AIX-PHILA Auktion am 15. und 16. Mai in Aachen

wm Ein qualitativ hervorragendes Angebot an deutscher und internationaler Philatelie bietet die 56. AIX PHILA Auktion in Aachen. Das starke Deutschlandangebot wird überragt von einem li. oberen Eckrandpaar des VINETA-Provisoriums, wobei der Aufdruck auf der linken Marke kopfstehend ist. Diese literaturbekannte Marke, von der nur ein einziges Stück existiert, wird mit zurückhaltenden 15000 € ins Rennen geschickt. Bei den Kolonien startet aus Kamerun ein LONGIJ-Provisorium auf Brief (Mi.-Nr. 10 H) mit 2000 € ebenso eine Halbierung der 10 Pf. Marschallinseln (Mi.-Nr. 9 H) sowie ein Kartenausschnitt von den Karolinen aus PONAPE mit 5 auf 3 Pf. (Mi.-Nr. 7 Pv) mit 1500 €. Seltene Stücke der deutschen Feldpost im 2. Weltkrieg wie ein Kurland-Schnellbrief mit 400 € oder eine Ostpreußen-Feldpostkarte (Nr. 2e) sind ebenso von der Partie wie der Urdrucksatz der Saar in Paaren bzw. Dreierstreifen mit Druckdaten (Ausruf 2500,-). Das übrige Deutschland ist mit praktisch allem von Rang und Namen vertreten, wobei die große Zahl an attestierten Marken und Blöcken auffällt.

Einen weiteren Höhepunkt stellt die Auflösung einer Sammlung Österreich-Klassik dar mit mehr als 250 Einzellosen meist in TOP-Erhaltung: Ein Dreierstreifen der Nr. 2 auf Brief aus Tyrnau startet mit 400 €, eine halbierte 10 Kr. Freimarke (Nr. 14 IIH) mit 300 € und eine attraktive Buntfrankatur mit 4 verschiedenen Marken aus 1863 mit 200 €. Dazu kommen eine Fülle an oft farbigen Stempeln vieler kleiner Orte aus dem K.u.K.-Gebiet, die vielfach mit "Gebot" ins Rennen geschickt werden. Ein philatelistisches Ausstellungsstück aus Polen, ein Brief mit Aufdruckprovisorien (4x Nr. 135 und 3x 136) wird auf 2000 € taxiert, China stellt Blöcke und seltene Ausgaben der Kulturrevolution und die USA seltene Druckproben oder einen kompletten Kolumbussatz.

Mehr als 1000 Sammlungen, Partien und komplette Nachlässe stehen dann auf dem Programm des 2. Tages. Dabei dürfte der Startpreis einer überkompletten Sammlung Deutsches Reich mit Raritäten wie der Nr. 96 W oder 97 M oder einer 2500 Karten starken Kollektion Propaganda mit je 5000 € Makulatur sein. Bei Österreich glänzen mehrere Spezialsammlungen der einzelnen Freimarkenausgaben vor 1923 mit diversen Seltenheiten, Druckproben und Briefen (Startpreise 300 bis 2000 €). Eine weitgehend vollständige Kollektion VR China aus 1960/80 mit dem gesuchten Schauspielblock beginnt mit 8000 €, eine Motivsammlung Sport mit 1000 € und eine wunderschöne Sammlung Tiere in 45 Steckbüchern mit 2000 €.

Natürlich gibt es auch wieder Hunderte von Sammlungen, Kisten und sogar ganzen Regalen, die mit "Gebot" ausgerufen werden und heiße Bieterkämpfe erwarten lassen.

Internet: www.aixphila.de

Von weiten Reisen, exotischen Ländern und beeindruckender Philatelie -
ein Rückblick auf die 359. Heinrich Köhler Auktion

wm (Wiesbaden) Man darf spekulieren, ob es an dem anhaltend niedrigen Zinsniveau, investitionsfreudigen Anlegern oder eben einfach der Begeisterung der Sammler gelegen hat. Vielleicht war es auch ein kleiner, aber feiner TV-Bericht über das Traditionshaus Heinrich Köhler aus Wiesbaden, ausgestrahlt am Abend des ersten Auktionstages im Hessischen Rundfunk HR 3, der die Freude an der Philatelie - und im speziellen Briefmarkenauktionen - perfekt zum Ausdruck brachte. Tatsache ist: Die große Nachfrage nach wertvollen Briefmarken, seltenen Belegen und hochwertigen Sammlungen bei der 359. Heinrich Köhler Auktion vom 24. bis 28. März 2015 war unübersehbar - spannende Bietergefechte und Spitzenzuschläge inklusive!

Thurn und Taxis trumpft groß auf

Das vorgegebene Motto der "Philatelistischen Weltreise" schien insbesondere bei der Versteigerung der Sammlung "Thurn- und Taxis - Auslandsdestinationen" von Dr. Leo Wojnke die Bieter geradezu zu beflügeln. Je weiter gereist, je exotischer die Destination, desto höher war das Interesse der Sammler, wie verschiedenste Stücke eindrucksvoll belegen. Ein Brief nach Tasmanien (Los 8079) brachte es von 5.000 Euro Ausruf auf 14.000 Euro, Los 8083, ein Brief nach Brasilien wurde von 4.000 auf 9.000 Euro, Los 8095, ein Brief nach Mauritius, gar von 2.000 auf 12.000 Euro gesteigert. Bei Los 8103, einem komplettem Faltbrief über Belgien, Frankreich und die Overland-Mail nach Singapur, fiel der Hammer erst bei sagenhaften 23.000 Euro (Ausruf: 4.000).

Neben der bemerkenswerten Anzahl an Bietern, die sich am Auktionstag im Saal schon fast "drängelten", war es vor allem die große Nachfrage der Online-Bieter, die erneut das Geschehen prägte: "Insbesondere die außergewöhnlich große Beteiligung über das Internet von Sammlern aus dem nichteuropäischen Ausland war beachtlich. Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet." so Heinrich Köhler Geschäftsführer Dieter Michelson nach der Auktion. "Diese große Beteiligung im Internet folgt dem Trend der letzten Jahre und ist der immer größeren Zuverlässigkeit unseres selbst erstellten Programms geschuldet. Es haben sich bei dieser Auktion etwa 50% mehr Bieter für das Online Live Bieten registriert als noch vor einem Jahr. Außerdem erfreut sich unser 'Autogebot-Modul', immer größerer Beliebtheit. Hierbei werden vor der Auktion vom Bieter Höchstgebote hinterlegt, die für den Auktionator am Versteigerertisch nicht sichtbar sind und erst einsetzen, wenn das Bietergefecht startet."

Philatelistische Reiseziele, die begeistern

Eine bemerkenswerte Beteiligung ließ sich auch bei den zahlreichen weiteren philatelistischen "Reisezielen" beobachten, die mit außergewöhnlichen Steigerungen und Top-Zuschlägen für Aufsehen sorgten. Darunter China mit Los 314 (Ausruf 1 500 Euro - Zu-schlag: 5.000 Euro), Persien mit Los 494 (Ausruf: 400 Euro - Zuschlag: 4.000 Euro), Samoa (Los 7094: Ausruf 5.000 Euro - Zuschlag: 9 500 Euro) oder Lettland (Los 5410: Ausruf 250 Euro - Zuschlag: 10.000 Euro!), um nur einige wenige zu nennen.

Hervorzuheben ist auch das Titelstück der Sammlung Hardtwald "Zeppelinmarken 'Alle Welt' und Zuleitungspost Luxemburg" (Los 6051), ein ungezähnter Viererblock, postfrisch, Luftschiffbau 15 K. blauschwarz (StTdr.). Ausgerufen mit 8.000 Euro wurde diese Rarität auf 18.000 Euro gesteigert. Den Spitzenzuschlag der Auktion sicherte sich schließlich Los 3374, Deutsches Reich, Olympia-Blockpaar ungezähnt, je mit zentrischem, sauberem Ersttagsstempel "OLYMPIA-STADION 1.8.1936" bzw. "OLYMPISCHES DORF 1.8.1936. Bei einem Ausruf von 15.000 Euro gestartet wurde das Los einem Bieter bei unglaublichen 38.000 Euro zugeschlagen.

Alle weiteren Zuschläge der Auktion sind jederzeit online unter www.heinrich-koehler.de einzusehen.

350. Schwanke-Auktion: Besondere Sammlungen im Blickpunkt

Ein rundes Jubiläum feiert das Hamburger Traditionshaus Schwanke in diesem Monat: Vom 16. bis 18. April kann es seine 350. Versteigerung abhalten. Das umfangreiche Angebot wird auf zwei Kataloge verteilt. Der Hauptkatalog enthält wie immer die ganze Palette internationaler und deutscher Philatelie sowie eine große Zahl von Sammlungen, Dubletten- und Händlerposten, Münzen, Banknoten und komplette Nachlässe aus Sammlerhand. In einem Sonderkatalog kommen einige besondere Sammlungen unter den Hammer.

Benefizauktion für Phila-Bibliothek Hamburg

Dazu gehört die Kollektion "Deutsche Kolonien" von Horst Schafmeyer. Aufgeteilt in ca. 350 Positionen, ist so ziemlich alles vorhanden, was die deutsche Kolonialphilatelie an Michel-Nummern zu bieten hat: von den Vorläufern über die Hauptnummern bis hin zu den Ausgaben der britischen und französischen Besetzungszeit. Die Handstempel der Deutschen Post in China sind, bis auf den 50-Pf-Wert, sämtlich, teils mehrfach, vorhanden. Dekorativ und selten ist das oben abgebildete Briefstück mit der 10-Pf-Handstempel in Kombination mit 30 Pf Germania/Petschili (400 Euro). Eindrucksvolle Vorläuferbriefstücke (z.B. von Deutsch-Neuguinea ein Leinenbriefstück mit achtmal MiNr. V 37e aus Herbertshöhe, 500 Euro) wechseln ab mit Raritäten wie dem "Longji"-Provisorium von Kamerun auf Brief (1800 Euro), dem 2. Ponape-Provisorium von Karolinen (1200 Euro) oder losen Marken wie Kiautschou MiNr. 2 gestempelt (1100 Euro) und MiNr. 4 ungebraucht (2000 Euro). Besondere und seltene Entwertungen bietet die Kollektion ebenso wie viele Briefe, Karten, Ansichtskarten, Feldpost, Marine-Schiffspost und auch Kuriositäten, wie z.B. von Samoa die 1 Mark Schiffszeichnung auf Brief in San Francisco entwertet (100 Euro). Die Ausgaben der Britischen Besetzung sind ungewöhnlich gut besetzt, beispielsweise GRI-Einschreibezettel von Deutsch- Neuguinea oder die GRI-Aufdrucke. Vieles wird in "Rest"-Sammlungen oder kleinen Posten zum Verkauf gelangen. Eine gute Gelegenheit, mit einem mehr als schönen Grundstock ein ganz neues Gebiet zu beginnen.

150 Positionen umfasst die "Rumänien"-Sammlung von Robert Denndorf. Sie beginnt mit einigen Raritäten der prominenten Erstausgaben. Zu nennen wären das wohl schönste lose gestempelte Exemplar der 54 Parale (MiNr. 2) mit Stempel von "Fokschani" (4000 Euro) oder eine tadellose 108 Parale (MiNr. 4) mit Stempel von "Jassy" (6500 Euro). Es folgen einige Lose mit Bogen oder Bogenteilen sowie viele Briefe der ersten Ausgaben "Fürstentum Rumänien" und der Kopfausgaben. Dabei ist ein bemerkenswert schöner Brief mit der seltenen MiNr. 30 (350 Euro). An die Markenklassik schließen sich reizvolle Sammlungsteile aus dem Zeitraum von 1900 bis ca. 1950 an. Der Schwerpunkt liegt hier stets auf postgeschichtlichen Aspekten. Auch Abarten, darunter ungezähnte Marken mit Miniauflagen von 200-300 Stück, sind vorhanden (z.B. MiNr. 375-385 U oder MiNr. 478-479 U postfrisch, je 300 Euro). Dazu gesellen sich viele Kleinbogenausgaben aus den 1930er/1940er Jahren, die im Michel-Katalog gar nicht so hoch notieren, die man aber oftmals lange suchen muss. Den Abschluss bilden Lokalausgaben (z.B. "Hohe Rinne" oder "Oradea"), Auslandspost, Besetzungsgebiete, Österreichische Militärfeldpost und etwas Literatur zum Thema Rumänien.

Eine bekannte Spezialsammlung des Bezirkes "36" der SBZ-Bezirkshandstempel-Überdrucke ist das Objekt "Bauer, Berlin-Köpenick". Von "Angermünde" bis "Zehdenick" ist jeder auch noch so kleine Ort vertreten, in dem Handstempelaufdrucke am Postschalter verausgabt wurden. Darunter sind einige Seltenheiten, von denen jeweils nur wenige Exemplare bekannt geworden sind. Zum Ausruf kommen z.B. ein Paketkartenabschnitt aus Luckenwalde mit u.a. einem Paar der 80 Pf Ziffer (500 Euro) oder ein weiterer Abschnitt mit der raren 40 Pf Ziffer aus Storkow (1000 Euro). Briefe und Ganzsachen sowie Forschungs- und Referenzmaterial runden die Offerte ab. Neben den Ausgaben des Bezirkes "36" kommt noch eine allererste Handstempel-Rarität zum Verkauf - vielleicht das teuerste Einzelstück des Sammelgebietes überhaupt. Es ist dies die 1 RM "Ziffer" auf Paketkartenabschnitt von "16/Hohenleuben", von der nur dieser eine Abschnitt bekannt geworden ist. Das Unikat startet mit 10.000 Euro.

Beachtung verdient auch eine kleine Benefiz-Auktion zur Rettung der Philatelistischen Bibliothek Hamburg e.V., der von der Stiftung alle Zuschüsse gestrichen wurden. Das Angebot umfasst insgesamt 76 Positionen und enthält neben kleinen Lots und Posten auch viele feine Einzelstücke. Ein absolutes Highlight ist ein Moens´scher Probeabzug der Marken von Bergedorf. Wie alle Positionen dieser Benefizauktion wird auch dieses Stück "gegen Gebot" ausgerufen.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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Nicht verausgabte Marken als Blickfang

München Auf der 56. Deider-Auktion am 24. und 25. April werden gleich drei nicht verausgabte bzw. kurz nach der Herausgabe zurückgezogene Marken dem Publikum zum Kauf angeboten:

1. Bund 1961 "Brot für die Welt" (MiNr. X). Die Ausgabe dieser Marke war für November 1961 vorgesehen, doch das Motiv des ausgehungerten Kindes mit dem Essnapf rief dann doch noch Bedenken hervor. Deider kann die postfrische Marke mit Aufdruck "Muster" zusammen mit dem Ankündigungsblatt für die Presse für 3600 Euro ausrufen.

2. Bund 1969 "Pausbäckchen" (MiNr. XII). Als Musterexemplar für die Presse wurde 1969 eine Weihnachtsmarke verschickt, die gegenüber der endgültig verausgabten Version geringfügige Änderungen aufweist. Am markantesten sind die Pausbäckchen des Christkindes. Startpreis des postfrischen Exemplares mit Muster-Stempel sind 800 Euro.

3. China 1968 "Das ganze Land ist rot" (MiNr. A 1027). Aufgrund der darauf nicht korrekt dargestellten Landkarte wurde die Marke nach wenigen Stunden vom Postschalter zurückgezogen. Das gestempelte Exemplar weist kleine Unzulänglichkeiten auf und geht mit 15.000 Euro an den Start.

Daneben zeigt sich Bayern besonders reich- und werthaltig mit herausragenden Einzellosen, u.a. Brief mit offenem Mühlradstempel 787 CAULSDORF (nach dem Krieg 1866 an Preußen abgetreten) sowie eine Vielzahl von Bischofsbriefen. Die Altdeutschen Staaten begeistern mit diversen großen und kleinen Raritäten, u.a. Probedrucke von Lübeck im Viererblock. Deutsches Reich und Kolonien enthalten viele Besonderheiten sowie bessere und seltene Abstempelungen.

Hochwertige Marken und Briefe aus allen Kontinenten finden sich in den Bereichen Europa und Übersee, u.a. mit Auflösung eines großen China-Bestandes mit allen gesuchten Ausgaben, alles mehrfach, teils bis zu 20 Mal vorhanden. Aus diesem Bestand kommt auch die schon vorgestellte Marke "Das ganze Land ist rot".

Österreich wartet mit einem wie immer erlesenen Angebot auf. Detailliert werden hier z.B. herausragende Sammlungen Bosnien & Herzegovina und Levante.

Eine feine Offerte Gold- und Silbermünzen wartet ebenfalls auf neue Liebhaber. Ein rahmensprengendes, ursprüngliches Angebot findet sich in der Sammlungs-Abteilung.

Internet: www.deider.de

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Bietgefechte am laufenden Band

Ettlingen Eine internationale Kundschaft sorgte auch anlässlich der Februar-Auktion der Traditionsfirma Gert Müller wieder für zahlreiche spannende Bietgefechte.

So erzielte eine Sammlung Deutsche Kolonien einen Zuschlag 30.000 (10.000) Euro, eine Kollektion Altdeutschland erbrachte 22.000 (7000) Euro, eine Sammlung Deutsches Reich erzielte 15 500 (5000) Euro, eine Kollektion Danzig enorme 17.000 (3000) Euro, ein Händlerlager Deutsches Reich 31.000 (10.000) Euro. Sammlungen von Russland waren besonders begehrt. Eine Kollektion wurde für 11.000 (3000) Euro zugeschlagen, eine Sammlung Russische Post in der Levante für 26.000 (8000) Euro, eine Kollektion Russische Post in China für enorme 12 500 (500) Euro, eine Kollektion Polen für 4400 (500) Euro. Auch China war wiederum sehr gefragt und erzielte Zuschläge bis zum zehnfachen Startpreis. Das reichhaltige Angebot Münzen wurde nahezu restlos verkauft mit oft erheblichen Steigerungen. Auch die Lose aus dem Nachtragskatalog konnten nahezu komplett abgesetzt werden. Hier realisierte eine Sammlung Sächsische Schwärzungen einen Zuschlag von 50.000 Euro. Für eine Kollektion Feldpost Zweiter Weltkrieg fiel der Hammer bei 13 500 Euro.

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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Oppeln-Neuentdeckung nach 95 Jahren!

Berlin Auf der 54. Hadersbeck-Auktion vom 15. bis 17. April 2015 gelangen ca. 5800 Lose verschiedenster Sammelgebiete zum Ausruf.

China zeigt u.a. seltene Ersttagsbriefe per Einschreiben gelaufen der MiNrn. 534-545, 570-575 und 577-588 (je 500 Euro). Der Schauspieler-Block MiNr. 8 gestempelt geht mit 4000 Euro ins Rennen. Grönland enthält die MiNrn. 1-3 postfrisch für 1300 Euro, Niederlande die MiNr. 180 F ungebraucht für 1500 Euro. Die Zwangszuschlagsmarke für Luftfahrt MiNr. 21 der Türkei ist mit 500 Euro geschätzt, der Vatikan-Satz Papst Pius MiNrn. 39-44 postfrisch mit 650 Euro.

Bei den frühen Ausgaben des Deutschen Reiches finden sich einige Highlights, z.B. MiNr. 6 postfrisch (2500 Euro), MiNr. 9 postfrisch (1900 Euro) und eine Elbinger Postfälschung MiNr. 22 (800 Euro). Bei den Deutschen Kolonien ist die Neuguinea MiNr. 5 bK ungebraucht für 1400 Euro zu haben, die Karolinen MiNrn. 1/6 I ungebraucht für 1200 Euro. Bei der Oppelner Notausgabe von Oberschlesien fällt eine Neuentdeckung nach 95 Jahren ins Auge: der Germania-Zusammendruck MiNr. S3 oder W5 (3000 Euro). Für Danzigs Großen Innendienst ungebraucht werden 1000 Euro verlangt, für den Saar-Satz MiNrn. 226-238 II postfrisch mit Fotoattest 2400 Euro. Top-stück bei den Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg ist die MiNr. 16 III postfrisch von Alexanderstadt (5500 Euro).

Jeweils im kompletten postfrischen Bogen werden die MiNrn. 259-265 xv der Bundesrepublik angeboten (2500 Euro). Bei der SBZ ist die MiNr. 43 AC I im Viererblock auf Brief mit 6200 Euro angesetzt. Postfrisch ist die MiNr. 336 zaXII DKV bisher nicht registriert, Hadersbeck hat sie für 660 Euro.

Ein reichhaltiges Angebot Münzen, Medaillen und Orden/Ehrenzeichen schließt sich an, u.a. mit Numisbrief 2 Euro Grace Kelly (900 Euro), einer Sammlung China-Silberpandas (1400 Euro) und dem DDR-Orden "Hervorragender Wissenschaftler des Volkes" in Gold von 1962 (1000 Euro).

Am dritten Tag werden rund 1700 Sammlungen, Nachlässe, Händlerposten, Briefe, Ansichtskarten und Autografen versteigert.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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Stärken bei den deutschsprachigen Gebieten

Singen Am 24. und 25. April 2015 findet die 94. Lenz-Auktion statt, zu deren Hauptgebieten aufgrund der geographischen Lage neben Deutschland (besonders Baden, Bayern und Französische Zone) die deutschsprachigen Länder Schweiz, Österreich und Liechtenstein gehören.

Zu den Stärken zählt außerdem das breite Angebot an Briefen mit Verwendungen, Frankaturen, Postgeschichte etc. ab der Vorphilazeit. Die Hauptgebiete zeigen sich bei Verwendungsarten, Stempelarten und vielem mehr sehr detailliert, so dass auch Heimatsammler über die Suchmaschine auf der Web-Seite ganz gezielt nach ihren Gebieten/Orten das Angebot durchsuchen können.

Viel Zeit und Arbeit hat das Auktionshaus in den neuen Katalog investiert, der in über 8000 Losen ein breites Angebot für Sammler und Händler bringt. Einige besondere Stücke seien beispielhaft vorgestellt:

- Württemberg 1873, 70 Kr. rotlila, farbfrische Marke, gestempelt "Ulm Stadtpostbüro", unten etwas angeschnitten, sonst Randlinienschnitt bis vollrandig, kleine rückseitige Schürfungen. Das echte und dekorative Exemplar dieser seltenen Marke hat einen Ansatz von 1300 Euro.

- Deutsche Kolonien Togo Französische Besetzung 1915, Brief mit waagrechtem Paar 10 auf 5 Pf und senkrechte Halbierung in waagrechter Einheit als 25-Centimes-Porto, klar gestempelt "Anecho 18.1.1915" und Ankunftstempel 20.1.15 Porto-Novo. Das sogenannte Anecho-Provisorium ist mit 1900 Euro geschätzt.

- Bund 1956, 10 Pf Europa-Marke mit seltenem seitenverkehrtem Wasserzeichen, postfrischer 4er-Block aus der linken oberen Bogenecke, wahrscheinlich Unikat. Die seltene Einheit der MiNr. 241 Z hat einen Ausruf von 7500 Euro.

- Bund 2002, 56 Cent Dohnanyi-Essay, waagrechtes Eckrandpaar links unten mit zwei Ersttags-Stempeln "BAMBERG 1 10.1. 02" in portogerechter und bisher einzig bekannter Mehrfachfrankatur als Kompakt-Brief 21 bis 50 g mit entsprechendem Codierstreifen in einwandreier Qualität. Sensationeller, mehrfach publizierter Beleg (siehe "philatelie" und "Michel-Rundschau" 9/2002) sowie Titelstück im Heft 3 der "Schriftenreihe zur Geschichte der Philatelie in Deutschland" des Consilium Philatelicum. Für das Unikat sind mindestens 5500 Euro zu bieten.

Am 2. Versteigerungstag kommt ein großes Angebot Münzen und Medaillen von alt bis neu sowie Gold und Silber unter den Hammer. Hervorzuheben sind hier das Deutsche Kaiserreich und Weimar mit hervorragenden Einzelstücken, beispielsweise Deutsches Kaiserreich/Braunschweig 1875, 20 Mk. Gold, Wilhelm, Erhaltung ss/vz (1100 Euro). Auch ganze Sammlungen und Nachlässe sind darunter. Nicht nur für Sammler, sondern auch für Anleger ist hier einiges zu finden.

Den Abschluss bilden über 2000 Sammlungen, Posten und teils unberührte Nachlässe, deren Spannbreite von Übersee-Kollektionen, Wühlkisten, Motivposten bis hin zu Objekten von Europa und Deutschland reicht. Die Größenordnung bewegt sich von Ausrufen ab "Gebot" bis in den hohen vierstelligen Bereich.

Internet: www.briefmarken.com

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151. Auktion Felzmann-Auktion vom 12.-14. März 2015: Historischer Preis für ein Einzelstück

wm (gm/Düsseldorf) Ulrich Felzmann erzielte bei seiner Frühjahrsauktion einen der höchsten jemals gezahlten Auktionszuschläge für ein Einzelstück der Besetzung 2. Weltkrieg. Der letzte noch erhaltene ungezähnte Viererblock der Gorochow-Marken wurde für die Rekordsumme von 70.000 Euro versteigert (Los 6476). Das war nicht der einzige Zuschlag, der das internationale Publikum im Saal, an den Telefonen und live im Internet zum Staunen brachte.

Mit Spannung erwarteten die Besucher im gut gefüllten Saal am Auktionssamstag den Start der Versteigerung des unberührten Bestandes MARKEN BELO AACHEN. Die 34 Lose übertrafen anschließend sogar die Erwartungen des Auktionators. Der Gesamtzuschlag lag insgesamt 60 Prozent über der Schätzung. Bei einem Ausruf von 51.800 Euro wurde die Zuschlagssumme von 82.400 Euro erreicht. Einen Posten III. Reich 1933-1945 steigerten mehrere Bieter von 3.000 Euro auf 8.500 Euro (Los 7403). Ein Schwaneberger-Album mit Marken bis ca. 1940 erzielte 3.700 Euro bei 1.500 Euro Ausruf (Los 7429). Im Anschluss sorgte die Sammlungsauktion für weitere grandiose Zuschläge. So eine Zeppelinpost-Sammlung (Los 8339), die für 45.000 Euro versteigert wurde oder die preisgekrönte Ausstellungssammlung "Oberschlesien" von Prof. Dr. Urban, die 41.000 Euro brachte (Ausruf: 25.000 Euro, Los 8391). Die Erben des versierten Sammlers waren vor Ort, um die Versteigerung dieses Lebenswerkes hautnah mitzuerleben.

Die Briefmarkenauktion startete schon am ersten Tag mit Spitzenergebnissen und einer erfolgreichen Zeppelin-Spezial-Versteigerung. Das Angebot der über 1.000 Lose stammte vorrangig aus der Auflösung einer Sammlung Österreich und der Nachlass-Sammlung "Walther", hinzu kamen Spitzenbelege aus Italien. Ein seltener Brief der Polarfahrt 1931 ab Wien wurde von 800 Euro auf 3.200 Euro gesteigert (Los 3882). Ein Einschreiben-Brief der Italienfahrt 1933 und der 2. Südamerikafahrt 1933 erzielte 4.200 Euro (Ausruf 2.500 Euro, Los 3780).

Für weitere Highlights sorgten die Gebiete der Deutschen Kolonien. Spannende Bietergefechte zwischen Saal- und Online-Bietern führten zu enormen Preissteigerungen. Mit den Kiautschou Markenausgaben im senkrechten Paar wurde eine der größten Raritäten der gesamten Deutschen Kolonialphilatelie angeboten. Das Spitzenstück erzielte den Top-Zuschlag von 41.000 Euro (Ausruf: 30.000 Euro, Los 5999). Einzelne Lose erreichten den 5- bis 10-fachen Wert des Schätzpreises. Ein Prachtsatz Britische Besetzung Deutsch-Neuguineas erhielt bei 11.000 Euro den Zuschlag (Ausruf: 5.000 Euro, Los 5933). Ein Einzelstück derselben Ausgabe mit doppeltem Aufdruck auf einem besonders schönen Briefstück trieb die Gebote von 750 Euro bis auf 8.500 Euro (Los 5938). Für 13.000 Euro sicherte sich ein Bieter eine seltene Marke der Marshall-Inseln (Ausruf: 3.000 Euro, Los 6040).

Weitere gute Ergebnisse gab es im Bereich China, hier erhielt der Schauspielblock "Mei Lan-Fang" für 9.000 Euro den Zuschlag (Ausruf: 8.000 Euro, Los 4542). Canadas Kopfsteher "St. Lawrence Seeweg" wurde für 4.800 Euro verkauft (Ausruf: 3.500 Euro, Los 4525). Ein ungezähnter Probedruck aus Lettland der 1 R Drachentöter brachte 1.200 Euro (Ausruf: 750 Euro, Los 4768). Schöne Ergebnisse waren auch bei Altdeutschland zu verzeichnen. Ein Hannover-Brief ZEVEN mit Viererstreifen der Nr. 2 wurde von 1.300 Euro auf 2.100 Euro gesteigert. Eine Besonderheit aus der Inflationszeit stellt ein Oberrand-Viererblock 800 Tausend auf 500 Mk dar, der in gestempelter Luxuserhaltung für 3.500 Euro an einen neuen Besitzer ging (Ausruf: 3.000 Euro, Los 5482). Bei den Feldpostmarken wurde die Kuban Päckchenmarke Type I für 2.200 Euro versteigert (Ausruf: 1.500 Euro, Los 6523). Ein postfrischer Fehldruck des Olympiablocks München 1972 wurde für 1.800 Euro zugeschlagen (Ausruf: 1.000 Euro, Los 1.800 Euro).

Alle Ergebnisse der Auktion sind auf www.felzmann.de einsehbar. Unverkaufte Lose der 151. Auktion können ab sofort mit einem Nachlass von 10 Prozent - mit Ausnahme der limitierten Lose - im Nachverkauf erstanden werden. Die Besichtigung von unverkauften Losen ist ausschließlich am Nachverkaufstag, dem 27. März 2015 im Düsseldorfer Auktionshaus möglich.

Vorausschau: 54. Hadersbeck-Auktion vom 15.-17. April 2015

wm 5.800 Lose verschiedenster Sammelgebiete warten bei dieser Auktion auf interessierte Käufer. Dabei sind u.a. seltene als R-Brief gelaufene FDC (z.B. MiNr. 534/45), Chinas Schauspieler-Block 8, gute und seltene Ausgaben von Grönland, den Niederlanden, natürlich vom Deutschen Reich (u. a. mit einer Elbinger Postfälschung), den Kolonien, Oberschlesien (mit einer Neuentdeckung eines Germania-Zusammendrucks, MiNr. S3 oder W5), großer Innendienst von Danzig und vieles andere mehr. Die Versteigerung bietet zudem ein reichhaltiges Angebot an Münzen, Medaillen, Orden und Ehrenzeichen und last but not least rund 1 700 Positionen an Sammlungen, Nachlässen, Händlerposten, Briefe, Ansichtskarten und Autografen. Kontakt: Hadersbeck Auktionen, Erich-Steinfurth-Straße 8, 10243 Berlin, Telefon: (030) 29 49 13 90, Telefax: (030) 29 49 13 91, eMail: info@hadersbeck-auktionen.com

Internet: hadersbeck-auktionen.com

Heinrich Köhler Frühjahrsauktion vom 24. bis 28. März 2015 präsentiert eine "philatelistische Weltreise" der Extraklasse

wm (Wiesbaden) Die letzte März-Woche steht auch in diesem Jahr wieder ganz im Zeichen der Heinrich Köhler Frühjahrsauktion, die vom 24. bis 28. März 2015 in Wiesbaden stattfinden wird. Mit einer beeindruckenden Bandbreite weltweiter Philatelie und Postgeschichte präsentieren im Vorfeld gleich vier Sonderkataloge sowie der Hauptkatalog inklusive zwei Sonderteilen eine erlesene Auswahl an wertvollen Briefmarken, seltenen Belegen und hochwertigen Sammlungen.

Die Reise startet am 24. März mit Estland sowie dem benachbarten Lettland mit der Versteigerung der einzigartigen Kollektionen des bekannten Philatelisten Harry von Hofmann. Zu den Spitzenstücken beider Sammlungen gehören Briefe aus der Zeit der kurzen schwedischen Posthoheit Anfang des 18. Jahrhunderts. Insbesondere in Lettland sieht man Stücke aus allen Perioden der bewegenden Geschichte dieses Landes bis in die neueste Zeit hinein.

Weiter geht das Abenteuer in Persien mit der herausragenden Sammlung von Tony Zonneveld, die mehr als 300 Stopps (Lose) bereithält. Zu den Highlights gehören unter anderem zahlreiche einmalige Stücke der Zensurpost des Landes. Die Reise wird dann vorwiegend mit dem Zeppelin fortgesetzt, präsentiert durch die Sammlung 2Hardtwald - Zeppelin Alle Welt und Zuleitungspost" mit wohl einmaligen Kostbarkeiten der "Zuleitungspost Luxemburg", die im Laufe von mehreren Jahrzehnten zusammengetragen wurden!

Ein Zwischenstopp in Samoa, wo die fantastische Sammlung Volker Adlers präsentiert wird, hält für die Liebhaber dieses Gebietes ein Angebot bereit, das es seit Jahren auf Auktionen nicht mehr gegeben hat! Über 400 Lose mit etlichen Höhepunkten aus der Britischen, Amerikanischen, Neuseeländischen und Deutschen Zeit werden garantiert für Begeisterung sorgen.

Zurück in Deutschland erwartet die Reisenden ein philatelistischer Streifzug durch die Geschichte unseres Landes, mit hochwertigen Stücken aus allen Perioden. Das Deutsche Reich zeigt uns die Auflösung einer hochwertigen Germania-Sammlung sowie Ausnahmestücke einer Infla-Spezialsammlung der Marke zu 50 Milliarden Mark. Ein Blockpaar Olympische Spiele ungezähnt mit unterschiedlichen Sonderstempeln ist der Höhepunkt des Dritten Reiches! Nachkriegsdeutschland wartet mit einem wertvollen Spezialangebot "Französische Zone" auf. Das Sammelgebiet "Saar" präsentiert unter anderem einen höchst selten einmal angeboten Urdrucksatz in gestempelter Erhaltung.

Für den Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss unserer Weltreise bleiben wir am Samstag in (Alt-) Deutschland. Ein erlesenes Angebot werthaltiger Einzellose und Sammlungen inklusive der Auflösung der Sammlungen "Lübeck, Mecklenburg, Oldenburg und Preussen" von Dr. Hanns-Georg Friedrich führt zum Endpunkt der Reise, der Versteigerung der Sammlung "Thurn- und Taxis - Auslandsdestinationen von Dr. Leo Wojnke".

Reiselustige sind jederzeit eingeladen, die Kataloge zu diesem "philatelistischen Abenteuer" in Wiesbaden anzufordern. Ausführliche Informationen, zahlreiche Bilder der Reise-Highlights und vieles mehr finden Interessenten auch im Internet unter www.heinrich-koehler.de

Weitere Informationen zur Auktion und allen Losen bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de, Internet: www.heinrich-koehler.de

Vorbericht zur 350. Schwanke-Auktion, Hamburg 16.-18.April 2015

wm (Hamburg) In einem Sonderkatalog zur Jubiläumsauktion stellt das Haus mehrere besondere Sammlungen vor. In der Kollektion von Horst Schafmeyer "Deutsche Kolonien", aufgeteilt in ca. 350 Positionen, ist so ziemlich alles vorhanden, was die deutsche Kolonialphilatelie an Michel-Nummern zu bieten hat, von den Vorläufern über die Hauptnummern bis hin zu den Ausgaben der britischen und französischen Besetzungszeit. Besondere und seltene Entwertungen bietet die Sammlung ebenso wie viele Briefe, Karten Ansichtskarten, Feldpost, Marine-Schiffspost und auch Kuriositäten. Vieles wird in "Rest"-Sammlungen oder kleinen Posten zum Angebot gelangen. Hier bieten sich viele Chancen, um eventuell mit einem mehr als schönem Grundstock einmal ein ganz neues Gebiet zu beginnen.

Die "Rumänien"-Sammlung von Robert Denndorf, Hamburg schließt sich an. Die rund 150 Positionen enthalten zunächst einmal einige Raritäten der prominenten Erstausgaben. Es folgen einige Lose mit Bogen oder Bogenteilen sowie viele Briefe der ersten Ausgaben "Fürstentum Rumänien" sowie natürlich der Kopfausgaben. An die Markenklassik schließen reizvolle Sammlungsteile aus dem Zeitraum von 1900 bis ca. 1950 an. Der Schwerpunkt liegt hier stets auf postgeschichtlichen Aspekten, d.h., in der (ehemaligen Ausstellungs- )Sammlung wurden sämtliche Serien mit einer Vielzahl von Briefen, Karten und FDCs unterlegt, die man in dieser Fülle eigentlich nie sieht. Auch Abarten und viele ungezähnte Stücke mit teils nur Miniauflagen von 200-300 Stück sind vorhanden. "Back of the book" - Ausgaben wie z.B. die Lokalausgaben (z.B. "Hohe Rinne" oder "Oradea"), Auslandspost, Besetzungsgebiete, Österreichische Militärfeldpost usw. dürfen natürlich ebenso wenig fehlen wie zum Schluss etwas Literatur zum Thema Rumänien.

Die Sammlung "Bauer, Berlin-Köpenick" ist eine bekannte Spezialsammlung des Bezirkes "36" der SBZ-Bezirkshandstempel-Überdrucke. Von "Angermünde" bis "Zehdenick" ist praktisch jeder auch noch so kleine Ort vertreten, in dem Handstempelaufdrucke am Postschalter verausgabt wurden. Darunter sind einige Seltenheiten, von denen jeweils nur wenige Exemplare bekannt geworden sind. Es gibt auch viele Briefe oder Ganzsachen, die teils in kleineren Lots angeboten werden; ein großer Marken(rest-)bestand, nach Orten gegliedert, diente als Forschungsgrundlage und wird geschlossen zum Ausruf gebracht. Diverses Referenzmaterial rundet das Angebot ab.

"Benefiz für Bücher" oder "Best bids for books" unter diesem Motto findet eine kleine Benefiz-Auktion zur Rettung der Philatelistischen Bibliothek Hamburg e.V. statt. Das Angebot umfasst insgesamt 76 Auktionslose und enthält neben kleinen Lots und Posten auch viele feine Einzelstücke. Ein absolutes Highlight ist ein Moens´scher Probeabzug der Marken von BERGEDORF. Wie alle Positionen dieser kleinen Benefizauktion wird auch dieses Stück "gegen Gebot" ausgerufen.

Schwanke wird zur 350. Auktion zwei gedruckte Kataloge veröffentlichen. Der Hauptkatalog enthält wie immer die ganze Palette internationaler und deutscher Philatelie sowie eine große Zahl von Sammlungen, Doubletten- und Händlerposten, Münzen, Banknoten - diesmal auch einige alte Uhren ! - und komplett angebotenen Nachlässen aus Sammlerhand.

Kontakt: Schwanke GmbH, Kleine Reichenstraße 1, 20457 Hamburg, Telefon: (040) 33 71 57, Fax: (040) 33 13 30, E-Mail: info@schwanke-auktionen.de

schwanke-auktionen.de

Fußball-WM-Autogrammkarte von 1955 für 1.500 Euro Ausruf!

wm Prof. Dr. Reinhard Krüger hatte unlängst in einem mehrteiligen Artikel zur "Fußballdiplomatie zwischen der BRD und der UdSSR 1955" in der Zeitschrift "philatelie" (siehe Nr. 449-451) eine Grußkarte des WM-Fußball-Teams von 1954 vorgestellt, nun ist eine ähnliche Karte, allerdings an eine andere Adresse gerichtet, "Prunkstück" der 207. Briefmarken-Versteigerung des Hauses Karl Pfankuch in Braunschweig, wo sie am Donnerstag, den 26. März 2015 unter den Hammer kommt. In der Beschreibung heißt es: "Mit den Originalunterschriften fast aller Spieler der deutschen Nationalmannschaft, die 1954 in Bern Weltmeister wurde ...seltenes zeitgeschichtliches Dokument und vermutlich Unikat, die starken Bedarfsspuren spielen daher eine untergeordnete Rolle." Die Luftpostkarte aus Moskau ist an ein Waisenhaus in Fürth/Bayern gerichtet, in dem Karl Mai als Kriegswaise aufgewachsen war.

Zweifelsohne für Fußball-Thematiksammler ein besonderes Stück, das man nicht alle Tage zu sehen bekommt. Originalsignaturen auf postalisch beförderten Belegen erhalten seit geraumer Zeit stärkere Nachfrage bei Philatelisten, zumal dann, wenn sie im Sinne der "social philately" eingebunden in einen interessanten politischen Zeitkontext sind. Wie in diesem Fall, als die deutsche Nationalmannschaft gegen die damalige Mannschaft der Sowjetunion in Moskau spielte.

151. Felzmann-Auktion:
Einmalige Einheit der deutschen Besetzungsausgaben 1939-1945

Das Auktionshaus Felzmann hat für die Frühjahrsauktion vom 12. bis 14. März 2015 einmal mehr ein hochwertiges Angebot aus allen Bereichen der Philatelie zusammengestellt. An drei Tagen kommen über 3800 Einzellose und über 1100 Sammlungen bei Auktionator Ulrich Felzmann unter den Hammer. Das massive Flug- und Zeppelinpost-Angebot wird in einem eigenen Sonderkatalog präsentiert und stellt neben der Sammlungsauktion am Auktionssamstag und hochkarätigen Einzellosen eines der Highlights der spannenden Auktionswoche in Düsseldorf dar. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den deutschen Besetzungsausgaben für die Ukraine im Zweiten Weltkrieg.

Seit Jahrzehnten nicht auf dem Markt gewesen

Nach dem Überfall auf die Sowjetunion besetzten deutsche und rumänische Truppen ab Juli 1941 nach und nach das Gebiet der Ukraine. Die unter deutschem Einfluss stehenden Teile wurden im Reichskommissariat Ukraine zusammengefasst. In einigen Bereichen kam es zur Einsetzung von Zivilverwaltungen und in deren Gefolge auch zur Einrichtung eines lokalen Postwesens. Ab 14. November 1941 kamen Freimarken des Deutschen Reiches mit dem Aufdruck "Ukraine" in Umlauf.

Nachdem sich der Kriegsverlauf wendete und sich die deutschen Truppen immer weiter zurückziehen mussten, übernahmen die noch tätigen Gebietskommissare die Postverbindung zur deutschen Dienstpost. Dafür wurde eine Sondergebühr erhoben, die mit Marken abzugelten war. Insbesondere in der Nord-Ukraine wurden mehrere Hilfspostmarken aufgelegt, u.a. für das Gebietskommissariat Gorochow, das zuletzt die Gebiete Berestetschko, Gorochow, Lokatschi und Osjutitschi umfasste.

Die Ausgabe für Gorochow, die im März 1944 ausgegeben wurde, nimmt eine Sonderstellung unter den Besetzungsausgaben der Ukraine ein - nicht nur wegen des Preises. Die Marke, die einen Umriss des Gebietskommissariats Gorochow zeigt, wurde vorder- und rückseitig, waagerecht und senkrecht sowie gegeneinander kopfstehend im Markenbogen gedruckt. Beide Seiten zusammen ergaben einen "vollständigen" Bogen, der keine Gummierung erhielt. Mit 200 Stück war die Auflage extrem klein. 192 davon erhielten eine Zähnung (MiNr. 16 A), lediglich acht Stück der Gesamtauflage blieben ungezähnt (MiNr. 16 B).

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen kann man am besten ermessen, dass Viererblocks - bestehend aus zwei Kehrdruckpaaren - zu den größten Seltenheiten der deutschen Besetzungsausgaben im Zweiten Weltkrieg gehören müssen. Im Falle des bei Felzmann angebotenen ungezähnten Viererblocks kann man sogar zweifelsfrei von einem Unikat sprechen, denn vor langer Zeit war am Markt eine einzelne ungezähnte Marke aufgetaucht, so dass es nur einen Viererblock geben kann. Er ist angesichts des hochgerechneten Katalogwertes in Höhe von etwa 400.000 Euro eher moderat mit 60.000 Euro taxiert. Die gezähnte Variante liegt ebenfalls als Viererblock vor, entwertet mit dem violetten Dienstsiegel "Der Gebietskommissar in Gorochow 1". BPP-Verbandsprüfer Walter Zirath schreibt in seinem Fotoattest vom 9. Februar 2015, dass nur wenige echt gestempelte Marken existieren. "Es handelt sich um den einzigen bekannten gestempelten Viererblock." Der Startpreis beträgt 15.000 Euro. Das Trio wird komplettiert durch einen ungebrauchten, gezähnten Viererblock, der mit 6000 Euro ins Rennen geht.

Die Gorochow-Viererblocks stammen aus der Sammlung "Rudolf", die ein versierter Philatelist aus Süddeutschland in Jahrzehnten aufgebaut hat. Er starb letztes Jahr im Alter von 93 Jahren. Der Kenner der deutschen Sammelgebiete mit einem Faible für deutsche Kolonialmarken, die Besetzungsausgaben des Zweiten Weltkriegs und die Lokalausgaben 1945/46 hatte seine aktivste Zeit von den 1960er bis 1980er Jahren. Später musste er sich aus gesundheitlichen Gründen einschränken; in den letzten 15 Jahren lag die Kollektion unberührt im Tresor. Die Marken und Belege sind weit überwiegend kompetent geprüft und wurden durchweg bei renommierten Auktionshäusern und Händlern erworben. So befanden sich die Gorochow-Viererblocks noch in Pergamenttüten des bekannten Briefmarkenhauses Dr. Heinrich Wittmann in München, dort erworben wahrscheinlich Mitte der 1970er Jahre. Wer den MICHEL-Deutschland-Spezial-Katalog zur Hand nimmt, wird schon bei den Gorochow-Viererblocks feststellen, dass die Preisansätze eher zurückhaltend sind (25-30% MICHEL).

Das gilt auch für die anderen Stücke aus der Sammlung "Rudolf", aus der noch über 60 weitere Lose mit Besetzungsausgaben - Schwerpunkt Ukraine - stammen. Ein weiteres Spitzenstück ist die Alexanderstadt 1,50 Rbl Handstempel Type III auf der postfrischen Marke "5 K Bergmann" (MiNr. 3). Bisher sind nur sechs Exemplare bekannt, somit gehört das Stück zu einer der größten Seltenheiten der deutschen Besetzungsausgaben. Die Toprarität wird mit 9000 Euro ausgerufen. Mit 8000 Euro angesetzt ist die Alexanderstadt MiNr. 16 mit sauberem Stempel vom 25. März 1942. Von den Lokalausgaben Moiseküll in Estland ist der komplette Satz Handstempel-Aufdrucke "VABA EESTI" (MiNrn. 1-7) auf Blanko-Umschlag mit Stempel "MOISAKÜLA 12 VIII 41 EESTI" vorhanden (ebenfalls 8000 Euro). Einen Startpreis von 7500 Euro hat der komplette Satz Festung Lorient (Frankreich) MiNrn. 1-14 in postfrischer Erhaltung.

Ein reichhaltiges Angebot von einigen Dutzend Losen findet sich auch von den Ausgaben für Böhmen und Mähren sowie dem Sudetenland.

Hervorragend besetzt ist außerdem die deutsche Kolonialphilatelie, wo eine der größten Raritäten dieses Sammelabschnitts unter den Hammer kommt: Die 10 Pfennig Kiautschou im senkrechten Paar mit dem Ergänzungs-Handstempel "5" in tadellos erhaltenem Zusammendruck, farbfrisch und gut gezähnt, die untere Marke sogar postfrisch. Die spektakuläre Einheit (MiNrn. 2+3 SZd) hat einen Ausruf von 30.000 Euro. Ein ähnliches ungebrauchtes Zusammendruck-Paar (MiNrn. 2+4 SZd) mit Unterrand wird für 12.000 Euro angeboten. Ungewöhnlich breit angelegt sind die Ausgaben der französischen bzw. britischen Besetzung Togos, Deutsch-Ostafrikas, Samoas, Kameruns, der Marshall-Inseln und Deutsch-Neuguineas. Mit jeweils 2100 Euro starten die Togo (Französische Besetzung) MiNr. 12 und 13 auf Kabinett-Briefstück. Selten offeriert wird auch die Togo MiNr. 8 I, hier auf einem kleinen Luxus-Briefstück (3000 Euro). Ebenfalls mindestens 3000 Euro soll die Marshall-Inseln (Britische Besetzung) MiNr. 12 II ungebraucht bringen. Die MiNr. 13 I ungebraucht ist mit 2400 Euro genauso taxiert wie die MiNrn. 10 I und 11 ungebraucht von Samoa (Britische Besetzung) als ein Los. 5000 Euro werden für das äußerst rare Satzangebot Deutsch-Neuguinea (Britische Besetzung) MiNrn. 1-15 ungebraucht verlangt. Der Gesamtausruf der Sammlung "Rudolf" (Einzel- und Sammellose) bewegt sich bei einer Viertel Million Euro.

Ein weiterer Schwerpunkt der Auktion liegt auf dem Boom-Gebiet China, das u.a. mit einem postfrischen Schauspielblock "Mei Lan-Fang" aufwartet (8000 Euro). Eher klassisch orientierte Liebhaber finden bei Alt-Schweiz ein kleines und feines Angebot früher Chargé-Briefe, darunter ein traumhaft schöner Beleg mit farbfrischer, im Paar geklebter 5 Rp Rayon I (4000 Euro).

Der Online-Katalog mit allen Losen und Fotos der 151. Auktion ist auf der Homepage www.felzmann.de abrufbar. Die Münzauktion findet am 10. und 11. März 2015 statt.

Internet: www.felzmann.de

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359. Heinrich-Köhler-Auktion: Eine Weltreise mit der Philatelie!

Weltumspannende Philatelie bietet die Frühjahrsversteigerung bei dem Traditionshaus Heinrich Köhler, die vom 24. bis 28. März 2015 durchgeführt wird. Vier Sonderkataloge, zwei Sonderteile im Hauptkatalog und Deutschland vom Feinsten versprechen eine heiße Woche in Wiesbaden!

Ein Höhepunkt ist die Postgeschichte Samoas

Die Reise geht los am 24. März im Baltikum mit Harry von Hofmanns Kollektion über die Postgeschichte von Estland und Lettland. Die Spitzenstücke beider Sammlungen sind Briefe aus der kurzen schwedischen Postzeit von Anfang des 18. Jahrhunderts. Insbesondere in Lettland legt man großen Wert auf Stücke aus allen Perioden der bewegenden Geschichte dieses Landes bis in die neueste Zeit hinein.

Weiter geht die Reise in Tony Zonnevelds Persien mit mehr als 300 Losen, wobei das besondere Augenmerk der Zensurpost gilt, wo einmalige Stücke auf neue Liebhaber warten. Der Tripp durch die Philatelie geht vorwiegend mit dem Zeppelin voran, repräsentiert durch die Sammlung "Hardtwald - Zeppelin Alle Welt und Zuleitungspost" mit wohl einmaligen Kostbarkeiten der Zuleitungspost Luxemburgs. Die Belege wurden im Laufe von mehreren Jahrzehnten zusammengetragen.

Ein Zwischenstopp führt ins Südsee-Paradies Samoa. Das phantastische Objekt von Volker Adler beinhaltet postgeschichtliche Höhepunkte aus der britischen, amerikanischen, neuseeländischen und deutschen Zeit ab 1840. Mit über 400 Losen steht für die Liebhaber dieses Gebietes ein Angebot bereit, das es seit Jahren auf Auktionen nicht mehr gegeben hat.

Zurück in Deutschland geht die Reise durch alle Epochen, begleitet von außergewöhnlichen Stücken. Das Deutsche Reich zeigt die Auflösung einer hochwertigen Germania-Sammlung und Ausnahmestücke einer Spezialsammlung der Marke zu 50 Milliarden Mark. Ein Blockpaar zu den Olympischen Spielen 1936 ungezähnt mit unterschiedlichen Sonderstempeln ist der Höhepunkt des Dritten Reiches. Nachkriegsdeutschland wartet mit einem Spezialangebot der Französischen Zone auf. Die Saar begeistert mit einem Urdrucksatz in gestempelter Erhaltung - in dieser Erhaltung wird er nur ganz selten einmal offeriert.

In Deutschland endet die philatelistische Weltreise mit erlesenen Stücken. Sie stammen unter anderem aus der Detaillierung der Sammlung "Lübeck, Mecklenburg, Oldenburg und Preußen" von Dr. Hanns-Georg Friedrich und der Kollektion von Dr. Leo Wojnke mit Auslandsfrankaturen von Thurn und Taxis.

Die "Reisekataloge" können im Internet eingesehen oder beim Auktionshaus Heinrich Köhler bestellt werden.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Spezial-Angebot mit Bogenrandsignaturen

Mainz Standardausgaben und viele Seltenheiten von Deutschland, Europa und Übersee verspricht die 167. Loth-Auktion, die am 20. und 21. März durchgeführt wird. Bei Deutschland gibt es nicht nur gesuchte Stücke wie zum Beispiel den Lübeck-Fehldruck gestempelt oder die MiNr. 87 II d U des Deutschen Reiches, sondern auch ein interessantes modernes Angebot mit Formnummern, Druckerzeichen und Hausauftragsnummern.

Im Blickpunkt steht außerdem die Auflösung zweier Spezial-Sammlungen: Sonderstempel des Deutschen Reiches 1880-1915 mit R-Zettel-Besonderheiten und Russland Kaiserreich mit zahlreichen Belegen.

Ein umfangreicher Sammlungsteil mit vielen hochwertigen, gehaltvollen und teils unberührten Objekten und Nachlässen sowie Literatur, Zubehör und Münzen (u.a. von China, Deutschem Kaiserreich und Weimar) bildet den Abschluss der zweitägigen Veranstaltung.

Internet: www.lothauktionen.de

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Schleswig-Holstein-Perle

Bonn Ein umfangreiches Angebot von über 9000 Losen mit zahlreichen kleinen und großen Besonderheiten der weltweiten Philatelie steht auf der 142. Auktion der Firma Dr. Reinhard Fischer am 6. und 7. März 2015 zum Verkauf.

Ins Auge fallen einige Stücke, die das Auktionshaus auf dem Katalogtitel präsentiert, dabei u. a. Schleswig-Holstein mit einer seltenen Einzelfrankatur der MiNr. 2 a auf Beleg mit handschriftlicher Aufgabe. Der vermutlich schönste bekannte Beleg dieser seltenen Marke zierte einst die herausragende Sammlung von Jakob Engel.

Wieder einmal im Fokus stehen auch die Ausgaben der Deutschen Kolonien und Auslandspostämter, dieses Mal unter anderem mit einem sehr schönen und einwandfreiem Exemplar des sog. "Tsingtau-Provisoriums" von Kiautschou mit seltener Abart "Doppelter Aufdruck der neuen Wertstufe 5 Pfg". Hervorzuheben ist auch eine moderne Nachkriegsrarität, eine Einzelfrankatur der 5 Mark Schwarzaufdruck als Ersttagsbrief. Dieser seltene Beleg ist die einzige derzeit bekannte Einzelfrankatur als Ersttagsverwendung. Er wurde 2011 für 15 500 Euro zugeschlagen und ist im Michel-Deutschland-Spezial 2014 (Band 2) abgebildet. Das seltene Exemplar startet mit einem zurückhaltendem Ausruf von 10.000 Euro die Suche nach einem Liebhaber.

Aufgelöst wird eine postfrische Sammlung der Altdeutschen Staaten mit zahlreichen seltenen Stücken. In dieser Erhaltung werden selbst Marken mit einem Katalogwert zwischen 80 und 100 Euro selten angeboten. Besonders stark sind Bayern und Württemberg. Die Auflösung einer Bogensammlung Helgoland ist ebenso interessant wie Deutsches Reich mit zahlreichen Typen, Farben und Besonderheiten. Unter den Ausgaben des Deutschen Reiches fallen u. a. eine einwandfreie 2 Kr. großer Schild (800 Euro) mit neuem Fotoattest Krug BPP, aber auch ein postfrischer Iposta-Block ohne jegliche Signaturen (500 Euro) mit Fotoattest Schlegel BPP auf. Ein umfangreiches Angebot der Markenheftchen und Zusammendrucke ergänzt das Programm. Eine Auswahl gesuchter Zeppelinbelege und zahlreicher zeithistorischer Propaganda-Karten dieser Zeit ist mit über 200 Losen vertreten.

Wieder einmal ist es dem Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer vergönnt, eine Sammlung "Sudetenland" aufzulösen. Zahlreiche Lose wurden vom Spezialisten Robert Brunel VP geprüft und werden mit aktuellen Attesten und Befunden angeboten. Dabei sind u. a. zwei Unikate und einige Raritäten, z.B. Karlsbad mit MiNr. 8 im senkrechten Paar. Die obere Marke weist einen senkrecht liegendem Aufdruck auf. Die Einheit präsentiert sich in ungebrauchter Erhaltung - zurzeit das einzige bekannte Exemplar dieser Besonderheit. Nicht weniger selten ist eine MiNr. 17 mit anhängendem Leerfeld und liegendem Aufdruck - in dieser Form einziges ungebrauchtes Exemplar, insgesamt sind nur vier Exemplare bekannt. Eine weitere Rarität ist die Reichenberg MiNr 16 b in postfrischer Erhaltung, mit einer Auflage von nur zehn Stück sicherlich eine der begehrtesten Marken dieses populären Gebietes. Ebenso umfangreich und hochwertig sind andere Besetzungsausgaben des Zweiten Weltkrieges, u. a. Legionsmarken mit Dänemark - Schalburg-Marken im senkrechten postfrischen Paar in tadelloser Erhaltung (1200 Euro). Besonders umfangreich sind die Propagandafälschungen im Zweiten Weltkrieg mit 50 Losen, überwiegend mit Fotoattesten/Fotobefunden des Experten Pieles BPP.

In außergewöhnlicher Reichhaltigkeit zeigen sich die deutschen Nachkriegsausgaben, die zahlreiche Raritäten und Besonderheiten sowie gesuchte Standard-Werte und Sätze enthalten. Mit dabei sind u. a. sehr seltene Lokalausgaben sowie SBZ mit zahlreichen Farbvarianten, Block-Seltenheiten und Zusammendrucken. Unter Bund darf ein postfrischer Posthornsatz in makelloser Qualität mit Fotoattest A. Schlegel BPP nicht fehlen, der mit einem günstigen Schätzwert von 650 Euro startet.

Europa und Übersee sind breit vertreten. Hier fallen starke Angebote der Gebiete Schweiz, Österreich und Liechtenstein ins Auge, ergänzt um seltene Werte anderer Staaten.

Ein weiteres Highlight ist die Benefiz-Auktion zugunsten der Philatelistischen Bibliothek in Hamburg. Nachdem die Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte kurzfristig die Zuschüsse gestrichen hat, ist die Einrichtung von der Existenz bedroht. Etwa 80 Lose von verschiedenen Einlieferern werden für den guten Zweck versteigert.

Die Auswahl reicht von Altdeutschland bis hin zu Motivsammlungen. Eine weitere Veranstaltung dieser Art führt das Auktionshaus in der 143. Versteigerung im Mai 2015 durch; eine Einlieferung ist noch bis zum 1. April 2015 möglich.

Den Abschluss der Versteigerung markiert ein umfangreiches Sammlungsangebot mit etwa 1500 Positionen. Es kommt zur Auflösung fünf großer Nachlässe, deren Sammlungen länderweise angeboten werden. Darüber hinaus stehen zahlreiche hochwertige Ländersammlungen Europa und Deutschland zum Verkauf. In der Nachlass-Abteilung reicht die Spanne vom kleinen Karton für 100 Euro bis hin zum hochwertig besetzten Nachlass mit einem Startpreis von 3500 Euro.

Internet: www.ReinhardFischerAuktionen.de

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Ulrich Felzmann 50 Jahre BDPh-Mitglied

wm (pve/wh) Seit 50 Jahren gehört Ulrich Felzmann zum BSV Bergedorf. Der Vorsitzende des MV Norddeutschland, Prof. Dr. Martienß, ließ es sich nicht nehmen, dem erfolgreichen Auktionator mit Nadel und Urkunde zu diesem Jubiläum zu gratulieren. Mit unter den Gratulanten in der Hauptversammlung des Vereins: Theodor-Herbert Kroog, ehemaliges Vorstandmitglied des BDPh. Ulrich Felzmann war aus der dem Verein angeschlossenen DPhJ-Gruppe, der er sich nach der Jubiläums-Ausstellung "100 Jahre Bergedorfer Briefmarken" angeschlossen hatte, in den Seniorenverein übergetreten. Nach seiner Ausbildung als Bankkaufmann trat er 1969 in das Auktionshaus seines Onkels in Düsseldorf ein, startete 1976 die erste Auktion in eigenem Namen. Als Logo der jungen Firma wählte er die 4-Schilling-Marke seiner Heimatstadt Bergedorf. Darum hatte sich sein Verein ein besonderes Jubiläums-Präsent ausgedacht: Ein Glasbild dieser Marke, angefertigt in der renommierten Bergedorfer Glaskunst-Werkstatt Adolf Hempel.

Vorbericht 142. Auktion Dr. Reinhard Fischer in Bonn am 6.-7. März 2015

wm Ein umfangreiches Angebot von über 9.000 Losen mit zahlreichen kleinen und großen Besonderheiten der weltweiten Philatelie steht zur Auswahl. Innerhalb dieser Auktion veranstaltet das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer eine Benefiz-Auktion zugunsten der philatelistischen Bibliothek Hamburg e. V..

Die Auswahl reicht von gesuchten Standard-Ausgaben bis hin zu großen Seltenheiten, die teilweise Unikate darstellen. Ins Auge fallen einige Stücke, die das Auktionshaus auf dem Katalogtitel präsentiert, dabei u. a. Schleswig-Holstein mit einer seltenen Einzelfrankatur der Mi.-Nr. 2a auf Beleg mit hds. Aufgabe, vermutlich der schönste bekannte Beleg dieser seltenen Marke, einst zierte dieses Stück die herausragende Sammlung von Jakob Engel. Wieder einmal im Fokus stehen auch die Ausgaben der deutschen Kolonien und Auslandspostämter, die das Auktionshaus umfangreich anbietet. Dieses Mal unter anderem mit einem sehr schönen und einwandfreiem Exemplar des sog. Tsingtau-Provisoriums von Kiautschou mit seltener Abart "doppelter Aufdruck der neuen Wertstufe 5 Pfg", vermutlich handelt es sich um eines der schönsten Exemplare dieser Marke. Ebenso eine moderne Nachkriegsrarität ist eine Einzelfrankatur der 5-Mark-Schwarzaufdruck als Ersttagsbrief, dieser seltene Beleg ist die einzige derzeit bekannte Einzelfrankatur als Ersttagsverwendung, der rare Umschlag wurde 2011 für 15 500 Euro zugeschlagen und ist im Michel-Deutschland Spezial 2014 Band 2 abgebildet, das seltene Exemplar startet mit einem zurückhaltendem Ausruf von 10.000 Euro die Suche nach einem Liebhaber.

Aber auch andere kleine und große Raritäten stehen diesen hochkarätigen Stücken in nichts nach. So wird unter anderem eine postfrische Sammlung der Altdeutschen Staaten mit zahlreichen seltenen Stücken aufgelöst, postfrische Stücke dieser Gebiete auch im Katalogwert zwischen 80-100 Euro werden selten angeboten, viele interessante Stücke warten auf neue Besitzer. Dabei u. a. zahlreiche Lose von Bayern und Württemberg. Die Auflösung einer Bogensammlung Helgoland ist ebenso interessant wie das Angebot Deutsches Reich mit zahlreichen Typen, Farben und Besonderheiten. Unter den Ausgaben des Deutschen Reiches fallen u. a. eine einwandfreie 2 Kr. großer Schild (800 Euro) mit neuem Fotoattest Krug BPP, aber auch ein postfrischer Iposta-Block ohne jegliche Signaturen (500 Euro) mit Fotoattest Schlegel BPP auf. Ein umfangreiches Angebot der Markenheftchen und Zusammendrucke ergänzt das interessante Angebot und bietet zahlreiche Möglichkeiten. Eine Auswahl gesuchter Zeppelinbelege und zahlreicher zeithistorischer Propaganda-Karten dieser Zeit ist mit über 200 Losen vertreten.

Wieder einmal ist es dem Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer vergönnt, eine Sammlung "Sudetenland" aufzulösen, zahlreiche der angebotenen Lose wurden vom Spezialisten Robert Brunel VP geprüft und werden mit aktuellen Attesten und Befunden angeboten. Dabei u. a. zwei Unikate und einige Raritäten, z. B. Karlsbad mit Mi.-Nr. 8 im senkr. Paar, bei diesem die obere Marke mit senkrecht liegendem Aufdruck, die Einheit präsentiert sich in ungebrauchter Erhaltung - zur Zeit das einzige bekannte Exemplar dieser Besonderheit, nicht weniger selten eine Mi.-Nr. 17 mit anhängendem Leerfeld und liegendem Aufdruck - in dieser Form einziges ungebrauchtes Exemplar, insgesamt sind nur vier Exemplare bekannt. Eine weitere Rarität ist die Reichenberg Mi.-Nr 16b in postfrischer Erhaltung, mit einer Auflage von nur 10 Stück sicherlich eine der begehrtesten Marken dieses populären Gebietes. Ebenso umfangreich und hochwertig ist das Angebot anderer Ausgaben "Deutsche Besetzung im 2. Weltkrieg". Besonders umfangreich das Angebot Propagandafälschungen im II. Weltkrieg mit 50 Losen, überwiegend mit Fotoattesten/Fotobefunden des Experten Pieles BPP.

Das Angebot der deutschen Nachkriegsausgaben bietet in außergewöhnlicher Reichhaltigkeit zahlreiche Raritäten und Besonderheiten sowie gesuchte Standard-Werte und Sätze. Dabei u. a. sehr seltene Lokalausgaben, SBZ mit zahlreichen Farbvarianten, Block-Seltenheiten und Zusammendrucken. Unter den Ausgaben der Bundesrepublik Deutschland darf ein postfrischer Posthornsatz in makelloser Qualität mit Fotoattest A. Schlegel BPP "Die Qualität ist einwandfrei", der mit einem günstigen Schätzwert von 650 Euro startet, natürlich nicht fehlen.

Ein breites Angebot Europa und Übersee rundet das gewohnt reichhaltige Angebot deutscher Philatelie gebührend ab. Hier fallen starke Angebote der Gebiete Schweiz, Österreich und Liechtenstein ins Auge. Aber auch seltene Werte anderer Staaten sind im Angebot.

Ein weiteres Highlight der Auktion ist die Benefiz-Auktion zugunsten der philatelistischen Bibliothek in Hamburg, nachdem die Stiftung für Philatelie und Postgeschichte e. V. 2014 die Förderungen gestrichen hat, ist die Bibliothek von der Existenz bedroht. Etwa 80 Lose von verschiedenen Einlieferern werden für den guten Zweck zum Erhalt der Bibliothek versteigert. Die Auswahl reicht von Altdeutschland bis hin zu Motivsammlungen. Eine weitere Veranstaltung dieser Art führt das Auktionshaus in der 143. Auktion im Mai 2015 durch, eine Einlieferung zu dieser Auktion ist noch bis zum 1. April 2015 möglich.

Zum Schluss der Auktion steht ein umfangreiches Sammlungsangebot mit etwa 1 500 Sammellosen, dabei u. a. die Auflösung fünf großer Nachlässe, die Sammlungen dieser Nachlässe werden länderweise angeboten, zahlreiche hochwertige Ländersammlungen Europa und Deutschland kommen zum Aufruf. Ebenso interessant die Nachlass-Abteilung mit in je einem Los aufgelösten Sammlernachlässen die teils ein ganzes Sammlerleben lang zusammen getragen wurden, hier reicht die Spanne von einem kleinen Karton für 100 Euro Ausruf bis hin zum hochwertig besetzten Nachlass mit einem Startpreis von 3 500 Euro.

Weitere Informationen über die Auktion und das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer erhalten Sie im Internet unter www.ReinhardFischerAuktionen.de, ebenso steht Ihnen dort der eigene Online-Katalog mit Suchmaschine und Kundenlogin zur Verfügung. Wer keine Möglichkeit zur persönlichen Besichtigung hat, kann die Einzellose und zugehörigen Atteste im Internet einsehen, es sind alle Einzellose, auch die nicht im Print-Katalog abgebildeten im Internet abgebildet. Ebenso abgebildet ist ein umfangreicher Teil des Sammlungsangebotes, etwa 360 Sammlungen sind im Internet zur Besichtigung am eigenen Schreibtisch zur Verfügung gestellt.

151. Felzmann Auktion: Große Frühjahrsauktion vom 12. bis 14. März 2015

wm (gm) Das Auktionshaus Felzmann stellt für die Frühjahrsauktion einmal mehr ein hochwertiges Angebot aus allen Bereichen der Philatelie zusammen. An drei Tagen kommen über 3 800 Einzellose und über 1 100 Sammlungen bei Auktionator Ulrich Felzmann unter den Hammer. Das massive Flug- und Zeppelinpost-Angebot wird in einem eigenen Sonderkatalog präsentiert und stellt neben der Sammlungsauktion am Auktionssamstag und hochkarätigen Einzellosen eines der Highlights der spannenden Auktionswoche in Düsseldorf dar.

Ein weiterer Schwerpunkt der Auktion liegt auf dem Boom-Gebiet China, darunter ein postfrischer Schauspielblock "Mei Lan-Fang" (Los 4542, Ausruf: 8.000 Euro. Eher klassisch orientierte Liebhaber finden bei Alt-Schweiz ein kleines und feines Angebot früher Chargé-Briefe, darunter ein traumhaft schöner Beleg mit farbfrischen im Paar geklebten 5 Rp Rayon I (Los 5024, Ausruf: 4.000 Euro).

Große Kolonial-Raritäten warten im Gebiet der Auslandspostämter auf versierte und finanzkräftigere Sammler. So wird eine der größten Raritäten Deutscher Kolonialphilatelie angeboten: Die 10 Pfennig Kiautschou im senkrechten Paar mit dem Ergänzungs-Handstempel "5" in tadellos erhaltenem Zusammendruck, sie ist farbfrisch und gut gezähnt, die untere Marke sogar postfrisch (Los 5999, Ausruf: 30.000 Euro). Ein ähnliches ungebrauchtes Zusammendruck-Paar mit Unterrand wird für 12.000 Euro angeboten (Los 6000).

Ähnlich hochkarätig besetzt sind die Besetzungsausgaben des II. Weltkrieges. Hier wird ein Unikat präsentiert, nämlich die 12 und 38 Pfennig Gorochow (Ukraine) im ungezähnten Viererblock! Da eine einzelne Marke des zweiten Blocks vor vielen Jahren auftauchte, ist dieser nun vorliegende Viererblock der einzig verbliebene aus der ursprünglichen Gesamtauflage von ohnehin nur acht Marken! Der wechselseitig bedruckte Block ist in tadelloser Erhaltung und startet mit 60.000 Euro - angesichts des hochgerechneten Katalogwertes in Höhe von etwa 400.000 Euro eher moderat getaxt. Zwei weitere gezähnte Varianten dieser ungewöhnlichen Zusammendrucke sind ebenfalls im Angebot. So ein gestempelter Viererblock (Los 6476, Ausruf:15.000 Euro) und ein ungebrauchter Block in ebenso spektakulärer Optik (Los 6474, Ausruf: 6.000 Euro).

Ein weiteres Highlight aus der Zeit der Besetzung der Ukraine stammt aus Alexanderstadt. Es handelt sich um ein 1,50 Rbl Handstempel Type III auf der postfrischen Marke 5 K Bergmann. Bisher sind nur sechs Exemplare bekannt, somit gehört das Stück zu einer der größten Seltenheiten der deutschen Besetzungsausgaben. Die Toprarität wird mit 9.000 Euro ausgerufen.

Der Online-Katalog mit allen Losen und Fotos der 151. Auktion ist auf der Homepage www.felzmann.de abrufbar. Die Münzauktion findet am 10. und 11. März 2014 statt. Die kostenlosen Auktionskataloge können online oder telefonisch bestellt werden unter: 0211 - 550 440.

349. Schwanke-Auktion: Dritt teuerste Nummer 1 der Welt

Rund 4000 Lose umfasst die 349. Versteigerung der Hamburger Firma Schwanke. Zahlreiche Seltenheiten von Europa und Übersee, aber auch der deutschen Philatelie warten auf neue Liebhaber. Eine "Legende der Philatelie" kommt aus Réunion, der nur 220 km entfernten Nachbarinsel von Mauritius. Rund vier Jahre, nachdem dort die berühmten Post-Office-Marken verausgabt wurden, erblickten auf Réunion die ersten beiden Marken am 1. Januar 1852 das Licht der Welt. Postgeschichte im Fokus

In der philatelistischen Literatur sind insgesamt 142 Exemplare registriert, die sich einigermaßen gleichmäßig auf die Wertstufen zu 15 Centimes (MiNr. 1) und 30 Centimes (MiNr. 2) verteilen. Wie viele Stücke davon im Verlauf der letzten 100 Jahre überlebt haben, ist unbekannt. Gäbe es eine Weltrangliste der "Teuersten Nummer 1 der Welt", so läge die Réunion MiNr. 1 nach der "Roten Mauritius" und der "2 Cent Missionaries" von Hawaii an dritter Stelle. Die bei Schwanke angebotene, literaturbekannte Marke, die rückseitig kleine Papierausbesserungen zeigt, ist eines von nur acht erhalten gebliebenen Exemplaren der "Type 3". Der Schätzpreis liegt zwischen 8000 und 10.000 Euro.

Postgeschichtlich reizvolle Angebote gibt es von einigen europäischen Ländern. Griechenland beispielsweise wartet mit einer Selektion von gut 40 Losen Hermeskopf-Frankaturen auf. Der früheste Brief kommt aus "Sparta" und wurde dort am 12. Oktober 1861 zur Post gegeben, mithin gerade einmal elf Tage, nachdem dort die ersten Briefmarken Griechenlands erschienen waren. Er ist mit 200 Euro angesetzt. Eine Drei-Farben-Frankatur der ersten Markenausgabe aus "Hydra" startet mit 600 Euro.

In Frankreich war die Postverwaltung im Jahre 1849 darum besorgt, dass die im orangenen Farbton vorhandenen 1-Franc-Marken ("Vermillion") mit den "neuen", fast farbgleichen 40-Centimes-Marken verwechselt werden könnten. Per Runderlass wurden die einzelnen Postämter informiert, denn nichts wäre fataler gewesen, als dass ein Postbeamter eine 1-Franc-Marke für 40 Centimes verkauft hätte. So wurde die Einführung der 1-Franc-Marke in Karmin begleitet von handfestem Anschauungsunterricht: Photographische Reproduktionen von Diagonalhalbierungen der orangenen "Vermillion" und der karminfarbenen Marken demonstrieren das Problem der Post eindeutig. Diese originelle und höchst dekorative Ankündigung kann Schwanke recht preiswert für 150 Euro ausrufen.

Zu den weiteren europäischen Besonderheiten gehören Spaniens U-Boot-Block aus dem Jahre 1938 ungezähnt (Block 5 U, 1000 Euro) oder ein gestempelter 4er-Block der seltenen Platte 107 von Englands MiNr. 3 (ebenfalls 1000 Euro).

Originell ist auch eine Partie "Kapselgeld" aus dem Jahre 1920, Notgeld im Nominalwert der (eingekapselten) Briefmarke. Wer sich mit diesem Thema beschäftigen möchte, dem bietet ein Lot mit zwölf verschiedenen Stücken aus der deutschen Inflationszeit eine gute Gelegenheit (300 Euro).

Die internationale Postgeschichte wird seit vielen Jahren von dem Hamburger Traditionshaus besonders gepflegt. Hier fällt eine Drei-Farben-Frankatur aus Peru aus dem Jahre 1894 mit der seltenen Destination "Russland" ins Auge (300 Euro). Bemerkenswert ist auch eine vierfarbige Überdruckfrankatur aus Surinam aus dem Jahre 1900 mit u.a. dem Höchstwert "50 c. auf 2 ½ Gulden", von dem nur 3261 Stück gedruckt wurden (450 Euro). Beide Gebiete sind im übrigen mit einer schönen Auswahl attraktiver und seltener Frankaturen vertreten.

Gut bestückt ist außerdem das Sammelgebiet USA. Eine von nur zwei bekannten (oder zumindest erhalten gebliebenen) Drucksachen, die über das teure System der "Prussian Closed Mail" verschickt wurden, geht zum Startpreis von 1500 Euro ins Rennen. Das Stück wurde im Jahre 1853 in Louisville, Kentucky, nach Holland auf den Weg gebracht. "Full of character" kommt einem sofort in den Sinn, betrachtet man die verschiedenen Transitstempel und den dekorativen Taxstempel "Franco Preuss:resp. Vereinsl. Ausg.Gr.". Mit 100 Euro deutlich preiswerter startet eine 3-C.-Ganzsache aus dem Jahre 1878, die rückseitig mit einer dekorativen Werbung für die "St. Louis Exposition" bedruckt ist. Und wer sich mit Belegen nicht lange aufhält und besser auf die "Hardware", sprich Briefmarken, setzt, dürfte sich für eine schöne Auswahl Dienstmarken begeistern. Die Höchstwerte "State" (also des Auswärtigen Amtes) sind in farbfrischen, ungebrauchten Exemplaren vorhanden, z.B. der 5-Dollar-Wert (MiNr. D 68, Scott No. O69, dort notiert mit 8000 USD) als Unterrandstück, zum Schätzpreis von 1500 Euro. Eine seltene Gelegenheit!

Viele gehaltvolle Privatnachlässe und eine Reihe hochwertiger Sammlungen werden am traditionellen Auktions-Sonnabend versteigert. Eine 26-bändige Spezialsammlung der DDR, die ohne Entnahmen geschlossen angeboten wird, verdient in jedem Falle aufmerksame Besichtigung (10.000 Euro). Ansichtskarten, Motivsammlungen sowie Münzen und Banknoten runden die Offerte ab.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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161. Rauhut-&-Kruschel-Auktion: Posthorn-Bogen als Mehrfachfrankatur!

12.000 Lose offeriert Harald Rauhut in der 161. Rauhut-&-Kruschel-Auktion am 6. und 7. Februar 2015 in Mülheim an der Ruhr, das umfangreichste Angebot des Hauses seit langem. Über 400 Einlieferer sorgen für knapp 7000 Einzellose sowie 5000 Sammellose, die in einem voluminösen Katalog präsentiert werden. Auf 712 Seiten finden sich viele außergewöhnliche Stücke mit Schwerpunkt Altdeutschland bzw. Klassik allgemein. Bei Nachkriegs-Deutschland fallen ein Dutzend Lose auf, die man sonst nie zu sehen bekommt.

Reichhaltige Preußen-Offerte

Es handelt sich um Massen-Mehrfachfrankaturen der beiden ersten Nachkriegs-Dauerserien der Bundesrepublik Deutschland, die ab 1951 (Posthorn) bzw. 1954 (Bundespräsident Theodor Heuss) an die Schalter kamen. Sie stammen vom badischen Versandhaus Schöpflin, das Anfang der 1950er Jahre die Auflieferung von Sendungen mit großen Verrechnungs-Einheiten summarisch bezahlt hat. Hiervon sind einige wenige Belegstücke erhalten geblieben, von denen Harald Rauhut schon vor einigen Jahren einige versteigert hat. Nunmehr folgt der Rest mit Posthorn- und Heuss-I-Frankaturen mit teils über hundert Marken als Mehrfachfrankaturen, oft in sensationellen großen Einheiten bis hin zum kompletten Bogen. Dazu gehört ein kompletter Bogen der 4 Pf "Posthorn", der mit 400 Euro angesetzt ist. Weitere Abrechnungsformulare zeigen 100 Exemplare des 30-Pf-Wertes (500 Euro), 100 bzw. 58 des 50-Pf-Wertes (zusammen 500 Euro) und 80 in Einheiten bis zum 20er-Block der 60 Pf (500 Euro). Von der Heuss-Dauerserie sind die 50 Pf in 100 Exemplaren in großen Blockstücken verklebt (400 Euro) sowie 80 Stück der 70 Pf u.a. in 6er- und 8er-Blocks (300 Euro).

Im Einzellos-Teil werden darüber hinaus etliche Sammlungen detailliert, u.a. der 2. Teil der größten existierenden Sammlung "Bayrische Portofreiheiten" und weitere Bayern-Kollektionen. Hervorzuheben sind außerdem Braunschweig, eine enorm reichhaltige Preußen-Offerte, Thurn und Taxis, ein starker Infla-Teil beim Deutschen Reich und ein starkes Schleswig bei den Nebengebieten.

Europa ist ebenfalls breit gefächert. Hierunter löst Harald Rauhut unter anderem eine hübsche Schweizer Strubel-Sammlung auf.

Mit rund 600 Losen gegen "Gebot" warten die wie immer umfangreichen unberührten Sammlernachlässe aus Privathand auf. Geschätzte 40 Tonnen Gewicht dürften alleine diese 600 Positionen auf die Waage bringen, weil eine Vielzahl von großvolumigen Losen zum Ausruf kommen. An diese traditionelle Nachlass-Abteilung schließt sich das wie immer breit gefächerte Angebot von Sammlungen und Posten aus aller Welt mit weiteren 4400 Losen in allen Preislagen von "Gebot" bis 9000 Euro an.

Internet: www.rauhut-auktion.de

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83. Gert-Müller-Auktion: Beeindruckende Sammlungen und Einzellose

Die 83. Internationale Gert-Müller-Auktion findet am 20. und 21. Februar 2015 in Ettlingen statt. Versteigert werden ein weltweites Angebot seltener Einzelstücke bis hin zu großen Raritäten sowie gehaltvolle Sammlungen und ganze Nachlässe mit einem Schätzpreis von weit über 5 Millionen Euro. 3900 Einzellose und 3300 Sammlungen und Partien verteilen sich auf vier insgesamt Kataloge.

Breite Deutschland-Offerte aus allen Epochen

Zum Sammlungsangebot gehören auch die beeindruckenden Objekte Russisches Kaiserreich und Russische Auslandspostämter von Dieter Bettner, dem ehemaligen Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Russland. Sie überzeugen mit seltenen Briefmarken, Abstempelungen und schönen Frankaturen. Des Weiteren gelangen interessante Deutschland-Kollektionen eines Karlsruher Sammlers zum Ausruf, der seit Jahrzehnten zu den Kunden des Auktionshauses Müller zählt. Darin sind die Ausgaben von Altdeutschland, des Deutschen Reiches und der Deutschen Kolonien nahezu komplett vorhanden und mit zahlreichen Attesten bestückt. Ein sehr umfangreiches Händlerlager aus Franken konnte Inhaber Holger Thull abholen und aufteilen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den gehaltvollen Beständen des Deutschen Reiches.

Die Ausgaben der Sowjetischen Besatzungszone sind wie gewohnt besonders umfangreich vertreten. Mit einem Sonderkatalog gelangen zahlreiche Raritäten aus den Sammlungen Ströh und Prof. Dr. Buchheit auf den Markt. Außerdem kommt ein enormer Bestand Sammlungen und Partien Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen mit einem Katalogwert von ca. 1,6 Millionen Euro zu günstigen Startpreisen unter den Hammer. Die Zusammendrucke des Deutschen Reiches sind diesmal sehr reichhaltig vertreten und bieten viele gute postfrische Kombinationen, dabei auch über 30 Einzellose Germania-Zusammendrucke mit den beliebten Werbeanhängern.

In einem weiteren Sonderkatalog wird wiederum ein umfangreicher Spezialteil Bundesrepublik aus dem Bestand von Gerd Bennewirtz präsentiert. Neben zahlreichen Abarten, Briefen und Ankündigungskartons finden sich darin u.a. seltene Plattennummern der Posthorn-Serie. Zu den oben abgebildeten Losen gesellen sich beispielsweise noch Eckrandstücke der 70 Pf mit Plattennummer 3 (1000 Euro), der 80 Pf mit Plattennummern 1 bzw. 2 (je 1000 Euro) und ein Eckrand-4er-Block der 80 Pf mit Plattennummer 1 auf dem linken Rand (1500 Euro).

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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348. Schwanke-Auktion: Nur der Vogelwart konnte schreiben ...

Zog von 500 auf 1600 Euro: Bergedorf MiNr. 1 a auf Luxusbriefstück.

Spannend versprachen auch in diesem Jahr wieder die "Schwanke-Specials" zu werden, die neben den beliebten 100-Euro-Starters Ausgefallenes, Schönes und auch manch Kurioses boten. Zum Sonderteil der 348. Schwanke-Auktion fanden sich am Nachmittag des 21. November zahlreiche Philatelisten aus nah und fern ein, um Auktionsluft zu schnuppern und ihre Sammlung zu ergänzen. Der Schwerpunkt lag diesmal auf Altdeutschland und erlesenen Stücken anderer Gebiete. Bei den wie immer moderaten Schätzpreisen blieben kräftige Steigerungen nicht aus.

Beliebte Briefstücke

Klein, aber fein war die Bergedorf-Abteilung, bei der vor allem Marken auf Briefstücken begehrt waren. Auf einem Luxusbriefstück mit nebengesetztem Halbrundstempel präsentierte sich eine allseits riesenrandige MiNr. 1 a. Das vielfach bebotene Ausnahmestück ex Boker sprang von 500 auf 1600 Euro. Ein weiteres Briefstück mit der MiNr. 2 wurde für 560 (250) Euro mitgenommen, eine schöne MiNr. 4 auf kleinem Briefstück für 2300 (1500) Euro.

Für die Sammlung des Vereins Bremer Briefmarken-Sammler (VBBS), die Ent-wertungsarten, Posttaxen und Beförderungswege von den frühen Anfängen im 17. Jahrhundert bis zum Ende der Bremer Post am 31. Dezember 1867 dokumentierte, fand sich kein Gesamtbieter, so dass die über 20 Positionen einzeln aufgerufen wurden. Etwas verhalten waren die Gebote für die Vorphilatelie und manche Zusammenstellung der in Bremen tätigen fremden Postämter, während die Pretiosen gute Steigerungen verbuchten. So zog der kleine Schlüsselstempel von Vegesack auf Hannover-Ganzsache von 2000 auf 3000 Euro. 3300 (2000) Euro bewilligte ein Käufer für den raren dreizeiligen Kastenstempel des Stadtpostamtes auf Brief von Konstanz nach Oldenburg.

Von postgeschichtlichem Interesse war der früheste frankierte Brief aus Hamburg vom 12. Dezember 1850, der eine 1 Schilling von Schleswig-Holstein trägt. Er wurde für 4200 (4000) Euro zugeschlagen. Eine herausragend schöne, gestempelte 1 Schilling hellorange von Lübeck stieg von 800 auf 1700 Euro, eine 2 1/2 Schilling rosa als portogerechte Einzelfrankatur auf Damenbrief von 750 auf 1900 Euro.

Mecklenburg-Strelitz feierte im Oktober 2014 sein 150-jähriges Markenjubiläum. Dem Auktionshaus Schwanke gelang es, einige schöne Stücke dieses kleinen Gebietes zu offerieren, beispielsweise eine tadellos erhaltene und gestempelte 1 Schilling grauviolett, die von 1000 auf 2600 Euro sprang. 1700 (1500) Euro wurden für einen waagerechten 4er-Streifen der MiNr. 4 mit zwei klaren Einkreisstempeln von Altstrelitz bezahlt.

"Es ist der einzige Brief mit einer unbedruckten Preußen MiNr. 3", bemerkte der berühmte John R. Boker jr. launig, als er einen Preußen-Brief aus Gumbinnen erworben hatte, auf dessen Rückseite ein Stück Bogenrand der MiNr. 3 im Markenformat klebt, der, wie die Frankatur, mit dem Nummernstempel "557" abgestempelt worden ist. Das "Gumbinnen-Mysterium" - niemand konnte bisher erklären, warum das Stück Bogenrand rückseitig platziert und entwertet wurde - spielte die Taxe von 1500 Euro ein. Von 100 auf 600 Euro kletterte hingegen ein Briefstück mit der preußischen 1/2 Silbergroschen mit Randziffer "10" und Rahmenstempel von Myslowitz..

Inselhopping für Sammler

Aufmerksamkeit erregten einige Briefe aus dem vorletzten Jahrhundert, deren Adressaten auf Inseln oder Halligen in der Nordsee lebten. Besonders gefragt war ein kompletter Faltbrief mit 1 Groschen kleiner Brustschild auf die Hallig Oland, der von 200 auf 720 Euro davonzog. Auktionator Hans-Joachim Schwanke schien den Empfänger zu kennen, als er die Begründung für den hohen Zuschlag lieferte: "Nur der Vogelwart konnte schreiben ..."

Auch bei Thurn und Taxis zeigte sich die Beliebtheit von schönen Briefstücken mit klassischen Marken, die den Stempel vollständig wiedergeben. In dieser Form waren zwei Exemplare der 1/4 Silbergroschen zu haben, die für 480 (350) bzw. 580 (350) Euro zugeschlagen wurden. Eine farbfrische 2 Silbergroschen mit zentrischem Nummernstempel "247" auf Brief von Trip-tis als portogerechte Einzelfrankatur kletterte von 400 auf 1700 Euro.

Mit 18.000 bzw. 19.000 Euro knapp unterhalb des Ausrufes landeten eine einzigartige Kollektion von Belegen aus dem Untergang des Dritten Reiches und ein gestempelter 11er-Block der 1 Shilling "Embossed" von Großbritannien. 18 Dokumente aus dem Dreißigjährigen Krieg, die in Zusammenhang mit dem Grafen Piccolomini stehen, steigerten von 1000 auf 2300 Euro. Am meisten beboten war ein kurioses Los, ein Original-Posthorn aus Bayern aus 1856, das für 250 (100) Euro den Besitzer wechselte.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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150. Felzmann-Auktion: Spitzenstücke brachten hohe Preise

Mit einer überaus erfolgreichen Sammlungsauktion endete am Samstag, dem 8. November 2014, die 150. Auktion bei Felzmann in Düsseldorf. Die Kauflaune der Sammler erwachte insbesondere bei der Versteigerung von 100 Sammlungen der sogenannten "Jubiläums-Zugabe". Gute Ergebnisse für Einzellose konnten im Bereich Europa, Altdeutschland, Deutsche Kolonien und der Feldpost erzielt werden. Mit Erfolg wurde erstmals das Live-Bieten über das Internet angeboten. Zwischenzeitlich waren mehr als 90 Online-Bieter angemeldet, die zahlreiche Lose ersteigerten.

Gefragte "Klassiker"

Für hohe Preise sorgten einige Spitzenstücke aus dem Europa-Bereich. So brachte ein seltener postfrischer Sturmdivisionsblock aus Kroatien mit nur einer Marke 2200 Euro und konnte damit den Ausruf mehr als verdoppeln. Aus Österreich wurde die Markenausgabe 60 g Madersperger mit falschem Geburtsjahr "1767" für 2100 (1800) Euro verkauft. Ein Luxusstück Schweizer Kantonals, die Zürich 4 Rp. mit klarer Entwertung durch die seltene schwarze Rosette von Winterthur, erhielt den Zuschlag bei 9500 Euro.

Die wunderschöne Altdeutschland-Rarität Baden 1 Kr. silbergrau wurde für mehr als das Zweifache des Ausrufes versteigert, der Hammer fiel hier bei 8500 Euro. Bayerns Klassiker 1 Kr. grauschwarz mit Plattenfehler, ein mehrfach signiertes Traumstück deutscher Philatelie, bekam den Zuschlag bei 3200 Euro. Ein postfrisches Exemplar der bayerischen 1 Mk dunkelviolett in farbfrischer Kabinetterhaltung wurde von 700 auf 1600 Euro gesteigert. Auch Hannover steuerte mit der 3 Pfennig olivgrün mit voller Jahreszahl "1863" ein Spitzenergebnis bei: Sie wurde von 1500 auf 2100 Euro gesteigert.

Erfreulich waren auch die weiteren Ergebnisse aus dem Bereich Auslandspostämter & Kolonien. Gleich drei Exemplare der halbierten 20 Pfennig Krone/Adler Kameruns auf einer Karte wurden für 11.000 Euro verkauft. Die seltene 1 Mark Britische Besetzung Samoa mit Aufdruck "1 Shillings.", von der nur 100 Exemplare existieren, war mit 1200 Euro angesetzt und steigerte auf 2100 Euro.

Weit über dem Ausruf wurde aus dem Postgebiet Ober-Ost die 10 Pfennig Germania dunkelrot auf attraktivem Briefstück verkauft. Es stieg von 700 auf 1600 Euro. Ein Foto-Essay aus Serbien zu einer geplanten Wohlfahrts-Ausgabe mit dem Schwarz-Weiß-Motiv "Schlafende Kinder" wurde von 500 auf 2100 Euro hochgesteigert und schließlich einem telefonischen Bieter zugeschlagen. Ein vollständiger Originalbogen der Tunis-Päckchenmarke zu 100 Stück wurde für 10.000 Euro verkauft.

Zuvor wurde der Zeppelin-Sonderkatalog gut angenommen und brachte ebenso erfreuliche Ergebnisse. Hier ist der Beleg der 1. Nordamerikafahrt 1937 zu nennen, der aus den Trümmern der Hindenburg geborgen wurde. Der Brief fand für 2500 Euro einen neuen Besitzer. Eine Zuleitung ab Libanon zur Italienfahrt 1933 und der 2. Südamerikafahrt 1933 startete mit 2500 Euro und kletterte auf 3400 Euro.

Jubiläums-Zugabe mit Spitzenzuschlägen

Großen Andrang gab es zum Start der Sammlungsauktion, die mit 100 hochwertigen Sammlungen der sogenannten "Jubiläums-Zugabe" begann. Für eine Nachlass-Sammlung in naturbelassenen "Schaubek's Permanent-Alben" wurde der Spitzen-Zuschlag von 22.000 Euro erzielt. 50 randvolle Alben mit Marken aus der ganzen Welt wurden im Saal von 5000 auf 12.000 Euro hochgejagt. Eine schrankfüllende Nachlass-Sammlung Deutsches Reich ab 1872 bis Bund brachte 11 500 Euro. Gleich das Vierfache des Startpreises brachte eine Briefe-Sammlung mit über 1000 Belegen, angefangen beim Dritten Reich bis in die frühen Bund/Berlin-Jahre. Mit 2000 Euro angesetzt, fiel der Hammer erst bei 8000 Euro. Große Aufmerksamkeit fand eine prachtvolle Portugal-Sammlung mit Marken und Belegen von 1853 bis ca. 1970. Mehrere Bieter steigerten dieses Ausnahmeobjekt auf 40.000 Euro. Den Zuschlag erhielt schließlich ein Saalbieter. Der Ausruf lag bei 25.000 Euro. Eine zweibändige Sammlung Hannover bis Bund 1850-1951 mit Schwerpunkt auf den Spitzenausgaben der verschiedenen Gebiete schloss mit 7500 (3000) Euro.

Internet: www.felzmann.de

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Hohe Verkaufsquote

Aachen 7600 Euro zum ersten, zum zweiten und zum dritten! Eine wahrhaft stolze Summe für die sogenannte Gescheidle-Marke, die anlässlich der Olympischen Spiele 1980 in Moskau zwar gedruckt, jedoch durch den Boykott der Bundesrepublik kurz vor dem Postverkauf wieder zurückgezogen wurde.

Einzig der damalige Postminister Gescheidle hatte einen kompletten Bogen erhalten, den seine Frau in Unkenntnis der Situation zur Frankatur von Preisausschreiben verwendete. Wenige Stücke dieser Marke sind nur erhalten und eines davon - mit kleinen Mängeln - wurde auf der 55. AIX-PHILA-Auktion am 28. und 29. November 2014 mit 3000 Euro ins Rennen geschickt und konnte den Startpreis mehr als verdoppeln.

Ein gut besuchter Auktionssaal (über 230 Bieter) mit kauffreudigen Sammlern, Händlern, Kommissionären und Telefonbietern aus aller Welt sorgte durch die Bank für Spitzenergebnisse und oft spektakuläre Steigerungsraten. Briefe von Memel vervielfachten in der Regel die Ansatzpreise ebenso wie Marken aus Frankreich oder auch der VR China. Ein ganzes Regal mit Briefmarken schnellte von 1000 auf 4300 Euro, eine Sammlung Deutsches Reich verdoppelte den Startpreis von 3000 Euro, Saar schoss von 3000 auf 6800 Euro, Frankreich von 2500 auf 6000 Euro, eine Kollektion SBZ wurde mit 5200 Euro und eine Ausstellungssammlung DDR-Dienstpost mit 4000 Euro zugeschlagen. Auch "Exoten" waren heißbegehrt: Eine Partie Australien landete bei 2100 (1000) Euro, eine Motivsammlung "Fische" erzielte bei einem Startpreis von 2500 Euro noch einen Tausender mehr. Münzen - ob als Einzellose oder Sammlungen - waren ebenso gefragt wie alte Ansichtskarten und ähnliches. Ganz gleich ob Anleger mit großem Budget oder auch "kleinere" Sammler: Beinahe jeder konnte das ein oder andere Stück ergattern und zufrieden mit nach Hause nehmen. So überrascht eine Verkaufsquote von über 80% nicht.

Internet: www.aixphila.de

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Spitzenpreise für deutsche Philatelie

Dresden Die 170. Dresdner Briefmarken Auktion am 26. und 27. November 2014 begann mit einem umfangreichen Münz-Angebot, das hervorragend lief. So steigerte eine Goethe-Münze aus der Weimarer Republik von 1050 auf 1300 Euro, ein Lot DDR-Münzen aus dem Zeitraum 1966 bis 1990 von 2000 auf 2500 Euro. Eine Zuschlagsquote von über 90% konnte auch die Abteilung mit Ansichtskarten verbuchen. Hier kletterte eine Partie mit ca. 1600 deutschen Ansichtskarten überwiegend vor 1945 von 500 auf 1400 Euro.

Die gute Stimmung übertrug sich auf die anderen Bereiche, wie sich beispielsweise bei Übersee zeigte. Heftig gekämpft wurde hier um eine Mischfrankatur China/Französische Post in China auf Brief aus 1896 nach London, durch die eine internationale Beförderung erst möglich wurde. Das dekorative Ganzstück sprang von 200 auf 3100 Euro.

Im Altdeutschland-Teil spielte die Bayern MiNr. 1 I a gestempelt 1350 (1300) Euro ein, eine Mecklenburg-Strelitz MiNr. 3 auf Briefstück mit Segmentstempel Oertzenhof-Bahnhof stieg von 900 auf 2000 Euro. Sachsens Fehldruck MiNr. 3 F in ungebrauchter Erhaltung mit vollem Originalgummi erlöste 2300 (1000) Euro. Auch das Deutsche Reich war gefragt. Die Zwischentype MiNr. 82 Z ungebraucht zog von 2000 auf 3200 Euro, die MiNr. 96 BIIaW gestempelt von 900 auf 1250 Euro. Für 2900 (2400) Euro wechselte ein gestempelter Nothilfe-Block den Besitzer. Mit 2550 Euro beim mehr als dreifachen Ansatz landete eine von Staatsekretär Graf von Podbielski geschriebene Jahrhundert-Privatganzsache. Von 5500 auf 6200 Euro sprang eine postfrische 12 Gr. "Panjewagen" des Generalgouvernements. Danzigs Großer Innendienst mit Gefälligkeitsstempel von Zoppot lief für 2300 (1500) Euro.

Im modernen Deutschland-Teil waren die Lokalausgaben von Großräschen breit vertreten. Ein Zusammendruck aus zwei senkrechten Paaren der MiNr. V22IU und V26U wurde für 640 (600) Euro zugeschlagen. 1950 (1500) Euro kostete ein senkrechtes Paar der MiNr. V29 und V30 auf Briefstück. Bei den SBZ-Bezirkshandstempeln stieg eine postfrische "helle 60er" von Borna von 200 auf 330 Euro. Eine seltene Verwendung der DDR MiNr. 340 vXII auf Luftpostbrief in die Türkei schoss von 30 auf 900 (!) Euro. Für 1000 (950) Euro wurde das bislang einzige Exemplar der Wasserzeichenvariante MiNr. 834 X mitgenommen. Eine in gestempelter Erhaltung bisher unbekannte MiNr. 2521 U auf Briefstück sprang von 150 auf 480 Euro.

Hervorragend lief DDR auch im Sammlungs-Teil, wo es heiße Bietergefechte im überfüllten Auktionssaal gab.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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Breites Angebot

Leipzig Die 165. Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert in Leipzig am 16. und 17. Januar 2015 bringt 4150 Lose aus fast allen Sammelgebieten.

Den Auftakt machen 200 Lose Zeppelinpost (1912/1939), dabei Fahrten mit interessanter Zuleitungspost für LZ 127 aus Europa/ Übersee. Es folgen 50 Lose Flugpost Deutsches Reich mit Pionierluftpost 1912/14, dabei "Rhein-Main-Flugpost" einschließlich Europa/Übersee und Raketenflug-, Schleuderflug- und Ballonpost.

Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost und Kriegsgefangenenpost stammen ca. 130 Lose. 260 Lose mit Motiven von Bahnpost, Kosmos, Propaganda, Sport bis Zensur und Heimatphilatelie/ Postgeschichte sind ebenfalls im Angebot, gefolgt von ca. 180 Losen mit alten Ansichtskarten deutscher Gebiete und rund 130 Losen mit philatelistischer Literatur. Autographen, Notgeld, Material zur Zeitgeschichte und alte Privatpost ergänzen das philatelistische Angebot.

1050 Lose Deutsches Reich mit Altdeutschland (150), dabei Besonderheiten, Farben, Plattenfehler sowie Privatganzsachen und Anlasskarten mit klassischen Sonderstempeln, Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete (Erster und Zweiter Weltkrieg) dürften kaum Wünsche offen lassen.

Deutschland nach 1945 enthält 290 Lose mit einigen Lokalausgaben von Apolda bis Wittenberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler) und einem SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben und Belegen.

Das Sammelgebiet DDR hat 410 Lose im Gepäck, dabei viele bessere Ausgaben, FDC's, Farben, Plattenfehler, Wasserzeichen-Besonderheiten, Zusammendrucke, Ganzsachen und Dienst/ZKD.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 270 Einzellose mit klassischen Ausgaben, gesuchten Werten und Belegen von Andorra bis Ungarn und Antigua über VR China bis Vietnam.

Den Abschluss bilden rund 1000 Lots/Engrosposten aller Sammelgebiete ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen. Hervorzuheben sind u.a. Objekte vom Deutschen Reich, DDR, CSSR (Befreiungsaufdrucke 1945), Schweiz und UdSSR.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Vorbericht 141. Dr. Reinhard Fischer-Auktion

wm (Bonn) Der Katalog zur 141. Auktion am 10. Januar 2014 steht bereits als Online-Katalog auf der Website zur Verfügung! Für sämtliche Einzellose (7400) stehen Bilder in drei Größen und in sehr hoher Qualität im Netz, weiterhin sind auch sämtliche (1204) Atteste und Befunde abgebildet! Interessenten nutzen die leistungsstarke Suchmaschine und das komfortable Online-Bietsystem. Zum Aufruf kommen genau 8.000 Lose!

www.reinhardfischerauktionen.de

Altdeutschland: Interessantes Angebot mit u. a. Auflösung einer interessanten Sammlung Hannover mit zahlreichen Briefen, weiterhin Auflösung einer großen Preußen-Sammlung mit vielen Stempellosen.

Deutsches Reich: wertvolles Angebot mit zahlreichen Farben, Abarten, Besonderheiten und Belegen, dabei u. a. ausgewogenes Angebot "Brustschilde", weiterhin auch Infla und folgende Jahre mit zahlreichen Briefen

Deutsche Kolonien / Auslandspostämter: großartiges Angebot, dabei u. a. zahlreiche Stempellose und Briefe, ebenso interessant die Auflösung einer großen postfrischen Sammlung mit vielen Typen und Seltenheiten wie DNG 23IIBII ** (850), Kiautschou 27A ** (1.900) um nur einige Stücke vorzustellen.

Besetzung I. Weltkrieg/ Abstimmungsgebiete/Danzig/Memel/Saar: spezialisiertes und interessantes Angebot durch alle Gebiete, dabei u. a. Danzig mit zahlreichen Probedrucken und Essays - u. a. Portomarken Mi.-Nr. 26/29 im Zehnerbogen mit Aufdruck-Essay, Saar u. a. mit vielen Aufdruckbesonderheiten 1. Ausgabe, weiterhin Urdruck-Satz ** mit Fotoattest Ney: "Die Qualität ist einwandfrei"

II. Weltkrieg/Feldpost: Exzellentes Angebot mit vielen Standardausgaben und ausgesuchten Stücken, dabei u. a. Feldpost 7AK ** oder aber die ebenso seltene 7B **, weiterhin Festung Lorient mit interessanter 80 C. braun (verausgabt wurde die Wertstufe 80 C. laut Literatur jedoch nur in grün) - dieses Unikat wird begleitet durch ein Fotoattest Krischke (2014)

Deutschland nach 1945: Interessantes und reichhaltiges Angebot mit zahlreichen Besonderheiten, Abarten, Farben und Plattenfehler, dabei SBZ mit Block- und Markenseltenheiten, u. a. Bl. 1xb ** (850.-), Berlin mit gesuchten Erstausgaben, Bundesrepublik Deutschland mit zahlreichen Abarten und Plattenfehlern, sowie gesuchten Standard-Ausgaben mit u. a. Posthornsatz ** mit Fotoattest Schlegel BPP: "Die Qualität ist einwandfrei." - weiterhin zahlreiche Ländersammlungen aus diesem Zeitraum.

Europa: Ausgesuchtes Angebot mit interessanten Stücken bei Österreich und der Schweiz, dabei u. a. Schweiz Rarität Mi.-Nr. 325 in postfrischer Luxus-Erhaltung (7.000.-). Auch andere Gebiete mit interessanten Stücken.

Ein vielfältiges Sammlungsangebot vom Briefposten im Umschlag bis hin zu mehrbändigen Länder- und Spezialsammlungen in einem oder mehreren Kartons werden für zahlreiche deutsche, europäische und einige Überseeischer Sammelgebiete angeboten. Insgesamt über 110 Sammlungen kann man komplett im Internet "besichtigen" - Fotos sämtlicher Albumseiten geben einen sehr guten Eindruck der Sammlungen.

Vorbericht zur 349. Schwanke-Auktion vom 6.-7.Februar 2015

wm (Hamburg) Sie zählen zu den Legenden der Philatelie - ebenso wie die gerade einmal vier Jahre zuvor auf der nur 220 km entfernten Nachbarinsel Mauritius erschienenen 1d. und 2d. "Post Office" - die ersten beiden Marken von RÉUNION, die am 1.Januar des Jahres 1852 das philatelistische Licht der Welt erblickten. In der philatelistischen Literatur sind insgesamt 142 Exemplare registriert, die sich einigermaßen gleichmäßig auf die Wertstufen zu 15 Centimes (MiNr. 1) und 30 Centimes (MiNr. 2) verteilen. Wie viele Stücke davon im Verlauf der letzten 100 Jahre und nach zwei Weltkriegen überlebt haben, ist unbekannt. Gedruckt wurden die Marken in jeweils vier verschiedenen Typen, die in französischen Katalogen einzeln katalogisiert werden und die Spezialsammler seit jeher faszinierten. Gäbe es eine Weltrangliste der "Teuersten Nummer 1 der Welt", so läge die Réunion Nr. 1 nach der "Roten Mauritius" und der "2 Cent Missionaries" von Hawaii an dritter Stelle.

Die von Schwanke angebotene Marke, die rückseitig kleine Papierausbesserungen zeigt, ist eines von nur acht erhalten gebliebenen Exemplaren der "Type 3"; sie ist abgebildet auf Seite 41 im Werk von Jean-Francois Brun und Benoit Chaudanson über die beiden ersten Marken von Réunion. Schätzpreis: 8.000 bis 10.000 Euro.

Das kleine altdeutsche Postgebiet "Mecklenburg-Strelitz" ist immer noch im Gespräch unter Philatelisten, wurde doch gerade das 150jährige Markenjubiläum des Fürstentums gefeiert. Nachdem in der letzten Schwanke-Auktion sämtliche Lose dieses Gebietes abgesetzt werden konnten, bietet das Auktionshaus auch in seiner Februar-Auktion wieder einige Stücke an, darunter auch einen attraktiven Beleg aus Neubrandenburg, eine Ganzsache mit wertgleicher Zusatzfrankatur an eine attraktive adelige Adresse in Berlin. (Schätzpreis 300 Euro).

Insgesamt wird das Auktionsangebot ca. 4000 Lose umfassen. Zum Ausruf kommen neben den hier kurz vorgestellten Stücken Seltenheiten von Europa und Übersee (z.B. Spaniens U-Boot-Block aus dem Jahre 1938 ungezähnt (Block 5 U), Schätzpreis 1000 Euro oder ein gestempelter Viererblock der seltenen Platte 107 von Englands Mi.Nr. 3 (1000 Euro), und wie immer ist auch die deutsche Philatelie breit vertreten. Viele gehaltvolle Privatnachlässe werden an unserem traditionellen Auktions-Sonnabend versteigert, daneben eine Reihe hochwertiger Sammlungen. Eine 26-bändige Spezialsammlung der DDR, die ohne Entnahmen geschlossen angeboten wird, verdient in jedem Falle aufmerksame Besichtigung (Schätzpreis 10.000 Euro). Ansichtskarten, Motivsammlungen sowie Münzen und Banknoten ergänzen das Angebot.

Kontakt: Schwanke GmbH, Kleine Reichenstraße 1, 20457 Hamburg, www.schwanke-auktionen.de

Ein Bogen Posthorn als Mehrfach-Frankatur...

wm (Mülheim) 12.000 Lose offeriert Harald Rauhut in der 161. Rauhut & Kruschel-Auktion am 6. und 7. Februar 2015, das umfangreichste Angebot des Hauses seit langem. Über 400 Einlieferer sorgen für knapp 7.000 Einzellose sowie 5.000 Sammellose. Im Einzellos-Teil werden etliche Sammlungen detailliert, u.a. der zweite Teil der größten existierenden Sammlung "Bayrische Portofreiheiten", weitere Bayern-Sammlungen, Braunschweig, Preußen ist ganz enorm vertreten, Thurn und Taxis, beim Deutschen Reich ein starker Infla-Teil und bei den Nebengebieten Schleswig reichhaltig.

Bei Nachkriegs-Deutschland fallen ein Dutzend Lose auf, die man sonst nie zu sehen bekommt. Das Badische Versandhaus Schöpflin hat Anfang der 50er Jahre die Auflieferung von Sendungen mit großen Verrechnungs-Einheiten summarisch bezahlt. Hiervon sind einige wenige Belegstücke erhalten geblieben, von denen Harald Rauhut schon vor einigen Jahren einige versteigert hat. Nunmehr folgt der Rest mit Posthorn- und Heuss-I-Frankaturen mit teils über hundert Marken als Mehrfach-Frankaturen, oft in sensationellen großen Einheiten bis hin zum kompletten Bogen. Europa ist ebenfalls breit gefächert im Angebot, unter anderem löst Harald Rauhut eine hübsche Schweizer Strubel-Sammlung auf.

Mit rund 600 Losen gegen "Gebot" ist das Angebot an unberührten Sammlernachlässen aus Privathand umfangreich wie immer - geschätzte 40 Tonnen Gewicht dürften alleine diese 600 Lose auf die Waage bringen, weil eine Vielzahl von großvolumigen Losen zum Ausruf kommen. An diese traditionelle Nachlass-Abteilung schließt sich das wie immer breit gefächerte Angebot von Sammlungen und Posten aus aller Welt mit weiteren 4 400 Losen, in allen Preislagen von "Gebot" bis 9000,- Euro, an.

Der Katalog ist für inländische Interessenten kostenlos erhältlich unter Rauhut & Kruschel, Werdener Weg 44, 45470 Mülheim an der Ruhr, Tel: (02 08) 3 30 98, Fax: (02 08) 38 35 52 bzw. im Internet einsehbar und eine Auktionsbeteiligung möglich unter: www.rauhut-auktion.de

AIX-PHILA kündigt traditionellen Jahresendverkauf an

wm Vom 29. bis 31. Dezember 2014 erwartet das Aachener Auktionshaus AIXPHILA einmal mehr viele hundert Besucher. Denn diese wissen, dass es dann am Montag/Dienstag (von 10 bis 18 Uhr) und am Mittwoch (10 bis 14 Uhr) "Schnäppchen ohne Ende" gibt. Z. B. mehr als 100 Kisten voll mit Philatelie jeder Art, Sonderangebote und -aktionen, aber auch neues und gebrauchtes Zubehör. Für Sammler und Wiederverkäufer gehört dieser Jahresendtermin seit vielen Jahren zum erfolgreichen Abschluss eines Kalenderjahres.

Internet: www.aixphila.de

Württembergisches Auktionshaus meldet: "Ausverkauft!"

wm (Stuttgart) Auf enormes Interesse stieß die 123. Auktion am 15.11.2014, bei der 500 Lose der Zistl-Sammlung angeboten wurde. Es gab kein einziges Rücklos! Die Auktion dauerte sieben Stunden und um fast jede Position gab es Bietergefechte. Steigerungen bis zum fünf- und zehnfachen des Schätzpreises waren keine Seltenheit. Insgesamt spielten die 500 Lose bei einem Ausruf von EUR 156.000,- einen Gesamtzuschlag von EUR 460.000,- zzgl. Aufgeld ein.

Spitzenergebnisse zur 150. Ulrich-Felzmann-Jubiläumsauktion (6.-8.11.2014)

wm (Düsseldorf) Mit einer überaus erfolgreichen Sammlungsauktion endete am Samstag dem 8. November 2014 die 150. Auktion bei Felzmann in Düsseldorf. Die Kauflaune der Sammler erwachte insbesondere bei der Versteigerung von 100 Sammlungen der so genannten "Jubiläums-Zugabe". Gute Ergebnisse für Einzellose konnten im Bereich Europa, Altdeutschland, Deutsche Kolonien und der Feldpost erzielt werden. Mit Erfolg wurde erstmals das Live-Bieten über das Internet angeboten. Zwischenzeitlich waren mehr als 90 Online-Bieter angemeldet, die zahlreiche Lose ersteigerten.

Für hohe Preise sorgten einige Spitzenstücke aus dem Europa-Bereich. So brachte ein seltener postfrischer Sturmdivisionsblock aus Kroatien mit nur einer Marke 2.200 Euro und konnte damit den Ausruf mehr als verdoppeln (Los 5296). Aus Österreich wurde die Markenausgabe 60 g Madersperger mit falschem Geburtsjahr "1767" (Los 5481) für 2.100 Euro verkauft (Ausruf: 1.800 Euro). Ein Luxusstück Schweizer Kantonals, Zürich 4 Rp. mit klarer Entwertung durch die seltene schwarze Rosette von Winterthur erhielt den Zuschlag bei 9.500 Euro (Los 5583).

Die wunderschöne Altdeutschland-Rarität Baden 1 Kr. silbergrau wurde für mehr als das 2-Fache des Ausrufes versteigert, der Hammer fiel hier bei 8.500 Euro (Los 5660). Bayerns Klassiker 1 Kr. grauschwarz mit Plattenfehler, ein mehrfach signiertes Traumstück deutscher Philatelie, bekam den Zuschlag bei 3.200 Euro (Los 5674). Ein postfrisches Exemplar der bayerischen 1 Mk dunkelviolett in farbfrischer Kabinetterhaltung wurde von 700 Euro Ausruf auf 1.600 Euro gesteigert (Los 5704). Auch Hannover steuerte mit 3 Pfennig olivgrün mit voller Jahreszahl 1863 ein Spitzenergebnis bei, sie wurde von 1.500 Euro auf 2.100 Euro gesteigert (Los 5795).

Erfreulich waren auch die weiteren Ergebnisse aus dem Bereich Auslandspostämter & Kolonien. Gleich drei Exemplare der halbierten 20 Pfennig Krone/Adler Kameruns auf einer Karte wurden für 11.000 Euro verkauft (Los 6822). Die seltene 1 Mark Britische Besetzung Samoa mit Aufdruck 1 Shillings., von der nur 100 Exemplare existieren, war für 1.200 Euro ausgerufen und erhielt den Zuschlag erst bei 2.100 Euro (Los 6909).

Weit über dem Ausruf wurde aus dem Postgebiet Ober-Ost die 10 Pfennig Germania dunkelrot auf attraktivem Briefstück verkauft. Das Luxus-Stück wurde von 700 Euro auf 1.600 Euro gesteigert (Los 6939). Ein Foto-Essay aus Serbien zu einer geplanten Wohlfahrts-Ausgabe mit dem Schwarz-Weiß-Motiv "schlafende Kinder" wurde von 500 Euro auf 2.100 Euro hochgesteigert und schließlich einem telefonischen Bieter zugeschlagen.

Ein vollständiger Originalbogen der Tunis-Päckchenmarke zu 100 Stück wurde für 10.000 Euro verkauft (Los 7446).

Ebenfalls beachtlich ist das Ergebnis einer 20 Pfennig aus der DDR, Olympische Sommerspiele Moskau 1980, die den Startpreis von 600 Euro mehr als verdoppeln konnte und erst bei 1.300 Euro den Zuschlag erhielt (Los 7998).

