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BDB News

(ak-AIX-PHILA/pcp) Deutsche Philatelie steht im Fokus der 70. AIX-PHILA Auktion, welche Mitte Juni live-online in Aachen stattfinden wird.

Nach dem Auftakt mit einer Auswahl einiger besserer altdeutscher Marken und Stempel folgt ein breites Angebot Deutsches Reich mit Gebieten bis 1945: Memel bietet unter Losnummer 681 eine Nr. 10 K (Startpreis 1.000 Euro), das Generalgouvernement die unverausgabten I/III jeweils in Zwölferblöcken mit anhängenden Leerfeldern (Los-Nummer 713 – Ausruf 6.000 Euro). Die Tunis‑Feldpostmarke 2x mit Zusatzfrankatur auf Päckchenabschnitt startet unter Los-Nr. 732 mit 500 Euro und die gleiche Marke als ungezähnter Probedruck als folgende Nummer mit 600 Euro.

Sehr stark präsentiert sich das Nachkriegsdeutschland: Bei der SBZ beginnt ein Sechserblock der grünschwarzen 6 Pfennig (Mi.-Nr. 43 Ac, darin zwei Marken als Doppeldruck) mit 4.000 Euro (Los 759), unter der Los-Nr. 765 eröffnet eine 6 Pfennig mit Nähmaschinenaufdruck aus Dresden-Neustadt auf Firmenkarte mit 2.500 Euro (Mi.-Nr. 43 Pa), eine Briefvorderseite mit 12 Marken der 2 Pfennig Ziffern und Bezirkshandstempelaufdruck „41 Oelsnitz“ soll wenigstens 3.000 Euro einspielen (Los 789). Erst eine einzige postfrische Marke ist von der Wasserzeichenbesonderheit 10 Pfennig Schiller, Michel-Nr. 465 AXII, aus der DDR bekannt, diese kommt als Los 818 mit einem Startpreis von 1.200 Euro unter den Hammer. Die französische Zone bietet eine Fülle von raren Ministerausgaben, dabei die die beiden ungezähnten Großblocks MS 1 und 2 von der französischen Staatsdruckerei in hervorragender Qualität, Ausruf: 7.000 Euro (Los 965). Annähernd 300 Lose finden sich bei der Bundesrepublik aus dem Bereich Bogenecken und Bogenrandzudrucke mit Schwerpunkt bei den Ausgaben Posthorn und Heuss:  Ein rechtes oberes Eckrandstück der 70 Pfennig Posthorn mit einer durch Bogenumschlag verursachten Fehlzähnung, von der bisher kein weiteres Exemplar bekannt ist, beginnt mit 2.000 Euro (Los 1159). Aus einem starken Teil Zusammendrucke ragen die beiden Heftchenbögen MHB 1+2 mit einem Ausruf von 1.500 Euro heraus (Los 1460).

Die Europa-Philatelie bietet u.a. aus Italien einen frankierten Zeitungsabschnitt der GAZZETTA UFFICIALE DI MILANO (Los 1491, Ausruf 1.000 Euro), aus Luxemburg mehrfach den ersten Briefmarkenblock sowie den Intellektuellensatz und von Österreich eine breite Palette klassischer bis moderner Philatelie. Sehr gut vertreten ist die Schweiz mit Klassik (u.a. beide Hälften der „Doppelgenf“ mit Startpreisen zu je 1.500 Euro – Lose 1640 + 1641) aber auch semimodernen Raritäten wie den Pionierflugmarken I bis XI jeweils auf Postkarten. 

Mehr als 1.300 Sammlungen, Posten und Nachlässe, welche fast ausschließlich aus Sammlereinlieferungen stammen und mit Startpreisen zwischen 10 und 10.000 Euro ins Rennen geschickt werden, beschließen die Auktion.

