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BDB News

Kerpen Vom 12. bis 15. November 2025 wird die 76. Aix-Phila-Auktion am neuen Stand­ort in Kerpen durch­geführt.

Schwerpunkte der Versteigerung sind Gebiete wie Dan­zig, SBZ, Bi-Zone, Saar, aber auch die Beset­zungsaus­ga­ben des Zweiten Weltkrieges. Dort sind es recht viele Angebote. Zu den Highlights zählt die Schleswig-Hol­stein MiNr. 2 a mit Rost­rundstempel Nr. 19 „KIELER BAHNHOF“. Das gut erhaltene Stück startet mit 2500 Euro. Ein Blick­fang beim Deut­schen Reich ist die „Burg Rheinstein“, 1 M graugrün mit Währungsbezeichnung „Reichs­mark“ statt „Mark“ (Ausruf 6000 Euro). Un­ter den Deutschen Auslandspost­ämtern und Kolonien findet sich eine China-Freimarke Futschau 5 Pf auf 10 Pf, lebhaftlilarot, diagonaler Aufdruck, erste Auflage mit Einkreis­stempel „FUTSCHAU 22/9 00“ auf Brief­stück (Ausruf 2500 Euro). Nicht alltäglich bei Bund ist der Satz „Heuss Lumogen“ im kompletten Bogensatz. Die Bogen sind in Top-Zustand, wie frisch von der Ver­sand­stelle. Alle Bogen sind ungefaltet und ohne Einrisse oder Auftrennungen. Der Ori­ginal­umschlag vom Kauf der Bogen MiNrn. 179 y-260 y liegt auch noch bei (Ausruf 1500 Euro). 

Aber auch im Bereich „Übersee“ hat Aix-Phila etliche große und kleine Highlights. Neben „Klassikern“ wie „Mao Direktiven“ im Fünferstreifen sind aus vielen Kolo­ni­al­gebieten saubere postfrische Ausgaben, die

in den Katalogen oft noch nur in Falz angegeben werden, vertreten. Ein Beispiel dafür wäre die Kap Verde MiNr. 257 postfrisch zur Weltausstellung 1939 in New York mit grünem Aufdruck. Laut Dekret vom 15. August 1939 wurden diese Aufdrucke nur in New York ausgegeben (Ausruf 300 Euro). Mit 250 Euro starten die Nyassaland MiNrn. 52-60 „König Georg VI“ in postfrischer Erhal­tung.

Aber auch die deutschen Sammelgebiete sind wieder stark besetzt. Das beweist nicht nur der versandstellenfrische Bogensatz „Heuss Lumogen“, sondern auch einige hoch­interessante Sammlungsposten wie ein seit Jahrzehnten in Sammlerhand befindlicher Posten Flugpostmarken ab den späten 1940er Jahren mit etlichen besseren Belegen (ebenso gute Zeppelinbelege). Auch die Nach­läs­se lassen aufhorchen, wie ein Briefe-Nach­lass mit Tausenden Belegen aus dem Zeit­raum 1880 bis 1960, der enormes Steige­rungspotenzial hat.

Internet: www.aix-phila.de

Berlin Die 79. Ha­dersbeck-Auktion findet vom 3. bis 7. November statt. Sie startet mit ei­nem Sonderka­ta­log mit über 2000 Losen einer Num­mern­stempel-Samm­lung von Preu­ßen des langjährigen Kommissionärs Horst Eisenberger. Er ist im Februar dieses Jahres verstorben, und seine Familie hat Hadersbeck mit der Verstei­ge­rung seines Lebenswerkes beauftragt.

Am Beginn des zweiten Auktionstages stehen über 500 Positionen Münzen/Medail­len mit einem reichhaltigen Teil Gold und Silber Deutsches Kaiserreich. Dazu gehört eine äußerst seltene 10-Mark-Goldmünze „Ge­org II“ aus dem Jahr 1914, die nur eine Auflage von 1000 Stück hatte. Der Ausruf beträgt 3500 Euro. Am Nachmittag folgen

noch die Einzellose Über­see/Europa, dabei über 100 Lose China, meist Volks­republik mit fast allen gu­ten Aus­gaben der Kultur­revolution.

