(Bonn / pcp) Der Katalog zu der 202. Auktion ist online! Das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer aus Bonn hält vom 13.–14. November 2025 seine 202. Versteigerung mit mehr als 5.000 Losen ab. Das Angebot enthält zahlreiche Raritäten, Besonderheiten und ein Qualitäts-Angebot gesuchter Ausgaben.
In außergewöhnlich schöner Luxus-Qualität findet sich der begehrte „Sachsen Dreier“ MiNr. 1a auf Drucksache zum Ausruf von 6.500.-. Der altbekannte Liebhaberbeleg wird von Attesten aus 1939, 1943 und einem aktuellen Fotoattest Vaatz BPP begleitet. Besonders außergewöhnlich und selten zugleich ist ein beeindruckender Bogenteil mit 25 Werten der 2 Mark-Innendienstmarke des Deutschen Reiches im Neudruck von 1899 (MiNr. 37ND). Diese Neudrucke wurden für den Berliner Händler Kosack gefertigt. Er handelt sich hierbei um die größte bekannte postfrische Einheit jener Marke, die noch dazu in völlig ursprünglicher und darüber hinaus tadelloser Erhaltung vorliegt. Für das Schaustück der Kaiserreich-Philatelie werden Gebote ab 8.000 Euro entgegengenommen. Unter den Kolonialausgaben hervorzuheben ist ein Paar der an sich schon raren unverausgabten 15 Piaster auf 3 Mark violettschwarz der Deutschen Post in der Türkei. Dabei findet sich der Aufdruck auf den Originalmarken in Type I sowie Type II (MiNr. VI/I + VI/II), dieses tadellos postfrisch erhaltene Typenpaar dürfte einmalig sein und stellt eine der größten Seltenheiten der Kolonial-Philatelie dar. Entsprechend werden Gebote erst ab 20.000 Euro entgegengenommen. Das umfangreiche Angebot der deutschen Nebengebiete bietet zahlreiche seltene Ausgaben durch alles Sammelgebiete bis zur in der vorliegenden echt gestempelten Erhaltung kaum einmal zu findenden „Urdruckserie“ des Saarlandes MiNr. 226/38I zum Ausruf von 8.000 Euro.
Spezialisierte Sammler der Deutschen Besetzung Frankreichs in Dünkirchen dürften beim Blick in den neuen Michel-Spezialkatalog eine Neuaufnahme der 90 C. +25 C. „Nationaldenkmal“ (MiNr. C48II) und 90 C. + 25 C. „Rundfunk für Blinde“ (MiNr. D48II) der Wohltätigkeitsausgabe mit Handstempelaufdruck festgestellt haben. Beide Werte waren bisher weder in der Literatur verzeichnet noch den Prüfern des Gebietes bekannt, und bei beiden Werten handelt es sich um Unikate – die entsprechend der Michel-Redaktion als Vorlagestücke dienten. Die Marken liegen in ungebrauchter Erhaltung vor – die Mindestgebote für die beiden Neuentdeckungen liegen bei jeweils 10.000 Euro.
In der Nachkriegsphilatelie kommen gesuchte Standardausgaben genauso wie seltene Varianten und Besonderheiten, unter Lose der „AM-Post“-Philatelie der Bizone besonders herausstechen. Von der 40 Pfg im deutschen Druck, gezähnt L11:11½ auf z-Papier (MiNr. 30dBz) kommt ein kompletter postfrischer Schalterbogen zu 100 Werten zur Auktion. Der Ausruf liegt, bei 20.000 Michel, um 1.500 Euro. Für die Sammler nichtdeutscher Gebiete hat Dr. Fischer wieder ein schönes Österreich- und Schweiz-Angebot zusammengetragen, ersteres glänzt mit einer spektakulären Neuentdeckung. Von der 2007 verausgabten Sondermarke „Haus des Meeres“ zu 55 Cent blieb ein Kleinbogen versehentlich ungezähnt (MiNr. 2694U). Dieses bis dato erstmals vorliegende Stück startet in tadellos postfrischer Erhaltung mit einem Mindestgebot von 3.000 Euro.
Das Sammlungsangebot bietet hochwertige Gelegenheiten für Sammler und Wiederverkäufer. Nahezu alle der fast 500 Lose stammen aus Sammlerhand. Von Nachlässen ohne jegliche Entnahmen über gut besetzte Ländersammlungen wie u.a. eine umfangreiche, komplett belassene Sammlung Liechtenstein bis 2015, hierin die Anfangswerte oft mit Attesten – bis hin zu zur Sammlung Volksrepublik China aus dem gesuchten Zeitraum 1949/65 mit u.a. Bl. 5/9 findet sich für jeden Spezialisten und Sammler eine interessante Offerte.
Mehr als 150 Sammellose sowie alle Einzellose inkl. deren Atteste kann man im Onlinekatalog von Dr. Fischer besichtigen, diesen und weitere Informationen zur Auktion und zum Auktionshaus finden Sie auf der Internetseite www.ReinhardFischerAuktionen.de