BDB Jahreshauptversammlung 2016

Am malerischen Scharmützelsee in Bad Saarow fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des Bundesverbandes Deutscher Briefmarkenversteigerer e.V. statt.

Genauso harmonisch wie die Landschaft verlief auch die Tagung. Als Gäste konnte der BDB die Vertreter des APHV, Arnim Hölzer, sowie die beiden stellvertretenden Vorsitzenden des BPP, Dr. Peter Provinsky und Peter Sem, begrüßen. Der Vorsitzende, Harald Rauhut, berichtete über die erfolgreichen Verbandsaktivitäten des letzten Jahres, der stellvertretende Vorsitzende und Geschäftsführer Klaus Veuskens hob noch einmal die Nachfrage nach dem neu aufgelegten BDB-Journal hervor. Nach wie vor würden praktisch täglich neue BDB-Journale bei der Geschäftsstelle angefordert. Auch die Verbandsfinanzen seien nach wie vor solide, bestätigte der Schatzmeister Dr. Reinhard Fischer, so dass der anschließende Antrag auf Entlastung des Vorstandes von den Mitgliedern einstimmig angenommen wurde.

Bei den diesjährigen Neuwahlen wurden dann alle Kandidaten ohne Gegenstimmen für vier Jahre gewählt. Vorsitzender bleibt Harald Rauhut, Mülheim an der Ruhr, stellvertretender Vorsitzender und Geschäftsführer Klaus Veuskens, Hildesheim, neuer stellvertretender Vorsitzender wurde Heiko König, Dessau. Harald Rauhut dankte noch einmal dem ausscheidenden Vorgänger Oliver Weigel, Hamburg, der nicht mehr antrat, für sein Verbands-Engagement. Auch der Schatzmeister des Verbandes Dr. Reinhard Fischer, Bonn wurde einstimmig wiedergewählt.

Nachdem die Vorstandswahlen in rund zehn Minuten erledigt waren, widmeten sich die Versteigerer wieder inhaltlichen Themen. Ausführlich diskutiert wurde über die Entwicklung des Marktes in den letzten Jahren. Der Verbands-Justitiar, Dr. Löhr, schilderte die Bedeutung des gerade zur Verabschiedung anstehenden Kulturgutschutz-Gesetzes und ihre Folgen für die Branche. Ebenfalls angesprochen wurden die gesetzlichen Fernabsatz-Bestimmungen. "Diese gesetzlichen Regelungen gelten ausdrücklich nicht für Auktionen", so Dieter Löhr. "Auch der Nachverkauf ist Bestandteil der Auktion und das sogenannte Fernabnahme-Gesetz findet hier ebenfalls keine Anwendung", bestätigte Dieter Löhr. Nachdem weitere branchenspezifische Fachthemen erörtert wurden, konnte sich die Versammlung nach getaner Arbeit zum wohlverdienten Festabend verabschieden.

Die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung des Bundesverbandes Deutscher Briefmarken-Versteigerer e.V. (BDB)
 

Zwei Verbände im Dialog

Harmonisch und konstruktiv verlief die letzte Jahreshauptversammlung des Bundesverbandes Deutscher Briefmarken-Versteigerer e.V. (BDB), die am 13. Juni 2015 in Ludwigsburg stattfand.

Rund die Hälfte der Mitglieder waren erschienen, als Gäste traditionell Arnim Hölzer, Präsident des APHV, sowie Christian Geigle, Präsident des Prüferverbandes BPP, begleitet von Dr. Provinsky, stellvertretender BPP-Vorsitzender, und C. Brekenfeld, BPP-Justitiar.

Gleich zu Beginn der Versammlung hatte der BDB-Vorsitzende Harald Rauhut die traurige Pflicht, dem kürzlich verstorbenen Reinhold Lindner, Stuttgart, zu gedenken, der als dienstältester Versteigerer im Mai im Alter von 86 Jahren verstorben war.

In seinem Rechenschaftsbericht schilderte der Vorsitzende, dass die Arbeitsschwerpunkte des vergangenen Jahres darauf lagen, zum einen noch einmal eine Änderung von steuerrechtlichen Regelungen nach Erhöhung der Mehrwertsteuer zum 1.1.2014 zu erreichen, zum anderen das neue BDB-Journal fertigzustellen und die journalistische Arbeit des Autors, W. Maassen, zu begleiten.

Der Schatzmeister, Dr. Reinhard Fischer, berichtete von der nach wie vor soliden Finanzlage des Verbandes, es schlossen sich die stellvertretenden BDB-Vorsitzenden, Klaus Veuskens und Oliver Weigel, an.

Allgemein gelobt wurde das neue BDB-Journal, das für Sammler ein bisher so nicht verfügbares Informations-Medium darstellt, aber auch eine äusserst interessante historische Hintergrundschilderung enthält. Hierzu berichtete Harald Rauhut, dass auch der letzte noch lebende Vertreter der Gründungs-Generation des BDB, Wolfgang Jakubek, hierzu sehr wohlwollende Worte gefunden hatte und der Versammlung seine besten Grüße übermitteln ließ.

Schwerpunkt der Veranstaltung war ein interessanter Meinungsaustausch mit den angereisten Vertretern des BPP über das Prüfwesen. Rechtsfragen, z.B. zum Thema Haftung, wurden ebenso diskutiert, wie das immer wiederkehrende Thema "Prüfkosten". Verschiedene Versteigerer berichteten von ihren Erfahrungen und die Vertreter des BPP konnten manche Fragen beantworten. Herr Rauhut betonte, dass der hohe Anspruch des Prüferverbandes BPP sich auch in der kulanten Abwicklung von zwar selten vorkommenden, aber doch gelegentlich auftauchenden Fehlprüfungen manifestieren müsse. C. Geigle konnte hierzu feststellen, dass durch die gute Zusammenarbeit zwischen den Verbänden in der jüngsten Vergangenheit eine unproblematische Lösung für solche wenigen Fällen gefunden worden war.