Der dritte Auktionstag ge­hört Deutschland bis 1945 mit allen Gebieten, insgesamt über 1000 Einzellose. Ein Highlight ist ein Rand­stück der Preußen 3 Sgr. schwarz a. mittelrötlichgelb von 1850 mit Num­-

mern­stempel „258“ und Plattennummer „3“ auf dem Bogenrand. Von der Platten­nummer „3“ ist nur dieses eine Exemplar bekannt (Ausruf 1100 Euro).

Der vierte Auktionstag bietet ca. 1200 Lose der deutschen Sammelgebiete nach 1945, dabei gewohnt stark SBZ/DDR mit etlichen Besonderheiten wie unbekannten Vorlage­kartons. Dazu zählt ein Vorlagekarton mit Trockensiegel „DWD“ der 20 Pf „Welt­meis­terschaft im Angeln“ von 1961 mit abweichender Farbe des Himmels (Rot) in später gedruckter Variante Blau und Handstempel „nicht verwendet“. Der in dieser Form nicht bekannte Vorlagekarton geht mit 500 Euro ins Rennen. Nachmittags schließt sich noch der Teil mit besonderen Postbeförderungen und Ansichtskarten (über 400 Lose) an.

Am letzten Auktionstag steht wieder das sehr reichhaltige Sammlungsangebot im Blickpunkt. Die über 1500 Lose werden sicher auf Grund der großen Beteiligung mindestens eine acht- bis zehnstündige Sit­zung erfordern. Ein Beispiel: Lokal­aus­gabe PLAUEN, enorme und wahrscheinlich einmalige Forschungs- und Spezialsamm­lung zu dieser Stadtpostausgabe und etwas zur Nachkriegspostgeschichte von Plauen in ins­gesamt sieben Bänden auf über 300 Sei­t­en. Teile dieser Sammlung wurden schon mehrfach ausgestellt und teils hoch prämiert, u. a. auf der DEBRIA 1950. Ent­halten sind u. a. die Originalentwürfe und Rein­zeichnungen, Probedrucke, Papiersor­ten, Farben, 30 komplette Bogen, Platten­fehler und weitere Besonderheiten. Weiter­hin finden sich die in Plauen zu dieser Zeit verwendeten Poststempel sowie die Ver­wen­dung der Stadtpostausgabe in anderen Orten. Die Sammlung beinhaltet auch über 200 Be­darfs- und Sammlerbelege, wovon ca. die Hälfte mit Stadtpostmarken frankiert ist. Reichlich vertreten sind auch Sächsische Schwärzungen und „Gebühr bezahlt“-Be­lege des Ortes. Dieses Objekt, das eigentlich in ein Museum gehört, zeichnet sich durch eine meist überdurchschnittliche Qualität aus (Ausruf 2000 Euro).

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

Berlin Zu den Blickfängen der 37. Schlegel-Auktion am 24. und 25. November 2025 gehört die Senator-Kollektion, ein Sonder­teil Altdeutschland mit seltensten Farbva­rianten. Dazu gehören gestempelte Exem­plare der Baden MiNr. 21 b, Bremen MiNr. 5 c, Mecklenburg-Strelitz MiNr. 2 a, Ol­denburg MiNr. 6 c, Sachsen MiNrn. 1 b, 1 c und 15 e sowie Württemberg MiNrn. 9 b und 31 c.

Ein Sonderkatalog in zwei Bänden enthält „Die Törk Sammlung“: Bogenbesonder­heiten vom Deutschen Reich, Berlin und Bundesrepublik mit u. a. einem beeindruckenden Teil Platten- und Formnummern der Posthornserie.

Viel Aufmerksamkeit dürfte auch der Nach­lass von Egon Falz finden. 50 Jahre gestaltete er für die Bundesdruckerei Berlin Brief­marken. Er gilt als der letzte große deutsche Kupfer- und Stahlstecher mit internationaler Bedeutung.

