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BDB News

(wm-pcp) Ludwig II. von Bayern (1845–1886) ist unzweifelhaft die Persönlichkeit, um die sich – zumal um dessen bis heute ungeklärten Tod – die Legenden ranken. Statt in der Realität politischer Intrigen, blutiger Kriege und Auseinandersetzungen seiner Zeit zu leben, flüchtete er sich in eine Märchenwelt, die er sich in Schlössern, Kunst und Musik schuf. Weltbekannt wurde u.a. das von ihm in Auftrag gegebene Schloss Neuschwanstein. Er wurde zur Legende, glorifiziert und mystifiziert.

Von Ludwig II. ein Originalfoto zu besitzen, dürften wohl nur wenige private Sammler von sich behaupten. In der 69. DEIDER-Auktion wird am 5. November 2021 in München ein solches angeboten – ex Kollektion Maria Brettl! In der Beschreibung von Los 2239 heißt es dazu:

„Foto-Portrait-Aufnahme von ca. 1874 mit eigenhändiger Unterschrift des Königs (welche nur für besondere freunde und Günstlinge des Königs gedacht war), ist schon die Original-Aufnahme eine Rarität, als ‚Autogramm-Karte‘ ein Unikat! Feinst im Original Biedermeier-Rahmen.“ (Ausruf: 5.000 Euro)

Man darf gespannt sein, ob die Verehrung für den „Märchenkönig“ heute noch so lebendig ist, dass diese einem Sammler mindestens gut 6.000 Euro (inkl. des Aufgeldes) wert ist. Ungewöhnlich ist dieses Angebot allemal!

(Wiesbaden/pcp) Vom 20. bis 25. September 2021 fand die mit Spannung erwartete Herbstauktion von Deutschlands ältestem Briefmarkenauktionshaus Heinrich Köhler in Wiesbaden statt. Das mehr als beeindruckende Auktionsprogramm, welches bereits im Vorfeld mit insgesamt zehn Katalogen für Aufsehen gesorgt hatte, bot zahlreiche Höhepunkte und so manche Überraschung, mit der wohl nur die wenigsten gerechnet hätten. Wiederentdeckte Schätze, wertvolle Seltenheiten und bemerkenswerte Stücke, u.a. aus der Sammlung ERIVAN, hielten das philatelistische Publikum in Atem. Zahlreiche Briefmarken, Briefe und Belege erzählten ihre jeweils eigenen, hochinteressanten Geschichten, die mitzureißen vermochten und die Sammler nachhaltig motivierten. Die große Nachfrage und das Bieterinteresse resultierten einmal mehr in spannenden Bietergefechten, atemberaubenden Steigerungen und diversen Spitzenzuschlägen.

Highlights der Sammlung „ERIVAN – Altdeutsche Staaten“

Mit der Fortsetzung der Versteigerungsserie „Altdeutsche Staaten“ aus der Sammlung ERIVAN stand abermals eine herausragende Auswahl von Briefen zum Verkauf, die für Liebhaber der Philatelie Altdeutschlands alles zu bieten hatte. Erstmals fanden sich auch zehn Belege der ersten Marken des Deutschen Reiches, der Brustschild-Ausgaben, darunter, die den Losen der klassischen altdeutschen Sammelgebiete in Puncto Schönheit und Seltenheit in nichts nach standen. Das beste Beispiel mag ein Ersttagsbrief des Deutschen Reiches sein, der für Staunen und Begeisterung sorgte. Der Brief mit einer Mischfrankatur der MiNr. 1 (1/4 Groschen) und MiNr. 3 (1/2 Groschen) vom ersten Verwendungstag, dem 1. Januar 1872, steigerte nach einem Ausruf von 5.000 Euro auf sagenhafte 130.000 Euro. Das Zusammenspiel der Ersttagsverwendung in Kombination mit der MiNr. 1 auf diesem Beleg motivierte die Bieter zu „Höchstleistungen“. Ein wahrlich bemerkenswertes Ergebnis, das nur noch von einem Hannover-Brief aus der Sammlung ERIVAN übertroffen wurde, der für 145.000 Euro zugeschlagen wurde. Auch hier war ein Ersttag im Spiel, denn die Mischfrankatur der Wertstufen 10 Groschen, 1 Groschen und 3 Groschen (zweimal) auf Beleg nach Caldera/Chile wurde am ersten Verwendungstag der 10 Groschen-Marke, dem höchsten Wert der Serie, verschickt. Und dies sind nur zwei Beispiele der ausnahmslos hervorragend verkauften Lose der Sammlung ERIVAN.