Insofern sprachen alle Beteiligten zum Abschluss von einer gelungenen Tagung.

Die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung des Bundesverbandes Deutscher Briefmarken-Versteigerer e.V. (BDB)
 

"Wir sind immer Mensch geblieben!"
Zum Gedenken an den Stuttgarter Auktionator Reinhold Lindner


Reinhold Lindner bei der
Tagung des BDB.(2013)

wm Am 19. Mai 2015 starb der weithin bekannte Versteigerer Reinhold Lindner, das "dienstälteste" Mitglied des Bundesverbandes Deutscher Briefmarkenversteigerer. Geboren am 2. Juli 1928 in Pforzheim hatte er Wehrdienst, das Bombardement seiner Heimatstadt, die Kriegsgefangenschaft und manches mehr überlebt, absolvierte ab 1948 eine kaufmännische Lehre und kam Mitte der 1950er-Jahre mit dem Briefmarkenhändler Kurt Rauss zusammen, der seit 1957 Auktionen durchführte. Lindner wechselte 1963 zu Rauss und bis 1988 blieben sie sich geschäftlich, u.a. mit der Firma "Südphila", verbunden. Bereits 1978 hatte Lindner im Norden Stuttgarts ein eigenes Geschäft und seit 1981 veranstaltete er auch eigene Auktionen. Einem eigenen neuen Geschäftssitz in der Stuttgarter Königstraße folgte 1994 wieder der Umzug in den Norden Stuttgarts, wo er dann sechs bis sieben Auktionen pro Jahr durchführte. Den Namen "Südphila" trat er 1994 an Peter Feuser ab, der diesen gerne für eigene Versteigerungen nutzen wollte. So entstand die LINDNER KG, die bereits im Frühjahr 2001 die 150. Auktion und 2013 ihre 185. Auktion hinter sich hatte.

Lindner war von 1966-1998 ein hochgeschätztes Mitglied im BSV Stuttgart-Feuerbach und führte auch für diesen Verein mehrfach Auktionen durch). Von 1983 bis 1998 gehörte er dem Verein der Briefmarkenfreunde Nürtingen an, seit 1993 auch Infla Berlin. In seinem Berufsverband APHV wurde er seit Juli 1978 geführt, im BDB seit 1985.

Lindner zeichnete eine hohe Menschlichkeit aus, für die er selbst auch immer einstand. Viele Sammler aus Südwest, aber auch über die Grenzen Süddeutschlands hinaus, kannten und schätzen ihn, zumal er seit der ersten Internationalen Briefmarkenmesse in Sindelfingen stets mit Frau und Tochter (Ute, verh. Dörsam) präsent war und den Kontakt zu seinen vielen Kunden suchte. Sein Wahlspruch: "Wir sind immer Mensch geblieben, das war uns immer wichtig!" Lindner wird der deutschen Philatelie fehlen.

Bundesverband Deutscher Briefmarken-Versteigerer präsentiert ein neues BDB-Journal!

wm (BDB/hr) Rechtzeitig zur Messe in Essen hat der Bundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer (BDB e.V.) eine Neuauflage des BDB-Journals herausgebracht. Nachdem das letzte Magazin vollständig vergriffen war, ist die Neuauflage redaktionell stark erweitert worden und auf 116 Seiten gewachsen.

BDB Journal Im redaktionellen Teil werden auf 40 Seiten zunächst die Geschichte des Auktionsmarktes überhaupt, sowie der deutschen Auktionsszene dargestellt, im Anschluss runden weitere informative Tipps für Käufer, Verkäufer und ein Begriffs-Lexikon. Internet-Auftritte die Berichtserstattung ab. Im Anhang stellen sich alle Mitgliedsfirmen des Bundesverbandes Deutscher Briefmarkenversteigerer ausführlich vor.

Ein solches Fachmagazin über das Deutsche Auktionswesen, dazu noch in hervorragender Ausstattung mit einer Vielzahl von Abbildungen, ist bisher einmalig. Ebenso einmalig ist, das es auch eine englisch-sprachige Textauflage gibt, die erstmalig auf der Weltausstellung in London vorliegt.

Alle Interessenten erhalten ein Exemplar (wenn nicht anders gewünscht, in deutscher Ausführung) bei der BDB-Geschäftsstelle, Max-Planck-Str. 10, 31135 Hildesheim oder hier zum Download.

Deutscher Auktionatorenverband BDB auf ruhigem Erfolgskurs

wm Mit aktuell 41 Mitgliedern repräsentiert der Bundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer (BDB) auch weiterhin - weltweit einzigartig - eine starke Gruppe namhafter und bewährter Auktionshäuser, die im nationalen wie internationalen Briefmarken- und Münzenhandel eine bedeutende Position einnehmen. Die Finanzen des Verbandes - dies ergab auch der bei der BDB-Jahrestagung am 31. Mai 2014 vorgelegte Rechenschaftsbericht - sind stabil und weiterhin im positiven Aufwärtstrend. Jährlich gibt es nur eine äußerst geringe Zahl von Beschwerden zu bearbeiten, - die Kunden sind zufrieden. Aus früheren Jahren bekannte Rechtsstreitigkeiten des Verbandes tendieren gegen Null, was ebenso zeigt, dass der Vorstand um Präsident Harald Rauhut die Geschicke des Verbandes klug zu lenken versteht. Neu gewählt als Vizepräsident und als Nachfolger von Bernd Jurkewitz, der seine eigene Auktionstätigkeit vor wenigen Monaten eingestellt hatte, wurde Oliver Weigel vom Auktionshaus Hans-Joachim Schwanke in Hamburg. Jurkewitz bleibt dem BDB aber als Senioren-Mitglied verbunden.
Die Umstellung der Mehrwertsteuer haben die Mitglieder des Verbandes kundengünstig in die Wege geleitet, indem seit 2014 nahezu alle Mitglieder die sog. Differenzbesteuerung wählen, so dass die Gebühren für Kunden künftig niedriger sind als zuvor. Ähnlich kundenorientiert diskutierten die Mitglieder des BDB bei ihrer Tagung auch die Problematik bestimmter PVC-Blattschutzhüllen, unter denen nach wie vor starke Verfärbungen von Briefmarken zu beobachten sind. In Zusammenarbeit mit den anderen Philatelieverbänden in Deutschland, besonders dem BDPh, sollen hier künftig weitere Schritte unternommen werden.
Gut gefragt und eine echte Hilfe für potentielle Kunden, Einlieferer wie Käufer, ist das sog. BDB-Journal, in dem sich alle Mitglieder den Lesern vorstellen. Es ist kostenlos erhältlich bei Anfrage an den Bundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer e.V., Max-Planck-Str. 10, 31135 Hildesheim, E-Mail: info@bdb.net. 2015 wird dieses bewährte Informations-Magazin in einer erweiterten Neuauflage erscheinen.

