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BDB News

Berlin Die 30. Schlegel-Auktion begann mit der 9. Tranche der beliebten „Exklusi­vitäten der Philatelie“, die erneut für eine rege Beteiligung der Bieter im Saal, am Te­lefon und online zugeschaltet sorgte. Gleich die erste Position, eine Ba­yern MiNr. 1 I a, sehr breitrandig ge­schnit­ten mit ge­schlossenem Mühlrad­stem­pel „350“, ließ direkt alle Bieter-Lei­tungen glühen und erreichte einen Zu­schlag von 2900 Euro. Für das ebenfalls bei den „Exklusivitä­ten“ einsortierte Titellos der Ver­stei­gerung, die teilgezähnte Olym­pia-Marke DR Mi­Nr. 600 Ul mit Zusatz­frankatur auf Ein­schrei­­be­brief ab Garmisch-Par­ten­kirchen (siehe DBR 4/ 22, Sei­te 53), zog von ge­schätzten 6500-7500 auf 9600 Euro. Auch die postfrische Nothilfemarke zu 10+10 Pf von 1926 mit stehendem Wasser­zeichen war begehrt und wechselte schließlich für 1300 (300-350) Euro den Besitzer. Für den Topzuschlag in dieser Sektion sorgte ein gelaufener provisorischer Ganzsa­chen­um­schlag aus Montgomery (Alabama) aus dem Jahr 1861 mit 13 000 (5000-6000) Euro.

Eine besonders starke Nachfrage galt der „Incoming Mail nach Island“. Im Durch­schnitt erreichten die Paketkarten mit interessanten Frankaturen ein Ergebnis von 2000 Euro pro Position. Erfreulich hoch steigerte sich eine ungebrauchte MiNr. 13 II der britischen Beset­zung der Marshall-Inseln. Es soll nur dieses eine Exemplar geben. Mit 10 000 Euro ge­startet, konnte es mit 21 000 Euro den An­satz mehr als verdoppeln. Auch der Sonderteile „Bundesre­publik“ sorg­ten für eine andauernde Span­nung im Saal. Beinahe jedes Bund-Los war bei den Bietern äu­ßerst gefragt. 410 (200) Euro für eine 40 Pf Post­horn im postfrischen Eck­rand-4er-Block verdeutlichen die Aus­sage. Erwähnenswert ist zu­dem der Son­derteil „Zep­­pelin“, der ebenfalls gute Auf­nahme fand. Eine aus Danzig zugeleitete Postkarte von der Hannover-Fahrt 1931 (Mi­Nr. 186) sprang von 250 auf 1100 Euro.

Wie immer groß waren Begeisterung und Zuspruch für die Abteilung mit Sammlun­gen, Nachlässen, Partien und deutschen so­wie ausländischen Kollektionen.

Berlin Das Auktionshaus Schlegel führt am 11. Juni 2022 eine Sonderauktion mit Mün­zen durch. Zu den Highlights gehören eine 20 Mark Reuss ältere Linie 1875 (7,96 g, 900 Gold, vz bis prägefrisch) und eine 5 Mark Anhalt 1896 (st, Prachtstück). Her­vor­zuheben ist außerdem ein überragendes An­gebot an Gold- und Silbermünzen mit großem Schwerpunkt Deutsches Kaiser­reich.

Aachen Die deutsche Philatelie steht im Mittelpunkt der 70. AIX-PHILA-Auktion vom 15. bis 18. Juni.

Nach dem Auftakt mit einer Auswahl einiger besserer altdeutscher Marken und Stem­pel folgt ein breites Angebot Deutsches Reich mit Gebie­ten bis 1945: Memel bietet unter Losnummer 681 eine MiNr. 10 K (Startpreis 1000 Euro), das Ge­neralgouver­ne­ment die unverausgabten MiNrn. I/III jeweils in 12er-Blocks mit anhängenden Leer­feldern (Los-Nummer 713, Ausruf 6000 Euro). Die Tunis-Feldpostmarke zweimal mit Zu­satzfrankatur auf Päck­chen­ab­schnitt startet unter Los-Nr. 732 mit 500 Euro und die gleiche Marke als ungezähnter Probe­druck als folgende Nummer mit 600 Euro. 

