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BDB News

(Bonn/pcp) Das umfangreiche Angebot mit mehr als 5.000 Losen bietet erneut ein reichhaltig besetztes Angebot durch alle Bereiche der Philatelie. Neben gesuchten Klassikern der Altdeutschen Staaten wie einem „Bayern Einser“ in gestempelter Kabinett-Erhaltung (MiNr. 1Ia, Ausruf 1.000.-) bietet der Katalog diesmal ein interessantes Angebot Baden mit der Auflösung eines alten Briefbestandes sowie außergewöhnlich schönen Exemplaren der immer begehrten Höchstwerte. Die 18 Kreuzer in der seltenen dunkelgrünen Nuance, MiNr. 21b, in gestempelter Luxus-Qualität startet mit 1.000.-, die 30 Kreuzer MiNr. 22b in einwandfreier Kabinett-Erhaltung wird mit 800.- ausgerufen. Nahezu alle Lose werden mit neuen Expertisen Stegmüller BPP angeboten.

Die Ära des Deutschen Reiches wird durch die Auflösung mehrerer außergewöhnlicher Sammlungen geprägt. So wird eine schon ab den ersten Ausgaben, den „Brustschild-Werten“ in ungestempelter Erhaltung komplett ausgebaute Kollektion detailliert, unter den ebenfalls mit neuer BPP-Prüfung angebotenen Werten finden sich Seltenheiten bis hin zur MiNr. 1 im postfrischen-Luxus-4er-Block zum Ausruf von 2.500.-, Kabinettstücke der MiNr. 7 und 8 je einwandfrei postfrisch zu Rufpreisen von je 2.200.-, die rare MiNr. 10 gleichermaßen in postfrischer Kabinett-Erhaltung zum Ausruf von 6.500.- , ein Luxusstück der MiNr. 11 mit Plattenfehler I postfrisch zum Startpreis von 2.500.- und ein postfrischer 4er-Block der MiNr. 27 zum Startgebot von 7.000.-. Aber auch die Sammler späterer Ausgaben kommen nicht zu kurz, so findet sich die 10 Pfg Germania „Reichspost“ in der seltenen Farbe rotkarmin (MiNr. 56b) in unsignierter postfrischer Erhaltung mit einem Schätzpreis von 2.300.- ebenso wie ein gestempelter „Nothilfeblock“ MiNr. Bl. 2 in einwandfreier Erhaltung zum Ausruf von 4.000.- und die echt gestempelt äußerst seltenen Markwerte der Freimarkenausgabe „Hitler“ in B-Zähnung als Komplettsatz (Ausruf 1.000.-) sowie teils auf Belegen, hier u.a. die 5 DM auf Wertbrief über 21.000.- RM nach Erfurt (Ausruf 800.-). 

Die Kolonialphilatelie begeistert auch in der kommenden Auktion mit zahlreichen gesuchten Werten in postfrischer Erhaltung sowie seltenen Briefen und Stempeln. Neben einer nennenswerten Zahl an ungezähnt gebliebenen Marken sticht hier besonders ein Schiffspostbrief von Deutsch-Südwestafrika hervor. Der Absender war August Schmerenbeck, dieser erwarb 1893 aus Regierungsbesitz ein Grundstück in Windhuk, auf welchem er sein Geschäfts- und Wohnhaus  sowie ein weiteres Gebäude, das er der Postverwaltung zur Verfügung stellte, errichtete. Jener Brief wurde am 11.2.1907 mit Stempel „DSP DEUTSCH-SÜDWESTAFRIKA CAPSTADT II“ versehen, es handelt sich hierbei um die früheste bekannte Verwendung des außerordentlich seltenen Seepost-Stempels. Das Mindestgebot für dieses, auch für die „Social Philately“ interessanten Stückes, liegt bei 2.000.-.

Traditionell stark besetzt sind bei Dr. Fischer die deutschen Nebengebiete und Besatzungsausgaben. Neben einem umfangreichen Angebot Danzig und des Sudetenlandes finden sich auch Großraritäten im Auktionskatalog. Ein unzertrennter Druckbogen des „Kopernikus“-Kleinbogens des Generalgouvernements mit 4 ungezähnten Kleinbogen mit Form-Nummer „II“ aus einer Druckprobe (MiNr. 104P2) wird für 6.000.- offeriert, hierbei handelt es sich um den einzigen in dieser Form erhalten gebliebenen Bogen. Nicht minder spektakulär sind zwei Lose aus der Besatzungszeit von Jersey. Auf Anordnung des deutschen Hauptmanns Gussek wurden vorgefundene britische Freimarken mit Aufdruck „Hakenkreuz + JERSEY 1940“ versehen. Die in Auflagen von 60 bzw. 40 Stück vierzehn der angefertigten Werte wurden jedoch nicht genehmigt, sodass ein großer Teil vernichtet wurde. Nur einzelne Sätze sind erhalten geblieben, die Startpreise der postfrischen Ausgaben liegen bei 10.000.- (Kleinformate) und 5.000.- (Querformate).

Die Nachkriegsphilatelie bietet neben den gesuchten Standardausgaben ebenfalls eine Vielzahl interessanter Lose. Besonders reichhaltig sind in dieser Auktion die Gebiete der SBZ und DDR besetzt, mit Seltenheiten wie dem gestempelten Bl.13 in der Wasserzeichenvariante 13YI, von welchem nur wenige Stücke bekannt geworden sind (Ausruf 1.000.-). Oft fehlend und kaum einmal als Komplett-Garnitur angeboten werden die „Bauten“-Zusammendrucke von West-Berlin (MiNr. W17/SKZ4), in postfrischer Erhaltung sind diese ab 1.300.- zu ersteigern.

Für die Sammler nichtdeutscher Gebiete bietet der Auktionskatalog zahlreiche populäre Ausgaben europäischer Sammelgebiete, insbesondere Frankreichs, Österreichs und der Schweiz sowie ein umfangreiches Angebot der gesuchten Ausgaben der Volksrepublik China mit moderaten Ansatzpreisen. Unter den mehr als 100 Losen finden sich Highlights wie der „Schauspielkunst“-Satz gezähnt und geschnitten in postfrischer Erhaltung (Ausruf 1.000.- bzw. 3.000.-), „Maos Thesen“ in ungefalteten 5er-Streifen mit linkem Bogenrand sowie „Fünf neue Direktiven Maos“ in 5er-Streifen mit linker unterer Bogenecke und entsprechenden „Imprints“, je zum Startpreis von 2.000.-. Selbstverständlich werden auch nahezu alle der populären Blockausgaben in einwandfreier postfrischer Erhaltung angeboten.