Der Kunde hat gewonnen

hr Zufrieden zieht der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Briefmarkenversteigerer e.V. (BDB), Harald Rauhut, Bilanz zur Marktentwicklung der ersten drei Monate des Jahres. "Die Mehrwertsteuer-Erhöhung zum 1.1.2014 hat für den Käufer auf Auktionen nicht zu einer Preiserhöhung geführt", so Rauhut. Vielmehr habe es sich ausgezahlt, dass die deutschen Auktionatoren sich intensiv auf diese Mehrwertsteuererhöhung vorbereitet haben. Das Ziel, zum einen eine Weitergabe dieser Mehrwertsteuer-Erhöhung an den Käufer zu meiden, zum anderen die Interessen des Einlieferers zu wahren, sei rund herum erreicht. Rauhut: "Der Kunde hat gewonnen!"

Trauer um Sven Jurkewitz

Der Bundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer trauert um Sven Jurkewitz, der am vergangenen Montag, den 8. April 2013, im Alter von nur 42 Jahren nach langer Krankheit verstorben ist. Sven Jurkewitz war Gesellschafter unseres langjährigen Mitgliedes, des Auktionshauses Pumpenmeier OHG, und vielen Mitgliedern des Verbandes noch von der letzten Jahreshauptversammlung in Prien/Chiemsee, in angenehmer Erinnerung. Wir trauern auch mit seinen Eltern, Edeltraud und Bernd, unserem stellvertretenden Vorsitzenden. An der Beerdigung haben viele Kollegen unseres Verbandes teilgenommen.

Trauer um Günter Schreyer aus Berlin

16.1.2013 wm


Günter Schreyer bei der Tagung
des BDB in Berlin.(2008)
Foto: Wilhelm van Loo

Am heutigen Tag verbreitete sich schnell die Nachricht, dass der bekannten Berliner Auktionator und Sachverständige, Günter Schreyer, unerwartet am 15. Januar 2013 verstorben ist. Schreyer war Mitglied des Bundesverbandes Deutscher Briefmarken-Versteigerer (BDB). Harald Rauhut, Präsident des Verbandes, teilte seinen Mitgliedern mit: "Der Bundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer trauert um sein langjähriges Mitglied und Vorstandskollegen Günter Schreyer. Er verstarb im 69. Lebensjahr nach langer, schwerer Krankheit, jedoch für uns dennoch völlig unerwartet. Günter hat sich über viele Jahre hinweg uneigennützig und mit großem Engagement für den BDB eingesetzt. Die starke Messe-Präsenz der letzten Jahre war sein Verdienst, das überall gelobte ,BDB-Journal' war seine Idee. Noch am Montag hat er mit uns telefoniert, um sicherzustellen, dass auch für die nächsten Messen noch genug Journale vorhanden sind. Wir verlieren mit Günter Schreyer einen liebenswürdigen und ehrlichen Kollegen. Für viele von uns war er ein Freund und wir trauern mit seiner Witwe Christel."

Güner Schreyer wurde am 1. April 1943 geboren und war mit seiner Firma "Schreyer Sammlerdienst" über die Grenzen Berlins bekannt. Sein netter Humor, sein Engagement, aber auch besonders sein Herz für den kleinen Sammler waren sprichwörtlich. Dem Vorstand des Auktionatoren-Verbandes gehörte er für eine Legislaturperiode von 2008 bis 2012 an, bis ihn seine Krebserkrankung zwang, nicht nur geschäftlich, sondern auch verbandlich kürzer zu treten. Mit Benefiz-Auktionen und anderen neuen Ideen hatte er es verstanden, den Versteigerer-Verband in den letzten Jahren bei Messen gut in Szene zu setzen. Ihm war dafür keine Arbeit zu viel. Eigentlich wollte er ja seit längerem ruhiger treten, vielleicht gar sich endlich zur Ruhe setzen. Nun nahm ihm ein anderer das Heft des Handelns aus der Hand. Alle deutschen Philatelie-Verbände und viele Kollegen werden den sympathischen Kollegen aus Berlin vermissen.

Deutsche Auktionatoren setzen auf Stabilität

wm "Lasst Zahlen sprechen" muss sich wohl der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Briefmarkenversteigerer am 9. Juni 2012 in Prien am Chiemsee gesagt haben, wo sich die Mitglieder des Verbandes zu ihrer diesjährigen Jahresversammlung trafen. Die finanzielle Fundierung des Verbandes ist - allen Wirren der Zeit zum Trotz - gut und im Auktionsalltag aufgetretene Problemfälle konnte der Verband still und gütlich einer Einigung zuführen, ohne es an die große Glocke zu hängen. So fiel die Jahresbilanz des Präsidenten Harald Rauhut mehr als positiv aus und reihte sich nahtlos an die der Vorjahre, die ebenfalls schon mit zahlreichen Messe-Präsenzen, einem neuen eigenen BDB-Journal für Kunden und Interessenten und der guten Zusammenarbeit mit anderen Verbänden zu glänzen wusste.

