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VORSCHAU: 203. Dr. Reinhard Fischer-Auktion in Bonn am 3.–5. Februar 2026

26. Januar 2026

(Bonn / pcp) Mit einem aufsehenerregenden Angebot läutet Dr. Reinhard Fischer mit seiner 203. Auktion das Auktionsjahr 2026 ein. Das Auktionshaus in Bonn hält am 3.–5. Februar seine 203. Versteigerung mit mehr als 8.500 Losen ab. 

Zur Auktion wird ein Hardcover-Sonderkatalog aufgelegt, in welchem eine Auswahl an besonderen Stücken und Raritäten der Deutschland-Philatelie ab 1849 offeriert wird. Highlight des Sonderkataloges bildet die Detaillierung der Sammlung von Walter Zirath, der sich in der philatelistischen Welt als Händler, Prüfer und Kenner der deutschen Besatzungsausgaben des II. Weltkrieges einen Namen gemacht ist. In der Auktion werden zahlreiche Stücke aus seiner Prüfsammlung angeboten, daher waren diese dem Markt über Jahrzehnte entzogen. Im Bereich seiner Prüfgebiete Deutsche Besetzung in Russland und der Ukraine finden sich zahlreiche, wohl nicht so bald wiederkehrende, Gelegenheiten.

Bei den Dienstmarken von Bayern sticht ein kaum einmal angebotener 60 Pfg-Wert der Wappenausgabe mit abweichendem Wasserzeichen „enge senkrechte Wellenlinien“ MiNr. 23wY hervor. Diese Abart wurde in der Literatur über Jahrzehnte als Probedruck kategorisiert und entsprechend nicht gelistet. Das Mindestgebot für die Rarität in postfrischer Erhaltung liegt bei 2.500- Euro. Das hochkarätig besetzte Angebot des Deutschen Reiches bietet eine Vielzahl an seltenen und gesuchten Varianten, hierbei für den Sammler, der schon alles hat: ein außergewöhnlich schönes Stück des „Vineta-Provisoriums“ MiNr. AI, linke Hälfte, auf Briefstück zum Mindestgebot von 4.500- Euro. Das reichhaltige Angebot der Deutschen Kolonien bietet die ganze Bandbreite des Sammelgebietes bis hin zu Werten der Besatzungsausgaben, hierbei die nur in 20 Exemplaren hergestellte 50 Pfg. „Kaiseryacht“ der Britischen Besetzung von Togo mit Zeilenabstand 2 mm MiNr. 8II auf Luxusbriefstück zum Mindestgebot von 4.000- Euro. Ein Unikat – zumindest in postfrischer Erhaltung – ist die 5 M. „Reichsgründungsgedenkfeier“ von Danzig mit kopfstehendem Aufdruck (MiNr. 15BII K). Die tadellos erhaltene große Seltenheit der Danzig-Philatelie dürfte auch für den Germania-Spezialisten reizvoll sein, außer dem für 20.000- Euro angebotenen Stück sind schon längere Zeit lediglich 2 gestempelte Exemplare bekannt.

Spezialisierte Sammler der Deutschen Besetzung Frankreichs in Dünkirchen dürften beim Blick in den neuen Michel-Spezialkatalog eine Neuaufnahme der 90 + 35 C. (MiNr. E48II) und 90 + 50 C. (MiNr. F48II) Wohltätigkeitsausgabe mit Handstempelaufdruck festgestellt haben. Beide Werte waren bisher weder in der Literatur verzeichnet noch den Prüfern des Gebietes bekannt, und bei beiden Werten handelt es sich um Unikate – die entsprechend der Michel-Redaktion als Vorlagestücke dienten. Die Mindestgebote für die beiden tadellos ungebraucht erhaltenen Neuentdeckungen liegen bei jeweils 10.000.- Euro. Die „Verwaltungsausschuss“-Überdruckserie der Deutschen Besetzung von Montenegro MiNr. 10/19 ist mit einer Auflage von lediglich 1.000 Sätzen schon postfrisch recht selten, in echt gestempelter Erhaltung zählt sie zu den größten Raritäten der Besetzungs-Philatelie. Für einen einwandfrei erhaltenen Satz auf zwei nicht postalisch beförderten Belegen werden Gebote ab 12.000.- Euro entgegengenommen.

Aus dem umfangreichen Angebot der Besetzung Russlands und der Ukraine aus der Sammlung Walter Zirath mit einer Vielzahl an Besonderheiten wie Probedrucken, Abarten, Varianten und Bogenteilen bis hin zu Ganzsachen sei an dieser Stelle exemplarisch die 10 auf 1 Rubel-Freimarke von Alexanderstadt mit doppeltem Aufdruck (MiNr. 16III DD) erwähnt. Von der dekorativen Abart sind lediglich 3 Stück bekannt geworden, das tadellos postfrisch erhaltene Stück geht mit einem Mindestgebot von 15.000.- Euro in die Auktion.