Sehr stark präsentiert sich das Nachkriegs­deutschland. Bei der SBZ beginnt ein 6er-Block der grünschwarzen 6 Pf (MiNr. 43 Ac, darin zwei Marken als Doppeldruck) mit 4000 Euro (Los 759), unter der Los-Nr. 765 eröffnet eine 6 Pf mit Nähmaschinen­auf­druck aus Dresden-Neustadt auf Firmen­karte mit 2500 Euro (MiNr. 43 Pa), und eine Briefvorderseite mit zwölf Marken der 2 Pf Ziffern und Bezirkshandstempelaufdruck „41 Oelsnitz“ soll wenigstens 3000 Euro einspielen (Los 789). Erst eine einzige postfrische Marke ist von der Wasserzeichen­besonderheit 10 Pf Schiller aus der DDR (Mi­Nr. 465 AXII) bekannt; diese kommt als Los 818 mit einem Startpreis von 1200 Euro unter den Hammer. Die Französische Zone bietet eine Fülle von raren Ministerausga­ben, dabei die beiden ungezähnten Groß­blocks MS 1 und 2 von der französischen Staatsdruckerei in hervorragender Qualität (Los 965, Ausruf 7000 Euro). Annähernd 300 Lose finden sich bei der Bundesrepublik aus dem Bereich Bogen­ecken und Bogen­randzudrucke mit Schwer­punkt bei den Ausgaben Posthorn und Heuss. Ein rechtes oberes Eckrandstück der 70 Pf Posthorn mit einer durch Bogenum­schlag verursachten Fehlzähnung, von der bisher kein weiteres Exemplar bekannt ist, beginnt mit 2000 Euro (Los 1159). Aus einem starken Teil Zu­sammendrucke ragen die beiden Heftchen­bo­gen MHB MiNr. 1+2 mit einem Ausruf von 1500 Euro heraus (Los 1460).

Die Europa-Philatelie bietet u. a. aus Italien einen frankierten Zeitungsabschnitt der GA­ZZETTA UFFICIALE DI MILANO (Los 1491, Ausruf 1000 Euro), aus Luxemburg mehrfach den ersten Briefmarkenblock und den Intellektuellensatz sowie von Österreich eine breite Palette klassischer bis moderner Philatelie. Sehr gut vertreten ist die Schweiz mit Klassik (u. a. beide Hälften der „Dop­pelgenf“ mit Startpreisen zu je 1500 Euro – Lose 1640 + 1641), aber auch semimodernen Raritäten wie den Pionierflugmarken MiNrn. I bis XI jeweils auf Postkarten. 

Mehr als 1300 Sammlungen, Posten und Nachlässe, die fast ausschließlich aus Samm­lereinlieferungen stammen und mit Start­preisen zwischen 10 und 10 000 Euro ins Rennen geschickt werden, beschließen die Auktion. 

(Düsseldorf/pcp) Erneut wird ein besonders buntes und außergewöhnliches Angebot präsentiert. Zur Feier des gegebenen Anlasses wird die Auktion durch drei Spezialkataloge ergänzt: China Kaiserreich und Volksrepublik, Italien-Zeppeline & Levante Postgeschichte. Es kann sowohl vor Ort aber auch wieder per LiveBidding mit Video- und Tonübertragung mitgeboten und mitgefiebert werden.

Zu Beginn besonders zu erwähnen ist der Bereich Flug- und Zeppelinpost, welcher in dieser Auktion durch den Spezialkatalog „Zeppelin Italien & Kolonien, San Marino“, der Ausstellungssammlung des italienischen Sammlers Daniele Fonsato, bereichert wird. Einige der Stücke sprechen von großer Seltenheit, so wie auch die Italienfahrt von 1933 mit all ihren Facetten und Zuleitungen aus den unterschiedlichsten Ländern (siehe auch Los 3249, Ausruf: 2.500 Euro). Zu finden sind ebenfalls seltene italienische Zuleitungen zu weiteren Fahrten der LZ 127. Auch der Hauptkatalog bietet im Segment Flug- und Zeppelinpost in gewohnter Weise eine schöne Auswahl an besonderen Losstücken, z. B. ein vollständiger Nothilfe-Block der Weihnachtsfahrt nach Südamerika von 1943 mit hochwertiger Beifrankatur (Los 3650, Ausruf: 4.200 Euro). Astrophilatelie kommt diesmal mit einem seltenen Mondbrief von 1971 aus den USA mit eigenhändigen Unterschriften aller 3 Crew-Mitglieder der Apollo 15 Mission (Los 3912, Ausruf: 7.500 Euro) unter den Hammer.