Philatelistische Schätze, spannende Hintergründe und Geschichten

Eine kleine Sensation bahnte sich bereits mit dem Fund eines ganz besonderen Beleges an. Ein Brief aus Bayern, der im Verborgenen in einem fränkischen Familienarchiv geschlummert hatte, fand sich nun nach 170 Jahren erstmals auf einer Auktion und faszinierte die Sammler. Der Brief mit einem Dreierstreifen des „Schwarzen Einsers“ und einer blauen Drei Kreuzer Marke stellt eine Spitzenrarität der Bayernphilatelie dar, handelt es sich doch um die einzige bekannte Buntfrankatur der ersten Ausgabe deutscher Briefmarken. Diese Seltenheit hatte im Vorfeld weit über philatelistische Kreise hinaus für Aufsehen gesorgt und sprach die Medien ebenso wie neue Interessenten an. Wie es der Zufall so wollte, hinterließ die einzigartige Hintergrundgeschichte des Fundes einen bleibenden Eindruck bei dem Höchstbietenden, der den Zuschlag für 54.000 Euro erhielt (Ausruf: 25.000 Euro).

Es war insgesamt auffällig, wie groß das Interesse an der jeweils individuellen Geschichte der Briefmarken und Briefe ist. Das Wissen um die Hintergründe, sei es die des Briefes selbst oder auch die Provenienz, ist für zahlreiche Bieter von entscheidender Bedeutung. Auffällig war auch, dass der persönliche Bezug zum Stück bei den „großen“ Seltenheiten häufig mit einem persönlichen Auktionsbesuch verbunden wird. Gerade bei den Pretiosen der Sammlung ERIVAN war der Saal, begünstigt durch die Corona-Lockerungen, bis auf den letzten Platz besetzt – selbstverständlich unter Einhaltung sämtlicher Sicherheitsauflagen.

Philatelie, die begeistert – vom Auktionssaal bis in alle Welt

Selbstredend ging die Faszination für die kleinen und großen Seltenheiten weit über den Auktionssaal hinaus. Dank der Möglichkeiten des Online-Live-Bietens buhlten die Sammler und Händler aus aller Welt um die philatelistischen Kostbarkeiten, wobei die Spezialsammlungen der Sammelgebiete Altdeutschlands ebenso gefragt waren wie die Lose aus Europa und Übersee. Beispielhaft genannt sei die Kollektion „Bayern ab 1849 – Die Sammlung Eliahu Weber (Teil 1)“, die mit großartigen Steigerungen und Spitzenzuschlägen punkten konnte. Auch die Lose der Sammlungen „Herzogtum Braunschweig“ und „Bremen: Hannoversches Postamt, Norddeutscher Postbezirk und Brustschilde“ von Friedrich Meyer erfreuten sich großer Beliebtheit. Im Bereich internationaler Philatelie überzeugten die Sammlungen „Internationale Postverbindungen über Triest (Teil 1)“ und „Österreich – Erste Ausgabe in Ungarn verwendet (Teil 1)“ von Rolf Rohlfs ebenso wie die Kollektionen „Gems of Indian States 1864-1950“ und „Dominikanische Republik ab 1863 – Die Sammlung Hansmichael Krug“.

Alle Ergebnisse der 377. Heinrich Köhler Auktion sind online unter www.heinrich-koehler.de verfügbar.

