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BDB News

(wm-pcp) Necip Tokoglu, Direktor im Auktionshaus Felzmann, weiß zu diesem sog. „Wuhan Estate-Bestand“ eine interessante Geschichte zu erzählen, von der er meint, das man sich solche nicht ausdenken kann, es aber auch heute noch wundersame und überraschende Dinge gibt, sowohl im Leben als auch in der Philatelie. Er schrieb:

„Im Sommer dieses Jahres kam ein Herr in unser Auktionshaus, der Sohn eines deutschen Ingenieurs, der sein ganzes Leben in China verbracht hatte. Ein erfolgreicher Geschäftsmann, der bei Ausbruch der Corona-Pandemie den letzten Flug von Wuhan nach Deutschland erreichte, mit der Briefmarkensammlung im Gepäck, die er mit seinem Vater aufgebaut hatte.

Sein Vater war in den 1970er Jahren leitender Ingenieur beim Bau der Wuhan-Stahlwerke und nahm seinen jungen Sohn einmal im Monat mit zum Wuhan Philatelic Sales Office, um Briefmarken zu kaufen. Die 1970er Jahre waren recht einfach zu kaufen, die früheren Ausgaben aus der Zeit der Kulturrevolution waren zu dieser Zeit bereits knapp. Die Begeisterung des kleinen Jungen hielt viele Jahre an, bis er 1984, als junger Mann, seine Briefmarkensammlung in einem Koffer verschloss und erst nach fast 40 Jahren in unserem Haus wieder öffnete.

Er wusste, dass seine Sammlung inzwischen an Wert gewonnen hatte, und uns gingen wirklich die Augen auf, als wir die modernen Raritäten der Volksrepublik China auspackten. Mit Sachverstand hatten Vater und Sohn ganze Bögen und Blöcke in Hunderten von Paketen erworben, Randaufdrucke und ungezähnte Marken, die seit Jahren nicht mehr auf dem Markt waren, fanden sich ebenso wie ein Halbbogen des Affen von 1980.

So haben wir uns alle Mühe gegeben, diese außergewöhnliche Spitzensammlung der modernen Philatelie detailliert aufzuarbeiten und in hoher Qualität zu präsentieren, eine Sammlung, die seit Jahren weltweit kaum noch erhältlich ist. Hervorragend ergänzt wurde der Wuhan-Nachlass durch eine sehr hochwertige China-Sammlung, die wir von einem deutschen Sammler erhalten haben.“

(pcp) Der Düsseldorfer Versteigerer Ulrich Felzmann hat mit seinen Auktionen Philateliegeschichte geschrieben. Und dies seit mehreren Jahrzehnten. Im Hauptkatalog der anstehenden 176. Versteigerung verabschiedet er sich von seinen vielen Kunden mit den Worten:

„Heute halten Sie, mit diesem 176. Auktionskatalog, den finalen Katalog unter meiner Regie in Händen. 46 Jahre lang war es mir eine Ehre und ein Vergnügen mit unseren hochgeschätzten Sammlern, Händlern, Freunden und Kollegen auf Messen und Auktionen sowie in Vereinen und Verbänden, zusammen zu arbeiten, die Philatelie und Postgeschichte Deutschlands und der Welt voranzubringen, ein Leben lang zu lernen und mich weiterzuentwickeln. Viele Freundschaften habe ich in dieser Zeit geschlossen und so war es ein erfülltes und aufregendes Arbeitsleben, das sich nun an eine neue Lebensphase anschließt.

Meinem Auktionsteam, dass sich über Jahrzehnte bewährt und mich auch in schwierigsten Zeiten begleitet und unterstützt hat, gilt auch hier mein ausdrücklicher Dank. Ein Auktionshaus kann nur mit einer Mannschaft mit hoher Leistungsbereitschaft und Kompetenz erfolgreich sein, ich bin stolz darauf, ein solches Team um mich zu haben.