Der Spezialkatalog „Levante“ entstammt einer seit Jahrzehnten zusammengetragenen Sammlung, die in Jerusalem im Jahr 2018 mit einer Goldmedaille und einem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet wurde. Mit dieser Auflösung wird der erste Teil der Sammlung, mit vielen außerordentlichen Einzelstücken, zusammen mit einer Vielzahl an seltenen Losen aus der Türkei nun in der 175. Jubiläumsauktion seit Jahrzehnten erstmalig wieder angeboten. Zu den Highlights gehören das Los 4507 – ein einzigartiger Brief mit französischer Frankatur von 1870 – mit einem Ausruf von 5.000 Euro oder ein schöner Brief von Bergos über Istanbul nach Rumänien von 1876 mit einem Ausruf von 8.000 Euro (Los 4512). Zu erwähnen ist auch eine Briefmarke der Angora Regierung, 5 Pia rosa von 1920, – eine beachtliche Rarität der Türkei, (Los 4537, Ausruf: 4.000 Euro) die zu den seltensten Marken der Welt gehört.

Auch bei dieser 175. Auktion können sich China-Enthusiasten wieder über einen China-Spezialkatalog mit tollen China-Einzellosen freuen. Nach der positiven internationalen Resonanz auf die vorangegangene China-Spezialauktion wurde das Angebot nun in der Sommerauktion mit hochqualitativen Marken von drei eifrigen Sammlern sogar übertroffen. Wieder dabei sind die Großen Drachen und Ausgaben der ehemaligen Kaiserwitwe der Qing-Dynastie. Das Highlight der Auktion ist eine ungebrauchte Red Revenue 4 cent auf 3 cent mit „kleiner Vier“, diese gehört mit einer Auflage von nur 100 Exemplaren im Klassikteil China (Los 4026, Ausruf: 10.000 Euro) zu den großen Raritäten dieser Jubiläumsauktion.

Ein breites internationales Angebot findet sich auch im sehr umfangreichen Hauptkatalog. Europa kommt mit einer Frankreich-Rarität – 1 Fr vermillion in ausgesprochen schöner Farbe (Los 4724, Ausruf: 7.000 Euro), von den dänischen Färöern schöne Marken mit dem Linguisten Dr. Jakob Jakobsen und dem Pfarrer und Philologen V.U. Hammershaimb (Los 4714, Ausruf: 8.000 Euro). Übersee hält eine tolle 2 d pale blue mit Dardenne Aufdruck aus Mauritius von 1859 bereit und kann bei einem Ausruf von 4.000 Euro ersteigert werden (Los 4656).

Besonderheiten im Teil Nebengebiete sind u. a. drei Losstücke aus dem damaligen Sudetenland. Beim Los 5726 – eine 4 Kc Bad Podiebrad mit einer sehr seltenen Auflage von 5 Exemplaren – kann wahrlich von einer Rarität gesprochen werden (Ausruf: 4.000 Euro). Eine ungebrauchte 5 Kc Olmütz und eine 10 Kc Pressburg, ebenfalls mit seltener Auflage von 5 Exemplaren, können beide jeweils bei einem Ausruf von 4.000 Euro ersteigert werden (Los 5728 und Los 5728). Deutschland nach 1945 hält einen ungezähnten Theaterblock der Plattentyp II mit den überaus seltenen Wasserzeichenvarianten „Stufen steil steigend“ bereit – sicherlich eine tolle Ergänzung für jede Sammlung (Los 6116, Ausruf: 7.500 Euro).