Hervorzuheben ist außerdem ein interessantes Angebot Kaiserreich, in dem sich u. a. postfrische MiNr. 66 I und auf Briefen befinden sowie eine MiNr. 47 ba vom Oberrand mit Reihenwertzähler „10 Mark“ – das erste bekannt gewordene Exemplar als „Rand­druck-I-Paar“.

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

(Neuss/pcp) Die 43. Felzmann e@uction findet am 2. bis 4. September 2025 jeweils ab 11 Uhr statt. Es erwartet Interessenten eine vielfältige Auswahl philatelistischer Besonderheiten und Raritäten aus allen Bereichen. Insgesamt über 4.400 Lose bringen einen reizvollen Querschnitt weltweiter Philatelie mit. Traditionell wird mit über 500 ausgesuchten Belegen der Aero-Philatelie begonnen, stellvertretend sei hier ein großes Angebot Memorabilia erwähnt. Den ersten Auktionstag beschließen nach thematischer Philatelie die Lose aus den Bereichen Übersee und Europa. Der zweite Auktionstag ist geprägt von Ausgaben der deutschen Philatelie ab Vorphilabriefen bis hin zu den Ausgaben der Besetzung im II. Weltkrieg, allgemein auch als „Deutschland vor 1945“ in der Fachliteratur tituliert. Der letzte Auktionstag ist der deutschen Nachkriegsphilatelie gewidmet, dabei u. a. die Auflösung einer großen Sammlung Bundesrepublik Deutschland – Plattenfehler und Abarten mit über 100 Losen.

Kontakt: Auktionshaus Ulrich Felzmann GmbH & Co. KG
Bussardweg 18
41468 Neuss
Germany

Tel. (+49) 0211-550 440
Fax. (+49) 0211-550 44 11
E-Mail: info@felzmann.de
Internet: www.felzmann.de

(wm-pcp) Der erste Teil dieser besonderen Kollektion beinhaltet 300 exquisite Lose Altdeutschland inkl. Brustschilde mit Schwerpunkt Preußen, das allein mit circa 170 Losen vertreten ist. Weitere drei Teile sollen bis 2027 folgen und sie werden Briefe aus der „klassischen Zeit“ weltweit enthalten, aber auch weiteres Altdeutschland-Material. Denn der 80jährige Besitzer hatte allein mehrere hundert Briefe Preußen mit verschiedenen Nummernstempel zusammengetragen, von denen „nur“ rund 60 in dieser Auftakt-Versteigerung enthalten sind. Darunter auch zahlreiche Unikate. Das Titelfoto des Kataloges – ex Baron Rothschild, Ado Blecher und Romanow-Sammlung – steht für das gesamte Programm. Hier ist es ein waagerechter Fünferstreifen und vier Einzelstücke der 4 Pfennig grün (Mi 5a), die dekorativ als Rahmen geklebt und zentrisch mit dem Nummernstempel „103“ entwertet sind. Meiners wörtlich: „Wohl einer der schönsten Preußen-Briefe überhaupt“, der allerdings mit einem Ausruf von 7.500 Euro auch seinen Preis hat. Es gibt so manche Stücke, bei dem selbst dem Betrachter und nicht nur dem Auktionator das Herz aufgeht. Teil 1 dieser Ausnahmekollektion ist in einem edlen 157 Seiten umfassenden Hardcover-Katalog mit Schutzumschlag fachlich bestens beschrieben. Eine Steigerung wäre wohl nur noch durch Titelprägung auf der Frontseite und auf dem Buchrücken möglich gewesen.

Kontakt: Auktionshaus Dr. Derichs Köln, Bonner Straße 501, D-50968 Köln (Marienburg), Tel. 02 21/2 57 66 02, Fax: 02 21/2 57 67 45, E-Mail: derichs_gmbh@web.de

(Braunschweig / pcp) Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, den 12. bis 14. August 2025, findet die 238. Auktion für Briefmarken, Münzen und Postgeschichte mit einem attraktiven Angebot von über 4.200 Losen internationaler Philatelie und Numismatik statt.