Weitere Informationen bei:
Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG,
Hasengartenstr. 25, 65189 Wiesbaden
Telefon: 0611 34 14 9-0,
Telefax: 0611 34 14 9-99,
E-Mail: info@heinrich-koehler.de
Internet: www.heinrich-koehler.de

(pcp-wm) Auch dieses bekannte Auktionshaus kann im Herbst mit einer Fülle von ausgezeichnetem und seltenem Material, mit postgeschichtlich interessanten Spezialitäten, Briefen, guten Einzelmarken und Sätzen aufwarten. Vier Sonderkataloge erwarten Interessenten. Hierzu ein kurzer Überlick: Die SAMMLUNG PETER KOEGEL MIT ROHRPOST BERLIN NACH 1945, POSTSCHNELLDIENST UND DEN BERÜHMTEN MÄNNERN VON BERLIN. Dieser besondere Katalog beinhaltet eine Fülle mit zum Teil einmaligen Stücken, die dieses faszinierende Gebiet aufzuweisen hat, wie z.B. der einzig bekannten, im Postschnelldienst beförderten 12-Pfg.-Schwarzaufdruck-Ganzsache (Los 1418) und dem einzigen Eröffnungsfahrt-Beleg mit 2x 50 Pfg. Schwarzaufdruck als Frankatur (Los 1248).

Der Sonderkatalog OLDENBURG reüssiert mit außergewöhnlichen Stücken in herausragender Qualität (z.B. Los 204: Die Nr. 1 im Dreierstreifen als portogerechte Mehrfachfrankatur).

Das Angebot ROHRPOST EUROPA & OZEANBRIEFE besticht mit seltenen Ganzsachen des Deutschen Reiches und einem Hochinflations-Ozeanbrief.

Nicht zu vergessen ist die achte Edition der Exklusivitäten, die neben zahlreichen Erlesenheiten (wie außergewöhnlichen Brustschildbriefen und einem bisher unbekannten Olympiablock des Deutschen Reiches mit Doppeldruck (Los 27)) auch die Höhepunkte der Sammlung ROHRPOST EUROPA & OZEANBRIEFE aus dem zugehörigen Sonderkatalog versammelt, dabei eine bisher nur als Fußnote im Michel-Katalog bekannte Hindenburg-Rohrpost-Ganzsache mit einer Verwendung in Wien (Los 33).

Neben diesen Sonderkatalogen beinhaltet die Auktion wie gewohnt das gesamte Spektrum der Philatelie: Unter anderem ist der Bereich Deutsche Besetzung Frankreich mit zahlreichen Losen Dünkirchen, Festung Lorient und St. Nazaire (Lose 6724 bis 6773) reichhaltig und stark vertreten. Höhepunkte daraus finden sich auch im Exklusivitäten-Katalog.

Auch die Sammlungen glänzen wieder sehr vielfältig mit etlichen Nachlässen und Spezialsammlungen deutscher und ausländischer Gebiete. Ungewöhnlich ist dieses Mal eine Vielzahl von Autographen-Sammlungen (Lose 4359–4384).
Kontakt:

SCHLEGEL. Berliner Auktionshaus für Philatelie, Kurfürstendamm 200, 10719 Berlin, Tel. 0 30/88 70 99 62, Fax 0 30/88 70 99 63, mail@auktionshaus-schlegel.de, www.auktionshaus-schlegel.de

(pcp-wm) Über 11.000 Einzellose im ersten sowie Sammlungen und Posten im zweiten Katalog dieser 57. Versteigerung des in Grenzach-Wyhlen ansässigen Hauses werden in wenigen tagen zum Ausruf kommen. Mit dabei sind auch ausgefallene Objekte in herausragender Qualität, wie z.B. besondere Karten von Egon Schiele, der Wiener Werkstätten und eine große Anzahl der äußerst beliebten Kirchner-Karten. Was diese Versteigerungen von Nicole und Daniel Stade allerdings jedes Mal zu einem Erlebnis werden lässt, ist nicht nur die Fülle, sondern auch die Spannbreite des angebotenen Materials. Sammler werden hier zu nahezu jedem Motiv und Thema fündig. Gut gegliedert zeigt sich der Hauptkatalog mit den Gruppen Kunst & Architektur, Militär, Politik & Geschichte, Menschen & Gesellschaft, Religion, Verkehr & Transport etc., natürlich auch mit topografischen Untergruppen. Für Philatelisten löst Stade dieses Mal aus einem Nachlass eine Briefe-Sammlung mit seltenen Belegen aus den ersten Jahren der Bundesrepublik auf.