Zuvor wurde der Zeppelin-Sonderkatalog gut angenommen und brachte für den Auktionator ebenso erfreuliche Ergebnisse. Hier ist der Beleg der 1. Nordamerikafahrt 1937 zu nennen, der aus den Trümmern der Hindenburg geborgen wurde. Der Brief konnte für 2.500 Euro an einen neuen Besitzer versteigert werden (Los 4417). Eine Zuleitung ab Libanon der Italienfahrt 1933 und der 2. Südamerikafahrt 1933 startete bei 2.500 Euro und konnte auf 3.400 Euro hoch gesteigert werden (Los 4776).

Jubiläums-Zugabe mit Spitzenzuschlägen

Großen Andrang gab es zum Start der Sammlungsauktion, die mit 100 hochwertigen Sammlungen der sogenannten "Jubiläums-Zugabe" startete. Für eine Nachlass-Sammlung in naturbelassenen "Schaubek´s Permanent-Alben" wurde der Spitzen-Zuschlag von 22.000 Euro erzielt (Los 8400). 50 randvolle Alben mit Marken aus der ganzen Welt wurde im Saal von 5.000 Euro auf 12.000 Euro gesteigert (8401). Eine schrankfüllende Nachlass-Sammlung Deutsches Reich ab 1872 bis Bund brachte 11.500 Euro (Los 8471). Gleich das 4-fache des Startpreises brachte eine Briefe-Sammlung mit über 1.000 Belegen, angefangen beim Dritten Reich bis in die frühen Bund/Berlin-Jahre. Gestartet bei 2.000 Euro fiel der Zuschlag bei 8.000 Euro. Große Aufmerksamkeit erhielt eine prachtvolle Portugal-Sammlung mit Marken und Belegen von 1853 bis ca. 1970. Mehrere Bieter steigerten dieses Ausnahmeobjekt auf 40.000 Euro. Den Zuschlag erhielt schließlich ein Saalbieter. Der Ausruf lag bei 25.000 Euro (Los 9170). Bei einer zweibändigen Sammlung Hannover bis Bund 1850-1951 mit Schwerpunkt auf den Spitzenausgaben der verschiedenen Gebieten fiel der Hammer bei 7.500 Euro (Ausruf: 3.000 Euro) (Los 9261).

348. Schwanke-Auktion: Von Bremen nach Batavia

Der ältere der beiden Briefe von Bremen nach Batavia.

Wenn die letzte Versteigerung des Jahres beim Hamburger Traditionshaus Schwanke ansteht, freuen sich viele Sammler auf die bekannten "Schwanke-Specials", kleine und große Lose, denen eins gemein ist: Es handelt sich um höchst interessante, meist "frische" Ware zu attraktiven Startpreisen. Blickfänge in diesem Jahr sind die Sammlung "Bremen Postgeschichte" des seit 1909 bestehenden VBBS (Verein Bremer Briefmarken-Sammler e.V.), die über Jahrzehnte aufgebaut und durchweg auf Ausstellungsseiten aufgezogen wurde, und ein weiteres postgeschichtliches Objekt mit Dokumenten auf dem Dreißigjährigen Krieg. Zusammen mit den 176 anderen "Specials" kommen sie am Nachmittag des 21. November 2014 unter den Hammer.

Studien der Postämter

Die Vereinssammlung des VBBS, deren früheste Briefe aus dem 17. Jahrhundert stammen, legt das Augenmerk auf die Stempel, insbesondere aus der Vorphilatelie und von den verschiedenen fremden Postanstalten, die in Bremen tätig waren. Neben dem Stadtpostamt unterhielten Hannover, Oldenburg, Preußen sowie Thurn und Taxis eigene Postämter. Jede dieser fremden Postanstalten war für bestimmte Destinationen (Bestimmungsorte/Länder) zuständig, und in der VBBS-Sammlung werden diese Postwege dokumentiert - von der Vorphila bis zur Markenzeit. Darüber hinaus sind auch die Postämter in Bremerhaven und Vegesack vertreten, die über verschiedene Stempel verfügten ("Schlüsselstempel" klein und groß, Bahnhofsstempel etc). Die Markenausgaben und die Ganzsachen des Stadtpostamtes sind ebenfalls gut vertreten. In den insgesamt 24 Losen sind frühe Briefe und die einzelnen Postämter jeweils in Lots zusammengefasst. Einige spektakuläre Briefe werden als Einzellose angeboten. Alle Stücke sind auf den Original-Ausstellungsseiten des VBBS belassen worden, so dass ein Interessent, der das gesamte Objekt erwerben möchte, die Sammlung in ihrem Ausstellungszustand erhält. Die Gesamttaxe beläuft sich auf etwa 25.000 Euro, wobei ein Übergebot für das komplette Objekt wenigstens 10 Prozent über der Summe aller Einzellose liegen sollte.

Zu den herausragenden Einzellosen gehören zwei Briefe von Bremen nach Batavia (heute Jakarta) auf Java aus derselben Familienkorrespondenz. Beide wurden 1853 bzw. 1861 im Thurn & Taxis'schen Oberpostamt aufgegeben, liefen über Land nach Marseille und dann weiter per Schiff nach Niederländisch-Indien, wie Indonesien früher hieß. Die Briefe an die enorm seltene Destination starten mit je 1000 Euro. Ein weiteres Topstück ist der kleine Schlüsselstempel aus dem Hannoverschen Postamt in Vegesack auf Hannover-Ganzsache ins Herzogtum Oldenburg. Die sehr seltene Entwertung hat einen Ausruf von 2000 Euro. Ebenfalls mit dieser Taxe geht ein 1851 in Konstanz aufgegebener Brief nach Oldenburg ins Rennen, dessen darauf verklebte Baden-Marke MiNr. 4 a den dreizeiligen Rahmenstempel "FRANCO/bis/Bremen" nebengesetzt bekam. Dieser Stempel wurde nur verwendet, bis Bremen am 1. Januar 1852 dem Deutsch-Österreichischen Postverein beitrat.

Ein weiteres bemerkenswertes Lot der "Schwanke-Specials" enthält 18 Dokumente aus dem Dreißgjährigen Krieg, die in Zusammenhang mit dem Grafen Ottavio Piccolomini (1599-1656) stehen. Piccolomini trat 1627 in die Leibwache Wallensteins ein, 1632 in dessen Heer. 1634 wurde er zum kaiserlichen Feldmarschall, 1639 zum Herzog von Amalfi und 1650 zum Reichsfürsten ernannt. Er meldete dem Kaiser Wallensteins eigenmächtige Pläne und wurde mit dessen Festnahme beauftragt. Danach kämpfte er im spanischen und im kaiserlichen Heer. Als kaiserlicher Vertreter führte er 1649 in Nürnberg die Verhandlungen mit Schweden über die Durchführung des Westfälischen Friedens. Bei den bei Schwanke angebotenen Dokumenten sind "Ordres" und Berichte aus so verschiedenen Regionen und Orten wie Aachen, Zeitz, Duderstadt, Lothringen oder Wien mit eigenhändiger Unterschrift Piccolominis. Es geht um Truppenbewegungen, Plünderungen, Einquartierungen von Soldaten usw. Dabei sind auch zwei an Piccolomini gerichtete Luxus-Schnörkelbriefe aus dem letzten Kriegsjahr 1648. Transkriptionen bzw. kurze Inhaltsangaben liegen den Schriftstücken bei. Für die einmaligen historischen Dokumente sind werden mindestens 1500 Euro Ausruf gefordert.

Die 348. Schwanke-Auktion vom 21. bis 22. November 2014, bei deren "Specials" die beliebten "100-Euro-Starter" nicht fehlen dürfen, umfasst Tausende weiterer Briefe und Marken aus Deutschland, Europa und Übersee. Die Markenklassik enthält Ausnahmestücke u.a. von Bayern, Bergedorf, Bremen und Oldenburg. Die Postgeschichte lockt mit einzigartigen Poststücken aus der Untergangsphase des Dritten Reiches bis zur Stunde Null.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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358. Heinrich-Köhler-Auktion: Russland und Altdeutschland im internationalen Fokus

Verfünzigfachte seinen Ausruf von 1000 Euro: Einschreibbrief der Ostchinesischen Eisenbahngesellschaft aus 1899.

Ein herrlicher Herbsttag in Wiesbaden. Hell scheint die Sonne durch die großen Fenster. Im Köhler-Auktionssaal halten die Beteiligten den Atem an, die Spannung ist fast greifbar. Dann schlägt Auktionator Dieter Michelson nach einem wahren "Bietmarathon" den Schiffsbrief der Ostchinesischen Eisenbahngesellschaft für stolze 50.000 Euro an den Telefonbieter am Fenster zu. Bei 1000 Euro hatte das spektakuläre Bietergefecht begonnen. Dass am Ende eine Steigerung um das Fünfzigfache (!) des Ausrufpreises stehen würde, damit hatte wohl niemand gerechnet.

Provenienz als Wertmerkmal

Die Herbstauktion von Deutschlands ältestem Briefmarken-Auktionshaus Heinrich Köhler aus Wiesbaden hatte mit der Versteigerung der Harry-von-Hofmann-Sammlung "Russische Postgeschichte und Einschreibebriefe" den ersten großen Glanzpunkt einer höchst erfolgreichen Auktionswoche erlebt. Und weitere sollten folgen!

Dass in Zeiten von Krisen und Negativschlagzeilen in Zusammenhang mit Russland die russische Philatelie für derart positive Presse sorgt, dürfte alle Beteiligten erfreut und Beobachter nachhaltig beeindruckt haben. Denn generell stieß das Sammelgebiet Russland, insbesondere die russische Schiffspost, auf große Nachfrage bei der internationalen Sammlerschaft. Die Startpreise wurden oftmals um ein Vielfaches überboten, und beachtliche Steigerungen der Ausrufpreise waren keine Seltenheit. Ein eingeschriebenes Briefpaar aus dem Jahr 1904 mit zwei verschiedenen Einschreibezetteln der Archangel-Murmansk-Schiffslinie beispielsweise wurde von 2000 Euro auf 36.000 Euro gesteigert. Bei einem Startpreis von 74.000 Euro landete die auf 153 Auktionslose aufgeteilte Spezialsammlung der russischen Postgeschichte bei 195.000 Euro Gesamtzuschlag. Ein sehr überzeugendes Ergebnis für ein doch eher "exotisches" philatelistisches Spezialgebiet.

Mit einer Steigerungsquote von 240 % bei Verkauf sämtlicher (!) Lose hat die John-Simon-Kollektion der Altdeutschen Staaten alle Erwartungen übertroffen. Von 191 630 Euro Ausruf steigerte sich der Gesamtzuschlag auf sensationelle 460.000 Euro! Insbesondere die Raritäten mit hochkarätigen "Provenienzen" berühmter Vorbesitzer stießen auf beachtliches Interesse. Darunter der "Alfred-H.-Caspary-Brief" mit Bayerns 1 Kreuzer tiefschwarz im 4er-Streifen und Paar frankiert, der von 10.000 Euro auf 36.000 kletterte. Auch ein Preußen-Brief mit einer ½ Silbergroschen rotorange, der bei einem Ausruf von 3.000 Euro bei 15.000 Euro zugeschlagen wurde, konnte eine der edelsten "Philatelie-Herkünfte" aufweisen, unter anderem mit Tabakmagnat Maurice Burrus als stolzem Vorbesitzer.

Fast alle altdeutschen Raritäten der Kollektion John Simon mit fünfstelligen Auktionszuschlägen zeichneten sich durch ebensolche Stammbäume aus, die als Gütesiegel und Garantie für Sammler von herausragendem Wert sind. Ein Brief mit der Halbierung von Bayerns 6 Kreuzer blau von 1862 von Münchberg stammt beispielsweise aus der Rothschild-Sammlung (1939). Dieser stieg von 5.000 auf 11.000 Euro. Der Bergedorf-Brief mit der 3-Schillinge-Marke von 1861, der von 7000 auf 15.000 Euro Zuschlag sprang, wurde bereits 1931 einmal bei einer Heinrich-Köhler-Auktion versteigert. Zuletzt zierte er die Kollektion von Maurice Burrus (1964), bevor er in die Sammlung von John Simon wechselte. Die Bogenecke des "Sachsen-Dreiers" zog von 8.000 auf 26.000 Euro. Sie wurde schon 1959 auf der Titelseite des bekannten Frankfurter Auktionshauses Ebel an exponierter Stelle präsentiert!

Besetztes Togo überraschte

Überraschende Ergebnisse - im positiven Sinne - verzeichneten u.a. die Lose des Sammelgebiets "Togo unter französisch-britischer Besetzung". Die durch die Besatzungsmächte mit "Togo - Occupation franco-anglaise" überdruckten deutschen Kolonialmarken in Schiffszeichnung erzielten höchste Zuschläge: z.B. schoss eine 40 Pf-Marke mit Aufdrucktype "weiter Zeilenabstand" (MiNr. 6 I) mit weiteren Werten auf Brief von 3.000 auf 16.000 Euro. Eine 30- und eine 40-Pf-Marke ungebraucht (MiNr. 13 und 14) steigerten von jeweils 1 500 Euro Ausruf auf 13.000 bzw. 14.000 Euro. 34.000 (6000) Euro erzielte eine 2-Mark-Briefmarke blau ungebraucht.

Alle Zuschläge der Auktion sind jederzeit online unter www.heinrich-koehler.de einzusehen.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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150. Felzmann-Auktion: Weltraritäten zum Jubiläum

Neue Homepage, neuer Online-Katalog - Das Auktionshaus Felzmann präsentiert seinen Kunden im Jubiläumsjahr eine brandneue Webseite im modernen Design mit kundenfreundlicher Menüführung und jede Menge Informationen rund um die Philatelie und Numismatik. Im neuen Online-Katalog können Kunden bequem stöbern, zahlreiche Fotos und Atteste anschauen und sich über eine Merkliste interessante Lose zusammenstellen. Registrierte Kunden können ihre Gebote selbstverständlich mit einem Klick abgeben. Mit dem "Live Bidding" kann man ab sofort über das Internet interaktiv an der Versteigerung teilnehmen.

Königin von Deutsch-Ostafrika

Die Jubiläumsversteigerung vom 6. bis 8. November 2014 wartet mit einem überaus reichhaltigen Angebot internationaler Spitzen-Philatelie auf, in dem sich Weltraritäten, Unikate und erstmals angebotenes Material befinden. Hinzu kommen ein Sammlungs-Angebot mit weit über 1500 Positionen, das zahlreiche unberührte, teils hervorragend ausgebaute und hochwertige Kollektionen enthält, sowie ein umfassender Sonderkatalog für Flug- und Zeppelinpost.

Unter den zahlreichen Highlights der Einzellose befindet sich ein Exemplar der zweiten Serie von Mauritius. Der Erstdruck 2 d "POST PAID" ist ungebraucht in wunderschönem, farbtiefem Indigo. Diese Weltrarität schmückte schon prominente Sammlungen wie die der berühmten Philatelisten Ferrary oder Tomasini (28.000 Euro). Ein Unikat ist ein Flugbrief mit einer 60-C-Überdruckmarke vom Atlantikflug 1927 des italienischen Flugpioniers Francesco de Pinedo nach Kanada. Die eigenhändige Unterschrift des Piloten macht den prachtvollen Beleg zu einer Weltrarität (12 500 Euro). Chinas Schauspielblock mit Ersttagsstempel wird in fast tadelloser Qualität in voller Originalgröße angeboten (4000 Euro).

Der Europa-Teil zeigt eine der schönsten 1-Franc-Briefmarken in lebhaft-vermillon. Die klassische Frankreich-Rarität ist in kräftiger Farbgebung und mit breitrandiger und zentrisch aufsitzender Gitterraute auf einem wunderbaren Briefstück erhalten (10.000 Euro). Ein Unikat stellt die italienische 15 C. "Augusto violetto" dar. Die Marke ist das einzig bekannte gestempelte Exemplar aus einem der Bogen, die für die Ausgabe der Ägäischen Inseln in abweichender Farbe gedruckt wurden. Die Marke gilt als die größte Rarität italienischer Philatelie des 20. Jahrhunderts (28.000 Euro).

Die prominente Altschweiz-Rarität "Basler Taube" ist in aktenfrischer Luxuserhaltung auf einem herrlichen Liebhaberbrief mit im Programm (18.000 Euro). Aus Spanien wird der überaus seltene Verfassungsblock mit kopfstehendem Flugpost-Aufdruck in postfrischer Prachterhaltung angeboten (3000 Euro). Eine Altdeutschland-Rarität ist das sogenannte Stockach-Provisorium, das in einer ausgesprochen attraktiven Gesamterhaltung vorliegt (20.000 Euro). Ein wunderschöner Hamburger Übersee-Brief ist mit fünf Exemplaren der 1 S braun sowie vier Exemplaren der 7 S rotlila frankiert und gehört damit zu einem Ausnahme-Beleg der Hamburg-Philatelie (10.000 Euro). Hannover steuert ein Luxus-Kuvert nach Hongkong bei (40.000 Euro). Zu den Sachsen-Raritäten gehören ein 4er-Block in bräunlichrot auf einem Reko-Übersee-Brief nach Texas über Preußen, Belgien, England und anschließend retour (8500 Euro) sowie mehrere "Sachsen Dreier" in herrlicher farbfrischer Qualität in rot, ziegelrot, hellrot und bräunlichrot.

Bei den Deutschen Kolonien ist ein Komplett-Angebot der "Berner Ausgaben" der Krone/Adler-Überdruckausgaben aller neun Kolonialgebiete zu nennen. Die Ausgaben stammen aus einer dem Commonwealth zugehörigen Postverwaltung, die dort mit den "SPECIMEN"-Aufdrucken versehen wurden (15.000 Euro). Ein anderer Handstempelaufdruck ziert die 10 Pf im farbfrischen 4er-Block auf einem Brief von Tientsin nach Chemnitz (6500 Euro). Eine weitere begehrte Seltenheit deutscher Kolonial-Philatelie ist die 1 Rupie mit Wasserzeichen. Diese "Königin von Deutsch-Ostafrika" ist schon als lose Marke selten. Felzmann bietet sie auf einer Auslands-Paketkarte in einwandfreier Luxuserhaltung an. Bislang sind lediglich fünf weitere Paketkarten bekannt (50.000 Euro).

Im Angebot ist außerdem eine der größten Raritäten der Kriegs- und Propagandafälschungen des Zweiten Weltkriegs. Die amerikanische Fälschung des "Totenkopf Hitlers über Gräberfeld" weist eine überdurchschnittlich gute Erhaltung auf (10.000 Euro). Gleich zweimal ist der Heydrich-Block ungebraucht und in voller Originalgröße im Programm (10.000 bzw. 5000 Euro). Unter Bundesrepublik wird ein kompletter postfrischer Posthornsatz im 4er-Block ungefaltet und tadellos gezähnt in einer unsignierten Ausnahmeerhaltung angeboten (4500 Euro).

Zur Jubiläumsauktion gibt es einen umfassenden Sonderkatalog für Flug- und Zeppelinpost. Neben einer Vielzahl hochinteressanter Flugpost-, Katapultpost- und DOX-Belege sowie Luftfahrt-Memorabilien liegt der Schwerpunkt traditionell bei der Zeppelinpost. Darunter sind diesmal zahlreiche Zeppelinzuleitungen, die lange nicht mehr angeboten wurden, etwa ein seltener deutscher Zuleitungsbeleg zum BALBO-Geschwaderflug 1933 (10.000 Euro). Bei den Katapultpostbelegen Südatlantik wird eine Zuleitung aus der Schweiz 1934 in Mischfrankatur mit deutschen Marken nach Sao Paulo mit 3500 Euro ausgerufen. Außerdem finden sich u.a. ein Kombinationsbeleg des Luftschiff-Chefstewards Kubis sowie drei verschiedene Belege zur Lakehurst Katastrophe 1937.

Die Münzauktion wird vor der Briefmarkenauktion am 4. und 5. November 2014 abgehalten.

Internet: www.felzmann.de

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Ausstellungssammlungen im Fokus

Frankreich MiNr. 17 b gestempelt (250 Euro).

Aachen Ein starker französischer Einschlag prägt die 55. Aix-Phila-Auktion am 28. und 29. November: Frankreich selber bietet so ziemlich alles an besseren und gefragten Marken ab der Klassik in durchweg ausgesucht guter Qualität.

Memel - teilweise unter französischer Mandatsverwaltung - geht mit einer Fülle von Briefen und seltenen Stempeln an den Start; auch der Spitzensatz (MiNrn. 234-237) fehlt weder postfrisch noch echt gestempelt und wird mit 800 bzw. 1200 Euro ins Rennen geschickt.

Mit jeweils 1000 Euro beginnen ein gestempeltes Hochwasserblockpaar der Saar wie auch die berühmte Madonna von 1928 (MiNr. 134). Mindestens 1200 Euro soll ein Freimarkensatz von 1947 bringen, der versehentlich ohne Aufdruck verkauft wurde (MiNrn. 226-238 IIfA).

Die übrige Philatelie ist mit einem reichlichen Angebot vor allem deutscher Marken und Blocks ebenso gut vertreten wie die Numismatik, die Münzen aus verschiedenen Epochen zu moderaten Schätzpreisen präsentiert.

Den traditionellen Höhepunkt bildet am 2. Tag der Sammlungsteil, wenn mehr als 1500 Kollektionen, Posten und Nachlässe unter den Hammer kommen. Einige prämierte Ausstellungssammlungen stehen hierbei besonders im Fokus: Eine Spezialsammlung Mecklenburg-Vorpommern mit seltenen Farben, Abarten und vor allem einer Fülle guter Ganzsachen und Briefe ist 5000 Euro taxiert, eine Sammlung DDR-Dienstpost mit Marken (dabei bessere wie z.B. die MiNr. 8 xYI) und mehr als 1000 Briefen aller möglichen Behörden und VEB-Betriebe startet mit 4000 Euro. Deutschland ist naturgemäß sehr stark vertreten, aber auch Frankreich, die übrigen europäischen Länder und Übersee, wo beispielsweise mehrere Sammlungen der VR China auf Bieter aus Fernost warten. Heiße Bieterkämpfe dürfte es auch bei der Versteigerung von Kartons und ganzen Regalen geben. Die Startpreise bewegen sich hier zwischen 10 und 2500 Euro. Philatelisten mit großem wie kleinem Geldbeutel werden in Aachen erwartet.

Internet: www.aixphila.de

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Breites Deutschland-Angebot

Berlin

Auf der 53. Hadersbeck-Auktion vom 29. bis 31. Oktober 2014 gelangen über 6600 Lose, dabei wieder etliche Besonder-heiten und Raritäten an Einzellosen, zum Ausruf.

Im Übersee-Teil ist Alt-China mit diversen Großen und Kleinen Drachen, meist mit Fotoattest Havemann, vertreten. Mit dabei sind MiNr. 3 I mit seltenem frühem zentrischem Customsstempel "NEWCHWANG 14.Dez.1878" und eine Doppelfrankatur China/Hongkong mit IPO-Stempel aus 1899 (je 500 Euro). Der Schauspieler-Block der VR China (Block MiNr. 8) startet in postfrischer Top-Qualität mit 11000 Euro, ge-stempelt mit 4500 Euro. Für Dänemarks MiNr. 6 postfrisch werden im Europa-Teil 700 Euro verlangt, für die Schweiz MiNr. 10 ungebraucht ohne Gummi 2000 Euro.

Altdeutschland zeigt eine ganze Reihe Erstausgaben wie Bayern MiNr. 1 IIa gestempelt (880 Euro), Sachsen MiNr. 1 a gestempelt (900 Euro) oder Schleswig-Hol-stein MiNr. 1 a und MiNr. 2 jeweils gestempelt (1100 bzw. 1500 Euro). Ein Brief aus Oldenburg mit Mischfrankatur in die USA kostet 2000 Euro. Ein Württemberg-Brief mit einer Mischfrankatur aus den MiNr. 10 (2) und 14 in die USA ist mit 2500 Euro geschätzt, mit Mischfrankatur aus den MiNr. 15 (2) und 19 xa mit 3000 Euro.

Top-Stücke beim Deutschen Reich sind die MiNr. 9 postfrisch (2100 Euro), die MiNr. V mit Plattenfehler I postfrisch (1100 Euro) und zwölf Stück der MiNr. 330 B auf Brief in die USA (8000 Euro). Bei den Deutschen Kolonien fällt eine ungebrauchte MiNr. 14 der Deutschen Post in China ins Auge (1500 Euro), bei Danzig ein ungebrauchter Gro ßer Innendienst, dabei MiNr. 48 mit Plattenfehler I (1200 Euro). Mit 6000 Euro geht eine sehr seltene postfrische MiNr. 16 III der Deutschen Beset zung Zweiter Weltkrieg Ukraine/Alexan derstadt ins Rennen.

Herausragend bei der SBZ ist die Ost-Sachsen MiNr. 43 Ac im 4er-Block, dabei drei Stück mit vollem Mittelstück (6600 Euro). Bei der DDR locken die MiNr. 243 Uo postfrisch (900 Euro), die MiNr. 323 zaYI gestempelt (550 Euro), die MiNr. 330 zaYI gestempelt (900 Euro) und die MiNr. 487 AYI postfrisch (1300 Euro). Die Dienstmarken sind u.a. mit der MiNr. D 40 yAY gestempelt und ZKD MiNr. 31 bII postfrisch vertreten (je 500 Euro). Eine Sammlung "Kleine"-Fälschungen soll mindestens 1500 Euro bringen.

300 Lose enthalten Münzen, Medaillen und Orden. Dazu gehören Bundesrepublik 200 Euro Gold (1500 Euro), Sowjetunion 1923 10 Rubel Gold (1500 Euro), "Deutscher Nationalpreis 1952" der DDR in Gold (800 Euro), eine Ordensspange MecklenburgSchwerin mit Offiziersdienstauszeichnung für 25 Jahre in Gold (800 Euro) und eine Taschenuhr der Firma Lange und Söhne in Gold (5500 Euro).

Am dritten Versteigerungstag warten ca. 2800 Sammlungen, Posten, Lagerbestände und Nachlässe - meist aus Sammlerhand -auf neue Besitzer.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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Klassische und moderne Raritäten

Singen Am 7. und 8. November 2014 findet die 93. Lenz-Auktion statt, zu deren Hauptgebieten aufgrund der geographischen Lage neben Deutschland (besonders Baden, Bayern und Französische Zone) die deutschsprachigen Länder Schweiz, Österreich und Liechtenstein gehören. Zu den Stärken zählt außerdem das breite Angebot an Briefen mit Verwendungen, Frankaturen, Postgeschichte etc. ab der Vorphilazeit. Die Hauptgebiete zeigen sich bei Verwendungsarten, Stempelarten und vielem mehr sehr detailliert, so dass auch Heimatsammler über die Suchmaschine auf der Web-Seite ganz gezielt nach ihren Gebieten/Orten das Angebot durchsuchen können. Zusätzlich steht der Katalog mit über 9000 Positionen und Bildern von fast allen Einzellosen im Internet bereit.

Von den zahlreichen Einzellosen seien folgende beispielhaft erwähnt:

Waagerechter 6er-Streifen der Preußen MiNr. 1 auf weißem Post-Insinuation-Dokument (Lenz, 7000 Euro).

Preußen - Als ganz besondere Rarität wartet ein allseits breitrandiger 6er-Streifen (MiNr. 1), links mit Teil der Nebenmarke, auf weißem Post-Insinuation-Dokument vom 11. Dezember 1860 mit zwei handgeschriebenen Textseiten als Amtsbrief der Polizeiverwaltung in Putzig auf einen neuen Liebhaber (7000 Euro).

Bund - Das moderne Deutschland begeistert mit einem postfrischen 4er-Block der 10-Pf-Europa-Marke von 1956 mit seltenem seitenverkehrtem Wasserzeichen (MiNr. 241 Z, 7500 Euro) und einem waagrechten Eckrandpaar des "Dohnanyi-Essays" (MiNr. 2263 P), links unten mit zwei Ersttags-Stempeln "BAMBERG 1, 10.1.02", in portogerechter und bisher einzig bekannter Mehrfachfrankatur als Kompakt-Brief 21 bis 50 g mit entsprechendem Kodierstreifen in einwandfreier Qualität. Der mehrfach publizierte Beleg startet mit 5500 Euro.

Polen - Ein Brief mit der MiNr. 1, mit Warschauer Stempel Nr. 1 entwertet und zusätzlich rotem russischem Ortsstempel Warschau, geht mit 900 Euro ins Rennen.

Österreich - Die Alpenrepublik bietet die 3, 6 und 12 Rpf Hakenkreuz-Aufdruckmarken ungezähnt im Eckrand links unten "echt und einwandfrei" (1100 Euro).

Im Briefmarken-Teil ist außerdem noch die Auflösung einen schönen alten Litauen-Bestandes vor 1940 in Einzelstücke und Posten hervorzuheben.

Am 2. Versteigerungstag kommen Münzen und Medaillen von alt bis neu, Gold und Silber, in über 900 Positionen unter den Hammer. Auch hier sind ganze Sammlungen und Nachlässe dabei. Nicht nur für Sammler, sondern auch für Anleger ist hier einiges zu finden. Hervorzuheben sind zwei große Münzen-Weltsammlungen von Ägypten bis Zypern und ein sehr gutes Angebot der Schweizer Münzen mit fast allen Schützentalern und 5 Franken ab 1850 Helvetia und Alphirt in sehr guter Qualität.

Den Abschluss bilden über 2100 Sammlungen, Posten und teils unberührte Nachlässe. Von Übersee-Sammlungen über Wühlkisten und Motivposten bis zu Sammlungen/Posten von Europa und Deutschland in jeder Größenordnung und Ausrufen ab "Gebot" bis in den hohen vierstelligen Bereich reicht die Spannbreite.

Internet: www.briefmarken.com

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Norddeutsche Gebiete im Blickpunkt

Hamburg Die 207. Auktion von Edgar Mohrmann Hamburg vom 13. bis 15. November 2014 hält zwei Kataloge bereit: einen Sonderkatalog für die Sammlung "Das Land zwischen den Meeren - Schleswig-Holstein und Dänemark" mit über 400 ausgesuchten Qualitätslosen dieser beiden Gebiete (siehe DBR 7/14, Seite 57) sowie den Hauptkatalog, der u.a. die hervorragend besetzten Gebiete Bergedorf, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein aus der Sammlung Dr. Friedrich enthält, dessen besondere Wertschätzung den Ausgaben der Hansestadt Hamburg galt.

Dort sind neben besonders schönen Briefen und Ganzsachen mit Zusatzfrankaturen viele Vorortstempel vertreten, darunter die beiden einzig bekannten Rahmenstempel "Eppendorf" als Entwertungsstempel auf Briefstücken der MiNr. 1 und 21 sowie ein einzigartiger Brief mit zwei kopfstehend zueinander geklebten preußischen Ganzsachenausschnitten 3 Sgr. braun und dem blauen Landpoststempel "Eppendorf" nach Erfurt. Die kleine (aber schöne) Schwester Bremen bietet u.a. tadellose Briefe der MiNrn. 3 a, 4 b, 8 A, 13 und 15 b. Der Abschnitt Schleswig-Holstein brilliert auch hier, wie im Sonderkatalog, mit hervorragender Qualität.

Der Hauptkatalog bietet ferner eine ungewöhnlich reichhaltige Kollektion Marineschiffspost, deren 2700 Belege in die Sammlungsteile "Von 1897 bis zu Kriegsbeginn 1914" und "Die Kriegszeit 1914 bis 1919" gegliedert wurde. Die 70 Lose aus dem guten SBZ-Angebot bringen viele Seltenheiten wie beispielsweise die MiNrn. 20 a DD postfrisch, 27 c postfrisch, 37 zc postfrisch, 39 ybU im postfrischen 4er-Block, 66-71 y postfrisch, 83 yb postfrisch (alle attestiert) sowie seltene Besonderheiten der Blocks MiNr. 1 bis 4. Weiteres attraktives Material findet sich bei Großbritannien, den Australischen Staaten, der VR China und bei den vielen komplett belassenen Sammlungen von den Altdeutschen Staaten bis zu Übersee-Gebieten.

Internet: www.edgar-mohrmann.de

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Sensationelle Zuschläge für Kühner-Sammlung

Bonn Mit der Versteigerung der Sammlung "Horst Kühner", vom Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer mit einem aufwendigen Hardcover-Katalog präsentiert, kamen zahlreiche extrem seltene Stücke zum Angebot. Sicherlich 100 der 600 Lose haben gerade zweistellige Auflagen, sogar einige Unikate und eine Handvoll Werte mit einstelligen Auflagen waren auch dabei.

Trotzdem hat wohl niemand der bei der Auktion Anwesenden mit diesen Zuschlagpreisen gerechnet. Knapp eine halbe Million Euro konnte Auktionator Dr. Fischer in drei Stunden zuschlagen, nur wenige Lose blieben vorerst unverkauft. In vielen Fällen können die Michel-Notierungen getrost neu geschrieben werden. Zum Auftakt wurden direkt die meisten der Britischen Besetzungsausgaben der Deutschen Kolonien zu meist extremen Preisen zugeschlagen, so z.B. Deutsch-Neuguinea MiNr. 14 I ungebraucht (3 S. auf 3 Mark) mit 6400 (600) Euro, Mafia MiNr. 8 a ungebraucht (1 Rupie) mit 7200 (3500) Euro oder Marshall-Inseln MiNr. 12 II ungebraucht (3 S auf 3 Mark) mit 11 500 (3000) Euro.

Bei den dann folgenden Deutschen Besetzungsausgaben im Zweiten Weltkrieg, die den zweiten Schwerpunkt der Kollektion bildeten, hatte man zeitweise das Gefühl, dass es morgen keine Briefmarken mehr geben würde. Bei einem mit 7500 Euro ausgerufenen und zugegebenermaßen wunderschönem Heydrich-Block mit Schutzumschlag fiel der Hammer erst bei 18.000 Euro. Eine dauernde Bieterschlacht lieferten sich Saal- und telefonische Bieter bei den Besetzungsausgaben in Frankreich. Bei den mit jeweils 650 Euro ausgerufenen Dünkirchener Sondermarken wurde für fast alle Lose ein Zuschlagspreis von 1900 Euro erzielt, was mit Aufgeld etwa 130 % des Michel-Preises von gerade 1700 Euro entspricht. Nach Aussage des anwesenden, für dieses Gebiet zuständigen VP-Prüfers Lothar Herbst lagen frühere Zuschläge für diese Marken bei 1100 bis 1300 Euro - wenn man überhaupt ein Angebot finden konnte.

Auch Zara wartete mit beeindruckenden Zuschlägen auf: MiNr. 17 I postfrisch mit einem kleinen Stockfleck, mit moderaten 4000 Euro ausgerufen, kletterte bis auf 14.000 Euro bei einer Michelbewertung von 20.000 Euro.

Ebenfalls enorm umkämpft war das beeindruckende Angebot Propaganda-Fälschungen. Der mit 10.000 Euro ausgerufene, der DR-Ausgabe von 1936 nachempfundene ungebrauchte Hitler-Propaganda-Block mit dem Motiv "Hitler-Totenkopf über Gräber" wurde mit 13.000 Euro zugeschlagen. Noch beeindruckender gestaltete sich aber die Versteigerung der im Michel mit den Nummern 34 und 35 katalogisierten Propaganda-Fälschungen mit Aufdruck "Deutsche Reichspost in Marokko". Diese Propaganda-Fälschungen sollten eine bevorstehende Besetzung Marokkos ankündigen. Bei Auflagen von nur elf bzw. sieben Stück betragen die aktuellen die Michel-Bewertungen 3000 bzw. 4000 Euro für postfrisch. Versteigert wurden zwei ungebrauchte Stücke; ähnliche Werte waren vor zehn Jahren zum letzten Mal auf einer Versteigerung aufgetaucht. Bei Ausrufpreisen von je 5000 Euro fiel für die MiNr. 34 erst bei 11 500 Euro der Hammer, für die MiNr. 35 gab es den Zuschlag erst bei 12 500 Euro.

Internet: www.reinhardfischerauktionen.de

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Vorbericht 140. Fischer-Auktion

wm (Bonn) Über 10.000 Lose präsentiert das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer während seiner 140. Auktion am 14./15. November in Bonn am Rhein. Das reichhaltige und wertvolle Angebot wird in drei Auktionskatalogen vorgestellt. Es gibt zum einen den Hauptkatalog mit allen Facetten der weltweiten Philatelie. Weiterhin einen Sonderkatalog "Numismatik" mit etwa 1.600 ausgewählten Losen aus mehreren Jahrhunderten Münzgeschichte. Schließlich einen Sonderkatalog "Schweiz & Liechtenstein" für die "Schwarzwaldgold"-Sammlung.

Der Hauptkatalog bietet über 8000 ausgewählte Lose Philatelie mit einem interessanten Querschnitt aller deutschen Sammelgebiete von Altdeutschland - Bundesrepublik Deutschland. Außerdem eine interessante Auswahl europäischer und internationaler Philatelie. Bei Altdeutschland fällt u. a. die Auflösung einer Sammlung Braunschweig, Hannover, Preußen und NDP (ex Spalink) ins Auge.

Unter den Ausgaben Deutschlands ab 1872 findet der interessierte Sammler zahlreiche Besonderheiten, Abarten, Farben und Raritäten, dabei u. a. Deutsches Reich mit postfrischen/ungebrauchten Brustschildern, mehrere Nothilfeblocks und die seltene unverausgabte "Burg Rheinstein". Weiterhin eine sehr große Auswahl Markenheftchen, Zusammendrucke und Zeppelin-Briefe.

Unter den Ausgaben der Deutschen Auslandspostämter und Kolonien fallen zahlreiche postfrische Einheiten, Typen und Eckränder sowie einige komplette Bogen ins Auge. Dabei u. a. Raritäten wie China-Handstempel, seltene Farben, Stempelseltenheiten wie u. a. Kamerun "IKELEMBA".

Unter den sog. "Deutschen Nebengebieten" wird eine Spezialsammlung Danzig mit zahlreichen Abarten, Farben, Besonderheiten und Raritäten aufgelöst, dabei u. a. "großer Innendienst" zeitgerecht gestempelt, "großer Innendienst" postfrisch und ungebraucht. Auch seltene Porto- und Dienstmarken sind im Angebot mit u. a. Porto 20X und 26/29II, alle Infla-echt und entsprechend geprüft.

Die Ausgaben der Deutschen Besetzung im II. Weltkrieg bringen zahlreiche seltene Stücke, dabei u. a. Böhmen und Mähren mit Heydrich-Block mit niedriger Nummer 112. Auch seltene Ausgaben von Zara und anderen Gebieten sind im Angebot. Etliche gesuchte Standard-Ausgaben bieten jedem Generalsammler viele Möglichkeiten.

Beeindruckend ist bei den Ausgaben deutscher Sammelgebiete nach 1945 das große Angebot an Raritäten der Lokalausgaben und der SBZ, darunter ein breites Spektrum an Bedarfsbriefen bei den Lokalausgaben. Die Ausgaben der Sowjetischen Besatzungszone bieten seltene Postmeistertrennungen, Farben, Abarten und Papiersorten. Als Spitzenstück bei Thüringen der seltene Block 3AXZ in postfrischer Luxus-Erhaltung. Dieser seltene Block ist nur in einer Kleinstauflage bis dato bekannt geworden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist bei Europa die Auflösung einer Spezialsammlung Schweiz und Liechtenstein, für diese hat das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer den Sonderkatalog "Schwarzwaldgold" aufgelegt. Der Luxus-Sonderkatalog bietet 781 interessante Lose in exzellenter Qualität mit einem Katalogwert von ca. einer Million sFr. Über 500 Atteste zeugen vom Qualitätsbewusstsein des Sammlers. Der Name "Schwarzwaldgold" stammt übrigens daher, dass diese Sammlung im Hochschwarzwald, nicht so weit entfernt von der Schweizer Grenze, entstanden ist.

Über das umfangreiche Auktionsangebot der 140. Auktion kann man sich auf der Website www.ReinhardFischerAuktionen.de vom Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer informieren. Dort stellt das Auktionshaus für alle Einzellose, auch solche die nicht im Katalog abgebildet sind, Bilder in mehreren Auflösungen zur Verfügung. Außerdem werden zahlreiche Sammlungsfotos für eine Besichtigung "daheim" online gestellt. Der Online-Katalog bietet eine leistungsstarke Suchmaschine und für zusätzliche Funktionen kann man sich kostenlos registrieren und online bieten.

100 Jahre Heinrich Köhler. Eine Präsentation in London

wm Am 9. Oktober 2014 stellte Dieter Michelson, Geschäftsführer und Mitinhaber des ältesten deutschen philatelistischen Auktionshauses, der Firma Heinrich Köhler in Wiesbaden, die Geschichte der Firma und deren Inhaber, über 100 aus dem In- und Ausland angereisten Philatelisten vor. Eine spezielle von Heinrich Mimberg zusammengestellte Ausstellung zur Firmengeschichte kam bestens an, zumal diese vollständig in englischer Sprache zu sehen war. Ebenso eine 2013 in deutscher, nunmehr erstmals in London vorgestellte englische Übersetzung des Buches von Wolfgang Maassen "Heinrich Köhler und seine Nachfahren" (Heinrich Köhler and his Successors), in dem auf rund 500 Seiten die Familien- und Firmengeschichte höchst detailliert erzählt werden. Michelson präsentierte wenig Bekanntes über den Firmengründer, dessen Familie (auch über Köhlers Enkelin, die ebenfalls in London dabei war) und über Hartmut C. Schwenn, der in den 1960er-Jahre die Firma von der Köhler-Familie übernahm. Dessen Verdienst - auch Schwenn war unter den Gästen - war es u.a., den jungen Volker Parthen zu engagieren, der dann 1970 die Firma übernahm. Unvergessen bis heute, auch in England, blieben die legendären Boker-Auktionen, die die Firma wieder in die Weltspitze zurückführten. Chris King, Präsident der Royal Philatelic Society London, des ältesten Philatelistenvereins der Welt, in dessen Haus die Präsentation stattfand, dankte Michelson für seine ausgezeichnete und für die Klubmitglieder höchst ungewöhnliche Vorstellung, die thematisch ausgefallen und inhaltlich perfekt war.

Rückblick: 164. Leipziger Briefmarkenauktion Fortagne & Lipfert

wm Knut Fortagne konnte einmal mehr - nachdem nun auch der Nachverkauf beendet ist - von einem guten Erfolg seiner 164. Auktion am 12./13. September 2014 berichten. Insgesamt standen 4.550 Lose zum Verkauf, dabei fast 1.000 Sammlungen und Lots, die überwiegend mit beachtlichen Steigerungen verkauft wurden. "Bis zu 100 Saalbieter aus dem In- und EU-Ausland verfolgten das Geschehen", weiß Fortagne zu berichten und ihn wie so viele andere dürfte besonders der Zuschlag eines Loses überrascht haben, einer 200 Dollar-Banknote der Deutsch-Asiatischen Bank (Los 1108), das von 700 auf stolze 7.400 Euro hochgesteigert wurde.

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Vorbericht: 207. Auktion von Edgar Mohrmann in Hamburg (13.-15. November 2014)

Die 207. Auktion von Edgar Mohrmann Hamburg am 13. - 15. November 2014 hält zwei Kataloge bereit; einen Sonderkatalog für die Sammlung "Das Land zwischen den Meeren - Schleswig-Holstein und Dänemark" mit über 400 ausgesuchten Qualitätslosen dieser beiden Gebiete sowie den Hauptkatalog der u.a. die hervorragend besetzten Gebiete Bergedorf, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein aus der Sammlung Dr.Friedrich enthält, dessen besondere Wertschätzung den Ausgaben der Hansestadt Hamburg galt. Dort sind neben besonders schönen Briefen und Ganzsachen mit Zusatzfrankaturen viele Vorortsstempel enthalten, darunter die beiden einzig bekannten Rahmenstempel "Eppendorf" als Entwertungsstempel auf Briefstücken der MiNr.1 und 21 sowie ein einzigartiger Brief mit zwei kopfstehend zueinander geklebten preußischen Ganzsachenausschnitten 3 Sgr. braun und dem blauen Landpoststempel "Eppendorf" nach Erfurt. Die kleine (aber schöne-) Schwester Bremen bietet u.a. tadellose Briefe der Michelnummern 3a, 4b, 8A, 13 und 15b, der Abschnitt Schleswig-Holstein ist auch hier, wie im Sonderkatalog, von hervorragender Qualität. Der Hauptkatalog bietet ferner eine ungewöhnlich reichhaltige Sammlung Marineschiffspost deren 2700 Belege in die Sammlungsteile "Von 1897 bis zu Kriegsbeginn 1914" und "Die Kriegszeit 1914 bis 1919" gegliedert wurde. Die 70 Lose aus dem guten SBZ - Angebot enthalten viele Seltenheiten wie Mi-Nrn. 20aDD**, 27c**, 37zc**, 39ybU im postfrischen Viererblock, 66/71y **, 83yb** (alle attestiert) sowie seltene Besonderheiten der Blöcke 1 bis 4. Weiteres attraktives Material findet sich bei Großbritannien, den Australischen Staaten, der VR China und bei den vielen komplett belassenen Sammlungen von den Altdeutschen Staaten bis zu Übersee-Gebieten.

Internet: www.edgar-mohrmann.de

Vorschau auf die kommende AIX PHILA-Auktion in Aachen

wm (Aachen) Ein starker französischer Einschlag prägt die 55. AIX-PHILA Auktion am 28. und 29. November: Für das Sammelgebiet Frankreich bietet AIX PHILA so ziemlich alles an besseren und gefragten Marken ab der Klassik in durchweg ausgesucht guter Qualität.

Memel - teilweise unter französischer Mandatsverwaltung - geht mit einer Fülle von Briefen und seltenen Stempeln an den Start, auch der Spitzensatz (Mi-Nr. 234/37) fehlt weder postfrisch noch echt gestempelt und wird mit 800 € bzw. 1.200 € ins Rennen geschickt.

Mit jeweils 1.000 € beginnt ein gestempeltes Hochwasserblockpaar der Saar genauso wie auch die berühmte Madonna von 1928 (Mi.-Nr. 134). Mindestens 1.200 € soll ein Freimarkensatz von 1947 bringen, welcher versehentlich ohne Aufdruck verkauft wurde (Mi.-Nr. 226/38 IIfA).

Die übrige Philatelie ist mit einem reichlichen Angebot vor allem deutscher Marken und Blöcke ebenso gut vertreten wie die Numismatik, welche Münzen aus verschiedenen Epochen zu moderaten Schätzpreisen präsentiert.

Den traditionellen Höhepunkt bildet am 2. Tag der Sammlungsteil, wenn mehr als 1.500 Kollektionen, Posten und Nachlässe unter den Hammer kommen. Einige prämierte Ausstellungssammlungen stehen hierbei besonders im Fokus: Eine Spezialsammlung Mecklenburg-Vorpommern mit einer Fülle von Besonderheiten und Belegen wird mit 5.000 € ins Rennen geschickt, eine Sammlung DDR-Dienstpost mit mehr als 1.000 Briefen aller möglichen Behörden und VEB-Betriebe startet mit 4.000 €. Deutschland ist naturgemäß sehr stark vertreten wie aber auch Frankreich, die übrigen europäischen Länder und Übersee, wo beispielsweise mehrere Sammlungen der VR China auf Bieter aus Fernost warten. Heiße Bieterkämpfe dürfte es auch bei der Versteigerung von Kartons und ganzen Regalen geben und hier bei Startpreisen von 10 € bis 2.500 € Philatelisten mit großem wie kleinem Geldbeutel nach Aachen locken.

Internet: www.aixphila.de

Vorbericht zur 348. Schwanke-Auktion in Hamburg (21.-22.11.2014)

wm (hs) KOMMUNIKATION IM UNTERGANG - Eine einmalige post- und zeitgeschichtliche Sammlung von Dokumenten aus den letzten Kriegstagen wird ein bedeutendes Highlight der 348. Auktion darstellen. Interessenten lesen dazu bitte das Bulletin des Auktionshauses auf www.schwanke-auktionen.de. Dort werden die Spitzenstücke dieser Kollektion noch einmal gesondert vorgestellt. Das Objekt startet mit einem Schätzpreis von 20.000 Euro.

EUROPA ZUR ZEIT DES DREISSIGJÄHRIGEN KRIEGES: Als ein Los der diesjährigen Specials bieten Schwanke an: 18 Dokumente aus dem 30jährigen Krieg, die in Zusammenhang mit dem Grafen Ottavio Piccolomini (1599 - 1656) stehen. Bei den von uns angebotenen Dokumenten sind "Ordres" und Berichte aus so verschiedenen Regionen und Orten wie Aachen, Zeitz, Duderstadt, Lothringen, Wien, u.a. mit eigenhändiger Unterschrift Piccolominis. Es geht um Truppenbewegungen, Plünderungen, Einquartierungen von Soldaten usw. Dabei auch zwei Luxus-Schnörkelbriefe aus dem letzten Kriegsjahr 1648, an Piccolomini gerichtet. Transkriptionen bzw. kurze Inhaltsangaben liegen den Schriftstücken bei. Dem historisch interessierten Sammler bietet sich hier eine Gelegenheit zum Erwerb einmaliger historischer Dokumente aus dem 30-jährigen Krieg! (Schätzpreis 1500 Euro).

KLASSISCHE MARKEN: Ein absolutes Topstück internationaler Philatelie ist sicher der 11er-Block der 1 Shilling "embossed" von Grossbritannien. Diese Einheit gehört zu den schönsten, die von dieser Marken existieren. Der exzellente Schnitt, die tiefe dunkle und frische Farbe sowie die vorbildliche Entwertung machen diese Einheit zu einem Schaustück für jede engagierte Ausstellungssammlung. (Schätzpreis 20.000 Euro).

GROSSBRITANNIEN wird mit fast 200 Einzellosen, vorwiegend "Penny blacks" und "Penny reds" überhaupt sehr gut vertreten sein.

ALTDEUTSCHLAND und die Marken der ALTITALIENISCHEN STAATEN sollten ebenfalls Interesse wecken. Eine Rarität besonderer Art stellt die BARMER POSTFÄLSCHUNG des Deutschen Reiches dar. Als die Deutsche Reichspost im Jahre 1882 diese Fälschung entdeckte, füllten die polizeilichen Ermittlungs- und späteren Gerichtsakten bald eine halbe Schrankwand, und die Fälscher wanderten hinter Gitter. Die meisten dieser Stücke wurden unerkannt verbraucht, so dass heutzutage nur noch wenige Exemplare erhalten geblieben sind. Einheiten sind allergrößte Raritäten und außer einem Dreierstreifen in beschädigtem Zustand ist ein Paar die größte Einheit. Ein solches Paar kann Schwanke in seinen "Specials 2014" anbieten.

Die Postgeschichte von BREMEN wird allerbestens dokumentiert in der Vereinssammlung des Vereins Bremer Briefmarkensammler. Dieses über viele Jahrzehnte aufgebaute Objekt gelangt zur Auktion. Die Sammlung wird detailliert angeboten, doch besteht die Möglichkeit, durch ein Übergebot das Objekt geschlossen zu erwerben. Der Käufer hat damit die Möglichkeit, diese einmalige Dokumentation, die ja geradezu ein kulturhistorisches "Denkmal" ist, in ursprünglicher Form zu bewahren. Die komplette Sammlung des VBBS wird demnächst auf Schwankes Webseite zu sehen sein and kann dann dort als PDF heruntergeladen werden. Es steht zu hoffen, dass das philatelistische Wissen, das in dieser Sammlung steckt, damit zumindest bewahrt bleibt.

Sensationelle Zuschläge bei Heinrich Köhler Auktion 358 - Russland und Altdeutschland im Fokus der internationalen Sammler

wm (hk) Ein herrlicher Herbsttag in Wiesbaden. Hell scheint die Sonne durch die großen Fenster. Im Köhler Auktionssaal halten die Beteiligten den Atem an, die Spannung ist fast greifbar. Dann schlägt Auktionator Dieter Michelson nach einem wahren "Bietmarathon" den Schiffsbrief der Ostchinesischen Eisenbahngesellschaft (Los 1389) für stolze 50.000 Euro an den Telefonbieter am Fenster zu. Bei 1.000 Euro hatte das spektakuläre Bietergefecht begonnen. Dass am Ende eine Steigerung um das 50-fache (!) des Ausrufpreises stehen würde, damit hatte wohl niemand gerechnet.

Die Herbstauktion von Deutschlands ältestem Briefmarken-Auktionshaus Heinrich Köhler aus Wiesbaden hatte mit der Versteigerung der Harry von Hofmann Sammlung "Russische Postgeschichte und Einschreibebriefe" den ersten großen Glanzpunkt einer höchst erfolgreichen Auktionswoche erlebt. Und weitere sollten folgen!

Dass in Zeiten von Krisen und Negativschlagzeilen in Zusammenhang mit Russland die russische Philatelie für derart positive Presse sorgt, dürfte alle Beteiligten erfreut und Beobachter nachhaltig beeindruckt haben. Denn generell stieß das Sammelgebiet Russland, insbesondere die russische Schiffspost, auf große Nachfrage bei der internationalen Sammlerschaft. Die Startpreise wurden oftmals um ein Vielfaches überboten und beachtliche Steigerungen der Ausrufpreise waren keine Seltenheit.

Ein eingeschriebenes Briefpaar aus dem Jahr 1904 mit zwei verschiedenen Einschreibezetteln der Archangel-Murmansk-Schiffslinie beispielsweise wurde von 2.000 Euro auf 36.000 Euro gesteigert. Bei einem Startpreis von 74.000 Euro landete die auf 153 Auktionslose aufgeteilte Spezialsammlung der Russischen Postgeschichte bei 195.000 Euro Gesamtzuschlag. Ein sehr überzeugendes Ergebnis für ein doch eher "exotisches" philatelistisches Spezialgebiet.

Altdeutschland-Raritäten mit Provenienz verzeichnen Spitzenzuschläge

Mit einer Steigerungsquote von 240% bei Verkauf sämtlicher (!) Lose hat die John Simon Kollektion der Altdeutschen Staaten alle Erwartungen übertroffen. Von 191 630 Euro Ausruf steigerte sich der Gesamtzuschlag auf sensationelle 460.000 Euro!

Insbesondere die Raritäten mit hochkarätigen "Provenienzen" berühmter Vorbesitzer stießen auf beachtliches Interesse. Darunter der "Alfred H. Caspary Brief" (Los 9) mit Deutschlands erster Briefmarke von 1849, Bayerns 1 Kreuzer tiefschwarz im Viererstreifen und Paar frankiert, der von 10.000 Euro auf 36.000 gesteigert wurde. Euro. Auch ein Preußen-Brief mit einer ½ Silbergroschen rotorange (Los 87), der bei einem Ausruf von 3.000 Euro bei 15.000 Euro zugeschlagen wurde, konnte eine der edelsten "Philatelie-Herkünfte" aufweisen, unter anderem mit Tabakmagnat Maurice Burrus als stolzem Vorbesitzer.

Fast alle altdeutschen Raritäten der Kollektion John Simon mit fünfstelligen Auktionszuschlägen zeichneten sich durch ebensolche Provenienzen aus, die als Gütesiegel und Garantie für Sammler von herausragendem Wert sind. Ein Brief mit der Halbierung von Bayerns 6 Kreuzer blau von 1862 (Los 19) von Münchberg stammt beispielsweise aus der Rothschild-Sammlung (1939). Dieser stieg von 5.000 Euro auf 11.000 Euro. Der Bergedorf-Brief mit der 3-Schillinge-Marke von 1861 (Los 27, Ausruf: 7.000 Euro, Zuschlag: 15.000 Euro) wurde bereits 1931 einmal bei einer Heinrich Köhler Auktion versteigert. Zuletzt zierte er die Kollektion von Maurice Burrus (1964), bevor er in die Sammlung von John Simon wechselte. Die Bogenecke des "Sachsen-Dreiers" (Los 140) stieg von 8.000 Euro auf 26.000 Euro. Diese wurde schon 1959 auf der Titelseite des bekannten Frankfurter Auktionshauses Ebel an exponierter Stelle präsentiert!

1.Weltkrieg in Afrika: Togo unter französisch-britischer Besetzung überrascht

Überraschende Ergebnisse - im positiven Sinne - verzeichneten unter anderem die Lose des Sammelgebiets "Togo unter französisch-britischer Besetzung". Die durch die Besatzungsmächte mit ,Togo - Occupation franco-anglaise' überdruckten Deutschen Kolonialmarken in Schiffszeichnung erzielten höchste Zuschläge: Los 4720, eine 40 Pfennig-Marke mit Aufdrucktype "weiter Zeilenabstand" (Michel-Nr. 6 I) mit weiteren Werten auf Brief kletterte von Euro 3.000 Euro auf 16.000 Euro. Die Lose 4727 und 4729, eine 30-Pfennig- sowie eine 40-Pfennig-Briefmarke ungebraucht (Michel-Nr. 13 und 14) wurden von jeweils 1 500 Euro Ausruf auf 13.000 bzw. 14.000 Euro gesteigert. Das Los 4732, eine 2-Mark-Briefmarke blau ungebraucht, sogar von 6.000 auf 34.000 Euro.

Alle Zuschläge der Auktion sind jederzeit online unter Internet: www.heinrich-koehler.de einzusehen.

Die nächste Versteigerung des Traditionshauses Heinrich Köhler wird vom 24. bis 28. März 2015 in Wiesbaden stattfinden (Einlieferungsschluss 15. Januar 2015). Nähere Informationen bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de

Kaum glaubliche Resultate bei Dr. Derichs-Auktion in Berlin

wm Der legendäre Yokohama-Fund, 49 Briefe mit japanischer Destination, vorwiegend aus altdeutschen Staaten, aber auch aus den USA und Großbritannien, sorgte schon nach Erscheinen des Hardcover-Auktionskataloges für Furore. Ein Familienbesitz in vermutlich dritter Generation, der lange Zeit eher unbeachtet vor sich hingeschlummert hatte und am 29. August von Roland Meiners, dem Inhaber der Kölner Traditionsfirma Dr. Derichs, zur Versteigerung in dessen Berliner Dependance kam. Der Gesamtposten war mit 82.000 Euro zurückhaltend angesetzt. Aber wohl keiner hätte es für möglich gehalten, dass der Endzuschlag (ohne Aufgeld!) sich bei 311.000 Euro einpendeln würde.

"Es war das Verrückteste, was ich in meinen 26 Jahren beruflicher Versteigerertätigkeit erlebt habe", beschrieb ein völlig überraschter Roland Meiners seine ersten Gefühle. Ein Los (945) schoss allein von 5.000 Euro auf sage und schreibe 36.000 Euro. Alle Lose wurden verkauft. Allein vier Amerikaner, selbst auch Japaner, saßen am Telefon und steigerten mit, als ob es künftig keine Briefmarken mehr geben würde.

Aber auch sonst konnte sich das Ergebnis der Gesamtauktion bestens sehen lassen, denn mit 1.516.000 Euro Zuschlag, ohne Aufgeld (Ausruf war 1.107.000 Euro) reihte sich das Berliner Geschehen in die seit Jahren scheinbar unaufhaltsame Erfolgsgeschichte des Hauses ein. Die weiteren Heppner-Lose gingen allein für 450.000 Euro weg und der nächste Teil der Prof. Franz-Sammlung lag ebenfalls im gut sechsstelligen Bereich. Meiners bleibt angesichts solch toller Zahlen auf dem Teppich, denn er weiß darum, dass sich Raritäten derzeit bestens verkaufen, aber die "normale" Ware da deutlich zurückstecken muss. Mit dem anstehenden Verkauf der Kniepe-Kolonial-Sammlung bei der nächsten Auktion in Köln ist er auf jeden Fall wieder bestens gerüstet, um für weitere Schlagzeilen zu sorgen.

158. Rauhut-.Auktion:
Über 1 Mio Euro Zuschlag in 4 1/2 Stunden!

wm (Mülheim a.d. Ruhr) Auch die 158. Rauhut-Auktion konnte beeindruckende Ergebnisse vorweisen kann: Ein Gesamtergebnis von bisher fast 1,75 Millionen Euro (Zuschläge + Aufgelder, ohne MwSt.) ist mehr als eindrucksvoll. Wie immer bei Rauhut "eine feste Bank": Die über 500 Lose aus der traditionellen "Nachlass"-Abteilung (Los-Nr. 6000-6572) erzielten alleine in 4 ½ Stunden einen Zuschlag von über 1.020.000 Euro (zzgl. Aufgelder und MwSt., bei einem Gesamt-Startpreis von 600.000 Euro) und das in nur viereinhalb Auktionsstunden! Ein voll besetzter Auktionssaal sorgte für entsprechende Resultate und einen Komplett-Verkauf dieser Abteilung.

139. Dr. Reinhard Fischer-Auktion in Bonn mit Sonder-Katalog "Horst Kühner"

wm (Bonn) Der Katalog zur 139. Auktion und der Sonderauktion "Sammlung Horst Kühner" am 5./6. September 2014 ist online! Für sämtliche 9200 Einzellose stehen Bilder in drei Größen und in sehr hoher Qualität im Netz, weiterhin werden sämtliche ca. 2500 Atteste und Befunde abgebildet! Zum Aufruf kommen fast 11.000 Lose!
Siehe: www.reinhardfischerauktionen.de

Die Sammlung "Horst Kühner" präsentiert zahlreiche Weltraritäten der Gebiete "Deutsche Kolonien und Auslandspostämter" (mit fast allen Ausgaben der britischen Besetzung) sowie "Deutsche Besetzung II. Weltkrieg" inkl. Sudetenland, Feldpost und Propaganda-Fälschungen. Der 600 Lose umfassende Sonderkatalog zeigt auf über 100 Seiten, die zahlreichen Raritäten, die Horst Kühner in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts zusammengetragen hat. Dabei u. a. 50 Pfg China Handstempel mit doppeltem Handstempel-Aufdruck, Heydrich-Block mit Schutzkartons, Schutzumschlag und Seidenpapier, OSS-Propagandablock in rot, um nur einige der großen Raritäten zu nennen. Über den Link "Highlights aus der Sammlung Horst Kühner" kann man weitere Highlights ansehen, das gesamte Angebot lässt sich auch im Online-Katalog studieren.

Weitere Angebote: Altdeutschland mit reichhaltigem Angebot von über 1.400 Losen, dabei u. a. Bayern mit zwei Schwarzen Einsern, Preußen mit interessantem Stempelteil, Sachsen mit Auflösung einer Stempel-Sammlung - zumeist auf Briefen. Weiterhin der zweite Teil einer Ausstellungs-Sammlung Thurn & Taxis mit zahlreichen aktuell geprüften Seltenheiten. Im Bereich Sammlungen zahlreiche Länder- und Generalsammlungen.

Deutsches Reich: wertvolles Angebote mit u. a. zahlreichen interessanten Losen "Brustschilde", weiterhin alle Zeitepochen mit Typen, Farben, Besonderheiten, seltenen Belegen und Abarten, ebenso umfangreich das Angebot "Zusammendrucke und Markenheftchen". Liebhaber der Zeppelinphilatelie können aus einer Auswahl seltener Stücke zahlreich auswählen.

Deutsche Kolonien / Auslandspostämter: werthaltiges Angebot mit über 1.200 Losen, dabei zahlreiche ** Ausgaben, Besonderheiten und Ganzbogen, vielfach Ganzbogen der beliebten Querformate, außerdem DOA 39IIAIIa ** (500), weiterhin über alle Gebiete verteilt interessante Vorläuferausgaben, Briefe und Stempel. Der Sonderkatalog "Horst Kühner" bietet weiterhin zahlreiche Seltenheiten der Besetzungsausgaben der Dt. Kolonien!

Besetzung I. Weltkrieg/ Abstimmungsgebiete/Danzig/Memel/Saar: interessantes Angebot mit u. a. Danzig "großer Innendienst" ** (4.000) und zeitgerecht entwertet (4.500), weiterhin Saargebiet mit zahlreichen Abarten und Besonderheiten, ** Urdrucksatz, "weißer Urdruck" **, Markenheftchen 1 **/*, Memel bietet Farben, Typen und Seltenheiten wie portogerechte Einzelfrankatur Mi.-Nr. 117 auf Brief (600), 183/92 **, 30 Cent Grünaufdruck als portogerechte MiF auf Brief (1.500).

II. Weltkrieg/Feldpost: Angebot der Extraklasse, neben den Raritäten im Sonderkatalog der Sammlung "Horst Kühner" bietet auch der Hauptkatalog ein reizvolles Angebot dieser gesuchten Ausgaben, so finden sich fast alle Standard-Ausgaben im Programm, weiterhin viele Abarten und Besonderheiten, dabei u. a. GG I/IIIL ** (1.200), Kotor I/VI ** (2.000), Laibach 45/60 gestempelt (750), Alexanderstadt 12X gestempelt (1.800), Feldpost 6DD ** (850), 6K ** (850) , 8A gestempelt (1.350), Kuban-Päckchenmarke Type I (*) (2.400) und zahlreiche Propagandafälschungen II. Weltkrieg.

Deutsche Lokalausgaben: interessantes Angebot mit Seltenheiten von u. a. Spremberg - mit Vorläuferbriefen, Bad Schmiedeberg, Grossräschen etc.

Westzonen/Bund/Berlin: reichhaltiges Angebot mit zahlreichen Abarten, Besonderheiten, gesuchten Anfangsausgaben etc., dabei u. a. Markenheftchen Bund/Berlin mit zahlreichen seltenen Typen

SBZ/DDR: spezialisiertes Angebot mit zahlreichen Typen, Farben, Abarten und Besonderheiten, dabei u. a. Mecklenburg-Vorpommern 26b ** (1.500), gesuchte Blockausgaben, Mi.-Nr. 86xb und 86yb jeweils **, weiterhin Postmeistertrennungen, Probedrucke usw. usf.

Europa: ausgewähltes Angebot mit interessanten Offerten bei Belgien, Frankreich, Italien, Kroatien, Jugoslawien, Liechtenstein, Monaco, Österreich, Schweiz und auch noch einigen anderen Gebieten.

Übersee: interessantes Angebot mit u. a. Losen Volksrepublik China mit u. a. "Pfingstrosen"-Block, weiterhin die Auflösung einer großen Sammlung "Britische Kolonien" mit zahlreichen selten angebotenen Stücken zu günstigen Schätzpreisen, viele der angebotenen Stücke sind kaum am Markt.

Ein vielfältiges Sammlungsangebot mit fast 1.800 Losen überwiegend aus Privathand stammend, dabei die Auflösung 9 großer Nachlässe in Ländersammlungen, weiterhin viele große komplett belassene Nachlässe mit bis zu 160 Alben als 1 Los!

Münzen: Ausgewähltes Angebot mit etwa 600 Losen, dabei Anlagegold, Sammlermünzen von Antike - Moderne sowie Medaillen.

Rarität aus der Kolonialzeit wieder entdeckt

wm In der Zeitschrift "philatelie" war bereits in der Augustausgabe die Rede von der Sammlung Horst Kühner, die das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer am 5./6. September 2014 in Bonn versteigern wird. Kühner hatte seit den 1950er-Jahren Briefmarken gesammelt und so manche teure Rarität dabei erworben, die viele Jahrzehnte nicht mehr auf dem Markt waren.

In letzter Minute - also kurz vor Drucklegung des Auktionskataloges - wurde in dem umfangreichen Bestand noch ein Stück entdeckt, bei dem nicht nur die Augen eines Auktionators, sondern auch die sicherlich so mancher Interessierter leuchten werden: eine gestempelte Marke, von der bis heute nur noch ein weiteres (aber postfrisches) Exemplar bekannt sein soll: Deutsche Post in China, 50 Pf. Handstempelaufdruck aus dem Boxeraufstand mit doppeltem (!) Aufdruck!

Die Marke war bereits literaturbelegt, denn sie war 1940 erstmals von Heinrich Köhler bei dessen Auktion in Berlin versteigert worden. Dann verlor sich die Spur und nicht wenige nahmen wohl an, dass die Seltenheit die Kriegswirren nicht überstanden haben dürfte. Man hatte sich wohl getäuscht, denn auf irgendwelchen unbekannten Wegen muss die Rarität ihren Weg, vielleicht im Jahr 1953, als das erste Attest für die Marke ausgestellt wurde, in die Sammlung Kühner gefunden haben.

Michael Jäschke-Lantelme hat sie neu attestiert und in dem Text des Attestes heißt es:

    "China 13DD
    50 Pf. Germania mit doppeltem Handstempelaufdruck "China" gestempelt "(TIENTSIN (...) 00", einzig bekanntes gestempeltes Stück, Attest Jäschke-Lantelme BPP vom 20.07.2014 "... ist eine Originalmarke mit echtem Aufdruck und echter Abstemplung. Die Marke ist farbfrisch, zeigt eine teils etwas unregelmäßige Zähnung und befindet sich in fehlerfreier, gebrauchter Erhaltung. Sie trägt die Zeichen "Drahn", "R.F. Engel" und "Thier" sowie ein Bleistiftzeichen ... es ist mir lediglich ein weiteres Stück (in ungebrauchter Erhaltung) bekannt. Die Marke wurde nach meinen Unterlagen erstmals 1940 (105. Köhler-Auktion) auf einer Versteigerung angeboten." Dazu Attest Robert F. Engel vom 21.11.53. Michel aus nahe liegenden Gründen -.-. Da alle in den letzten 100 Jahren auf Auktionen angebotenen besseren China-Handstempelwerte registriert sind, ist es sehr unwahrscheinlich, dass noch weitere Stücke existieren. Die Marke ist damit sechs mal seltener als eine blaue Mauritius ! Eine altbekannte Weltrarität, die sicher für 50 oder 60 Jahre vollkommen vom Markt verschwunden war."
Natürlich hat solch eine Rarität ihren Preis. Zumindest schon einmal einen Ausrufpreis, den Auktionator Dr. Reinhard Fischer mit 50.000 Euro ansetzen wird. Man wird sehen, was Liebhabern ein solches Stück wert ist.

Auktionskatalog von Rauhut & Kruschel mit Mehrwert

wm Sachsen-Spezialisten mögen die Fakten ja bereits bekannt sein, zumal es in den letzten Jahren doch eine Reihe von Publikationen gegeben hat, mit denen Sachsen, besonders dessen erste Briefmarkenausgabe, umfangreich bearbeitet wurde. Auktionator Harald Rauhut legt mit dem Katalog zu seiner 158. Versteigerung Ende August nun eine Registratur aller ihm aus der Literatur und seiner eigenen Kartei bekannten Einheiten des "Sachsen-Dreiers" vor, die jeweils in SW oder in Farbe abgebildet und mit Quellennachweisen früherer Auktionsangebote sowie Ausruf- oder Zuschlagspreisen versehen sind. Für Sammler sicherlich ein Gewinn und ein Mehrwert, den der bekannten Altdeutschland-Spezialist Rauhut innerhalb seines Auktionsangebotes bietet.

164. Fortagne & Lipfert-Auktion in Leipzig am 12. und 13. September 2014

wm (Leipzig) Das bekannte Auktionshaus bietet in seiner Herbstauktion 4.450 Lose aus fast allen Sammelgebieten an. Den Auftakt bilden 200 Lose Zeppelinpost (1912/1938), dabei frühe Belege des LZ 11 "Viktoria Luise", LZ 13 "Hansa", LZ 120 "Bodensee" und Fahrten mit interessanter Zuleitungspost für LZ 127, aus Europa/Übersee. Es folgen ca.130 Lose Flugpost Deutsches Reich mit Pionierluftpost 1912/14, dabei "Rhein-MainFlugpost", einschließlich Europa/Übersee und Raketenflug-, Schleuderflug- und Ballonpost.

Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost u. Kgf.-Post sind ca. 150 Lose und 300 Lose mit Motiven von Bahnpost, Kosmos, Propaganda, Sport bis Zensur und Heimatphilatelie/Postgeschichte im Angebot, gefolgt von ca. 180 Losen mit alten Ansichtskarten deutscher Gebiete. Rund 130 Lose mit philatelistischer Literatur, Autographen, Notgeld und Material zur Zeitgeschichte und alte Privatpost ergänzen das philatelistische Angebot.

930 Lose Deutsches Reich mit AD (130), dabei Brustschilde, Pfennige, Pfennig bis Krone/Adler-Ausgaben, dabei Besonderheiten, Farben, Plattenfehler und Privatganzsachen und Anlasskarten mit klass. Sonderstempeln, Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete (1. und 2. Weltkrieg) bietet ein umfangreiches Angebot.

Es folgen 410 Lose Deutschland nach 1945 mit einigen Lokalausgaben von Berlstedt bis Wittenberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler) und SBZ- Teil mit über 30 Bezirkshandstempel-Losen von Bez. 3 bis 41 und einigen interessanten Belegen.

Das Sammelgebiet DDR hat 420 Lose im Angebot, dabei viele bessere Ausgaben, FDC, Farben, Plattenfehler, Wz.-Besonderheiten, Schmuckblatt-Telegramme, Zusammendrucke, Ganzsachen und Dienst/ZKD.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 370 Einzellose, dabei klassische Ausgaben, gesuchte Werte und Belege von Ägäischen Inseln bis Vatikanstaat und Argentinien über VR China bis Venezuela.

Den Abschluss bilden rund 1000 Lots/Engrossposten aller Sammelgebiete ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen, dabei: Bayern, DR, DDR, Berlin/Bund und Dänemark, Grönland, Island, Liechtenstein, Schweiz, sowie Ukrainische Volksrepublik (1918).

158. Rauhut-&-Kruschel-Auktion: Privileg für die Herrscherfamilie

Fast so alt wie das Postwesen selbst sind die Portofreiheiten. Herrscher, Behörden oder Privatpersonen genossen das Privileg, dass ihre Post portofrei befördert wurde. Portofreiheiten findet man bei sehr vielen Sammelgebieten. Besonders ausgeprägt ist diese Vergünstigung beim Sammelgebiet Bayern, wo sie schon vor 350 Jahren eingeführt wurde. Der Mülheimer Auktionator Harald Rauhut bietet auf seiner 158. Versteigerung am 29. und 30. August 2014 den ersten Teil der größten, je existierenden Sammlung "Bayerischer Portofreiheiten" an, die auf Ausstellungen zahlreiche Preise gewonnen hat. Zwei weitere Teile dieses außergewöhnlichen Objektes werden im nächsten Jahr folgen.

Weitreichende Freiheiten

Brief von Churfürst Max IV Joseph mit Einzeiler MÜNCHEN (2000 Euro).

Am 13. Februar 1664, kurz nach der Reichsversammlung in Regensburg, erhielt Graf Lamoral von Taxis vom bayerischen Kurfürsten Ferdinand Maria die vertragliche Erlaubnis, Postkurse für die kaiserliche Reichspost auch in Bayern einzurichten. Der Kurfürst verlangte Portofreiheit für sich, seine Familie und die kurfürstlichen Hofstäbe und Dienststellen. Auch verlangte er für sich das Recht, Portofreiheiten verleihen zu können. Umgekehrt verbot er bei Strafe die Beförderung der Post durch die zahlreichen etablierten Boten. Die Portofreiheit war also eine Gegenleistung für die Einrichtung eines funktionierenden Postsystems und wurde in Bayern jeweils in den Postverträgen zwischen den einzelnen Souveränen und dem Hause Taxis geregelt. Beim Wechsel eines Souveräns war es durchaus üblich, dass der neue Herrscher die bestehenden Portofreiheiten aufhob, um sie anschließend wieder neu zu vergeben. Über Jahrhunderte bestanden in Bayern diese Portofreiheiten, ehe am 1. Januar 1908 die auf bayerischen Gesetzen beruhenden Portofreiheiten und am 7. November 1918 auch die persönlichen Portofreiheiten aufgehoben wurden.

Die persönlichen Portofreiheiten konnten sich auf die Brief- und Fahrpost, auf Telegramme und Postdepeschen sowie den Zahlungsverkehr und die Personenbeförderung erstrecken. Dabei wurde zwischen beschränkter und unbeschränkter Portofreiheit unterschieden. Bei der beschränkten passiven Portofreiheit bei der Briefpost war der Begünstigte bei erhaltener Post vom bayerischen Porto befreit, hatte aber ggf. die ausländischen Gebührenanteile zu tragen. Bei der unbeschränkten aktiven und passiven Portofreiheit bei der Brief- und Fahrpost waren die berechtigten Personen vom Porto für aufgegebene wie ankommende Sendungen vollständig befreit. Bei der Personenbeförderung konnte eine jährliche Höchstsumme festgelegt werden. Nicht nur königliche Korrespondenz und solche von Mitgliedern des königlichen Hauses genoss Portofreiheit, sondern auch die von Hofstäben, Behörden, dem Militär, verschiedenen staatlichen Einrichtungen oder der Kirche. Die Portofreiheit wurde dann gewährt, wenn die Sendungen mit dem Amts- oder Dienstsiegel verschlossen wurden und der berechtigte Absender äußerlich erkennbar war. Die Post musste zudem mit bestimmten Bezeichnungen als portofrei ausgewiesen werden, z.B. "K.A." für Königliche Angelegenheit oder "R.S." für Regierungssache. Die Portofreiheiten der regierenden Souveräne in den einzelnen deutschen Staaten dehnte sich auch auf das gesamte Deutsche Reich und die zum Deutsch-Österreichischen Postverein gehörenden Staaten aus.

Dekorative Königsbriefe

Der 1. Teil der bei Rauhut detaillierten Sammlung "Bayerischer Portofreiheiten" besteht aus rund 250 Losen, wobei ein Schwerpunkt auf den Portofreiheiten der Fürstenhäuser und des Königshauses liegen. Zu den Spitzenstücken zählen u.a. ein dekorativer, rückseitig flächig gesiegelter Brief des Churfürsten Max IV Joseph mit eigenhändiger Unterschrift sowohl des Kurfürsten als auch seines Ministers Montgelas aus dem Jahre 1805 mit dem sehr seltenen Einzeiler "MÜNCHEN" (2000 Euro) und ein dekoratives Chargecouvert aus 1867 mit eigenhändiger Unterschrift von König Ludwig II (1200 Euro). Ein einmaliger Beleg ist ein vorgedruckter Umschlag des Bayerischen Innenministeriums mit Inhalt, nämlich der Ernennungsurkunde zum Commerzienrath für den Großhändler Paul Laux, mit eigenhändiger Unterschrift von König Ludwig II. Es ist der bisher einzige vorliegende Beweis für die Abwicklung einer derartigen Ernennung durch einfache Postzustellung (1500 Euro). Dutzende weitere Lose aus der Vorphilatelie und der Markenzeit dokumentieren auch die Portofreiheiten derer von Thurn und Taxis, die sich dieses Privileg in den jeweiligen Postverträgen festschreiben ließen, von Ministern, Gesandten und Abgeordneten, von Verwaltungen, Ämtern und der Kirche. Viele der angebotenen Stücke starten im niedrigen dreistelligen Bereich - und teilweise sogar darunter -, so dass jeder Bayern-Sammler die Chance hat, die Portofreiheit verschiedenster Absender zu dokumentieren.

Internet: www.rauhut-auktion.de

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149. Felzmann-Auktion: Feuerwerk der Spitzenzuschläge

Die Juni-Auktion bei Felzmann war ein voller Erfolg. Das Traditionshaus konnte mit einem hochwertigen Angebot der nationalen und internationalen Philatelie einmal mehr überragende Ergebnisse erzielen. Die Erwartungen bei einzelnen Losen und Sammlungen wurden um ein Vielfaches übertroffen. "Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen und freuen uns über die vielen Top-Zuschläge", resümiert Auktionator Ulrich Felzmann.

Begehrte holländische Versuchszähnung

Dieser Schwarze Einser auf vollständiger Drucksache brachte 5000 (4500) Euro.

Zufrieden konnten sowohl Einlieferer, Kunden als auch Gäste sein. Denn die Auktion hatte einiges zu bieten. Ob spannende Bietergefechte im Saal und an den Telefonen oder die zahlreichen Anekdoten des Auktionators zu einzelnen Marken und Belegen - jeder kam hier auf seine Kosten. Dabei sprechen die Ergebnisse für sich: 17.000 (6000) Euro für den Dreierstreifen "Driegaats" 7 ½ C Wilhelmina aus den Niederlanden (Foto siehe DBR 6/14, Seite 56), 11.000 Euro für ein Luxusexemplar der "Basler Taube" in den Farben Rot, Blau und Schwarz oder 5000 Euro für Bayerns 1 Kreuzer schwarz auf Brief. Für 18.000 Euro wurde das bislang einzig bekannte postfrische Exemplar auf dickem Papier des ungezähnten deutschen Olympia-Blocks von 1936 verkauft (Foto siehe DBR 6/14, Seite 56). Bei 8500 Euro fiel der Zuschlag für den Spitzenwert der Lokalausgabe Moiseküll.

Einzelne seltene Liebhaberstücke wurden gleich um ein Vielfaches überboten. Die postfrische 50 C Laibach mit kopfstehendem Wasserzeichen wurde von 600 Euro auf 2700 Euro gesteigert. Ein Einzelabzug der 2 Din Klöster aus Serbien konnte den angesetzten Schätzpreis mehr als verdreifachen, von 1000 Euro wurde das Stück auf 3400 Euro geboten. Der Zuschlag ging schließlich an einen telefonischen Bieter. Einen tollen Preis konnte auch die DDR-Ausgabe zu den boykottierten Olympischen Sommerspielen 1984 als postfrischer Luxussatz erzielen. Bei einem Startpreis von 5800 Euro fiel der Hammer erst bei dem Höchstgebot von 7000 Euro.

Ein weiteres Highlight war die Sammlungsauktion. Der separate Sammlungskatalog lockte viele interessierte Sammler und Händler in den Auktionssaal. Für den Top-Zuschlag von 15 500 Euro kam eine reizvolle deutsche Nachlass-Sammlung von Altdeutschland bis Bund 2010 unter den Hammer. Verdoppelt werden konnten die Ausrufpreise für weitere europäische Prachtsammlungen, darunter Großbritannien aus den Jahren 1841 bis 2012 für 6000 (3000) Euro. Für sensationelle 16.000 (8000) Euro wurde eine leidenschaftlich zusammengestellte Portugal-Kollektion mit Markenausgaben von 1853 bis 2010 zugeschlagen. Noch höher gingen die Gebote im Saal für eine gehaltvolle Sammlung Deutsches Reich der Jahre 1872 bis 1945. Der Zuschlag von 17 500 Euro übertraf die angesetzte Schätzung von 10.000 Euro deutlich. Erfolgreich war schließlich auch der Verkauf einer überaus detaillierten Memel-Kollektion aus den Jahre 1919 bis 1939. Für den Spitzenpreis von 20.000 Euro geht dieses Ausnahmeobjekt an einen neuen Besitzer.

Internet: www.felzmann.de

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347. Schwanke-Auktion am 29.-30.August 2014: Vorschau

(Hamburg/wm) Eine der schönsten Halbierungen der ersten Markenausgabe ÖSTERREICHS ziert die Titelseite des Kataloges zur 347. Auktion Ende August. Der Trauerbrief aus dem kleinen ungarischen Ort TOPOLYA trägt eine diagonal halbierte 2-Kreuzer-Marke aus dem Jahre 1850 (Mi.Nr. 2X), womit das benötigte Drucksachenporto von 1 Kreuzer bezahlt wurde. Nach seiner Entdeckung in einem Stapel alter Akten wurde dieser Brief erstmalig im Jahre 2001 auf einer Auktion in der Schweiz angeboten und erzielte dort einen Zuschlag von 85.000 SFR, wird nun vergleichsweise moderat mit einem Schätzpreis von 50.000 Euro angesetzt.

GENERALGOUVERNEMENT - Die Forschungssammlung des ehemaligen Verbandsprüfers Hans-Heinrich Paetow, Bremen, wird einen weiteren Höhepunkt der Auktion bilden.. Neben Raritäten wie seltenen Probedrucken, z.B. 10 Zloty Mi.Nr. 116 als Einzeldruck in Blockform (1200 Euro) oder dem berühmten "Panjewagen" (Mi.Nr. A P1 postfrisch, 6000 Euro) enthält das über 100 Lose umfassende Angebot eine Fülle reizvoller postgeschichtlicher Stücke, dabei Ghettopost, KZ-Post, Feldpost, Postsparkassen- oder Rundfunkbelege, In- und Auslandspost, Portostufen und besondere Entwertungen.

Zu den "Besten Europas" zählen seit jeher die Ochsenköpfe der Moldau von RUMÄNIEN. Der 27-Parale-Wert, Mi.Nr. 1, ein fehlerfreies (!) Exemplar startet mit 4500 Euro, ein schönes Stück der 54 Parale (Mi.Nr.2) mit 1250 Euro und ein 108-Parale-Wert (Mi.Nr. 4), versehen mit einem ebenso langen Stammbaum wie die vorerwähnten Stücke, wird von Schwanke mit 3000 Euro taxiert.

Ein sehr attraktives Angebot von FRANKREICH besticht vor allem durch attraktive Klassik. Spitzenstück ist ein Kehrdruck-Streifen der 80c. Napoléon (Mi.Nr.16) auf Briefvorderseite aus 1858 nach Kolumbien. Im Michel mit 15.000 Euro notiert, liegt der Startpreis mit 2800 Euro im eher konservativen Bereich.

Erwähnenswerte Stücke aus semimoderner Zeit sind u.a. die nicht verausgabten österreichischen Feldpostmarken für Rumänien in postfrischen Viererblocks (Mi. über 15000, Taxe 2500 Euro) oder eine vollständige Ausgabe der "Kocher"-Marken der Schweiz. Diese Firmen-Werbemarken wurden in Mini-Auflagen von nur 300 bzw. 500 Stück gedruckt und sind als komplette Serie (12 Verschiedene) kaum einmal zu sehen (2000 Euro).

Ein kleiner Blick auf das ca. 450 Positionen umfassende Übersee-Angebot fördert einige sehenswerte Stücke zu Tage, so z.B. von CHILE zwei wundervolle Briefe mit der Mi.Nr.1, aus "Valdivia" (Schätzpreis 500 ?) bzw. aus "Corral" (auf der ersten Ausgabe enorm seltene Ortsstempel-Entwertung, 750 Euro). Weitere schöne Angebot finden Interessenten im Lateinamerika-Angebot bei BRASILIEN, MEXICO und URUGUAY. Kap der Guten Hoffnung (20 Lose mit breitrandigen Dreiecken), Mauritius mit einer Reihe hübscher "Primitives" (u.a. Mi.Nr. 4 IV worn impression auf dekorativem Briefstück, 600 Euro) und ein reichhaltiges USA-Angebot (mit Block 1, 150 Euro, 2x Zeppelin-Satz ju 600 Euro) verdienen Erwähnung.

DEUTSCHLAND: Es ist wie immer schwierig, aus dem diesmal 1600 Lose "starken" Deutschland-Angebot einzelne Stücke hervorzuheben. Zwei außergewöhnliche Abarten des DEUTSCHEN REICHES seien aber genannt:

Abart oder Probedruck ? Das ist die Frage bei einem interessanten Brief mit der Mi.Nr. 29 der Brustschildausgaben. Die "2 als grosse Wertziffer mit Loch im oberen Bogen" ist schöner kaum zu finden. In den Handbüchern von "Kohl" und "Theuss" als Probedruck erwähnt, hingegen vom Verbandsprüfer Krug als Abart von Bogenfeld 114 bestimmt - es bleiben Fragen offen, die bei diesem Stück noch erforscht werden wollen (Schätzpreis 600 Euro). Und als Kontrapunkt dazu eine der seltensten Abarten des Dritten Reiches - Mi.Nr. 728x I gestempelt, in dieser Form im Michel nur mit Liebhaberpreis notiert. Die Nachgravur ist besonders gut zu sehen (Schätzpreis 750 Euro).

Über 400 Lose PHILATELISTISCHE LITERATUR bieten interessante und seltene Titel zur Philateliegeschichte, Bibliographien und den einzelnen Ländern.

1400 Sammlungen und Posten werden am 2.Auktionstag versteigert. Mit dabei viele Nachlässe, Briefposten, Liquidationslose, daneben ein ausgewogenes Angebot an Ländersammlungen.

Der Katalog wird ab dem 23.Juli online sein. Sämtliche Einzellose, alle Atteste, Befunde und sonstigen Zertifikate sind abgebildet, daneben eine Reihe ausgesuchter Sammlungen. Die gedruckte Version des Kataloges wird ab dem 29. Juli zum Versand kommen.

Kontakt: Schwanke GmbH, Kleine Reichenstraße 1, 20457 Hamburg, Telefon: (040) 33 71 57,

Fax: (040) 33 13 30, E-Mail: info@schwanke-auktionen.de, www.schwanke-auktionen.de

Millionenangebot bei Rauhut & Kruschel

wm (Mülheim) Über 9.000 Lose mit einem Schätzwert von 2,5 Mio Euro werden mit der 158. Rauhut & Kruschel-Auktion am 29. und 30. August 2014 angeboten. Im Einzellos-Teil sind einige Gebiete durch die Auflösung teils sehr bekannter Sammlungen besonders umfangreich vertreten. Bei Bayern wird der erste Teil einer Sammlung "Bayern und seine Portofreiheiten" angeboten. Die zuletzt 2001 ausgestellte und seitdem immer noch erweiterte Sammlung gilt als umfangreichste und beste ihrer Art. Insgesamt umfasst sie rund 750 Lose mit rund 1/4 Mio Euro Schätzwert, die Harald Rauhut auf drei Auktionen 2014 und 2015 verteilt. Auch sonst ist das Bayern-Angebot ganz bemerkenswert, alleine über 40 "Bayern-Einser", alle mit neuen Attesten ausgestattet, werden offeriert.

Ein weiterer Schwerpunkt ist - traditionell - der Bereich Preußen. Neben einem umfangreichen Marken- und Nummernstempel-Angebot (hier sehr viel aus einem bisher nicht öffentlich angebotenem Teil der "Ressel"-Sammlung) ist das Angebot von Ganzsachen-Ausschnitten, auch mit teils seltensten Oktogon-Ausschnitten, das beste seit Jahren.

"Darmstadt und der Odenwald" ist ein weiterer Schwerpunkt der Auktion. Die ersten Käufe des Sammlers stammen noch aus der 2. Kruschel-Auktion 1972 (Slg. Simon/Katz) und werden jetzt erstmalig wieder angeboten. Bemerkenswert sind die vielen seltenen Stempel, z.B. im Bereich der Vorphilatelie. Dies unterstreicht der Umstand, dass vier Stempel noch nicht im Feuser-Handbuch gelistet sind. Auch die berühmte "400er"-Reihe ist mit diversen Nummernstempelbriefen vertreten. Beim Deutschen Reich wird eine umfangreiche Briefsammlung "Inflation" in Einzellose und Zeitraum-umfassende Sammellose detailliert.

Ein weiterer Höhepunkt ist die traditionelle "Nachlass-Abteilung". Über 400 Einlieferer haben hierzu ihre Schätze zur Verfügung gestellt und Harald Rauhut erwartet, dass der moderate Startpreis von rund 600.000 Euro für diese 600 Lose (also durchschnittlich 1.000 Euro pro Los) markant übertroffen wird.

Der viele hundert Farbseiten umfassende Luxus-Katalog ist ab sofort erhältlich unter www.rauhut-auktion.de

Gesuchter Bayern-Stempel

Leipzig Die 163. Leipziger Briefmarkenauk-tion Fortagne & Lipfert am 9. und 10. Mai 2014 wurde mit einer guten Beteiligung von Saal- und Fernbietern erfolgreich abgeschlossen.

Über 4100 Lose standen zum Verkauf, davon fast 1000 Sammlungen und Lots, die meist eine gute Verkaufsquote mit teils erheblichen Steigerungen erzielten. Mit 2300 Euro verbuchte ein Satz Zeppelin-Marken ab Cyrenaica zur Italienfahrt 1933 den höchsten Zuschlag im Einzellos-Teil. Beachtlich waren auch 900 (250) für einen Brief mit dem sehr seltenen offenen Mühlradstempel 787 von Bayern.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Gute Ergebnisse für Memel

Aachen Tolle Stimmung und ebenso tolle Ergebnisse prägten die 54. AIX-PHILA-Auktion am 23. und 24. Mai 2014. Ein gutklassiges Münzangebot lockte zahlreiche Bieter aus Nah und Fern nach Aachen; fast jede Position wurde beboten und meist auch mehr oder weniger deutlich gesteigert.

Sammlungen und Anlegerposten fanden reges Interesse und erzielten Resultate weit oberhalb der Vorgaben, wie z.B. eine Partie russischer Goldmünzen, die von 3500 auf 4600 Euro hochgesteigert wurde, oder eine Dose Kleinmünzen aus aller Welt, die unerwartete 1200 Euro brachte bei einem Startpreis von 10 Euro.

Im Mittelpunkt des Interesses bei den Briefmarken standen vor allem Belege aus dem alten Memelgebiet (heutiges Litauen). Die Startpreise waren dabei durchweg Makulatur und wurden nicht selten vervielfacht, so ein Brief von Schmalleningken nach Stargard, der von 80 auf 620 Euro hochschoss. DDR-Progandafälschungen waren ebenso heiß begehrt wie Marken und Blocks aus europäischen Ländern und auch aus Übersee. Ein (nicht ganz einwandfreier) Schauspielblock der VR China beispielsweise landete bei einem Startpreis von 1000 Euro nach heißen Bieterkämpfen mit 5300 Euro bei einem telefonischen Bieter aus Schanghai.

Richtig ab ging die Post dann bei der Versteigerung von Sammlungen und Nachläs-sen: Eine Schachtel mit unterschiedlichem Deutschlandmaterial sprang von 250 auf 2150 Euro, eine Kollektion Altdeutschland von 1000 auf 3300 Euro und eine Spezialsammlung Niederlande von 1500 auf 4200 Euro. Übersee erzielte teilweise Traumpreise, wie z.B. eine dreibändige Generalsammlung (Zuschlag 4000 Euro bei einem Ausruf von 500 Euro) oder ein altes Album mit Marken der englischen Kolonien, das bei einem Startpreis von 700 Euro erst mit 3900 Euro zugeschlagen wurde. Eine moderne Blocksammlung, die mit 2000 Euro ins Rennen geschickt wurde, kam mit unerwarteten 5600 Euro ins Ziel. Viel Beachtung fanden auch kleinere Posten und Partien: So katapultierte sich eine Dose mit alten Briefen von 70 Euro auf kaum glaubliche 1750 Euro.

Zahlreiche Sammler aus der Region trugen ebenso wie 249 persönlich anwesende Bieter aus etlichen Ländern - selbst aus Russland waren mehrere Interessenten angereist - zu einem überaus erfreulichem Gesamtergebnis bei.

Internet: www.aixphila.de

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207. Edgar-Mohrmann-Auktion: Probedrucke von musealem Wert

Liebhaber der Altdeutschland-Philatelie dürfen sich auf interessante Stücke aus einer Schleswig-Holstein-Sammlung freuen, die im Spätherbst beim Traditionshaus Edgar Mohrmann in Hamburg versteigert wird. Darunter sind einmalige Entwürfe und Probedrucke zu den ersten beiden Marken Schleswig-Holsteins. Das Objekt, dessen Besitzer großen Wert auf Qualität gelegt hat und das in ca. 400 Lose aufgeteilt wird, enthält neben den späteren Ausgaben der Herzogtümer und den dort verwendeten dänischen Marken viele gesuchte Stempel. Es dürfte sich um die bedeutendste Kollektion dieses Gebietes handeln, die in den letzten 20 Jahren auf den Markt gekommen ist.

Druck in drei Gängen

Die Postgeschichte von Schleswig-Holstein und Lauenburg ist eng mit den häufigen Wechseln von Regierungen und Verwaltungen verbunden. Der nationalpolitische Konflikt zwischen Dänemark und der überwiegend deutschen Bevölkerung Schleswig und Holsteins, die beide zum dänischen Gesamtstaat gehörten, schwelte über Jahrzehnte und kam im Frühjahr 1848 unter dem Eindruck der Februar-Revolution in Paris zum Ausbruch. Die deutsche Bevölkerung strebte eine Loslösung von Dänemark und die selbständige Mitgliedschaft im Deutschen Bund unter einem eigenen Regenten an. Am 24. März 1848 bildeten schleswig-holsteinische Politiker eine "Provisorische Regierung", unter der das Postwesen aufblühte. Die Postkurse wurden erweitert, mit Inkrafttreten des neuen Posttax-Gesetzes die Währung gewechselt und die Gebühren vereinfacht sowie neue Postbüros eingerichtet. Die beiden Herzogtümer Schleswig und Holstein traten dem Deutsch-Österreichischen Postverein am 1. Juli 1850 bei und gaben am 15. November desselben Jahres die ersten Freimarken heraus, wobei diese, entgegen der ursprünglichen Absicht, nur für kurze Zeit im Herzogtum Holstein verkauft und verwendet werden konnten.

Die Druckerei Köbner & Lehmkuhl stellte die Marken im kombinierten Buch- und Prägedruck in drei Gängen her. Als erstes wurde der Bogen mit dem Adler in blauer bzw. rosa Farbe versehen. Dann folgte der Druck des Markenbildes. Da dieses ebenfalls den Adler enthielt, mussten sich die beiden Druckgänge genau decken, was nicht immer gelang. Vom ersten Druck blieben in jedem Fall die Buchstaben O und S von POST und HILLI von SCHILLING sichtbar. Im dritten und letzten Durchgang wurde die Prägung im Mitteloval ausgeführt. Die Buchstaben S und H (für Schleswig und Holstein) in den oberen Ovalen sowie die Ziffern 1 und 2 in den unteren gravierte man einzeln von Hand in die Klischees ein, wodurch sich auf jedem Bogenfeld unterschiedliche Typen befanden.

Es liegt auf der Hand, dass das zur Erschwerung von Fälschungen gewählte Druckverfahren eine Reihe von Versuchen erforderte, ehe das Ergebnis zufriedenstellend war. Der frühe Philatelist Albin Rosenkranz, ein Mitarbeiter am Krötzsch-Handbuch, hat damals 18 verschiedene Entwürfe erfasst, die sich alle in der bei Edgar Mohrmann offerierten Sammlung befinden. Bisher unbekannt war ein 19. Entwurf, der einen Adler-Unterdruck in roter Farbe trägt. Die Postverwaltung von Schleswig-Holstein entschied sich für dieses Entwurf als Grundlage für den Auflagendruck, nahm aber noch eine Veränderung in der Weise vor, dass der Druck farbig auf weißem Papier erfolgen sollte. Die Einmaligkeit dieser Probedruck-Zusammenstellung wird dadurch unterstrichen, dass der Graveur Claudius - abgesehen von den beiden ersten Probedrucken - nur Einzelstücke herstellte. Fast alle Probedrucke haben deshalb musealen Charakter. Darüber hinaus finden sich von der Erstausgabe herausragende Stücke, beispielsweise die MiNr. 1 c im Paar und Einzelmarke auf Brief oder ein waagerechter 10er-Block der MiNr. 2.

Als Folge des ersten Deutsch-Dänischen Krieges fielen Schleswig, später auch Holstein und Lauenburg, wieder an Dänemark zurück, was zur Verwendung dänischer Marken führte. Diese Übergangsphase ist in der Sammlung genauso vertreten wie die zunächst getrennten, später gemeinsamen Ausgaben der drei Herzogtümer nach dem zweiten Deutsch-Dänischen Krieg 1864. Ein Blickfang aus dieser Phase sind eine Halbierung der MiNr. 4 (diesmal nicht aus Altona) auf Briefstück, ein Ersttagsbrief mit MiNr. 5 I aus Plön oder eine Hannoversche Ganzsache mit dänischer Zusatzfrankatur aus Blankenese mit zusätzlichem Landpoststempel.

Internet: www.edgar-mohrmann.de

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81. Gert-Müller-Auktion: Einmaliger Württemberg-Brief

Das alteingesessene Auktionshaus Gert Müller im badischen Ettlingen wartet anlässlich seiner 81. Auktion, die vom 14. bis 16. August 2014 stattfindet, mit einem umfangreichen und gehaltvollen Angebot an Einzellosen und Sammlungen im Wert von mehreren Millionen Euro auf. Die Lose verteilen sich auf vier hochwertig gestaltete Kataloge. Zu den Blickfängen zählt der bislang einzig bekannte württembergische Einschreibebrief der Kreuzerzeit nach Australien, der bei der Aufarbeitung eines Nachlasses entdeckt wurde.

Großartige Bund-Raritäten

Zum Angebot gehört wieder ein sehr umfangreicher Spezialteil SBZ, unter anderem aus den Sammlungen Ströh und Professor Dr. Buchheit, der mit vielen Raritäten dieses Gebietes gespickt ist. Auch die SBZ-Handstempel sind wiederum mit vielen hundert Einzellosen vertreten. Eine Vielzahl außergewöhnlicher Stücke verspricht auch der fünfte Teil des großartigen Bundesrepublik-Bestandes von Gerd Bennewirtz, für den wieder ein Sonderkatalog aufgelegt wurde. Wie bei den vorangegangenen Offerten, finden sich darin zahlreiche seltene Abarten, aber auch Originalbogen der Anfangsjahre, beispielsweise von der ersten Wohlfahrtsserie nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Jahre 1949 (MiNr. 117-120). Ein Topstück ist der seltene Block zur Verkehrsausstellung 1953 in München im Geschenkheft.

Ein besonderer Fund, der in einer kleinen Nachlasspartie zur Freude des Einlieferers entdeckt wurde, wird die Württemberg-Sammler erfreuen. Es handelt sich hierbei um den bislang einzig bekannten Einschreibebrief der Kreuzerzeit nach Australien, ein tarifgerechter Ganzsachenumschlag mit dreimal 18 Kreuzer orange gezähnt als Zusatzfrankatur. Er wurde am 11. September 1866 in Stuttgart aufgegeben, am Ziel in Queensland/Australien retourniert und traf erst Anfang April 1868 wieder beim Absender ein. Der Brief, der mit einem aktuellen Attest des BPP-Verbandsprüfers Thomas Heinrich versehen ist, geht mit 5000 Euro ins Rennen.

Dekorativ ist auch eine portogerechte Drei-Farben-Frankatur aus den kleinen Brustschilden zu 1/4, 2 und 5 Groschen, aufgegeben am 20. März 1872 in Berlin, nach Yokohama in Japan. Es sind nur ganz wenige Brustschildbriefe des Deutschen Reiches nach Japan bekannt geworden. Der Ausruf beträgt 7000 Euro.

Natürlich gelangen auch viele weitere Raritäten der weltweiten Philatelie zum Ausruf. Darunter sind Basler Tauben, mehrere Schwarze Einser, Sachsen Dreier, Vineta-Provisorium, Halbierungen der deutschen Kolonien auf Briefen und Karten oder Danzig 5 Mark mit kopfstehendem Rahmen, um nur wenige Beispiele zu nennen. Auch die seltene 1 Franc Vermillion von Frankreich ist gestempelt und auf Brief vorhanden.

Das Sammlungsangebot ist wiederum sehr umfangreich und gehaltvoll mit zahlreichen interessanten Kollektionen, Partien und Nachlässen, bei denen sowohl Sammler als auch Händler fündig werden sollten. Die Auktionskataloge können kostenlos angefordert.

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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Felzmann-Auktion mit Feuerwerk der Spitzenzuschläge

wm (Düsseldorf/gm) Die Juni-Auktion bei Felzmann war ein voller Erfolg. Das Traditionshaus konnte mit einem hochwertigen Angebot der nationalen und internationalen Philatelie einmal mehr überragende Ergebnisse erzielen. Die Erwartungen bei einzelnen Losen und Sammlungen wurden um ein Vielfaches übertroffen. "Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen und freuen uns über die vielen Top-Zuschläge", so Auktionator Ulrich Felzmann.

Zufrieden konnten sowohl Einlieferer, Kunden als auch Gäste sein. Denn die Auktion hatte einiges zu bieten. Ob spannende Bietergefechte im Saal und an den Telefonen oder die zahlreichen Anekdoten des Auktionators zu einzelnen Marken und Belegen - jeder kam hier auf seine Kosten. Dabei sprechen die Ergebnisse für sich: 17.000 Euro für den Dreierstreifen "Driegaats" 7 ½ C Wilhelmina (Los 3564) aus den Niederlanden (Ausruf: 6.000 Euro), 11.000 Euro für ein Luxusexemplar der Baslertaube in den Farben rot, blau und schwarz (Los 3686) oder 5.000 Euro für Bayern, 1 Kr. schwarz, auf Brief (Los 3740). Für 18.000 Euro wurde das bislang einzig bekannte postfrische Exemplar auf dickem Papier des ungezähnten Olympia-Blocks verkauft (Los 4237). Bei 8.500 Euro fiel der Zuschlag für den Spitzenwert der Lokalausgabe Moiseküll (Los 4747).

Einzelne seltene Liebhaberstücke wurden gleich um ein Vielfaches überboten. Die postfrische 50 C Laibach (Los 4757) mit kopfstehendem Wasserzeichen wurde von 600 Euro auf 2.700 Euro gesteigert. Ein Einzelabzug der 2 Din Klöster aus Serbien konnte den angesetzten Schätzpreis mehr als verdreifachen, von 1.000 Euro wurde das Los mit der Nummer 4774 auf 3.400 Euro geboten. Der Zuschlag ging schließlich an einen telefonischen Bieter. Einen tollen Preis konnte auch die DDR-Ausgabe zu den boykottierten Olympischen Sommerspielen 1984 als postfrischer Luxussatz erzielen (Los 5282). Bei einem Startpreis von 5.800 Euro fiel der Hammer erst bei dem Höchstgebot von 7.000 Euro.

Ein weiteres Highlight war die Sammlungsauktion. Der separate Sammlungskatalog lockte viele interessierte Sammler und Händler in den Auktionssaal. Für den Top-Zuschlag von 15.500 Euro kam eine reizvolle deutsche Nachlass-Sammlung (Los 6000) von Altdeutschland bis Bund 2010 unter den Hammer. Verdoppelt werden konnten die Ausrufpreise für weitere europäische Prachtsammlungen, darunter Großbritannien (Los 6460) aus den Jahren 1841-2012 für 6.000 Euro (Ausruf: 3.000 Euro). Für sensationelle 16.000 Euro wurde eine leidenschaftlich zusammengestellte Portugalsammlung (Los 6572) mit Markenausgaben von 1853-2010 zugeschlagen (Ausruf: 8.000 Euro). Noch höher gingen die Gebote im Saal für eine gehaltvolle Sammlung Deutsches Reich (Los 6722) der Jahre 1872 bis 1945. Der Zuschlag von 17.500 Euro übertraf die angesetzte Schätzung von 10.000 Euro deutlich. Erfolgreich war schließlich auch der Verkauf einer überaus detaillierten Memel-Sammlung der Jahre 1819 bis 1939 (Los 6844). Für den Spitzenpreis von 20.000 Euro geht diese Ausnahmesammlung an einen neuen Besitzer.

Noch bis zum 25. Juli läuft der Nachverkauf der 149. Auktion, bei der man unverkaufte Lose für einen Rabatt von 10 % zu erwerben kann (ausgenommen sind limitierte Lose). Kontakt: per Telefon (+49 211-550440), Fax (+49 211-55044-11) oder E-Mail (info@felzmann.de).

Katalog zur 138. Dr. Reinhard-Fischer-Auktion am 12. Juli 2014 ist online

wm (Bonn) Für sämtliche Einzellose (ca. 7 500) stehen Bilder in drei Größen und in sehr hoher Qualität im Netz, weiterhin werden auch sämtliche (ca. 1 200) Atteste und Befunde abgebildet! Zum Aufruf kommen über 8 200 Lose! 187 interessante Sammellose werden sogar komplett abgebildet. Siehe: www.reinhardfischerauktionen.de. Interessenten finden u.a. von ..

Altdeutschland: ein reichhaltiges Angebot mit zahlreichen Stempellosen, dabei weiterhin Briefe, Bayern mit Mi.-Nr. 1IIa gestempelt (1 200), Schleswig-Holstein Mi.-Nr. 1 ungebraucht mit Abart "fehlender Seidenfaden" (1.000). Weiterhin im Sammlungsangebot zahlreiche Ländersammlungen von Bayern - Württemberg, ebenso einige Generalsammlungen.

Deutsches Reich: hochwertiges Angebot von den Brustschild-Ausgaben bis hin zu Zusammendrucken und Markenheftchen, dabei u. a. Luxusstück 2 Kr. Großer Schild * (300), 2 Pfg Deutsches Reich Germania ungezähnt, Iposta-Block **, Abarten, Gummiriffelungen, Farben und Besonderheiten etc.

Deutsche Kolonien / Auslandspostämter: wertvolles Angebot mit zahlreichen ** Stücken, weiterhin interessante Vorläuferausgaben mit u. a. 2 seltenen Briefen der Marshall-Inseln, Probedruck 2 Pesa Deutsch-Ostafrika ungezähnt * (900),

Besetzung I. Weltkrieg/ Abstimmungsgebiete/Danzig/Memel/Saar: dabei u. a. Danzig großer Innendienst gestempelt (3 500), Saargebiet mit Urdrucksatz ** (1 200), sog. "weißer" Urdrucksatz (2 500), weiterhin Typen, Besonderheiten und zahlreiche interessante Stücke Memelgebiet mit aktuellen Prüfungen!

II. Weltkrieg/Feldpost: interessantes Angebot mit gesuchten Standardwerten und Spitzenstücken, dabei u. a. Montenegro 5 Lire Verwaltungsausschuss **, Alexanderstadt mit vielen interessanten Spitzenstücken wie u. a. Mi.-Nr. 8III gestempelt (1 500), 9III gestempelt (600), 12YIII postfrisch (650), Feldpost mit u. a. Mi.-Nr. 6K ** (1.000), U-Boot Hela gestempelt (800) etc.

Deutschland nach 1945: reichhaltiges Angebot mit zahlreichen Besonderheiten, Typen, Abarten und gesuchten Standardausgaben, dabei u. a. Meißen 25/26 gestempelt (450), SBZ 39zb ** (500), 43Ac gestempelt (900), 66Y ** (1 300), Berlin mit u. a. 59X ** (1 900), 71Y gestempelt (700). Unter den Ausgaben der Bundesrepublik kann man neben vielen interessanten Abarten u. a. einen ** Posthornsatz (700) oder aber eine 80 Pfg Posthorn vom Eckrand oben links mit Plattennummer 4 (1 500) erstehen.

Europa: Auswahl von ca. 500 Losen mit interessanten Offerten bei Jugoslawien und Liechtenstein

Außerdem: ein vielfältiges Sammlungsangebot mit fast 600 Losen überwiegend aus Privathand stammend.

Münzen: etwa 600 ausgewählte Lose mit zahlreichen Sammlermünzen und Goldprägungen. Dabei auch ein umfangreiches Angebot Antike.

Internet: www.reinhardfischerauktionen.de

Roland Meiners kündigt Sammlung Knieper an!

wm Wenn ein Auktionator mit einer speziellen Vorankündigungsbroschüre auf den anstehenden Verkauf einer Sammlung aufmerksam macht, dann muss diese etwas ganz Besonderes sein. So ist seit wenigen Tagen bekannt, dass das Auktionshaus Dr. Wilhelm Derichs in Köln, Inhaber Roland Meiners, in den kommenden Jahren in mehreren, vielleicht bis zu fünf Auktionen, die einzigartige Sammlung Knieper "Deutsche Kolonien und Auslandspostämter" versteigern wird. In der Sammlung - davon geben bereits die Illustrationen der Vorausschau einen guten Eindruck - ist nahezu alles, was selten, gut und eben häufig einmalig ist, denn Manfred Knieper hat in fast fünf Jahrzehnten seines Lebens diese Spitzenkollektion aufgebaut.

Knieper sammelte in enorm großer Breite Marken und Belege der Deutschen Post in China mit Kiautschou, in Marokko und in der Türkei, die Karolinen, Deutsch-Ostafrika, Deutsch-Südwestafrika und Kamerun. Ausgenommen die erwähnten Karolinen fehlt also die Südsee und bei den afrikanischen Kolonien Togo, Markengebiete, die der Sammler schon vor längerer Zeit veräußert hatte. "Halten Sie Ihr Pulver trocken", empfiehlt Versteigerer Roland Meiners und weiß warum, denn zu jedem Auktionsangebot dieser Sammlung wird ein ausführlicher Sonder-Hardcoverband erscheinen, der es sicherlich wie vorgehende aus dem Hause erneut versteht, Philatelisten auf den Geschmack zu bringen.

Auktionshaus Heinrich Köhler meldet Briefmarken-Diebstahl

wm (Wiesbaden) Aus einer Prüfsendung-Retoure wurden die im nachfolgenden Link dargestellten Briefmarken entwendet. Dankenswerterweise hat die Firma immerhin die Atteste zurückerhalten, was zumindest diese Diebstahlmeldung etwas einfacher macht. Um folgende Marken handelt es sich: https://drive.google.com/folderview?id=0Bxg7XKmG-fsLWTVOQng4Y2t3RGc&usp=sharing

Das Auktionshaus Heinrich Köhler in Wiesbaden bittet dringend um Mitteilung, sobald die Marken im Handel oder im Internet angeboten werden sollten.

Kontakt: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstr. 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11 / 3 93 81, Telefax: 06 11 / 3 93 84, www.heinrich-koehler.de, E-Mail: info@heinrich-koehler.de. Geschäftsführer: Dieter Michelson

54. AIX-PHILA-Auktion in Aachen mit guten Resultaten

(Aachen/wm) (Aachen/wm) Tolle Stimmung und ebenso tolle Ergebnisse prägten die 54. AIX-PHILA Auktion am vergangenen Wochenende. Ein gutklassiges Münzangebot lockte zahlreiche Bieter aus Nah und Fern nach Aachen, fast jede Position wurde geboten und meist auch mehr oder weniger deutlich gesteigert. Sammlungen und Anlegerposten fanden reges Interesse und erzielten Resultate weit oberhalb der Vorgaben wie z.B. eine Partie russischer Goldmünzen, die von 3.500 € auf 4.600 € hochgesteigert wurde oder eine Dose Kleinmünzen aus aller Welt, die unerwartete 1.200 € bei einem Startpreis von 10 € erzielte.

Im Mittelpunkt des Interesses bei den Briefmarken standen vor allem Belege aus dem alten Memelgebiet (heutiges Litauen). Die Startpreise waren dabei durchweg Makulatur und wurden nicht selten vervielfacht, so ein Brief von Schmalleningken nach Stargard, der von 80 € auf 620 € hochschoss. DDR-Progagandafälschungen waren ebenso heiß begehrt wie Marken und Blöcke aus europäischen Ländern und auch aus Übersee. Ein (nicht ganz einwandfreier) Schauspielblock der VR China beispielsweise landete bei einem Startpreis von 1.000 € nach heißen Bieterkämpfen mit 5.300 € bei einem telefonischen Bieter aus Shanghai.

Richtig ab ging die Post dann bei der Versteigerung von Sammlungen und Nachlässen: Eine Schachtel mit unterschiedlichem Deutschlandmaterial sprang von 250 € auf 2.150 €, eine Kollektion Altdeutschland von 1.000 € auf 3.300 € und eine Spezialsammlung Niederlande von 1.500 € auf 4.200 €. Übersee erzielte teilweise Traumpreise wie z.B. eine 3-bändige Generalsammlung (Zuschlag 4.000 € bei einem Ausruf von 500 €) oder ein altes Album mit Marken der englischen Kolonien, welches bei einem Startpreis von 700 € erst mit 3.900 € zugeschlagen wurde. Eine moderne Blocksammlung, welche mit 2.000 € ins Rennen geschickt wurde, kam mit unerwarteten 5.600 € ins Ziel. Viel Beachtung fanden auch kleinere Posten und Partien: So katapultierte sich eine Dose mit alten Briefen von 70 € auf kaum glaubliche 1.750 €.

Zahlreiche Sammler aus der Region trugen ebenso wie die 249 persönlich anwesende Bieter aus etlichen Ländern -selbst aus Russland waren mehrere Interessenten angereist - zu dem überaus erfreulichem Gesamtergebnis bei: Denn bei einem Schätzpreis von 513.885 € insgesamt wurde ein Umsatz von 801.472 € erzielt und von den 3.612 Losen 2.872 Lose verkauft.

Internet: www.aixphila.de

Begehrte Propagandakarten

Berlin Die 52. Hadersbeck-Auktion fand vom 9. bis 11. April 2014 statt und brachte sehr gute Verkaufsquoten. Besonders bei Sammlungen und Posten wurden teils enorme Steigerungen erzielt. Die Abteilung mit Münzen und Medaillen wurde wieder fast komplett abgesetzt.

Im Bereich der Einzellose stieg eine Partie mit 22 Bedarfsbriefen aus der VR China zu Zeiten der Kulturrevolution von 500 auf 960 Euro. Auch bei den Deutschen Kolonien waren bemerkenswerte Resultate zu verzeichnen. So kletterte der seltene Stempel "KERAWARA 28.7.99" von Deutsch-Neuguinea auf Briefstück von 300 auf 860 Euro. 960 (720) Euro wurden für die MiNr. 1 I b der Marshall-Inseln auf Briefstück geboten. Das in der DBR 4/14 (Seite 58) abgebildete frankierte Funktelegramm der Saar fand für 540 (400) Euro einen neuen Liebhaber. Bei der DDR spielte eine postfrische Bogenecke mit Druckvermerk der MiNr. 276 410 (400) Euro ein. Die "Thälmann Lack" (MiNr. 339 xbXI) mit frühem Stempel steigerte von 350 auf 840 Euro.

Besonders begehrt waren frühe Propagandakarten zum Parteitag der NSDAP 1929 in Nürnberg. Zwei verschiedene konnten mit 3500 (300 Euro, Abbildung unten) bzw. 3400 (250) Euro ihre Ansätze mehr als verzehnfachen.