In dieser Sommerauktion, wie gewohnt wieder inklusive „Live-Bieten“ im Internet, offeriert die seit 1919 bestehende Firma, ein breit gefächertes Angebot mit vielen Seltenheiten deutscher und internationaler Sammelgebiete von der Klassik bis in die Neuzeit.

Dabei sind die Altdeutschen Staaten sehr gut vertreten (rund 930 Lose), hier auch Raritäten wie mehrere attraktive Exemplare der Bayern „Schwarzen Einser“ oder Sachsens „Dreier“, Baden 6 Kr. preußischblau (Nr. 19 b) im ungebrauchten Viererblock (größte bekannte ungebrauchte Einheit), ein reichhaltiges Angebot Preußen u.a. mit seltenen Einheiten, Belegen und Stempeln, Württemberg 70 Kr. rotlila (Nr.42 b) im ungebrauchten Luxuspaar aus der Bogenecke u.v.a.

Das Deutsche Reich ist mit raren Ausgaben, ausgesuchten Qualitätsstücken und wertvollen Sammlungen vertreten, dabei insbesondere Spezialitäten der Germania-Ausgabe, die seltene 5 Pf. Nothilfe- Landeswappen 1928 mit stehendem Wz. (Nr. 425 X), reichhaltige Bestände Feldpost II. WK u.a.

Im Abschnitt Nachkriegs–Deutschland bietet das Auktionshaus wieder ein schönes Angebot Bizone mit vielen Spezialitäten und Besonderheiten, einem der wenigen bekannten Vor-Ersttagsbriefe mit dem Rotaufdruck-Satz Nr. 21/34 und Nr. 42 vom Postamt im Hause der Magistratsverwaltung für Post- und Fernmeldewesen sowie weiteren Berliner FDC-Raritäten u.v.a.

Die Deutsche Kolonien und Auslandspostämter sind mit über 180 Losen vertreten, dabei Spitzen aus den verschiedenen Kolonialgebieten wie Karolinen Nr. 1–6 I auf Kabinettbriefstücken, postgeschichtlich interessante Belege, u.a. Deutsche Auslandspost in China mit einer seltenen Doppelfrankatur NANKING LOCAL POST nebst 20 Pfg. Vorläufer (Mi. Nr. V48 d) auf Bedarfsbrief 1896 nach Tettenborn in Bayern.

Die ausländischen Sammelgebiete glänzen u.a. mit einem guten Angebot Frankreich Klassik, Österreich inkl. guter Ansichtskarten- und Belegeposten, Polen u.a. mit selten offerierten Werten der Krakauer Aufdruckausgabe und Lokalpost, Alt-Schweiz mit einem qualifizierten Angebot ab Poste Locale 1850, gehaltvolle Europa- und Überseesammlungen u.v.a.

Die Sammlungs- und Münzabteilung umfasst über 1.450 Lose: meist unberührte Posten, Sammlungen und Nachlässe, zahlreiche Großposten sowie wertvolle Münzsammlungen, Anlage- und Sammlermünzen aus über 700 Jahren Münzgeschichte. Darunter sind Altdeutschland und das Deutsche Kaiserreich gut vertreten mit seltenen Talern und Reichssilbermünzen, dutzenden Goldmünzen aus aller Welt u.v.a.

Hervorzuheben sind vor allem die anhaltinischen Münzen mit einem facettenreichen Angebot an Kleinmünzen und Talern, den seltenen 2 Mark-Stücken Friedrich I. 1896 A und Friedrich II. 1904 A (J 20, 22), 5 Mark Friedrich I. 1896 A (21), Braunschweig mit den gesuchten 3 Mark und 5 Mark Herzog Ernst August 1915 A ohne Lüneburg (J 55, 56), Sachsen-Coburg und Gotha 5 Mark Carl Eduard 1907 A (J 148), wertvolle US-amerikanische Münzen ab 1787, viele davon mit Grading, Goldmünzen aus China und Hongkong sowie seltene exotische Silber-Unzen mit Miniauflagen.