Das Sammlungsangebot bietet wieder zahlreiche Gelegenheiten für Sammler und Wiederverkäufer. Nahezu alle der fast 700 Lose stammen aus Sammlerhand.  Es werden eine Vielzahl von Nachlässen ohne jegliche Entnahmen versteigert. Von riesigen reichhaltig ausgebauten Sammlungen Altdeutschland mit Startpreisen bis zu 10.000.-, über zahlreiche gut besetzte Ländersammlungen wie u.a. Schweiz zum Ausruf von 4.000.- und zwei Sammlungen VR China bis hin zu mehr als 70 „Fundgruben und Aufräumposten“ findet sich für jeden Spezialisten und Sammler eine interessante Offerte.

Mehr als 420 Sammellose sowie alle Einzellose inkl. deren Atteste kann man im Onlinekatalog von Dr. Fischer besichtigen, diesen und weitere Informationen zur Auktion und zum Auktionshaus finden Sie auf der Internetseite www.ReinhardFischerAuktionen.de .

(wm-pcp) Neben zwei umfangreichen Hauptkatalogen, die fast 8.000 Lose aus aller Welt präsentieren, bietet das bekannte Auktionshaus auch die Bundesrepublik-Sammlung von Guido Gabisch (Losnummer 201–879) an. Sie besticht – gerade bei der sog. Posthornmarken-Serie der frühen 1950er-Jahre – durch ausgefallene Brieffrankaturen, großen Einheiten (teils auch auf Brief!), FDC, Spezialitäten (wie z. B. Oberrandstücke, Massenfrankaturen auf Verrechnungsbögen, HAN etc.), wie man sie in dieser Vielfalt und Fülle kaum einmal sieht. Ähnlich hochklassisch ist das Angebot zu den verschiedenen Heuss-Serien.

Gut 700 Lose zur Luft- und Zeppelinpost warten auf interessierte Aerophilatelisten. Von besonderem Interesse dürfte das bisher noch völlig unbekannte Stück der 1. Nordamerikafahrt („Katatstrophenfahrt“) der LZ 129 „Hindenberg“ aus dem Jahr 1937 sein, denn diese Postkarte von dem an Bord damals anwesenden Heinrich Bauer ist selbst nicht in dem Standardwerk „LZ-129 Hindenburg / Zeppelin Crash Mail“ von Dieter Leder (Mai 2012) noch nicht registriert. Bislang ist es erst das zweite für die Rückfahrt vorgesehene Stück, das bekannt geworden ist. 

Kontakt: SCHLEGEL, Berliner Auktionshaus für Philatelie GmbH, Kurfürstendamm 200, 10719 Berlin, E-Mail: mail@auktionshaus-schlegel.de, Tel. 0 30/88 70 99-62. www.auktionshaus-schlegel.de 

(wm-pcp) Kunden des Berliner Auktionshauses hatte Andreas Schlegel bereits vor Wochen Postkarten mit dem Highlight der diesmaligen Auktionswoche zuschicken lassen: mit Abbildung der sog. Gescheidle-Marke von 1980. Diese wird nun postfrische Marke – es ist die einzige, die in dieser Erhaltung bekannt ist – wird nun am 15. Mai als Los 1 der „Exklusivitäten“ der Firma versteigert, wobei ein Schätzpreis mit 100.000–120.000 Euro angegeben ist.

In der Beschreibung heißt es zur Geschichte dieser nie am Schalter erschienenen Marke: „Moskau 1980 – Die boykottierten Olympischen Spiele. Die eindrucksvolle Sondermarke der Bundesrepublik war bereits gedruckt. Dann schloss sich das Deutsche Olympische Committee den Boykottstaaten an. 1980 kämpften in Moskau keine Athleten der Bundesrepublik Deutschland um Medaillen. Das beeindruckende Motiv der großen fünf Olympischen Ringe gelangte nie an die Postschalter. Die gesamte Auflage dieser großartigen Sondermarke wurde vernichtet. Ein einziges postfrisches Exemplar blieb in Privathand erhalten. Der Irrtum der Gattin des damaligen Postministers sorgte dafür. Über vier Jahrzehnte – weit mehr als eine Generation – liegen diese Ereignisse zurück. 

Lassen wir nochmals die historischen Fakten sprechen. Es war ein Irrtum der Gattin des damaligen Postministers, der für die wohl bedeutendste Kostbarkeit der Nachkriegsphilatelie sorgte. Was war geschehen? Der Postminister Kurt Gscheidle erhielt von seinem Ministerium einen Vorlagebogen der unverausgabten ‚Olympischen Ringe‘ für die Olympiade 1980 in Moskau. Dieser Vorlagebogen wurde versehentlich im Hause der Familie Gscheidle als Porto verwendet. Vor über 4 Jahrzehnten war es noch üblich dem Empfänger eines Briefes für seine Antwort das Rückporto beizulegen. Dieses als Rückporto vorgesehene Stück aus einem Brief für eine Freundin der Frau Gscheidle blieb postfrisch erhalten. Die ‚Gscheidle-Irrtümer‘ sind unter diesem Begriff in die Geschichte eingegangen.“

Weitere 110 Lose erwarten Interessenten in dieser 11. Ausgabe der Schlegel-Exklusivitäten. Erneut so manches Ungewöhnliche und Ausgefallene. Von hübschen altdeutschen Briefen bis zur internationalen Philatelie. Selbst eine fünfbändige Heimatsammlung DANZIG ist dabei und mit rund 5.000 Euro maßvoll angesetzt. 24 Lose mit Goldmünzen meist altdeutscher Staaten runden das Programm ab.

Kontakt: SCHLEGEL, Berliner Auktionshaus für Philatelie GmbH, Kurfürstendamm 200, 10719 Berlin, E-Mail: mail@auktionshaus-schlegel.de, Tel. 0 30/88 70 99-62. www.auktionshaus-schlegel.de 

(wm-pcp) Die Titelfrage stellt sich zu Recht, denn in den bisherigen Versteigerungen der Sammlung „Königreich Württemberg 1851 bis 1875“ blieb kein einziges Los unverkauft. Eine Bestmarke, die ebenso ungewöhnlich, gar der absolute Ausnahmefall ist, wie das Angebot, das nun für Teil VI dieser Kollektion vorliegt. Es umfasst die Lose 1785–2096 und bereits der auf dem Katalogumschlag ersichtliche Viererblock der 9 Kreuzer karmin lässt erahnen, welche Raritäten auch dieses Mal ausgerufen werden. Immerhin ist dieses Luxusstück (ex Ferrary, ex Boker) die größte ungebraucht bekannte Einheit dieser Marke, mit vollständiger Originalgummierung und in Luxus-Qualität, was die zweite bekannte Einheit nicht aufweisen kann. 