Auch in der Numismatik hält die 175. Jubiläumsauktion am 28. Und 29. Juni eine wunderschöne Auswahl an ebenso beachtlichen und außergewöhnlichen Losstücken bereit. Das Angebot ist wieder gefüllt mit viel Gold von der Antike bis zur Moderne, hier u. a. eine Goldmünze mit 2 Dukaten, abgebildet ist der Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (Ausruf: 2.000 Euro). Die Auktion beginnt mit zahlreichen Münzen aus der Antike, hier eine Besonderheit aus Rom: eine schöne Münze mit einer Abbildung des Kaisers Flavius Jovianus (Ausruf: 3.000 Euro). Unter anderem findet sich im internationalen Segment eine tolle Kuan Münze aus der Ming-Dynastie (Ausruf: 2.000 Euro) oder eine VR China 5er Reihe von 1992 (Ausruf: 2.900 Euro). Aus dem Mittleren Osten kommt ein Dirham aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Zayd bin Sultan an-Nahyan von 1976 zum fünfjährigen Bestehen des Landes (Ausruf: 2.000 Euro). 

Der Sammlungsteil mit über 1.500 Lots und Sammlungen wird wie seit eh und je ein Höhepunkt der Felzmann Auktion, hier werden über 60.000 Fotos online der weltweiten Sammlerschaft präsentiert.

Alle Lose sind auch im Online-Katalog auf https://auktionen.felzmann.de abrufbar. Gebote können ab sofort im Online-Katalog, per E-Mail und Fax oder auf den Plattformen Philasearch.com und Sixbid.com abgegeben werden. Für die Teilnahme an der Auktion, wie auch an der Besichtigung, ist eine Voranmeldung notwendig.

(Köln/wm-pcp) Kaum ist „TROST 4“ vorbei, wartet der rührige Kölner Versteigerer Roland Meiners mit gut 600 Losen „Königreich Württemberg“ aus der Sammlung „Montplaisir“ auf. Diese in den letzten 20 Jahren gewachsene Sammlung wurde vor einigen Monaten, inspiriert durch die TROST-Auktionsserie, neu strukturiert und verschlankt. So wurde die jetzt anstehende Auktion möglich, die durch einige weitere Einlieferungen ergänzt wird.

Der Protagonist hinter der Sammlung MONPLAISIR ist einer der großen Altdeutschland-Sammler unserer Zeit. Im April 2017 konnte Meiners seine Bayern-Sammlung und im Dezember 2017 seine Baden-Sammlung versteigern, jeweils mit einem Sonderkatalog. Auch der Teil Württemberg wurden nun in einem Sonderkatalog dokumentiert.

Die Versteigerung findet als „Live-Auktion“, also ohne großes Saalpublikum statt. Interessenten können schriftlich bieten per Post, per FAX, per Email oder über den Online-Katalog bei PHILASEARCH. Ebenso ist telefonisches Mitbieten möglich und die bekannten Auktionsagenten und Kommissionäre vertreten Bieter ebenfalls bereitwillig. Die Auktion wird live im Internet mit Ton übertragen und man kann von zu Hause per Mausklick mitbieten, – vorausgesetzt, dass man sich bei Philasearch für die Auktion angemeldet hat. Eine Anmeldung ist dann nur mit der Bestätigungsmail des Auktionshauses gültig, die Bietern automatisch nach der vorhergehenden Anmeldung zugeht.

(wm-pcp) Insider und Kenner bezeichnen eine Versteigerung, bei der fast alle oder gar alle angebotenen Lose verkauft werden, als einen „white glove sale“ Der Begriff rührt von den weißen Handschuhen her, die Angestellte eines Auktionshauses häufig tragen, wenn sie kostbare Artefakte diverser Art dem staunenden Publikum herzeigen und sie anschließend mit leeren Händen und ihren weißen Handschuhen dastehen, weil alles verkauft wurde. Solche „white glove sales“ sind zuweilen bei Sotheby’s oder Christie’s zu finden, auch bei deutschen Kunst-Auktionshäusern sind sie nicht unbekannt, z.B. beim Haus Lempertz.

Bei deutschen Philatelie-Versteigerungen sind sie allerdings die eher rare Ausnahme. Eine solche Ausnahme von der Regel war erneut die 4. TROST-Auktion, die das Kölner Auktionshaus Dr. Wilhelm Derichs am 30. April 2022 in Stuttgart durchführte. Denn Inhaber Roland Meiners konnte einmal mehr mit einer 100prozentigen Verkaufsquote aufwarten, was auch bei den ersten drei Versteigerungen der einmaligen Kollektion Württemberg schon der Fall gewesen war. Diese Rekordmarke ist nahezu Guiness-Buch-verdächtig! Insgesamt bisher 1.443 Lose und kein einziges Rücklos!