Außerhalb der Philatelie sprang eine Ordensspange mit fünf Auszeichnungen aus dem Ersten Weltkrieg von 1000 auf 3150 Euro.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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Starkes Russland und China

Dresden Die 169. Dresdner Briefmarken-Auktion am 4. und 5. Juni 2014 wartet mit einem vielseitigen Angebot von knapp 3400 Einzel- und Sammellosen auf.

Die Versteigerung startet mit Münzen, Banknoten und Ansichtskarten, gefolgt von einer bemerkenswert umfangreichen Offerte Fiskal-Philatelie, vorwiegend Briefe bzw. Belege aus Deutschland, Europa und Übersee. In der gut besetzten Abteilung mit Flug- und Zeppelinpost fallen eine Reihe von Belegen von der Fahrt zur Weltausstellung 1933 in Chicago ins Auge (ab 140 Euro).

Im Europa-Teil begeistert ein starkes Russland-Angebot mit Marken und Belegen ab der MiNr. 1, die mit Federzug-Entwertung für 200 Euro zu haben ist. Die MiNr. 74 A als portogerechte Einzelfrankatur auf Einschreibebrief von der Kiewer Abteilung der Russischen Außenhandelsbank nach Gomel startet mit 200 Euro. Mit ebenfalls diesem Preis sind ungebrauchte bzw. postfrische Exemplare der MiNr. 77 DyPUb DD und 77 DyPUb K2 angesetzt. Ein Ersttagsbrief mit den MiNrn. 151-155 soll mindestens 500 Euro bringen.

Ähnlich gut bestückt ist China im Übersee-Teil, das mit klassischen Ausgaben beginnt und das seinen Schwerpunkt bei der VR China hat. Hier finden sich der Satz MiNrn. 648-655 B postfrisch/ungebraucht für 2000 Euro, zweimal Block MiNr. 8 gestempelt für 2600 bzw. 2800 Euro und Block MiNr. 9 ohne Gummi wie verausgabt für 1200 Euro.

Unter Altdeutschland zeigt Bayern einen Bischofsbrief mit einer ungewöhnlichen 12-Kreuzer-Frankatur aus den MiNr. 2II/5 (2) und 4II/2 (1000 Euro). Sachsen enthält einen Revisionsbogen des kompletten Druck-bogens von 100 Stück auf Kartonpapier der MiNr. 3 und 11 (500 bzw. 450 Euro). Das Deutsche Reich bringt einen von nur vier bekannten gestempelten 4er-Blocks der MiNr. 278 Y (6000 Euro). Ebenfalls im 4er-Block mit Stempel von Bergzabern ist das sogenannte Hitler-Provisorium zu haben (4000 Euro). Hervorzuheben sind außerdem die postfrischen Markenheftchen MiNr. 16 (2000 Euro), 17 (1200 Euro), 21.1.1 (1200 Euro) und 22.2.2 (2500 Euro). Eine frühe Ganzsachenkarte mit interessantem Text aus der Deutschen Kolonie Karolinen mit Stempel "PONAPE 17.10.99" startet mit 400 Euro. Ein Blickfang bei den Nebengebieten ist ein postfrisches Unterrandstück der Generalgouvernement MiNr. AP1 (5500 Euro).

Nachkriegsdeutschland beginnt mit gesuchten Lokalausgaben. Topstücke der SBZ sind die MiNrn. 27 aKIII postfrisch (1200 Euro), 28 b im postfrischen Originalbogen (1600 Euro) und 46 Oa auf Bedarfsbrief-Vorderseite (1000 Euro). Thüringens Theater-Block MiNr. 3 AXFIII ohne Gummi ist mit 800 Euro taxiert. Neben den Bezirkshandstempeln ist auch die DDR sehr breit gefächert, u.a. mit dreimal MiNr. 439 aIIg XI postfrisch bzw. auf Brief (ab 600 Euro). Bei der Dienstpost begeistern 208 Minister-Vorlagekarten des ZKD B (5000 Euro), die ZKD B MiNr. 26 Y gestempelt (5000 Euro) und ein Kurierbrief "Geheime Kommandosache" (1250 Euro).

Über 800 Sammlungen und Nachlässe bilden den Abschluss der zweitägigen Versteigerung.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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149. Felzmann-Auktion: Österreichischer Klassiker

Die nächste Briefmarken-Versteigerung des Düsseldorfer Auktionshauses Felzmann vom 26. bis 28. Juni 2014 hält ein vielversprechendes Programm für Sammler, Händler und Freunde der Philatelie bereit. Das Publikum darf auf die vielen hochwertigen Raritäten, die aus allen Sammelgebieten zusammengetragen wurden, gespannt sein. Neben gut 2500 Einzelstücken wird auch ein eigener Sammlungskatalog präsentiert.

"Schwester" der One Cent

Ein Blick in den Katalog lohnt sich in jedem Fall, denn es finden sich darin so besondere Stücke wie die 4 C. Guiana schwarz/magenta im fünfeckigen Schnitt. Diese "Schwester" der weltweit seltensten Marke 1 C. Britisch Guiana steht nur selten zum Verkauf und ist in der vorliegenden attraktiven Ausführung nicht weniger reizvoll als die berühmte Verwandtschaft. Der Ausruf liegt bei 5000 Euro. Aus den Niederlanden ist die "Driegaats" 7 ½ Wilhelmina violett im waagerechten Dreierstreifen und einem beigeklebten Einzelstück auf einem einwandfreien Expressbrief nach Amsterdam zu erwähnen. Dem Brief liegt ein ausführliches Fotoattest bei. Dem Prüfer ist "kein zweiter solcher Brief bekannt". Der schöne Beleg startet mit 6000 Euro. Selten und schön zugleich ist der Tokayer Liniendurchstich. Das Spitzenstück der klassischen österreichischen Philatelie liegt auf vollständigem Faltbrief mit klar entwerteter 6 Kr. in Luxuserhaltung vor. Erstmals wurde der Brief 1928 bei der 1. Felix-Brunner-Auktion versteigert. Mit 20.000 Euro wird die Österreich-Rarität in der Auktion starten.

Wieder stark besetzt ist der Bereich Altdeutschland. Zahlreiche hochwertige Belege aus Bayern, Hamburg, Sachsen und Württemberg werden den Sammler erfreuen. Die Bayern 1 Kr. grauschwarz auf vollständiger Drucksache von Schwarzenbach nach Gräfenberg ist tadellos auf einem Kabinettbrief im Programm. Der Ausruf liegt bei 2500 Euro. Ein Spitzenwert der 1. Ausgabe Hamburgs beginnt ebenfalls mit 2500 Euro. Die 9-Schillinge-Marke gelb als ringsum breitrandig geschnittenes Randstück mit Reihenzahl "10" und klar aufsitzendem Vierstrichstempel wird in dieser Qualität mit Randziffer praktisch nie angeboten. Ebenso viel Beachtung verdient ein äußerst farbfrischer Sachsen-Dreier auf Drucksache, mehrfach signiert in einwandfreier Erhaltung. Der Startpreis liegt bei 9000 Euro.

Das Deutsche Reich präsentiert einen postfrischen Olympia-Block 1936, das bislang wohl einzige ungezähnte Exemplar auf dickem Papier. Die seltene Variante ist mit 18.000 Euro taxiert. Als weitere Rarität des Dritten Reiches kann eine 6 Pf Hitler auf dunkelbläulichviolettem Papier in postfrischer Prachterhaltung ersteigert werden. Lange Zeit war diese Rarität dem Markt entzogen und wurde nun dem Auktionshaus Felzmann exklusiv zur Versteigerung anvertraut. Der Ausrufpreis beträgt 4500 Euro. Außerdem bietet sich die seltene Gelegenheit, ein Exemplar des saarländischen Hochwasserhilfe-Blocks mit kopfstehend und stark nach unten verschobenem Eindruck zu erstehen. Die Abart geht mit 5500 Euro ins Rennen. Freuen darf man sich auch auf den kompletten Posthornsatz der Bundesrepublik in postfrischen Luxus-Viererblocks. In dieser Qualität ist der Satz eine absolute Rarität, für die mindestens 4500 Euro geboten werden müssen.

Zuvor findet am 24. und 25. Juni wieder eine Münzauktion statt.

Internet: www.felzmann.de

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Spitzenpreis für Shanghai-Doppelfrankatur

Die 121. Versteigerung des Württembergischen Auktionshauses am 29. und 30. April enthielt wieder ein umfangreiches Angebot der Deutschen Auslandspostämter und Kolonien mit Material aus den Sammlungen von Peter Wenzel und Dr. Helmut Schmidt. Zu den Topstücken zählte eine Doppelfrankatur aus zwei Exemplaren der chinesischen Dowager-Überdruck-Ausgabe mit einer 20 Pf der Deutschen Reichspost auf Brief aus Shanghai nach Hamburg.

Solche Doppelfrankaturen gab es nur im Winter (hier Aufgabe am 11. Februar 1898). Im Sommer wurden die Briefe dem deutschen Postamt in Shanghai kostenfrei zugestellt. Die Kolonial-Rarität war bereits mit 16.000 Euro taxiert und erreichte nach langem Bieterkampf einen Zuschlag von 43.000 Euro!

Internet: www.briefmarkenauktion.de

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Erfolgreiche Auktion in Leipzig

wm Die 163. Leipziger Briefmarkenauktion Fortagne & Lipfert wurde am 9. und 10. Mai mit einer guten Beteiligung von Saal- und Fernbietern erfolgreich abgeschlossen. Über 4 100 Lose standen zum Verkauf, davon fast 1.000 Sammlungen, die meist eine gute Verkaufsquote mit teils erheblichen Steigerungen erzielten. Nach der Auktion ist vor der Auktion: Ab Anfang Juni können Interessenten auf www.briefmarkenauktion-leipzig.de bereits zahlreiche Abbildungen mit Beschreibungen und Ausrufpreisen für Lose der nächsten Auktion, der 164., finden, die am 12. bis 13. September 2014 in Leipzig durchgeführt wird.

137. Dr. R. Fischer-Auktion (23.-24. Mai 2014): Katalog ist online!

wm Rund 8.000 Einzellose, ca. 1.600 Atteste und Befunde und 401 Sammlungen sind mit Abbildungen unter www.reinhardfischerauktionen.de zu finden. Insgesamt bietet die Auktion 10.000 Lose, darunter auch die Auflösung der Deutschland-Generalsammlung "Drachenfels". Weiterhin sind zu nennen:

Altdeutschland: reichhaltiges Angebot mit u. a. dem 1. Teil der Auflösung einer Spezialsammlung Thurn & Taxis, Bayern mit "schwarzem Einser", Sachsen mit u. a. Sachsen-Dreier, Preußen mit u. a. 26b mit Letzttags-Stempel (250) oder aber seltener Dreifarben-Frankatur mit doppelt verwendetem GAA (1.500).

Deutsches Reich: hochwertiges Angebot mit zahlreichen Seltenheiten, dabei u. a. postfrische "kleine Brustschilde" Nr. 6, 10, 11, weiterhin Besonderheiten, Typen, Farben, Nothilfeblöcke, großartiges Angebot Markenheftchen und Zusammendrucke, eine ausgewählte Strecke "Propagandakarten" rundet dieses Angebot ab!

Deutsche Kolonien / Auslandspostämter: wertvolles Angebot mit einer Auswahl an Raritäten, Besonderheiten und vielen postfrischen Ausgaben, dabei u. a. DNG 23IIBII ** die wir in dieser einwandfreien Erhaltung noch nie anbieten konnten - in diesem Fall als Luxus-Eckrandstück, weiterhin Kiautschou mit Mi.-Nr. 27A **, Togo mit Mi.-Nr. 19I gestempelt etc., außerdem Stempellose, Briefverwendungen etc.

Besetzung I. Weltkrieg/ Abstimmungsgebiete/Danzig/Memel/Saar: zahlreiche gesuchte Standard-Ausgaben, Spitzenwerten und Abarten, Typen, Farben etc., dabei u. a. Danzig mit 28II **, 32/40 **, "großer Innendienst" **, Saargebiet mit u. a. Mi.-Nr. A31 **, gestempeltem Hochwasserblockpaar etc.

II. Weltkrieg/Feldpost: Erstklassiges Angebot, dabei u. a. Kotor nach Hauptnummern kpl. inklusive der 9 unverausgabten Werte, Montenegro mit Nr. 19 ** (Auflage nur 1.000 Stück!), Feldpost mit über 80 Losen, dabei u. a. 7B auf Brief (6000), 8A postfrisch, Mi.-Nr. 10 mit seltensten Abarten und Typen, Krim-Päckchenmarken, Saloniki etc.

Deutschland nach 1945: Reichhaltiges Angebot mit zahlreichen Seltenheiten, gesuchten Standard-Ausgaben, dabei u. a. Posthornsatz als waager. Oberrandpaarsatz (2.000), 78 Essays zur Posthornserie auf Vorlagekarton der Bundesdruckerei (4.000), seltene Abarten und Verzähnungen der Ausgaben "Bundesrepublik Deutschland"

Europa: Dabei u. a. ein interessantes Angebot Österreich mit u. a. "Gelber Merkur" (1.500), ungezähnten Werten, Dollfuss gestempelt und postfrisch, Wipa-Block ** und gestempelt, weiterhin Liechtenstein und Schweiz mit gesuchten Standard-Ausgaben.

Übersee: Interessante Offerte Japan mit 15 Briefen der Kirschblütenmuster-Ausgabe (Ausruf 200 - 500), weiterhin Australien mit interessanten Stücken.

Außerdem: Ein vielfältiges Sammlungsangebot mit fast 2.000 Losen überwiegend aus Privathand stammend.

Münzen: etwa 1.700 ausgewählte Lose mit zahlreichen Sammlermünzen und Goldprägungen, u.a. sehr schönes Angebot Kaiserreichgold. Dabei auch ein umfangreiches Angebot Medaillen! Gesamtausruf über 500.000 Euro!

Schwerpunkt Danzig, Memel und Saargebiet

Aachen Mit einem starken Münzenteil startet die 54. AIX-PHILA-Auktion am 23. und 24. Mai 2014. Unter den ca. 480 Positionen kommen neben guten deutschen Silberstücken aus der Kaiserzeit, gesuchten Münzen aus der DDR und der Bundesrepublik jede Menge komplett belassener Nachlässe und Anlegerposten mit einer Fülle an Gold- und Silbermünzen bei moderaten Schätzpreisen unter den Hammer.

Es folgen Einzellose mit einem starken Angebot Deutsches Reich, dabei postfrische Brustschildausgaben, Zeppelinsätze und Blocks, unter anderem ein gestempelter, recht gut erhaltener und attestierter Nothilfeblock mit einem Startpreis von 1000 Euro.

Schwerpunkt des Deutschland-Angebotes bilden die Marken von Danzig, Memel und des Saargebietes. Bei letzterem ragen die gestempelten Hochwasserblocks sowie die 10 Fr. Madonna mit einem Schätzpreis von je 1000 Euro sowie zwei Urdrucksätze postfrisch für je 700 Euro heraus. Danzig begeistert mit sehr seltenen echt gestempelten und attestierten Portomarken wie z.B. der MiNr. 20 X und 29 II (je 400 Euro) oder auch der MiNr. 27 I für 300 Euro. Memel bietet neben jeweils gestempelten Spitzen wie MiNr. 79 I (400 Euro), MiNr. 183-192 (500 Euro) oder MiNr. 206-229 (bessere Untertypen, 800 Euro) mehr als 100 Bedarfsbriefe mit seltenen Stempeln und Frankaturen. Highlight dürfte auch ein Zeppelinbrief vom Danziger Hafen nach Südamerika sein, der mit 1000 Euro ins Rennen geschickt wird.

Ein Dachbodenfund mit Spionagefälschungen der DDR in teils größeren Einheiten wird sicherlich die Aufmerksamkeit der Berufsphilatelisten auf sich ziehen (800 Euro), genauso wie diverse Berliner Währungsblocks. Bei Europa stehen Dänemark mit klassischen Seltenheiten sowie Grönland mit seltenen Paketportomarken im Fokus.

Höhepunkt der Versteigerung bilden traditionell mehr als 1500 Sammlungen (darunter auch qualitativ gehaltvolle Deutschland-Objekte), Posten und Nachlässe, die mit Startpreisen zwischen 10 und 3000 Euro antreten und sicher für so manch heißen Bieterkampf sorgen dürften, zumal sie überwiegend aus Sammlerhand stammen.

Insgesamt enthält die zweitägige Versteigerung 3600 Positionen.

Internet: www.aixphila.de

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Interessante Zeppelin-Zuleitungspost

Blickfang der Auktion bei Fortagne & Lipfert: aus Spanisch-Andorra zugeleiteter Brief zur 4. Südamerika-Fahrt 1933 (1100 Euro)

Leipzig Den Auftakt der 163. Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert am 9. und 10. Mai 2014 bilden 100 Lose Zeppelinpost aus dem Zeitraum 1911 bis 1939, dabei frühe Belege des LZ 10 "Schwaben", LZ 13 "Hansa", LZ 17 "Sachsen" und LZ 120 "Bodensee" sowie interessante Zuleitungspost.

Es folgen über 100 Lose Flugpost Europa/Übersee, außerdem 70 Lose Flugpost Deutsches Reich mit Pionierflugpost 1912-1914 sowie Raketenflug-, Schleuderflug- und Ballonpost. Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost und Kriegsgefangenenpost treten 160 Positionen an, 250 Lose sind mit Motiven von Bahnpost, Kosmos, Propaganda, Sport bis hin zur Zensur sowie Heimatphilatelie/Postgeschichte im Angebot. 290 Lose enthalten über 8000 alte Ansichtskarten. Rund 150 Lose mit philatelistischer Literatur, Autographen, Graphiken, Notgeld und Material zur Zeitgeschichte ergänzen das Auktionsprogramm.

550 Lose umfassen Altdeutschland, Deutsches Reich und Nebengebiete, dabei Brustschilde, Pfennige, Pfennig bis Krone/ Adler-Ausgaben einschließlich Besonderheiten, Farben, Plattenfehlern und Privatganzsachen, Inflation, Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter und Kolonien, Abstimmungs- und Besetzte Gebiete des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Es folgen 290 Lose Deutschland nach 1945 mit einigen Lokalausgaben von Apolda bis Wittenberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler), ein SBZ-Teil mit Bezirkshandstempel-Losen vom Bezirk 3 bis 41 und einigen interessanten Belegen. Das Sammelgebiet DDR wartet mit ca. 300 Losen auf, dabei viele bessere Ausgaben, Ersttagsbriefe, Farben, Plattenfehler, Wasserzeichen-Besonderheiten sowie Zusammendrucke, Markenheftchen, Ganzsachen und Dienstmarken/ZKD-Post.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet über 500 Einzellose mit klassischen Ausgaben und gesuchten Werten von Albanien bis Vatikanstaat und Argentinien über VR China bis zu den USA.

Den Abschluss bilden rund 1000 Lots und Engrosposten aller Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen u.a. von Baden, Deutsches Reich, SBZ, DDR, Bund/Berlin, CSR/CSSR, Österreich, Russland und der UdSSR.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Kauffreudige Stimmung steckte an

Berlin Auf der 14. Schlegel-Auktion in Berlin am 4. und 5. April 2014 war die kauffreudige Stimmung ansteckend. Das Interesse und die ernsthafte Wertschätzung qualitativ hochwertiger Ware waren deutlich spürbar.

Besonderheiten wie die "Richtersammlungen", der Luxemburg-Sonderkatalog und der Posten "Desinfektionspost 1831-1865" realisierten gute Preise. Hinzu kam ein allgemein breites Angebot, das gut umgesetzt werden konnte. Auch die Mehrwertsteuererhöhung änderte nichts daran, dass auch diese Schlegel-Auktion durch hohe Steigerungsraten und heiße Bietergefechte gekennzeichnet war.

Der Luxemburg-Sonderkatalog erfuhr eine gute Akzeptanz. Der Wirkung der schönen Stücke konnten sich besonders die Bieter aus dem Mutterland nicht entziehen, und so brachten nicht nur die postgeschichtlich interessanten Stücke Zuschläge, die über den Erwartungen lagen.

Bei den Sammlungsteilen zeigte sich der Auktionssaal wie gewohnt gut gefüllt. Unter der charmanten Führung von Auktionatorin Elisabetha Schlegel wurden die Richter-Sammlungen (Lose 300-457) insgesamt hervorragend beboten und erzielten gute Ergebnisse. So konnte z.B. für die Baden-Vergleichssammlung ein Zuschlag von 3600 Euro verbucht werden. Nahezu alle Richter-Lose konnten versteigert werden. Ein Grund für diesen guten Anklang war sicherlich nicht zuletzt die Provenienz der 60 Jahre unberührten Sammlungen des Briefmarkenexperten.

Auch die übrigen Sammlungen stießen auf großes Interesse: Eine umfangreiche Sammlung Altdeutschland-Sachsen (Los 703) lief für 28 500 Euro, eine schöne Sammlung Deutsche Kolonien und Auslandspostämter 1872-1919 fand für 12.000 Euro einen neuen Besitzer. Die breite Spanne an hohen Resultaten aus verschiedensten Bereichen zeigte, dass auch das gesamte Angebot auf positive Resonanz stieß. Nachlässe und Bestände von Sammlern und Händlern konnten ihre Ansätze teils vervielfachen.

Einen Zuschlag von 3900 Euro brachte dieser bisher nicht registrierte seltene Sarawak-Brief nach Singapur

Auch andere Lose übertrafen die Erwartungen. Die hochinteressanten Briefe und Raritäten aus dem Posten "Desinfektionspost 1831-65" verzeichneten - trotz eines derzeit breiten Angebotes dieses Sammelgebietes und gerade wegen ihrer seltenen, spezifischen Herkunft - starke Nachfrage. Die eindrucksvolle Offerte "Korrespondenz Hongkong-Hamburg an Kapitän Löttge" faszinierte Bieter und Auktionsbesucher gleichermaßen und brachte einen Gesamtzuschlag von 7890 Euro ein. Herausragend war außerdem der bisher nicht registrierte seltene Sarawak-Brief nach Singapur, der für den Zuschlag von 3900 Euro den Besitzer wechselte.

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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148. Felzmann-Auktion:
Gute Preise für Hochkaräter

Kroatiens Sturmdivisionsblock als seltener Ministergeschenkblock mit zwei Unterschriften auf dem rechten Rand stieg von 3000 auf 4600 Euro

Bei strahlendem Frühlingswetter fand die 148. Briefmarken-Auktion bei Felzmann vom 13. bis 15. März 2014 in Düsseldorf statt. Die hochkarätige Auswahl an philatelistischen Einzelstücken quer durch alle Sammelgebiete bot dabei auch allen Grund für strahlende Gesichter bei Käufern und Einlieferern. Ein spannender Nachtrag und der separate Sammlungskatalog komplettierten die Fülle des Angebotes. Bieter im Saal und an den Telefonen sorgten immer wieder für Spitzen-Zuschläge!

Run auf Sammlungen

Für 7500 Euro wurde ein besonders schöner Brief mit der ersten Briefmarke Finnlands verkauft. Die 5 K. dunkelblau "große Perlen" mit Poststempelentwertung Fredrikshamn aus dem Jahr 1859 ziert ein außergewöhnliches Luxus-Kuvert. Aus den raren 20 Belegen des berühmten italienischen Geschwaderfluges 1933 fanden etliche Stücke neue Liebhaber. Das Triptychon 5,25 + 44,75 L. "I-LEON" mit eigenhändiger Unterschrift von Flugkapitän L. Leone wurde für 4150 (3500) Euro zugeschlagen. Kroatiens Sturmdivisionsblock in der seltenen Form als Ministergeschenkblock von 1945, postfrisch und mit zwei Signaturen auf dem Bogenrand, erzielte 4600 (3000) Euro. Das Stück ist in dieser Form nahezu unbekannt und ziert nun wieder eine große Sammlung dieses Gebietes. Die "Basler Taube" auf Luxus-Briefstück aus 1849 erhielt den Zuschlag nach mehreren Steigerungen erst bei 8500 (6500) Euro. Auch eine weitere klassische Rarität brachte ein erfreuliches Ergebnis: der "Sachsen Dreier" in ziegelrot mit Schnittlinien links und oben trägt einen zart aufsitzenden Zweikreisstempel "CHEMNITZ 5. AUG 50". Dieses Exemplar galt seit den Kriegswirren 1945 als verschollen. Der Hammer des Auktionators fiel hier bei 4400 (2500) Euro. Ein Markenheftchen aus dem Deutschen Reich, Germania 1911 mit rosa Deckel, ging für 5400 (4000) Euro an einen schriftlichen Bieter.

Die größten Gebotssteigerungen waren im Bereich der Sammlungsauktion zu verzeichnen. Insbesondere Käufer aus China, Russland und den USA lieferten sich per Telefon teilweise intensive Bietergefechte. Ein großer Erfolg war auch die Auflösung der umfassenden Sammlung Inflations-Bogen des Deutschen Reiches von Dr. Bunse. Der Ausruf der Kollektion konnte von insgesamt 13 800 Euro auf 26 680 Euro knapp verdoppelt werden. Den Zuschlag für ein weiteres großes Objekt "Deutsches Reich 1872-1920" konnte sich ein Saalbieter sichern, der die 15 Bände für beachtliche 19 500 (10.000) Euro erwarb. Eine Afrika-Sammlung aus den Jahren 1854-1990 erhielt für 7000 (4000) Euro den Zuschlag. Eine Asien-Kollektion von ca. 1854-1990 mit u.a. Afghanistan, Ceylon, Hongkong, Indien und Kambodscha wurde für mehr als den doppelten Ausruf zugeschlagen und ging für 8400 (4000) Euro an einen neuen Besitzer. Eine Pracht-Sammlung China der Kulturrevolutionsausgaben erzielte 11 500 (10.000) Euro. Bei einer weiteren China-Sammlung von 1878 bis ca. 1970 schnellten die Gebote wieder in die Höhe; hier fiel der Hammer schließlich bei 15.000 (3500) Euro. Mit 13 500 Euro wurde ein weiterer hoher Zuschlag für eine "Alle Welt"-Sammlung erreicht, die mit dreimal "Penny Black" und hohen Pfund-Werten, aber auch anderen Ländern wie Schweiz, Frankreich und CSSR, einen vielschichtigen Bestand versprach.

Die nächste Versteigerung im Auktionshaus Felzmann findet vom 24. bis 28. Juni 2014 statt.

Internet: www.felzmann.de

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357. Heinrich-Köhler-Auktion:
Simultane Kolonial-Versteigerung übertraf die Erwartungen

Strahlender Sonnenschein und annähernd sommerliche Temperaturen begleiteten vom 25. bis 29. März 2014 die 357. Auktion des Hauses Heinrich Köhler. Passend zum Wetter zeigte sich die Welt der Philatelie in voller Pracht - mit einem herausragenden Angebot hochinteressanter Einzellose, Sammlungen und Nachlässe, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hatten. Eine gelungene Premiere war die simultane Versteigerung der Waldersee-Sammlung in Wiesbaden und Hongkong, die zu spektakulären Bietergefechten und Zuschlägen führte.

Liechtenstein und Polen überraschten

Dass manchmal eben auch vermeintliche "Außenseiter" zu überraschen wissen, zeigte sich bereits zum Auftakt der Versteigerung. Zwei Zähnungsraritäten aus Liechtenstein, die 35-Rappen- sowie die 2-Franken-Marke der Ausgabe von 1930, wurden von 4000 auf 8000 Euro bzw. von 2000 auf 4000 Euro gesteigert. "Wirklich seltene moderne Ausgaben erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit und Wertschätzung", freute sich Heinrich-Köhler-Geschäftsführer Dieter Michelson.

Eine ungewohnt starke Nachfrage wusste auch das Gebiet der klassischen Postgeschichte Polens zu verzeichnen. Diverse interessante Briefe, unter anderem aus der Zeit Polens unter russischer Herrschaft im 19. Jahrhundert, erzielten bemerkenswerte Zuschläge. Eine russische 20-Kopeken-Marke von 1858 auf Brief von Warschau nach Wlocawek kletterte trotz kleiner Beanstandungen von 500 auf 5600 Euro. Ein weiterer Brief mit Russlands 1 und 3 Kopeken mit Bahnpoststempel "D.B." auf Brief, mit der Bromberg-Warschau-Eisenbahn befördert, sprang von 150 Euro auf 2200 Euro. Und eine aus der kurzen Unabhängigkeit Polens stammende polnische 10-Kopeken-Marke von 1860 auf Brief von Biala nach Wilna (Vilnius) von 200 auf 2900 Euro und damit auf mehr als das Vierzehnfache des Ansatzes.

Ein Highlight im klassischen Sinne war der Verkauf des zweiten Kiautschou-Provisoriums im Paar (Foto siehe DBR 3/14, Seite 50). Das postfrische Zusammendruckpaar der zweiten Tsingtau-Ausgabe mit Aufdruck "5 Pf." und zusätzlichem Handstempelaufdruck "5" auf alter Wertangabe bei der unteren Marke des Paares (MiNr. 2 und 3) erzielte einen Zuschlag von 46.000 Euro.

An Spannung und Überraschungen kaum zu überbieten war die "transpazifische" Versteigerung der "Sammlung Waldersee", einer einmaligen Sammlung "Deutsche Post in China und Kiautschou", die als Simultan-Auktion die Bieter in Wiesbaden ebenso wie bei Heinrich Köhlers Global-Philatelic-Network-Partnerfirma John Bull Hongkong in die Auktionssäle lockte. Zahlreiche weitere Kunden nahmen via Telefon und Internet live an der Auktion teil und sorgten für spektakuläre Bietergefechte, die teils kein Ende nehmen wollten. Viele Lose wurden in immer neue Gebotshöhen gesteigert, und das Gesamtergebnis übertraf letztlich alle Erwartungen. "Ein Preisniveau, das wir in dieser Höhe für Postgeschichte, Briefe und Kombinationsfrankaturen der Deutschen Post in China und Kiautschou noch nicht gesehen haben", fasste Dieter Michelson die Versteigerung zufrieden zusammen.

Den Spitzenzuschlag erzielte ein Brief aus Korea via China ins Deutsche Reich mit chinesischen "Kleinen Drachen" und deutschen Postwertzeichen der "Pfennig"-Ausgabe frankiert, der nach Start bei 35.000 Euro und langem Ringen zwischen einem Telefonbieter, der im Auktionssaal Wiesbaden zugeschaltet war, und einem Sammler in Hongkong schließlich für 95.000 Euro zugeschlagen wurde (Foto siehe DBR 3/14, Seite 50). Die höchste prozentuale Steigerung verzeichnete ein bei der Lokalpost Nanking aufgegebener Brief mit einer 20-Pfennig-Marke Adler/Krone in Shanghai gestempelt. Er stieg um sagenhafte 3600 Prozent von 500 auf 18.000 Euro!

Die Versteigerung der Sammlung "Waldersee" bei Heinrich Köhler, ihre technische Ausführung und die Auktionsergebnisse haben neue Maßstäbe in der Auktionsphilatelie gesetzt. Es wird wohl nicht die letzte Simultan-Auktion dieser Art zwischen Heinrich Köhler und einer der Schwestergesellschaften im Global Philatelic Network gewesen sein.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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345. Schwanke-Auktion: Legenden der Philatelie

Sie gehören sicherlich zu den Legenden der Philatelie: Kanadas 12 Pence schwarz der Ausgabe von 1851, auch "The black Queen" genannt, und die Four Cents Magenta von British Guyana, Ausgabe 1856. Beide Weltraritäten kann das Hamburger Traditionshaus Schwanke auf seiner 345. Versteigerung am 11. und 12. April 2014 seinen Kunden präsentieren. Die mehrere 1000 Lose umfassende Auktion bietet wieder ein großes Spektrum an Marken und postgeschichtlichen Belegen vieler Gebiete.

Lange verschollene "Queen"

Von der kanadischen 12 Pence gelangten nur rund 1450 Exemplare an die Postschalter, und davon sind die meisten im Verlauf der 163 Jahre ihres Erscheinens verloren gegangen. Im allgemeinen geht man davon aus, dass heute überhaupt nur noch etwa 50 Exemplare dieser seltensten kanadischen Briefmarke existieren, ungebrauchte und gestempelte Stücke sowie einige Briefe zusammengenommen. Der maßgebliche englische Katalog von Stanley Gibbons notiert dann auch die stolze Summe von 180.000 Pfund für eine ungestempelte und immerhin noch 100.000 Pfund für eine gestempelte Marke! Das Exemplar, das in der kommenden Schwanke-Versteigerung angeboten wird, galt lange als verschollen und ist nun nach Generationen wieder aufgetaucht. Die vollrandige Marke hat im Papier gewisse Mängel, darf insgesamt jedoch als ein sehr attraktives Exemplar dieser Weltseltenheit bezeichnet werden. Ein Fotoattest der Royal Philatelic Society London bestätigt die Echtheit. Der moderate Schätzpreis von 3000 Euro sollte Phantasien beflügeln!

Eine weitere Weltseltenheit ist das wohl breitrandigste Exemplar einer Four Cents Magenta von British Guyana, Ausgabe 1856. Das empfindliche Glanzpapier weist einige Brüche auf, dennoch kann man das Stück zu den am besten erhaltenen dieser Marke zählen, was auch ein Fotoattest bestätigt. Der Schätzpreis beträgt 4000 Euro.

Neben diesen Legenden gibt es im Übersee-Teil gute Abteilungen von Chile (Colonköpfe, Postgeschichte) und China (allein über 60 Lose Volksrepublik mit vielen Blocks). Weiterhin hervorzuheben sind Ausgaben der norwegischen Mission auf Madagaskar, Saudi-Arabien mit teuren Werten der Ausgaben "Staudamm, Ölraffinerie, Convair", Syrien mit nie gesehenen Aufdruckvarianten der frühen Zeit und USA mit einigen guten Transatlantik-Belegen.

Im Europa-Teil (750 Lose) verdient eine klassische Belgien-Marke Beachtung: eine 40 c. rosa der Ausgabe von 1865 (MiNr. 17), die versehentlich ungezähnt blieb und unbeanstandet befördert wurde. Der belgische "C.O.B."-Spezialkatalog erwähnt solche ungezähnten Stücke zwar, notiert aber keine Preise, wie natürlich auch im Michel so etwas nicht gelistet ist (2500 Euro). Finnland ist mit gut 50 Losen vertreten, vorwiegend klassische Marken. Frankreich bietet über 60 Lose, auch hier steht die Klassik im Vordergrund. Bei Italien fällt eine 40 cmi. karmin von Sardinien 1851 mit Rautenstempel von Genf auf. Sie stammt aus der Zeit, als das Postamt in Genf sardische Marken verkaufte. Außer dieser Marke zum Schätzpreis von 2500 Euro ist nur noch ein Brief bekannt. Bei den Niederlanden sind zwei Klasse-Spezialsammlungen der 1. Ausgabe (MiNr. 1-3) mit 197 Marken und 17 Briefen (7000 Euro) und der 2. Ausgabe (MiNr. 4-6) mit allein 23 Probedrucken und 38 schönen Briefen (8000 Euro) zu erwähnen. Die Schweiz zeigt sich wie gewohnt reichhaltig mit über 100 Losen, darunter die Flugpostmarke MiNr. 286 K postfrisch für 3000 Euro.

Seltene Altdeutschland-Briefe

Im Literatur-Teil mit insgesamt weit über 300 Titelaufnahmen kommen einige bemerkenswert seltene Stücke unter den Hammer, beispielsweise ein kompletter Run der Zeitschrift "Philatelic Literature Review" 1942-2012 (400 Euro) oder alle 14 Kataloge der Firma Sylvester Colby aus New York, die später im weltbekannten New Yorker Auktionshaus Siegel aufging (300 Euro).

Altdeutschland enthält seltene Briefe von Helgoland (u.a. MiNr. 9 auf Pilger-Karte, 2500 Euro), Lübeck mit einem Brief mit den MiNrn. 1 und 3 (2500 Euro) oder Schleswig-Holstein mit den Postschillingen auf zwei attraktiven Briefen (2900 bzw. 4000 Euro). Je 300 Positionen Deutsches Reich, Deutsche Gebiete und Deutschland nach 1945 komplettieren das insgesamt ca. 1250 Lose umfassende Deutschland-Angebot.

Die über 1300 Sammlungen und Posten starten mit einer Reihe interessanter, komplett belassener Nachlassposten. Komplette und weniger komplette Sammlungen deutscher Gebiete in allen Preislagen schließen sich an. Ländersammlungen europäischer und überseeischer Gebiete (über 600 Lose), Sammlungen Motivgebiete, Ansichtskarten und 23 Nachlässe Münzen vervollständigen diese Abteilung.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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Fast 1 Million Euro Umsatz in vier Stunden!

Steigerte bei Rauhut & Kruschel von 1500 auf 4000 Euro: Briefstück mit Hannover MiNr. 10 H und handschriftlich nebengesetztem Aufgabevermerk Carolinensyhl 3/3 (ex Boker)

wm Harald Rauhut konnte es wohl selbst kaum fassen: Die jüngst beendete Versteigerung brachte insgesamt über 1,6 Millionen Euro Umsatz (inkl. Aufgelder), wobei die 420 Lose aus der bei ihm traditionell reichhaltig sortierten Nachlassabteilung davon alleine einen Umsatz von einer Million ausmachten.

Ein interessantes Detail zeigt auf, wie lebendig der Auktionsmarkt derzeit ist: Denn Rauhuts Auktionssaal war bei der Sammlungsversteigerung proppevoll besetzt, und die anwesenden Bieter setzten sich nahezu immer gegen schriftliche Bieter durch. Nur fünf Nachlass-/Sammel-Lose gingen an solche Fern-Bieter, 420 aber an Saal-Bieter. Was zeigt, dass man gerade bei Sammlungsversteigerungen einerseits die Lots besichtigen muss, aber auch bei der Versteigerung selbst vor Ort sein sollte, - zumindest dann, wenn man auf jeden Fall Erfolg haben will.

Internet: www.rauhut-auktion.de

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Einmalige Bayern-Einzelfrankatur

München Eine Weltrarität von allergrößter Seltenheit wird auf der 54. Deider-Auktion am 2. und 3. Mai 2014 präsentiert. Es handelt sich um eine bayerische 18 Kreuzer ziegelrot von 1875 mit Wasserzeichen "Weite Wellenlinien" als Einzelfrankatur auf dekorativer grüner Paketkarte mit anhängendem Coupon der Bayer. Vereinsbank von "MÜNCHEN I.F. 15.OCT.(1875)" sowie Paketaufkleber "München I. Stadt 639" nach Wien.

Bisher sind mit dieser Marke nur zwei Briefe und zwei Paketkarten, jeweils in Misch- bzw. Mehrfachfrankaturen, bekannt. An der farbfrischen und dekorativen Karte sind die ursprünglichen Beförderungsspuren erkennbar. Die bei Deider angebotene Paketkarte ist bisher die einzige Einzelfrankatur in allerfeinster Zähnung, Prägung und Zentrierung und mit neuem Fotoattest Stegmüller BPP versehen. Der Startpreis beträgt 25.000 Euro.

Neben dieser einmaligen Einzelfrankatur sind von Bayern u.a. noch dekorative und seltene Bischofsbriefe zu haben. Des Weiteren bestechen die Altdeutschen Staaten mit einer Sachsen-Dreier auf einem Brief von erlesener Schönheit, herrlichen Essays, Proben und Neudrucken sowie attraktiven Einzelstücken von Braunschweig. Die Deutschen Kolonien warten mit gesuchten Seltenheiten wie China-Handstempeln auf. Unter der SBZ wird eine Spezialsammlung mit vielen Besonderheiten aufgelöst.

Viele hochkarätige Einzellose finden sich unter Russland. Hervor sticht eine 1 Rubel dunkelbraun von 1935 mit seltenem Plattenfehler "Kleines F" (MiNr. 527 XI/PF II 6) auf Bildkarte des Piloten Sigismund Lewanewskij für den geplanten Transpolarflug "MOSKAU - SAN FRANCISCO", die wegen Motorschadens mit normaler Post über New York nach San Francisco und wieder zurück befördert wurde. Die Luftpost-Rarität mit allen Stempeln ist mit 12.000 Euro taxiert. Wie immer reichhaltig zeigt sich Österreich, das u.a. eine umfangreiche Bahnpost-Sammlung mit vielen Raritäten in 26 dicken Ordnern enthält.

Die umfangreiche Abteilung mit Sammlungen, Lots und Posten im ursprünglichen Zustand bringt viele hochwertige Ländersammlungen aus aller Welt, undurchsuchte Fundgruben und ein feines Angebot Gold- und Silbermünzen.

Internet: www.deider.de

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Internationales Publikum sorgt für hohe Preise

Ettlingen Ein großes und kaufkräftiges internationales Publikum sorgte auf der 79. Gert-Müller-Auktion wiederum für zahlreiche Spitzenpreise im Bereich der Philatelie und Numismatik.

So kletterte eine Sammlung Deutsche Kolonien von 10.000 auf 38.000 Euro, eine weitere Kollektion dieses Gebietes von ebenfalls 10.000 auf 25.000 Euro. Ein Altdeutschland-Objekt startete mit 3000 Euro und landete schließlich bei 23.000 Euro. Eine Einlieferung aus Württemberg erlöste 30 700 (5500) Euro, eine Einlieferung Münzen sogar 109 700 (63 500) Euro. Ein Archiv-Bestand Briefe konnte mit 11.000 Euro seinen Ansatz vervielfachen. Für 12.000 (10.000) Euro wechselte eine Israel-Kollektion den Besitzer.

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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Schwerpunkt auf deutsch-sprachigen Gebieten

Singen Am 25. und 26. April findet die 92. Lenz-Auktion statt. Seit nunmehr 46 Jahren bedient die Firma Kunden ganz aus Süden Deutschlands, daher sind die Hauptgebiete neben Deutschland (besonders Baden, Bayern und Französische Zone) die deutschsprachigen Länder Schweiz, Österreich und Liechtenstein.

Zu den Stärken zählt auch das breite Angebot an Briefen mit Verwendungen, Frankaturen, Postgeschichte etc. ab der Vorphilazeit. Die Kataloge zeichnen sich durch eine sehr aufwendige Detaillierung in den Hauptgebieten bei Verwendungsarten, Stempelarten und vielem mehr aus. Heimatsammler können über die Suchmaschine auf der Web-Seite ganz gezielt nach Gebieten bzw. Orten suchen.

Aus dem Angebot der aktuellen Versteigerung seien vier Lose beispielhaft vorgestellt:

1. Baden MiNr. 22 a im waagerechten Paar in frischer, leuchtender Farbe. Gestempelte Paare dieser schon einzeln guten Marke sind ganz große Seltenheiten. Der Ausruf beträgt 2500 Euro.

2. Mit 300 Euro ist der "Schwarze Einser" von Bayern in der Nuance grauschwarz von der Platte 1 ohne Gummi als "Makulaturdruck" zu haben.

3. Möglicherweise ein Unikat ist ein postfrischer 4er-Block aus der linken oberen Bogenecke der Bund MiNr. 241 Z, der 10-Pf-Europa-Marke von 1956 mit seltenem seitenverkehrtem Wasserzeichen. Die Einheit ist mit 7500 Euro angesetzt.

4. Ein Pro-Juventute-Vorläufersatz von 1912 (MiNr. I-III) mit idealem zentrischem Vollstempel "Lyss 24.XII.12." geht mit 1500 Euro ins Rennen.

5. Mit sauberer Abstempelung "Lyss 14. XII.15." zeigt sich eine 5 C. Pro Juventute von 1915 mit Zwischensteg und großer Lochung, die mit 1200 Euro angesetzt ist.

Während am 25. April die Einzellose aus dem Ausland und der 1. Teil Deutschland im Blickpunkt stehen, folgen am 26. April der 2. Teil Deutschland und anschließend ab ca. 11 Uhr die Münzen. Hierunter kommen Münzen und Medaillen von alt bis neu sowie Gold und Silber unter den Hammer. Ganze Sammlungen und Nachlässe sind ebenfalls dabei. Enthalten ist ein gutes Angebot an China mit Panda-Münzen etc.

Die zweitägige Veranstaltung beschließen über 2100 Sammlungen, Posten und teils unberührte Nachlässe. Die Spannbreite reicht von Übersee-Sammlungen, Wühlkisten und Motivposten bis hin zu Sammlungen/Posten von Europa und Deutschland in jeder Größenordnung und Ausrufen ab "Gebot" bis in den hohen vierstelligen Bereich.

Internet: www.briefmarken.com

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Seltene frankierte Telegramme

Berlin Vom 9. bis 11. April 2014 wird die 52. Hadersbeck-Auktion durchgeführt. Zum Ausruf gelangen über 6400 Lose, neben Spitzenwerten auch Hunderte Einzellose für den kleineren Geldbeutel sowie Sammlungen und Posten mit einem Gesamtgewicht von 15 bis 20 Tonnen.

Eines der frankierten Telegramme bei Hadersbeck (Saar, 400 Euro)

Bei der VR China fallen 22 frankierte Briefe aus der Zeit der Kulturrevolution auf, die mit 500 Euro angesetzt sind. Japans Block 1 postfrisch geht mit ebenfalls 500 Euro an den Start. Angeboten werden auch der Satz Griechenland MiNr. 369/71 postfrisch (500 Euro) und Grönlands Pakkeporto Nr. 1/3 postfrisch (2000 Euro).

Unter Altdeutschland finden sich die Bayern MiNr. 1 II a gestempelt (900 Euro) und die Württemberg MiNr. 35 a postfrisch (600 Euro). Eine Auswahl der Spitzenstücke des Deutschen Reiches: MiNr. 9 postfrisch (2300 Euro), MiNr. 24 auf Karte (500 Euro), MiNr. 50 aa im gestempelten Dreierstreifen (1200 Euro), MiNr. 72 b postfrisch (500 Euro), MiNr. 81 Bb gestempelt (950 Euro), MiNr. 86 Id gestempelt (1000 Euro), MiNr. 196 DD gestempelt (700 Euro), MiNr. 309 AWF postfrisch (1000 Euro), MH MiNr. 17 postfrisch (1900 Euro) und frankiertes Telegramm aus 1935 (250 Euro). Mit 1100 Euro ist die MiNr. VII der Deutschen Post in Marokko in postfrischer Erhaltung angesetzt. Eine mit Seepost gelaufene MiNr. P 13 der Marschall-Inseln soll 500 Euro bringen. Auch die Saar bietet ein frankiertes Telegramm (aus 1934, 400 Euro).

Nachkriegsdeutschland zeigt u.a. acht Exemplare der Gemeinschaftsausgaben MiNr. 914 b auf Brief für 500 Euro. Bei der DDR ragen heraus: MiNr. 243 Uo postfrisch (900 Euro), MiNr. 487 AYI postfrisch (1500 Euro), MiNr. 538 YI DV postfrisch (2800 Euro) und MiNr. 540 YI postfrisch (1500 Euro). Eine Heimatsammlung Halberstadt in drei Umzugskartons mit einem Gewicht von 100 kg beginnt mit 4400 Euro.

Am dritten Versteigerungstag sind die Sammlungen und Posten wieder sehr reichhaltig bestückt, dabei u.a. eine Saar-Spezialsammlung 1920/35 für 5000 Euro und viele weitere gute Objekte.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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Erfolgreiche Felzmann-Frühjahrs-Auktion mit Sonnenschein

wm (Düsseldorf) Bei strahlendem Frühlingswetter fand vom 13.-15. März 2014 die 148. Briefmarken-Auktion bei Felzmann in Düsseldorf statt. Die hochkarätige Auswahl an philatelistischen Einzelstücken quer durch alle Sammelgebiete bot dabei auch allen Grund für strahlende Gesichter bei Käufern und Einlieferern. Ein spannender Nachtrag und der separate Sammlungskatalog komplettierten die Fülle des Angebotes. Bieter im Saal und an den Telefonen sorgten immer wieder für Spitzen-Zuschläge!

Für 7.500 Euro wurde ein besonders schöner Brief mit der ersten Briefmarke Finnlands verkauft. Die 5 K. dunkelblau "große Perlen" mit Poststempelentwertung Fredrikshamn aus dem Jahr 1859 ziert ein außergewöhnliches Luxus-Kuvert. Aus den raren 20 Belegen des berühmten italienischen Geschwaderfluges 1933 fanden etliche Stücke neue Liebhaber. Das Triptychon 5,25 + 44,75 L. "I-LEON" mit eigenhändiger Unterschrift von Flugkapitän L. Leone wurde für 4.150 Euro zugeschlagen (Ausruf: 3.500). Kroatiens Sturmdivisionsblock in der seltenen Form als Ministergeschenkblock von 1945, postfrisch und mit zwei Signaturen auf dem Bogenrand erzielte 4.600 Euro (Ausruf: 3.000 Euro). Das Stück ist in dieser Form nahezu unbekannt und ziert wieder eine große Sammlung dieses Gebietes. Die Basler Taube auf Luxus-Briefstück 1849 erhielt den Zuschlag nach mehreren Geboten erst bei 8.500 Euro (Ausruf: 6.500). Auch eine weitere klassische Rarität brachte ein erfreuliches Ergebnis: der Sachsen-3er in ziegelrot mit Schnittlinien links und oben trägt einen zart aufsitzenden K2 CHEMNITZ 5. AUG 50 Stempel. Dieses Stück galt seit den Kriegswirren 1945 als verschollen. Der Hammer des Auktionators fiel hier bei 4.400 Euro (Ausruf: 2.500). Ein Markenheftchen aus dem Deutschen Reich, Germania 1911 mit rosa Deckel ging für 5.400 Euro an einen schriftlichen Bieter (Ausruf: 4.000 Euro).

Die größten Gebotssteigerungen wurden im Bereich der Sammlungsauktion verzeichnet. Insbesondere Käufer aus China, Russland und den USA lieferten sich per Telefon teilweise intensive Bietergefechte. Ein großer Erfolg war auch die Auflösung der umfassenden Sammlung Inflations-Bogen aus dem Deutschen Reich von Herrn Dr. Bunse. Der Ausruf der Sammlung konnte insgesamt von 13.800 Euro auf 26.680 Euro knapp verdoppelt werden. Den Zuschlag für eine weitere große Sammlung DEUTSCHES REICH 1872-1920 konnte sich ein Saalbieter sichern, der die 15 Bände für beachtliche 19.500 Euro erwarb (Ausruf: 10.000 Euro). Eine AFRIKA-Sammlung aus den Jahren 1854-1990 erhielt für 7.000 Euro den Zuschlag (Ausruf: 4.000 Euro). Eine ASIEN-Sammlung von ca. 1854-1990 mit u.a. Afghanistan, Ceylon, Hongkong, Indien, Kambodscha wurde für mehr als den doppelten Ausruf zugeschlagen und geht für 8.400 Euro an einen neuen Besitzer (Ausruf: 4.000 Euro). Eine Pracht-Sammlung CHINA der Kulturrevolutionsausgaben erzielte 11.500 Euro (Ausruf: 10.000 Euro). Bei einer weiteren CHINA-Sammlung von 1878 bis ca. 1970 schnellten die Gebote wieder in die Höhe, hier fiel der Hammer schließlich bei 15.000 Euro (Ausruf: 3.500 Euro). Der Spitzenwert von 13.500 Euro wurde für eine "Alle Welt"-Sammlung geboten, die mit 3x Penny Black und hohen £-Werten, wie auch anderen Ländern u.a. Schweiz, Frankreich und CSSR einen vielschichtigen Bestand versprach.

Die nächste Versteigerung im Auktionshaus Felzmann findet vom 24.-28. Juni 2014 statt.

345. Schwanke-Auktion (11.-12.4.2014) mit starken Deutschland- und Sammlungsteil

(wm/hjs) ALTDEUTSCHLAND beginnt mit zwei schönen Stücken der BAYERN Nr. 1 gestempelt, dabei ein Exemplar mit Plattenfehler XXX (800 €). Seltene Briefe bietet HELGOLAND mit u.a. einer Mi.Nr. 9 auf Pilger-Karte (2500 €), LÜBECK mit einem Brief Mi.Nr. 1 und 3 (€ 2500) oder SCHLESWIG-HOLSTEIN mit den Postschillingen auf zwei attraktiven Briefen (Mi.Nr. 1 auf Brief, € 2900, Mi.Nr. 2 auf Brief, € 4000).

300 Lose DEUTSCHES REICH, über 300 Positionen DEUTSCHE GEBIETE, von den Kolonien bis zu den Besetzungsausgaben des 2.Weltkrieges und über 300 Lose "DEUTSCHLAND nach 1945" (dabei viele seltene Abarten der SBZ) komplettieren das insgesamt ca. 1250 Lose umfassende Angebot.

Die über 1300 SAMMLUNGEN und POSTEN, die am zweiten Auktionstag, dem 12.April 2014, zur Versteigerung gelangen, starten mit einer Reihe interessanter, komplett belassener Nachlassposten. Dabei sind die unvermeidlichen "Schrankwände", also Partien mit gleich einmal 50, 60, 70 oder noch mehr Bänden, aber auch der gesamte Bestand an Referenzmaterial eines Berufsphilatelisten (Schätzpreis € 1500) verdient Aufmerksamkeit. Etliche Stücke in dieser Partie zeigen, dass auch die Herren Experten nicht immer einer Meinung sind oder waren. Komplette und weniger komplette Sammlungen deutscher Gebiete in allen Preislagen schließen sich an. Ländersammlungen europäischer und überseeischer Gebiete (über 600 Lose), Sammlungen Motivgebiete (auch hier wieder ein "Kleiderschrank voll" in über 75 Alben, € 1500, oder eine Sammlung OLYMPISCHE SPIELE in 32 Alben, € 2500), Ansichtskarten und 23 Nachlässe MÜNZEN komplettieren das Angebot.

Der Katalog ist seit dem 5.März online; die gedruckte Version wurde am 12.März 2014 verschickt.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

Schwanke versteigert Weltraritäten!

wm/hjs Das Hamburger Auktionshaus Schwanke ist immer für eine Überraschung gut. Während der 345. Auktion am 11./12. April kommen zwei Marken zum Ausruf, die wahrlich das Prädikat "Weltrarität" verdient haben. Als erste Kanadas 12 Pence schwarz der Ausgabe von 1851 "The black Queen". Die Marke gehört sicherlich zu den Legenden der Philatelie. Nur rund 1 450 Exemplare gelangten zum Verkauf an die Postschalter und davon sind die meisten im Verlauf der 163 Jahre ihres Erscheinens verloren gegangen. Im allgemeinen geht man davon aus, dass heute überhaupt nur noch etwa 50 Exemplare dieser seltensten kanadischen Briefmarke existieren, ungebrauchte und gestempelte Stücke sowie einige Briefe zusammengenommen. Der maßgebliche englische Katalog von Stanley Gibbons notiert dann auch die stolze Summe von 180.000 Pfund für eine ungestempelte und immerhin noch 100.000 Pfund für eine gestempelte Marke. Das Exemplar, das Schwanke in seiner kommenden Auktion anbieten kann, galt lange als verschollen und ist nun nach Generationen wieder aufgetaucht. Die vollrandige Marke hat im Papier gewisse Mängel, darf insgesamt jedoch als ein sehr attraktives Exemplar dieser Weltseltenheit bezeichnet werden. Ein Fotoattest der Royal Philatelic Society, London, bestätigt die Echtheit. Der Schätzpreis von 3000 Euro sollte, so meint Schwanke, die Phantasie der Interessenten beflügeln!

Und da wir gerade von Weltseltenheiten sprechen: das wohl breitrandigste Exemplar einer Four Cents Magenta von British Guyana, Ausgabe 1856, kann Schwanke ebenfalls vorstellen: Auch diese Marke zählt mit zu den seltensten Stücken, die das Britische Weltreich zu bieten hat. Das empfindliche Glanzpapier weist einige Brüche auf - die kleinen Farbabsplitterungen sind auf dem Foto gut zu sehen-- dennoch darf das Stück zu den am besten erhaltenen Exemplaren dieser Marke gezählt werden, und dies wird im Fotoattest auch bestätigt. Der Schätzpreis wird 4000 Euro betragen.

Der Katalog ist seit dem 5.März online; die gedruckte Version gelangt ab dem 12.März 2014 zum Versand. Siehe: www.schwanke-auktionen.de

154. Rauhut & Kruschel-Auktion: Fast 1 Mio Euro Umsatz in vier Stunden!

wm Harald Rauhut konnte es wohl selbst kaum fassen: Die jüngst beendete Versteigerung brachte insgesamt über 1,6 Mio Euro Umsatz (inkl. Aufgelder), wobei die 420 Lose aus der bei ihm traditionell reichhaltig sortierte Nachlassabteilung davon alleine einen Umsatz von einer Million ausmachten. Ein interessantes Detail zeigt auf, wie lebendig der Auktionsmarkt derzeit ist: Denn Rauhuts Auktionssaal war bei der Sammlungsversteigerung proppevoll besetzt und die anwesenden Bieter setzten sich nahezu immer gegen schriftliche Bieter durch. Nur fünf Nachlass-/Sammel-Lose gingen an solche Bieter, 420 aber an Saal-Bieter. Was zeigt, dass man gerade bei Sammlungsversteigerungen einerseits die Lots besichtigen muss, aber auch bei der Versteigerung selbst vor Ort sein sollte, - zumindest dann, wenn man auf jeden Fall Erfolg haben will.

"Bordeaux-Brief" wird vermisst!

wm Bereits bei der 344. Schwanke-Auktion konnte Auktionator den "Bordeaux-Brief" aus der Georg D. Mehrtens-Sammlung nur unter Vorbehalt zuschlagen, denn dieser war von einem Prüfauftrag noch nicht wieder zurück gekommen. Natürlich handelte es sich nicht um den legendären Bordeaux-Brief mit den beiden Post-Office-Marken von Mauritius, denn Mehrtens sammelte Helgoland. Als "Helgoländer Bordeaux-Brief" gilt ein Brief mit der MiNr. 4 und MiNr. 2 als 7-Shilling-Porto, das für diesen Brief nach Bordeaux/Frankreich benötigt wurde. Der Brief ist sauber und zentrisch mit dem englischen Rundstempel HELIGOLAND FE 25 1868 entwertet und ist als solcher mit dem Höchstwert der ersten Ausgabe vermutlich ein Unikat.

Der Brief - er wurde bei der Auktion für 11.000 Euro zugeschlagen - ging, so bisherige Erkenntnisse, offenbar auf dem Postwege verlustig. Hinweise sind erbeten an das Auktionshaus Schwanke, Kleine Reichenstr. 1, 20457 Hamburg, Tel. 0 40/33 71 57, E-Mail: info@schwanke-auktionen.de

Von Altdeutschland nach Übersee und sogar bis zum Mond: Highlights der Heinrich Köhler Frühjahrsauktion vom 25. bis 29. März 2014

wm (Wiesbaden) Im Rahmen der ersten Auktion des laufenden Jahres bringt Deutschlands ältestes Auktionshaus, Heinrich Köhler aus Wiesbaden, vom 25. bis 29. März 2014 erneut eine beeindruckende Vielfalt an hochwertigen Einzellosen, Sammlungen und Nachlässen zum Ausruf, die vielerorts für große Aufmerksamkeit sorgen werden. Und dies im wahrsten Sinne, findet ein Teil der Frühjahrsauktion nämlich erstmalig parallel auch in Hongkong bei dem Auktionshaus John Bull, Partnergesellschaft im Global Philatelic Network, als Saalauktion statt.

Die Idee der "Simultan-Versteigerung" liegt unter anderem in den außerordentlichen Einlieferungen für diese Auktion begründet, darunter die Sammlung "Waldersee", eine herausragende Sammlung "Deutsche Post in China und Kiautschou", die eigens in einem Sonderkatalog gewürdigt wird. Von den zahlreichen spektakulären Einzellosen sei an dieser Stelle ein Brief mit Mischfrankatur Deutsches Reich Ausgabe 1880 zu 20 Pfennig und China 1885 Kleiner Drachen 3 Candarin lila in Korea verwendet (!) genannt. Als weiteres Spitzenlos kommt ein postfrisches Zusammendruckpaar der zweiten Tsingtau-Ausgabe mit Aufdruck "5 Pf." und zusätzlichem Handstempelaufdruck "5" auf alter Wertangabe bei der unteren Marke des Paares (MiNr. 2 und 3) zum Ausruf. Darüber hinaus sind die Sammelgebiete Deutsche Kolonien und Auslandspostämter mit der Sammlung "Rosenhaus" sowie zahlreichen weiteren Einlieferungen hochwertiger Einzellose in der kommenden Auktion äußerst stark besetzt, sodass hier mit großem Interesse zu rechnen ist.

Der Altdeutschland-Teil besticht unter anderem mit Marken und Briefen der Sammelgebiete Bremen, Bayern und Sachsen, insbesondere mit einer Briefe-Sammlung "Sachsen: Ein- und ausgehende Post Osmanisches Reich und Fernost", die viele beeindruckende Stücke zu bieten hat. Von Stempelsammlern und Postgeschichtlern gleichermaßen "heiß" erwartet, ist der 2. Teil der Sammlung "Niederrhein", der wieder zahlreiche Raritäten der Nummern- und Ortsstempel Preußens umfasst. Dokumentiert wird diese Sammlung erneut in einem exklusiven Sonderkatalog. Post- und zeitgeschichtlich interessierte Sammler werden sich zudem über eine einmalige Spezialsammlung "Cholerapost in Deutschland" von Dr. Klaus Meyer freuen. Das Sammelgebiet Deutsches Reich stellt als kleines Highlight eine Sammlung Marken mit Proben, Essays und Farben inklusive erstmals (!) angebotener Vorlagekartons in den Fokus.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Auflösung einer Alle Welt Marken-Sammlung 1840 bis ca. 1937 mit Schwerpunkt British Commonwealth, die viele Raritäten und Besonderheiten enthält. Darüber hinaus kommen zahlreiche hochwertige Einzellose europäischer Sammelgebiete sowie aus Übersee zum Ausruf, die vom "Klassiker" bis hin zum "modernen Ausnahmestück" reichen, wie z.B. ein Original "Mondbrief", der 1971 mit der Apollo 15 zum Mond (und zurück) befördert wurde. Abgerundet wird die Heinrich Köhler Frühjahrsauktion von einem großen Angebot hochinteressanter Sammlungen und werthaltiger Nachlässe. Vor allem die Auflösung eines Händlerlagers als "Wunderboxen-Auktion" lässt garantiert spannende Bietergefechte erwarten.

Heinrich Köhler Geschäftsführer Dieter Michelson und sein Team erwarten die kommende Auktion mit Vorfreude: "Aus den verschiedensten Sammelgebieten kommen zahlreiche hochinteressante Lose zum Ausruf. Die ganze Welt der Philatelie zeigt sich in Wiesbaden in voller Pracht und wir freuen uns auf die erste Auktion des Jahres 2014."

Weitere Informationen zur Auktion und allen Losen bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de, Internet: www.heinrich-koehler.de

Wechsel bei Dresdner Briefmarken-Auktion

wm 2013 erinnerte das bekannte Auktionshaus in Dresden an sein 55jähriges Bestehen. Zum 1. Januar 2014 wechselte die Geschäftsführung, die nunmehr von Thomas Autengruber und Henry Biebaß wahrgenommen wird. Klaus Merting wird im Impressum der Firma weiterhin als Auktionator aufgeführt. Biebaß ist DDR-Spezialisten als Leiter der Arbeitsgemeinschaft DDR-Spezial gut bekannt. Die nächste Auktion soll voraussichtlich im Juni 2014 stattfinden. Und zur Ausrichtung des Hauses kann man auf der Internetseite der Firma lesen:

"56 Jahre Markterfahrung, ein Team, das seit der ersten ,Nachwendeauktion' (1990) kontinuierlich für alle Kunden bereit steht und Zuschlagsquoten über 90 % erzielt: Das sind Garanten für einen erfolgreichen Briefmarkenverkauf. Bei jeder Auktion beauftragen über 100 private Einlieferer, Erbengemeinschaften und Nachlassverwalter die Dresdner Briefmarkenauktion, ihre Briefmarken- und Münzschätze zu Höchstpreisen zu versteigern. Faire Kommissionssätze, exakte Abrechnung nach der Auktion und ein überdurchschnittlich hohes Zuschlagsniveau haben uns zum umsatzstärksten Haus in den neuen Bundesländern werden lassen. Unsere Spezialgebiete sind: Sowjetische Besatzungszone, DDR, Osteuropa: Hier haben wir Privatkunden, die häufig nur in Dresden kaufen."

Köhler-Kartei durch Müller-Mark-Aufzeichnungen ergänzt

wm Der Sonderteil der 343. Schwanke-Auktion am 22. November 2013 war von Spezialisten heiß umkämpft, zumal die Reihe von 15 Losen des Müller-Mark-Archives zu den altdeutschen Sammelgebieten. Bekanntlich hatte der namhafte Experte aus Berlin nach seinen diversen Auflagen der Reihe "Altdeutschland unter der Lupe" in den 1970er-Jahren eine völlig neue Buchausgabe geplant, in der er die Provenienzen aller bedeutenden Stücke um Nachweise ab den 1920er-Jahren zu bereichern beabsichtigte. Das Buch erschien aber nie, da Müller-Mark nach Japan auswanderte. So blieb es ein unbekannter, aber einmaliger Fundus, - nicht nur für Spezialisten und Auktionatoren. Einzeln je nach Gebiet ausgerufen ergaben die Ansatzpreise dieser nie veröffentlichten Archivbände eine Summe von gut 6000 Euro. Dabei blieb es aber nicht, denn mehrere Bieter steigerten die Einzellose deutlich hoch, so dass letztlich ein Gesamtgebot der Firma Heinrich Köhler in Wiesbaden mit nahezu 18000 Euro den Zuschlag erhielt.

Das Wiesbadener Auktionshaus wertet den Erwerb als Vorteil für ihre Einlieferer. Nicht nur, weil damit die bereits bestehende von Heinrich Köhler persönlich vor circa 90 Jahren begonnene Registratur bekannter Seltenheiten eine wesentliche Fortführung und Ergänzung erfährt, sondern in erster Linie, weil damit künftige Losbeschreibungen noch fundiertere Herkunftsnachweise der Seltenheiten möglich machen. Dieter Michelson, Mitinhaber und Geschäftsführer des Hauses begründete seine Beweggründe für den nicht ganz billigen Einkauf so: "Bei der Kaufentscheidung für eine seltene Marke sind die Provenienzen, also das Wissen über Herkunft und Vorbesitzer einer Marke, für die Sammler oftmals von entscheidender Bedeutung." Deshalb sei das Müller-Mark-Karteikarten-Archiv von hohem Wert für das eigene Haus, aber auch für die deutsche Philatelie.

Die 344. Schwanke-Auktion vom 7.-8.Februar 2014 präsentiert die Georg D. Mehrtens-Kollektion "HELGOLAND"

wm (hjs) Gebürtiger Bremer, Schifffahrtskaufmann - was lag da für Georg Mehrtens näher, als die postgeschichtliche Bedeutung von Schifffahrtswegen und Handelsplätzen zu erforschen und durch Originalbelege darzustellen? Neben anderen hervorragenden Sammlungen galt daher Georg Mehrtens Liebe insbesondere maritim ausgerichteten Themen wie den Transitverbindungen Dänisch-Westindiens oder der Transatlantik Mail über Bremen, einer international mit "Gross-Gold" prämiierten Sammlung. Helgoland passt da ganz vortrefflich in diese "maritime" Reihe.

Georg Mehrtens war in der glücklichen Lage, vor einiger Zeit eine bedeutende Sammlung des Gebietes geschlossen erwerben zu können. Diese Sammlung enthielt u.a. etliche Stücke aus den berühmten Sammlungen von Burrus und Romanow. Viele Objekte können jetzt - nach 40 (Romanow-Auktion 1976 bei Kruschel) bzw. 50 Jahren (Burrus-Auktion bei Grobe) - erstmals wieder einzeln erworben werden.

Unter den vielen kostbaren Frankaturen der Schilling-Zeit befindet sich der einzige "Recomandirt"-Brief mit der ersten Markenausgabe von Helgoland. Der Brief mit 3 Exemplaren der MiNr. 3 ist adressiert an "Seine königliche Hoheit Prinz Georg von Preussen" der im Juli 1873 im Kurtort Kaltbad Rigi in der Schweiz weilte. Ein seit Jahrzehnten bekanntes Unikat aus der Kapitän-Sachse-Sammlung. (Schätzpreis 15.000 Euro) Der Helgoland-Sonderteil umfasst gut 170 Positionen. Darin seltene Entwertungen, besondere Destinationen, Bogen- und Bogenteile, eine umfangreiche Abteilung der Ganzsachen und diverse Studien zu den Neudrucken.

Der Online-Katalog ist unter www.schwanke-auktionen.de seit dem 4.Januar 2014 zu sehen. Ein gedruckter (Sonder-)Katalog wurde ab dem 7.1.2014 versandt.

344. Schwanke-Auktion vom 7.-8.Februar 2014: Erneut mit seltener philatelistischer Literaturt

wm 8hjs) Die Auflösung zweier Bibliotheken (und weiterer Werke) präsentiert das Hamburger Auktionshaus in einem Sonderkatalog; er umfasst etwa 700 Titel mit einigen interessanten Schwerpunkten.

Werke zum Thema Post sowie Postrouten, Postverträge und Postgebühren ab Mitte des 18.Jahrhunderts sind besonders zu nennen, z.B. "Post-Tabellen oder Verzeichniß deren Post-Strassen in dem Kayserlich Römischen Reich" von Franz Joseph Heger aus dem Jahre 1763, mit vielen Tabellen und damals auch als Reisehandbuch "konzipiert" (€ 200) oder "Geschichte der Briefgeheimniss-Verletzungen und des Cabinet noir in Frankreich" von Emil König aus dem Jahre 1881 (€ 40). Unter den vielen teils seltenen Handbüchern und Monographien verdienen ca. 50 Titel zum Gebiet "Frankreich" Erwähnung, darunter seltene frühe Titel wie "Liste Generale des Poste de France dressé par Ordre de son Eminence Monseigneuer le Cardinal Dubois" aus dem Jahre 1722 (€ 100), aber auch Vorzugsausgaben oder Stücke mit Autorenwidmung wie z.B. "Les Marques Postales de la Grande-Armée par son histoire 1805-1808" von Ph.F. de Frank aus dem Jahre 1948, in einer Auflage von nur 600 Stück gedruckt auf Velinpapier (€ 200). Unter den englischsprachigen Titeln findet sich auch ein kompletter Run der "Edward B.Proud"-Bände zur Postgeschichte der englischen Kolonien (43 Bände, alle einzeln angeboten).

Frühe Kataloge z.B. von Moens, Moschkau, Scott oder Zschiesche (Zschiesche-Katalog aus dem Jahre 1875, 58 Seiten in festem Einband, Schätzpreis € 40), selten angebotene Journale (u.a. "Der Deutsche Philatelistische Bücherwurm", Jg. 1930-1937 komplett, € 180) und über 100 Positionen "Auktionskataloge" dürfen Interessenten ebenfalls erwarten. In letzterer Abteilung finden sich seltene frühe Kataloge von renommierten Häusern wie M. Kurt Maier, Berlin; Ernst Stock, Berlin; Holtz & Giebeler, Danzig oder Larisch, München; daneben bedeutende "Name sales" mit einer kompletten Originalausgabe der "Ferrari"-Kataloge aus dem Jahren 1921-25 mit dem seltenen Index von Napier (€ 1200).

Der Online-Katalog ist unter www.schwanke-auktionen.de seit dem 4.Januar 2014 zu sehen. Ein gedruckter (Sonder-)Katalog wurde ab dem 7.1.2014 versandt; dieser kann aber jederzeit auch gesondert angefordert werden.

344. Schwanke-Auktion vom 7.-8.Februar 2014: Altdeutschland bis Übersee

wm (hjs) Der Hauptkatalog bietet wie immer die ganze Bandbreite guter Einzellose von Altdeutschland bis Übersee, insgesamt gelangen über 2300 Einzellose sowie 1500 Sammlungen und Posten zum Ausruf. Das dürfen Interessenten erwarten:

NORWEGEN - mit über 40 Losen aus der klassischen Periode verdient besondere Erwähnung. Neben einigen ausgesuchten Exemplaren der Nummer 1, darunter die prominente Abart "Dobbelfoot" (€ 750) sind es besonders Briefe mit der zweiten und dritten Freimarkenausgabe, auf die hinzuweisen ist.

SOWJETUNION - der russische "Standard"-Spezialkatalog verzeichnet nach 1945 insgesamt vier "Unverausgabte", also Marken, die zur Ausgabe vorbereitet waren, aber aus verschiedenen Gründen nicht an die Postschalter gelangten. Aus den Jahren 1958-59 sind dies zwei Marken zum "8. Mendelejew-Kongress" und ein Wert "Führende Industriezentren", im Katalog mit den Nummern XIX, AXIX und XX bezeichnet. Wie es oft mit solchen unverausgabten Marken ist, entgingen einige Stücke der Vernichtung und kamen damit in den philatelistischen Markt. Alle drei genannten Stücke kann Schwanke jetzt auf einem Recobrief anbieten. Natürlich ist der Beleg auf Initiative eines Philatelisten entstanden, an der Seltenheit ändert dies aber nichts (€ 7000).

CHINA - das derzeit am meisten gefragte Sammelgebiet ist ordentlich vertreten mit Ausgaben aus der Zeit ab den "Grossen Drachen" bis hin zu etlichen gesuchten Stücken der Volksrepublik. Teilweise noch nicht im Mittelpunkt stehen die oftmals bemerkenswerten Ausgaben der ausländischen Postanstalten.

Wussten Sie, das die belgische Postverwaltung Markenausgaben für ihre Legation in Peking plante? Probedrucke waren bereits angefertigt, belgische Freimarken mit Aufdruck "Chine" und der Wertangabe in "cents". Ein solches "Musterstück" wird zusammen angeboten mit einer aus Peking gelaufenen Postkarte, deren Absender als Mitglied der "Légation Belge en Peking.." unterschrieben hat. (€ 4500).

Eine Seltenheit der BUNDESREPUBLIK - eine wegen fehlerhafter Inschrift nicht verausgabte Marke aus dem Jahre 1990. Das "D" war zu groß und die Zeichnung wurde dann etwas verändert. Solch ein Exemplar (Mi.Nr. XIV) notiert im Michel mit € 18.000 und soll, versehen mit einem Fotoattest von Herrn Schlegel € 3750 einspielen.

Der zweite Auktionstag (8. Februar 2014) ist dann wieder den Sammlungen und Posten vorbehalten. Rund 1500 Positionen gelangen unter den Hammer, und wer Schwankes Auktionen kennt, weiß, dass fast alles aus Privatnachlässen oder Sammlungsauflösungen stammt. Das Hamburger Auktionshaus versteigert nach wie vor als Vermittler, Mehrwertsteuer wird - wie bei Schwanke seit nunmehr über 40 Jahren - NUR auf die Verkaufsprovision berechnet.

Der Online-Katalog ist unter www.schwanke-auktionen.de seit dem 4.Januar 2014 zu sehen. Ein gedruckter (Sonder-)Katalog wurde ab dem 7.1.2014 versandt.

Harald Rauhut peräsentiert bedeutende Spezialsammlungen Hannover und Preußen!

wm (hr) 10000 Lose mit einem Gesamtschätzwert von über 3 Mio Euro offeriert Harald Rauhut in der 154. Rauhut & Kruschel Auktion am 14. und 15. Februar 2014. Traditionell liegt der Schwerpunkt wieder auf deutscher und europäischer Klassik und Postgeschichte. In einem Sonderkatalog wird die Spezial-Sammlung "Hannover'sche Briefsammlung" von Dr. Johannes Blahak detailliert aufgelöst, mit einer Vielzahl von Unikaten.

In einem zweiten Sonderkatalog werden 650 ausgewählte Einzelstücke präsentiert. Dabei ist auch eine bisher unbekannte Preußen-Nummernstempel-Sammlung, die bereits im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts zusammengetragen wurde und zu unglaublichen 88% vollständig ist (ca. 1 750 von 1 987 verschiedenen Nummernstempeln sind belegt). Abgerundet wird die Auktion von einem umfangreichen Angebot unberührter Nachlässe, Sammlungen und Partien. Der Auktionskatalog wird am 15. Januar 2014 versandt und ist unter harald.rauhut@rauhut-auktion.de erhältlich. Ab dem 18. Januar 2014 finden Interessenten den Auktionskatalog ebenfalls im Internet auf der vollständig neu gestalteten Homepage, die jetzt einen einfacheren Zugriff auf den Auktionskatalog ermöglicht www.rauhut-auktion.de.

Vorschau: 135. Auktion Dr. Reinhard Fischer, Bonn

wm (bv) Mit der 135. Auktion beginnt für das Auktionshaus in Bonn am Rhein das nunmehr 30 Geschäftsjahr. Zum Aufruf kommen über 8.500 Lose. Schwerpunkte: Altdeutschland mit starkem Preußen-Teil (viele Stempel), Deutsches Reich: zahlreiche Typen und Besonderheiten, dabei u. a. vierfarbiger Probedruck der Mi.-Nr. 46 ungezähnt (1.600), unverausgabte Burg Rheinstein (7.000), postfrische Nothilfeblocks (1.000), seltene Essays, Markenheftchen, Zusammendrucke und Heftchenblätter, Deutsche Kolonien und Auslandspostämter Auflösung einer hervorragenden Spezialsammlung mit zahlreichen Vorläuferausgaben, Briefen, ** Werten etc.

Außerdem: Deutsche Gebiete 1914/1935, interessantes Angebot mit u. a. Schleswig D1/14 ** (2.000), Danzig 47/49 * (1.700), 49 gestempelt (1.100), 49I ungebraucht (800), 70Y ungebraucht (600), 124Z ungebraucht (1.300), Saargebiet mit der Auflösung einer gr. Spezialsammlung, dabei viele Aufdruckbesonderheiten, Probedrucke etc., weiterhin Memel mit u. a. postfrischem "Grünaufdruck" (1.100).

Besetzung II.Weltkrieg mit gesuchten Standardausgaben, dabei Sudetenland mit Seltenheiten, weiterhin Generalgouvernement mit I/III L ** (1.200), Montenegro 10/14 ** mehrfach (ab 300), Russland mit Blockausgaben

Deutschland nach 1945: Gigantisches Angebot mit vielen Raritäten, dabei Auflösung einer Abartensammlung Bundesrepublik Deutschland mit vielen interessanten Stücken und Besonderheiten.

Europa: interessante Offerten vor allem bei Liechtenstein, Schweiz und Österreich mit u. a. rosa Merkur (3.500) sowie Wipa-Block in ** und gestempelt (je 1.000)

Sammlungen: über 900 überwiegend aus Privathand stammende Sammlungen, Posten und Partien, dabei viele Briefposten und Fundgruben sowie Ländersammlungen von Altdeutschland - Übersee

Numismatik: rund 400 Lose mit vielen Goldmünzen und interessanten Silberprägungen

Kontakt: Dr. Reinhard Fischer, Joachimstr. 7, 53113 Bonn, Tel. 02 28/26 31 30, Fax: 02 28/21 33 81, www.reinhardfischerauktionen.de

Nach dem Preis ist vor dem Preis: Rauhut-Literaturpreis 2014

wm Der Rauhut-Literatur-Förderpreis hat sich seit 2011 etabliert und der Stifter, das Auktionshaus Rauhut & Kruschel, unterstützt damit Arbeitsgemeinschaften des BDPh und deren literarischen Schaffen. In den Verleihungsbedingungen - einsehbar auf der Internetseite des Bundes Deutscher Philatelisten unter www.bdph.de/index.php?id=1087 heißt es dazu:
    "Mit dieser Auszeichnung können jährlich bis zu zwei Arbeitsgemeinschaften Ehrung und Würdigung ihrer Leistungen erfahren, deren regelmäßig erscheinenden Rundbriefe/Forschungsberichte sich im vorhergehenden Jahr durch besonders hochwertige Gestaltung und inhaltliche Ausprägung hervorgetan und qualifiziert haben."
Arbeitsgemeinschaften, die an diesem Wettbewerb teilnehmen wollen, müssen bis zum 1. April 2014 den letzten Jahrgang ihrer Rundbriefe/Forschungsberichte bei Alfred Schmidt, Bornsche Straße 10, 39340 Haldensleben einreichen. Eine Teilnahme kann sich wahrlich für ArGen lohnen, denn der erste Preis ist mit 1 500 Euro, der zweite Preis mit 1.000 Euro dotiert. Die Verleihung der Preise ist auch für das Jahr 2014 bei der Internationalen Briefmarkenbörse in Sindelfingen vorgesehen.

Deutschland-Philatelie im Mittelpunkt

Aachen Im Mittelpunkt der 53. AIX-PHILA-Auktion am 29. und 30. November 2013 in Aachen steht die Deutschland-Philatelie mit einer Fülle von oft attestierten Spitzenwerten. Dabei kommt unter anderem eine Viererblocksammlung teilweise detailliert, zum Teil auch gebietsweise unter den Hammer.

Neben etlichen Brustschilden seien hier Chicagofahrt, Wagnersatz oder von der Bizone die komplette Serie Band/Netzaufdrucke auf Ziffern stellvertretend genannt (Ausruf je 1500 Euro). Die komplette Bundesrepublik in Viererblocks startet mit 3000 Euro, Westberlin ebenso und die DDR mit 1500 Euro. Altdeutschland mit einigen Raritäten und sehr guten Belegen ist ebenso reichhaltig vertreten wie die übrigen deutschen Gebiete vor und nach 1945. Bei Europa fallen Liechtenstein und Österreich mit u.a. Vaduz- und Wipa-Blocks auf, bei Übersee die VR China mit gesuchten Serien aus der Zeit der Kulturrevolution.

Vorab kommt ein kleiner, aber feiner Münzteil zur Versteigerung, aus dem vor allem zahlreiche preußische Talerstücke herausragen.

Der zweite Auktionstag dürfte wieder für ein volles Haus sorgen, wenn mehr als 1500 Sammlungen, Posten und Nachlässe versteigert werden. Neben etlichen Kollektionen von Altdeutschland über Deutsches Reich mit Gebieten bis Nachkriegsdeutschland sorgt ein großer Händlerbestand Markenheftchen (2500 Euro) und Rollenmarken Bundesrepublik und Berlin (1500 Euro) für Aufmerksamkeit. Nahezu komplette Sammlungen unserer Nachbarländer Belgien (1500 Euro), Frankreich (2000 Euro), Niederlande (2500 Euro) oder Österreich (1500 Euro) stehen ebenso auf dem Programm wie exotische Länder oder Motive.

Richtig loslegen können Sammler, Anleger und Händler aus Nah und Fern bei mehreren Dutzend teils großvolumiger Nachlässe und Wunderkartons, die zu Startpreisen von 10 bis 2000 Euro ins Rennen geschickt werden.

Internet: www.aixphila.de

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Begehrte Gestempelte

Berlin Die umsatzstärkste Auktion der letzten zehn Jahre verbuchte die Firma Hadersbeck vom 30. Oktober bis 1. November 2013. Neben vielen Sammlern aus aller Welt beteiligten sich auch etliche in- und ausländische Händler.

Mit 8400 Euro brachten die China MiNr. 1-3, u.a. mit einem frühen Stempel aus 1878, den höchsten Zuschlag bei den Einzellosen. Beim Deutschen Reich erzielte eine MiNr. 278 Y gestempelt (siehe Abbildung) 2800 Euro. Bei den Bezirksstempelaufdrucken der SBZ war ein Einschreibebrief aus Torno/Bezirk 14 begehrt, der u.a. den 40-Pf-Wert "Arbeiter" mit dem Handstempelaufdruck trägt. Die Mischfrankatur wurde für 1200 Euro zugeschlagen.

Der dritte Tag begann mit über 700 Losen Münzen/Medaillen, die fast restlos verkauft wurden. Ein 10-M.-Goldstück von Mecklenburg-Strelitz spielte dabei 7200 Euro ein, ein russisches 10-Rubel-Stück "Katharina die Große" von 1778 6600 Euro.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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Preußen-Oktogon vom Speicher

Frankfurt/Main Auf ein Spitzenlos der 696. Weiser-Auktion am 7. Dezember 2013 haben wir bereits in unserer September-Ausgabe (Seiten 55/56) hingewiesen. Es handelt sich um einen der schönsten und wertvollsten Belege aus dem Kaiserreich China, eine 4 Cents Red Revenue von 1897 in Mischfrankatur mit den hohen Werten der Aufdruck-Ausgabe.

Weltweit gibt es nur etwa 250 Briefe mit Red-Revenue-Frankaturen, und die meisten sind Einzelfrankaturen der kleinen Wertstufen zu 1 und 2 Cents. Aus der Zeit vor 1900 existieren nur etwa 20 Mischfrankaturen mit der Sonderausgabe zum 60. Geburtstag der Kaiserin Mutter. Der geschätzte Wert des seltenen Briefes liegt zwischen 150.000 auf 250.000 Euro. Der Ausruf bei Weiser beträgt 30.000 Euro.

Startet bei Weiser mit 600 Euro: seltenes preußisches Oktogon mit Zusatzfrankatur nach Südaustralien.

Weitere Highlights aus dem Bereich der Philatelie sind eine 1 Kreuzer von Thurn und Taxis mit glasklarem Abschlag des seltenen Stempels der Postexpedition in Niederursel (800 Euro) und der negative Fancy-Cancellation-Stempel "A J, Skull & Crossbones" aus Tombstone auf 3-Cent-Marke (500 Euro). Mit 700 Euro ist eine seltene Kombinationsfahrt-Postkarte mit Zeppelin ab Schweiz angesetzt, die die Balkan- und die Schlesienfahrt 1929 mitmachte. Im Bereich Sammlungen und Posten kommen wieder viele unberührte Nachlass-Objekte zum Ausruf, nur ein Beispiel von vielen ist der kleine Altdeutschland-Briefe-Posten (Speicherfund) mit u.a. einer seltenen großformatigen Preußen-Oktogon-Ganzsache mit Beifrankatur von Mühlheim nach Adelaide/Südaustralien (600 Euro).

Auch die numismatische Abteilung hat einiges zu bieten, etwa eine 20-Mark-Goldmünze "Friedrich Franz II" von Mecklenburg-Schwerin für 1750 Euro.

Internet: www.Auktionshaus-Weiser.de

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Köhler-Jubiläumsauktion:
Hohe Sammlernachfrage sorgte für Spitzenpreise!

Von Schwerte nach Jerusalem: der erste frankierte Brief ins Heilige Land kostete 10 800 Euro.

Ein vollständig erhaltener Postschalter-Bogen des "Schwarzen Einsers" erzielte knapp 70.000 Euro (inkl. Aufgeld). Ein alter Brief, frankiert mit sechs Exemplaren derselben Briefmarke, war einem Liebhaber stolze 55.000 Euro (inkl. Aufgeld) wert. Beide Liebhaberstücke wurden am 12. Oktober 2013 anlässlich der Jubiläumsauktion von Deutschlands ältestem Briefmarkenauktionshaus, Heinrich Köhler, in Wiesbaden versteigert. Insgesamt wechselten bei der Versteigerung zum 100-jährigen Jubiläum des 1913 in Berlin gegründeten Unternehmens seltene Sammlerbriefmarken für über 5 Millionen Euro (inkl. Aufgeld) den Besitzer. Damit bestätigt sich die sehr gute Marktverfassung für philatelistische Objekte. Erster frankierter Brief ins Heilige Land

Ein von Sammlern lang ersehnter Höhepunkt der Auktion war der zweite Teil der Sammlung des Schweizers Sylvain Wyler mit Briefen der altdeutschen Staaten ins Ausland. Den kompletten Zuschlagserlös in Höhe von ca. 1,3 Millionen Euro spendet der zurückhaltende Eidgenosse der in Israel ansässigen Stiftung Kiriat Yearim. Die Stiftung in Jerusalem fördert benachteiligte Kinder unabhängig von ihrer Sprache, Herkunft oder Religion. Ein Spitzenstück des zweiten Teils der Sammlung war ein Brief von Bayern in das altitalienische Neapel, frankiert mit zwölf Marken in drei verschiedenen Wertstufen, der für 36.000 Euro (inkl. Aufgeld) den Besitzer wechselte.

Eine Spezialsammlung "Bayern" des fränkischen Sammlers Walter Hussnätter wurde in 237 einzelne Lose aufgeteilt und erzielte bei einem Ausruf von 266.000 Euro einen Gesamtzuschlag in Höhe von 443.000 Euro. Dies bedeutet eine Steigerung von 67 Prozent, dabei blieben weniger als ein Dutzend Lose ohne Abnehmer. Ein Notarsbrief in die Vogesen mit einer phantastischen Frankatur in Höhe von 114 Kreuzern wurde von 15.000 bis auf 28.000 Euro hochgesteigert!

Eine andere Spezialsammlung desselben Gebietes mit dem Titel "Bayern - der Schwarze Einser" von Knut Gerschau, aufgeteilt in lediglich 40 Einzellose, kletterte von 140.000 Euro Ausruf auf einen Zuschlag in Höhe von 160.000 Euro.

Auch die Versteigerung der Kollektion "Niederrhein - Preußische Nummern-und Ortsstempel" war ein unglaublicher Erfolg! Die von einigen Fachleuten im Vorfeld der Auktion mit Skepsis beäugte Sonderversteigerung brachte phantastische Resultate. Unter anderem fand ein mit 3 Silbergroschen teilfrankierter Brief aus Schwerte an den evangelischen Pfarrer Theodor Plitt in Jerusalem für 10 800 Euro (inkl. Aufgeld) einen neuen, glücklichen Besitzer. Ein Zuschlag zum Dreifachen des Startpreises und ein Brief voller Geschichte: Es handelt sich um den ersten frankierten Brief in das Heilige Land!

Flugpostsammler hatten bei der Versteigerung auch ihre Freude. Die Sammlung "J.J. Hollenkamp - International Airmail" hatte bei einem Startpreis von 100.000 Euro einen Gesamtzuschlag von 145.000 Euro.

Das internationale Angebot des Hauptkataloges verzeichnete ebenfalls teils sehr überzeugende Ergebnisse. Ein mit 3 Kreuzer frankiertes Telegramm Österreichs von 1850 brachte 18.000 Euro (inkl. Aufgeld), die Luftpostmarke Monacos zu 100 Francs mit kopfstehendem Aufdruck wechselte für 15 600 Euro (inkl. Aufgeld) den Besitzer. Zwei interessante Ergebnisse aus Übersee: Eine Hawaii Missionaries 13c. gebraucht kostete 15 600 Euro, von Mauritius ein Paar Sherwin 19 200 Euro (jeweils inkl. Aufgeld). Dieser kleine Streifzug durch die Auktionswoche lässt nur erahnen, welche Stimmung im Auktionssaal herrschte, wo wieder einmal unerwartete Bieter an den Telefonen und insbesondere online live mitbietende Briefmarkensammler und -händler den Saal regelrecht aufmischten.

"Die starke Nachfrage nach seltenen Briefmarken hält unvermindert an. In der Zeit der Finanzkrise schätzen die Sammler, dass sich das Hobby Philatelie auch unter Anlageaspekten attraktiv erweist. Da gibt es viele Kunden, die ihr Geld lieber in Briefmarken anlegen, statt es bei fast 'Null'-Zinsen auf die Bank zu bringen", erklärt Köhler-Geschäftsführer Dieter Michelson die hohen Resultate. Sammler und Händler waren speziell für diese Auktion vom 8. bis 12. Oktober 2013 aus aller Welt nach Wiesbaden angereist, aus vielen europäischen Staaten, aber auch aus Übersee wie etwa Brasilien, Israel und Nordamerika. Gefragt waren insbesondere alte Briefe mit seltenen Briefmarken, die in exotische Länder adressiert waren. Aber auch seltene Briefmarken aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges erfreuen sich zur Zeit einer besonders hohen Sammlernachfrage.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Rekordzuschlag für die Sachsensammlung - Erfolgreiche Herbstauktion bei Felzmann

wm (Düsseldorf) Den wohl kuriosesten Zuschlag der Herbstauktion bei Felzmann erhielt die mehrfach mit Gold prämierte Ausstellungssammlung KÖNIGREICH SACHSEN 1598-1868. Auktionator Ulrich Felzmann schlug die Markenausgaben nach mehreren Geboten aus dem Saal für 55.555 Euro zu. Die drei Auktionstage boten den Besuchern zahlreiche Highlights quer durch alle philatelistischen Sammelgebiete. Der Gesamtzuschlag der Auktion lag bei über 3 Mio. Euro (inkl. Aufgeld, ohne Mwst.)

Mit den Aufdruck-Marken der ostafrikanischen Insel Mafia von 2 ½ H bis 3 R wurde eine absolute Kolonial-Rarität erfolgreich versteigert. Der Satz mit allen zehn Werten in postfrischer Erhaltung erhielt für 27.800 Euro den Zuschlag. Ebenfalls erfreulich war das Ergebnis für das wohl schönste bekannte Exemplar der Altdeutschland-Rarität Baden Landpostporto 12 Kr. auf hellgelb. Die seltene Marke wurde mit 19.000 Euro deutlich über der Michel-Notierung zugeschlagen.

Spannend wurde es immer wieder bei langen Bietergefechten. So schnellten die Gebote für eine Inselpost-Sammlung in vier Bänden aus den Jahren 1944-1945 in die Höhe. Der Hammer fiel schließlich bei 21.000 Euro (Ausruf 10.000 Euro). Auch Nachkriegsraritäten fanden oft mehrere Liebhaber, so dass die Markenausgabe 5 Pfg Provinzwappen mit sehr seltenem Wasserzeichen Stufen steigend bei einem Ausruf von 10.000 Euro, bis 14.000 Euro gesteigert wurde. Von dieser SBZ-Rarität sind bisher nur drei gestempelte Exemplare bekannt. Ebenso umkämpft waren die Marken DDR 24 Pfg Winterolympiade und 24 Pfg Dt.-Chin.-Freundschaft, die bei einem Ausruf von 250 Euro bzw. 300 Euro von zwei Telefonbieter auf jeweils 1.700 Euro gesteigert wurden. Enormes internationales Interesse konnte mit der Auflösung eines umfangreichen Japan-Fundes verbucht werden. Der unberührte Nachlass seltener Klassikmarken hatte einen Gesamtausruf von 26.000 Euro und erzielte Zuschläge von insgesamt weit über 90.000 Euro.

Roland Meiners kündigt bedeutende Auktion "Deutsche Kolonien" an

wm Das Köln/Berliner Auktionshaus Dr. Derichs ist einmal mehr für eine Überraschung gut. Erst im März wurde die Professor-Franz-Auktionsserie angekündigt und gerade ist der dritte von sieben Auktionskatalogen für diese Sammlung erschienen, nachdem die ersten beiden Teile im Mai in Köln und im August in Berlin mit großem Erfolg von Auktionator Roland Meiners am Markt platziert werden konnten.

Jetzt kommt die Nachricht, dass am 22. März 2014 in der Berliner Niederlassung eine Sammlung "Deutsche Auslandspostämter & Kolonien" in einer Sonderauktion versteigert wird, von der Roland Meiners, geschäftsführender Alleingesellschafter des Hauses und selbst BPP-Prüfer für Deutsch-Südwestafrika, sagt, dass diese eine der bedeutendsten Kolonial-Versteigerungen der Nachkriegszeit werden wird. Nur ganz exemplarisch seien an dieser Stelle bereits einige Spitzenstücke erwähnt:

Ganz besonders bemerkenswert an diesem Angebot ist die Tatsache, dass die Spitzenstücke zwar zum Teil der Forschung bekannt waren, jedoch nur von Abbildungen aus Auktionskatalogen der Vorkriegszeit. Im Wesentlichen wurde diese Sammlung zwischen 1920 und 1940 aufgebaut und dann in der frühen Nachkriegszeit noch durch das ein oder andere Stück ergänzt. Erinnerungen an den Verkauf der legendären "Stenger-Sammlung" im Jahre 2005 kommen dabei auf, und Meiners meint, solche Vergleiche seien durchaus berechtigt.

Das Auktionshaus Dr. Derichs plant einen Katalog mit Leinen-Festeinband plus Schutzumschlag für diese Sammlung, ganz ähnlich in der Aufmachung wie die Professor-Franz-Kataloge. Die vollständige Sammlung wird in einer einzigen Auktion versteigert werden - knapp 1.000 Lose von allen Deutschen Auslandspostämtern und Kolonien wird das Angebot umfassen. Ausgerufen werden alle Lose mit sehr moderaten Startpreisen. Meiners dazu wörtlich: "Es soll eine richtige Auktion werden, nach der der Markt weiß, wo er momentan steht."

Der Auktionskatalog wird nach der Versteigerung ein Standardwerk zum Thema "Deutsche Kolonien" sein und kann schon jetzt im Stammhaus in Köln oder in der Berliner Dr. Derichs-Niederlassung angefordert werden. Kontakt: Dr. Derichs-Auktionen, Burgmauer 22 (gegenüber Dom), 50667 Köln, Telefon 02 21/2 57 66 02, Fax 02 21/2 57 67 45, E-Mail: derichs_gmbh@web.de

343. Schwanke-Auktion vom 21.-23.November 2013 - eine Vorschau (III):
Der Hauptkatalog und die Sammlungen

wm Der Hauptkatalog der 343. Auktion bietet immerhin auch rund 5000 Positionen, und auch hier gibt es interessante Angebote, z.B. die "Sir Wilson"- Sammlung. Belege aus möglichst vielen verschiedenen Ländern, unterschiedliche Frankatur-Kombinationen und ungewöhnliche Destinationen zusammenzutragen - das war das grosse Thema der "Sir Wilson"-Sammlung. Es geht dabei um den Zeitraum von circa 1890 bis 1935. Am Ende entstand eine wundervolle philatelistische Weltreise, die, in insgesamt 367 Lose aufgeteilt, den Leser mitnimmt in "die gute alte Zeit", wo oftmals schon in der Zeit vor dem Weltkrieg Philatelisten in den fernsten Ecken der Welt höchst attraktive Poststücke auf die Reise schickten. So spannt sich der Bogen von Bayern über deutsche Gebiete wie Marienwerder, Oberschlesien oder Saar zu verschiedenen ungewöhnlichen europäischen Ländern wie Montenegro, Ostrumelien oder Wendensche Kreispost bis hin zu einer Vielzahl kleinster Überseegebiete, wobei hier insbesondere das Britische Weltreich stark vertreten ist. Von "Aden" bis "Victoria" enthält das Angebot schön anzusehende und teils auch seltene Zeitzeugen, zum sehr großen Teil Ganzsachen mit Zusatzfrankaturen und sehr oft als Einschreiben an die jeweiligen Destinationen gerichtet.

Insgesamt 1300 Einzellose EUROPA und ÜBERSEE schließen sich an diese Angebote an. Schwerpunkte im Europa-Teil sind Frankreich, Österreich (mit hochwertigen klassischen Frankaturen), Russland und die Schweiz. Britische und Französische Kolonien sowie etwa 70 Lose "China" setzen Akzente im Übersee-Teil.

DEUTSCHLAND: Die gut 1300 Positionen des Einzellos-Angebotes sollte man genau studieren. Wie immer, sind praktisch alle guten Standard-Ausgaben vorhanden. Am Sonnabend, dem 23.November, kommen genau 1 611 Sammlungen und Posten unter den Hammer. Gut 50 Posten Münzen und Banknoten ergänzen das Angebot.

53. AIXPHILA-Auktion am 29. und 30. November 2013

(ho) Im Mittelpunkt der 53. AIX-PHILA-Auktion Ende November in Aachen steht die Deutschland-Philatelie mit einer Fülle von oft attestierten Spitzenwerten. Dabei kommt unter anderem eine Viererblocksammlung teilweise detailliert, zum Teil auch gebietsweise unter den Hammer. Neben etlichen Brustschilden seien hier Chicagofahrt, Wagnersatz oder von der Bizone die komplette Serie Band/Netzaufdrucke auf Ziffern stellvertretend genannt (Ausruf je 1.500 €). Die komplette Bundesrepublik in Viererblöcken startet mit 3.000 €, Westberlin ebenso und die DDR mit 1.500 €. Altdeutschland mit einigen Raritäten und sehr guten Belegen ist ebenso reichhaltig vertreten wie die übrigen deutschen Gebiete vor und nach 1945. Bei Europa fallen Liechtenstein und Österreich mit u.a. Vaduz- und Wipablöcken auf, bei Übersee die VR China mit gesuchten Serien aus der Zeit der Kulturrevolution.

Vorab kommt ein kleiner aber feiner Münzteil zur Versteigerung, aus dem vor allem zahlreiche preußische Talerstücke herausragen.

Der zweite Auktionstag dürfte wieder für ein volles Haus sorgen, wenn mehr als 1 500 Sammlungen, Posten und Nachlässe versteigert werden. Neben etlichen Kollektionen von Altdeutschland über Deutsches Reich mit Gebieten bis Nachkriegsdeutschland sorgt ein großer Händlerbestand Markenheftchen (Ausruf 2.500 €) und Rollenmarken Bundesrepublik und Berlin (1.500 €) für Aufmerksamkeit. Nahezu komplette Sammlungen unserer Nachbarländer Belgien (Startpreis 1.500 €), Frankreich (2.000 €), Niederlande (2.500 €) oder Österreich (1.500 €) stehen ebenso auf dem Programm wie exotische Länder oder Motive.

Richtig loslegen können Sammler, Anleger und Händler aus Nah und Fern bei mehreren Dutzend teils großvolumiger Nachlässe und Wunderkartons, die zu Startpreisen von 10 bis 2.000 € ins Rennen geschickt werden.

Internet: www.aixphila.de

343. Schwanke-Auktion vom 21.-23.November 2013 - eine Vorschau (II):
Vom amerikanischen Bürgerkrieg zu Altdeutschland und phil. Literatur

wm Die RICHMOND COLLECTION: Zweifellos gehören sie zu den faszinierendsten Gebieten der Philatelie...die Konföderierten Staaten von Amerika. Die CSA, die nur einen blutigen Bürgerkrieg lang existierten, brachten in den etwa vier Jahren ihres Bestehens mehr philatelistische Top-Raritäten hervor als jedes andere Land. Sowohl im historischen als auch im philatelistischen Sinne sind sie eine Einmaligkeit.

Es liegt in der Natur der CSA-Philatelie, dass dieses einzigartige klassische Sammelgebiet hinsichtlich seiner Qualität weitaus toleranter behandelt werden muss als die Klassik der meisten anderen Staaten. Eine Fülle von Fakten macht es praktisch unmöglich, die Qualität einer CSA-Rarität mit der einer von Altdeutschland vergleichen zu wollen. Die Qualitätsbeschreibung der Lose berücksichtigt diese Tatsache. Das bedeutet, dass minimale Beanstandungen, die für viele konföderierte Briefe typisch und normal sind, nicht kleinlich beschrieben wurden, weil sie eben für Poststücke der CSA einfach dazu gehören. Bei Stücken, die effektive Fehler aufweisen - die nicht mehr als "üblich" zu bezeichnen sind - wurden diese natürlich im Text beschrieben.

Der überwiegende Teil der "Richmond Collection" stammt aus der vor über 20 Jahren verkauften Sammlung des grossen amerikanischen Philatelisten Dr. Roger Schnell. In der folgenden Zeit wurde der ursprüngliche Bestand mit Geschmack und Sachkenntnis weiter ausgebaut.

Und dann wäre an dieser Stelle noch ein wirklich schwergewichtiges Angebot von HAMBURG (und dabei geht es nicht nur um Carl H.Lange!) und von BERGEDORF zu nennen. Die Verwendung preußischer Marken in Bergedorf ist allein schon von großer Seltenheit. Findet man die Stempel der Bergedorfer Landpost, also von "Kirchwerder" oder von "Geesthacht", kann man meist von Unikaten sprechen. Zwei solcher Stücke bieten wir an: "Kirchwerder" auf einer Preussen-Ganzsache (2.000 Euro) und "Geesthacht" auf einem Brief mit der Preussen Nr. 16 (Euro 7 500). Zumindest der letztgenannte Brief ist ein Unikat; dieser Brief wurde vor über 50 Jahren zuletzt angeboten und dürfte mit zum Seltensten zählen, das nicht nur Bergedorf, sondern das ganze Sammelgebiet "Altdeutschland" zu bieten hat.

Neben vorgenannten Raritäten bietet Schwanke wie jedes Jahr viele "kleine" Lose ab 50 Euro an, dabei reizvolle Lots oder Posten. Wie immer sind auch einige dabei, die zu Gunsten der Philatelistischen Bibliothek in Hamburg versteigert werden.

PHILATELISTISCHE LITERATUR - auch zum Jahresschluss 2013 gibt es ein starkes Angebot von rund 300 Losen, darunter bibliophile Seltenheiten. Genannt sein sollten Suppantschitsch "Bibliographie . der gesamten deutschen philatelistischen Literatur..", 1891 (€ 400), ein Hamburger Adressbuch aus dem Jahre 1846 (€ 100), Wilsons "Royal Collection" aus dem Jahre 1952 (€ 350), "Magazin für Briefmarken-Sammler" von Zschiesche & Köder aus dem Jahre 1863 (!) (€ 300) und das "Journal of the Philatelic Library Society" 1908-13 (7 Bände). Diese von namhaften Philatelisten wie E. Bacon in London gegründete Gesellschaft existierte von 1908-1918; das Journal dieser Vereinigung wurde nur an die Mitglieder verteilt und ist heute von großer Seltenheit. Selbst in bekannten Bibliotheken finden sich heute nur Fotokopien, meist nur einzelner Ausgaben (Schätzpreis € 500). Einige Lexika und Landkarten ergänzen das Angebot, darunter ein sehr seltener Baedecker aus dem Jahre 1852 "Rheinreise von Basel bis Düsseldorf" (€ 350).

Internet: www.schwanke-auktionen.de

343. Schwanke-Auktion vom 21.-23.November 2013 - eine Vorschau (I)

wm "It is SPECIALS-Time ", bezeichnet der Hamburger Auktionator Hans-Joachim Schwanke die jeweils letzte Auktion eines Jahres. Denn auch in diesem Jahr gelangen neben erlesenen Raritäten viele Kuriosa und Besonderheiten, verrückte Posten und Investmentlose zum Verkauf. Einige Beispiele seien kurz - den großen Namen ihrer Vorbesitzer folgend - genannt:

Carl H. Lange war bis zum Beginn der 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts ein bekannter Hamburger Briefmarkenhändler. Außerdem wirkte er Jahrzehnte als Prüfer. Kaum bekannt ist, dass er auch Versteigerer war. 1921 gründete Carl H. Lange mit fünf Partnern die "Postwertzeichen-Auktions-Gesellschaft". Mitgesellschafter waren die zu ihrer Zeit bekannten und geschätzten Händler August Drahn (Köln), J.W. Von Arkel (Bremen), Paul Brix (Berlin), Konrad Schneider (München) und Robert Zöbisch (Plauen). Alle Versteigerungen fanden in Berlin statt. Die erste im März 1922. Als Auktionator fungierte Carl H. Lange. Schon einen Monat später folgte die 2. Auktion; sie wurde von August Drahn geleitet. Mit den anderen Herren ging es weiter und bereits im Dezember 1922 gab es die 6. Auktion. In der zweiten Jahreshälfte 1923 beendeten die Milliarden- und Billionenbeträge der Hochinflation die Tätigkeit der "Postwertzeichen-Auktions-Gesellschaft".

Als erstes Los unserer Specials präsentiert Schwanke nun den uralten und umfangreichen Studien-Bestand "HAMBURG" von Carl H. Lange mit ein paar hundert (!) frankierten Briefe, eine Fülle verschiedener, teils seltener Stempelstudien, inklusive einer Reihe von Stücken mit dem ersten Maschinenstempel, Abarten und Ganzsachen, daneben Aufzeichnungen Carl H. Langes für eine Überarbeitung des "Hamburg-Teils" im Kohl-Handbuch. (Startpreis 17.500 Euro).

Ewald Müller-Mark ist sicher allen ernsthaften Altdeutschland-Sammlern bekannt durch sein Standardwerk "Altdeutschland unter der Lupe". Aus seiner Feder stammen aber viele andere höchst bemerkenswerte Fachaufsätze und Artikel, die meist in loser Folge erschienen, z.B. über die "50 Besten Europas" usw.

Müller-Mark`s Traum war es, ein zweites Standardwerk über Altdeutschland zu veröffentlichen, das sich mit den herausragenden Stücken dieses Sammelgebietes beschäftigen sollte, deren Häufigkeit, deren Provenienzen und deren Preisentwicklung über die letzten 100 Jahre. Sein Archiv, das er auch zu diesem Zweck angelegt hatte, umfasst 28 Bände, die das Vorkommen einzelner Stücke auf Auktionen teilweise bis vor den ersten Weltkrieg zurück verfolgt, dabei auch Stücke notiert, die auf Grund zweier Weltkriege als verschollen gelten. Zusätzlich sind viele Anmerkungen Müller-Mark`s enthalten sowie unveröffentlichtes Material (z.B. liegen im "Baden"-Teil Original-Pressefotos aus dem damaligen Prozess gegen Prof. Ehret bei.)

Natürlich kann das Archiv keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, auch hört die Registratur etwa Mitte der 1970er Jahre auf; für einen forschenden Philatelisten, der als Autor oder Verleger vielleicht ambitioniert an ein neues Werk zum Thema "Altdeutschland" herangehen möchte, bietet Müller-Mark`s Archiv eine unschätzbare Fundgrube.

Wir bieten dieses Material länderweise an, von "Baden" bis "Württemberg", jedoch soll einem Gesamtgebot ggf. der Vorzug gegeben werden. (Schätzpreis insgesamt 6.000 Euro)

Friedrich Starauschek... war im vergangenen Jahrhundert einer der bedeutendsten deutschen Berufsphilatelisten und Prüfer für weltweite Klassik. Seit den 1920er-Jahren wirkte Starauschek als Chefphilatelist des Hauses Heinrich Köhler (Berlin), und dies bis zum Jahre 1949. Er war das Zeichen "H. Köhler", bis er später - nach dem Tode Heinrich Köhlers - mit "Star" oder "Starauschek" signierte.

Einen reizvollen Teil aus seiner Vergleichs- und Prüfsammlung bietet Schwanke geschlossen an. Aus dem bemerkenswerten Material verdienen Ihre Aufmerksamkeit u.a. Stücke mit "pro und contra"-Beurteilungen. Außerdem sind diverse persönliche Aufzeichnungen und Schriftwechsel enthalten. (Schätzpreis 1500 bis 2000 Euro).

Last but not least - Kapitän W. Sachse war in seinem "ersten Leben" Reedereioberinspektor von Beruf - doch ist sein Name philatelistisch verbunden mit solch anspruchsvollen Sammelgebieten wie "Griechenland/Hermesköpfe" oder "Helgoland". Für beide Gebiete war er ein anerkannter Prüfer, und wenn man heute Marken dieser Gebiete mit seiner Signatur sieht, kann man diese unbedenklich erwerben. Der über Jahrzehnte als "Mister Helgoland" bekannte Prüfer Hellmuth Lemberger konnte sein Standardwerk über Helgoland nur schreiben, weil er in den 1950er Jahren die Sachse-Sammlung erwerben konnte. Am 21. November 2013 wird dieses einmalige Objekt nunmehr den Besitzer wechseln. Der Schätzpreis liegt zwischen 18- bis 22.000 Euro.

Der komplette Katalog wird ab dem 20. Oktober online stehen; die Printversion wird ab dem 22.10. von der Druckerei verschickt. www.schwanke-auktionen.de/auctions/343/preview

Nicht kleckern, sondern klotzen:
Exklusives Angebot zum Jubiläum!

Der Lübeck-Fehldruck mit falscher Inschrift ZWEIEINHALB auf Brief gehörte einmal John R. Boker jun. (35.000 Euro)

100 Jahre Heinrich Köhler: Deutschlands ältestes Briefmarkenauktionshaus feiert sein Jubiläum vom 8. bis 12. Oktober 2013 mit Angeboten vom Feinsten. Über 4500 Einzel- und Sammlungslose aus allen Bereichen der Philatelie mit einem moderaten Startpreis von circa 4,2 Millionen Euro warten auf interessierte Bieter, Sammler und Händler aus dem In- und Ausland. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der deutschen Klassik. Zusätzlich zum Hauptkatalog "Deutschland/Alle Welt", der hochwertige Einzelstücke und Sammlungen aus der ganzen Welt enthält, ist das Angebot außerdem auf sechs Sonderkataloge verteilt, deren Studium ein Genuss ist!

Maßstäbe gesetzt

Der eigentliche Jubiläumstag ist schon fast ein halbes Jahr her. Am 23. April 2013 waren genau 100 Jahren vergangen, seit der Gründer Heinrich Köhler in Berlin die erste öffentliche Auktion in Deutschland ausschließlich für Briefmarken durchführte. Sehr früh wurde der 1881 in Darmstadt geborene Briefmarkenkenner geschäftlich aktiv: Mit dem französischen Philatelisten Gérard Gilbert gründete er 1904 in Paris das Haus Gilbert & Köhler, das 38 Auktionen bis 1912 veranstaltete. Nach dem Verkauf seiner Anteile kehrte Köhler 1913 nach Deutschland zurück und eröffnete in Berlin sein eigenes Auktionshaus. Das zu dieser Zeit gerade in der Entwicklung befindliche deutsche Auktionswesen wurde durch sein Wirken maßgeblich geprägt auf der Basis einer soliden Fachausbildung bei Altmeister August Drahn, der Einrichtung eines philatelistischen Spezial-Archives einschlägiger Fachliteratur und natürlich seiner bis dahin selbst gesammelten Erfahrungen in Handel und Auktionen. Nach schweren Zeiten in der nationalsozialistischen Diktatur und im Zweiten Weltkrieg verstarb Heinrich Köhler am 21. Juni 1945. Unter Leitung seiner Witwe Anna Köhler erfolgte 1948 der Umzug nach Wiesbaden, wo im Mai 1949 die 149. Auktion stattfand. Die Führung des Hauses Köhler ging später auf die Tochter Henriette Köhler-Grosse über.

Der Verkauf des Auktionshauses Köhler 1967 an die Firmengruppe des Auktionators Hartmut C. Schwenn aus Frankfurt hatte gesundheitliche Gründe. Zur selben Zeit trat ein neuer Mitarbeiter, Volker Parthen, in das Unternehmen ein. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler krempelte alle innerbetrieblichen Abläufe komplett um und setzte als einer der ersten auf EDV-Unterstützung. Nach dem plötzlichen Ende der Schwenn-Gruppe gelang es ihm, das Auktionshaus Heinrich Köhler aus der Schwenn-Gruppe herauszulösen. Am 9. September 1970 wurde er alleiniger Inhaber des Auktionshauses Heinrich Köhler, das er in der Folgezeit ganz im Sinne und Stil des Firmengründers durch neue Strategien und Konzepte, Marktkenntnisse und Kontakte wieder zu einer allerersten Adresse im internationalen Auktionswesen führte. Absoluter Höhepunkt seiner Tätigkeit war die Veräußerung der weltweit größten bis dahin aufgebauten Sammlung der Franco-Marken altdeutscher Staaten des Amerikaners John Boker jun., die in insgesamt 18 Spezialauktionen über anderthalb Jahrzehnte detailliert wurde. Der kommerzielle Erfolg - etwa 66 Millionen D-Mark - war sensationell. In Würdigung der besonderen Verdienste Heinrich Köhlers um das Prüfwesen stiftete das Unternehmen den jährlich zu verleihenden Heinrich-Köhler-Preis. Volker Parthen verstarb überraschend im Februar 2000, und seine Beerdigung zeigte eindrucksvoll, welche weltweite Reputation er sich erworben hatte. Nach seinem Tod führte seine Witwe Claudia Parthen zunächst die Geschäfte fort, ehe es zum Verkauf an die börsennotierte amerikanische Firmengruppe ESCALA kam.

Im Jahre 2002 übernahm Dieter Michelson, 1960 in Dublin geboren, die Geschäftsführung des Hauses Köhler, nachdem er vorher in gleicher Funktion bei der Firma Philagentur GmbH im weltweiten Neuheitenvertrieb von Briefmarken tätig war. Weltweites Interesse konnte er mit der Buchreihe "Editor d'Or" wecken, die in großformatigen Bildbänden hochdekorierte Gold- und Grand-Prix-Sammlungen namhafter Sammler in kleinerer Auflage präsentiert und dadurch auf Kunstdruckpapier für die Nachwelt erhält. Unter seinem Einfluss haben auch die Printkataloge ihr Gesicht verändert. Die Präsentation der Stücke wird mit zeitgenössischen Ansichten von Städten, Personen oder Dingen aller Art ergänzt, was den Aufmerksamkeitswert erhöht. Bei der Beschreibung kann man sich auf eine der umfassendsten Registraturen mit "Provenienzen" seltener Briefmarken Deutschlands, die seit etwa 1920 aufgebaut wurde, stützen. Als erstes und einziges Briefmarken-Auktionshaus der Welt arbeitet Heinrich Köhler seit 2008 auf der Basis eines vom TÜV geprüften Qualitäts-Managementsystems nach Europa-Norm ISO 9001/2008. "Einlieferern und Käufern wird dadurch ein Mindestmaß an Sicherheit und geprüften Abläufen garantiert, die alljährlich wieder von unabhängigen Prüfern unter die Lupe genommen und im Interesse unserer Partner optimiert werden." Um die Position von Heinrich Köhler am Markt weiter zu stärken, hat sich Michelson zu einem einsamen Weg entschlossen und alle Zuschläge über 50.000 Euro von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer untersuchen lassen. "Das Ergebnis war, das alle von Heinrich Köhler publizierten und geprüften Zuschläge ab 50.000 Euro nach allen Richtungen astrein sind. Auf Aussagen von Heinrich Köhler kann man sich verlassen!" Am 13. September 2012 gelang es Dieter Michelson, gemeinsam mit Karl Louis (Jahrgang 1961), Geschäftsführer des Schweizer Auktionshauses Corinphila in Zürich, und mit Hilfe eines dritten Investors die Firmen Köhler und Corinphila sowie einige weitere, international agierende Auktionsfirmen aus dem Verbund eines börsennotierten US-Firmenkonglomerates zu übernehmen und in einem Gobal Philatelic Network zu vereinen - zum Vorteil der Kunden.