Kontakt: www.stade-auktionen.de, info@stade-auktionen.de

(pcp-wm) Wenn eines so sicher ist wie das ‚Amen‘ in der Kirche, dann ist es die Begeisterung, die die 369 Lose bei den Betrachtern des einmal mehr aufwändig erstellten Luxus-Hardcoverkataloges auslösen werden. Die Schönheit und Qualität des Materials sind kaum zu übertreffen und noch weniger zu steigern. Gleich, ob es sog. kleine oder große Objekte sind, ob einzelne Marken mit teils sehr seltenen Stempeln, ungebrauchte oder gebrauchte Einheiten, wundervolle Briefe mit EF, MeF und MiF, aber auch vorzüglich präsentierende Ganzsachen. Die Spannbereite dieser Sammlung – oder wie es Auktionator Roland Meiners selbst ausdrückt: die „Substanz“ – ist beeindruckend.

Auf über 180 Seiten ist dieses Lebenswerk eines Sammlers dokumentiert. Jedes einzelne Los mit ausführlicher und fachgerechter Beschreibung, die einem den Mund wässrig macht. Einzelne Lose hervorzuheben, scheint kaum angemessen, aber eine saubere Drucksache, zwei Tage vor dem offiziellen Ersttag mit einer MiNr. 1b frankiert und in Heilbronn am 13. Oktober 1851 gestempelt, sieht man wahrlich nicht alle Tage, denn nur zwei sind überhaupt von diesem Datum bekannt. Vom 14. Oktober, dem Vorersttag, ist ein weiterer Brief enthalten; beide jeweils für 15.000 Euro angesetzt.

Meiners verkündet stolz, dass alle Lose, die in den beiden vorangegangenen Versteigerung der Trost-Sammlung angeboten wurden, restlos an den Mann resp. die Frau gebracht wurden. 100% Verkaufsquote! Das ist wahrlich ein Rekord, mit dem sich diese Versteigerungen auf Augenhöhe zu manchen der Erivan-Versteigerungen einreihen lassen.

Was den Rezensenten beeindruckt, ist allerdings auch die gut bebilderte Artikelserie, die der Gießener Professor und Philatelist Prof. Dr. Herbert Zielinski dieses Mal mit dem Thema „Verkehrs- und Kommunikationsrevolution“ auf acht Seiten fortsetzt. Vielleicht erscheint diese – nach Abschluss der TROST-Auktionen – auch mal als kleine Broschüre? Verdient hätte sie es, lesenswert ist sie allemal.

Diese Sonderversteigerung findet auch dieses Mal in Stuttgart statt, und zwar am 26. Oktober 2021 ab 10 Uhr im „Althoff Hotel am Schloßgarten“, Schillerstraße 23. E-Mail: derichs_gmbh@web.de

(pcp-wm) Das diesjährige Oktoberfest mag zwar zur Enttäuschung von Millionen Besuchern aus aller Welt erneut ausfallen, aber die Münchner Auktionsszene boomt und lebt wie je zuvor. Das über die Grenzen Deutschlands bekannte Auktionshaus Deider legt sich für seine kommende Versteigerung gleich mit drei Katalogen ins Zeug.