Meiners, Inhaber des Kölner Auktionshauses Dr. Wilhelm Derichs, merkt in seinem Vorwort zum Katalog an: „Im ersten Katalog hat Thomas Heinrich die anstehende Auktionsserie als historisch eingestuft. Jetzt bei Teil 6 von 8 angelangt, können die meisten Sammler die Verleihung dieses Attributes besser nachvollziehen. Ohne Übertreibung kann man davon sprechen, daß jeder der sechs Kataloge eine bedeutende Württemberg-Sammlung gezeigt hätte, wäre es denn ein Einzelkatalog für eine andere Württemberg-Sammlung gewesen. Und es gab vor Beginn der Auktionsserie kaum eine Württemberg-Sammlung, die für auch nur einen der TROST-Teile eine Konkurrenz gewesen wäre. Freilich sind inzwischen einige neue Sammlungen entstanden, die das für sich in Anspruch nehmen können, da deren Eigentümer die Gunst der Stunde genutzt und investiert haben.

Historisch waren und sind auch die Zeiten, in denen die Auktionen stattfanden. Die erste Auktion musste wegen des ersten Corona-Lockdowns vom Frühjahr auf den Herbst verschoben werden, die zweite Auktion fand wegen eines weiteren Lockdowns nur online statt und bis zur letzten Auktion war Corona immer ein Thema. Vor der vierten Auktion kam der Kriegsausbruch in Osteuropa und im Zusammenhang mit all diesen Entwicklungen eine Inflation, wie meine Generation sie vorher nicht gekannt hatte. Die Versteigerung der Sammlung TROST war ein Beleg dafür, dass Philatelie ein krisensicheres Investment sein kann, denn die Ergebnisse der ersten fünf Auktionen hätten wir vor dem Start der Auktionsserie nicht für möglich gehalten.

Wenn ich später einmal an die TROST-Auktionsserie zurückdenken werde, dann wird für mich die Geschichte der ersten Hälfte der 2020er Jahre präsenter und greifbarer sein, denn der Höhepunkt meiner beruflichen Laufbahn wird dann verknüpft sein mit diesen turbulenten Jahren. So wie ich die Auktionsserie insgesamt als den Höhepunkt meiner Laufbahn sehe, so war die Absage der ersten TROST-Auktion für mich der Tiefpunkt. Ein Tiefpunkt, an dem ich selbst keine Schuld hatte. Es war ein Auf und Ab in den letzten Jahren — für alle von uns.“

Die Zeit der ‚Tiefpunkte‘ ist vorbei. Man darf auch bei der kommenden Versteigerung davon ausgehen, dass sie zu einem weiteren Höhepunkt der Altdeutschland-Philatelie werden wird, die Meiners – man ist geneigt zu sagen, wie gewohnt – edel zelebrieren wird. Erneut im Kölner Luxushotel „Excelsior Hotel Ernst“, gleich am Dom gelegen, wo um 10.30 Uhr die Auktion startet. Um sich für die absehbaren Bietergefechte zu stärken, erwartet zur Begrüßung ein kleines Frühstück auf die Besucher, aber auch erneut ein hörenswerter akustischer Rahmen, denn auch diese Versteigerung wird musikalisch durch Piano-Klänge begleitet, wenn es passt. Vielleicht mit dem Song „Blue Eyes“ von Elton John nach dem erfolgreichen Zuschlag einer blauen Briefmarke. Um Punkt 13.00 Uhr bittet Roland Meiners die Anwesenden zu Tisch, wo sie von der Küche des Excelsior Hotel Ernst mit einem mehrgängigen Mittagessen verwöhnt werden. Die Auktion wird dann um 14.30 Uhr fortgesetzt und um 16.00 Uhr wird das am Klavier gespielte Lied „Aber bitte mit Sahne“ der Startschuss für das Kuchen-Buffet sein. Anschließend werden die letzten Lose des Tages versteigert und Meiners rechnet mit einem Ende der Auktion zwischen 18.00 Uhr und 19.00 Uhr.

Beachten sollte man vielleicht auch seine Empfehlung: „Bringen Sie doch Ihre Partnerin mit zur Auktion. Es wird auch den Damen gefallen. Für die Planung der Küche ist Ihre Anmeldung mit Personenzahl erforderlich, wenn Sie an der Auktion persönlich teilnehmen möchten. Diese Anmeldung kann formlos erfolgen (telefonisch, per Post oder per Email). Ihre Anmeldung muss uns bis Freitag, den 28. April, 11.00 Uhr, vorliegen. Sie helfen uns, wenn Sie sich frühzeitiger anmelden.

Die Auktion wird wieder hybrid als klassische Saalauktion stattfinden mit der Möglichkeit, live von zu Hause über das Internet via PHILASEARCH mitzubieten. Wir hoffen, möglichst viele von Ihnen persönlich in Köln in unserer Mitte zu haben und laden Sie sehr herzlich zur Versteigerung ins Excelsior Hotel Ernst ein.“ 

Und wer nicht die Möglichkeit hat, in Köln bei diesem Event dabei zu sein, dem sei der nähere Blick in diesen Luxuskatalog (Hardcover mit Schutzumschlag und goldener Titel- und Buchrückenprägung, 160 Seiten) ans Herz gelegt. Den Leser erwartet neben dem ausgefallenen Angebot der kleinen sowie großen Pretiosen in ausgesucht bester Erhaltung auch eine weitere Folge der Artikelreihe von Prof. Dr. Herbert Zielinski („Gesellschaftliche Entwicklungen in Württemberg um 1850“). Gleich, ob Meiners den Rekord bricht, eines steht schon heute fest: die Katalogreihe der acht angesetzten Versteigerungen wird zu einem Luxus-Handbuch der Württemberg-Philatelie werden, dass es in dieser Form bisher nicht gab. 

