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VORSCHAU: 174. Dr. R. Fischer-Auktion in Bonn am 28.-30. Mai 2020

28. Mai 2020

(rf/pcp) 11.000 Lose im Ausrufwert von 2,1 Millionen Euro stehen bei dieser Versteigerung zur Disposition. Der Auktionskatalog beinhaltet neben zahlreichen gesuchten Standard-Ausgaben aus allen Gebieten der deutschen und internationalen Philatelie auch eine Vielzahl an Raritäten. Gleich mehrere Spezialsammlungen werden in diversen Sonderteilen und einem Sonderkatalog aufgelöst.

Die Sammlung „Elmshorn“ bietet mit fast 1.000 Losen die Brustschild-Philatelie in allen Facetten. Neben den Markenausgaben, u.a. eine MiNr. 24, der im Fotoattest „hervorragende Erhaltung“ bescheinigt wird, und einem Kabinettstück der MiNr. 28 (je 800.-), sowie interessanten und dekorativen Frankaturen wie einer 118½-Groschen-Vierfarbenfrankatur mit u.a. drei Stück der MiNr. 13 auf Paketkarte nach Washington / USA (1.200.-) lag der Fokus auf Abarten, Plattenfehlern und den nachverwendeten Stempeln. Eine ähnliche Vielfalt – auch seltenster – Stempel zeigt die Sammlung „Grevenbroich“ Deutsche Kolonien und Auslandspostämter. Besonders reichhaltig sind Vorläufer vertreten: ein spektakuläres Leinenbriefstück aus Samoa mit einer sehr seltenen Mischfrankatur der MiNr. V42c(4) und 50a(8) wird für 3.500.- versteigert. Des Weiteren eine MiNr. 23IIB I ungebraucht von Samoa mit bisher unbekanntem Plattenfehler (2.000.-) sowie eine tadellose 25IA von Kamerun (1.500.-). Die Sammlung „California“ Danzig wurde über Jahrzehnte in den USA zusammengetragen, hier finden sich zahlreiche kleine und große Besonderheiten wie ein „Kleiner Innendienst“ (MiNr. 32/40) als postfrischer Oberrandsatz (1.500.-), der „große Innendienst“ (MiNr. 47/49) ungebraucht (ab 1.300.-), die seltene MiNr. A124Y ungebraucht (800.-) sowie eine Vielzahl an Probedrucken, Abarten und Plattenfehlern.

Das Sammelgebiet Altdeutschland bietet ein sehr gutes Angebot, es werden gleich mehrere Qualitätssammlungen in postfrischer und gestempelter Erhaltung aufgelöst. Hierbei u.a. ein postfrischer „Bayern Einser“ MiNr. 1Ia in Luxuserhaltung (1.200.-) bzw. eine tadellose MiNr. 1IIa (1.400.-). Zudem wurden auch mehrere hundert Stempellose geschrieben. Für die Sammler des Deutschen Reiches beinhaltet der Katalog die Auflösung einer Sammlung Olympische Spiele 1936 mit mehr als hundert Losen sowie alle guten Ausgaben in sehr guter Qualität, hier u.a. ein Satz der MiNr. 378/84 Flugpost in waagerechten Paaren mit HAN postfrisch (1.500.-). Eine kaum einmal angebotene Dienstmarke Danzig MiNr. 32X in ungebrauchter Erhaltung startet bei 1.300.-. Es kommen Bogen der 5 Pfg Germania „Sarre“ MiNr. 4 mit Aufdrucken der frühen Platte „Ia1“ zur Versteigerung, der einzige gestempelte Plattendruck-Bogen (2.000.-) sowie ein postfrisches Ensemble aus Walzen- und Plattendruck-Bogen mit Druckspießen – einzigartige Dokumentation der frühen Platte für 4.000.-. Eines der Spitzenstücke des umfangreichen Angebots Ukraine ist ein 4er-Block der Südukraine MiNr. 6U – größte bekannte Einheit (2.500.-). Allein von der 8 Pfg „Heuss I“ der Bundesrepublik bietet der Auktionskatalog drei im Michel unbekannte HAN, eine davon nach unseren Beobachtungen noch nie zuvor auf einer Versteigerung angeboten. (500.- bzw. 250.-). Für die Sammler der nichtdeutschen Gebiete bietet die Auktion eine geschnittene Zeppelin-Ausgabe Russlands von 1930 (MiNr. 390/91C) gestempelt mit neuem Fotoattest (3.000.-), ein 8er-Block der Schweden MiNr. 13 **/*, die größte bekannte Einheit dieser Marke (1.000.-), sowie ein interessantes Angebot Schweiz mit 4er-Blocks der semiklassischen Ausgaben.

Das Sammlungsangebot bietet zahlreiche Gelegenheiten für Sammler und Wiederverkäufer. Es werden zahlreiche kleine und große Nachlässe im ursprünglichen Zustand ohne jegliche Entnahmen offeriert. Dazu kommt eine umfangreiche Sammlung der Volksrepublik China 1949 – 1967 mit allen guten Ausgaben, wie dem Schauspielblock und diversen ungezähnten Sätzen (Startpreis 5.000.-) sowie der letzte Teil des „Rheingold-Bestandes“. Allein dieser beinhaltet mit gut 400 Losen wiederum viele äußerst günstig taxierte Sammlungen und Briefposten. Hier bieten sich viele günstige Gelegenheiten für Sammler und Wiederverkäufer!

Fast 480 Sammlungen sind komplett im Internet zu „besichtigen“ – Fotos sämtlicher Albumseiten geben einen sehr guten Eindruck der Lose. Die Auktion ist derzeit als Saal-Auktion vorgesehen. Selbstverständlich können Interessenten schriftlich, per Fax, per Online-Gebot oder telefonisch bieten. Es wird für die meisten Lose auch die Möglichkeit geben Online live zu bieten. Wer persönlich an der Auktion teilnehmen möchte, sollte sich bitte wenigstens einen Tag vorher anmelden, damit alle Sicherheits-, Hygiene- und Abstandsregelungen eingehalten werden können. Eine Besichtigung ist in jedem Falle möglich, dies allerdings nur nach telefonischer Terminabsprache. Besucher werden mit ausreichend Abstand besichtigen, im Regelfall als einziger Kunde im Raum.

Der Katalog ist bereits online und unter auktion.reinhardfischerauktionen.de zu finden.