Bereits der Hauptkatalog besticht durch ausgesuchte Positionen, die Beatrix Deider so beschreibt: „Im Hauptkatalog finden Sie neben Altdeutschen Staaten, Deutsches Reich auch die Auflösung einer einmaligen Großbritannien-Sammlung 1840-1881, und das Sammlungsangebot besticht durch feine und werthaltige Ländersammlungen von Altdeutschland, Deutsches Reich, über Europa mit u.a. reichhaltigem Österreichteil sowie Übersee mit z.B. einem riesigen China-Bestand, bis hin zu undurchsuchten Hortungsposten.“

Traditionell stark ist das Haus Deider für das Sammelgebiet Österreich, zu dem man auch dieses Mal einen Sonderkatalog „Österreich 1850–1950“ auflegt. Diese Spezialauktion bietet herausragende Frankaturen, Abstempelungen sowie Spezialitäten der I. und II. Republik.

Ein „Hammer“ sind allerdings die rund 600 Lose der Bayern-Sammlung der weltweit bekannten Prüferin Maria Brettl, die bei dieser Auktion mit Teil 1 offeriert und ebenfalls in einem Sonderkatalog verewigt sind. Wer die Expertin kennt, weiß um das erlesene und ausgefallene Material, das sie über Jahrzehnte zusammengetragen hat. Ihr Werk wird als Referenz für die Bayerische Brief- und Stempelkultur bleibenden Wert haben und eine gründliche Durchsicht des Kataloges ist nur zu empfehlen. Beatrix Deiders Einschätzung: „Die Bayern-Sammlung von Maria Brettl ist sicherlich eines der Highlights dieser Versteigerung! Aber auch die wunderschöne und mit einzigartigen Luxusmarken und -Briefen bestückte Österreich-Sammlung 1850–1950 lässt keine Wünsche offen.“

Kontakt: DEIDER Briefmarken- und Münzauktionen, Nordendstr. 56, 80801 München, Tel.: ++49(0)89/2 72 25 55, Fax: ++49(0)89/2 71 84 27, Email: deider-auktionen@t-online.de, Homepage: www.deider.de

(Mülheim/pcp) Am 17. und 18. September 2021 lud das Auktionhaus Rauhut & Kruschel zur 207. Versteigerung nach Mülheim a.d. Ruhr. Zum Auftakt der „philatelistische Herbstsaison“ präsentierten Harald Rauhut und sein Team ungeachtet der Corona-bedingt nach wie vor erschwerten Bedingungen ein hochinteressantes Angebot, das in weiten Teil gut nachgefragt war. Mit einem Gesamtumsatz von rund 1,8 Mio. Euro (Zuschläge + Aufgelder, ohne MwSt.) wurde erneut ein starkes Ergebnis erzielt, das die positiven Entwicklungen der letzten Zeit widerspiegelt. „Handel und Sammler kaufen derzeit zu bisher nie gekannten Höchstpreisen“ lautete das Resümee von Harald Rauhut nach der Auktion. Allein der Gesamtzuschlag der Nachlass-Abteilung von 1 Mio. Euro, bei einem Startpreis von lediglich 600.000 Euro und geringerem Umfang als bei vorangegangenen Versteigerungen, ist ein eindrucksvoller Beleg. Auch im Einzellosteil konnten die seltenen und hochwertigen Briefmarken und Briefe, darunter die Lose der Spezial-Auktion Helgoland sowie „Ausgewählte Einzelstücke“, mit teils beachtlichen Steigerungen und starken Zuschlägen glänzen. Am Ende richtete sich der Blick mit Spannung auf das Restprogramm des Jahres, denn – so viel sei verraten – für die große „Winterauktion“ liegen bereits außergewöhnliche Einlieferungen vor, so Harald Rauhut.