Bei der Nachkriegsphilatelie sticht das Angebot der Bundesrepublik heraus, mit dem in einer Kleinstauflage von lediglich 100 Exemplaren produzierten „Verkehrsausstellungsblock“ auf Büttenpapier (MiNr. S167/70). Letzterer befindet sich in tadelloser Erhaltung im entsprechenden Minister-Motivbuch welches anlässlich der Ausstellung überreicht wurde. Inhalt dieses Buches sind weitere teils gesuchte Ausgaben wie ein postfrischer „Chicago-Fahrt“ Satz (MiNr. 496/98) des Deutschen Reiches. Für das spektakuläre Schaustück der frühen Bundespost-Philatelie werden Gebote ab 6.000.- akzeptiert.

Der Hauptkatalog beinhaltet gleichermaßen zahlreiche Raritäten, Besonderheiten und ein Qualitäts-Angebot gesuchter Ausgaben. Die Altdeutschland-Philatelie bietet gleich mehrere „Bayern Einser“ in allen Erhaltungen verschiedener Platten bis hin zur MiNr. 1Ia auf Drucksache in Kabinett-Erhaltung zum Ausruf von 2.300.- Euro. Zudem wird der erste Teil der Detaillierung einer eindrucksvollen Sammlung Nummernstempel von Preußen angeboten. Die Offerte des Deutschen Reiches ist wie immer umfangreich spezialisiert mit gesuchten Ausgaben wie der 1 Mrd. Mark im Plattendruck in der seltenen Nuance schwärzlichbraun (MiNr. 325 APb) oder dem „Nothilfeblock“ MiNr. Bl.2 mit auf dieser Ausgabe seltenem Sonderstempel der „OSTROPA“-Postwertzeichenausstellung. Beide Lose werden jeweils ab 3.500.- offeriert und sind tadellos erhalten. Ähnlich spektakulär ist das Angebot der Deutschen Kolonien mit u.a. einer 50 Mark Ozeanreederei mit dem seltenen Wasserzeichen Y „fallend“ (MiNr. 14Y), welche nur ein wenigen Exemplaren bekannt geworden ist. Das tadellos postfrisch erhaltene Stück mit rechter unterer Bogenecke wird für 7.500.- angeboten, nicht minder spektakulär ist ein „Urdruck“-Satz aus dem Saarland MiNr. 226/38I in echt gestempelt kaum einmal zu findender Erhaltung mit Mindestgebot 8.000.- Euro. Ein Pendantstück zur Marke aus der Sammlung Walter Zirath findet sich bei den Besetzungsausgaben von Alexanderstadt, die MiNr. 16III in postfrischer Erhaltung mit „normalem“ Aufdruck. Der Ausruf für die Seltenheit liegt bei ebenfalls 8.000.- Euro. Aus der Auflösung eines Bogenbestandes der Alliierten Besetzung resp. Bizone kommen eine Vielzahl an Losen zur Auktion, hierunter auch seltene Varianten wie die MiNr. 950 in c-Farbe (Mi. über 38.000.-) mit einem moderaten Ausruf von 2.000.- Euro. Die nichtdeutschen Gebiete warten mit einem vielfältigen Angebot auf, hierunter die erste Briefmarke von Finnland in tadellos gestempelter Erhaltung oder der gesuchte „WIPA“-Block MiNr. Bl. 1 von Österreich in postfrischer Qualität mit Mindestgeboten von jeweils 1.000.- Euro.

Das Sammlungsangebot bietet wieder zahlreiche Gelegenheiten für Sammler und Wiederverkäufer. Nahezu alle der fast 1.200 Lose stammen aus Sammlerhand. Von gut besetzten Ländersammlungen wie u.a. Liechtenstein postfrisch/ungebraucht bis 2015 komplette mit einigen Attesten für 2.500.- Ausruf bis hin zu Nominalposten und Stempelsammlungen findet sich für jeden eine interessante Offerte.

Mehr als 450 Sammellose sowie alle Einzellose inkl. deren Atteste kann man im Onlinekatalog von Dr. Fischer besichtigen, diesen und weitere Informationen zur Auktion und zum Auktionshaus finden Sie auf der Internetseite www.ReinhardFischerAuktionen.de .

Bitte machen Sie für Besichtigung und persönliche Teilnahme an der Auktion einen Termin aus. Selbstverständlich können Sie schriftlich, per Fax, per Online-Gebot oder telefonisch bieten, Sie können aber auch Online-Live, für den Sonderkatalog und die Sammlungen auch wieder über Philasearch, bieten.