Anders als bei so manch amerikanischer Firma waren nicht nur Schätzpreise, sondern fixe Ausrufpreise angesetzt. Aber diese wurden häufig weit übertroffen, das Gesamtergebnis im Vergleich zum Ausruf mehr als verdoppelt. Roland Meiners berichtete im Rückblick auf diesen Erfolg:

„Am 30. April war die Stimmung im Auktionssaal bestens. Die für uns zur lästigen Gewohnheit gewordenen Corona-Maßnahmen sind inzwischen weitgehend abgeschafft und die Atmosphäre während der Auktion war so wie früher. In der Mittagspause waren alle unsere Gäste im Hotelrestaurant zum Essen eingeladen und am Nachmittag gab es noch einmal eine Dessertpause. Wir hatten bei dieser Auktion eine um etwa 10% niedrigere Anzahl von Losen, sodaß die Auktion zwischen 18 und 19 Uhr beendet war.

Entsprechend der geringeren Losanzahl war auch die Anzahl der Bieter etwas geringer als bei den vergangenen Auktionen. Damit ist nicht der Saal gemeint, sondern die Gesamtzahl der Bieter, die sich schriftlich, telefonisch, über Kommissionäre oder live im Internet an der Auktion beteiligten. Dagegen war die Anzahl der erfolgreichen Bieter höher als bei den bisherigen TROST-Auktionen, da sich die Lose besser verteilt haben, weil es nicht ganz so dominante Käufer wie bei den vergangenen Auktionen gab. So konnten wir eine größere Anzahl von Bietern glücklich machen, die ihre Lose wie eine Trophäe mit nach Hause nahmen.“ Vier weitere TROST-Auktionen werden noch folgen. Die fünfte ist bereits für den 22. Oktober 2022 terminiert. Dieses Mal wird sie allerdings – abweichend von den bisherigen – nicht in Stuttgart, sondern in Köln stattfinden, da das bisherige Hotel in Stuttgart renoviert wird.

(Bonn / pcp) Der Katalog zur 186. Auktion vom 18.–21. Mai 2022 ist online! Man findet ihn unter https://auktion.reinhardfischerauktionen.de.

Das umfangreiche Angebot mit mehr als 7.400 Losen bietet neben einem reichhaltig besetzten Angebot im Bereich der Philatelie ein umfangreiches und wertvolles Angebot von mehr als 1.500 Münzlosen und mehr als 200 Lose Militaria, Schmuck und Uhren.

Aus der Vielfalt der über 7.400 Lose mit einem Ausruf von 2,066 Mio. Euro dieser 186. Versteigerung mit einer Vielzahl an Besonderheiten und etlichen Highlights möchte das Auktionshaus auf folgende Schwerpunkte hinweisen:

Vom umfangreichen komplett belassenen Nachlass in 12 Kartons über eine stark besetzte spezialisierte doppelt geführte Sammlung Dt. Reich mit viel Attestware zum Ausruf von 8.000.- bis hin zur kleinen Stempelsammlung „gegen Gebot“ findet sich wohl für jeden Sammler und Geldbeutel eine interessante Offerte.

In einem Sonderkatalog werden zwei beeindruckende spezialisierte Sammlungen der Nachkriegsphilatelie aufgelöst. Die „Sammlung Thüringer Wald“ – Bezirkshandstempel Bez. 36 bietet mit mehr fast 350 Losen eine in dieser Reichhaltigkeit außergewöhnliche Kollektion dieses Gebietes. Unter den zahlreichen Markenausgaben finden sich Seltenheiten wie das altbekannte Briefstück mit 2 Exemplaren der MiNr. IuVII der 60 Pfennig mit Aufdruck von „Storkow“ (Type a), welches vor Jahrzehnten geteilt wurde und sich in verschiedenen Sammlungen befand. Das äußerst rare Stück wurde nun vom Einlieferer wiedervereinigt und ist ab 6.000.- Euro zu ersteigern. Noch seltener ist die 1 Mark mit Aufdruck von „Großbeeren a“, eines der besterhaltenen Stücken der Großrarität ist ab 8.000.- Euro zu ersteigern. Zur Auktion kommt auch die äußerst rare MiNr. IrVII mit dem nur in 2 Exemplaren bekannten Aufdruck von „Angermünde“ in tadellos postfrischer Erhaltung (Ausruf 2.000.-).