Highlights aus Helgoland und „Ausgewählte Einzelstücke“Mit einer großen Vielfalt bestach das Angebot der zweiten Helgoland Spezial-Auktion im Jahr 2021. Der Verkauf dieser außergewöhnlichen Sammlung, welche wie bereits im Frühjahr in einem Sonderkatalog dokumentiert wurde, war eines der Highlights der Herbstauktion. Zahlreiche beachtliche Einzelergebnisse waren der beste Beweis für den hohen Stellenwert dieses anspruchsvollen Sammelgebiets bei Sammlern und Händlern. Zudem belegten die Zuschläge, wie ein tatsächlicher Mehrwert geschaffen werden kann, wenn eine solche Sammlung weitestgehend detailliert und professionell präsentiert wird. Auch bei wertmäßig kleineren Losen wurden oft erstaunliche Preise erzielt. Die hohen Zuschläge bei den Spitzenstücken sprechen ohnehin für sich. So erzielte ein zufrankierter Ganzsachenumschlag aus Helgoland nach Madeira (Los 123) bemerkenswerte 1.300 Euro (Ausruf: 900 Euro). Ein weiterer Ganzsachenumschlag mit der sehr seltenen Entwertung durch K1 „Geestemünde“ und Segmentstempel „Aus Helgoland“ (Los 264) steigerte sensationell auf 2.100 Euro (Ausruf: 1.000), um nur zwei Beispiele zu nennen.

Die Lose der Raritäten-Abteilung, welche eigens in einem Sonderkatalog „Ausgewählte Einzelstücke“ präsentiert wurden, hielten ebenfalls, was sie versprachen. Diverse Bietergefechte und beachtliche Steigerungen sorgten für Spannung im Auktionssaal. Das Angebot mit Fokus auf den Gebieten Altdeutschlands bot einen großen Querschnitt und war über alle Bereiche hinweg heiß begehrt. Stellvertretend genannt sei das Sammelgebiet Thurn & Taxis, das erneut einige wirklich außergewöhnliche Stücke bereithielt und diverse Spitzenzuschläge verzeichnete. Ein Brief aus Gera nach Messina/Sizilien mit einer 3 Sgr. schw./gelb aus dem Jahr 1852 (Los 724) steigerte von 3.000 Euro auf 6.600 Euro. Ein höchstseltener Brief aus Schleiz, der aufgrund einer Brandkatastrophe mit übergangsweise verwendeten Aushilfsstempeln entwertet wurde, war ein weiteres Highlight (Los 765). Hier fiel der Hammer nach einem Ausruf von 2.800 Euro erst bei 4.000 Euro.

Starke Nachfrage bei den Nachlässen, Sammlungen und PostenEinmal mehr bot der Auktionssamstag (18. September 2021) mit der Versteigerung der Nachlässe gegen Gebot sowie weiterer Sammlungen und Posten Hochspannung pur. Dem reizvollen Angebot standen heiße Bietergefechte und außergewöhnliche Ergebnisse gegenüber. Bei hohem Tempo und Zuschlägen im Minutentakt „kochte“ die Stimmung und bot beste „Live-Atmosphäre“ – ohne Unterbrechungen durch „Internet-Live-Gebote“. Die persönlich anwesenden Bieter waren hochmotiviert, was sie auch deutlich zum Ausdruck brachten. Das Gesamtergebnis von über 1 Mio. Euro in diesem Segment ist der beste Beleg für das erfolgreiche Konzept und die Leistungsfähigkeit des Hauses Rauhut & Kruschel.

Alle Ergebnisse der 207. Versteigerung sind online unter www.rauhut-auktion.de einzusehen. Eine gedruckte Ergebnisliste kann beim Auktionshaus Rauhut & Kruschel angefordert werden.

Katalogbestellungen und weiterführende Informationen bei: Rauhut & Kruschel Briefmarkenauktionshaus GmbH, Harald Rauhut, Werdener Weg 44, 45470 Mülheim a.d. Ruhr, Tel. +49 (0)208 33098, Fax +49 (0 208 383552, E-Mail: info@rauhut-auktion.de, Internet: www.rauhut-auktion.de

Dieter Löhr, BDB

Der Bundesverband Deutscher Briefmarken-Versteigerer e.V. (BDB) trauert um seinen langjährigen Justitiar Dieter Löhr, der im 83. Lebensjahr am 2. September 2021 verstorben ist.