Kontakt: Dr. Wilhelm Derichs GmbH, Bonner Str. 501, 50968 Köln (Marienburg), Tel. 02 21/2 57 66 02, E-Mail: derichs_gmbh@web.de

(Mülheim) Einen Monat vor der IBRA 2023 in Essen lädt das Auktionshaus Rauhut & Kruschel am 21. und 22. April 2023 ins nahe gelegene Mülheim an der Ruhr zur großen Frühjahrsauktion. Und diese kann sich sehen lassen! Das Programm der 217. Versteigerung präsentiert eine vielseitige Zusammenstellung reizvoller Philatelie mit mehr als 10.000 Losen und zahlreichen Highlights. Eine große Bandbreite an Einzellosen diverser Sammelgebiete sowie ein spannender Raritäten-Sonderteil erwarten die Sammler und Händler zum Auftakt am Freitag (21. April). Am Auktionssamstag (22. April) folgt das umfangreiche Angebot unberührter Nachlässe, Posten und Sammlungen und man darf sich auf eine spannungsgeladene Live-Atmosphäre im Auktionssaal mit so manchen Bietergefechten einstellen. 

Von kleinen und großen Seltenheiten…

Eine außergewöhnliche Zusammenstellung von 655 Losen umfasst allein der ansprechende Raritäten-Sonderteil. Von der Vorphilatelie bis zur Moderne, von Altdeutschland über Europa bis Übersee kommen ausgewählte Seltenheiten zum Ausruf, die Sammlerherzen höher schlagen lassen. Gut die Hälfte entfällt auf die Sammelgebiete der altdeutschen Staaten, wobei hier insbesondere Hannover und Preußen mit mehr als 80 Positionen hervorstechen. Von der Vorphilatelie über Marken, Briefe und Ganzsachen bis zu den Stempeln wird eine beeindruckende Vielfalt geboten. Eines der großen Highlights ist das Titelstück des Kataloges (Los 303), ein Einschreiben der zweiten Gewichtsstufe aus Stuttgart nach Bukarest/Rumänien mit einzigartiger Mischfrankatur. 

Die anschließenden Positionen des Deutschen Reichs ab 1872 bis 1945 inkl. Gebiete bieten viele weitere Glanzstücke. Zeppelinpost-Sammler werden ihr Augenmerk auf einen seltenen Lakehurst-Katastrophen-Brief mit niederländischer Frankatur legen, der Zeuge des Untergangs der „Hindenburg“ war. Die deutsche „Moderne“ präsentiert unter anderem zahlreiche Brief-Zusammenstellungen nach Jahrgängen, die mit ausschließlich besseren Einzel- und Mehrfachfrankaturen bestechen. Hinzu kommt ein außergewöhnliches Abarten-Angebot ungezähnter Marken, Bögen und Einheiten, das man so nur selten sieht. 

Im Bereich der internationalen Philatelie sticht unter anderem ein umfangreicher Teil Dänemark mit Fokus auf den 4 R.B.S.-Marken und deren Abstempelungen hervor. Mit einem der frühesten bekannten Grönland-Briefe, der aus dem Jahr 1856 datiert, kommt ein postgeschichtliches Highlight zum Ausruf. Ebenso selten wie beeindruckend ist ein vollständiger Bogenreihenstreifen von 12 Exemplaren der britischen 2 P. blau auf Brief. Eine Rarität ersten Ranges ist Los 648, eine breitrandige ungebrauchte 4 C. schwarz auf Magenta aus Britisch Guyana, welche ebenfalls die Titelseite des Auktionskataloges schmückt. Und dies sind nur einige wenige Beispiele der beindruckenden Raritäten-Auswahl der 217. Rauhut & Kruschel Auktion! 

Last, but not least sei noch der reguläre Einzellosteil erwähnt, der wie gewohnt mit einer großen Anzahl interessanter Offerten nahtlos anschließt und ein vielseitiges Angebot nationaler und internationaler Philatelie mit mehr als 5.200 Losen bietet. 

Begehrte Nachlässe, spannende Sammlungen und Posten

Traditionell kommen am Auktionssamstag (22. April) die Nachlässe, Posten und Sammlungen zum Ausruf. Mit insgesamt mehr als 3.800 Positionen, davon knapp 490 Nachlässe, die „gegen Gebot“ ausgerufen werden, erwartet die Bieter erneut ein starkes Angebot, das beste Möglichkeiten bietet. In der einmaligen Live-Atmosphäre des Auktionssaals wird es mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit wieder „heiß“ hergehen und man darf mit einer temporeichen Versteigerung und intensiven Bietergefechten rechnen. Den Abschluss bildet ein knapp 190 Positionen umfassendes Literaturangebot mit attraktiven Zusammenstellungen und vielen gesuchten Einzelwerken. Von Auktionskatalogen bis hin zu Monografien gibt es viel zu entdecken, insbesondere im Bereich der Altdeutschland-Literatur. Ein Blick in den Katalog lohnt sich in jedem Fall! 

Das vollständige Auktionsangebot ist online unter www.rauhut-auktion.de und über Philasearch (www.philasearch.com) verfügbar. Katalogbestellungen und weiterführende Informationen bei: Rauhut & Kruschel Briefmarkenauktionshaus GmbH, Harald Rauhut, Werdener Weg 44, 45470 Mülheim a.d. Ruhr, Tel. +49 (0)208 33098, E-Mail: info@rauhut-auktion.de

(Braunschweig/pcp) Am Mittwoch und Donnerstag, den 19. & 20. April 2023 findet die 231. Auktion für Briefmarken, Münzen und Postgeschichte mit einem attraktiven Angebot von 3.553 Losen internationaler Philatelie und Numismatik statt. Hervorzuheben sind diesmal die Altdeutschen Staaten (über 1.220 Lose), dabei Herzogtum Braunschweig und Königreich Hannover mit raren Marken wie Braunschweig Nr. 13 A in Kabinett-Erhaltung, Oldenburg mit ausgesuchten Qualitätsstücken, Sachsen mit zwei „Sachsen Dreier“, davon eine mit seltener Entwertung von „GROSSENHAYN“ (bisher nur zweimal auf dieser Marke bekannt), weiterhin Sachsen mit der Auflösung einer schönen Spezialsammlung „Nachverwendete Sachsen-Stempel auf Brustschild-Belegen“ u.v.a.

Als kleine Sensation offeriert das Haus mit Los 3284 eine Sammlung originaler Vertrags-und Postdokumente zwischen dem Herzogtum Braunschweig-Lüneburg und Fürstentum Thurn & Taxis von 1616 – 1792 über die Ausführung der fürstlichen Briefpost zu Braunschweig, augenscheinlich eine Neuentdeckung, Ausruf 2.500 €.

