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BDB News

(gm-Felzmann-PR/pcp) Die Münzauktion bei Ulrich Felzmann in Düsseldorf im Rahmen des 45. Geschäftsjubiläums startete mit einem exotischen Angebot aus Madagaskar. Mit zahlreichen Online- und Telefon-Bietern aus aller Welt wurden auf der Online-Live-Auktion an zwei Tagen insgesamt rund 2.300 Münzen Einzellose und Sammlungen versteigert.

Der Spezialkatalog mit Banknoten, Münzen, Orden und vielen kulturhistorischen Gegenständen aus Ostafrika fand viel Anklang und wurde mit hohen Steigerungen oft um ein Vielfaches des Ausrufpreises in die ganze Welt verkauft.

Das Angebot der Einzellose und Sammlungen von der Antike bis zu modernen Münzen im Hauptkatalog wurde ebenso gut angenommen und brachte zahlreiche Top-Zuschläge mit hervorragenden Steigerungen.

So wurde ein antiker griechischer AV Stater 110-90 v.u.Z mit Kopf des vergöttlichten Alexander von 1.800 Euro auf 2.200 Euro gesteigert (Los 507). Ein seltener römischer AV Aureus (Los 576) wurde für 5.000 Euro zugeschlagen (Ausruf: 3.500 Euro). Ein Dukat aus dem Jahr 1738 aus Nürnberg auf Johann Anton II. von Freyberg (1736–1757) erzielte 2.300 Euro (Ausruf: 1.800 Euro) (Los 640).

Auch Kaiserreich Goldmünzen waren beliebt, wie die 20 Mark 1914 von Ludwig III. (1913–1918), die von 3.000 Euro Ausruf auf 4.900 Euro gesteigert wurde (Los 752). Der sehr seltene Habsburger ½ Taler aus Prag von 1607 erzielte 5.200 Euro bei einem Ausruf von 3.000 Euro (Los 1008).

Münzen ab 1800 waren ebenfalls umkämpft, ganz besonders die Tschechoslowakei mit dem 5 Dukaten Stück von 1929 aus Kremnitz in besonders guter Erhaltung (Los 1328), das von mehreren Bietern bis 12.000 Euro gesteigert und schließlich einem Online-Bieter zugeschlagen wurde. Ebenso begehrt war die 1 Dukat Münze von 1933 aus Kremnitz (Los 1329). Hier fiel der Hammer bei 7.000 Euro (Ausruf 2.500 Euro).

Einige schöne China-Lose waren auch wieder im Angebot, wie das Set der Volksrepublik von 1982 „Year of the Dog“ (Los 1413), das für 1.200 Euro den Zuschlag erhielt (Los 1413).

Eine kleine Spezialabteilung mit knapp 50 Losen numismatischer Bücher, die Sammlung „Schloss Walbeck“, wurde nahezu komplett verkauft und das durchschnittlich zum zweifachen Ausrufpreis. Ein Verzeichnis zu Geprägen und Münzsorten aus dem Jahr 1585 wurde von 50 Euro auf 480 Euro gesteigert (Los 1679), eine numismatische Bücherserie in neun Bänden (Los 1691) erzielte 1.400 Euro (Ausruf 800 Euro).

In der weiteren Varia-Abteilung ersteigerte ein erfolgreicher Telefonbieter eine schöne goldene Savonette der ‘Deutschen Uhrenfabrikation Glashütte b. Dresden’ für 2.200 Euro (Los 1770). Und ein weiterer Bieter sicherte sich ebenso für 2.200 Euro eine schöne Weißgoldkette mit schwerem Aquamarin-Anhänger sowie mit Brillanten und Diamanten besetzt (Ausruf 1.500 Euro) (Los 1797).

Der Nachverkauf der Auktion läuft noch bis zum 1. August 2021. Auf alle unverkauften Lose gibt es einen Nachlass von 10 % auf den Ausrufpreis (ausgenommen sind limitierte Lose).