Und nun, verehrte Freunde unseres Hauses, wird mein Auktionshaus mit dem neuen Inhaber Dr. Reinhard Fischer aus Bonn weitergeführt. Ich werde in den nächsten Jahren noch als Berater aktiv die laufenden Geschäfte unterstützen und stehe auch Ihnen bei Fragen zu Einlieferungen und zur Auktion natürlich zur Verfügung.

Für Sie als Kunde unseres Hauses wird sich in unseren Geschäftsbeziehungen nichts verändern. Unser Standort in Düsseldorf und die gesamte Mannschaft bleiben an Bord, Ihre Ansprechpartner in Philatelie, Numismatik und Auktionsmanagement helfen Ihnen weiterhin in gewohnter Weise bei allen Fragen.

So wünsche ich Ihnen Gesundheit und weiterhin viel Freude mit Ihrer Sammlung. Meinem hochgeschätzten Kollegen und Nachfolger Dr. Reinhard Fischer wünsche ich eine glückliche Hand bei all seinen Entscheidungen und viel Freude in nunmehr seinem Auktionshaus in Düsseldorf.

Herzliche Grüße
Ihr
Ulrich Felzmann.”

(wm-pcp) So langsam traut man ja seinen Augen nicht mehr. Denn am 22. Oktober kam Teil V dieser wohl weltweit einmaligen Sammlung der Ausgaben von Württemberg von 1851 bis 1875 in Köln unter den Hammer. Resultat: Erneut kein unverkauftes Los – und dies nun zum fünften Mal in Serie! Einmal mehr beachtliche, teils völlig überraschende Zuschläge. So wurde der Ausrufpreis der insgesamt 340 Lose von 300.550 Euro auf 767.911 Euro gesteigert, also auf das 2,5-fache des Ansatzes.

Daran beteiligt waren nicht nur zahlreiche Kommissionäre und Bieter im Kölner Luxus-Hotel Excelsior, sondern auch ständig digital präsente Telefon- und Internetbieter. „Netz gegen Netz“ hieß es nicht selten, wenn sich mehrere Interessenten Konkurrenz machten. Roland Meiners hatte allerdings auch alles getan, um Stimmung aufkommen zu lassen. Passend zu einzelnen Auktionslosen wurden diese vom Pianisten Stephan Schleiner musikalisch untermalt. Zu Briefen mit Destination Spanien oder New York erklang dann „Blue Spanish Eyes“ resp. „Ich war noch niemals in New York“ und so manches mehr. Das Sahnehäubchen war sicherlich das Mittags-Dinner, bei dem bereits Champagner floss. Meiners weiß eben, seine Sonderauktionen aufwändig zu zelebrieren. Denn wann hat es so etwas je bei einer Live-Auktion gegeben? Er selbst meint dazu: „Die TROST-Auktionen sind der Höhepunkt meiner philatelistischen Laufbahn. So etwas wird wohl nie wiederkommen!“ – Man darf also auf TROST VI im kommenden Jahr gespannt sein.

Berlin In vier Sonder- und einem Haupt­kata­log befindet sich das Angebot der 31. Schlegel-Auktion vom 14. bis 18. Novem­ber 2022.

Einer der Sonderkataloge ist einer herausragenden Sammlung Deutsch-Ostafrika ge­widmet, um deren Versteigerung sich An­dreas Schlegel viele Jahre bemüht hat. Die Sammlung, die in über 400 Positionen de­tailliert wird, ist gespickt mit enorm vielen Seltenheiten, die zum Teil nicht einmal im ArGe-Handbuch bekannt sind. Der Sammler hat mit enormer Fachkenntnis diese Pre­ziosen zusammengetragen. Zu den High­lights gehören eine Paketkarte vom „Kreu­zer Königsberg“, zwei „AMANI“-Notpaket­kar­ten, beide Gummistempel-Typen „NEULANGENBURG“ und sogar ein exzellenter Abschlag des äußerst seltenen Stempels „KI­SAKI“ auf Brief.