Internationale Philatelie mit Schwerpunkt Deutschland

Gewohnt international ist auch die Jubiläumsauktion, die Versteigerungen Nr. 355 und 356 in der langen Firmengeschichte. Spitzenwerte aus vielen Ländern werden angeboten. Ob Schweiz, Rumänien, Ungarn, Monaco, Mauritius oder Mexiko, fast jedes Gebiet ist zu finden. Besondere Schwerpunkte bilden die deutschen Sammelgebiete. Insbesondere die Gebiete Bayern, Preußen, Destinationen altdeutscher Staaten, die erste Ausgabe des Deutschen Reiches - die "Brustschilde" - oder eine Spezialsammlung "Bundesfestungen" werden in aufwendig gestalteten Katalogen offeriert. Teilweise komplett intakte Sammlungen bieten ein breites Feld für Einsteiger in neue Sammelgebiete und Händler zur Auffrischung ihrer Lagerbestände. Neben dem Hauptkatalog "Deutschland/Alle Welt", der auf über 320 Seiten u.a. mit einem gestempelten "Hawaii-Missionar" (12.000 Euro), der 2 Pf Germania Friedensdruck als Blockeinheit mit Zwischensteg (25.000 Euro), einem Stockach-Provisorium auf Briefstück (20.000 Euro), dem Fehldruck Lübeck MiNr. 3 F auf Brief (35.000 Euro) oder der Preußen-Spezialsammlung von Dr. Kurt Metzer (100.000 Euro) aufwartet, gibt es sechs, teils sehr informative Sonderkataloge:

1. Die J.J. Hollenkamp-Sammlung "International Airmail" zeigt knapp 150 Lose mit Flugpostmarken und -belegen aus Europa und Übersee, mit dabei Belege von der Franck-Grönland-Expedition 1932 (ab 800 Euro), die sauber gestempelte Wasserzeichenvariante MiNr. 424 X des Deutschen Reiches (5000 Euro), eine Ross-Smith-Vignette von Australien (3000 Euro), die Neufundland MiNr. 128 auf Brief (5000 Euro) oder einen Brief vom Amelia-Earhart-Nonstop-Flug Mexico-Newark (Titellos, 4000 Euro).

2. Mit einer Einführung zur ersten deutschen Briefmarke ist der Sonderkatalog zur Sammlung Gerschau "Bayern - Der Schwarze Einser" angereichert. Probedrucke, Einheiten, Einzel- und Mehrfachfrankaturen der Bayern MiNr. 1 warten auf neue Liebhaber, darunter ein kompletter Schalterbogen (50.000 Euro) und der "Neustädter Brief" mit zwei senkrechten 3er-Streifen (25.000 Euro).

3. Mit "Bayern - Quadratausgaben im Postverkehr" wird die Kollektion des Nürnbergers Walter Hussnätter geehrt, die in knapp 250 Losen seltene Verwendungen der ersten bayerischen Freimarken enthält. Zu den Topstücken gehören u.a. eine Buntfrankatur aus den MiNr. 10 und 13 a (zwei waagerechte 3er-Streifen) nach Frankreich (15.000) Euro und ein 3er-Block des Schwarzen Einsers auf Brief (13.000 Euro).

4. In einem weiteren Sonderkatalog wird mit dem Objekt "Niederrhein" der erste Teil einer der größten jemals zusammengetragenen Nummern- und Ortsstempel-Sammlungen Preußens offeriert. Viele gute und seltene Stempel sind auf Briefen vorhanden, dabei eine Reihe von Unikaten. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die OPD Düsseldorf.

5. Nach dem Erfolg seiner "Puppen" hat BDPh-Ehrenpräsident Dr. Heinz Jaeger zusammen mit Köhler das Thema "Außenseiter - Spitzenreiter" ins Leben gerufen. In einem "Wendekatalog" werden "1er-Frankaturen" und "Express-Briefe" von der Klassik bis in die Moderne vorgestellt und wieder ohne Limit ausgerufen.

6. Ein ganz besonderer Genuss ist der 2. Teil der Silvain-Wyler-Sammlung mit deutschen Markenbriefen ins Ausland bis 1875. Zu den Topstücken zählen eine Baden-Buntfrankatur in den Kirchenstadt (25.000 Euro), eine spektakuläre 171-Kreuzer-Frankatur von Bayern (25.000 Euro) und eine Hamburg-Buntfrankatur nach Argentinien (20.000 Euro).

Heinrich Köhlers Internetauftritt ist als leistungsfähiges und übersichtliches Medium seit Jahren beliebt und bietet einen Mehrwert. "Allein bei dieser Jubiläumsauktion sind über 30.000 Bilder zu unserem Angebot herunterzuladen. Da gibt es nicht viel Vergleichbares", resümiert Michelson.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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34. Sem-Auktion:
Einmalige Verwendung von Ganzsachenausschnitten

Bislang einmalig: Ganzsachenausschnitte zu 2 Kreuzern von Thurn und Taxis auf Wertpaket-Vorderseite (2500 Euro)

In gleich zwei Auktionskatalogen legt Peter Sem für den 2. November 2013 ein beachtliches Angebot vor allem der beiden altdeutschen Gebiete Bayern und Thurn und Taxis vor. Aber auch die vielfältigen Posten und Sammlungen aus Privatbesitz können sich sehen lassen.

Lebenswerk eines Bayern-Sammlers

Im "Normalkatalog" findet der Interessierte das bei Sem zu erwartende Angebot. Zu Beginn sind das die unveränderten Bestände aus Privatbesitz, bei denen in Bamberg vor allem auf "ehrliche" Objekte geachtet wird. Zahlreiche Wagenladungen wurden von Kunden zum möglichst lukrativen Verkauf eingeliefert. Aufgearbeitet ergaben das Deutschland-Angebote beispielsweise eine fortgeschrittene Altdeutschland-Kollektion (MICHEL über 65.000 Euro, Startpreis 2500 Euro), mehrere Sammlungen "Bayern" und eine umfangreiche, in vier Teile "Marken", "Briefe", "Stempel" und "Ganzsachen" aufgelöste Taxis-Ausstellungssammlung. Viele Lose ab dem Deutschen Reich über Saar bis hin zu Bund und Berlin beginnen mit Preisen zwischen 500 und 3500 Euro. Klein aber fein ist auch die Sammlungs-Auswahl europäischer Staaten von Frankreich bis zu den UNO-Postämtern. Bei exotischeren Gebieten besticht eine hochkarätige "Australien§-Kollektion mit zahlreichen Spitzenwerten wie 16/18 II, 27 II oder 51 II. Eine beachtliche Sammlung China Volksrepublik enthält so gesuchte Ausgaben wie den Block 8 gleich zweimal. Bei einem Katalogwert von 56.000 Euro ist der Startpreis mit 10.000 Euro für das gefragte Land durchaus attraktiv.

Bayern bietet zahlreiche Glanzstücke wie eine Drucksache mit einem ungewöhnlich breitrandigen "Schwarzen Einser" in tiefschwarzer Nuance, eine erst im Jahr 1860 verwendete MiNr. 4 I auf Brief (lt. Attest Schmitt bisher einzig bekannter Beleg aus der 2. Verteilung), einen bisher unbekannten "Traumbrief" mit MiNr. 12, entwertet mit violettem Chargé-Fünfzeiler von München, oder einen der schönsten Belege mit dem roten Chargé-Einkreis auf der MiNr. 15. Beachtlich sind auch ein Nachnahmebrief mit einer 11-Kreuzer-Frankatur durch Portomarken oder der Reigen von raren Mühlradstempeln wie "391" Wirtheim auf Brief, "562" Röthenbach-Bahnhof auf Brief, "581" Contwig ebenfalls auf Beleg oder den Raritäten wie "910" oder "917". Weitere rund 600 Bayern-Einzellose starten ab 40 Euro und sind damit auch für den kleineren Geldbeutel erschwinglich.

Bemerkenswert ist zudem der Teil "Thurn und Taxis". Eine Zeitungs-Überweisung mit der MiNr. 18 aus dem Silbergroschen-Gebiet ist derzeit als Unikat anzusehen, eine Einzelfrankatur der MiNr. 19 existiert auch nur in einer überschaubaren Anzahl von Belegen, ein Expressbrief in den Land-Zustellbereich mit abgerechnetem Botenlohn ist für Kenner ein Glanzstück, ein Dreierstreifen der MiNr. 46 oder ein Paar von MiNr. 49 auf Briefen dürften ebenfalls gefallen. "Star" des Angebotes ist jedoch eine Wertpaket-Vorderseite von der Postablage Allendorf mit zwei Ganzsachenausschnitten zu 2 Kreuzer gelb frankiert - es ist bisher kein vergleichbares Stück bekannt. Bei einem Ausruf von 2500 Euro sollte noch Luft nach oben sein.

In einem zweiten Auktionskatalog präsentiert Sem mit der "Gerhard Normann"-Sammlung das Lebenswerk eines Bayern-Sammlers. Rund 900 Lose zeigen die Kreuzerzeit der MiNr. 1 bis 36 ab deren Beginn mit "Laubblatt"-Essays, mehreren Probedrucken des "Schwarzen Einsers" oder rund 40 Einzelstücken und Einheiten (bis Dreierstreifen) der ersten deutschen Briefmarke. Dabei fällt ein außergewöhnliches Paar der MiNr. 1 IIb in extrem breitem Schnitt auf Briefteil ins Auge, das wohl schönste Paar dieser Marke. Hervorzuheben ist außerdem, dass die ungestempelten Raritäten wie MiNr. 2 I, 4 I, 5 aa, 5 a oder 5 b vollständig vertreten sind (das können nur die wenigsten Sammlungen aufweisen!). Die Parade der Seltenheiten wird mit einem Doppeldruck der MiNr. 2 V, einem Mehrfachdruck der MiNr. 15, einigen Halbierungen oder allein zwei gestempelten Exemplaren der MiNr. 32 b (insgesamt nur sieben bekannt) fortgesetzt. Bei den Briefen sind ein Telegramm, ein frankierter Laufzettel oder eine Farbfrankatur mit MiNr. 27 auf Paketkarte bemerkenswert. Der Wunsch des Einlieferers war jedoch, auch die "kleinen" Stücke in Einzellosen anzubieten, weshalb Marken schon ab 20 Euro Ausruf zu bebieten sind. Gerade sie sind es, die manchmal weit schwieriger in der Beschaffung sind als manche "hochkarätigen" Stücke.

Mit zusammen über 1700 Losen bietet Peter Sem diesmal ein besonders reichhaltiges Angebot an Qualitätsstücken, vor allem der beiden genannten altdeutschen Staaten.

Internet: www.peter-sem.de

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Spektakulärer Fund japanischer Briefmarken

Aus dem Japan-Fund bei Felzmann.

Düsseldorf In einem Haus in Mitteldeutschland wurde ein Briefmarkenschatz gefunden, der seit Mitte der 30er Jahre in einem Koffer unberührt auf dem Dachboden geschlummert hat. Es handelt sich um eine erheblichen Bestand von japanischen Klassikmarken in absolut frischer Erhaltung, darunter die Drachenmarken ab 1871 und hunderte der darauffolgenden Kirschblütenmarken. Hinzu kommen ca. 3000 Post- und Ansichtskarten um die Jahrhundertwende. Die Prachtstücke stammen von einem deutschen Firmendelegierten in Japan, der sich mit dem Gedanken, trug nach seiner Pensionierung Briefmarkenhändler zu werden, allerdings Ende der 30er Jahre verstarb. Seitdem lagerten die Marken beinahe 80 Jahre lang unbeachtet in seinem Nachlass. Der Bestand wird Anfang November im Auktionshaus Felzmann in zahlreichen Losen detailliert versteigert.

Internet: www.felzmann.de

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Spitzenstücke von Bayern und Österreich

Bei Deider zu haben: herrlich dekorativer Damen-Zierbrief aus Bayern.

München Die 53. Deider-Auktion am 18. und 19. Oktober 2013 wartet mit über 800 besonders werthaltigen Einzellosen von Bayern auf, darunter große und kleine Kostbarkeiten. Erwähnung aus den vielen Seltenheiten verdienen ein herrlich dekorativer Damen-Zierbrief, der auf der Titelseite des Printkataloges abgebildet und schöner nur schwer möglich ist, eine Bayern Portomarke Nr. 9 ohne Aufdruck auf Briefstück, von der nur ganz wenige Stücke bekannt sind, und Post in das Piemont mit 12 und 18 Kreuzer, wegen der Kriegsereignisse 1859 über den Leitweg "via Paris" und "T.F" (Transit Francais) befördert.

Auch die anderen altdeutschen Staaten sowie Deutsches Reich und Kolonien enthalten ebenfalls vielen Besonderheite, u.a. rare Essays und Probe-Raritäten von Sachsen und Kolonialbriefe mit dem Longji- und Ponape-Provisorium. Hochwertige Einzellose bietet auch die Sowjetische Besatzungszone. Bei der Französischen Zone findet sich ein Baden Block 1 ungebraucht mit fehlender Farbe Dunkelgrauviolett. Der Europa- und Übersee-Teil lockt mit großen und kleinen Spezialitäten aus allen Kontinenten.

Österreich besticht mit einem erlesenen Angebot aus fast 1500 Einzellosen aus bedeutenden Einlieferungen. Hervorzuheben sind u.a. ein Letzttagsstempel von WIEN auf Ausgabe 1850 1 Kr. gelb, Post nach Griechenland als dekorative Drei-Farben-Frankatur, Post nach Frankreich ebenfalls als Drei-Farben-Frankatur und Bosnien-Herzegowina mit einer Buntfrankatur aus "SERAJEVO".

Die Abteilung mit Sammlungen, Posten und Nachlässen begeistert mit einem rahmensprengenden und ursprünglichen Angebot mit vielen hochwertigen Ländersammlungen aus aller Welt, ergänzt mit einer feinen Offerte Gold- und Silbermünzen, die u.a. seltene japanische Gold- und Silbermünzen, "Schloss Neuschwanstein" als Fabergé-Ei und viele andere Kostbarkeiten zeigt.

Internet: www.deider.de

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Erfolgreicher Verkauf einer seltenen Zeppelin-Sammlung

Großer Presserummel beim Auktionshaus Schlegel während der Versteigerung der seltenen Zeppelinsammlung.

Berlin Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: Im Berliner Auktionshaus Schlegel am Kurfürstendamm ging es bei der 13. Auktion vom 2. bis 4. September 2013 hoch her. Interessierte und leidenschaftliche Zeppelin-Sammler und viele Pressevertreter drängten sich auf engstem Raum, um an einer einzigartigen Versteigerung in Berlin-Charlottenburg teilzunehmen. Dort wurde eine sehr seltene und wertvolle Sammlung von Zeppelin-Exponaten des Luftschiffenthusiasten Edmund Sedlmayr versteigert. Eine Sammlung, die in 40 Jahren auf über 2000 Raritäten angewachsen war und von Auktionatorin Elisabeth Schlegel am Berliner Kurfürstendamm verkauft wurde. "Das war eine sehr bewegende Auktion, es war ein Stück Zeitgeschichte", resümiert Elisabeth Schlegel.

Das teuerste Exponat der Sammlung, der silberne Sektkübel der LZ 129 "Hindenburg" mit einem Aufruf von 20.000 Euro, wurde für 22.000 Euro an einen anonymen Telefonbieter verkauft. Reißenden Absatz fanden Original-Besteck und -Geschirr aus den Speisesälen der Luftschiffe. Eine seltene Blumenvase stieg von 2500 auf 7400 Euro, die Kaffeekanne von 3000 auf 4600 Euro und ein bezauberndes Milchkännchen von 1300 auf 1900 Euro. Auch philatelistische Zeppelin-Unikate waren gefragt. Die Bedarfszeppelinpostkarte "PFALZFAHRT (Landungsfahrt nach Lachen), WILDER ABWURF SCHIFFERSTADT" ging für 3500 Euro an den Meistbietenden.

Die mehrstündige Auktion, die am späten Nachmittag endete, wurde mit einem Vortrag von Edmund Sedlmayr und Manfred Bauer - Sohn des Luftschiffkapitäns Heinrich Bauer, der den Sprung aus der brennenden "Hindenburg" am 6. Mai 1937 in Lakehurst/New Jersey überlebte - eröffnet.

Auch an den anderen beiden Tagen war der Auktionssaal gut gefüllt. Bei den Sammlungen zeigten sich die angereisten Philatelisten besonders großzügig. Hohe Zuschläge erfuhren die Losnummern 3001 mit 9600 Euro, 3002 mit 8000 Euro, 3007 mit 4800 Euro, 3306 mit 10 500 Euro, 3781 mit 9400 Euro und 3990 mit 7200 Euro. Bei den Einzellosen ragten die Nummern 8191 mit 20.000 Euro und die 8929 mit 18.000 Euro heraus.

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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Gestempelte Spitzenstücke des Deutschen Reiches

Berlin Im Rahmen der 51. Hadersbeck-Auktion vom 30. Oktober bis 1. November 2013 wird u.a. die "Adlershof"-Sammlung mit Spitzenstücken des Deutschen Reiches aufgelöst, die auch viele Farb- und Wasserzeichenvarianten enthält. In der Parade gestempelter Besonderheiten finden sich z.B. die MiNr. 21 c, 27 c, 50 aa, 66 I, 72 c, 81 b, 92 Ib, 93 IIa, 96 W, 97 M, V, 151 Y, 154 IIb, 176 I, 206 F, 209 Y, 234 VI, 244 c, 278 Y, 309 Pc, 319 AVB, 335 Ab, 336 b, 399 X, 401 Y, 425 X, 457 I, 465 I, 513 Y und 538 y sowie aus dem Bereich der Dienstmarken die MiNr. D 19 b.

Alle Werte haben ein Attest oder Befund bzw. sind kompent geprüft.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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Rauhut-Auktion mit mehr als 1 Mio Euro Zuschlag in 4 Stunden!

wm In Mülheim an der Ruhr klingelte es bei der 151. Rauhut-Auktion kräftig in der Kasse. Konnte Harald Rauhut doch ein beeindruckendes Gesamtergebnis von fast 1,85 Mio Euro Umsatz (ohne MwSt) nach Schluss vorlegen, wobei die Umsatzzahl sicherlich durch den Nachverkauf noch etwas höher steigen dürfte. Über eine Million erzielten dabei allein die 500 Lose aus der sog. Nachlass-Abteilung, die der rührige Versteigerer vor vollem Haus am 31. August in vier Stunden an den Mann brachte. Das bemerkenswerte Geschehen fand in einem Festzelt statt, denn am Abend zuvor hatte Rauhut Gäste zu seinem 25jährigen Berufsjubiläum empfangen. Für ihn, aber sicherlich auch für so manche gute Kunden war das Geschehen ein würdiger Höhepunkt des Jubiläums, das in die Geschichte der Rauhut & Kruschel-Auktionen eingehen wird.

Internet: www.rauhut-auktion.de

342. Schwanke-Auktion:
Von Tigerköpfen, "heißen" Gebieten und raren deutschen Frankaturen

Seltene altdeutsche Frankatur: Württembergs letzte Kreuzer-Ausgabe nach Paris (1800 Euro).

Ein Schwerpunkt der 342. Schwanke-Auktion am 30. und 31. August 2013 ist Ekuador. Es ist nur eine kleine Abteilung von ca. 40 Losen der ersten vier Postwertzeichen, die es aber in sich hat und zudem noch außerordentlich preiswert ist. Besonders spannend ist die Verwendung des französischen Nummernstempels "3154" (eigentlich Rixheim) in Quito. Höchst attraktiv ist außerdem ein Briefstück mit der MiNr. 1 und 3 sowie einem Paar der guten MiNr. 4. Auf der blauen Marke (MiNr. 1) wurde der Stempel in rot abgeschlagen (weil ein schwarzer Stempel auf der blauen Marke nicht gut zu sehen war), auf den anderen Werten in rot. Das Briefstück von höchstem ästhetischem Reiz startet mit nur 250 Euro. Günstig gibt es auch frühe Ausgaben von Argentinien, Uruguay und Venezuela.

China und Indien weiter "heiß"

Im Blickpunkt steht auch Afghanistan mit einer ungemein vielfältigen und interessanten Postgeschichte. Die ersten Marken des Landes erschienen im Jahre 1871, und diese "Tigerköpfe" sind seit fast 150 Jahren begehrte Sammelobjekte. Da die Marken damals in Ermangelung von Stempelgeräten durch Abreißen einer Ecke entwertet wurden, sind diese Ausgaben sicher nichts für Liebhaber moderner postfrischer Qualitätsware, aber für Kenner klassischer Marken! Ein großartiger Posten dieses Gebietes ist bei Schwanke zu haben. Er enthält nicht weniger als 800 Marken und 60 Briefe der ersten Ausgabe (und weitere 150 Briefe bis 1915) und diente dem bekannten Experten Peter Holcombe als Prüfungs- und Vergleichsbestand. Fast alle Stücke sind auch von ihm nach dem Stanley-Gibbons-Katalog feldbestimmt und teilweise plattiert worden. Der Startpreis beträgt 10.000 bis 12.000 Euro.

Auch andere "heiße" Gebiete Asiens sind gut vertreten, allen voran China und Indien. "Man muss auch kein Prophet sein, um Gebieten wie Mongolei oder Tannu-Tuwa, die früher eher zur Abteilung ,back of the book' gehörten und oft belächelt wurden, eine glänzende Zukunft vorherzusagen", ergänzt Hans-Joachim Schwanke. "Die Auflagen sind gering und beide Gebiete werden in Russland und in Fernost gleichermaßen gern gesammelt. Wir können im August eine Reihe von guten Ausgaben anbieten, z.B. den seltensten frühen Satz der Mongolei, MiNr. 8-15 in ungebrauchter Erhaltung für 600 Euro."

Den Startschuss zur August-Auktion bildet allerdings ein starkes Literatur-Angebot mit über 700 Titeln, benutzerfreundlich in einem separaten kleinen Katalog. Frühe Alben und Kataloge, z.B. von Bauschke 1867 (200 Euro), sind dabei, einige Raritäten zu Postwesen und Postgeschichte, etwa das seltene Werk zur Reichspostgeschichte von Beust in drei Bänden aus 1747-1748 (2800 Euro). Deutschland mit allen Themen sowie Europa und Übersee sind mit Monographien gut vertreten. Dabei einige frühe bibliophile Titel von Moens aus den Jahren 1877-80. Ein besonderes Los enthält über 70 attraktiv gestaltete "Post-Büchel", die zur k.u.k-Zeit von den Briefträgern zum Jahreswechsel verteilt wurden, sicherlich in der Hoffnung auf ein nettes Trinkgeld (400 Euro). Auch bei den Zeitschriften und Auktionskatalogen finden sich schöne Werke.

Die Auflösung einer Klassik-Sammlung von Großbritannien nimmt mit ca. 150 Positionen breiten Raum im Europa-Teil ein. Erwähnenswert sind ca. 20 Exemplare der MiNr. 1 nach Platten und Entwertungen, darunter einige Briefe, und fast alle hohen Pfund-Werte. Italien ist ähnlich stark vertreten, allein ca. 90 Positionen betreffen italienische Staaten. Große Seltenheiten wie z.B. Romagna MiNr. 7 gestempelt (1800 Euro), Cavallinis von Sardinien oder Toscana MiNr. 9 y (2500 Euro) wechseln sich ab mit Qualitätsunikaten, zum Beispiel einer Bogenecke (!) der Sardinien 5 c. (MiNr. 4) auf Luxusbriefstück (1000 Euro). Die Russische Post in der Levante besticht mit einer kompletten Zeitung, frankiert mit MiNr. 16, nach Italien gelaufen. Dieses Stück, das einen berühmten Stammbaum hat, geht mit 2500 Euro ins Rennen.

Seltene Vorphila- und Markenbriefe setzen Glanzlichter im Altdeutschland-Teil. Hinzu kommt eine Vielzahl seltener Frankaturen, u.a. von Hannover eine Solofrankatur der MiNr. 20 auf Ortsbrief (3500 Euro) oder eine Reihe traumhafter Kombinationsfrankaturen wie z.B. von Preußen. Das Deutsche Reich ist mit zahlreichen guten Standard-Ausgaben präsent. Das Angebot der deutschen Nachkriegsware bietet eine Menge Abarten und Varianten, aber auch interessante postgeschichtliche Teile wie die Auflösung einer Sammlung West-Berlins ab der Magistratspost im Jahre 1945.

Für den letzten Auktionstag sind gut 1400 Posten und Sammlungen angekündigt. Es geht los mit einer uralten Sammlung "Alle Welt" in einem Schaubek-Album aus 1893 (6000 Euro).

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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China-Rarität erstmals auf einer Auktion angeboten!

Frankfurt/Main Das Auktionshaus Weiser versteigert am 7. Dezember 2013 im Rahmen einer Asien-Spezial-Auktion einen der wertvollsten Briefe aus dem Kaiserreich China, eine Welt-Rarität, die noch nie auf einer Auktion angeboten wurde!

Die Beschreibung des Briefes lautet wie folgt: China 1897, Red Revenue, 1 C. auf 3 C. rot/Typ I und 4 C. auf 3 C. rot/Typ I., mit Beifrankatur, Aufdruck-Ausgabe "Kaiserliche Post", MiNr. 18 III, 21 III, 24 III, 25 III und 28 II (zusammen 60 C.) über die französische Post in China mit MiNr. 8 I (50 C.) auf R-Brief (Geldbrief-Umschlag) von Shanghai vom 22.04.1897 mit zusätzlichem Zollstempel, bis Neapel (24.5.1897) per Schiffspost, von dort über Rom mit Bahnpost "Roma-Bologna" nach Oppeln in Deutschland, dazu der Einschreiben-Aufgabeschein mit Stempel "SHANGHAI-CUSTOMS/APR. 22 1897" und Unterschrift des Postmeisters, adressiert an den Hauptmann Böhmer, einem bekannten Offizier der deutschen Schutztruppen.

Weltweit gibt es nur etwa 250 Briefe mit Red-Revenue-Frankaturen und die meisten sind Einzelfrankaturen der kleinen Wertstufen zu 1 und 2 Cents. Aus der Zeit vor 1900 existieren nur etwa 20 Mischfrankaturen mit der Sonderausgabe zum 60. Geburtstag der Kaiserin Mutter. Diese 4 Cents Red Revenue in Mischfrankatur mit den hohen Werten der Aufdruck-Ausgabe ist einer der schönsten und wertvollsten Belege aus dem Kaiserreich China. Der geschätzte Wert liegt zwischen 150.000 auf 250.000 Euro. Der Ausruf bei Weiser beträgt 30.000 Euro.

Eine Vorschau ist bereits jetzt auf der Internetseite www.Auktionshaus-Weiser.de online, der vollständige Auktions-Katalog dann ab den 10. November 2013.

Internet: www.Auktionshaus-Weiser.de

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Frühe Zeppelinpost

Leipzif Die 161. Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert am 13. und 14. September 2013 in Leipzig bietet nahezu 4500 Lose aus fast allen Sammelgebieten.

Startet bei Fortagne mit 1200 Euro: dänische Postkarte mit Bordstempel von der Kopenhagen-Fahrt des LZ 12 Hansa im Jahre 1912.

Den Auftakt bilden über 110 Zeppelinlose aus dem Zeitraum 1910 bis 1939, dabei Bord-Buchseiten von der 2. Fahrtperiode des LZ 6 am 7. Juni 1910 (3200 Euro) und ein über Gossau abgeworfener Brief von der 1. Schweiz-Fahrt 1929 (2600 Euro). Beachtung verdient auch eine Raketen-Postkarte vom ersten Rakatenstart 1931 am Dümmersee (1300 Euro). Sie gehört zu dem Angebot von 70 Flugpostlosen des Deutschen Reiches. 200 Lose aus den Bereichen Schiffs-, Feld- und Kriegsgefangenenpost sowie 300 Positionen mit Motiven von Bahnpost, Kosmos, Propaganda und Sport bis Zensur schließen sich an, gefolgt von ca. 200 Losen mit Ansichtskarten und rund 120 Losen philatelistischer Literatur einschließlich Autographen.

Über 1000 Lose des Deutschen Reiches decken ausführlich die Brustschilde und weitere frühen Dauerserien einschließlich Abarten und anderer Besonderheiten sowie Inflation, Drittes Reich mit Zusammendrucken, Schalterbogen, Ganzsachen und Markenheftchen ab, ergänzt um Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Topstück in dieser Sektion ist ein portogerechter Eilboten-Einschreibebrief mit Sonderstempel und Sonder-R-Zettel vom Deutschen Turnfest 1913 in Leipzig, der mit den Heftchenblättern MiNr. 7 und 8 A frankiert wurde. Der seltene Beleg in Bedarfserhaltung startet mit 2000 Euro.

Deutschland nach 1945 ist mit 330 Losen vertreten, darunter Lokalausgaben von Apolda bis Wittenberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben mit besseren Farben, Postmeistertrennungen und Plattenfehlern sowie einem SBZ-Teil mit Bezirkshandstempeln. Hier fällt ein Einschreibebrief aus Königswusterhausen/Bezirk 36 auf, auf dem u.a. die seltene 16 Pf Ziffern klebt (1300 Euro).

Das Sammelgebiet DDR hat rund 400 Lose im Angebot, dabei viele bessere Ausgaben, FDC's, Farben, Plattenfehler, Wasserzeichen-Besonderheiten sowie Zusammendrucke, Markenheftchen, Ganzsachen und Dienstmarken/ZKD-Post.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet über 340 Einzellose, dabei klassische Ausgaben, gesuchte Werte und einige Belege von Andorra bis Vatikanstaat und Ägypten über VR China bis USA.

Den Abschluss bilden rund 960 Lots und Engrosposten aller Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen. Vertreten sind u.a. Württemberg, DR/Nebengebiete, viel DDR und Bund/Berlin sowie Dänemark, Finnland, Großbritannien, Island, Österreich und die Schweiz.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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133. Reinhard-Fischer-Auktion online

wm Der Katalog zu kommenden Auktion des Bonner Auktionshauses am 6. und 7. September 2013 ist im Netz. Für sämtliche Einzellose (8 293) stehen Bilder in drei Größen und in sehr hoher Qualität im Netz. Zudem werden sämtliche (1 393) Atteste und Befunde abgebildet. Interessenten können die leistungsstarke Suchmaschine und das komfortable Online-Bietsystem nutzen. Zum Aufruf kommen über 10.000 Lose. Besonderer Service: 559 interessante Sammellose (!) sind komplett abgebildet. Siehe: www.reinhardfischerauktionen.de

Ein Blick in das Briefmarkenangebot:

Altdeutschland: reichhaltiges Angebot mit zahlreichen Stempellosen, Briefen, Farbvarianten, Abarten etc., dabei reichhaltig Bayern, Hannover, Preußen, Thurn & Taxis sowie Württemberg

Deutsches Reich: Fast alle Spitzen sowie Unternummern mit Farben und Plattenfehlern im Angebot, dabei u. a. eine neu entdeckte DR Mi.-Nr. 22 U - 5 Gr. Großer Schild ungezähnt, entwertet in DABER (nur 2 Exemplare aus diesem Ort bekannt), weiterhin seltene Plattenfehler der Brustschildausgaben, Besonderheiten und u. a. eine Mischfrankatur Brustschild/Pfennige-Ausgabe, Germania mit vielen Farben und Typen, Infla bietet viele seltene Plattenfehler in geprüfter bzw. attestierter Erhaltung, die Ausgaben des III. Reiches bieten u. a. einen postfrischen Nothilfe-Block in tadelloser Erhaltung mit aktuellem Fotoattest Dr. Oechsner BPP, ebenso im Angebot ist die sehr seltene unverausgabte "Burg Rheinstein".

Deutsche Kolonien / Auslandspostämter: umfangreiches Angebot mit postfrischen Ausgaben, Abarten, Briefen und Ganzsachen sowie zahlreichen Stempellosen, dabei u. a. die Auflösung einer großen Sammlung "Abstempelungen der Deutschen Kolonien und Auslandspostämter", China mit einer Parade der Handstempel-Aufdrucke, ebenso interessant die Berner-Ausgabe von Deutsch-Südwest-Afrika Mi.-Nr. 1-4 und I-II in postfrischer Luxus-Erhaltung (2.000), weiterhin DNG Probedruck 3 Pfg Kaiseryacht oder aber Togo Mi.-Nr. 19I in gestempelter Erhaltung (sehr selten) zu 600 Euro, um nur einige Lose vorzustellen.

Besetzung I. Weltkrieg/ Abstimmungsgebiete/Danzig/Memel/Saar: Vielfältiges Angebot mit zahlreichen Seltenheiten, Besonderheiten, Abarten, Probedrucken und Plattenfehler. Äußerst reichhaltig vertreten sind das Saargebiet und die Ausgaben von Danzig. So glänzt Danzig mit einem ** "großer Innendienst" und einem Infla-echt gestempeltem "kleinen Innendienst" in jeweils perfekter Erhaltung mit Fotoattesten "einwandfrei" Dr. Oechsner bzw. Gruber BPP. Das Saargebiet wird mit den Katalognummern 17B in gestempelt sowie A31 in postfrischer Erhaltung und zahlreichen Unternummern, Abarten und Typen in perfekter Weise präsentiert.

II. Weltkrieg/Feldpost: Breites Angebot mit zahlreichen Seltenheiten, dabei u. a. Sudetenland mit Raritäten wie Masaryk-Block in gestempelter Luxus-Erhaltung (Auflage nur 40 Blocks) - Ausruf 3.600 Euro. Oder aber Montenegro Mi.-Nr. 10/19 ** für 2.000 Euro Ausruf. Auch Feldpostausgaben wie Kuban-Marke und Krim-Marke in ungebrauchter Erhaltung sind im Angebot wie Propaganda-Marken aus der Zeit während dem II. Weltkrieg.

Deutsche Lokalausgaben: Interessante Auswahl von ca. 150 Losen mit Seltenheiten und gesuchten Standartwerten, dabei bessere Werte Großräschen, Glauchau, Meißen etc. .

Westzonen/Bund/Berlin: Reichhaltiges Angebot mit zahlreichen Anfangsausgaben, Abarten und Besonderheiten, dabei u. a. Berlin mit Währungsgeschädigten-Block in gestempelt, Schwarzaufdruck und Rotaufdruck je gestempelt und postfrisch, Posthorn-Satz in waagerechten Paaren postfrisch (1.400).

SBZ/DDR: Interessantes Angebot mit einigen hundert Losen, dabei seltene Farben, Abarten, Blockausgaben und Besonderheiten sowie Briefe, Druckvermerk, Dienstmarken etc., dabei u. a. SBZ Mi.-Nr. 1/7 B auf 2 portogerechten Briefen mit ZuF (350), die seltene Mi.-Nr. 39yb in postfrischer Erhaltung, Mi.-Nr. 43Ac in gestempelter Erhaltung, Blockausgaben in versch. Typen etc.

Europa: dabei u. a. eine sehr interessante Strecke mit Losen von Österreich inkl. seltener Lokalausgaben. Weiterhin Schweiz, Frankreich, Liechtenstein mit interessanten Ausgaben.

Eines der besten Sammlungsangebote der Firmengeschichte mit der Auflösung von 12 großen Sammlungen und Beständen, weiterhin zahlreiche hochwertige Ländersammlungen sowie Nachlässe von 300 Euro bis 5.000 Euro. Insgesamt über 1 500 Sammellose!

Münzen:

Über 800 ausgewählte Lose mit zahlreichen Sammlermünzen und Goldprägungen. Insgesamt über 180.000 EUR Ausruf. Dabei auch ein umfangreiches Angebot Medaillen!

25 Jahre Auktionen - Firmenjubiläum bei Rauhut & Kruschel.

wm (Mülheim) Mit seiner 151. Auktion am 30. und 31. August 2013 feiert Harald Rauhut zugleich sein 25-jähriges Berufsjubiläum. Aus diesem Anlass hat das Auktionshaus nicht nur seinen bisher voluminösesten Katalog zusammengestellt, sondern zugleich im Auktionskatalog die Firmengeschichte von 1988 bis 2013 detailliert mehrseitig beschrieben.

Angeboten werden über 10.000 Auktionslose aus aller Welt mit einem Schätzpreis von rund 3 Mio Euro. Traditionell liegen die Schwerpunkte bei Altdeutschland mit der Auflösung verschiedene Sammlungen (u.a. das umfangreichste Angebot Norddeutscher Postbezirk seit Jahren) sowie im Bereich der Nachlässe und Posten. Alleine die traditionelle "Nachlass-Abteilung" mit 550 Losen hat einen Startpreis von 640.000,- Euro.

Der Auktionskatalog ist ab sofort erhältlich unter www.rauhut-auktion.de.

Berliner Auktionshaus Schlegel versteigert umfangreiche Zeppelin-Memorabilien-Sammlung

wm (Berlin) Im Rahmen seiner 13. Auktion vom 2.-4. September 2013 öffnet das Briefmarkenauktionshaus Schlegel seine Tore und bietet die Chance seltene Exponate zu ersteigern. Der 3. September steht dabei ganz im Zeichen einer Zeppelin-Sonderauktion. Mehr als 4000 Objekte werden ab 10 Uhr am Kurfürstendamm 200 in Berlin-Charlottenburg von der Auktionatorin Elisabeth Schlegel unter den Hammer gebracht. Unter den Objekten dieser spannenden Epoche der Luftfahrt befinden sich seltene Stücke, wie eine Bedarfszeppelinpostkarte PFALZFAHRT von 1930 oder ein Original-Sektkübel des LZ-129 HINDENBURG.

Manfred Bauer, Sohn und Biograph von Hindenburg Zeppelinkapitän Heinrich Bauer wird anwesend sein und die Faszination des Luftschifffahrens in seiner Eröffnungsrede teilen. Der Zeppelin LZ-129 "Hindenburg" verunglückte beim Landemanöver am 6. Mai 1937 in Lakehurst/New Jersey und ging in Flammen auf. Bei dem Unglück starben 36 Menschen. Heinrich Bauer konnte sich mit einem Sprung aus vier Metern Höhe in letzter Sekunde aus dem brennenden Zeppelin retten und überlebte das Hindenburg-Unglück nur leicht verletzt.

Zahlreiche Raritäten aus den Speisesälen der Luftschiffe wie eine Original-Blumenvase der Deutschen Zeppelin Reederei oder Wrackteile des Luftschiffs LZ-129 "Hindenburg" stehen im umfangreichen Aufgebot der Auktion. Neben der Sonderauktion finden sich auch unzählige philatelistische Highlights in den Schlegel-Hauptkatalogen, erwähnenswert hier unter anderem ein Viererblock von Württemberg 70 Kreuzer mit doppelten Trennlinien von 1873.

Eröffnet wird die Sonderauktion durch den ehemaligen Vorsitzenden der Zeppelinpost-ArGe und passionierten Zeppelinsammler Edmund Sedlmayr. Sedlmayr zählt zu den bekanntesten deutschen Privatsammlern auf seinem Gebiet. Angefangen hat seine Sammelleidenschaft mit Briefmarken und Zeppelinpostbelegen. Heute zählt seine Sammlung zu den umfangreichsten und vielseitigsten Luftschiffsammlungen im deutschsprachigen Raum.

Interessenten können sich vom 22.8. bis 1.9. (jeweils 10-18 Uhr) einen persönlichen Eindruck der Exponate machen. Informationen zu den einzelnen Exponaten können aus Katalogen des Schlegel-Auktionshauses www.auktionshaus-schlegel.de entnommen werden. Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne unter 030 88709962 zur Verfügung.

342. Schwanke-Auktion in Hamburg (29. bis 31. August 2013) mit weltweitem Angebot

wm Mit 700 (!) Literatur-Losen eröffnet Hans-Joachim Schwanke seine kommende Auktion, die in Hamburg vom 29. bis 31. August stattfindet. Ähnlich breit gefächert geht es mit Übersee-Angeboten weiter. 40 Lose zu den Erstausgaben Ekuadors frei nach Schwanke Motto "Es müssen doch nicht immer die Ochsenaugen von Brasilien sein, die auf zwei jüngst vergangenen Auktionen in der Schweiz exorbitante Preise erzielten" folgen Seltenheiten aus Cordoba, Uruguay, Venezuela (35 Lose) etc.

Asien startet bei Schwanke mit einem sehenswerten Afghanistan-Bereich. Ein grossartiger Posten dieses Gebietes enthält nicht weniger als 800 Marken und 60 Briefe der ersten Ausgabe (und weitere 150 Briefe bis 1915) und diente dem bekannten Experten Peter Holcombe als Prüfungs- und Vergleichsbestand. Fast alle Stücke sind auch von ihm nach dem Stanley Gibbons-Katalog feldbestimmt und teilweise plattiert worden. Startpreis 10000 bis 12000 €.

Nach "A" kommt (bleiben wir bei Asien) dieses Mal "C" = China. Mit nicht weniger als 48 Exemplare der Grossen Drachen (Mi.Nr. 1-3) in einem Studienlos startet das inhaltsreiche Angebot (Beim Schätzpreis von 750 € bei einem Katalogwert von ca. 17000 Euro) wird es garantiert nicht bleiben...). Nachfolgend frühe Flugpost, Portomarken und dann die beliebten Ausgaben der Volksrepublik China, vom Schauspieler-Satz ungezähnt (2800 €) bis zum "Roten Affen" (700 €), ein feines und hochwertiges Sortiment.

Man muss auch kein Prophet sein, um Gebieten wie Mongolei oder Tannu-Tuwa, die früher eher zur Abteilung "back of the book" gehörten und oft belächelt wurden, eine glänzende Zukunft vorherzusagen. Die Auflagen sind gering und beide Gebiete werden in Russland und in Fernost gleichermassen gern gesammelt. Schwanke kann eine Reihe von guten Ausgaben anbieten, z.B. den seltensten frühen Satz der Mongolei, Mi.Nr. 8-15 in ungebrauchter Erhaltung. (600 €), aber auch bemerkenswerte Stücke von Indien und aus dessen reichhaltiger Postgeschichte.

342. Schwanke-Auktion in Hamburg (29. bis 31. August 2013) mit weltweitem Angebot (II)

Den Startschuss zur August-Auktion der Fa. Schwanke bildet ein starkes LITERATURANGEBOT mit über 700 Titeln, benutzerfreundlich in einem separaten kleinen Katalog. Frühe Alben und Kataloge, z.B. von Bauschke 1867 (200,-€) sind dabei, einige Raritäten zu Postwesen und Postgeschichte, etwa das seltene Werk zur Reichspostgeschichte von Beust in 3 Bänden, aus 1747-48 (2800,--).

Deutschland mit allen Themen sowie Europa und Übersee sind mit Monographien gut vertreten. Dabei einige frühe bibliophile Titel von Moens aus den Jahren 1877-80. Ein besonderes Los enthält über 70 attraktiv gestaltete "Post-Büchel", die zur k.u.k Zeit von den Briefträgern zum Jahreswechsel verteilt wurden, sicherlich in der Hoffnung auf ein nettes Trinkgeld (400.- €).

Von Schweden findet man u.a. von Bilgren/Bjäringer/Stone " Swedish Letter Rates to Foreign Destinations" (400.-€), von der Schweiz einen Mirabaud/Reuterskiöld - die deutsche Ausgabe - (1500,-€), das Grosse Handbuch der Abstempelungen von Andres/Emmenegger oder bei der Türkei den gesuchten Titel von Passer mit den Bildtafeln (230,--).

Interessant auch ein dreibändiges Werk zum polnisch-russischen Krieg von Puzyrewsky, 1892-93 (150,-€) und von Gertsch zum russisch-japanischen Krieg 1904, das bekannte Werk in vier Bänden.

Eine Sektion mit Zeitschriften schließt sich an, darunter die Philatelistischen Berichte von Friedemann, No.1-135/36 komplett (!) und von Heinrich Köhler das Philatelistische Magazin No.1-11 kpl. .

Zahlreiche Auktionskataloge zu Spezialthemen, wunderschöne gebundene "runs" einzelner Firmen (u.a. Köhler, Kruschel) und natürlich "name sales" wie Burrus, Caspary, Hind, Lilly sind ebenfalls im Angebot.

342. Schwanke-Auktion in Hamburg (29. bis 31. August 2013) mit weltweitem Angebot (III)

EUROPA: Die Auflösung einer Klassik-Sammlung von GROSSBRITANNIEN nimmt mit ca. 150 Positionen breiten Raum ein. Erwähnenswert sind ca. 20 Exemplare der Nr. 1, nach Platten und Entwertungen, darunter einige Briefe, fast alle hohen Werte, z.B. die "5 Pfd. Victoria" Mi.Nr. 66 mit klarem Stempel von "Edinburgh" (1000 €) oder Mi.Nr. 69, 1 Pfd. Victoria mit Wasserzeichen "Anker". Diese Marke ist viel rarer als der 5-Pfund-Wert und ungleich seltener als dieselbe Wertstufe mit Wasserzeichen "Malteserkreuz". Der britische Stanley Gibbons Katalog trägt diesem Umstand Rechnung und notiert für diese Marke (SG No.136) auch immerhin den stolzen Preis von 8000 Pfund - zu vergleichsweise bescheidenen 3500 Michel-Euro. Schätzpreis: 1200 €.

"Das gibt es doch gar nicht!" - wird mancher sagen, wenn er zum ersten Mal einen FRANKREICH-Brief sieht, der eine komplette Bogenecke einer billigen Napoléon-Marke trägt. Eine sensationelle Frankatur. So etwas kann jeder Klassik-Sammler kaufen oder muss vielleicht wieder 50 Jahre warten, bis so etwas auf dem Markt erscheint. (2500 €)

ITALIEN wird stark vertreten sein, mit ca. 150 Losen, davon allein ca. 90 Positionen italienische Staaten. Grosse Seltenheiten wie z.B. Romagna Nr. 7 gestempelt (1800 €), Cavallinis von Sardinien oder Toscana Nr. 9y (2500 €) wechseln sich ab mit Qualitätsunikaten, z.B.: Kirchenstaat 8 Bajocchi, ein waagerechtes Paar mit allen acht Schnittlinien - "otto filetti"- (500 €) und eine Bogenecke (!) der Sardinien 5 c. (Mi.Nr. 4) auf Luxusbriefstück (1000 €). Ab 1861 Königreich reicht das Angebot dann von einer Mi.Nr. 8b (2000 €) bis hin zu zwei Exemplaren der besten italienischen Nachkriegsmarke, der Paketmarke Nr. 81 in postfrischer Erhaltung (1200/1000 €).

Bei RUMÄNIEN sind die Kehrdrucke der Klassik beliebt. Besonders die 1862er Ausgabe hat davon Einiges zu bieten. Selten ist die Plattendruck-Ausgabe auf gestreiftem Papier, die im "Michel" gar nicht gelistet ist, aber selbstverständlich in internationalen Katalogen und in den Spezialwerken von Herrn Heimbüchler notiert wird. Zwei Kehrdrucke der Mi.Nr. 10 IIz kommen zum Angebot, die Nr. 10 IIz Ka (180 Grad) bzw. Nr. 10 IIz Kb (90 Grad) (Schätzpreise 600 bzw. 500 €).

RUSSLAND - hier startet Schwanke mit drei Schmuckstücken der Mi.Nr. 1, des weiteren gibt es Rares aus der Sowjetunion, z.B. Mi.Nr. 268 II ("breite 5") zu 700 € oder einen breitrandig ungezähnten Zeppelinsatz (Mi.Nr. 390-91 C) zu 1250 €.

SOWJETUNION: Ins Auge fällt ein Investmentbestand von 500 Exemplaren der Mi.Nr. 679 I C in postfrischen Bogenteilen. Hier kann man über die unterschiedlichen Bewertungsansätze in internationalen Katalogen nachdenken. Während der deutsche Michel diese unscheinbare Marke aus dem Jahre 1947 (die Besonderheit ist die seltene Linienzähnung "12 1/4") mit 20 Euro bewertet, notiert der maßgebliche russische "Standard"-Katalog von Zagorsky den Betrag von 8000 Rubeln (ca. 200 Euro) für ein Exemplar. Schwanke diesen Posten ein auf 12.000 bis 14.000 Euro.

Dann gibt es noch schöne Abteilungen von San Marino, der Schweiz und von der Türkei; zum Abschluss des Auktionstages eine kleine, feine Münzenabteilung mit hauptsächlich Goldmünzen.

342. Schwanke-Auktion in Hamburg (29. bis 31. August 2013) mit weltweitem Angebot (IV)

DEUTSCHLAND: Seltene Vorphila- und Markenbriefe setzen Glanzlichter im Altdeutschland-Teil. Die seltenste Farbe der Kreuzer-Marken Württembergs wird im Michel unter der Nr. 16 bx registriert, wie der zuständige Prüfer, Herr Heinrich BPP, in seinem ausführlichen Attest bestätigt. Diese Marke dürfte selbst mit 5000 Euro deutlich unterbewertet sein. Das Stück kostet - trotz kleiner Unebenheiten - wenigstens 2800 €.

Es ist an dieser Stelle nicht über zahlreiche gute Standard-Ausgaben des DEUTSCHEN REICHES zu berichten. Postfrische Zeppelin-Sätze, Blockausgaben etc. sind alle teils mehrfach vertreten, alle erst kürzlich von Herrn Schlegel BPP auf ihre tadellose Beschaffenheit untersucht und entsprechend attestiert; und auch wenn man auf die deutschen Nebengebiete schaut, sind hier viele Spitzenstücke im Angebot.

Seltener sieht man die Portomarken von DANZIG echt ("infla-echt") gebraucht. Hervorzuheben ist die Mi.Nr. 28 I (700 €) oder die Mi.Nr. 29 II, die noch zusätzlich den Plattenfehler "V" aufweist und vermutlich ein Unikat darstellt (2000 €).

Das Suffix "ctx" hinter einer Michelnummer ist nicht ein diagnostisches Kürzel Ihres Hausarztes nach der letzten Ultraschalluntersuchung, sondern bezeichnet eine Papier/Gummivariante bei zwei Marken der SBZ Mi.Nr. 52 in postfrischer und gestempelter Erhaltung. Diese Marken kommen sicher nicht in die Endausscheidung um die schönste Briefmarke seit 1945, sind aber enorm selten (700 bzw. 1200 €).

Das Angebot der Nachkriegsware bietet aber nicht nur Abarten und Varianten (hiervon allerdings eine Menge!), sondern auch interessante postgeschichtliche Teile wie die Auflösung einer Sammlung West-Berlins ab der Magistratspost im Jahre 1945 und durchaus "Handfestes" wie z.B. einen postfrischen Viererblocksatz der Posthorn-Serie (€ 2800).

342. Schwanke-Auktion in Hamburg (29. bis 31. August 2013) mit weltweitem Angebot (V)

Gut 1400 Posten und Sammlungen kündigt Schwanke für den letzten Auktionstag an.

Es geht los mit einem richtigen "Kracher" - einer uralten Sammlung "Alle Welt" in einem Schaubek-Album aus dem Jahre 1893, mit Goldschnitt und intakter Schließe. Dieses Objekt soll auf Wunsch geschlossen angeboten werden, auch weil es einfach ein Sakrileg wäre, dieses schöne Album "zu schlachten". Die Füller erlesener klassischer Marken, die dieses Objekt enthält, wird bei der Besichtigung Freude machen, egal, ob Ihr Herz eher für Altdeutschland oder für Übersee schlägt. (Startpreis 6000 €).

Noch ein Posten, der kurz der Erwähnung bedarf: PREUSSEN - ein Briefebestand von 3000 (!) Belegen, mit nur wenig Vorphilatelie, sondern vorwiegend Markenbriefen, Ganzsachen und nachverwendeten Belegen, mit Nummern- und Ortsstempeln, Kombinationen und Destinationen wird, da zu spät zur Detaillierung eingeliefert, geschlossen angeboten (Schätzpreis 15.000 €).

Es gibt wie immer auch eine Reihe von Münzen-Nachlässen, Motivsammlungen, Ansichtskarten. Insgesamt werden an drei Auktionstagen über 5600 Lose mit einem Schätzwert von rund 1,5 Mio. Euro anbieten.

Der gedruckte Katalog wird ab dem 1. August versandt; online kann man ab dem 29. Juli 2013 einen Blick riskieren.

100 Jahre Heinrich Köhler - Jubiläumsauktion mit Highlights!

Wiesbaden (wm)Als eine Hauptattraktion ihrer Jubiläumsauktion "100 Jahre Heinrich Köhler" versteigert die Wiesbadener Firma am 12. Oktober 2013 die Sammlung "Bayern - Die Quadratausgaben im Briefpostverkehr - Die Walter Hussnätter Sammlung".

Die postalische Verwendung der bayerischen Briefmarken ist das Thema von Walter Hussnätters Sammlung. Er belegt in seiner Sammlung die Anwendungsmöglichkeiten der Quadratausgaben (1849 bis 1862) von der eingeschränkten Verwendung im bayerischen Raum bis hin zur Frei -machung von Postsendungen in Staaten, die dem Deutsch-Österreichischen Postverein nicht angehörten. Die Sammlung, welche den allerhöchstem Qualitätsansprüchen gerecht wird, beleuchtet auch besondere Versendungsformen wie das Einschreiben, aber auch spezielle Postdienste wie z.B. die Landpost, den Telegraphendienst oder die Verbindung der Briefpost zur Fahrpost. Die Sammlung beinhaltet Unikate mit Einheiten (wie z.B. der gestempelte 20er-Block der 12 Kreuzer grün) und höchste bekannte Frankaturen (z.B. eine 114-Kreuzer-Frankatur nach Frankreich). Diese einmalige Sammlung wurde mit viel Sachkenntnis und hervorragendem Gefühl für die Qualität, Schönheit und Ästhetik klassischer Briefe zusammengetragen und kann zum Jubiläum des ältesten deutschen Auktionshauses einen neuen Besitzer finden.

Internet: www.heinrich-koehler.de

Großes Deutschland-Angebot

Mainz Die internationale Loth-Auktion am 2. und 3. August 2013 bringt über 7200 Lose, darunter über 2200 Sammlungen und Nachlässe. Neben einem umfangreichen Angebot von Einzel- und Sammellosen aus allen Gebieten der Philatelie (hierbei besonders beachtenswert ist diesmal ein sehr großes Angebot an geprüften bzw. attestierten Ausgaben Deutschlands vom kleinen bis gehobenem Preissegment) sowie Literatur und Münzen offeriert das Mainzer Auktionshaus unter anderem folgende Besonderheiten, die teilweise auch auf dem Katalogumschlag abgebildet sind:

Los 143: China Volksrepublik, Block 8 (Schauspielblock), Prachstück des seltenen Blocks mit Sonderstempel, Ausruf: 2000 Euro;

Los 848: Düsenjet-Sonderflugbrief "Campini-Caproni" von 1941, weltweit erster Düsenjet-Beleg, sehr seltener und dekorativer Beleg mit großem Sonderstempel, nach Angaben nur noch ein weiterer derartiger Brief bekannt, Liebhaberstück, Ausruf: 2000 Euro;

Los 942: Auf Marken extrem seltener, zweizeiliger Langstempel der Bundesfestung "Mainz 12. Feb", naturbelassenes Kabinett-Briefstück mit Fotoattesten von Puschmann und Ferchenbauer, Ausruf: 3000 Euro;

Los 1914: Hamburg-Mischfrankatur mit MiNr. 10, 16 a und 20 a auf portogerechter Faltbriefhülle nach London, laut Fotoattesten Jakubek und Lange äußerst seltene Frankaturzusammenstellung, trotz kleiner Unzulänglichkeiten sehr interessanter Beleg und vermutlich Frankatur-Unikat, Ausruf: 4000 Euro;

Los 2019: "Sachsen-Dreier" ziegelrot (MiNr. 1 a) als farbfrisches und zentrisch gestempeltes Liebhaberstück aus der rechten unteren Bogenecke (nur wenige bekannt), Fotoatteste Pröschold und Rismondo, Ausruf: 3500 Euro.

Internet: www.lothauktionen.de

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145.-146. Felzmann-Auktion:
China liegt weiterhin voll im Trend

Auf der Briefmarkenauktion bei Felzmann in Düsseldorf vom 27. bis 29. Juni 2013 zeigte sich ein eindeutiger Trend auf dem Sammlermarkt: Exotik und Qualität sind gefragt. Besonders schöne und gut erhaltene Stücke erzielten Ergebnisse, die oft weit über dem ausgerufenen Wert lagen. Dabei waren es vor allem seltene Belege aus China, die in hitzigen Bietergefechten auf ein Mehrfaches gesteigert wurden.

Auch Deutschland gefragt


 

Gut 20 Bieter waren an einzelnen Stücken aus dem Reich der Mitte interessiert, die seltene Frankatur-Kombinationen und Aufgaben aufweisen. Spannend wurde es im Saal, als zuletzt noch zwei Telefonbieter aus Hongkong übrig blieben, die sich gegenseitig mehrfach überboten. Der Preis lag am Schluss bei mehr als dem Zwanzigfachen ü¨ber dem Startgebot. Begehrt war zum einen ein Firmenbrief eines deutschen Handelshauses nach Frankfurt/Main mit den China 12 Ca. Kaiserinmutter orangebraun und 6 Ca. mit demselben Motiv lilabraun sowie französischer Zusatzfrankatur für den Weitertransport, der von 1000 auf 12.000 Euro sprang. Zum anderen eine Drucksache aus 1895 mit chinesisch-französischer Mischfrankatur 4 Ca. Kaiserinmutter rosa und zwei 5 C. Allegorie, der nach langem Bieterduell 10 500 (400) Euro einspielte. Ganze Sammlungen und Nachlässe Chinas waren ebenfalls hart umkämpft. Eine reichhaltige Sammlung der Jahre 1950 bis 2007 der Volksrepublik kletterte von 6000 auf 20.000 Euro. Mehrfach beboten wurde auch eine postfrische China-Sammlung von 1950 bis 1978, die mit 2000 Euro startete und bei 6300 Euro den Zuschlag erhielt. Weitere unberührte Sammlungen wie zum Beispiel Italienbriefe der Jahre 1841 bis 1945 ab Vorphila wurden von 500 Euro auf 4700 Euro gesteigert.

Spannend für Interessenten im Saal und an den Telefonen waren auch Raritäten aus Altdeutschland. Darunter befand sich eine besonders schöne Sammlung "Château Du Val", die dem Auktionshaus von einem Sammler aus Paris anvertraut wurde. Mit der Auflösung dieser Sammlung konnten sich Bieter seit Jahrzehnten nicht auf dem Markt gewesenes Material sichern. Diese Tatsache und die hohe Qualität des Angebotenen steigerte die Nachfrage. So erhielt ein vollständiger Auslandsfaltbrief aus Württemberg von 1869 nach Paris mit 3 Kreuzer in hellrosa für 1400 Euro (500 Euro) den Zuschlag. Für 1800 Euro kam ein seltener Brief aus Bremen nach London unter den Hammer, der eine 5-Silbergroschen-Marke in gelbgrün auf einer unbehandelten Faltbriefhülle trägt. Die vielfach signierte Frankaturrarität wurde für 2500 Euro zugeschlagen.

Nicht minder gefragt waren Seltenheiten aus einem der größten Feldpostangebote des Zweiten Weltkrieges überhaupt. Dazu zählte eine postfrische Zulassungsmarke aus Rhodos, die für 6500 (6000) Euro den Besitzer wechselte. Ebenfalls begehrt war ein Brief aus Agram (Zagreb) vom 26. März 1945 mit schwarzblauem, diagonalem Aufdruck, der für 2600 (1500) Euro verkauft wurde.

Mit der Spezialauktion "Felix Austria" würdigte Felzmann das Sammelgebiet Österreich. Seltene Exotika, Unikate und Flugpostbelege waren besonders begehrt. Eine WIPA-Marke ungezähnt auf ungummiertem Faserpapier stieg von 5000 auf 5400 Euro. Ein gezähnter Einzelabzug in Blockformat der 10 Schilling Heidenreichstein in schwarz steigerte von 2500 auf 3700 Euro. Einer von nur drei registrierten Flugpostbelegen einer Schweiz- und Vaduzfahrt aus dem Jahr 1930 erhielt bei 9200 (4000) Euro den Zuschlag.

Internet: www.felzmann.de

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Sedlmayr-Sammlung:
Schlegel versteigert einzigartige Zeppelin-Memorabilien

Diesen Termin sollten sich Luftschiff-Enthusiasten und Zeppelinpostsammler dick im Kalender anstreichen: Im Rahmen seiner 13. Auktion vom 2. bis 4. September 2013 bietet das Auktionshaus Schlegel in Berlin die Chance, seltene und wunderschöne Exponate einer der größten Zeppelin-Sammlungen Deutschlands zu ersteigern.

Seltene Erinnerungen an die Zeppelin-Katastrophe

Aufgebaut hat sie Edmund Sedlmayr, zehn Jahre lang 1. Vorsitzender der ArGe Zeppelinpost, der zu den bekanntesten deutschen Zeppelin-Privatsammlern zählt. Über erste Zeppelinpostbelege wurde früh seine Sammelleidenschaft geweckt, und über die Jahre entstand eine der umfangreichsten und vielseitigsten Sammlungen dieser Art im deutschsprachigen Raum.

Diese Sammlung von mehr als 2000 Objekten wird nun im Berliner Auktionshaus Schlegel angeboten. Sie umfasst einerseits hunderte von Zeppelinpostkarten. Besonders erwähnenswert ist hier die Bedarfszeppelinpostkarte PFALZFAHRT, die die einzige bekannte Karte dieser Art darstellt und noch nie auf einer Versteigerung angeboten wurde. Der Startpreis beträgt 3500 Euro.

Zum anderen ist Sedlmayrs Sammlung durch unzählige Zeppelin-Memorabilien charakterisiert. Die Zeugnisse dieser Epoche der Luftfahrt reichen von Wrackteilen, Fahrscheinen über Ofenplatten und Speisekarten bis hin zu Original-Bauplänen und Blaupausen. Angeführt wird dieser Teil der Kollektion von einer Vielzahl von Exemplaren aus dem verunglückten LZ 129 Hindenburg. Weiterhin erwarten zahlreiche Porzellan-, Besteck- und Geschirrkostbarkeiten im klassischen Zeppelin-Design interessierte Sammler und Bieter, darunter extreme Seltenheiten wie eine Blumenvase der Deutschen Zeppelin Reederei aus Heinrich-Elfenbein-Porzellan in fehlerfreier Erhaltung (2500 Euro).

Als einziges in dieser Form bekanntes Stück dürfte der Prototyp eines silberfarbenen Versuchsabwurfbeutels (ca. 1909, LZ 5 oder LZ 6) viele bewundernde Blicke auf sich lenken. Er ist mit 9500 Euro angesetzt.

Abgerundet wird diese einzigartige Sammlung durch einen wohl einmaligen Bronzeguss des Grafen Zeppelin aus dem Privatbesitz eines ehemaligen Mitarbeiters der Zeppelin-Reederei Friedrichshafen (2500 Euro) sowie durch das wohl repräsentativste Stück der Sammlung, den Sektkübel des LZ 129 Hindenburg (20.000 Euro). Lediglich zwei dieser Sektkübel standen im Speisesaal an der Wand der Hindenburg. Diese Rarität aus dem Nachlass eines ehemaligen Luftschiffkapitäns ist ein Schaustück für jede noch so große Zeppelinsammlung oder auch für ein Museum.

Den würdigen Rahmen für dieses besondere Auktionsereignis setzen Edmund Sedlmayr selbst durch eine einführende Note zu seiner Sammlung sowie Manfred Bauer. Sein Vater, der Luftschiffkapitän Heinrich Bauer (1902-1979), überlebte das Hindenburg-Unglück im Mai 1945 als Wachhabender leicht verletzt. Sein Sohn widmete sich dem aeronautischen Erbe des Vaters in einer Biographie und als langjähriges Mitglied des Zeppelin-Museums Friedrichshafen. Seine Rede (10 Uhr) bildet am 3. September den Auftakt zu einem Tag in Berlin, der ganz im Zeichen der Luftschifffahrt steht.

Neben dieser Sonderauktion finden sich auch andere philatelistische Highlights im Angebot dieser 13. Schlegel-Auktion, wie z.B. ein spektakulärer Viererblock der 70 Kreuzer von Württemberg (MiNr. 42 b) mit doppelten Trennlinien und Hufeisen-Stempel "Stuttgart K.W. POSTAMT I 20 NOVBR. 74".

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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151. Rauhut-&-Kruschel-Auktion:
Teure Post für den Empfänger

Am 30. und 31. August 2013 führt Harald Rauhut in Mülheim an der Ruhr seine 151. Versteigerung durch, die gleichzeitig sein 25-jähriges Firmen-Jubiläum markiert. Insgesamt 10.000 Lose mit einem Gesamtschätzpreis von rund 3 Millionen Euro warten auf neue Besitzer. Unter ihnen befinden sich zwei postgeschichtlich sehr seltene und marktfrische Lose mit insgesamt drei Briefen, die die Schwierigkeiten beleuchten, die im vorletzten Jahrhundert bei Zielländern bestanden, mit denen noch kein Postabkommen vereinbart worden war.

Frankatur nicht angerechnet

Ab der Mitte des vorletzten Jahrhunderts wurden zahlreiche Postverträge zwischen zwei oder mehreren Staaten abgeschlossen, die den Postverkehr untereinander vereinfachen und erleichtern sollten und nicht selten auch zu Portosenkungen im internationalen Verkehr führten. Am 1. Juli 1850 entstand der Deutsch-Österreichische Postverein aus einem Postvertrag zwischen Preußen und Österreich. Dieser weltweite erste Postverein, der bis 1867 agierte, kann als legitimer Vorläufer des heute noch bestehenden Weltpostvereins (UPU) angesehen werden, der postalische Belange weltweit regelt. Der Deutsch-Österreichische Postverein führte zu einheitlichen Portosätzen und ermöglichte die vollständige Vorausbezahlung der Briefgebühr mittels verklebter Briefmarken.

Einige deutsche Kleinstaaten traten nicht sofort dem neuen Postverein bei. Dazu gehörte auch Hessen, das erst am 1. Oktober 1851 in den Deutsch-Österreichischen Postverein aufgenommen wurde. Harald Rauhut kann auf seiner 151. Versteigerung Ende August zwei Lose mit sogenannten Vor-Postvertragsbriefen - also Briefen, die in ein Land gerichtet waren, das noch nicht Vereinsmitglied war - nach Offenbach im Großherzogtum Hessen anbieten, die dokumentieren, wie unbequem und umständlich solche Poststücke behandelt werden mussten.

Zu einen handelt es sich um einen sehr seltenen Vor-Postvertragsbrief aus Preußen mit der 3 Silbergroschen schwarz/gelb, entwertet mit Nummernstempel "337" und nebengesetztem Rahmenstempel von Dortmund vom 16. März 1851. Da eine Marken-Frankatur (noch) nicht erlaubt war, musste der Empfänger letztlich 18 Kreuzer, 4 für Taxis und 14 für Preußen, bezahlen. Der Brief mit vollem Inhalt in ursprünglicher Erhaltung belegt die Schwierigkeiten der Postbeamten mit der richtigen postalischen Behandlung. Der Ausruf beträgt 1000 Euro.

Das zweite Los enthält zwei Vor-Postvertragsbriefe an den denselben Empfänger in Offenbach, diesmal aber aus Bayern. Der am 7. Mai 1851 in Freising aufgegebene Brief mit einer perfekten 9 Kreuzer mattblaugrün trägt den handschriftlichen Vermerk "ungültig" und wurde mit einer Nachtaxe von 18 Kreuzern belegt. Gleiches widerfuhr einem Brief aus München vom 5. Mai 1851 mit perfekter 9-Kreuzer-Frankatur. Aus der Nachgebühr von 18 Kreuzern entfielen 14 Kreuzer auf Bayern und 4 für das taxissche Postgebiet. Das seltene Briefpaar, jeweils mit neuem Attest Sem begleitet, ist mit 1800 Euro geschätzt.

Mit der 151. Auktion begeht Harald Rauhut sein 25-jähriges Firmenjubiläum. 1988 startete er mit der ersten kleinen Versteigerung im eignen Wohnzimmer und baute über die Jahre eines der bedeutendsten Briefmarken-Auktionshäuser in Deutschland auf, das heute in großen Büros am Werdener Weg und in der Reichspräsidentenstraße residiert. Jährlich sieben Auktionen sorgen für einen Umsatz, der 2012 bei 5,8 Millionen Euro lag - Tendenz weiter steigend. Letztes Jahr konnte das alteingesessene Berliner Traditionshaus Kruschel (Warenbestände, Kunden, Vergleichssammlungen) übernommen werden; seitdem firmiert er unter dem Namen Rauhut & Kruschel. Walter Kruschel war bereits seit 1953 als Briefmarkenhändler tätig und versteigerte seit 1970 in seinen Spezialauktionen insbesondere Marken und Briefe der Altdeutschen Staaten. Harald Rauhuts Fachwissen wird unterstützt von einer umfangreichen Fach-Bibliothek mit mehreren tausend Bänden, von über in Jahrzehnten aufgebauten Karteien (darunter die berühmte "Kruschel"-Kartei von Altdeutschland, die ihre Ursprünge in den 30er und 40er Jahren hat) sowie etlichen Vergleichssammlungen.

Internet: www.rauhut-auktion.de

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China liegt weiterhin voll im Trend - Erfolgreiche Briefmarkenauktion bei Felzmann

wm (Düsseldorf)Während der 145.-146. Briefmarkenauktion bei Felzmann in Düsseldorf am 27.-29. Juni 2013 bewies sich erneut ein eindeutiger Trend auf dem Sammlermarkt: Exotik und Qualität sind gefragt. Besonders schöne und gut erhaltene Stücke erzielten Ergebnisse, die oft weit über dem ausgerufenen Wert lagen. Dabei waren es vor allem seltene Belege aus China, die in hitzigen Bietergefechten auf ein Mehrfaches gesteigert wurden.

Gut 20 Bieter waren an einzelnen Stücken aus dem Reich der Mitte interessiert, die seltene Frankatur- Kombinationen und Aufgaben aufweisen. Spannend wurde es im Saal, als zuletzt noch zwei Telefonbieter in Honkong übrig waren, die sich gegenseitig mehrfach überboten. Der Preis lag zum Schluss bis mehr als das Zwanzigfache über dem Startgebot. Begehrt war zum einen ein Brief mit 12 Ca. Kaiserinmutter orangebraun und 6 Ca. dito lilabraun, der von 1.000 Euro auf 12.000 Euro stieg. Zum anderen ein Brief mit den Marken 4 Ca. Kaiserinmutter rosa und zwei 5 C. Allegorie, der ein Ergebnis von 10.500 Euro brachte (Ausruf: 400 Euro).

Ganze Sammlungen und Nachlässe Chinas waren ebenfalls hart umkämpft. Eine reichhaltige Sammlung der Jahre 1950 bis 2007 von der Volksrepublik bis in die Moderne steigerte sich auf 20.000 Euro (Ausruf: 6.000 Euro). Mehrfach beboten wurde auch eine postfrische China-Sammlung von 1950 bis 1978, die mit 2.000 Euro startete und bei 6.300 Euro den Zuschlag erhielt. Weitere unberührte Sammlungen wie zum Beispiel Italienbriefe der Jahre 1841 bis 1945 ab Vorphila wurden von 500 Euro auf 4.700 Euro gesteigert.

Gefragt im Saal und an den Telefonen waren auch Raritäten aus Altdeutschland. Darunter bot die Auktion eine besonders schöne Sammlung "Château Du Val", die dem Auktionshaus von einem Sammler aus Paris anvertraut wurde. Mit der Auflösung dieser Sammlung konnten sich Bieter seit Jahrzehnten nicht mehr auf dem Markt gewesenes Material sichern. Dies und die hohe Qualität des Angebotenen steigerte die Nachfrage. So erhielt ein vollständiger Auslandsfaltbrief aus Württemberg von 1869 nach Paris mit 3Kr. in hellrosa für 1.400 Euro den Zuschlag (Ausruf: 500 Euro). Für 2.500 Euro kam ein seltener Brief aus Bremen unter den Hammer, der eine 5Sgr. Marke in gelbgrün auf einer unbehandelten Faltbriefhülle (Ausruf: 1.800 Euro) trägt. Nicht minder gefragt waren Raritäten aus einem der größten Feldpostangebote des 2. Weltkrieges überhaupt. Dazu zählt eine postfrische Zulassungsmarke aus Rhodos, die für 6.500 Euro den Zuschlag erhielt (Ausruf: 6.000 Euro). Ebenfalls begehrt war ein Brief aus Agram (Zagreb) vom 26. März 1945, der für 2.600 Euro verkauft wurde (Ausruf: 1.500 Euro).

Mit der Spezialauktion "Felix Austria" wurde das Sammelgebiet Österreich gewürdigt. Seltene Exotika, Unikate und Flugpostbelege waren besonders begehrt. Eine WIPA-Marke ungezähnt auf ungummiertem Faserpapier wurde mit 5.000 Euro ausgerufen und erhielt bei 5.400 Euro den Zuschlag. Ein gezähnter Einzelabzug in Blockformat der 10 S Heidenreichstein in schwarz steigerte sich von 2.500 Euro auf 3.700 Euro. Einer von nur drei registrierten Flugpostbelegen einer Schweiz- und Vaduzfahrt aus dem Jahr 1930 erhielt bei 9.200 Euro den Zuschlag (Ausruf: 4.000 Euro).

100 Jahre Heinrich Köhler - Jubiläumsauktion mit Highlights!

wm (Wiesbaden) Als eine Hauptattraktion ihrer Jubiläumsauktion "100 Jahre Heinrich Köhler" versteigert die Wiesbadener Firma am 12. Oktober 2013 die Sammlung "Bayern - Die Quadratausgaben im Briefpostverkehr - Die Walter Hussnätter Sammlung".

Die postalische Verwendung der bayerischen Briefmarken ist das Thema von Walter Hussnätters Sammlung. Er belegt in seiner Sammlung die Anwendungsmöglichkeiten der Quadratausgaben (1849 bis 1862) von der eingeschränkten Verwendung im bayerischen Raum bis hin zur Freimachung von Postsendungen in Staaten die dem Deutsch-Österreichischen Postverein nicht angehörten. Die Sammlung, welche den allerhöchstem Qualitätsansprüchen gerecht wird, beleuchtet auch besondere Versendungsformen wie das Einschreiben, aber auch spezielle Postdienste wie z.B. die Landpost, den Telegraphendienst oder die Verbindung der Briefpost zur Fahrpost. Die Sammlung beinhaltet Unikate mit Einheiten (wie z.B. der gestempelte 20er-Block der 12-Kreuzer grün) und höchste bekannte Frankaturen (z.B. eine 114-Kreuzer-Frankatur nach Frankreich).

Diese einmalige Sammlung wurde mit viel Sachkenntnis und hervorragendem Gefühl für die Qualität, Schönheit und Ästhetik klassischer Briefe zusammengetragen und kann zum Jubiläum des ältesten deutschen Auktionshauses einen neuen Besitzer finden.

160. Leipziger Briefmarkenauktion erfolgreich abgeschlossen

wm Die Leipziger Firma Fortagne & Lipfert meldet für die am 10. und 11. Mai 2013 durchgeführte 160. Auktion erfreuliche Resultate. Nahezu 4 400 Lose standen zum Verkauf, davon rund 900 Lots und Sammlungen, die einen regen Zuspruch fanden. Eine überwiegend gute Verkaufsquote mit teils erheblichen Steigerungen konnte verzeichnet werden. Deutlich über Ausruf lagen zahlreiche Zeppelin-Lose, Deutsche Besetzungsausgaben 2. WK und Spezialitäten der DDR. Aber auch eine in dieser Form nur selten angebotene Sammlung Deutscher Privatpostanstalten (um 1900) war einem Liebhaber 4.000 Euro Zuschlag wert. Ab Anfang Juni finden sich auf der Internetseite www.briefmjarkenauktion-leipzig.de bereits zahlreiche Abbildungen mit Beschreibungen und Ausrufpreisen von Losen, die für die 161. Auktion vorgesehen sind, die am 13. und 14. September 2013 in Leipzig stattfindet.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

Heinrich Köhler / Corinphila: Offizielle Auktionatoren der LONDON 2015

29.5.2013 (rw/wm) Vom 13. bis 16. Mai 2015 findet in London im Business Design Centre die EUROPHILEX, eine von der FEPA und der AIJP patronisierte und von der FIP anerkannte Internationale Briefmarkenausstellung statt. Wie die Organisationsleitung nunmehr bekannt gab, wurden die führenden europäischen Auktionshäuser Heinrich Köhler, Wiesbaden, und Corinphila, Zürich, als "offizielle" Auktionatoren dieses Events berufen. Beide Firmen sind Teil des weltweiten Philatelie-Netzwerkes, zu dem auch H R Harmer in den USA, John Bull Stamp Auctions in Hongkong und Corinphila Veilingen in den Niederlanden gehört.

Die Wettbewerbs-Ausstellung steht allen Mitgliedern europäischer Verbände offen. Sie ist eine ausgezeichnete Gelegenheit für Sammler und Philatelisten aus aller Welt, sich in London zu treffen und ihre Sammlungen zu ergänzen. Eine "1.-Klasse-Auktion" der genannten Firmen ist zu Ende der Ausstellung eingeplant und wird Sammler aus aller Welt zur Teilnahme an diesem einmaligen Event bewegen. Weitere Informationen hierzu werden in absehbarer Zeit veröffentlicht. Kontakt: info@heinrich-koehler.de oder info@corinphila.ch. Mehr Informationen über die Veranstaltung in London finden Interessenten unter www.london2015.net

Eine Sternstunde der Philatelie mit legendären Auktionatoren in Wiesbaden!

29.5.2013 wm "Es war die beste Veranstaltung, die das Consilium Philatelicum jemals geboten hat", wusste Arnim Hölzer, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Briefmarkenhandels, bereits zu Schluss des ersten Veranstaltungstages eines Symposiums in Wiesbaden am 25. Mai zu berichten. Mehr als 60 Teilnehmer hatten die Chance, mit heute bereits legendären Auktionatoren, Inhabern und Mitarbeitern des Auktionshauses Heinrich Köhler einen Rückblick in dessen 100jährige Geschichte zu unternehmen.

Mehrere Sonderausstellungen zur Familien- und Firmengeschichte, von Heinrich Mimberg und Stefan Bach, perfekt in Szene gesetzt, stimmten die Besucher ein. Es folgten gekonnte Retrospektiven zu Heinrich Köhler und der Zeit seiner Familie, die bis 1966 das Haus führte, dann aber bereits der Auftritt eines Auktionators, der in den 1960er-Jahren die Versteigerungswelt im In- und Ausland bewegte: Hartmut C. Schwenn. Der heute am Luganer See wohnende frühere Starauktionator erzählte aus seiner frühen Zeit, in denen er mit seinen acht Firmen, darunter auch ab 1967 mit der Firma Heinrich Köhler, weltweit neue Maßstäbe in der Philatelie-Welt setzte. Traumhafte und kaum glaubliche Umsätze brachten zwischen 1965 und 1970 die Briefmarke Monat für Monat in alle Medien.

Die Besucher hatten Gelegenheit, Hartmut C. Schwenn zu den damaligen Vorgängen, auch zu dem unverhofften Absturz seines Imperiums, der eng verknüpft ist mit der wohl weltweit größten Marketingaktion von sog. Briefmarken-Wertpaketen, zu befragen. Er wich keiner Frage aus, machte aber auch deutlich, dass die wahren Hintergründe - entgegen teils völlig falscher Presseberichte - weitaus komplexerer Natur waren, als viele bisher angenommen hatten.

Bewegend und vielen Teilnehmern noch gut in Erinnerung war die Zeit von Volker Parthen, dem neuen Inhaber des Auktionshauses Heinrich Köhler, das er 1970 übernahm und bis zu seinem zu frühen Tod 2000 führte. Seine Frau Claudia Parthen, die an der Entwicklung des Auktionshauses großen Anteil hatte, und den Übergang der Firma an den spanischen Philatelie-Konzern bis 2002 maßgeblich begleitete, wusste im Gespräch mit Dieter Michelson, einem der heutigen Inhaber, die wesentlichen Akzente aus dieser Zeit zu setzen, die bei weitem nicht nur mit dem Namen von John R. Boker und dessen weltweit größter Altdeutschland-Sammlung verbunden waren.

Die von Arnim Hölzer angesprochene "Sternstunde" erlebten die Besucher direkt im Anschluss. Wolfgang Jakubek, selbst langjähriger Auktionator und wohl der einzige, der noch die Zeit des Stammhauses Köhler in Berlin ab 1947 persönlich erlebt und bestens in Erinnerung hat, erzählte von der schwierigen Nachkriegszeit. Dr. Heinz Jaeger, Ehrenpräsident des BDPh, steuerte Erfahrungen seiner frühen Einkäufe aus der Schwenn-Zeit bei und Rechtsanwalt Dieter Löhr wusste mit seiner einmaligen Präsentation einer heute fast vergessenen Geschichte um eine beinah geplatzte "Schatzkammer" der IBRA 1999 Nürnberg aufzuwarten, die dem damaligen Vermittler Volker Parthen schwer zugesetzt hatte: Millionenwerte waren vor Beginn dieser Weltausstellung in Frankfurt am Flughafen beschlagnahmt worden, der Kurier verhaftet, die Pretiosen vom Kap der Guten Hoffnung und von Mauritius standen auf der Kippe. Löhr und Parthen gelang das Wunder einer "Befreiungsaktion" und dem Erfolg der IBRA stand nichts mehr im Wege.

Gleiches galt nach Löhrs Auftritt auch für das Symposium. Am Folgetag knüpften Dieter Michelson, Claudia Parthen, Wilhelm van Loo und Karl Louis an diese Zeit an, erinnerten an die Entstehung und Einführung der Heinrich-Köhler-Medaille, an die Boker-Auktionen (mit Filmaterial von Wilhelm van Loo), an die AFINSA-Zeit und große Auktionsereignisse sowie an die letzten Jahre. Louis wagte einen Blick in die Zukunft des Unternehmens, Einblicke, die auch eine Art Lehrstunde in modernes Marketing waren und zeigen, dass Deutschlands ältestes Briefmarken-Auktionshaus wieder "zu Hause" ist. Nun aber weit internationaler aufgestellt als je zuvor.

Die Teilnehmer waren sich zu Schluss einig: Es war ein äußerst gelungenes, vom Consiliums-Vorsitzenden Wolfgang Maassen, perfekt im Zusammenspiel mit den Inhabern des Hauses Köhler arrangiertes Symposium, das in fachlich guter Breite, abwechslungsreich und unterhaltsam, Geschichte und Aktualität zu verbinden verstand. Denen, die nicht dabei waren, bleibt ein Trost: Im Herbst, wenn im Oktober 2013 das Auktionshaus selbst sein 100jähriges Bestehen "offiziell" feiert, erscheint ein umfangreiches Buch zur "Heinrich-Köhler-Geschichte", in dem man dann vieles noch weit ausführlicher nachlesen kann.

1. BBA-Collector's Club & 692. BBA-Auktion

Frankfurt/Main Am 29. Juni 2013 stellt das Auktionshaus BBA-Therese Weiser Nachf. seinen Erfolg gänzlich in den Dienst der Sammler und öffnet sich auch für Kollegen, Vereine und Verbände, um damit endlich einen regelmäßigen Treffpunkt für Sammler zu schaffen, den es so in Deutschland bisher noch nicht gibt. Und das für alle angemeldeten Teilnehmer kostenlos! Die entstehenden Raumkosten übernimmt das Auktionshaus ebenso wie die Kosten für das kleine Imbiss-Buffet.

Der Auktionshandel boomt schließlich, während der Ladenhandel in unserer schnelllebigen Zeit mehr und mehr unter den neuen Medien leidet. Daher hatte Claudia Weiser kürzlich die Idee, ein neues, innovatives Geschäfts-Konzept ins Leben zu rufen, das die allgemeine Sammler-Landschaft durch den Gewinn an Attraktivität für den einzelnen Sammler wieder stärker beleben soll. Heute kann es sich schließlich niemand mehr leisten, wertvolle Lebenszeit zu verschenken, nur um für sein Hobby von A nach B zu fahren. Deshalb will Frau Weiser nun für die Sammler von Briefmarken und Münzen ein exklusives Refugium schaffen, an dem man bei einem breiten Angebot endlich entspannt seinem Hobby nachgehen kann. Einen Ort, den sie als BBA-Collector's Club bezeichnet und der dem Sammler ein Einkaufserlebnis der Besonderen Art bieten wird. Denn neben interessanten Händler-Angeboten wird an diesen zehn festen Terminen im Jahr zugleich auch immer eine BBA-Auktion stattfinden, d ie es dann jedem Sammler neben dem klassischen Shopping-Erlebnis auch noch ermöglicht, sich zusätzlich noch ein wenig Kribbeln im Bauch zu gönnen, das man verspürt, wenn man aufgeregt seine Bieterkarte emporhebt, stets in der Hoffnung, dann als Meistbietender den Zuschlag auf d as gewünschte Los zu erhalten. Für Hobby, Spannung und leibliches Wohl wird also an den künftigen Collector's Club-Tagen immer gesorgt sein.

Der BBA-Collector's Club verfügt jedoch nur über eine exklusiv begrenzte Tischanzahl. Senden Sie daher Ihre Tisch-Bewerbung möglichst bald ab. Ihre persönliche Reservierungs-Bestätigung erfolgt per Post. Angemeldete Teilnehmer, die ihren Termin ohne Abmeldung nicht wahrnehmen, werden danach für mindestens ein Jahr für die erneute Teilnahme am Collector's Club gesperrt. Das Auktionshaus BBA-Therese Weiser Nachf. freut sich schon heute auf eine rege Teilnahme. Anmeldung direkt bei Frau Weiser, Telefon 069/67 51 48, oder über die Website www.Auktionshaus-Weiser.de.

Internet: www.Auktionshaus-Weiser.de

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Österreich-Spezial und andere Raritäten

Düsseldorf Die Österreich-Spezialauktion "Felix Austria", ein attraktives Altdeutschland-Programm mit zahlreichen Spitzenstücken sowie das größte Feldpost-Angebot der Firmengeschichte erwartet die Kunden auf der 145. und 146. Sitzung des Auktionshauses Felzmann vom 27. bis 29. Juni 2013.

Einmalige Preußen-Frankatur vom Ersttag für 15.000 Euro Ausruf.

Die Spezialauktion "Felix Austria" am 27. Juni würdigt die einzigartige Postgeschichte der Habsburger Monarchie und ihres Vielvölkerstaates. Als einer der Höhepunkte wird eine Rarität aus der WIPA-Schatzkammer 2008, der einzige 25er-Bogen 10 Kr. "Regierungsjubiläum" ungefaltet und originalgummiert, ab 75.000 Euro angeboten. Aber auch die 20 Kr. "Parlament" mit kopfstehendem Mittelstück (Foto rechts), einer der neun Probedrucke 3 und 9 H "Merkur", sechs unterschiedliche Farbproben zu 1200 und 2400 Kr. "Kreß-Flug" sowie zahlreiche weitere Raritäten werden jeden Kenner begeistern. So weitläufig wie die damaligen Postverbindungen in das Osmanische Reich sind auch die Spitzenstücke der Auktion. Es findet sich eine der seltenen ungarischen Mischfrankaturen 3 Kr. "Franz Joseph" mit 5 Kr. "Ungarn" darunter. Versteigert wird auch eine Postfälschung zum Schaden der Post. Die 30 C auf einem Beleg von Mailand nach Verona entstammt den bekannten Mailänder Postfälschungen von 1857. Aus der neueren Zeit sind ebenfalls exklusive Sammlerstücke zu haben wie je sechs Farbproben 60 g und 1 S "Kärntner Volksabstimmung" oder 10 S "Heidenreichstein" in schwarz. Während der erste Teil der Spezialauktion die Geschichte der Österreichischen Post dokumentiert, liegt der Fokus des zweiten Teils auf Österreichs Luftpost. Neben Katapult- und Raketenpost bilden die annähernd 200 Zeppelinpost-Belege der Zuleitungspost den Schwerpunkt. Dabei ist ein extrem seltener Kombinationsbeleg "Olympiafahrt 1936" und "6. Nordamerikafahrt 1936".

Einmalig und postgeschichtlich hochinteressant ist ein Ersttagsfaltbrief mit 2 Sgr. auf blau in tadelloser Kabinetterhaltung aus der Übergangszeit von der Barfreimachung zur Verwendung von Briefmarken in Preußen. Adressseitig findet sich der Vermerk "frei" zur Kenntlichmachung des vorausbezahlten Portos, um kurze Zeit später am Ausgabetag mit dem in Preußen neu eingeführten Postwertzeichen verwendet zu werden. Die Versteigerung startet bei 15.000 Euro. Die weltweit wohl populärste Altdeutschland-Rarität, der rote Sachsen Dreier auf einem sehr wirkungsvollen Ganzstück, wird mit 14.000 Euro ausgerufen. Es handelt sich dabei um ein altbekanntes, seit Jahrzehnten nicht mehr angebotenes Qualitätsstück mit Altsignaturen. Weitere Spitzenstücke in Ausnahmequalität stammen unter anderem aus einer sehr umfangreichen und schönen Altdeutschland-Sammlung "Château Duval", die ein Sammler aus Paris bei Felzmann auflösen lässt.

Die Legionärs- und Söldnerpost in der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg sowie die Inselpost ab Oktober 1944 bestimmen die umfassende Feldpost-Offerte. Eine Inselpostmarke RHODOS gehört aufgrund ihrer überdurchschnittlichen Erhaltung zu den extrem seltenen Ausnahmestücken dieser Katalognummer und ist deshalb mit 6000 Euro angesetzt.

Das komplette Angebot mit Numismatik steht spätestens ab dem 1. Juni im Online-Katalog auf www.felzmann.de.

Internet: www.felzmann.de

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Nachbericht 52. Aix-Phila Auktion:
...zum ersten ...zum zweiten und zum dritten!
27.000 € Zuschlag für Los 2136!

wm/ho Bereits der Schätzpreis von 20.000 € für die in Philatelistenkreisen bekannte Sammlung Bahnpost No. 10 Coeln-Verviers über Aachen mit mehr als 400 Briefen aus dem vorletzten Jahrhundert betonte die Ausnahmestellung dieser Kollektion. Folgerichtig gab es eine Reihe von Interessenten für dieses außergewöhnliche Objekt, ehe letztlich ein Telefonbieter den Zuschlag erhielt.

Gute Resultate gab es auch bei der übrigen deutschen Philatelie: Ein Aufdruckprovisorium aus der Inflationszeit (Katalog-Nr. 307) kletterte von 300 auf 920 €, eine Kriegspropagandafälschung von 300 € auf 740 € und ein gestempelter Weihnachtsblock (SBZ Nr. 2 t) von 700 € auf 1.200 €. Besonders gefragt waren auch dieses Mal wieder Marken der Volksrepublik China, welche ihre Schätzpreise meist verdoppelten und verdreifachten. So erzielte der (noch nicht einmal komplette) ungezähnte Schauspielsatz von 1962 bei einem Ausruf von 500 € bemerkenswerte 3.200 €.

Vorab wurden Münzen aus aller Welt zu ebenfalls hohen Preisen zugeschlagen, beispielsweise ein Friedrich d`or von 1782 mit 1.350 € (Startpreis 500 €) oder eine moderne Sammlung Tiere auf Silbermünzen mit 3.700 €.

Traditionell umkämpft waren dann am zweiten Tag wieder ganze Sammlungen und Lots. Im vor allem von Besuchern aus dem Ausland gut gefüllten Auktionssaal schoss gleich zu Beginn ein ganzer Nachlass von 2.500 € auf 10.000 €, ein weiterer folgte bei einem Startpreis von 1.000 € mit 3.600 €. Eine Sammlung Stadtpost Metz erzielte 2.000 € (Ausruf 800 €), eine Kollektion Besatzungszonen 3.900 € (Ausruf 2.500 €) und ein postfrische Sammlung SBZ gar 5.200 €! Wer gehofft hatte, einen Anlegerposten Frankreich mit 1.000 € billig ergattern zu können, sah sich schnell getäuscht, musste er doch schließlich satte 4.500 € hinblättern. Selbst eine Sammlung tunesische Postgeschichte konnte mit 5.000 € zugeschlagen werden. Letztlich war es auch keine Überraschung, dass ein unscheinbares Steckbuch mit chinesischen Marken von 50 € auf kaum glaubliche 2.700 € hochschnellte.

Natürlich kamen auch die vielen "Normalsammler" wieder auf ihre Kosten; aber auch sie mussten kämpfen, um letztlich einen Zuschlag im zwei- oder dreistelligen Bereich zu erhalten.

Unter dem Strich wurden von 3 218 Losen beachtenswerte 2 415 verkauft, der Schätzpreis von 375 720 Euro dabei deutlich mit 570 229 Euro übertroffen.

Internet: www.aixphila.de

FELIX AUSTRIA und noch viel mehr bei der 145./146. Felzmann-Auktion in Düsseldorf (27.-29. Juni 2013)

wm/aw Die Österreich-Spezialauktion "Felix Austria", ein attraktives Altdeutschland-Programm mit zahlreichen Spitzenstücken sowie das größte Feldpost-Angebot der Firmengeschichte erwartet die Käufer bei der Juni-Auktion des Auktionshauses Felzmann.

Die Spezialauktion "Felix Austria" am 27. Juni würdigt die einzigartige Postgeschichte der Habsburger Monarchie und ihres Vielvölkerstaates. Als einer der Höhepunkte wird eine Rarität aus der WIPA-Schatzkammer 2008, der einzige 25er-Bogen 10 Kr. "Regierungs-jubiläum" ungefaltet und originalgummiert ab 75.000 Euro angeboten. So weitläufig wie die damaligen Postverbindungen in das Osmanische Reich sind auch die Spitzenstücke der Auktion. Es findet sich eine der seltenen ungarischen Mischfrankaturen 3 Kr. "Franz Joseph" mit 5 Kr. "Ungarn" darunter. Während der erste Teil der Spezialauktion die Geschichte der österreichischen Post dokumentiert, liegt der Fokus des zweiten Teils auf Österreichs Luftpost. Neben Katapult- und Raketenpost bilden die annähernd 200 Zeppelinpost-Belege der Zuleitungspost den Schwerpunkt. Dabei ein extrem seltener Kombinationsbeleg "Olympiafahrt 1936" und "6. Nordamerikafahrt 1936".

Einmalig und postgeschichtlich hochinteressant ist ein Ersttagsfaltbrief mit 2 Sgr. auf blau in tadelloser Kabinetterhaltung aus der Übergangszeit von der Barfreimachung zur Verwendung von Briefmarken in Preußen. Adressseitig findet sich der Vermerk "frei" zur Kenntlichmachung des vorausbezahlten Portos, um kurze Zeit später am Ausgabetag mit dem in Preußen neu eingeführten Postwertzeichen verwendet zu werden. Die Versteigerung startet bei 15.000 Euro. Die weltweit wohl populärste Altdeutschland-Rarität, der rote Sachsendreier auf einem sehr wirkungsvollen Ganzstück, wird mit 14.000 Euro angeboten. Es handelt sich dabei um ein altbekanntes, seit Jahrzehnten nicht mehr angebotenes Qualitätsstück mit Altsignaturen. Weitere Spitzenstücke in Ausnahmequalität stammen unter anderem aus einer sehr umfangreichen und schönen Altdeutschland-Sammlung "Château Duval", die ein Sammler aus Paris bei Felzmann auflösen lässt.

Die Legionärs- und Söldnerpost in der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg sowie die Inselpost ab Oktober 1944 bestimmen das umfassende Feldpost-Angebot. Eine Inselpostmarke RHODOS gehört aufgrund seiner überdurchschnittlichen Erhaltung zu den extrem seltenen Ausnahmestücken dieser Marke und wird mit 6.000 Euro ausgerufen.

Das komplette Angebot der Briefmarken- und Münzauktionswoche Ende Juni wird spätestens ab dem 1. Juni im Online-Katalog auf www.felzmann.de zu finden sein. Die kostenlosen Kataloge können unter 0211-550 440 sowie per E-Mail unter info@felzmann.de angefordert werden.

Derichs/Meiners knackt 2 Millionen-Grenze!

wm (wm) In der Domstadt Köln ist einmal mehr zufriedenes Lächeln bei Auktionator Roland Meiners, Inhaber des Auktionshauses Dr. Derichs Köln/Berlin, angesagt: Mit einem Umsatz von mehr als zwei Millionen Euro in der zweiten Mai-Woche gelang ihm erneut der Durchbruch zur Spitze deutscher Briefmarken-Auktionen. Allein der sog. MMT-Bestand wurde von 350.000 Euro Ausruf auf rund 600.000 Euro hochgesteigert. Es gab nur 30 Rücklose, was angesichts der Fülle von 600 Losen mehr als bemerkenswert ist. Nur selten dürfte es einmal vorgekommen sein, dass der wahrlich erfahrene Versteigerer das von ihm selbst für eine Auktion angesetzte Zeitlimit zu überschreiten hatte. Dieses Mal war es unvermeidlich, denn die eifrig bietenden Auktionsteilnehmer ließen ihm mit ständig neuen und höheren Geboten keine andere Wahl: Er musste fast eine Stunde überziehen! Käufer wie Einlieferer wird's gefreut haben, kamen sie doch so zu den Losen ihrer Wahl.

Am 11. Mai stand dann die erste Partie einer auf sieben Einzel-Auktionen angesetzten Versteigerung der Prof.-Franz-Sammlung an. Ohne Nachverkauf, der erfahrungsgemäß auch noch so einiges einbringt, wurden von den 150 wertvollen und exquisiten (übrigens in einem hervorragend aufgemachten Farb-Hardcover-Katalog beschriebenen) Einzellosen 118 zum Preis von 393 110 Euro verkauft. Der Einlieferer dürfte zufrieden gewesen sein, wurden doch seine früheren Einkaufszahlen nicht selten deutlich übertroffen. Geradezu sensationell war das Resultat von Los 1022, einer (nur auf den ersten Blick) "unverdächtig" erscheinenden 3 Silbergroschen karmin-Marke aus Braunschweig (Mi 12bD), die bereits mit 2.000 Euro angesetzt war - und wie eine Rakete auf 11 500 Euro Zuschlag in schwindelnde Höhen emporstieg!

Für eine altdeutsche Einzelmarke wahrlich ein Traumergebnis, das seine Erklärung nicht nur in dem linienförmigen Durchstich der Marke und deren sauberen Nummernstempel "9" findet, sondern einfach in der Seltenheit des Exemplares. Diese ließ Roland Meiners bereits in der Beschreibung anklingen: Er habe die Marke in den letzten 25 Jahren noch nie handeln können. Das will angesichts der Breite seines bekannt guten Angebotes etwas heißen und es rief die Experten auf den Plan, die der Rarität gebührende Aufmerksamkeit zollten.

Dass Titel-Abbildungen - in diesem Fall war es ein Preußen-Briefstück mit wunderschönem Stempel KEVELAER 1610 ihren Preis haben, ist bekannt. Die 1 Silbergroschen-Marke mit einem Plattenfehler wurde für nur 150 Euro ausgerufen, war aber einem Liebhaber glatte 2250 Euro wert! Man darf also auf die folgenden Auktionen der Prof.-Franz-Sammlung, die zu einer der bedeutendesten Altdeutschland-Kollektionen gezählt wird, noch sehr gespannt sein.

Auktionatorenlegenden: Hartmut C. Schwenn und Wolfgang Jakubek beim "100 Jahre-Köhler-Symposium" in Wiesbaden

wm Vom 25. bis 26. Mai 2013 erwartet Besucher des vom CONSILIUM PHILATELICUM in Wiesbaden organisierten Symposiums "Heinrich Köhler. Seine Zeit und seine Nachfahren" weit mehr als trockene Geschichte oder gar Vergangenheitsbewältigung. Im Blickpunkt dieser Tagung - sie findet an "historischer Stätte" im Auktionssaal des Hauses Heinrich Köhler statt - stehen Zeitzeugen, also Menschen, die Kenner und Könner, namhafte Vordenker und erfahrene bewährte Macher ihrer jeweiligen Zeit waren und sind. Gerade Hartmut C. Schwenn - zu seinem Auktionsimperium zählte in den 1960er-Jahren auch das Auktionshaus Heinrich Köhler, das er von Henriette Grosse, Heinrich Köhlers jüngerer Tochter, 1966 übernommen hatte - hat Geschichte der Philatelie geschrieben. Er war der Senkrechtstarter der Branche, einer Ära, die 1970 abrupt endete, bevor der ebenso unvergessene Volker Parthen das Steuer im Haus Köhler übernahm. Mehr aus erster Hand und berufenem Munde zu erfahren hat man in Wiesbaden bei diesem 2-Tage-Symposium Gelegenheit! Claudia Parthen, Hans-Joachim Büll (Köhler-Berlin) und Wilhelm van Loo (Köhler-Preis BPP) sind ebenfalls mit von der Partie und sie alle können als Insider erzählen, wie die Geschichte ihren Lauf nahm.

Dies und vieles mehr wird das Jubiläums-Symposium präsentieren, dank Wolfgang Jakubek, "Mr. Mauritius" und ehemaliger Starauktionator aus Berlin und Hamburg, eben auch ein Zeitzeuge, der selbst noch nach dem Krieg als "junger Steppke" im Haus Köhler eingekauft hat. Speziell zu diesem Symposium wurde ein 10-Rahmen-Exponat zur Erinnerung an Heinrich Köhler und seine Zeit von Heinrich Mimberg (AIJP) gestaltet, das erstmals mit seinen vielen unbekannten Fotos und Belegen zu sehen sein wird. Folgendes Gesamt-Programm ist geplant:

Samstags:      25. Mai 2013

10.00 Führung durch die Sammlung "100 Jahre Heinrich Köhler"
11.00 Symposium des Consilium Philatelicum. Eröffnung
11.15 Heinrich Köhler und seine Zeit. Biografische Notizen (Wolfgang Maassen)
12.00 Heinrich Köhler. Die frühe Zeit. Eine Foto-Reportage (Heinrich Mimberg)
12.30-14.00 Mittagpause mit kleinem Lunch im Hause
14.00 Die Ära Hartmut C. Schwenn (Hartmut Schwenn/Wolfgang Maassen)
15.00 Die Ära Volker Parthen (Claudia Parthen/Wolfgang Maassen)
15.30 Erinnerungen . Würdigungen von Zeitzeugen und Gästen
17.00 Ende Symposium, Teil 1

Sonntags:      26. Mai 2013

10.00 Heinrich Köhler Berlin (Hans-Joachim Büll)
10.45 Der Heinrich-Köhler-Preis (Wilhelm van Loo)
11.15 Die Ära AFINSA. Der Übergang (Claudia Parthen/Dieter Michelson)
11.30 Die AFINSA-/ESCALA . Zeit (Dieter Michelson)
12.00 Kaffeepause
12.15 Das neue "Global auction network" (Karl Louis)
12.45 Zusammenfassung
13.00 Ende des Symposiums

Veranstaltungsort: Auktionshaus Heinrich Köhler, 65183 Wiesbaden, Wilhelmstr. 48 Tel. 06 11/3 93 81, Fax 06 11/3 93 84, E-Mail: auction@heinrich-koehler.de

Generelles

Die Veranstaltung ist dank der Unterstützung der Fa. Heinrich Köhler kostenfrei, eine freiwillige Spende ins "Sparschwein" des Consilium Philatelicums wird aber erbeten. Da die Platzzahl beschränkt ist, wird um umgehende Anmeldung gebeten. Erst mit der Bestätigung ist die Teilnahme verbindlich gebucht.

Anmeldungen sind ausschließlich zu richten an das Consilium Philatelicum, Wolfgang Maassen, c/o Phil*Creativ Verlag, Vogelsrather Weg 27, 41366 Schwalmtal, Tel. 0 21 63/4 97 60, Fax 0 21 63 / 3 00 03, E-Mail: W.Maassen@philcreativ.de

"Felix Austria" Österreich-Spezialauktion bei Felzmann (27. Juni 2013)

wm (Düsseldorf) Seit jeher ist Österreich ein glückliches Sammelgebiet. Der Habsburger Monarchie und ihrem weiträumigem Vielvölkerstaat entspringt eine einzigartige Postgeschichte, die ihresgleichen sucht. Deren Besonderheiten würdigt das Auktionshaus Felzmann nun mit der Sonderauktion "Felix Austria", in deren Rahmen Raritäten von Weltrang angeboten werden. Einer der Höhepunkte wird die Versteigerung des einzigen 25er-Bogen 10 Kr. "Regierungsjubiläum" ungefaltet und originalgummiert sein. 2008 wurde dieses sensationelle Prunkstück in der WIPA Schatzkammer ausgestellt und ist ab 75.000,- € zu haben. Aber auch 20 Kr. "Parlament" mit kopfstehendem Mittelstück, einer der neun Probedrucke 3 und 9 H "Merkur", sechs unterschiedliche Farbproben zu 1200 und 2400 Kr. "Kreß-Flug" sowie zahlreiche weitere Raritäten werden jeden Kenner begeistern.

Die Weitläufigkeit der Österreichischen Postverbindungen findet sich bei Felzmann selbstverständlich wieder. Ohne Ungarn sind diese undenkbar und so ist ein weiteres Spitzenstück eine der seltenen ungarischen Mischfrankaturen 3 Kr. "Franz Joseph" mit 5 Kr. "Ungarn". Zu Bosnien und Herzegowina gehört hingegen ein anderer 25er-Bogen 10 Kr. "Franz Joseph" ebenfalls originalgummiert. Während diese Region erst im Berliner Kongress vom Osmanischen Reich an das Habsburgerreich fiel, hielten letztere schon vorher das Recht, im Osmanischen Reich eigene Postdienste zu betreiben. So verband die Österreichische Post in der Levante Alexandrien mit Elberfeld, wie einer der angebotenen Belege dokumentiert. Versteigert wird auch eine Postfälschung zum Schaden der Post. Die 30 C auf einem Beleg von Mailand nach Verona entstammt den bekannten Mailänder Postfälschungen von 1857.

Aus der neueren Zeit werden ebenfalls exklusive Sammlerstücke versteigert wie je sechs Farbproben 60 g und 1 S "Kärntner Volksabstimmung" oder 10 S "Heidenreichstein" in schwarz. Darüber hinaus haben die Flug- und Zeppelinpostspezialisten des Auktionshauses Raritäten von der "Haida-Fahrt" bis zur "Schmidel-Raketenpost" zusammengetragen. Rund 600 Positionen werden in einem eigenen Sonderkatalog präsentiert und am 27. Juni in Düsseldorf versteigert. Das komplette Angebot der Briefmarken- und Münzauktionswoche Ende Juni wird spätestens ab dem 1. Juni auf www.felzmann.de zu finden sein.

353. und 354. Heinrich-Köhler-Auktion:
Rekordergebnisse für altdeutsche Philatelie

Auslandsbriefe mit Briefmarken der Altdeutschen Staaten, des Norddeutschen Postbezirkes und des Deutschen Reiches aus der Sammlung des Schweizer Philatelisten Silvain Wyler standen in der Gunst der Sammler ganz oben, die sich an der letzten Heinrich-Köhler-Auktion in Wiesbaden vom 19. bis 23. März 2013 beteiligten. Auch in anderen Bereichen des umfassenden Angebotes stimmte die philatelistische Mischung, die den Nerv der Käufer traf und ihnen manch überraschend hohes Gebot entlockte. Insgesamt wurden in den fünf Tagen etwas über 5 Millionen Euro (inkl. Käuferprovision, aber ohne Mehrwertsteuer) umgesetzt.

Die Mischung macht's

Das höchste Ergebnis (Zuschlag plus Käuferprovision) eines Stückes aus der Wyler-Sammlung wurde mit 91.200 Euro für eine Ersttagsverwendung der 10-Groschen-Briefmarke vom 1. März 1861 auf Brief nach Chile verzeichnet. Ein mit einem Eckrand-Dreierstreifen der gelben 18-Kreuzer-Briefmarke Bayerns aus dem Jahr 1858 frankierter Brief, an den König von Griechenland adressiert, kostete den Käufer 45.600 Euro. Und eine Drei-Farben-Frankatur der Erstausgabe von Hamburg auf Brief, von Hamburger Landpostamt "Pöselsdorf" nach Zürich gelaufen, spielte ein Ergebnis von 48.000 Euro ein.

Wer Erklärungen für die überraschend starke Nachfrage sucht, findet immer wieder dieselbe Mischung philatelistischer Aspekte: postgeschichtlich interessante Briefe, seltene Empfängerländer, attraktive Frankaturen sowie herausragende Qualität. Aber nicht nur altdeutsche Briefe überraschten mit unerwartet hohen Ergebnissen. Auch die Auslandsbriefe des Norddeutschen Postbezirkes fielen regelrecht "aus dem Rahmen": So kletterte ein Brief mit vier Exemplaren der gezähnten 2-Groschen-Marke von 1869 nach Yokohama in Japan von 2000 Euro Schätzpreis auf 6200 Euro (7440 Euro inkl. Käuferprovision). Noch spektakulärer waren die Steigerungen und Resultate bei den Auslandsbriefen der Brustschilde, beispielsweise 20.000 (8000) Euro Zuschlag für einen Brief mit den 18, 7 und 1 Kreuzer "Kleiner Schild" nach Shanghai in China. Bei 14.000 (4000) Euro fiel der Hammer für eine Drei-Farben-Frankatur aus den Werten zu 5, 2 und ¼ Groschen "Kleiner Schild" nach Neuseeland ein, 16.000 (10.000) Euro bot ein Liebhaber für einen Brief mit drei Marken "Klei ner Schild" der 5 und 1 Groschen nach Zanzibar.

Vor allem in Israel dürfte die Freude über die außergewöhnlichen Auktionserfolge für die altdeutschen Markenbriefe von Silvain Wyler groß sein. Denn die Einlieferungserlöse werden von Heinrich Köhler in den nächsten Wochen auf Wunsch des Einlieferers direkt an eine Wohltätigkeitsstiftung zu Gunsten des Schweizer Kinderdorfes KIRIAT YEARIM in Jerusalem überwiesen. Der Sammler und Einlieferer Silvain Wyler hat bereits in der Vergangenheit mehrere Millionen Schweizer Franken aus dem Verkauf anderer bedeutender Briefmarken-Sammlungen an KIRIAT YEARIM zur Verfügung gestellt. KIRIAT YEARIM ist ein christlich-jüdisches Gemeinschaftswerk. Es wurde 1951 von Schweizer Bürgern gegründet und fördert als Schweizer Hilfswerk sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in Israel, unabhängig von ihrer Herkunft, Sprache und Religion. Mit den von Silvain Wyler zur Verfügung gestellten Geldern kann eine nachhaltige finanzielle Förderung der schulischen und beruflichen Ausbildung der Kinder sicher gestellt werden.

Voller MICHEL und mehr für Dr. Jaegers "Puppen"

Ein weiterer Höhepunkt der Heinrich-Köhler-Auktion war die Versteigerung der Sammlung "Meine schönsten Puppen" des ehemaligen BDPh-Präsidenten Dr. Heinz Jaeger. Dabei handelte es sich nicht, wie der Titel der Sammlung vielleicht vermuten lässt, um Spielzeugpuppen. Tatsächlich stellte die Sammlung eine unglaubliche Auswahl qualitativ herrlichster klassischer Briefmarken des 19. Jahrhunderts aus Deutschland und Europa dar. "Luxus vom Feinsten" könnte man sagen, wenn denn der Begriff "Luxus" überhaupt steigerungsfähig ist. Gestochen klare Stempel, breite und gleichmäßige Ränder, perfekte Zähnungen, taufrische Farben. Alle Marken und Briefe der "Schönsten Puppen"-Sammlung wurden ohne Limit gegen Gebot versteigert. Auktionator Michael Hilbertz berichtete von Geboten, die waschkörbeweise vor der Auktion eingegangen waren. Doch letztlich hatten die Saalbieter das letzte Wort, oder besser Gebot, und gewannen fast jede Bieterschlacht. Zuschläge zu 100 Prozent MICHEL-Katalog oder darüber waren keine Seltenheit. Hier kann nur der Hinweis auf die informative Internetseite des Auktionshauses Heinrich Köhler folgen, wo Interessierte die Auktionsangebote und die Ergebnislisten finden können.

Andere Spezialangebote waren die ein-drucksvolle Kollektion von drs. Avo Kaplanian "Palästina 1917-1948" und die vermutlich umfangreichste existierende Spezialsammlung "Robert Schuman" zum Thema EUROPA CEPT. Auch hier war zu beobachten: Die wirklichen Raritäten erzielten Spitzenergebnisse und Briefe mit postgeschichtlichem Charakter waren hart umkämpft. Auf der Palästina-Auktion zogen zum Beispiel zivile Briefe aus der Interimszeit vor der ersten Markenausgabe auf den zwei- bis dreifachen Schätzpreis davon. Der komplette Satz des "Trial over-print" der ersten Aufdruckserie, einheitlich aus der rechten oberen Bogenecke, brachte einen Zuschlag von 14.500 (13.000) Euro. Das am besten erhaltene Exemplar der MiNr. 25 IIIC, eines von nur sechs bekannten in ungebrauchter bzw. postfrischer Erhaltung, stieg von 8000 auf 10.500 Euro.

Im allgemeinen Teil der Heinrich-Köhler-Auktion waren die Ergebnisse postfrischer Marken des Deutschen Kaiserreiches aus der Kollektion "Die Goldenen Jahre der (Gold-)Mark 1875-1914" bemerkenswert. Die Sammlung widmete sich dem Thema "Mark" und "Pfennige" als Einheitswährung des Kaiserreiches im Spiegel der Briefmarken der Deutschen Reichspost. Neben vielen hohen Steigerungen verzehnfachte sich der Startpreis für eine postfrische 25 Pfennig in gelblich-brauner Farbe (MiNr. 43 bb) von 1500 auf 15.000 Euro! Eine Sammlung Deutsches Reich 1872-1874 mit zahlreichen Seltenheiten und Unikaten, u.a. zwei Syke-Halbierungsprovisorien auf Briefen, wurde von 250.000 auf 300.000 Euro gesteigert, inklusive Käuferprovision also stolze 360.000 Euro. Auch bei dieser Sammlung war die Kombination von herausragender Qualität und Seltenheit der entscheidende Faktor für den Preis.

Nach den Gründen für die vielen überraschenden Auktionsergebnisse gefragt, antwortete Auktionator Dieter Michelson: "Vor allem die Turbulenzen auf den Finanzmärkten in den letzten Jahren haben seltene Briefmarken als Anlageobjekt wieder in den Blickpunkt gerückt. Zahlreiche Sammler schätzen neben dem interessanten Hobby auch den Aspekt der Werterhaltung. In den letzten 100 Jahren haben die Briefmarken in Europa mehrfach das Vermögen ihrer Besitzer über Weltkriege und vor allem Inflationen gerettet. Und viele Sammler sind der Überzeugung, dass ihr Geld heute in Zeiten der Finanzkrise langfristig im Briefmarkenalbum besser angelegt ist als bei so mancher Bank."

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Außergewöhnliche Postgeschichte

Aachen

Qualitativ hochwertige Philatelie, darunter 1400 Einzellose, gelangt am 10. und 11. Mai anlässlich der 52. Aix-Phila-Auktion unter den Hammer. Deutschland ist - wie immer - gewohnt stark vertreten, aber auch die internationale Philatelie kann sich bei attraktiven Startpreisen sehen lassen. Höhepunkt dürfte wiederum die Versteigerung von mehr als 1500 Sammlungen und Posten sein, die mit den bekannt moderaten Ausrufpreisen ins Rennen geschickt werden. Ob gut ausgebaute Kollektionen Deutsches Reich bis Nachkriegsdeutschland, Belgien bis Schweiz oder China bis Thailand oder ganze Nachlässe, welche Regale füllen - das Interesse dürfte riesengroß sein.

Klassische bzw. posthistorisch bemerkens-werte Objekte dürften national und international große Aufmerksamkeit erregen und zusammen mit weiteren großen und kleinen Objekten heiße Bieterkämpfe hervorrufen. Dazu gehört die Ausstellungssammlung "Deutsche Bahnpost No. 10" von Leon Goebbels mit mehr als 400, teils spektakulären Belegen. Neben Briefen aus Deutschland und Belgien hat der in Fachkreisen hochgeschätzte Sammler aus Ostbelgien vor allem Belege aus Frankreich, Großbritannien und den USA zusammengetragen, mit allen wichtigen Informationen über Wege und Portostufen versehen und ausstellungsmäßig aufgezogen. Der Ausruf beträgt 20.000 Euro. Mit zahlreichen Belegen ab der Vorphilatelie gespickt und weiteren Schwerpunkten auf der Zeit 1870/71 bzw. den beiden Weltkriegen präsentiert sich eine Heimatsammlung "Metz". Außergewöhnlich ist auch eine Kollektion von 500 Belegen ab 1781 bis ca. 1930 "Post von und nach Tunesien ab dem 18. Jahrhundert" (je 5000 Euro). Alle drei Objekte sind ausführlich im Auktionskatalog dargestellt!