Einlieferungen für die Felzmann Herbstauktion werden derzeit entgegengenommen. Münzen, Orden, Banknoten und Medaillen können noch bis zum 10. September 2021 eingeliefert werden. Weitere Informationen auf: www.felzmann.de

Nächste Auktionstermine
6. – 10. September 2021, e@uction
9. – 13. November 2021, Herbstauktion
17. – 21. Januar 2022, e@uction

Top-Zuschläge Münzen: https://www.felzmann.de/top-zuschlaege-muenzen-auktion-172.aspx

(Bonn/pcp) Der Auktionskatalog mit mehr als 9.800 Losen beinhaltet neben zahlreichen gesuchten Standard-Ausgaben aus allen Gebieten der deutschen und internationalen Philatelie auch eine Vielzahl an Raritäten.

Von Altdeutschland findet sich ausgesuchte Werte wie z.B. ein gestempeltes Kabinettstück des „Schwarzen Einsers“ von Bayern (MiNr. 1IIa, Ausruf 1.500.- Euro) oder der seltene Probedruck der Helgoland MiNr. 20B in postfrischer Erhaltung zum Schätzpreis von 1.800.-. Für die Sammler des Deutschen Reiches beinhaltet der Auktionskatalog alle gesuchten Standardausgaben in postfrischer und gestempelter Erhaltung wie auch ein gutes Angebot Zusammendrucke und Markenheftchen. So kommt das gesuchte MH Nr. 17 „Rheinlandmarken“ in tadellos postfrischer Erhaltung ab 1.400.- zur Versteigerung.

Die Kolonialphilatelie zieht auch in der kommenden Auktion mit interessanten Stücken und Raritäten die Aufmerksamkeit auf sich. Es finden sich zahlreiche Besonderheiten wie die gebraucht nie angebotene 1 Peseta auf 80 Pfg Germania als Eckrandstück mit Platten-Nr. und Urdruck-HAN (MiNr. 42HANU) auf Luxusbriefstück zum Ausruf von 1.500.-. Traditionell stark besetzt sind bei Dr. Fischer die deutschen Nebengebiete und Besatzungsausgaben. Die 10 auf 1 Rbl. von Alexanderstadt (MiNr. 15K) ist mit kopfstehendem Aufdruck nur dreimal bekannt; für ein tadellos postfrisches Stück werden Gebote ab 4.200.- entgegengenommen. Der „Urdrucksatz“ des Saarlandes, in den meisten Saar-Sammlungen fehlend, startet mit Fotoattest Ney VP bei 1.000.-. Durch die Auflösung einer großen Sammlung bietet sich für jeden Sammler des Gebietes eine Gelegenheit.

Die Nachkriegsphilatelie bietet die Auflösung einer sehr schön spezialisierten Sammlung West-Berlin. Der Sammler hat speziell von den ersten Ausgaben die Plattenfehler- und Aufdruckfehler in oftmals ausgesuchter gestempelter Erhaltung zusammengetragen, die in dieser Vielfalt nur selten angeboten werden können. Spitzenstücke der Sammlung sind die 1–5 M. Schwarzaufdruck mit je AF VII tadellos gestempelt (Ausruf 1.250.-) und die bis in bis dato nur wenigen Exemplaren bekannt gewordene 5 M. Schwarzaufdruck in der Farbe schwärzlichultramarin (MiNr. 20c, Ausruf 600.-). Darüber hinaus finden sich selbstverständlich alle gesuchten Standardausgaben und eine Vielzahl an Seltenheiten der Gebiete nach 1945.

Für die Sammler nichtdeutscher Briefmarken kommen gute Ausgaben von Färöer, Frankreich, Österreich und der Schweiz zum Ausruf – aber auch wieder ein schönes China-Angebot mit u.a. dem „Schauspielblock“ mit Ersttagsstempel zum Startpreis von 2.000.-Euro.

Das Sammlungsangebot bietet zahlreiche Gelegenheiten für Sammler und Wiederverkäufer. Es werden zahlreiche Nachlässe ohne jegliche Entnahmen offeriert. Von einer sehr schön ausgebauten gestempelten Sammlung Deutsches Reich zum Ausruf von 4.000.- bis hin zur kleinen Stempelsammlung „gegen Gebot“ findet sich für jeden Sammler und Geldbeutel eine interessante Offerte.

Mehr als 200 Sammellose sowie alle Einzellose inkl. deren Atteste kann man im Onlinekatalog von Dr. Fischer besichtigen, diesen und weitere Informationen zur Auktion und zum Auktionshaus finden Sie auf der Internetseite www.ReinhardFischerAuktionen.de.