In einem weiteren Sonderkatalog wird die Berlin-Sammlung von Winfried Stemmler in über 1100 Lose aufgeteilt. Titellos ist eine Mehrfachfrankatur (MeF 2) der 5 Mark Schwarzauf­druck. Das Beson­dere an diesem Beleg ist neben der Frankatur mit zwei Exemplaren des Höchst­wertes der Schwarz­aufdruck-Serie die Tat­sache, dass damals – der Einschreibebrief wurde am 21. Januar 1949 in Berlin-Char­lottenburg aufgegeben – der Luft­post­versand für das normale Postpublikum nur gegen Abgabe von In­ternationalen Ant­wort­scheinen (IAS) möglich war und zwar ein Schein je 5 g. Bei einem vorderseitig vermerkten Ge­wicht von 80 g waren also 16 IAS nötig, die damals begehrte Zah­lungsmittel waren und meist aus den USA kamen. Der Brief mit seinen Sonderleistun­gen Einschreiben und Luftpost ist portogerecht und echt, wie „Prüferpapst“ Hans-Georg Schlegel in seinem Fotoattest vom 13. Juli 1992 festgehalten hat. „Es handelt sich um einen echten Bedarfsbrief, der, be­dingt durch die Größe, in der Mitte Falt­spuren aufweist. Nur der Ordnung halber wird es erwähnt, es ist bei diesem Brief völlig belanglos. Ein weiterer Beleg mit dieser äußerst seltenen Portovariante ist mir bisher nicht bekannt.“ Der vermutlich einmalige Überseebrief startet mit 25 000 Euro. Man darf gespannt sein, bei welchem Zuschlag er letztlich landet.

Die beiden anderen Sonderkataloge bringen den X. Teil der beliebten „Exklusivitäten der Philatelie“ und ein über 1600 Lose um­fassendes Zeppelin-Angebot.

Der Hauptkatalog mit knapp 7000 Losen spiegelt in gewohnter Weise die gesamte Bandbreite der Philatelie wider. Herausra­gend im Sammlungsteil ist sicher die außergewöhnliche Sammlung der polnischen Stadtpostämter (Los 6313). Erwähnt sei an dieser Stelle die ungezähnte Zustellgebühr­marke von Otwock, von der es nur zwei Exemplare gibt. Ungewöhnlich breit ist das Sammlungsangebot der deutschen Kolo­nien & Auslandspostämter (Lose 3264 bis 3349). Interessant ist Braunschweig in ei­nem Sonderteil (Lose 7854 bis 8020). Im modernen Bereich stößt man u. a. auf ein überragendes Angebot Bogenecken von Berlin. Darüber hinaus zeigen sich im Haupt­katalog weitere hochwertige Nachkriegs­stücke-Stücke aus der einmaligen Samm­lung Winfried Stemmlers, der vor gut einem Jahr kurz vor seinem 64. Geburtstag verstarb. Sie betreffen die Gebiete SBZ, Kon­trollrat, Bizone, Saar, Französische Zone, Bund und DDR.

290 000 Euro für Oldenburgs Supereinheiten!

(Wiesbaden/pcp) Insgesamt 295 Briefe und Briefmarken wurden am 24. September 2022 in Wiesbaden angeboten. Bei der 8. Auktion „Altdeut­sche Staaten“ der Briefmarkensammlung des ehemaligen Tengelmann-Chefs Erivan Haub trugen Briefmarkensammler online, am Telefon und im Saal spannende Bietergefechte aus. Die Sammlung ERIVAN gilt weltweit als eine der bedeutendsten der vergangenen hundert Jahre. Die Startpreissumme von knapp über einer Millionen Euro wurde auf über zwei Millionen Euro exklusive Auktionsaufgeld verdoppelt. Ausgerichtet wurde die Versteigerung vom ältesten Briefmarkenhaus Deutschlands, dem Auktionshaus Heinrich Köhler.