Kontakt:
Aix-Phila Briefmarken GmbH,
Lothringerstr. 13,
52062 Aachen,
www.aixphila.de,
Tel.: +49 – (0)2 41 – 3 39 95,
Fax: +49 – (0)2 41 – 3 39 97


(wm-pcp) Highlight dürfte für viele sicherlich die Maria-Brettl-Bayern-Sammlung (Teil 2) sein, über die schon berichtet wurde. Österreich-Sammler erwartet allerdings auch einmal mehr ein sehr facettenreiches Angebot, das in einem Sonderkatalog auf 260 Seiten mit insgesamt fast 2.000 Losen (!) präsentiert wird. Gerade für Klassiksammler bieten sich hier ab Vorphilatelie und ersten Ausgaben eine Fülle von kleinen und größeren Kostbarkeiten – und dies in herausragender Schönheit –, wie man sie nicht häufig antrifft. Nahezu alle Gebiete der früheren Donaumonarchie werden abgedeckt und hoch spezialisiert offeriert. Briefe gibt es in Hülle und Fülle, ebenso Marken mit sauberen zentrischen Stempeln in großer Vielfalt. Und all dies zu sehr günstig angesetzten Ausrufpreisen, die sicherlich auch noch Luft nach oben haben.


Dies gilt auch für den Hauptkatalog, der zwar dieses Mal etwas weniger umfangreich ist, aber dennoch zahlreiche sehr schöne Stücke von Alt-Deutschland, Alt-Europa und Übersee präsentiert. Natürlich sind auch Deutsches Reich und Gebiete mit Einzellosen dabei und rund 500 Sammlungen, Lots, Posten und Nachlässe, die es zu besichtigen lohnt.


Weitere Informationen und Abbildungen sind auf www.deider.de zu finden. Dort sowie bei www.philasearch.com sind auch Hinweise, wie man online-live bei der Auktion mitbieten kann.


Berlin Die 71./72. Hadersbeck-Auktion vom 26. bis 29. April 2022 startet mit einem Sonderkatalog „Sammlung Dr. Kischkat“. Der Sammler trug über mehrere Jahrzehnte über 12 000 Belege zur Deutschland-Phil­atelie von Altdeutschland bis ca. 1990 zu­sammen. Der Nachlass befand sich in 87 Ord­nern sauber chronologisch sortiert. Das Auktionshaus bietet ihn in 560 Losen an. Darin befinden sich viele postgeschichtlich interessante Stücke.

Der Hauptkatalog beinhaltet über 5700 Lo­se. Zu Beginn stehen 700 Lose Mün­zen/ Medaillen zum Verkauf. Im danach folgenden Übersee-/Europateil gibt es wieder ein umfangreiches Angebot China mit fast 100 Losen. Europa startet mit einigen sehr seltenen Ganzsachen Albanien, die teils nur in wenigen 100 Stück hergestellt wurden, da­bei P7/8 mit blauen Ersttagsstempeln.

Bei Altdeutschland ist diesmal durch die Auf­lösung mehrerer alter Sammlungen viel Belegmaterial vorhanden, besonders bei Mecklenburg. Hier fallen u. a. ein seltener K1 von Schwerin, von dem nur wenige Ab­schläge bekannt sind, und Preußen mit etlichen frankierten Belegen (über 100 Lose!), dabei viele Besonderheiten wie die MiNr. 19 b als Einzelfrankatur, auf. Auch Thurn und Taxis bietet reichhaltig Briefmaterial. Bei­spielhaft erwähnt sei der Stempel POSTABLAGE THAL Kl. K1 auf Brief vom 6. De­zem­ber 1864. Zu dieser Zeit sollte laut Sem-Katalog der Stempel gar nicht vorliegen. Alle anderen deutschen Gebiete vor 1945 sind wieder mit schönen Stücken vertreten.

Die deutschen Gebiete ab 1945 bilden wieder einen Haupteil der 72. Hadersbeck-Auk­tion. Seltene SBZ-An­gebote, u. a. Provinz Sachsen MiNr. 68 Y un­gebraucht oder Thü­ringen Block Mi­Nr. 1 tb postfrisch, seien her­vorgehoben. Neben dem traditionell vielseitigen An­gebot DDR (über 600 Lose) folgen am dritten Ver­steigerungstag noch viele Positionen Briefe und Ansichts­karten.

Der letzte Versteige­rungs­tag ist wieder vollgepackt mit etlichen Ton­nen Samm­lungen und Auflösungs­posten.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

Düsseldorf Zum bereits 174. Mal wurde das Auktionshaus Felzmann vom 15. bis 19. März 2022 Schauplatz von spannenden Bie­tergefechten.