Rund 30 Jahre und über die Wahlperioden von fünf verschiedenen Präsidenten begleitete Dieter Löhr als Rechtsberater den Bundesverband Deutscher Briefmarken-Versteigerer. Sprachlich brillant, von beeindruckender Allgemein­bildung und rechtlich eine absolute Koryphäe, war er für unseren Verband ein Gewinn. Der von ihm referierte Themenpunkt „Rechtsfragen“ war der Höhepunkt jeder Jahres­haupt­versammlung. Außerhalb dieser öffentlichen Auftritte hat er für den Berufs­verband zahlreiche Rechts­streite erfolgreich bestritten, hat maßgeblich den „Code of Ethics“ geprägt, die Neuordnung der Versteigerer-Verordnung begleitet und mit seiner Lebens­erfahrung so manche inner­verbandlichen Probleme zum Guten geführt.

Wir verlieren einen großartigen Menschen und trauern mit seiner Familie.

(gm/Düsseldorf/pcp) Mit knapp 4.500 Einzellosen Briefmarken hat das Team von Ulrich Felzmann wieder einen beachtlichen Querschnitt internationaler und deutscher Philatelie im Angebot der kommenden onlinebasierten Versteigerung. Von Zeppelin- und Flugpost über Internationale Philatelie, Altdeutschland, Deutsches Reich mit Nebengebieten sowie Nachkriegsdeutschland, werden alle großen Themenbereiche abgedeckt. Dem Deutschen Reich wird dieses Mal – mit knapp 900 Losen – ein eigener Auktionstag eingeräumt, ebenso der Nachkriegszeit mit mehr als 1.300 Losen. Auffällig ist der bei diesen Veranstaltungen der konsequent sammlerfreundlich gehaltene, niedrige Ansatzpreis mit zahlreichen reizvollen Stücken ab ca. 40 Euro.

Unter diesen nominell kleinen Angeboten findet der kundige Sammler immer wieder reizvolle Pretiosen wie Tallinns Lokalausgabe mit seltenem violettem Aufdruck in ungebrauchter Prachterhaltung, Auflage nur 100 Exemplare (!) (Los 11748, Ausruf 200 Euro). Aber auch veritable Raritäten sind darunter, wie eine postfrische, oben ungezähnte, 5 Pfg WHW 1940 „Pfalz bei Kaub“ (Los 15611, Ausruf: 600 Euro) und deren 6 Pfg Pendant „Stadttheater Posen“, ebenfalls postfrisch und diesmal unten ungezähnt (Los 15612, Ausruf: 600 Euro). Von beiden Marken sind insgesamt nur fünf Exemplare bekannt.

Ebenso reizvolle Postgeschichte wird angeboten mit z.B. Los 13632, eine Germania-Postkarte aus der Heimat aus dem Jahr 1913 nach Südwestafrika (Ausruf: 60 Euro). Und auch höherwertige Klassik ist dabei. Hier sei Los 12072 zu nennen, die 5 C „Doppelgenf“ halbiert auf bildschöner Faltbriefhülle (Ausruf: 6.000 Euro) sowie Los 13475, ein wunderschöner Auslandsbrief von Württemberg nach Belgien mit bemerkenswerter Dreifarbenfrankatur (Ausruf: 1.000 Euro).

Den Start in diese Online-Auktionswoche macht die Numismatik. Hier stehen insgesamt gut 650 Einzellose auf dem Programm. Entdecken lassen sich Münzen, Medaillen und Orden von der Antike bis in die Moderne, darunter ein antiker Denar von 56 v.u.Z (Los 10041, Ausruf: 200 Euro), ein 3-Mark-Stück auf Prinzregent Luipold (Los 10135, Ausruf: 150 Euro), eine Medaille auf Peter den Großen (Los 10293, Ausruf: 150 Euro), die 1. monegassische 2 Euro Sondermünze auf den 25. Todestag von Grace Kelly (Los 10360, Ausruf: 2.200 Euro) oder ein seltener indischer Satamana aus purem Silber von 450 v.u.Z. (Los 10377, Ausruf: 270 Euro).