Ferner das „Deutsche Reich“ mit Seltenheiten wie Nr. 81 Bb, 96 BII aW (Wz. Ringe) und einem schön gest. Nothilfe-Block „echt und einwandfrei“, über 350 Lose „Deutsche Kolonien und Auslandspostämter“ mit sehr gut ausgebauten Markenteilen, postgeschichtlich interessanten Belegen und Stempelbesonderheiten, dabei Deutsche Auslandspost China mit der seltenen 1. Auflage des „Futschau Provisoriums 5 pf auf 10 Pf“ (Nr. 7IA), große Kolonial-Raritäten von den ehemals deutschen Karolinen-Inseln (Halbierungen, Barfreimachung, Handstempelprovisorium) sowie Spitzenwerte und seltene Varianten vieler weiterer Kolonialgebiete.

Die Sammlungsabteilung umfasst rund 350 Lose, meist unberührte Posten, Sammlungen und Nachlässe, darunter die Auflösung eines gehaltvollen Lagerbestandes „Alle Welt“ eines ehemaligen Versandhandel-Zulieferers, zahlreiche Großposten sowie wertvolle Münzsammlungen, Anlage- und Sammlermünzen aus über 2300 Jahren Münzgeschichte.

(Bonn/pcp) Das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer in Bonn hält am 31. März und 1. April 2023 seine 191. Versteigerung ab. Das umfangreiche Angebot mit fast 4.000 Losen bietet ein hochkarätig besetztes Angebot durch alle Bereiche der Philatelie.

Unter den Altdeutschen Staaten sticht insbesondere das Angebot von Marken und Briefen aus dem Königreich Bayern hervor. Beginnend mit drei „Bayern Einsern“ je in Kabinetterhaltung finden sich zahlreiche ebenso seltene wie wunderschöne Briefe, darunter mehrere „Bischofsbriefe“ bis hin zu Raritäten wie eine Einzelfrankatur mit der 18 Kr. Quadratausgabe (MiNr. 7) nach Portugal, eine für die frühe Bayern-Zeit äußerst seltene Destination. Der Beleg mit einwandfreier Frankatur vom oberen Bogenrand startet mit einem Schätzpreis von 4.000.- Euro. Nicht minder selten ist eine tarifrichtige und unbeanstandete Verwendung einer halbierten 20 Pfg-Marke der Wappenausgabe (MiNr. 50H) auf Brief. Der tadellos erhaltene und mehrfach geprüfte bzw. attestierte Beleg wird mit 2.800.- ausgerufen. Ein sehr seltenes Belegstück des blauen Fächer-Versuchsstempels „Chargé No“ auf der MiNr. 15, welcher erst 1870 und somit schon zur Zeit der gezähnten Bayern-Marken eingeführt wurde, startet mit 2.400.- Ausruf.

Eine besonders reichhaltige Offerte bietet diesmal die Ära des Deutschen Reiches, von postfrischen klassischen Werten von Brustschild bis Germania über Einheiten und seltenen Briefverwendungen bis hin zu Weltraritäten. Eine andere Bezeichnung wäre für die 1 bis 5 Mark „Reichspost“ in weiter Linienzähnung 11½ und in leicht abweichenden Farben aus der Erstauflage auf vier portogerechten Wertbriefen eine absolute Untertreibung. Es handelt sich hierbei nach aktuellem Stand der Forschung um Frühdrucke, die zum unmittelbaren Fälschungsschutz dergestalt abweichend zur regulären Ausgabe angefertigt wurden. Die weite Linienzähnung im Gegensatz zur engen Kammzähnung sollte ad hoc nach der Präsentation der Marken Versuche zur Fälschung derselben unmöglich machen, da diese im Postalltag neben den regulären Postwertzeichen sofort aufgefallen wären. Bei allen vier Marken handelt es sich um das jeweils einzig bekannte Stück in gebrauchter Erhaltung, die neben ihrem unitärem Charakter auch bezüglich der herausragend schönen Optik wegen die absolute Spitze jeder engagierten Sammlung des Deutschen Reiches wären – und die problemlos einen Platz im Postmuseum für sich beanspruchen dürfte. Die mehrfach attestierte und literaturbekannte Komplettgarnitur wird für 150.000.- Euro ausgerufen. Eine weitere Rarität des Kaiserreichs findet sich mit der 5 Mark „Reichsgründungsgedenkfeier“ im Kriegsdruck mit Abart „kopfstehendes Mittelstück“. In ungebrauchter Erhaltung sind neben der angebotenen Marke nur zwei weitere Exemplare bekannt. Der Mindestpreis für die Rarität liegt bei 40.000.- Euro. Ebenso eindrucksvoll ist der Fehldruck „Rdf.“ anstatt „Rpf.“ auf der 12 Pfennig-Nothilfemarke von 1931. In postfrischer Erhaltung dürften weniger als eine Handvoll Stücke existieren, Gebote werden hier ab 15.000.- Euro entgegengenommen.

Die Kolonialphilatelie darf auch in der kommenden Auktion wieder als einer der Schwerpunkte gelten. Unter den zahlreichen gesuchten Werten in postfrischer Erhaltung sowie seltenen Briefen und Stempeln finden sich Raritäten der Besetzungsausgaben von Deutsch-Neuguinea mit der „1 s. G.R.I.“ auf 5 M. Kaiseryacht mit verkehrtem Aufdruck (anstatt „5 s.“) – das tadellos erhaltene ungebrauchte Unterrandstück mit Passerkreuz (MiNr. 15I) gilt als Unikat und wird für 45.000.- Euro ausgerufen – und von Deutsch-Ostafrika Besetzung Mafia mit der „6 CENTS MAFIA“ auf 1 Rupie Kaiseryacht (MiNr. 18) in tadellos gestempelter Erhaltung mit einem Startpreis von 35.000.- Euro. Beide Marken zierten bereits die herausragende Kollektion von Marquess of Bute. Eine weitere Großrarität stellt eine Bedarfsverwendung auf eingeschriebender Briefvorderseite der amtlich nicht verausgabten 25 Pfennig „Krone/Adler“ mit Aufdruck „Deutsch-Südwest-Afrika“ mit Zusatzfrankatur dar, von der nur wenige echt gestempelte Stücke bekannt geworden sind. Das mehrfach attestierte Stück wird für 25.000.- ausgerufen. Für die Sammler des Witu-Schutzgebietes findet sich erneut ein umfangreiches Angebot.