Ein besonderes Augenmerk verdiente das Spezial-Angebot China, das nahezu restlos aufgekauft wurde. Einen Top-Zuschlag konn­te hier z. B. ein tolles Mao-Briefmar­ken­set erzielen, das von einem 500 auf 2500 Euro gesteigert wurde (Los 3587). Das Los 3570 mit der Abbildung chinesischer Freiheits­kämp­fer startete mit einem Ausruf von 200 Euro und wurde für 3400 Euro zugeschlagen. Der schöne Satz mit den Landschaften am Huangshan erzielte einen Top-Zuschlag von 2700 Euro (Los 3560, Ausruf: 450 Eu­ro).

Im Teil Autographen & Autogramme ersteigerte ein passionierter Sammler ein Auto­gramm der schwedisch-amerikanischen Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Gre­ta Garbo für 4200 Euro (Los 2516, Ausruf: 2500 Euro).

Bei der Flug- & Zeppelinpost wurde der erste deutsche Brief nach Grönland von 1932 (Los 3028, Ausruf: 1500 Euro) mit einem Zuschlag 2300 Euro versteigert, der Flug­post Brief Bork-Brück von 1912 (Los 3078, Ausruf: 2800 Euro) erhielt sogar ei­nen Zu­schlag von 5000 Euro.

Spaniens bekannte 5-Reales-Isabella-Marke von 1851 mit dem legendären Farbfehl­druck »castaño rojo oscuro« wurde für 4000 Euro Zuschlag dem neuen glücklichen Be­sitzer zugesprochen (Los 3803, Ausruf: 4000 Euro), aus Frankreich kam eine 1-Fr-Ver­mil­lion-Marke in ringsum voll- bis breitrandigem Schnitt in sehr schöner farbintensiver Kabinett-Erhaltung unter den Hammer (Los 3695, Ausruf: 5500 Euro, Zuschlag: 5600 Euro). Im Übersee-Teil überzeugte ei­ne tolle Marke der damaligen britischen Ko­lonie Ka­nada von 1851 (Los 3653, Ausruf: 1000 Eu­ro) die interessierten Bieter und konnte schließlich mit einem Zuschlag von 2200 Eu­ro versteigert werden. 

Ein ganz besonderes Erlebnis war die Ab­teilung Deutsches Reich. Ein ambitionierter Sammler ersteigerte die berühmt-berüchtigte 25 Pf Olympische Winterspiele mit verkehrtem Wasserzeichen bei einem Zuschlag von 10 000 Euro (Los 4129, Aus­ruf: 10 000 Euro). Die große Brustschild-Seltenheit 1 Gr karmin, Feld 141, wurde ebenfalls hoch an einen glücklichen Bieter zugeschlagen (Los 3960, Ausruf: 500 Euro, Zuschlag: 2800 Eu­ro).

Auch die Briefmarken-Sammlungsauktion konn­te an den letzten zwei Auktionstagen außergewöhnliche Ergebnisse erzielen.

Internet: www.felzmann.de


(DBR) Vom 21. bis 26. März 2022 fand in Wiesbaden die viel beachtete Früh­jahrsauktion von Deutschlands ältestem Briefmarken-Auktionshaus Hein­rich Köhler statt. Es war eine überaus erfolgreiche Woche mit zahlreichen Höhepunkten, gekrönt von der Fortsetzung der Versteige­rungs­serie »Altdeutsche Staaten« aus der Sammlung ERIVAN am Auktions­sams­tag. Das umfassende Angebot von Altdeutschland bis Übersee war in nahezu allen Bereichen stark nachgefragt und diverse Bietergefechte zeugten von der Begeisterung der Sammler und Händler. Am Ende standen zahlreiche außergewöhnliche Zuschläge, die das große Interesse nach hochwertiger Philatelie und Postgeschichte eindrucksvoll belegen.