Internet: www.aixphila.de

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Viel deutsches Material

Leipzig

Mit über 4300 Losen aus fast allen Sammelgebieten wartet die 160. Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert am 10. und 11. Mai 2013 auf. Den Auftakt bilden über 100 Zeppelinlose aus dem Zeitraum 1911 bis 1939, dabei frühe Belege der LZ "Schwaben", "Hansa", "Sachsen" und "Bodensee" sowie Fahrten mit interessanter Zuleitungspost, zum Beispiel aus dem Senegal zur 6. SAF 1933 (1100 Euro). Es folgen ca. 100 Flugpostlose Deutsches Reich mit Pionierluftpost 1912-1914. Dazu gehört die 10 Pf Rhein-Main-Flugpost 1912 (MiNr. V) auf Sonder -karte mit Zusatzfrankatur vom Ersttag (1200 Euro). Aus dem Bereich Schiffs-, Feld- und Kriegsgefangenenpost kommen rund 160 Lose, bei den Motiven sind es 150 Lose, bei der Heimatphilatelie/Postgeschichte sind es 120 (darunter mehrere Leipzig-Sammlungen). Mehrere hundert Positionen umfassen Ansichtskarten und Material zur Zeitgeschichte.

Altdeutschland und das Deutsche Reich mit Nebengebieten (über 1500 Lose) enthalten u.a. einen ausführlichen Teil mit den ersten Freimarkenausgaben ab 1872. Deutschland nach 1945 startet mit Lokalausgaben von Cottbus bis Strausberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben und der SBZ mit zahlreichen Besonderheiten wie Bogenrandsignaturen, Borkengummi, besseren Farben sowie Plattenfehlern und anderen Abarten. Über 500 Lose finden sich bei der DDR, darunter die MiNr. 330 z YI gestempelt (750 Euro), die MiNr. 482 YII postfrisch (800 Euro) und die MiNr. 1054 YG postfrisch (450 Euro).

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet über 200 Einzellose, dabei klassische Ausgaben, gesuchte Werte und einige Belege von Albanien bis Vatikanstaat sowie Ägypten über VR China bis USA. Den Abschluss bilden rund 950 Lots und Engros-Posten aller Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen u.a. von Bayern, Deutsches Reich/Nebengebiete, Belgien, Niederlande, Österreich, Schweiz und Tannu-Tuwa.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Gscheidle-Marke zog ab!

Berlin Für den herausragenden Zuschlag auf der 12. Schlegel-Auktion am 19. und 20. März 2013 sorgte eine der seltenen Gscheidle-Marken auf Briefstück vom 21. Dezember 1982, die ein Ergebnis von 37.500 Euro (Ausruf 25.000 Euro) einspielte.

Im Einzellosteil stachen außerdem heraus (Ergebnis, in Klammern Ausruf): Schweiz-Ganzsache MiNr. U 1A für 12 900 (7500) Euro, Schweiz-Brief mit Doppelgenf für 23 500 (20.000) Euro, voll- bis breitrandige Bayern MiNr. 1 Ib auf Vertreterankündigung für 5190 (2500) Euro, Hamburg MiNr. 1 auf Drucksache für 7300 (2000) Euro, Lübeck MiNr. 2 und 6 auf Teilbrief für 4700 (1800) Euro, Thurn & Taxis MiNr. 18, 19 und 29 auf Überseebrief für 6000 (1500) Euro und Deutsches Reich MiNr. 66 Z ungebraucht für 15.900 (9000) Euro. Auf gute Resonanz stießen auch die Markenheftchen des Deutschen Reiches, ganz besonders die frühen. So stieg die MiNr. 4.1 A postfrisch auf 6800 (2200) Euro. Hervorzuheben sind außerdem 13 500 (8000) Euro für die Deutsche Kolonien Kamerun MiNr. 4 H und 1 b auf Ansichtskarte, 10.000 (7500) Euro trotz Qualitätseinschränkung für den Heydrich-Block von Böhmen und Mähren mit der Bogennummer 2 und 8250 (2600) Euro für eine Paketkarte mit Handstempelaufdrucken aus dem Bezirk 14.

Sammlungen, Posten und Nachlässe wurden wie immer gut verkauft: eine alte gestempelte Deutschland-Sammlung vor 1945 brachte 8400 (4000) Euro, eine hochkarätige gestempelte Kollektion Alliierte Besetzung 8900 (4000) Euro und eine interessante Dublettenpartie Westeuropa 10.300 (4500) Euro. Nach wie vor ungebremste Nachfrage herrscht bei chinesischem und russischem Material, wie einige Ergebnisse verdeutlichen. Eine postfrische China-Sammlung 1949-2003 kletterte auf 50.700 (20.000) Euro, für ein gemischtes China-Objekt aus dem Zeitraum 1949 bis 1957 wurden 14.700 (8000) Euro bezahlt und für eine ungebrauchte Sammlung Russland/Sowjetunion aus der Zeit 1913 bis 1950 11.800 (8100) Euro.

Das breitgefächerte Münzangebot fand auch (bei vielen interessierten Bietern) letztlich seine Käufer. Zwei Beispiele seien genannt: Waldeck-Pyrmont 1903, 5 Mark Fürst Friedrich, für 3050 (1300) Euro und Weimar 1932 G, 5 Reichsmark Goethe, für 2200 (1000) Euro.

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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Jubiläum bei Hadersbeck

Berlin

Ein rundes Jubiläum feiert die Firma Hadersbeck mit ihrer 50. Versteigerung vom 6. bis 8. Mai 2013. In dem neugestalteten Katalog finden Sammler und Händler diesmal über 7700 Lose vieler Sammelgebiete zu realistischen und meist sehr günstigen Startpreisen.

Der erste Tag beginnt mit fast 1000 Losen Übersee/Europa, davon allein 200 aus China von Klassik bis zur Volksrepublik mit u.a. der Auflösung einer FDC-Sammlung mit fast allen Schmuck-FDC der 60er Jahre einschließlich diverser B-Ausgaben. Aber auch postfrische Spitzenwerte und Blocks wie z.B. Block MiNr. 9 (zweimal) für 1200 Euro, Block MiNr. 10 für 2000 Euro oder "Jahr des Affen" im Viererblock für 3000 Euro Ausruf gehören dazu. Neben China ist u.a. auch Korea in der Klassik gut bestückt, dabei ein Brief von 1901 mit schöner und seltener Mischfrankatur aus den MiNr. 3 II und 4 II für 1000 Euro, die komplette Ausgabe Mi -Nr. 13-25 ungebraucht für 1500 Euro, die MiNr. 27 und 32-44 ungebraucht für 600 Euro und die MiNr. 27 mit Ersttagsstempel auf Ankündigungsblatt für 500 Euro.

Altdeutschland sowie Deutsches Reich und Nebengebiete umfassen ca. 2200 Lose. Hervorzuheben bei Altdeutschland sind die Baden MiNr. 16 ungebraucht für 700 Euro, die Bayern MiNr. 1 IIa gestempelt für 900 Euro und die Braunschweig MiNr. 11 C gestempelt für 850 Euro. Das Deutsche Reich lockt mit der MiNr. 9 postfrisch für 3500 Euro, der MiNr. 38 a postfrisch für 6500 Euro, der MiNr. 44 DD postfrisch für 2500 Euro, der MiNr. IV F postfrisch für 2000 Euro sowie dem Nothilfe-Block postfrisch und auf Brief (1650 bzw. 1900 Euro). Die Deutschen Kolonien bringen über 200 Lose, u.a. Witu-Schutzgebiet komplett im Album (3000 Euro).

Der zweite Auktionstag startet mit den deutschen Sammelgebieten nach 1945, dar unter Lokalausgaben bis Berlin ca. 400 Lose zu sehr günstigen Ausrufpreisen. Bei der SBZ fallen die MiNr. 68-71 XD, Postmeistertrennung Möckern, auf Briefstück für 1400 Euro, 20 Exemplare der MiNr. 79 Yb postfrisch für 2500 Euro und Block MiNr. 1t, kompletter Kleinbogen postfrisch, für 2800 Euro ins Auge. Die DDR ist sehr reichhaltig mit etlichen Wasser zei chenvarianten und anderen Besonder heiten vertreten.

Am Anfang des dritten Versteigerungstages steht die Abteilung mit Münzen, Medaillen und Orden (300 Positionen), wo z.B. eine komplette Münz-Sammlung DDR für 2000 Euro zu haben ist. Dieses Mal besonders voluminös und inhaltsreich sind die 1500 Sammlungen und Lots Deutschland sowie "Alle Welt". Rund 700 Lose Zeppelinpost, Ansichtskarten usw. schließen sich an, dabei die Auflösung einer großen Sammlung NS-Propagandakarten. Zum Abschluss kommen über 200 Lose Auflösungs- und Engrosposten mit teils enormem Gewicht unter den Hammer.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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Topzuschläge für deutsches Material

Bonn Das aufwendig in zwei Luxuskatalogen präsentierte Angebot der 130. Dr.Fischer-Auktion am 8. und 9. März 2013 schloss mit zahlreichen beachtenswerten Ergebnissen.

Der Sonderkatalog "Sammlung Rolf Pingel" mit gut 1500 Losen und einem zurückhaltenden Schätzpreis von 385.000 Euro wurde vom Markt hervorragend angenommen und lieferte ein herausragendes Ergebnis: Der Zuschlag im Gesamtergebnis lag bei ca. 550.000 Euro, die wertmäßige Quote der verkauften Lose bei über 160%! Wieder einmal konnten zahlreiche hohe Zuschläge verzeichnet werden. Altdeutschland bot ein breites Angebot mit ca. 200 ausgewählten Losen, dabei u.a. Bayern mit MiNr. 1 Ib als gestempeltes Luxusstück, die für 2300 Euro zzgl. Aufgeldern zugeschlagen wurde (MICHEL 4200 Euro). Die angebotenen Stücke von Bremen wurden teils mit Steigerungen von 50 bis 100% des Ausrufes zugeschlagen. Das sehr spezialisierte Angebot vom Deutschen Reich bot selten angebotene Stücke und Raritäten in Hülle und Fülle. Zu den herausragenden Zuschlägen gehörten 2500 Euro für die nur in wenigen postfrischen Exemplaren bekannte MiNr. 78 Aa und 1800 Euro für die in postfrischer Erhaltung ge suchte MiNr. 88 IIa. Ein sehr seltener Gebührenzettel der Dienstmarken der OPD Danzig erzielte einen Zuschlag von 3300 (1000) Euro. Die rare MiNr. 126 Y als postfrisches Exemplar brachte 1950 Euro. Unter den 80 ausgewählten Losen der Deutschen Kolonien wurden zahlreiche Raritäten angeboten. Das Luxusstück der Kiautschou MiNr. 2 in postfrischer Erhaltung (siehe Foto) wurde für 3600 Euro zugeschlagen (MICHEL 6000 Euro). Das breit gefächerte Angebot Deutschland nach 1945 bot viele Seltenheiten und Raritäten. So erlösten die Bund MiNr. 111/12 U jeweils 600 Euro, das entspricht 60% der Katalognotierung. Die Ausgaben von Europa waren mit erlesenen Kostbarkeiten einzelner Staaten und speziell von Großbritannien sehr stark präsent. Die seltene MiNr. 50 von Großbritannien spielte bei einem Katalogwert von 2200 Euro einen Zuschlag von 1400 Euro ein. Das reichhaltige Sammlungsangebot des Sonderkataloges wurde restlos verkauft.

Im Hauptkatalog fand der einzige bekannte Brief mit dem Vorläufer MiNr. 47 a und Kerawara-Entwertung von Deutsch-Neu-Guinea für 10.800 Euro einen neuen Liebhaber. Das Vineta-Provisorium als Original mit nachträglicher Entwertung konnte für 2200 Euro versteigert werden. Zwei besondere Spezialsammlungen - "Steglitz" mit Deutschem Reich gestempelt und "Rubin" mit Zusammendrucken des Deutschen Reiches - fanden riesigen Anklang und konnten teils sehr gute Ergebnisse erzielen.

Ebenso stark nachgefragt waren Nachlässe und Sammlungen. So erzielte der Siegburg-Nachlass einen Zuschlag von 3600 (2500) Euro. Eine Türkei-Sammlung, die mit 300 Euro ins Rennen geschickt wurde, brachte einen Zuschlag von 1000 Euro. Ein Briefposten "Preußen" konnte für 1900 Euro veräußert werden. Das Gesamtergebnis der Auktion liegt bei über 1 Million Euro (ohne Aufgeld und Steuern).

Internet: www.reinhardfischerauktionen.de

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Potsdamer Firma ist "Auktionshaus des Jahres"

(gaf) Bei der jährlichen Umfrage nach dem "Auktionshaus des Jahres" haben die Teilnehmer des Internetforums "Philaseiten.de" das Potsdamer Philatelistische Büro an die Spitze gewählt. Grundlage der Auswertung waren Fragen, wie zufrieden oder sehr zufrieden die Sammler waren, zum Beispiel mit exakten Beschreibungen und Abbildungen in den Katalogen und im Internet, der Einhaltung von Geschäftsbedingungen, Freundlichkeit und Schnelligkeit, mit dem Umgang bei berechtigten Reklamationen oder der Fülle des Materials der gesuchten Gebiete.

Mit 130 abgegebenen Stimmen (Vorjahr 95) ist die Umfrage sicher nicht repräsenta-tiv zu nennen, doch bieten die Auswertung und zahlreiche Erläuterungen der Sammler aufschlussreiche Hinweise. Sowohl das Potsdamer Philatelistische Büro als auch Harald Rauhut und Dr. Reinhard Fischer wurden für ihre Auswahl an Material, die Korrektheit der Losbeschreibungen, den Umgang mit Reklamationen und ihre Zuverlässigkeit gelobt.

Die Potsdamer erhielten 22 Prozent der Stimmen und verbesserten sich damit vom zweiten auf dem ersten Platz. Es folgen Peter F. Harlos (Platz 2), Felzmann-Auktionen (Platz 3) und Harald Rauhut (Platz 4). Rauhut war Vorjahressieger. Im Jahr 2011 schloss Felzmann als Spitzenreiter ab. Auffällig ist, dass alle Spitzenreiter Mitglied des Auktionatorenverbandes BDB sind. Plattformen wie Ebay, Delcampe und Auxion waren nicht Gegenstand der Umfrage.

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131. Dr. Reinhard Fischer Auktion

wm (Bonn) Am 24. und 25. Mai 2013 findet in Bonn am Rhein die 131. Versteigerung des Auktionshauses Dr. Reinhard Fischer statt. Während der zwei Auktionstage versteigert Dr. Fischer ein überaus reichhaltiges Angebot mit insgesamt fast 11.000 Auktionslosen in zwei großformatigen Luxuskatalogen. Am 24. Mai steht die Numismatik mit etwa 1.700 Positionen im Mittelpunkt, dabei u. a. die großartige Sammlung des bekannten Numismatikers Dr. Otto Wichtl (Österreich), weiterhin interessante Sammlungen, Anlage-Münzen und andere seltene Sammlermünzen, Orden sowie Medaillen aus zahlreichen Sammlungen.

Am 25. Mai steht die Philatelie im Mittelpunkt und bietet mit über 9.000 Losen für fast jeden Sammler, Investor oder Händler etwas. Gewohnt reichhaltig ist das stark differenzierte Einzellos-Angebot deutscher Philatelie ab Altdeutschland, dabei Seltenheiten von Hannover, Preußen sowie Thurn & Taxis. Von Hannover wird z. B. die weinrote Mi.-Nr. 14dI im Dreierstreifen auf Brief angeboten - selbst bedeutende Hannover-Sammlungen wie u. a. von Boker konnten dies nicht vorweisen! Ebenso interessant ein Brief von Hannover nach Nizza/ Sardinien aus 1857 an adlige Adresse mit seltenem Leitweg über die Schweiz, der ungewöhnliche Brief startet mit 6.000 Euro. Auch interessant ist ein "Muster ohne Werth" von Thurn und Taxis in den Kirchenstaat (Italien), eine sehr seltene Destination, dieser Beleg welcher in der 3. Gewichtsstufe versendet wurde stellt eine bedeutende Rarität dar und ist in vorliegender Form kein zweites Mal bekannt (Startpreis: 12.000.- Euro). Die Auflösung zahlreiche Spezialsammlungen bringt vieles, was man sonst nicht in solchen Konzentrationen auf Auktionen sieht. Ebenso reichhaltig ist das Deutsche Reich mit Seltenheiten, Farben, Abarten und zahlreichen Belegen aufgestellt, dabei ins Auge fällt die sog. "Burg Rheinstein" mit Reichsmark-Währung, welche nicht verausgabt wurde. Ein Luxusstück der raren Marke startet mit 6.500 Euro die Suche nach einem neuen Liebhaber, begleitet wird das seltene Stück mit einem Fotoattest des Experten Dr. Oechsner "echt und einwandfrei." Das Angebot "Markenheftchenblätter, Zusammendrucke" vom Deutschen Reich ist ebenso reichhaltig wie das Gebiet "Zeppelin/Flugpost" vertreten.

Die Deutschen Kolonien bieten zahlreiche postfrische Marken, seltene Abstempelungen, Bedarfsbriefe, Plattenfehler und interessante sog. "Vorläufer"-Ausgaben mit zahlreichen seltenen Stücken, dabei u. a. Reichhaltig Kamerun und Togo. Ausgaben einiger britischer bzw. französischer Besetzungen der ehemals dann deutschen Kolonien sind ebenso im Angebot.

Ein überaus breites Spektrum bieten die Ausgaben der sog. "Deutschen Nebengebiete" mit Danzig, Memel, Saar, Marienwerder etc.. Dabei u. a. Erwähnenswert Danzig "großer Innendienst" in tadelloser, postfrischer Erhaltung mit neuem Fotoattest Dr. Oechsner "einwandfrei", ebenso bietet Memel zahlreiche postfrische Ausgaben wie u. a. Mi.-Nr. 206/29 oder aber den seltenen Grünaufdruck mit Aufdruck-Type I (1.100).

Unter den Ausgaben der "Deutschen Besetzung II. Weltkrieg" finden sich gewohnt reichhaltig besetzt zahlreiche Seltenheiten und gesuchte Feldpostausgaben, dabei u. a. Montenegro Mi.-Nr. 19 in ungebrauchter Kabinett-Erhaltung (1.800) - Auflage nur 1.000 Stück. Ebenso gefragt und gesucht die sog. "Frank"-Marke vom Generalgouvernement welche als Luxusoberrandstück für 1.500 Euro die Suche nach einem neuen Liebhaber startet.

Deutschland nach 1945 bietet ein breites Spektrum gesuchter Standartware zu moderaten Ausrufpreisen, ebenso vertreten sind aber Seltenheiten und gesuchte Abarten, speziell SBZ und DDR sind in großer Vielfalt angeboten, dabei fällt ein Angebot "Druckvermerke" unter den DDR-Ausgaben deutlich auf und lässt eine spannende Auktion erwarten.

Den Höhepunkt bilden dann weiterhin über 1.500 Sammellose, überwiegend aus Privathand, die am Auktionssamstag ab 16.00 Uhr versteigert werden. Dabei sind zahlreiche Länderkollektionen ab den Altdeutschen Staaten, ebenso vertreten sind gesuchte Länder Europas und weiterhin Kollektionen von Übersee-Staaten.

Zum Abschluss kommen noch etwa 300 Liquidationslose zum Ausruf, hier wünschen die Einlieferer einen Totalverkauf und lassen Untergebot von -30 % des Schätzpreises zu, soweit niemand mehr mietet.

Informationen rund um die Auktion, Attest-Abbildungen, Fotos interessanter Sammlungen stellt das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer auf der eigenen Website www.ReinhardFischerAuktionen.de zur Verfügung. Für Kunden, die kein Internet haben, steht ebenso ein Kopien-Service wie die Möglichkeit sich Lose zur Ansicht zusenden zu lassen zur Verfügung.

Internet: www.ReinhardFischerAuktionen.de

Vorschau auf Mai-Auktion AIX-PHILA in Aachen

wm (Aachen) Qualitativ hochwertige Philatelie gelangt am 10. und 11. Mai anlässlich der 52. Aix-Phila Auktion unter den Hammer. Deutschland ist - wie immer - gewohnt stark vertreten, aber auch die internationale Philatelie kann sich bei attraktiven Startpreisen sehen lassen.

Höhepunkt dürfte wiederum die Versteigerung von mehr als 1.500 Sammlungen und Posten sein, die mit den bekannt moderaten Ausrufpreisen ins Rennen geschickt werden. Ob gut ausgebaute Kollektionen Deutsches Reich bis Nachkriegsdeutschland, Belgien bis Schweiz oder China bis Thailand oder ob ganze Nachlässe, welche Regale füllen, das Interesse dürfte riesengroß sein.

Klassische bzw. posthistorisch bemerkenswerte Objekte, wie z.B. die Ausstellungssammlung "Deutsche Bahnpost No. 10" von Leon Goebbels (Ausruf 20.000 €), eine mit zahlreichen Belegen gespickte Heimatsammlung "Metz" oder eine außergewöhnliche Kollektion "Post von und nach Tunesien ab dem 18. Jahrhundert" (je 5.000 €) dürften national und international große Aufmerksamkeit erregen und zusammen mit weiteren großen und kleinen Objekten heiße Bieterkämpfe hervorrufen.

Interessenten können über folgenden Link einen Blick in den Auktionskatalog werfen: https://www.hidrive.strato.com/lnk/m2SPIyAk

Internet: www.aixphila.de

Sensationelle Zuschläge bei der Heinrich-Köhler-Auktionswoche (19.-23.3.2013)

wm Die Analysten werden zweifelsohne die Zuschläge, die in der letzten Woche bei Deutschlands ältestem Auktionshaus - Heinrich Köhler wird in diesem Jahr 100 Jahre alt - erzielt wurden, noch näher untersuchen und qualifizieren. Beim abschließenden Köhler-Festabend im Nassauer Hof strahlten Dieter Michelson und Karl Louis, die beiden Geschäftsführer des "Global Philatelic Networks", zu dem noch andere Auktionshäuser der Welt zählen, um die Wette. Michelson zitierte seinen jungen Philatelisten Tobias Huylmans und legte ihm als Resultat der Woche die Worte in den Mund: "Dat war doch ne geile Auktion, eh!" Weniger burschikos, dafür ebenso treffend ausgedrückt, klang dies in Michelsons eigenen Worten an: "Da hatten doch so manche gedacht, die Lose könnten sie heute billiger einkaufen als damals. - ,Dat war wohl nix!'"

Recht hatte er, denn was sich am Nachmittag zuvor bei der Versteigerung der Sammlung Silvain Wyler (Teil 1) "Deutsche Markenbriefe ins Ausland bis 1875" abgespielte, hatten sich zuvor selbst Insider und Experten wohl nicht vorgestellt. Preise auf einem Niveau, das deutlich über dem der Boker-Auktionen der 1980er-Jahre lag und wie man sie schon lange nicht mehr erlebt hatte. Überraschend gut und vollständig war auch die "Puppen-Sammlung" von Dr. Heinz Jaeger gegen Gebot versteigert worden. Bereits in den letzten Tagen zuvor kam ein breites Spezialangebot von DDR/SBZ-Ausgaben unter den Hammer, dessen Versteigerung - mit Hylemans Worten "abging wie Lutzi!". Beachtlich die Verkäufe selbst für nicht einfache Gebiete wie Europa-Spezial (mit vielen Abarten und Spezialitäten) sowie Palästina, wobei dort zwar weniger die Marken, wohl aber alles gefragt war, was mit Postgeschichte zu tun hatte. Michelson fühlte sich bestätigt, dass der deutsche Markt derzeit anders, weit stärker aufgestellt ist als in anderen Ländern und deshalb - gerade auch in der jetzigen Situation der durch ständig neue Krisen verunsicherten Zeit - auch Preise bewilligt, die er sich nicht hätte vorstellen können.

SAVO-Plakette für Niederlande-Spezialist Dr. Albert Louis

wm Am 23. März 2013 überraschte der Präsident des Deutschen Altbriefsammler-Vereins (DASV), Klaus Weis, den bekannten und allseits beliebten Niederlande-Spezialisten Dr. Albert Louis (ehemals Hürth) gleich in doppelter Weise. Denn er rief bei dem Festabend der Auktionsfirma Heinrich Köhler Karl Louis (den Sohn von Dr. Albert Louis) auf die Bühne und bat diesen, doch die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger zu halten. Begründung: Er sei sicherlich derjenige, der den Preisträger am längsten kenne. Die Doppeldeutigkeit der Worte erschloss sich selbst dem so Geehrten erst als sein Name fiel, denn Karl Louis verstand es recht geschickt, die Spannung zu erhalten.

Albert Louis ist seit fast einem dreiviertel Jahrhundert ein Vollblutphilatelist, dessen Exponate seit den 1970er-Jahren selbst international hoch ausgezeichnet wurden. Er ist als Autor, Forscher und Mitglied verschiedener Arbeitsgemeinschaften häufig in Erscheinung getreten und hat in den letzten Jahrzehnten seine Schwerpunkte zunehmend mehr vom traditionellen (Länder-)Sammelansatz zur Postgeschichte hin ausgeweitet. Als Klaus Weis die Plakette überreichte, war Louis zutiefst gerührt. "Ich bin so überrascht und hatte damit nun gar nicht gerechnet. In all den Jahren hat mir die Philatelie doch wahrlich so viel gegeben", meinte er lächelnd. Wenn auch heute leider gesundheitlich und in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt, ließ Louis es sich nicht nehmen, mit seinen Tischnachbarn auf die Ehrung anzustoßen und bis weit nach Mitternacht zu feiern. So schön kann eben Philatelie sein!

Spezialangebot Russland und Sowjetunion

Hamburg Fast 350 Positionen umfasst die Auflösung einer umfangreichen Sammlung Russland und Sowjetunion, die im Rahmen der 340. Schwanke-Auktion am 19. und 20. April unter den Hammer gelangt.

Die klassische Markenperiode beginnt mit vier Exemplaren der MiNr. 1 (150 bis 300 Euro) und ist dann mit praktisch allen Hauptnummern gut vertreten. In den späteren Jahren ab ca. 1910 bescherte die Staatsdruckerei den Sammlern zahlreiche Varianten wie kopfstehende Mittelstücke, Doppeldrucke, es gibt zusätzlich Probedrucke, SPECIMEN-Aufdrucke, Lochungen, Schutzaufdrucke (die auch mal fehlen oder falsch herum aufgedruckt wurden), Zwischenstege und Kehrdrucke, viele verschiedene Zähnungen einschließlich ungezähnter Marken und eine Reihe verschiedener Papiersorten. Das Angebot bei Schwanke lässt diesbezüglich kaum Wünsche offen. Mit Beginn der Sowjetunion traten bei den Markenausgaben zunehmend Zähnungsvarianten auf, bedingt durch technische Probleme bei den für die damalige Zeit großen Auflagen. Stellvertretend seien zwei ganz prominente Stücke genannt, die MiNr. 268 II und der Zeppelinsatz MiNr. 390-91 C ungezähnt (750 bzw. 1500 Euro). Ebenso umfangreich und gut spezialisiert werden die russischen Gebiete angeboten. Neben den Armeeposten aus der Zeit des Bürgerkrieges sind die Auslandsposten erwähnenswert, insbesondere die Russische Post in der Levante. Ein ganz besonderes Objekt ist eine Spezialsammlung der MiNr. 39-47 I bis XIII, also der verschiedenen Ortsaufdrucke von "Beyrouth" bis "Trebizonde" auf über 500 Marken (1500 Euro). Unter dem Begriff "Spezialsammlung Russisches Weltreich" gehören darüber hinaus spezialisierte Ländersammlungen z.B. der Baltischen Staaten, von Tuwa, der Mongolei, der Ukraine und der Westukraine, aber auch Einzelstücke von Karelien oder vom Nordingermanland zum Angebot.

Die Schweiz wartet mit einem glanzvollen Ensemble attraktiver Klassiklose auf, z.B. MiNr. 2 b auf Luxusbriefstück und waagerechtes Paar der MiNr. 5 I aus der rechten unteren Bogenecke mit schwarzer Rosette entwertet (700 bzw. 1000 Euro). Hervorzuheben ist außerdem ein Mulready-Umschlag von England mit Zusatzfrankatur einer vollrandigen "Penny Black". Eine solche Kombination wertet im Stanley-Gibbons-Katalog mit 10.000 Pfund und ist bei Schwanke für 1500 Euro zu haben. Von allergrößter Seltenheit sind rote Nummernstempel auf den ersten englischen Marken; nur elf Postämter verwendeten für kurze Zeit die rote Stempelfarbe. Ein schönes Exemplar der MiNr. 3 mit dem Nummernstempel "342" von Hastings startet mit 3000 Euro. Neben einer Reihe von klassischen Japanmarken findet man bei Übersee u.a. die "primitives" von Mauritius mit über 20 Positionen. Von den "early" bis zu den "worn impressions" der MiNr. 3 und Nr. 4 reicht die Palette (z.B. eine MiNr. 3 IIy early impression, 1500 Euro). Kolumbiens erste Flugpostmarke auf Briefstück (MiNr. 264) soll 900 Euro bringen. Auch das britische Weltreich ist gut vertreten.

Gut 500 Lose "Philatelistische Literatur" enthalten viele seltene Titel einschließlich Auktionskataloge und Zeitschriften.

Im Deutschland-Teil steht ein Helgoland-Beleg im Blickpunkt: die MiNr. 1, 2 und 3 als früheste bekannte Dreifarbenkombination der ersten Markenausgabe auf einem Brief ins Braunschweigische. Die Neuentdeckung, die die Kenner dieses Gebietes sicherlich begeistern dürfte, ist mit 10.000 Euro angesetzt. Wertvolle Marken und Belege sind auch bei anderen altdeutschen Gebieten zu haben. Bei den frühen Werten des Deutschen Reiches soll eine MiNr. 36 aC ("schmales Format") in postfrischer Erhaltung mit einem Schätzpreis von 2500 Euro hervorgehoben werden. Bei den Nebengebieten sei auf einen Qualitätssatz der Karolinen MiNr. 1 I bis 6 I auf Luxusbriefstücken hingewiesen (2000 Euro), im Danzig-Teil (immerhin rund 80 Lose) auf eine MiNr. A 124 (die seltenste Hauptnummer des Gebietes, ungebraucht, 900 Euro) und bei den Besetzungs- und Feldpostausgaben auf eine MiNr. 1 von Reichenberg-Maffersdorf (1800 Euro), Zaras MiNr. 1-16 postfrisch (1500 Euro) oder als unschlagbaren Blickfang eine Feldpostmarke Nr. 8 B als gebrauchtes Eckrandstück mit Hausauftragsnummer (250 Euro). Nachkriegsdeutschland startet mit guten Lokalausgaben, gefolgt von fast allen Standardausgaben und etlichen Besonderheiten.

Zum Abschluss warten über 1500 Sammlungen und Posten auf neue Besitzer.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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Spannende Bietergefechte

Düsseldorf Spannende Bietergefechte erlebte man bei der erfolgreichen Frühjahrsauktion des Hauses Felzmann vom 28. Februar bis 2. März 2013, waren doch Sammler und Händler aus der ganzen Welt im Saal und am Telefon in Düsseldorf zusammengekommen.

Das Pärchen der Himmler-Marke auf Prachtbeleg nach Basel fand einen Liebhaber für 2100 (1000) Euro. Die britische Propagandafälschung täuschte im Jahre 1943 sogar die Schweizer Fachpresse (siehe DBR 3/13, Seite 54). Auch eine alte Referenzsammlung Fälschungen und Nachdrucke von Ägypten bis Zululand war einem Kenner 8000 Euro wert. Sie erzielte das Vierfache ihres Ausrufs und erfreute so auch den Einlieferer. Für Briefmarken aus China überschlugen sich wieder einmal die Gebote. Mehr als ein halbes Dutzend Bieter, davon fünf am Telefon, steigerten eine Sammlung VR-China auf 44.000 (25.000) Euro. Auch die Deutsche Post in China erzielte Spitzenergebnisse, ein 80-Pf-Handstempelaufdruck auf Kabinett-Briefstück wurde für 3900 (3200) Euro zugeschlagen. Ebenso begehrt war der Nachlass eines deutschen Postsekretärs in China. Mit 5000 Euro wurden rund 90 Belege bis 1914 für das Fünffache ihres Schätzwertes versteigert. Der für 250 Euro ausgerufene "Rest" stieg auf satte 1700 Euro. Insgesamt wurde das hochwertige Angebot deutscher Kolonialphilatelie begeistert nachgefragt. Unter den Spitzen fand sich einer der seltenen handschriftlichen Entwertungen von Waterberg aus Deutsch-Südwestafrika. Für 8900 (8000) Euro wurde der Inlandsbrief vom Ort der Entscheidungsschlacht des Aufstands der Herero ersteigert.

Gerade bei hochpreisigen Losen ist es wichtig, dass genau der richtige Kunde mitbietet. So wurde auch eine hervorragende Brustschild-Sammlung, die für nicht weniger als 50.000 Euro angeboten wurde, erfolgreich versteigert. Ein umfangreicher Nachlass Deutschland wurde erst nach endlosen Bietergefechten für 16.000 (5000) Euro zugeschlagen.

Aufsehenerregende Ergebnisse erzielten ebenfalls die Ausgaben der Deutschen Besetzung Serbiens. Sensationell ist der Zuschlag für einen 20er-Block der 7 Din. Son-derausgabe Nisch 1943, der mit 150 Euro startete. Schnell erhöhten sich die Gebote für das Prachtexemplar mit fehlerhaftem Zuschlagsaufdruck. Bei 4000 Euro fiel schließlich der Hammer für das vermutliche Unikat. Die Probedrucke "Klöster" von 1942 sind als Paare ebenfalls einmalig. 4400 Euro waren die Rand- bzw. Eckrandpaare der insgesamt fünf Wertstufen einem Sammler wert.

Ausgezeichnete Zuschläge erzielten auch SBZ-Raritäten wie die 12 Pf Wiederaufbau MiNr. 65 aF (seltene Zähnung). Erst bei 4800 (3500) Euro setzte sich der Bieter im Saal gegen einen Telefonbieter durch. Der Verkehrsausstellungsblock von Bund im kompletten Minister-Motivbuch erzielte 8000 (7000) Euro.

Aus dem umfangreichen Österreich-Angebot brachte nicht nur der 10 S Dollfuß ungezähnt mit 4200 (4000) Euro ein hervorragendes Ergebnis. Drei Farbvarianten dieser Marke als blockformatiger Probedruck, davon zwei nur die Fahne, erzielten 3150 Euro. Auch die 6,40 S Innsbruck übertraf mit 1700 Euro ihren Ausruf um 500 Euro.

Selbstverständlich hatte das Auktionshaus Felzmann auch für Luftpost- und Zeppelinspezialisten Raritäten im Angebot. Eines von vermutlich 15 Einschreiben des Geschwaderflugs von General Balbo, aufgegeben in Bengasi, brachte 2400 (1500) Euro. Zur Taxe von 5000 Euro wurde ein Crashbeleg der Besatzungs-Pocket-Mail vom Unglücksflug des LZ 129 Hindenburg verkauft.

Internet: www.felzmann.de

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Wunderschöner Ersttagsbrief der Bayern MiNr. 2!

München Die 52. Deider-Auktion wird am 26. und 27. April 2013 durchgeführt. Wie immer besonders reich- und werthaltig mit herausragenden Einzelstücken präsentiert sich Bayern.

Glanzstück ist ein Ersttagsbrief mit der MiNr. 2 I aus Waldfischbach vom 1. November 1849 - einer der schönsten Ersttagsbriefe von Bayern überhaupt -, der mit 8500 Euro startet. Darüber hinaus sind großartige Briefe der Churfürsten und Könige von Bayern im Angebot, z.B. von Maximilian II und Ludwig II (je 500 Euro). Ein Bischofsbrief mit blauem Halbkreisstempel "GRÜNWALD" soll mindestens 1200 Euro bringen. Auch die anderen altdeutschen Staaten sind mit vielen Kostbarkeiten vertreten. Einzelfrankaturen der Helgoland MiNr. 10 auf Brief und 16 a auf kompletter Paketkarte sind mit 1250 bzw. 2000 Euro angesetzt. Ein äußerst seltenes, senkrechtes Paar der Sachsen MiNr. 1 a auf dekorativem Briefstück - u.a. im Bühler-Handbuch abgebildet - geht mit 7800 Euro ins Rennen.

Ein feines, rares und umfangreiches Angebot Österreich mit über 1300 Einzellosen aus bedeutenden Einlieferungen dürfte ebenfalls wieder viel Aufmerksamkeit bringen. Ins Auge fallen u.a. kostbare ungebrauchte Einheiten der 1. Ausgabe 1850 von musealem Wert. Dazu gehört die 3 Kr. dunkelrot in Type IIIa auf Handpapier im postfrischen, senkrechten Sechserblock (MiNr. 3 H IIIa), der mit 15.000 Euro geschätzt ist. Herrliche Bunt- und Mischfrankaturen mit teils seltenen Destinationen und raren Abstempelungen sowie eine umfangreiche Abteilung Lombardei-Venetien und Levante schließen sich an.

Das Deutsches Reich und die Deutschen Kolonien sind in großer Anzahl mit vielen Besonderheiten sowie besseren und seltenen Abstempelungen vertreten.

Europa und Übersee enthalten hochwertige Einzelstücke und Briefe aus allen Kontinenten, die auf entsprechendes Interesse stoßen dürften.

In der Abteilung Sammlungen, Lots und Posten finden sich Gold- und Silbermünzen in großer Anzahl sowie komplette Ländersammlungen, Fundgruben, Stöberposten und zahlreiche unberührte Nachlässe.

Internet: www.deider.de

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Schwerpunkt auf deutschsprachigen Gebieten

Singen

Die 90. Lenz-Auktion am 26. und 27. April umfasst über 10.000 Lose, darunter rund 7000 Einzellose. Die Auktion wartet traditionell mit einem breiten, weltweiten Angebot von Briefmarken und Münzen auf, wobei der Schwerpunkt auf Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein liegt.

Die Auktion startet mit den Einzellosen Übersee (240 Positionen) - von Ägypten bis hin zu China mit 30 Einzellosen (auch Blocks). Europa bringt 1750 Positionen von Albanien bis Vatikan. Hervorzuheben ist Großbritannien mit über 100 Positionen, dabei MiNr. 1 zehnmal auf Briefen gelaufen mit Ausrufen von zwischen 180 und 270 Euro.

Liechtenstein (150 Lose), Österreich (500 Lose) und Schweiz (900 Lose) beginnen jeweils ab der Vorphilatelie und enthalten diverse Abstempelungen, einen gut sortierten Markenteil von der Klassik bis in die Moderne sowie viele Briefe mit Frankaturen und Verwendungen. Unter Liechtenstein finden sich die MiNr. 107 C mit Originalgummi (1000 Euro, Abbildung oben rechts) und drei Vaduz-Blocks. Österreich bringt fünfmal die MiNr. 19 auf Prachtbrief aus Ragusa und den Renner-Kleinbogensatz auf beschrifteten Kuverts (1000 bzw. 4000 Euro). Blickfang bei der Schweiz ist eine Basler Taube auf vollständigem Orts-Faltbrief (7800 Euro). Eine breitrandige 5 C. Neuenburg auf Briefstück soll 1200 Euro bringen. Eine Schweiz-Rarität ist die MiNr. 110 auf Wertbrief nach Deutschland (740 Euro). Pro-Juventute-Vorläufer und Blocks ergänzen das Angebot.

Badens erste Marke ist gleich fünfmal zu haben, u.a. im waagerechten Dreierstreifen auf Briefstück (700 Euro). Mit 1100 Euro startet die Landpostportomarke MiNr. 2 y im 15er-Bogenteil aus der linken oberen Ecke. Bayern weist eine MiNr. 1 IIA gestempelt und die MiNr. 28 im waagerechten Paar mit 23 mm Zwischensteg postfrisch auf (800 bzw. 500 Euro).

Das Deutsche Reich ist mit über 1000 Lose stark vertreten, dabei MiNr. 24 auf Briefstück und MiNr. 28 gestempelt (1000 bzw. 600 Euro). Bei der Zeppelin-Post fallen 80 Lose ab den Anfängen bis in die Neuzeit des Zeppelin-NT ins Auge. Hier wird u.a. auch ein Beleg der ersten Nachtflugfahrt des Zeppelin-NT JA101Z über Tokyo/Japan aus dem Jahr 2007 angeboten (150 Euro). Bei den Kolonien sind auch einzelne Spitzenwerte, z.B. bei Togo II. Französische Besetzung einer der "Anecho-Briefe" (1700 Euro). Gut besetzt sind auch die Nebengebiete, z.B. Saarland Hochwasserblockpaar je auf echt gelaufenem Brief mit Ersttagsstempel (2500 Euro).

Der 2. Versteigerungstag gehört den Einzellosen Deutschland ab 1945. Auch wartet ein breites Angebot aus über 1600 Losen mit vielen Spitzenstücken auf neue Liebhaber, z.B. 20 Pf Lokalausgabe Demin (MiNr. 2) auf Brief (250 Euro), SBZ mit den Blocks in allen Erhaltungen, Berlin beginnend mit den Schwarzaufdrucken gestempelt und auf Briefen, Französische Zone mit Blocks gestempelt und auf Briefen oder Bundesrepublik mit seltenen Portostufen, Verwendungen und Ersttagsbriefen.

Im Münz-Teil sind einige sehr seltene Stücke von China hervorzuheben. Über 2500 Sammlungen und Posten und teils unberührte Nachlässe bilden den Abschluss.

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Roland Meiners kündigt neue Auktionsserie an

(Köln/wm) Eine der wertvollsten heute weltweit noch existierenden Sammlungen aller Altdeutschen Staaten und aller Deutschen Auslandspostämter & Kolonien wird in den philatelistischen Kreislauf zurückgegeben: Die Professor-Franz-Sammlung.

Roland Meiners, geschäftsführender Alleingesellschafter von Dr. Derichs-Auktionen (Köln/Berlin), kündigt für die Jahre 2013 bis 2015 eine Serie von acht bis zehn Versteigerungen mit eigenen Katalogen für diese bedeutende Sammlung an, die überwiegend am Stammsitz des Hauses in Köln, aber auch in der Berliner Niederlassung versteigert werden wird.

Den Auftakt macht eine "Aktentaschen-Auktion" im Rahmen der Mai-Auktion des Hauses in Köln. "Aktentaschen-Auktion" deshalb, weil der Inhalt dieser Raritätenauktion laut Aussage des Auktionators in eine Aktentasche passen würde. Angeboten und versteigert werden dann aus jedem altdeutschen Land ca. vier Lose sowie von jedem Auslandspostamt und jeder Kolonie ca. drei Lose, insgesamt also ca. 120 Raritätenlose, von denen jedes- so Meiners klare Ansage - für sich eine Titelseite sein könnte.

Diese Raritätenauktion ist aus Sicht des Auktionshauses quasi als "Appetizer" für die dann folgenden Spezialauktionen gedacht, um den Interessenten einen Wink zu geben, welche Klasse und Qualität sie in den kommenden Jahren bei den "Professor-Franz-Auktionen" erwartet. Der zweite Teil der Sammlung mit einer wesentlich höheren Anzahl von Objekten folgt dann im Rahmen der Berlin-Auktion Ende August.

Roland Meiners erklärte auf Nachfrage: "Nachdem ich im Herbst 2011 den Versteigerungsauftrag für den gewaltigen Hepner-Nachlass erhalten habe, hätte ich nicht gedacht, dass noch einmal und dann so schnell ein Auftrag in ähnlicher Größenordnung auf mich zukommt. Auf meine neue Aufgabe freue ich mich sehr. Philatelistisch gesehen ist sie die größte Herausforderung in meiner bisherigen beruflichen Laufbahn. Die Professor-Franz-Auktionen werden mir zahlreiche Begegnungen mit kleinen und großen Sammlern schenken, die sich für die Lose aus dieser Sammlung interessieren. Auf diese Kontakte - alte wie neue - bin ich gespannt."

Gleichzeitig wurde bekannt, dass der Eigentümer der Sammlung den Auktionserlös vollständig für caritative Zwecke spenden wird, jeweils hälftig an den katholischen Jesuiten-Orden (zweckgebunden für die Mission) und an die evangelische Stiftung Bethel.

Eines steht damit schon heute außer Zweifel: Für die Sammelgebiete Altdeutsche Staaten und Deutsche Auslandspostämter & Kolonien wird mit den "Professor-Franz-Auktionen" ein neues Kapitel Auktionsgeschichte aufgeschlagen. Man darf also gespannt sein, wie das bekannte Auktionshaus diese bedeutende Kollektion auflösen und präsentieren wird.

Auf den Spuren von Heinrich Köhler & Co.
Ein Symposium des Consilium Philatelicum am 25.-26. Mai 2013 in Wiesbaden

wm Am 23. April 1913 führte Heinrich Köhler in Berlin seine erste Auktion durch. 100 Jahre später würdigt das Consilium Philatelicum des BDPh die Lebensleistung Heinrich Köhlers und seiner Nachfahren. Das Symposium - es ist für jeden interessierten Sammler frei zugänglich - findet in den Geschäftsräumen des Auktionshauses Heinrich Köhler, Wiesbaden statt. Dort wird erstmals eine eigens für diese Veranstaltung zusammen gestellte Sonderschau zum Thema zu sehen sein, es werden aber auch namhafte Referenten das Thema mit ungewöhnlichen Einblicken in bisher wenig Bekanntes vertiefen. Zeitzeugen und Insider, die viele nur vom Namen her kennen, sind persönlich mit dabei. Denn wer könnte z.B. besser als jeder andere über das Kapitel "Schwenn und Köhler-Auktionen" erzählen als der legendäre "Senkrechtstarter" der 1960er-Jahre, Hartmut C. Schwenn, selbst? Die Organisatoren rechnen mit seiner persönlichen Teilnahme.

Es dürfte also ein spannendes Wochenende in Wiesbaden werden - und dies an historischer Stätte. Voranmeldungen zur Teilnahme am Abenddinner bzw. am Symposium sind bis spätestens am 10. Mai 2013 an das Consilium Philatelicum, Wolfgang Maassen, Postfach 10, 41366 Schwalmtal, Tel. 0 21 63/4 97 60, E-Mail: w.maassen@philcreativ.de zu richten. Die Teilnehmerzahl ist auf 80 Personen begrenzt. Das Detailprogramm können Interessenten jederzeit per Mail anfordern.

Vorbericht 340. Schwanke-Auktion vom 19.-20.April 2013

wm (Hamburg/hs) Russland und Sowjetunion - fast 350 Positionen umfasst die Auflösung einer umfangreichen Sammlung dieses beliebten Sammelgebietes, das im April zur Versteigerung gelangt. Die klassische Markenperiode beginnt mit vier Exemplaren der Michel Nr. 1 (€ 150 bis 300) und ist dann mit praktisch allen Hauptnummern gut vertreten. Dabei fallen besonders einige taufrische ungebrauchte Stücke ins Auge, so z.B. eine MiNr. 7 mit Originalgummi (€ 300) oder die stets fehlenden Nummern 38 und 39 y, beide ungemein farbfrisch und fast postfrisch (€ 300 bzw. € 350). Attraktive Stempelstudien, ausgesucht gut zentrierte Exemplare und Studien über Papiersorten finden sich zusätzlich zu den "normalen" Katalognummern.

In den späteren Jahren ab ca. 1910 bescherte die Staatsdruckerei den Sammlern dann zahlreiche Varianten wie kopfstehende Mittelstücke, Doppeldrucke, es gibt zusätzlich Probedrucke, SPECIMEN-Aufdrucke oder - Lochungen, Schutzaufdrucke (die auch mal fehlen oder falsch herum aufgedruckt wurden), Zwischenstege und Kehrdrucke, viele verschiedene Zähnungen incl. ungezähnter Marken und eine Reihe verschiedener Papiersorten. Das Angebot, auch für die Ausgaben der späteren Sowjetunion, lässt diesbezüglich kaum Wünsche offen, die Losgruppierung erfolgt meist ausgabenweise, da eine Detaillierung sämtlicher Varianten vermutlich den Rahmen eines Auktionskataloges gesprengt hätte.

Ebenso umfangreich und gut spezialisiert werden die russischen Gebiete angeboten. Neben den Armeeposten aus der Zeit des Bürgerkrieges sind die Auslandsposten erwähnenswert, insbesondere die russische Post in der Levante.

Verlassen wir das russische Weltreich und wenden uns anderen interessanten Angeboten zu. Erwähnenswert ist unbedingt ein glanzvolles Ensemble attraktiver Klassiklose der Schweiz. Stellvertretend unter den 250 Positionen seien genannt: Eine MiNr. 2 b, die "Waadt", auf einem Luxusbriefstück (€ 700), dann ein waagerechtes Paar der Mi.Nr. 5 I aus der rechten unteren Bogenecke, beide Werte zentral mit schwarzer Rosette entwertet, ein Blickfang für jede Sammlung; moderater Startpreis € 1000 - und ein Erstdruck der MiNr. 6 I, zentral mit einem PD-Stempel entwertet und eine fast unschlagbare "Puppe"; auch hier der Startpreis € 1000.

Etliche Highlights verdienen ebenso Beachtung, dabei ein Mulready-Umschlag von England mit Zusatzfrankatur einer vollrandigen "Penny Black". Von allergrößter Seltenheit sind rote Nummernstempel auf den ersten englischen Marken; nur elf Postämter verwendeten für kurze Zeit die rote Stempelfarbe. Erwähnenswert ebenso ein perfekt zentriertes Stück der seltensten Nachkriegsmarke von Italien, der Paketmarke MiNr. 81 in postfrischer Erhaltung.

Auch bei den überseeischen Gebieten finden sich "Antiquitäten aus Papier". Neben einer Reihe von klassischen Japanmarken sind u.a. die "primitives" von Mauritius mit über 20 Positionen am Start. Modernere Preziosen sind zu nennen u.a. von Kolumbien. Auch das Britische Weltreich ist gut vertreten, dabei u.a. von Malaya/Sarawak die beiden im Jahre 1897 vorbereiteten Werte zu 5 und 10 Dollar "Sir Charles Brooke", in postfrischer Erhaltung, die 5 Dollar-Marke sogar als Bogenecke oder - einer der höchsten Nominale des ganzen Britischen Weltreichs - die 50-Rupien-Marke Edward VII der Ostafrikanischen Gemeinschaft aus dem Jahre 1904 in ungebrauchter Erhaltung.

Und bei unseren modernen Raritäten denken wir an "Maos Thesen" der VR China in postfrischer Luxusqualität; ein ungeknickter Streifen soll wenigstens € 2500 einspielen.

Gut 500 Lose Philatelistische Literatur sind sicherlich in einem "normalen" Auktionsangebot nicht alltäglich. Interessenten werden viele seltene Titel finden, vom "Catalogue of the Philatelic Library of the Earl of Crawford" in einer Luxusausgabe aus dem Jahre 1911 über zwei gering verschiedene Ausgaben des "Sperati"-Werkes (€ 650/500) , Bühlers "Sachsen 3 Pfg. rot" (€ 270), frühe französische Werke bis hin zu seltenen Auktionskatalogen und Zeitschriften. Dabei Burrus- und Hind-Kataloge.

DEUTSCHLAND - Wieder einmal steht ein Helgoland-Beleg im Blickpunkt - die MiNr. 1, 2 und 3 als früheste bekannte Dreifarbenkombination der ersten Markenausgabe auf einem Brief ins Braunschweigische startet mit € 10.000. Eine Neuentdeckung, die die Kenner dieses Gebietes sicherlich begeistert! Wertvolle Marken und Belege sind auch bei anderen altdeutschen Gebieten zu finden, beginnend bei zwei tadellosen Exemplaren der Bayern Nr. 1 (dabei MiNr. 1 II a, € 800) über schöne Briefe von Bremen, Hannover, über ein Klasse-Briefstück Lübeck (literaturbekannt, mit MiNr. 6 und einem Paar der MiNr. 7, € 2500) bis hin zu seltenen ungebrauchten Kreuzermarken Württembergs (darunter eine MiNr. 4a I, € 500).

Bei den frühen Werten des Deutschen Reiches ist auf eine MiNr. 36 aC ("schmales Format") in postfrischer Erhaltung (!) mit einem Schätzpreis von € 2500 hinweisen. Diese Marke ist in dieser erlesenen Qualität gar nicht im Michel notiert und angeblich das einzig existierende Exemplar in dieser Erhaltung. Natürlich sind auch die deutschen Gebiete vorhanden, ebenso die Nachkriegsausgaben, zumal ein substanzielles Angebot diverser guter Lokalausgaben (50 Positionen).

Der zweite Auktionstag steht im Zeichen der Sammlungen und Posten. Insgesamt sind es über 1500 Positionen, die auf neue Besitzer warten. Den Beginn macht eine sehr schöne Sammlung Europa aus den Jahren 1840-1930 in zwei Bänden (€ 2000), gefolgt von 80 weiteren komplett angebotenen Nachlassposten. Wertvolle Ländersammlungen von Belgien bis Vatikan und im Übersee-Bereich von Afghanistan bis Vietnam bieten viele Chancen, mit einem neuen Gebiet anzufangen oder bestehende Sammlungen auszubauen, daneben locken reizvolle Motivsammlungen und eine prämiierte Ausstellung "Zensurpost 2.Weltkrieg" (€ 5000), Ansichtskarten und zum Schluss etwa 30 Nachlassposten Münzen.

Insgesamt gelangen 4.545 Auktionslose mit einem Schätzwert von rd. 1,2 Mio. Euro unter den Hammer. Der Katalog ist online an dieser Stelle ab dem 16. März einzusehen, die gedruckte Ausführung gelangt ab dem 20.März zum Versand.

Spannende Bietergefechte bei der 143. Felzmann-Auktion (28. Februar-3. März 2013)

wm Diese Fälschungen sind kein Ärgernis! Das Pärchen Himmler-Marke auf Prachtbeleg nach Basel fand einen Liebhaber für 2.100 €. Die britische Propagandafälschung täuschte im Jahre 1943 sogar die Schweizer Fachpresse. Auch eine alte Referenzsammlung Fälschungen und Nachdrucke von Ägypten bis Zululand war einem Kenner 8.000 € wert. Sie erzielte das Vierfache ihres Ausrufs und erfreut so auch den Einlieferer.

Spannende Bietergefechte erlebte man bei der erfolgreichen Frühjahrsauktion des Hauses Felzmann, waren doch Sammler und Händler aus der ganzen Welt im Saal und am Telefon in Düsseldorf zusammengekommen.

Für Briefmarken aus China überschlugen sich wieder einmal die Gebote. Mehr als ein halbes Dutzend Bieter, davon fünf am Telefon, steigerten eine Sammlung VR-China auf ganze 44.000 € (Ausruf 25.000 €). Auch Deutsche Post in China erzielte Spitzenergebnisse. 80 Pfg. Handstempelaufdruck auf Kabinett-Briefstück wurden für 3.900 € zugeschlagen. Ebenso begehrt war der Nachlass eines deutschen Postsekretärs in China. Mit 5.000 € wurden rund 90 Belege bis 1914 für das Fünffache ihres Ausrufs versteigert. Der für 250 € ausgerufene "Rest" stieg auf satte 1.700 €.

Insgesamt wurde das hochwertige Angebot Deutscher Kolonialphilatelie begeistert nachgefragt. Unter den Spitzen fand sich einer der seltenen handschriftlichen Entwertungen Waterberg aus Deutsch-Südwestafrika. Für 8.900 € wurde der Inlandsbrief vom Ort der Entscheidungsschlacht des Aufstands der Herero ersteigert.

Gerade bei hochpreisigen Losen ist es wichtig, dass genau der richtige Kunde mitbietet. So wurde auch eine hervorragende Brustschild-Sammlung, die für nicht weniger als 50.000 € angeboten wurde, erfolgreich versteigert. Ein umfangreicher Nachlass Deutschland wurde erst nach endlosen Bietergefechten zugeschlagen. Auf 16.000 € stieg das für 5.000 € ausgerufenen Loses.

Aufsehenerregende Ergebnisse erzielten ebenfalls die Ausgaben der Deutschen Besetzung Serbiens. Sensationell ist der Zuschlag für einen 20er-Block der 7 Din. Sonderausgabe Nisch 1943, der mit 150 € startete. Schnell erhöhten die Bieter ihre Gebote für das Prachtexemplar mit fehlerhaftem Zuschlagsaufdruck. Bei 4.000 € fiel schließlich der Hammer für das vermutliche Unikat. Die Probedrucke "Klöster" von 1942 sind als Paare ebenfalls einmalig. Nicht weniger als 4.400 € waren die Rand- bzw. Eckrandpaare der insgesamt 5 Wertstufen einem Sammler wert.

Ausgezeichnete Zuschläge erzielten auch SBZ-Raritäten, wie 12 Pfg. Wiederaufbau Mi.-Nr. 65aF (seltene Zähnung, Ausruf 3.500 €). Erst bei 4.800 € setzte sich der Bieter im Saal gegen einen Telefonbieter durch. Der Verkehrsausstellungsblock 1953 BRD im kompletten Minister-Motivbuch erzielte 8.000 €.

Aus dem umfangreichen Österreich-Angebot brachte nicht nur 10 S Dollfuß ungezähnt mit 4.200 € ein hervorragendes Ergebnis. Drei Farbvarianten dieser Marke als blockformatiger Probedruck, davon zwei nur die Fahne, erzielten 3.150 €. Auch 6,40 S Innsbruck übertrafen mit 1.700 € ihren Ausruf um 500 €.

Selbstverständlich hatte das Auktionshaus Felzmann auch für Luftpost- und Zeppelinspezialisten Raritäten im Angebot. Eines von vermutlich 15 Einschreiben des Geschwaderflugs von General Balbo, aufgegeben in Bengasi, erzielte 2.400 €. Für ganze 5.000 € wurde ein Crashbeleg der Besatzungs-Pocket-Mail des Unglücksflugs des LZ 129 Hindenburg versteigert.

Wer selbst für seine Schätze Top-Ergebnisse erzielen will, kann nun für die kommende Auktion (25.-29. Juni 2013) bei Felzmann einliefern.

Heinrich Köhler Jubiläumsauktion vom 19.-23. März 2013 in Wiesbaden präsentiert Philatelie vom Feinsten!

wm (Wiesbaden) Im 100. Jubiläumsjahr präsentiert Heinrich Köhler mit den Versteigerungskatalogen der 353./354. Auktion ein ganz außergewöhnlich vielseitiges Angebot internationaler Philatelie und Postgeschichte. Klassisch oder modern, traditionell oder postgeschichtlich, seltene Einzelstücke oder ganze Sammlungen und Nachlässe, fast scheint es so, als spiegele sich die ganze Vielfalt der Philatelie-Geschichte aus den letzten 100 Jahren in einer einzigen Briefmarkenauktion.

Exzellente Altdeutschland-Postgeschichte

Altdeutschland glänzt mit der herausragenden Sammlung ,Deutsche Markenbriefe ins Ausland bis 1875' des bedeutenden Schweizer Sammlers Silvain Wyler. Das Spitzenstück ist ein Brief von Hannover nach Chile mit sensationeller Drei-Farben-Frankatur, darunter zwei 10 Groschen Marken von 1861 am Ersttag 1. März gestempelt.

Daneben kommen herrliche Bunt- und Mischfrankaturen zum Angebot mit für die Altdeutschland-Philatelie ungewöhnlichsten Destinationen: Antigua, Argentinien, Brasilien, Chile, Cuba, Gabun, Honolulu, Indien, Java, Malta, Mexico, Peru, Philippinen, Saigon,Trinidad,Yokohama, Zanzibar und Jerusalem im Heiligen Land! Es gibt aber noch etwas ganz besonderes bei der Versteigerung der Silvain Wyler Sammlung: Die Erlöse aus dem Verkauf der Kollektion werden im Rahmen des wohltätigen Engagements von Silvain Wyler einem Fond zu Gunsten des Schweizer Kinderhilfswerkes KIRIAT YEARIM zur Verfügung gestellt.

Ein Kapital Deutsch-Französischer Geschichte

Bemerkenswert auch der erste Teil der einmaligen postgeschichtlichen Sammlung 'Festungen des Deutschen Bundes 1814-1867'. Es handelt sich um die Korrespondenz der Soldaten des vom Deutschen Bund als Reaktion auf die Feldzüge Napoleons aufgestellten Bundesheeres, die in fünf ,Bundesfestungen' in Luxemburg, Mainz, Rastatt, Landau und Ulm entlang der französischen Grenze stationiert waren.

Raritäten der deutschen Philatelie ab 1872

Deutsches Reich ist mit verschiedenen Spezialangeboten vertreten: Brustschildausgaben mit vielen Plattenfehlern, Stempeln und Briefen, eine Spezialsammlung ,Die Goldenen Jahre der Goldmark' mit postfrischen Seltenheiten, Deutsche Kolonien sowie Besetzungsausgaben im 2. Weltkrieg, speziell Litauen und Estland. Bei den modernen Ausgaben glänzt die DDR Spezialsammlung ,Kreuzhain' mit zahlreichen Zähnungs- und Wasserzeichen-Varianten sowie Druck- und Auftragsvermerken auf den Bogenrändern.

Europa und Alle Welt

Herausragend die Auflösungen der Drs. Avo Kaplanian Sammlung ,Mandatspost Palästina' sowie der vermutlich bedeutendsten Spezialsammlung des Gebietes Europa-Union CEPT mit praktisch allen existierenden Varianten und Raritäten. Wer die Schönheit und Exklusivität klassischer Marken aus aller Welt mit perfekten Stempeln zu schätzen weiss, dem sei das Spezialangebot der außergewöhnlichen Sammlung ,Meine schönsten Puppen' von Dr. Heinz Jaeger empfohlen.

Ergänzende Informationen im Internet

Wertvolle Zusatz-Informationen wie z.B. Fotoatteste und Abbildungen von Briefrückseiten fast aller Einzellose finden Sammler im Internet unter www.heinrich-koehler.de. Von zahlreichen Sammlungen und Posten sind tausende Fotos ins Netz gestellt. Und mit der Stichwortsuche kann man im Internet-Auktionskatalog seltene Marken und Briefe für die Sammlung entdecken, die man in Angebotsbereichen anderer Sammelgebiete leicht übersehen kann. Für die Teilnahme am ,Online Live Bieten' bei der Auktion, kann man sich ab sofort unter www.heinrich-koehler.de registrieren. Weitere Informationen sind erhältlich bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co KG Wilhelmstr.48 D-65183 Wiesbaden Deutschland Telefon: 06 11-3 93 81 Telefax: 0611-3 93 84 www.heinrich-koehler.de info@heinrich-koehler.de

Internet: www.heinrich-koehler.de

40 Jahre Schwanke-Auktionen:
Forwarded-Briefe zogen ab!

Mit der 339. Versteigerung, die am 8. und 9. Februar 2013 in den Geschäftsräumen in der Hamburger Innenstadt durchgeführt wurde, feierte Hans-Joachim Schwanke ein seltenes, vielleicht sogar einmaliges Jubiläum: 339 Auktionen in 40 Jahren, auf denen er persönlich den Hammer schwang! Kompetenz, Seriosität, die Liebe zur Philatelie und ein feinsinniger Humor zeichnen die Schwanke-Auktionen aus, die mit Vorträgen, Ausstellungen und Seminaren immer wieder ergänzt werden. Zum Jubiläum kamen viele treue Kunden, Weggefährten, Kollegen und Freunde nach Hamburg, um gemeinsam in einem urigen Restaurant zu feiern. Auf der Auktion selber setzten zum Beispiel "forwarded letters" Akzente, die teilweise tolle Steigerungen erzielten.

Gelebte Philatelie

In die Philateliebranche kam Hans-Joachim Schwanke über seinen Vater Paul Günther, der ab 1950 zunächst einen Versandhandel für Briefmarken aufbaute. Erfahrung sammelte der Senior zudem bei Gustav Seeberger, einem bekannten Auktionator, für den er zwischen 1954 und 1967 arbeitete. Der Junior trat in die Fußstapfen seines Vaters, begann nach dem Abitur 1969 eine Lehre zum Groß- und Außenhandelskaufmann bei einem renommierten Hamburger Briefmarken- und Münzhändler und trat 1972 in das väterliche Geschäft ein. Vater Paul Günther und Sohn Hans-Joachim gründeten das Auktionshaus Schwanke & Sohn in der Kleinen Reichenstraße 1 im Hamburger Zentrum, wo auch heute noch der Firmensitz ist. Am 24. Februar 1973 führten sie gemeinsam ihre erste Briefmarkenversteigerung durch.

Monat für Monat folgten nun weitere Auktionen - 1982 hatte man bereits die 100. erreicht. Kurz zuvor war Paul Günther Schwanke völlig unerwartet an den Spätfolgen einer Kriegsverletzung gestorben, und Hans-Joachim Schwanke führte das Auktionshaus, unterstützt von seiner Frau Sabine, in der von den Kunden geschätzten familiären Atmosphäre alleine weiter. In den 1990er Jahren stellte er auf sechs Versteigerungen pro Jahr um. Ein glückliches Händchen hatte er mit namhaften Philatelisten, deren Sammlungen er versteigern durfte, darunter mehrere von Georg Mehrtens. Er setzte neue Ideen um, sei es bei der Kataloggestaltung oder der frühen Nutzung des Internets. Die bekannten "100-Euro-Starter" feierten am 5. Dezember 2002 Premiere. Dabei handelt es sich um kleine und große Seltenheiten, stets deutlich mehr als die eher symbolisch angesetzten 100 Euro wert, was häufig zu heftigen Bieterkämpfen führt und den Teilnehmern ein unvergessliches Auktionserlebnis beschert.

Schon als Kind begann Hans-Joachim Schwanke mit dem Briefmarkensammeln, dem er bis heute treu geblieben ist. Nur die wenigsten wissen, dass er im Laufe von Jahrzehnten eine klassische Hamburg-Sammlung aufgebaut hat, die bis weit in die Vorphilatelie zurück geht und mittlerweile 20 Bände füllt. Die Liebe zur Philatelie zieht sich durch das Angebot und die Losbeschreibung einer jeden Auktion. Und diese Begeisterung springt auch über auf außergewöhnliche Stücke, die er anbieten konnte. Dazu zählt Schwanke an vorderster Stelle das Stockau-Provisorium von Baden, das als Blickfang der 300. Auktion im Dezember 2005 unter den Hammer kam. Die Altdeutschland-Rarität, von der keine zwei Dutzend existieren, sprang damals von 10.000 auf 53.000 Euro. Neben der weltweiten Postgeschichte wird auch die philatelistische Literatur gepflegt. Auch hier steht ihm seine Frau Sabine zur Seite, eine gelernte Diplom-Bibliothekarin, die jahrelang einen kleinen Fachbuchladen im selben Haus führte und heute noch einen Versandbuchhandel betreut. Die Anfang Dezember 2012 durchgeführte Literatur-Spezialauktion unterstrich einmal mehr das Gespür auch auf diesem Spezialgebiet.

Am 8. Februar 2013, der erste von zwei Auktionstagen war gerade bewältigt, luden die Schwankes zu einem abendlichen Empfang. Über 150 treue Kunden, Weggefährten, Kollegen und Freunde fanden sich im Restaurant Cremon, direkt an einem Fleet in der historischen Altstadt gelegen, ein, um auf ein stolzes Jubiläum anzustoßen und in gemütlichen, jahrhundertealten Räumen gemeinsam einige schöne Stunden zu verbringen. Die Bedeutung der Feier wurde dadurch unterstrichen, dass alle drei großen Philatelieverbände in Deutschland - der Bundesverband des Deutschen Briefmarkenhandels (APHV), der Bundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer (BDB), den Hans-Joachim Schwanke über zwölf Jahre als Präsident führte, und der Bund Deutscher Philatelisten (BDPh) - einen Vertreter entsandt hatten.

Im Katalog der 339. Auktion besonders herausgestellt waren 60 Positionen "Forwarding Agents" aus der Zeit von 1750 bis 1880. Sie beleuchteten philatelistisch damalige Postsysteme, Transportwege und -möglichkeiten. Ein ganz berühmtes Beispiel ist die Post, die Thomas Waghorn von Europa nach Indien über Land beförderte und damit erstmals im Jahre 1836 die Beförderungsdauer (die Briefe wurden vorher mit Segelschiffen um das Kap der Guten Hoffnung herum transportiert) auf unter die halbe Zeit verkürzte. Schwanke konnte einen Brief vom indischen Calcutta nach Frankreich mit rückseitigem, großem Ovalstempel "Care of Mr. Waghorn Suez" offerieren, der begeistert aufgenommen wurde, wie der Zuschlag von 1800 (400) Euro zeigte. Kein Einzelfall in dieser Sektion!

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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Gesuchte Deutschland-Stücke aus Sammlungsauflösungen

Bonn Auf der 130. Sitzung des Auktionshauses Dr. Reinhard Fischer am 8. und 9. März 2013 werden über 11.000 Lose Philatelie und Numismatik in zwei Katalogen angeboten.

Die Versteigerung ist geprägt von drei großen Sammlungen: zum einen der Sammlung "Rolf Pingel", eine Generalsammlung Deutschland und europäische Staaten, die in einem Sonderkatalog mit rund 1500 Losen und fast 400.000 Euro Startpreis sehr vorsichtig angesetzt ausgerufen wird, dann der "Steglitz"-Sammlung, einer Spezialsammlung "Deutsches Reich 1872-1945", die in über 500 Losen aufgelöst wird, und schließlich der "Rubin"-Sammlung, der vermutlich größten existierenden Spezialsammlung "Markenheftchen/Zusammendrucke Deutsches Reich", die in über 850 Losen aufgeteilt wird.

Der komplett farbige und 104 großformatige Seiten umfassende Sonderkatalog "Rolf Pingel" begeistert mit zahlreichen Seltenheiten wie u. a. zwei "Schwarzen Einsern" von Bayern (1000 bzw. 1300 Euro) oder der raren MiNr. 97 Ib in postfrischer Luxuserhaltung (800 Euro). Auch die anderen Altdeutschen Staaten bieten Seltenheiten, Besonderheiten sowie Luxusstücke. Unter den über 300 Losen "Deutsches Reich" finden sich viele Typen, Farben und Specimen-Aufdrucke. Mit der MiNr. 78 Aa in postfrischer Luxuserhaltung wird eine große Rarität offeriert (1500 Euro), die ebenfalls postfrische MiNr. 88 IIa (1000 Euro) steht dieser in nichts nach. Ein gestempeltes "Hitler-Provisorium" (1200 Euro) darf nicht fehlen. Die Ausgaben der Weimarer Republik und des Dritten Reiches bieten ebenso gesuchte Ausgaben in Hülle und Fülle. Unter den Dienstmarken aller Zeitepochen stößt man auf zahlreiche Besonderheiten wie ungezähnte Werte, Farben und Wasserzeichen-Abarten, dabei u.a. MiNr. II ungebraucht der OPD Danzig (1000 Euro), MiNr. 125 XU postfrisch (100 Euro) sowie die extrem seltene MiNr. 126 Y in postfrischer Erhaltung (1500 Euro). Die Ausgaben der Deutschen Kolonien und Auslandspostämter sind mit etwa 80 ausgewählten Seltenheiten vertreten, darunter z.B. die extrem seltene 2. Tsingtau-Ausgabe in so gut wie nie angebotener postfrischer Erhaltung (2000 Euro). Die sogenannten Nebengebiete warten mit Topstücken auf wie unter Libau (22 Lose!) oder Marienwerder MiNr. 17 y postfrisch (1000 Euro).

Die Ausgaben "Deutschland nach 1945" bringen in den vorhandenen Teilgebieten zahlreiche Besonderheiten wie Probedrucke, ungezähnte Werte, Plattenfehler und andere Abarten und Besonderheiten. Dabei sind u.a. Berlin MiNr. 7 DD als postfrisches Eckrandstück vom Feld 1 (in dieser Form wohl Unikat - 1000 Euro) und Bund MiNr. 396 Uo postfrisch (900 Euro). Europa glänzt mit Seltenheiten von Großbritannien, Liechtenstein, Österreich, Schweden und der Schweiz. Weiterhin gibt es ein interessantes Angebot mit knapp 100 Münzlosen.

Im Hauptkatalog stehen die zwei bereits oben erwähnten Sammlungen "Steglitz" und "Rubin" im Mittelpunkt. Unter den 500 Losen der nur gestempelt geführten "Steglitz"-Kollektion sind praktisch alle existierenden Farben, Typen, Plattenfehler und andere Abarten des Deutschen Reichs vertreten. Es wurde wert auf erlesene Qualität gelegt, deshalb sind zahlreiche Luxusstücke im Angebot. Zu haben sind u.a. die MiNr. 21 c, 27 c, 28, 48 Ia, 50 aa, 63 aIII, 66 I, 72 c, 80 Ab, 97 AIM, 118 c, 127 F, 151 Y, 154 IIb, 155 IIb, 176 aI, 187 u, 244 c, 260 III, 398 X, 399 X, 401 Y, 538 y und 802 B.

Die Sammlung "Rubin" bietet in etwa 850 Losen zahlreiche Besonderheiten und seltene Typen der Markenheftchen und Zusammendrucke des Deutschen Reiches. Dazu gehören portogerechte Briefverwendungen, seltene Markenheftchen, Zusammendruckgarnituren, Reklamefelder und Markenheftchenbogen sowie Heftchenblätter. Das Angebot ist gegliedert nach dem aktuellen "MICHEL Handbuch-Katalog Markenheftchen Deutsches Reich 2011". Viele der gestempelten Zusammendrucke und Heftchenblättern sind aktuell geprüft Oechsner BPP.

Ergänzt wird die Detaillierung der beiden Sammlungen durch ein umfangreiches, spezialisiertes und hochwertiges Deutschland-Angebot ab 1849 einschließlich Kolonien und Nebengebiete, das u.a. zwei wichtige Neuentdeckungen enthält. Zum einen handelt es sich um einen Deutsch-Neuguinea-Vorläuferbrief nach Hongkong mit den MiNr. V 50 a und V 47 a mit Stempel "KERAWARA", der erste bekannte Brief mit der MiNr. V 47 a. Der dekorative und sehr seltene Bedarfsbrief ist mit 12.000 Euro angesetzt. Zum anderen liegt ein Vorläuferbrief von den Marshall-Inseln mit einer seltenen Mehrfachfrankatur der MiNr. V 40 II (4), ebenfalls nach Hongkong, in traumhafter Erhaltung vor (5000 Euro).

Sehr umfangreich ist diesmal die Sammlungs-Abteilung. Durch die Auflösung der Pingel-Kollektion und anderer Nachlässe gibt es zahlreiche Gelegenheiten. Ins Auge fallen u.a. Objekte von Frankreich (2500 Euro), Großbritannien (5000 Euro), Altdeutschland (10.000 Euro) und den Deutschen Kolonien (7500 Euro).

Internet: www.ReinhardFischerAuktionen.de

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Selbst eine Fachzeitschrift fiel auf die Fälschung herein!

Im Zweiten Weltkrieg setzten die Alliierten auch zu Propagandazwecken gefälschte Marken im Kampf gegen Nazi-Deutschland ein. Eine der prominentesten Propaganda-Fälschungen ist die sogenannte Himmler-Marke, bei der man auf der Basis der MiNr. 785 des Deutschen Reiches das Konterfei Hitlers durch das Porträt des Reichsführers SS Heinrich Himmler ersetzte.

Auf der 143. Felzmann-Auktion vom 28. Februar bis 2. März 2013 kann man das Nonplusultra dieser Kriegsfälschung erwerben, nämlich einen Brief der renommierten wissenschaftlichen "Frankh'schen Verlagsbuchhandlung Stuttgart" mit einem waagerechten Paar der Himmler-Marke in der Type I (MiNr. 28 I) und einer gefälschten 3 Pf Hitler (MiNr. 23) mit ebenfalls gefälschtem Aufgabestempel "Stuttgart, Stadt der Auslandsdeutschen, 29.6.43" nach Basel adressiert. Dass der Brief nicht befördert worden ist, hätte man an der fehlenden Zensur bemerken können. Offenbar wollte man damit Schweizer Philatelisten die Existenz der Himmler-Marke vorgaukeln. Die "Berner Briefmarkenzeitung" fiel darauf herein und veröffentlichte eine entsprechende Neuheitenmeldung. Das literaturbekannte Stück startet mit 1000 Euro.

Die Felzmann-Auktion umfasst über 9400 Lose Philatelie und Numismatik, darunter auch weitere Kriegs- und Propagandafälschungen (siehe auch DBR 2/13, Seite 55).

Internet: www.felzmann.de

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Französische Ballonpost mit guten Steigerungen

Leipzig Die 159. Leipziger Briefmarkenauktion Fortagne & Lipfert am 11. und 12. Januar 2013 wurde mit reger Beteiligung von Saal- und Fernbietern erfolgreich abgeschlossen. Über 4200 Lose standen zum Verkauf, davon 900 Lots und Sammlungen, die nahezu alle abgesetzt werden konnten. Dabei wurde eine überwiegend gute Verkaufsquote mit teils erheblichen Steigerungen erzielt.

Die Auflösung einer umfangreichen Polarpostsammlung in über 40 Lose brachte einen Gesamtzuschlag von fast 7000 (2240) Euro. Die unter Frankreich angebotenen 14 Ballon-Briefe von 1870 konnten bis auf zwei mit guten Steigerungsraten verkauft werden.

Eine Sammlung Leipziger Sonderstempel aus dem Zeitraum 1884 bis 1943 mit über 600 Belegen steigerte von 1000 auf 2100 Euro. Im Altdeutschland-Teil kletterte eine gestempelte Bayern MiNr. 1 Ia von 400 auf 720 Euro. Begehrt war ein 1-Kreuzer-Ganzsachenumschlag von Thurn und Taxis mit acht hinzugeklebten Exemplaren der 1 Kreuzer Ziffer, dessen Empfänger nicht ermittelt werden konnte, obwohl 16 Polizeistationen eingeschaltet wurden. Für den Umschlag fiel der Hammer erst bei 1700 (480) Euro.

Fortagne und Lipfert konnten die Gemeinschaftsausgabe MiNr. 932 als Einzelfrankatur auf Empfangsgenehmigung für ein Rundfunkgerät in der SBZ anbieten. Die seltene Verwendung startete mit 50 Euro und landete schließlich bei 1300 Euro. 600 (400) Euro wurden für die 5 Mark Taube mit Bezirkshandstempel "41 Jahnsdorf" als Einzelfrankatur auf Sammler-Ortsbrief geboten. Die DDR MiNr. 2484 v im postfrischen 20er-Bogenteil mit geklebter Papierbahn war einem Bieter 440 (100) Euro wert.

Islands Satz MiNr. 172-174 gestempelt zog von 1000 auf 1200 Euro, die Sowjetunion MiNr. 527 postfrisch von 150 auf 350 Euro. Gute Steigerungen verbuchten Ausgaben von Alt-China und der Volksrepublik.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Rauhut-Literatur-Förderpreis geht in die dritte Runde!

wm Am 26. Oktober 2012 gab es bei der Internationalen Briefmarkenbörse Sindelfingen gleich zwei strahlende Gesichter. Denn zwei Arbeitsgemeinschaften war jeweils der erste Preis für die beste Publikation eines Forschungsberichtes zuerkannt worden. Statt den Preis zu teilen, hob der Stifter des Preises, Harald Rauhut, Inhaber des Auktionshauses Rauhut & Kruschel, das Preisgeld an, so dass jeder der Glücklichen 1.500 Euro und eine Siegerurkunde mit nach Hause nehmen konnte.

Auch in diesem Jahr können sich Arbeitsgemeinschaften mit ihren regelmäßig erscheinenden Rundbriefen / Forschungsberichten (nicht mit Büchern bzw. Sonderpublikationen) für den vom Bund Deutscher Philatelisten vergebenen Rauhut-Förderpreis bewerben. Ausgezeichnet werden bis zu zwei Arbeitsgemeinschaften, deren regelmäßig erscheinenden Forschungsberichte sich im vorhergehenden Jahr durch besonders hochwertige Gestaltung und inhaltliche Ausprägung hervorgetan und qualifiziert haben.

Die Ehrung ist speziell für besondere Beiträge zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte, für eigenständige intellektuelle und forschungsbasierte Gehalte der Arbeiten vorgesehen, wobei aber auch die optische Präsentation, Typografie, Druck und Layout eine mitentscheidende Bedeutung haben.

Einzuschicken ist bis zum 30. April 2013 ein Exemplar eines Forschungsberichtes aus dem Jahrgang 2012 an die Adresse von Franz-Karl Lindner, Westfälischer-Friede-Weg 21, 59494 Soest.

353. Heinrich-Köhler-Auktion:
Die alte Heimat Palästina lebt im Kleinen fort

Sechserblock, bei dem die mittlere Marke in der oberen Reihe den Aufdruckfehler -MILLILMES- aufweist (MiNr. 3 aF, 1500 Euro).

Das Wiesbadener Auktionshaus Heinrich Köhler, das 2013 sein 100-jähriges Bestehen feiert, widmet einen Sonderkatalog zur Jubiläumsversteigerung vom 19. bis 23. März einer Spezialsammlung "Mandatspost Palästina". Sie stammt von Avo Kaplanian und wurde über Jahrzehnte aufgebaut. Die nur in Teilen ausgestellte Kollektion stellt eine der größten weltweit existierenden Sammlungen dieses spannenden und kleinen Gebietes dar. Sie ist gespickt mit zahlreichen Seltenheiten und Raritäten. Beginnende und fortgeschrittene Sammler haben am 19. März die Gelegenheit, einzigartige Stücke zu erwerben, die teilweise seit Jahrzehnten nicht auf dem Markt waren.

Bewegte Kindheit

Das Interesse für die Palästina-Philatelie ist Avo Kaplanian wortwörtlich in die Wiege gelegt worden, denn er kam am 7. Oktober 1945 im armenischen Viertel der Altstadt von Jerusalem zur Welt. Zu dieser Zeit und noch bis Anfang Mai 1948 wurde Palästina von der Mandatsmacht Großbritannien regiert. Die ersten Lebensjahre waren für ihn alles andere als unbeschwert, denn Palästinenser und Juden stritten unerbittlich um das Heilige Land. Nach dem ersten israelisch-arabischen Krieg verließ die Familie Kaplanian 1950 Jerusalem in Richtung Amman, wo der kleine Avo aufwuchs. Ein tragischer Unfall am 9. August 1962 bedeutete einen weiteren Einschnitt in seinem Leben. Wie fast jeden Sommer, verbrachten die Kaplanians ihren Urlaub in der nordsyrischen Stadt Aleppo, wo Verwandte der Mutter lebten. Auf der Rückfahrt nach Amman, im syrischen Rastan, passierte ein Autounfall, bei dem Avos Eltern ums Leben kamen. Nur er und sein Bruder Mike überlebten.

Beide zogen zu einem Onkel nach Ramallah im Westjordanland, das zu jener Zeit jordanisch besetzt war. Avo besuchte von 1964 bis 1966 das College in Bir Zeit in der Nähe von Ramallah. Der Abschluss mit dem bestandenen Examen 1966 leitete einen neuen Lebensabschnitt ein, denn er siedelte zu Verwandten nach Amsterdam über, wo er von 1966 bis 1973 studierte. Dort lernte er auch seine zweite Frau Lynn, eine Amerikanerin, kennen, mit der er 1983 das American Discount Book Center in Amsterdam erwarb. Die Buchhandlung ist der größte unabhängige Anbieter englischsprachiger Literatur in Europa und verfügt heute über jeweils zwei Filialen in Amsterdam und Den Haag. Der geschäftliche Erfolg gab Avo Kaplanian in den 90er Jahren die Chance, seiner Frau und seinen beiden Kindern Paul und Nadine die Orte im Nahen Osten zu zeigen, an denen er groß geworden ist und wo teilweise nach Verwandte leben: Jerusalem, Amman, Damaskus und Aleppo.

Die Verbundenheit zu seiner alten Heimat zieht sich wie ein roter Faden durch seine Sammelleidenschaft. Als er acht, neun Jahre alt war, weckten Briefumschläge mit bunten Marken aus aller Welt, die er im Büro seines Vaters sah, das Interesse für Briefmarken. Verwandte, Freunde und Schulkameraden halfen ihm beim Aufbau einer Sammlung, die schnell Marken aus über 60 Ländern umfasste. Sie wurden ordentlich mit Klebeband in einem alten Schulheft untergebracht, bis ihm ein Freund seines Vaters dieses zerstörerische Werk ausredete und ihm einige Packungen Klebefalze schenkte. Avo Kaplanian begeisterte sich nun stärker für die Ausgaben von Jordanien, fertigte FDC's zu den Neuausgaben an. Mit zwölf wurde er Mitglied in einem Ammaner Briefmarkenklub, über den er Tauschkontakte in alle Welt aufbaute. Beim Tod seiner Eltern besaß er bereits zehn Alben voller Briefmarken und sammelte auch damals aktuelle Thematik wie die Ausgaben zum Weltflüchtlingsjahr 1962. Mit dem Umzug zu seinem Onkel nach Ramallah ließ das Interesse an der Philatelie nach, die schulische Ausbildung stand nun im Vordergrund.

Als Kaplanian 1966 nach Holland übersiedelte, blieb seine Briefmarkensammlung im armenischen Viertel von Jerusalem zurück. Sein Bruder Mike veräußerte sie während des israelisch-arabischen Krieges 1967, um für seine Familie Essen und Benzin kaufen zu können. Erst Anfang der 70er Jahre, zum Ende des Studiums in Amsterdam, wurde die alte Liebe wieder geweckt. Avo Kaplanian konzentrierte sich nun auf Jordanien, Ägypten und Syrien sowie eine Reihe anderer arabischer Staaten. Er trat örtlichen und internationalen Vereinen bei, las Fachzeitschriften und erweiterte so sein Wissen. Ausstellungen faszinierten ihn, aber er hielt seine Sammlung für zu breit angelegt, um dort erfolgreich zu sein. Fortan spezialisierte er sich auf Palästina und Jordanien, erwarb aus den Erlösen seiner anderen Teilsammlungen Marken mit Farb- und Papierunterschieden, Plattenfehlern und anderen Besonderheiten. Im Laufe der Jahre baute er drei Palästina-Kollektionen auf, die es international bis in den Goldrang (beispielsweise auf der FIP-Ausstellung 2008 in Tel Aviv) schafften. 2004 veröffentlichte er zusam- men mit Joe Ross aus Kalifornien das Handbuch "The Revenue Stamps of Jordan & the Occupied Territory (West Bank)".

Eldorado für Spezialisten

Die im kommenden März bei Köhler angebotene Palästina-Sammlung von Avo Kaplanian spiegelt seine Vorlieben als Sammler wider. Es gibt kaum eine Besonderheit aus dem Zeitraum 1918 bis 1948, die sich nicht fände, angefangen bei den sogenannten "Blues" von 1918 bis hin zur Bilderausgabe ab 1927, der letzten Freimarkenserie, die die britische Mandatsregierung für Palästina heraus brachte. Der spektakuläre Aufdruckfehler "MILLILMES" statt "MILLIEMES" (MiNr. 3 aF) ist als Bestandteil eines raren ungebrauchten Oberrand-Sechserblockes zu haben (1500 Euro). Eine seltene Einheit ist auch ein ungebrauchter Vierundzwanziger-Block - zwei Reihen à zwölf Stück - derselben Marke. Die erste, im Herbst 1920 verausgabte Aufdruckserie wartet mit einem absoluten Highlight auf: ein kompletter postfrischer Satz, einheitlich aus der rechten oberen Bogenecke, mit sogenanntem "Trial overprint", bei dem die Wörter der hebräischen Aufdruckzeile in umgekehrter Reihenfolge wie beim Auflagendruck angeordnet sind. König Faruk von Ägypten besaß einst einen Viererblocksatz, aus dem die Bogenecken später nach Auflösung der Sammlung herausgetrennt worden sind. Das Kleinod startet mit 13.000 Euro.

Gerade diese erste Aufdruckserie Palästinas, bei der sich drei Aufdrucktypen unterscheiden lassen, ist in einer phantastischen Breite vertreten, die alle wichtigen und gesuchten Plattenfehler wie "Z", "Transposed", "B variety" oder "PALESTINO" quer durch die Wertstufen zeigt. Hinzu kommen Aufdruckvarianten (z.B. MiNr. 16 IIADD gestempelt für 300 Euro), Wasserzeichenfehler und seltene Zähnungen, wobei die MiNr. 25 IIIC postfrisch herausragt (8000 Euro). Nur sechs ungebrauchte Exemplare sind registriert; das nun bei Köhler offerierte ist wohl das schönste. Von den Aufdruckmarken Palästinas gibt es insgesamt nur drei Kopfsteher, davon entfallen zwei auf die sogenannten Londoner Aufdrucke. Die Kaplanian-Sammlung enthält eine der am besten erhaltenen 1 Millième mit kopfstehendem Aufdruck (6500 Euro). Von der nur gestempelt bekannten Abart sind knapp ein Dutzend registriert, die meisten davon aber in einem kläglichen Zustand. Auf Einschreibebriefen aus der Newton-Korrespondenz vorhanden sind dieselbe Marke mit doppeltem Aufdruck (MiNr. 37 CDD) und die 2 Piaster mit kopfstehendem Aufdruck (MiNr. 47 CK); sie starten mit jeweils 800 Euro. Neben zahlreichen weiteren Varianten warten auch bei dieser Ausgabe Bogen, Bogenteile und kleinere Einheiten auf neue Liebhaber.

Bei der sogenannten Bilderserie von 1927 hat sich Kaplanian auf die hochwertigen Varianten beschränkt, also nicht auf die Plattenfehler, sondern auf Wasserzeichen-, Papier- und andere Besonderheiten. Ein Glanzstück ist ein Unterrandstück der grünen 3 Mils mit Plattennummer 2, von der nur vier postfrische Exemplare bekannt sind (1000 Euro). Auch wenn die losen Marken in dem gut 300 Positionen umfassenden Angebot dominieren, werden auch Postgeschichtler fündig. Neben Feldpost aus der britischen Besetzung Palästinas und des Sinais fallen zwei Belege mit Vorauszahlungsvermerken für das Porto (je 600 Euro) und Lots mit Verwendungen der Marken der Militärverwaltung außerhalb Palästinas ins Auge. Immer wieder werden die Einzellose mit Markenstudien und Teilsammlungen (z.B. mit Abstempelungen der großen Städte) ergänzt. Sehr detailliert sind außerdem die Portomarken mit Entwürfen, Probedrucken, Abarten, Einheiten und Belegen vertreten. Geschlossen kann eine national und international auszeichnete Ausstellungssammlung der Einschreibeumschläge für mindestens 12.000 Euro erworben werden.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Seltenheiten und Ungewöhnliches

Hamburg Eine sehr ungewöhnliche Offerte von genau 89 Losen der "Ägäischen Inseln" steht am Anfang der 339. Schwanke-Versteigerung am 8. und 9. Februar 2013. Fast ausnahmslos handelt es dabei um postgeschichtliche Stücke, beginnend mit Belegen der österreichischen und türkischen Post, bevor im Jahre 1912 eigene Marken dieses Sammelgebietes erschienen.

Levantinische Ausgaben, Epirus oder interessante Belege von Kreta sind ebenfalls in guter Auswahl im Auktionsangebot. Mit insgesamt ca. 120 Losen ist Österreich ein weiteres Schwerpunktgebiet. Dabei ist besonders die Markenklassik mit ausgesucht schönen Belegen zu nennen, beispielsweise die rechts zu sehende "originelle" 30-Kreuzer-Frankaturen aus je zwei Exemplaren zu 2, 3 und 10 Kreuzern, die von Wien nach Schio lief (500 Euro). Zwei Inflationen bestimmen die Postgeschichte Ungarns. Eine umfangreiche Sammlung der Hyperinflation nach 1945 wird - in 14 Lose detailliert - nach Portoperioden angeboten.

Im Katalog besonders herausgestellt sind 60 Positionen "Forwarding Agents" aus der Zeit von 1750 bis 1880. Sie beleuchten philatelistisch damalige Postsysteme, Transportwege und -möglichkeiten. Dabei ist ein Waghorn-Brief nach Indien über Land befördert (400 Euro).

Ein Japan-Brief aus dem Jahre 1890, bei dem die Rückscheingebühr voll frankiert wurde (1000 Euro), die Mauritius MiNr. 6 ("Sherwin"-Ausgabe) als ganz vorzügliches, breitrandiges Stück (2500 Euro), die "Diligencias" von Uruguay als ganzer Satz (450 Euro) oder 40 Lose USA (dabei ein Luxusbriefstück der MiNr. 2, 750 Euro) sind nur ein paar Highlights aus der Übersee-Offerte.

Zur Erforschung des Nordmeeres, der Suche nach dem Nordpol und zur frühen Expeditionsgeschichte in der Mitte des 19. Jahrhunderts kann Schwanke einen Oldenburgbrief aus dem Jahre 1865 anbieten. Dieser Brief ist adressiert an den Gesandten der französischen Regierung in Hannover und nimmt Bezug auf die zeitgleiche englische Nordpolexpedition von Sherard Osborn und das gescheiterte gleichartige französische Vorhaben - ein auch unter Geschichtsaspekten bedeutender Beleg (2500 Euro).

Seltenheiten und Ungewöhnliches hält die Deutschland-Philatelie bereit. Kaum angeboten werden die Telegraphenmarken von Bayern. Ein kompletter Satz der ersten Ausgabe (MiNr. 1-8, Abbildung oben) startet mit 3000 Euro. Hamburg ist mit fast allen Spitzenwerten in tadellos geprüften und attestierten Stücken vertreten, auch gibt es eine kleine Abteilung zur Hamburger Straßenbahnpost. Darunter ist ein Feldpostbrief aus dem Zweiten Weltkrieg. Feldpost war portofrei, aber die Straßenbahngebühr (5 Pfennig) musste bezahlt werden; derartige Poststück sind selten zu finden (150 Euro). Bemerkenswert sind auch eine Helgoländer Flaschenpost und ein Württemberg-Brief mit dem Vierring-Versuchsstempel von "Tübingen" (je 2500 Euro).

Beim Deutschen Reich gelangen bedeutende Teile einer umfangreichen Sammlung "Brustschilde" zum Verkauf. Gefallen sollten neben ca. 25 ausgesuchten Losen "Hufeisenstempel" auch seltene Frankaturen wie MiNr. 24 als Einzelfrankatur (1250 Euro) oder ausgesucht hübsche Entwertungen. Probedrucke, Abarten und Besonderheiten finden sich im anschließenden Teil ab den Reichspostausgaben, aber auch die sogenannten Standardausgaben. Die Deutschen Kolonien und Nebengebiete zeigen einige Seltenheiten und postgeschichtlich Interessantes, z.B. Sudeten/Reichenberg-Maffersdorf MiNr. 1 auf Briefstück (nur fünf Stück bekannt, 2500 Euro).

Im Deutschland-Teil nach 1945 fällt eine Sammlung West-Berlin ins Auge, die ausgabenweise aufgelöst wurden. Darin sind insbesondere seltene Frankaturen, Abarten, Paare der Dauerserien usw. enthalten.

Rund 220 Lose philatelistische Literatur (wiederum mit einigen Raritäten!) und einige Positionen Münzen ergänzen das Einzellosangebot.

Sehr reichhaltig und hochwertig sind die Posten und Partien. 70 Positionen "Nachlässe" beginnen mit einer urigen alten "Alle Welt"-Sammlung bis 1960, die insbesondere im klassischen Bereich gut bestückt ist (5000 Euro). Es folgen viele gehaltvolle Objekte von Altdeutschland (hier sind einige hochwertige Briefposten erwähnenswert) bis hin zu einer Vielzahl kompletter Sammlungen der Nachkriegsgebiete. Fast 700 Positionen des insgesamt 1400 Lose umfassenden Sammlungsangebotes entfallen auf europäische und überseeische Sammelgebiete. Die skandinavischen Länder, Belgien, Frankreich, Österreich und die Schweiz sind besonders stark vertreten, aber auch 200 Positionen von Übersee finden sich. Dazu kommen Ansichtskarten, Motivgebiete und 20 Nachlassposten Münzen und Banknoten.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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Seltenste moderne Marke von Österreich

Düsseldorf Auf der kommenden 143. Felzmann-Auktion vom 28. Februar bis 2. März kann man etliche Seltenheiten ersteigern. Die berühmte Saliera steht nicht nur für die herausragende Goldschmiedekunst Benvenuto Cellinis (1500-1571) und einen spannenden Kriminalfall, sondern findet sich vor allem auf der wohl seltensten modernen Briefmarke Österreichs. Nur ein einziges ungezähntes Exemplar dieses stilecht mit Blattgold überzogenen Ausnahmestücks ist bekannt.

Die Abart ist eine von mehreren Österreich-Raritäten, die auf der Frühjahrsauktion in Düsseldorf versteigert werden, und startet mit 9000 Euro. Unter anderem wird auch noch der komplette Satz "Ärzte" ungezähnt sowie ein signierter Originalentwurf von "Niemals Vergessen" aufgerufen (1500 bzw. 800 Euro).

Aber nicht nur über Fehlzähnungen freut sich jeder Philatelist. Besonders selten und daher begehrt sind selbstverständlich unverausgabte Briefmarken. Mit "Brot für die Welt", "Roter Adenauer" und "Pausbäckchen" bietet das Auktionshaus die bekannten 1960er-Jahre-Raritäten (MiNr. X-XII) komplett an (12.000 Euro).

Auch Sammler klassischer Philatelie werden begeistert sein. Ein sehr gut erhaltener Brief von Hamburg nach Bordeaux mit unter anderem tadelloser 9 Schilling gelb ist eine ausgesprochene Frankaturrarität, der Ausruf von 15.000 Euro überrascht daher nicht. Ein Beleg mit dem seltenen Briefsammlungsstempel Hamelwörden, einem Ortsteil Hannovers, verspricht durch die einmalige Kombination mit Bogenrandstück inklusive Randnummer einen Spitzenzuschlag. Der Ausruf beträgt bereits 3500 Euro.

Gleich im Doppelpack gibt es den seltenen 1-Mark-Fehldruck des Memelgebietes (MiNr. A 9). Als Unter- bzw. Eckrandstück mit HAN sind beide Marken Unikate (50.000 Euro, Abbildungen unten). Eine der seltensten Briefmarken des Dritten Reichs, die 1 RM auf 1 G Danzig Abschied mit seitenverkehrtem Wasserzeichen, ist ebenfalls im umfangreichen Auktionsangebot enthalten (5000 Euro). Selbstverständlich finden auch Luftpostfreunde wieder viele Spitzenstücke. So werden zwei Briefe "New York au Havre" mit unter anderem beide 10 Fr. "Ile de France" Sammler der Aero-Philatelie begeistern (7500 Euro).

Weinkenner, die eine ganze Sammlung suchen, haben bei Felzmann eine besondere Gelegenheit. Eine umfangreiche Ausstellungssammlung "Wein" mit vielen Abarten ist für Philatelisten und Gourmets eine interessante Variation ihrer Leidenschaft (3500 Euro). Wer es noch umfangreicher mag, wird am Auktionssamstag sowohl Sammlungen als auch Nachlässe zum Stöbern finden, bei denen eine rechtzeitige Besichtigung empfohlen ist.

Alle Einzellose und Auszüge aus vielen Sammlungen mit vielen tausend Abbildungen stellt das Auktionshaus Felzmann ab dem 1. Februar auf seiner Internetseite www.felzmann.de zur Verfügung.

Internet: www.felzmann.de

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12. Schlegel-Auktion verlegt!

wm Der Termin für die ursprünglich für den 22. bis 23. März 2013 angekündigte Schlegel-Auktion in Berlin wurde aus technischen Gründen einige Tage vorverlegt. Die Auktion findet nun vom 19.-20. März 2013 statt. Besichtigungsmöglichkeiten bestehen vom 11.-18. März, auch am Wochenende, jeweils von 10-18 Uhr. Kontakt: Schlegel Berliner Auktionshaus für Philatelie GmbH, Kurfürstendamm 200, 10719 Berlin, Tel. 0 30/88 70 99 62, Mail: mail@auktionshaus-schlegel.de

Vorbericht zur 143. Felzmann-Auktion - 28. Februar bis 2. März - Philatelie

wm (Düsseldorf) Seltener als Audrey Hepburn oder der Dalai-Lama? Natürlich sind Briefmarken gemeint. Auf der kommenden Felzmann-Auktion vom 28. Februar bis 2. März werden Interessenten eine solche Seltenheit ersteigern können. Die berühmte Saliera steht nicht nur für die herausragende Goldschmiedekunst Benvenuto Cellinis (1500-1571) und einen spannenden Kriminalfall, sondern findet sich vor allem auf der wohl seltensten modernen Briefmarke Österreichs. Nur ein einziges ungezähntes Exemplar dieses stilecht mit Blattgold überzogenen Ausnahmestücks ist bekannt. Sie ist eine von mehreren Österreich-Raritäten, die auf der kommenden Frühjahrsauktion in Düsseldorf versteigert werden. Unter anderem wird der komplette Satz "Ärzte" ungezähnt sowie ein signierter Originalentwurf von "Niemals Vergessen" aufgerufen.

Aber nicht nur über Fehlzähnungen freut sich jeder Philatelist. Besonders selten und daher begehrt sind selbstverständlich unverausgabte Briefmarken. Mit "Brot für die Welt", "Roter Adenauer" und "Pausbäckchen" bietet das Auktionshaus die bekannten 60er-Jahre-Raritäten komplett an.

Auch Sammler klassischer Philatelie werden begeistert sein. Ein sehr gut erhaltener Brief von Hamburg nach Bordeaux unter anderem mit tadelloser 9 Schilling gelb ist eine ausgesprochene Frankaturrarität, der Ausruf von 15.000 € überrascht daher nicht. Ein Beleg mit dem seltenen Briefsammlungsstempel Hamelwörden verspricht durch die einmalige Kombination mit Bogenrandstück inklusive Randnummer einen Spitzenzuschlag.

Gleich im Doppelpack gibt es den seltenen 1-Mark-Memel-Fehldruck. Als Unter- bzw. Eckrandstück mit HAN sind beide Marken Unikate. Eine der seltensten Briefmarken des III. Reichs 1 RM auf 1 G Danzig Abschied mit seitenverkehrtem Wasserzeichen ist ebenfalls im umfangreichen Auktionsangebot enthalten. Selbstverständlich finden auch Luftpostfreunde wieder viele Spitzenstücke. So werden zwei Briefe "New York au Havre" mit unter anderem 10 Fr. "Ile de France" Sammler der Aero-Philatelie begeistern.

Weinkenner, die eine ganze Sammlung suchen, haben auf der Auktion eine besondere Gelegenheit. Eine umfangreiche Ausstellungssammlung "Wein" mit vielen Abarten ist für Philatelisten und Gourmets eine interessante Variation ihrer Leidenschaft. Wer es noch umfangreicher mag, wird am Auktionssamstag sowohl Sammlungen als auch Nachlässe zum Stöbern finden, bei denen eine rechtzeitige Besichtigung empfohlen ist.

Alle Einzellose und Auszüge aus vielen Sammlungen mit vielen tausend Abbildungen stellt das Auktionshaus Felzmann ab dem 1. Februar auf seiner Internetseite www.felzmann.de zur Verfügung.

Vorbericht 339. Auktion SCHWANKE/Hamburg. Teil 3 (Literatur und Sammlungen)

wm "Reif für die Insel"? Das ist die Frage, die der bekannte Hamburger Auktionator Kunden stellt, die sich für die Lose seiner kommenden Auktion vom 8.-9.Februar 2013 interessieren. Diese zu beantworten fällt sicherlich leichter, wenn man einmal einen Blick in das Angebot wirft. Dieses Mal in das umfangreiche "Rest"-Angebot.

(hjs) Ca. 220 Lose PHILATELISTISCHE LITERATUR (wiederum mit einigen Raritäten!) und einige Positionen MÜNZEN ergänzen das bisher schon vorgestellte Einzellosangebot.

Eine Vorschau auf die Posten und Partien - es ist ein sicherlich sehr reichhaltiges und hochwertiges Angebot, auf das Interessenten sich freuen können! 70 Positionen "Nachlässe" beginnen mit einer urigen alten "Alle Welt"-Sammlung bis 1960, die insbesondere im klassischen Bereich gut bestückt ist (€ 5000), es folgen viele gehaltvolle Objekte von ALTDEUTSCHLAND (hier sind einige hochwertige Briefposten erwähnenswert) über das DEUTSCHE REICH und die DEUTSCHEN GEBIETE bis hin zu einer Vielzahl kompletter Sammlungen der Nachkriegsgebiete.

Fast 700 Positionen des insgesamt 1 400 Lose umfassenden Sammlungsangebotes entfallen auf europäische und überseeische Sammelgebiete. Die skandinavischen Länder, Belgien, Frankreich, Österreich und die Schweiz sind besonders stark vertreten, aber auch 200 Positionen von ÜBERSEE (z.B. asiatische Gebiete, dabei eine Sammlung Frz. Indochina, € 1500 oder eine Sammlung Hongkong, € 2000, auch diverse Sammlungen USA). Dazu kommen Ansichtskarten, Motivgebiete und 20 Nachlassposten MÜNZEN und BANKNOTEN.

Insgesamt gelangen genau 3948 Lose mit einem Schätzwert von über 1 Mio. Euro zum Ausruf. Der Katalog wird ab dem 5.Januar 2013 online unter www.schwanke-auktionen.de zu sehen sein. Die gedruckten Kataloge werden ab dem 9. Januar 2013 zum Versand kommen.

Vorbericht 339. Auktion SCHWANKE/Hamburg. Teil 2 (Deutschland)

wm "Reif für die Insel"? Das ist die Frage, die der bekannte Hamburger Auktionator Kunden stellt, die sich für die Lose seiner kommenden Auktion vom 8.-9.Februar 2013 interessieren. Diese zu beantworten fällt sicherlich leichter, wenn man einmal einen Blick in das Angebot wirft. Dieses Mal in das umfangreiche Deutschland-Angebot.

(hjs) Selten angeboten werden die Telegraphenmarken von BAYERN. Ein kompletter Satz der ersten Ausgabe (Mi.Nr. 1-8) startet mit € 3000.-.

HAMBURG ist mit fast allen Spitzenwerten in tadellos geprüften und attestierten Stücken vertreten, auch gibt es eine kleine Abteilung zur Hamburger Strassenbahnpost, darunter ein Feldpostbrief aus dem 2.Weltkrieg. Feldpost war portofrei, aber die Strassenbahngebühr (5 Pfennig) musste bezahlt werden; derartige Poststück sind selten zu finden (€ 150.-).

Haben Sie je von HELGOLÄNDER FLASCHENPOST gehört? Dies ist durchaus kein Scherz. Im Jahre 1904 wurden im Rahmen der NORTH SEA INVESTIGATIONS "Untersuchungen über Meeresströmungen" vorgenommen und dazu Flaschenposten in der Nordsee vor Helgoland ausgesetzt. Die gefundenen Karten sollten dann beim nächsten Postamt aufgegeben und zurückgesandt werden. Ein solches Stück, das am "19.Juli 1904 an der Westküste Sylt, Rantum", gefunden wurde und unfrei retourniert wurde, kann Schwanke anbieten, es ist in dieser Form sicher ein Unikat - Schätzpreis € 2500.-. Fast schon "normal" dagegen ist eine Briefrarität von WÜRTTEMBERG: der Vierring-Versuchsstempel von "Tübingen" soll € 2500.- kosten.

DEUTSCHES REICH: Hier gelangen weitere bedeutende Teile einer umfangreichen Sammlung "Brustschilde" zum Angebot. Gefallen werden neben ca. 25 ausgesuchten Losen "Hufeisenstempel" auch seltene Frankaturen (wie Mi.Nr. 24 als Einzelfrankatur, € 1250.-) oder ausgesucht hübsche Entwertungen.

Probedrucke, Abarten und Besonderheiten finden sich im anschließenden Teil ab den Reichspostausgaben, auch der Infla-Bereich bietet Rares, z.B. das "Hitler-Provisorium" (Mi.Nr. 331 a) gleich per vier Stück auf schönem Briefstück (€ 5000.-), und natürlich sind die sogenannten Standard-Ausgaben allesamt im Angebot vorhanden.

DT. KOLONIEN und DT.GEBIETE bieten einige Seltenheiten und postgeschichtlich Interessantes, z.B. von Karolinen die Mi.Nr. 7v auf Karte nach Köln € 2000.-), Sudeten/Reichenberg-Maffersdorf Mi.Nr. 1 auf Briefstück (nur 5 Stück bekannt, Taxe € 2500.-), Feldpostausgaben, dabei die seltene Mi.Nr. 8A sauber ungebraucht (€ 2000.-) und last but not least Propaganda-Fälschungen mit der guten "Frank"-Marke (Mi.Nr. 33, als Randstück € 1500.-).

Im Deutschland-Teil nach 1945 fällt eine Sammlung WEST-BERLIN ins Auge, die ausgabenweise aufgelöst wurden. Darin sind insbesondere seltene Frankaturen, Abarten, Paare der Dauerserien usw. enthalten; darunter die erste Markenausgaben (Mi.Nr. 1-20) mit 100 Belegen, u.a. einem Magistratsbrief vom 15.8.45 (€ 5000.-), Berliner Bauten (Mi.Nr. 42-60) spezialisiert mit Rohrpost, Zusammendrucken, Markenheftchen etc. (€ 4500.-) oder ein gestempelter Block 1, der gleich beide im "Michel" gelisteten Abarten (I und II) aufweist (€ 1200.-).

Auktionshaus Gert Müller in Ettlingen mit Rekordumsatz für 2012

wm Holger Thull, Inhaber des Hauses, meldet für das vergangene Geschäftsjahr einen neuen Rekordumsatz von über 8,7 Millionen Euro (ohne MwSt.) für seine Firma, womit das bereits sehr gute Ergebnis des Vorjahres erneut, nämlich um 30 Prozent, gesteigert werden konnte. Das Auktionshaus Müller besteht seit dem Jahr 1951 und ist das älteste badische Briefmarken-Auktionshaus. Für die 75. Auktion vom 14. Bis 16. Februar 2013 werden noch Einlieferungen bis Mitte Januar angenommen. Kontakt: Tel. 0 72 43/56 17 40

Vorbericht 339. Auktion SCHWANKE/Hamburg. Teil 1 (Übersee)

wm hjs "Reif für die Insel"? Das ist die Frage, die der bekannte Hamburger Auktionator Kunden stellt, die sich für die Lose seiner kommenden Auktion vom 8.-9.Februar 2013 interessieren. Diese zu beantworten fällt sicherlich leichter, wenn man einmal einen Blick in das Angebot wirft.

Eine sehr ungewöhnliche Offerte von genau 89 Losen der "Ägäischen Inseln" steht am Anfang des kommenden Auktionsangebotes. Fast ausnahmslos handelt es dabei um postgeschichtliche Stücke, beginnend mit Belegen der österreichischen und türkischen Post, bevor im Jahre 1912 eigene Marken dieses Sammelgebietes erschienen. Philatelistisch belegt werden nicht nur die dreizehn verschiedenen Inselaufdrucke, sondern auch die folgende wechselvolle Geschichte unter italienischer, deutscher oder britischer Besetzung, oder als französisches Verwaltungsgebiet die Insel Kastellorizo.

Levantinische Ausgaben, Epirus oder interessante Belege von Kreta sind ebenfalls in guter Auswahl im Auktionsangebot. So kann Schwanke von Kreta die seltenen Stempel von SITIA und HIERAPETRA (je auf französischen Feldpostbriefen, € 350.-/€ 300.-) anbieten, daneben rare Probedrucke zur ersten Markenausgabe Kretas aus dem Jahre 1900 (€ 2500.-) sowie einen Brief mit der seltenen "Mi.Nr.1" des Verwaltungsgebietes Heraklion (€ 400.-).

ÖSTERREICH ist ein weiteres Schwerpunktgebiet, mit insgesamt ca. 120 Losen. Dabei ist besonders die Markenklassik mit ausgesucht schönen Belegen zu nennen. Eindrucksvoll sicher eine "schwarz-gelbe" Kombination aus jeweils 3 Stück Mi.Nr. 10 und 11 auf Brief von Rochlitz nach Wien (€ 1200.-), Mehrfachfrankaturen (z.B. 5x Nr. 19 auf Brief von Triest nach Pesth zu € 500.-), Buntfrankaturen (oftmals Dreifarben) oder "originelle" Frankaturen wie z.B. eine 30 Kr.-Frankaturen aus je zwei Exemplaren zu 2 und 3 Kreuzern und 1x 10 Kreuzern; von Wien nach Schio gelaufen, soll dieser Brief € 500.- kosten. Vom Feinsten zwei 71 Kr.-Frankaturen von Wien nach Paris, beide mit der Ausgabe 1867 frankiert, 1x unter Einschluss des Höchstwertes Mi.Nr. 41. (Schätzpreis je 1250.- €).

UNGARN - zwei Inflationen bestimmen die Postgeschichte auch dieses Landes zwischen Jahren 1920 und 1947. Eine umfangreiche Sammlung der Hyperinflation nach 1945 wird - in 14 Lose detailliert - nach Portoperioden angeboten. "Eine Trilliarde" (eine Eins mit 31 Nullen) Pengö hat noch nicht einmal gereicht, im Juli 1946 ein kleines Päckchen zu befördern; teils sind bei den angebotenen Belegen ganze Bögen frankiert - eindrucksvolle Poststücke, wie sie ja einem Sammler der deutschen Inflationausgaben nicht fremd sind. Die Schätzpreise für die einzelnen Sammlungsteile liegen zwischen 150.- und 500.- €, unser Foto zeigt eine besonders "drastische" Frankatur!

Ein ganz anderes Thema - "die Forwarding Agents". Gut 60 Positionen sind in unserem Katalog besonders herausgestellt und beleuchten philatelistisch damalige (wir sprechen vom Zeitraum ca. 1750-1880) Postsysteme, Transportwege und -möglichkeiten. Nord-Süd-, Ost-West-Transite in Europa, Post von den karibischen Inseln, der Weg nach Indien und von dort nach Europa, dies sind einige Strecken, auf denen in den vergangenen Jahrhunderten die Forwarding Agenten tätig waren. Ein ganz berühmtes Beispiel ist die Post, die Thomas Waghorn von Europa nach Indien über Land beförderte und damit erstmals im Jahre 1836 die Beförderungsdauer (die Briefe wurden vorher mit Segelschiffen um das Kap der Guten Hoffnung herum transportiert) auf unter die halbe Zeit verkürzte.

Ein JAPAN-Brief aus dem Jahre 1890, bei dem die Rückscheingebühr voll frankiert wurde (€ 1000.-), MAURITIUS Mi.Nr. 6, die "Sherwin"-Ausgabe, als ganz vorzügliches, breitrandiges Stück (€ 2500.-), die "Diligencias" von URUGUAY als ganzer Satz (€ 450.-) oder 40 Lose USA (dabei ein Luxusbriefstück der Mi.Nr. 2, € 750.-) sind nur ein paar Highlights aus dem Übersee-Angebot.

Zur Erforschung des Nordmeeres, der Suche nach dem Nordpol und zur frühen Expeditionsgeschichte in der Mitte des 19.Jahrhunderts können wir einen Oldenburgbrief aus dem Jahre 1865 anbieten. Dieser Brief ist adressiert an den Gesandten der französischen Regierung in Hannover und nimmt Bezug auf die zeitgleiche englische Nordpolexpedition von Sherard Osborn und das gescheiterte gleichartige französische Vorhaben - ein auch unter Geschichtsaspekten bedeutender Beleg (€ 2500.-)!

338. Schwanke-Auktion: Eindrucksvolle Ergebnisse für bibliophile Besonderheiten

"Wir wünschten uns, dass das Interesse für bibliophile Besonderheiten bei philatelistischer Literatur in Deutschland genau so groß wäre wie im europäischen und überseeischen Ausland", zog Hans-Joachim Schwanke als Fazit seiner am 7. Dezember 2012 abgeschlossenen Auktion für philatelistische Literatur, "denn die meisten der von uns angebotenen Raritäten wurden ins Ausland verkauft, namentlich nach England, Italien, Spanien und Frankreich, in die skandinavischen Länder sowie nach Japan und in die USA".

Gute Nachfrage für Periodika und Auktionskataloge

Kletterte von 1000 auf 1900 Euro: Collectionneur de Timbres-Poste von A. Maury aus den Jahren 1885 bis 1910.

Einige besonders eindrucksvolle Ergebnisse belegen diese Aussage nachdrücklich. Einer der frühesten und schönsten Kataloge - Moens "Les Timbres-Poste illustrés (1840-1864)" aus dem Jahre 1864 - erlöste 1400 (1000) Euro. Aus dem Deutschland-Teil Lindenbergs "Die Ganzsachensammlung der Gebrüder Petschek", ein seltenes Werk aus dem Jahre 1934, das in nur 150 Stück Auflage gedruckt wurde und nie in den Handel kam, sondern lediglich für Geschenkzwecke im Familienkreis produziert wurde, zog von 250 auf 1100 Euro. Bühlers bekanntes Werk "Sachsen 3 Pfennig Rot", jedoch als "Nummer 1" aus dem Besitz des Autors und von ihm mit etlichen handschriftlichen Ergänzungen versehen - in dieser Form sicherlich unwiederbringlich - erbrachte 920 (500) Euro. Ein Tagebuch eines Offiziers aus dem Deutsch-Französischen Krieg 1870-71 mit vielen Briefen, Notizen und zeitgenössischem Begleitmaterial stieg von 1000 auf 1500 Euro.