Intensive Bietergefechte

Internationale Sammler und Händler boten wieder bei der ERIVAN-Auktion in Wiesbaden mit. Ein intensives Bie­tergefecht jagte das nächste. Die Su­pereinheiten aus Oldenburg mit einem Startgebot von 250 000 Euro erzielten 290 000 Euro und waren damit das teuerste Los des Tages. Der wohl spektakulärste Brief der Hamburg-Philatelie wurde von 60 000 Euro auf 180 000 Euro gesteigert. Ein Brief aus dem Sam­melgebiet Bayern mit einer sogenannten „Brücke“ erzielte bei einem Start­gebot von 30 000 Euro ein Ergebnis von 130 000 Euro. Den Grund für den Erfolg sieht der geschäftsführende Ge­sellschafter des Auktions­hauses Hein­rich Köhler, Karl Louis, in der Seltenheit des Briefes: „Der Brief wurde unter anderem mit zwei Marken im waagerechten Zwischensteg, einer sogenannte ‚Brücke‘, frankiert. Dieser Zwischen­raum wurden vom Postbe­amten meist zerschnitten und blieb nur in ganz wenigen Fällen erhalten.“ Eine außergewöhnliche Steigerung verbuchte ei­ner der bedeutendsten Briefe der Schles­wig-Holstein’schen Industrie­geschich­te. Der Brief mit drei „Rebel­lenmarken“ aus dem Ersten Schleswig-Holstei­ni­schen Krieg 1848–1851 sprang von 25 000 Euro Start­gebot auf 100 000 Euro. Ein Brief aus dem Sammel­gebiet Ol­den­burg, der vor über 100 Jahren ge­trennt und später von Erivan Haub wieder zu­sammen­ge­führt wurde, hatte ein Startgebot von 25 000 Euro und landete bei 95 000 Euro. Der un­abhängige philatelistische Experte Till Neu­mann, der dank seines fotografischen Gedächtnisses vor einigen Jahren erkannt hatte, dass die zwei getrennten Briefteile des besagten Briefes aus dem Sammelgebiet Olden­burg eigentlich zusammengehören, freute sich im Saal über das Ergebnis: „Das Los hat eine ganz besonders interessante Geschichte. Ich bin froh, dass es wieder in die Hände eines Brief­markenliebhabers gekommen ist, der diese Geschichte zu schätzen weiß.“

Eine Renaissance für die Philatelie

Dieter Michelson, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter bei Heinrich Köhler, ge­fiel die Begeisterung am Auktionstag: „Die Versteigerungen der Sammlung ERIVAN be­leben den internationalen Philatelie-Markt. Das zeigen die Zahlen der Besuche bei den Auktionen. Darüber hinaus rücken die Ver­steigerungen das Hob­by Briefmarkensam­meln für Menschen, die noch keine Berührungspunkte mit der Philatelie hatten, in ein ganz neues Licht. Wir erleben derzeit eine regelrechte Renaissance für die Philatelie. Viele neue Sammler suchen uns auf, um ihre Sammlungen bewerten zu lassen. Das Briefmarken-Hobby ist wieder voll im Trend.“

Die Versteigerungen der ERIVAN-Samm­lung sind auf dem internationalen Philatelie-Markt heißersehnte Events. Viele Bieter warten jahrzehntelang dar­auf, eine Chance zu bekommen, ihre Sammlung zu komplettieren. Am 24. September hatten sie wieder die Mög­lichkeit dazu. „Selbst erfahrene Bieter fiebern wochenlang auf die Auktionen der Sammlung ERIVAN hin. Denn einige Stücke kommen zum ersten Mal seit über 50 Jahren wieder auf den Markt. Das ist schon etwas ganz Besonderes“, erklärt Karl Louis. 