Glanzstücke Altdeutschlands

Das außergewöhnliche Spitzenpro­gramm hatte für nahezu Jeden etwas zu bieten, wobei vor allem die Sam­melgebiete Altdeutschlands und der internationalen Klassik hoch im Kurs standen. So die Sammlung »Bayern ab 1849« von »Eliahu Weber« (Teil 2), die mit hervorragenden Ergebnissen und großen Stei­gerungen beeindruckte. Stellvertretend genannt sei eine Druck­sachenschleife mit zwei »Schwarzen Einsern« (Los 7018 – Zuschlag: 36 000 Euro), eines von drei Losen, das seinen Ausruf von 10 000 Euro mehr als verdreifachen konnte! Den Spitzenzu­schlag der Sammlung von 50 000 Euro sicherte sich eine Misch­frankatur der 1 Kr. schwarz im Dreier­streifen mit 3 Kr. blau (Los 7019) – ein Highlight für jeden Liebhaber der Ba­yern-Philatelie. 

Begehrenswerte Seltenheiten der Klas­sik wurden unter anderem auch mit den »Sammlungen Rolf Rohlfs« präsentiert. Die Lose der Kollektionen »In­ter­nationale Postverbindungen über Triest« (Teil 2) und »Österreich – Erste Aus­gabe in Ungarn verwendet« (Teil 2) stie­ßen erneut auf großes Interesse und bo­ten zahlreiche Glanzpunkte der Auktionswoche. Ein Brief aus Dresden nach Canton/Chi­na via Triest erzielte einen Zu­schlag von 56 000 Euro (Los 6036 – Ausruf: 25 000 Euro). Eine einzigartige Mischfran­katur Öster­reichs mit einer Marke Großbritanniens nach Ba­tavia/Niederländisch In­di­en wurde auf stolze 75 000 Euro gesteigert (Los 6016 – Ausruf: 40 000 Euro). Und dies sind nur zwei Bei­spiele hervorragender Spe­zialsammlungen, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Denn auch die übrigen Kollektionen sowie das umfangreiche Angebot im Haupt­katalog waren in weiten Teilen heiß be­gehrt und glänzten mit hohen Zu­schlä­gen. 

Zum Abschluss der Auktionswoche sorgte das spektakuläre Angebot »Alt­deutsche Staaten« aus der »Sammlung ERIVAN« für Aufsehen. Insgesamt 287 Pretiosen kamen unter den Hammer. Die einmalige Zusammenstellung her­aus­ragender Einzelstücke vereinte Schön­heit, Qualität und Seltenheit, und der Ausruf von 611 000 Euro wur­de mehr als verdreifacht auf einen Ge­samtzu­schlag von über zwei Millionen Euro! Intensive Gefechte zwischen den anwesenden Bietern im voll besetzten Auk­tionssaal mit Telefon- und Online-Bie­tern waren an der Tagesordnung und gipfelten in teils sensationellen Zu­schlags­ergebnissen. Der legendäre Sach­sen Drei­er mit einem Startgebot von 80 000 Euro erzielte 260 000 Euro und war damit das teuerste Stück des Tages (Los 230). Ein badischer Ersttags­brief wurde von 25 000 Euro auf 210 000 Euro gesteigert (Los 3). Ein Thurn-&-Taxis-Liebhaber steigerte Los 264, einen waagerechten Dreierstreifen der 3 Kreuzer von 1852 auf Brief aus Gam­mertingen mit dem seltenen stummen Stempel in roter Farbe, auf sagenhafte 105 000 Euro (Ausruf: 25 000 Euro) – der zweithöchste Zuschlag, der jemals für ein Stück aus dem Sammelgebiet Thurn & Taxis erzielt wurde. Heiß umkämpft war auch eine Frankatur der 3 Grote von Bremen mit linkem Bo­genrand auf Brief (Los 41). Das seltene Stück konnte seinen Ausruf von 8000 Euro um mehr als das Sechsfache steigern und wurde für 50 000 Euro zugeschlagen. 

Provenienz und Ästhetik im Fokus

Neben der allgemein hohen Nachfrage nach seltenen Briefen und Marken be­stätigte sich einmal mehr der Trend bei hochwertigen Stücken zu Provenien­zen. Die Wertschätzung der »philatelistischen Stammbäume« und die genaue Kenntnis der Herkunft eines Stückes aus bedeutenden Kollektionen namhafter Sammler erweisen sich in vielen Fällen als entscheidendes Kaufargument und treiben die Preise in die Höhe. Die Pro­venienz darf zurecht als eine Art »Rit­terschlag« für ein seltenes Stück be­zeichnet werden. 