Im Europa-Teil des Raritäten-Kabinetts blieb erstaunlicherweise der französische Mirabaud/de Reuterskjöld "Les Timbres-Poste Suisse", eine unvergleichlich schöne Luxusausgabe, mit einer Taxe von 3500 Euro unverkauft, anderseits war einem Sammler das "Souvenir amical 1922", ein Gästebuch der Schweizer Philatelistentage mit unzähligen Unterschriften hervorragender Schweizer Philatelisten, 3300 (2000) Euro wert.

Schwergewichte gab es im Übersee-Angebot mit "Hedschas. A Short Note on the Design and Issue of Postage Stamps" aus dem Jahre 1918 mit eingeklebten Originalmarken, das mit 2000 (1000) Euro zugeschlagen wurde. Herausragend waren auch die Ergebnisse für drei der vielleicht seltensten Werke der philatelistischen Literatur - von Japan: Peplows "Plates of the Stamps of Japan 1871-1876" aus dem Jahre 1910, in einer Auflage von nur 25 Stück erschienen, erbrachte 8200 (4000) Euro, Tracy Woodwards "The Postage Stamps of Japan and Dependencies" aus dem Jahre 1928 erlöste 6200 (5000) Euro und das gleiche Werk, jedoch in weniger aufwendiger Ausstattung als Arbeitsausgabe "for review purposes" in einer Mini-Auflage von nur 30 Expemplaren gedruckt, wurde für 4100 (4000) Euro verkauft.

Durchweg gut liefen frühe Periodika wie z.B. "Collectionneur de Timbres-Poste" von A. Maury - die Jahre 1885-1910 in einheitlichen Bänden - für 1900 (1000) Euro, aber auch Gebr. Senf "Illustriertes Briefmarkenjournal" aus 1883-1941 für 1050 (500) Euro. "Zur Sache" ging es auch bei den Auktionskatalogen, zumindest was die "name sales" anbelangte. So erlösten ein kompletter Run "Ferrari" 1921-29 1900 (1000) Euro und desgleichen von "Burrus" 970 (600) Euro oder von "Caspary" 870 (500) Euro. Aber auch Kataloge besonderer Auktionen und frühe Stücke waren umkämpft. Bemerkenswert war ein Run von 48 Katalogen von Robson Lowe (London) aus den Jahren 1944- 46, dabei auch die berühmte "D-Day"-Auktion vom 14. Juni 1944, der von 100 auf 720 Euro zog und damit das Siebenfache des Schätzwertes einspielte.

Den Vogel ab schoss aber der Auktionskatalog der "F.W. Hunter Collection" der Firma Scott Stamp & Coin Co. (Los 1929). Diese berühmte Sammlung wurde im Jahre 1900 in New York versteigert, und es war nach Wissen des Auktionshauses Schwanke der erste Auktionskatalog, der mit Fototafeln gedruckt wurde. Das nun angebotene Exemplar, bei dem die Zuschläge in rot und die Namen der Käufer in schwarz notiert waren, sprang nach heftigem Bieterkampf von 300 auf stolze 3200 Euro. Mit Aufgeldern investierte der Käufer mithin rund 4000 Euro in das seltene Werk. Wie der glückliche Käufer nachher berichtete, hatte sein Großvater auf der damaligen Auktion einige Seltenheiten von British Guyana erworben, die sich noch heute im Familienbesitz befinden - so schließt sich der Kreis!

Durchweg gut abgesetzt wurde die Bibliothek "Hallertau", einer wirklich die ganze philatelistische Welt umfassenden Handbibliothek mit ca. 600 Losen, von denen gut 400 Titel neue Besitzer fanden. Werke zum Thema "Fälschungen, Neudrucke, Fälschungserkennung" waren wie immer begehrt, auch Monographien besonders zu überseeischen Sammelgebieten blieben kaum unverkauft. Daneben gefragt waren auch Stücke mit attraktiver Druckgraphik, insbesondere frühe Werke, Journale und Preislisten vor dem Ersten Weltkrieg.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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Heiße Bieterkämpfe bei Aachener Briefmarken- und Münzauktion!

Aachen Sammler, Händler und Anleger waren zusammen mit den branchenbekannten Kommissionären nach Aachen gekommen, um aus dem reichhaltigen und qualitativ hochwertigen Angebot der 51. Aix-Phila-Auktion am 23. und 24. November 2012 das ein oder andere Stück für sich zu ergattern. Leicht wurde es ihnen dabei aber nicht gemacht: Schon die schriftlichen Gebote, die im Vorfeld der Versteigerung aus der ganzen Welt eingetroffen waren, ließen Ergebnisse weit jenseits der Startpreise erahnen - und so kam es dann auch.

Eine Goldmünze zu 15 Rupien aus Deutsch-Ostafrika kletterte von 1500 auf 2200 Euro, ein Zehnguldenstück aus Danzig von 500 auf 1250 Euro, drei deutsche Goldmünzen aus dem 18. Jahrhundert schnellten von 800 auf 2100 Euro.

Ein ähnliches Bild sah man bei den Briefmarken. Hier erzielten vor allem die Marken der Deutschen Kolonien durchweg Spitzenpreise. Aber auch die internationale Philatelie setzte Glanzlichter. Ein Marke aus Gibraltar zu 5 Pfund schoss von 500 auf 2200 Euro, der populäre Schauspielblock aus China kam bei einem Schätzpreis von 1500 auf 3600 Euro.

Richtig turbulent ging es bei den Sammlungen und Nachlässen zu. Die Startpreise erwiesen sich schnell als Makulatur, doppelte und dreifache Ergebnisse waren eher Regel denn Ausnahme. Eine Sammlung Altdeutschland erzielte 5200 (2500) Euro, eine Kollektion England wurde mit 8000 (2500) Euro zugeschlagen, und so ging es den ganzen Nachmittag weiter. Den Vogel schoss dabei eine Top-Sammlung Zweiter Weltkrieg ab, die mit 4000 Euro ins Rennen geschickt und mit sage und schreibe 14 500 Euro zugeschlagen wurde. Großes Aufsehen erregte auch eine unscheinbare Schachtel mit klassischen japanischen Ganzsachen, die ein telefonischer Bieter aus Yokohama von veranschlagten 200 Euro auf kaum zu glaubende 3200 Euro hochsteigerte.

Es waren aber keineswegs nur solche Spitzenergebnisse, die den Erfolg dieser Versteigerung ausmachten, sondern besonders auch die vielen Sammler mit kleinerem Geldbeutel, die bei Schätzpreisen ab 10 Euro kräftig mitmischten und so ihren Anteil an teils spektakulären Steigerungen hatten.

Internet: www.aixphila.de

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Spitzenpreise für Altdeutschland und Sammlungen

Hamburg Die 205. Auktion des Hamburger Traditionshauses Edgar Mohrmann brachte besonders hervorragende Ergebnisse für Altdeutsche Staaten, Deutsche Kolonien, Britische Kolonien, Europa- und Alle-Welt-Sammlungen sowie Brief- und Münzsammlungen von der Antike bis hin zur Moderne.

Im klassischen Bereich stieg die badische Landpostportomarke MiNr. 3 X gestempelt von 8500 auf 16 200 Euro, ein "Schwarzer Einser" von Bayern auf Brief von 2000 auf 5500 Euro und eine gestempelte "Sachsen Dreier" (MiNr. 1 c) von 5000 auf 6600 Euro. Ein Einschreibebrief mit der ungezähnten 50 Pf orange des Deutschen Reiches im Korbdeckelmuster sprang von 1000 auf 8600 Euro. Großartige Steigerungen waren auch im Sammlungs-Bereich zu beobachten. So kletterten drei Auswahlhefte mit Spitzenwerten Alle Welt von 50.000 auf 156.000 Euro, ein altes "Baumbach's ´Universal Briefmarken Album" mit Sammlung Alle Welt von ebenfalls 50.000 auf 113.000 Euro.

Begehrt waren auch die numismatischen Angebote. Für eine Goldmedaille "Saar" wurden 4500 (3500) Euro geboten. Von 5000 auf 21 600 Euro zog ein Bestand von Silber- und Goldmünzen aus aller Welt.

Internet: www.edgar-mohrmann.de

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Breites Angebot

Leipzig Den Auftakt der 159. Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert am 11. und 12. Januar 2013 machen rund 100 Zeppelinlose aus dem Zeitraum 1911 bis 1939, dabei frühe Belege des LZ "Schwaben", "Hansa", "Sachsen", "Bodensee" und Fahrten mit interessanter Zuleitungspost des LZ 127 einschließlich Europa und Übersee.

Startet bei Fortagne & Lipfert mit 400 Euro: Brief mit Einzelfrankatur der 5 Mark Taube mit Handstempel Bezirk 41/Jahnsdorf.

Topstück ist eine Abwurf-Sonderkarte des LZ 8 "Deutschland" vom Blumentag 1911 in Düsseldorf, die mit 2100 Euro taxiert ist. Es folgen über 100 Flugpostlose Deutsches Reich mit Pionierluftpost aus 1912 bis 1914, aber auch Luftpost aus Europa und Übersee.

Rund 190 Lose kommen aus den Bereichen Schiffs-, Feld- und Kriegsgefangenenpost unter den Hammer. Bei den Motiven begeistert die Auflösung einer Polarpost-Sammlung mit seltenen Belegen von Nord- und Südpol-Expeditionen aus den Jahren 1897 bis 1926. Weit über 200 Lose entfallen auf Heimatphilatelie, Post- und Zeitgeschichte, wobei ein Schwerpunkt auf Leipzig liegt. Eine Sammlung Leipziger Sonderstempel 1884-1943 geht mit 1000 Euro an den Start.

Knapp 1000 Lose bietet das Deutsche Reich mit einem ausführlichen Teil der ersten Dauerserie einschließlich Besonderheiten wie Farben und Plattenfehlern. 850 Euro werden für eine R-Briefvorderseite mit einer Mehrfachfrankatur der MiNr. 20 gefordert. Auch die späteren Abschnitte einschließlich Kolonien und Besetzungsausgaben sind vertreten.

Nachkriegsdeutschland beginnt mit den Lokalausgaben ab 1945, gefolgt von etlichen Besonderheiten der SBZ. Über 400 Positionen umfasst die DDR, dabei viele bessere Ausgaben und FDC, Farben, Plattenfehler, Wasserzeichen-Besonderheiten (u.a. MiNr. 1054 YG postfrisch für 750 Euro), Zusammendrucke, Markenheftchen, Ganzsachen und Dienst/ZKD-Post. Rund 100 Lose betreffen die westlichen Besatzungszonen, Berlin und Bund. Über 240 Einzellose beinhalten Europa und Übersee. Den Abschluss bilden rund 860 Lots, Engrosposten aller Sammelgebiete und gehaltvolle Sammlungen.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Begehrte ZKD-Ausgaben

Berlin Etliche herausragende Ergebnisse können von der 49. Hadersbeck-Auktion gemeldet werden, die vom 14. bis 16. November 2012 stattfand.

Im Blickpunkt stand wieder die VR China, wo ein Block 8 postfrisch 9100, Block 9 postfrisch 2200, der Schauspieler-Satz ungezähnt 3400 und die Ausgabe "Jahr des Affen 1980" postfrisch 920 Euro erzielten. 2800 Euro wurden für die Mexiko MiNr. 212 A gestempelt geboten.

Eine Buntfrankatur aus den Baden MiNr. 18 und 19 b (2) brachte 860 Euro. Das Titellos, eine Drucksache mit Brustschilden, fuhr 1400 Euro ein. Weitere interessante Ergebnisse beim Deutschen Reich waren 2800 Euro für eine MiNr. 3 postfrisch, 3750 Euro für eine MiNr. 38 a postfrisch, 2800 Euro für eine MiNr. 50 b postfrisch und 1400 Euro für eine MiNr. 81 Bb gestempelt. Die MiNr. 19 I/II postfrisch der Deutschen Post in Marokko kostete 1400 Euro, die MiNr. 33 der Kriegspost- und Propagandafälschungen (Abbildung rechts) ebenfalls in postfrischer Erhaltung 920 Euro.

1100 Euro erzielten sieben Werte der Lokalausgabe Grabow auf Briefstück. Berlins erster Block mit Ersttagsstempel ging für 600 Euro. Bei der DDR spielte die MiNr. 329 vXIG postfrisch 650 Euro ein. Eine Sammlung mit ZKD-Bilettstreifen erlöste 1820 Euro, 80 Werte Laufkontrollzettel je auf Briefstück 1800 Euro.

Am 3. Auktionstag wurden die 400 Lose Münzen/Medaillen vollständig verkauft. Eine Gedenkmünzensammlung Bundesrepublik wurde für 2700 Euro abgenommen, obwohl die ersten vier, fünf DM-Stücke fehlten. Die 2-Euro-Münze "Gracia Patricia" von Monaco wurde für 1300 Euro zugeschlagen.

Enormen Andrang gab es bei Posten, Sammlungen sowie Engros- und Auflösungsbeständen, teils mit großen Steigerungen und sehr gutem Verkauf.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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Gute Nachfrage für hochpreisige Stücke

Stieg bei Felzmann von 20.000 auf 23.000 Euro: Einzig bekannter Balbo-Geschwaderflug-Beleg mit Aufgabe in Fiume.

Düsseldorf In die Höhe stieg der "Balbo-Geschwaderflug-Beleg" auf der 139.-141. Felzmann-Auktion vom 6. bis 10. November 2012. Mit 23.000 Euro Zuschlag konnte das Titelstück seinen hochpreisigen Ausruf noch übertreffen.

Neuentdeckungen wie die Probedruckbogen der Abstimmungskommission Schleswig und Raritäten wie der Oldenburger 1 Groschen indigo sind nur einige Beispiele für die lebhafte Nachfrage nach seltenen philatelistischen Spitzenstücken. Herausstechend war ein Beleg, frankiert mit allen drei seltenen Marken der 3. Platte der Schweizer UPU-Jubiläumsserie, dabei die außerordentlich rare 10 C. in der Variante dunkelpurpurrot. Dieser Brief erzielte einen Zuschlag von 10 500 Euro.

Im hochpreisigen Bereich konnten sämtliche Gebiete weit überdurchschnittliche Zuschläge verbuchen. Die dafür nötige Bieterkonkurrenz schaffte vor allem der international aufgestellte Kundenstamm des Auktionshauses Felzmann. Entsprechend heftig waren die Bietergefechte im Saal unter der regen Beteiligung von Telefonbietern aus der ganzen Welt. Diese katapultierten einen Brief aus der österreichischen Lombardei auf 6000 Euro und damit den dreißigfachen Ansatz.

Auch die kurzfristig eingelieferten Lose des Nachtrags brachten hohe Ergebnisse. Die spezialisierte Generalsammlung "Zusammendrucke Deutsches Reich" wurde mit all ihren forschungsrelevanten Besonderheiten für stolze 76.000 Euro zugeschlagen. Ein voller Auktionssaal und eine lebhafte Bieterkonkurrenz zeichnete die folgende Sammlungsauktion aus. Hier konnte der enorme Bestand "Prof. Dr. Lübke" mit fast 50.000 Euro ein ausgezeichnetes Ergebnis erreichen, das den Gesamtausruf mehr als verdoppelte.

Während der Spezialauktion "Zeppelin- und Luftpost" wurde Wilfried Tang mit dem "Felzmann Award" für seine herausragende Ausstellungssammlung "Deutsche Zeppelinpost" ausgezeichnet. Dieter Leder betonte während seiner Laudatio die besondere Forschungsrelevanz dieser Sammlung für die Zeppelin-Philatelie. Auf der Auktion konnten nicht nur philatelistische Sammlerstücke, sondern auch Memorabilien ersteigert werden. So fanden unter anderem ein Abwurfbeleg der Kaiserfahrt 1909 sowie eine Bordspeisekarte des LZ 8 "Deutschland" einen begeisterten Spezial-Sammler.

Die Briefmarkenkunst-Auktion "Elisabeth von Janota-Bzowski" zeigte den hohen Stellenwert, den die Düsseldorfer Künstlerin auch international genießt. Interessenten aus dem In- und Ausland boten in einem vollen Auktionssaal auf die Werke der Düsseldorfer Künstlerin. Sogar nach Japan gingen zwei der beliebten Briefmarkenmotive, darunter der Spitzenzuschlag "Johannes Brahms" für 2900 Euro. Elisabeth von Janota-Bzowski wäre am 21. November 2012 100 Jahre alt geworden. Sie gestaltete nicht nur Briefmarken für die Deutsche Post, sondern auch für die Ver-einten Nationen und war international vor allem für ihre Werbearbeiten und Titelcover des TIME-Magazine bekannt.

Durch die ausgesprochen rege Bieterbeteiligung war diese Auktion die erfolgreichste in 2012.

Stieg bei Felzmann von 20.000 auf 23.000 Euro: Einzig bekannter Balbo-Geschwaderflug-Beleg mit Aufgabe in Fiume. Internet: www.felzmann.de

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75. Gert-Müller-Auktion: "Wertvollstes SBZ-Angebot der Auktionsgeschichte!"

Anlässlich der 75. Versteigerung bei Gert Müller in Ettlingen vom 14. bis 16. Februar 2013 kommt das bislang wertvollste Angebot der SBZ-Philatelie in drei Sonderkatalogen zum Angebot. Der gesamte Ausruf beträgt über 600.000 Euro, teilt das Auktionshaus mit. Es wurden mehrere große Spezialsammlungen aufgelöst, dabei auch der erste Teil der herausragenden Sammlung "Ströh - SBZ-Briefe" mit Frankaturraritäten wie zum Beispiel der seltenen schwarzgrünen 6 Pfennig von Ostsachsen (MiNr. 43 Ac) als portogerechte Einzelfrankatur auf bedarfsmäßig verwendeter Postkarte (5000 Euro). Ergänzt wird die einmalige Offerte mit seltensten Frankaturen der Postmeistertrennungen und außergewöhnlichen Verwendungsformen, beispielsweise der einzig bekannte Kriegsgefangenenbrief von Thüringen.

Einzig bekannte frankierte Postausweiskarte von Ostsachsen (2500 Euro).

Vier Sonderkataloge

Des Weiteren kommen bei Müller Raritäten der SBZ in einem Sonderkatalog zum Verkauf, die ausschließlich aus den Sammlungen Ströh, Hampe und Dr. Günther stammen. Dabei sind auch das einzig bekannte Exemplar der 10 Pfennig Stadt Berlin auf weißem Papier (7500 Euro), seltene Probedrucke, Abarten, teure Farben, Papiersorten, Zähnungen usw., die wohl jeden Sammler dieses interessanten Gebietes in Erstaunen versetzten dürften. Ein dritter Katalog ist den Handstempeln der SBZ gewidmet. Er enthält über 700 frische Einzellose, darunter ebenfalls außergewöhnliche Raritäten wie Bezirk 14 Torno auf Bedarfsbrief (4000 Euro), seltene Marken der Ziffernausgabe, sehr viele Briefe aus der Sammlung von Dr. Drescher, Ganzsachen mit Raritäten aus der Sammlung Hampe und vieles mehr. Dieses einzigartige Angebot sollten SBZ-Spezialisten nicht versäumen. Bei Interesse können die Auktionskataloge kostenlos angefordert werden.

Ein weiterer Sonderkatalog ist für den ersten Teil einer großen Bundesrepublik-Spezialsammlung vorgesehen. Die Kollektion zeigt viele seltene Abarten ab Bundestag 1949 ungezähnt inklusive dem einzig bekannten IBRA-Block 1999 mit kopfstehendem Markeneindruck (15.000 Euro). Auch die unverausgabte Briefmarke "Brot für die Welt", seltene Ersttagsbriefe der Dauerserien Posthorn und Heuss sowie Entwürfe und Markenheftchen sind vorhanden.

Das weitere Angebot von Deutschland, Europa und Übersee ist ebenfalls besonders hochwertig besetzt. Ins Auge fallen Liechtenstein mit guten Serien und vielen Abarten sowie die Schweiz mit reichlich klassischen Raritäten einschließlich mehrerer Basler Tauben und Doppelgenf auf Brief.

Altdeutschland besticht mit zahlreichen ausgesuchten Seltenheiten wie Sachsen-Dreier im Paar als tadellose Mehrfachfrankatur auf Streifband (45.000 Euro). Das Deutsches Reich präsentiert sich außerordentlich vielseitig ab den Brustschilden und bringt u.a. ein Vineta-Provisorium auf Briefstück und auf Ersttagskarte (siehe Abbildung unten). Gewohnt reichhaltig zeigen sich die Deutsche Kolonien mit vielen Spitzenstücken, dabei von Kiautschou das sehr seltene 3. Tsingtau-Provisorium tadellos auf Briefstück (MiNr. 3 - 35.000 Euro). Zu nennen ist auch ein umfangreicher Teil Nachkriegsdeutschland mit vielen Spezialitäten, Abarten und Bogenecken.

Das Sammlungs-Angebot wird auch dieses Mal wieder sehr stark besetzt sein. Es kommen über 3000 Kollektionen, Partien und ganze Nachlässe zu Startpreisen zwischen 50 und 20.000 Euro zum Ausruf. Auch die Münzen-Offerte mit zahlreichen Gold- und Silbermünzen wird wiederum ein kaufkräftiges Publikum nach Ettlingen ziehen. Hier sind zahlreiche Kollektionen und Partien zu moderaten Startpreisen im vier- und fünfstelligen Bereich vakant.

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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147. Rauhut-&-Kruschel-Auktion: Unikate und Top-Seltenheiten der Serie "Krone und Adler"

Rund 10.000 Lose mit einem Schätzwert von über 2,5 Millionen Euro charakterisieren die 147. Rauhut-&-Kruschel-Auktion am 1. und 2. Februar 2013. Ein bedeutender Schwerpunkt ist die Auflösung einer wohl einmaligen Sammlung "Krone & Adler", die von Silvio Grugel in den letzten 20 Jahren aufgebaut wurde. Sie besticht durch eine Vielzahl von Unikaten und Top-Raritäten. Grugel hat seine Kollektion mehrfach ausgestellt, war aber trotz Gold mit der Bewertung nicht zufrieden. Das Leid des einen kann zur Freude anderer werden, die nun Gelegenheit haben, ihre Sammlungen mit literaturbekannten Seltenheiten zu bereichern. Exakt 259 Lose sind in einem Sonderkatalog ausführlich beschrieben und in Farbe abgebildet.

Eldorado für Spezialisten

Mehrere Artikel im DDR-Sammler Express 1978/79 haben bei Silvio Grugel das Interesse am Sammelgebiet Krone und Adler geweckt und ihn schließlich Ende der 80er Jahre bewogen, eine spezialisierte Sammlung aufzubauen. Die Wende erleichterte ihm den Zugang zu Literatur, Sammlern und Prüfern. Dabei faszinierten ihn besonders die Farben der Marken und die großen und kleinen unentdeckten Besonderheiten, aber auch die Postgeschichte. Viele der nur teilweise literaturbekannten, einzeln auf Auktionen oder direkt von älteren Sammlern erworbenen Stücke - insbesondere Essays, Probedrucke und Vordruckproben der Ganzsachen-Karten - sind im Archiv für Philatelie in Bonn oder den größten Sammlungen nicht vorhanden, was den Unikat-Charakter der Stücke und die Bedeutung des Auktionsangebotes unterstreicht. Die letzten wichtigen Stücke konnten aus der Sammlung des verstorbenen Prüfers Gotwin Zenker erworben werden und sind in seinen Handbüchern abgebildet.

In einer begeisternden Reichhaltigkeit sind Essays, Probe- und Neudrucke vorhanden, so z.B. ungezähnte Probedrucke der 3, 5 und 10 Pf vom rechten Bogenrand mit versuchsweiser waffelförmiger Einprägung (MiNr. 45-47 PUY), die mit 200 Euro starten. Für mindestens 3000 Euro ist der einzige Probe-Abzug in grauultramarin auf dünnem Papier zu haben, bei dem die erst später eingravierte Wertziffer noch fehlt. Selbst die einmalige Verwendung einer ungezähnten Druckprobe, der MiNr. 45 PUIIa, in Mischfrankatur mit fünf Werten von Deutsch-Ostafrika kann die Grugel-Sammlung bieten (2500 Euro). Auch der nur in wenigen Exemplaren vorhandene Probedruck der 5 Pf mit kreuzweise angeordneter Farbgebung blau/rot/gün/ braun ist vorhanden (MiNr. 46PUV, Abbildung unten, 1500 Euro). Weitere Highlights bei den Druckproben sind die MiNr. 47 PU IIX (3000 Euro) und ein waagerechtes Paar der MiNr. 47 PZIIX (Abbildung oben, 4000 Euro). Nachdem die Reichsdruckerei Kenntnis von der in erheblichem Umfang in Verkehr gelangten Höchster Postfälschung erlangt hatte, wurden in den Folgejahren verschiedene Versuchsdrucke angefertigt. Dazu gehörte das sogenannte "Negativ-Essay" mit schwarzem Zähnungsrand, das mit 2500 Euro startet.

Stichwort Postfälschungen: Von den Freimarken der Krone-und-Adler-Ausgabe existieren mehrere Fälschungen zum Schaden der Post, die aber immer nur die damals gefragte 10-Pf-Marke betreffen. Neben der bereits erwähnten Höchster Postfälschung gab es solche in Rixdorf und Dresden. Eben jene Postfälschungen sind ein weiterer Glanzpunkt der Grugel-Sammlung. Drei Einzelstücke der Dresdner Postfälschung, die zwischen 1000 und 1200 Euro rangieren, bildeten ursprünglich einen waagerechten Dreierstreifen. Topstück in diesem Bereich ist aber eine Höchster Postfälschung der 2. Auflage, einzeln auf zentrisch gestempeltem Brief von Mannheim nach Großröhrsdorf. Die späteste bisher bekannte Verwendung dieser Postfälschung am 10. März 1891 geht mit 10.000 Euro ins Rennen.

Besonderheiten der Serie wie Frühverwendungen, unterschiedliche Markenformate, Papier- und Gummierungsunterschiede, alle katalogisierten Farben, Zwischensteg-Paare, Bogensignaturen und natürlich Abarten - und hier insbesondere die Plattenfehler - erstreckten sich über mehrere Dutzend Positionen, die auch Bedarfsbelege enthalten. Auch die verschiedenen Ganzsachen mit Wertstempel der Krone-und-Adler-Ausgabe sind mit Druckproben, Verwendungen und Besonderheiten vertreten. Großen Raum mit mehr als einem Drittel der Lose nimmt die Postgeschichte ein. Zu haben sind die unterschiedlichsten Verwendungsformen, aber auch interessante Destinationen wie Briefe nach Brasilien oder Niederländisch-Indien.

Internet: www.rauhut-auktion.de

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Traditioneller Jahresendverkauf bei AIX-PHILA in Aachen

wm Vom 27. Bis 29. Dezember 2012 treffen sich wieder alle Schnäppchenjäger zum Jahresendverkauf im Aachener Auktionshaus AIX-PHILA. Mehr als 100 Kisten mit Briefmarken jeder Coleur, diverse Sonderangebote und -aktionen, jede Menge neues und gebrauchtes Zubehör, Spaß, Spannung und passende Getränke sind garantiert. Hunderte Sammler schätzen jedes Jahr diese besondere Einkaufsquelle. Öffnungszeiten: Do/Fr. 10 bis 18 Uhr, Sa 10 bis 13 Uhr. Ort: Lothringer Str. 13, 52062 Aachen, Tel. 02 41/3 39 95, E-Mail: info@aixphila.de

Internet: www.aixphila.de

Neuer Auktionstermin: Herbert-Geier-Auktion in Hirschaid bei Bamberg

wm Aufgrund verspäteter Meldung konnte der nächste Termin der Auktion von Herbert Geier, Bad Staffelstein, in den Monatsausgaben der Fachblätter nicht abgedruckt werden. Hier die Daten der kommenden Auktion: 26. Januar 2013, Hotel Göller in 96114 Hirschaid bei Bamberg. Die Besichtigung der Lose ist im Geschäft von H. Geier in der Bärengasse 4a in 96231 Bad Staffelstein möglich. Kontakt: Tel. 0 95 73/18 70, E-Mail: info@geier-auktionen.de

Nachbericht Spezialauktion für Philatelistische Literatur am 7.12.2012 bei SCHWANKE in Hamburg

wm "Wir wünschten uns, dass das Interesse für bibliophile Besonderheiten bei philatelistischer Literatur in Deutschland genau so groß wäre wie im europäischen und überseeischen Ausland." So lautete - kurz gefasst - der Eindruck des Hamburger Auktionators Hans-Joachim Schwanke, denn die meisten der von ihm angebotenen Raritäten wurden ins Ausland verkauft, namentlich nach England, Italien, Spanien und Frankreich, in die skandinavischen Länder sowie nach Japan und in die USA.

Einige besonders eindrucksvolle Ergebnisse belegen dies:

Einer der frühesten und schönsten Kataloge, Moens "Les Timbres-Poste illustrés (1840-1864)" aus dem Jahre 1864 erlöste € 1400.- (€ 1000); dann aus dem Deutschland-Teil Lindenbergs "Die Ganzsachensammlung der Gebrüder Petschek", ein seltenes Werk aus dem Jahre 1934, in nur 150 Stück Auflage gedruckt, das nie in den Handel kam und nur für Geschenkzwecke im Familienkreis produziert wurde, zog von € 250.- auf 1100 Euro; Bühlers "Sachsen 3 Pfennig Rot", ein bekanntes Werk, jedoch als "Nummer 1" aus dem Besitz des Autors und von ihm mit etlichen handschriftlichen Ergänzungen versehen, in dieser Form sicherlich unwiederbringlich, erbrachte 920.- € (€ 500.-), ein Tagebuch eines Offiziers aus dem Deutsch-Französischen Krieg 1870-71 mit vielen Briefen, Notizen und zeitgenössischem Begleitmaterial, Ergebnis 1500.- € (1000.-).

Im Europa-Teil des Raritäten-Kabinetts blieb erstaunlicherweise der französische Mirabaud/de Reuterskjöld "Les Timbres-Poste Suisse", eine unvergleichlich schöne Luxusausgabe, mit einer Taxe von € 3500 unverkauft, anderseits war einem Sammler das "Souvenir amical 1922", ein Gästebuch der Schweizer Philatelistentage mit unzähligen Unterschriften hervorragender Schweizer Philatelisten, € 3300 (Taxe 2000 Euro) wert.

Schwergewichte gab es im Übersee-Angebot mit: "Hedschas. A Short Note on the Design and Issue of Postage Stamps" aus dem Jahre 1918, mit eingeklebten Originalmarken, Zuschlag € 2000.- (1000.-) und dann die drei vielleicht seltensten Werke der philatelistischen Literatur - von Japan: Peplows "Plates of the Stamps of Japan 1871-1876" aus dem Jahre 1910, in einer Auflage von nur 25 Stück erschienen, erbrachte 8200.- € (4000.-); Tracy Woodwards "The Postage Stamps of Japan and Dependencies" aus dem Jahre 1928 erlöste 6200.- € (5000.-) und das gleiche Werk, jedoch in weniger aufwändiger Ausstattung, als Arbeitsausgabe "for review purposes" in einer Mini-Auflage von nur 30 Expl. gedruckt, wurde für 4100.- € (4000.-) verkauft.

Durchweg gut gingen frühe Periodika wie z.B. "Collectionneur de Timbres-Poste" von A. Maury, die Jahre 1885-1910 in einheitlichen Bänden zu 1900.- € (1000.-), aber auch Gebr. Senf "Illustriertes Briefmarkenjournal" aus 1883-1941 zu € 1050.- (500.-).

"Zur Sache" ging es auch bei den Auktionskatalogen, zumindest was die "name sales" anbelangte. So erlösten ein kompletter Run "Ferrari" 1921-29 1900.- € (1000.-), desgl. "Burrus" € 970.- (600.-) oder "Caspary" € 870.- (500.-). Aber auch Kataloge besonderer Auktionen und frühe Stücke waren umkämpft. Bemerkenswert ein Run von 48 Katalogen von Robson Lowe, London, aus den Jahren 1944-46, dabei auch die berühmte "D-Day"-Auktion vom 14.6.44, der von € 100.- auf € 720.- zog und damit das Siebenfache des Schätzwertes einspielte.

Den Vogel ab schoss aber der Auktionskatalog der "F.W. Hunter Collection" der Firma Scott Stamp & Coin Co. (Los 1929). Diese berühmte Sammlung wurde im Jahre 1900 in New York versteigert, und es war - soweit bekannt - der erste Auktionskatalog, der mit Fototafeln gedruckt wurde. Das von uns angebotene Exemplar, bei dem die Zuschläge in rot und die Namen der Käufer in schwarz notiert waren, ging, bei einer Taxe von 300.- Euro, nach heftigem Bieterkampf auf stolze 3200.- Euro und war dem Käufer mit Aufgeldern mithin rund 4000.- Euro wert! Wie uns der glückliche Käufer sagte, hatte sein Großvater auf der damaligen Auktion einige Seltenheiten von Britisch Guyana erworben, die sich noch heute im Familienbesitz befinden - so schließt sich der Kreis!

Die Liste bemerkenswerter Zuschläge aus dem Raritätenteil der Auktion ließe sich noch beliebig fortsetzen. Durchweg gut abgesetzt wurde aber auch die Bibliothek "Hallertau", eine wirklich die ganze philatelistische Welt umfassende Handbibliothek mit ca. 600 Losen, von denen gut 400 Titel neue Besitzer fanden. Titel zum Thema "Fälschungen, Neudrucke, Fälschungserkennung" waren wie immer begehrt, auch Monographien besonders zu überseeischen Sammelgebieten blieben kaum unverkauft. Daneben gefragt auch Stücke mit attraktiver Druckgraphik, insbesondere frühe Stücke, Journale und Preislisten vor dem Ersten Weltkrieg.

Die komplette Ergebnisliste ist unter www.schwanke-auktionen.de im Internet einsehbar. Eine gedruckte Ergebnisliste erscheint nach Beendigung und vollständigem Abschluss der Auktion zum Ende des Jahres.

Auktionskataloge mit Handbuchcharakter

wm Gleich zwei neu erschienene Kataloge namhafter Auktionsfirmen dürften dem Anspruch, den viele Sammler an einen solchen stellen, bei weitem übertreffen. Der Katalog zur 48. Auktion des Potsdamer Philatelistischen Büros (7./8. Dezember 2012) präsentiert "Preußen. Die Sammlung ,Augusta'". Was der Hardcoverband auf gut 160 aufwändig gestalteten Seiten an Material bieten, wird selbst den verwöhnten Kenner überraschen. Zumal im Bereich Probedrucke, aber auch bei Einheiten und Briefen, gibt es Vieles in erlesener Qualität (und mit guten Beschreibungen), was man so seit langem nicht mehr gesehen hat. Der Katalog ist bei der Firma per E-Mail unter auktion@potsdamer-phila-buero.de abzufordern.

Das Berliner Auktionshaus Schlegel bietet zu seiner Sonderauktion "Deutsche Kolonien. Sammlung ,Kilimandscharo" einen großformatigen Katalog, der ebenfalls das Prädikat "Handbuch" verdient hat. Knapp 900 Lose mit seltensten Verwendungen, Stempelraritäten der Deutschen Kolonien und Auslandspostämter, bis hin zu Unikaten, dabei auch 300 Belege allein zum Gebiet "Militärmission in der Türkei", präsentieren eine Angebotsfüllen an außergewöhnlichen Kostbarkeiten. Die Lose sind durchgehend zweisprachig (englisch/deutsch) und kenntnisreich beschrieben. Der Trend, einzelne Objekte mit passenden zeitgenössischen Bildern zu untermalen, bestätigt sich auch hier. Erstmals kann man bei Schlegel nun auch LIVE per Internet mitbieten. Kontakt: mail@auktionshaus-schlegel.de

Vorschau: Die Sammlung Silvio Grugel - 147. Rauhut-Auktion am 2. Februar 2013

wm Die letzte Markenausgabe des Deutschen Reiches im 19. Jahrhundert wird unter Philatelisten nach dem Markenmotiv "Krone-Adler" genannt. Silvio Grugel hat hierzu seit 1989 eine wohl einmalige Sammlung aufgebaut, die Kenner als einmalig bezeichnen. In dieser Fülle unbekannt sind die Probedrucke der Marken und Ganzsachen, die man heute in dieser Reichhaltigkeit nicht mehr auf dem Markt findet. Viele - allein davon - sind selbst nicht im Archiv der Philatelie in Bonn vorhanden, bestenfalls in der hier in Deutschland kaum bekannten Puttkammer-Sammlung des Smithonian Postal Museum, die aber ebenfalls nicht für private Sammler zugänglich ist. Der Auktionskatalog wird rund 260 einzeln sehr detailliert und fachlich fundiert beschriebene Lose enthalten, nahezu jedes davon ein Ausnahmestück der besonderen Art. So finden Interessenten u.a. drei Exemplare der Dresdner Postfälschung, alle Marken der verschiedenen Wertstufen auch in ungebrauchter Erhaltung (auch eine MiNr. 46ba!), einen kompletten Bogen der 50 Pf. gebraucht in guter b-Nuance sowie die größte bekannte Kolonial-Vorläufer-Einheit. Die Sammlung wurde gerade postgeschichtlich, aber auch bei den Markenfarben der jeweiligen Wertstufen (diese werden in interessanten Sammel-Vergleichs-Losen angeboten) sehr spezialisiert.

Silvio Grugel stellte die Sammlung dreimal aus. Er war offenbar mit den Gold-Resultaten nicht ganz zufrieden, denn der Auktionator Harald Rauhut schreibt zum Schluss des Kataloges: "Frustriert über die Ausgestaltung des Ausstellungswesens, und über Juroren hat Silvio Grugel das Thema ,Krone-Adler' beendet." Was des einen Frust, kann nun des anderen Lust werden, wovon man sich selbst an Hand des in Kürze erhältlichen Auktionskataloges ein Bild machen kann. Kontakt: harald.rauhut@rauhut-auktion.de; Internet: www.rauhut-auktion.de

Köhler-Auktionen eröffnet mit "Knüllern" das Jubiläumsjahr 2013

1913 fand in Berlin die erste Auktion von Heinrich Köhler statt. 100 Jahre später wartet Deutschland ältestes Auktionshaus im Verbund mit Corinphila, dem ältesten Auktionshaus in der Schweiz, mit einer Reihe von Knüllern aus, die selbst bei Kennern für Überraschung sorgen. Den Auftakt machen - nachdem gerade in Sindelfingen und Mainz zwei weitere Bände der mittlerweile mehrfach goldgekrönten Edition d'Or-Buchreihe vorgestellt wurden - fünf (!) weitere Bände, die dem Lebenswerk eines weltbekannten Philatelisten gewidmet sind: Hugo Goeggel.

Einer Spezialsammlung "Mandatspost Palästina" widmet das Auktionshaus Köhler im Jubiläumsjahr "100 Jahre Heinrich Köhler" einen Sonderkatalog. Die nur in Teilen ausgestellte Kollektion stellt eine der größten weltweit existierenden Sammlungen dieses spannenden und kleinen Gebietes dar. Sie ist gespickt mit zahlreichen Seltenheiten und Raritäten. Es bietet sich die seltene Gelegenheit für beginnende und fortgeschrittene Sammler des Gebietes, ihre Kollektion um einzigartige Stücke zu ergänzen.

Im Frühjahr 2013 wird das Wiesbadener Auktionshaus außerdem eine umfangreiche und äußerst spezialisierte Sammlung der Marken der Deutschen Demokratischen Republik auflösen. Der Einlieferer der Kollektion "Kreuzhain" hat im Laufe seiner jahrzehntelangen Sammlertätigkeit eine Fülle von Abarten, seltenen Wasserzeichen, Druckerzeichen und Druckkontrollvermerken, Zusammendrucken und Markenheftchen zusammengetragen. Seine Sammlung bildet in beeindruckender Weise und Vielfalt die von Improvisation und wechselvoller Ausgabepolitik geprägte Geschichte der DDR-Briefmarkenausgaben ab.

Im Internet sind bereits zu diesen Sammlungen Vorinformationen und Bildergalerien zu sehen. Bestellungen der Kataloge und der Bände der Edition d'Or-Bücher sind über www.heinrich-koehler.de möglich.

Sonderauktion "Kilimandscharo" bringt koloniale Seltenheiten

Berlin

Seltenste Kolonialgeschichte mit legendären Provenienzen wie Burrus und Boker enthält die Sonderauktion "Kilimandscharo" des Berliner Auktionshauses Schlegel, die am 15. Dezember 2012 durchgeführt wird. 893 Lose mit einem Gesamtausruf von rund 1,5 Millionen Euro warten auf neue Liebhaber, die übrigens online live mitbieten können.

Aus der Parade der Topstücke seien einige näher vorgestellt:

- Vorläuferbrief mit den DP Türkei MiNr. V 16 und 18-19 als attraktive Drei-Farben-Frankatur mit Absenderstempel aus "Brousse", jede Marke klar und einzeln mit K1 "KAISERL. DEUTSCH. P.A. CONSTANTINOPEL 30.11.74" entwertet, forwarded von D. Lebet mit rückseitigem Stempel via Odessa nach Lyon mit Ankunftsstempel vom 7.12., nebengesetzter roter PD und Grenzübergangsstempel "ALLEMAGNE" (20.000 Euro);

- Deutsch-Ostafrika, 1 Rupie dunkelkarminrot Schiffszeichnung mit Wasserzeichen (MiNr. 38 I Ab) als korrekte Einzelfrankatur auf einer Paketkarte aus "LINDI 7.7.16" (kleine Berliner Jahreszahl 16) nach Kilwa mit rückseitigem Ankunftsstempel vom 10.7.16 (ebenfalls kleine Berliner Jahreszahl 16). Die Marke - sie wurde wie fast alle registrierten Exemplare auf Ganzstück bereits früher zur Kontrolle abgelöst und wieder mit Falz befestigt - zeigt vorschriftsmäßig zwei echte Stempelabschläge und stellt das damalige tarifmäßige Porto für eine Paketkarte von Lindi nach Kilwa dar. Diese Wertstufe gelangte am 16. März 1916 gemeinsam mit der kleinen Berliner Jahreszahl "16" durch den Blockadebrecher "Marie" nach Deutsch-Ostafrika (Landung in der Ssudibucht südlich von Lindi). Da zu dieser Zeit keine Verbindung mehr mit dem neutralen Ausland bestand, konnte diese Marke nur im Inlandsdienst aufgebraucht werden. Bis heute konnten nur sechs komplette Paketkarten registriert werden, wobei die Einzigartigkeit des vorliegenden Stücks darin besteht, dass es sich um ein Formular für eine Auslandspostpaketadresse (A.20) handelt. Die Seltenheit gehört qualitativ zu den schönsten Exemplaren und ist mit 40.000 Euro angesetzt (Abbildung).

- Deutsch-Südwestafrika, 20 Pf Krone/Adler (MiNr. VS 48) dreimal auf doppelgewichtigem Einschreibebrief mit handschriftlicher Entwertung "CAP CROHS 14.III.96" auf einer Marke und übergehend mit Zusatz "Deutsch Südw.Afrika" auf zwei Marken sowie handschriftlichem provisorischem R-Zettel von Herrn Bohr nach Frankfurt an der Oder mit Ankunftsstempel vom 19.5. Der Brief hatte einen sehr strapaziösen Postweg zurückzulegen und ist in guter Erhaltung. Die außergewöhnliche Seltenheit dieses frühen Briefes und die Besonderheit der handschriftlichen Entwertung sind beachtenswert und herauszustellen. Nur ein weiterer Einschreibebrief mit "No. 10" sowie zwei lokal adressierte Briefe und ein Brief nach Deutschland sind bekannt (15.000 Euro).

- Deutsch-Südwestafrika, Koes je handschriftlich auf fünf Marken aus den MiNr. 11-14 mit zusätzlichem Stempel "KEETMANSHOOP 31.1.09" auf Einschreibebrief mit R-Zettel Nr. 10 von Keetmanshoop, blau überschrieben "Koes", nach Charlottenburg mit Ankunftsstempel vom 26.2.09. Es ist nur noch ein weiterer ganzer Brief erhalten geblieben. Die seltene handschriftliche Entwertung startet mit 30.000 Euro.

- Samoa W.-E.-Agar-Privatpost, SAMOA EXPRESS POST 1 Shilling gelb vom Eckrand auf Brief aus "APIA" über "SYDNEY 10.9. 1880" mit New South Wales 9 Pence als Weiterfrankatur nach Kassel mit Ankunftsstempel vom 26.10.80. Nur sehr wenige Exemplare in dieser Art sind bekannt (50.000 Euro);

- Togo, "AVHEGAME 22.7.12", dreimal im typischen Farbton und zeitgerecht auf 25 Pf und waagerechtem Paar 3 Pf auf Einschreibebrief mit R-Zettel No. 12 nach Exin mit Ankunftsstempel vom 16.8. Einzig bekannter vollständiger Brief mit diesem sehr seltenen Stempel. Der Ausruf beträgt 25.000 Euro;

- Togo, "SANSANE-MANGU" 20.5.14 dreimal auf 25 Pf und waagerechtem Paar 3 Pf Schiffszeichnung auf Einschreibebrief mit R-Zettel Nr. 22 nach Neustassfurt mit Ankunftsstempel vom 2.7.14. Sansane-Mangu wurde erst am 1.3.1914 eröffnet und bereits im August 1914 wieder geschlossen, somit ist der Stempel, insbesondere auf Einschreibebrief, sehr selten (25.000 Euro).

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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Speicherfund als Highlight

Frankfurt / Main

Das Auktionshaus Weiser veranstaltet seine traditionelle Weihnachts-Auktion in diesem Jahr am 8. Dezember. Die Saal-Auktion enthält drei Abteilungen: die Briefmarken-Sammlungs-Auktion, eine China-Spezial-Auktion (Philatelie und Numismatik) und die Münz-Auktion.

Das absolute Highlight der Briefmarken-Sammlungs-Auktion ist diesmal ein echter Speicherfund. Eine Frankfurter Familie hat ihren Schatz der Firma Weiser zur Realisierung anvertraut. Es ist der alte Reisekoffer des Urgroßvaters. Der 30 Kilo schwere Koffer stand 70 Jahre lang unbeachtet auf dem Speicher. Der erste Anblick nach dem gemeinsamen Öffnen des Koffers ließ das "Philatelisten-Herz" der Auktionatorin Clau-dia Weiser höher schlagen. Der Koffer enthielt ausschließlich Briefe und Karten, beginnend mit Penny-Black-Briefen von 1840 bis zum Ende der Deutschen Kolonien 1919, dazu Postgeschichte der ganzen Welt mit traumhaft schönen Altdeutschland-Belegen, einem tollen Österreich-Teil, der ehemaligen Heimat der Vorfahren der Familie, außerdem seltene Briefe und Karten von allen Kontinenten. Nach Rücksprache mit der Einlieferer-Familie wird der Inhalt des Koffers in einzelnen Päckchen länderweise versteigert.

In der China-Auktion kommen über 300 Lose Briefmarken und Münzen aus allen Epochen zum Ausruf, darunter aus der Volksrepublik China die seltenen Militärpostmarken Nr. 1 und 2 mit Fotoattest (2000 Euro). Das China-Münz-Angebot beginnt mit der Antike und endet bei den ersten Silber-Kilo-Barren-Münzen, u.a. der 300 Yuan-Panda aus dem Jahr 2000 (Auflage nur 2000 Stück, Schön-Nr. 1227, PP, 3000 Euro).

Internet: www.Auktionshaus-Weiser.de

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Erfolgreiche Literaturauktion von Heinrich Köhler

Mainz

Anlässlich der Internationalen philatelistischen Literatur-Ausstellung IPHLA 2012 in Mainz wurde die 352. Heinrich-Köhler-Auktion mit ausschließlich philatelistischer Literatur durchgeführt. Bei der bedeutendsten Spezialauktion für philatelistische Literatur der letzten Jahre kamen fast 1000 Lose zur Versteigerung. Einen Schwerpunkt bildete die legendäre Bibliothek von Norbert Röhm, eine der größten Sammlungen in privater Hand und das Lebenswerk eines außergewöhnlichen Menschen und Literaturkenners.

Das nahezu unberührte Vordruckalbum der Gebrüder Senf in der Brillantausgabe der XX. Auflage von 1878, von denen kaum ein Dutzend Exemplare produziert wurden, war hart umkämpft und steigerte sich von 7000 Euro Startpreis auf 13 500 Euro (Abbildung oben rechts). Das "Dürr-Handbuch" aus der extrem raren Erstauflage wurde auf 3700 (3500) Euro gesteigert. Auch die Lose weiterer Einlieferer erzielten hohe Preise: Ein quasi komplettes Album mit den Reproduktionen von Fournier brachte 3600 (1500) Euro; eine umfangreiche Sammlung preußischer Postverordnungen ex 1687/1803 wurde für 7500 Euro verkauft. Der komplette "Run" der Ferrari-Versteigerungskataloge im Original fand für 2200 (1500) Euro einen neuen Liebhaber. Mit 11.000 (8500) Euro wurde ein Defnos-Atlas aus dem Jahre 1766 zugeschlagen. Dieser zeigt auf 41 Karten die Post- und Hauptverkehrsrouten im damaligen Europa.

Heinrich-Köhler-Auktionator Dieter Michelson und fast 100 anwesende Bieter, darunter zahlreiche internationale Gäste, die teils sogar aus Asien anreisten, zeigten sich ob des besonderen Ambientes der im Ratssaal des Mainzer Rathauses abgehaltenen Auktion und der erzielten Preise sichtlich beeindruckt. Nicht wenige mussten die Heimreise mit "leeren Händen" antreten. Nach der Auktion stellte Köhler-Geschäftsführer Dieter Michelson zufrieden fest: "Diese Auktion hat die klassische philatelistische Literatur ins Rampenlicht gerückt. Das Umfeld bei der Iphla war optimal für eine solche Versteigerung. Wir sind gerne bei der nächsten Iphla wieder dabei!"

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Nachbericht zur 140./141. Felzmann-Auktion 8.-10. November 2012 - Philatelie

wm (Düsseldorf/Florian Rosenthal) In die Höhe stieg der "Balbo Geschwaderflug-Beleg" auf der Felzmann-Auktion im November. Mit 23.000 € Zuschlag konnte das Titelstück seinen hochpreisigen Ausruf noch übertreffen. Neuentdeckungen wie die Probedruckbogen der Abstimmungskommission Schleswig und Raritäten wie der Oldenburger 1 Groschen indigo, sind nur einige Beispiele für die lebhafte Nachfrage nach seltenen philatelistischen Spitzenstücken. Herausstechend ein Beleg, frankiert mit allen drei seltenen Marken der 3. Platte der UPU-Jubiläumsserie, dabei die außerordentlich rare 10 C. Variante dunkelpurpurrot. Dieser Brief erzielte einen Zuschlag von 10.500 €.

Im hochpreisigen Bereich konnten sämtliche Gebiete weit überdurchschnittliche Preise erzielen. Die dafür nötige Bieterkonkurrenz, schafft vor allem ein international aufgestellter Kundenstamm des Auktionshauses. Auch die kurzfristig eingelieferten Lose des Nachtrags erzielten hohe Ergebnisse. Die spezialisierte Generalsammlung "Zusammendrucke Deutsches Reich" wurde mit all ihren forschungsrelevanten Besonderheiten für stolze 76.000 € zugeschlagen. Ein voller Auktionssaal und eine lebhafte Bieterkonkurrenz zeichnete die folgende Sammlungsauktion aus. Hier konnte der enorme "Prof. Dr. Lübke Bestand" mit fast 50.000 € ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielen, das den Gesamtausruf mehr als verdoppelte.

Während der Spezialauktion "Zeppelin- und Luftpost" wurde Wilfried Tang mit dem "Felzmann Award" für seine herausragende Ausstellungssammlung "Deutsche Zeppelinpost" ausgezeichnet. Dieter Leder betonte während seiner Laudatio die besondere Forschungsrelevanz dieser Sammlung für die Zeppelin-Philatelie. Auf der Auktion konnten nicht nur philatelistische Sammlerstücke, sondern auch Memorabilien ersteigert werden. So fanden unter anderem ein Abwurfbeleg der Kaiserfahrt 1909 sowie eine Bordspeisekarte des LZ 8 "Deutschland" einen begeisterten Spezial-Sammler.

Dank der ausgesprochen regen Bieterbeteiligung war diese Auktion die erfolgreichste in 2012.

Mehr als 16.000 Euro für ein Briefmarken-Album!

wm

Foto Wilhelm van Loo
Foto: Wilhelm van Loo

Die am 3. November 2012 im Mainzer Rathaus durchgeführte Literatur-Auktion des Wiesbadener Auktionshauses Heinrich Köhler erbrachte einige Ergebnisse, die selbst gestandenen Kennern und Experten geradezu den Atem verschlugen. Mehr als 100 Teilnehmer waren aus zahlreichen Ländern Europas, selbst aus Übersee, zumal den USA, angereist, um diese Auktion zu erleben und persönlich - andere am Telefon - mitzubieten.

Für 13.500 Euro wurde ein Schaubek-Luxus-Album aus dem Jahr 1878 zugeschlagen. Inkl. Aufgeld etc. dürfte dieses einmalige Stück den Käufer mehr als 16.000 Euro gekostet haben. Ähnlich überraschend war der Preis für den ersten deutschen Briefmarken-Katalog aus dem Jahr 1863, dessen erste Auflage für 3 700 Euro, die zweite Auflage für 1 500 Euro Zuschlag jeweils einen neuen Besitzer fanden. Gleich viel, nämlich ebenfalls 1 500 Euro, kostete ein Wuttig-Katalog von 1863 und die zahlreichen anderen Kataloge waren auch nicht wesentlich billiger. Bestens nachgefragt waren kunstvoll gebundene frühe Fachzeitschriften in guter Erhaltung, die ebenfalls für vierstellige Preise weggingen, z.B. die (Mitteldeutsche) Philatelisten-Zeitung, deren Jahrgänge von 1892 bis 1920 respektable 2 200 Euro Zuschlag erzielten.

Zwar wurden live erst einmal nur 60 Prozent der knapp 1.000 Lose (dabei auch zahlreiche Posten und Großlots) verkauft, aber für immerhin mehr als 100 Prozent des Gesamtausrufes. Im Nachverkauf werden derzeit weitere Titel gefragt, so dass Einlieferer wie Käufer sehr zufrieden sind.

686. Weiser-Auktion am 8.12.2012

wm Das Auktionshaus Weiser veranstaltet seine traditionelle Weihnachts-Auktion in diesem Jahr am 8.12.2012 Die Saal-Auktion enthält 3 Abteilungen - die Briefmarken-Sammlungs-Auktion, eine China-Spezial-Auktion (Philatelie und Numismatik) und die Münz-Auktion.

Das absolute High-Light der Briefmarken-Sammlungs-Auktion ist diesmal ein echter Speicherfund. Eine Frankfurter Familie hat Ihren Schatz der Firma Weiser zur Realisierung anvertraut. Es ist der alte Reisekoffer des Urgroßvaters. Der 30 Kilo schwere Koffer stand 70 Jahre lang unbeachtet auf dem Speicher. Der erste Anblick nach dem gemeinsamen Öffnen des Koffers ließ das ,Philatelisten-Herz' der Auktionatorin, Frau Weiser höher schlagen. Der Koffer enthielt ausschließlich Briefe und Karten, beginnend mit Penny-Black-Briefen von 1840, bis zum Ende der Deutschen Kolonien 1919, dazu postgeschichtliche Belege aus der ganzen Welt, mit traumhaft schönen Altdeutschland-Belegen, einem tollen Österreich-Teil, der ehemaligen Heimat der Vorfahren der Familie, dabei seltene Briefe und Karten von allen Kontinenten. Nach Rücksprache mit der Einlieferer-Familie wird der Inhalt des Koffers in einzelnen Päckchen länderweise versteigert.

In der China-Auktion kommen über 300 Lose Briefmarken und Münzen aus allen Epochen zum Ausruf, darunter aus der Volksrepublik China die seltenen Militärpostmarken Nr. 1 und 2 mit Fotoattest (Ausruf EUR 2.000,--). Das China-Münz-Angebot beginnt bei der Antike und endet bei den ersten Silber-Kilo-Barren-Münzen, u.a. der 300 Yuan-Panda aus dem Jahr 2000, Auflage nur 2.000 Stück, Schön-Nr.1227, PP (Ausruf EUR 3.000,--).

Die Auktions-Kataloge sind seit dem 15.10.2012 unter www.Auktionshaus-Weiser.de online. Der gedruckte Katalog kann kostenlos bei der Auktionatorin, Frau Weiser, angefordert werden (Tel.: 069-67 51 48).

Internet: www.Auktionshaus-Weiser.de

128. Auktion Dr. Reinhard Fischer in Bonn am 17./18. November 2012

wm/rf Über 10.000 Lose präsentiert das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer in Bonn am 17./18. November während der 128. Auktion in zwei aufwändigen Luxuskatalogen. Der erste Katalog ist den Münzen gewidmet. Diese werden bereits am Freitag mit ca. 1.800 Losen und über 600.000 € Ausruf versteigert. Dabei sind viele Raritäten - von der Antike bis heute.

Der Schwerpunkt ist jedoch wie seit Jahren die Philatelie, für die ein reichhaltiges Einzellos-Angebot über alle Epochen der deutschen und internationalen Philatelie zusammengestellt wurde. Einige kurze Einblicke seien erlaubt:

Altdeutschen Staaten: Baden bietet zahlreiche Markenausgaben, Briefe und Stempellose. Bayern glänzt mit einer Mi.-Nr. 1IIa in gestempelter Luxuserhaltung (1.200), ein ungebrauchter Bayern-Einser soll mindestens 400 Euro einspielen. Auch die anderen Staaten sind hervorragend besetzt mit Schwerpunkten bei Braunschweig, Hannover, Preußen, Thurn & Taxis. Unter den Ausgaben der sächsischen Post startet die Nr. 1 mit 1.100 Euro.

Deutsches Reich: stark spezialisierter Teil Brustschilde mit zahlreichen Besonderheiten, Doppelprägungen und Luxusstücken, dabei auch zahlreiche postfrische gesuchte Ausgaben. Weiterhin stark vertreten sind alle anderen vom Deutschen Reich verausgabten Marken mit postfrischen Werten, Farben, Oberrändern, Plattenfehlern, Abarten etc. Ins Auge fällt ein Luxusstück der extrem seltenen Mi.-Nr. 401 Y in gestempelter Erhaltung mit Fotoattest H.-D. Schlegel. Von dieser Marke gibt es in gestempelter Erhaltung nur ca. 40 bekannte Exemplare. Auch Dienstmarken, Markenheftchen und Zusammendrucke sowie Zeppelinpost ist sind reichhaltig vertreten. Bei den Deutschen Kolonien wird eine umfangreiche postfrische Sammlung mit zahlreichen gesuchten, häufig kaum zu findenden Ausgaben aufgelöst.

Von Marienwerder finden sich ebenfalls zwei große Raritäten: Eine Michel 17y ** (Ausruf 1200) und eine 21IIb * (Ausruf 2000), beide haben neue Atteste Klein VPP. Unter den Ausgaben von Danzig finden sich zahlreiche postfrische Ausgaben, Besonderheiten und gesuchte Sätze. Dabei unter anderem ein postfrischer Satz "kleiner Innendienst" oder die sehr seltene Mi.-Nr. 154Y in ungebrauchter Erhaltung. Weiterhin zahlreiche Probedrucke, zeitgerecht entwertete Ausgaben der Inflationszeit und interessante Stücke bei Port Gdanks wie u. a. eine extrem seltene Postvollmacht (450). Die Ausgaben von Memel werden durch zahlreiche Typen, Besonderheiten und bessere Werte blendend vertreten. Dabei u. a. seltene Nr. 12c gestempelt, Mi.-Nr. 61a als seltene, portogerechte Einzelfrankatur (400), Mi.-Nr. 193/205 in gestempelter bzw. postfrischer Erhaltung. Der gesuchte Grünaufdruck ist in tadelloser, ungebrauchter Erhaltung zu 230 Euro zu ersteigern. Unter dem stark differenziertem Angebot Saar finden sich zahlreiche Aufdruckbesonderheiten, Plattenfehler, Volkshilfesätze und ein postfrisches Luxus-Blockpaar der Hochwasserhilfe.

Ein hochwertiges Angebot "Deutsche Besetzung II. Weltkrieg 1939 - 1945" gehört beim Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer schon seit Jahren zum festen Bestandteil der Auktion. Die Ausgaben der Feldpost glänzen mit einem Angebot, das zahlreiche Luxusstücke enthält, die bei diesem Gebiet ausgesprochen selten sind, dabei u. a. 8A gestempelt mit Fotoattest Petry BPP "einwandfrei" - in dieser Qualität wird diese Marke kaum einmal angeboten. Die Ausgaben der Lokalausgaben bieten zahlreiche Seltenheiten bei Glauchau, Spremberg, Meißen und vielen weiteren Gebieten. Weiterhin stark ist das Angebot Westberlin, Bundesrepublik inkl. Markenheftchen und Zusammendrucken. Ein sehr spezialisierter Teil SBZ bietet auch vielen Spezialsammlern dieser interessanten Zeitepoche etliche Möglichkeiten zum Erwerb.

Einen weiteren Schwerpunkt setzt die Französische Zone, hier werden seltene portogerechte Belege mit Rot-Kreuz-Sätzen und Blöcken (!)in tadelloser Erhaltung angeboten. Alle Stücke sind mit aktuellen Fotoattesten Straub BPP ausgestattet. Dieser attestiert einwandfreie Erhaltung und weist auf die seltene, portogerechte Verwendung hin. In dieser Konzentration hat es ein solches Angebot schon lange nicht mehr gegeben.

Europa bietet interessante Ausgaben bei Österreich der Schweiz und einigen anderen Staaten. Ein besonderer Höhepunkt ist die Auflösung einer schönen Sammlung Frankreich mit dem absolutem Spitzenstück der Auktion, dem Fehldruck der 68 "schwarz auf preußischblau" und zwar sowohl als ungebrauchtes Einzelstück (1800) als auch als teilweise postfrischem Viererblock (!) mit einem Ausruf von 9.000 Euro. Es bietet sich also die Möglichkeit, einen recht großen Teil der Weltauflage dieser Rarität zu erwerben!

Ebenso interessante Stücke sind im ausgewählten Angebot der Übersee-Staaten im Angebot. Weiterhin stark angeboten wird gebrauchtes Zubehör. Den Höhepunkt bietet die Sammlungsauktion, die am Auktionssamstag um 16:00 Uhr startet. Über 1.200 Sammlungen (überwiegend von Privat) werden als Ländersammlung oder komplett belassener Nachlass angeboten.

Informationen rund um die Auktion und das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer finden Interessenten im Internet unter www.ReinhardFischerAuktionen.de. Der Online-Katalog vom Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer bietet eine leistungsfähige Suchmaschine, ebenso sind insgesamt 399 Sammlungen (!) fotografiert und online zur Verfügung gestellt. So ist eine Besichtigung auch von zu Hause möglich. Auch alle Einzellose und dazugehörige Atteste werden im Internet abgebildet.

Internet: www.reinhardfischerauktionen.de/

Sonderauktion bei Dr. Derichs im Frühjahr 2013 - Sammlung "M.M.T. -Düsseldorf"

wm/drd8.10.2012 Roland Meiners, geschäftsführender Alleingesellschafter von Dr. Derichs Köln/Berlin, kündigt für das Frühjahr 2013 eine Sonderauktion an. Versteigert wird in einem eigenen Katalog die Deutschland-Generalsammlung "M.M.T. - Düsseldorf". Ein weiterer Schwerpunkt der Einlieferung ist das Sammelgebiet "Europa Union", das mit allen Abarten und Besonderheiten von "M.M.T." bis zum Exzess gesammelt wurde.

Meiners erhielt am Dienstag, den 2. Oktober, einen Anruf des Sammlers, in dem er ihm mitteilte, dass er bald das 80. Lebensjahr vollende und keines seiner drei Kinder die Sammlung fortführen wolle. Das sei der Grund für die Absicht, die Sammlung zur Auktion zu geben. Es wurde ein Termin für den darauffolgenden Feiertag vereinbart, in dem man sich schnell handelseinig wurde. Das Volumen von 100 Umzugskartons wurde am Freitag mit einem eigens dafür angemieteten LKW von Mettmann (200 Meter von der Düsseldorfer Stadtgrenze) in die Geschäftsräume des Auktionshauses nach Köln transportiert.

Die Sonderauktion im Frhjahr 2013 findet ebenfalls am Firmenstammsitz in Köln statt. Meiners resümiert stolz: "'M.M.T.' war für mich ein Kunde der ersten Stunde, als ich im April 1989 meine erste Auktion nach Übernahme des Auktionshauses machte. Obwohl er ein sehr guter Kunde bei allen namhaften Auktionsfirmen in Deutschland und darüber hinaus war, sprach er über den Verkauf nur mit mir und es gab im Verlauf des Gespräches am Tag der Deutschen Einheit von Anfang an keinen Zweifel daran, dass der Verkauf dieser bedeutenden Sammlung über unser Haus abgewickelt werden sollte. Wir machen für das Objekt, welches sowohl vom Volumen als auch vom Wert her den Umfang einer 'normalen' Dr. Derichs-Auktion hat, gerne eine eigene Auktion mit einem eigenen Katalog. So wird dieses philatelistische Lebenswerk, bei dem ein Schwerpunkt auf den Abarten aller Deutschen Sammelgebiete wie ungezähnten Marken, Marken ohne Wertendruck und dergleichen liegt, entsprechend gewürdigt und durch den Katalog der Nachwelt erhalten."

Schwankes "Specials" am 23.11.2012, 16 Uhr, in Hamburg (I)

wm/hjs 8.10.2012 Die diesjährigen "Specials", ganz besondere einzelne Auktionsangebote, des bekannten Hamburger Auktionators Hans-Joachim Schwanke stehen unter dem Motto "Reisezeit". Sie erzählen von Weltreisenden und Entdeckern, von Unternehmungen und Expeditionen im 19. Jahrhundert.

Th. Ohlendorff aus Hamburg reiste im Jahre 1841 nach England, um dort Garten- und Landschaftsbau zu studieren. In einem Brief nach Hause schildert er seine Eindrücke. Später gestaltete er in Hamburg den Botanischen Garten und verdiente ein Vermögen mit Guano-Dünger, den er auf eigenen Schiffen nach Europa transportierte. Ein tolles Poststück zur Hamburger Stadtgeschichte! (€ 500)

Richard Thornton, ein englischer Geologe, nahm im Jahre 1861 an der deutschen "Kilimandscharo-Expedition" des Baron von der Decken teil. Nur ein einziger an ihn gerichteter Brief, nach Zanzibar adressiert, ist erhalten geblieben und dokumentiert diese damals verwegene Expedition (€ 5000).

Nach dem Ende der Napoleonischen Kriege gab es für die englische Flotte nicht viel zu tun. Aus der Geschichte bekannt sind die Patrouillenfahrten der Britischen Marine vor der Westküste Afrikas, mit dem Ziel, Sklavenhändler-Schiffe abzufangen und damit den Sklavenhandel zu unterbinden. Schwanke kann aus einer Privatkorrespondenz den ersten Brief anbieten, der von "Prince Island" (St. Thomé e Principe) stammt (€ 2500).

Weitere Infos: www.schwanke-auktionen.de

Schwankes "Specials" am 23.11.2012, 16 Uhr, in Hamburg (II)

wm/hjs Die diesjährigen "Specials", ganz besondere einzelne Auktionsangebote, des bekannten Hamburger Auktionators Hans-Joachim Schwanke stehen unter dem Motto "Reisezeit". Sie erzählen von Weltreisenden und Entdeckern, von Unternehmungen und Expeditionen im 19. Jahrhundert.

Gerade einmal 40 Jahre zurück liegt die Oelschläger-Afrika-Expedition. Zwei junge Leute waren im Jahre 1973 mit einem VW-"Bully" unterwegs und produzierten nebenbei bunte Souvenir-Umschläge, die mit Marken aller der Länder frankiert wurden, durch die sie reisten. Drei solcher Briefe werden im Lot versteigert (€ 100), der Erlös kommt der Philatelistischen Bibliothek Hamburg ebenso zu Gute wie der einiger anderer Lose verschiedener Einlieferer; kleine Posten und Lots, die allesamt im gedruckten Katalog mit der kleinen Eule der Bibliothek gekennzeichnet sind.

Ein Schwerpunkt in den diesjährigen Specials sind ein weiteres Mal dem Thema "Fälschungen, Neudrucke, Druckverfahren". In gut 30 Losen werden Arbeiten von Erasmo Oneglia, Angelo Panelli, Madame Joseph und anderer vorgestellt, auch ein Fournier-Album, und zwar eine "extended version" mit speziellen Extra-Seiten für Prüfer und andere Experten (€ 3500) angeboten.

Im klassischen Bereich kündigte Schwanke die Versteigerung einer "vergessenen" Sammlung Thurn & Taxis in 35 Losen ankündigen. Das Spitzenstück ist ein Brief von Lübeck nach Frankreich mit dem einzigen auf Brief bekannten Viererblock der Mi.Nr.15 und zwei zusätzlichen Einzelstücken. Optik und Seltenheit dieses Briefes sind einmalig und dieser ziert zu Recht den Katalogtitel (€ 4000). In dieser Sammlung gibt es weitere Unikate, so den frühesten Recobrief aus deutschen Landen, aus Dietz an der Lahn, der im Jahre 1661 mit entsprechendem Aufgabevermerk zur Post gegeben wurde (€ 1000) oder ein Probedruck-Viererblock zur ersten Markenausgabe (€ 2500). Dieser Block wurde bereits im Jahre 1915 in der DBZ erwähnt.

Postfrische Brustschilde - eine Parade der Seltenheiten! Die Michel-Nummern 3 (€ 2000), Nr.6 (€ 3000),Nr. 9 (€ 5000), Nr. 10 (€ 5000) oder Nr. 14 (€ 4500) sind allesamt in dieser beliebten Erhaltungs-Kategorie zu haben, und bleibt man bei der ersten Markenausgabe des Deutschen Reiches, so muss ein "Syke"-Provisorium erwähnt werden. Es existieren überhaupt nur fünf Briefstücke mit dieser Rarität; das von uns angebotene Exemplar weist als einziges einen Plattenfehler auf. (€ 10.000).

Weitere Klasse-Stücke sind eine Mi.Nr. 38a postfrisch - ohne jedwede Einschränkung attestiert (€ 5000) und eine ganz entzückende kolorierte Ansichtskarte zur Äquatortaufe, die als Frankatur ein Vineta-Provisorium trägt. (€ 8000).

Weitere Infos: www.schwanke-auktionen.de

11. Schlegel-Auktion: Applaus begleitete den Zuschlag für die Hepburn-Marke

Der Besuch einer Briefmarkenauktion hat einen Erlebnischarakter, den das ganze Zahlenspiel und damit die eigentliche Hauptsache einer Versteigerung nicht aufwiegen kann. Wer live dabei ist, kann die vor Freude strahlenden Augen gleich neben den enttäuschten sehen, oder das Freudentänzchen, das aufgeführt wird, nachdem stundenlanges Warten auf den Zuschlag endlich den Erfolg brachte. Oder wenn ein Los erst liegen zu bleiben scheint und zunächst nur ein gelangweiltes Untergebot abgegeben wird, um letztendlich einen Rekordpreis zu erzielen. Solche Szenen konnte man auch auf der 11. Schlegel-Auktion Ende August immer wieder beobachten.

Begehrte Posthorn-Plattennummer

Vermutlich waren auch deshalb wieder Kommissionäre, Händler und Sammler so zahlreich erschienen. Nach einer nicht nur klimatisch sehr heißen Phase der Besichtigung wurde es am 27. August ernst. Alles Rechnen und Kopfzerbrechen fand ein Ende, denn ab jetzt war nur noch das Höchstgebot und Elisabeth Schlegels Hämmerchen von entscheidender Bedeutung. Natürlich wissen die erfahrenen "alten Hasen" im Auktionsgeschäft, wie mitunter auch vorsichtiges Taktieren mit krönendem Erfolg beschieden werden kann, aber gegen einen seelenlosen Telefonhörer hat auch der unschuldigst dreinblickende Mitbieter keine Chance. Einige der teils sehr beachtlichen Ergebnisse (alle ohne Mehrwertsteuer) seien beispielhaft genannt: Das Los 8649 (Wanderstempel Otavifontein DSWA) stieg von 2500 auf 4350 Euro, die Nummer 9795 (sensationeller, portogerechter Brief mit zweimal Berlin MiNr. 40) fand beim Startpreis von 2500 Euro letztendlich erst für 5200 Euro einen Käufer, und ein Brief mit Semstwo-Ausgaben (Losnummer 5283) kletterte von einem sehr moderaten Ausruf von 230 Euro gar auf 4350 Euro. Verschiedene Saalbieter konnten sich über Lose freuen, die sie gleich mitnehmen konnten. Hier sind besonders die Lose 945 (Frz. Kolonien) und 1250 (USA-Sammlung) mit einem Ausruf von 3500 bzw. 3000 Euro hervorzuheben, die letztendlich erst bei 14100 bzw. 7600 Euro zugeschlagen wurden. Eine wirklich bezaubernde, postfrische linke obere Bogenecke der 80 Pf Bund-Posthorn mit Plattennummer 4 war dem Höchstbieter 3650 Euro wert und bestätigte einmal mehr, dass hervorragende Qualität durchaus erstaunliche Preise hervorrufen kann. Auch die Handstempelaufdruckmarken erfreuten sich großer Resonanz. Ein Aufdruck von "Muskau a" in postfrischer Erhaltung auf 25 Pf Ziffer erzielte stolze 7700 (2000) Euro.

Linke untere Bogenecke der Audrey-Hepburn-Marke (Bund MiNr. XIX).

Der unzweifelhafte Höhepunkt der drei tollen Tage war aber am Mittwoch erreicht. Gegen 14 Uhr hatte man den Eindruck, dass selbst die Vögelchen in den Bäumen des Berliner Kudamms ihr Geträller kurz unterbrachen (oder vielleicht hörte man sie nur nicht mehr, weil alles andere so spannend war): Die linke untere Bogenecke der Audrey-Hepburn-Marke stand zum Verkauf. Klar, dass niemand hustete, sich bewegte oder unbewusst am Ohr kratzte, denn keiner wollte aus Versehen Höchstbieter werden. So hätte man eine Stecknadel fallen hören können, wenn da nicht doch Kommunikation zwischen den Parteien im Saal und am Telefon gewesen wäre. Elisabeth Schlegel wachte aufmerksam über die erhobenen Zeigefinger, bis der Hammer bei sage und schreibe 73.000 Euro endgültig fiel! Nach kurzem Schweigen brandete Applaus auf für das tolle Ergebnis und den glücklichen Höchstbieter.

Im einem Spezialkatalog mit Handbuchcharakter wurde anschließend eine Jugoslawien-Sammlung offeriert, für die die Kundschaft weit angereist war. Seltenste und begehrenswerte Stücke fanden daher genauso ihre Abnehmer, wie auch der normale Sammler nun endlich ihm fehlende Stücke ergattern konnte. Von den vielen bemerkenswerten Ergebnissen sollen zwei aufgeführt werden: Die Lose mit den Nummern 15295 (Druckprobe Friedensengel) und 15848 (Essays zur zweiten Dauerserie) erreichten 600 (150) Euro und 1500 (350) Euro.

Nicht zuletzt auch durch die Kommissionäre, die ihre Auftraggeber reichlich mit Zuschlägen erfreuen konnten, blieben einige Träume unerfüllt oder besser gesagt auf der Strecke. Eine neue Chance bietet sich auf der 12. Schlegel-Auktion am 15. Dezember 2012. Sie dürfte in jedem Fall die deutschen Kolonialsammler in Verzückung versetzen! Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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Spektakuläre Literatur-Auktion zur IPHLA in Mainz

Bei Köhler für 7000 Euro: Brilliantausgabe des Senf-Briefmarken-Albums von 1878.

Wiesbaden Man hatte ja bereits im Vorfeld seit Monaten so einiges über die kommende 352. Heinrich-Köhler-Auktion, eine Literatur-Auktion zur IPHLA 2012, gehört, aber der vor wenigen Tagen verschickte Katalog des Hauses übertraf dann doch alle Erwartungen. Knapp 1000 hochwertige Einzel- und Sammellose, davon gut 290 allein aus der Norbert-Röhm-Bibliothek, werden auf 114 großformatigen Seiten in Wort und Bild präsentiert.

Hervorzuheben ist nicht nur die sachgerechte Beschreibung des angebotenen Materials. Auch die vergleichsweise präzise Zustandserfassung sucht ihresgleichen. Opulent in Zahl und Wiedergabe mit farbigen Großabbildungen werden seltene Raritäten präsentiert, so dass dieser Katalog beste Chancen hat, künftig als Referenzwerk in jeder Bibliothek eines philatelistischen Literatursammlers zu stehen, zumal ein Index den Zugriff auf gesuchte Titel sehr erleichtert.

Erstmals werden die seit jüngster Zeit vorliegenden Nummern des von Wolfgang Maassen herausgegebenen "Kataloges zur deutschsprachigen philatelistischen Literatur" zur besseren Orientierung gewählt, wobei die Preisansätze im Auktionskatalog zu zeigen haben, wie dessen Bewertungseinschätzungen in der Realität Bestand haben. Es wird also spannend werden, wenn das Wiesbadener Auktionshaus am 3. November in den Ratssaal der Stadt Mainz zur Auktion einlädt. Zahlreiche literaturbegeisterte Philatelisten, bibliophile Kenner und Könner aus zahlreichen Ländern Europas, selbst aus den USA, haben sich bereits angekündigt und dürften dafür sorgen, dass so manches Los neue Besitzer findet.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Alter Nachlass zog ab

Ettlingen Die 72. Versteigerung der Firma Gert Müller vom 16. bis 18. August 2012 wurde insbesondere durch den Nachlass "Robert Weber" geprägt, der seit circa 1960 unberührt in einer Essener Villa lagerte.

Der Nachlass befand sich in zahlreichen Zigarrenkisten und verschnürten Umschlägen. Er umfasste eine Fülle von reizvollen Belegen der verschiedensten Länder, wertvolle Briefmarken der Inflationsausgaben mit neuester Prüfung, hochwertige Partien China, dabei eine große Anzahl früher Ganzsachen, schätzungsweise 19.000 lose Marken der Coiling Dragons usw. Diese Einlieferung erzielte bei einem bewusst moderaten Startpreis von 17.400 Euro einen sensationellen Zuschlag von 222.190 Euro. Alleine ein China-Bestand aus diesem Objekt sprang von 1.000 auf 62.000 Euro.

In einem Sonderkatalog wurde der zweite Teil der phantastischen Sammlung Ströh mit zahlreichen Kostbarkeiten der SBZ in erlesener Qualität offeriert. Zu den Topstücken gehörte der Nationaltheater-Block 1946 mit extrem seltenem Wasserzeichen "Stufen steil steigend" (Block MiNr. 3 AYZ) in tadelloser postfrischer Erhaltung. Bereits mit 15.000 Euro angesetzt, zog der im MICHEL "preislose" Block auf 24.000 Euro davon.

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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Erfolgreicher Abschluss der IPHLA-"Paten"-Aktion

wm Mit einem Zuschlagsergebnis von über 8.000 Euro endete am 26. September 2012 bei der "Benefizauktion" des Hauses Heinrich Köhler in Wiesbaden die seit einem dreiviertel Jahr von dem Organisationsteam der IPHLA propagierte Sponsoring-Aktion zur Unterstützung der Internationalen Philatelistischen Literatur-Ausstellung in Mainz.

Spitzenreiter war Los 1003 (Sammlung "China führt Briefmarkenkrieg gegen Taiwan und Dalai Lama"), deren nicht herausgegebene Marken (Dalai-Lama-Zehnerbogen und UNPA-Genf-Marke) immerhin 7.000 Euro einspielten, wovon der Spender die Hälfte des Erlöses der IPHLA zugutekommen lässt. Ein überraschend gutes Ergebnis erzielte auch das prächtige Luxusbuch von Sir Edward Wilson ("The Royal Philatelic Collection") aus dem Jahr 1956 in der bekannten Lederausführung mit Schuber, das von 200 auf 850 Euro hoch gesteigert wurde. Eine handkolorierte Entwurfsskizze von Elisabeth von Janota-Bzowski ("225. Geburtstag Peter Hebels") brachte es bei einem Ausruf von 100 Euro auf 220 Euro, wohingegen der Markenbogen dieser Sondermarke mit ungezähntem oberen Rand, obgleich sehr selten, einem Liebhaber den Ausruf von 2 500 Euro nicht wert war.

Für die IPHLA sind diese Resultate ein gelungener Abschluss und Höhepunkt einer erfolgreichen Aktion, für die sich die Initiatoren nur bei allen großzügigen Sponsoren bedanken können.

Erfolgreiche Fortagne/Lipfert-Auktion in Leipzig

wm Die 158. Briefmarkenauktion wurde erneut mit guten Resultaten dank reger Beteiligung von Saal- und Fernbietern am 14. und 15. September 2012 abgeschlossen. Über 4100 Lose standen zum Verkauf, davon 900 Lots und Sammlungen, die nahezu alle verkauft wurden. Durchweg wurde eine gute Verkaufsquote mit teils erheblichen Steigerungen erzielt. Ein Originalbrief von Goethe war einem Liebhaber immerhin 4400 Euro Zuschlag wert, ein sauber gestempelter Nothilfeblock auf Brief 2500 Euro, SBZ- und DDR-Spezialitäten stiegen häufig auf das doppelte des Ausrufpreises, ebenso bei Frankreich Ballon Monte-Belege.

Spektakuläre Literatur-Auktion am 3. November 2012 in Mainz

wm Man hatte ja bereits im Vorfeld seit Monaten so Einiges über die kommende 352. Heinrich-Köhler-Auktion, eine Literatur-Auktion zur IPHLA 2012, gehört, aber der vor wenigen Tagen verschickte Katalog des Hauses übertraf dann doch alle Erwartungen. Knapp 1000 hochwertige Einzel- und Sammellose, davon gut 290 allein aus der Norbert-Röhm-Bibliothek, werden auf 114 großformatigen Seiten in Wort und Bild präsentiert.

Hervorhebenswert ist nicht nur die sachgerechte Beschreibung des angebotenen Materials. Auch die vergleichsweise präzise Zustandserfassung sucht ihresgleichen. Opulent in Zahl und Wiedergabe mit farbigen Großabbildungen werden seltene Raritäten präsentiert, so dass dieser Katalog beste Chancen hat, künftig als Referenzwerk in jeder Bibliothek eines philatelistischen Literatursammlers zu stehen, zumal ein Index den Zugriff auf gesuchte Titel sehr erleichtert.

Erstmals werden die seit jüngster Zeit vorliegenden Nummern des von Wolfgang Maassen herausgegebenen "Kataloges zur deutschsprachigen philatelistischen Literatur" zur besseren Orientierung gewählt, wobei die Preisansätze im Auktionskatalog zu zeigen haben, wie dessen Bewertungseinschätzungen in der Realität Bestand haben. Es wird also spannend werden, wenn das Wiesbadener Auktionshaus am 3. November in den Ratssaal der Stadt Mainz zur Auktion einlädt. Zahlreiche literaturbegeisterte Philatelisten, bibliophile Kenner und Könner aus zahlreichen Ländern Europas, selbst aus den USA, haben sich bereits angekündigt und dürften dafür sorgen, dass so manches Los neue Besitzer findet.

Unglaubliche Zuschlagspreise bei der 72. Gert-Müller-Auktion

wm "Extraterristische" Phänomene der besonderen Art glaubt Holger Thull, Inhaber des Auktionshauses Gert Müller in Ettlingen identifiziert zu haben. Erfreut meldete er ein sensationelles Ergebnis der Einlieferung "Robert Weber" aus Essen, das er mit bwusst moderaten 17 400 Euro angesetzt hatte, der Zuschlag für die Lose 1-2F aber auf kaum glaubliche 222 190 Euro kletterte. Allein ein Bestand China stieg von 1.000 Euro Ausruf auf 62.000 Euro. Bemerkenswert auch das Ergebnis für einen Block 3 der SBZ mit seltenem Wasserzeichen, der es auf enorme 24.000 Euro brachte. Alle Ergebnisse können Interessenten im Internet unter www.gert-mueller-auktion.de nachlesen.

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

Auktionshaus Heinrich Köhler startet mit der 350.-351. Auktion am 26.-29. September in die Herbstsaison

wm Etwa 4.000 Auktionslose werden versteigert, darunter zahlreiche wertvolle Einzelmarken, seltene Briefe und weit über 1 200 vielfach unberührte Sammlungen, Nachlässe, Händlerlager und-Posten. Präsentiert wird das exklusive Köhler-Angebot in 2 Luxus-Sonderkatalogen und einem aufwendig und vollständig in Farbe gestalteten Hauptkatalog.

Herzogtum Braunschweig: Die Sammlung ,ASTRUL' (Teil 2) von Astrid und Ullrich Schulze (351. Heinrich Köhler Auktion). Dabei handelt es sich um eine großartige Sammlung, die nach Jahrzehnten in Familienbesitz wieder in den Markt zurückgeführt wird. Als im Jahr 2008 die übrigen Altdeutschen Staaten der Sammlung ,ASTRUL' bei Heinrich Köhler versteigert wurden, fehlte die Kollektion ,Herzogtum Braunschweig'. Denn Braunschweig war nach dem Krieg lange Jahre Lebensmittelpunkt und Heimat der Familie Schulze. Über zwei Generationen zwischen 1950 und 1990 wurde von Vater und Sohn gesammelt. Da die Kollektion praktisch niemals ausgestellt wurde, ist sie nur ganz wenigen Eingeweihten bekannt. Unter den Spitzenstücken des jetzt zum Angebot kommenden zweiten Teils der Sammlung befindet sich der berühmte Brief aus der Sammlung John R. Boker Jr. (1988) mit einem Dreierstreifen der 3 Silbergroschen der ersten Ausgabe von 1852. Bei dem Dreierstreifen handelt es sich um die größte bekannte Einheit der Marke, auf Brief ein Unikat. Startpreis: 25.000.- Euro (Los 12). Weitere Braunschweig Raritäten sind der Brief aus den Sammlungen Rothschild (1939) und Boker (1988) mit zwei Einzelmarken der 1864, 1 Silbergoschen mit Versuchsdurchstichen zum Startpreis von 30.000.- Euro (Los 61) sowie eine diagonal halbierte 2 Silbergroschen der durchstochenen Wappenausgabe auf Brief nach Osterode, ebenfalls aus den Sammlungen Rothschild (1939) und Boker (1988). Auch für diesen Brief liegt der Startpreis bei 30.000 Euro.

Russland / Sowjet Union: Die Spezialsammlung ,Russian Heritage'. Dabei handelt es sich um eine sehr spezialisierte Kollektion ,ab Nr. 1'. Enthalten sind Briefe der Erstausgabe von 1857 (800.- Euro bzw. 2000 Euro Startpreis), ein postfrischer Bogensatz der Staatswappen aus 1866 (6 Werte, Mi.-Nr. 18-23x), ungezähnte Varianten, Probedrucke, Briefe, zahlreiche Fehlzähnungen und Druckfehler.

Der Heinrich Köhler-Hauptkatalog ,Deutschland und Alle Welt' (350. Auktion) enthält ein großartiges Angebot internationaler und deutscher Sammelgebiete! Hochwertige Stücke im Bereich der Einzellose werden die Besitzer wechseln: Spezielle Einzelstücke beliebter und klassischer Sammelgebiete wie Belgien, Frankreich, Rumänien, Großbritannien inkl. Kolonien und USA werden angeboten, ebenso ein Teil Olympia mit seltenen Stücken. Außerdem sind Deutsche und Internationale Luftpost sowie Zeppelin mit gut 200 Losen vertreten. Ganz besondere Schwerpunkte setzen bei dieser Auktion die deutschen Sammelgebiete: Baden mit dem einmaligen ungebrauchten 9er-Block der ersten Auflage der 1851, 3 Kreuzer, viele hochwertige Frankaturen, Bergedorf mit einem bedeutenden Angebot.

Von Mecklenburg-Strelitz kommt mit dem Brief an ,Theodore Rondel' in Paris der sicherlich bedeutendste Brief dieses Sammelgebietes zum Angebot. Die einzige bekannte Drei-Farben-Frankatur von Mecklenburg-Strelitz, darunter die ¼ Silbergoschen! Ein Brief mit einer ,Katalognummer 1' wie er schöner und seltener kaum vorkommen kann. Das Spitzenstück der Auktion und Titelfoto des Versteigerungskataloges! Startpreis 200.000 Euro.

Des weiteren kommt Deutsches Reich mit seltenen Abarten der Brustschilde zum Angebot, Deutsche Kolonien mit Abstempelungen von Kamerun und Deutsch-Südwestafrika, Deutsche Besetzung Litauen Alsedziai mit fast allen Sondermarken, die seit Jahrzehnten nicht mehr angeboten wurden. Stark vertreten auch das Saargebiet.

Komplette Sammlungen, vielfach unberührt, Engros-Posten, Konglomerate und ganze Nachlässe kommen im Sonderbereich Sammlungen unter den Hammer.

Weitere Informationen/Kontakt: www.heinrich-koehler.de, Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co KG, Wilhelmstr. 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/3 93 81, Telefax: 06 11/3 93 84, info@heinrich-koehler.de

Internet: www.heinrich-koehler.de

Heinrich Köhler präsentiert Philatelistische Literatur mit einem Sonderkatalog zur 352. Auktion am 3. November 2012 zur IPHLA in Mainz

wm Im Rahmen dieser Auktion kommt die Sammlung philatelistischer Literatur von Norbert Röhm in knapp 300 Losen zum Verkauf. Die bekannte Bibliothek des bibliophilen Freundes philatelistischer Literatur des 19. Jahrhunderts enthält zahlreiche frühe (Erst-)Ausgaben namhafter deutscher und ausländischer Kataloge aus den 1860er-Jahren, aber auch einen selten angebotenen Bestand an ersten und späteren Fachzeitschriften, diese häufig in kompletten jeweils jahrgangsweise gebundenen Ausgaben. Auf Qualität hatte Röhm stets Wert gelegt und so findet man auch Standardwerke, Monografien, selbst Albumraritäten in teils einmaliger Erhaltung.

Zusätzlich finden Interessenten ein Angebot internationaler Literatur mit knapp 700 weiteren Losen wie es seit Jahren auf einer Auktion nicht mehr angeboten wurde. Das Angebot umfasst insgesamt nahezu 950 Lose für Literaturbegeisterte, darunter auch wirklich seltene Auktionskataloge der frühen Jahrzehnte (u.a. Ferrari-Kataloge im Original!), legendäre Werke (z.B. die Original-Crawford-Bibliografie) und so vieles andere mehr.

Der Sonderkatalog ist vollständig in Farbe gedruckt, üppig illustriert und hat dank der umfangreichen Beschreibung vieler Objekte Chancen, selbst zu einem Standardwerk zu werden. Weitere Informationen/Kontakt: www.heinrich-koehler.de, Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co KG, Wilhelmstr. 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/3 93 81, Telefax: 06 11/3 93 84, info@heinrich-koehler.de

Internet: www.heinrich-koehler.de

136./138. Felzmann-Auktion:
Preis für den Mondbrief zog ab wie eine Rakete!

Mit einem breiten Münz-Angebot startete die 136./138. Felzmann-Auktion vom 16. bis 20. Juni 2012. Ab dem dritten Tag stand dann die Philatelie - zunächst mit den hochkarätigen Einzellosen der Sammlung "Königreich Hannover" - im Mittelpunkt des Geschehens. Die Sammlungsauktion am letzten Tag bildete einen gelungenen Abschluss. Spezialisten und Generalisten, Sammler und Händler aus aller Welt engagierten sich in allen Bereichen.

Gute Preise für Hannover-Destinationen

Wer erinnert sich nicht an den spannenden, 1995 produzierten Spielfilm "Apollo 13" mit Tom Hanks in der Hauptrolle, der den missglückten Mondflug der US-Astronauten James Lovell (Tom Hanks), Fred Haise und John Swigert nachstellte? Eigentlich sollten Lovell und Haise als 5. und 6. Mensch den Mond betreten, doch nach der Explosion eines Sauerstofftanks während des Fluges zum Mond musste die geplante Mondlandung ab gebrochen werden. Die Welt hielt den Atem an, während die Ingenieure im Raumfahrtzentrum in Houston versuchten, mit technischen Tricks die drei Besatzungsmitglieder in ihrem beschädigten Raumfahrzeug lebend zur Erde zurückzubringen. Mit an Bord der Mission "Odyssey" waren 50 nummerierte Mondbriefe mit eigenhändigen Unterschriften der Astronauten, die am Tag der Rückkehr zur Ellington Air Force Base am 19. April 1970 gestempelt wurden. Die bei Felzmann angebotene Nummer 22 landete schließlich bei beachtlichen 28.000 (20.000) Euro.

Ein besonderer Höhepunkt der Auktion war am 18. Juni die Versteigerung der mit Großgold prämierten Sammlung "Königreich Hannover 1850-1866". Die Ausstellungssammlung von Rudiger Suppelt wurde in einem eigenen Sonderkatalog präsentiert, dessen luxuriöse Gestaltung auch das Lob der "Acadé mie de philatélie" auf der Briefmarkenmesse in Paris erhielt. Der Katalog wird auch zukünftig als Handbuch erhältlich sein, so auf der IPHLA in Mainz im November diesen Jahres. Einer der seltenen Belege daraus, das sogenannte "Wittmund-Provisorium" mit einer diagonal halbierten 1-Groschen-Marke, wechselte für 9600 (9000) Euro den Besitzer. Eine 10 Groschen Grün mit rechter Randziffer "6" in Buntfrankatur auf Übersee-Faltbrief von Hannover nach Valparaiso in Chile stieg von 1500 auf 2500 Euro. 8800 (5000) Euro wurden für eine 10-Groschen-Einzelfrankatur auf Übersee-Faltbrief nach Vera Cruz in Mexiko bezahlt. Für den Topzuschlag von 13.000 (4000) Euro sorgte eine weitere exotische Destination, ein Brief von Osnabrück nach Buenos Aires (Abbildung rechts).

Ein interessanter Beleg aus dem Bereich der Zeppelinpost war unter anderem eine Karte von der Olym piafahrt 1936 in der seltenen Kombination mit Rohrpost, die mehrere Bieter von 600 auf 1400 Euro hochsteigerten. Mit 2600 (2000) Euro zugeschlagen wurde ein Beleg des LZ 129 "Hindenburg", der die Lakehurst-Katastrophe 1937 in einer Alu-Kassette völlig unbeschadet überstanden hatte. Die wohl seltenste Flugpost-Rarität der ehemaligen Sowjetunion ging mit 7500 Euro an den Start. Der mit dem Lewanewskij-Transpolarflug 1935 geflogene Beleg ist einer der wenigen, der den ganzen Postweg ordnungsgemäß durchlaufen hat. Der Zuschlag von 14.000 Euro reihte sich in eine Reihe hervorragender Ergebnisse im Bereich Übersee und Europa ein. Ein Beleg vom Geschwa derflug-Triptychon Italien 1933 wurde für 7200 (5500) Euro verkauft. Ein Beleg aus Südafrika 1862 nach Rotterdam konnte mit 1050 Euro seinen Ansatz von 200 Euro mehr als verfünffachen.

Die fünftägige Auktionsveranstaltung endete am Samstag mit lebhaften Bietergefechten um den umfangreichsten Sammlungsteil der Unternehmens geschichte. Dabei war nicht nur der Niederrheinbestand im Saal und am Telefon heiß umkämpft. Der Ausruf dieses 64 Positionen umfassenden Objektes hatte sich mit einem Gesamtzuschlag von beinahe 90.000 Euro fast verdreifacht. Das Top-Ergebnis brachte an diesem Tag eine Zeppelinpostkollektion, die von 10.000 auf 17.000 Euro abzog. Zugunsten der Düssel dorfer "Elterninitiative Kinderkrebsklinik e.V." versteigerte das Auktionshaus Felzmann eine Flasche Hessentagswein. Versehen mit den Unterschriften der deutschen Siegermannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft 1996, legte ein großzügiger Bieter dafür 520 Euro auf den Tisch.

Internet: www.felzmann.de

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Essener Villafund wird bei Gert Müller versteigert

Ettlingen Vom 16. bis 18. August findet die 72. Versteigerung des Auktionshauses Gert Müller in Ettlingen bei Karlsruhe statt. Zum Angebot gelangt unter anderem der sensationelle Nachlass des Sammlers Robert Weber, der seit circa 1960 unberührt in einer Essener Villa lagerte. Weber wurde bereits vor 1880 geboren und war ein erfolgreicher Geschäftsmann. Er besaß unter anderem Firmen in Shanghai und Batavia; um 1912 war er außerdem Vorsitzender des deutschen Gartenvereins in Shanghai. Der Nachlass befand sich in zahlreichen Zigarrenkisten und verschnürten Umschlägen. Er beinhaltet eine Fülle von reizvollen Belegen der verschiedensten Länder, wertvolle Briefmarken der Inflationsausgaben mit neuester Prüfung, hochwertige Partien China, dabei eine große Anzahl früher Ganzsachen, schätzungsweise 19.000 lose Marken der Coiling Dragons usw. Der gesamte Bestand wurde in Partien aufgeteilt, die Startpreise sind durchgehend bewusst sehr niedrig angesetzt.

Insgesamt gelangen über 3500 Sammlungen, Partien, ganze Nachlässe und Münzposten zum Verkauf. Dabei sind auch eine wertvolle Spezialsammlung Baden gezähnte Ausgaben zum Ausrufpreis von 10.000 Euro, eine Spezialsammlung DDR mit unter anderem sehr vielen Druckvermerken in 77 Bänden zum moderatem Startpreis von 4000 Euro oder hochwertige Kollektionen Deutsches Reich mit vielen Nothilfe-Blocks auch auf Briefen.

Der Bereich Einzellose zeigt eine Vielzahl von Seltenheiten bis hin zu großen Raritäten. Einige Stichpunkte zum Angebot: Thailand mit seltenen Briefmarken und Abarten; Liechtenstein Spezial; Schweiz sehr stark mit mehreren Basler Tauben, Altdeutschland umfangreich besetzt mit mehreren Sachsen Dreiern und seltenen Frankaturen, dabei auch ein Ersttagsbrief von Preußen; Deutsches Reich außergewöhnlich reichhaltig mit starkem Spezialangebot Brustschilde, Vineta-Provisorium auf Streifband und zwei gestempelten Nothilfeblocks in perfekter Erhaltung; Deutsche Kolonien mit vielen seltenen Marken, Abstempelungen, Briefen, Provisorien usw. Auch der Bereich Nachkriegsdeutschland ist gewohnt reichhaltig besetzt mit zahlreichen reizvollen Spezialitäten. Besondere Beachtung verdienen wiederum die zwei Sonderkataloge SBZ, dabei ein umfangreiches Angebot Handstempel inklusive des ersten Teils der Sammlung von Dr. Drecher, außerdem der zweite Teil der phantastischen Sammlung Ströh mit zahlreichen Kostbarkeiten dieses Gebietes in erlesener Qualität.

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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Russland-Viererblock mit Leerfeld heiß begehrt!

Berlin

Eine Reihe interessanter Zuschläge brachte die 48. Hadersbeck-Auktion vom 6. bis 8. Juni. So stiegen Chinas MiNr. 1-6 gestempelt von 300 auf 520 Euro. Mit 6000 Euro knapp unter der Taxe landete Block MiNr. 8 gestempelt. Für 780 (550) Euro wurde die Schauspielkunst-Serie MiNr. 648-655 A auf zwei Ersttagsbriefen mitgenommen. Ein Glanzlicht setzten die MiNr. 61 und 62 von Russland in Viererblocks, davon einer vom linken Bogenrand mit Leerfeld (siehe Abbildung). Mit 80 Euro taxiert, schoss das Los auf 1400 Euro!

Beim Deutschen Reich fallen ins Auge: MiNr. 3 postfrisch 1500 (1800) Euro, MiNr. 56 b postfrisch 800 (800) Euro, MiNr. 244 c gestempelt 820 (680) Euro und MiNr. 425 X postfrisch mit kleinen Mängeln 1000 (1100) Euro. Bei den Deutschen Auslandspostämtern und Kolonien ging die China MiNr. 14 auf Briefstück für 1850 (2000) Euro. Ein Paketkartenstammteil aus Kiautschou 1905 nach Deutschland kletterte von 200 auf 540 Euro und die 1. Ausgabe der Deutschen Seepost/Ozeanreederei komplett postfrisch von 500 auf 1000 Euro. Bei Nachkriegsdeutschland konnten 620 (600) Euro für eine SBZ MiNr. 43 Ac auf Briefstück, 680 (600) Euro für einen Block MiNr. 2 t auf Brief und 800 (660) Euro für den Block MiNr. 2 x gestempelt verbucht werden. Die DDR MiNr. 435 gYI gestempelt zog von 350 auf 520 Euro, die MiNr. 442 mXI gestempelt (sie he Abbildung) von 500 auf 780 Euro.

Bemerkenswert waren auch 1900 (100) Euro für eine DDR-Urkunde "Verdienter Mitarbeiter der Staatssicherheit" und 5600 (4600) Euro für eine komplette postfrische Kollektion der Weimarer Republik. Überhaupt wurden viele Posten und Sammlungen oft auf ein Mehrfaches des Ausrufes hochgesteigert. Die Auflösungsposten wurden fast komplett abgesetzt.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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Gesuchte SBZ-Raritäten

Leipzig Die 157. Leipziger Briefmarkenauktion Fortagne & Lipfert am 11. und 12. Mai 2012 wurde dank reger Beteiligung von Saal- und Fernbietern erfolgreich abgeschlossen. Über 4500 Lose standen zur Disposition, davon 1000 Lots und Sammlungen, die nahezu alle verkauft wurden. Es wurde überwiegend eine gute Verkaufsquote mit teils erheblichen Steigerungen erzielt.

Besonders zu nennen sind im Bereich "Deutschland nach 1945" der Sonderdruck des Thüringer Brückenbau-Blocks (siehe Abbildung) und die Westsachsen-Ziffern-Herzstücke. Der Sonderdruck des Brückenbau-Blocks auf weißem, holzfreien Kartonpapier zählt zu den großen SBZ-Seltenheiten. Nur fünf Exemplare sind bekannt. Dementsprechend kletterte das postfrische Stück auch von 3500 auf 4400 Euro. Begehrt waren auch die postfrischen, geschnittenen Herzstücke Ziffern aus dem Großbogen 3 von Westsachsen mit zusätzlicher Markenreihe, die für 3500 (2500) Euro einen neuen Besitzer fanden.

Umkämpft war auch manches DDR-Los. So steigerte eine postfrische MiNr. 330 vbYI von 200 auf 315 Euro, eine gestempelte Mi-Nr. 341 vaXI von 100 auf 210 Euro. Für 720 (500) Euro wurde eine postfrische MiNr. 347 YI mitgenommen. In einem waagerechten Dreierstreifen aus der linken unteren Bogenecke mit Druckvermerk präsentierte sich die MiNr. 409 XI, die von 50 auf 215 Euro sprang. Fortagne & Lipfert konnten auch ein wahrscheinliches Unikat anbieten, die bis jetzt nicht im MICHEL katalogisierte MiNr. 1054 mit der Wasserzeichentype 3Y, abgestempelt in Dresden am 3. Oktober 1964. Der Zuschlag betrug 490 (400) Euro.

Im Übersee-Teil galt die Aufmerksamkeit vor allem China. Der Block zur Tischtennis-Weltmeisterschaft 1961 (Block MiNr. 7) mit rotem Sonderstempel stieg von 250 auf 430 Euro, der Schauspielkunst-Block (MiNr. 8) mit schwarzem Sonderstempel von 3000 auf 4850 Euro.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Flugpost-Rarität aus Neufundland

Mainz

Die de-Pinedo-Marke ist die teuerste Sondermarke Neufundlands. Für den Atlantik-Flug des Marquis Francesco de Pinedo wurden 300 Exemplare der MiNr. 57 mit rotem Aufdruck versehen und am 18. Mai 1927 verausgabt (MiNr. 128). De Pinedo war zu nächst an der westafrikanischen Küste entlang nach Süden, dann über den Atlantik nach Brasilien und Argentinien und über den brasilianischen Regenwald in die USA und anschließend nach Kanada geflogen. Am 23. Mai 1927 startete von St. John's auf Neufundland über den Atlantik zurück nach Europa (Lissabon, Ostia, Rom), wo er nach einem abenteuerlichen Flug einen Monat später eintraf. 230 der Überdruckmarken wurden für die Korrespondenz auf diesem Flug verwendet, 66 verschenkt und vier unbrauchbare vernichtet. Bei dem Flug über insgesamt vier Kontinente legte er rund 27.000 Meilen zurück.

Einen der seltenen Flugpostbriefe mit der de-Pinedo-Marke kann das Auktionshaus Loth auf seiner 159. internationalen Versteigerung am 3. und 4. August offerieren. Der komplette Beleg wurde am 20. Mai 1927 in St. John's aufgegeben und nach Neapel befördert. Der Ausruf beträgt 15.000 Euro.

Internet: www.lothauktionen.de

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Vorschau 127. Auktion Dr. Reinhard Fischer, Bonn. Teil 1: Altdeutschland, Deutsches Reich und Kolonien

wm Pünktlich zum Auftakt der Herbst-Saison veranstaltet das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer in Bonn am 8.9.2012 seine 127. Auktion. Über 10.000 Auktionslose aller deutschen und zahlreicher internationaler Sammelgebiete werden offeriert. Durch die Auflösung mehrerer Spezialsammlungen ist das Angebot im Einzellosbereich sehr umfangreich. Die Auflösung einer bedeutenden Bayern-Sammlung setzt dabei eines der vielen Highlights. Aus dieser Sammlung stammen zahlreiche "Schwarze Einser" - sogar zwei Briefe, die sich in besonders schöner Qualität befinden. Insgesamt werden elf schwarze Einser versteigert, dabei auch ein postfrisches Exemplar. Ein Brief der seltenen MiNr. 13 in b-Farbe als Einzelfrankatur (Ausruf 2.000) wird ebenfalls angeboten, ebenso weitere seltene Kreuzer-Briefe.

Andere Staaten wie Hannover, Preußen und Sachsen sind ebenso umfangreich vertreten und bieten für zahlreiche Sammler und Kapitalanleger die Möglichkeit Seltenheiten, Luxusstücke und interessante Marken zu erwerben. So werden bei Preußen zahlreiche Stempellose, Nummernstempel und Markenausgaben angeboten. Insgesamt sind über 600 Lose von Preußen im Angebot. Bei Sachsen locken zahlreiche Nummernstempel und Schalterbogen der König Johann I. Ausgabe. Das traditionsreiche Gebiet Thurn & Taxis bietet u. a. einen seltenen Chargé-Expressbrief vollständig frankiert!, die Besonderheit liegt darin, dass dies nur kurze Zeit möglich war (1.000). Weiterhin werden zahlreiche Stempellose mit Besonderheiten und etlichen seltenen Stücken angeboten.

Auch die Ausgaben von Württemberg sind mit zahlreichen erlesenen Stücken und Bogenware der Dienstmarkenausgaben stark vertreten. Die Ausgaben des Deutschen Reiches sind durch die Auflösung mehrerer großer Sammlungen zahlreich ab den Brustschilden über das Kaiserreich, die Inflation bis hin zu den Ausgaben der Weimarer Republik und des Dritten Reiches vertreten. Natürlich kommen ebenso Dienstmarken, Markenheftchen und Zusammendrucke dieser Zeitepochen reichhaltig zum Aufruf. Dabei z. B. die seltene MiNr. 452b postfrisch (220) oder aber ein Probedruck der MiNr. 799 im senkr. Zwischenstegpaar (2.000) sind nur einige interessante Stücke dieses Zeitraumes. Selbst Liebhaber von Flug- und Zeppelinpost kommen ebenso auf ihre Kosten wie Sammler von Propagandakarten.

Die Auflösung einer großen postfrischen/ungebrauchten Sammlung Dt. Kolonien und Auslandspostämter bringt sehr viele seltene Marken und Besonderheiten zum Aufruf. So werden zahlreiche Handstempel-Aufdrucke von China angeboten, weiterhin seltene Typen der "Reichspost-Ausgaben" der Auslandspostämter. Ebenso reichhaltig ist das Angebot an Stempeln und Briefen. Auch Bogenware zahlreicher Querformate findet sich im Angebot wieder. So kommen z. B. Kiautschou MiNr. 2 * (2.000) und ebenso gestempelt (2.000) zum Aufruf wie eine ungebrauchte MiNr. 27A (600). Ebenso reichhaltig ist das Saargebiet mit der Auflösung einer Spezialsammlung vertreten, dabei zahlreiche Aufdruckabarten, Druckerzeichen, Zwischenstegpaare, Doppeldrucke und Besonderheiten. Insgesamt werden in diesem Gebiet über 200 Lose offeriert!

Alle Auktionslose können Interessenten bereits jetzt im Online-Katalog unter www.ReinhardFischerAuktionen.de einsehen.

Internet: www.ReinhardFischerAuktionen.de

Vorschau 337. Schwanke-Auktion (Hamburg, 30.8.-1.9.2012): Teil Deutschland + Sammlungen

wm "Alles, was ich nicht bequem in der U-Bahn lesen kann, schaue ich gar nicht erst an", sagte unlängst ein alter Kunde des Hauses Schwankes, angesichts der vielen "bleischweren" Auktionsangebote, die ihm so täglich ins Haus kamen. Deshalb wurde zu dieser Auktion der Gesamtkatalog geteilt und der Einzellos-Teil von DEUTSCHLAND und das Sammlungsangebot wird in einem separaten Katalog angeboten.

SCHLESWIG-HOLSTEIN hat im Altdeutschland-Teil Einiges zu bieten. Ein Brief mit einem waagerechten Paar der Mi.Nr. 1 aus Kiel kostet mindestens € 6000, die Mi.Nr. 7 als Diagonalhalbierung gibt es gleich zweimal; 1x im Ortsverkehr von Kiel (900 €) und 1x von Altona (450 €), daneben gibt es viel Brief- und Stempelmaterial in insgesamt ca. 60 Losen.

HUFEISENSTEMPEL - ca. 80 Positionen mit hauptsächlich Briefmaterial und etwa 220 Lose DR BRUSTSCHILDE bilden einen grandiosen Auftakt zum Start des insgesamt 500 Lose umfassenden Angebotes "Deutsches Reich".

Hier sind seltene Frankaturen wie eine Einzelfrankatur der MiNr. 11 (1200 €), eine Einzelfrankatur der Nr. 24 (2000 €) oder gleich eine 5-Farben-Frankatur aus MiNr. 3, 4, 5, 6 und 12 (1000 €) im Mittelpunkt, daneben stehen rare Destinationen, z.B. nach Bulgarien (1500 €), Norwegen (500 €), Russland (400 €), um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Außerdem: Probedrucke, Essais, Abarten und natürlich die gute Standardware in beliebter Attestqualität, auch "zum Weglegen" stets gut geeignet.

In der Abteilung DEUTSCHE KOLONIEN fallen ca. 40 Lose Deutsch-Südwest/Mandatspost ab 1917 auf, auch eine Sammlung von Ansichtskarten "Deutsch-Südwest" (Schätzpreis € 3000) kann durchaus als Liebhaberobjekt bezeichnet werden: Diese Sammlung dient zur Vorlage eines aufwändig gedruckten Bildbandes über die ehemalige Kolonie.

DANZIG "spezial" schließt an. Vorphilatelie und Abstempelungen der preußischen Zeitperiode gehören ebenso dazu wie Belege der baltischen Flotte aus dem Krim-Krieg, Post der Britischen Truppen in Danzig 1920, seltene Frankaturen der Hochinflation und "eye catcher" aus dem Bereich der Portomarken. Reizvolle Stücke sind hier u.a. Nachportobelege aus Moskau und Wien (je 250 €) oder ein hohes Nachporto von 2,30 Mark, das als Wechselprotestgebühr vom Empfänger eingezogen wurde (250 €).

Die BESETZUNGSAUSGABEN 2.WELTKRIEG und die FELDPOST bieten Raritäten wie z.B. die Feldpostmarken Nr. 7B auf Brief (6000 €) oder Nr. 12 Type IV auf einem weiteren Beleg (2800 €), bemerkenswert auch eine ganze Reihe von Losen zum Thema "Propagandafälschungen", dabei diverse Sätze "Liquidation of Empire" oder die Frank-Marke postfrisch (1000 €).

NACHKRIEGSDEUTSCHLAND: Ins Auge fällt die Auflösung einer Spezialsammlung "Bundesrepublik" - ausgabenweise aufgeteilt und mit einer Fülle guter Einzel- und Mehrfachfrankaturen bestückt. Stellvertretend sei eine Mehrfachfrankatur von vier Stück MiNr. 120 auf einem Wertbrief genannt, tarifgerecht frankiert und im Lot mit € 750 gerufen. So spannt sich der Bogen von "Posthorn"-Spezial (€ 5000.-) bis hin zu einer kleinen Kollektion von 40 Marken mit Aufdrucken wie "wertlos" oder "Entwertet" auf späteren Dauerserien, aus der Bundesanstalt für Fluoreszenzforschung (Schätzpreis € 200).

"Nur" 1200 Lose umfasst das Sammlungsangebot. Es startet wie immer mit Nachlässen, die intakt angeboten werden bis hin zu guten Ländersammlungen, dabei phantastische Sammlungen von Dänemark (meist postfrisch, mit vielen geschnittenen Werten, € 4000), Norwegen (dabei die Nummer 1 gleich 2x auf Kabinettbriefen, € 1500), Österreich mit allen Highlights inklusive WIPA-Block und Renner-Bögen (€ 4000) oder im Übersee-Bereich Klasse-Objekte von Belgisch-Kongo (€ 2000), von China (gleich mehrere Objekte zwischen 4-6000 €) oder von Macau (€ 2000).

Neben Ansichtskarten und Motivsammlungen gibt es noch etwa 30 Konglomerate MÜNZEN, dabei eine Sammlung "Antike" (€ 3500) oder einen Silberschatz aus PERU (ca. 8 kg, € 4500).

Der Katalog wird am 1.9.2012 zur Post gehen. Der online-Katalog steht ab dem 27.Juli im Netz. Kontakt: Schwanke GmbH, Kleine Reichenstraße 1, 20457 Hamburg, Telefon: 040 / 33 71 57, Fax: 040 / 33 13 30. E-Mail: info@schwanke-auktionen.de

Internet: www.schwanke-auktionen.de

Vorschau: 72. Gert-Müller-Auktion in Ettlingen

wm In der 72. Gert Müller-Auktion kommt eines der wertvollsten und zugleich interessantesten Angebote der über sechzigjährigen Firmengeschichte vom 16.-18. August 2012 zur Versteigerung. So gelangt eine Spezialsammlung Thailand mit seltensten Briefmarken zur Auflösung. Europa ist ebenso hochwertig besetzt mit Liechtenstein Spezial, Schweiz mit mehreren Basler Tauben, Raritäten der Niederlande usw.

Deutschland beginnt mit Seltenheiten von Altbaden, Sachsen mit mehreren Sachsen Dreiern und dem Sachsen-Fehldruck. Das Deutsche Reich ist mit fast 900 Einzellosen vielseitig vertreten, dabei auch ein Vineta-Provisorium auf wundervollem Streifband, zwei gestempelte Nothilfeblocks in perfekter Erhaltung, außergewöhnliche Seltenheiten Brustschilde und Inflation etc. Die Deutschen Kolonien sind wiederum stark repräsentiert mit seltenen Briefmarken, Briefen und Abstempelungen.

Auch die Ausgaben von Nachkriegsdeutschland sind bestens vertreten. Besonderen Hinweis verdient der zweite Teil der SBZ-Sammlung Ströh mit auserlesenen Raritäten, welcher in einem Sonderkatalog präsentiert wird. Auch der letzte bekannte Originalbogen der Potschta-Marke gelangt zum Angebot (Startpreis: 20.000,- Euro). Ein weiterer Sonderkatalog ist den Handstempeln der SBZ gewidmet. Hier gelangen 760 Einzellose zum Angebot, darunter der erste Teil der herausragenden Kollektion von Herrn Dr. Drescher mit zahlreichen kleinen und großen Kostbarkeiten.

Im separaten Sammlungskatalog gelangen über 3.500 Kollektionen, Partien, ganze Nachlässe und Münzbestände zum Angebot. Die Auktion beginnt in diesem Bereich mit dem phantastischen Bestand "Robert Weber", welcher seit ca. 1960 unberührt in einer Essener Villa lagerte. Dabei sind wertvolle Partien China Ganzsachen und Briefmarken, Deutsches Reich Inflationsausgaben und Briefe Alle Welt, durchgehend zu sehr niedrigen Startpreisen.

Eine Vielzahl gehaltvoller Sammlungen Deutschland, Europa und Übersee sind im Angebot. Dabei eine Spezialsammlung Baden gezähnte Ausgaben (Ausruf: 10.000 Euro), mehrere gut ausgebaute Kollektionen Altdeutschland, Deutsche Kolonien, Deutsches Reich, SBZ (auch ex Ströh), Schweiz usw. Außerdem gelangt eine umfangreiche Motivsammlung Tiere länderweise zum Angebot. Zusätzlich gelangt ein reichhaltiger Nachtrag mit 220 Sammlungen, Partien und Nachlässen von insgesamt 62 verschiedenen Einlieferern zur Versteigerung. Auch hier lassen die Startpreise oft erhebliche Steigerungen erwarten.