Traditionell stark besetzt sind bei Dr. Fischer die deutschen Nebengebiete und Besatzungsausgaben. Neben den „Klassikern“ Danzig „Großer Innendienst“ MiNr. 47/49 in ungebrauchter bzw. gestempelter Erhaltung auf Briefstücken (Ausruf 1.400.- bzw. 2.500.-) und Montenegro MiNr. 10/19 in tadellos postfrischer Erhaltung zum Schätzpreis von 3.100.- Euro möchten wir insbesondere auf die umfangreichen Angebote der in authentischer Erhaltung äußerst seltenen „Oppelner Notausgaben“ und des Sudetenlandes – in Hinblick auf die Kleinstauflagen wahrscheinlich immer noch eines der am meisten unterschätztesten deutschen Sammelgebiete – hinweisen. Aus der Estland-Philatelie der Besetzungsausgaben des 2. Weltkrieges kommt mit der MiNr. 12K von Elwa ein einmaliges Stück zum Angebot. Die Marke mit Abart „kopfstehender Aufdruck“ in tadellos ungebrauchter Erhaltung wird mit 3.000.- ausgerufen.

Die Nachkriegsphilatelie bietet neben den gesuchten Standardausgaben ebenfalls eine Vielzahl selten angebotener Lose. Der populäre „Posthornsatz“ der Bundesrepublik wird als seltene Garnitur in 4er-Blocks bzw. Paaren angeboten. Die jeweils tadellos postfrischen Sätze starten mit Ausrufen zu 4.000.- bzw. 1.600.- Euro. Aus dem umfangreichen Angebot Markenheftchen der Nachkriegszeit sei hier exemplarisch das rare MH MiNr. 5aa Heuss III „Versuchsheftchen“ in einwandfreier Erhaltung erwähnt, für welches Gebote ab 1.700.- entgegengenommen werden.

Für die Sammler nichtdeutscher Gebiete bietet der Auktionskatalog zahlreiche populäre Spitzenausgaben Europas, wie einen einwandfreien „Vaduz-Block“ von Liechtenstein ín tadellos postfrischer Erhaltung (Ausruf 700.-) bis hin zu den Unverausgabten „Blitz/Maske“-Werten von Österreich in postfrischen 4er-Blocks zum Ausruf von 3.500.- Euro. Daneben finden sich die seltenen ungezähnten Zeppelin-Marken von Russland 1930, MiNr. 390/91C, in einwandfreier gestempelter Erhaltung mit Fotoattest Hovest zum Startpreis von 2.800.- Euro.

Das Sammlungsangebot bietet wieder zahlreiche Gelegenheiten für Sammler und Wiederverkäufer. Nahezu alle der fast 400 Lose stammen aus Sammlerhand.  Es werden eine Vielzahl von Nachlässen ohne jegliche Entnahmen versteigert. Von riesigen Sammlungen Markenheftchen, u.a. Bundesrepublik zum Ausruf von 9.000.- Euro, über zahlreiche gut besetzte Ländersammlungen, bis hin zur Sammlung VR China mit nur den gesuchten Blockausgaben findet sich für jeden Spezialisten und Sammler eine interessante Offerte.

Mehr als 100 Sammellose sowie alle Einzellose inkl. deren Atteste kann man im Onlinekatalog von Dr. Fischer besichtigen, diesen und weitere Informationen zur Auktion und zum Auktionshaus finden Sie auf der Internetseite www.ReinhardFischerAuktionen.de

(Wiesbaden/pcp) Der Frühling steht vor der Tür und auch die traditionelle Frühjahrsauktion des Traditionshauses Heinrich Köhler wirft ihre Schatten voraus. Am 16. und 17. März 2023 (Sammlungen) sowie vom 20. bis 25. März 2023 (Einzellose) trifft sich die Welt der Philatelie in Wiesbaden. Zur 380. Heinrich Köhler Auktion kommt ein ebenso vielfältiges wie hochwertiges Angebot seltener Briefmarken, Briefe und Sammlungen zum Ausruf, das Sammlerherzen höher schlagen lässt. Insgesamt fünf Sonderkataloge sowie ein umfangreicher Hauptkatalog mit weiteren großartigen Sonderteilen präsentieren Philatelie und Postgeschichte vom Feinsten. Die bereits im Vorfeld spürbar große Nachfrage verheißt im Jahr der IBRA 2023 für den offiziellen Sponsor Heinrich Köhler einen ereignisreichen Auftakt in die Auktionssaison. 

Von ERIVAN bis über den Atlantik – einzigartige Kollektionen großer Sammler

Ihren traditionell „großen“ Auftritt haben einmal mehr die Sammelgebiete Altdeutschlands. Mit gleich vier von fünf Sonderkatalogen kommt ein Angebot zum Ausruf, das wahrlich seinesgleichen sucht. Dies gilt insbesondere für die „Sammlung ERIVAN – Altdeutsche Staaten“ (Teil 9), die auch zu dieser Versteigerung mit einer großartigen Vielfalt wertvoller Einzellose zum Staunen einlädt. Dem Betrachter bietet sich ein beeindruckender Querschnitt der Sammelgebiete Altdeutschlands mit ausnahmslos wunderschönen Stücken. 

Gleiches gilt für das Angebot „Bayern ab 1849 – Die Sammlung Eliahu Weber“. Der bereits vierte – und damit letzte Teil – dieser großartigen Sammlung der bayerischen Klassik präsentiert zahlreiche außergewöhnliche und attraktive Briefmarken und Briefe. Die Faszination Bremens – ein philatelistisch wie postgeschichtlich höchst anspruchsvolles Sammelgebiet – spiegelt die Kollektion „Freie Hansestadt Bremen“ (Teil I) von Karl-Hillard Geuther wider. Mit diversen kleinen und großen Seltenheiten bieten sich den Sammlern gute Chancen, das eine oder andere „Juwel“ für ihre Sammlungen zu erwerben. Deutlich breiter angelegt, aber nicht minder reizvoll, ist die Kollektion „Deutschland 1849–2000 – Altdeutsche Staaten und Deutsche Kolonien mit Besetzungsausgaben (G.R.I. und MAFIA) – die Sammlung Erik B. Nagel“ (Teil I). Angesichts der großen Bandbreite dieser Sammlung kann man nur beeindruckt sein. Aus nahezu allen Bereichen finden sich wertvolle und seltene Einzelstücke in ausgesuchter Qualität. Bereits jetzt darf man sich auf die Fortsetzung freuen… 

Den Abschluss macht eine Sammlung, welche erst jüngst mit einer Buchveröffentlichung in Monte Carlo in der prämierten Reihe der EDITION D’OR gewürdigt wurde. Die Rede ist von der Kollektion „Amerikanische Postschiffe über den Atlantik 1800–1870“ von Graham Booth. Die in Stockholm 2019 mit Großgold ausgezeichnete Sammlung bietet einen einzigartigen Einblick in die Postbeförderung über den Atlantik und zeigt die Vielfalt dieses Sammelgebiets mit all ihren Facetten – ein echtes Highlight für Sammler von Transatlantik-Post und alle postgeschichtlich Interessierten.