Ein weiterer Trend, der sichtbar zu­nimmt, ist das Sammeln nach ästhetischen Gesichtspunkten. Dabei wird der Erwerb von Briefen und Brieffranka­tu­ren auch aus dem »Blickwinkel« von Kunstsammlern entschieden. Wie am Beispiel der Lose der ERIVAN-Auktion zu sehen, ist es vielfach die Kom­bi­na­tion von Ästhetik und Seltenheit, die viele Bieter beflügelt. Dies gilt insbesondere für neue Sammler, die in den letzten Jahren auf den Plan getreten sind und das Preisniveau für die Rari­täten der Altdeutschen Staaten in bislang nicht gesehene Sphären treiben.

Alle Ergebnisse der 378. Heinrich-Köh­ler-Auktion sind unter www.heinrich-koehler.de verfügbar.


(wm-pcp) Wer geglaubt hatte, mit Teil 1 ihrer Sammlung hätte die weithin bekannte Expertin und Prüferin Maria Brettl bereits ihr Pulver verschossen, sieht sich angesichts des Sonderkataloges zu Teil 2 aus dem Hause DEIDER getäuscht. Fast 650 Lose kommen zum Ausruf, wobei das teuerste Objekt sicherlich der 90er-Schalterbogen der unteren Druckbogenhälfte ist. Bis auf zwei Marken ist dieser sogar postfrisch und wie der Versteigerer schreibt: »Eine einmalige, begehrenswerte Einheit der ersten deutschen Briefmarke und ein Liebhaberlos von musealem Wert!« Aber es gibt auch zahlreiche andere »kleine« Lose hübsch gestempelter Marken und Briefe, so dass eigentlich für jeden etwas dabei ist, zumal nicht nur die ersten Quadratausgaben, sondern auch die späteren Wappenausgaben bis 1875 abgedeckt und nach Abstempelungen spezialisiert werden. Ein besonderes Augenmerk sollten Interessenten auch auf die Sammellose legen, mit denen so manche Spezialsammlung als Lot ausgerufen wird (z. B. Abstempelungen von Bayern in fünf Alben (Los 2463); Spezialsammlung der offenen Mühlradstempel (Los 2466); Zierstempel – Los 2495; Stadtpost München – Los 2635). Selbst ganze Heimatsammlungen gibt es, z. B. OTTERBERG (in vier Alben!).


Noch mehr Abbildungen sind auf www.deider.de zu finden. Dort sowie bei www.philasearch.com sind auch Hinweise, wie man online-live bei der Auktion mitbieten kann.


(wm-pcp) Man glaubt es kaum, wie vielfältig und erlesen dieser nun bereits vierte Teil der vermutlich größten Sammlung des »Königreich Württemberg 1851 bis 1875« ist, den Roland Meiners, Chef und Inhaber des Kölner Auktionshauses Dr. Wilhelm Derichs, versteigert. Dieses Mal sind es die Lose 1110–1443, also 333 insgesamt. Wer die bisherigen Hardcover-Sonderkataloge aufmerksam betrachtet, bemerkt schnell, dass Meiners die Losnummern weiterzählt, so dass sich am Schluss der Versteigerungsserie (weitere Teile kommen bis 2024 unter den Hammer) ein Nachschlagwerk der Württemberg-Philatelie ergibt, wie es bisher wohl keines in dieser Art gab. Mehr als 160 Seiten sind es dieses Mal, und alle Lose, Marken wie Briefe, werden einzeln farbig abgebildet und kompetent beschrieben, gleich, ob gegen Gebot, für 100 oder für 45.000 Euro ausgerufen.


Von amtlichen bis zu anderen Neudrucken findet sich vieles, besonders aber von reizvollen Frankaturen, zumal mit Auslandsdestinationen oder speziellen Verwendungsformen (z. B. eine 70-Kreuzer-Marke in Währungsmischfrankatur auf Paketkarte!) gibt es so manches, was das Auge erfreut, auch wenn sich nicht jeder alles leisten kann. Empfohlen seien die vielen Briefstücke mit vollständigen teils farbigen und ungewöhnlichen Stempeln, die Fritz Trost in einer außergewöhnlichen Fülle zusammengetragen hat.