Auktionskataloge sind kostenlos anzufordern unter 0 72 43/56 17 40 oder info@gert-mueller-auktion.de. Gert Müller GmbH & Co. KG, Internationale Briefmarken- und Münzauktionen, Carl-Zeiss-Str. 2, 76275 Ettlingen

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

Vorschau 337. Schwanke-Auktion (Hamburg, 30.8.-1.9.2012): Teil Europa + Übersee

wm "Die älteste Republik der Welt und ein schuldenfreies Euro-Land!" - es ist eine besondere SAN MARINO-Spezialsammlung, die in ca. 160 Losen zum Angebot kommt. Neben den Hauptnummern finden sich viele Abarten wie ungezähnte oder teilgezähnte Stücke, Probedrucke und Aufdruckvarianten. Dabei auch die seltenen Paket-, Porto- und Verrechnungsmarken.

Im klassischen Bereich sind viele Einheiten zu sehen (z.B. einen Viererblock des Höchstwertes Mi.Nr. 22 gestempelt, Sassone 6000 €, Ausruf 750 €), bei den Ausgaben ab 1918 fast nur postfrisches Material mit ausgesprochen seltenen Varianten, z.B. Block 4 A rechts ungezähnt (400 €), Freimarken 1949, Höchstwerte 100 und 200 Lire (Mi.Nr. 421-422) waagerecht ungezähnt in Paaren (750 €), Flugpost 1951 (Mi.Nr. 460) als ungezähnte Bogenecke (400 €) u.a.m.

ÖSTERREICH ist im Katalog mit gut 250 Losen vertreten. Gleich die erste Ausgabe bietet ein besonderes Stück: eine Dreifarbenfrankatur aus MiNr. 1, 2 und 4 auf Damenbrief (350 €), bemerkenswert ist auch ein Brief der 1867er-Ausgabe, nämlich eine 71-Kreuzer-Frankatur nach Paris, unter Einbeziehung des Spitzenwertes Mi.Nr. 41 voll frankiert (Schätzpreis 1500 €). Es folgen sämtliche Spitzenwerte der ersten und zweiten Republik, dabei ein WIPA-Block mit allen drei Sonderstempeln und der passenden Schutzhülle (1200 €), gleich 3x "Blitz/Maske" (900/1200 €, 1x mit ungenutzter Eintrittskarte zur damaligen Ausstellung). Lombardei-Venetien ist mit gleich fünf Mailänder-/Veroneser Postfälschungen vertreten, dabei MiNr. 4 als Mailänder Fälschung auf Brief (2500 €). Österreichische Auslandspost - rundum reichhaltig von der Vorphilatelie bis zum Ersten Weltkrieg; dabei z.B. Österreichische Post Kreta MiNr. 6 und 7 auf Leinenkuvert-Teil, Bedarf (!) (500 €), oder die Österreichische Levante mit gleich einer ganzen Reihe von "Knüllern", darunter eine 70-Soldi-Frankatur mit der MiNr. 7 Ia (3500 €), der Konstantinopeler Lokalaufdruck (MiNr. 14 IIa) auf Bedarfsbrief (kaum bekannt, Schätzpreis 2800 €), die letzte Ausgabe auf durchgefärbtem Papier , MiNr. 62 auf einer Souvenirkarte von der Pilgerfahrt des Fräulein Rosa Wimmer nach Hause (1000 €) oder - der seltenste Stempel der Levantepost überhaupt - PIATRA - auf einem Luxusbriefstück. Dies ist der einzig bekannt gewordene Stempelabschlag und wurde 1938 erstmalig auf einer Auktion angeboten (2000 €).

Interessenten wird ein umfangreiches Angebot SCHWEIZ mit ca. 200 Losen erfreuen. Traumhaft, so das Auktionshaus, ist eine Zürich Nr. 2 II auf Luxusbriefstück (750 €), ein Brief mit Mischfrankatur aus MiNr. 8 II und Nr. 7 Ia kostet 1000 €, MiNr. 8 II auf einer Zeitung - sicherlich ungewöhnlich - startet mit 500 € und dann folgen alle Spitzenausgaben der modernen Zeit ab den Juventute-Vorläufern Mi.Nr. I-III postfrisch (€ 250), über seltene Flugpost (darunter ein Fünferblock der Nr. 152, 30 Rappen "Propeller" auf Paketanhänger, Startpreis € 3300) bis hin zu den Internationalen Ämtern.

TÜRKEI ist ebenfalls ein weiterer Schwerpunkt im Katalog. Von der ersten Ganzsachenkarte, 20 P. Violett, sind nur ca. 100 Stück auf Poststücken ins Ausland registriert. Gleich 18 Exemplare befinden sich in einer Sammlung mit meist verschiedenen Destinationen, darunter Post nach Dänemark, Irland oder Argentinien. Diese Sammlung startet mit 3000 €. Nahtlos an dieses postgeschichtliche Juwel schließen ca. 120 Lose einer ehemaligen Ausstellungssammlung an, die unter dem Titel "Auslandsdestinationen des Osmanischen Reiches" zusammengetragen wurde. Hier gelangen ganz und gar "verrückte" Zielländer zum Angebot, z.B. Belgisch-Kongo, China, Neuseeland, Vietnam oder Deutsch-Ostafrika (darunter eine 10 Para-Ganzsachenkarte 1908 nach "Udjiji", Startpreis 350 €), daneben gibt es Hotelpost, Zweiländerfrankaturen, Nachporto, Roter Halbmond. Die Türkei als Sammelgebiet hat nach Einschätzung des Auktioshauses auch in Zukunft ein gutes Entwicklungspotential.

Im ÜBERSEE-Bereich sieht man gute Angebote bei CHINA und USA, viele gute Marken der Britischen Kolonien und als kleines postgeschichtliches Highlight etwa 20 Lose von PALÄSTINA mit guten Destinationen aus dem Zeitraum von 1892-1917, darunter Post von Jerusalem nach Griqualand-West (400 €), von Bethlehem nach Britisch-Zentralafrika aus dem Jahre 1908 (500 €), von Nablus nach Tasmanien im Jahre 1892 (1000 €) oder von Jerusalem nach Bangkok 1898 (800 €).

PHILATELISTISCHE LITERATUR (ca. 100 Positionen) und etwa 50 Lose MÜNZEN, in erster Linie Anlagegoldmünzen, ergänzen das Angebot, hierunter z.B. zwei Krügerrand-Sätze mit 3,7 oz fein zum Startpreis von 4000 €.

Kontakt: Schwanke GmbH, Kleine Reichenstraße 1, 20457 Hamburg, Telefon: 040 / 33 71 57, Fax: 040 / 33 13 30. E-Mail: info@schwanke-auktionen.de

Internet: www.schwanke-auktionen.de

Auktionshaus Schwanke schließt eine Lücke!

wm Über die Ganzsachen von Hamburg gibt es - außer einem längeren Absatz im "Kohl-Handbuch" keine nennenswerte Literatur. Dabei ist das Gebiet recht spanend: Hamburg war der einzige altdeutsche Staat, der bis 1867 Ganzsachen mit Wasserzeichen herausgab. Die Ganzsachen weisen zudem eine Fülle interessanter Fehldrucke auf, insbesondere Fehler des Überdruckes und Wasserzeichen-Abarten. In den einschlägigen Katalogen und Handbüchern (Ascher, Michel u.a.) sind jedoch nicht einmal die augenfälligsten Varianten, wie z.B. kopfstehende oder spiegelverkehrte Wasserzeichen aufgeführt.

Die einzige erschöpfende Arbeit zu diesem Thema veröffentlichte Ernst Hartmann 1927. Diese Ausarbeitung erschien als Sonderdruck der "Deutschen Sammler-Zeitung". Darin beschrieb der Verfasser, welche Portostufen benötigt wurden, wo und in welchen Auflagenstärken die Umschläge gedruckt wurden, zudem wurden Farbunterschiede und alle Druckfehler benannt und katalogisiert. Ein weiteres Kapitel widmete sich Neudrucken und Fälschungen.

Das kleine Werk ist heute kaum einmal antiquarisch zu finden und auch in größeren philatelistischen Bibliotheken nicht präsent. Die Firma Schwanke hat jetzt einen originalgetreuen Nachdruck gefertigt und hofft, damit eine Lücke in der Altdeutschland-Literatur zu schließen.

Format ca. DIN B5, 23 Seiten, kart., Reprint Hamburg 2012, VP: 12 Euro zzgl. 2 Euro Versandkosten. Bezug: Schwanke Auktionshaus GmbH, Kleine Reichenstr. 1, 20457 Hamburg, Tel. 0 40/33 71 57, Fax 0 40/33 13 30, E-Mail: auktion@schwanke-auktionen.de

Ausländische Bieter trumpften auf

Aachen 58.000 Euro zum Ersten, Zweiten und Dritten! Geradezu sensationell mutet das Ergebnis für eine Sammlung der Volksrepublik China an, die auf der 50. AIX-PHILA-Briefmarken- und Münzauktion am 18. und 19. Mai mit 12.000 Euro ausgerufen worden war.

Telefonbieter aus Shanghai und Peking ließen dabei den anwesenden Sammlern aus China keine Chance; auch das übrige Angebot aus Fernost erzielte überwiegend ein Mehrfaches der Startpreise. Aber auch Briefmarken und Sammlungen anderer Gebiete fanden reißenden Absatz: Eine Kollektion Deutsches Reich kletterte von 3000 auf 6600 Euro, eine Sammlung Deutsche Kolonien von 4000 auf 9400 Euro. Mehr als verzehnfachen konnte sich ein Briefposten Württemberg, der von 500 auf 7000 Euro hochschoss. Ähnlich erging es einer Russland-Sammlung, die - natürlich von anwesenden russischen Sammlern - von 500 auf 4500 Euro hochgesteigert wurde. Neben Spitzenergebnissen im vier- und fünfstelligen Bereich wurde genauso oder oft sogar noch heftiger um Marken und Partien gekämpft, die mit 100, 50 oder gar nur 10 Euro ins Rennen geschickt wurden.

Vorab gab es ähnlich gute Resultate bei den Münzen zu beobachten. Eine Goldmünze von Preußen zog von veranschlagten 1000 auf 2500 Euro, ein Münzsatz Großbritannien von 2500 auf 3600 Euro und eine chinesische Silbermünze "Pandabär" von 200 auf 1900 Euro. Sammlungen und Anlegerposten wurden praktisch komplett mit beachtlichen Steigerungen zugeschlagen, darunter eine Sammlung Silbermünzen aus der UDSSR, die bei einer Startvorgabe von 700 Euro erst bei 4500 Euro haltmachte.

Fazit dieser Auktion: Briefmarken und Münzen sind sowohl als Sammel- als auch Anlageobjekt zurzeit hoch begehrt und erfreuen sich offensichtlich wachsender Beliebtheit.

Internet: www.aixphila.de

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Klein, aber oho

Stuttgart Ein sehr positives Fazit konnte die Firma Briefmarken Lindner KG nach ihrer 183. Auktion am 9. Mai 2012 ziehen: Bei auf zwei Lose, die zurückgezogen wurden, konnten alle mit Zuschlägen zwischen 5 und 4000 Euro verkauft werden!

Einer der Blickfänge war eine Postkarte mit der Deutsche Kolonien Kiautschou MiNr. 2 mit der Aufdrucktype 2. Das Ganzstück, das dem zuständigen Verbandsprüfer seit 1965 bekannt ist, steigerte von 3650 auf 4000 Euro. Ein Lot mit Kolonial-Belegen explodierte von 200 auf 1600 Euro. 2900 (2200) bot ein Kunde für die MiNr. 1-35 der Besetzungsausgaben Montenegro in postfrischer Erhaltung. Begehrt waren auch zwei China-Lose. Dabei handelte es sich um die Jahrgänge 1978 und 1979 jeweils komplett postfrisch (1978 bis auf zwei Kleinwerte), die für 1150 (950) bzw. 2100 (1580) Euro einen neuen Besitzer fanden.

Internet: www.briefmarken-lindner.de

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Jubiläums-Auktion bei Therese Weiser

Frankfurt/Main Das Auktionshaus Weiser veranstaltet am 30. Juni 2012 seine Jubiläums-Auktion. Therese Weiser beschloss im Jahr 1982, ihre Sammelleidenschaft zum Beruf zu machen und stieg ins Auktionsgeschäft ein. Sie war damals, in dieser fast ausschließlich von Männern besetzten Berufssparte, als eine der ersten Frauen schon etwas Besonderes. Umso mehr musste sie aber auch um die Anerkennung durch ihre Kunden und männlichen Konkurrenten kämpfen. Durch Fleiß, Fachkompetenz, ein Händchen für's Auktionsgeschäft und nicht zuletzt durch eine gehörige Portion weiblichen Charismas gelang es ihr jedoch schon bald, sich mehr und mehr durchzusetzen und damit ein Familienunternehmen zu begründen, das in Frankfurt am Main recht schnell zu einer festen Institution für die Sammler wurde.

Beim Auktionshaus Weiser, das seine Auktionen in den ersten zwölf Jahren noch wöchentlich veranstaltete, woraus auch die bisher schon beachtliche Zahl von über 680 erfolgreich durchgeführten Auktionen resultiert, traf man sich traditionell am Samstag, um dem gemeinsamen Hobby nachzugehen und um sich dort bei einem Plausch mit anderen Sammlern auszutauschen. Erst später erfolgte die Umstellung von der Wochen- zur Monatsauktion, die so noch heute existiert. Nach dem Tod der Firmengründerin am 6. Mai 2009 setzte ihre Tochter Claudia Weiser, die von Beginn an mitgearbeitet hat und so mittlerweile über eine dreißigjährige Berufserfahrung verfügt, die Familien-Tradition fort. Typisch für die Weiser-Auktionen ist, dass man sich im Laufe der Zeit auch anderen Sammelgebieten geöffnet hat.

Ein Schwerpunkt der Jubiläums-Auktion werden u.a. wieder die Briefmarken-Sammlungen mit vielen herausragenden Objekten sein. Eines der Highlights unter den zahllosen schönen Briefmarken-Einzellosen ist ein postfrischer 15er-Block der Württemberg MiNr. 25 a. Es ist die größte bekannte Einheit dieser Ausgabe (1000 Euro, Abbildung oben links). Im Bereich Postgeschichte kommt diesmal u.a. eine Russland-Paketkarte, frankiert mit einem Viererstreifen der MiNr. 41 yK (kopfstehender Aufdruck), zum Ausruf. Die Paketkarte ist von St. Petersburg nach Lódz/Polen gelaufen (1500 Euro). In der Kunst-Auktion wird ein Gemälde von Claude Lorrain angeboten, eine römische Landschaft aus dem Jahre 1652. Nach der weltweit ersten Claude-Lorrain-Ausstellung im Frankfurter Städel mit dem Thema "Verzauberte Landschaften" (Frühjahr 2012) liegt das Gemälde im aktuellen Sammler-Trend (80.000 Euro).

Internet: www.auktionshaus-weiser.de

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Nachbericht zur 137./138. Felzmann-Auktion 21. bis 23. Juni - Philatelie

wm/fr Raketenartig hob der Zuschlag für Mondbrief Nr. 22 des legendären 13. Apollo-Fluges ab: 28.000 Euro ist der Spitzenzuschlag der Felzmann-Sommerauktion für dieses Astronauten-Souvenir, das 1970 zusammen mit 49 anderen Briefen die Reise um den Erdtrabanten machte.

Die fünftägige Auktionsveranstaltung endete am Samstag mit lebhaften Bietergefechten um den umfangreichsten Sammlungsteil der Unternehmensgeschichte. Nicht nur die Sammlungslose des Niederrheinbestandes waren im Saal und am Telefon heiß umkämpft; der Ausruf dieses 64 Positionen umfassenden Nachlasses hat sich mit einem Gesamtzuschlag von beinahe 90.000 Euro fast verdreifacht. Das Top-Ergebnis brachte an diesem Tag eine Zeppelinpostsammlung die von 10.000 auf 17.000 Euro gesteigert wurde. Zugunsten der Düsseldorfer "Elterninitiative Kinderkrebsklinik e.V." versteigerte das Auktionshaus am selben Tag eine Flasche Hessentagswein. Versehen mit den Unterschriften der deutschen Siegermannschaft der EM 1996 ersteigerte ein großzügiger Bieter das Los für 520 Euro.

Ein besonderer Höhepunkt der Auktion war am Donnerstag die Versteigerung der mit Großgold prämierten Sammlung "Königreich Hannover 1850-1866". Die Ausstellungssammlung von Rüdiger Suppelt präsentierte das Auktionshaus Felzmann in einem eigenen Sonderkatalog, dessen luxuriöse Gestaltung auch das Lob der "Académie de Philatélie" auf der Briefmarkenmesse in Paris erhielt. Der Katalog wird auch zukünftig als Handbuch erhältlich sein, so auch auf der IPHLA im November diesen Jahres. Einer der seltenen Belege daraus, das "Wittmund Provisorium", erhielt einen Zuschlag von 9.600 Euro. Der Top-Zuschlag stammt aus der langen Liste exotischer Destinationen dieser Sammlung. Der Beleg "Osnabrück - Buenos Aires" von 1862 konnte mit 13.000 Euro Zuschlag seinen Ausruf mehr als verdreifachen.

Ein interessanter Beleg aus dem Bereich der Zeppelinpost war unter anderem eine Karte von der Olympiafahrt in der seltenen Kombination mit Rohrpost, die mehrere Bieter von 600 auf 1.400 Euro hochsteigerten. Mit 2.600 Euro zugeschlagen wurde ein Beleg des LZ 129 "Hindenburg", der die Lakehurst-Katastrophe 1937 in einer Alu-Kassette völlig unbeschadet überstanden hat.

Die wohl seltenste Flugpost-Rarität der ehemaligen Sowjetunion kam für 14.000 Euro unter den Hammer. Der mit dem Lewanewskij-Transpolarflug 1935 geflogene Beleg ist einer der wenigen, die den ganzen Postweg Moskau-Los Angeles und zurück ordnungsgemäß durchlaufen haben. Dieses Ergebnis reihte sich in eine Reihe hervorragender Zuschläge im Übersee-/Europabereich. Ein Beleg Geschwaderflug-Triptychon Italien kam für 7.200 Euro unter den Hammer. Verfünffacht wurde der Ausruf eines Beleges von Südafrika nach Rotterdam aus dem Jahre 1862 (1.050 Euro).

Nach der Münzauktion am Anfang einer langen Woche war ab Donnerstag von den hochkarätigen Einzellosen der "Königreich Hannover"-Sammlung bis zu Gebotskartons am Samstag auf dieser Felzmann-Auktion wieder die ganze Breite der Philatelie zu finden. Spezialisten und Generalisten, Sammler und Händler aus aller Welt boten auf das umfangreiche Angebot.

126. Auktion Dr. R. Fischer in Bonn

wm/bv Ein reichhaltiges und stark differenziertes Angebot bietet die 126. Auktion des Auktionshauses Dr. Reinhard Fischer in Bonn am 14. Juli. Ein ausgewähltes Münzangebot mit etwa 150 Losen bildet den Auftakt und anschließend werden etwa 10.000 Lose Philatelie im Einzellos- und Sammlungsteil versteigert.

Das reichhaltige Altdeutschland-Programm mit zahlreichen Seltenheiten bietet jedem Sammler die Möglichkeit, interessante Objekte für die eigene Sammlung zu erwerben. Ein Schwarzer Einser von Bayern sollte in Luxus-Erhaltung mindestens 1 200 Euro erzielen. Auch alle anderen Staaten sind mit seltenen und interessanten Ausgaben vertreten. Preußen bietet über 500 Nachverwendungen, zahlreiche Nummernstempel und viele Belege. Einige Seltenheiten wie ein vollständiger 10er-Schalterbogen der Mi.-Nr. 12ca von Sachsen sind ebenso im Angebot wie ein ungebrauchter Sachsendreier (Ausruf 600), in ungebraucht wird diese klassische und seltene Ausgabe weitaus seltener angeboten als das gestempelte Gegenstück. Auch das traditionsreiche Gebiet Thurn & Taxis wird seit Jahren beim Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer stark besetzt angeboten. Diesmal gibt es u.a. zahlreiche Stempellose, Belege und Einheiten. Württemberg bietet seltene Inflationsausgaben und Bogenware.

Die Auflösung einer herausragenden Spezialsammlung "Deutsches Reich 1872 - 1932" setzt einen Schwerpunkt mit zahlreichen selten angebotenen postfrischen und ungebrauchten Ausgaben ab den kleinen Brustschilden. Eine Besonderheiten der Ausgaben des Dritten Reiches kommt mit der Nr. 401Y in gestempelter Erhaltung auf Luxusbriefstück zum Aufruf (2.000). Auch Markenheftchen, Zusammendrucke und Zeppelinpost aus dieser Zeit ist reichhaltig vertreten.

Mindestens genauso interessant ist ein breites Angebot "Flugpost Rhein/Main" mit 80 Losen. Die Ausgaben "Deutsche Kolonien und Auslandspostämter" werden beim Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer seit Anbeginn außerordentlich breit gefächert angeboten und geben auch fortgeschrittenen Sammlern die Möglichkeit, seltene Stücke und Raritäten für ihre Sammlung zu erwerben. Insgesamt über 1.400 Lose präsentieren zahlreiche postfrische Ausgaben, Stempel, Briefe und Besonderheiten.

Auch die Ausgaben der Abstimmungsgebiete vom Saargebiet, Danzig oder Memel sind mit interessanten Offerten im reich bebilderten Auktionskatalog zu finden. Wieder einmal ein reichhaltiges Angebot mit zahlreichen Raritäten und selten angebotenen Stücken bringt der Bereich "Deutsche Besetzung II. Weltkrieg" mit knapp 600 Losen. Der Bereich Deutschland nach 1945 wird angeführt von ca. 500 Losen "Lokalausgaben" mit etlichen Briefen, seltenen Ausgaben und vielen Typen und Besonderheiten.Bei der Bundesrepublik Deutschland werden zahlreiche Werte der Anfangsjahre versteigert, dabei u. a. Heuss I in waagerechten Paaren in postfrischer Erhaltung zu 300 Euro. Auch Zusammendrucke und Markenheftchen kommen nicht zu kurz. Unter den Ausgaben der Europäischen Gebiete fallen starke Angebote von Frankreich, Jugoslawien, Kroatien, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz ins Auge.

Im Sammlungsteil wird der "Idstein"-Bestand mit fast 100 Losen länderweise aufgelöst, dabei zahlreiche Kollektionen Altdeutschland. Über Deutsches Reich inkl. Gebiete bis hin zu Nachkriegsdeutschland und Europa hat dieser Sammler alles was mit Briefmarken zu tun hatte, zusammengetragen. Die Ansatzpreise wurden chancenreich gewählt und lassen eine spannende Auktion erwarten. Insgesamt werden über 600 Sammlungen und Fundgruben in dieser Auktion versteigert, dabei viele Kollektionen deutscher Sammelgebiete, ebenso Europa. Auch Motivsammler kommen auf Ihre Kosten. Schließlich werden auch etwa 40 Sammlungen von Übersee-Gebieten angeboten. Um sich über das gesamte Angebot der 126. Auktion des Auktionshauses Dr. Reinhard Fischer zu informieren, gibt es nicht nur den gedruckten Katalog, sondern auch den aufwendigen Onlinekatalog mit Bildern von allen Einzellosen inkl. Attesten. Weiterhin sind über 220 Sammlungen mit Bildern abgebildet, so das ein Interessent diese online von zu Hause besichtigen kann.

Internet: www.ReinhardFischerAuktionen.de

Spannend wie ein Krimi - Propagandafälschung Zweiter Weltkrieg

wm/fr Philatelie ist spannend wie ein Krimi. Bei der wohl seltensten Propagandafälschung des zweiten Weltkriegs ist alles dabei - der CIA Vorgänger "Office of Strategic Services" (OSS), ein bekannter Fälscher und die Briefmarkensammlung eines US-Präsidenten.

Das Gedenkblockpaar mit dem Totenkopf Hitlers über Gräberfeld versteigert das Auktionshaus Felzmann am Freitag seiner Juni-Auktion (19. bis 23. Juni) zum Ausrufpreis von 35.000 Euro. Als einziger bekannter Doppelbogen, ist diese Größe vermutlich der ursprüngliche Druckbogen. Eine Büroklammerspur weist darauf hin, dass dieses Exemplar als Beleg ein Aktenbestandteil war, möglicherweise des OSS. Neben diesem Unikat sind weltweit nur 3 Einzelbögen bekannt, laut dem dazugehörigen Fotoattest des Nestors der 2. Weltkrieg-Philatelie Gerhard Krischke.

Der Totenkopf Hitlers auf den Marken des Bogens erinnert an die berühmte Kollage "Hitlerfresse" von Erwin Blumenfeld. Darunter stehen die Kreuze eines Gräberfeldes und die Aufschrift "Deutsches Reich 1944". Die Wertziffern sind durch Galgen ersetzt und auf dem den Marken umrahmenden Bogen steht "WER EIN VOLK RETTEN WILL KANN NUR HEROISCH DENKEN". Der Bogen parodiert damit den Gedenkblock der Deutschen Reichspost zu Hitlers 48. Geburtstag, der die selbe Aufschrift trägt.

Der OSS druckte diese und andere sogenannte "Hitlerstamps" vor allem in Rom, darunter auch die bekannte Hitler-Totenkopf-Marke mit der Aufschrift "Futsches Reich". Briefe mit solchen gefälschten Marken wurden unter anderem in Postsäcken neben bombardierten Postzügen abgeworfen und so in den Postbetrieb eingeschleust. Sie wurden genutzt um Propagandamaterial zuzustellen, aber auch an die Hinterbliebenen von gefallenen Wehrmachtssoldaten gesendet. Entworfen wurden die meisten Marken von Raymond A. Schuhl, der für den französischen Geheimdienst arbeitete und sich nach der Besetzung Frankreichs in die Schweiz absetzte. Dort arbeitete er als Fälscher für die amerikanischen Geheimdienste unter dem Decknamen Robert Salembier. Er gilt als Urheber des Gedenkblocks.

Die naturgemäß schlechte öffentliche Dokumentation der Geheimdienstoperationen, macht es bei Propagandafälschungen häufig schwierig, "echte Fälschungen" von "falschen Fäschungen" zu unterscheiden. Auch der Gedenkblock ist mittlerweile in mehreren Varianten gefälscht worden. Glücklicherweise war Präsident Franklin D. Roosevelt ein begeisterter Briefmarkensammler, dem der OSS Direktor William J. Donovan gerne einige der Propagandastücke zukommen ließ. Damit machte Roosevelts Sammlung nicht nur bei ihrem Verkauf die philatelistische Fachwelt auf die Fälschungen aufmerksam, sondern ermöglichte später auch die eindeutige Identifikation der echten Gedenkblöcke.

Literatur:
Baldus, Wolfgang (1998): SCHWARZE POST. Eine philatelistische Dokumentation über Briefmarken, Postkarten und Feldpostbriefe im verdeckten Kriegspropagandaeinsatz. Album Publishing, Raleigh.

Pseudonyme in den Auktionskatalogen

wm Wer weiß schon, wer Baron von Scharfenberg ist? Dieser Frage ging der Hamburger Auktionator Hans-Joachim Schwanke einmal in einem aktuellen Beitrag nach, der in seiner Rubrik "Bulletin" auf der Webseite von Schwanke-Auktionen erscheint. Die Antwort ist sicherlich für viele überraschend, denn es handelte sich nicht um eines der zahlreich verwendeten Pseudonyme. Am Rande darf man angesichts zweier Originalfotos über einen jungen Wolfgang Jakubek - besser bekannt als "Mr. Mauritius" - schmunzeln, wie er 1954 bei Rock ´n Roll das Tanzbein schwang. Einfach köstlich! Direkter Link: www.schwanke-auktionen.de/bulletin/view/16-der-baron-von-scharfenberg-%25E2%2580%2593-oder%253A-ueber-pseudonyme-in-den-auktionskatalogen

136.-138. Felzmann-Auktion:
Exotische Destinationen aus dem Königreich Hannover

Hannover, 3 Silbergroschen orangegelb genetzt, ringsum voll- bis überrandig auf überraschend frischem Luxus-Kuvert MELLE 1.APR. (1858) nach Hongkong, China. Einzig bekannter Beleg dieser Destination aus dieser Portoperiode!

Die mit Groß-Gold prämierte Sammlung "Königreich Hannover 1850-1866" von Rüdiger Suppelt, die mit exotischen Destinationen begeistert, gehört zu den Höhepunkten der 136.-138. Felzmann-Auktion vom 19. bis 23. Juni in Düsseldorf. Viel Beachtung dürften auch 50 Belege "Par Ballon Monté" finden, die sich u.a. durch interessante Zielländer auszeichnen. Neben der deutschen ist auch die internationale Philatelie breit aufgestellt.

Exklusiver Sonderkatalog

Rüdiger Suppelt hat seine Hannover-Kollektion in 50 Jahren Sammlertätigkeit aufgebaut und schon in den 1970er Jahren erste Ausstellungserfolge damit feiern können. Über Jahrzehnte Mitglied des renommierten Briefmarken-Club Hannover von 1886 e.V. und der ARGE Hannover, konnte er seiner Sammlung exotische Destinationen hinzufügen. Folglich überraschen Belege mit Destinationen wie Mexiko, Argentinien, Norwegen oder Hongkong in dem Ausnahmeobjekt nicht.

Die Sammlung beginnt mit Belegen von 1850, dem Jahr der Einführung der ersten Inlandsmarke des Königreichs, und endet 1866 mit der Annexion Hannovers durch Preußen. In Folge des Deutschen Krieges zwischen Österreich und Preußen wurde das Königreich Hannover, das an der Seite Österreichs kämpfte, zu einer Provinz Preußens. Damit endete auch die Unabhängigkeit der hannoverschen Postverwaltung. Dies war nicht nur eine postalische Zäsur, sondern ebenfalls ein wichtiger Schritt, der zur Gründung des Deutschen Reiches 1871 führte.

In dem exklusiven Sonderkatalog werden nicht nur Destinations-Seltenheiten wie ein frisches Luxus-Kuvert von Melle nach China oder eine 10-Groschen-Frankatur von Emden nach Mexiko (40.000 bzw. 5000 Euro) präsentiert, sondern auch weitere Raritäten. Dazu gehört das sogenannte Wittmund-Provisorium, eine diagonal halbierte 1 Groschen auf aktenfrischem weißem Briefsammlungs-Kuvert "Carolinensiel unterwegs 27/2 60" an Notar Bangert in Wittmund, das mit 9000 Euro startet. Begehrt sein dürfte außerdem ein senkrechter Viererstreifen der 1 Gutegroschen auf vollständigem Faltbrief HANNOVER 10/1 (1851) der 4. Gewichtsstufe mit gedrucktem Inhalt (4500 Euro).

Umfangreiche Luft- und Zeppelinpost

Ein weiterer Schwerpunkt der aktuellen Felzmann-Auktion sind über 50 Belege "Par Ballon Monté" aus dem belagerten Paris 1870/71. Herausragend sind drei Belege aus dem spektakulärsten Ballonflug, der die belagerte Stadt verließ. Der Ballon "Ville d'Orléans" wurde nach dem Aufsteigen von starken Winden über die Nordsee bis nach Norwegen getrieben. Zwei dieser Belege wurden als Ballast abgeworfen und in ihrem Postsack aus dem Meer geborgen. Ein seltener Beleg dieser wohl spektakulärsten Ballonfahrt, den die Besatzung eines norwegischen Kutters fand, ist mit 1400 Euro taxiert. In sehr guter Bedarfserhaltung zeigt sich eine vollständige Faltbriefhülle, die im Januar 1871 mit dem Ballon "Torricelli" nach Luxemburg befördert wurde (500 Euro). Eine seltene Auslandspost in eine ländliche Region, nämlich Sandgate in der Nähe von Folkstone/England, stellt ein mit dem Ballon "Général Bourbaki" transportierter Faltbrief dar, der am 19. Januar 1871 aufgegeben wurde (230 Euro).

Weitere Spitzenlose sind die Schweizer Kantonalmarke 4 Rappen Zürich mit waagerechten Unterdrucklinien und roter Rosette in Kabinett-Erhaltung (12.000 Euro) sowie die 5 Rubel Flugpost mit abweichender Schrifttype und breiter "5" (Sowjetunion MiNr. XVIIxII) in ungebrauchter Pracht-Erhaltung (20.000 Euro). Mindestens 7500 Euro soll die größte Flugpost-Rarität der Sowjetunion bringen: die MiNr. 527 Y III auf illustrierter Flugpost-R-Karte von Moskau nach San Francisco. Neben einer Fülle von Belegen und Briefmarken aus der Sowjetunion finden sich im Katalog mit der Volksrepublik China, Danzig und Memel Trendgebiete der vergangenen Auktionen. Die Abteilung Zeppelin- und Luftpost ist mit über 650 Losen wie üblich sehr umfangreich.

Zum Abschluss am 23. Juni kommen Nachlässe, Sammlungen und Händlerposten unter den Hammer. Münzen, Medaillen und Orden werden wie üblich in einem eigenen Katalog präsentiert.

Internet: » www.felzmann.de

© Deutsche Briefmarken-Revue

Japanische Drachenköpfe zogen davon!

Bonn Auf der 123. Auktion des Auktionshauses Dr. Reinhard Fischer in Bonn wurden sechs seltene Einheiten der japanischen Erstausgabe versteigert. Der Ausruf für diese sechs Stücke lag bei insgesamt 12.000 Euro und konnte sich im Ergebnis einer Steigerung auf mehr als 26.000 Euro erfreuen. Diese Einheiten waren am Markt unbekannt und wurden seinerzeit von einem Vorfahren des Einlieferers direkt am Postschalter in Japan erworben.

Der Einlieferer arbeitete über fast 50 Jahre für eine große Handelsgesellschaft im asiatischen Raum und brachte die Briefmarken 1920 nach Deutschland. Bei seinem Tode 1936 wurden alle vorhandenen Briefmarken in einem Koffer verstaut, und erst jetzt wurde wieder, nachdem das Ganze zweimal vererbt wurde, ein Blick auf den Bestand geworfen. Dabei wurden diese Einheiten entdeckt. Das Ergebnis der Prüfung durch den Verbandsprüfer Florian Eichhorn lautete "echt" und in weitgehend einwandfreier Qualität. Schon im Vorfeld war die Nachfrage so groß, dass harte Bieterschlachten erwartet wurden. Und so geschah es auch: Die Gebote fingen schon hoch an, aber mehrere Bieter trieben den Zuschlag auf mehr als das Doppelte des Ausrufs.

Internet: www.reinhardfischerauktionen.de

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Bogenrandsignaturen wurden gut bezahlt!

Dessau Liebhaber von Bogenrandsignaturen wurden auf der 31. Hettinger-Auktion am 4. April fündig und investierten teilweise kräftig in die angebotenen Besonderheiten.

Bei der DDR waren das unter anderem postfrische Zehnerblocks vom linken Unterrand der Dauerserie "Köpfe II" mit Druckereizeichen. Von 40 auf 190 Euro sprang ein solcher Zehnerblock der MiNr. 332 vb XI DZ 1. 1480 (1300) Euro wurden für einen Zehnerblock der MiNr. 334 va XI DZ 1 geboten. Ein Zehnerblock der MiNr. 337 v XI DZ 1 stieg von 150 auf 400 Euro. Einen bemerkenswerten Sprung vollzogen auch die Werte zu 1, 2, 3, 4, 6, 10, 18 und 25 Franc der Heuss-Dauerserie des Saarlandes je im postfrischen waagerechten Paar mit Hausauftragsnummer. Die Zusammenstellung kostete 240 (50) Euro.

Mit 400 Euro startete eine chinesische Ganzsache aus 1899 mit Doppelfrankatur Hongkong, zusätzliche Entwertung mit J.P.O.-Sicherheitsstempel. Die Karte wurde am 25. September auf Formosa (Taiwan) geschrieben, am 3. Oktober als Einschreiben ab Amoy über Hongkong (5. Oktober) nach Cöln am Rhein befördert (Ankunftsstempel 6. November). Auf das postgeschichtlich interessante Stück hatten es mehrere Bieter abgesehen, wodurch der Zuschlag schließlich 900 Euro erreichte.

Im Angebot waren auch einige Banknoten, so ein 1000-DM-Schein aus dem Jahr 1991 (Serie YA, Ersatznote), der sich in kassenfrischer Erhaltung präsentierte. Er steigerte von 500 auf 550 Euro.

Internet: www.hettinger-auktionen.de

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Deutsche Spitzenstücke

Berlin Die 48. Hadersbeck-Auktion findet vom 6. bis 8. Juni 2012 statt. Zum Ausruf gelangen über 5000 Lose aller Sammelgebiete mit Schwerpunkt Deutschland. Aber auch Europa und Übersee sind mit interessanten Losen vertreten. Und hier ist es vor allem China, wo ein Blick lohnt. So sind Block 7 ungebraucht für 800 Euro, Block 8 gestempelt für 6000 Euro, MiNr. 648/55A auf FDC für 550 Euro, Block 9 ungebraucht für 2200 Euro und die Affen-Serie aus 1980 postfrisch für 900 Euro am Start.

Das Deutsche Reich wartet mit einer ganzen Reihe von Spitzenstücken auf. Eine Auswahl: MiNr. 3 postfrisch 1800 Euro, MiNr. 4 postfrisch 500 Euro, MiNr. 10 ungebraucht 600 Euro, MiNr. 21 a ungebraucht 600 Euro, MiNr. 66 II postfrisch 500 Euro, MiNr. 86 Id gestempelt 900 Euro, MiNr. IV (Gelber Hund) postfrisch 600 Euro, MiNr. V/VI (E.EL.P.) postfrisch 500 Euro, MiNr. 154 IIb gestempelt 500 Euro, MiNr. 244 c gestempelt 680 Euro, MiNr. 425 X postfrisch 1100 Euro (Foto), Block MiNr. 2 postfrisch 2000 Euro, MH MiNr. 17 postfrisch 900 Euro, MH MiNr. 22.3. postfrisch 500 Euro und der Zusammendruck MiNr. S59 postfrisch 500 Euro.

Mit 800 Euro startet bei Hadersbeck diese Mischfrankatur mit u.a. einer 60 Pf Arbeiterserie mit Bezirkshandstempel 14 Torno.

Bei den Deutschen Kolonien fallen eine MiNr. 14 der Deutschen Post in China auf Briefstück für 2000 Euro, die MiNr. 19 I/I ungebraucht der Deutschen Post in Marokko für 550 Euro, die MiNr. 4 a postfrisch der Deutschen Post in der Türkei für 800 Euro und die MiNr. 18-27 von Kiautschou auf Briefstück für 1100 Euro ins Auge. Bei den Nebengebieten sind beispielsweise die Danzig MiNr. 28 II PF V postfrisch und die Saar MiNr. 30 II postfrisch (je 650 Euro) zu beachten. 800 Euro soll die Feldpostmarke MiNr. 10 Ad auf Brief mindestens bringen.

Der zweite Auktionstag gehört den deutschen Sammelgebieten nach 1945. Dabei wartet die Bundesrepublik mit einer spektakulären Abart auf: einem ungezähnten, ungestempelten Zehnerbogen der MiNr. 2505 (1500 Euro). Die SBZ enthält als Highlight die MiNr. 66-70 Y ungebraucht (3000 Euro), aber auch den oben abgebildeten Brief. Bei der DDR sind die MiNr. 329 za YI gestempelt (800 Euro) sowie die MiNr. 442 m XI gestempelt (500 Euro) zu erwähnen.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

© Deutsche Briefmarken-Revue

Sammlungsauktion XXL bei Felzmann

wm/fr 1770 Lose summieren sich zu 1.000.000 € Ausruf. Das ist die größte Sammlungsauktion seit dem Bestehen des Auktionshauses Felzmann. Am Samstag der Juni Auktion (19. bis 23. Juni) wird das ganze Feld der Philatelie in Großausgabe ausgerufen - hochwertige Komplettsammlung, Nachlässe Händlerposten und Gebotskartons zum Stöbern. So präsentiert das Auktionshaus eine Sammlung "Napoléon III" (Los 7641) sämtlicher Ausgaben mit dem Abbild des "Prince-président" 1852-1871 ausstellungsgerecht aufgezogen sowie eine hervorragend ausgebaute Sammlung "Frankreich 1849-1945" (Los 7633), in vielen Teilen weit überkomplett. Eine ausstellungsfähige Forschungssammlung "Transatlantik-Schiffspost 1863-75" (Los 7707) in die Vereinigten Staaten umfasst mehr als 80 Belege, deren Postweg und Frankatur genauestens dokumentiert und diskutiert wird. Auszüge zu diesen und anderen Losen finden Sie in unserem Online-Katalog. Je eine gehaltvolle Sammlung "Altdeutschland" (Los 7001), "Deutsches Reich 1872-1945" (Los 7002) und "Deutsche Auslandspostämter und Kolonien" (Los 7003) beinhaltet eine Sammlung aus Familienbesitz, die über Generationen in Bad Godesberg gesammelt wurde. Nicht spezialisiert sondern grenzenlos - thematisch, zeitlich und geographisch - sammelte ein Privatier hingegen über 30 Jahre. Dieser Nachlass vom Niederrhein beinhaltet über 60 Lose dabei 39 Sammlungslose, von Bayern (Los 7322) bis Antarktis/ Südliche Hemisphäre (Los 7319), Markenheftchen "Alle Welt" (Los 7338) oder Weltraumpost (Los 7349). Ausgesprochen günstig kalkuliert gilt hier besonders die Maxime aller Sammlungslose - "Besichtigung ist geboten." Online Katalog - www.felzmann.de/de/katalog-auktion-136/

Eine Flasche für den Fußball-Europameister

wm Es ist kein Missverständnis, nur: Diese besondere Weinflasche "Hessentagswein" gilt nicht dem kommenden Europameister, sondern stammt aus dem Jahr 1996. Gesponsert von der Philotax GmbH Karl-Heinz Hommer wird das einmalige Stück von Auktionator Ulrich Felzmann, Düsseldorf, mit Los 7000 so beschrieben: "FUSSBALL-EUROPAMEISTER 1996 - Die 19 Autogramme der deutschen Siegermannschaft (Endspiel am 30.6.96 in London gegen Tschechien mit 2:1 gewonnen, erstes Golden Goal durch Oliver Bierhoff) auf einer Weinflasche Hessentagswein, anlässlich der Siegesfeier im Frankfurter Römer signiert, wird zugunsten der Düsseldorfer Kinderkrebs-Klinik meistbietend versteigert. Bei diesem Los fallen kein Aufgeld und keine Mehrwertsteuer an. Der Zuschlagspreis wird komplett als Spende zur Verfügung gestellt." Wer weiß, vielleicht bringt diese Flasche ja der deutschen Mannschaft Glück?

AIX-PHILA in Aachen weiterhin auf Erfolgskurs

wm Das Team um Hinrich Osterloh hat auch mit der 50. AIX-PHILA-Jubiläumsauktion unter Beweis gestellt, wo solide fundiert der Philatelie-Markt derzeit sein kann. 4.166 Lose waren zum Schätzpreis von 608.715 Euro am letzten Wochenende im Angebot. 3.364, nahezu 80%, wurden davon verkauft und zwar zum erstaunlichen Zuschlagspreis von über einer Million Euro, genauer gesagt: 1.063.778 Euro. Den Kunden des Hauses, zumal den Einlieferern, dürfte das gute Ergebnis willkommen sein und ihr in das bekannte Aachener Haus gesetzte Vertrauen gerechtfertigt haben.

Internet: www.aixphila.de

Lindner - klein, aber oho!

wm Dieses geflügelte Wort konnte das Stuttgarter Briefmarken-Lindner-Auktionsteam auch mit Blick auf die Bilanz seiner 183. Auktion bestätigen, die erst kürzlich stattgefunden hatte. Bis auf zwei Lose, die zurückgezogen wurden und erst gar nicht zur Versteigerung kamen, meldete das Auktionshaus einen 100-prozentigen Verkauf aller Lose. Das ist in der Branche alles andere als üblich. Bereits Verkaufsquoten zu 70 oder 80 Prozent gelten als außerordentlich gut, werden aber von vielen deutlich unterschritten. Ein Aachener Haus meldet regelmäßig um die 80 bis 90 Prozent, was bislang als Spitzenwert galt, aber 100 Prozent ist tatsächlich eine Schlagzeile wert. Kontakt: Briefmarken Lindner KG, Grazer Str. 16, 70469 Stuttgart, Tel. 07 11 /8 10 60 81, auktion@briefmarken-lindner.de

300. Grobe-Auktion in Sicht

wm/vl Noch ist es zwar eine Zeit hin, bis diese runde Zahl erreicht wird, denn am 23. April 2012 führte Volker Lange, der heutige Inhaber des Traditionshauses in Hannover, erst die 298. Auktion durch, wirbt aber nun bereits für Einlieferungen zu eben dieser 300. Auktionen, auch mit der Devise: "Hans Grobe. Ein Begriff in der Philatelie seit 1920". Recht hat er, wie der kleine Auszug aus der Firmengeschichte beweist:

Hans Grobe ist einer der ganz großen Namen in der deutschen und internationalen Philatelie. Am 10. Oktober 1994 im 96. Lebensjahr verstorben, ist Hans Grobe untrennbar mit der deutschen Philateliegeschichte verbunden. Mehr noch: Grobe hat diese Geschichte in mancherlei Hinsicht mitbestimmt.

Denn in unserer Zeit - das Deutsche Kaiserreich hatte gerade den ersten Weltkrieg verloren, und der Versailler Vertrag bürdete dem Land und seiner Bevölkerung enorme Belastungen auf - hatte Hans Grobe, damals gerade - Anfang 20, genügend Mut, in Hannover ein Briefmarkengeschäft zu gründen. Eröffnet wurde es am 13. Februar 1920. Fast auf den Tag genau ein Jahr später, am 14. Februar 1921, führte Hans Grobe ebendort seine erste Briefmarkenauktion durch. Diese erste Grobe-Auktion war zugleich die erste deutsche Briefmarken-Versteigerung, die nicht in der Hauptstadt ausgerichtet wurde. Sie steht am Beginn einer fast beispiellosen wirtschaftlichen und nicht zuletzt auch philatelistischen Erfolgsgeschichte.

Auch als Autor und Verleger philatelistischer Standardwerke hat sich Hans Grobe bedeutende Reputationen erworben. Sein 1953 erstmals herausgegebenes Altdeutschland-Handbuch ist bis heute Pflichtlektüre jedes einschlägig interessierten Sammlers. Hans Grobe hat zunächst allein, später gemeinsam mit Sohn und Schwiegertochter in den sieben Jahrzehnten mehr als 200 Auktionen durchgeführt, bevor das Unternehmen zu Beginn der 90er Jahre namenswahrend im Auktionshaus Interphila Grobe & Lange aufging.

Seitdem wurde es unter neuem Besitzer fortgeführt und firmiert heute wieder unter dem altbekannten Namen der Hans Grobe-Briefmarkenauktionen. Tradition verpflichtet, denn es gibt nur wenige Auktionshäuser, die ein solches Alter für sich nachweisen können.

124./125. Dr. Reinhard-Fischer Auktion online

wm/rf Der Katalog zur 124./125. Auktion am 19. und 26. Mai in Bonn ist online. Für sämtliche Einzellose (ca. 9700 !) stehen Bilder in drei Größen und in sehr hoher Qualität im Netz, weiterhin sind sämtliche (über 1300!) Atteste und Befunde abgebildet. Zum Aufruf kommen 11.200 Lose mit einem Ausruf von deutlich über 2,2 Millionen Euro! Besonderer Service: Es werden 407 interessante Sammellose komplett abgebildet!

Highlights der Auktion:

Altdeutschland: über 2.000 Lose! Dabei die Auflösung dreier Spezialsammlungen: zum einen Hamburg mit seltenen Belegen und Stempeln, Hannover mit zahlreichen Reihenwertzählern, Briefen und Luxusstücken. Ein weiteres Highlight bietet die Aufteilung einer großen Sammlung "Sachsen"-Nummernstempel mit über 400 Losen, dabei zahlreiche seltene Stempel auf Briefen und losen Marken. Württemberg bietet zahlreiche kpl. Bogen der Pfennig-Ausgaben. Im Sammlungsbereich etliche Ländersammlungen und einige große Generalsammlungen zu attraktiven Schätzpreisen. Preußen bietet einen extrem seltenen Oktogon-Umschlag mit Zufrankatur nach Athen in perfekter Erhaltung. Die Destination ist zur Zeit der Altdeutschen Staaten extrem selten. Das seltene und postgeschichtlich bedeutende Exemplar wird mit einem aktuellen Attest von Herrn Flemming, der die Seltenheit und einwandfreie Qualität würdigt, versteigert (5.000)

Deutsches Reich: starkes Angebot mit der Auflösung einer großen gestempelten Sammlung, weiterhin zahlreichen Typen, Farben und seltene Ausgaben. Dabei u. a. 56 b postfrisch (3.300), 93IIa gestempelt (600), 118c gestempelt (450), 154IIb gestempelt (600), 196DD gestempelt (1.500), 206WF gestempelt (350), 307 gestempelt (600), 319AWb gestempelt (650), 335AWb (850), 344/50 postfrisch (350), Iposta-Block postfrisch (450), 582U postfrisch (750), 599U gestempelt (2.000) sowie zahlreiche Markenheftchen, Markenheftchenbögen und Zusammendrucke. Ebenso interessante Briefposten im Sammlungsangebot sowie Generalsammlungen und Epochenkollektionen ab den Brustschildausgaben bis hin zu Dienstmarken. Weiterhin eine umfangreiche ** Sammlung Markenheftchenblätter (4.500).

Deutsche Kolonien/Auslandspost: traditionell hochkarätiges Angebot mit 1.000 Losen, dabei viele postfrische Sätze und seltene Werte, Typen, HANs, Stempel, Briefe und zahlreiche kpl. Originalbogen mit den beliebten "Querformaten". Dabei u. a. Türkei 46a (3.000), DOA 39IIB (1.400). Kiautschou mit zahlreichen Typen der Mi.-Nr. 1, dabei u. a. ein postfrisches Zwischenstegpaar mit seltener Aufdruck-Kombination (5.000). Weiterhin ein Spezialteil DOA-Bahnpoststempel mit über 50 Losen!

I. Weltkrieg, Abstimmung, Danzig, Memel, Saar: differenziertes Angebot mit vielen gesuchten Ausgaben in postfrischer Erhaltung. Dabei u. a. Postfrische Bogen Besetzung Belgien I. Weltkrieg, Allenstein und Danzig. Das Saargebiet lockt mit der seltenen Sarre-Ausgabe in postfrischer Erhaltung (1.300). Auch drei postfrische, aktuell attestierte Urdruck-Ausgaben sind im Angebot (900 bis 1.300). Bei Danzig wird im Sammlungsteil eine Spezialsammlung "Danzig Abarten" mit 50 BPP-geprüften Stücken angeboten (600).

II. Weltkrieg/Feldpost: Sehr hochwertiges Angebot mit zahlreichen, seltenen Ausgaben und Sätzen. Dabei u. a. Sudetenland. Albanien mit 15/21U postfrisch (2.500) - nur 8 Sätze bekannt. Böhmen und Mähren mit Theresienstadt-Marke. Generalgouvernement bietet die seltene unverausgabte Serie "Land und Leute". Bei Kotor sind zahlreiche "Unverausgabte" im Angebot, teilweise sogar in UNSIGNIERTER Erhaltung (selten)! Auch Montenegro ist mit 10/13 + 15/18 auf Faltblatt in gestempelter Erahltung (800) sowie Mi.-Nr. 19 in ungebraucht (1.600) gut besetzt. Zahlreiche seltene Ausgaben Frankreichs mit u. a. Legionsausgabe "Feldwache vor Moskau" in 5 Farben je als kpl. Probedruckbogen mit einem Katalogwert von 78.000 Euro zu 18.000 Euro Ausruf im Angebot. Pleskau bietet seltene Blocks und Mi.-Nr. 2/9 in postfrischer Erhaltung (780). Die Auflösung einer Spezialsammlung "Ausländer in der Wehrmacht" mit über 100 Feldpostbelegen bildet ebenso einen Schwerpunkt, diese Belege werden kaum einmal in dieser Konzentration angeboten. Feldpostmarken sind zahlreich mit u. a. 5 b postfrisch (1.250), 8A ** (4.000), 8A gestempelt (750), 13b gestempelt (350) vertreten. Zahlreiche seltene Kriegspropagandamarken mit u. a. Himmler in Type II ungebraucht (350), Frank-Marke ** (1.000) oder aber Witzleben postfrisch (350) sind ebenso im Angebot.

Deutsche Lokalausgaben: ca. 200 Lose mit seltenen postfrischen Ausgaben und Bedarfsbriefen. Dabei u. a. Bad Nauheim, Berlstedt, Glauchau, Meißen und andere Gebiete wie Großräschen mit u. a. V29 gestempelt (400).

Westzonen/Bund/Berlin: umfangreiches Angebot mit zahlreichen Erstausgaben und Engros-Angeboten Bundesrepublik (u.a. 10 Bogen (!) Bund 189 ** - 50 Pf. Heuss). Kontrollratsausgaben mit zahlreichen kpl. Bogen und vielen Farben mit der extrem seltenen 916b (3.500) - im Michel ist diese Marke maßlos unterbewertet und wird kaum einmal angeboten! Berlin bietet zahlreiche Währungsblocks in attestierter, einwandfreier Qualität, Bundesrepublik bietet zahlreiche Lumogensätze vom gestempelten Satz, über einen waagerechten gestempelten Satz sowie einen Viererblocksatz bis hin zu postfrischen 50er-Bogenteilen. Weiterhin sehr starkes Angebot Französische Zone mit vielen Rotkreuz-Blocks und Sätzen. Auch Zusammendrucke der Gebiete Bund und Berlin mit zahlreichen Spitzenstücken vertreten!

SBZ/DDR: dabei die Auflösung der SBZ-Spezialsammlung "Topaz" mit zahlreichen Seltenheiten, die vermutlich über Jahre nicht mehr erhältlich sein werden, dabei u. a. Nr. 27c postfrisch (6.000), 66/70Y postfrisch (12.000) und zahlreiche seltene Blockausgaben und Farben. Insgesamt wird diese Kollektion in über 250 Losen angeboten und wird im Katalog in einem Sonderteil angeboten.

Europa: umfangreiches Angebot mit über 500 Losen, dabei interessante Offerten von Frankreich, Schweiz, Österreich, Liechtenstein und einigen anderen Gebieten. Auch zahlreiche, hochwertige Ländersammlungen wie Frankreich (2.000), Liechtenstein (850), Österreich (900), Russland (1.000) sind dabei, um nur einige zu nennen.

Übersee: interessantes Einzellos-Angebot mit über über 100 Losen, dabei USA, China, Afrika, Australien und andere Staaten. Im Sammlungsteil finden sich zahlreiche Kollektionen von Überseegebieten (ca. 70 Kollektionen) !

Münzen: das umfangreichste Angebot unser Firmengeschichte mit über 580.000 Euro Gesamtausruf. Insgesamt 1.855 Lose mit zahlreichen Seltenheiten, Goldanlagemünzen, Volksrepublik China, sehr vielen Sammlungen, Nachlässen und Orden sowie Medaillen.

Ein sehr starkes Sammlungsangebot mit der Auflösung von 4 großen Nachlässen, dabei u. a. der "Meerbusch"-Bestand, der in über 200 Alben länderweise aufgelöst wird, dabei umfangreich Deutschland ab 1872 inklusive fast aller Gebiete, weiterhin Westeuropa und Skandinavien. Über 100 Nachlässe und Fundgruben sowie über 1.000, fast nur von Privat stammende Sammlung bilden ein weiteres Highlight der Auktion. Auch Altdeutschland und zahlreiche andere Gebiete locken mit hochwertigen Kollektionen, so z. B. Frankreich (2.000) und andere Europäische Staaten sowie Überseegebiete.

Internet: www.reinhardfischerauktionen.de

50. Aix-Phila-Auktion:
Gute Stimmung garantiert!

Startet bei Aix-Phila mit 2000 Euro: schöne Basler Taube auf großem Briefteil.

Aachen (Aix-la-Chapelle), die alte Kaiserstadt im Dreiländereck Deutschland/Belgien/Niederlande, ist Sitz des 1987 gegründeten Auktions- und Handelshauses Aix-Phila, das vielen Sammlern auch durch seine Messebeteiligungen bekannt ist. Nicht zuletzt durch die regelmäßige Messepräsenz ist die Zahl der aktiven Kunden auf mittlerweile mehr als 20.000 gestiegen. Die 50. Jubiläumsauktion enthält wieder große und kleine Raritäten aus Philatelie und Numismatik, die für Sammler und Profis gleichermaßen interessant sind und wieder zahlreiche Interessenten aus Aachen und Umgebung, aus Europa und sogar aus Übersee in den Auktionssaal locken dürfte. Ladengeschäfte ergänzen die Auktionen

Seit 2008 besteht eine enge Kooperation mit dem Saarbrücker Traditionshaus Saarphila. Gutes und besonders ausgefallenes Saar-Material wird in regelmäßigen Spezialauktionen dort versteigert. Briefmarken und Münzen aller anderen Sammelgebiete gelangen zweimal jährlich in Aachen - im Mai und im November - unter den Hammer. Beide Standorte und der Aix-Phila-Shop in Kaarst dienen den Einlieferern auch für die jeweils andere Auktion als Annahmestellen. Da auch in Aachen und Saarbrücken Ladengeschäfte unterhalten werden, haben Sammler über die Auktionen hinaus die Möglichkeit, ihre Sammlungen zu vervollständigen oder Zubehör zu erwerben.

Schon seit etlichen Jahren praktiziert Aix-Phila ein sehr modernes Kataloglayout, das die angebotenen Stücke übersichtlich und benutzerfreundlich präsentiert. Das komplette Angebot kann zudem mit einer Fülle zusätzlicher Abbildungen auf der Homepage studiert werden. Wer die stets gut frequentierten Auktionen besucht, sieht auf einer Großbildleinwand auch gleich die Zuschläge von jedem Los. Erholung - Aix-Phila ruft jedes Los einzeln auf! - findet man in der an den Auktionssaal angrenzenden Cafeteria, auch hier wird man über einen Monitor stets auf dem laufenden gehalten. Die Konkurrenz zwischen Saalbietern, Kommissionären sowie telefonischen und schriftlichen Bietern sorgt für Spannung und gute Stimmung.

Sammlungsteil als Höhepunkt

Mit einem starken Münzangebot startet die 50. Auktion von Aix-Phila. Passend dazu eröffnet den Reigen der Einzellose ein Aachener Taler von 1570 mit einem Ausruf von 500 Euro. Es folgen zahlreiche Taler und Doppelgulden verschiedener deutscher Länder. Ein Zwanzigmarkstück von Preußen mit Wilhelm II in Uniform wird mit 1000 Euro ins Rennen geschickt, ebenso eine Goldmünze zu 100 Francs mit dem Konterfei Napoleons III. Ein englischer Münzsatz Eduard aus 1902 ist mit 2500 Euro angesetzt. Moderne Raritäten sind ebenfalls mit von der Partie: Eine Münze zu 2 Euro aus Monako mit Gracia Patricia auf der Vorderseite sucht für 800 Euro einen neuen Besitzer, ein Medaillenset Prager Frühling 1968 mit Dubcek und Svoboda für 1700 Euro. Beachtung verdienen auch die zahlreichen Partien, Sammlungen und Anlegerposten mit reichlich Gold und Silber zu Schätzpreisen bis zu 10.000 Euro.

Höchstwerte des Freimarkensatzes Tor des Himmlischen Friedens der VR China von 1951 (1000 Euro für kompletten Satz).

Große und kleine Raritäten sowie die immer gesuchte Standardware von Deutschland und Europa stehen im Mittelpunkt des Briefmarkenteils: Ob Altdeutschland, Deutsches Reich, Bundesrepublik oder Berlin - alles ist in sehr guter Qualität zu moderaten Schätzpreisen erhältlich. Der Oberschlesien-Spezialist kann zwischen diversen Stempeln von Botzanowitz bis Knurow wählen, der SBZ-Sammler einen undurchstochenen Weihnachtsblock, von dem kaum 800 Stück existieren dürften, für mindestens 1000 Euro erwerben. Eine "Basler Taube" auf großem Briefteil beginnt mit 2000 Euro, und beim seltensten Satz der VR China von 1951 dürfte der Startpreis von 1000 Euro bei diesem Trendgebiet schnell zur Makulatur werden.

Traditioneller Höhepunkt wird am zweiten Auktionstag sicher wieder die Versteigerung von Sammlungen, Partien und ganzen Nachlässen, deren Ansätze sich zwischen 10 und 10.000 Euro bewegen. Gleich zu Beginn wird ein ganzer Stahlschrank voll mit Briefmarken und Belegen angeboten. Eine Kollektion Altdeutschland mit Bayern-Einser und Sachsen-Dreier eröffnet mit 3000 Euro, eine Sammlung Deutsches Reich mit 4000 Euro, ebenso eine unberührte Sammlung Deutsche Kolonien. Kollektionen von Belgien für 2500 Euro, Europa-Union (139 Alben!) für 7000 Euro, ganz Westeuropa für 10.000 Euro oder eine Gemäldesammlung für 4000 Euro zählen zu den Highlights. Das gilt in besonderem Maße auch für drei herausragende Objekte der VR China mit Ansätzen von 4000, 6000 und 12.000 Euro!

Vor allem der herausragende Sammlungsteil dürfte wieder zahlreiche Philatelisten aus ganz Europa und sogar aus Übersee nach Aachen locken, ebenso wie die vielen Sammler aus Aachen und Umgebung, die das ein oder andere Schnäppchen im Visier haben.

Internet: www.aixphila.de

© Deutsche Briefmarken-Revue

347.-349. Köhler-Auktion:
Spektakuläre Ergebnisse für Braunschweig-Raritäten!

Mit einem Gesamtergebnis von 4,4 Millionen Euro (Auktionszuschlag inkl. Aufgeld) ging am 24. März 2012 in Wiesbaden die 347. bis 349. Auktion des ältesten Briefmarken-Auktionshauses Deutschlands, Heinrich Köhler, zu Ende. "Die starke Nachfrage nach seltenen Sammlerbriefmarken hält unvermindert an. In der Zeit der Finanzkrise schätzen die Sammler, dass sich das Hobby 'Philatelie' auch unter Anlageaspekten attraktiv erweist", erklärte Köhler-Geschäftsführer Dieter Michelson. Sammler und Händler waren aus vielen europäischen Staaten, aber auch aus Übersee wie etwa Australien, Israel und Nordamerika, angereist.

Neuentdeckung beflügelte die Phantasie der Bieter

Schwerpunkte der diesjährigen Köhler-Frühjahrsauktion in Wiesbaden waren die Versteigerungen verschiedener Spezialangebote, darunter der 1. Teil einer Spezial-Sammlung "Herzogtum Braunschweig", die knapp 400.000 Euro Gesamtergebnis (inkl. Aufgeld) erzielte, sowie die Sammlung "Deutsche Besetzungsausgaben 1939-1945" des verstorbenen Prüfexperten Rainer Bender, die mit über 500.000 Euro Gesamtergebnis (inkl. Aufgeld) abschloss. Beide Sammlungen waren in attraktiven Sonderkatalogen präsentiert worden. Daneben kamen weitere spezialisierte Kollektionen zur Auflösung, darunter "Norddeutscher Postbezirk und Elsaß-Lothringen", "Preußisch-Französischer Krieg 1870/71" und "Deutsches Reich Hufeisenstempel" aus dem Nachlass des bekannten Prüfers Friedrich Spalink.

Die spektakulärsten Preise erzielten Raritäten der Braunschweig-Sammlung "ASTRUL"! Mit einem Endergebnis von 66600 Euro (inkl. Aufgeld) erwies sich der berühmte Brief an die "Alfred Krupp Gußstahlfabrik in Essen" als das Spitzenstück des Braunschweig-Angebotes. Dabei handelt es sich um einen Ganzsachenumschlag 1 Silbergroschen mit einem zusätzlich frankierten Paar der 1-Silbergroschen-Briefmarke, entwertet mit dem Notstempel "50" des Braunschweiger Hofpostamtes (Abbildung siehe DBR 3/12, Seite 52). Der Brief wurde im Jahr 1904 entdeckt und galt bislang neben ein paar losen Einzelmarken mit diesem Stempel als Brief-Unikat. Ein unmittelbar vor der Auktion bekannt gewordener zweiter Brief mit dem Notstempel "50" beflügelte aber offenbar die Phantasie der Sammler bei ihren Geboten, so dass bei einem ursprünglichen Startpreis von 30.000 Euro ein hartes Bietergefecht zwischen mehreren Interessenten begann.

Spektakulär war auch das Resultat einer 3 Silbergroschen orange der Ausgabe 1852 mit preußischer Fremdentwertung auf Brief. Bei 2000 Euro gingen die Bieter an den Start. Der erfolgreiche Sammler musste das Elffache des Startpreises bieten, um den Zuschlag zu erhalten, das macht mit Auktionsaufgeld stolze 26 180 Euro.

Besetzungsausgaben im In- und Ausland begehrt

Praktisch jedes Los der Bender-Sammlung "Deutsche Besetzungsausgaben 1939-1945" wurde mit hohen Steigerungen abgesetzt. Dabei traf die traditionelle Sammlernachfrage aus Deutschland auf zahlreiche neue Sammler und Bieter aus den osteuropäischen Staaten. Diese Sammler entdecken gerade das historische Schicksal ihrer Länder im Zweiten Weltkrieg, wobei die Marken und Postgeschichte während der deutschen Besatzung als Teil der Landesgeschichte akzeptiert werden. So landeten die Überdruckausgaben der Lokalausgaben Estlands nicht selten beim Doppelten bis Dreifachen des Startpreises. Im wahrsten Sinne des Wortes den "Vogel abgeschossen" hat dabei ein Paar der Flugpostausgabe von Estland mit dem Motiv einer fliegenden Taube der Lokalausgabe von Moiseküll, wobei sich auf einer Marke der Aufdruck kopfstehend befindet. Bei einem Startpreis von 3000 Euro musste der glückliche Bieter einschließlich Aufgeld über 16 600 Euro bezahlen.

Darüber hinaus gab es weitere bemerkenswerte Resultate. 35700 Euro (inkl. Aufgeld) erzielte eine Marke aus China 1897, 30 Cents auf 24 Candarin "Dowager first printing surcharged large printing narrow spaced", in ungebrauchter Erhaltung. Für 42800 Euro (inkl. Aufgeld) wurde ein "Partie-Brief" mit dem berühmten "Sachsen Dreier" verkauft. Das Besondere: Der Brief wurde als "Massenaufgabe" bei der Stadtpost in einer Menge von 25-49 Stück aufgegeben und war deshalb mit einem auf 3 Pfennig reduzierten Briefporto ausreichend frankiert. Gleichzeitig handelt es sich um die späteste bekannte Brief-Verwendung eines "Sachsen Dreiers". Eine Deutsches Reich 5 Mark ungebraucht von 1902 in der Variante "Mittelstück bräunlich quarzend" erzielte 27 300 (inkl. Aufgeld).

Als besonders begehrt erwiesen sich die Sammlungen und Posten, die vielfach unberührt belassen waren. Das teuerste Los der Auktion mit 160 600 Euro (inkl. Aufgeld) wurde ein postfrischer Lagerbestand der Deutschen Kolonien in Einheiten und Bogenteilen. Der Startpreis hatte bei 50.000 Euro gelegen.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Toller Preis für Beleg von deutscher Polarexpedition!

Düsseldorf Bei der 135. Felzmann-Auktion vom 6. bis 10. März 2012 waren folgende Auktionstrends zu beobachten: Sowjetunion und China gehören mit Top-Zuschlägen weiterhin zu den Trendgebieten - bei der Philatelie ebenso wie bei der Numismatik. Das bewiesen 4700 (1500) Euro für die Direktiven Maos postfrisch im ungefalteten Eckrand-Fünferstreifen mit Druckvermerk unter der 5. Marke und 1200 (700) Euro für den Kinder-Block und -Satz postfrisch der VR China.

Das besondere Engagement des Hauses Felzmann im eher schwierigen italienischen Markt schlug sich in etlichen beachtlichen Steigerungen italienischer Flug- und Zeppelinpost-Belege nieder. Den höchsten Preis erzielte jedoch ein Einschreiben-Brief ab Hodeida/Jemen zur Chicagofahrt 1933, Etappe bis Recife, mit seltener, bunter Acht-Farben-Mischfrankatur, der von 3500 auf 7400 Euro steigerte.

Die klassische deutsche Philatelie erfreut sich auch im digitalen Zeitalter großer Beliebtheit, sofern besonders schöne und anspruchsvolle Raritäten unter den Hammer gelangen. Das galt für eine ungezähnte Farbprobe der 9 Kreuzer preußischblau von Baden mit 2800 (250) Euro genauso wie für eine diagonal halbierte, linke obere Hälfte der Hannover 2 Silbergroschen auf graublau auf Luxus-Briefstück für 7000 (1400) Euro. Eine Drei-Farben-Frankatur von Württemberg (u.a. mit der 18 Kreuzer) von Stuttgart nach Montevideo sprang von 1500 auf 6200 Euro!

Die Verkaufspreise im Bereich der deutschen Standard-Ausgaben bewiesen die realistischen Einschätzungen des Felzmann-Teams und bewegten sich im Rahmen der Schätzwerte. Für Philatelie wie Numismatik gilt weiterhin, dass "richtige" Raritäten im deutschen Nachkriegsbereich stark gesucht sind und Katalogwerte durchaus Makulatur darstellen.

Schließlich zeigte die Auktion, dass wahre Sammler-Schätze nicht im Verborgenen bleiben und auch noch versierte Sachbearbeiter überraschen - so geschehen bei dem Brief der Deutschen Antarktis-Expedition 1911. Felzmann taxierte einen Vordruck-R-Brief der "Deutsche Antarktische Expedition" ab Süd-Georgien mit vierzeiligem Expeditionsstempel auf Expeditions-Vignette via London nach Berlin mit 100 Euro. Kenner des Gebietes trieben das postgeschichtliche Highlight auf 4600 Euro!

Internet: www.felzmann.de

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Raritäten der OPD-Ausgaben und seltene China-Blocks

Leipzig Den Auftakt der 157. Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert am 11. und 12. Mai machen rund 100 Zeppelinlose aus dem Zeitraum 1912 bis 1939, darunter frühe Belege der Luftschiffe "Schwaben", "Viktoria Luise", "Sachsen" und "Bodensee" sowie Marine-Luftschiff L42. Hinzu kommt interessante Zuleitungspost des LZ 127 einschließlich Europa und Übersee-. Es folgen 200 Flugpostlose Deutsches Reich mit Pionierluftpost 1909-1914 sowie Europa und Übersee einschließlich Schleuderflug, Ballon- und Raketenpost. Gut besetzt sind auch die Abteilungen mit Schiffs, Feld- und Bahnpost, außerdem Heimatbelege, Ansichtskarten und Literatur.

Mit 920 Losen setzen Altdeutschland und Deutsches Reich mit Gebieten einen Schwerpunkt dieser Auktion. Für 300 Euro ist der abgebildete Eilboten-R-Brief mit der Bayern MiNr. 15 zu haben - aus dieser Zeit sind Expressbriefe vergleichsweise selten! 800 Euro soll eine Württemberg MiNr. 42 b mit Hufeisenstempel von Stuttgart bringen. Sicherlich begehrt sein dürfte eine Einzelfrankatur der MiNr. 95 AI des Deutschen Reiches auf eingeschriebenem Auslandsbrief mit einem Gewicht von 340 g.

480 Lose Deutschland nach 1945 beginnen mit den Lokalausgaben und enden mit zahlreichen Ganzsachen mit privaten Zudrucken. Topstücke sind der Brückenbau-Block von 1946 als Sonderdruck für 3500 Euro und die Herzstücke Ziffern aus Großbogen 3 geschnitten mit Zwischenstegen für 2500 Euro. Das Sammelgebiet DDR hat über 370 Lose im Angebot, dabei viele bessere Ausgaben und FDC's, Farben, Plattenfehler, Wasserzeichen-Besonderheiten sowie Zusammendrucke, Markenheftchen, Ganzsachen und Dienstmarken/ZKD-Post. Die westlichen Besatzungszonen sowie Bund und Berlin sind mit 110 Losen dabei.

330 Einzellose umfassen Europa und Übersee. Hier lockt China mit attraktiven Blocks. Den Abschluss bilden rund 1000 Lots, Engrosposten und gehaltvolle Sammlungen aller Gebiete.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Drachenköpfe aus Japan

wm/rf Auf der 123. Auktion des Auktionshauses Dr. Reinhard Fischer in Bonn wurden sechs seltene Einheiten der japanischen Erstausgabe versteigert. Der Ausruf für diese sechs Stücke lag bei insgesamt 12.000 Euro und konnte sich im Ergebnis einer Steigerung auf mehr als 26.000 Euro erfreuen. Diese Einheiten waren am Markt unbekannt und wurden seinerzeit von einem Vorfahr des Einlieferers direkt am Postschalter in Japan erworben.

Der Einlieferer arbeitete fast 50 Jahre für eine große Handelsgesellschaft im asiatischen Raum und brachte die Briefmarken 1920 nach Deutschland.

Bei seinem Tode 1936 wurden alle vorhandenen Briefmarken in einem Koffer verstaut und erst jetzt wurde wieder, nachdem das ganze zweimal vererbt wurde, ein Blick auf den Bestand geworfen. Dabei wurden diese Einheiten entdeckt. Das Ergebnis der Prüfung durch den Verbandsprüfer Florian Eichhorn lautete "echt" und in weitgehend einwandfreier Qualität. Schon im Vorfeld war die Nachfrage so groß, dass harte Bieterschlachten erwartet werden konnten.

Und so geschah es auch: Die Gebote fingen bereits hoch an, aber mehrere Bieter trieben den Zuschlag auf mehr als das Doppelte des Ausrufs. Wieder einmal konnte das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer mit diesen Seltenheiten seine Kompetenz für hochwertige Philatelie bestätigen.

50. AIX-PHILA Briefmarken- und Münzenauktion 18. und 19. Mai in Aachen

wm Bei der kommenden Jubiläumsauktion des bekannten Aachener Haus kommen ca. 600 Münzeinzellose und -sammlungen, über 1.800 Einzellose aus allen Bereichen der Philatelie in überdurchschnittlich guter Erhaltung und 1.700 Sammlungen Lots und Nachlässe fast ausschließlich aus Privathand zum Ausruf. Die Schätzpreise sind wie immer sehr moderat angesetzt.

Den kostenlosen Katalog (Versand Ende April) erhalten Interessenten bei Aix-Phila Briefmarken GmbH, Lothringerstr. 13, 52062 Aachen, Tel.: +49 - (0)2 41 - 3 39 95 / Fax: +49 - (0)2 41 - 3 39 97 / info@aixphila.de. Man kann auch den Katalog online unter www.aixphila.de einsehen (mit allen Einzellos-Attesten und mehr als 2.900 großformatigen Farbabbildungen).

Vorschau: 50. AIX-PHILA Auktion am 18./19. Mai 2012 in Aachen

wm/ho Mit einem starken Münzangebot startet die 50. Auktion des Auktionshauses AIX-PHILA in Aachen. Passend dazu eröffnet den Reigen der Einzellose ein Aachener Taler von 1570 mit einem Ausruf von 500 €. Es folgen zahlreiche Taler und Doppelgulden verschiedener deutscher Länder. Ein Zwanzigmarkstück von Preußen mit Wilhelm II. in Uniform wird mit 1000 € ins Rennen geschickt, genauso eine Goldmünze zu 100 Francs mit dem Konterfei Napoleons III.; ein englischer Münzsatz Eduard aus 1902 folgt mit einer Vorgabe von 2500 €. Moderne Raritäten sind ebenfalls mit von der Partie: Eine Münze zu zwei Euro aus Monako mit Gracia Patricia auf der Vorderseite sucht für 800 € einen neuen Besitzer, ein Medaillenset Prager Frühling 1968 mit Dubcek und Svoboda für 1700 €.

Es folgen zahlreiche Partien, Sammlungen und Anlegerposten mit reichlich Gold und Silber zu Schätzpreisen bis hin zu 10.000 €.

Große und kleine Raritäten sowie die immer gesuchte Standardware von Deutschland und Europa stehen im Mittelpunkt des Briefmarkenteils: Ob Altdeutschland. Deutsches Reich, Bundesrepublik oder Berlin, alles ist in sehr guter Qualität zu moderaten Schätzpreisen erhältlich. Der Oberschlesien-Spezialist kann zwischen diversen Stempeln von Botzanowitz bis Knurow wählen, der SBZ-Sammler einen undurchstochenen Weihnachtsblock, von dem kaum 800 Stück existieren dürften, für mindestens 1000 € erwerben. Eine "Baseler Taube" auf großem Briefteil beginnt mit 2000 € und beim seltensten Satz der VR China von 1951, dürfte der Startpreis von 1000 € bei diesem Trendgebiet schnell zur Makulatur werden.

Traditioneller Höhepunkt wird dann am 2. Auktionstag sicher wieder die Versteigerung von Sammlungen, Partien und ganzen Nachlässen, welche mit 10 bis 10000 € ins Rennen geschickt werden, so gleich zu Beginn ein ganzer Stahlschrank voll mit Briefmarken und Belegen. Eine Kollektion Altdeutschland mit Bayern-Einser und Sachsen-Dreier eröffnet mit 3000 €, eine Sammlung Deutsches Reich mit 4000 €, ebenso eine unberührte Sammlung Deutsche Kolonien. Belgien mit 2500 € Startpreis, Europa-Union (139 Alben!) mit 7000 €, ganz Westeuropa mit 10000 € und eine Gemäldesammlung mit 4000 € zählen zu den Highlights wie ganz besonders drei herausragende Kollektionen VR China mit Ansätzen von 12000 bzw. 6000 und 4000 €!

Vor allem der herausragende Sammlungsteil dürfte wieder zahlreiche Philatelisten aus ganz Europa und sogar aus Übersee nach Aachen locken ebenso wie die vielen Sammler aus Aachen und Umgebung, die das ein oder andere Schnäppchen im Visier haben.

Internet: www.aixphila.de

50. Deider-Auktion:
Bayern-Rarität zum Jubiläum!

Lange nicht gesehenes Topstück der Bayern-Philatelie: der einzig bekannte Schwarze-Einser-Brief mitleuchtend blauem Halbkreis-Stempel GRÜNWALD!

Siegfried Deider, seit über 40 Jahren Berufsphilatelist, gründete 1985 sein eigenes Auktionshaus in München, dessen Schwerpunkte auf klassischer Philatelie und Postgeschichte aus aller Welt liegen. Ein besonderes Augenmerk gilt seit jeher Bayern, und zu seiner 50. Jubiläumsversteigerung am 27. und 28. April 2012 kann Deider ein phänomenales Stück anbieten: den einzig bekannten Schwarzen-Einser-Brief mit leuchtend blauem Halbkreis-Stempel "GRÜNWALD"! Vor 50 Jahren war der Beleg einmal auf einer Jubiläumsausstellung zu sehen. Seitdem schlummerte er in einer großen Sammlung und kommt nun erstmals auf den Markt. Keinem der großen Bayern- und Altdeutschland-Sammler vergangener Zeiten ist es gelungen, diesen Brief zu erwerben, und so darf man gespannt sein, wo er ein neues Zuhause findet. Der Startpreis beträgt 50.000 Euro.

Schwerpunkt Altdeutschland

Bayern wartet bei Deider mit zahlreichen weiteren Spitzenstücken auf wie einem waagerechten Viererstreifen der 18 Kreuzer gelborange mit je offenem Mühlradstempel "269" als beeindruckende 81-Kreuzer-Frankatur auf Briefstück (1600 Euro) oder einer 18 Kreuzer ziegelrot als seltene Einzelfrankatur von München nach England (2000 Euro). Dazu gibt es herrliche Bunt- und Mischfrankaturen, u.a. ein Luxusstück der 12 Kreuzer lila mit der 18 Kreuzer ziegelrot auf einem Damencouvert von München nach Sydney/Australien. Für die enorm seltene Destination sind mindestens 4800 Euro zu zahlen. Über 200 Lose umfasst ein Angebot an seltenen Markenheftchen und Zusammendrucken.

Die altdeutschen Staaten, stets ein Schwerpunkt der Deider-Auktionen, beinhalten zudem eine der allergrößten Braunschweig-Raritäten: Es handelt sich um eine 1/3 Silbergroschen schwarz/weiß auf Ortsbrief. Die bis heute angeblich einzige bekannte Ortsfrankatur startet mit 3800 Euro. Hannover zeigt einen waagerechten Luxus-Viererstreifen der 3 Pf karmin "HAMBURG" auf dekorativem Briefcou vert (ex Rothschild, 5000 Euro), Ol denburg eine 1/3 Groschen schwarz/grün als Einzelfrankatur auf Drucksache in hervorragender Qualität (10.000 Euro) und das Herzogtum Holstein eine 1 Schilling blau auf Briefstück mit Stempel "9" ELMSHORN (nur zwei weitere Exemplare mit diesem Stempel bekannt - 3800 Euro).

Viele große und kleine Besonderheiten findet man beim Deutschen Reich, etwa in der Anfangszeit bei den Brustschilden. Zu den seltenen Ausgaben aus dem Zeitraum 1875 bis 1945 gehören außerdem u.a. "Boetticher mit Ohr" (2500 Euro), Nothilfe-Block auf Brief (1500 Euro) und Markenheftchen (u.a. Nothilfe-Druckbogenteil - 1500 Euro). Die Deutschen Kolonien locken mit über 250 schönen Einzellosen.

Europa glänzt mit herrlichen Ballon-Monté-Briefen aus Frankreich, seltensten Ausgaben der altitalienischen Staaten(z.B. ungebrauchtes Luxusstück der Sardinien 20 Centesimi blau, 2800 Euro) und der Auflösung einer Kroatien-Spezialsammlung 1941/45 mit über 30 Ministeralben, dabei auch das ganz rare Sturmdivision-Ministeralbum (18.000Euro). Zum Abschluss des ersten Versteigerungstages bietet das Auktionshaus zahlreiche chinesische Kostbarkeiten. Dazu zählen u.a. drei ungebrauchte Prachtstücke des Belgischen Postamtes in China (1500 Euro).

Reichhaltiges Österreich-Angebot

Über die Grenzen hinaus ist Siegfried Deider für sein gehaltvolles und reichhaltiges Österreich-Angebot bekannt, das im Mittelpunkt des zweiten Auktionstages steht. Unter den über 1000 Einzellosen kommen viele kleine und große Raritäten der Österreich-Philatelie zu Ausruf wie zwei Werte der 25 Kreuzer im feinen Druck zusammen mit 5 Kreuzer rot auf Express-Kuvert von Wien (1800 Euro). Dazu gesellen sich Misch- und Buntfrankaturen sowie seltene Abstempelungen. Mit 1200 Euro ist hier der seltene Dreizeiler in Sonderform "K.K. POSTAMT Böhmisch Brod" auf Luxus-Reko-Brief angesetzt. Außergewöhnlich schöne und rare Frankaturen und Briefe sowie Vorläufer/Incoming Mail stammen aus der Auflösung einer Bosnien-Herzegowina-Spezialsammlung. Einige dieser Briefe sind übrigens im Ferchenbauer-Katalog abgebildet.

Über 1300, meist unberührte und interressante Sammlungen, Posten und Nachlässe stellen einen weiteren Höhepunkt der 50. Deider-Auktion dar. Hervorzuheben sind besonders über 250 herrliche Bayern-Sammlungen (die meisten vollständig im Internet abgebildet) sowie fein ausgebaute Sammlungen und tolle Fundgruben aus aller Welt - so reich- und werthaltig wie noch nie in der über 25-jährigen Firmengeschichte! Das gesamte Angebot wird - wie immer - im vollständig farbig illustrierten und aufwendig gestalteten Luxuskatalog präsentiert. Dem Firmenmotto "Außergewöhnliche Auktionen mit bayerisch-österreichischem Charme" wird Siegfried Deider auch dieses Mal wieder in beeindruckender Weise gerecht. Und wer dafür noch eine weitere Bestätigung sucht, kann in den Pausen frische Münchner Weißwürste und Brez'n genießen!

Internet: www.deider.de

© Deutsche Briefmarken-Revue

Köhler lässt Zuschlagsrekorde durch Wirtschaftsprüfer-Testat bestätigen!

Wiesbaden "In den vergangenen Jahren hat Heinrich Köhler in Wiesbaden eine ungewöhnlich große Zahl von Auktionslosen mit außergewöhnlichen Ergebnissen zwischen 50.000 und 330.000 Euro Zuschlag für deren Einlieferer versteigert", beginnt eine Pressemitteilung vom 9. März 2012. "Damit steht Heinrich Köhler nicht allein. Auch andere Auktionshäuser werben mit hohen ,Traumergebnissen'. Aber: Wie auf dem Kunstmarkt, so werden auch in der Philatelie immer wieder Zweifel an der Flut höchster Zuschläge für Briefmarken geäußert. Heinrich Köhler stellt sich dieser Diskussion, fordert höchste Transparenz und geht selbst mit gutem Beispiel voran: Alle Zuschläge der vergangenen Jahre über 50.000 Euro bei Heinrich-Köhler-Auktionen wurden von der international bekannten Wirtschafts prüfer-Gesellschaft Baker-Tilly auf Herz und Nieren geprüft! Die Aufgabenstellung für die Prüfer: Wurden die Stücke tatsächlich eingeliefert? Wurde dem Höchstbietenden eine ordentliche Rechnung ausgestellt? Haben die Käufer die Rechnungssummen voll bezahlt? Wurden daraufhin die Einlieferer der Stücke voll ausbezahlt? Das Ergebnis: Alle von Heinrich Köhler in den Ergebnis listen seit 2005 aufgeführten Zuschläge über 50.000 Euro sind tatsächlich erlöst, vom Käufer bezahlt und dem Einlieferer ausbezahlt worden. Es gibt bei Köhler keine ,Scheinzuschläge', die den Sammler in die Irre führen und falsche Tatsachen zur Marktsituation und zur Stellung des Auktionshauses vorspiegeln."

Das Wirtschaftsprüfer-Testat zur Bestätigung der Köhler-Zuschläge kann unter www.heinrich-koehler.de eingesehen werden.

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Zähnungsvarianten Lokalausgaben/SBZ

Dresden Im Rahmen der 165. Dresdner Briefmarken-Auktion am 24. und 25. April kommt die "Frankengold-Sammlung" Armin Scheibenberger mit Zähnungsabarten und Besonderheiten der Lokalausgaben sowie OPD und SBZ zur Auflösung. Etliche der dort angebotenen Stücke sind bisher nicht im MICHEL-Spezial katalogisiert. Bei den Lokalausgaben fallen einer von nur drei Bedarfsbriefen mit der Altentreptow MiNr. 2 II (600 Euro), der Wiederaufbau-Block von Finsterwalde 1946 mit fehlender 6-, 8- und 12-Pf-Marke (ab 200 Euro), die Behördendienstmarken MiNr. 30-42 von Glauchau postfrisch und auf Briefstück (je 1000 Euro), ein waagerechtes, gestempeltes Unterrand paar der MiNr. 1 von Löbau auf Briefstück (1000 Euro) und die Abart Spremberg MiNr. 10 B F als mittlere Marke eines Dreierstreifens auf Einschreibebrief (500 Euro) ins Auge. Zu den im MICHEL nicht gelisteten Zähnungsvarianten gehört u.a. ein senkrechtes Unterrandpaar mit DZ der SBZ MiNr. 8 x auf Orts-R-Brief, das waagerecht ungezähnt ist (300 Euro). Ebenfalls bisher nicht bekannt ist ein ungezähntes, waagerechtes Zwischenstegpaar der MiNr. 11 y in postfrischer Erhaltung (400 Euro). 1500 Euro soll ein ungebrauchtes, nur waagerecht und links gezähntes Paar der MiNr. 22 cK bringen. Die seltene MiNr. 39 zbU postfrisch startet mit 500 Euro. Auf einem portogerechten Orts-R-Brief gibt es die MiNr. 43 Ac mit Zusatzfrankatur (1500 Euro). Daneben finden sich gesuchte Postmeistertrennungen. Die nur in wenigen Exemplaren registrierte MiNr. 79 Yb gestempelt ist gleich viermal zu haben (ab 600 Euro). Eine Rarität ist ein Essay der MiNr. 96 vom Entwerfer E. Scho ner (1000 Euro). Mit etlichen Varianten sind die Blockausgaben Thüringens besetzt, z.B. Block MiNr. 4 ay I/II mit nach unten verschobener 16-Pf-Marke (1100 Euro). Ein weiteres Highlight ist eine gestempelte MiNr. IId IX mit Handstempel Garz/Bezirk 38 (1500 Euro).

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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Schwerpunkt deutschsprachige Sammelgebiete

Singen Die 88. Lenz-Auktion am 27. und 28. April 2012 in Singen bringt über 10.000 Lose, deren Schwerpunkte aufgrund der geographischen Nähe zu Schweiz und Österreich auf eben diesen Gebieten und vor allem Deutschland liegen. Liechtenstein zeigt ein breites Angebot mit u.a. Block MiNr. 1 gestempelt. Österreich mit allein 730 Losen ab Vorphila weist Ortsstempel, einen umfangreichen Markenteil mit Dollfuß und WIPA-Marken postfrisch mehrfach sowie viele Briefe mit interessanten Frankaturen auf. Mit einem breiten Angebot von 1300 Positionen ab der Vorphilatelie wartet die Schweiz auf. Der Markenteil startet mit einer "Basler Taube" MiNr. 1 a gestempelt in sehr guter Erhaltung und einer "Winterthur" MiNr. 4 mit vollständigen Trennungsornamenten in ebenfalls sehr guter Qualität. Eine Auswahl an Rayon-Marken, Strubel usw. schließt sich an. Allein die Pro-Juventute-Vorläuferausgaben in allen Erhaltungen umfassen 30 Positionen von 25 bis 1500 Euro Ausruf. Die Blocks sind in allen Erhaltungen vertreten.

Die 3900 Deutschland-Lose starten mit Altdeutschland, dabei Baden Briefe und Marken ab mehrfacher MiNr. 1 a und 1 b bis zu Orts- und Nummernstempel. Ebenfalls gut bestückt ist Bayern. Unter Hannover wird eine schöne Nummernstempel-Sammlung detailliert. Das Deutsche Reich ist mit allein über 1000 Positionen sehr stark vertreten. Zu den Highlights gehören die MiNr. 24 auf Briefstück, eine MiNr. 66 Z gestempelt, die MiNr. 93 IIa im sauber gestempelten Viererblock, Nothilfe-Blocks post frisch und gestempelt (ab 1200 Euro) sowie eine postfrische rechte obere Bogenecke der MiNr. 549 Uo (1000 Euro). Auch die Kolonien und das Saarland sind mit Spitzenstücken im Angebot. Bei der "Bodensee-Schiffspost" sind Ansichtskarten mit den verschiedenen Schiffsstempeln zu beachten.

Neben Münzen kommen am zweiten Versteigerungstag über 2300 Sammlungen und Posten und teils unberührte Nachlässe unter den Hammer.

Internet: Internet: www.briefmarken.com

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Spezialsammlung Brustschilde wird aufgelöst!

Hamburg Dem allgemeinen Trend folgend, bietet das Auktionshaus Schwanke auf seiner 335. Versteigerung am 20. und 21. April 2012 eine ganze Reihe erlesener Stücke hochwertiger Numismatik an. Dazu zählen einige Stücke aus der Antike, darunter eine Goldmünze mit dem Porträt Julius Cäsars aus dem Jahre 46, eine Rarität in nahezu vorzüglicher Qualität (5000 Euro), außerdem in ebenso guter Qualität Porträts von Kaiser Nero aus dem Jahr 65/66 oder von Antonius Pius aus dem Jahre 142 (je 3000 Euro).

Mit einer wundervollen Frankreich-Sammlung mit ausgesuchten klassischen Stücken startet die Europa-Abteilung. Fast 200 Positionen umfasst das Angebot, das mit einem Luxusbrief der MiNr. 1 im senkrechten Paar beginnt (400 Euro) und weitere "Blickfänger" bereithält. Luxemburg umfasst etwa 80 Positionen, neben der Klassik auch die "Klassiker" wie Block 1 oder die "Intellektuellen" gleich mehrfach, ganz bemerkenswert jedoch auch einige Einheiten der frühen Dienst marken. Die Schweiz beginnt ab MiNr. 1, nämlich einer attraktiven "Waadt" (3800 Euro), und ist mit gut 150 Positionen ver treten, darunter sehr viel Material ab 1880 in der beliebten postfrischer Erhaltung.

Im Übersee-Teil wird eine weitere Neuentdeckung präsentiert: ein ägyptischer Brief von 1863 der "Posta Europea" aus Samanud - nur ein weiteres Stück soll sich noch im Postmuseum von Kairo befinden (300 Euro). Bemerkenswert ist eine Reihe ausgesuchter "Kap-Dreiecke", darunter auch die Holzschnitte zu 1 d. (600 Euro) und zu 4 d. (500 Euro). International nachgefragt wird zunehmend die Klassik Südamerikas, und so erwartet Schwanke gute Resultate z.B. für Argentiniens MiNr. 10 gestempelt (900 Euro). "Trendgebiete" wie China und Indien sind ebenso vertreten wie solide Angebote Australischer Staaten, Kanadas oder der USA.

Das Deutschland-Angebot (1300 Lose) bietet wie immer einen guten Querschnitt von Altdeutschland bis zu den modernen Sammelgebieten. Ein Klasse-Run von 70 Losen zeigt Preußen, weniger mit teuren Stücken als mit ausgewählten kleinen "Puppen" wie Paaren, Streifen, klaren Nummern- oder Ortsstempeln. In mehreren Teilen wird eine wunderbare Spezialsammlung der Brustschilde angeboten. Ein "Eye-Catcher" ist hier eine Postkarte mit zwei Exemplaren der MiNr. 16, die den roten Firmen-Zudruck der "Gebrüder Lüttgers aus Petersmühle" einrahmen (1500 Euro). Vom Deutschen Postamt in Constantinopel ist ein Brief mit den MiNr. 19 und 22 an die enorm seltene Destination Finnland zu haben (500 Euro). Hinzu kommt Standard-Material vom Deutschen Reich über die Deutschen Gebiete bis hin zur Moderne.

Sammlungen und Posten fallen mit gut 1800 Losen dieses Mal besonders reichhaltig aus. Neben ganzen Nachlässen, etlichen General sammlungen und voluminösen Großposten stehen gut ausgebaute Länder- und Gebietssammlungen zum Verkauf. Die insgesamt 4617 Positionen haben einen Schätzwert von knapp 1,2 Millionen Euro.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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Vorschau zur 157. Fortagne-Lipfert-Auktion in Leipzig am 11. und 12. Mai 2012

wm /fl Das seit 20 Jahren bestehende Leipziger Auktionshaus bietet im Mai über 4500 Lose aus fast allen Sammelgebieten an. Den Auftakt bilden rund 100 Zeppelinlose (1912/1939), dabei frühe Belege des LZ "Schwaben", "Viktoria Luise", "Sachsen", "Bodensee" und Marine-Luftschiff L42 (1917), sowie Fahrten mit interessanter Zuleitungspost des LZ 127 einschließlich Europa/Übersee.

Es folgen 200 Flugpostlose Deutsches Reich, mit Pionierluftpost 1909/14 (50 Belege), dabei Rhein-Main-Flugpost" sowie Europa/Übersee, einschließlich Schleuderflug-, Ballon- und Raketenflugpost.

Zirka 140 Lose aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost/Kgf.-Post sowie 230 Lose mit Motiven von Bahnpost, Kosmos, Propaganda bis Zensur, Heimatphilatelie, Postgeschichte und ca. 180 Lose mit über 7400 alten Ansichtskarten deutscher Gebiete sind ebenfalls im Angebot. Außerdem rund 160 Lose mit Material zur Zeitgeschichte, phil. Fachliteratur und Autographen.

Nicht zu vergessen ist der Schwerpunkt Deutsches Reich mit 920 Losen, u.a. mit einem ausführlichen Teil Brustschilde und Folgeausgaben, teils schon spezialisiert, zudem Inflation, Drittes Reich, Dienstpost, Ganzsachen, Auslandspostämter/Kolonien bis Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete 1. und 2. Weltkrieg.

Last but not least seien rund 1000 Lots, Engrosposten und Sammlungen erwähnt, die immer eine Besichtigung wert sind. Weitere Informationen: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

Vorbericht 335.Auktion SCHWANKE / HAMBURG 20.-21.April 2012 (Philatelie, Teil III - Deutschland)

wm/hjs Die 335. Auktion bietet neben Numismatik wie gewohnt auch ein umfangreiches Philatelie-Angebot. Hier weitere Einblicke:

Das DEUTSCHLAND-Angebot bietet wie immer einen guten Querschnitt von Altdeutschland bis zu den modernen Sammelgebieten.

Zwei sehr schöne "Sachsen-Dreier" sind zu empfehlen, dabei eine fehlerfreie Mi.Nr. 1a (€ 2000.-) und ein Exemplar der besseren Mi.Nr. 1c (mit winzig heller Stelle) zum Schätzpreis von € 1500.-. Ein Klasse-Run von 70 Losen bietet "Preussen", weniger mit teuren Stücken, als mit ausgewählten kleinen "Puppen" wie Paaren, Streifen, klaren Nummern- oder Ortsstempeln, alle mit BPP-Befunden versehen, die mit dem erfreulichen Ergebnis "echt und einwandfrei" enden.

40 Lose transatlantischer Postverbindungen von oder nach Württemberg, aus den Jahren 1840-1866, sind folglich auch bei dem genannten Sammelgebiet angeboten, werden aber sicherlich auch "Bremen-" oder "Hamburg"-Sammler erfreuen. Allerdings: "NOT PAID" möchten wir nicht auf unserer Ausgangsrechnung sehen, wie der Stempel auf einem Brief aus den USA nach "Neuenbürg" aus dem Jahre 1851 ausweist. Dieses Stück soll zumindest € 300.- erzielen!

Die Brustschilde des DEUTSCHEN REICHES sind das Thema einer wundervollen Spezialsammlung, die in mehreren Teilen durch uns versteigert werden wird.

Beginnen wir mit der "Krahenhöhe"-Postkarte, einem "Eye-Catcher", wie er im Buche steht - die Frankatur von zwei Exemplaren der Mi.Nr. 16 rahmt einen roten Firmen-Zudruck der "Gebrüder Lüttgers aus Petersmühle" ein - solche Stücke sind in keinem (Michel-)Katalog bewertet! (Schätzpreis € 1500.-). Aussergewöhnlich ist auch die Verwendung einer 5-Groschen-Marke als Gebührenmarke auf einem Dokument an die Regierung in Aachen - es wurde, wie es damals bei Preussens nötig war, "um eine Wohnsitzgenehmigung ersucht " (€ 1000.-); und eine Auslandspaketkarte mit u.a. sechs Exemplaren der Innendienstmarke Mi.Nr. 13 müssen Sie auch erst einmal finden! (€ 1000.-). Last but not least: Vom Deutschen Postamt in Constantinopel kostete 1872 ein Brief nach Finnland, einer enorm seltenen Destination, 7 Groschen (Mi.Nr. 19 und 22), heute verlangen wir etwas mehr (€ 500.-)

Insgesamt gut 1300 Auktionslose gelangen im Deutschland-Teil zur Versteigerung, und es ist wie immer alles an gutem und gesuchtem Standard-Material vorhanden, was das Herz begehrt, vom Deutschen Reich über die Deutschen Gebiete bis hin zur Moderne. Ein Highlight der besonderen Art ist zu guter Letzt dann noch ein funktionstüchtiges (wir haben es zur Freude unserer Büronachbarn getestet) Posthorn aus den 1950er Jahren; dieses sichert die Vollständigkeit Ihrer "Bund"-Sammlung - es soll € 300.- kosten; ein Postschild aus dem Jahre 1974 und ein "Wikinger"-Spielzeug-Postwagen aus dem Vertrieb der Deutschen Post AG ist im Preis mit drin!

Der Katalog wird online ab dem 18.März 2012 verfügbar sein, die gedruckten Kataloge werden ab dem 20. März 2012 um Versand gelangen.

Vorbericht 335.Auktion SCHWANKE / HAMBURG 20.-21.April 2012 (Philatelie, Teil II - Übersee + Literatur)

wm/hjs Die 335. Auktion bietet neben Numismatik wie gewohnt auch ein umfangreiches Philatelie-Angebot. Hier weitere Einblicke:

Der ÜBERSEE-Teil ist mit ca. 200 Auktionslosen recht klein, aber durchaus fein..

Gleich zu Beginn eine Neuentdeckung - ein ägyptischer Brief von 1863 der "Posta Europea" aus Samanud; der von uns angebotene Stempel weist das Tagesdatum im Stempel auf , eine sehr ungewöhnliche und bisher angeblich nur in einem weiteren Stück (das sich zudem noch im Postmuseum von Cairo befindet) bekannt gewordene Entwertung. Bescheidener Startpreis für diese kleine Rarität sind € 300.-.

Bemerkenswert eine Reihe ausgesuchter "Kap-Dreiecke" (nämlich genau 25 Positionen), darunter auch die Holzschnitte zu 1 d. (€ 600.-) und zu 4 d. (€ 500.-). International nachgefragt wird zunehmend die Klassik Südamerikas, und so erwarten wir gute Resultate z.B. für Argentiniens Mi.Nr. 10 gestempelt (15c. "Rivadavia"), Startpreis € 900.- oder für Brasiliens erste Ausgabe in ungebrauchter , nicht ganz mangelfreier Erhaltung, Startpreis € 1200.-.

"Trendgebiete" wie China und Indien dürfen Interessenten im neuen Auktionskatalog natürlich ebenso erwarten wie solide Angebote Australischer Staaten, Canadas oder der USA.

Genau 100 Positionen Philatelistischer Literatur umfassen gesuchte Standardwerke, seltene Auktionskataloge und einige interessante Periodika.

Der Katalog wird online ab dem 18.März 2012 verfügbar sein, die gedruckten Kataloge werden ab dem 20. März 2012 um Versand gelangen.

Vorbericht 335.Auktion SCHWANKE / HAMBURG 20.-21.April 2012 (Münzen)

wm/hjs Gold- und Silbermünzen , so zeigt sich auch im neuen Auktionsangebot des Hamburger Hauses, geraten immer mehr in den Fokus der internationalen Kundschaft. Einmal mehr werden eine ganz Reihe erlesener Stücke hochwertiger Numismatik angeboten.

Einige Stücke aus der Antike machen den Anfang, darunter eine Goldmünze mit dem Porträt Julius Cäsars aus dem Jahre 46, eine Rarität in nahezu vorzüglicher Qualität (€ 5000.-); in ebenso guter Qualität Porträts von Kaiser Nero - aus dem Jahr 65/66 - (€ 3000.-) oder von Antonius Pius aus dem Jahre 142 (€ 3000.-).

Eine ganze Reihe ausgesuchter Münzen des Deutschen Reiches, von Anhalt-Bernburg bis Waldeck, schießt sich an; erwähnenswert ein 4-Dukaten-Stück von Sachsen (Albertinische Linie) aus dem Jahre 1644, also aus dem 30jährigen Krieg, geprägt "Auf den Friedenswunsch zum Neuen Jahr" in vorzüglicher Erhaltung (€ 5000.-) oder ein Württemberger Thaler aus dem Jahre 1795 auf das "300jährige Bestehen des Herzogtums" geprägt, in stempelfrischer (!) Erhaltung (€ 5000.-). Ein "anständiges Stück Gold" (nämlich 74 Gramm!) stellt ein Hamburger Portugaleser dar, verliehen vom Senat für treue Dienste (€ 3500.-).

In Deutsch-Ostafrika wurde im Jahre 1916 in Tabora eine Notprägung in Gold vorgenommen. Ein fast stempelfrisches Exemplar der 15 Rupien-Münzen soll € 3000.- einspielen.

Mehr ins Investment gehen Goldprägungen aus neuerer Zeit, so z.B. von Äthiopien, eine Serie von Goldmünzen zu 10, 20, 50, 100 und 200 Dollar, die 1966 zum 75.Geburtstag Haile Selassis erschienen. Nur 12.000 Sätze wurden geprägt, das reine Goldgewicht beträgt über 150 Gramm (Schätzpreis € 8500.-). Ebenso bekannt und begehrt sind die Krügerrand-Prägungen der südafrikanischen Münze. Ein Luxus-Set aus dem Jahre 1997 (1, ½, ¼ und 1/10 Unze) in Proof Qualität wird mit € 3000.-- eingeschätzt.

Münzliebhaber können im ca. 150 Positionen umfassenden Numismatik-Angebot aber bereits bei Schätzpreisen ab 40 Euro fündig werden.

Der Katalog wird online ab dem 18.März 2012 verfügbar sein, die gedruckten Kataloge werden ab dem 20. März 2012 um Versand gelangen.

Harald Rauhut präsentiert neue Stockach-Provorium-Liste

wm 221 der sog. Stockach-Provisorien wurden bereits von bekannten Autoren in der Zeitschrift "philatelie" des Bundes Deutscher Philatelisten vor Jahren notiert. Harald Rauhut, Auktionator in Mülheim, dessen Firma seit Beginn des Jahres neu als "Rauhut & Kruschel" firmiert, konnte nun auf das Archiv des früheren Berliner Auktionshauses Kruschel zugreifen und diese Liste um zwei Positionen ergänzen, so dass nunmehr 23 Stücke dieser seltenen Abart (die geschnittene 3 Kr rosa von Baden, MiNr. 18U) zu belegen sind. Sie sollen auf eine Fehllieferung von einigen ungezähnt gebliebenen Bogen an das Stockacher Postamt zurückgehen, die dort um den Jahreswechsel 1865/66 aufgebraucht wurden (90% der Marken zeigen Daten vom Dezember und Januar dieser Jahre).

Rauhut publiziert diese Übersicht in seinem neuen Auktionskatalog der 141. Auktion (Teil II), in dem hervorragendes Altdeutschlandmaterial, auch ein Stockach-Provisorium, zum Ausruf kommt. Fünf Objekte sind weiterhin nur in Schwarzweiß abgebildet und die letztbekannten Versteigerungsdaten (z.B. Steltzer 1970, Lange + Fialkowski 1953, Kleisz 1987) legt die Vermutung nahe, dass doch einige Stücke längere Zeit nicht mehr öffentlich gehandelt wurden. Wer sich näher informieren will, fordere den Auktionskatalog an. Kontakt: Rauhut & Kruschel GmbH, Werdener Weg 44, Mülheim a.d. Ruhr, Tel. 02 08/3 30 98, E-Mail: harald.rauhut@rauhut-auktion.de

Rekordumsatz in Ettlingen!

wm / ht Holger Thull meldet für seine unlängst durchgeführte Auktion mit 2,7 Millionen Euro (ohne Mehrwertsteuer) einen neuen persönlichen Rekord. Die Auktion war die bestbesuchteste der 60jährigen Firmengeschichte und Sammlungen sowie Münzen erzielten oft gewaltige Steigerungen bis zum zwanzigfachen Schätzpreis (!). Die Sammlung SBZ Ströh erzielte Reihenweise Rekordpreise, oft weit über Katalogpreisen bis zu 500% Michel! Rückloskäufe sind noch bis zum 16. März 2012 möglich (Untergebote bis 10 Prozent werden akzeptiert). Tel. 0 72 43/561 74-0. Die komplette Ergebnisliste steht im Intrnet unter www.gert-mueller-auktion.de

347.-349. Köhler-Auktion:
Der legendäre "Krupp-Brief" ist wieder zu haben!

Von Krise ist in der Philatelie nichts zu spüren. Ganz im Gegenteil, Sachwerte sind nachhaltig gefragt. Das haben die Auktionsergebnisse für seltene Briefmarken im Jahr 2011 deutlich gezeigt. Manch ein Sammler legt in diesen Tagen der Staatsschulden- und Eurokrise sein Geld lieber in Briefmarken an, statt es auf die Bank zu bringen. Sammelspaß statt Mini-Zinsen und Sachwerte statt zweifelhafter Finanzprodukte - für die Philatelie und die Briefmarke entscheiden sich in diesen Tagen viele Sammler. Und so kommen die 347. bis 349. Heinrich-Köhler-Auktionen vom 20. bis 24. März 2012 in Wiesbaden mit dem richtigen Angebot zum richtigen Zeitpunkt. Etwa 5000 Auktionslose werden versteigert, darunter zahlreiche wertvolle Einzelmarken, seltene Briefe und weit über 1000, vielfach unberührte Sammlungen, Nachlässe und Händlerlager und Posten. Präsentiert wird das exklusive Köhler-Angebot in zwei Luxus-Sonderkatalogen und einem aufwendig und vollständig in Farbe gestalteten Hauptkatalog.

Drei Braunschweig-Halbierungen!

Der erste Sonderkatalog zeigt "Herzogtum Braunschweig: Die Sammlung 'ASTRUL' (Teil 1) von Astrid und Ullrich Schulze" (348. Heinrich-Köhler-Auktion). Dabei handelt es sich um eine großartige Sammlung, die nach Jahrzehnten in Familienbesitz wieder in den Markt zurückgeführt wird. Als im Jahr 2008 die übrigen Altdeutschen Staaten der Sammlung "ASTRUL" bei Heinrich Köhler versteigert wurden, fehlte die Kollektion "Herzogtum Braunschweig". Denn Braunschweig war nach dem Krieg lange Jahre Lebensmittelpunkt und Heimat der Familie Schulze. Über zwei Generationen zwischen 1950 und 1990 wurde von Vater und Sohn gesammelt. Da die Kollektion praktisch niemals ausgestellt wurde, ist sie nur ganz wenigen Eingeweihten bekannt.

Spitzenstück der ersten Auktion ist der legendäre "Krupp-Brief" mit dem Aushilfs-Nummernstempel "50" des Hofpostamtes auf Ganzsachenumschlag zu 1 Silbergroschen mit zwei weiteren 1-Silbergroschen-Briefmarken frankiert an die Gussstahlfabrik von Alfred Krupp in Essen. Es ist nur dieser eine Brief mit dem Stempel "50" bekannt. Schon 1915 wurde das Stück von Heinrich Köhler dem damaligen Prüfer Max Thier zur Prüfung vorgelegt. 1955 bei Hans Grobe versteigert, wurde er kurze Zeit später ausführlich von Henri Bade in "333 Jahre Braunschweigische Post" beschrieben. Der Startpreis für den "Krupp-Brief", der eine der größten Stempelraritäten der Altdeutschen Staaten darstellt, liegt bei 30.000 Euro. Weitere Spitzenstücke des 113 Lose umfassenden Braunschweig-Angebotes sind drei Halbierungen auf Briefen, darunter die 2 Silbergroschen der Ausgabe 1853/56 Schwarz auf Blau halbiert auf Brief von Oker, 2 Silbergroschen Hellblau halbiert auf Brief von Halle a.d.W. (20.000 bzw. 5000 Euro) sowie eine Halbierung der 1 Silbergroschen Gelb auf Brief von Schöppenstedt (10.000 Euro).

Spezialangebot Besetzung Zweiter Weltkrieg

Ein weiterer Sonderkatalog ist der Spezialsammlung Rainer Bender "Deutsche Besetzungsausgaben 1939-1945" gewidmet, die im Rahmen der 349. Köhler-Auktion offeriert wird. Rainer Bender, den die Philatelie im Jahr 2010 nach kurzer schwerer Krankheit viel zu früh verlor, war Verbandsprüfer im Bund Philatelistischer Prüfer und über viele Jahrzehnte leidenschaftlicher Philatelist. Seit dem Ende der 1970er Jahre baute er eine der bedeutendsten Sammlungen des Gebietes auf: Spezialitäten aller Art, Entwürfe, Probedrucke, Zähnungsvarianten, doppelte, kopfstehende oder fehlende Aufdrucke - es gibt kaum eine Variante, die nicht in seiner Sammlung enthalten ist. Die Lokalausgaben sind in größter Reichhaltigkeit vorhanden.

Der Hauptkatalog "Deutschland und Alle Welt" (347. Köhler-Auktion) enthält viele weitere hochinteressante Spezialangebote: So kommt die Sammlung Norddeutscher Postbezirk, Elsass-Lothringen, Deutsch-Französischer Krieg 1870/71 und Deutsches Reich Hufeisenstempel des ehemaligen Verbandsprüfers Friedrich Spalink zum Angebot. Sie enthält zahlreiche postgeschichtliche Raritäten, Briefe, Frankaturen und seltene Abstempelungen aus einer bewegten Epoche der deutschen Geschichte, die schließlich in die Gründung des Deutschen Reiches 1871 mündete.

Außergewöhnlich ist das Angebot der international bekannten Sammlung "Thurn & Taxis in Baden 1718-1811" von Han Vermeulen (Teil 2) sowie die Auswahl seltener Brustschildbriefe und Frankaturen des Deutschen Reiches. Eine weitere Spezialsammlung der Deutschen Besetzung von Estland im Zweiten Weltkrieg wird aufgelöst, genauer gesagt die Lokalausgabe von Otepää (Odenpäh) von 1941. Natürlich kommen auch die anderen deutschen Sammelgebiete nicht zu kurz: Altdeutsche Staaten, Deutsches Reich, Deutsche Kolonien, Besetzungsausgaben im Ersten Weltkrieg, Abstimmungsgebiete, Deutschland nach 1945. Auch europäische Staaten sind mit vielen seltenen Marken und Briefen, oftmals mit interessantem postgeschichtlichem Charakter, im Angebot.

Die Flugpostabteilung ist wieder sehr reichhaltig. Schwerpunkte sind hier die kolumbianischen Luftpostausgaben mit den berühmten "Multicolores" auf Briefen, Scadta-Ausgaben, aber auch zahlreiche Luftpostausgaben aus aller Welt sowie Zeppelinpost.

Ein Spezialangebot "Russland-Bürgerkrieg 1917-1921" verdient besondere Beachtung. Auch hier sind zahlreiche postgeschichtliche Raritäten enthalten, die von einer historisch besonderen Zeit hautnah "berichten".

Die Auswahl interessanter und vielfach unberührter Sammlungen, Posten und Nachlässe ist in der kommenden Köhler-Auktion außergewöhnlich. Weit über 1000 Auktionslose sprechen Einsteiger wie Spezialisten an.

Das gesamte Auktionsangebot von Heinrich Köhler steht im Internet unter www.heinrich-koehler.de mit Stichwort-Suchfunktion zur Verfügung. Zahlreiche Sammlungen, die im Katalog aus Platzgründen nicht abgebildet werden konnten, sind im Internet zu besichtigen. Etwa 25.000 Abbildungen werden die wichtigsten Seiten der schönsten und interessantesten Kollektionen und Posten zeigen.

Bildbeschreibung: Der legendäre "Krupp-Brief" aus dem Herzogtum Braunschweig mit einem der seltensten Stempel Altdeutschlands: Balkenstempel "50" des Hofpostamtes. Nur wenige Einzelmarken und dieser eine Brief sind bekannt. Der Startpreis beträgt 30.000 Euro.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Gute Preise für Besonderheiten von Nachkriegsdeutschland!

Berlin

Eine Reihe interessanter Ergebnisse lieferte die 47. Hadersbeck-Auktion vom 25. bis 27. Januar 2012. So stieg der Block Sowjetunion MiNr. 11 B postfrisch von 200 auf 820 Euro. Ein ungebrauchter Viererblock der Preußen MiNr. 13 a spielte 470 (330) Euro ein. Beim Deutschen Reich fiel zunächst eine MiNr. 24 gestempelt auf, die zur Taxe von 800 Euro den Besitzer wechselte. Einige weitere Zuschläge aus diesem Abschnitt: MiNr. 80 Ab ungebraucht 2050 (1800) Euro, MiNr. IV postfrisch 800 (500) Euro, MiNr. V auf Flugpostkarte 740 (650) Euro, Block 2 postfrisch 2200 (1600) Euro, MiNr. 538 y postfrisch 1100 (1200) Euro, MiNr. 609/16 auf FDC 620 (600) Euro. 840 (800) Euro kostete die Deutsche Kolonien Marshall-Inseln MiNr. 1 Ib auf Briefstück. Einen gewaltigen Sprung von 700 auf 1800 Euro machte ein postfrischer Viererblock mit den Sudetenland Rumburg MiNr. 14 und 14 I.

Zum Schätzpreis von 800 Euro ging eine postfrische Bund MiNr. XII (10 Pf Weihnachten 1969) in neue Hände. Von 1000 auf 1400 Euro steigerte eine postfrische MiNr. 71 Pd der Provinz Sachsen. Für ein herausragendes Ergebnis bei den Sächsischen Schwärzungen sorgte eine bedarfsgebrauchte MiNr. AP 314 II von Schwarzenberg, die von 500 auf 1200 Euro sprang.

Die SBZ MiNr. 180 mit Handstempel Torno/Bezirk 14 auf Brief war einem Bieter 940 (700) Euro wert. Bei der DDR spielte eine gestempelte MiNr. 332 vaYI 2700 (2500) Euro ein.

Im Münz-Teil wurde eine 200-Euro-Goldmünze von Bund für 1450 (1400) Euro zugeschlagen.

Sammlungen und Posten wurden oft bis zum Mehrfachen des Ausrufpreises versteigert!

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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Viele Besonderheiten der deutschen Sammelgebiete

Bonn Mehr als 11.000 Positionen werden auf der 123. Dr.-Reinhard-Fischer-Auktion am 2. und 3. März 2012 in Bonn angeboten. Sie beginnt mit Altdeutschland, dort fällt u. a. ein schönes Angebot Baden ins Auge, dabei auch seltene ungebrauchte Werte wie MiNr. 3 a oder aber auch 13 b ungebraucht und 17 b gestempelt.