Zur persönlichen Besichtigung und/oder zur persönlichen Teilnahme an der Auktion bitte anmelden bei Karl Pfankuch &Co., Hagenbrücke 19, 38100 Braunschweig, Tel. 05 31/4 58 07, E-Mail: info@karl-pfankuch.de, www.karl-pfankuch.de

(wm-pcp) So überschreibt Inhaber Roland Meiners sein Vorwort zu dem aufwändigen Hardcover-de-Luxe-Katalog der Sammlung des Rechtsanwaltes Dr. Christoph Priebe (Hamburg) „Königreich Bayern 1949 bis 1875“. Der Katalog enthält 710 ausgesuchte „Leckerbissen“ der Bayern-Philatelie, wobei das Spektrum die MiNr. 1–36, also die Ausgabezeit von 1849–5. Juli 1875 umfasst. Das letzte Los aus dieser Zeit (Los Nr. 2867) dokumentiert den Letzttag vom 31. Dezember 1875. Es folgen noch rund 30 Lose der Portomarken, Retourmarken diverser Städte, Ganzsachen und Brief-Karte, Postscheine etc. 

Ursprünglich gedachte Meiners, diesen umfangreichen Bestand auf drei Auktionen aufzuteilen, aber der erfahrene Versteigerer erkannte schnell, dass die Sammlung eigentlich eine Art „Schulbuch der Klassischen Philatelie“ war und anderen potentiellen Interessenten als Wegweiser und Leitfaden dienen könnte, wie man die Bayerische Kreuzerzeit sammeln kann. Dieser Einschätzung wird man zustimmen, wenn man den immerhin 245 Seiten starken Sonderkatalog und dessen angebotene Pretiosen näher betrachtet. Meiners gerät fast ins Schwärmen und man spürt sein Herzblut, wenn er über diesen Ausnahmesammler im guten ursprünglichen Wortsinne des „amator“ (Liebhaber) und „Connaisseur“ spricht. Eine derartige Kollektion aufzubauen, bedarf Jahrzehnte der intensiven Beschäftigung und Auseinandersetzung mit der Materie und Meiners meint: „Selten haben wir eine Sammlung versteigert, die von Anfang bis Ende so homogen war wie die hier vorgestellte Bayern-Sammlung von Dr. Christoph Priebe. Um das zu formen, braucht es Jahrzehnte der Liebhaberschaft als Voraussetzung…“

Meiners beriet und betreute Dr. Christoph Priebe während vieler Jahre, er verkaufte für ihn eine „gewaltige“ Hamburg-Sammlung privat an einen vermögenden Hamburger, Priebes Braunschweig-Sammlung wurde vor einigen Jahren über eine seiner Dr. Derichs-Auktionen in den philatelistischen Kreislauf zurückgegeben und jetzt trennt sich Priebe von seinem liebsten philatelistischen Kind, eben dieser Bayern-Sammlung. Grund dafür ist, dass er seinen Lebensmittelpunkt in den Süden Europas verlegen und die Bayern-Sammlung auch aus klimatischen Gründen nicht mitnehmen möchte, meint Meiners. Der Philatelie bleibe er aber als Sammler der klassischen Ausgaben der Iberischen Halbinsel und der zugehörigen klassischen Kolonialmarken erhalten.

Kontakt:
Auktionshaus Dr. Derichs Köln,
Bonner Str. 501,
50968 Köln (Marienburg),
Tel: 02 21. 2 57 66 02,
Fax: 02 21. 2 57 67 45,
E-Mail: derichs_gmbh@web.de

(Aachen/pcp) Die 75. Auktion von Aix Phila, die vom 14. bis 17. Mai 2025 stattfand, war die letzte Auktion am traditionellen Standort in Aachen. Das Auktionshaus zieht nun zu einem neuen Standort in Kerpen, Herrenstraße 17, um. Die 76. Auktion wird bereits dort stattfinden. Aber auch dieses Mal waren es wieder turbulente Tage in Aachen. In vier Tagen wurden über 4.500 Lose zugeschlagen und damit ein stattlicher Erlös von über 850.000 Euro erzielt. 