Wie bisher leitet Prof. Dr. Herbert Zielinski den Katalog mit einem weiteren Fachbeitrag ein, dieses Mal zum Thema »Bevölkerungsentwicklung um 1850«. Ein interessantes Thema, das dem Leser deutlich macht, wie bewegt die damaligen Zeiten waren und dass nicht alle, zumal nicht die breite Bevölkerung, auf der Sonnenseite des Lebens standen. Auswanderung war für viele Mutige das Thema jener Jahre, Hoffnung auf ein besseres Leben, was in bedrückender Weise an die Gegenwart erinnert.


Die Auktion findet am 30. April im »Althoff Hotel am Schlossgarten«, Schillerstraße 23 in 70173 Stuttgart ab 10.30 Uhr statt. Online Live Bidding ist über www.philasearch.com möglich.

(Düsseldorf/pcp) Zur 33. e@uction präsentiert das Auktionshaus Felzmann erneut eine vielfältige Auswahl an philatelistischen und numismatischen Raritäten. Die Online-Auktion findet vom 2. bis 6. Mai 2022 statt, es kann jeweils ab 16 Uhr über die LiveBidding-Funktion mitgeboten werden. Wieder dabei sind die großen Themengebiete der Flug- und Zeppelinpost, Internationale Philatelie, Altdeutschland, Deutsches Reich und Nebengebiete. Interessierte Bieter finden das reichhaltige Angebot mit nahezu 5.000 Losstücken im sorgfältig generierten Online-Katalog unter www.felzmann.de

Traditionell startet die Philatelie am zweiten Auktionstag mit Flug-und Zeppelinpost, hier u.a. ein toller Pionierbeleg der LZ 10 Schwaben von 1911 auf einer farbigen Delag-Karte (Los 11094, Ausruf: 320 Euro). Internationale Philatelie bietet erneut einen interessanten Querschnitt seltener klassischer sowieso exotischer Sammlungsstücke, darunter ein VR China Block 9 Pfingstrosen mit einem Ausruf von 800 Euro (Los 11572). Europa offeriert eine schöne ungebrauchte Großbritannien Dienstmarke Mi. D 52 l, l.R. OFFICIAL £ 1 Victoria grün – ein äußerst seltener Höchstwert (Los Los 11758, Ausruf: 4.000 Euro). Eine reizvolle Auswahl ist ebenso im Teil Altdeutschland und Drittes Reich am Folgetag zu entdecken. Unter den Highlights ist eine 30 Kr Marke in dunkelgelblichorange mit zentrisch, klar gerade platziertem Ra2 Carlsruhe in ursprünglicher Erhaltung und vollständiger Zähnung (Los 13028, Ausruf: 400 Euro) oder auch ein Nothilfe-Block in voller Originalgröße, gestempelt am 29.12.33 in Neu Isenburg (Los 13605, Ausruf: 1.000 Euro).

Besonderheiten im Teil Deutsche Nebengebiete sind u. a. eine perfekt gestempelte $ 2½ Friedensdruck-Marke aus Kiautschou (Los 14179, Ausruf: 400 Euro) und eine bemerkenswerte Marke aus Samoa, der „G.R.I. 1 Shilling“ auf 1 Mark Kaiseryacht – eine wohl gemerkt seltene Rarität mit einer Auflage von nur 35 Stücken, wovon nur wenige noch erhalten sind (Los 14198, Ausruf: 5.700 Euro). Am letzten Auktionstag können Lose des Themenbereichs Deutschland nach 1954 ersteigert werden. Das Los 15896 – ein gezähnter Freiburgblock mit äußerst seltener Druckabart (Ausruf: 1000 Euro) – ist nur eins der feinen Stücke jenes Angebots.

