menu

VORSCHAU: 32. Schlegel-Auktion in Berlin vom 15.–19. Mai 2023 mit Gscheidle-Marke

5. Mai 2023

(wm-pcp) Kunden des Berliner Auktionshauses hatte Andreas Schlegel bereits vor Wochen Postkarten mit dem Highlight der diesmaligen Auktionswoche zuschicken lassen: mit Abbildung der sog. Gescheidle-Marke von 1980. Diese wird nun postfrische Marke – es ist die einzige, die in dieser Erhaltung bekannt ist – wird nun am 15. Mai als Los 1 der „Exklusivitäten“ der Firma versteigert, wobei ein Schätzpreis mit 100.000–120.000 Euro angegeben ist.

In der Beschreibung heißt es zur Geschichte dieser nie am Schalter erschienenen Marke: „Moskau 1980 – Die boykottierten Olympischen Spiele. Die eindrucksvolle Sondermarke der Bundesrepublik war bereits gedruckt. Dann schloss sich das Deutsche Olympische Committee den Boykottstaaten an. 1980 kämpften in Moskau keine Athleten der Bundesrepublik Deutschland um Medaillen. Das beeindruckende Motiv der großen fünf Olympischen Ringe gelangte nie an die Postschalter. Die gesamte Auflage dieser großartigen Sondermarke wurde vernichtet. Ein einziges postfrisches Exemplar blieb in Privathand erhalten. Der Irrtum der Gattin des damaligen Postministers sorgte dafür. Über vier Jahrzehnte – weit mehr als eine Generation – liegen diese Ereignisse zurück. 

Lassen wir nochmals die historischen Fakten sprechen. Es war ein Irrtum der Gattin des damaligen Postministers, der für die wohl bedeutendste Kostbarkeit der Nachkriegsphilatelie sorgte. Was war geschehen? Der Postminister Kurt Gscheidle erhielt von seinem Ministerium einen Vorlagebogen der unverausgabten ‚Olympischen Ringe‘ für die Olympiade 1980 in Moskau. Dieser Vorlagebogen wurde versehentlich im Hause der Familie Gscheidle als Porto verwendet. Vor über 4 Jahrzehnten war es noch üblich dem Empfänger eines Briefes für seine Antwort das Rückporto beizulegen. Dieses als Rückporto vorgesehene Stück aus einem Brief für eine Freundin der Frau Gscheidle blieb postfrisch erhalten. Die ‚Gscheidle-Irrtümer‘ sind unter diesem Begriff in die Geschichte eingegangen.“

Weitere 110 Lose erwarten Interessenten in dieser 11. Ausgabe der Schlegel-Exklusivitäten. Erneut so manches Ungewöhnliche und Ausgefallene. Von hübschen altdeutschen Briefen bis zur internationalen Philatelie. Selbst eine fünfbändige Heimatsammlung DANZIG ist dabei und mit rund 5.000 Euro maßvoll angesetzt. 24 Lose mit Goldmünzen meist altdeutscher Staaten runden das Programm ab.

Kontakt: SCHLEGEL, Berliner Auktionshaus für Philatelie GmbH, Kurfürstendamm 200, 10719 Berlin, E-Mail: mail@auktionshaus-schlegel.de, Tel. 0 30/88 70 99-62. www.auktionshaus-schlegel.de