Die einmalige Sammlung ERIVAN um­fasst viele Unikate oder äußerst seltene Marken und Briefe, die in dieser Qua­lität kaum zu übertreffen sind. Sie ist unterteilt in Kollektionen der Sam­mel­gebiete „Altdeutsche Staaten“, „Lokal­ausgaben und Private Postdienste der Vereinigten Staaten im 19. Jahrhun­dert“, „Postbeförderung mit Zeppe­linen“, „Schweizer Kantonal- und Bun­desmarken“, „Österreich und Lombar­dei-Venetien“ sowie „Raritäten aus aller Welt“. Die Unternehmen des Global Philatelic Network, Heinrich Köhler in Wiesbaden, H.R. Harmer in New York und Corinphila Auktionen in Zürich, steuern die Versteigerungsserie, bei der zwischen 2019 und 2023 rund 8000 Auktionslose in 30 Briefmarkenauk­ti­onen in Wiesbaden, New York, Zürich, Stockholm und zu Weltausstellungen an 

(wm-pcp) Mit 328 Literaturlosen, überwiegend aus den Jahren ab ca. 1890–2000, die ein Sammler seit den 1970ern sachkundig mit Blick auf Seltenheiten zusammengetragen hat, offeriert Harald Rauhut einen Bestand, wie ihn der deutsche Auktionsmarkt seit längerem nicht mehr gesehen hat. Schwerpunkte sind Auktionskataloge, dann aber besonders Monografien weltweit. Beeindruckend ist z.B. das umfangreiche Angebot von Burrus-Katalogen, bei denen auch die selteneren präsent sind. Natürlich fehlen auch die bekannten Highlights nicht, wie die der Amundsen-, Caspary-, Hind-, Shanahan-Versteigerungen. Selbst ein Original der raren 14 Ferrary-Auktionen von 1921–1925 in drei Bänden wartet mit einem Ausruf von 800 Euro auf. Komplette Sets (z.B. Kruschel Nr. 1–53, 1970–2008) sieht man auch nicht alle Tage, die Kataloge früher deutscher Versteigerungen ebenfalls nicht. 

Bei den deutschen Monografien ist nahezu alles enthalten, was gut und teuer ist, nicht nur die vollständigen Handbuchreihen von Krötzsch, Lindenberg & Co. Bei Großbritannien glänzt Nissen mit „The Plating of the Penny Black 1840“ von 1922, aber auch John Wilsons Superwerk „The Royal Collection” von 1951, bei Schweiz das Luxuswerk „Die Schweizerischen Postmarken“ von Mirabeau/Reuterskiold von 1899. Brasilien lässt mit Napiers „The Stamps oft he First Issue of Brazil” von 1923 grüßen und last but not least gibt sich Tracey Woodwards Handbuch „The Postage Stamps of Japan” die Ehre, ein kostbares sehr seltenes opus magnum, für die philatelistische Literatur eine Weltrarität, die hier zu einem vergleichsweise günstigen Preis von 3.000 Euro angesetzt ist. Das Werk erzielte schon in früherer Zeit das Dreifache und mehr. 

Ein komplettes Fournier-Facsimiles-Album zu einem Ansatz von 1.200 Euro ist fast ein Schnäppchen, wobei es sicherlich nicht dabei stehen bleibt. Das gilt vielleicht auch für das zweibändige Werk von Lindenberg/Dr. Kalckhoff „Die Ganzsachen-Sammlung der Gebrüder Petschek“, das nur in einer Auflage von 150 Exemplaren erschien und nie im Verkauf war. 

Alles in allem bietet sich bei dieser Auktion Sammlern philatelistischer Literatur die seltene Gelegenheit zum Erwerb so mancher schöner Stücke, auf die man sonst wieder viele Jahre lang warten müsste. Den aktuellen Katalog finden Interessenten als pdf.-Download auf der Internet-Seite des Hauses (www.rauhut-auktion.de). Das Literatur-Angebot ist gleich zu Beginn, die Lose 1–328.