Mit der Sammlung „Rhein-Ruhr Glück“ -Sondermarkenheftchen der DDR wird die wohl umfangreichste Kollektion dieses vielfältigen Gebietes detailliert, die je zusammengetragen wurde. Der Sammler hat sich zum Ziel gesetzt, alle katalogisierten – und zum Teil erst durch ihn bekannt gewordenen – Typen und Varianten der SMHD zusammenzutragen; ergänzt durch zahlreiche seltene und praktisch nie angebotenen Muster- und Versuchsheftchen. Das Resultat dieser Jahrzehnte währenden Sammelleidenschaft fand sich in fast 60 prall gefüllten SAFE-Alben und vielen Karteikästen und wird vom Auktionshaus in nahezu 600 Losen aufgearbeitet. Auch seltenste Unterarten wie das Muster-Heftchen M3a.14 und das Versuchsheftchen 2 (Ausruf je 500.-) oder SMHD 3c und 6ckax zum Startgebot von je 400.- finden sich in der Kollektion, die den Liebhabern des Gebietes die einmalige Gelegenheit geben dürfte, zahlreiche Lücken in Ihrer Sammlung zu schließen.

Aber auch der Hauptkatalog beinhaltet neben den gesuchten Standardausgaben eine Vielzahl an Besonderheiten. Von Altdeutschland findet sich ein reichhaltiges Angebot, beginnend mit u.a. 3 „Sachsen Dreiern“ in gestempelter Erhaltung und Spitzenstücken wie der 70 Kreuzer von Württemberg in der raren Erstauflage MiNr. 42a in tadelloser gestempelter Qualität zum Ausruf von 2.000.- Euro. Für die Sammler des Deutschen Reiches beinhaltet der Auktionskatalog ein umfangreiches Angebot der Brustschild-Philatelie mit vielen Werten in postfrischer Erhaltung bis hin zu Seltenheiten wie der MiNr. 9 ** in Kabinetterhaltung zum Schätzpreis von 6.000.- Euro. Ab 2.200.- Euro ist ein ungebrauchtes tadelloses Exemplar der 30 Pfg „China Handstempel“ (MiNr. 12) zu ersteigern. Die „Kuban“-Päckchenmarke (Feldpost MiNr. 14), ebenfalls in tadelloser ungebrauchter Erhaltung, startet mit 2.800.- Euro. In der SBZ- und DDR-Philatelie werden mehrere Spezialsammlungen aufgelöst, die eine Vielzahl von Oberrand-, Wasserzeichen- und Farbvarianten der gesuchten frühen Ausgaben bieten. Daneben kommen auch die Markenheftchen-Sammler der „westdeutschen“ Gebiete nicht zu kurz, auch hier lösen wir eine große Spezialsammlung auf. Spitzenstücke sind das seltene Markenheftchen MiNr. 5aa in tadelloser postfrischer Erhaltung ab 2.000.- sowie die das Versuchsheftchen Heuss in Type MH6caII postfrisch zum Ausruf von 3.000.-. Eine schöne Zürich MiNr. 1II mit roter Zürcher Rosette wird für 5.000.- ausgerufen. Der Übersee-Teil bietet einen reichen Querschnitt von klassischen Ausgaben wie der Argentinien MiNr. 10 gestempelt (Startgebot 2.000.-) bis zu gesuchten modernen Sätzen und Blocks der Volksrepublik China.

Das Sammlungsangebot bietet zahlreiche Gelegenheiten für Sammler und Wiederverkäufer. Nahezu alle der knapp 1.000 Lose mit einem Ausruf von mehr als 530.000 Euro stammen aus Sammlerhand. Es werden zahlreiche Nachlässe ohne jegliche Entnahmen offeriert.