Die Highlights der Auktion: Mit Los 6057 wurde eine Tschechoslowakei Sammlung mit den guten ersten Kleinbögen bei einem Ausruf von 1.000 Euro auf kaum fassbare 19.000 Euro gesteigert. Eine Sammlung China unter Los 6416 brachte es von 7.000 Euro auf 23.000 Euro. Unter Los 5971 wurde eine spezialisierte Russland-Ausstellungssammlung bei einem Ausruf von 800 Euro mit 4.700 Euro zugeschlagen. Aber auch bei kleinen Ausrufen gab es teils enorme Steigerungen. Ein Los portugiesischer Überseeprovinzen mit Los-Nr. 6223 wurde von 50 Euro auf 660 Euro beboten. Eine wunderschöne und hochspezialisierte Grönland Sammlung wurde um über 50% über den Ausruf versteigert.

Rücklose kann man im Online-Katalog unter www.aixphila.de einsehen und direkt die dortige Biet-Funktion benutzen. Doch auch Gebote per E-Mail oder ein Anruf (0241 33995) sind natürlich möglich. Eine Rücklosliste sowie die Ergebnisliste finden Interessenten ebenfalls auf der Homepage www.aixphila.de zum Download.

(wm-pcp) Ein Werbeflyer der bekannten Aachener Versteigerungsfirma gibt bekannt, dass die 76. Auktion der Aix-Phila Briefmarken GmbH an einem neuen Standort in 50170 Kerpen, Herrenstraße 17 stattfinden wird. Die 75. Auktion vom 14.–17. Mai 2025 war also die letzte am alten Standort in Aachen. Als Vorteile stellen die Inhaber besonders die deutlich geräumigeren Büro- und Lagerräume sowie attraktivere Präsentations- sowie Besichtigungsräume am neuen Sitz in Kerpen heraus. Das bisherige Ladengeschäft in der Lothringerstraße 13 in Aachen bleibt aber weiterhin bestehen.

(Dominic Friedrich, Bonn / pcp) Das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer hält am 23. Mai 2025 seine 3. e@uction ab, bei der alle Lose live auf der Plattform „Stamp Auction Network“ versteigert werden. (Eine Saal-Teilnahme ist aber dennoch weiterhin möglich.) Das umfangreiche Angebot mit mehr als 4.500 Losen bietet ein reichhaltig besetztes Angebot durch alle Bereiche der Philatelie.

Aus den Altdeutschen Staaten finden sich zahlreiche gesuchte Werte, darunter eine Drucksache mit einem bildschönen Luxusstück des „Sachsen Dreiers“ MiNr. 1a in schöner kräftiger zinnoberroter Nuance der ersten Auflagen aus Leipzig. Diese wird von Attesten aus 1939 und 1943 (!) sowie einem aktuellen Fotoattest Vaatz BPP begleitet. Das Mindestgebot für den altbekannten Liebhaber-Beleg dieser klassischen Spitzenrarität liegt bei 7.000.- Euro. Wie immer in den e@auctions bietet Dr. Reinhard Fischer mehrere hundert Lose quer durch alle Gebiete für engagierte Stempelsammler.

Die Ära des Deutschen Reiches bietet alle gesuchten Standardausgaben sowie seltene Farb-, Wasserzeichen- und Papiervarianten. Insbesondere die Brustschild-Philatelie ist stark besetzt, aber auch später finden sich zahllose interessante Lose vom Kaiserreich bis zum III. Reich. Besonders außergewöhnlich und selten zugleich ist ein beeindruckender Bogenteil mit 25 Werten der 2 Mark-Innendienstmarke im Neudruck von 1899 (MiNr. 37ND). Diese Neudrucke wurden für den Berliner Händler Kosack gefertigt. Er handelt sich hierbei um die größte bekannte postfrische Einheit jener Marke, die noch dazu in völlig ursprünglicher und darüber hinaus tadelloser Erhaltung vorliegt. Für das Schaustück der Kaiserreich-Philatelie werden Gebote ab 8.000.- Euro entgegengenommen.