Hauptkatalog mit großem Angebot und ansprechenden Sonderteilen

Die zahlreichen Lose des Hauptkataloges schließen sich nahtlos an und bieten eine große Vielfalt reizvoller Einzellose, Sammlungen und Posten verschiedenster Sammelgebiete. Vor allem die Sonderteile präsentieren einmalige Zusammenstellungen attraktiver Einzelstücke. Hier wäre zum einen der Sonderteil „Privatpost – Die Sammlungen Peter Rogers“ zu nennen oder auch eine Auswahl „Einschreibebriefe der deutschen Auslandspostämter und Kolonien“ (Teil I). International hervorzuheben sind die Sonderteile „El Salvador – Die Sammlung Michael Peter“, „Sowjetunion“ und „Guadalajara“, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. In diversen weiteren Sammelgebieten warten herausragende Einzelstücke darauf, ein neues Zuhause zu finden. 

Dies gilt auch für zahlreiche Sammlungen, die großartige Chancen eröffnen, wie auch die Auflösung eines „alteingesessenen“ Ladengeschäfts. Die Sammlungsofferten werden im Rahmen der diesjährigen Frühjahrsauktion auf Grund des großen Angebotes übrigens gesondert, am 16. und 17. März 2023, versteigert. 

Das komplette Angebot der 380. Heinrich Köhler Auktion ist ab Ende Februar 2023 mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern unter www.heinrich-koehler.de im Online-Katalog (auch als PDF-Blätterkatalog) verfügbar. 

Katalogbestellungen sowie weitere Informationen zur Auktion und allen Losen bei:
Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Hasengartenstr. 25, 65189 Wiesbaden
Telefon: 0611 34 14 9-0, Telefax: 0611 34 14 9-99, E-Mail: info@heinrich-koehler.de
Internet: www.heinrich-koehler.de

Düsseldorf Nachdem Dr. Reinhard Fischer im Dezember 2022 die Geschäftsführung im Auktionshaus Felzmann übernommen hat, steht nach der erfolgreichen ersten e@uction im Januar für ihn vom 8. bis 11. März 2023 die erste Saal-Auktion in Düs­seldorf an.

Eine erste Änderung fällt sofort auf: Die anstehende Saal-Auktion im Hause Felz­mann wird erstmals seit 2008 wieder eine reine Philatelie-Auktion sein. Ab 2008 bereicherte die Numismatik das Angebot. Nun geht es für diese Sparte einen weiteren Schritt nach vorne: Das Sortiment aus Mün­zen, Medaillen, Varia und Militaria wird in Kooperation mit dem Bonner Haus unter der eigenständigen Marke „Rhenumis“ versteigert. So erhalten Briefmarken und Mün­zen nun einen jeweils eigenen angepassten Rahmen.

Doch zurück zur anstehenden 177. Felz­mann-Auktion. Traditionell beginnen die „Felzmänner“ mit einem erneuten Premi­um-Angebot Flug- und Zeppelinpost. Hier­unter gleich im ersten Segment ein einmaliges, erstklassig erhaltenes Spitzenstück aus den Pioniertagen deutscher Fliegerei zu Zei­ten der sogenannten „Alten Adler“, eine schwarzweiße Fotokarte Bork-Brück 1912 mit gleich vier Original-Signaturen, darun­ter die eines kurze Zeit später tödlich ver­unglückten Piloten (Los 19, Ausruf: 1000 Eu­ro).

Der zweite Auktionstag startet international mit einem nicht minder beeindruckenden Angebot. Besonders stark vertreten ist Ös­terreich, unter anderem mit einem „Rosa Merkur“ in grandioser Liebhaber-Erhaltung, vielfach signiert und dreifach attestiert (Los 1200, Ausruf: 25 000 Euro). Die Schweiz ist mit zahlreichen klassischen Kantonal-Schön­heiten vertreten, auch einer ungestempelten „Basler Taube“ unter Losnummer 1343 (Ausruf: 5000 Euro).

Anschließend bieten neben einem kleinen Segment altdeutscher Klassik und der Zeit des Deutschen Reiches insbesondere die sogenannten Deutschen Nebengebiete ei­nen punktuell überdurchschnittlich gut aufgestellten Querschnitt. Zunächst beinhaltet Altdeutschland ein sogenanntes „Stockach-Provisorium“ (Los 1365, Ausruf: 18 000 Eu­ro), anschließend die Auslandspostämter & Kolonien unter anderem Deutsche Post in China die 50 Pf Germania mit abweichend aufsitzendem Handstempelaufdruck auf beeindruckendem Ganzbeleg (Los 1630, Ausruf: 20 000 Euro). Sodann folgen die Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg mit Dünkirchen, Lorient sowie Zara mit etlichen Raritäten und auch Uni­katen, zum Beispiel Los 2112 aus Zara, der Spitzen­wert 25 L „Imperiale“ mit Aufdruck in sehr seltener, nur einmal im Bogen auf Feld 13 vorkommender Type IV (Ausruf: 50 000 Euro).

Im Bereich der Autographen stehen dieses Mal interessante und vorteilhafte Konvolute im Angebot. Für Händler und private Sammler gibt es hier einiges zu entdecken.

Die Versteigerung der Sammlungen mit über 1700 vielversprechenden Posten verteilt sich am Auktionsfreitag und -samstag notwendigerweise über zwei Tage und erfordert im Vorwege ausreichend Besichtigung, um sich überhaupt mit Erfolgsaussicht be­teiligen zu können.

