(Nina Neubauer / pcp) Mit dem 8. Band der Pharao-Reihe steht erneut ein außergewöhnliches Zeppelinpost-Angebot mit über 1.100 Losen im Mittelpunkt. Zu den herausragenden Stücken zählt Los 1859, ein „Crash Cover“ der Hindenburg von der ersten Nordamerikafahrt 1937 an Frau Emmy Kleman in Buffalo. Der Beleg hat rückseitig die Verschlussstreifen der deutschen Devisenkontrolle und ist der einzig bekannte Beleg der Absturzpost, welcher diese Behandlung erfahren hat. Der Beleg befindet sich im originalen US-Siegelumschlag, ist in der Morgan Annex Liste verzeichnet und in Leders Standardwerk Zeppelin Crash Mail abgebildet. Das ausführliche Fotoattest Leder BPP unterstreicht seine herausragende Stellung. Der Ausruf beträgt 10.000 Euro.
Nicht minder bemerkenswert ist Los 1363, eine spektakuläre Karte der Ägyptenfahrt 1931 mit der seltenen 50-Millièmes-Zeppelinmarke mit der Abart „1951“, dem SUEZ-Sonderstempel und dem deutschen Flugstempel der Palästina-Rundfahrt. Die ägyptische Zeppelin-Fotokarte, adressiert an den ägyptischen Vizeminister für Kommunikation Mohammed Bey besitzt eine außergewöhnliche Bedeutung. Auch hier liegt der Ausruf bei 10.000 Euro.
Weitere Spezialitäten sind unter anderem Los 1316, eine Bordpostkarte der Viktoria Luise von 1914 – nach bisheriger Kenntnis die einzige Fahrt mit Entwertung bayerischer Frankaturen an Bord – sowie Los 1198, ein bemerkenswerter Beleg der Schweizfahrt 1933 mit Weiterleitung über den Dampfer EUROPA zum Katapultflug nach New York. Beide Stücke demonstrieren eindrucksvoll die postalischen Besonderheiten der Luftschiffpost.
Das Gebiet Übersee hält spannende Marken und Belege der chinesischen Philatelie bereit. Darunter beispielsweise ein Theaterblock von 1962, postfrisch im vollen Originalformat (Los 3045, Ausruf: 4.000 Euro). Außerdem mehrere rote Affen, Maos Thesen in ungefalteten 5er-Streifen und Maos Gedichte sowie gute Ausgaben und Blocks der 60er bis frühen 80er Jahre.
Aus dem Gebiet zaristisches Russland kommt eine 5 Kopeken Stadtpostmarke für St. Petersburg und Moskau als kompletter Schalterbogen zum Ausruf, eine sehr seltene Einheit in postfrischer, farbfrischer Erhaltung (Los 3374, Ausruf: 2.000 Euro).
Stark aufgestellt ist in dieser Auktion unter anderem Altdeutschland mit den Schwerpunkten Sachsen und Preußen. Dabei dürfte besonders Sachsen mit mehreren Sachsen Dreiern und posthistorisch interessanten Belegen Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Hervorzuheben sind dabei unter anderem ein Sachsen Dreier in Farbe lebhaftrot, Platte V, Type 20. Das eindrucksvolle Exemplar auf postgeschichtlich interessantem Beleg startet mit einem Ausruf von 4.000 Euro (Los 3803). Eine weitere Altdeutschland-Besonderheit bieten die Landpost-Marken von Baden: 12 Kreuzer als waagerechte Halbierung auf kleinem Briefstück. In ursprünglicher und farbfrischer Erhaltung, natürlich entsprechend attestiert. Dieses Los bietet eine seltene Gelegenheit für die große Badensammlung (Los 3555, Ausruf: 5.000 Euro).