Die Auktion beginnt jeweils um 16 Uhr auf auktionen.felzmann.de. Alle Lose sind im Online-Katalog mit zahlreichen Abbildungen auch der Atteste einzusehen. Weitere Scan-Anfragen werden bearbeitet unter scans@felzmann.de. Gebote können über den Online-Katalog, per Gebotszettel oder über E-Mail abgegeben werden. Weitere Infos: www.felzmann.de.

(gm/Düsseldorf/pcp) Mit knapp 4.500 Einzellosen Briefmarken hat das Team von Ulrich Felzmann wieder einen beachtlichen Querschnitt internationaler und deutscher Philatelie im Angebot der kommenden onlinebasierten Versteigerung. Von Zeppelin- und Flugpost über Internationale Philatelie, Altdeutschland, Deutsches Reich mit Nebengebieten sowie Nachkriegsdeutschland, werden alle großen Themenbereiche abgedeckt. Dem Deutschen Reich wird dieses Mal – mit knapp 900 Losen – ein eigener Auktionstag eingeräumt, ebenso der Nachkriegszeit mit mehr als 1.300 Losen. Auffällig ist der bei diesen Veranstaltungen der konsequent sammlerfreundlich gehaltene, niedrige Ansatzpreis mit zahlreichen reizvollen Stücken ab ca. 40 Euro.

Unter diesen nominell kleinen Angeboten findet der kundige Sammler immer wieder reizvolle Pretiosen wie Tallinns Lokalausgabe mit seltenem violettem Aufdruck in ungebrauchter Prachterhaltung, Auflage nur 100 Exemplare (!) (Los 11748, Ausruf 200 Euro). Aber auch veritable Raritäten sind darunter, wie eine postfrische, oben ungezähnte, 5 Pfg WHW 1940 „Pfalz bei Kaub“ (Los 15611, Ausruf: 600 Euro) und deren 6 Pfg Pendant „Stadttheater Posen“, ebenfalls postfrisch und diesmal unten ungezähnt (Los 15612, Ausruf: 600 Euro). Von beiden Marken sind insgesamt nur fünf Exemplare bekannt.

Ebenso reizvolle Postgeschichte wird angeboten mit z.B. Los 13632, eine Germania-Postkarte aus der Heimat aus dem Jahr 1913 nach Südwestafrika (Ausruf: 60 Euro). Und auch höherwertige Klassik ist dabei. Hier sei Los 12072 zu nennen, die 5 C „Doppelgenf“ halbiert auf bildschöner Faltbriefhülle (Ausruf: 6.000 Euro) sowie Los 13475, ein wunderschöner Auslandsbrief von Württemberg nach Belgien mit bemerkenswerter Dreifarbenfrankatur (Ausruf: 1.000 Euro).

Den Start in diese Online-Auktionswoche macht die Numismatik. Hier stehen insgesamt gut 650 Einzellose auf dem Programm. Entdecken lassen sich Münzen, Medaillen und Orden von der Antike bis in die Moderne, darunter ein antiker Denar von 56 v.u.Z (Los 10041, Ausruf: 200 Euro), ein 3-Mark-Stück auf Prinzregent Luipold (Los 10135, Ausruf: 150 Euro), eine Medaille auf Peter den Großen (Los 10293, Ausruf: 150 Euro), die 1. monegassische 2 Euro Sondermünze auf den 25. Todestag von Grace Kelly (Los 10360, Ausruf: 2.200 Euro) oder ein seltener indischer Satamana aus purem Silber von 450 v.u.Z. (Los 10377, Ausruf: 270 Euro).

Die Auktion beginnt jeweils um 16 Uhr auf auktionen.felzmann.de. Alle Lose sind im Online-Katalog mit zahlreichen Abbildungen auch der Atteste einzusehen. Weitere Scan-Anfragen werden bearbeitet unter scans@felzmann.de. Gebote können über den Online-Katalog, per Gebotszettel oder über E-Mail abgegeben werden. Weitere Infos: www.felzmann.de.