(Köln/wm-pcp) Mit diesem Katalog präsentiert Inhaber Roland Meiners den ersten Teil der wohl umfangreichsten, heute noch existierenden Sammlung der Ortsstempel des Königreichs Hannover. Insgesamt werden hier 1.000 Lose angeboten, was allein von der Losanzahl ein ungewöhnlich großes Angebot für einen Altdeutschen Einzelstaat ist. Im kommenden Jahr wird er eine weitere Spezialauktion mit etwa der gleichen Losanzahl aus dieser Sammlung machen, der Zeitpunkt dafür steht allerdings noch nicht fest.

Diese erste Versteigerung bringt die Sammlung der beliebten Langstempel komplett. Ebenso werden die Nachverwendungen auf Preußen komplett angeboten. Die Sektoren Vorphilatelie und Nachverwendungen auf Norddeutscher Postbezirk und Deutsches Reich kommen in der zweiten Auktion vollständig zum Angebot. Von den Ortsstempeln auf Hannover-Marken (ohne Langstempel) ist in dieser Auktion erst der kleinere Teil im Angebot. So wissen Interessenten heute schon, was sie in dieser und der zweiten Hannover-Auktion erwartet. 

Die Auktion wird als automatisierte Online-Live-Auktion zusammen mit PHILASEARCH durchgeführt. Voraussetzung für eine Live-Teilnahme via Internet ist nur, dass man für sich ein Profil auf „www.philasearch.com“ angelegt hat. Telefonisches Mitbieten ist nicht möglich. Alle anderen Wege der Gebotsabgabe stehen weiterhin offen. Man kann also einen schriftlichen Auftrag mit der Post, per FAX oder als Email-Anhang schicken. Auch ist es möglich, im Vorfeld schriftliche Gebote über den Online-Katalog auf www.philasearch.com zu platzieren. Desweiteren ist auch die Gebotsabgabe über Auktionsagent/Kommissionär in gewohnter Weise möglich.

Diese Sammlung wurde akribisch über einen Zeitraum von fast einem halben Jahrhundert zusammengetragen. Roland Meiner sagt selbst dazu: „Es wurden viel Zeit und erhebliche finanzielle Mittel investiert. Bitte beachten Sie, dass es sehr lange dauern wird, bis ein solches Angebot wiederkommt, und dass jetzt die Gunst der Stunde da ist, Lücken in Ihren Sammlungen zu schließen.“

(wm-pcp) Mit dieser kommenden Briefmarken-Versteigerung führt das alteingeführte Mainzer Haus einige Neuerungen ein. Auf Anhieb sichtbar sind diese bei der gedruckten Ausführung des Auktionskataloges. Denn nun sind erstmals die jeweiligen Farbabbildungen vieler Lose direkt bei deren Beschreibungen, also in den Textteil eingebunden und nicht mehr wie früher in einem separaten Fototafelteil nachzusuchen. 

Außerdem ist ab sofort das gesamte Auktionsangebot auch online auf der Internetplattform PHILASEARCH einzusehen. In Kürze soll auch die bisherige Internetseite der Fa. Loth neu gestaltet sein und damit auch zusätzlichen Nutzen bieten, denn dort sind dann weit mehr Lose abgebildet als im gedruckten Katalog. Ein Blick auf www.Philasearch.com bzw. www.lothauktionen.de lohnt also.

(wm-pcp) So wie die Namen BOKER oder ERIVAN geradezu sprichwörtlich für Altdeutschland geworden sind, so denkt so manch einer bei dem Namen TROST an die Sammlung des Königsreichs Württemberg 1851 bis 1875, die in wenigen Wochen von Roland Meiners bei der 166. Dr. Wilhelm Derichs-Auktion versteigert wird. Erstmals nicht in Stuttgart, denn das bisherige „Althoff-Hotel mit Schloßgarten“ wird kernsaniert. Ein gleichwertiger Ersatz mit den notwendigen Sicherheitseinrichtungen war nicht zu finden, so dass es nahelag, unweit vom Sitz des Auktionshauses in Köln diese nun im „Hotel Exzelsior“ durchzuführen. Für Anreisende sei nur vermerkt, dass das Hotel nur wenige Schritte vom Hauptbahnhof liegt und die unterirdischen Parkgaragen unter der Domplatte reichlich Abstellmöglichkeiten für PKWs bieten.