Die Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Briefmarkenversteigerer bei ihrer diesjährigen Versammlung in Prein am CHiemsee
 
Die Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Briefmarkenversteigerer bei ihrer diesjährigen Versammlung in Prien am Chiemsee.

Die anstehenden Vorstandsneuwahlen brachten denn auch das erwartete Ergebnis: Präsident Harald Rauhut wurde ebenso wie der 1. stellv. Vorsitzende Klaus Veuskens und Schatzmeister Dr. Reinhard Fischer mit großer Mehrheit wiedergewählt. Neu im Vorstandsteam - der emsige Messe-"Matador" Günter Schreyer war aus Gesundheitsgründen nicht mehr angetreten - ist nun als 2. stellv. Vorsitzender Bernd Jurkewitz.

Cornelia Brettl verstorben

(wm/cg)

Die 42jährige BPP-Prüferin, Tochter der bekannten Expertin Maria Brettl, verstarb am 17. Dezember 2011 nach einer schweren Krankheit. Cornelia Brettl hatte seit 2004 mit großem Engagement in ihren Prüfgebieten Helgoland, Lübeck und Flugpost Bayerns und des Deutschen Reiches gearbeitet, sich sogar Anfang 2011 noch auf eine Prüfgebietserweiterung vorbereitet. Die diplomierte Biologin war bis 2001 in der medizinischen Forschung tätig und wandte sich dann ihrem Jugendhobby Philatelie verstärkt zu. Christian Geigle, Präsident des Bundes Philatelistischer Prüfer, schrieb: "Wir verlieren eine junge Prüferkollegin, die nicht nur fachlich zu überzeugen wusste, sondern auch mit ihrer offenen fröhlichen Art ihre Mitmenschen fröhlich stimmte. Unsere Gedanken sind bei ihrer Tochter Paula und ihrer Mutter, der langjährigen BPP-Prüferin Maria Brettl."

Auktionatoren im BDB suchen Dialog und Kundennähe

(aijp/wm) Eigentlich ist die Botschaft und deren Inhalt nichts Neues, denn die Nähe zum Kunden - dies sind sowohl potentizielle Einlieferer wie Käufer - pflegen die Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Briefmarken-Versteigerer (BDB) seit langem. Wohl aber nur selten so intensiv und erfolgreich wie in den letzten Jahren. Dies belegte bei der diesjährigen Jahresmitgliederversammlung in Waldenburg am 25. Juni 2011 Vorstandsmitglied Günter Schreyer recht eindrucksvoll: Eine Präsenz des Verbandes bei allen Messen, sei es in Berlin, München, Essen, Sindelfingen und Leipzig, war zu verzeichnen. Besucher hatten dort jeweils die aktuellen Auktionskataloge, aber auch Rat und gewünschte Informationen im direkten Gespräch erhalten.

Selten war eine Mitgliederversammlung so gut besucht wie die diesjährige, die Peter Feuser und sein Team perfekt vorbereitet hatte. Von derzeit 43 Mitgliedsfirmen (neues Mitglied ist die Fa. Stade in Weil am Rhein) waren deutlich über 30 vertreten und diese führten einen intensiven Dialog untereinander. Angesichts einer von Schatzmeister Dr. Reinhard Fischer fundiert positiv ausgewiesenen Budgetsituation hatte es BDB-Präsident Harald Rauhut leicht, Erfreuliches zu berichten. Es gab im vergangenen Jahr kaum nennenswerte Problemfälle, die - z.B. aus wettbewerbsrechtlichen Gründen - justiziablen Beistand erfordert hätten. Meist waren es kleinere Dinge, die auf dem Kulanzwege leicht erledigt werden konnten. Die Information unter den Mitgliedern wird durch Rauhut per regelmäßiger Rundmail informativ ausgestaltet, - sein neues Konzept des Dialogs statt unnötiger Konfrontation kommt an und wirkt sich aus.

Dabei versteht Rauhut es durchaus, die Interessen seiner Verbandsmitglieder nachhaltig zu vertreten und auch zuweilen recht pointiert auf den Punkt zu bringen. Seinen Gästen - darunter waren APHV-Präsident Arnim Hölzer, BDPh-Vizepräsident Franz-Karl Lindner, der neue und alte BPP-Präsident Christian Geigle und Dr. Hans-Karl Penning sowie der Berichterstatter -, zumal dem neuen BPP-Präsidenten schrieb er seine Wünsche ins "Gebetbuch": Schnellere Prüfzeiten einzelner Prüfer, maßvollere Prüfkostenansätze bei umfangreichen oder besonders werthaltigen Aufträgen und so manches andere gehören dazu. Rauhut und seine Kollegen hatten es leicht, hier aus einer gesicherten Position heraus zu argumentieren, sind sie doch nicht nur der größte "Kunde" der Mitglieder des Prüferverbandes, sondern auch in der Lage, bestehende Probleme bis hin zum Einzelfall mit Ross und Reiter zu belegen. Eben dies soll künftig noch weiter verfeinert werden, zum Vorteil ihrer Klientel, was sicherlich aber auch für den Prüferbund selbst, so sah dies ebenfalls dessen neuer Präsident Christian Geigle, kein Nachteil, sondern eine Optimierung der Verbandsleistungen darstellen kann.