(pcp-wm) Knapp 4.000 Lose sind es auch dieses Mal, die Interessenten im 406 Seiten starken Katalog oder auf der Internetseite www.harlos-auktion.de einsehen können. Im Internet sind alle 4.000 Lose abgebildet, teils auch mit ihren Rückseiten. Auf den Seiten von philasearch ist der Katalog ebenfalls einsehbar.

Harlos bietet ausschließlich Bedarfsbriefe (alles Einzelstücke) aus aller Welt an mit Schwerpunkten Deutsches Reich, Luftpost, Zeppelin, Ganzsachen, Privatpost, Rohrpost, Memel, Deutsche Gebiete, Kolonien, Zensuren mit Beanstandungszetteln, KZ-Post und Militärpost. Hinzu kommen zahlreiche Sammlungsauflösungen, u.a. zu Bahnpost, Europa, Österreich, Polen, Übersee, China, British Commonwealth. Für das online-live-bidding melden sich Interessenten bitte an unter www.harlos-auktion.de

(gm/pcp) Am 30. Juni 1976 fand die erste Briefmarkenauktion bei Felzmann statt. Dieses Jahr am 30. Juni sind es 45 Jahre Auktionsgeschichte auf die Ulrich Felzmann mit seinem Team zurückblicken kann. Dieser Rückblick wird mit der nun kommenden Jubiläumsauktion gewürdigt. Doch nicht nur die beachtliche Zeitspanne steht im Vordergrund, insbesondere ist es das Angebot zu dieser Auktion, das durchaus beachtenswert ist.

Die Briefmarken Einzellose, die am 1. Juli versteigert werden, bieten gleich eine ganze Reihe ausgezeichneter Raritäten. So steht, mit dem vollständigen und ungefalteten Posthorn Bogensatz, ein wahres Kronjuwel der deutschen Nachkriegsphilatelie in hervorragender Gesamterhaltung im Angebot (Los 5278, Ausruf: 120.000 €). Die 5 Pfennig Reichsadler mit liegendem Wasserzeichen (Los 4413, Ausruf: 5.000 Euro), das „Ruhrkessel-Provisorium“ auf Bedarfs-Brief (Los 4791, Ausruf 7.000 Euro), ein Ankündigungskarton der DDR mit der vollständigen Boykott-Ausgabe der Olympischen Spiele 1984 (Los 5220, Ausruf: 12.000 Euro) sowie eine linke untere Bogenecke des „Roten Adenauer“ (Los 5332, Ausruf: 2.000 Euro) sind nur einige Beispiele der großen Fülle an Besonderheiten.

Zuvor gefällt ein kleiner, aber beachtenswert besetzter Bereich Europa, hierunter z.B. Österreichs Erstausgabe, 9 Kreuzer blau mit vollständigem Andreaskreuz auf Liebhaber-Briefstück (Los 4157, Ausruf: 18.000 Euro), Russlands Blockausgabe zur 1. Allunions-Briefmarkenausstellung Moskau (Los 4229, Ausruf: 5.000 Euro) oder Finnland mit 8 Penni 1866 in äußerst seltener Trennungsvariante (Los 3667, Ausruf: 7.000 Euro). Letztere sei hier stellvertretend genannt für einen im Hause Felzmann erstmals aufgelegten Skandinavien Spezial-Katalog, der in den gut 250 Losen die Forschungssammlung Norwegen von Jürgen Tiemer und die Ausstellungssammlung Dänemark von Dr. Jürgen Baumgartner präsentiert, darüber hinaus weitere Pretiosen aus Finnland, Island und Schweden.

Freuen dürfen sich Fans der Luftpost auf einen wie immer gut bestückten Zeppelin-Teil, mit dabei zwei herausragende Österreich-Zuleitungen, neben einem Schmidl Raketenflugbrief zur 8. Südamerikafahrt 1933 (Los 3232, Ausruf: 15.000 Euro) eine Einzelfrankatur der legendären 10 S Dollfuß zur Olympiafahrt 1936 (Los 3233, Ausruf: 5.000 Euro).