Man fasst kaum die Fülle der Pretiosen, die dieses Mal mit den fortgeführten Losnummern 1.444 bis 1.784 offeriert werden. Kleine wie große Seltenheiten in bester Erhaltung und herausragender Brillanz. Probedrucke, Nachdrucke, Musterbogen, Dietelbach’sche Urmatrize, Korn’sche Farbmusterdrucke, Neudrucke, größte bekannte Einheiten, Frankatur-Unikate – dies sind nur einige der Spezialitäten, die dieses Mal ins Auge stechen. Von seltenen Destinationen ebenso zu schweigen wie von einem mit einer 18 Kr. frankierten Telegramm, das den Titel des wieder einmal hervorragend gestalteten Kataloges ziert und von dem auch kein weiteres bekannt ist. Gleiches gilt von eine Vorlagekarton aus dem Jahre 1868 mit sechs aufgeklebten Fotografien der Entwürfe zu diversen Werten. Kann man das noch steigern? Ja, denn mit einem gestempelten Sechserblock der 70 Kr. rotlila kommt nun erstmals nach vielen Jahrzehnten das zweite nunmehr bekannt gewordene Exemplar dieser größtmöglichen Einheit auf den Markt (Ausruf: 40.000 Euro). Man darf auf die Ergebnisse gespannt sein.

Singen Die 109. Lenz-Auktion findet am 28. und 29. Oktober als Saal-Live-Verstei­gerung mit Münzen, Briefmarken, Samm­lungen und Posten statt, vom 31. Oktober bis 3. November 2022 mit ca. 9000 Brief­marken-Einzellosen als Internet-Live-Auk­tion.

In der Auktion gibt es wieder ein gewohnt breites Angebot der Philatelie weltweit mit sehr vielen Briefen und Belegen. Besonderer Schwerpunkt sind die deutschsprachigen Länder Schweiz, Österreich, Liechtenstein und natürlich Deutschland allgemein, je­weils ab der Vorphilatelie bis in die Neuzeit.

Zu Beginn kommen 1300 Positionen Samm­lungen und Posten unter den Ham­mer, dar­unter enorm viele aus privater Hand bzw. aus Nachlässen, teils unberührt mit in der Regel günstigen Ausrufen zur Versteige­rung. Ländersammlungen aus aller Welt von hochwertig bis zu vielen kleinen Lots mit Ausrufen ab „Gebot“ (10 Euro), und ganze Nachlässe suchen neue Interessenten. Zu erwähnen sind Sammlungen von Spa­ni­schen Kolonien in Afrika, umfangreiche Ob­jekte Israel, auch Europa-Sammlungen über viele Länder, eine fast vollständige Portugal-Kollektion und wie immer auch reichhaltige Sammlungen und Lots von Österreich und Schweiz. Deutschland ab Altdeutschland ist mit vielen hochwertigen Sammlungen beim Deutschen Reich mit Kolonien vertreten. Auch nach 1945 gibt es viele Sammlungen und Lots bis hin zu Posten mit viel neuerer Nominalware.

Der Samstag Nachmittag (30. Oktober) ab 15 Uhr gehört den Münzen und Medaillen mit über 530 Losen. Viele kleine und hochwertige Stücke aus aller Welt ab dem Al­tertum bis in die Neuzeit sind nicht nur für den Sammler gedacht, sondern auch für Anleger in Silber und Gold. Mit großer Viel­falt zeigt sich der deutsche Bereich ab Alt­deutschland über Kaiserreich und Wei­mar. Den Abschluss bilden auch hier Lots, Posten und komplette Nachlässe.