Günter Schreyer, im BDB-Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, trug eine weitere neue Idee eines "BDB-Jahrbuches" (so der Arbeitstitel) vor, das die bisherigen Flyer ersetzen kann. Dabei handelt es sich um eine umfangreichere jährlich eingeplante Broschüre, in der von den Mitgliedern des Verbandes über eigene Leistungen berichtet wird, gleichzeitig aber auch dem Kunden einen tieferen Einblick in die Leistungsfähigkeit, das Angebot sowie die "Spielregeln" der deutschen Auktionshäuser geboten werden kann. Die Broschüre soll bei künftigen Messen kostenlos am Stand des BDB erhältlich sein.

Einheitliche Werbe- und Abwicklungsstandards, Fragen der Mehrwertsteuer, der Berechnungsansätze für Kunden in "Schwellenländern" des Auslands und so manches mehr wurden fachlich eingehend diskutiert, wobei gerade Auktionshäuser, die hier vorwiegend international arbeiten (Beispiel: Christoph Gärtner), sich besonders wertvoll einbrachten.

Apropos Dialog: Diesen führten die Mitglieder des BDB erstmals in dieser Form auch direkt mit Vertretern bedeutender Fachblätter der deutschen Philatelie, zumal mit dem "Briefmarken Spiegel" und der "DBZ". Auch diesen brachte Harald Rauhut, aber auch so manch seiner Kollegen, Wunschvorstellungen nahe, die im Zeichen eines seit nahezu zehn Jahren sich ständig weiter veränderten Marktes aus ihrer Sicht wünschenswert seien. Das Gespräch war ein Anfang, der beiden Seiten vielleicht die jeweiligen Befindlichkeiten näherbrachte. Eines wurde dabei aber auch von den Pressevertretern deutlich ausgesprochen: Man weiß durchaus die Bedeutung des Verbandes und seiner Mitglieder zu schätzen, bringt hierzu auch ein nennenswertes Leistungspotential von redaktioneller Seite ein, hat aber auch den Leser und dessen Ansprüche im Blick zu halten. Ob sich alle Wunschvorstellungen eines Verbandes deshalb so leicht erfüllen lassen, bleibt der Zeit und der kommenden Entwicklung in den nächsten Jahren vorbehalten.

Dennoch: Die Tagung im idyllisch gelegenen Waldenburg war ein gelungener Auftakt in das kommende Verbandsjahr. In einem Jahr, wenn die Auktionatoren voraussichtlich in München tagen, steht der Vorstand (Geschäftsführer Klaus Veuskens war dieses Mal aus privaten Gründen verhindert) geschlossen wieder zur Wahl und wird erneut kandidieren. Dialog eingeschlossen!

Die Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Briefmarkenversteigerer bei ihrer diesjährigen Versammlung in Waldenburg (Hohenlohe). Foto: AIJP

Die Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Briefmarkenversteigerer bei ihrer diesjährigen Versammlung in Waldenburg (Hohenlohe). Foto: AIJP

Deutsche Auktionatoren bestätigen hohe Raritäten-Nachfrage und Spitzenpreise

(aijp) Die diesjährige Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutscher Briefmarken-Versteigerer (BDB) in Ratingen hatte es leicht, positive Stimmung zu verbreiten. Immerhin ist die Nachfrage nach Seltenheiten und hochwertigen Spitzenstücken, besonders aber vergleichbarer Sammlungen ungebrochen. Dementsprechend die Nachfrage nach solchen Einlieferungen, um die dann sich das harte Karusell des Wettbewerbs dreht.

Die 42 Verbandsfirmen - gut die Hälfte war bei der Tagung in Ratingen am 5. Juni 2010 vertreten - blickten aber auch in die Zukunft. Zum Beispiel mit einem neu festgesetzten Jahresbeitrag, der zwischen 100 bis 200 Euro pro Mitgliedsfirma erhöht wurde, aber auch bei Fragen des künftigen Prüfernachwuchses. Hier sehen sie sich, so BDB-Präsident Harald Rauhut, mit dem Bund Philatelistischer Prüfer (BPP) in einem Boot. Der von BPP-Präsident Dr. Hans-Karl Penning vorgetragene Weg, künftig durch "Nachwuchs-Seminare" neue Prüfer zu gewinnen, diesen aber auch das Studium und die Forschung mit Hilfe des umfangreichen Materials, das durch die Hände so mancher Versteigerer geht, zu hohe Hürden zu erleichtern, wurde gemeinsam unterstützt.

Eher als "entwicklungsfähig" bezeichnete Rauhut das in seinen Augen vorhandene Ungleichgewicht der Prüfkosten, bei denen durch teures Material zu hohen Prozent-Ansätzen quasi die Prüfung und Sortierung des billigen "Massenmaterials" suventioniert werde. Hier sollte es Änderungen geben, die gerade auch die Gruppe, die die Mehrzahl des wertvollen Materials einliefere, angemessen entlaste.

Dem BDB-Vorstand mit Harald Rauhut, Günter Schreyer, Dr. Reinhard Fischer und Klaus Veuskens war es im vergangenen Jahr auch gelungen, den Verband und dessen Mitglieder bei Messen durch Benefizauktionen in den Blickwinkel der Öffentlichkeit zu rücken. Immerhin konnten so rund 14 000 Euro wohltätigen Organisationen zugeführt werden, die das eingespielte Geld gut gebrauchen können.

Einer solchen Positivbilanz stehen natürlich auch - allerdings kleinere - noch zu lösende Probleme gegenüber (z.B. bei der Präsenz im Sachverständigenwesen, bei der rechtssicheren und kundenfreundlicheren Abfassung von Bedingungen, bei der Festsetzung realer MICHEL-Preise, dem Resonanzmangel bei Anzeigen oder dem sog. "Freihandverkauf"). Diese anzugehen, hat der Verband wiederum ein weiteres Jahr Zeit, bis man sich im Juni 2011 im Stuttgarter Raum wiedertrifft.

