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70. Hadersbeck-Auktion: Spitzenpreise für seltene DDR-Farben!

28. November 2021

Berlin Die vier Säulen Fern-, Online-, Saal- und Kommissionärsbieter sorgten für eine erfolgreiche 70. Hadersbeck-Auktion vom 27. bis 29. Oktober 2021. Der Überseeteil startete mit 70 Losen China, die fast restlos verkauft wurden –  Ausruf 18 000, Gesamt­zu­schlag 32 000 Euro. Ein postfrischer Block MiNr. 8 mit Mängeln stieg trotzdem von 2000 auf 4600 Euro, die gestempelte Ver­sion von 3000 auf 3900 Euro. 1450 (1000) Euro bot ein Käufer für Block MiNr. 10 postfrisch. Die weiteren Ergebnisse des Teils Über­see/Europa waren auch überdurchschnittlich gut.

Bei Altdeutschland gab es ebenfalls sehr gu­te Ergebnisse, beispielsweise 2700 (2000) Euro für eine Bayern MiNr. 1 mit offenem Mühlradstempel. Das Deutsche Reich brach­te unterschiedliche Verkaufs­quo­ten. Beson­ders beliebt waren die Kai­serreichausgaben, aber auch Weimar und Drittes Reich mit vielen Standardausgaben waren gefragt. Ein Privatpost-Einschreibe­brief der HANSA Dres­den wurde von 500 auf 820 Euro gesteigert. 

Der zweite Auktionstag begann mit den deut­schen Ausgaben ab 1945. Auch hier konnte man viele sehr gute Ergebnisse beobachten, u. a. 980 (100) Euro für einen Brief aus Blankensee vom 28. Dezember 1945 mit Dienstsiegel als Notstempel. Bei der DDR verzeichneten seltene Farbe Spitzenergeb­nisse. Die MiNr. 253 bb postfrisch stieg von 400 auf 700 Euro, die MiNr. 323 zYI ge­stempelt von 750 auf 1050 Euro, die MiNr. 333 vaYI postfrisch von 500 auf 910 Euro und die MiNr. 415 YI postfrisch von 350 auf 820 Euro bei einem Katalogwert von 800 Euro! Eine Sammlung Peter-Winter-Fäl­schun­gen wurde von 500 auf 1600 Euro gesteigert. Am Nachmittag kam der numismatische Teil der Auktion unter den Ham­mer. Auch hier konnte eine sehr gute Ver­kaufs­quote erzielt wer­den.

Der dritte Versteige­rungs­tag war den Samm­lungen und Pos­­ten vorbehalten. Hier waren die Steige­run­gen teils enorm, Händ­ler und Sammler lieferten sich Bieter­ge­fech­te wie vor 20 Jah­ren.

Für die 71. Auktion kün­­­digt die Firma Ha­ders­­beck einen Son­der­ka­ta­log „Samm­lun­gen Dr. Kischkat Briefe Deutsch­land von Altdeutschland bis ca. 1990“ an.