Es warten außerdem zwei vollgepackte Tage Sammlungsauktion am 2. und 3. Juli mit mehr als 1.700 hochwertigen Sammlungen aus allen Bereichen der Philatelie, unberührten Nachlässen und Erbschaften auf zahlreiche Gebote.

Passend zu Ulrichs Felzmanns Engagement im Bereich der Astro-Philatelie wird im Wege des „Private Treaty“ ein einmaliges Kunstwerk des „ARTronauten“ Charles Wilp angeboten, gefertigt aus dem Stahl der Raumstation MIR, mit Teilen des Sonnensegels, Satellitenfolie sowie Unterschriften der Kosmonauten, Preis auf Anfrage.

Die Münzauktion mit Münzen, Orden, Medaillen und Banknoten findet am 29. und 30. Juni statt und bietet neben der exotischen Spezialsammlung „Madagaskar“, welche in einem Sonderkatalog präsentiert wird, viel Standardware für den kleinen Geldbeutel. Daneben sind zahlreiche TOP- Raritäten, Gold in reichlicher Vielfalt von antiken Kostbarkeiten über Pretiosen der frühen Neuzeit bis zu etlichen modernen 5-Unzen Münzen in kleinsten Auflagen vertreten. In der numismatischen Sammlungsabteilung ist der Aufmacher ein großer unberührter Händlernachlass aus Mitteldeutschland (Los 2001, Ausruf: 50.000 Euro) gefolgt von zahlreichen, oft undurchsuchten Positionen bis zum Gebotslos.

Alle Kataloge sind ab sofort online abzurufen und stehen auch zum Download als E-Book bereit. Mit über 60.000 Fotos wird hier jedem und jeder die Möglichkeit gegeben, einen guten Blick auf das Material zu werfen. Insbesondere sind auch verstärkt wieder Sammlungen fotografiert worden.

Der Online-Katalog ist unter https://auktionen.felzmann.de zu finden. Gebote können ab sofort im Online-Katalog, per E-Mail und Fax oder auf den Plattformen Philasearch.com und Sixbid.com abgegeben werden.

Für die Teilnahme an der Auktion, wie auch an der Besichtigung, ist eine Voranmeldung notwendig. Aktuelle Hinweise zur Auktion gibt es auf: www.felzmann.de

(pcp-wm) Dass der bekannter Mülheimer Auktionator Harald Rauhut bei jeder seiner Versteigerungen ein umfassendes und ausgesuchtes Altdeutschland-Angebot anbietet, ist bekannt und bedarf auch dieses Mal keiner besonderen Erwähnung. Fast 3.000 Lose sprechen für sich, ebenso wie weitere rund 1.300 Lose, die den deutschen Gebieten ab der Deutschen Reichspost vorbehalten sind. Europa und Übersee sind mit ca. 300 Losen dabei.

Die Auflösungen von Sammlungen sind bei Interessenten besonders gefragt. Da geht im wahrsten Sinne des Wortes die Post ab, wenn auch dieses Mal gut 3.500 Sammlungen, Liquidationslose, Posten, Karton-Lose und vieles mehr unter den Hammer kommen. Heiße Bieterschlachten sind einmal mehr zu erwarten.

Den krönenden Abschluss der Versteigerung bildet dieses Mal aber ein selten in dieser Fülle anzutreffendes Angebot philatelistischer Literatur. Fast 400 Lose verteilen sich auf die Gruppen: Alte philatelistische Auktionskataloge, Alte phil. Zeitschriften/Journale, Altdeutschland- und Deutschland-Literatur (nach 1872), Europa- und Übersee- und sonstige Literatur. So manches ist gegen Gebot ab 10 Euro erhältlich, anderes recht günstig angesetzt, wobei auffällig ist, dass zahlreiche Titel vorhanden sind, die man kaum einmal in Deutschland angeboten sieht. Dabei sind bei weitem nicht alle Lose Einzellose, manche sind auch bemerkenswert umfangreiche Bestände, zumal bei den alten Auktionskatalogen. Wann hat man schon einmal die Gelegenheit, über 230 Auktionskataloge von Christies/Robson & Lowe oder über 570 Harmers/London-Kataloge ab 1934 (!) zu erwerben? Selbst Shanahan ist mit einem guten Run der Jahre 1957–1959 vertreten! Ein aufmerksamer Blick lohnt also für jeden Literatursammler. Weitere Informationen, auch zu den Besichtigungs- und Teilnahmemöglichkeiten, finden Interessenten unter www.rauhut-auktion.de