Insgesamt - so konnte nur das Resümee ausfallen - war es eine Tagung, die bei aller Konkurrenz der Mitglieder von klarer Struktur und Orientierung geprägt war, deren Stimmung Weltwirtschaftskrisen bislang nicht trüben konnte und kann, - vorausgesetzt, der begünstige Steuersatz von 7% für Briefmarken bleibt erhalten. Hierfür werden sich Auktionatoren und Verband nicht nur für ihre Mitglieder, sondern gerade auch im Interesse ihrer Kunden einsetzen. Deutschland möchte auch in Zukunft den "besten", nämlich den wohl aktivsten und vermutlich auch umsatzstärksten philatelistischen Auktionsmarkt der Welt repräsentieren.

Die Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Briefmarken-Versteigerer (BDB) bei der Jahrestagung in Ratingen am 5. Juni 2010. Foto: aijp

Die Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Briefmarken-Versteigerer (BDB) bei der Jahrestagung in Ratingen am 5. Juni 2010. Foto: aijp

Benefiz-Auktionen in Essen bringen über 5000 Euro

Essen Nicht weniger als 5135 Euro sind bei vier Benefiz-Auktionen zusammen gekommen, die der Bundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer (BDB) auf der diesjährigen Internationalen Briefmarkenmesse Essen ausgerichtet hat. Vier Mitgliedsfirmen (Ulrich Felzmann Düsseldorf, Harald Rauhut Mülheim an der Ruhr, Dr. Reinhard Fischer Bonn, und Gert Müller Ettlingen) hatten jeweils zwei Dutzend Auktionslose mit Briefmarken, Belegen und Sammlungen zur Verfügung gestellt, die vor dem Messepublikum versteigert wurden. Es wurde fleißig geboten, denn von Anfang an stand fest, dass der gesamte Erlös einem guten Zweck zufließt. Am Ende konnte BDB-Vizepräsident Günter Schreyer der Essener Notschlafstelle "Raum 58" einen Umschlag mit 5135 Euro überreichen. Schreyer: "Mit diesem Ergebnis wurden unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Wir freuen uns über die Unterstützung einer wichtigen sozialen Institution und die gelungene Präsentation des philatelistischen Auktionsgeschehens im Rahmen der Briefmarkenmesse Essen."

Unser Foto zeigt bei der Spendenübergabe (von links nach rechts): Ulrich Felzmann, Holger Thull (Fa. Müller), Manuela Grötschel (Raum 58), Dr. Reinhard Fischer, Günter Schreyer und Harald Rauhut.

gaf/Foto: Peschel

Presseerklärung des BDB

Juli 2009 Ausgesprochen harmonisch verlief die letzte Jahreshauptversammlung des Bundesverbandes Deutscher Briefmarken-Versteigerer (BDB). Rund die Hälfte der 45 Mitglieder trafen sich Mitte Juni im historischen Hildesheim.

Nach den Grußworten der befreundeten Verbände APHV, BDPH und BPP sowie netten Worten des vormaligen, jetzt leider verhinderten Vorsitzenden D. Michelson, für den neuen Vorstand, kamen die fachlichen Themen auf die Tagesordnung.

Jahreshauptversammlung des Bundesverbandes Deutscher Briefmarken-Versteigerer

Der BDB-Vorsitzende Harald Rauhut berichtete über Aktivitäten des neuen Vorstandes und zählte u.a. die verbesserte Kommunikation innerhalb des Verbandes, eine angestoßene Diskussion über die Fragen des Prüfwesens mit dem BPP sowie eine veränderte Außendarstellung. Hierzu konnte der stellvertretende Vorsitzende Günter Schreyer noch deutlich verstärkte Messe-Präsenz des BDB sowie eine gelungene Wohltätigkeits-Auktion auf den Münchner Briefmarken-Tagen hervorheben.

Der Schatzmeister Dr. Reinhard Fischer bestätigte, dass die Ankündigung des neuen Vorstandes, die Finanzreserven des Verbanden zu stärken, in die Tat umgesetzt werden konnte.

Die anwesenden Mitglieder bewerten die Aktivitäten des Vorstandes mit Zustimmung und erteilten allen Vorstandsmitgliedern einstimmige Entlastung.

In folgenden wurden verschiedene fachliche Themen diskutiert und Rechtsfragen erläutert. Der Justitiar des Verbandes, Dieter Löhr, unterstrich noch einmal, dass die öffentlichen Versteigerungen der BDB-Mitglieder nicht dem "Fernabnahme-Gesetz" unterliegen.

Auch über die TÜV-Zertifizierung eines Kollegen-Unternehmens wurde diskutiert. Einhellig war die Meinung, dass die Zertifizierung bei Management-geführten Betrieben sowohl für die Inhaber, als auch die Kundenseite zusätzliche Sicherheit bietet. Für die ansonsten jedoch durchweg Inhaber-geführten Mitgliedsfirmen im BDB ist das Vertrauen der Kunden in den einzelnen Inhaber (oder zwei) einzige Grundlage für die Geschäftsbeziehung und nicht "zertifizierbar".

Im Rahmen einer Satzungsänderung wurde zum Abschluss der Tagung beschlossen, dass auch BDB-Mitglieder als "Ruheständler" nach Beendigung ihrer beruflichen Aktivitäten im Rahmen einer Senioren-Mitgliedschaft im BDB verbleiben können.

Gert Müller, Deutschlands dienstältester Briefmarken-Auktionator, ist zum 1. Mai in den verdienten Ruhestand getreten und hat seinen Betrieb an den Nachfolger H. Thull übergeben. Als Dank für seine Aktivitäten im BDB und seine Zugehörigkeit zum Versteigerer-Verband seit dem Gründungsjahr 1968 (!) wurde Gert Müller einstimmig zum Ehren-Mitglied des BDB ernannt.