Mehr als 550 Sammlungen können Interessenten komplett im Internet „besichtigen“ – Fotos sämtlicher Albumseiten geben einen sehr guten Eindruck der Lose. Die Bilder findet man direkt bei den Losbeschreibungen, diese werden bis zur kommenden Woche nach und nach ergänzt!

(ak-AIX-PHILA/pcp) Deutsche Philatelie steht im Fokus der 70. AIX-PHILA Auktion, welche Mitte Juni live-online in Aachen stattfinden wird.

Nach dem Auftakt mit einer Auswahl einiger besserer altdeutscher Marken und Stempel folgt ein breites Angebot Deutsches Reich mit Gebieten bis 1945: Memel bietet unter Losnummer 681 eine Nr. 10 K (Startpreis 1.000 Euro), das Generalgouvernement die unverausgabten I/III jeweils in Zwölferblöcken mit anhängenden Leerfeldern (Los-Nummer 713 – Ausruf 6.000 Euro). Die Tunis‑Feldpostmarke 2x mit Zusatzfrankatur auf Päckchenabschnitt startet unter Los-Nr. 732 mit 500 Euro und die gleiche Marke als ungezähnter Probedruck als folgende Nummer mit 600 Euro.

Sehr stark präsentiert sich das Nachkriegsdeutschland: Bei der SBZ beginnt ein Sechserblock der grünschwarzen 6 Pfennig (Mi.-Nr. 43 Ac, darin zwei Marken als Doppeldruck) mit 4.000 Euro (Los 759), unter der Los-Nr. 765 eröffnet eine 6 Pfennig mit Nähmaschinenaufdruck aus Dresden-Neustadt auf Firmenkarte mit 2.500 Euro (Mi.-Nr. 43 Pa), eine Briefvorderseite mit 12 Marken der 2 Pfennig Ziffern und Bezirkshandstempelaufdruck „41 Oelsnitz“ soll wenigstens 3.000 Euro einspielen (Los 789). Erst eine einzige postfrische Marke ist von der Wasserzeichenbesonderheit 10 Pfennig Schiller, Michel-Nr. 465 AXII, aus der DDR bekannt, diese kommt als Los 818 mit einem Startpreis von 1.200 Euro unter den Hammer. Die französische Zone bietet eine Fülle von raren Ministerausgaben, dabei die die beiden ungezähnten Großblocks MS 1 und 2 von der französischen Staatsdruckerei in hervorragender Qualität, Ausruf: 7.000 Euro (Los 965). Annähernd 300 Lose finden sich bei der Bundesrepublik aus dem Bereich Bogenecken und Bogenrandzudrucke mit Schwerpunkt bei den Ausgaben Posthorn und Heuss:  Ein rechtes oberes Eckrandstück der 70 Pfennig Posthorn mit einer durch Bogenumschlag verursachten Fehlzähnung, von der bisher kein weiteres Exemplar bekannt ist, beginnt mit 2.000 Euro (Los 1159). Aus einem starken Teil Zusammendrucke ragen die beiden Heftchenbögen MHB 1+2 mit einem Ausruf von 1.500 Euro heraus (Los 1460).

Die Europa-Philatelie bietet u.a. aus Italien einen frankierten Zeitungsabschnitt der GAZZETTA UFFICIALE DI MILANO (Los 1491, Ausruf 1.000 Euro), aus Luxemburg mehrfach den ersten Briefmarkenblock sowie den Intellektuellensatz und von Österreich eine breite Palette klassischer bis moderner Philatelie. Sehr gut vertreten ist die Schweiz mit Klassik (u.a. beide Hälften der „Doppelgenf“ mit Startpreisen zu je 1.500 Euro – Lose 1640 + 1641) aber auch semimodernen Raritäten wie den Pionierflugmarken I bis XI jeweils auf Postkarten. 

Mehr als 1.300 Sammlungen, Posten und Nachlässe, welche fast ausschließlich aus Sammlereinlieferungen stammen und mit Startpreisen zwischen 10 und 10.000 Euro ins Rennen geschickt werden, beschließen die Auktion.