Der Teil Autographen & Autogramme bietet, so wie auch schon in der vorangegangenen Saal-Auktion, ein breites Spektrum an Original-Unterschriften bedeutsamer und berühmter Persönlichkeiten der Neuzeit, so auch z. B. eine Autogrammkarte des King of Pop, Michael Jackson. Sie können am ersten Auktionstag ab 19 Uhr ersteigert werden.

Die Online-Auktion beginnt mit der Numismatik. Das Angebot der 33. e@uction stellt rund 700 Einzellose von der Antike bis hin zur Gegenwart bereit. Dafür wurden seltene (Gold)Münzen, Medaillen, Geldscheine und Orden sorgfältig detailliert. Eine besondere Auswahl in der Auktion bietet sich vor allem im antiken Teil. Hier findet sich u. a. ein schönes Los des Kaisers Antonius Pius aus dem Jahr 139 n. Chr. (Los 10039, Ausruf: 120 Euro) oder ein seltener AR Dirham mit dem Kalifen Abu-Dschafar Abdallah al-Mamun b. Harun aus dem Jahr 205 H (820 n. Chr.) (Los 10151, Ausruf 120 Euro). Äußerst seltene Goldmünzen kommen dieses Mal u. a. aus der Türkei, einmal mit dem Regenten Abdülaziz von 1872/3 (Los 10476, Ausruf: 2.400 Euro) und dem Regenten Abdul Hamid II. von 1876 (Los 10477, Ausruf: 2.400 Euro).

Die Auktion läuft von Montag bis Donnerstag um 16 Uhr. Registrierte Nutzer haben die Möglichkeit auf auktionen.felzmann.de sowie philasearch.com mitzubieten. Alle Lose der Auktion sind im Online-Katalog mit zahlreichen Abbildungen und Attesten zu finden. Weitere Scan-Anfragen werden bearbeitet unter scans@felzmann.de

Gebote können über den Online-Katalog, per Gebotszettel oder über E-Mail abgegeben werden.

Weiteren Infos: www.felzmann.de

(cz-Wiesbaden/pcp) Am Samstag, den 26. März 2022, fand die siebte Auktion zum Sammelgebiet „Altdeutsche Staaten“ der Briefmarkensammlung des ehemaligen Tengelmann-Chefs Erivan Haub statt. Weltweit ist die Sammlung als eine der bedeutendsten anerkannt und belebt den Philatelie-Markt schon seit dem Jahr 2019 immer wieder aufs Neue. Bei der siebten Versteigerung wurden 287 Briefmarken und Briefe an Bieter im Saal, am Telefon und online versteigert. Die Startpreissumme von 611.000 Euro wurde mehr als verdreifacht: auf über zwei Millionen Euro exklusive Auktionsaufgeld.

Sammler aus aller Welt überboten sich in intensiven Bietergefechten. Besonders die folgenden philatelistischen Raritäten begeisterten die Bieter:

* Der legendäre Sachsen Dreier mit einem Startgebot von 80.000 Euro erzielte 260.000 Euro und war damit das teuerste Stück des Tages.

* Ein Brief vom ersten Ausgabetag der Briefmarken im Großherzogtum Baden wurde von 25.000 Euro auf 210.000 Euro gesteigert.

* Einer der bedeutendsten Briefe der Thurn & Taxis‘schen Post mit Startgebot 25.000 Euro erzielte 105.000 Euro – der zweithöchste Zuschlag, der jemals für ein Stück aus dem Sammelgebiet Thurn & Taxis erzielt wurde.

* Eine außergewöhnliche Aufsteigerung erbrachte auch der 12er-Block mit 1/30 Thaler schwarz auf blau aus Oldenburg. Der Block startete bei 20.000 Euro und landete bei 82.000 Euro.

* Die Patriotische Briefmarkenfrankatur von 1856 aus dem Sammelgebiet Mecklenburg-Schwerin startete bei 10.000 Euro. Ein Bieter im Saal sicherte sich das Stück für 42.000 Euro.

* Ein Wertbrief, der mit 71 preußischen Adlermarken von 1867 beklebt war, mit dem 60.000 Gulden von Frankfurt nach Mannheim versendet wurden, kam für 58.000 Euro unter den Hammer (Startgebot 10.000 Euro).