Berlin Auf der 69. Hadersbeck-Auktion vom 13. bis 16. April kam u. a. eine alte Pri­vatpostsammlung mit Schwerpunkt „Ber­lin“ und seinen verschiedenen Unternehmen zur Auflösung. Das Angebot, das in einem hochwertigen Sonderkatalog präsentiert wurde, fand schon im Vorfeld viel Beachtung. Die insgesamt 431 Lose brachten sehr gute Ergebnisse, wobei das Titellos herausragte. Es handelte sich um den einzig bekannten Einschreibebrief mit Marken des Spandau-Courier vom 22. April 1898, der von geschätzten 500 auf 900 Euro kletterte.

Weitere interessante Zuschläge seien bei­spielhaft genannt. So sprang eine Schleswig-Holstein MiNr. 2 b mit Nummernstempel „18“ von Kiel von 900 auf 3100 Euro. Für 7100 (4800) Euro wurde die seltene Mi­Nr. 50 a des Deutschen Reiches in postfrischer Erhaltung mitgenommen. Begehrt war auch ein portogerechter Einschreibebrief mit einem Oberrand-4er-Block der MiNr. 233, der sich von 400 auf 1750 Euro entwickelte. Ein waagerechtes Unterrand-Paar des Höchst­wertes der Serie (Mi­Nr. 234) auf portogerechtem Einschreibebrief steigerte von 440 auf 1750 Euro. Die seltene Wasserzeichenvariante DDR MiNr. 415 YI postfrisch zog von 180 auf 820 Euro davon. Für einen sehr seltenen Strafbefehl mit Zusatzleistung „Zustellurkunde“, frankiert mit DDR- Freimarken (u. a. MiNr. 252 b) mit POL-Lochung, bot ein Interessent 1750 (500) Euro.

Fast restlos verkauft wurden die Abteilung mit Münzen, Banknoten, Medaillen und Or­den. Hier konnte ein tschechoslowakischer Golddukat St. Wenzel aus 1932 mit 1350 Euro seinen Ansatz von 300 Euro mehr als vervierfachen.

Am vierten Versteigerungstag wurden die Posten und Sammlungen teils zum Vielfachen der Ausrufpreise verkauft. Eine kleine Teilsammlung China bis 1945 erzielte einen Zuschlag von 1950 (180) Euro.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

Mit dem sensationellen Verkauf des fünften Teils der „Sammlung ERIVAN – Altdeutsche Staaten“ endete die traditionelle Frühjahrsauktion von Heinrich Köhler, die vom 19. bis 24. April 2021 in Wiesbaden erneut Maßstäbe setzen konnte. Über sechs Tage wurde teils bis in die späten Abendstunden hinein ein ebenso vielfältiges wie hochwertiges Spitzenangebot begehrter Philatelie und Postgeschichte versteigert. Dank der großartigen Beteiligung von Sammlern und Händlern aus aller Welt kam es zu zahlreichen intensiven Bietergefechten und beeindruckenden Steigerungen der Ausrufpreise. Die Nachfrage nach wertvoller Philate­lie, vom Einzelstück bis zur Sammlung, ist ungebrochen hoch. Die Fas­zination Philatelie lebt und setzt ihren Höhenflug weiter fort.

„Sammlung ERIVAN“ belebt die Szene

Als krönender Abschluss der Auktions­woche bot die fünfte Versteigerung aus der „Sammlung ERIVAN – Altdeutsche Staaten“ ein weiteres Mal philatelistische Kostbarkeiten von der kleinen Seltenheit bis zur großen Rarität. Insgesamt 324 Lose kamen zum Ausruf und erzielten bei einem Startpreis von einer Million Euro mehr als 2,8 Millionen Euro (inklusive Aufgeld), wobei manche Startpreise um mehr als das Zehnfache gesteigert wurden. Höhepunkte waren der Doppelbogen des Schwarzen Einsers (Ausruf: 200 000 Euro – Zuschlag: 240 000 Euro), ein Viererblock des Sachsen-Dreiers (Aus­ruf: 100 000 – Zuschlag: 180 000 Euro) und ein begehrter Oldenburg-Brief (Ausruf: 30 000 Euro – Zuschlag: 140 000 Eu­ro). Insgesamt wurden sechs Stücke für mehr als 100 000 Euro zugeschlagen.