Generell finden sich zahlreiche ungebrauchte Ausgaben im Altdeutschland-Teil. Preußen zeigt u.a. einen seltenen Ganzsachenumschlag U 13 A in gebrauchter Erhaltung. Die Seltenheit ist dadurch begründet, dass dieser Umschlag in Bremen fremdverwendet wurde, lange bevor das Königreich Hannover von Preußen annektiert wurde. Die Auflösung einer großen Sammlung "Thurn & Taxis" setzt einen Schwerpunkt. Hier werden seltene Stempel, Belege und Destinationen offeriert. Die Detaillierung einer interessanten Sammlung Norddeutscher Postbezirk ist ein weiterer Schwerpunkt dieser Auktion.

Deutsches Reich ist breit gefächert und beginnt mit einem detailliertem Brustschild-Angebot. Weiterhin enthalten sind die sehr rare MiNr. 56 b in tadelloser postfrischer Erhaltung (3300 Euro) und die seltene MiNr. 78 Aa. Hervorzuheben aus dem Zeitraum 1933 bis 1945 sind die MiNr. 599 U gestempelt (2000 Euro) und die MiNr. 663 U in postfrischer Erhaltung (4000 Euro). Das Markenheftchen MiNr. 15 A in gestempelter Erhaltung mit vollständiger HAN auf dem letzten Heftchenblatt ist in dieser Form vermutlich ein Unikat und wird mit 500 Euro ausgerufen. Etwa 1500 Lose Deutsche Kolonien und Auslandspostämter bieten ein breites Spektrum an postfrischen Ausgaben, Stempellosen und etlichen Belegen. Dabei fällt ein Eckrandstück der MiNr. 7 b DOA Mafia ins Auge. Es ist mit vollständiger HAN, und da es diese Marke nur in einer Auflage von 140 Stück gibt, handelt es sich vermutlich um ein Unikat, das für zurückhaltende 1200 Euro ein#en neuen Liebhaber sucht. Bei den Nebengebieten findet sich unter Danzig eine MiNr. A 124 Y in postfrischer Erhaltung (1900 Euro). Auf zahlreiche gesuchte Marken stößt man bei den Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg. Dazu gehören etliche Sätze der Legionärsmarken in postfrischer Erhaltung und bei Generalgouvernement der gefragte Satz MiNr. I/III in postfrischer Erhaltung (650 Euro). Zwei Ausgaben zum Warschauer-Aufstand verdienen Beachtung: zum einen die Serie "AK über Ruinen" (800 Euro) und zum anderen die Hitlerserie mit Aufdruck "POCZTA POLOWA" (1000 Euro). Das Angebot Feldpost ist riesig und mit zahlreichen Seltenheiten bestückt.

Unter den ca. 400 Losen der Lokalausgaben nach 1945 sind zahlreiche Bedarfsbelege und postfrische Spitzensätze wie Glauchau MiNr. 30-42 (1600 Euro). Die Ausgaben der Kontrollratsserie "Ziffern" und "Arbeiter" bieten mit über 300 Losen eine unglaubliche Materialfülle mit zahlreichen interessanten Stücken für Spezialsammler. Erwähnt sei ein Brief mit der MiNr. 921 U im Viererblock mit Zusatzfrankatur als portogerechter R-Ortsbrief (900 Euro). Die SBZ wartet diesmal mit zahlreiche Farben und Blockausgaben auf, dabei u.a. MiNr. 39 yb postfrisch (1500 Euro), 43 Ac gestempelt (950 Euro), 79 Yb gestempelt (1000 Euro) und der Bezirkshandstempelaufdruck MiNr. 172 III mit HAN. Gestempelte HAN-Marken mit Handstempelaufdruck sind sehr selten. Das Stück, das mit dem Handstempelaufdruck "16 Jena" versehen ist und eben dort auf einem Blankobrief gestempelt wurde, ist mit moderaten 500 Euro angesetzt. Auch unter den Ausgaben Westberlins finden sich einige spektakuläre Stücke wie die MiNr. 40 mit oben anhängendem, vierseitig gezähntem Leerfeld in Markengröße (750 Euro). Bei den Ausgaben der Bundesrepublik sticht ein postfrischer, vom Eckrand unten links stammender Viererblock der 90 Pf Posthorn ins Auge. Das Stück präsentiert sich in tadelloser Erhaltung und wird mit 1200 Euro ausgerufen. Ebenso interessant sollte ein Engros-Angebot fast aller Anfangsausgaben der Bundesrepublik Deutschland, meist in kompletten Bogen, sein.

Im Europa-Teil fällt eine interessante Passage "Skandinavien" mit Dänemark, Grönland und Färöer auf, die mit zahlreichen Abarten und einigen Probedrucken lockt. Das populäre Gebiet Volksrepublik China ist mit Blickfängen wie einem gestempelten Schauspielerblock (4500 Euro) oder aber "Jahr des Affen" (800 Euro) und Jugendblock 1979 (1300 Euro) vertreten. Über die spektakulären Einheiten der japanischen Erstausgabe "Drachen" lesen Sie mehr im Kasten rechts.

Die umfangreiche Sammlungsabteilung, die fast nur aus Privathand stammt, beinhaltet zahlreiche hochwertige Ländersammlungen. Traditionell löst das Auktionshaus Dr. Fischer große Nachlässe gebietsweise auf. Während dieser Auktion werden fünf große Nachlässe aufgeteilt, dabei u. a. der "Bad Krozingen"-Nachlass, der seit 1977 ruhte. Diese Sammlung wurde in über 60-jähriger Sammlertätigkeit angelegt und besteht aus zahlreichen Ländersammlungen, über 10.000 Belegen, 40 Kartons mit Marken und vielen Dublettenposten sowie Engros-Losen. In der Nachlassabteilung finden sich auch zahlreiche Großlose. Darüber hinaus begeistern u. a. Kollektionen von Altdeutschland (4000 bzw. 10.000 Euro), den Deutschen Kolonien und Auslandspostämter (3500 Euro), Saargebiet (2000 Euro), Deutsches Reich (2500 Euro) oder Memel (1800 Euro). Insgesamt werden über 50 Sammlungen mit einem Startpreis ab 1000 Euro angeboten. Abschließend locken etwa 250 Liquidation-Lose.

Bereits am ersten Tag wird eine umfangreiche Palette Münzen und Medaillen sowie Papiergeld mit über 1300 Losen versteigert. Der Gesamtausruf des Münzangebots beträgt 372.000 Euro und umfasst zahlreiche Seltenheiten aus dem späten Mittelalter, antike Münzen, Anlagemünzen sowie eine exzellente Offerte mit Sammlermünzen und Sammlungen. Auch seltene Geldscheine aus der Zeit 1945 bis 1955 sind in ausgesuchter, zumeist kassenfrischer Erhaltung zu haben. Internet: www.reinhardfischerauktionen.de

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Kostbarkeiten aus Fernost

Bonn

Seit einigen Jahren ist die Nachfrage für asiatische Briefmarken stetig steigend und das Preisniveau ebenso. Vielfach sind es die Ausgaben der Volksrepublik China und von Altchina, die erheblich über dem Katalogwert gehandelt werden. Aber fernab der Ausgaben Chinas gibt es auch andere gefragte Ausgaben aus Asien, unter anderem die klassischen Ausgaben Japans.
 
Während der 123. Versteigerung von Dr. Reinhard Fischer in Bonn kommen Juwelen der japanischen Philatelie zum Aufruf. Dabei sind die MiNr. 1 und 2 jeweils im 30er-Bogenteil (je ¼ Bogen fehlend) in tadelloser Erhaltung. Die klassischen Ausgaben von Japan sind stark fälschungsgefährdet und große Einheiten sehr gesucht. Generell ist die erste Ausgabe von Japan selten, da die Währung der Briefmarken schnell umgestellt wurde und die "Drachen" relativ schnell von der "Kirschblütenmuster-Ausgabe" abgelöst worden sind. Auch ist der Umstand, dass früher Einheiten von Händlern getrennt wurden, um viele Sammler beliefern zu können, dafür verantwortlich, dass klassische Ausgaben aus Übersee-Gebieten in größeren Einheiten kaum einmal angeboten werden. Die Stücke, die beim Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer unter den Hammer kommen, wurden seinerzeit in Japan gekauft und schlummerten bis zum Tode eines Sammlers, der sie von einem damals in Asien reisenden Herrn erhalten hatte, in dessen Sammlung. Natürlich waren das bei der Bearbeitung nur Indizien, die keine abschließende positive Beurteilung zuließen, und so wurden die Einheiten anhand der Literatur auf die bekannten Fälschungsmerkmale hin überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass keine Marke eines der bekannten Fälschungsmerkmale aufweist. Eine letzte, positive Bestätigung lieferte Verbandsprüfer Florian Eichhorn, der allen Einheiten Echtheit und eine zumeist gute Qualität bescheinigte. Der Michel-Katalog verzichtet seit jeher auf eine Paar- oder gar Einheiten-Bewertung, weil diese Stücke sehr selten sind. Die Startpreise wurden zurückhaltend gewählt, und eine spannende Auktion ist zu erwarten. Jedes dieser Stücke wäre ein idealer Start für eine avancierte Ausstellungssammlung Japan. Das Spitzenstück ist eine MiNr. 2 in Type Ix im 30er-Bogenteil, die mit einem Startpreis von 3500 Euro ins Rennen geht. Seit langem waren solche Stücke nicht mehr am Markt erhältlich, vor allem nicht in dieser Konzentration und in so großen Einheiten.

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Gefragte Postgeschichte

Kirchlengern Die 149. Pumpenmeier-Auktion am 21. Januar 2012 brachte wieder eine Reihe interessanter Ergebnisse vor allem im postgeschichtlichen Bereich.

Von 240 auf 420 Euro kletterte ein früher Brief aus "British Akrah"/Goldküste (zu dieser Zeit mit Sierra Leone vereint) an die Wesleyan Mission Society in London mit Stempel "Falmouth Ship Letter" in Rot. 2300 (2100) Euro erzielten fünf Exemplare der Bulgarien MiNr. 1 auf Brief. Die MiNr. 7 rückseitig auf komplettem Brief von VRATZA nach Doma wechselte für 650 (350) Euro den Besitzer.

Mit 850 Euro etwas unter dem Ansatz von 900 Euro blieb ein Auslands-Brief per Einschreiben/Rückschein mit einer Einzelfrankatur der 5 Groschen Großer Brustschild (Deutsches Reich MiNr. 22) ab Dresden nach St. Petersburg/Russland mit Ankunftsstempel. Ein Flugbrief aus 1922 von Kaukehmen in Ostpreußen nach Stavanger in Norwegen konnte mit 220 (60) Euro seinen Ansatz fast vervierfachen. Einen ähnlich großen Sprung machte eine 12 Pf Hindenburg Wz 4 im senkrechten Paar als Mehrfachfrankatur auf Brief ab Offenburg vom 7. Dezember 1941 nach Tübingen/Hauptpostlagernd mit entsprechenden Stempeln für die Lagerfrist, die von 65 auf 280 Euro stieg. Zur Taxe von 900 Euro lief der Zusammendruck MiNr. S 66 in postfrischer Erhaltung. Der im Vorbericht in der DBR 1/12 (Seite 54) beschriebene, bisher nicht registrierte Heydrich-Block von Böhmen und Mähren mit der Nr. 196 ging für 11.000 (8000) Euro in neue Hände!

Bei Nachkriegsdeutschland wurde ein waagerechtes Unterrandpaar der AM-Post MiNr. 33 a D mit zentrischem Ersttagsstempel "Braunschweig 21.9.45" zum Ausruf von 600 Euro mitgenommen. Aus der Übergangszeit stammt eine unkenntlich gemachte 15-Pf-Hitler-Postkarte, die am 5. April 1946 als Postsache vom PA Mannheim mit rückseitig hektographiertem Text "Ablehnung Ersatzansprüche für nachzuweisende Sendungen vor der Wiederaufnahme des Postdienstes am 30.8.45" lief und von 30 auf 320 Euro sprang. Sehr gefragt und hoch gesteigert wurden Bahnpostbelege aus den ersten Jahrzehnten der Bahnpost. Zum Schätzpreis von 3200 Euro wurde ein US-amerikanischer Ganzsachenumschlag zugeschlagen, der im Juli 1916 mit dem Handels-U-Boot "Deutschland" von Baltimore nach Straßburg lief.

Internet: www.pumpenmeier.de

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Mehr Stockach-Provisorien als vermutet!

Mühlheim

Im Rahmen seiner 141. Versteigerung am 24. März kann Harald Rauhut wieder eine ganze Reihe ausgefallener Stücke anbieten. Dazu gehört ein gestempeltes Stockach-Provisorium. Die geschnittene 3 Kreuzer Rosa der Ausgabe von Juni 1862 zählt zu den klassisches Seltenheiten Altdeutschlands. Eine unbekannte Anzahl dieser ungezähnten statt gezähnten badischen Freimarke, die sich durch einen blassen lilarosa Farbton auszeichnet, wurde an das Postamt in Stockach geliefert und dort verwendet. Darüber hinaus gibt es Abstempelungen aus Karlsruhe (Carlsruhe) und Freiburg. Ob dort auch ein Verkauf stattfand oder diese Stücke von Reisenden mitgenommen wurden oder Briefen aus Stockach als Rückporto beilagen, ist nicht geklärt. Die Masse der Verwendungen fand jedenfalls in Stockach um den Jahreswechsel 1867/1868 statt. Das Stockach-Provisorium ist seit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in der Fachliteratur bekannt. "Der Begriff 'Provisorium' hat sich über Jahrzehnte eingebürgert, scheint mir aber unzutreffend, weil es eben kein 'Provisorium', sondern eine echte Abart ist", bemerkt der Mülheimer Auktionator.

Harald Rauhut hat das bei ihm angebotene Stockach-Provisorium zum Anlass genommen, im Auktionskatalog ein von ihm recherchiertes Register aller bekannten gebrauchten Stücke nach Verwendungsdaten und mit Vermerken, wann das Stück von ihm erstmalig registriert wurde, zu veröffentlichen und alle (!) Exemplare abzubilden. "Es soll ein ungebrauchtes Stück geben, dessen Existenz wir nicht belegen können (zudem evtl. Probedruck). Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass mit nunmehr 23 registrierten gebrauchten Stücken (eine Echtheitsprüfung ist naturgemäß anhand von Kopien nicht möglich) alle bisher vorgenommenen Registrierungen übertroffen werden." Die Übersicht dokumentiert den Verwendungszeitraum von "Carlsruhe 7. Aug." (1867) bis "Stockach 24. März" (1868), wobei 90 Prozent der bekannten Stücke im Dezember 1867 bzw. Januar 1868 abgestempelt wurden.

Das nun bei Rauhut offerierte Stockach-Provisorium, ein loses Exemplar, trägt den Stempel "Stockach 2. Jan." (1868) und wurde wohl erstmal auf einer Schwenn-Auktion 1966 offeriert. Es befand sich einmal in der Anderegg-Sammlung und startet nun mit 40.000 Euro.

Internet: www.rauhut-auktion.de

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Vorschau zur 347.-349. Heinrich-Köhler-Auktion in Wiesbaden

wm Vom 21. bis 24. März 2012 finden die Heinrich Köhler Auktionen 347 bis 349 in Wiesbaden statt. Die neuen Auktionskataloge liegen nunmehr vor und es erwartet Interessenten ein hervorragendes Angebot von Marken und Postgeschichte aus aller Welt. Der Hauptkatalog der 347. Auktion beinhaltet Deutschland und alle Welt, die Lose der 348. Auktion findet man im Sonderkatalog "Herzogtum Braunschweig - Die Sammlung ASTRUL"; und den Abschluss am Samstag den 24. März bilden die Lose der 349. Auktion, angeboten im Sonderkatalog "Deutsche Besetzungsausgaben 1939-1945 - Die Sammlung Rainer Bender".

Deutschland und alle Welt -- Der Hauptkatalog

Ein großartiges Angebot internationaler und deutscher Sammelgebiete mit hochwertigen Stücken im Bereich der Einzellose wird die Besitzer wechseln. Komplette Sammlungen, Engros-Posten, Konglomerate und ganze Nachlässe kommen in dem Sonderbereich "Sammlungen" unter den Hammer. Über 100 Sammellose sind bereits im Onlinekatalog bebildert, und bis zur Auktion sollen es noch täglich mehr werden.

Spezielle Einzelstücke beliebter und klassischer Sammelgebiete wie Griechenland, Großbritannien, Tschechoslowakei, Alt-Italien, Sowjetunion, Spanien oder Türkei werden angeboten, ebenso wie Stücke aus der Auflösung einer postgeschichtlichen Sammlung "Südrussland und Ukraine 1918-1921". Deutsche und internationale Luftpost sowie Zeppelin und SCADTA sind mit annähernd 350 Losen vertreten.

Ganz besondere Schwerpunkte setzen bei dieser Auktion die deutschen Sammelgebiete im Hauptkatalog: "Thurn & Taxis in Baden" (die Sammlung Han Vermeulen), Norddeutscher Postbezirk / Elsass Lothringen / Deutsch-Französischer Krieg 1870/71 / Hufeisenstempel (die Sammlung Friedrich Spalink), sowie Briefe und Frankaturen Deutsches Reich, Deutsche Besetzung Estland, Lokalausgabe Otepää von 1941, Saargebiet um nur einige zu nennen.

Herzogtum Braunschweig - Die Sammlung ASTRUL (Teil I) - Sonderkatalog 348. Auktion

Das wohl größte und bedeutendste Angebot des Sammelgebiets Braunschweig seit vielen Jahrzehnten kommt bei der Auflösung der Sammlung ASTRUL zur Versteigerung. Die Kollektion wird in zwei Sonderauktionen angeboten, am 23. März findet die erste statt. Die Sammlung ist gespickt mit größten Stücken der Braunschweig-Philatelie: Angefangen mit dem schönsten Dreier-Streifen der Nr. 1 auf Brief, über den einzig bekannten Auslands-Brief nach Neapel, Halbierungen auf Brief der Katalog-Nummern 7 (2 Sgr. Blau) und 11 (1 Sgr. Gelb), bis hin zu seltensten Stempeln inklusive dem legendären "Krupp-Brief" mit dem Aushilfsstempel "50" des Hofpostamtes Braunschweig.

Ulrich-Dieter Schulze und schon sein Vater Gert W. Schulze haben stets das Beste gesucht und eine Sammlung zusammengetragen, die auf dem Gebiet Herzogtum Braunschweig Ihresgleichen sucht. Etliche Stücke stammen aus der großen Braunschweig-Sammlung Dr. Walter Marx. Prominenteste Provenienzen wie Anderegg, Boker, Burrus, Caspary, Morgenbesser oder Romanow sind reichlich vertreten und vermitteln beim Studieren des Auktionskataloges eine Art "Wiedersehen mit den großen Sammlern der Vergangenheit".

Deutsche Besetzungsausgaben 1939-1945 - Die Sammlung Rainer Bender - Sonderkatalog 349. Auktion

In diesem - 733 Lose beinhaltenden - Sonderkatalog werden Besonderheiten der Besetzungszeit 1939 bis 1945 der meisten Gebiete angeboten: von Böhmen & Mähren bis Zara wird fast jeder Sammler etwas für seine Sammlung finden. Lediglich die französischen Gebiete fanden bei Rainer Bender keine Beachtung. Besondere Schwerpunkte bei dem Angebot bilden die Gebiete Estland, Litauen und Serbien.

Schon beim ersten Durchsehen des Kataloges wird den Lesern auffallen, mit welcher Systematik und Akribie Rainer Bender seine Sammlungen gepflegt hat. Selbstverständlich sind zu allen relevanten Stücken Befunde und Atteste von ihm selbst und in vielen Fällen anderer BPP-Prüfer vorhanden.

Kontakt: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden, Deutschland, Telefon: 049(0)611-393 81, Telefax: 049(0)611-393 84, Email: info@heinrich-koehler.de

139. Dr. Wilhelm Derichs-Auktion:
"Dreie auf einen Streich!"

wm In diesen Tagen werden 9.000 Katalog-Sets zur kommenden Derichs-Auktion am 17. März 2012 in Köln verschickt. Genau genommen sind es drei Kataloge, von denen jeder einzelne bereits für sich es wert wäre, als Auktionsnummer durchgezählt zu werden. Maßgebend dafür wären dann weniger die Zahl der Lose, sondern deren Inhalt und Qualität. Und da setzen die Angebote - nachprüfbar und für jeden ersichtlich - Maßstäbe.

Auktionator Roland Meiner beginnt traditionell mit Nachlässen, Sammlungen und Posten (162 Lose), die günstig angesetzt das haben, was Versteigerer immer gerne "mit viel Luft nach oben" beschreiben. Zahlreiche drei- und vierstellige Ausrufpreise sind vertreten, meist zu deutschen Sammelgebieten, aber man kann auch für 40.000 Euro Ausruf einen Sammlerbestand von 1849 bis ca. 1955 umwerben, den der Anbieter als "imponierend . mit deutlichem Steigerungspotential" beschreibt und für Händler und Investoren eine gute Gelegenheit sein kann.

Über 900 Lose bietet Meiners in einer zweiten Tranche aus dem ehemaligen Händlerlager Heinz Hepner an. Es beeindruckt mit alles, was gut und selten ist - und dies quer über die gesamte deutsche Markenzeit. Mit Einheiten, Bögen, sehr gut erhaltenen Briefen, mit einer beeindruckenden Zahl aller frühen seltenen Blocks (Nothilfe etc.) bis hin zur "Moderne", zu Bund/Berlin und zu einer nicht herausgegebenen Gscheidle-Marke zu 10.000 Euro Ausruf, die auch den Katalogtitel ziert. Vieles wird nicht nur per 1, sondern in kleineren oder größeren Mengen angeboten.

Altdeutschland-Sammler werden bei der Sammlung "Petuelli", die mit einem ersten Sonderkatalog insgesamt über drei Auktionen angeboten wird (die Kataloge wird es später für 49 Euro auch zusammengebunden im Leineneinband geben), aufhorchen. Den Auftakt bei dieser Auktion machen die Ausgaben von Baden, Bayern und Württemberg: 258 Lose vom Feinsten, was man sich an Erhaltung und Schönheit der Philatelie vorstellen kann.

Diesen Reigen ergänzt ein dritter Katalog, in dem der Bestand eines "Enthusiasten" aus dem Ruhrgebiet angeboten wird, der speziell die Zeit von 1875 bis 1923 gesammelt hatte. Da der Sammler, ein Industrieller, über die entsprechenden Mittel verfügte, auch das Ausgefallene zu erwerben, findet man eine schier unendliche Fülle von Spezialitäten, die man an dieser Stelle kaum beschreiben kann. Das Wort "Luxus" dürfte bei den Beschreibungen des Auktionshauses der häufigst verwendete Begriff sein. 729 Lose mit allem, was diese Zeit an Selten- und Besonderheiten (Plattenfehler, Abarten etc.) hergibt.

Die Kataloge sind beim Auktionshaus Dr. Wilhelm Derichs, Burgmauer 22, 50667 Köln, Tel. 02 21/2 57 66 02, E-Mail: derichs_gmbh@web.de anzufordern. Die Auktion findet am 17. März 2012 im Renaissance Köln Hotel in der Magnusstraße 20 statt.

Auktionshaus Heinrich Köhler avisiert die IPHLA-Literatur-Auktion

wm Wenn am 2. November 2012 die Internationale Literatur-Ausstellung IPHLA 2012 im Mainzer Rathaus öffnet, dann haben Besucher aus aller Welt die Möglichkeit, dort auch die Lose der IPHLA-Literatur-Auktion des Wiesbadener Hauses Heinrich Köhler zu besichtigen, die einen Tag später versteigert werden. Als nennenswerte Einlieferung liegt bereits jetzt die Bibliothek des deutschen Literatursammlers Norbert Röhm vor, die eine große Anzahl von Seltenheiten und Raritäten früher deutscher philatel. Literatur aus dem 19. Jahrhundert enthält. Bis zum 20. Juli 2012 kann jeder noch weitere Objekte einliefern, wobei bevorzugt seltene Literaturwerke gesucht werden. Es gilt als sicher, dass eine nennenswerte Zahl deutscher und internationaler Literaturliebhaber während der IPHLA 2012 in Mainz persönlich vor Ort sein werden. Man darf auf Angebot und Nachfrage gespannt sein. Der Auktionskatalog wird Ende August 2012 als Sonderkatalog an vorgemerkte Kunden des Hauses Köhler verschickt.

Vorbericht zur 135. Felzmann-Auktion - Philatelie

wm/aw Das Auktionshaus Felzmann bietet in seiner 135. Internationalen Auktion vom 6. bis 10. März 2012 hochwertige Philatelie und Numismatik an. In einem exklusiven Spezialangebot Flug- und Zeppelinpost kommen über 1.600 Lose unter den Hammer, gefolgt von knapp 3.600 philatelistischen Einzel- und 1.590 Sammellosen aus allen Bereichen. Ab dem 27. Februar 2012 können alle Lose in den Düsseldorfer Geschäftsräumen des Auktionshauses besichtigt werden. Im Online-Katalog ist jedes Los mit Abbildung zu finden: www.felzmann.de

Zeppelin-Flugpost - Eines der Schwerpunkt-Gebiete, in dem Felzmann sich über viele Jahre international eine Spitzenstellung erarbeitet hat, startet unter Losnummer 1 mit einem spektakulären Stück des Flugpioniers Charles A. Lindbergh mit eigenhändigen Unterschriften von ihm und der Co-Pilotin, seiner eigenen Frau! Weltweit sind nur drei Belege bekannt, Ausruf: 10.000 Euro. Die weiteren Highlights stammen aus zahlreichen Einlieferungen aus aller Welt, besonders hervorzuheben ist die Auflösung der goldprämierten Ausstellungssammlung "Chicagofahrt 1933" von Gottfried Opfermann.

Übersee/Europa glänzt mit einem besonders breiten Spektrum von China über Estland, u.a. vollständige Serien der sehr seltenen PARO-Kartenbriefe, Ausruf: 5.000 Euro bzw. 10.000 Euro, Großbritannien mit zahlreichen Penny Blacks sowie deren Dienstmarken-Pendant (Ausruf: 2.500 Euro), Niederlande mit etlichen Belegen der Erstausgabe, darunter eine seltene Destination aus der bekannten Huitfeldt-Korrespondenz nach Oudsoon/Norwegen, bis hin zu Schweiz mit Kantonals, u.a. Basler Taube auf Brief, ferner "Waadt 4" und "Neuenburg" auf Briefen.

Altdeutschland beginnt furios mit Auflösung der außergewöhnlichen Sammlung Cholerapost des Mediziners Prof. Dr. Johann Schmidt, einer in ihrer Art wohl einmaligen, in Jahrzehnten gewachsenen Sammlung mit Belegen und Dokumenten aus fünf Jahrhunderten mit desinfizierter Post aus den altdeutschen Gebieten sowie Europa und Übersee. Eine würdige Fortsetzung bietet u.a. Bayern mit mehreren schwarzen Einsern sowie drei der legendären Brückenpaare in überdurchschnittlicher Top-Erhaltung, Hannover mit einer Halbierung der Michelnummer 4 (Abbildungsstück aus dem Rohlfs-Handbuch) sowie mehreren außergewöhnlich schönen Exemplaren des berühmten Sachsen Dreiers.

Deutsches Reich - Viele interessante Angebote u.a. aus den Bereichen Brustschilde, darunter das Titelstück des Katalogs, eine sagenhafte Einzelfrankatur des Spitzenwertes 18 Kr. auf Wertbrief, Ausruf: 18.000 Euro, Weimarer Republik mit Aufdruckfehler "Rdf" (Ausruf: 17.500 Euro)

Deutsche Nebengebiete bieten eine große Anzahl an teils hochwertigen Spezialitäten aus allen Bereichen, darunter die deutschen Auslands-Postämter und Kolonien mit Deutsche Post in China, 30 Pfg Handstempel-Aufdruck auf Ansichtskarte (Ausruf: 6.000 Euro), Deutsche Post in Marokko die seltene Aufdruck-Variante 57 II Ab tadellos ungebraucht (Ausruf: 15.000 Euro), Kiautschou, 2. Tsingtau-Provisorium in besserer Type 3 mit zusätzlichem Ergänzungsaufdruck "5 Pf." auf kolorierter Ansichtskarte (Ausruf 8.500 Euro), Danzig und Memel in ungewohnt breitem Spektrum, das jeden Spezialisten erfreuen dürfte, Deutsche Besetzung Montenegro, 10 L. Flugpostmarke auf Kabinett-Briefstück (Ausruf 18.500 Euro)

Deutschland nach 1945 eröffnet vor allem das bei Felzmann traditionell breite Sortiment Sowjetische Besatzungszone mit zahlreichen hochkarätigen Raritäten, doch auch die übrigen Zonen, DDR sowie Bund und Berlin sind bestens vertreten.

123. Dr. Reinhard-Fischer-Auktion in Bonn

wm/rf Der Katalog zur 123. Auktion am 2. und 3.3.2012 ist online. Für sämtliche Einzellose (knapp 10.000!) stehen Bilder in drei Größen und in sehr hoher Qualität im Netz, weiterhin werden sämtliche (über 1.200!) Atteste und Befunde abgebildet! Man kann die leistungsstarke Suchmaschine und als Bieter ein komfortables Online-Bietsystem nutzen. Zum Aufruf kommen 11.300 Lose mit einem Ausruf von deutlich über 1,7 Millionen Euro. Zusatz-Service: 264 interessante Sammellose werden komplett abgebildet. Siehe: www.reinhardfischerauktionen.de

Highlights der Auktion sind:

    - Altdeutschland: u.a. Auflösung einer großen Sammlung Thurn & Taxis mit zahlreichen Belegen und etlichen seltenen Stempeln. Außerdem Auflösung einer interessanten Sammlung Norddeutscher Postbezirk. Wieder sehr reichhaltig ist das Angebot "Nachverwendungen" bei Baden, Hannover, Preußen und ebenso Thurn & Taxis.

    - Deutsches Reich: interessantes Angebot Brustschilde, außerdem zahlreiche Farben, Eckrandstücke, Zusammendrucke und Markenheftchen.

    - Deutsche Kolonien/Auslandspost: traditionell riesiges Angebot mit zahlreichen ** Ausgaben, Stempellosen und etlichen Belegen!

    - I. Weltkrieg, Abstimmung, Danzig, Memel: breite Offerte mit Stempellosen, postfrischen Ausgaben, Abarten, Belegen und zahlreichen Ganzsachen bei Danzig. Saargebiet mit zahlreichen Aufdrucktypen, Besonderheiten und Raritäten!

    - II. Weltkrieg/Feldpost: sehr starkes Angebot, dabei seltene Mi.-Nr. 19 von Montenegro in postfrischer Erhaltung, interessante Ausgaben Sudetenland, weiterhin gut besetzt Frankreich mit Dünkirchen und Festung Lorient, Generalgouvernemnt I/III **, Serbien wieder mit zahlreichen Ganzsachen.

    - Deutsche Lokalausgaben: fast 500 Lose mit zahlreichen Belegen und Seltenheiten.

    - Westzonen/Bund/Berlin: umfangreiches, stark differenziertes Angebot "Kontrollratsausgaben" mit zahlreichen Farben, HAN, Oberrändern und Abarten mit ca. 300 Losen. Starker Teil "AM"-Post mit seltenen Typen. Bundesrepublik mit interessantem Teil "Engros"-Lose.

    - SBZ/DDR: werthaltiges Angebot mit zahlreichen Spitzen.

    - Europa: dabei diesmal ein umfangreiches Angebot "Skandinavien" mit Abarten und Besonderheiten. Außerdem Großbritannien, Frankreich, Kroatien und Jugoslawien. Auch die Gebiet Österreich und Schweiz kommen nicht zu kurz.

    - Übersee: dabei wieder ein reichhaltiges Angebot Volksrepublik China. Außerdem interessante Lose Japan - Erstausgabe "Drachen" mit spektakulären Einheiten.

    - Münzen: 1.319 Lose mit einem Gesamtausruf von 372.000 ?! Dabei zahlreiche Sammlermünzen wie u. a. DOA Tabora-Notmünze, Goldgulden und -Taler außerdem Volksrepublik China, Anlagemünzen und zahlreiche Sammlungen.

    - Ein sehr starkes Sammlungsangebot mit der Auflösung von 5 großen Nachlässen und zahlreichen Einlieferungen. Dabei z. B. der "Bad Krozingen"-Bestand, eine Sammlung, welche von gebietsweise aufgelöst wird. In über 60jähriger Sammlertätigkeit entstand dieses Objekt, welches seit 1977 ruhte. Dabei z. B. über 20.000 Briefe, zahlreiche Ländersammlungen und Dubletten- sowie Hortungsposten. Weiterhin zahlreiche hochwertige Ländersammlungen u. a. Altdeutschland gestempelt (10.000), Dt. Kolonien (3.500), Saargebiet (2.000), Deutsches Reich (2.500), SBZ (2000), 4 SBZ Spezialsammlungen nach OPD aufgelöst, Schweiz (3.500), VR China (1.500) und vieles mehr.

Eine Preußen-Sammlung aus Berlin
(Teil 1 - H. Rauhut-Auktion 24.3.2012)

wm Der Titel mag eine bemerkenswerte Veränderung nahe legen, aber auch Zufall sein. Tatsache ist, dass das bekannte Mülheimer Auktionshaus Harald Rauhut künftig unter einem neuen Titel, nämlich "Rauhut-Kruschel-Auktionen" vom Inhaber Rauhut geführt wird. Hintergrund ist die Übernahme des Berliner Auktionshauses, dessen Titel, Warenlager und Kundenstamm die angesehene Mülheimer Firma zu Beginn des Jahres erworben hatte. Der Name Kruschel ist in der deutschen und internationalen Auktionsszene Legende: Er steht für hochwertige Spezialauktionen, besonders zu altdeutschen Sammelgebieten, die bekanntlich bereits seit Jahrzehnten ebenfalls vom Mülheimer Hause bestens gepflegt werden. "So kommt zusammen, was zusammen gehört", ist man geneigt zu sagen und man darf gespannt sein, wie diese "Preußen-Sammlung aus Berlin", die in zwei Auktionen aufgelöst wird, zum Auftakt der neuen Auktionsnamen-Ära einschlägt. Kontakt: Harald Rauhut, Tel. 02 08/3 30 98, E-Mail: harald.rauhut@rauhut-auktion.de

Internet: rauhut-auktion.de

5 Millionen Euro Auktionsumsatz bei der Märzauktion (20.-24.3.) des Hauses Heinrich Köhler, Wiesbaden, erwartet

wm/hk Etwa 5000 Auktionslose werden versteigert,darunter zahlreiche wertvolle Einzelmarken, seltene Briefe und weit über 1000 vielfach unberührte Sammlungen, Nachlässe und Händlerlager und-Posten. Präsentiert wird das exklusive Köhler-Angebot in zwei Luxus-Sonderkatalogen und einem aufwendig und vollständig in Farbe gestalteten Hauptkatalog.

Die zwei Sonderkataloge enthalten: Herzogtum Braunschweig: Die Sammlung ,ASTRUL' (Teil 1) von Astrid und Ullrich Schulze (348. Heinrich Köhler Auktion). Dabei handelt es sich um eine großartige Sammlung, die nach Jahrzehnten in Familienbesitz wieder in den Markt zurückgeführt wird. Als im Jahr 2008 die übrigen Altdeutschen Staaten der Sammlung ,ASTRUL' bei Heinrich Köhler versteigert wurden,fehlte die Kollektion ,Herzogtum Braunschweig'. Denn Braunschweig war nach dem Krieg lange Jahre Lebensmittelpunkt und Heimat der Familie Schulze. Über zwei Generationen zwischen 1950 und 1990 wurde von Vater und Sohn gesammelt. Da die Kollektion praktisch niemals ausgestellt wurde, ist sie nur ganz wenigen Eingeweihten bekannt.

Spitzenstück der ersten Auktion ist der legendäre ,Krupp-Brief' mit dem Aushilfs-Nummernstempel ,50' des Hofpostamtes auf Ganzsachenumschlag 1 Silbergroschen mit zwei weiteren 1 Silbergroschen Briefmarken frankiert an die Gussstahlfabrik von Alfred Krupp in Essen. Es ist nur dieser eine Brief mit dem Stempel ,50' bekannt. Schon 1915 wurde das Stück von Heinrich Köhler dem damaligen Prüfer Max Thier zur Prüfung vorgelegt. 1955 bei Hans Grobe versteigert,wurde er kurze Zeit später ausführlich von Henri Bade in ,333 Jahre Braunschweigische Post' beschrieben. Der Startpreis für den ,Krupp-Brief', der eine der größten Stempelraritäten der Altdeutschen Staaten darstellt,liegt bei 30.000 Euro.

Weitere Spitzenstücke des 113 Lose umfassenden Braunschweig Angebotes sind drei Halbierungen auf Briefen, darunter die 2 Silbergroschen der Ausgabe 1853/56 auf blau halbiert auf Brief von Oker, 2 Silbergroschen hellblau halbiert auf Brief von Halle a.d.W. (Startpreise 20.000.- resp.5.000.- Euro) sowie eine Halbierung der 1 Silbergroschen gelb auf Brief von Schöppenstedt (Startpreis 10.000.- Euro).

Die Spezialsammlung Rainer Bender - Deutsche Besetzungsausgaben 1939 - 1945 wird im Rahmen der 349. Köhler Auktion angeboten. Rainer Bender, den die Philatelie im Jahr 2010 nach kurzer schwerer Krankheit viel zu früh verlor, war Verbandsprüfer im Bund philatelistischer Prüfer und über viele Jahrzehnte leidenschaftlicher Philatelist. Seit dem Ende der 1970er Jahre baute er eine der bedeutendsten Sammlungen des Gebietes auf: Spezialitäten aller Art, Entwürfe, Probedrucke, Zähnungsvarianten, doppelte, kopfstehende oder fehlende Aufdrucke, kaum eine Variante die nicht in seiner Sammlung enthalten ist. Die Lokalausgaben sind in größter Reichhaltigkeit vorhanden.

Der Heinrich Köhler-Hauptkatalog ,Deutschland und Alle Welt' (347. Auktion) enthält viele weitere hochinteressante Spezialangebote:So kommt die Sammlung Norddeutscher Postbezirk, Elsaß-Lothringen, Deutsch-Französischer Krieg 1870/71 und Deutsches Reich Hufeisenstempel des ehemaligen Verbandsprüfers Friedrich Spalink zum Angebot. Sie enthält zahlreiche postgeschichtliche Raritäten, Briefe, Frankaturen und seltene Abstempelungen aus einer bewegten Epoche der deutschen Geschichte, die schließlich in die Gründung des Deutschen Reiches 1871 mündete.

Außergewöhnlich ist das Angebot der international bekannten Sammlung ,Thurn & Taxis' in Baden 1718-1811 von Han Vermeulen (Teil 2), sowie die Auswahl seltener Brustschildbriefe und Frankaturen des Deutschen Reiches. Eine weitere Spezialsammlung der Deutschen Besetzung von Estland im 2. Weltkrieg kommt zur Auflösung, genauer die Lokalausgabe von Otepää (Odenpäh) von 1941.

Natürlich kommen auch die anderen deutschen Sammelgebiete nicht zu kurz: Altdeutsche Staaten, Deutsches Reich, Deutsche Kolonien, Besetzungsausgeben im 1. Weltkrieg, Abstimmungsgebiete, Deutschland nach 1945. Auch europäische Staaten sind mit vielen seltenen Marken und Briefen, oftmals mit interessantem postgeschichtlichem Charakter, im Angebot.

Das Flugpostangebot ist wieder sehr reichhaltig. Schwerpunkte sind hier die kolumbianischen Luftpostausgaben mit den berühmten ,Multicolores' auf Briefen, Scadta-Ausgaben, aber auch zahlreichen Luftpostausgaben aus aller Welt sowie das Angebot Zeppelinpost.

Ein Spezialangebot ,Russland-Bürgerkrieg 1917-1921' verdient besondere Beachtung.Auch hier sind zahlreiche postgeschichtliche Raritäten enthalten, die von einer historisch besonderen Zeit hautnah ,berichten'. Die Auswahl interessanter und vielfach unberührter Sammlungen, Posten und Nachlässe ist in der kommenden Köhler Auktion außergewöhnlich. Weit über 1000 Auktionslose umfasst das Angebot, für den Einsteiger wie für den Spezialisten.

Die 347.-349. Heinrich Köhler Auktionen live im Internet: Das gesamte Auktionsangebot der 347.-349. Heinrich Köhler Auktion steht ab 17. Februar 2012 im Internet unter www.heinrich-koehler.de mit ,Stichwort-Suchfunktion' zur Verfügung. Zahlreiche Sammlungen, die im Katalog aus Platzgründen nicht abgebildet werden konnten, sind im Internet zu besichtigen. Etwa 25.000 Abbildungen werden die wichtigsten Seiten der schönsten und interessantesten Kollektionen und Posten zeigen.

Die 347.-349. Heinrich Köhler Auktionen finden vom 20.-24. März 2012 in eigenen Firmenräumen in Wiesbaden, Wilhelmstraße 48 (3. Etage), statt. Besichtigungsmöglichkeiten bestehen ab 12. März 2012 täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr oder nach vorheriger Vereinbarung. Während der Auktion können alle Auktionslose live gegen den Auktionssaal bequem von zu Hause aus mitgesteigert werden (vorherige Anmeldung und Freischaltung über das Internet bis 24 Stunden vor der Auktion erforderlich)

Der Auktionskatalog kann bei Heinrich Köhler angefordert werden unter: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co KG Wilhelmstr. 48 65183 Wiesbaden, Telefon: 0611-39381 Telefax: 06 11-3 93 84, www.heinrich-koehler.de info@heinrich-koehler.de

Internet: www.heinrich-koehler.de

70. Gert-Müller-Auktion: Fünf Kataloge mit dem größten Angebot der Firmengeschichte!

Die 70. Gert-Müller-Auktion in Ettlingen bei Karlsruhe findet vom 16. bis 18. Februar 2012 statt. Das Traditionshaus präsentiert das bislang umfangreichste und wertvollste Angebot der Firmengeschichte in fünf Auktionskatalogen. Der Gesamtausruf addiert sich auf über 4,7 Millionen Euro.

Reichhaltiges SBZ-Angebot

Aus der Ströh-Sammlung: Nationaltheater-Block 1946, weißes Papier, mit dem extrem seltenen steigenden Wasserzeichen in tadelloser postfrischer Erhaltung. Es sind nur vier einwandfreie Exemplare hiervon bekannt geworden (15.000 Euro).

Der erste Sonderkatalog ist dem ersten Teil der großartigen SBZ-Spezialsammlung von Bodo Ströh gewidmet. Zahlreiche Raritäten, durchgehend in hervorragender Qualität und alles geprüft bzw. meist attestiert, warten auf neue Besitzer. Dabei sind seltene Abarten der Blockausgaben mit verschobenen Marken, Nationaltheater-Block mit äußerst rarem steigendem Wasserzeichen, Probedrucke, gesuchte Farben usw.

Der zweite Sonderkatalog zeigt ein reichhaltiges Angebot SBZ-Handstempel mit über 800 Einzellosen, durchgehend kompetent geprüft. Vertreten sind seltene Bezirke, interessante Frankaturen und vieles mehr.

Der dritte Sonderkatalog beinhaltet Einzellose von Berlin aus der Sammlung "Rosengarten". Hier finden sich viele schöne Frankaturen, ideal gestempelte Briefmarken der Anfangsjahre sowie Zusammendrucke. Mit dabei sind beispielsweise die 1 DM Rotaufdruck auf bedarfsmäßig verwendetem Ersttagsbrief oder 10 Pfennig und 20 Pfennig Währungsgeschädigte auf portogerechten Ersttagskarten.

Der Einzelloskatalog alle Welt bringt ein besonders umfangreiches und gehaltvolles Angebot mit vielen Seltenheiten. Hervorzuheben sind ein schöner Teil Übersee und Europa mit einer sehr gut besetzten Liechtenstein-Spezial-Abteilung. Die Schweiz wartet mit starker Klassik inklusive Doppelgenf auf Brief auf, des weiteren Pax-Serie auf Ersttagsbriefen und andere Besonderheiten. Die deutschen Sammelgebiete sind ebenfalls hochkarätig bestückt. Altdeutschland lockt mit einer guten Baden-Sektion. Ungewöhnlich reichhaltig zeigt sich das Deutsche Reich mit vielen seltenen Marken, Abarten und Frankaturen, dabei ein großes Spezialangebot Germania- und Inflationsausgaben. Auch die Deutschen Kolonien sind sehr umfangreich mit vielen seltenen Briefmarken, gesuchten Frankaturen und Abstempelungen vertreten. Nachkriegsdeutschland kann etliche Besonderheiten aufweisen, etwa Saar mit Künstlerblocks, Französische Zone mit seltenen Abarten wie z.B. fehlenden Blockmarken, Bund und Berlin ebenfalls mit vielen seltenen Abarten sowie Viererblocks der Anfangsjahre inklusive Posthorn.

Der fünfte Katalog enthält mit insgesamt über 3900 Losen ein umfangreiches Angebot Sammlungen, Posten und Nachlässe. Der Interessent wird auf eine Vielzahl reizvoller Angebote zu Ausrufpreisen zwischen 50 und 25.000 Euro stoßen. Zahlreiche Kollektionen von Deutschland suchen ein neues Zuhause, Europa ist mit hervorragenden Sammlungen wie z.B. einem schönen Russland-Objekt (7000 Euro) ausgestattet. Ein umfangreicher Nachlass Weltraum-Philatelie wird geschlossen für 25.000 Euro ausgerufen. Sowohl für Sammler als auch für Händler ergeben sich hier viele interessante Gelegenheiten.

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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135. Felzmann-Auktion: Seltener Beleg von Lindberghs Nordatlantikflug 1933!

Zu den Schwerpunkten der 135. Felzmann-Auktion vom 6. bis 10. März 2012 gehört eine Sitzung mit einem umfangreichen Zeppelin- und Flugpostprogramm, das insgesamt 1636 Lose mit einem Gesamtausruf von ca. 415.000 Euro umfasst. Im Blickpunkt stehen die Auflösung der Zeppelinsammlung "Chicago-Fahrt 1933" von Gottfried Opfermann und ein Flugpostbeleg von Charles Lindberg aus demselben Jahr!

Nur Post ab Grönland

Charles Lindbergh war 1933 bereits ein weltberühmter Mann. Am 20. und 21. Mai 1927 war ihm in seiner einmotorigen Maschine "Spirit of St. Louis" die erste Alleinüberquerung des Atlantiks von New York nach Paris ohne Zwischenlandung geglückt. Er blieb der in jener Zeit abenteuerlichen Luftfahrt weiterhin verbunden und startete zusammen mit seiner Frau Anne einen Erkundungsflug im Auftrag der PAN AM, um eine Route im nordatlantischen Flugverkehr von New York nach Kopenhagen zu erkunden. Die Forschungsreise der beiden wohl berühmtesten Flugpioniere über den nördlichem Atlantik führte von Long Island über Kanada und Grönland weiter nach Island und über die Färöer Inseln schließlich nach Dänemark.

Post wurde während dieses historischen Erkundungsfluges lediglich von Grönland nach Island befördert. 39 Karten und acht Briefe wurden in Holstenborg aufgenommen, weitere drei Karten am 8. August 1933 in Godthaab. Am 15. August 1933 startete die "Tingmissartoq" von Lindbergh, eine Lockheed Sirius, aus Ammassalik zum Flug nach Island. Von dort wurde die Post per Schiff nach Kopenhagen gebracht und am 23. August abgestempelt. Die nun bei Felzmann angebotene Karte ist eine der drei in Godthaab aufgenommenen Belege. Sie trägt links die Signaturen beider Piloten, nebengesetzt die grönländischen Dienstsiegel. Die bedeutende Flugpost-Rarität, die eine 15-Öre-Marke mit Stempel Kopenhagen K vom 23. August 1933 zeigt und in die dänische Hauptstadt adressiert ist, startet mit 10.000 Euro.

Ausgefallene Belege zur Chicago-Fahrt 1933

Neben diesem besonderen Highlight kommt am 8. März 2012 auch die international mehrfach ausgestellte und hochdekorierte Spezialsammlung der Chicago-Fahrt 1933 von Gottfried Opfermann im Rahmen der Frühjahrsauktion des Auktionshauses Ulrich Felzmann zur Versteigerung. Nicht nur durch die auch parallel verausgabten drei Zeppelinpost-Briefmarken des Deutschen Reiches zu diesem Ereignis hat diese Zeppelinfahrt im Jahre 1933 eine besondere Bedeutung bekommen. Die Opfermann-Kollektion zeigt neben einer Vielfalt von exotischen Zuleitungen die ganze Breite der Besonderheiten einer Zeppelinfahrt, z.B. sämtliche vorhandenen Etappen bzw. die Darstellung der gesamten Rundfahrt durch Einschreib-Belege. Zwei der vielen bemerkenswerten Stücke seien kurz vorgestellt:

- Dampfer BREMEN 9. Oktober 1933, USA Post, Brief mit 15 C. und 50 C. Zeppelin von Bord des Schiffes mit USA Seepost-Sonderstempel 5. Oktober 1933, Vorausflug nach Southampton, weiter nach Friedrichshafen als Zuleitung zum LZ 127 Graf Zeppelin zur Chicago-Fahrt 1933, auf der Etappe bis Recife befördert mit Ankunft 17. Oktober 1933 und adressiert nach New York. Ein sehr seltener, attraktiver und gut erhaltener Kombinations-Beleg; bei Graue/Leder nicht gelistete Variante.

- Chicago-Fahrt 1933, Etappe bis Rio, Einschreiben-Brief ab Vatikan 13. Oktober mit rückseitigen italienischen Marken zu 2 L und 5 L in attraktiver Zweiländer-Mischfrankatur, adressiert nach Santos. Eine sehr seltene Zuleitung (Longhi 823).

Neben der Chicago-Fahrt hat der Sammler Gottfried Opfermann auch die Fahrten nach Südamerika von 1930 bis 1933 ausstellungsmäßig gesammelt. Diese Kollektion präsentiert Felzmann gleichermaßen detailliert.

Internet: www.felzmann.de

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Besonderheiten des Deutschen Reiches

Berlin Wenn Sie dieses Heft erreicht, läuft die 47. Hadersbeck-Auktion vom 25. bis 27. Januar schon auf vollen Touren.

Im Übersee-Teil fallen zwei postfrische Blockausgaben der VR China ins Auge: MiNr. 7 für 700 und MiNr. 12 für 1200 Euro. Unter Europa lockt eine Frankreich MiNr. 17 b im gestempelten Paar für 1100 Euro.

Unter Altdeutschland finden sich u.a. eine Baden MiNr. 1 a im gestempelten Dreierstreifen (650 Euro), ein Preußen-Oktogon mit Zusatzfrankatur (750 Euro) und eine Württemberg MiNr. 42 b gestempelt (800 Euro).

Das Deutsche Reich enthält etliche Besonderheiten wie z.B. die MiNr. 80 Ab ungebraucht (1800 Euro), die MiNr. 86 Id gestempelt (1200 Euro), die MiNr. 89 Iy POR postfrisch (1000 Euro), die MiNr. 244 c gestempelt (800 Euro), vier Exemplare der MiNr. 307 auf Bedarfskarte (2200 Euro), die MiNr. 309 AWF als postfrisches UR-Stück (1200 Euro), die MiNr. 425 X postfrisch (1500 Euro) und die MiNr. 538 Y (1200 Euro).

Startet bei Hadersbeck mit 2200 Euro: Bedarfskarte mit u.a. vier Exemplaren der MiNr. 307 des Deutschen Reiches!

Rund 1300 Einzellose entfallen auf Nachkriegsdeutschland, mit dabei Demmin MiNr. 6 auf Brief (1500 Euro). Unter den Sächsischen Schwärzungen stößt man auf die bisher nicht gelistete Schwarzenberg AP 314 II mit Bedarfsstempelung (500 Euro). Die Provinz Sachsen wartet mit den MiNr. 66/70 Y ungebraucht und der MiNr. 71 Pd postfrisch auf (4000 bzw. 1000 Euro). Bei den Bezirkshandstempelaufdrucken sind die 80 Pf Torno/Bezirk 14 (MiNr. 180) auf Brief und die 30 Pf Tangermünde/Bezirk 29 (MiNr. 176) im senkrechten, gestempelten Dreierstreifen für 700 bzw. 550 Euro zu haben. Bei der DDR warten einige gesuchte Varianten auf neue Besitzer: MiNr. 330 zYI gestempelt (1000 Euro), MiNr. 332 vaYI gestempelt (2500 Euro), MiNr. 364 XII Uu postfrisch (500 Euro) und Block MiNr. 14 I postfrisch (500 Euro).

Der letzte Auktionstag beginnt mit einem reichhaltigen Münz-Programm, das u.a. 19 100-Euro-Goldmünzen von Deutschland aufweist. Hinzu kommt eine enorme Fülle an Sammlungen, Posten, Ansichtskarten, Auflösungsbeständen und vielem mehr.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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Hochwertige Philatelie weiterhin gefragt!

Bonn Zahlreiche Spitzenstücke aus großen Sammlungen sowie viele Nachlässe wurden bei der 121. Auktion beim Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer in Bonn versteigert. Die Auflösung einer gigantischen Altdeutschland-Generalsammlung war ebenso ein Highlight wie die Detaillierung einer großartigen Spezialsammlung "Serbien Ganzsachen Zweiter Weltkrieg". Einen weiteren Schwerpunkt setzte das Angebot "One Penny Black" mit der Auflösung einer Spezialsammlung in über 150 Lose, dabei zahlreiche seltene Stücke. Es ergaben sich viele überdurchschnittliche Ergebnisse, welche den Trend für hochwertige Philatelie widerspiegeln. Von Wirtschaftskrise ist auf dem Sektor Philatelie nichts zu verspüren, meint Dr. Fischer.

Zu den interessanten Ergebnissen gehören 900 Euro für eine Bayern MiNr. 1 IaIII trotz kleiner Mängel. Seltene Ausgaben der norddeutschen Gebiete wie u. a. Bergedorfs MiNr. 5 oder Helgolands seltener Fehldruck MiNr. 8 F jeweils gestempelt erzielten 1100 bzw. 1400 Euro. Die MiNr. 8 b wurde für 900 Euro verkauft. Die seltene MiNr. 4 von Mecklenburg-Schwerin ging für 620 Euro. Einen Zuschlag von 4100 Euro brachte die rare MiNr. 2 von Schleswig-Holstein.

Auch die Ausgaben der Auslandspostämter und Kolonien konnten mit exorbitanten Zuschlägen glänzen. So erzielte Chinas MiNr. 7 IB in postfrischer Erhaltung 800 Euro. Die 20 Pf Halbierung von Kamerun zog mit 5500 Euro durchs Ziel. Ein Longji-Provisorium auf Brief spielte 3300 Euro ein. Das seltene Aufdruckprovisorium MiNr. 7 Pv von den Karolinen erlöste 1250 Euro. Mit 1400 Euro wurde die seltene MiNr. 1 Ia der Marshall-Inseln in ungebrauchter Erhaltung zugeschlagen.

Danzig glänzte mit guten Ergebnissen für seltene Typen, Farben und Plattenfehler. Sehr starke Nachfrage herrschte bei den postfrischen Ausgaben des Memelgebietes, hier wurden Zuschläge zwischen 40 und 70 Prozent der Michel-Notierung erreicht. Die bereits erwähnte Serbien-Ganzsachen-Sammlung brachte zahlreiche, schon lange nicht mehr angebotene Seltenheiten wieder auf den Markt. Dadurch ergaben sich teils deutliche Steigerungen u. a. Serbien-Ganzsachen. Die MiNr. P 3 mit Zusatzfrankatur MiNr. 66/67 als Reco-Karte nach München stieg von 350 auf 920 Euro. Die Ganzsache MiNr. P 5 plus Zusatzfrankatur MiNr. 80 auf Reco-Eil-Karte kletterte von 450 auf 620 Euro.

Stieg bei Dr. Fischer von 3000 auf 4500 Euro: Großbritanniens MiNr. 1 von Platte 11 auf Brief.

Die Auflösung der Spezialsammlung "One Penny Black" war ein großer Erfolg. 95 Prozent aller Lose wurden mit teils erheblichen Steigerungen abgesetzt. Das Prunkstück der Sammlung, die MiNr. 1 von Platte 11 auf Brief, zog von 3000 auf 4500 Euro davon. Die Ausgaben der Volksrepublik China waren ebenfalls sehr gefragt. So brachte ein postfrisches Exemplar der Ausgabe "Jahr des Affen" 1000 Euro, ein Fünferstreifen derselben Ausgabe erzielte sogar 5300 Euro, obwohl eine Marke nicht einwandfrei war.

Das starke Sammlungsangebot wurde ebenso gut aufgenommen. Hohe Zuschläge verbuchten ganze Nachlässe, beispielsweise eine Regalwand mit 8300 (6500) Euro oder eine Generalsammlung Deutsches Reich mit 4700 (2500) Euro. Beim Dritten Reich kostete eine postfrische/ungebrauchte Sammlung 2200 Euro, eine gestempelte, nach Hauptnummern komplette Berlin-Sammlung erzielte 1800 (1600) Euro.

Insgesamt hatte die Auktion einen Umsatz von 1,05 Millionen (inkl. Aufgeld).

Internet: www.reinhardfischerauktionen.de

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Juwel der Helgoland-Philatelie

Hamburg Der Krimkrieg wurde von 1854 bis 1856 zwischen Russland auf der einen und einem Bündnis aus Frankreich, England und dem Osmanischen Reich auf der anderen Seite ausgefochten. Russland wollte seinen Einfluss nach Süden ausweiten, und es kam zu einem Krieg, der als erster Stellungskrieg der Geschichte bekannt wurde, und der zudem auf Grund taktischer Fehler seiner Militärführer, der katastrophalen Versorgung der einfachen Soldaten und der unmenschlichen Verhältnisse in den Militärlazaretten traurige Berühmtheit erlangte.

Dokumente aus diesem Krieg gelangen in der 334. Schwanke-Auktion am 10. und 11. Februar 2012 zur Versteigerung. Augenzeugenberichte von Schlachten um Inkerman oder Alma finden sich ebenso wie gute Frankaturen und Stempel. Erwähnenswert ein Brief an Sir Charles Russell mit einem Glückwunschschreiben für seine Verdienste. Der Brief ist mit einer 6d.-Marke (MiNr. 5) frankiert - einer seltenen Frankatur aus dem Krimkrieg, von der nur ein halbes Dutzend bekannt geworden sind (450 Euro). Die "Illustrated London News" berichtet in ihrer Ausgabe vom 18. November 1854 vom Todesritt der Leichten Brigade in der Schlacht von Balaklawa; die bei Schwanke angebotene Titelseite trägt eine österreichische Zeitungsstempelmarke mit Ankunftsstempel von Linz (180 Euro). Berührend ist eine Korrespondenz von insgesamt zehn Briefen einer englischen Mutter an ihren Sohn, dabei ein Brief in das Lazarett von Balaklawa, dem als Glücksbringer und Schutzengel ein getrocknetes (Klee-)Blatt beiliegt (500 Euro). Zum Ende des Krieges 1856 erschienen in England Propaganda-Umschläge von Valentine unter dem Motto "The Past - The Future", die eine friedvolle, "blühende" Landschaft nach dem Kriegsende zeigen. Ein Ensemble von sechs Probedrucken und sechs Umschlägen in endgültiger Ausführungen soll 750 Euro einspielen.

Zur gleichen Zeit, als England und Frankreich von See aus auf die Krim vorrücken, besetzte die K.u.K.-Monarchie die Donaufürstentümer Moldau und Walachei. Bald übernahm man auch Postdienste für Zivilpersonen. Die Postanstalten blieben teilweise auch nach Beendigung des Krimkrieges bestehen und versahen ihren Dienst als österreichische Konsulatspostämter in der Levante. Einige dieser Stempel sind größte Raritäten, so z.B. von TEKUTSCH, einem kleinen Ort im Süden der Moldau, in dem nur gut 1200 Soldaten stationiert waren. Ein glasklarer Abschlag des Stempels auf einer Österreich-Marke 3 Kr Ausgabe 1850 soll 2000 Euro erzielen. Der seltenste Stempel der österreichischen Levantepostämter ist jedoch PIATRA. Nur ein einziger Abschlag aus der Konsulatspostperiode ist bekannt geworden. Er wurde erstmalig im Jahre 1938 erwähnt. Aus der Sammlung "Bailev" kommt das Stück nun bei Schwanke für 2500 Euro zum Ausruf.

Österreich ist wie immer im Katalog gut repräsentiert, von der Markenklassik bis zur Moderne. Ein "Gelber Merkur" (MiNr. 7) soll 3000 Euro, sein Bruder, ein "Rosa Merkur" (MiNr. 8), 4000 Euro einspielen.

Schweiz mit insbesondere den Strubel-Ausgaben sollte ein weiteres Highlight der Auktion sein. Allein über 220 Lose entfallen auf diese Ausgaben, von den frühesten bis zu den späten Drucken. Traumhafte Exemplare mit breiten Rändern (dabei ein riesenrandiges Paar der MiNr. 14 II A yo b aus der Bogenecke, 500 Euro), schöne Briefe nach Übersee (z.B. ein Brief in die USA mit MiNr. 13+14+18, 1000 Euro) oder Halbierungen. Spektakulär sind ein "Italien-Provisorium" aus dem Jahre 1862, eine Zeitung mit 1 ½ Exemplaren der 2 Rappen-Marke (MiNr. 19) von Lugano nach Cremona (1000 Euro) oder eine Diagonalhalbierung der MiNr. 14 zusammen mit ganzer Marke MiNr. 14 auf Briefstück. Es handelt sich um ein literaturbekanntes Stück, das schon die Sammlung von Maurice Burrus zierte (1000 Euro).

Im Deutschland-Teil fallen drei Altdeutschland-Angebote auf, die mit Fug und Recht das Attribut "Weltseltenheit" verdienen:

1. "Baden Landpost 12 Kreuzer" war schon vor 100 Jahren der Inbegriff des Wertvollen, wenn von altdeutschen Spitzenstücken die Rede war. Eine Wertbrief-Vorderseite von Baden nach Sinsheim mit einem in der Zähnung leicht fehlerhaften Exemplar des 12-Kreuzer-Wertes attestierte bereits im Jahre 1915 der große Baden-Kenner Carl Willadt als echt. Im Jahre 1928 wurde dieser Beleg auf der 54. Auktion von Heinrich Köhler zum Preis von 1150 Reichsmark verkauft; dieser Zuschlagspreis entsprach mit Sicherheit einer höheren Kaufkraft als der jetzige moderate Startpreis von 9000 Euro.

2. Völlig einwandfrei ist eine Halbierung des 12-Kreuzer-Wertes auf einem Nachnahmebrief von Säckingen. Dieses - wohl perfekteste - Stück einer 6-Kreuzer-Frankatur hat ebenfalls einen langen Stammbaum, den Schwanke bis zur Corinphila-Auktion aus dem Jahre 1927 zurückverfolgen kann (8000 Euro).

3. Ein Juwel der Helgoland-Philatelie wurde erst kürzlich durch Schwanke wiederentdeckt: Ein Dreierstreifen der MiNr. 8 b war auch der Verbandsprüferin Cornelia Brettl bisher nicht bekannt. Wenn eine solche Einheit nun auf einem Brief aus dem Jahre 1873 - noch dazu mit seltener Zusatzfrankatur - auftaucht, darf man sicher von einer "Sternstunde" sprechen. Vor 60 Jahren wurde dieses Traumstück in New York erworben und ruhte seitdem in einem Hamburger Tresor. Der Ausrufpreis beträgt 20.000 Euro und sollte noch "Luft nach oben" haben.

Aus einem großen Nachlass, den Schwanke bereits jetzt für das Jahr 2012 ankündigen kann, stammt ein Bogensatz der 1926er-Ausgabe "Berühmte Deutsche" (MiNr. 385-97) in völlig intakter postfrischer Luxusqualität. Der im MICHEL-Katalog notierte Wert von 110.000 Euro berücksichtigt überhaupt nicht die teils erheblichen Aufschläge für Platten-/Walzendrucke, Hausauftragsnummern etc., die von Spezialisten bewilligt werden. Deshalb dürfte der Startpreis von 24.000 Euro auch Steigerungspotential haben.

Insgesamt gelangen über 2400 Einzellose aus allen Bereichen der Philatelie (und Numismatik) zum Angebot. Erwähnung verdienen auch ca. 1600 Sammlungen, Posten oder ganze Nachlässe. Hier reicht die Bandbreite von vorzüglich ausgebauten Sammlungen deutscher Sammelgebiete bis hin zu über 260 Übersee-Sammlungen, dabei z.B. 15 Sammlungen China, aber auch viele ungewöhnliche und selten angebotene Objekte wie z.B. eine zweibändige Spezialsammlung von Nicaragua mit u.a. 200 Belegen (1800 Euro), eine Partie der "HPN-Aufdrucke" der Philippinen aus den Jahren 1868-74 (500 Euro) oder eine Sammlung Venezuela nur "Specimen"-Aufdrucke der American Bank Note-Ausgaben aus 1882-1955 (1000 Euro).

Das gesamte Auktionsangebot umfasst 4085 Positionen mit einem Schätzpreis von 1,1 Millionen Euro.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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"Schwanke-Specials" am 18. November:
"Ganz schön eng hier!"

Ein Vericht von Jan Billion Mit diesem Ausspruch - halb anerkennend, halb hilfesuchend - bahnte sich ein alter Auktionsprofi den Weg, um schließlich auf einem der seitlich aufgestellten Stühle noch einen Platz zu ergattern. Es war voll im hauseigenen Auktionssaal, als Hans-Joachim Schwanke routiniert und humorvoll zwei Stunden lang die jährlichen "Schwanke-Specials" versteigerte, große und kleine Raritäten, die durchweg günstig angesetzt waren und nicht selten für nette Steigerungen sorgten.

Perlen der Hamburger Postgeschichte

Das erste Mal aufhorchen konnten die Anwesenden, als 22 Lose im Auftrag einer Versicherung verkauft werden sollten. Darunter war ein senkrechter, breitrandig geschnittener Dreierstreifen des "Schwarzen Einsers" von Bayern mit klarem Nummernstempel "14" von Aschaffenburg, der mit 4000 Euro startete und schließlich bei 6800 Euro landete. Keines der Lose aus diesem gemischten Bestand blieb übrigens liegen. Gleiches galt auch für die folgenden kleinen Partien aus Marken und Belegen deutscher und ausländischer Sammelgebiete. Mit "My dear Susel" beginnt ein längerer Brief, den Henry Carew Hunt in Hamburg am 9. Juni 1840 an seine Frau in England schrieb. Hunt war englischer Kaufmann, der zur damaligen Zeit Firmen in England und Hamburg besaß. Gesandt wurde der Brief "per forwarder" nach England, dort mit einer "Penny Black" freigemacht und am 12. Juni 1840 an seine Empfängerin in Ledbury in der Grafschaft Devon geschickt. Die erste Briefmarke der Welt, eben jene "Penny Black", war zu diesem Zeitpunkt gerade vier Wochen alt. Dass der erste mit einem Postwertzeichen frankierte Brief aus Hamburg philatelie-historische Bedeutung hat, zeigte schon der Ausruf von 10.000 Euro. Mit 12 500 Euro setzte sich ein Bieter aus Großbritannien durch.

Schwanke konnte noch ein weiteres Glanzstück der Hamburger Philatelie anbieten: die früheste bekannte Verwendung der geschnittenen 9-Schilling-Marke vom 19. Januar 1859! Der wundervolle Brief aus der berühmten "Berkefeld"-Korrespondenz, der sich u.a. in der Boker-Sammlung befand, erreichte seinen Zielort London am 21. Januar. Der Hammer fiel bei 11.000 (10.000) Euro.

Leider nicht ganz so leidenschaftlich zeigten die Interessenten manchmal bei Lübeck, obwohl die Stücke durchweg seit über 70 Jahren nicht mehr auf dem Markt waren. Ein außergewöhnliches Exemplar der MiNr. 1 mit Strichstempel sprang von 1500 auf 2700 Euro. Eine MiNr. 5 a mit Plattenfehler als Einzelfrankatur auf Brief, ein eindrucksvolles Unikat, wechselte für 3600 (2000) Euro den Besitzer. Von 1800 auf 3100 Euro stieg eine Einzelfrankatur der MiNr. 4. Mit einem Briefstück mit einem waagerechten Paar der MiNr. 6 und einer MiNr. 7 und der Verwendung zweier preußischer Freimarken auf einem Brief aus dem Stadtpostamt Lübeck blieben aber auch zwei Topstücke fürs erste liegen. Stark umkämpft war hingegen ein Preußen-Brief nach London mit den MiNr. 7 und 8. Sechs Gebote waren schon am Tisch; der Zuschlag erfolgte bei 1600 (500) Euro.

Tolle belgische Klassiker

Eine "irre" Destination lag beim Deutschen Reich auf dem Tablett: von Königslutter auf die Oster-Insel. Der Brief war in den Jahren 1902/03 17 Monate unterwegs, ehe er wieder in Deutschland eintraf, weil der Empfänger nicht zu ermitteln war. 300 (100) Euro für das eindrucksvolle Schaustück sind sicher gut angelegt. Begehrt waren auch Probedrucke aus dem Dritten Reich, besonders zu den Hitler-Freimarkenausgaben. Ein schwarzbrauner Einzelabzug auf ungummiertem, gelblichem Papier kletterte von 350 auf 600 Euro, ein rötlichbrauner Probedruck (siehe oben) von 350 auf 620 Euro.

Ganz "harmlos" schienen vier belgische Bogenecken der "DIX CENTS Médaillon" jeweils mit Jahreszahl zwischen 1854 und 1862 auf dem Bogenrand zu sein. Das Emsemble, dass offenbar viele Jahrzehnte nicht auf dem Markt war, hatte es aber in sich. Es startete mit 500 Euro, und nach den ersten Steigerungsstufen dachten viele, dass bald Schluss ist. Stattdessen entwickelte sich ein munteres Treiben, dem der Auktionshammer erst bei sensationellen 11.000 Euro ein Ende setzte!

Das Glanzstück der "Schwanke Specials" war eine der seltensten Marken Europas, ein österreichischer "Zinnoberroter Merkur" in gestempelter Erhaltung. Eine wundervolle Farbfrische und eine klare Entwertung zeichneten das bei Schwanke angebotene Stück aus, das letztmalig 1951 in London verkauft wurde. Mit 40.000 Euro angesetzt, entwickelte sich ein engagierter Bieterstreit, der bei respektablen 68.000 Euro aufhörte. 14.000 (10.000) Euro, dies sei als letztes herausragendes Ergebnis genannt, erzielte eine gestempelte "Doppelgenf" mit sauberer roter Rosette.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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Zeppelinpost zog ab!

Düsseldorf Mit der letzten Auktion des Jahres 2011 hat das Auktionshaus Felzmann einen erfolgreichen Abschluss seines 35-jährigen Geschäftsjubiläums gefeiert. Mit seiner Briefmarken- und Münzauktion sowie seinen Spezial-Auktionen Zeppelin- und Flugpost und Italien erzielten Ulrich Felzmann und sein Team ein Gesamtergebnis in Höhe von rund 3 Millionen Euro (inkl. Aufgeld/ohne MwSt.).

Neben Material aus Italien, das in solch einer Fülle und Qualität erstmals angeboten wurde und daher für das Unternehmen eine besondere Herausforderung darstellte, bot Auktionator und Geschäftsführer Ulrich Felzmann mit der "Forschungssammlung John und Michael Duggan" wieder eine Spezial-Auktion Zeppelin- und Flugpost an. Die Resonanz war erwartungsgemäß groß. Felzmann kennt den Markt sehr genau, ist er doch ein bekennender Freund der Aerophilatelie. "Ich bin froh, dass ich die äußerst interessante und spezialisierte Sammlung von John Duggan, einem der großen Pioniere der Zeppelin-Forschung, in meinem Auktionshaus anbieten konnte. Die positive Entwicklung der Auktion hat mich sehr gefreut. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für diese tolle Spezial-Auktion." In besonderer Erinnerung wird die Versteigerung des Loses 426 bleiben, einem Kombinationsbrief ab Washington zur Island- und Polarfahrt 1931, der mit 3000 Euro startete. Es wurde unruhig im Saal, als sich die Bieter am Telefon immer mehr überboten. Bei sensationellen 18.000 Euro setzte sich dann schließlich der letzte Bieter durch. Die Aerophilatelisten hatten bei mehr als 1700 Losen viele Gelegenheiten, Objekte aus der Sammlung von John Duggan und seinem Sohn Michael, der nach dem Tod seines Vaters die Sammlung weiterführte und komplettierte, zu ersteigern. Die Konkurrenz war jedoch groß, immerhin kamen die Bieter der 134. Internationalen Auktion aus 16 verschiedenen Ländern, u.a. aus den USA, der Schweiz, Russland, Ukraine, China und den Niederlanden.

Erfolgreich verlief ebenso die Briefmarkenauktion von Einzel- und Sammellosen. Ob Objekte aus dem Bereich SBZ/DDR, Altdeutschland, Deutsches Reich, Feld- und Inselpost, Berlin, Bi-Zone, Danzig, Italien oder China - die Auktion hat gezeigt, dass das Interesse ununterbrochen groß ist. 9600 (9000) Euro kostete ein Exemplar des sogenannten Charleroi-Fehldrucks auf Paketkartenabschnitt. Die MiNr. 27 c postfrisch der SBZ brachte 8600 (8000) Euro. Für einen "Großen Innendienst" von Danzig auf leicht überfrankiertem Eilboten-Wertbrief wurden 8200 (8000) Euro bezahlt. Eine große Steigerung verbuchte ein Brief mit NDP-Frankatur und handschriftlichem Vermerk "pr str Nordsee" nach Helgoland mit nachträglicher Entwertung durch am Zielort ideal zentrisch und klar aufgebrachtem Ortsstempel HELIGOLAND SP 17 1869, der von 500 auf 2300 Euro sprang. Erwartungsgemäß füllte sich der Auktionssaal besonders gut am Tag der Sammlungsauktion.

Ulrich Felzmann schaut zufrieden auf das 35. Geschäftsjahr. "Wir haben drei Auktionen in diesem Jahr durchgeführt. Unsere Jubiläumsauktion im Februar, auf der wir die Münzkollektion 'Excelsior' und Objekte aus Russland erfolgreich versteigerten. Im Sommer dann die Auktion der französischen Marke 1 Fr lebhaft-vermillon, die zu einem Spitzenzuschlag den Besitzer wechselte. Und jetzt unsere Herbst-Auktion mit den Spezial-Auktionen. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen Einlieferern, Bietern und Interessenten weltweit. Mein Dank gilt natürlich auch meinen Mitarbeitern."

Internet: www.felzmann.de

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Besonderheiten des Deutschen Reiches und der SBZ

Leipzig Die 156. Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert am 13. und 14. Januar 2012 bringt über 3900 Lose aus fast allen Sammelgebieten. Den Auftakt bilden rund 140 Zeppelinlose aus dem Zeitraum 1912 bis 1939, dabei frühe Belege der Luftschiffe LZ "Hansa", "Viktoria Luise", "Sachsen" und "Bodensee". Highlight ist eine Zuleitungspost aus Französisch-Somaliland zur Weihnachtsfahrt nach Südamerika 1934, die mit 2200 Euro angesetzt ist. Es folgen 120 Flugpostlose Deutsches Reich, u.a. mit Pionierluftpost 1911/14 mit über 20 Belegen "Rhein-Main-Flugpost". Zu beachten ist hier ein seltener Vordruck-Drucksachenbrief von 1912 nach Berlin als Flugbeförderung mit Gradeflieger Bork-Brück (1650 Euro).

Rund 130 Lose aus den Bereichen Schiffspost und Feldpost/Kriegsgefangenenpost sowie 290 Positionen mit Motiven, Heimatphilatelie und Postgeschichte und ca. 200 Lose mit meist alten Ansichtskarten deutscher Gebiete schließen sich an. Material zur Zeitgeschichte, Fachliteratur und Autographen (u.a. Napoleon Bonaparte und Sven Hedin) ergänzen das philatelistische Angebot.

Mit einem ausführlichen Teil Brustschilde, Pfennig/Pfennige bis Krone/Adler, der auch Besonderheiten wie Farbvarianten und Plattenfehler enthält, präsentiert sich das Deutsche Reich.

Unter den 400 Losen von Deutschland nach 1945 befindet sich u.a. ein SBZ-Angebot mit Besonderheiten (z.B. Köpfe I mit Randleisten, Borkengummi oder Druckerzeichen). Topstück ist eine ungebrauchte 12-Pf-Ganzsache Stephan mit SBZ-Maschinenaufdruck (MiNr. P 31/II), die mit 1000 Euro ins Rennen geht. Mit vielen besseren Ausgaben und FDC's, Farben und anderen Besonderheiten ist die DDR besetzt (450 Lose). Mit jeweils 800 Euro starten eine gestempelte MiNr. 329 z YI und die MiNr. 339 xbXI als senkrechter Dreierstreifen auf großem Paketkartenabschnitt. In dieser Form bisher unbekannt ist der abgebildete Schillerblock von 1955 mit MiNr. 464 B nach unten verschoben und zusätzlich MiNr. 466 B um 2 mm nach unten verschoben (500 Euro). Die westlichen Besatzungszonen und Saarland warten ebenfalls mit interessanten Stücken auf.

Ein großes Spektrum bieten Europa und Übersee. Den Abschluss bilden 840 Lots und Engrosposten aller Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Gutes wurde noch teurer!

Aachen Sicher spielten Inflationsängste eine nicht unbedeutende Rolle für die Teilnehmer der 49. AIX-PHILA-Briefmarken- und Münzauktion am 25. und 26. November in Aachen. Aber auch Sammler waren in Scharen gekommen, um das ein oder andere Stück zu ergattern. So konnten Gold- und Silbermünzen hohe Steigerungen verzeichnen: Ein Anlegerposten Deutschland kletterte von 2000 auf 4100 Euro, eine Goldmünzenpartie von 14.000 auf 17 500 Euro. Aber auch begehrte Sammlermünzen fanden ihre Käufer wie z.B. ein magnetisches Zweipfennigstück von 1967, welches mit 500 Euro zugeschlagen werden konnte.

Stieg bei Aix-Phila von 2000 auf 3100 Euro: Kiautschou MiNr. 1 Ie im waa  gerechten Paar auf Briefteil.

Ohnehin schon teure Spitzenwerte bei den Briefmarken wurden meist noch deutlich kostspieliger: Ein Bayern-Einser kletterte von 700 auf 1450 Euro, ein Sachsen-Dreier von 4000 auf 4750 Euro. Spitzenergebnisse verzeichneten Marken der Deutschen Kolonien, allen voran ein Typenpaar Kiautschou, welches von veranschlagten 4000 auf 9200 Euro schoss. Durchweg gute Ergebnisse erzielten die deutsche Standardware besonders vor 1945 sowie Europa und Übersee.

Einen vollen Auktionssaal erlebte der zweite Versteigerungstag, als beinahe 2000 Sammlungen und Partien unter den Hammer kamen und auch zum größten Teil bei teils beachtlichen Steigerungen zugeschlagen wurden. Eine Sammlung Kolonien verdoppelte den Schätzpreis von 2500 Euro, eine Kollektion Danzig stieg von 10.000 auf 14.000 Euro, ein Objekt Deutsche Besetzung im Zweiten Weltkrieg von 3000 auf 6600 Euro und eine Frankreich-Sammlung von 3000 auf 5400 Euro.

Natürlich wurden auch kleinere Posten heiß umkämpft. So erzielten alte Ganzsachen aus Übersee 450 Euro nach 50 Euro Schätzpreis, und die 30 Euro für eine Briefpartie Japan hatten ebenfalls nicht lange Bestand: Hier fiel der Hammer erst bei 730 Euro.

Eine Mischung von kapitalkräftigen Anlegern, Sammlern und vor allem eine auffallend große internationale Beteiligung sorgte für ein hervorragendes Gesamtergebnis und zufriedene Gesichter bei Teilnehmern, Einlieferern und natürlich auch beim Veranstalter.

Internet: www.aixphila.de

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Gutes wurde noch teurer!

Aachen Sicher spielten Inflationsängste eine nicht unbedeutende Rolle für die Teilnehmer der 49. AIX-PHILA-Briefmarken- und Münzauktion am 25. und 26. November in Aachen. Aber auch Sammler waren in Scharen gekommen, um das ein oder andere Stück zu ergattern. So konnten Gold- und Silbermünzen hohe Steigerungen verzeichnen: Ein Anlegerposten Deutschland kletterte von 2000 auf 4100 Euro, eine Goldmünzenpartie von 14 000 auf 17 500 Euro. Aber auch begehrte Sammlermünzen fanden ihre Käufer wie z.B. ein magnetisches Zweipfennigstück von 1967, welches mit 500 Euro zugeschlagen werden konnte.

Stieg bei Aix-Phila von 2000 auf 3100 Euro: Kiautschou MiNr. 1 Ie im waa  gerechten Paar auf Briefteil.

Ohnehin schon teure Spitzenwerte bei den Briefmarken wurden meist noch deutlich kostspieliger: Ein Bayern-Einser kletterte von 700 auf 1450 Euro, ein Sachsen-Dreier von 4000 auf 4750 Euro. Spitzenergebnisse verzeichneten Marken der Deutschen Kolonien, allen voran ein Typenpaar Kiautschou, welches von veranschlagten 4000 auf 9200 Euro schoss. Durchweg gute Ergebnisse erzielten die deutsche Standardware besonders vor 1945 sowie Europa und Übersee.

Einen vollen Auktionssaal erlebte der zweite Versteigerungstag, als beinahe 2000 Sammlungen und Partien unter den Hammer kamen und auch zum größten Teil bei teils beachtlichen Steigerungen zugeschlagen wurden. Eine Sammlung Kolonien verdoppelte den Schätzpreis von 2500 Euro, eine Kollektion Danzig stieg von 10 000 auf 14 000 Euro, ein Objekt Deutsche Besetzung im Zweiten Weltkrieg von 3000 auf 6600 Euro und eine Frankreich-Sammlung von 3000 auf 5400 Euro.

Natürlich wurden auch kleinere Posten heiß umkämpft. So erzielten alte Ganzsachen aus Übersee 450 Euro nach 50 Euro Schätzpreis, und die 30 Euro für eine Briefpartie Japan hatten ebenfalls nicht lange Bestand: Hier fiel der Hammer erst bei 730 Euro.

Eine Mischung von kapitalkräftigen Anlegern, Sammlern und vor allem eine auffallend große internationale Beteiligung sorgte für ein hervorragendes Gesamtergebnis und zufriedene Gesichter bei Teilnehmern, Einlieferern und natürlich auch beim Veranstalter.

Internet: www.aixphila.de

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Heydrich-Block mit bisher unbekannter Nummer!

Kirchlengern Im Rahmen der 149. Pumpenmeier-Auktion am 21. Januar 2012, die über 15 000 Lose umfasst, wird eine Bahnpoststempel-Sammlung in rund 1000 Lose aufgeteilt. Drei interessante Stücke daraus seien nachfolgend vorgestellt:

Danzig - Stolp/Pom.-, Bahnpost Zug __, Danzig __, sehr seltener, für Gummistempel relativ klarer dreizeiliger Rahmenstempel auf Feldpostbrief mit kompletten Inhalt aus Neustadt, 11.11.1943, nach Braunschweig, vorderseitig Truppenstempel Waffen-SS, SS Unterführerschule Lauenburg/Pom., allererste Seltenheit der Danzig-Bahnpoststempel, im Handbuch nicht gelistet, in den letzten Jahren kaum angeboten;

1901, 14.10., SWAKOPMUND - WINDHOEK, ZUG 2, klarer Ovalstempel auf Bedarfs-Ganzsachenkarte aus Swakopmund-Ombnjohakane (?) nach Berlin, vorderseitig farbige Vignette (unten abgeschnitten) und Nummern-Zettel aufgeklebt;

Meissen Tr/Leutewitz, seltener Paketnummernzettel mit handschriftlichem Aufgabevermerk, 1917 auf Paketkarte mit 8 x 7 1/2 Pf Germania, teils Mängel, da überrandig geklebt, entwertet fünfmal mit MEISSEN-TR-LOMMATZSCH nach Hammerbrücke, sehr seltener Beleg für die Paketannahme der Schaffner-Bahnpost auf Nebenbahnen, Spurweite der Bahn nur 75 cm.

Des Weiteren kann Pumpenmeier ca. 100 Flug-, Ballon- und Zeppelin-Ansichtskarten offerieren. Daraus seien erwähnt:

1909, Internationale Luftschiffahrt Ausstellung Juli-Oktober in Frankfurt a. M., farbige AK Zeppeline über Frankfurt, Festhalle, vier Rundbilder und Ovalbild Graf Zeppelin und von Parseval, ungebraucht;

1908, Oktober, Berlin-Schmargendorf, Internationales Ballon-Wettfliegen, ungebrauchte AK mit neun Ballonen, u. a. COGNAC, NORTE etc.

Ein Stück aus der Bahnpoststempel-Sammlung, die auf der nächsten Pumpenmeier-Auktion aufgelöst wird

Von Böhmen und Mähren ist ein sogenannter Heydrich-Block mit einer bisher unbekannter Nummer 196 aus Erstbesitz samt dazugehörigem Schutzumschlag für mindestens 8000 Euro zu haben. Im aktuellen Attest heißt es: "Der Block ist echt und einwandfrei mit postfrischem Originalgummi, ist in den Originalabmessungen 101,5 : 146,5 mm. Das Prüfstück weist eine insgesamt überdurchschnittliche Erhaltung auf. Der zugehörige Schutzumschlag trägt dieselbe Nr. und beinhaltet zusätzlich noch den Karton und das Pergaminpapier."

Internet: www.pumpenmeier.de

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Felzmann versteigert Germanns Olympia-Sammlung

Düsseldorf Anlässlich der Frühjahrs-Auktion von Ulrich Felzmann vom 6. bis 10. März 2012 kommt die Grand-Prix-Sammlung "Olympische Spiele in Deutschland - Von der Idee 1894 bis zur Durchführung der Spiele 1936 in Berlin und Kiel und Neubewerbung 1940" von Dieter Germann geschlossen zur Versteigerung.

Dieter Germann, der im Bereich der Olympia-Philatelie als ehemaliger Vorsitzender der IMOS international bekannt ist, hat diesen Grand Prix für seine Olympia-Sammlung 1996 anlässlich der Olympischen Spiele in Atlanta erhalten. Als besondere Ehrung hatte damals der IOC-Vorsitzende S.E. Juan Antonio Samaranch ihn zusammen mit seiner Gattin zu einem festlichen Essen eingeladen. "Das Essen war eine große Ehrung für uns und der Höhepunkt meiner philatelistischen Ausstellerkarriere überhaupt", äußerte Germann noch vor kurzem.

Der Ausruf der Olympia-Sammlung beträgt 45 000 Euro. Sie umfasst insgesamt 179 Blätter sowie die dazugehörigen Original-Ausstellerurkunden des Grand Prix, der Goldmedaille zur IBRA 1999, der Goldmedaille zur Olympia-Phila 1995 in Budapest, der Phila-Korea 1994 anlässlich der Olympischen Spiele und der Goldmedaille zur Olymphilex 1992 in Barcelona.

Internet: www.felzmann.de

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Nachbericht zur 121. Dr. Reinhard Fischer Auktion, Bonn

Zahlreiche Highlights aus großen Sammlungen sowie zahlreiche Nachlässe wurden bei der 121. Auktion beim Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer in Bonn versteigert. Die Auflösung einer gigantischen Altdeutschland-Generalsammlung war ebenso ein Höhepunkt wie die Detaillierung einer großartigen Spezialsammlung "Serbien Ganzsachen II. Weltkrieg. Einen weiteren Schwerpunkt setze das Angebot "One Penny Black" mit der Auflösung einer Spezialsammlung mit über 150 Losen, dabei zahlreiche seltene Stücke. Es ergaben sich viele überdurchschnittliche Ergebnisse, welche den Trend für hochwertige Philatelie widerspiegeln. Von Wirtschaftskrise ist auf dem Sektor Philatelie nichts zu verspüren.

Interessante Ergebnisse der Auktion sind u. a. Bayern Mi.-Nr. 1IaIII mit kl. Mängeln zu 900.- Euro. Seltene Ausgaben der norddeutschen Gebiete wie u. a. Bergedorfs Mi.-Nr. 5 in gestempelt erzielte 1.100, Helgolands seltener Fehldruck Mi.-Nr. 8F erzielte in gestempelter Erhaltung 1.400.- Euro. Mi.-Nr. 8b wurde für 900 Euro versteigert. Die seltene Mi.-Nr. 4 von Mecklenburg-Schwerin wurde für 620 verkauft. Einen Zuschlag von 4.100 Euro brachte die seltene Mi.-Nr. 2 von Schleswig-Holstein.

Auch die Ausgaben der Kolonien und Auslandspostämter konnten mit exorbitanten Zuschlägen glänzen, so erzielte Chinas Mi.-Nr. 7IB in postfrisch 800.- Euro. Die 20 Pfg Halbierung von Kamerun zog mit 5.500 Euro durchs Ziel. Ein Longji-Provisorium auf Brief erzielte 3.300.- Euro. Das seltene Aufdruckprovisorium Mi.-Nr. 7Pv von den Karolinen erzielte 1250 Euro. Die seltene Mi.-Nr. 1Ia der Marshall-Inseln erzielte in ungebrauchter Erhaltung 1.400 Euro. Danzig glänzte mit Zuschlägen für seltene Typen, Farben und Plattenfehler. Sehr starke Nachfrage herrschte bei den postfrischen Ausgaben des Memelgebietes, hier wurden Zuschläge zwischen 40-70 % vom Michelkatalog erzielt. Die bereits erwähnte Serbien-Ganzsachen-Sammlung brachte zahlreiche, schon lange nicht mehr angebotene Seltenheiten wieder auf den Markt, so ergaben sich teils deutliche Steigerungen u. a. Serbien Ganzsachen P3 mit Zusatzfrankatur Mi.-Nr. 66/67 als Reco-Karte nach München erzielte nach Ruf 350.- einen Zuschlag bei 920.- Euro. Die Ganzsache P5 + Zusatzfrankatur Mi.-Nr. 80 auf Reco-Eil-Karte erzielte nach Ruf. 450.- einen Zuschlag von 620.- Euro. Die Auflösung der Spezialsammlung "One Penny Black" war ein großer Erfolg 95 % aller Lose wurden mit teils erheblichen Steigerungen verkauft. Das Prunkstück der Sammlung die Mi.-Nr. 1 von Platte 11 auf Brief erzielte nach Ausruf von 3.000 Euro einen Zuschlag bei 4.500.- Euro.

Die Ausgaben der Volksrepublik China waren sehr gefragt, so brachte ein postfrisches Exemplar der Ausgabe "Jahr des Affen" 1.000 Euro ein 5er-Streifen derselben Ausgabe erzielte sogar 5.300.- obwohl eine Marke nicht einwandfrei war. Das starke Sammlungsangebot war ebenso gefragt, so erzielten ganze Nachlässe wie u. a. eine Regalwand hohe Zuschläge (Ausruf 6.500 Zuschlag 8.300), eine Deutsches Reich Generalsammlung erzielte nach Ausruf 2.500 einen Zuschlag bei 4.700 Euro. Beim III. Reich erzielte eine postfrische/ungebrauchte Sammlung 2.200.- Euro, eine gestempelte nach Hauptnummern kpl. Berlin-Sammlung erzielte nach Ausruf 1.600 einen Zuschlag bei 1.800.-. Insgesamt hatte die Auktion inkl. Aufgeld einen Umsatz von 1,05 Millionen. Alle genannten Zuschlagpreise sind Zuschlagspreise ohne Aufgeld und Mehrwertsteuer.

Internet: www.reinhardfischerauktionen.de

121. Auktion Dr. Reinhard Fischer:
Schlüsselstück der Lübeck-Philatelie

Über 10 500 Lose werden auf der 121. Auktion am 2. und 3. Dezember 2011 beim Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer in Bonn versteigert. Eine Ausrufsumme von 1,9 Millionen Euro steht für das größte Angebot seit Firmengründung. Zu den Schwerpunkten zählen Alt deutsch land, wo eine bedeutende Sammlung aufgelöst wird, die Deut sche Kolonien, die Nebengebiete sowie Besetzungsausgaben und Feldpost. Darüber hinaus glänzen Großbritannien und China.

Auflösung einer großartigen Altdeutschland-Sammlung

Im Jahr 1859 ist in Lübeck etwas passiert, was vielen Philatelisten Freude bereitet. Ein Fehldruck entstand durch die fehlerhafte Zusammenstellung des Drucksteins zur Freimarke 2 S. - versehentlich wurde auf zwei Feldern das Klischee der Marke zu 2 ½ S. (Feld 96/97) eingesetzt. Vor Druckbeginn wurde dies jedoch bemerkt, und in der Annahme, dass nur die vier Eckziffern die entscheidenden Merkmale zur Unterscheidung sind, diese herausradiert und von Hand nachgemalt. Der Text "zwei ein halb" im linken Schrift band blieb also bestehen. Da nur die Eckziffern berichtigt wurden, weist der Fehldruck ansonsten die Stecherzeichen und Echtheitsmerkmale der MiNr. 4 auf. Durch das freihändige Zeichnen der Wertziffern unterscheiden sich diese selbstverständlich voneinander und ebenso von denen der MiNr. 3. In gestempelter Erhaltung schon eine Kostbarkeit der Altdeutschland-Philate lie, ist diese Marke auf Brief eine ausgesprochene Rarität. Es sind nur sehr wenige Briefe mit diesem Fehldruck bekannt. Während der kommenden Fischer-Auktion kommt der oben abgebildete Brief - es ist der mit der frühesten bekannten Verwendung des Fehldrucks MiNr. 3 F - zum Aufruf. Es sind nur acht Briefe mit dem Fehldruck bekannt, einer gilt jedoch als fraglich. Bei diesem Brief des Fehldruckes handelt es sich um den einzigen mit Entwertung durch Tinte! Auf den legendären Boker-Auktionen wurden zwei Briefe für 150 000 DM bzw. 200 000 DM verkauft. Bei Dr. Fischer sucht der Fehlruck-Brief für 14 000 Euro einem neuen Lieb haber.

Er stammt aus einer großartigen Altdeutschland-Sammlung mit zahlreichen Seltenheiten, die nun aufgelöst wird. Nahezu alle Gebiete sind in den Hauptnummern komplett vorhanden. Bayern lockt alleine mit vier "Schwarzen Einsern". Eine der seltensten Marken der Altdeutschen Staaten, nämlich Bremens MiNr. 6 y gestempelt, wird ebenfalls angeboten (600 Euro). Hamburg begeistert mit zahlreichen Briefseltenheiten, so u. a. einer portorichtigen Mehrfachfrankatur der MiNr. 5 b (6000 Euro). Unter den Ausgaben von Hannover findet sich ein Postbetrugs brief (600 Euro). Helgoland umfasst zahlreiche Belege, darunter den seltenen Probedruck der MiNr. 19 (600 Euro). Oldenburg bietet ein gestempeltes Luxusstück der MiNr. 5 (1500 Euro). Preußen wartet mit der MiNr. 8 P im waagerechten Paar auf, einem seltenen Probedruck, der früher als MiNr. 7 b bekannt war und gehandelt wurde. Nach neuen Erkenntnissen handelt es sich jedoch um einen Probedruck aus der Sammlung von König Carol von Rumänien. Unter den Ausgaben der nord deutschen Staaten werden bei Schleswig-Holstein die MiNr. 1 und 2 je als Einzelfrankatur auf Brief ausgerufen (1800 bzw. 8000 Euro). Württemberg bietet beide Farben der 70 Kreuzer (500 bis 1500 Euro).

Ein weiterer Schwerpunkt sind die Deutschen Auslandspostämter und Kolonien, die über 1500 Lose umfassen. Nahezu alle Werte sind postfrisch vertreten (bis hin zu kompletten Bogen), dazu gesellen sich Vorläuferausgaben und Stempellose. Bei China fallen u.a. beide Typen des Futschau-Provisoriums in postfrischer Erhaltung, PetschiliAusgaben sowie eine gestempelte 80 Pf "Handstempel" auf. Marokko enthält die unverausgabten MiNr. I/VI in postfrischer Erhaltung (900 Euro). Unter den Ausgaben der Deutschen Post in der Türkei stößt man u. a. auf die MiNr. I/V postfrisch (1100 Euro). Kiautschou bietet seltene Aufdrucktypen der MiNr. 1. Von Danzig kommen zahlreiche postfrische Ausgaben und Besonderheiten zum Ausruf, u. a. MiNr. A 124 Y in postfrischer Erhaltung (1900 Euro). Das Memelgebiet ist mit fast allen Ausgaben in der gefragten und seltenen postfrischen Erhaltung vertreten. Unter den Ausgaben des Saargebietes finden sich zahlreiche Aufdrucktypen, postfrische Ausgaben und einige Besonderheiten wie z. B. Druckdaten. Ein besonderer Schwerpunkt der 121. Auktion sind die Ausgaben "Deutsche Besetzung im Zweiten Weltkrieg". Über 50 Lose des beliebten Gebietes Sudetenland sowie zahlreiche Lose Mährisch-Ostrau warten auf neue Besitzer. Weiterhin wird eine Spezialsammlung Serbien-Ganzsachen mit fast 300 Positionen aufgelöst, wobei sich alle Ganzsachen in Frankatur bzw. Stempeln unterscheiden. Das stark differenzierte An gebot der Ausgaben "Deutschland nach 1945" zeigt Seltenheiten der Lokalausgaben, breit gefächerte Kontrollratsausgaben und so manche Abart und Besonderheit von DDR und Bund.

Im Europateil liegt das Hauptaugenmerk auf der Detaillierung einer Spezialsammlung "One Penny Black und One Penny Red". Dabei sind praktisch alle Platten (1a, 1b, 2-11) mit zahlreichen Kabinett- und Luxusstücken vertreten, so u.a. Platte 11 auf Brief - einer der schönsten bekannten Briefe dieser seltensten Platte (3000 Euro). Der Überseeteil glänzt mit einem exzellenten China-Angebot: Hier sind u. a. MiNr. 1594 "Jahr des Affen" für 700 Euro und ein postfrischer Jugendblock 1979 für 1400 Euro zu haben.

Die Auktion beginnt allerdings traditionell mit der Numismatik, die etwas mehr als 1600 Lose mit einem Gesamtausruf von 430 000 Euro umfasst und einige sehr interessante Exemplare aufweist. Dazu zählen unter anderem die 20-Mark-Prägung Preußen (J. 253) des Jahres 1915 (2000 Euro) und ein seltenes 100-Franken-Stück der Schweiz (4500 Euro).

Internet: www.reinhardfischerauktionen.de

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Für jeden Geldbeutel etwas

Bamberg Die Firma Christian Arbeiter Philatelie in Bamberg bietet in ihrer 8. Gebotsauktion am 6. Dezember 2011 ein breites Angebot an nationaler und internationaler Philatelie. Das Mindestgebot be trägt 5 Euro. Bei der Durchsicht des Kataloges wird man schnell feststellen, dass auch reichlich BPP-geprüfte Werte und Serien, insbesondere vom Deutschen Reich und den Nebengebieten, bis zu einem MICHEL-Wert von ca. 2500 Euro offeriert wird. Eine Fülle an interessanten postgeschichtlichen Belegen und Karten, dazu ein sehr gutes Motivangebot (z.B. WWF und Weltraum), Zubehör diverser Hersteller und vieles andere mehr werden sicherlich dafür sorgen, dass für jeden Sammler und jeden Geldbeutel etwas dabei ist.

Internet: www.arbeiterbriefmarken.de

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Seltener China-Brief

Frankfurt/Main Das Auktionshaus Weiser präsentiert seine traditionelle Weihnachts-Auktion in diesem Jahr erstmals an zwei Versteigerungstagen und mit zwei separaten Katalogen. Am 2. Dezember kommen Münzen und Schmuck unter den Hammer (siehe Bericht in der Rubrik "Nu mismatik") und am 10. Dezember Briefmarken und Antikes.

Eines der Highlights der Briefmarken-Auktion ist ein China-Brief, der im Foto-Attest von Ronald F. Steuer als sehr selten eingestuft wird. Es handelt sich um eine portogerechte Teil-Barfrankatur. Der Brief, mit Absender Konsul Dr. Lenz, Tschifu China, wurde am 3. Dezember 1898 bei der chinesischen Post in Chefoo aufgegeben und am 5. Dezember 1898 an die Deutsche Post in Shanghai weitergeleitet, ehe er laut Ankunftsstempel Berlin am 8. Januar 1899 erreichte. Der Ausruf beträgt 1500 Euro.

Internet: www.Auktionshaus-Weiser.de

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Begehrte Pfund-Werte

Berlin Auf der 46. Hadersbeck-Auktion vom 28. bis 30. September 2011 setzten sich zunächst einige ausländische Sammelgebiete mit guten Resultaten in Szene. VR Chinas Landschaften-Satz MiNr. 744-759 postfrisch stieg von 500 auf 920 Euro, ebenso ein Brief mit einer griechischen Mischfrankatur aus 1862. Gewaltige Sprünge machten britische Pfund-Werte in gestempelter Erhaltung: MiNr. 66 schoss von 200 auf 1100 Euro, MiNr. 85 von 200 auf 620 Euro.

Im Altdeutschland-Teil zog eine gestempelte Bayern MiNr. 1 IIa von 1000 auf 1250 Euro, ein oldenburgischer Ganzsachenausschnitt auf doppelt verwendetem Brief von 1000 auf 1200 Euro. Die im Vorbericht in der DBR 10/11 (Seite 59) gezeigte Brustschild-Mischfrankatur auf Wertpaketbegleitbrief spielte 1220 (1100) Euro ein. Von 1100 auf 1500 Euro kletterte ein postfrischer Satz "Chicagofahrt". 560 (350) Euro wurden für eine gestempelte MiNr. 513 Y geboten. Nicht minder begehrt waren eine MiNr. 553 auf Rentenkarte, die mit 540 Euro ihren Ansatz verdreifachen konnte, und der Zusammendruck MiNr. RL 13/14, der 1000 (600) Euro erlöste. Begehrt waren auch Besetzungsausgaben und Propagandafälschungen. Die MiNr. 6 K und 15 b von Sudetenland/Karlsbad jeweils auf Briefstück stiegen von 400 auf 830 bzw. 500 auf 830 Euro, eine Sammlung mit deutschen Fälschungen für Großbritannien von 1500 auf 2800 Euro.

Nachkriegsdeutschland verbuchte ebenfalls teils kräftige Steigerungen, etwa für die Lokalausgaben Niesky MiNr. 3 und 4 (3) auf Brief mit 500 (150) Euro. Bei der SBZ Thüringen fanden Zusammendrucke und Blocks Gefallen. Von 1400 auf 2850 Euro sprang die MiNr. 95 AXav SKZU (2) auf Brief. Auch DDR-Besonderheiten wurden mitgenommen. Die MiNr. 252 bI gestempelt kostete 620 (500) Euro, die MiNr. 329 zYI postfrisch 980 (800) Euro und die MiNr. 442 mXI gestempelt 580 (500) Euro. Sammlungen und Posten wurden oft bis zum Mehrfachen des Ausrufpreises gesteigert.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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Interessante Sammlungen aufgelöst

Potsdam Zu den Schwerpunkten der 46. Versteigerung der Firma Potsdamer Philatelistisches Büro am 7. und 8. Dezember gehört ein Sonderkatalog zur Sachsen-Sammlung "Luxor", in dem sich 300 Lose einschließlich Vorphilatelie befinden. Natürlich ist dort auch der berühmte "Sachsen Dreier" vertreten und zwar die Farbnuance MiNr. 1 a, einmal gestempelt und außerdem auf Drucksache (2000 bzw. 5000 Euro). Zu den interessanten Destinationen gehören Briefe nach Sardinien und Rumänien (1500 bzw. 2000 Euro). 6000 Euro werden für ein ungebrauchtes Exemplar mit Originalgummi des Fehldruckes MiNr. 3 F verlangt. Ebenfalls diesen Ansatz hat ein Telegrammumschlag mit einer Drei-Farben-Frankatur. Eine saubere Einzelfrankatur der MiNr. 13 a nach Rom (Kirchenstaat) geht mit 3000 Euro ins Rennen. Ebenfalls mit 3000 Euro startet eine Buntfrankatur aus den MiNr. 13 c, 15 a und 18 b (2) nach Batavia in Niederländisch-Indien.

Daneben werden zwei weitere interessante Objekte aufgelöst:

Horst Lüddicke "Frankaturen der Milliarden-Provisorien nach Oberpostdirektionen" - Die knapp 80 Lose zeigen zahlreiche bemerkenswerte Frankaturen, beispielsweise ein "Hitler-Provisorium" zusammen mit 27 weiteren Marken auf einem Fernbrief aus Dezember 1923. Der sogenannte Dezember-Brief ist mit 1500 Euro taxiert. Für eine Einzelfrankatur der MiNr. 336 AWb der OPD Erfurt auf Fernkarte werden 2000 Euro verlangt. Zu den herausragenden Inflamarken zählen eine gestempelte MiNr. 154 IIb/III für 5000 Euro und die MiNr. 319 Wb im gestempelten Viererblock für 1500 Euro.

John Leathes "Die Tauchbootpost 1916-1917" - Gut 90 Positionen dokumentieren eine bemerkenswerte Spanne dieser Postbeförderung mit dem Handels-U-Boot "Deutschland" während des Ersten Weltkrieges, die auch Destinationen einschließt. Spitzenstück ist eine Zuleitung aus Ungarn für 1200 Euro.

Daneben enthält die Versteigerung das übliche Spektrum von der Vorphilatelie bis zur Moderne, beginnend mit Transiten und grenzüberschreitender Post, der deutschen Klassik, bei der Belege mit Ovalstempel der Stader Stadtboten herausragen (je 2500 Euro), dem Deutschen Reich und Gebieten sowie den modernen deutschen Sammelgebieten ab der Lokalpost 1945. Beachtung verdient vor allem auch das starke SBZ-Angebot.

Internet: www.potsdamer-phila-buero.de

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Nachbericht zur 134. Felzmann-Auktion - Philatelie (10.-12.11.2011)

22.11.2011 (wm/bh) Mit der letzten Auktion des Jahres 2011 hat das Auktionshaus Felzmann einen erfolgreichen Abschluss seines 35-jährigen Geschäftsjubiläums gefeiert. Mit seiner Briefmarken- und Münzauktion sowie seinen Spezial-Auktionen Zeppelin- und Flugpost und Italien erzielten Ulrich Felzmann und sein Team ein Gesamtergebnis in Höhe von rund 3,0 Millionen Euro (inkl. Aufgeld/ohne MwSt.).

Neben Material aus Italien, das in solch einer Fülle und Qualität erstmals angeboten wurde und daher für das Unternehmen eine besondere Herausforderung darstellte, bot Auktionator und Geschäftsführer Ulrich Felzmann mit der "Forschungssammlung John und Michael Duggan" wieder eine Spezial-Auktion Zeppelin- und Flugpost an. Ulrich Felzmann kommentierte die gute Resonanz nach der Auktion mit den Worten: "Ich bin froh, dass ich die äußerst interessante und spezialisierte Sammlung von John Duggan, einem der großen Pioniere der Zeppelin-Forschung, in meinem Auktionshaus anbieten konnte. Die positive Entwicklung der Auktion hat mich sehr gefreut. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für diese tolle Spezial-Auktion". In besonderer Erinnerung geblieben ist sicherlich allen Auktionsteilnehmern die Versteigerung des Loses 426 (Island- und Polarfahrt 1931), das bei einem Ausruf von 3.000 Euro für 18.000 Euro zugeschlagen wurde. Es wurde unruhig im Saal, als sich die Bieter am Telefon immer mehr überboten. Bei 18.000 Euro musste sich ein Bieter jedoch geschlagen geben. Das Leid des einen ist die Freude des anderen - so könnte man die Situation gut beschrieben.

Die Aerophilatelisten hatten bei mehr als 1.700 Losen viele Gelegenheiten, Objekte aus der Sammlung von John Duggan und seinem Sohn Michael, der nach dem Tod seines Vaters die Sammlung weiterführte und komplettierte, zu ersteigern. Die Konkurrenz war jedoch hoch, immerhin kamen die Bieter der 134. Internationalen Auktion aus 16 verschiedenen Ländern, u.a. aus den USA, der Schweiz, Russland, Ukraine, China und den Niederlanden.

Erfolgreich verlief ebenso die Briefmarkenauktion von Einzel- und Sammellosen. Erwartungsgemäß füllte sich der Auktionssaal besonders gut am Tag der Sammlungsauktion. Ob Objekte aus dem Bereich SBZ/DDR, Altdeutschland, Deutsches Reich, Feld- und Inselpost, Berlin, Bi-Zone, Danzig, Italien oder China - die Auktion hat gezeigt, dass das Interesse ununterbrochen groß ist.

Ulrich Felzmann schaut zufrieden auf das 35. Geschäftsjahr zurück. "Wir haben drei Auktionen in diesem Jahr durchgeführt. Unsere Jubiläumsauktion im Februar, auf der wir die Münzkollektion "Excelsior" und Objekte aus Russland erfolgreich versteigerten. Im Sommer dann die Auktion der französischen Marke "1 Fr lebhaft-vermillon", die zu einem Spitzenzuschlag den Besitzer wechselte. Und jetzt unsere Herbst-Auktion mit den Spezial-Auktionen. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen Einlieferern, Bietern und Interessenten weltweit. Mein Dank gilt natürlich auch meinen Mitarbeitern", so Ulrich Felzmann.

121. Dr. Reinhard Fischer Auktion in Bonn

5.11.2011 (wm/rf)

Über 10.500 Lose werden auf der 121. Auktion am 2. und 3. Dezember 2001 beim Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer in Bonn versteigert. Mit einer Ausrufsumme von 1,9 Millionen Euro wird das größte Angebot seit Firmengründung offeriert. Der Freitag ist traditionell der Numismatik gewidmet. Hier kommen etwas mehr als 1 600 Lose (Ausruf ca. 430.000 EUR) mit einige sehr interessante Exemplaren zum Ausruf. Dazu zählen unter anderem die 20 Mark Prägung Preußen (J. 253) des Jahres 1915 (2.000), 5 Reichsmark Stück "Goethe" Weimar, Prägung "A" (1.000), das 15 Rupien Stück Deutsch Ostafrikas in der "b" Variante (2.000), ein seltenes 100 Franken Stück der Schweiz (4.500) und drei 500 Yuan Goldmünzen Chinas zu je 5 Unzen Feingold. Dabei handelt es sich z.B. um die 500 Yuan "Jahr des Ochsen" mit einer Auflage von lediglich 99 Stück (30.000) und 500 Yuan "Chinesische Literatur - Die drei Königreiche", mit einer Auflage von nur 168 Stück (15.000). Außerdem werden zahlreiche komplette Münzsammlungen und ganze Nachlässe versteigert.

Die Briefmarkenauktion startet am Samstag, den 3. Dezember, gegen 13.00 Uhr im "Hotel Kanzler" mit der Auflösung einer großartigen Altdeutschlandsammlung mit zahlreichen Seltenheiten. Nahezu alle Gebiete sind in den Hauptnummern komplett vorhanden. So u. a. seltene Ausgaben von Baden, Bayern, Bremen, Hamburg, Lübeck, Mecklenburg, Oldenburg, Preußen, Sachsen und alle anderen Staaten.

Bayern lockt mit 4 "Schwarzen Einsern" - auch in ungebrauchter Erhaltung!. Im Angebot sind auch die Mi. 3F von Lübeck auf Brief (14.000), Sachsens Mi. 1 auf Streifband (4.500) ebenso wie zahlreiche andere seltene Stücke und einige hundert Brieflose der mittleren gesuchten Ausgaben. Eine der seltensten Marken der Altdeutschen Staaten, nämlich Bremens Mi. Nr. 6y gestempelt wird ebenfalls angeboten (600). Hamburg lockt mit zahlreichen Briefseltenheit so u. a. eine portorichtige MeF der Min.-Nr. 5b (6.000). Unter den Ausgaben des Staates Hannover findet sich ein Postbetrugsbrief (600), hierbei wurde eine bereits verwendete Marke erneut frankiert. Das entsprechende Entgelt strich der Postbeamte, der die Marke geschickt überstempelte, selbst ein. Ebenfalls im Angebot das so genannte "Leer-Provisorium" eine Mi. 13 mit überschriebener Wertziffer 3 welche durch 6 ersetzt wurde. Helgoland umfasst diesmal zahlreiche Belege und auch den seltenen Probedruck der Mi. 19 (600). Oldenburg bietet ein gestempeltes Luxusstück der Mi. 5 (1.500). Preußen beinhaltet mit der Mi. 8P im waagerechten Paar einen seltenen Probedruck, der früher als Mi. 7b bekannt war und gehandelt wurde. Nach neuen Erkenntnissen handelt es sich jedoch um einen Probedruck aus der Sammlung von König Carol von Rumänien. Das waagerechte Paar wurde damals für 25.000 DM angeboten. Unter den Ausgaben der Norddeutschen Staaten werden bei Schleswig-Holstein Mi. 1 und 2 je als EF auf Brief angeboten. (1.800 bzw. 8.000). Württemberg bietet beide Farben der 70 Kreuzer (500 - 1.500).

Unter den Ausgaben des Deutschen Reiches befinden sich Seltenheiten wie etwa 2 Kr. großer Schild gestempelt (1.000 bzw. 2.000), 18 Kr. großer Schild im waagerechten gestempelten Paar (2.600), sowie weitere Ausgaben und Farben wie etwa Mi. 118c gestempelt (500), aber auch seltene Marken wie Mi. 151 Y postfrisch (450). Eine seit Jahren nicht mehr angebotene Seltenheit der Weimarer Republik ist ebenso im Angebot. Dabei handelt es sich um Mi. 261 L in gestempelter Erhaltung (800). Ebenso sind zahlreiche Dienstmarken, Zusammendrucke und Markenheftchen mit einigen Raritäten dabei.

Unter den etwa 200 Losen "Flug- und Zeppelinpost" befinden sich zahlreiche selten angebotene Briefe mit etlichen Besonderheiten. Über 1.500 Lose umfasst das umfangreiche Angebot "Deutsche Kolonien und Auslandspostämter". Dabei wird eine fast komplette postfrische Sammlung aufgelöst. Außerdem sind zahlreiche Vorläuferausgaben und Stempellose sowie komplette Bögen im Angebot. So bietet China unter anderem beide Typen des Futschau-Provisorium in postfrischer Erhaltung. Petschili-Ausgaben, sowie eine gestempelte 80 Pf. "Handstempel" kommen ebenfalls zum Aufruf. Marokko bietet die unverausgabten Mi. I/VI in postfrischer Erhaltung (900). Unter den Ausgaben der Dt. Post Türkei findet sich u. a. I/V postfrisch (1.100). Kiautschou bietet seltene Aufdrucktypen der Mi. 1. Weiterhin sind zahlreiche Belege im Angebot.

Von Danzig kommen zahlreiche postfrische Ausgaben und Besonderheiten zum Aufruf, u. a. Mi. A124Y in postfrischer Erhaltung (1.900). Das Memelgebiet ist u.a. vertreten mit fast allen Ausgaben in der gefragten und seltenen postfrischen Erhaltung. Unter den Ausgaben des Saargebietes finden sich zahlreiche Aufdrucktypen, postfrische Ausgaben und einige Besonderheiten wie z. B. Druckdaten.

Ein besonderer Schwerpunkt der 121. Auktion sind die Ausgaben "Deutsche Besetzung im 2. Weltkrieg". So finden Interessenten dort zum Beispiel wieder über 50 Lose des beliebten Gebietes Sudetenland sowie zahlreiche Lose Mährisch-Ostrau. Auch alle anderen Gebiete sind selbstverständlich stark vertreten. Dabei auch einige seltene Ganzsachen wie Elwa P2 ungebraucht oder Alexanderstadt P1 und P2. Weiterhin wird eine Spezialsammlung Serbien Ganzsachen mit fast 300 Losen aufgelöst. Alle Ganzsachen unterscheiden sich in Frankatur bzw. Stempeln. Außerdem beinhaltet das Angebot seltene Typen, wie die Spitzenwerte der Portomarken Zara in Type III, die nur in einer Auflage von 40 Stück bekannt sind. Unter den Feldpostmarken stechen zahlreiche Raritäten wie Mi. 6 K postfrisch (850) hervor. Aber auch die Mi. 8A ist postfrisch (4000) und gestempelt als waagerechtes Paar (2.300) ist im Angebot, genauso wie die U-Boot-Hela-Marke in allen Farben. Auch eine postfrische Kuban-Päckchenmarke sucht einen neuen Interessenten (1.300). Zahlreiche Briefseltenheiten wie Mi. 3, 5a und 8A warten auf einen Käufer.

Das stark differenzierte Angebot der Ausgaben "Deutschland nach 1945" bietet Seltenheiten der Lokalausgaben wie Finsterwalde Block 2 F I gestempelt (650), Glauchau 30/42 postfrisch (1.800), Hamm 4/6 postfrisch (650), Herrnhut I/VI postfrisch (1.200), Meißen Block 1 gestempelt (600), und vieles mehr. Auch das breit gefächerte Angebot "Kontrollra