Den Abschluss eines langen Tages bildete der traditionelle Festabend des BDB. Vom Hildesheimer Kollegen und stellvertretendem BDB-Vorsitzenden Klaus Veuskens organisiert, fanden auch hier neue Wege einhellig Zuspruch: nicht nur ein Opernsänger begeisterte die Auktionatoren, sondern auch die Deutschen Hip-Hop-Weltmeister (!) mit einer einzigartigen Darbietung.

Nachruf Frau Therese Weiser

Frau Therese Weiser

Am 06.Mai 2009 ist Frau Therese Weiser, Inhaberin der Frankfurter Auktionsfirma BBA-Therese Weiser verstorben.
Nach der Auktionsgründung am 16.10.1982 waren die ersten Jahre, als eine der ersten Auktionatorinnen Deutschlands im Bereich der Philatelie, einer fast ausschließlich von Männern beherrschten Domäne, nicht leicht.
Aber durch Fachkompetenz, kaufmännisches Geschick und einer charismatischen Ausstrahlung gelang es Ihr schnell Kollegen, Fachwelt und Kunden zu überzeugen und sich Ihren Platz in der Welt der Philatelie als Auktionatorin zu sichern!
Sie leitete das Auktionshaus nun 27 Jahre, in denen Sie von Beginn an, von Tochter Claudia, unterstützt wurde, die nun auch den laufenden Familienbetrieb übernehmen wird, so dass ein reibungsloser Übergang gewährleistet ist!

Hintergrund-Infos ...

Autkionssaal - Frau Therese Weiser

Die Liebe zur Philatelie wurde Frau Therese Weiser schon in die Wiege gelegt. Bereits Ihr Vater wurde von Ihrem Großvater als Babybild auf einer privaten Briefmarke verewigt
In Frankfurt geboren und aufgewachsen, erlebte Sie als Teenie den 2.Weltkrieg hautnah in der Innenstadt, wobei bei einem der vielen Bombenangriffe leider auch ein großer Teil der Familiensammlung verloren ging.
In späteren Jahren entdeckte Sie Ihre Liebe zur Philatelie wieder, streifte zunächst mit Mann und Tochter über Flohmärkte und durch Ladengeschäfte bis Sie letztlich auch selbst zur fortgeschrittenen Auktionskundin wurde. Ihre große Liebe galt in dieser Zeit den Strubli-Ausgaben der Schweiz und der Deutschen Stadtpost und Zeppelinpost!
Als Ihr das Sammeln alleine nicht mehr ausreichte, machte Sie Ihr Hobby zum Beruf! Sie überzeugte Ehemann und Tochter und gründete gleich darauf, am 16.10.1982 die Briefmarken-Blitz-Auktionen – Therese Weiser (die heutige BBA-Therese Weiser). Es dauerte nicht lange bis auch Ihre Familie vom Philatelie-Virus vollends erfasst wurde.
Als Sie die Auktion am 16.Oktober 1982 erstmals durchführte, hatte Sie es nicht leicht, die Akzeptanz der Kollegen und meist männlichen Kunden zu erringen, die zunächst sehr skeptisch waren. Aber durch Sachverstand und viel Liebe zur Philatelie, gepaart mit Durchhaltevermögen, Ehrgeiz und Fleiß, hat Sie den Platz im Herzen aller schnell gefunden!
Ein bekannter Fach-Journalist schrieb einmal: „Frau Weiser kennt Ihre Pappenheimer“, was einmal mehr das Vertrauensverhältnis und den familiären Führungsstil von Frau Weiser gegenüber Ihrem Klientel recht treffend beschrieb. Sie war immer um eine angenehme Wohlfühl-Atmosphäre in Ihrem Hause bemüht. Sie liebte die Philatelie und Ihren nicht ganz so üblichen Beruf!
In den letzten Jahren erweiterte Sie, sehr vorausschauend, das Auktionsspektrum um die Bereiche Numismatik und Antikes mit Schmuck. So hat Sie Ihren Betrieb souverän vor den Wirtschaftskrisen geschützt. Die Durchführung der Auktionen und der Kontakt mit Ihren Kunden waren Ihr eine große Freude und Lebensinhalt.
Die ersten 15 Jahre führte Sie wöchentliche Auktionen durch, bevor Sie dann auf den Monats-Rhythmus wechselte. Daher kann das Haus BBA-Therese Weiser Heute auf die stolze Zahl von 650 erfolgreich durchgeführten Auktionen zurückblicken.

Frau Claudia Weiser

Als Frau Therese Weiser vor 27 Jahren die Idee entwickelte ein Auktionshaus zu gründen, stand Tochter Claudia gerade 1/2 Jahr vor dem Abitur. Nach dem Abi bat Sie Ihre Tochter darum, doch vor dem Studium, noch 1-2 Jahre bei Ihr im Betrieb zu bleiben und Sie beim Geschäftsaufbau weiter zu unterstützen – diese 2 Jahre reichten schließlich aus, um auch Claudia mit dem Auktions-Virus vollends anzustecken und aus dieser kurzen Zeit wurden so auch bei Ihr nun 27 Jahre wertvoller Erfahrungen!
Schon seit langem stand fest, dass Tochter Claudia Weiser die Geschäfte auf jeden Fall naht- und lückenlos weiterführen würde, so dass sich für das Klientel, außer dem Inhaber-Vornamen keinerlei Veränderungen ergeben. Die vollständige Geschäftsübernahme wurde bereits in die Wege geleitet.

Frau Weiser jun. möchte sich an dieser Stelle noch einmal herzlich bei allen bedanken, die Ihre Anteilnahme am Tode von Frau Therese Weiser so zahlreich bekundet haben!

Flucht in die Sachwerte!

hr Durchweg hervorragende Zuschlags-Ergebnisse und Verkaufsquoten melden die Mitgliedsfirmen des Bundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer von ihren Auktionen im Dezember 2008 und Januar 2009.