Im Bereich Deutsches Reich, Weimarer Zeit ist unter anderem die 1930 unverausgabt gebliebene 1 M Burg Rheinstein (MiNr. IX) mit neuer Wertbezeichnung „Reichsmark“ im Angebot. Diese in nur wenigen Exemplaren auf ungummiertem Papier hergestellte Marke liegt als einwandfrei erhaltenes Exemplar dieser überaus seltenen Rarität vor (Los 4129, Ausruf: 1.200 Euro).
Eine ausgesprochene Top-Rarität der Philatelie des Dritten Reichs ist der angebotene Olympia-Block ungezähnt, mit sauberem und zentrischem Sonderstempel IX OLYMPIADE SEGELN 1936 KIEL 10.8.36, in voller Originalgröße. Dieses im Michel gestempelt nicht gelistete Stück ist das einzig bekannte Stück mit Sonderstempel Segeln (Los 4203, Ausruf: 11.000 Euro).
Die sowjetische Besatzungszone wartet mit einer 15 Pfennig dunkelbraungelb mit Nähmaschinen-Durchstichzähnung 12½ auf. Eine außerordentlich seltene Marke, ideal zentrisch gestempelt DITTMANNSDORF 14.8.45 und allseits gleichmäßig durchstochen (Los 136, Ausruf: 2.800 Euro).
Ein umfangreicher Sonderkatalog präsentiert die hochkarätige Sammlung „Nova Initia“ mit ihrem besonderen Fokus auf die deutsche Philatelie der Jahre 1945 bis 1955. Zu den Highlights zählt eine spektakuläre Mehrfachfrankatur der 25-Pfennig-Virchow-Marke mit acht Exemplaren auf einer portogerechten Nachnahme-Paketkarte (Los 307, Ausruf 8.000 Euro). Ebenfalls bemerkenswert ist die seltene vollständige Garnitur der drei Goethe-Ankündigungskartons zu 10, 20 und 30 Pfennig (Los 431, Ausruf 1.500 Euro).
Im Bereich der Autographen findet sich ein erneut ein vielseitiges Angebot mit bekannten Namen aus den unterschiedlichsten Sammelgebieten. Darunter beispielsweise eine Originalzeichnung von Peyo, dem Schöpfer der Schlümpfe (Los 2519, Ausruf: 250 Euro). Aus der Literatur ist stellvertretend Gerhard Hauptmann zu nennen (Los 2626, Ausruf: 120 Euro). Musik-Fans dürfen sich beispielsweise über ein signiertes Foto von Bonnie Tyler freuen (Los 2624, Ausruf: 50 Euro). Einzellose und Konvolute aus den Bereichen Film und Fernsehen, Politik, Fußball und dem allgemeinen Sport runden das Angebot ab. Auch die stets äußerst beliebten signierten Bücher halten wieder Highlights bereit.
Am Auktionsfreitag folgt das umfangreiche Sammlungsangebot. Nach der außerordentlich positiven Resonanz in der Jubiläumsauktion im Juni werden erneut 50 ausgesuchte Lose beginnend bei einem Ausruf von 50 Euro versteigert. Damit bietet sich eine einzigartige Gelegenheit attraktive Lose zu einem einmaligen Preis zu erwerben.
Doch auch der reguläre Sammlungsteil hat einiges zu bieten und umfasst zahlreiche unberührte Posten.
Alle Lose sind im Online-Katalog abrufbar, darüber hinaus stehen sie auch als E-Paper zur Verfügung. Gebote können im Online-Katalog, per E-Mail und Fax oder auf der Plattform Philasearch.com abgegeben werden. Für eine Besichtigung in Neuss vor Ort ist eine Voranmeldung notwendig. Die Auktion findet im hauseigenen Saal in Neuss, sowie als Online-Live-Auktion bei auktionen.felzmann.de statt. Für das LiveBidding während der Auktion ist eine einmalige Registrierung bis spätestens 24 Stunden vor Auktionsbeginn erforderlich. Weitere Informationen sowie aktuelle Hinweise zur Auktion erhalten Sie unter www.felzmann.de.