Sowohl Einzel- als auch ein Großteil der Sam­mellose sind wie gewohnt mit zahlreichen Bildern im Online-Katalog abrufbar. Die Kataloge stehen auch als E-Paper zur Verfügung. 

Internet: www.felzmann.de

Im Mittelpunkt der 71. Aix-Phila-Auktion in Aachen steht eine außergewöhnlich gut bestückte und hochwertige Sammlung „Deutsche Zusam­mendrucke 1920/60“, die unter dem Pseudonym „Mercator“ eingeliefert und in mehrere hundert Einzellose aufgeteilt wurde. Fast alle Po­sitionen sind hier mit Fotoattesten „einwandfrei“ versehen!

Viel Bogenware

Germania plus Reklame als waagerechte oder senkrechte Zusammendrucke postfrisch, gestempelt und auch auf Briefen, komplette Heftchenblätter oder sogar Markenheftchen mit u. a. MH MiNrn. 2, 3 und 4 (Ausruf 2000, 3000 und nochmals 2000 Euro) eröffnen die­se Abteilung, gefolgt von weiteren Aus­gaben aus der Weimarer Zeit. Erwäh­nenswert hierbei ein gestempelter Bo­genteil Germania und Ziffern mit je fünfmal MiNrn. RL 8 und RL 10 (Ausruf 1000 Euro) sowie ein kompletter taufrischer Bogen MHB MiNr. IV (Ausruf 3000 Euro). Bei der Ausgabe Nothilfe 1928 kommt unter etlichen anderen Kombinationen die MiNr. KZ 11 mit Rand­beschriftung und Leerfel­dern oder zusammenhängend mit KZ 12 jeweils auf Briefstücken unter den Hammer (1500 bzw. 1300 Euro).

Ein ähnliches Bild bei der SBZ: Die Herz­stücke „Ziffern“ MiNrn. 2/5 sowie 6/9 gibt es sowohl postfrisch (Ausruf je 1500 Euro) als auch gestempelt (jeweils 4000 Euro). Sämtliche Zusammen­dru­cke „Ziffern“ aus den Kombinations­bogen 1+2 einschließlich der beiden Herzstücke – alles ungezähnt – starten ebenfalls mit 4000 Euro. Die jeweils vier postfrischen und gestempelten Herz­stücke „Leipziger Messe“ beginnen mit 800 bzw. 2000 Euro. Sicher nicht häufig sind echt gestempelte Kehrdruck­paare von Thüringen. Mit je­weils 500 Euro Ausruf kommen mehrere Briefe mit diesen Marken unter den Hammer.

Ähnlich reichhaltig ist das Angebot an Zusammendrucken Berliner Bauten. Als echter Hingucker startet ein ungefalteter, gestempelter Heftchenbogen Bundesrepublik Heuss liegendes Wasserzeichen in der seltenen Type I/II mit 2000 Euro.

Aber auch sonst hat Aix-Phila auf seiner Frühjahrs­auktion so einiges zu bieten: einen TOP-Bayern-Ein­ser (1000 Euro), Danzig sehr stark mit „Großem In­nendienst“ postfrisch und gestempelt (2000 bzw. 2500 Euro), dazu fast alle seltenen, durchweg attestierten Porto­marken und Memel mit gestempeltem Grünaufdruck (1200 Euro). Die Beset­zungsausgabe Zweiter Weltkrieg Mon­tenegro präsentiert die echt gestempelt extrem rare MiNr. 19 (neuestes FA) mit 5000 Euro Startpreis.

Spektakulär ist auch das Angebot kompletter Bogen. Dabei sind u. a. DR Hin­denburg MiNrn. 467-473 (2500 Euro), Graf Zeppelin MiNr. 539 y (2000 Euro), Berlin mit gesuchten Marken und Sät­zen zwischen 1949 und 1954, desgleichen die Bundesrepublik mit sämtlichen Sonderausgaben zwischen 1949 und 1953 – alles ungefaltet in bester Qualität!

Nicht alltäglich sind auch die mehr als 300 DV und DZ der DDR von Beginn an (nach D. Wolf spezialisiert gesammelt)!

Beim Ausland ist be­sonders Öster­reich ab der Klassik stark vertreten. Mehrere Briefe mit Franka­tu­ren der 1. Ausgabe, teils in Misch­fran­katur mit Lombar­dei und Ve­netien (al­le mit At­testen Ferchenbauer), ein WIPA-Block auf Brief (1000 Euro), ein kopfstehender Auf­druck der Wiener Aushilfsausgabe auf 1 Pf (1500 Euro) oder ein Renner­bo­gen 3 S als Farbprobe in Dunkelbraun (3000 Euro) spannen einen weiten Bo­gen über die Philatelie unseres Nach­barlan­des.

Erwähnenswert sind zum Abschluss des Einzellosteils noch einige Seltenheiten der VR China wie der Schauspielsatz ge­zähnt und ungezähnt jeweils postfrisch, dazu zweimal der entsprechende Block mit Ersttagsstempel sowie weitere bessere Blocks und Serien.

Mehr als 1400 überwiegend unberührte und durchweg sehr moderat angesetzte Sammlungen, Posten und Nach­lässe mit oft hochwertigem Inhalt be­schließen den Philatelie-Teil der 71. Aix- Phila-Auktion, die an vier Tagen, wie be­reits in den Vorjahren, online-live durch­geführt wird.

Münzen von alt bis modern

Klein, aber fein präsentiert sich das knapp 200 Lose starke Münzangebot. Alt­deutsch­land bietet beispielsweise von Bayern einen ½ Karolin Karl Albert aus 1733 (Ausruf 350 Euro), ein Dukat von 1634 aus Frankfurt startet mit 300 Euro und eine im Jahr 1811 geprägte Gold­münze aus Westfalen, Hieronymus Na­poleon 20 Frank, mit 500 Euro. Sach­sen-Coburg-Gotha bietet ein Fünf­mark­stück Carl Eduard aus 1907 (Ausruf 500 Euro). 2000 Euro Ausruf heißt es für ei­ne Platinmünze 3 Rubel Nikolaus I von 1835, wenigstens 800 Euro soll ein Du­kat des heiligen Wenzel aus 1923 einspielen und 700 Euro ein Sorrano Franz II von Mailand aus dem Jahr 1800.

Umfangreiche Münzsammlungen aus aller Herren Ländern – alt bis modern – mit Startpreisen von 10 bis 4500 Euro, Geldscheine, Medaillen und Notgeld beschließen den numismatischen Teil.

Internet: www.aixphila.de