Kontakt:
Aix-Phila Briefmarken GmbH,
Lothringerstr. 13,
52062 Aachen,
www.aixphila.de,
Tel.: +49 – (0)2 41 – 3 39 95,
Fax: +49 – (0)2 41 – 3 39 97


(wm-pcp) Highlight dürfte für viele sicherlich die Maria-Brettl-Bayern-Sammlung (Teil 2) sein, über die schon berichtet wurde. Österreich-Sammler erwartet allerdings auch einmal mehr ein sehr facettenreiches Angebot, das in einem Sonderkatalog auf 260 Seiten mit insgesamt fast 2.000 Losen (!) präsentiert wird. Gerade für Klassiksammler bieten sich hier ab Vorphilatelie und ersten Ausgaben eine Fülle von kleinen und größeren Kostbarkeiten – und dies in herausragender Schönheit –, wie man sie nicht häufig antrifft. Nahezu alle Gebiete der früheren Donaumonarchie werden abgedeckt und hoch spezialisiert offeriert. Briefe gibt es in Hülle und Fülle, ebenso Marken mit sauberen zentrischen Stempeln in großer Vielfalt. Und all dies zu sehr günstig angesetzten Ausrufpreisen, die sicherlich auch noch Luft nach oben haben.


Dies gilt auch für den Hauptkatalog, der zwar dieses Mal etwas weniger umfangreich ist, aber dennoch zahlreiche sehr schöne Stücke von Alt-Deutschland, Alt-Europa und Übersee präsentiert. Natürlich sind auch Deutsches Reich und Gebiete mit Einzellosen dabei und rund 500 Sammlungen, Lots, Posten und Nachlässe, die es zu besichtigen lohnt.


Weitere Informationen und Abbildungen sind auf www.deider.de zu finden. Dort sowie bei www.philasearch.com sind auch Hinweise, wie man online-live bei der Auktion mitbieten kann.


Berlin Die 71./72. Hadersbeck-Auktion vom 26. bis 29. April 2022 startet mit einem Sonderkatalog „Sammlung Dr. Kischkat“. Der Sammler trug über mehrere Jahrzehnte über 12 000 Belege zur Deutschland-Phil­atelie von Altdeutschland bis ca. 1990 zu­sammen. Der Nachlass befand sich in 87 Ord­nern sauber chronologisch sortiert. Das Auktionshaus bietet ihn in 560 Losen an. Darin befinden sich viele postgeschichtlich interessante Stücke.

Der Hauptkatalog beinhaltet über 5700 Lo­se. Zu Beginn stehen 700 Lose Mün­zen/ Medaillen zum Verkauf. Im danach folgenden Übersee-/Europateil gibt es wieder ein umfangreiches Angebot China mit fast 100 Losen. Europa startet mit einigen sehr seltenen Ganzsachen Albanien, die teils nur in wenigen 100 Stück hergestellt wurden, da­bei P7/8 mit blauen Ersttagsstempeln.

Bei Altdeutschland ist diesmal durch die Auf­lösung mehrerer alter Sammlungen viel Belegmaterial vorhanden, besonders bei Mecklenburg. Hier fallen u. a. ein seltener K1 von Schwerin, von dem nur wenige Ab­schläge bekannt sind, und Preußen mit etlichen frankierten Belegen (über 100 Lose!), dabei viele Besonderheiten wie die MiNr. 19 b als Einzelfrankatur, auf. Auch Thurn und Taxis bietet reichhaltig Briefmaterial. Bei­spielhaft erwähnt sei der Stempel POSTABLAGE THAL Kl. K1 auf Brief vom 6. De­zem­ber 1864. Zu dieser Zeit sollte laut Sem-Katalog der Stempel gar nicht vorliegen. Alle anderen deutschen Gebiete vor 1945 sind wieder mit schönen Stücken vertreten.

Die deutschen Gebiete ab 1945 bilden wieder einen Haupteil der 72. Hadersbeck-Auk­tion. Seltene SBZ-An­gebote, u. a. Provinz Sachsen MiNr. 68 Y un­gebraucht oder Thü­ringen Block Mi­Nr. 1 tb postfrisch, seien her­vorgehoben. Neben dem traditionell vielseitigen An­gebot DDR (über 600 Lose) folgen am dritten Ver­steigerungstag noch viele Positionen Briefe und Ansichts­karten.

Der letzte Versteige­rungs­tag ist wieder vollgepackt mit etlichen Ton­nen Samm­lungen und Auflösungs­posten.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com