"Es ist verstärkt eine Flucht in die Sachwerte zu verzeichnen", bestätigt der BDB-Vorsitzende Harald Rauhut. Dies sei eben nicht nur auf dem Münz- und Goldsektor feststellbar, sondern ebenfalls bei Briefmarken. Sowohl vollständige und unberührte Nachlässe, als auch gute Einzellose verkauften sich zu Spitzenpreisen, die keinerlei Wirtschaftskrise erkennen ließen - im Gegenteil.

Wer sich jetzt mit Verkaufsabsichten trüge, habe bei der momentanen Marktstimmung beste Voraussetzungen für Spitzenergebnisse seiner Einlieferung.

Stellungnahme des Bundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer e.V. (BDB) zur Diskussion "Bleisulfidschäden bei klassischen Briefmarken"

dm Die vom Bund Deutscher Philatelisten e.V. (BDPh) verlegte Fachzeitschrift "philatelie", berichtet in den Ausgaben 12/2007, 1/2008 und 2/2008 über Beobachtungen und Untersuchungen hinsichtlich der Entstehung von Bleisulfidschäden bei klassischen Briefmarken nach einer längerfristigen Aufbewahrung unter Kunststoff-Folien. Das Problem betrifft hauptsächlich Briefmarken bis ca. 1880, aber auch die halbamtlichen Flugmarken Deutsches Reich Mi.-Nr. I bis VI. Eine Aufstellung der betroffenen Marken ist abgedruckt in philatelie 367 (Januar 2008) auf Seite 50.

Der Bundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer e.V. (BDB) verfolgt die Diskussion mit großer Aufmerksamkeit und nimmt auf der Basis des derzeitigen Kenntnisstandes über mögliche "Bleisulfidschäden bei klassischen Briefmarken" wie folgt Stellung:

Die Bildung von Bleisulfid, das die Marken schwarz färbt, erfolgt durch eine chemische Reaktion von Blei- und Schwefelverbindungen. Es ist bekannt, dass Druckfarben zur Herstellung von Briefmarken in einzelnen Fällen Bleiverbindungen enthielten, insbesondere bei klassischen Markenausgaben, bis ca. 1880.

Kunststoff-Folien bestehen aus verschiedenen Grundstoffen (PE, PP, Polyester, PVC). Durch die Zugabe von Zusatzstoffen erhalten die Kunststoff-Folien ihre gewünschten Eigenschaften im Hinblick auf Elastizität und Verformbarkeit (Weichmacher) sowie Haltbarkeit (Stabilisatoren).

Bei PVC-Folien zur Aufbewahrung von Briefmarken sind in der Vergangenheit Stabilisatoren auf der Basis von Schwefelverbindungen nachgewiesen worden. In wie weit diese Schwefelverbindungen unter bestimmten Voraussetzungen mit der Markenfarbe bei klassischen Marken bis ca. 1880 reagieren, ist wissenschaftlich - trotz einer Vielzahl in durchgeführter Gutachten - nicht geklärt. Beobachtungen und Erfahrungen bei Sammlern und Mitgliedsunternehmen des BDB lassen jedoch darauf schließen, dass unter bestimmten Bedingungen chemische Reaktionen zwischen Bleibestandteilen der Markenfarbe und den Schwefelverbindungen des Stabilisators in der Kunststoff-Folie zur Bildung von Bleisulfid an der Markenoberfläche bei klassischen Briefmarken bis 1880 führen können. Um den chemischen Vorgang der Bildung von Bleisulfid aus Blei- und Schwefelverbindungen zu verhindern erscheint es aus der Sicht des BDB angebracht, die Bleibestandteile der Markenfarbe so wirksam wie möglich vor dem Kontakt mit Schwefel bzw. Schwefelverbindungen zu schützen.

Der BDB empfiehlt daher bis zur endgültigen Klärung des Sachverhalts eine Aufbewahrung von Briefmarken unter Folien mit Stabilisatoren auf der Basis von Schwefelverbindungen zu vermeiden. Anregungen für eine Aufbewahrung bis zur endgültigen Klärung des Sachverhalts finden sich in den o.g. Ausgaben der philatelie.

Von verschiedenen Auktionsunternehmen werden Briefmarken vor und während der Versteigerung zum Schutz vor physischen Beschädigungen kurzzeitig in Folien eingesiegelt. Der BDB verweist in diesem Zusammenhang auf die Hinweise in den Versteigerungskatalogen der Mitgliedsunternehmen, dass diese Folien nicht zur längerfristigen Aufbewahrung von Briefmarken bestimmt sind.

Bei einer längerfristigen Lagerung von Briefmarken unter Folien sollten zur Vermeidung von Bleisulfidschäden schwefelverbindungsfreie Kunststoff-Folien verwendet werden. Welche Kunststoff-Folien "100% schwefelverbindungsfrei" sind, sollte der Sammler bei dem jeweiligen Hersteller bzw. bei seinem Lieferanten verbindlich erfragen. Alle Hersteller und Vertreiber von Bedarfsartikeln für Briefmarken arbeiten natürlich intensiv mit den Herstellern von Folien an einer Lösung des Sachverhalts.

Gleichzeitig hat der BDB im Hinblick auf die derzeitige Diskussion jedem BDB-Mitgliedsunternehmen empfohlen, eine individuelle Klärung der Beschaffenheit und Eignung der verwendeten Schutzfolien mit dem jeweiligen Lieferanten vorzunehmen.

Der Inhalt dieser Stellungnahme orientiert sich an den Ergebnissen gemeinsamer Konsultationen mit anderen Verbänden in der Philatelie. Der BDB wird im Rahmen seiner Möglichkeiten die Bemühungen aller Beteiligten in der Philatelie zur endgültigen Klärung der "Bleisulfidschäden" bei klassischen Briefmarken bestmöglich unterstützen.

 
Der Vorstand