Die Einzellose der Gebiete Übersee und Eu­ropa werden in der folgenden Woche vom 31. Oktober bis 4. November versteigert.

Bei Übersee sind China und USA gut vertreten. Die Länder Europas sind mit Marken und umfangreich mit Briefen und Belegen, teils sehr detailliert und spezialisiert, im Angebot. 

Liechtenstein überzeugt mit vielen guten Ausgaben und Belegen ab MiNr. 1, dabei ein postfrischer Vaduz-Block. Österreich lockt mit über 900 Losen ab Vorphila, Mar­ken ab MiNr. 1 und mit Stempeln. Mit da­bei sind WIPA-Block, Dollfuss oder Renner geschnitten. Interessante Angebote finden sich auch bei Lombardei-Venetien und Levante. Schweiz wartet mit über 600 Losen auf. Im Klassik-Teil suchen eine 5 C. Waadt sauber gestempelt mit Attest (500 Euro), eine 5 C. Neuenburg auf Brief mit Attesten (2000 Euro) und eine 2 ½ Rp. Poste Locale auf Briefstück mit neuem Attest Urs Herr­mann („in fehlerfreier Erhaltung“, 600 Euro) neue Liebhaber. Beachtung verdient auch eine MiNr. 13 II Azm, 5 Rp. Sitzende Hel­vetia, im zwei Eckrandstücken auf portogerechtem Brief mit neuem Attest (800 Euro).

Altdeutschland tritt mit über 2000 Losen an, gespickt mit seltenen Marken und Stempeln in großer Auswahl. Baden enthält eine möglicherweise einmalige Misch­fran­katur aus den MiNrn. 20 c und 24 (2x) und seltene Nummernstempel wie „65“ Ichen­heim und „176“ Bronnbach. Braunschweig zeigt die sehr seltene MiNr. 12 Ab ungebraucht ohne Gummi. Besonders hervorzuheben ist das Gebiet Hannover. Hier findet sich auch der Katalog-Titel, ein 16er-Block der MiNr. 17, der einst die berühmte Cas­pary-Sammlung zierte. Als noch immer größ­te bekannte Einheit dieser Marke und sehr sauber gestempelt aus „Bentheim“ ist die Einheit ein Ausnahmestück der Alt­deutsch­land-Philatelie mit neuem Attest Jäschke-Lantelme. Dazu gesellen sich weitere qualitativ hochwertige Stücke aus diesem Gebiet aus einem alten Nachlass, der schon viele Jahrzehnte nicht mehr auf den Markt war. Umfangreich zeigt sich auch Würt­temberg, dabei seltene Frankaturen und Stempel.

Deutsches Reich ist mit über 1000 Losen ab Hufeisenstempel und Brustschilde vertreten, darunter viele Belege, aber auch Standard­ausgaben postfrisch und gestempelt. Dazu zählt der Nothilfe-Block auf echt gelaufenem Einschreibebrief mit Ankunftsstempel, ein echtes Liebhaberstück zum Ausruf von 1200 Euro. Hervorzuheben sind außerdem das große Angebot an Flugpost und Zep­pelin-Belegen aus aller Welt sowie beim Deut­schen Reich Zusammendrucke mit einigen besonderen und seltenen Stücken.

Am letzten Auktionstag setzt der 1. Teil ei­ner Sammlung „Lokalausgabe Freuden­stadt“ ein Ausrufezeichen, die seit fast 50 Jahren in Sammlerhand gewesen ist. Das marktfrische Material, meist Belege, weist viele Unikate, Stempel und Besonderheiten auf. Dazu gehört ein Sammlerbrief per Ein­schreiben/Eilboten von Freudenstadt nach Stockach mit siebenmal 6 Pf und sechsmal 8 Pf der Freudenstadt-Gebührenmarke. Alle Gebiete von Deutschland nach 1945 sind wie gewohnt mit über 2000 Losen sehr detailliert im Angebot, neben Markenaus­ga­ben auch viele Belege und Zensuren.