Diese beeindrucken­den Zahlen sind jedoch mehr als die bloße Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte. Der Ver­kauf der „Sammlung ERIVAN“ sorgt für ein gewaltiges Echo in den Medien und ruft nicht nur in Philateliekreisen zahlreiche, teils neue Interessenten

aus aller Welt auf den Plan. „Die Dynamik in der Branche war auch bei der fünften Auktion der Sammlung von Erivan Haub spürbar. Die Briefmarken und Briefe lassen selbst erfahrene Sammler ins Schwärmen geraten“, brachte es Dieter Michelson, geschäftsführender Gesellschafter bei Heinrich Köhler, nach der Auktion auf den Punkt. Zudem sei die Briefmarke von Investoren als Wert­anlage (wieder-) entdeckt worden, so Karl Louis, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter des Auktionshau­ses Heinrich Köhler.

Dieser Eindruck konnte auch an den vorhergehenden Vesteigerungstagen ausnahmslos bestätigt werden. Alle Sammelgebiete erfreuten sich bei der Auktion in Wiesbaden großer Be­liebt­heit. Das umfangreiche Angebot, das sechs weitere Sonderkataloge sowie einen Haupt­katalog mit Einzellosen und Sammlungen von Deutschland bis Übersee umfasste, begeisterte die Sammler und Händler auf ganzer Linie. Die seltenen Briefe und Briefmar­ken waren äußerst begehrt und dank der großartigen Bieterbeteiligung, insbesondere online, kam es zu zahlreichen Spitzenzuschlägen.

Für großes Aufsehen sorgte diesmal auch das Sammlungsangebot, das mehr als 1000 Positionen enthielt. Aufgrund der großen Nachfrage sowie intensiver Wettkämpfe der Bieter musste das Heinrich-Köhler-Team bis in die Nacht hinein versteigern. Auch hier war die aktive Teilnahme der Online-Live-Bieter erneut maßgeblich. Auch dank der günstig angesetzten Ausruf­preise kam es zu unzähligen Bietergefechten, die Zuschläge zu Höchstpreisen mit sich brachten.

Alle Ergebnisse der 376. Heinrich-Köh­er-Auktion sind online unter www.heinrich-koehler.de verfügbar.

Das Aachener Auktionshaus AIX-PHILA ist beauftragt worden, eine mit zahlreichen Raritäten gespickte Sammlung „Deutsche Auslandspost­äm­ter und Kolonien“ aufzulösen. Das Angebot wird auf zwei Sonderauk­tionen verteilt. Als erster Teil kommen am 26. Juni 2021 gut 600 Marken und Belege „Auslandspostämter sowie Kiautschou“ unter den Hammer. Mit großer Fachkenntnis und einem guten Gespür für Ästhetik und Qua­ität hatte der Sammler seine Schwerpunkte auf die Vor- und Mit­läufer sowie sämtliche Auf- und Überdruckausgaben gelegt.

So gibt es alleine von China aus der Petschili-Zeit mehr als 140 Positionen, darunter beispielsweise mehrere Belege mit Frankaturen Krone/Adler. Eine Ganzsachen-Karte 5 Pf mit zusätzlich 25 Pf von TIENTSIN nach Dort­mund startet mit 1000 Euro. Ki­autschous 5 Mark Kai­serjacht mit Feldpost­stempel aus Peking beginnt mit 1500 Euro. Von den Hand­stem­pelauf­dru­cken sind alle Hauptnummern vor­handen: die 50 Pf ungebraucht wird mit 4000 Euro ins Rennen geschickt, eine postfrische 5 Pf mit Doppelaufdruck mit 1000 Euro. Etliche Varianten des „Futschau“-Provisoriums mit Aufdruckbesonderheiten locken den Spezialisten genauso wie zum Beispiel die unverausgabte Freimarkenserie Deutsches Reich mit Aufdruck „CHINA“ in lateinischen Buchstaben (MiNrn. VIII a-n), dabei auch die 3 Pf mit Plattenfehler „DFUTSCHES“ (Ausruf 2000 Euro). Ähnlich gestaltet es sich bei Marokko. Auch hier gehen die unverausgabten Mi­Nr. VIII a-n mit 2000 Euro an den Start. Zahl­reiche postfrische Hausauftragsnumern, die teilweise gegen Gebot ausgerufen werden, warten auf Liebhaber dieses Gebietes.