* Einen Brief mit rotem Mühlradstempel aus dem bayerischen Neuötting steigerten die Bieter von 8.000 Euro auf 46.000 Euro.

Ausrichter der Versteigerungen ist das älteste Briefmarkenauktionshaus Deutschlands, das Heinrich Köhler Auktionshaus in Wiesbaden. Dieter Michelson, geschäftsführender Gesellschafter bei Heinrich Köhler, ist von der Resonanz begeistert: „Die Bieter kommen hochmotiviert zu den Auktionen und entscheiden ad hoc vor Ort, wie viel sie für die Briefmarken ihrer Wahl ausgeben möchten. Das Preisgefüge ist nicht mehr so kontrolliert wie vor einigen Jahren und verschiebt sich durch die Sammlung ERIVAN nach oben. Die komplette Auktionswoche war völlig außergewöhnlich.“

Dafür lieferte auch die siebte Auktion wieder einige Beispiele. Etwa das Los 24: Ein Brief aus Zweibrücken nach Lyon, der bei einem Startgebot von 8.000 Euro einen Erlös von 40.000 Euro erzielte. Erivan Haub ersteigerte den Brief 1988 für umgerechnet 11.500 Euro ebenfalls im Auktionshaus Heinrich Köhler. Oder Los 41: Ein Brief von Bremerhaven nach Bremen. Mit einem Startgebot von 8.000 Euro erzielte der Brief am Ende 50.000 Euro. 1988 ersteigerte Erivan Haub den Brief für 15.500 Euro. „Diese Beispiele verdeutlichen klar den anhaltenden Werterhalt von Briefmarken“, erklärt Karl Louis, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter des Heinrich Köhler Auktionshauses in Wiesbaden. „Die extremen Wertsteigerungen einiger Briefmarken und Briefe zeigen, dass die Sammler die Stücke wieder als eine Investition wahrnehmen, die über lange Zeiträume attraktive Wertentwicklungen erzielen kann.“

Die einmalige Sammlung ERIVAN umfasst viele Unikate oder äußerst seltene Marken und Briefe, die in dieser Qualität kaum zu übertreffen sind. Sie ist unterteilt in Kollektionen der Sammelgebiete „Altdeutsche Staaten“, „Lokalausgaben und Private Postdienste der Vereinigten Staaten im 19. Jahrhundert“, „Postbeförderung mit Zeppelinen“, „Schweizer Kantonal- und Bundesmarken“, „Österreich und Lombardei-Venetien“ sowie „Raritäten aus aller Welt“.

Die Unternehmen des Global Philatelic Network, Heinrich Köhler in Wiesbaden, H.R. Harmer in New York und Corinphila Auktionen in Zürich steuern die Versteigerungsserie, bei der zwischen 2019 und 2023 rund 8.000 Auktionslose in 30 Briefmarkenauktionen in Wiesbaden, New York, Zürich, Stockholm und zu Weltausstellungen an unterschiedlichen Orten angeboten werden.

www.heinrich-koehler.de

Braunschweig 2790 Lose enthält die 228. Pfankuc- Auktion am 6. und 7. April 2022. Den Auftakt bilden 42 Lose mit Marken und Briefen „Königreich Spanien – 6 Cuartos Isa­bella 1850“. Stark vertreten ist diesmal wieder Altdeutschland mit rund 1100 Po­si­ti­o­nen, darunter seltene Einheiten aus dem Großherzogtum Baden sowie Han­nover mit kaum angebotenen Raritäten, u. a. einem Stadtpostumschlag 1849 in himmelblauer Farbe (SU 1b). Weitere Blickfänge sind über 200 Lose aus den Deutschen Kolonien und Auslandspostämtern, u. a. mit einem seltenen Mustersatz zur Kiautschou-Ausgabe 1905, Mecklenburg-Vorpommern mit der Auflösung einer wertvollen, zeitgeschichtlich interessanten Spezialsamm­lung „Stetti­ner Zipfel“ sowie viele Spe­zialitäten und Sel­tenheiten aus Deutsch­land, Europa und Über­see. Die Samm­lungsabteilung umfasst über 400 Lose, meist unberührte Posten, Samm­lungen und Nachlässe.

Internet: www.pfankuch-briefmarken.de