Aus den Deutschen Kolonien werden gesuchte Standardwerte aber auch rare Besonderheiten angeboten. So eindrucksvoll wie selten ist ein kompletter Bogen der R-Zettel von Maron, einer kleinen und kurzlebigen Postanstalt in Deutsch-Neuguinea, die lediglich von 1910 bis 1914 bestand. Die 3. e@uction bietet die höchstwahrscheinlich einmalige Gelegenheit, einen kompletten 100er-Bogen eines Einschreibezettels aus den Kolonien zu erwerben. Das Startgebot liegt bei 1.000.- Euro.  Wer den berühmten „Blick über den Tellerrand“ wagt, findet ein interessantes Angebot der in überaus kleinen Auflagen gefertigten Marken der Ozeanreederei sowie entsprechender Belege; darunter der 15- und 50 Mark-Wert (MiNr. 11Y und 14Y) je mit Wasserzeichen Y (fallend) in tadelloser, postfrischer Erhaltung. Die Auflagen der Marken betrugen je nur 500 Stück, darunter nur sehr wenige Exemplare mit dem Wz. Y. Die Startpreise liegen entsprechend bei 10.000.- Euro. Darüber hinaus bietet die 3. e@uction mehr als 800 Lose mit zahlreichen Farbvarianten, Typen und einem umfangreichen Angebot für den versierten Stempelsammler.

Traditionell stark besetzt sind bei Dr. Fischer die deutschen Nebengebiete und Besetzungsausgaben. Ein ganz besonderes Highlight der kommenden Auktionen wird die Auflösung der wahrscheinlich größten je zusammengetragenen Sammlung Oberschlesien, die in der 3. e@uction mit einem beeindruckenden Angebot von fast 600 Briefen und Paketkarten, detailliert nach Stempelorten, ihren Auftakt finden wird. Umfangreich auch das Angebot des Saarlandes, mit allen Spitzenausgaben bis hin zum echt gestempelten Urdrucksatz MiNr. 226/38I zum Ausruf von 8.000.- Euro. Klein, aber ausgesprochen fein, ist das Angebot Alexanderstadt aus der Zeit der Deutschen Besetzung im II. Weltkrieg, mit seltenst angebotenen Werten, darunter die 10 Rbl. auf 1 Rubel Freimarke mit doppeltem Aufdruck (MiNr. 16III DD). Von jener dekorativen Abart sind bis dato nur 3 Exemplare bekannt geworden: „Diese Marke gehört zu den größten Seltenheiten des deutschen Besetzungsausgaben…“ bestätigt der BPP Walther Zirath auch in seinem neuen Attest. Das tadellos postfrische Stück startet mit einem Mindestgebot von 15.000.- Euro.

Die Nachkriegsphilatelie bietet neben den gesuchten Standardausgaben eine Vielzahl spezialisierter Lose aller Gebiete. Ein hübsches Schaustück für die Sammler der Bundesrepublik wird mit einem waagerechten Paarsatz der legendären „Posthornserie“ MiNr. 123/38 offeriert, zu ersteigern ab 1.800.- in tadelloser postfrischer Erhaltung.

Für die Sammler nichtdeutscher Gebiete bietet der Auktionskatalog diesmal eine umfangreiche Offerte Österreich und der Schweiz. Letztere schon ab der Klassik mit seltenen Werten wie der 40 Rp. „Sitzende Helvetia“ in der hellgelbgrünen Erstauflage als sehr gut erhaltenes ungebrauchtes Kabinettstück mit Originalgummierung zum Mindestgebot von 2.500.- Euro. Eine vergleichsweise moderne Rarität stellt die 3 Mark „Hitler“ der „Wiener Aushilfsausgabe“ vpn Österreich in Zähnung L11½ (MiNr. Vc), von welcher nur ein Bogen überdruckt wurde, mit nur auf Feld 16 vorkommendem Plattenfehler AII dar. Der Ausruf für das entsprechende, postfrische, Unikat liegt bei ebenfalls 2.500.- Euro.

Alle Einzellose inkl. deren Atteste sowie mehr als 100 Sammellose kann man im Onlinekatalog von Dr. Fischer besichtigen, diesen und weitere Informationen zur Auktion und zum Auktionshaus finden Sie auf der Internetseite www.ReinhardFischerAuktionen.de .