Große Raritäten sind auch bei der Tür­kei zu entdecken. Ein postfrischer 6er-Block der MiNr. 5 b eröffnet mit 1000 Euro, ein Doppelaufdruck der MiNr. 23 I/II DD startet mit 1500 Euro, und die nicht verausgabten ungebrauchten Mi­Nrn. VI/I und VI/II haben jeweils einen Ausruf von 4000 Euro. Ein literaturbekanntes Briefstück der NDP-Vorläufer mit NV 5 und NV 16 wird sicher nicht für die veranschlagten 1000 Euro zu ha­ben sein.

Spitzen-Raritäten erwarten die Sammler der Kiautschou-Philatelie. Nach einer gut bestückten Abtei­lung Vor- und Mit­läufer werden es vor allem die überreichlich angebotenen Marken der TSINGTAU-Aus­gaben mit einer Fülle von Aufdruckbesonderheiten (teils in größeren Einheiten) sein, die das Sammlerherz höher schlagen lassen. Fast alles an Rari­täten ist zu haben: Die MiNr. 3 mit doppeltem Handstempelaufdruck und gleich zweimal im Zusammendruck mit der MiNr. 2 oder die MiNr. 4 mit Aufdruck „fP“ statt „Pf“. All diese Raritäten werden mit je 20 000 Euro Ausruf auf den Laufsteg geschickt. Der Clou aber wird das Titelstück sein, ein Brief von TSINGTAU nach Kaldenkirchen mit zweimal der Aufdruckmarke „5 Pfg auf 10 Pf“ und zusätzlichem Handstempelaufdruck „5 Pf.“ wie bei der 2. Tsingtau-Ausgabe, jedoch mit steilem Aufdruck „China“. Dieser von Wolfgang Jakubek und Ro­land Steuer attestierte, literaturbekannte Beleg ist ein Unikat, und der Ausruf ist mit 25 000 Euro angesetzt.

Wer auf der Sonderauktion im Juni nicht fündig werden sollte, muss sich nur ein paar Monate gedulden: Im Oktober folgt der zweite Teil „Deutsche Kolonien“ mit einer ähnlichen Fülle an kleinen und großen Raritäten, aber auch philatelistischen „Kleinodien“ mit Start­preisen ab 10 Euro.

Internet: www.aixphila.de

(pcp-wm) In gleich drei Katalogen präsentiert Joachim Erhardt sein neues Angebot. Einige tausend Lose von Altdeutschland bis Übersee am 4./5. Juni, gefolgt von einem Angebot „Deutsche Kolonien und Auslandspostämter“ mit gut 1.700 weiteren Losen aus der Sammlung Dr. Helmut Schmidt. Höhepunkt dürfte aber erneut die Sammlung „Bredeney“ mit ihrem Teil 7 sein, die ebenfalls nur Lose zu „Deutschen Kolonien und Auslandspostämtern“ enthält. Knapp 500 wunderschön gestempelte Einzelmarken oder Briefe, Karten etc. kommen so zusammen und dürften auf das Interesse vieler Sammler stoßen. Weitere Informationen, siehe: www.briefmarkenauktion.de

(pcp-wm) Auch bei diesem Unternehmen ist die Frage noch offen, ob die Versteigerung als Saal- oder als online-Auktion durchgeführt wird. Nähere Informationen finden Interessenten unter www.hettinger-Auktionen.de

Münzen werden mit den Losen 1–16 angeboten, Briefmarken nachfolgend mit den Losen 18–2453. Die Firma bietet erneut ein breites Spektrum, wobei Zusammendrucke, MH etc. einen deutlichen Schwerpunkt bilden. Auch zahlreiche gute Literaturlose sind im Katalog aufgeführt, so manches gegen Gebot.